{"id":1222,"date":"2015-05-08T12:00:00","date_gmt":"2015-05-08T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=1222"},"modified":"2023-08-20T16:10:48","modified_gmt":"2023-08-20T14:10:48","slug":"uberreste-der-sowjetischen-industrie-in-zentralasien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/uberreste-der-sowjetischen-industrie-in-zentralasien\/","title":{"rendered":"\u00dcberreste der sowjetischen Industrie in Zentralasien"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong><em>Knapp 25 Jahre nach der Unabh&#xE4;ngigkeit der zentralasiatischen Republiken ist das Erbe der Sowjetunion dort nicht verschwunden. Das 20. Jahrhundert hat tiefe Spuren im politischen und geopolitischen Geschehen der Region hinterlassen und nicht zuletzt in ihrem Landschaftsbild. Neben der sowjetischen Zeichen in der Stadtplanung, der Architektur und den Denkm&#xE4;lern bilden die industriellen Bauten den sichtbarsten Teil der Vergangenheit. Eine Foto-Reportage in Kasachstan und Kirgistan.<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan wurden in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts zu sozialistischen sowjetischen Republiken. Nach einem zentralasiatischen Romantismus, in dem die Bildung der zentralasiatischen Grenzen und Identit&#xE4;ten gef&#xF6;rdert wurden, wurde die an Natursch&#xE4;tzen reiche Region f&#xFC;r Moskau schnell zu nutzbarem Land f&#xFC;r die ambitionierten F&#xFC;nfjahrespl&#xE4;ne der Machthaber.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Doch die zentralasiatische Industrie entwickelte sich vor allem kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, nachdem die sowjetischen R&#xFC;stungsindustrie in die Region verlagert wurde. W&#xE4;hrend des Wettr&#xFC;stens im Kalten Krieg lieferte Zentralasien den Hauptteil des Uraniums zur Herstellung von Atomwaffen. Und diese wurden vor allem in der kasachischen Steppe getestet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">So ver&#xE4;ndert der milit&#xE4;risch-industrielle Komplex, ein Staat im Staat der Sowjetunion, dauerhaft die Steppen, W&#xFC;sten und Berge Zentralasiens. Es explodieren dort einige der m&#xE4;chstigsten je hergestellten Atombomben. Ganze St&#xE4;dte wurden gebaut, um Uranium abzubauen und anzureichern, ihm folgen auch die Eisenbahnlinien und Milit&#xE4;rbasen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Lesen Sie auch bei Novastan.org : Das sowjetische Zentralasien &#x2013;<\/strong><a style=\"line-height: 1.6em\" href=\"https:\/\/novastan.org\/articles\/das-sowjetische-zentralasien\"> <strong>Teil 1<\/strong><\/a><strong> und<\/strong><a style=\"line-height: 1.6em\" href=\"https:\/\/novastan.org\/articles\/das-sowjetische-zentralasien-22\"> <strong>Teil 2<\/strong><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Zeitgleich w&#xE4;chst die zentralasiatische Bev&#xF6;lkerung stark, und mit ihr die Nachfrage nach Nahrung, Energie und Wohnraum. In den drei letzten Jahrzehnten der Sowjetunion werden darum gro&#xDF;e Wasserkraftwerke geplant und erbaut. Ziel ist, die Fl&#xFC;sse umzuleiten, um den Wasserbedarf f&#xFC;r die Baumwollernte in der Steppe zu decken und gen&#xFC;gend Elektrizit&#xE4;t f&#xFC;r die Region erzeugen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Durch diese aus Moskau koordinierte Politik hat sich die Region sehr schnell entwickelt und wurde mit allen modernen Dienstleistungen ausgestattet. Doch langfristig hat sie auch zu gravierenden Umweltkrisen gef&#xFC;hrt. Der Aralsee ist heute in weiten Teilen ausgetrocknet, dazu kommen die internationalen Spannungen aufgrund die Wasserverteilung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Spuren dieser Zeit finden sich noch heute in den unabh&#xE4;ngig gewordenen Republiken. Oft wurden industrielle St&#xE4;tten aufgegeben, manche funktionieren weiterhin, und alle &#xA0;werfen viele &#xF6;kologische und wirtschaftliche Fragen auf. In dieser Fotoreportage ist Novastan zwischen Kirgistan und Kasachstan auf den Spuren dessen, was einst Teil einer der gr&#xF6;&#xDF;ten industriellen Weltm&#xE4;chte