{"id":23384,"date":"2020-09-25T07:00:00","date_gmt":"2020-09-25T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=23384"},"modified":"2020-09-24T19:01:53","modified_gmt":"2020-09-24T17:01:53","slug":"baumwollernte-in-usbekistan-freiwillige-zwangsarbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/usbekistan\/baumwollernte-in-usbekistan-freiwillige-zwangsarbeit\/","title":{"rendered":"Baumwollernte in Usbekistan: Freiwillige Zwangsarbeit?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Anfang September begann in Usbekistan die allj&#xE4;hrliche Baumwollernte unter dem Vorzeichen von besseren Arbeitsbedingungen, dem Ende der Zwangsarbeit und der Aufgabe des Baumwollproduktionsplanes. Doch trotz der vielversprechenden Ma&#xDF;nahmen von staatlicher Seite berichten ErntehelferInnen von Zwangsarbeit unter dem Deckmantel freiwilliger Besch&#xE4;ftigung.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit rund drei Wochen ist die Baumwollerntesaison in Usbekistan wieder in vollem Gange. Allerdings verl&#xE4;uft in dieser Saison vieles anders als in den Vorjahren. Die usbekische Regierung hat n&#xE4;mlich Ma&#xDF;nahmen ergriffen, um die Arbeitsbedingungen der Baumwollpfl&#xFC;ckerInnen zu verbessern und den Baumwollsektor zu reformieren. Die Baumwolle als <a href=\"https:\/\/oec.world\/en\/profile\/country\/asuzb\">drittwichtigstes Exportgut<\/a> hat schlie&#xDF;lich einen gro&#xDF;en Stellenwert f&#xFC;r die usbekische Wirtschaft.<\/p>\n\n\n<p style=\"background-color: #d4d4d4;\"><span style=\"color: #000000;\">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin &#xFC;ber Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/werde-unser-mitglied-werde-novastan\/\"><strong>Dank eurer Teilnahme<\/strong><\/a>. Wir sind <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/unser-projekt\/\">unabh&#xE4;ngig<\/a> und wollen es bleiben, daf&#xFC;r brauchen wir euch! 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Alle Botschafter und internationalen Organisationen sch&#xE4;tzen den Erfolg Usbekistans sehr<\/em>&#x201C;, <a href=\"https:\/\/kun.uz\/ru\/78063070\">leitete<\/a> die Vorsitzende des Senats <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Tanzila_Norbaeva\">Tanzila Narbayeva<\/a> die Baumwollsaison 2020 ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis vor kurzem noch legte die Regierung j&#xE4;hrlich einen Baumwollproduktionsplan fest. LandwirtInnen waren entsprechend gezwungen, eine bestimmte Menge an Baumwolle zu ernten. Falls sie diesen Soll nicht erf&#xFC;llen konnten, wurden sie enteignet. Um das Ziel zu erreichen, durften die LandwirtInnen jedoch nicht selbstst&#xE4;ndig Baumwollpfl&#xFC;ckerInnen einstellen. Die lokalen Verwaltungen k&#xFC;mmerten sich stattdessen darum, dass &#xC4;rztInnen, LehrerInnen, Studierende und staatliche Angestellte auf den Feldern arbeiteten. Schulen und Universit&#xE4;ten waren in diesen zwei Monaten geschlossen. Auch wenn es f&#xFC;r die Betroffenen dem Lauf der Dinge entsprach, von September bis November Baumwolle zu pfl&#xFC;cken, war dies kein freiwilliges Arbeitsverh&#xE4;ltnis. Auch die Arbeitsbedingungen wurden immer wieder bem&#xE4;ngelt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch bei Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/usbekistan\/goldene-zeiten-fur-das-weie-gold-in-usbekistan\/\"><strong>&#x201E;Goldene Zeiten&#x201C; f&#xFC;r das &#x201E;wei&#xDF;e Gold&#x201C; in Usbekistan<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Diese menschenrechtswidrige Situation erhielt schlie&#xDF;lich internationale Aufmerksamkeit. Die USA verh&#xE4;ngte im Jahr 2012 ein Embargo und &#xFC;ber 300 Marken boykottieren mittels des&#xA0; &#xBB;<a href=\"https:\/\/www.sourcingnetwork.org\/uzbek-cotton-pledge\">Uzbek Cotton Pledge<\/a>&#xAB; usbekische Baumwolle. Doch seit dem Amtsantritt des amiterenden <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Shavkat_Mirziyoyev\">Pr&#xE4;sidenten