{"id":1676,"date":"2014-07-13T12:00:00","date_gmt":"2014-07-13T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=1676"},"modified":"2023-08-20T16:06:50","modified_gmt":"2023-08-20T14:06:50","slug":"kk-schailoo-ein-kasachisches-naturschutzgebiet-in-gefahr-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/kk-schailoo-ein-kasachisches-naturschutzgebiet-in-gefahr-2\/","title":{"rendered":"K\u00f6k Schailoo, ein kasachisches Naturschutzgebiet in Gefahr"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong><em>Das Bauprojekt einer neuen Skistation in der Region Almatys (Kasachstan) f&#xFC;hrt zu intensiven Debatten zwischen B&#xFC;rgern und der Verwaltung. Warum aber spricht sich ein Gro&#xDF;teil der Bev&#xF6;lkerung gegen den Willen der Regierung aus, den Tourismus im Land zu unterst&#xFC;tzen. Um die Lage um den Park zu verstehen, hat Novastan im Mai Dagmar Schreiber getroffen, eine Aktivistin die sich stark gegen das Projekt ausspricht.<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dagmar Schreiber ist eine deutsche Expertin f&#xFC;r die Entwicklung des &#xD6;kotourismus, die bereits zwei mal von Kasachstan f&#xFC;r ihre Engagement im Bereich des Tourismus ausgezeichnet wurde und sich aktiv f&#xFC;r die Bewegung &#x201E;<u><a href=\"http:\/\/k-zh.kz\/english\/\" target=\"_top\" rel=\"noopener\">Sch&#xFC;tzen wir K&#xF6;k-Schailoo<\/a><\/u>&#x201C; einsetzt. Schreiber hat Philosophie in Sankt-Petersburg und Moskau studiert und zuerst als Soziologin gearbeitet. Im Jahr 1994 reiste sie das erste Mal nach Kasachstan, um f&#xFC;r ein Projekt der Weltbank zu forschen. Zwischen 2008 und 2014 arbeitete Schreiber mit der <u><a href=\"http:\/\/www.kazakhstan.orexca.com\/kta_kagir.shtml\" target=\"_top\" rel=\"noopener\">kasachischen Tourismusorganisation (KTA)<\/a><\/u> zusammen. In Deutschland arbeitet sie zur Zeit in den Feldern des Tourismus und des Journalismus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"height: 900px;width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/687\/dagmar_assy_vitali_shuptar.jpeg\" alt=\"Dagmar Schreiber\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In Schreibers B&#xFC;chern zeigt sich ihre Faszination f&#xFC;r die wilde Sch&#xF6;nheit des Landes: die Natur, die Schaf- und Pferdeherden, die die Steppe bev&#xF6;lkern. Sie schreibt und k&#xE4;mpft, um eben diese Freiheit, &#x201E;den wichtigsten Reichtum des Landes&#x201C;, zu sch&#xFC;tzen. Seit ihrem ersten Kasachstanaufenthalt wurden viele Barrieren geschaffen und viele der sch&#xF6;nsten Gebiete sind bereits nicht mehr erreichbar. Langsam &#x201E;verliert das Land seine Identit&#xE4;t und seinen Charme.&#x201C;<\/p>\n<p><strong><em>Die Regierung der Republik Kasachstan legt ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklung des Tourismus im Land, und f&#xFC;hrt auch viele Projekte in diesem Bereich durch. Eines davon ist der Bau des &#x201E;K&#xF6;k-Schailoo&#x201C; Ferienresorts, der jedoch auf den Widerstand der Natursch&#xFC;tzer st&#xF6;&#xDF;t. K&#xF6;nnten Sie und mehr zu diesem Thema verraten?