war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/896\/01.jpeg\" alt=\"Flughafen Kirgistan\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Geb&#xE4;ude des ehemaligen<a href=\"https:\/\/novastan.org\/photos\/vieil-aeroport-alter-flughafen-17102014\"> Flughafens von Frunse<\/a>, der kirgisischen Hauptstadt, die heute Bischkek hei&#xDF;t. Hinter den vielen B&#xE4;umen erkennt man nur noch den klassischen Turm in der Mitte. Das Rollfeld ist von Gr&#xE4;sern durchwachsen und wurde vom schnell wachsenden Bischkek eingeholt. Zu Sowjetzeiten stand der Flughafen noch au&#xDF;erhalb der Stadt. Heute dient das Geb&#xE4;ude der Bezirksmeldestelle. Seit den 1980er Jahren hat die kirgissche Hauptstadt einen neuen Flughafen im Westen der Stadt, nachdem dieser aus Platzgr&#xFC;nden geschlossen wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Lesen Sie auch bei Novastan.org:<\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/articles\/der-manas-flughafen-bischkek-sucht-investoren\">&#xA0;<strong>Der Manas-Flughafen sucht Investoren<\/strong><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong><img decoding=\"async\" style=\"width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/896\/02.jpeg\" alt=\"Temirtau Kasachstan\"\/><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Metallurgiebetrieb von Temirtau in Kasachstan, in der N&#xE4;he von Karaganda. Diese Fabrik ist weiterhin in Betrieb, seit den Zeiten in denen der jetzige kasachstanische Pr&#xE4;sident Nasarbajew dort Arbeiter und Gewerkschafter war. Heute geh&#xF6;rt sie der indischen Firma Mittal. Trotz der sehr g&#xFC;nstigen Kohlelieferungen droht die Schlie&#xDF;ung, da die alten Einrichtungen massive Investitionen ben&#xF6;tigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/896\/03.jpeg\" alt=\"Zaoziorny Kasachstan\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die alte Heizanlage des Dorfs Zaoziorny im Norden Kasachstans. Heute ist das Geb&#xE4;ude vollkommen sich selbst &#xFC;berlassen. Fr&#xFC;her diente die Anlage dazu, die Einwohner des geheimen Dorfes rund um eine Uraniummine, die bis 1992 in Betrieb war, zu heizen. Sp&#xE4;ter sind jedoch fast alle weggezogen, und der einstige Industrieort ist zur Geisterstadt geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/896\/04.jpeg\" alt=\"TEZ Bischkek\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die &#x201E;TEZ&#xA0;Heizanlage in Bischkek. Ihr h&#xF6;chster Schornstein ragt in 320 Metern H&#xF6;he &#xFC;ber der Steppe, auf die sich die kirgisische Hauptstadt &#xF6;ffnet. Dieses in den 1970ern gebaute Kraftwerk arbeitet mit Kohle und Heiz&#xF6;l und beliefert die Stadt mit hei&#xDF;em Wasser, Heizung und sogar Elektrizit&#xE4;t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ihre laufenden Kosten sind jedoch riesig. 5 der 10 Generatoren funktionieren noch, und das nur dank ausl&#xE4;ndischer Hilfe aus Japan, China und Deutschland. Die &#xF6;kologischen Kosten sind ebenfalls bedeutend: w&#xE4;hrend der kalten Winter h&#xE4;ngen die Kohled&#xE4;mpfe &#xFC;ber der Stadt und verursachen viele Atemkrankheiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/896\/05.jpeg\" alt=\"Heizrohre Bischkek\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das von der TEZ ausgehende Heizungsnetzwerk durchquert Bischkek mit seinen dicken Rohren. Sie sind oft in einem beklagenswerten Zustand und der Grund f&#xFC;r Energieverluste. Dennoch bleiben sie die Hauptheizquelle f&#xFC;r die meisten Haushalte. Jedes Jahr besteht die Angst, die sichtbare Zersetzung der maroden Rohre k&#xF6;nnte zu einer Unterbrechung der Stadtheizung f&#xFC;hren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/896\/06.jpeg\" alt=\"Semipalatinsk Kasachstan\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In Semipalatinsk (heute Semej), im Nordosten Kasachstans, funktioniert eine weitere Heizanlage bei Temperaturen von bis zu -50&#xB0;C. Die Zugstrecke durch Semipalatinsk stammt aus den Zeiten des Russischen Reiches. Damals wurden Eisenbahnlinien zur Staatstechnologie bef&#xF6;rdert, eine Entwicklung, die in der Sowjetunion weitergef&#xFC;hrt wurde. Diese