Shavkat Mirziyoyev<\/a> Ende 2016 wird die Baumwollproduktion zunehmend liberalisiert, um den Sektor zu modernisieren und Investoren anzulocken. Nachdem er bereits 2017 seine Absicht erkl&#xE4;rte, die Zwangsarbeit abzuschaffen, folgte im Mai &#xA0;2018 das erste <a href=\"http:\/\/uza.uz\/oz\/documents\/zbekiston-respublikasida-mazhburiy-me-natga-bar-am-berishga--11-05-2018\">Dekret<\/a> gegen Zwangsarbeit. Doch trotz dieses Beschlusses behielt die Praxis bestand. Immerhin mussten nicht mehr Kinder Baumwolle ernten. Die USA hoben ihr Embargo <a href=\"https:\/\/www.federalregister.gov\/documents\/2019\/03\/25\/2019-05360\/notice-of-final-determination-to-remove-uzbek-cotton-from-the-list-of-products-requiring-federal\">auf<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Der internationale Druck h&#xF6;rte nicht auf, sodass die Regierung weitere Reformen durchsetzte. Dazu z&#xE4;hlten etwa die <a href=\"https:\/\/lex.uz\/ru\/m\/acts\/111457\">Versch&#xE4;rfung der Gesetze bei Versto&#xDF; gegen Kinder- und Zwangsarbeit<\/a> sowie der <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/wcmsp5\/groups\/public\/---ed_norm\/---ipec\/documents\/publication\/wcms_735873.pdf\">Aufbau von staatlichen Strukturen<\/a> gegen Zwangsarbeit und Menschenhandel.<\/p>\n\n\n\n<p>So res&#xFC;mierte die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Internationale_Arbeitsorganisation\">Internationale Arbeiterorganisation<\/a> (ILO) in ihrem <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/wcmsp5\/groups\/public\/---ed_norm\/---ipec\/documents\/publication\/wcms_735873.pdf\">Bericht<\/a> zur Baumwollernte im Jahre 2019: &#x201E;<em>Systematische Zwangsarbeit hat w&#xE4;hrend der Baumwollernte 2019 nicht stattgefunden. Reformen werden Schritt f&#xFC;r Schritt eingef&#xFC;hrt und zeigen Wirkung<\/em>.&#x201C; Demnach wurden auch keine Studierenden, Lehrenden oder medizinisches Personal auf den Feldern als Baumwollpfl&#xFC;ckerInnen eingesetzt. Gleichzeitig weist die ILO darauf hin, dass es &#x201E;<em>Schwierigkeiten in der Umsetzung [dieser Reformen] auf der lokalen Ebene gibt<\/em>.&#x201C; Denn nach wie vor m&#xFC;ssten sch&#xE4;tzungsweise 102.000 Menschen (5,9 Prozent aller Besch&#xE4;ftigten) zwangsarbeiten, darunter Beamte und Angestellte von privaten Unternehmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Liberalisierung der Baumwollproduktion im M&#xE4;rz 2020<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erneut kam es zu Verkaufsschwierigkeiten der usbekischen Baumwolle auf dem Weltmarkt. Dies f&#xFC;hrte schlie&#xDF;lich im M&#xE4;rz dieses Jahres zu einem historischen Moment: Mirziyoyev unterzeichnete ein Dekret zur marktwirtschaftlichen &#xD6;ffnung des Baumwollsektors, das der staatlichen Quotierung der Baumwollernte ein Ende setzte. In diesem Zuge wurden auch die Aktien des Staatsunternehmens <a href=\"https:\/\/uzpaxta.uz\/en\">Uzpaxtasanoat<\/a> an private InvestorInnen und Genossenschaften verkauft.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Anschluss daran wandte sich der Minister f&#xFC;r Besch&#xE4;ftigung und Arbeit, Nozim Husanov, in einem <a href=\"https:\/\/mehnat.uz\/en\/news\/open-letter-to-cotton-campaign-coalition-on-removing-the-uzbek-cotton-pledge\">Offenen Brief<\/a> an die Vereinigung des &#xBB;Uzbek Cotton Pledge&#xAB;: &#x201E;<em>Wie die j&#xFC;ngsten gesetzlichen Reformen belegen, ist die Regierung von Usbekistan in Zusammenarbeit mit Wirtschafts- und zivilgesellschaftlichen Akteuren dazu bereit, ein neues Kapitel in der Reform der Baumwollindustrie zu beginnen<\/em>.&#x201C; Weiter bittet er die Verantwortlichen: <em>&#x201E;Damit wir in diesem neuen Kapitel der usbekischen Bev&#xF6;lkerung bedeutungsvolle Ver&#xE4;nderungen bringen k&#xF6;nnen, rufe ich Sie dazu auf, den Boykott gegen usbekische Baumwolle zu stoppen.