<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Lage ist relativ kompliziert. K&#xF6;k-Schailoo ist eine sch&#xF6;ne Hochebene in der N&#xE4;he der Stadt Almaty, innerhalb des Ile-Alatau Naturparks. Viele Einwohner Almatys gehen dort gerne spazieren, picknicken oder wandern. Es gibt dort keine geteerten Stra&#xDF;en, alle gehen zu Fu&#xDF; oder fahren mit dem Fahrrad. Daher liegt dort auch fast kein M&#xFC;ll. Die Natur ist noch fast unber&#xFC;hrt. In der N&#xE4;he befindet sich der Kumbel-Gipfel, etwas weiter eine &#xF6;kologische Stabilisierungszone des Parks und eine Ruhezone. Die Gegend beherbergt auch Hirsche, B&#xE4;ren und sogar Schneeleoparden. Dieser Ort ist einfach eine Perle. Er muss in dieser Form f&#xFC;r alle Menschen, die frische Luft und ruhige, saubere Orte brauchen, erhalten werden. Auch f&#xFC;r die Nachwelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Mit ungef&#xE4;hr 750 Millionen Dollar &#xF6;ffentlicher Gelder m&#xF6;chte aber die st&#xE4;dtische Verwaltung eine Skistation beziehungsweise einen Wohn- und Freizeitkomplex errichten. Die Erschlie&#xDF;ung des Gebiets geht mit einer weitreichenenden Asphaltierung und Kanalisierung sowie der Einrichtung elektrischer Leitungen und kilometerlanger Seilbahnen einher. Viele der ohnehin seltenen Tien-Schan-Fichtenw&#xE4;lder werden daf&#xFC;r abgeholzt. Und wozu? Man tr&#xE4;umt von Millionen Touristen, wovon jeder einzelne pro Tag 390 Dollar umsetzten w&#xFC;rde. Das w&#xE4;re selbstverst&#xE4;ndlich kein Tourismus f&#xFC;r alle und erst recht kein &#xD6;kotourismus. Es ist ein Nationalpark! Die Prozedur der &#xDC;bertragung des entsprechenden Gel&#xE4;ndes aus dem Nationalpark ist nun fast beendet. Das bedeutet das Ende f&#xFC;r diesen Ort. Man wird ihn schlicht und einfach in einen Teil der Stadt verwandeln. Nicht f&#xFC;r alle, sondern f&#xFC;r die, die es sich leisten k&#xF6;nnen, dort Immobilien zu kaufen. Immobilien sind ja das Herz dieses Projektes. Ich glaube, dass nun jeder Leser verstehen kann, warum wir dagegen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"height: 358px;width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/687\/1.jpeg\" alt=\"K&#xF6;k Schailoo\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Aus wem besteht die Umweltbewegung &#x201E;Sch&#xFC;tzen wir K&#xF6;k-Schlailoo&#x201C;, die sich gegen dieses Projekt einsetzt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Unsere Bewegung besteht aus vielen B&#xFC;rgern Kasachstans und anderer L&#xE4;nder. Wir werden von gro&#xDF;en internationalen Organisationen f&#xFC;r Umweltschutz und &#xD6;kotourismus unterst&#xFC;tzt. <u><a href=\"http:\/\/k-zh.kz\/petition\/\" target=\"_top\" rel=\"noopener\">10<\/a><\/u><u><a href=\"http:\/\/k-zh.kz\/petition\/\" target=\"_top\" rel=\"noopener\">.<\/a><\/u><u><a href=\"http:\/\/k-zh.kz\/petition\/\" target=\"_top\" rel=\"noopener\">000 Personen<\/a><\/u> haben unsere Petition an den Pr&#xE4;sidenten Nasarbajew unterschrieben, um das Projekt zu stoppen und den Nationalpark von Ile-Alatau auf die Liste des <u>UNESCO-Weltkulturerbes<\/u> setzten zu lassen. Das w&#xE4;re viel preisg&#xFC;nstiger als das vorgesehene Projekt. Zumal das restliche Geld f&#xFC;r die F&#xF6;rderung eines sozialen Tourismus, der allen dient, verwendet werden k&#xF6;nnte. Das w&#xFC;rde der weltweiten Tendenz entsprechen und gleichzeitig der &#xF6;ffentlichen Meinung mehr Beachtung schenken. Zus&#xE4;tzlich w&#xE4;re dies ein unbezahlbarer Schritt f&#xFC;r die Entwicklung