Z&#xFC;ge dienten einst dazu, die wertvollen Bodensch&#xE4;tze aus Zentralasien, wie auch Waffen und Soldaten, &#xFC;ber weite Distanzen durch die Steppen der Region zu bef&#xF6;rdern. Heute ist der Zug eines der Transportmittel, welches die Staaten der ehemaligen Sowjetunion am besten verbindet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/896\/07.jpeg\" alt=\"Balyktchy Kirgistan\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Eine blaue Lokomotive mit den Abzeichen der Sowjetunion steht auf den Schienen in Balyktschy, am Westende des Issikk&#xF6;lsees in Kirgistan. Diese Fischerstadt liegt am Ende einer Eisenbahnlinie, die &#xFC;ber Bischkek bis nach Moskau f&#xFC;hrt. Heute bildet sie ein R&#xFC;ckgrat f&#xFC;r die saisonale Arbeitsmigration von Kirgistan nach Russland.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/896\/08.jpeg\" alt=\"Bahnhof Zaoziorny Kasachstan\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der verlassene Bahnhof von Zaoziorny in Kasachstan. W&#xE4;hrend er sich anderswo besser gehalten hat, ist der Zug aus manchen mono-industriellen St&#xE4;dten der ehemaligen UdSSR komplett verschwunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/896\/09.jpeg\" alt=\"Zaoziorny Kasachstan\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Auch das Zentrum von Zaoziorny mit seinen so typisch sowjetischen, kubischen Bauten ist heute menschenleer. Es bleibt den wilden Gr&#xE4;sern der Steppe &#xFC;berlassen. Fr&#xFC;her war Zaoziorny auf keiner Karte verzeichnet, und seine Einwohner wurden nicht registriert, da die Stadt als strategisches Objekt galt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/896\/010.jpeg\" alt=\"Bischkek Kirgistan\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Eine im sowjetischen realistischen Stil gebaute Statue eines Bergmanns steht vor dem Geb&#xE4;ude, das heute wie zu Sowjetzeiten das kirgisiche Institut f&#xFC;r Geomechanik beinhaltet. Der Bergbau war in der Sowjetunion sehr gut organisiert und einer der Hauptsektoren der zentralasiatischen Wirtschaft. Ein weiteres Symbol: im ehemaligen Geb&#xE4;ude des Geologieministeriums in Bischkek ist heute die russische Botschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/896\/011.jpeg\" alt=\"Ming-Kusch Kirgistan\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ming-Kusch, im kirgisischen Tian-Schan Gebirge, ist eine weitere geheime Bergarbeiterstadt der Sowjetunion. Dort wurde das Uranium abgebaut, das in Kara-Balta, in der N&#xE4;he Bischkeks bereichert wurde. Heute ist die Stadt nur noch ein Schatten ihrer selbst und leidet unter den Strahlungen des schlecht kontrollierten radioaktiven Abbaus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Lesen Sie auch bei&#xA0;Novastan.org: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/articles\/die-geheimen-stdte-der-sowjetunion-in-kirgistan\">Die geheimen St&#xE4;dte der Sowjetunion in Kirgistan<\/a> und<\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/articles\/min-kush-ville-oubliee\">&#xA0;<strong>[VIDEO] Ming-Kush, ex-Moskau Zentralasiens<\/strong><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong><img decoding=\"async\" style=\"width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/896\/012.jpeg\" alt=\"Denkmal Semipalatinsk Kasachstan\"\/><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Semipalatinsk ist ein Symbol f&#xFC;r die Exzesse der Milit&#xE4;rindustrie und dem atomaren Wettr&#xFC;sten des Kalten Krieges. Unweit dieser Stadt liegt das Polygon, wo die atmosph&#xE4;rischen Atomtests des Sowjetunion durchgef&#xFC;hrt wurden. Diese Tests haben tausende Kasachen, die in der Steppe lebten, das Leben gekostet und nehmen noch heute einen wichtigen Platz im kollektiven Ged&#xE4;chnis Kasachstans ein. Seit den 1980ern k&#xE4;mpfte das Land f&#xFC;r die Beendigung der Tests, und heute ist es ein Vorreiter der weltweiten Bewegung f&#xFC;r Denuklearisierung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/896\/013.jpeg\" alt=\"Utsch-Korgon Kirgistan\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der &#xDC;tsch-Korgon Staudamm