{"id":12031,"date":"2018-01-10T13:22:04","date_gmt":"2018-01-10T12:22:04","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=12031"},"modified":"2020-12-20T15:07:17","modified_gmt":"2020-12-20T14:07:17","slug":"die-uhlfeldkolonie-das-schicksal-der-familie-haunholter-aus-tirol-22","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/die-uhlfeldkolonie-das-schicksal-der-familie-haunholter-aus-tirol-22\/","title":{"rendered":"Die Uhlfeldkolonie &#8211; Das Schicksal der Familie Haunholter aus Tirol (2\/2)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>Im M&#xE4;rz 1927 l&#xF6;sten die Mitglieder der&#xA0;Uhlfeldkolonie ihre Kommune in Kasachstan auf. Viele kehrten nach &#xD6;sterreich zur&#xFC;ck, andere blieben mit ihren Familien in der Sowjetunion. Einer von ihnen war Johann Haunholter. Doch die Schrecken der&#xA0;Drei&#xDF;igerjahre &#xFC;berstand er nicht. Zweiter Teil einer Geschichte von&#xA0;<em>Lana Berndl<\/em>.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Haunholter war 1926 in die die&#xA0;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kasachische_Sozialistische_Sowjetrepublik\">Kasachische Autonome Sowjetrepublik<\/a> gekommen um&#xA0;in der N&#xE4;he von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Qysylorda\">Ksyl-Orda<\/a>, der damaligen Hauptstadt, beim Aufbau einer landwirtschaftlichen Kommune zu helfen. Es war nicht sein erster Aufenthalt im Osten. Schon 1914 war der 1889 geborene Tiroler als Soldat der k.u.k. Armee in russische Kriegsgefangenschaft geraten. Zusammen mit einem Freund war Haunholter gefl&#xFC;chtet. Monatelang hatten sie sich in russischen D&#xF6;rfer als Restauratoren von Ikonen und Bilderrahmen durchgeschlagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach der R&#xFC;ckkehr in seinen Geburtsort Kirchbichl nahm er seine Arbeit als Kunsttischler wieder auf. Doch der Krieg hatte furchtbare Spuren in der Seele des jungen &#xD6;sterreichers hinterlassen. Wenn seine Mutter ihn fragte, warum er nicht in die Kirche ging, antwortete er: &#x201E;<em>Wer einige Zeit im Gro&#xDF;en Krieg war, kann nicht an Gott glauben und an seine Barmherzigkeit auch nicht.<\/em>&#x201C; Wenn die Mutter darauf bestand sagte er: &#x201E;<em>Wenn du mich zwingst, werde ich mich ertr&#xE4;nken! Dein Gott ist ungerecht, und ich glaube nicht an ihn!<\/em>&#xBB; Genauso dachte Haunholter &#xFC;ber politische Parteien, er blieb sein lebenlang ohne Glauben und parteilos.<\/p>\n<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/die-uhlfeldkolonie-eine-osterreichische-kommune-in-kasachstan-12\/\">Die Uhlfeldkolonie &#x2013;&#xA0;Eine &#xF6;sterreichische Kommune in Kasachstan (1\/2)<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Hoffnung auf ein gutes Leben in der Steppe<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im Jahr 1921 heiratete er in Kirchbichl die elf Jahre j&#xFC;ngere Theresia Kurz und zog in ihr Haus ein. 1922 kam Tochter Rosa zur Welt, 1923 ein zweites M&#xE4;dchen, Erna, und 1924 Sohn Hermann. Theresa arbeitete als Tellerw&#xE4;scherin in einem kleinen Restaurant. Sie hatte eine zwanzig Jahre &#xE4;ltere Schwester, zu der sie aber keinen Kontakt hatte.<\/p>\n<figure id=\"attachment_12170\" aria-describedby=\"caption-attachment-12170\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-12170\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/Familie-Haunholter-1024x697.jpg\" alt=\"Familie Haunholter &#xD6;sterreich Sowjetunion Kasachstan\" width=\"1024\" height=\"697\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/Familie-Haunholter-1024x697.jpg 1024w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/Familie-Haunholter-300x204.jpg 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/Familie-Haunholter-768x522.jpg 768w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/Familie-Haunholter-1300x884.jpg 1300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/Familie-Haunholter-128x86.jpg 128w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\"\/><figcaption id=\"caption-attachment-12170\" class=\"wp-caption-text\">Johann und Theresia Haunholter mit ihren drei Kindern.