{"id":1902,"date":"2014-03-11T12:00:00","date_gmt":"2014-03-11T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=1902"},"modified":"2016-10-06T14:01:28","modified_gmt":"2016-10-06T12:01:28","slug":"rechte-sind-wichtiger-als-brot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/rechte-sind-wichtiger-als-brot\/","title":{"rendered":"\u201eRechte sind wichtiger als Brot\u201c -die Journalistin Irina Mednikowa im Gespr\u00e4ch"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><em>Kasachstan rangiert bei der Rangliste von Reporter ohne Grenzen auf Platz 160. Im Vergleich zum Jahr 2012 hat das Land sogar vier Pl&#xE4;tze verloren. Nichtsdestotrotz zeichnet die Regierung ein idyllisches Bild der Pressefreiheit: es gebe <a href=\"http:\/\/medialaw.asia\/node\/9139\">mehr als 2000 unabh&#xE4;ngige Medien<\/a> in Kasachstan<\/em><em>&#xA0;und die freie Meinungs&#xE4;u&#xDF;erung sei nicht beschr&#xE4;nkt. Novastan.org-Autorin Madina Tleulina sprach mit Irina Mednikowa, Gr&#xFC;nderin des Jugendinformationsdienstes Kasachstans (MISK) und unabh&#xE4;ngige Journalistin. Sie erf&#xE4;hrt aus erster Hand, wie es tats&#xE4;chlich um die freie Presse und die Demokratisierung im Land steht.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<\/p><p style=\"text-align: justify\"><strong>Irina, du hast sieben Jahre im Journalismus gearbeitet, f&#xFC;nf davon hast du f&#xFC;r &#x201E;Respublika&#x201C; berichtet, einer Zeitung, die von der Regierung als Oppositionspresse bezeichnet wurde. Ist es deiner Einsch&#xE4;tzung nach gef&#xE4;hrlich, in Kasachstan als Journalist zu arbeiten?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das kommt darauf an zu welchem Thema du schreiben m&#xF6;chtest. Ein Tabu ist definitiv &#xFC;ber den Pr&#xE4;sidenten und seine Familie zu schreiben, n&#xE4;mlich &#xFC;ber ihre Einkommensquellen und welche Eigent&#xFC;mer sie hier und im Ausland besitzen. Besonders verboten ist es, die Frage aufzuwerfen, ob alles legal erworben wurde. Au&#xDF;erdem ist man sehr empfindlich bei Korruption und scharfer Kritik an staatlichen Angestellten. In den letzten Jahren wurde es auch sehr unangenehm, wenn man medial Gegner des Pr&#xE4;sidenten unterst&#xFC;tzt, wie etwa Muchtar&#xA0;Abljasow (ehemaliger Direktor des Verwaltungsrat des staatlichen BTA Bank), Rachat Alijew (ehemaliger Vize-Au&#xDF;enminister und Schwiegersohn von Pr&#xE4;sident Nursultan Nasarbajew), Wiktor Chrapunow (ehemaliger B&#xFC;rgermeister von Almaty). Doch wenn man &#xFC;ber Sport und Mode berichtet, kann man das ganze Leben ruhig arbeiten ohne zu wissen, dass es in Kasachstan keine Pressefreiheit gibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Wie w&#xFC;rdest du die Opposition generell beschreiben? Hat sie ein erkennbares Bild in der Politik und in den Medien? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Fr&#xFC;her gab es die einflussreiche Oppositionspartei &#x201E;Demokratische Wahl Kasachstans&#x201C; (2004 gegr&#xFC;ndet), aber sp&#xE4;ter zerfiel sie in verschiedene kleinere Parteien und Bewegungen und heute ist nur noch eine Partei davon geblieben: &#x201E;Die&#xA0;Nationale Sozialdemokratische Partei&#x201C;. Aber es ist eine Quasi-Opposition, weil sie praktisch keine politischen Instrumente besitzt. Dar&#xFC;ber hinaus gibt es kleine Oppositionsbewegungen und einzelne Aktivisten. Leider ist unsere Opposition fragmentiert und nicht organisiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Was kannst du &#xFC;ber die Finanzierung der unabh&#xE4;ngigen Medien sagen? Sind sie wirklich unabh&#xE4;ngig in diesem Sinn? