{"id":20719,"date":"2020-04-07T14:52:09","date_gmt":"2020-04-07T12:52:09","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=20719"},"modified":"2023-12-21T21:11:31","modified_gmt":"2023-12-21T20:11:31","slug":"warum-ist-turkmenistan-so-oft-gegenstand-von-fake-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/turkmenistan\/warum-ist-turkmenistan-so-oft-gegenstand-von-fake-news\/","title":{"rendered":"Warum ist Turkmenistan so oft Gegenstand von Fake News?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Nachricht ging um die Welt: Laut einem Bericht von Reporter ohne Grenzen habe Turkmenistan das Wort &#x201E;Coronavirus&#x201C; aus seinen Medien verbannt, um nicht dar&#xFC;ber sprechen zu m&#xFC;ssen. Das Problem: diese Aussage ist falsch. Wie wir gezeigt haben, h&#xE4;tte eine einfache Google-Suche gereicht, um zu sehen, dass die offiziellen turkmenischen Medien seit Ende Januar regelm&#xE4;&#xDF;ig &#xFC;ber die Pandemie berichten. Doch warum wird Turkmenistan immer wieder Objekt von Fake News wie diesen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Unsere KollegInnen von Novastan France haben in ihrer kostenpflichtigen Rubrik <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/fr\/decryptage\/pourquoi-le-turkmenistan-est-il-la-cible-de-tant-de-fake-news\/\"><strong>d&#xE9;cryptage<\/strong><\/a><strong> (dt.: Entschl&#xFC;sselung) eine Analyse vorgenommen, die wir mit freundlicher Genehmigung &#xFC;bersetzen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anstatt das Coronavirus zu bek&#xE4;mpfen, habe Turkmenistan das Wort aus Gespr&#xE4;chen und Medien verbannt. Diese &#x201E;Information&#x201C;, die von Reporter ohne Grenzen (RSF) in einem Artikel vom 31. M&#xE4;rz verbreitet wurde, ging um die Welt. Doch auch wenn diese Meldung plausibel scheint &#x2013; geht es doch um ein Land, das aus westlicher Sicht so &#x201E;verr&#xFC;ckt&#x201C; ist wie Turkmenistan, handelt es sich um eine <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/turkmenistan\/medienkritik-turkmenistan-hat-den-begriff-coronavirus-nicht-verboten\/?noredirect=de_DE\">Falschmeldung<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, die Ausgangsinformation, dass das turkmenische Gesundheitsministerium das Wort &#x201E;Coronavirus&#x201C; aus einigen Brosch&#xFC;ren entfernt hat, ist richtig. Dies bedeutet aber nicht, dass dieses &#x201E;Verbot&#x201C; im ganzen Land g&#xFC;ltig ist. Medien, die den RSF-Artikel aufgriffen, &#xFC;bernahmen diese Behauptung aber ungepr&#xFC;ft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eine lange Serie von Fake News<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Fake News sind nur die Letzten in einer langen Serie. Bereits im Jahr 2005 verbreitete sich die Nachricht, dass alle Krankenh&#xE4;user au&#xDF;erhalb der Hauptstadt Aschgabat vom damaligen Pr&#xE4;sidenten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Saparmyrat_Ny&#xFD;azow\">Saparmyrat Ny&#xFD;azow<\/a> (1990-2006) geschlossen worden seien. Trotz (oder vielleicht auch wegen) ihres verr&#xFC;ckten Charakters wird die Meldung immer wieder <a href=\"https:\/\/www.rferl.org\/a\/turkmenistan-health-care-shortcomings\/25322982.html\">aufgegriffen<\/a>, obwohl die urspr&#xFC;ngliche Informationsquelle nicht mehr zug&#xE4;nglich ist.<\/p>\n<p style=\"background-color: #d4d4d4;\"><span style=\"color: #000000;\">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin &#xFC;ber Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/werde-unser-mitglied-werde-novastan\/\"><strong>Dank eurer Teilnahme<\/strong><\/a>. Wir sind <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/unser-projekt\/\">unabh&#xE4;ngig<\/a> und wollen es bleiben, daf&#xFC;r brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/novastan-ev\/spenden\/\">Spende<\/a><\/strong> helft ihr uns, weiter ein realit&#xE4;tsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In j&#xFC;ngerer Zeit berichteten ausl&#xE4;ndische Medien dass es verboten worden sei, Zigatretten