{"id":12029,"date":"2018-01-09T18:39:33","date_gmt":"2018-01-09T17:39:33","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=12029"},"modified":"2020-05-08T12:21:32","modified_gmt":"2020-05-08T10:21:32","slug":"die-uhlfeldkolonie-eine-osterreichische-kommune-in-kasachstan-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/die-uhlfeldkolonie-eine-osterreichische-kommune-in-kasachstan-12\/","title":{"rendered":"Die Uhlfeldkolonie &#8211; Eine \u00f6sterreichische Kommune in Kasachstan (1\/2)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>In den Zwanziger Jahren verlie&#xDF;en viele &#xD6;sterreicher und&#xA0;&#xD6;sterreicherinnen aufgrund von Arbeitslosigkeit und Armut ihre Heimat. Eine Gruppe suchte sich einen ganz besonderen Ort aus, um eine Kommune zu gr&#xFC;nden: Kasachstan in der Sowjetunion. Doch die sogenannte Uhlfeldkolonie hatte kaum mehr als ein Jahr Bestand.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Bewohner von Sabulak staunten nicht schlecht, als im M&#xE4;rz 1926 eine Gruppe Europ&#xE4;er in ihre verschlafene Siedlung am <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Syrdarja\">Syr-Darja<\/a> Fluss einzog. Die etwa 210 &#xD6;sterreicher hatten sich am 4. M&#xE4;rz auf den Weg gemacht um ihren Traum zu erf&#xFC;llen: Die Gr&#xFC;ndung einer landwirtschaftlichen Kommune. Nach drei anstrengenden Wochen hatten sie nun endlich den Ort in der N&#xE4;he von <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Kyzylorda\">Kysyl-Orda<\/a>, der damaligen Hauptstadt der Kasachischen Autonomen Sowjetrepublik, erreicht. Doch das Land, dass ihnen die sowjetischen Beh&#xF6;rden zuwiesen, war ganz anders, als sie es sich erhofft hatten. Eine von Dornengestr&#xFC;pp &#xFC;berwucherte, unfruchtbare Salzsteppe. Au&#xDF;er den Lehmh&#xFC;tten der uigurischen Dorfbewohner gab es hier nichts.<\/p>\n<figure id=\"attachment_12144\" aria-describedby=\"caption-attachment-12144\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-12144\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/kasachische-Steppe-1024x683.jpg\" alt=\"Kasachstan Steppe\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/kasachische-Steppe.jpg 1024w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/kasachische-Steppe-300x200.jpg 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/kasachische-Steppe-768x512.jpg 768w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/kasachische-Steppe-128x86.jpg 128w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\"\/><figcaption id=\"caption-attachment-12144\" class=\"wp-caption-text\">Kasachische Steppe<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Lest auch bei Novastan:&#xA0;<\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/100-jahre-oktoberrevolution-kasachstans-kampf-um-einen-nationalstaat\/\"><strong>Kasachstans Kampf um einen Nationalstaat<\/strong><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In &#xD6;sterreich organisierten viele Vereine die Emigration und warben aktiv Menschen an. Einer war die nach dem Ersten Weltkrieg gegr&#xFC;ndete &#x201E;Republikanische Vereinigung ehemaliger Kriegsteilnehmer und Kriegsopfer &#xD6;sterreichs&#x201C; (RVKK&#xD6;), die mehr als 1000 Mitglieder z&#xE4;hlte. Viele von ihnen waren als Kriegsgefangene im Russischen Reich gewesen und kannten daher die Sprache und die dortigen Verh&#xE4;ltnisse. Unter ihrem Obmann Karl Uhl warb die RVKK&#xD6; f&#xFC;r die Gr&#xFC;ndung einer Kolonie in der Sowjetunion. Obwohl viele Auswanderer bereit waren, ihre Wohnungen und M&#xF6;bel zu verkaufen, gelang es dem Verein jahrelang nicht, die erforderlichen Geldmittel aufzubringen.