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Man wei&#xDF;, dass es in Kasachstan mehr als 2000 freien Medien gibt, aber nicht alle wissen, dass 90 Prozent davon durch den Staat finanziert werden. Laut der Studie vom Internationalen Zentrum des Journalismus &#x201E;MediaNet&#x201C; leben diese <a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/l.php?u=http%3A%2F%2Fmedianet.kz%2Fdownload%2F1627%2FAnaliticheskiyObzorMezhdunarodnogoTsentraZhurnalistikiMedianet%25C2%25ABgoszakazVSmiKazakhstanaPol%27zaIliVred%25C2%25BB.pdf&amp;h=JAQE3c8ak\">70<\/a><a href=\"http:\/\/www.internews.kz\/newsitem\/22-10-2010\/1303\">&#xA0;% von so genannten Gos Sakas<\/a> (die staatliche Pressef&#xF6;rderung).&#xA0;Die Regierung setzt dadurch eine starke Zensur in Kraft und bestimmt den Inhalt der Medien. Der kleine Anteil der Medien, der durch andere Quellen finanziert wird, geh&#xF6;rt h&#xF6;chstwahrscheinlich verschiedenen Oligarchen und gro&#xDF;en Unternehmern, aber das ist auch schwer zu beweisen, da es bei unseren Medien nicht &#xFC;blich ist eigene Finanzquellen preiszugeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Daraus kann man schlie&#xDF;en, dass es keinen Markt unabh&#xE4;ngiger Medien in Kasachstan gibt. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ja, praktisch kann man das so sagen. Es ist eine gro&#xDF;e Frage, ob die Medien ohne Gos Sakas &#xFC;berleben k&#xF6;nnen. Das Problem besteht auch darin, dass wir keine Kultur der b&#xFC;rgerlichen Investitionen in Medien haben. Das hei&#xDF;t, dass die Leute keine Lust haben f&#xFC;r die Information zu zahlen, sie scheint einfach nicht wertvoll genug zu sein. Besonders die alternativen Informationen (abseits der staatlichen Zensur, Anm.).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Wenn wir die Situation mit der Pressefreiheit &#xFC;ber die Zeit hinweg beobachten, sagen wir mal seit dem Jahr 2000, welche Ver&#xE4;nderungen hast du beobachtet? In welche Richtung tendiert Kasachstan?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich w&#xFC;rde das Jahr 2000 als relativ fruchtbare Zeit f&#xFC;r die demokratischen Kr&#xE4;fte bezeichnen. Zumindest war es damals nicht so gef&#xE4;hrlich f&#xFC;r Medien etwas Kritisches zu schreiben. Ab 2008 gab es sehr viele Klagen gegen freie Medien. Deswegen wurden Zeitungen wie &#x201E;Tas Schargan&#x201C;, &#x201E;Svoboda Slova&#x201C;, &#x201E;Schas Alasch&#x201C; und der Fernsehkanal &#x201E;K+&#x201C; dicht gemacht. Diese Wende ist leicht zu erkl&#xE4;ren, weil Muchtar Abljasow aus Kasachstan floh, und die Regierung meinte alle unabh&#xE4;ngigen Medien unter seiner finanziellen Unterst&#xFC;tzung. 2013 wurden &#x201E;Wzglyad&#x201C; &#x201E;Respublika&#x201C; und &#x201E;K+&#x201C; wegen der Vorw&#xFC;rfe der &#x201E;Anstiftung zu sozialem Unfrieden&#x201C; und Aufhetzung der Proteste in <a href=\"http:\/\/www.bbc.co.uk\/russian\/international\/2012\/12\/121216_zhanaozen_anno_kalikulov.shtml\">Schanaosen<\/a> geschlossen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Wie hat man diese Schlie&#xDF;ungen konkret bewirkt? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Haupts&#xE4;chlich waren es Klagen bei Gericht. Danach wurden den Zeitungen Lizenzen weggenommen und sie sollten hohe Bu&#xDF;gelder zahlen. Einige Journalisten wurden verhaftet. Oder man schafft den Journalisten k&#xFC;nstliche Hindernisse, z. B. wurden sie zu wichtigen politischen Treffen und Ereignissen nicht zugelassen. Es gab auch technische Zensur, das hei&#xDF;t, dass alle Druckereien darauf verzichteten diese Zeitungen zu drucken. Genauso war es bei &#x201E;Respublika&#x201C;. Da mussten wir uns ein Jahr mit einem Digitaldrucker durchschlagen. Nachdem Kasachstan der Zollunion beitrat, wurde es m&#xF6;glich die Zeitung in Russland zu drucken und sie nach Kasachstan mit dem Flugzeug zu liefern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Gibt es denn auch Oppositionspresse in kasachischer Sprache?