<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify\">Mitte der zwanziger Jahre warb Karl Uhl, der Obmann der &#x201E;Republikanischen Vereinigung ehemaliger Kriegsteilnehmer und Kriegsopfer &#xD6;sterreichs&#x201C; (RVKK&#xD6;) um Freiwillige f&#xFC;r die Gr&#xFC;ndung einer Kommune in der Sowjetunion. Haunholter hatte anscheinend gute Erinnerungen an seine Zeit in Russland. Er berichtete seiner Frau Theresia von der grenzenlosen Steppe und dass sich die Menschen dort nur von nat&#xFC;rlichen Lebensmitteln ern&#xE4;hrten. &#x201E;<em>Dort gibt es so viel Weite, soviel Freiheit. Fahren wir weg! Niemand wird uns kr&#xE4;nken, alle werden uns gastfreundlich behandeln.<\/em>&#x201C; Er versprach seiner Frau ein gutes Leben.<\/p>\n<p><strong>Von Kamtschatka nach Semipalatinsk<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Um die Teilnahme an der Kommune zu finanzieren, verkauften sie Theresias Haus. Im M&#xE4;rz 1926 reisten sie in die Sowjetunion. Als die Kommune nach nur einem Jahr zerfiel, hatten sie in &#xD6;sterreich nichts, zu dem sie h&#xE4;tten zur&#xFC;ckkehren k&#xF6;nnen und blieben in der Sowjetunion. Anfang der drei&#xDF;iger Jahre reiste Haunholter mit seiner Familie nach <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kamtschatka\">Kamtschatka<\/a>, einer Halbinsel im Pazifischen Ozean, im fernen Osten der Sowjetunion. Er baute dort erfolgreich ein S&#xE4;gewerk und holzverarbeitende Werkst&#xE4;tten auf. Die Familie lebte unweit von Vulkanen, die mehrmals im Jahr ausbrachen. Erna und Rosa gingen erstmals in die Schule, Erna in die erste und Rosa in die zweite Klasse. Es gab nur ein Problem. Die Bewohner von Kamtschatka ern&#xE4;hrten sich in dieser Zeit haupts&#xE4;chlich von Konserven und Haunholter weigerte sich, diese zu essen. Er wollte nat&#xFC;rliche Lebensmittel.<\/p>\n<figure id=\"attachment_12171\" aria-describedby=\"caption-attachment-12171\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-12171\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/Vulkan-auf-Kamtschatka-1024x683.jpg\" alt=\"Vulkan Kamtschatka\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/Vulkan-auf-Kamtschatka.jpg 1024w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/Vulkan-auf-Kamtschatka-300x200.jpg 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/Vulkan-auf-Kamtschatka-768x512.jpg 768w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/Vulkan-auf-Kamtschatka-128x86.jpg 128w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\"\/><figcaption id=\"caption-attachment-12171\" class=\"wp-caption-text\">Vulkan auf Kamtschatka<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify\">Mit seiner Familie kehrte er nach Alma-Ata, dem heutigen Almaty in Kasachstan, zur&#xFC;ck. Hierhin waren bereits zehn bis f&#xFC;nfzehn andere Familien aus der gescheiterten Uhlfehldkolonie umgesiedelt. Schlie&#xDF;lich verpflichtete er sich, in der Stadt <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Atomwaffentestgel%C3%A4nde_Semipalatinsk\">Semipalatinsk<\/a>, einem sp&#xE4;teren Atomwaffentestgel&#xE4;nde, ein Fleischkombinat aufzubauen.<\/p>\n<p><strong>Verr&#xE4;terischer Direktor<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In den drei&#xDF;iger Jahren wurde das politische Klima in der Sowjetunion zunehmend repressiv. Einige der ehemaligen Kolonisten kehrten doch noch nach Hause zur&#xFC;ck. Die Techniker Alfred H&#xF6;flinger und Hugo Blasch siedelten jedoch mit elf weiteren &#xD6;sterreichern, mit denen sie die Genossenschaft &#x201E;Artel&#x201C; gegr&#xFC;ndet hatten, in die heute Xinjiang genannte Region im &#xE4;u&#xDF;ersten Westen der Republik China um. Sie hatten Haunholter in einem Brief aufgefordert, sich ihnen anzuschlie&#xDF;en. Der Direktor des Kombinates in Semipalatinsk hatte den Brief jedoch versteckt, weil er den Fachmann nicht verlieren wollte. Erst zwei Monate sp&#xE4;ter erfuhr Haunholter, dass seine Landsleute die UdSSR verlassen hatten.