&#x201C;<\/em> Dabei verweist er ebenso auf die sich verschlechternde &#xF6;konomische Situation der usbekischen Republik durch die Covid-19-Pandemie. Der Baumwoll- und Textilsektor ist somit besonders gegenw&#xE4;rtig f&#xFC;r die usbekische Wirtschaft von enormer Relevanz.<\/p>\n\n\n\n<p>F&#xFC;r Cotton Campaign waren die vorgenommen Reformen dennoch nicht ausreichend und sie verwiesen auf die weiterhin existierende Zwangsarbeit. &#x201E;<em>Jedes System, das wir zum Schutz von ArbeiterInnen und LandwirtInnen etablieren, kann nur funktionieren, wenn die usbekische Regierung nicht nur Reformen juristisch einleitet, sondern diese auch umsetzt<\/em>.&#x201C;, <a href=\"http:\/\/www.cottoncampaign.org\/release16042020.html\">deklarierte<\/a> die Mitbegr&#xFC;nderin der Cotton Campaign, Patricia Jurewicz.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reformen 2020<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Anbetracht dieser Standhaftigkeit leitete die usbekische Regierung zur Baumwollsaison 2020 weitere Reformen ein, um die Arbeitsbedingungen der Baumwollpfl&#xFC;ckerInnen zu verbessern. Dazu geh&#xF6;ren unter anderem eine Lohnerh&#xF6;hung, sodass die ErntehelferInnen nach <a href=\"https:\/\/t.me\/uzagroministry\/2607\">Bekanntgabe des Landwirtschaftsministeriums<\/a> f&#xFC;r jedes Kilogramm Baumwolle 1.000 bis 1.400 Som (0,08 bis 0,11 Euro) erhalten. Im Vorjahr belief sich der Lohn noch auf 200 bis 800 Som (0,02 bis 0,07 Euro).<\/p>\n\n\n\n<p>Au&#xDF;erdem erkl&#xE4;rte der stellvertretende Minister Bahodir Umrzoqov in einem Interview mit <a href=\"https:\/\/kun.uz\/ru\/92176443\">kun.uz<\/a>: &#x201E;<em>Erstmals wird die Baumwollernte in Usbekistan auf Basis von Vertr&#xE4;gen organisiert<\/em>.&#x201C; Dabei unterstrich Umrzoqov stets die Freiwilligkeit dieser Arbeitsverh&#xE4;ltnisse und die Verpflichtung der ArbeitgeberInnen, Transportmittel, medizinische Untersuchungen und ausreichende Verpflegung gegen&#xFC;ber den ArbeitnehmerInnen bereitzustellen. Auch Kinder w&#xFC;rden auf den Feldern nicht geduldet werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lest auch bei Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/usbekistan\/baumwolle-in-usbekistan-vom-sezessionskrieg-bis-heute\/\"><strong>Baumwolle in Usbekistan vom Sezessionskrieg bis heute<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Sodann wurden auch Webseiten eingerichtet, auf denen sich potenzielle ArbeitnehmerInnen einerseits <a href=\"http:\/\/terim.uz\/phone\">registrieren<\/a> und andererseits Verst&#xF6;&#xDF;e gegen bestehende Regulierungen <a href=\"https:\/\/dmi.mehnat.uz\/\">melden<\/a> k&#xF6;nnten. Grunds&#xE4;tzlich klang bei vielen offiziellen Stellungsnahmen der Regierenden etwas Warnendes und zugleich Beschwichtigendes an. Am 12. September <a href=\"https:\/\/kun.uz\/ru\/78063070\">k&#xFC;ndigte<\/a> etwa Narbayeva mit Nachdruck an: &#x201E;<em>Dieses Jahr werden wir nicht von zehn bis zwanzig, sondern von Millionen Augen kontrolliert. Daher sollte die Zwangsarbeit in Usbekistan vollst&#xE4;ndig beseitigt werden<\/em>.&#x201C;<\/p>\n\n\n\n<p>Umrzoqov wies weiterhin darauf hin, dass insbesondere Menschen in Not wie arbeitslose junge Menschen, alleinstehende M&#xFC;tter oder in Usbekistan verweilende ArbeitsmigrantInnen von der Baumwollernte profitieren w&#xFC;rden. &#x201E;<em>Fr&#xFC;her wurden [die Baumwollpfl&#xFC;ckerInnen] nicht von der Bezahlung angezogen, sondern von Versprechungen, Befehlen, Unh&#xF6;flichkeiten und Einsch&#xFC;chterungen. Jetzt ist das alles vorbei<\/em>&#x201C;, betont der stellvertretende Arbeitsminister entschlossen gegen&#xFC;ber <a href=\"https:\/\/kun.uz\/ru\/92176443\">kun.uz<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Doch Zwangsarbeit hat auch 2020 Bestand<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Wochen nach dem Beginn der Ernte scheinen diese &#xF6;ffentlichen Bekundungen im Lichte von Schilderungen des US-Amerikanischen Mediums <a