{"id":19377,"date":"2020-01-13T14:46:02","date_gmt":"2020-01-13T13:46:02","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=19377"},"modified":"2023-04-13T20:34:40","modified_gmt":"2023-04-13T18:34:40","slug":"liebe-gaeste-wie-fuehlen-sich-die-koreaner-in-kasachstan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/gesellschaft-und-kultur\/liebe-gaeste-wie-fuehlen-sich-die-koreaner-in-kasachstan\/","title":{"rendered":"\u201eLiebe G\u00e4ste\u201c &#8211; Wie f\u00fchlen sich die Koreaner in Kasachstan?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie die Koreaner Kasachstans ihre ethnische Zugeh&#xF6;rigkeit sowie das Verh&#xE4;ltnis zu ihrer historischen Heimat und Sprache wahrnehmen, ist Gegenstand der neuen Studie <em>Tracing the Language Roots and Migration Routes of Koreaners from the Far East to Central Asia<\/em> der amerikanischen Linguistin und Soziologin <\/strong><a href=\"https:\/\/www.elisesahn.com\/\"><strong>Elise S. Ahn<\/strong><\/a><strong> (University of Wisconsin, Madison), die in der wissenschaftlichen Zeitschrift <\/strong><a href=\"https:\/\/www.tandfonline.com\/loi\/hlie20\"><strong>Journal of Language, Identity &amp; Education<\/strong><\/a><strong> ver&#xF6;ffentlicht wurde. Folgender Artikel erschien im russischen Original bei <a href=\"https:\/\/fergana.news\/articles\/109435\/\">Fergana News<\/a>, wir &#xFC;bersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr 2015 f&#xFC;hrten Ahn und ihre Kollegen Interviews mit 26 Koreanern aus der kasachstanischen Diaspora. Sie interessierten sich f&#xFC;r Menschen aller Altersgruppen (18-67 Jahre) und Berufe &#x2013; Studenten, Gesch&#xE4;ftsleute, Ingenieure, Buchhalter, Anw&#xE4;lte, Manager. Es wurden sowohl Teilnehmer aus Almaty als auch aus dem S&#xFC;den Kasachstans ausgew&#xE4;hlt und Interviews auf Russisch und Englisch gef&#xFC;hrt. Die Wissenschaftler versuchten, in die Familiengeschichte der Koreaner einzudringen und die schwierigen Wege, &#xFC;ber welche sie in die Region kamen, sowie ihre Vorstellungen von Heimat, Zuhause und der koreanischen Sprache kennen zu lernen. Und die Hauptfrage zu stellen &#x2013; was bedeutet es heute, Koreaner in Kasachstan zu sein?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Geschichtlicher Hintergrund<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fangen wir mit der Geschichte an. Die erste erfasste Migration von Koreanern in das Russische Reich fand in den 1860er Jahren statt, als dreizehn Familien aus dem &#xFC;berbev&#xF6;lkerten Korea in die Region <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Region_Primorje\">Primorje<\/a> zogen. Im Jahre 1884 wurde ihnen offiziell genehmigt, die russische Staatsb&#xFC;rgerschaft zu beantragen. Zur Zeit der ersten sowjetischen Volksz&#xE4;hlung lebten 87.000 Koreaner im Land, die &#xFC;berwiegende Mehrheit davon im Fernen Osten. Im Jahr 1937 waren sie jedoch die ersten in der UdSSR (vor Deutschen und Krimtataren, Griechen, Tschetschenen und anderen), die aufgrund ihrer Nationalit&#xE4;t deportiert wurden. Im Jahre 1937 wurden sie auf der Grundlage einer Resolution des Rates der Volkskommissare der UdSSR unter dem Vorwand, <em>&#x201E;das Eindringen der japanischen Spionage in die Region des Fernen Ostens zu unterdr&#xFC;cken&#x201C;<\/em>, in die Kasachische und Usbekische SSR umgesiedelt. Die Koreaner, welche oft in Grenzgebieten lebten, wurden der mangelnden Zuverl&#xE4;ssigkeit verd&#xE4;chtigt (wir erinnern daran, dass Korea zu dieser Zeit japanische Kolonie war). Insgesamt wurden ca. 180 000 B&#xFC;rger deportiert und ca. 100 000 wurden auf dem Territorium der Kasachischen SSR untergebracht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Deportation nach Zentralasien hat die Koreaner besonders bez&#xFC;glich ihrer Muttersprache schwer getroffen. Bis 1937 gab es in der Region Primorje Dutzende Schulen mit Koreanisch als Unterrichtssprache. Auch Zeitungen und Zeitschriften wurden auf Koreanisch publiziert und ein p&#xE4;dagogisches Institut