<\/p>\n<p><strong>Lest auch bei Novastan:&#xA0;<\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/die-sowjetische-geschichte-zentralasiens-22\/\">Die sowjetische Geschichte Zentralasiens (2\/2)<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Er k&#xFC;ndigte seinen Vertrag in Semipalatinsk, kehrte nach Alma-Ata zur&#xFC;ck und zog dann weiter in eine Kolchose unweit der Stadt Aksay, wo er beim Aufbau eines Kraftwerks und des Erholungsheims f&#xFC;r den Ministerrat der KasSsR mithalf. Haunholter besa&#xDF; zwei riesige Schr&#xE4;nke mit ausgezeichneten Tischlerinstrumenten, Fr&#xE4;s-, Schneid- und Drehwerkb&#xE4;nke, die zur damaligen Zeit in der Sowjetunion Seltenheit waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach Angaben seiner Nachkommen wurde Johann Haunholter von allen sehr respektiert und gemocht, besonders von Kindern. Er unterrichtete viele Menschen in Dreh- und Fr&#xE4;sarbeiten. Oft sammelte er Kinder um sich und schnitt h&#xF6;lzernen Spielzeuge, die er hinter seinem R&#xFC;cken verbarg. Er dachte sich R&#xE4;tsel aus und wer richtig riet, bekam das Spielzeug. Seine eigenen Kinder, waren deshalb gegen&#xFC;ber den Nachbarkindern &#xF6;fters eifers&#xFC;chtig.<\/p>\n<p><strong>Tod wegen mangelnder Versorgung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Kraftwerk, an dem Haunholter arbeitete, sollte bis zum 7. November&#xA0;1935 (dem Jahrestag der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oktoberrevolution\">Oktoberrevolution<\/a>) in Betrieb genommen werden, um Elektrizit&#xE4;t f&#xFC;r Licht zu den Feierlichkeiten zu liefern und damit das Erholungsheim er&#xF6;ffnet werden konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Zwei Wochen vor der Frist funktionierte jedoch die Turbine nicht. Haunholter stieg selbst in eiskaltes Wasser und stand dort mehrere Stunden. Es gelang schlie&#xDF;lich, die Turbine zum Laufen zu bringen, aber Haunholter war so geschw&#xE4;cht, dass er in ein Krankenhaus gebracht wurde. Man diagnostizierte bei ihm eine akute Lungenentz&#xFC;ndung. Als seine Frau Theresa ihn besuchte, war er bei vollem Bewusstsein und bat sie, ihm ein Fl&#xE4;schchen Wein zu bringen. Teresa ging ins Gesch&#xE4;ft und als sie zur&#xFC;ckkehrte, war er nicht mehr am Leben.<\/p>\n<p><strong>Lest auch bei Novastan: <\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/kriegsgefangene-in-turkestan-gesprach-mit-dem-historiker-peter-felch-teil-1\/\">Kriegsgefangene in Turkestan<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Haunholter starb am 25. Oktober 1935. Er war 46. Zwei &#xD6;sterreicher, die in dem Krankenhaus arbeiteten erz&#xE4;hlten Teresa sp&#xE4;ter, dass er au&#xDF;er der Lungenentz&#xFC;ndung auch Bauchtyphus hatte. Ihnen zufolge h&#xE4;tte man Haunholter retten k&#xF6;nnen, wenn man ihn sofort ad&#xE4;quat behandelt h&#xE4;tte. Damals war die medizinische Versorgung in vielen Teilen der kasachischen ASSR jedoch katastrophal. In Semipalatinsk lebte Familie Haunholter in der N&#xE4;he eines Krankenhauses und sah dort t&#xE4;glich, wie an Typhus erkrankte Menschen zum Krankenhaus kamen, starben und mit Fuhrwerken zu den Friedh&#xF6;fen transportiert wurden.<\/p>\n<p><strong>Weiterleben in der Sowjetunion<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Theresa Haunholter war nun allein mit drei Kindern in dem fremden Land. Der Vorsitzende der Kolchose half der Familie indem er Haunholters Werk- und Werkb&#xE4;nke f&#xFC;r die riesige Summe von 3000 Rubeln kaufte. Theresa schrieb nach &#xD6;sterreich an Johanns Mutter, um Dokumente zu erhalten, die das Dienstalter ihres Ehemannes best&#xE4;tigten. Die Mutter antwortete: &#x201E;<em>Wie erstaunlich es ist, dass ihr noch am Leben seid, dass ihr in der Steppe nicht von den W&#xF6;lfen zerfleischt wurdet. Wir dachten, ihr seid in den Tod gefahren!