in der Region Talas in Kirgistan. &#xDC;ber ihm ist ein imposanter Leninkopf in den Berg gemei&#xDF;elt. Der Damm reguliert die sommerlichen Wasserlieferungen an den kasachischen Nachbarn. Durch diese Unterst&#xFC;tzung f&#xFC;r die kasachische Landwirtschaft erhofft sich Kirgistan g&#xFC;nstige Stromimporte aus Kasachstan im Winter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Wasserkraftwerk ist auch Teil eines komplexen Systems f&#xFC;r Wassermanagement auf regionaler Ebene, das von der Sowjetunion erdacht wurde. Heute mangelt es in Zentralasien sowohl an Wasser als auch an Strom, die Infrastruktur (Staud&#xE4;mme, &#xDC;bertragungsleitungen und Bew&#xE4;sserungskan&#xE4;le) altert und die Wasserverteilung zwischen den Republiken f&#xFC;hrt zu Spannungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Lesen Sie auch bei Novastan.org: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/articles\/das-wasser-fehlt-kirgistan-vor-der-energiekrise\">Das Wasser fehlt &#x2013; Kirgistan vor der Energiekrise<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/896\/014.jpeg\" alt=\"Kambarata-1 Kirgistan\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die zum Teil aufgegebene Baustelle des gro&#xDF;en Staudamms Karambata-1 auf dem Fluss Naryn in Kirgistan. Dieser schon zu Sowjetzeiten geplante Staudamm wird seit den 1980ern gebaut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Heute f&#xFC;hrt das Projekt zu heftigen Drohungen von Usbekistan gegen&#xFC;ber Kirgistan, da der Staudamm die Baumwollernte des Nachbarn beeintr&#xE4;chtigen w&#xFC;rde. Troz seiner knappen Finanzen und den geopolitischen Folgen hat Russland versprochen, den Bau zu bezahlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/896\/015.jpeg\" alt=\"Aralsk Kasachstan\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Am anderen Ende dieses sowjetischen Hydrauliksystems liegt der Aralsee. Hier ist die einstige M&#xFC;ndung des Flusses Naryn, der zwischenzeitlich in Amu-Daria umbenannt wurde. Die Stadt Aralsk, in Kasachstan, zeigt noch ihre fr&#xFC;here Gr&#xF6;&#xDF;e. Doch die gro&#xDF;en Staud&#xE4;mme und die sowjetische Industrie haben diesen See ausgetrocknet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 600px\" src=\"\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/old\/img\/896\/016.jpeg\" alt=\"Aralsk Kasachstan\"\/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Fr&#xFC;her lebte Aralsk vor allem von der Fischerei. In der N&#xE4;he der Stadt liegen die Fischerbote nun auf Grund, und rosten im hei&#xDF;en Sand der W&#xFC;ste.<\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong>Anatole Douaud<br>\nMitgr&#xFC;nder von Novastan.org<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong>Aus dem franz&#xF6;sischen &#xFC;bersetzt von<br>\nFlorian Coppenrath<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neben der sowjetischen Zeichen in der Stadtplanung, der Architektur und den Denkm&#xE4;lern bilden die industriellen Bauten in Zentralasien den sichtbarsten Teil der Vergangenheit.<\/p>\n","protected":false},"author":82,"featured_media":1223,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4,3],"tags":[1407,693,690,1233],"coauthors":[1224],"class_list":["post-1222","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kasachstan","category-kirgistan","tag-industrie","tag-kasachstan","tag-kirgistan","tag-sowjetunion"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1222","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/82"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1222"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1222\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33977,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1222\/revisions\/33977"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1223"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1222"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1222"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1222"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=1222"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}