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ja, zum Beispiel &#x201E;Dat&#x201C;, &#x201E;Schas Alasch&#x201C;, &#x201E;Aschik Alan&#x201C; und andere. Au&#xDF;erdem gibt es den kasachischen Rundfunk &#x201E;Asattik&#x201C;, der durch die USA finanziert wird. Deshalb k&#xF6;nnen sie manch hei&#xDF;e Themen bringen. Aber Medienexperten in Kasachstan behaupten, dass kasachisch- und russischsprachige Presse zweier verschiedener Welten angeh&#xF6;ren. Sie schreiben &#xFC;ber andere Themen mit anderer Intensivit&#xE4;t und &#xFC;berschneiden sich selten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Du hast gesagt, dass die Information hier nicht viel Wert hat. Besteht &#xFC;berhaupt ein Interesse daran Alternativen zu suchen und etwas zu ver&#xE4;ndern?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es w&#xE4;re sinnvoll hier die Bev&#xF6;lkerung in Gruppen zu teilen: Die &#xE4;ltere Generation hat eine ganz andere Vorstellung &#xFC;ber Macht, weil sie in der UdSSR lebten, und es da einfach nicht vorgesehen war etwas zu ver&#xE4;ndern. Andersdenken war wirklich gef&#xE4;hrlich, die Leute wurden daf&#xFC;r verhaftet und get&#xF6;tet. Die Generation der &#x201E;Perestroika&#x201C; war sehr desorientiert; man nennt sie auch &#x201E;die verlorene Generation&#x201C;, weil ihre Ansichten sich in einer instabilen Zeit bildeten, und sie vielleicht bis jetzt nicht wissen, ob sie selbst etwas in dem Land tun k&#xF6;nnen. Sie versuchten sich den Umst&#xE4;nden anzupassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Aber was ist mit der jungen Generation? Du besch&#xE4;ftigst dich sehr viel mit Sozialarbeit und Bildung junger Leute. Sind sie politisch aktiv und bereit etwas zu bewegen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die junge Generation kann leider nicht kritisch denken. Sie sehen nicht, was gut oder schlecht im Staat funktioniert. Au&#xDF;erdem zielt die staatliche Erziehungspolitik sehr darauf ab, die Loyalit&#xE4;t zur Regierung und zum Pr&#xE4;sidenten aufzubauen. Wenn diese junge Generation von der Ausbildung und von kritischen Denkstr&#xF6;mungen isoliert wird, wird sie auch nicht verstehen was sie ver&#xE4;ndern k&#xF6;nnte. Ich habe bei unseren Vorlesungen in MISK erlebt, dass junge Leute beim Thema Demokratie sehr oft Aussagen vorbringen wie: &#x201E;Demokratie ist Schwulenehen&#x201C;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Ich wei&#xDF;, dass unsere Regierung bei jungen Leuten sehr oft mit Stabilit&#xE4;t assoziiert wird. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das war die Denkweise unserer Gro&#xDF;m&#xFC;tter und Gro&#xDF;v&#xE4;ter. Sie &#xFC;berlebten Krieg und Hunger, deshalb sch&#xE4;tzen sie sehr, wenn alles einfach ruhig ist und es Brot auf dem Tisch und ein festes Gehalt gibt. Aber wir? Warum sollen wir uns nach drei Generationen nur damit zufrieden geben? Unsere Rechte und Pflichte sind auch wertvoll. Leider interessieren sich junge Leute in erster Linie am meistens daf&#xFC;r, wie man schnell und leicht Erfolg erreichen kann und viel Geld ohne M&#xFC;he verdient.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Was schl&#xE4;gst du als L&#xF6;sung gegen diese politische Passivit&#xE4;t vor?