Almatys als eine vorbildhafte gr&#xFC;ne Stadt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"height: 400px;width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/687\/903734_10151524693252608_956158815_o.jpeg\" alt=\"SOS K&#xF6;k Schailoo\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Aber man h&#xF6;rt nicht auf uns. Bis jetzt haben wir keine Antwort erhalten. Die zust&#xE4;ndigen Beh&#xF6;rden treiben das Projekt immer weiter voran und brechen damit eine Reihe von Gesetzen und Konventionen. Doch das ist den Urhebern des Projektes gleich. Es wurde angek&#xFC;ndigt, dass im Juni die ersten Bulldozer ihre Arbeit in K&#xF6;k-Schailoo aufnehmen. Ich wei&#xDF; nicht, was wir noch tun k&#xF6;nnen. M&#xF6;ge Gott uns helfen! Unterst&#xFC;tzen Sie uns!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Warum sind Sie aus Kasachstan gezogen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das hat mehrere Gr&#xFC;nde. Manche Leute behaupten ja, das l&#xE4;ge an dem Einbruch in mein Haus letztes Jahr, bei dem mir alle Datenspeicher gestohlen wurden und somit auch sechs Jahre meiner Arbeit. Aber auch daran, dass mich eine &#x201E;Nichtregierungsorganisation&#x201C; wegen &#x201E;Gef&#xE4;hrdung des sozialen Frieden&#x201C; und &#x201E;Manipulation der Jugend&#x201C; angezeigt hat. Diese Zwischenf&#xE4;lle haben mich in der Tat sehr ber&#xFC;hrt und im ersten Moment dachte ich auch daran, sofort wegzuziehen. Viele meiner Bekannten haben mir auch dazu geraten und meinten, dass all dies zu gef&#xE4;hrlich sei. W&#xE4;re ich aber nach diesen Ereignissen gegangen, so h&#xE4;tte ich schon im August oder September 2013 das Land verlassen. Aber wie Sie sehen, ist mein Gewissen rein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"height: 450px;width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/687\/10302744_766878056676394_6165230419013795612_n.jpeg\" alt=\"Ich bin f&#xFC;r K&#xF6;k Schailoo\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich habe weder soziale Konflikte angeheizt, noch die Jugend manipuliert. Ich f&#xFC;hrte Studierende, deren ausdr&#xFC;cklicher Wille es war, nach K&#xF6;k-Schailoo, um ihnen den einzigartigen Charakter dieses Ortes zu n&#xE4;her zu bringen sowie meinen Schmerz und meine Sorgen &#xFC;ber das Bauprojekt eines Wohn- und Freiheitskomplexes zu vermitteln. Auch habe ich nie ein Geheimnisse daraus gemacht, Teil der Widerstandsbewegung zu sein, aber bei strikter Einhaltung der Gesetze, wie man auch <u><a href=\"http:\/\/k-zh.kz\/english\/\" target=\"_top\" rel=\"noopener\">auf unserer Seite<\/a><\/u> nachlesen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich habe mich also entschieden, bis zum Ende meines Vertrages mit der Tourismusorganisation Kasachstans im Januar 2014 zu bleiben. Das Land habe ich am letzen G&#xFC;ltigkeitstag meines Visums verlassen. Danach bin ich im April zur&#xFC;ckgekehrt, aber nur f&#xFC;r einen Monat mit einem Touristenvisum, um eine Gruppe deutscher Touristen auf einem botanischen Rundgang zu begleiten. Momentan erlaubt es mir die Visaregelung Kasachstans nicht, l&#xE4;nger als 120 Tage in einem Jahr im Land zu bleiben. Ich werde also immer wieder lediglich &#x201E;vorbeischauen&#x201C;. Aber ich werde immer wieder zur&#xFC;ckkehren. Kasachstan ist meine zweite Heimat. Es ist mir unm&#xF6;glich ohne dieses Land und ohne meine kasachischen Freunde zu leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Was ist ihre Expertenmeinung zu der aktuellen Lage des Tourismus in Kasachstan und im allgemeinen in Zentralasien?