href=\"https:\/\/www.rferl.org\/a\/30843866.html\">RadioFreeEurope\/RadioLiberty<\/a> (RFE\/RL) fragw&#xFC;rdig zu sein. Entgegen der Versprechung der Regierung berichtet RFE\/RL von hunderten Beschwerden &#xFC;ber Zwangsarbeit, die als freiwillige Arbeit verschleiert wird. Demnach erz&#xE4;hlt ein anonymisierter Mitarbeiter eines Regionalb&#xFC;ros des Ministeriums f&#xFC;r Notsituation davon, wie ihn seine Vorgesetzten zwangen &#x201E;<em>freiwillig auf die Baumwollfelder zu gehen<\/em>&#x201C;. Die Freiwilligkeit w&#xFC;rde er dabei mit dem Unterschreiben des Arbeitsvertrages kundtun. Falls er dieser Anweisung nicht nachkommen sollte, drohten ihm seine Vorgesetzten nach eigenen Angaben: &#x201E;<em>Wenn du keine Baumwolle pfl&#xFC;cken gehst, musst du jemand anderen suchen und ihm Gehalt zahlen<\/em>.&#x201C; Auch Bankangestellte von staatlichen Banken wie der <a href=\"https:\/\/hamkorbank.uz\/en\/\">Hamkorbank<\/a> beschrieben &#xE4;hnliche Vorgehensweisen ihrer Vorgesetzten.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Entwicklungen beunruhigen die Expertin f&#xFC;r Wirtschaft und Menschenrechte, <a href=\"https:\/\/www.hrw.org\/de\/about\/people\/komala-ramachandra\">Komala Ramachandra<\/a> von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Human_Rights_Watch\">Human Rights Watch<\/a>. Ihr zufolge gab es wesentliche Ma&#xDF;nahmen zur Bek&#xE4;mpfung von Zwangsarbeit, doch &#x201E;<em>die Regierung in Taschkent bringt weiterhin Angestellte &#xF6;ffentlicher Institutionen und Unternehmen dazu, auf den Feldern zu arbeiten<\/em>.&#x201C; Betroffen seien davon in erster Linie Bedienstete, Einsatzkr&#xE4;fte der Feuerwehr, KrankenpflegerInnen und Schulpersonal, die Angst um ihre Arbeit oder um den Verlust sozialer Leistungen h&#xE4;tten.<\/p>\n\n\n<p style=\"background-color: #d4d4d4;\"><span style=\"color: #000000;\">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? 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Zudem &#xE4;u&#xDF;ert die Menschenrechtsaktivistin <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Elena_Urlaeva\">Elena Urlayeva<\/a>&#xA0; gesundheitliche Bedenken hinsichtlich eines weiteren Ausbruchs des Covid-19-Viruses: &#x201E;<em>Hunderte von Menschen leben in Barracken unter unhygienischen Bedingungen<\/em>.&#x201C;<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt zeichnet sich also ab, dass zwar zahlreiche Reformen auf institutioneller Ebene auf den Weg gebracht worden sind, die sich positiv auf die Situation der ArbeiterInnen auswirkt. Nach wie vor bleiben jedoch verschiedene Arten der Zwangsarbeit ein Problem. Vergessen werden darf dabei nicht, dass diese Praxis in der Baumwollproduktion strukturell verankert ist und sich nicht augenblicklich &#xE4;ndern l&#xE4;sst. F&#xFC;r die Zukunft k&#xF6;nnte vielleicht noch entscheidender werden, dass Usbekistan im Prozess einer wirtschaftlichen Diversifizierung ist. Im Rahmen dieses Plans wird die Bedeutung der Baumwollproduktion f&#xFC;r die usbekische Wirtschaft immer weiter abnehmen. Die daraus resultierende geringere Nachfrage an ErntehelferInnen wirkt sich wohlm&#xF6;glich positiv auf die Bek&#xE4;mpfung von Zwangsarbeit aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Jana Rapp<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Journalistin f&#xFC;r Novastan<\/strong><\/p>\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len, schaut mal vorbei bei <\/span><a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\"><span style=\"font-weight: 400;\">Twitter<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Facebook<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\"><span style=\"font-weight: 400;\">Telegram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Linkedin<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> oder <\/span><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Instagram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. 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