war vorhanden. Auch nach der Vertreibung gab es noch koreanische Schulen &#x2013; aber ab den Kriegsjahren wurde Russisch auch dort zur Unterrichtssprache. Die allm&#xE4;hliche Abwendung von der eigenen Muttersprache begann. Laut der Volksz&#xE4;hlung von 1979 sprachen damals bereits 47,7 Prozent der Sowjetkoreaner [ausschlie&#xDF;lich] Russisch. In den postsowjetischen Jahren setzte sich der Verlust der Sprache fort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Japan in die UdSSR<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Deportationen endeten nicht in Primorje. Die s&#xFC;dliche H&#xE4;lfte der Insel <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sachalin\">Sachalin<\/a>, welche Japan nach der Niederlage Russlands im <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Russisch-Japanischer_Krieg\">Russisch-Japanischen Krieg<\/a> erhielt und zur Pr&#xE4;fektur Karafuto wurde, war ebenfalls betroffen. Dorthin trieben die Japaner zwischen 1939 und 1945 60.000 Koreaner zur Zwangsarbeit, von denen die meisten nach dem Anschluss Sachalins an das Territorium der UdSSR auf der Insel blieben. Sie bekamen lange Zeit nicht die sowjetische Staatsb&#xFC;rgerschaft, wurden aber auch nicht nach Hause entlassen und als wertvolle Arbeitskr&#xE4;fte (Fischer, Bergleute, Holzf&#xE4;ller) eingesetzt. Erst 1953 erhielten sie P&#xE4;sse, danach zogen viele nach Zentralasien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlie&#xDF;lich wurde die koreanische Diaspora im sowjetischen und sp&#xE4;ter unabh&#xE4;ngigen Kasachstan durch Staatsangeh&#xF6;rige der Demokratischen Volksrepublik Korea bereichert, die nach dem Abschluss von Gesch&#xE4;ftsreisen oder ihres Studiums im Ausland blieben. Nach 1991 kamen Gesch&#xE4;ftsleute und technische Spezialisten aus S&#xFC;dkorea hinzu. Alle vier Wellen koreanischer Migration nach Kasachstan (ein kleiner Anteil der fast sechs Millionen Menschen umfassenden koreanischen Diaspora weltweit) sind in Abbildung 1 dargestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Erinnerung an die Deportation und das Vergessen der Sprache<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie viele andere in Diaspora lebende Gruppen (z.B. Juden oder Armenier) nehmen die Koreaner das traumatische Ereignis, von dem ihre Lebensgeschichte in Zentralasien ausgeht &#x2013; die stalinistischen Deportationen &#x2013; &#xE4;u&#xDF;erst ernst. Trotz der Tatsache, dass Ahns Interviewpartner Kasachstaner in der dritten oder vierten Generation sind, erinnern sie sich aus der Geschichte ihrer Familien am besten an die Deportationen von 1937 und sprechen immer &#xFC;ber sie, wobei sie sie entweder mit der Angst vor japanischen Spionen oder mit Stalins Pl&#xE4;nen f&#xFC;r die sozialistische Umstrukturierung des Landes in Verbindung bringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Lest auch bei Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/stalins-erbe-in-kasachstan\/\"><strong>Stalins Erbe in Kasachstan <\/strong><\/a><strong>&#xA0;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Linien auf Abbildung 2 zeigen die gro&#xDF;e Vielfalt der Routen, die die Vorfahren der Befragten nach Kasachstan f&#xFC;hrten, aber die Umsiedlung unter Stalin wird h&#xE4;ufiger genannt, mit einer gro&#xDF;en L&#xFC;cke. Die Strapazen der Reise, die Wanderbewegungen in der UdSSR und die Fluchten aus Deportationsz&#xFC;gen nach Sibirien wurden verschwiegen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_19380\" aria-describedby=\"caption-attachment-19380\" style=\"width: 750px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-19380\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/01\/routes-de-migration-1.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"484\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/01\/routes-de-migration-1.jpg 750w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/01\/routes-de-migration-1-300x194.