<\/p>\n<p><strong>Auswanderung mit Staatsunterst&#xFC;tzung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Beweggr&#xFC;nde der &#x201E;Uhlfelder&#x201C;, gerade in die Sowjetunion zu ziehen, lassen sich aus heutiger Sicht schwer nachvollziehen. Neben den mangelnden Zukunftsperspektiven daheim motivierte sie wohl vor allem der Glauben an den sozialistischen Aufbau im weltweit ersten proletarischen Staat. In der UdSSR hatte man zu diesem Zeitpunkt bereits die m&#xF6;glichen Vorteile von sozialistischen Einwanderern&#xA0;erkannt und 1922 eine st&#xE4;ndige Kommission f&#xFC;r Fragen der landwirtschaftlichen und industriellen Immigration geschaffen. Wenn ausl&#xE4;ndische Kommunisten einwandern wollten, konnte das dem Ansehen des Landes nur dienlich sein.<\/p>\n<p><strong>Lest auch bei Novastan:&#xA0;<\/strong><a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/die-sowjetische-geschichte-zentralasiens-12\/\"><strong>Die sowjetische Geschichte Zentralasiens (1\/2)<\/strong><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ende 1925 kam Bewegung in Uhls Plan. Das &#xF6;sterreichische Wanderungsamt beschloss, die Emigration als ein Mittel zur Bek&#xE4;mpfung der Arbeitslosigkeit zu f&#xF6;rdern. Bisher hatten die Beh&#xF6;rden eine Garantie gefordert, dass die Kolonisten nicht mehr zur&#xFC;ckkehren w&#xFC;rden. Im Januar 1926 beschloss der Ministerrat nun, arbeitslosen Auswanderern eine Abfindung in der H&#xF6;he der Arbeitslosenunterst&#xFC;tzung f&#xFC;r ein Jahr zu zahlen.<\/p>\n<p><strong>Frost, Sandst&#xFC;rme und&#xA0;unzul&#xE4;ngliche Hygiene<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Kolonisten hatten in Sabulak von Anfang an mit immensen Problem zu k&#xE4;mpfen. Sie waren das kasachische Klima mit starken Fr&#xF6;sten und Sandst&#xFC;rmen, die schlechte Verpflegung und die unzul&#xE4;ngliche Hygiene nicht gew&#xF6;hnt. Viele kapitulierten vor den widrigen Verh&#xE4;ltnissen und kehrten kurz nach der Ankunft wieder nach Hause zur&#xFC;ck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Uhl und seine Mitstreiter hatten sich mit Ausr&#xFC;stung im Wert von ca. 61.500 Rubel sowie 2800 Rubel Bargeld auf den Weg gemacht. Auf dem 2500 Hektar gro&#xDF;en Grundst&#xFC;ck, f&#xFC;r das sie einen auf 20 Jahre befristeten Pachtvertrag abgeschlossen hatten, gab es allerdings keinerlei Bebauung. Sie waren gezwungen, ca. 64.000 Rubel f&#xFC;r die Errichtung von Unterk&#xFC;nften auszugeben und damit nach kurzer Zeit bankrott.<\/p>\n<p><strong>Landwirte ohne landwirtschaftliche Erfahrung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es stellte sich heraus, dass viele Auswanderer in ihren P&#xE4;ssen den Beruf &#x201E;Landwirt&#x201C; angegeben hatten, um die Genehmigung zur Ausreise zu bekommen. Aus Archivdokumenten geht hervor, dass die Mehrheit der Kolonisten, 88 Prozent, keine Erfahrung mit Landwirtschaft hatte. Unter den Kolonisten gab es zehn Prozent Bauern und Landarbeiter und nur drei erfahrene Landwirte. Daf&#xFC;r gab es 24 Hilfsarbeiter, 15 Bergarbeiter, sieben Beamte und einige Hausfrauen. Die meisten Kolonisten waren in Wirklichkeit unselbst&#xE4;ndig Besch&#xE4;ftigte aus dem Industriesektor.<\/p>\n<figure id=\"attachment_12143\" aria-describedby=\"caption-attachment-12143\" style=\"width: 786px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-12143\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/Uhlfeldkolonisten-786x1024.jpg\" alt=\"Uhlfeldkolonie, Kasachstan, Geschichte, &#xD6;sterreich\" width=\"786\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/Uhlfeldkolonisten-786x1024.jpg 786w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/Uhlfeldkolonisten-230x300.jpg 230w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/Uhlfeldkolonisten-768x1000.jpg 768w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/Uhlfeldkolonisten.jpg 976w\" sizes=\"auto, (max-width: 786px) 100vw, 786px\"\/><figcaption id=\"caption-attachment-12143\" class=\"wp-caption-text\">Mitglieder der Uhlfeldkolonie<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify\">Daneben war der ihnen zugewiesene Boden unfruchtbar und die Kultivierung langwierig. Obwohl es den Kolonisten gelang, einen sechs Kilometer langen Bew&#xE4;sserungskanal zu graben, war die erste Ernte sehr schlecht und deckte nur zehn Prozent des eigenen Bedarfs. Aufgrund der Widerst&#xE4;nde gegen die Verrichtung landwirtschaftlicher Arbeiten und der mangelnden landwirtschaftlichen Ausbildung und Erfahrung unternahm die Kommune andere Aktivit&#xE4;ten. Mithilfe der mitgef&#xFC;hrten modernen westlichen Ausr&#xFC;stung gr&#xFC;ndete man eine Schneiderei, eine Schusterei, eine mechanische Werkst&#xE4;tte sowie eine B&#xE4;ckerei, die die ganze Region versorgte.