zu verkaufen, dass die unter 40-j&#xE4;hrigen <a href=\"https:\/\/en.hronikatm.com\/2018\/06\/residents-under-40-y-o-denied-exit-from-turkmenistan\/\">nicht das Recht h&#xE4;tten<\/a> au&#xDF;erhalb des Landes zu reisen, Frauen nicht Auto fahren d&#xFC;rften, oder dass nur woch <a href=\"https:\/\/www.dailymail.co.uk\/news\/article-5253675\/Turkmenistan-president-bans-black-cars-capital-city.html\">wei&#xDF;e Autos<\/a> erlaubt seien. Diese &#x201E;Informationen&#x201C; sind falsch oder nur in bestimmten F&#xE4;llen wahr, oder sie lassen sich manchmal aus der tats&#xE4;chlichen Politik der turkmenischen Beh&#xF6;rden ableiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie kann man heute erkl&#xE4;ren, dass eine solche Falschmeldung von RSF und allen Medien, die sie &#xFC;bernommen haben, ernst genommen wurde? Ist Turkmenistan eine leichte Beute f&#xFC;r Fake News?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein verschwiegenes und &#x201E;verr&#xFC;cktes&#x201C; Regime<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Grund, warum unglaubliche Informationen aus Turkmenistan geglaubt und auch verbreitet werden, liegt in der Natur des turkmenischen Regimes. <em>&#x201E;Die turkmenische Staatsmacht kommuniziert nicht, selbst wenn es n&#xF6;tig ist, oder sie tut es sehr schlecht&#x201C;<\/em>, erkl&#xE4;rt R&#xE9;gis Gent&#xE9;, ein unabh&#xE4;ngiger Journalist, der sich auf Zentralasien und den Kaukasus spezialisiert hat und unter anderem f&#xFC;r die franz&#xF6;sische Tageszeitung Le Figaro arbeitet. <em>&#x201E;Die Beh&#xF6;rden haben eine Kommunikation f&#xFC;r ihre eigene Umgebung, mit eigenen Kommunikationscodes. Wenn sie nach au&#xDF;en dringt, erhalten wir es nicht in derselben Umgebung, und es erscheint uns absurd&#x201C;<\/em>, f&#xFC;gt er hinzu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#x201E;Der turkmenische Pr&#xE4;sident und die F&#xFC;hrung im Allgemeinen haben das Bild von verr&#xFC;ckten Herrschern mit sehr seltsamen Regeln geschaffen. In gewissem Sinne sind sie zu Clowns f&#xFC;r die Welt geworden&#x201C;<\/em>, meint Ruslan Myatiew, Chefredakteur des unabh&#xE4;ngigen turkmenischen Nachrichtenportals Turkmen.news. Der Journalist verweist unter anderem auf die Videos des Pr&#xE4;sidenten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gurbanguly_Berdimuhamedow\">Gurbanguly Berdimuhamedow<\/a>, in denen er mit seinem Enkel singt oder Schie&#xDF;&#xFC;bungen auf dem Fahrrad vornimmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/turkmenistan\/turkmenistans-praesident-berdymuchamedow-seine-groessten-hits\/\">Turkmenistans Pr&#xE4;sident Berdimuchamedow: Seine &#x201E;gr&#xF6;&#xDF;ten Hits&#x201C;<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#x201E;Wir sind seit 20 Jahren so sehr an eine etwas verr&#xFC;ckte Seite des Regimes gew&#xF6;hnt, dass wir einige Dinge nicht mehr &#xFC;berpr&#xFC;fen. Das ist ein gef&#xE4;hrlicher Trend&#x201C;<\/em>, erkl&#xE4;rt Bayram Balci, Direktor des Franz&#xF6;sischen Instituts f&#xFC;r anatolische Studien (IFEA) in Istanbul und ehemaliger Direktor des Franz&#xF6;sischen Instituts f&#xFC;r zentralasiatische Studien (IFEAC).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausl&#xE4;ndische Medien und Beobachter sehen durch das karikaturistische Prisma der sinnlosen Autokratie, um alle Informationen aus Turkmenistan zu interpretieren. <em>&#x201E;In diesem Zusammenhang erschien das Verbot des Coronavirus nicht als unm&#xF6;glich, es war sogar ziemlich plausibel&#x201C;<\/em>, meint Lucas Anceschi, der an der Universit&#xE4;t Glasgow zu Turkmenistan forscht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eine stark kontrollierte Medienlandschaft<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein zweiter Grund, warum so leicht Fake News &#xFC;ber Turkmenistan entstehen, ergibt sich aus dem Fehlen unabh&#xE4;ngiger oder ausl&#xE4;ndischer Medien vor Ort. Derzeit beschr&#xE4;nken sich die im Land registrierten turkmenischen Medien