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\"\/><figcaption id=\"caption-attachment-19380\" class=\"wp-caption-text\">Die am h&#xE4;ufigsten erinnerten Migrationsrouten<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Studie best&#xE4;tigte den Verlust der koreanischen Sprache bei den in den 1980er Jahren und sp&#xE4;ter Geborenen. Die Befragten erinnern sich nur daran, wie ihre Eltern und Gro&#xDF;eltern Koreanisch sprachen, und betonen, dass die Sprache sich von der in S&#xFC;dkorea verwendeten Sprache unterschied. Viele erinnern sich an Koreanisch als &#x201E;Geheimsprache&#x201C;: <em>&#x201E;In der Familie sprachen wir Russisch, aber wenn Papa und Mama etwas vor uns oder vor Fremden verbergen wollten, wechselten sie zu Koreanisch. Zum Beispiel, wenn es um Geld ging&#x201C;<\/em> (Inna, 32, Ingenieurin). Die Sprache der Herkunft wird also vergessen, aber ihre Funktion &#x2013; die Grenzen zwischen der eigenen und der fremden Sprache zu ziehen, Geheimnisse zu bewahren &#x2013; daran bewahrt sich die Erinnerung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&#x201E;Jeder sagt den Koreanern, dass sie Koreanisch sprechen sollen&#x201C;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein ebenso wichtiges Element des Eigenverst&#xE4;ndnisses ist das Gef&#xFC;hl der Verlegenheit, weil man seine Muttersprache nicht kennt. Es ist dieses Gef&#xFC;hl, das am meisten motiviert, Koreanisch zu lernen. <em>&#x201E;Manchmal habe ich das Gef&#xFC;hl, dass ich es lernen sollte, nur um sagen zu k&#xF6;nnen&#x2026; &#x2013; Ich bin Koreanerin und ich spreche Koreanisch&#x201C;<\/em> (Elina, 24, Englischlehrerin). <em>&#x201E;Jeder sagt den Koreanern, dass sie Koreanisch sprechen sollen. Das sind unsere Wurzeln. Es w&#xE4;re also interessant, es zu lernen&#x201C;<\/em> (Dima, 30, Finanzbeauftragter). Auf diese Weise, obwohl die Muttersprache aller Interviewpartner &#xA0;Russisch ist, sie inmitten anderer V&#xF6;lker aufwuchsen, eine gute Ausbildung erhielten, glauben sie dennoch an die tiefe nat&#xFC;rliche Verbindung zwischen den Menschen und ihrer Sprache. Und zum Gef&#xFC;hl der Pflicht kommt das der Reue und Scham hinzu. <em>&#x201E;Koreanisch ist die Sprache meines Volkes. Aber ich kann sie nicht meine Muttersprache nennen, weil ich sie nicht spreche&#x2026; Wenn ich in meiner Jugend verstanden h&#xE4;tte, dass ich meine Sprache verliere, h&#xE4;tte ich meine Gro&#xDF;mutter gebeten, mit mir und mit meinen Eltern auch Koreanisch zu sprechen&#x201C;<\/em> (Ludmila, 63, Buchhalterin). <em>&#x201E;Es ist nicht gut im Leben die Verbindung zu seinen Wurzeln zu verlieren, also w&#xE4;re es interessant, sie zu lernen&#x201C;<\/em> (Dima, 30, Finanzleiter<em>).&#x201C;Es ist wichtig zu wissen, woher man kommt. Ich habe armenische Freunde, die ihre Muttersprache sprechen, obwohl sie bereits in der dritten Generation [au&#xDF;erhalb Armeniens] sind&#x2026; Wenn ich meine Muttersprache kennen w&#xFC;rde, w&#xE4;re es besser&#x201C;<\/em> (Dima, 30, Finanzarbeiter).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch neben diesen ethnisch gef&#xE4;rbten Emotionen sehen viele Koreaner ihre Sprache als eine wertvolle Ressource f&#xFC;r das Leben. Lena (35 Jahre alt, Managerin) traf die grundlegende Entscheidung, nicht Koryo-Mar (ein Dialekt, der von Koreanern der ehemaligen Sowjetunion gesprochen wird), sondern den modernen s&#xFC;dkoreanischen Dialekt zu lernen: <em>&#x201E;Ich sehe keinen Sinn darin, Altkoreanisch zu lernen. Das ist nur f&#xFC;r das Studium der Geschichte n&#xFC;tzlich.&#x201C;<\/em> Ein pragmatischer Ansatz und die Verkn&#xFC;pfung der Sprache mit zuk&#xFC;nftigen Karrierechancen ist sehr &#xFC;blich. <em>&#x201E;Meine Kinder lernen kein Koreanisch. Ich werde sie nicht zwingen&#x2026; Es gibt keinen Grund, die Sprache jetzt zu lernen. Aber in der Zukunft&#x2026; sehe ich viele M&#xF6;glichkeiten f&#xFC;r Koreaner. Es ist eine rationalere Sichtweise&#x201C;<\/em> (Marina, 40, Restaurantleiterin).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wo liegt schon die Heimat?