<\/p>\n<p><strong>Rivalit&#xE4;ten und Besserwisserei<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Da es einen starken Mangel an Arbeitskr&#xE4;ften gab, entschied sich die F&#xFC;hrung der Kommune, trotz der schwierigen Situation weitere Kolonisten aus &#xD6;sterreich herbeizuholen. Jedoch gelang es nur 75 Personen dieser zweiten Gruppe, in die Sowjetunion einzureisen. Die Beh&#xF6;rden hatten beschlossen, dass nur Familienmitglieder der Kolonisten nachkommen durften. 62 Personen mussten umkehren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es gelang Uhl und den anderen F&#xFC;hrern nicht, Arbeit und Produktion effektiv zu organisieren und die Mitglieder der Kommune zu motivieren. Es herrschte ein st&#xE4;ndiges Durcheinander und ein Mangel an Arbeitsdisziplin. Einige versuchten, aus der Kommune zu fl&#xFC;chten. Auf Versammlungen gab es aufgrund von pers&#xF6;nlichen Rivalit&#xE4;ten und Besserwisserei st&#xE4;ndige Auseinandersetzungen und Schikanen.<\/p>\n<p><strong>Lest auch bei Novastan:&#xA0;<a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kasachstan\/die-lenins-kasachstans\/\">Die Lenins Kasachstans<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">F&#xFC;r die lokalen sowjetischen Beh&#xF6;rden war die Kommune ein Vorzeigeprojekt. In anderthalb Monaten wurde sie von mehr als 1000 Menschen besucht, einschlie&#xDF;lich P&#xE4;dagogen, Landwirten, &#xC4;rzten, ausl&#xE4;ndischen Delegationen und Journalisten. Die Funktion&#xE4;re versuchten, der Kommune zu helfen, indem sie ihr erfahrene Landwirte und Parteiorganisatoren schickte. Als die finanzielle Lage nach einem Jahr katastrophal entschied man sogar, die Kolonie mit weiteren Mitteln zu unterst&#xFC;tzten. Die Beh&#xF6;rden gew&#xE4;hrten eine einmalige Zahlung in H&#xF6;he von 60.000 Rubel, einen langfristigen Kredit in H&#xF6;he von 60.000 Rubel und 10.000 Rubeln f&#xFC;r Nahrungsmittel.<\/p>\n<p><strong>Ende eines Vorzeigeprojekts<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Doch auch diese Entscheidung konnte die Kommune nicht mehr retten. Uhls Gegner hatten die Sowjetbeh&#xF6;rden sowie das Wanderungsamt &#xFC;ber die internen Probleme und fehlende Arbeitskr&#xE4;fte informiert. Er wurde durch die von Alfred H&#xF6;flinger gef&#xFC;hrte kommunistische Fraktion von 47 Kolonisten abgew&#xE4;hlt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_12151\" aria-describedby=\"caption-attachment-12151\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-12151\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/800px-&#x41A;&#x430;&#x440;&#x442;&#x430;_&#x41A;&#x410;&#x421;&#x421;&#x420;.png\" alt=\"Karte Grenzen Kasachstan Sowjetunion.\" width=\"800\" height=\"667\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/800px-&#x41A;&#x430;&#x440;&#x442;&#x430;_&#x41A;&#x410;&#x421;&#x421;&#x420;.png 800w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/800px-&#x41A;&#x430;&#x440;&#x442;&#x430;_&#x41A;&#x410;&#x421;&#x421;&#x420;-300x250.png 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/01\/800px-&#x41A;&#x430;&#x440;&#x442;&#x430;_&#x41A;&#x410;&#x421;&#x421;&#x420;-768x640.