haupts&#xE4;chlich darauf, Regierungsmitteilungen zu &#xFC;bernehmen. Die wenigen unabh&#xE4;ngigen Medien haben ihren Sitz im Ausland, in der Regel in Europa. Ihre Korrespondenten vor Ort arbeiten verdeckt und &#xFC;ben einen schwierigen Job aus. <em>&#x201E;Obwohl wir heute ein Gesetz haben, das das Recherchieren und Verbreiten von Informationen erlaubt, wird Ihnen niemand Informationen geben. Alle haben zu viel Angst, den Job zu verlieren&#x201C;<\/em>, erkl&#xE4;rt Ruslan Myatiew. &#x201E;<em>Alle, die f&#xFC;r unabh&#xE4;ngige Medien arbeiten, tun dies heimlich. Sie stellen sich nie als Journalisten vor&#x201C;<\/em>, f&#xFC;gt der Chefredakteur von Turkmen.news hinzu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#x201E;Wir sind immer abh&#xE4;ngig von denen, die die Nachrichten aus dem Land bringen, oft von Turkmenen im Exil&#x201C;<\/em>, sagt Regis Gent&#xE9;. &#x201E;<em>Sie sind Teil der Opposition und manchmal fehlt es ihnen an Informationen, obwohl sie die Arbeit im Allgemeinen sehr gewissenhaft machen&#x201C;<\/em>, beschreibt der franz&#xF6;sische Journalist die Lage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kaum SpezialistInnen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt nicht nur einen Mangel an lokalen JournalistInnen, sondern auch nur sehr wenige ForscherInnen, die sich auf Turkmenistan spezialisiert haben. Davon haben noch weniger tats&#xE4;chlich Zugang zum Land. <em>&#x201E;Menschen, die &#xFC;ber Turkmenistan sprechen, sind in der Regel Spezialisten aus der ehemaligen UdSSR oder Russland, mit einem analytischen Prisma, das nicht die ganze Vielfalt der Situationen ber&#xFC;cksichtigt&#x201C;<\/em>, sagt Gilles R&#xE9;my, CEO von Cifal, einem internationalen Handelsunternehmen mit Sitz in Turkmenistan. Der Fehler von Alexander Cooley, der als seri&#xF6;ser Zentralasien-Forscher gilt, aber dennoch die Falschmeldung von RSF in einem Interview mit dem amerikanischen Sender <a href=\"https:\/\/www.npr.org\/sections\/coronavirus-live-updates\/2020\/03\/31\/824611607\/turkmenistan-has-banned-use-of-the-word-coronavirus\">NPR<\/a> best&#xE4;tigte, scheint dies zu belegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#x201E;Die Expertengemeinschaft verhindert nicht die Entstehung von Fake News. Sie unterst&#xFC;tzt sogar den Prozess, denn diese Fake News legitimieren ihre Einsch&#xE4;tzung des Landes&#x201C;<\/em>, meint Ho&#x15F;geldi Bagty&#xFD;arow (Pseudonym), ein Zentralasien-Forscher mit Felderfahrung in Turkmenistan. Schlimmer noch, diese Fake News finden ziemlich leicht Eingang in die wissenschaftliche Forschung &#xFC;ber das Land. <em>&#x201E;Falsche Informationen &#xFC;ber Turkmenistan werden schnell produziert, verbreiten sich noch schneller und werden f&#xFC;r eine lange Zeit in der Diskussion gehalten, manchmal sogar in wissenschaftliche Analysen eingebracht&#x201C;<\/em>, f&#xFC;gt der Forscher hinzu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die &#x201E;Faulheit&#x201C; der Medien<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht zuletzt ist auch die mangelnde &#xDC;berpr&#xFC;fung von Informationen ein Grund &#x2013; im konkreten Fall sowohl bei RSF als auch bei den zitierenden Medien. Die Hauptquelle des RSF-Artikels ist Chronika Turkmenistan. Dieses im Ausland ans&#xE4;ssige turkmenische Nachrichtenportal <em>&#x201E;ist ziemlich seri&#xF6;s, aber dennoch oppositionell&#x201C;<\/em>, erkl&#xE4;rt R&#xE9;gis Gent&#xE9;. Das Problem besteht darin, dass RSF die Information allem Anschein nach ungepr&#xFC;ft herausgab, wohlwissend, dass die einzige Quelle ein oppositionelles Exilmedium ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sobald der Artikel ver&#xF6;ffentlicht war, sorgte die &#x201E;Marke&#x201C; RSF f&#xFC;r die weitere Verbreitung. In vielen Medien <em>&#x201C;stellt sich niemand die Frage [ob die Information stimmt], weil es RSF ist. Die Medien f&#xFC;llen ihre Seite aus Faulheit und Mangel an Mitteln&#x201C;<\/em>, erkl&#xE4;rt R&#xE9;gis Gent&#xE9;. <em>&#x201E;Man