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Usbekistan beansprucht ohne Zweifel den regionalen Spitzenplatz in Sachen Tourismus. Der Staat hat alle Bedingungen f&#xFC;r die Entwicklung des kulturellen und historischen Tourismus geschaffen. Der Preis f&#xFC;r &#xD6;kotourismus geht hingegen an Kirgisistan. Das Land hat mit vielen ausl&#xE4;ndischen Partnern zusammengearbeitet und ein breites Netzwerk l&#xE4;ndlicher Herbergen aufgebaut, Karten erstellt und Fremdenf&#xFC;hrer ausgebildet. Zus&#xE4;tzlich hat der kirgisische Staat durch die Abschaffung der Visumspflicht f&#xFC;r Touristen aus reicheren L&#xE4;ndern einen g&#xFC;nstigen Rahmen geschaffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In Kasachstan ist leider weder der eine, noch der andere Tourismus in der Entwicklung. Die Strategien f&#xFC;r Tourismusf&#xF6;rderung bilden kein schl&#xFC;ssiges Gesamtkonzept. Seit &#xFC;ber 10 Jahren gibt es viele Diskussionen &#xFC;ber die Notwendigkeit der Entwicklung des Tourismus und den Abbau der H&#xFC;rden, die diesem Ziel entgegenstehen. Millionen Seiten wurden bereits zu dem Thema geschrieben. Die Anzahl der Touristen hat aber nicht merkbar zugenommen. Im Gegenteil: die Anzahl der ausl&#xE4;ndischen Touristen hat sogar abgenommen. F&#xFC;r mich ist die Strategie nicht ganz klar. Manchmal hat man das Gef&#xFC;hl, das der Immobiliensektor mit dem Tourismussektor verschmolzen wird. Es werden Bauprojekte f&#xFC;r Immobilien entwickelt, meisten aber nur f&#xFC;r die Elite.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"height: 399px;width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/687\/10288763_706168962760245_5902513446205856020_n.jpeg\" alt=\"Ile Alatau\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Man kann einfach verstehen warum. Immobilien fordern eine minimale Investition bei einer maximalen Rentabilit&#xE4;t. Die Entwicklung des Tourismus ist eine sehr komplexe Angelegenheit. Es erfordert eine minuti&#xF6;se Arbeit, setzt Kenntnisse in Geographie, &#xD6;kologie, M&#xE4;rkten und Investitionen voraus, wobei viel Kreativit&#xE4;t und Liebe ben&#xF6;tigt wird. Es braucht Kontinuit&#xE4;t, nicht was mit dem Sprichwort &#x201E;jeden Tag eine andere Sau durchs Dorf jagen&#x201C; beschrieben wird. Am 13. Mai wurde ein <u><a href=\"http:\/\/www.astanatimes.com\/2014\/05\/tourism-concept-seeks-attract-neighbours-create-tourism-clusters\/\" target=\"_top\" rel=\"noopener\">neues Konzept<\/a><\/u> f&#xFC;r die touristische Entwicklung Kasachstans angenommen, wodurch sich die Lage vielleicht verbessern wird. Die Resultate werden sich nicht von heute auf morgen zeigen und auch nicht unbedingt in Form von finanziellen Gewinnen. Ein Beruf im Bereich des Tourismus ist nur etwas f&#xFC;r die wahren Kenner und die Leidenschaftlichen. In Kasachstan kenne ich viele gewissenhafte und erfahrene Spezialisten, die der Entwicklung des Tourismus einen starken Impuls geben k&#xF6;nnten. Aber sie besetzen nicht die Posten, auf denen man die Entscheidungen