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Idee, dass unsere Rechte am wichtigsten sind, muss in uns hineinwachsen. Ansonsten werden alle &#xE4;u&#xDF;erlichen Aktivit&#xE4;ten, wie Proteste und die Agitation der Opposition, nichts n&#xFC;tzen. Nur wenn sich diese Idee im Herzen der Bev&#xF6;lkerung entfaltet, wird sie sich sehr schnell organisieren. Um dem Prozess zu f&#xF6;rdern, muss man einen gro&#xDF;en Wert auf Bildung legen. Man muss den jungen Leuten immer wieder erkl&#xE4;ren, warum ihre Rechte wichtiger sind als Brot. Morgen wirst du gefeuert, dein Brot wird weggenommen, und du kannst dich nicht sch&#xFC;tzen, weil du nichts &#xFC;ber deine Rechte wei&#xDF;t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Und zuletzt eine pers&#xF6;nliche Frage: warum engagierst du dich so leidenschaftlich in diesem Bereich? Hast du keine Angst, obwohl du wei&#xDF;t, was es dir kosten kann?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich verstand eines Tages, dass es anders einfach nicht geht. Und ich habe keine Angst, weil ich nichts gegen das Gesetz mache. Und aus einer moralischen Perspektive ist es eine sehr wichtige Arbeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<\/p><div class=\"placeholder_white pull-left\"><strong>Die Situation mit der Pressefreiheit in Kasachstan in &#xDC;berblick:<\/strong><\/div>\n<div class=\"placeholder_white pull-left\">&#x2013; Seit dem Jahr 2000 wurden verschiedene Internet-Medien und Blogs, die Kritik auf die Regierung und den Pr&#xE4;sidenten &#xFC;bten, aus &#x201E;Sicherheitsgr&#xFC;nden&#x201D; gesperrt. Die Liste der Websites ist unter folgendem Link verf&#xFC;gbar: <span style=\"font-size: 11px\"><u><a href=\"http:\/\/www.rferl.org\/content\/NGO_Says_14_Websites_Being_Blocked_In_Kazakhstan\/1941642.html\">http:\/\/www.rferl.org\/content\/NGO_Says_14_Websites_Being_Blocked_In_Kazakhstan\/1941642.html<\/a><\/u><\/span><\/div>\n<div class=\"placeholder_white pull-left\">&#x2013; 2010 wurde das Gesetz f&#xFC;r Internet-Zensur eingef&#xFC;hrt. Das Internet wurde damit herk&#xF6;mmlichen Medien rechtlich gleichgestellt, um kritische Blogbeitr&#xE4;ge einfacher vor Gericht zu bringen.<\/div>\n<div class=\"placeholder_white pull-left\">&#x2013; Laut einer Statistik der Stiftung f&#xFC;r die &#xDC;berwachung der Pressefreiheit in Kasachstan &#x201C;Adil Sos&#x201C; werden mindestens zehn Journalisten pro Jahr f&#xFC;r &#x201E;Verleumdung und Ehrenbeleidigung&#x201C; angeklagt. Die Statistik und die Ergebnisse des Monitorings der Pressefreiheit in Kasachstan sind unter folgenden Links auf Russisch und Englisch verf&#xFC;gbar: <u><a href=\"http:\/\/www.adilsoz.kz\/en\/category\/statistic\/\">http:\/\/www.adilsoz.kz\/en\/category\/statistic\/<\/a><\/u><\/div>\n<div class=\"placeholder_white pull-left\">&#x2013; Nach der Abwertung der Nationalw&#xE4;hrung 2014 begann man ein Amtsenthebungsverfahren gegen Pr&#xE4;sident Nursultan Nasarbajew im Internet. Die Website, auf der die Unterschriften der Bev&#xF6;lkerung online gesammelt wurden, ist mittlerweile gesperrt, berichtet die Rundfunk &#x201E;Asattik&#x201C;. <a href=\"http:\/\/rus.azattyq.org\/content\/peticia-onlain-otstavka-nazarbaeva\/25262258.html\">http:\/\/rus.azattyq.org\/content\/peticia-onlain-otstavka-nazarbaeva\/25262258.html<\/a><\/div>\n<p>&#xA0;<\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong>Madina Tleulina<br>\nJournalistin f&#xFC;r Novastan.org Kasachstan&#xA0;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong>Redaktion: Daniela Neubacher&#xA0;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<\/p><p style=\"text-align: right\">\n<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Novastan.org-Autorin Madina Tleulina sprach mit Irina Mednikova, Gr&#xFC;nderin des Jugendinformationsdienstes Kasachstans (MISK) und unabh&#xE4;ngige Journalistin. 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