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ebenso flexibel, flie&#xDF;end und komplex wie die Einstellung zur Sprache stellte sich auch die ethnische Identit&#xE4;t der Koreaner Kasachstans dar. Inna zum Beispiel kann sich nicht im vollen Sinne koreanisch nennen &#x2013; sie ist ihrer Herkunft nach Koreanerin, spricht Russisch, lebt in Kasachstan und h&#xE4;lt sich f&#xFC;r kasachstanisch. Ekaterina (25, arbeitslos) f&#xFC;hlt sich eher wie eine Russin:&#x2013; <em>&#x201E;Ich habe einen russischen Namen, ich bevorzuge die russische K&#xFC;che und spreche Russisch &#x2013; nur mein Aussehen ist koreanisch&#x201C;<\/em>. F&#xFC;r Lena (35 Jahre, Managerin) ist das Ganze noch komplizierter: Der Ferne Osten ist f&#xFC;r sie eine Transitzone, Nordkorea ist ihre historische Heimat, sich selbst sieht sie als Weltb&#xFC;rgerin, als Sowjetmensch und als B&#xFC;rgerin von Almaty.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>S&#xFC;dkorea als &#x201E;eigentliche&#x201C; Heimat?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die meisten Befragten betrachteten jedoch S&#xFC;dkorea als ihre eigentliche Heimat. Sie haben es aber nicht eilig, dorthin zu ziehen. <em>&#x201E;Fr&#xFC;her wollte ich dort studieren. Aber dann sprach ich mit Leuten, die in Korea leben &#x2013; sie hatten einen negativen Eindruck. Ausl&#xE4;nder&#x2026; sie werden dort ignoriert. Es wird nicht mit ihnen geredet. Auch wenn sie Koreanisch sprechen&#x201C;<\/em> (Dima, 30, Finanzarbeiter). S&#xFC;dkoreaner halten ihre &#x201E;Verwandten&#x201C; aus der ehemaligen Sowjetunion oft f&#xFC;r &#x201E;minderwertige&#x201C; Koreaner. Aber dennoch ist S&#xFC;dkorea aufgrund seines Prestiges, seiner starken Wirtschaft und seines geopolitischen Status ein wahrer H&#xFC;ter der koreanischen Sprache und Kultur &#x2013; im Gegensatz zu der &#x201E;ge&#xE4;chteten&#x201C; DVRK (Demokratische Volksrepublik Korea &#x2013; Nordkorea), obwohl die Vorfahren der Sowjetkoreaner von den historischen Territorien der DVRK nach Primorje gezogen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie sich herausstellt, gibt es f&#xFC;r die Koreaner Kasachstans keine hundertprozentige Heimat. Sie wenden sich nach S&#xFC;dkorea &#x2013; &#xA0;ein Land, das sie sch&#xE4;tzen, welches sie aber als Quasi-Ausl&#xE4;nder, als Fremde betrachtet. Und Kasachstan, wo sie geboren und aufgewachsen sind? Dort gelten die Koreaner schlie&#xDF;lich nicht als Menschen zweiter Klasse. Im Jahr 2016, als der offizielle &#x201E;Tag der Dankbarkeit&#x201C; eingef&#xFC;hrt wurde, sagte der Pr&#xE4;sident des Landes, dass die Kasachen die vom stalinistischen Regime in der Steppe ausgesetzten Menschen als liebe G&#xE4;ste angenommen h&#xE4;tten. Aber selbst noch in diesem Zusammenhang wird den Koreanern h&#xF6;flich gesagt, dass sie G&#xE4;ste auf kasachischen Boden seien. Der Weg nach Primorje ist vielleicht frei, aber auch nicht besonders attraktiv. Offenbar bleibt nur die M&#xF6;glichkeit, sich aneinander zu orientieren &#x2013; &#xFC;ber pers&#xF6;nliche Verbindungen innerhalb der Diaspora, so Annas Fazit.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong><a href=\"https:\/\/fergana.news\/articles\/109435\/\">Fergana News<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Aus dem Russischen von Hannah Riedler<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len, schaut mal vorbei bei <\/span><a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\"><span style=\"font-weight: 400;\">Twitter<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Facebook<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\"><span style=\"font-weight: 400;\">Telegram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/novastan\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Linkedin<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> oder <\/span><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">Instagram<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">. 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