im Bereich des Tourismus trifft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"height: 405px;width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/687\/10334423_711790148864793_2353950269401424606_n.jpeg\" alt=\"Ile Alatau\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Was den &#xD6;kotourismus in Kasachstan angeht, gibt es ein enormes Potential. Aber es wird nicht genutzt. Im Gegenteil: es wird sogar teilweise zerst&#xF6;rt. Ich sehe eine starke Tendenz darin, dass man die sch&#xF6;nsten Gebiete in private und &#xF6;ffentliche Freizeitparks verwandelt, die Freizeitparks anschlie&#xDF;end zerst&#xF6;rt um private H&#xE4;user und gro&#xDF;e Hotels zu erbauen, wie das bei den Nationalparks von Burabaj, Sairam-Ugam und Ile-Alatau der Fall ist. &#xD6;kotourismus ist nicht nur Tourismus in der Natur und er besteht auch nicht darin, dass man aus der Natur maximale Gewinne zieht. &#xD6;kotourismus ist Tourismus, der der Natur nicht schadet und das Wohlempfinden der lokalen Bev&#xF6;lkerung verbessert. Dieser Tourismus &#xFC;berlebt in Kasachstan dank einer Handvoll leidenschaftlicher Menschen. Es gibt ihn, und ich hoffe wirklich, dass er eine Zukunft hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Was sollte man laut Ihrer Meinung tun?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wenn ich meine bittere Erfahrungen der letzten Jahre zusammenfasse, kommt mir ein russischen Sprichwort in den Kopf: &#x201E;Man muss die Spreu vom Weizen trennen.&#x201C; (&#x41E;&#x442;&#x434;&#x435;&#x43B;&#x438;&#x442;&#x44C; &#x43C;&#x443;&#x445; &#x43E;&#x442; &#x43A;&#x43E;&#x442;&#x43B;&#x435;&#x442;). Lasst die M&#xF6;glichkeit offen den Tourismus ohne den Eingriff der Eliten und ohne &#xFC;bertriebene B&#xFC;rokratie zu entwickeln! Der Markt wird alles von selber regeln. Das einzig Notwendige ist eine gute und funktionierende Gesetzgebung sowie ein sozialer, &#xF6;kologischer und finanzieller Rahmen. Dieser Rahmen m&#xFC;sste aber vom Staat geschaffen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wenn ich Tourismusministerin w&#xE4;re, w&#xFC;rde ich nur vier Verordnungen erlassen. Als erstes w&#xFC;rde ich die Visumspflicht f&#xFC;r ausl&#xE4;ndische Touristen abschaffen und nur eine Anmeldung fordern, wie es beispielsweise in Kirgistan der Fall ist. Danach w&#xFC;rde ich Anreize f&#xFC;r Reiseagenturen schaffen, die sich f&#xFC;r sozialen Tourismus einsetzen. Drittens w&#xFC;rde ich Firmen und kleinen Betrieben im touristischen Bereich Kredite ohne Zinsen oder sogar Subventionen anbieten, wenn sie &#xFC;ber f&#xFC;nf Jahre Arbeitsstellen schaffen. Zuletzt w&#xFC;rde ich schlicht und einfach die Bebauung gesch&#xFC;tzter Gebiete verbieten.<\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong>Mit Dagmar Schreiber sprach <\/strong><strong><em>Aisaule Akkozhina<br>\nAutorin f&#xFC;r Novastan.org<br>\n<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong><em>Aus dem Franz&#xF6;sischen &#xFC;bersetzt von<br>\nFlorian Coppenrath und Antje Lehmann<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&#xA0;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bauprojekt einer neuen Skistation in der Region Almatys (Kasachstan) f&#xFC;hrt zu intensiven Debatten. 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