ver&#xF6;ffentlicht ohne einen Turkmenistan-Spezialisten, mit einer netten Information und dem Gef&#xFC;hl, dass sie stimmen k&#xF6;nnte&#x201C;,<\/em> f&#xFC;gt er unter Verweis auf den Sensationalismus in der Presse hinzu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Lest auch auf Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/turkmenistan\/medienkritik-turkmenistan-hat-den-begriff-coronavirus-nicht-verboten\/\"><strong>Medienkritik: Turkmenistan hat den Begriff &#x201E;Coronavirus&#x201C; nicht verboten<\/strong><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ver&#xF6;ffentlichung von mehr als hundert Artikeln &#xFC;ber dieses vermeintliche Verbot kommt auch von der <em>&#x201E;Unwissenheit der meisten Journalisten, die immer ein Zielland f&#xFC;r &#xFC;bertriebene Karikaturen haben m&#xFC;ssen&#x201C;<\/em>, meint Gilles R&#xE9;my. <em>&#x201E;Das stereotypische und exotische Bild der postsowjetischen Realit&#xE4;t ist immer gefragt&#x201C;<\/em>, f&#xFC;gt Ho&#x15F;geldi Bagty&#xFD;arow hinzu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein langfristiger Schaden f&#xFC;r die Presse in Turkmenistan<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dennoch wird diese Falschmeldung wahrscheinlich langfristige Folgen haben. <em>&#x201E;Dieser virale Artikel ist sehr schlecht f&#xFC;r uns, die unabh&#xE4;ngige turkmenische Presse. Denn wenn die Leser uns das n&#xE4;chste Mal lesen, werden sie alles noch einmal &#xFC;berpr&#xFC;fen&#x201C;<\/em>, sagt Ruslan Myatiew, der immer noch auf RSF w&#xFC;tend ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#x201E;Die Aufgabe der Forscher und Journalisten ist es zu &#xFC;berpr&#xFC;fen und zu erkl&#xE4;ren. In diesem Punkt hat RSF an Glaubw&#xFC;rdigkeit verloren&#x201C;<\/em>, meint Lucas Anceschi. <em>&#x201C;Jedes Mal, wenn sie etwas ver&#xF6;ffentlichen, werden wir es &#xFC;berpr&#xFC;fen. Ihr Versagen bei der &#xDC;berpr&#xFC;fung von Fakten wird ein gro&#xDF;es Problem f&#xFC;r ihre Berichterstattung &#xFC;ber Zentralasien werden&#x201C;<\/em>, f&#xFC;gt der Forscher der Glasgow University hinzu.<\/p>\n<p style=\"background-color: #d4d4d4;\"><span style=\"color: #000000;\">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? 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In einem Kontext, in dem die Menschenrechtssituation eine der schlimmsten der Welt ist und ein ausgepr&#xE4;gter Pers&#xF6;nlichkeitskult vorherrscht, hilft die Ver&#xF6;ffentlichung falscher Informationen sicherlich nicht, wenn es darum geht, mit dem Regime in Dialog zu treten, um Fortschritte zu erzielen. <em>&#x201E;Die Exotisierung Turkmenistans geht weiter, w&#xE4;hrend das Land auf Augenh&#xF6;he betrachtet werden will&#x201C;<\/em>, meint Ho&#x15F;geldi Bagty&#xFD;arow.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#x201E;Das Risiko besteht immer darin, das Land zu belasten. In diesem Sinne hilft die Verwendung von Karikaturen nichts und dient niemandem&#x201C;<\/em>, sagt Gilles R&#xE9;my. <em>&#x201E;Unser Interesse ist ebenso wie das der Turkmenen, eine &#xFC;berholte Sicht auf die Dinge zu haben&#x201C;<\/em>, schlie&#xDF;t er.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Etienne Combier, Chefredakteur von Novastan France<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Aus dem Franz&#xF6;sischen von Robin Roth<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len, schaut mal vorbei bei <\/span><a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\"><span style=\"font-weight: 400;\">Twitter<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Facebook<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\"><span style=\"font-weight: 400;\">Telegram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Linkedin<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> oder <\/span><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Instagram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. 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