<\/em>&#x201C;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach dem Tod ihres Mannes arbeitete Theresa Haunholter in einer Fabrik in Aksay, absolvierte gleichzeitig einen Fernkurs als Deutschlehrerin und bekam schlie&#xDF;lich eine Stelle als Deutschlehrerin in der Siedlung Kamenka in der N&#xE4;he von Alma-Ata. 1938, auf dem H&#xF6;hepunkt des stalinistischen Terrors, wurde entschieden, Familie Haunholter aus der Sowjetunion auszuweisen, da sie keine sowjetischen Staatsangeh&#xF6;rigen waren. Theresa Haunholter fuhr zusammen mit den Kindern nach Moskau und erreichte bei Staatspr&#xE4;sidenten Michail Kalinin tats&#xE4;chlich, in der Sowjetunion bleiben zu d&#xFC;rfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Auch die nach China ausgewanderten &#xD6;sterreicher um Alfred H&#xF6;flinger und Hugo Blasch waren vom Terror betroffen. Sie wurden 1939 von chinesischer Polizei verhaftet und im Sommer 1941 an den NKWD, den sowjetischen Geheimdienst, ausgeliefert. In Alma-Ata wurden sie wegen Spionage verurteilt und am 31. M&#xE4;rz 1942 erschossen. In Almaty lebt nach Angaben der Nachkommen von Johann Haunholter eine Tochter von Alfred H&#xF6;flinger, die aber nicht zugeben m&#xF6;chte, dass ihr Vater kein Russe war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Theresa Haunholter arbeitete nach einem Fernstudium am Moskauer Institut f&#xFC;r Fremdsprachen weiter als Lehrerin. Bis zu ihrem Lebensende sprach sie mit einem starken &#xF6;sterreichischen Akzent. Auch Johann Haunholter hatte nie richtig Russisch gelernt. Zum Beispiel nannte er Angeln einen &#x201E;Fisch-Stock&#x201C;. Er sagte: &#x201E;Lass uns zum Fluss fahren, wo der Fisch- Stock ist!&#x201C;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Hermann Haunholter wurde nach Abschlu&#xDF; seines Studiums Lehrer und sp&#xE4;ter Direktor einer Schule. Er heiratete die Lehrerin Marija Akimova und nahm ihren Namen an. Es war nach dem Zweiten Weltkrieg mit einem deutschen Namen in der Sowjetunion nicht einfach. Erna Haunholter schloss 1959 ein Wirtschaftsstudium ab und arbeitete danach als Buchhalterin an der Staatlichen Universit&#xE4;t von Alma-Ata.<\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong>Von&#xA0;Lana Berndl<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong>Redaktionalle Mitarbeit: Lukas D&#xFC;nser und Folke Eikmeier<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>&#xDC;ber die Autorin<\/strong><\/p>\n<p>Lana Berndl sucht seit einem Jahr in diversen Archiven in Kasachstan, &#xD6;sterreich und Russland nach Informationen &#xFC;ber die Uhlfeld-Kolonie. Sie arbeitet momentan an einem Dokumentarfilmprojekt sowie einer Publikation zu diesem Thema, das v&#xF6;llig in Vergessenheit geraten ist und sehr wenig erforscht wurde. Sie hat inzwischen drei Nachkommen ausfinding gemacht. Im Sommer 2017 hat sie mit einem Nachkommen des Uhlfeldkolonisten Johann Haunholter in Tirol einen Recheredreh durchgef&#xFC;hrt.<\/p>\n<p>Lana Berndl ist auf der Suche nach weiteren Nachkommen der Uhlfeld-Kolonisten. Sie bittet jeden, der etwas &#xFC;ber dieses Thema wei&#xDF;, sie unter&#xA0;<strong>lana.berndl@gmail.com<\/strong>. zu kontaktieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Sie hat bereits einen <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000011273533\/Die-Strasse-der-Oesterreicher-am-Ende-der-Welt\">Dokumentarfilm &#xFC;ber &#xF6;sterreichische Kriegsgefangene in Kasachstan<\/a> fertig gestellt, der bei Filmfestivals und Pr&#xE4;sentationen von Bangladesh bis in die Ukraine gezeigt wurde.<\/p>\n<p>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len, schaut mal vorbei bei&#xA0;<a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\">Twitter<\/a>,&#xA0;<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\">Facebook<\/a>,&#xA0;<a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\">Telegram<\/a>,&#xA0;<a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company-beta\/5246815\/\">LinkedIn<\/a>&#xA0;oder&#xA0;<a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\">Instagram<\/a>. 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