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\"\/><figcaption id=\"caption-attachment-12151\" class=\"wp-caption-text\">Grenzen der &#x41A;&#x421;&#x421;&#x420; 1924-1929<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify\">Am 26. M&#xE4;rz 1927 verabschiedete die Vollversammlung der Kommune eine Resolution, derzufolge die Mitglieder der Kommune es nicht geschafft hatten, die objektiven und subjektiven Schwierigkeiten zu beseitigen. &#x201E;<em>Deshalb sind die weiteren Finanzaufw&#xE4;nde seitens der Regierung der KSSR f&#xFC;r die Erhaltung der Kommune unzweckm&#xE4;&#xDF;ig. Die Vollversammlung bittet darum, Ma&#xDF;nahmen zur Aufl&#xF6;sung der Kommune zu ergreifen. Gleichzeitig &#xE4;u&#xDF;ert die Vollversammlung der Kommunistischen Partei der Bolschewiki und der sowjetischen Macht die beste proletarische Dankbarkeit f&#xFC;r die bis jetzt geleistete materielle und moralische Hilfe und bittet darum, es den Mitgliedern der Kommune zu erm&#xF6;glichen, auf dem Territorium der UdSSR zu bleiben<\/em>&#x201C;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die sowjetischen Beh&#xF6;rden bildeten eine Liquidationskommission, die das mobile Inventar der Kommune billig verkaufte. Die errichteten Geb&#xE4;ude wurden sp&#xE4;ter unter anderem als Erholungsheim f&#xFC;r Komsomolzen genutzt. Die meisten Kolonisten zogen in andere St&#xE4;dte im heutigen Kasachstan und Usbekistan, einige wenige blieben in Kysyl-Orda. &#xDC;ber das weitere Schicksal dieser Menschen ist wenig bekannt. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass viele dem stalinistischen Terror der drei&#xDF;iger Jahre zum Opfer fielen.<\/p>\n<p><strong>R&#xFC;ckkehr in die Armut<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Manche Ex-Uhlfelder konnten nach monatelangem Umherirren mit Hilfe privater Spenden und eines kleinen &#xF6;sterreichischen Fonds f&#xFC;r hilfsbed&#xFC;rftige Kriegsinvaliden nach &#xD6;sterreich zur&#xFC;ckkehren. Dort erwartete die Meisten wieder Arbeits- und sogar Obdachlosigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Jeder Heimkehrer musste sich verpflichten, von der &#xF6;sterreichischen Regierung geleistete Unterst&#xFC;tzung zur&#xFC;ckzuzahlen. Im April 1927 erkl&#xE4;rten die Beh&#xF6;rden, dass die Finanzierung des Projektes nur zustande gekommen war, weil die RVKK&#xD6; &#xFC;ber die &#xD6;ffentlichkeit Druck auf sie ausge&#xFC;bt hatte. Sie wiesen jegliche Verantwortung von sich.<\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong>Von Lana Berndl<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong>Redaktionelle Mitarbeit: Lukas D&#xFC;nser und Folke Eikmeier<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>&#xDC;ber die Autorin<\/strong><\/p>\n<p>Lana Berndl sucht seit einem Jahr in diversen Archiven in Kasachstan, &#xD6;sterreich und Russland nach Informationen &#xFC;ber die Uhlfeld-Kolonie. Sie arbeitet momentan an einem Dokumentarfilmprojekt sowie einer Publikation zu diesem Thema, das v&#xF6;llig in Vergessenheit geraten ist und sehr wenig erforscht wurde. Sie hat inzwischen drei Nachkommen ausfinding gemacht. Im Sommer 2017 hat sie mit einem Nachkommen des Uhlfeldkolonisten Johann Haunholter in Tirol einen Recheredreh durchgef&#xFC;hrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Lana Berndl ist auf der Suche nach weiteren Nachkommen der Uhlfeld-Kolonisten. Sie bittet jeden, der etwas &#xFC;ber dieses Thema wei&#xDF;, sie unter&#xA0;<strong>lana.berndl@gmail.com<\/strong>. zu kontaktieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Sie hat bereits einen <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000011273533\/Die-Strasse-der-Oesterreicher-am-Ende-der-Welt\">Dokumentarfilm &#xFC;ber &#xF6;sterreichische Kriegsgefangene in Kasachstan<\/a> fertig gestellt, der bei Filmfestivals und Pr&#xE4;sentationen von Bangladesh bis in die Ukraine gezeigt wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len, schaut mal vorbei bei&#xA0;<a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\">Twitter<\/a>,&#xA0;<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\">Facebook<\/a>,&#xA0;<a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\">Telegram<\/a>,&#xA0;<a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company-beta\/5246815\/\">LinkedIn<\/a>&#xA0;oder&#xA0;<a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\">Instagram<\/a>. 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