{"id":11877,"date":"2017-12-15T13:23:57","date_gmt":"2017-12-15T12:23:57","guid":{"rendered":"https:\/\/novastan.org\/de\/?p=11877"},"modified":"2024-02-18T18:29:16","modified_gmt":"2024-02-18T17:29:16","slug":"die-funf-wichtigsten-wasserkonflikte-in-zentralasien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/novastan.org\/de\/umwelt-und-technologie\/die-funf-wichtigsten-wasserkonflikte-in-zentralasien\/","title":{"rendered":"Die f\u00fcnf wichtigsten Wasserkonflikte in Zentralasien"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Innerhalb weniger Jahre k&#xF6;nnten in Zentralasien kriegerische Handlungen um Wasser ausbrechen. <\/strong><strong>Das sagen zumindest einige unheilverk&#xFC;ndende Analysen voraus. An derartigen Konflikten haben weder die L&#xE4;nder Zentralasiens noch andere Staaten, die in der Region aktiv sind, ein Interesse. Zentralasien versucht daher, sich bez&#xFC;glich des Wassers zu einigen. <a href=\"http:\/\/theopenasia.net\/articles\/detail\/5-vodnykh-sporov-tsentralnoy-azii-i-kak-oni-reshayutsya\/\">OpenAsia<\/a> stellt die wichtigsten Streitpunkte in der Region vor. Den Artikel &#xFC;bersetzen und ver&#xF6;ffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Zentralasien gibt es zwei Arten von L&#xE4;ndern: Jene an den Oberl&#xE4;ufen der Fl&#xFC;sse und jene an den Unterl&#xE4;ufen. Zu den ersten z&#xE4;hlen Tadschikistan und Kirgistan, deren Hochgebirgsgletscher die Hauptwasseradern der Region speisen. Diese Staaten sind sehr wasserreich, womit auch ein gro&#xDF;es Potential f&#xFC;r Energiegewinnung aus Wasserkraft einhergeht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_11882\" aria-describedby=\"caption-attachment-11882\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-11882\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/12\/Toktogul-Stausee-1024x624.jpg\" alt=\"Toktogul Stausee Kirgistan\" width=\"1024\" height=\"624\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/12\/Toktogul-Stausee.jpg 1024w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/12\/Toktogul-Stausee-300x183.jpg 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/12\/Toktogul-Stausee-768x468.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\"\/><figcaption id=\"caption-attachment-11882\" class=\"wp-caption-text\">Der Toktogul Stausee in Kirgistan.<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den L&#xE4;ndern an den Unterl&#xE4;ufen geh&#xF6;ren Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan. Diese Staaten sind reich an fossilen Brennstoffen, verf&#xFC;gen aber kaum &#xFC;ber eigene Wasserressourcen. Das in diesen L&#xE4;ndern verbrauchte Wasser hat seinen Ursprung gr&#xF6;&#xDF;tenteils im Ausland &#x2013; haupts&#xE4;chlich in Kirgistan und Tadschikistan. Im Falle Kasachstans betrifft dies 42 Prozent des Wassers, in Usbekistan 77 Prozent und in Turkmenistan 94 Prozent. Jedwedes Eingreifen in den Lauf der Fl&#xFC;sse, beispielsweise durch den Bau von Wasserkraftwerken, birgt also Konfliktpotential.<\/p>\n<p><strong>Lest auch bei Novastan:<a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/zentralasien-2030-wie-steht-es-um-das-wassermanagement\/\">&#xA0;Zentralasien 2030: Wie steht es um das Wassermanagement?<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Strom im Sommer, fossile Brennstoffe im Winter<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu Sowjetzeiten wurde ein System errichtet, das f&#xFC;r alle Seiten vorteilhaft war. Im Sommer wurde an den Oberl&#xE4;ufen mittels der Wasserkraftwerke viel Strom produziert, von dem auch Kasachstan und Usbekistan profitierten. In diesem Prozess wurde Wasser aus den Stauseen gelassen, das f&#xFC;r die Landwirtschaft aller zentralasiatischen Republiken gen&#xFC;gte. Im Winter, wenn die Fl&#xFC;sse wenig Wasser f&#xFC;hren, erhielten Tadschikistan und Kirgistan Brennstoffe aus den anderen Republiken, um das eigene Energiedefizit zu decken. So konnten sie Wasser f&#xFC;r den Sommer speichern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Ende der Sowjetunion zerfiel dieses System und es entstanden Konflikte, die bis letztes Jahr anhielten. Dann begann Usbekistan, sich f&#xFC;r energiepolitische Zusammenarbeit in Zentralasien stark zu machen und es konnten einige Probleme gel&#xF6;st werden.<\/p>\n<p><strong>Lest auch bei Novastan:&#xA0;<a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/usbekistan\/usbekistans-feuchte-ambitionen\/\">Usbekistans feuchte Ambitionen<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Rogun<\/strong><strong>-Wasserkraftwerk (Tadschikistan):&#xA0;Der h&#xF6;chte Staudamm der Welt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der bedeutendste Streitpunkt in der Region sind die Bauarbeiten am <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rogun-Staudamm\">Rogun-Wasserkraftwerk<\/a>. Tadschikistan braucht das Kraftwerk dringend, da es an Energiemangel leidet und davon tr&#xE4;umt, eines Tages Elektrizit&#xE4;t zu exportieren. Usbekistan hingegen f&#xFC;rchtet um die Wasserversorgung der eigenen Landwirtschaft. Das Land warnt au&#xDF;erdem vor den Folgen einer Katastrophe, die sich ereignen w&#xFC;rde, sollte der riesige Staudamm (er soll mit 335 Meter der h&#xF6;chste der Welt werden, Anm. d. Red.) brechen. Das Rogun-Wasserkraftwerk soll am Fluss <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wachsch\">Wachsch <\/a>errichtet werden. Dieser speist den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Amudarja\">Amudarja<\/a>, der gr&#xF6;&#xDF;te Fluss in Usbekistan. Daher r&#xFC;hrt der ganze Konflikt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_11880\" aria-describedby=\"caption-attachment-11880\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-11880\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/12\/Wachsch-Fluss.jpg\" alt=\"Wachsch Fluss Tadschikistan\" width=\"800\" height=\"536\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/12\/Wachsch-Fluss.jpg 800w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/12\/Wachsch-Fluss-300x201.jpg 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/12\/Wachsch-Fluss-768x515.jpg 768w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/12\/Wachsch-Fluss-128x86.jpg 128w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\"\/><figcaption id=\"caption-attachment-11880\" class=\"wp-caption-text\">Der Wachsch in Tadschikistan.<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seitdem in Usbekistan 2016 mit&#xA0;Schwakat Mirsojojew ein neuer Pr&#xE4;sident an die Macht kam, haben sich die Wogen gegl&#xE4;ttet. Die Eurasische Entwicklungsbank prognostiziert mittlerweile, dass bis Ende 2018 der erste Bauabschnitt des Damms abgeschlossen werden k&#xF6;nnte. Die usbekische Seite kommentierte diese Mitteilung nicht. Sie hatte aber bereits zuvor angek&#xFC;ndigt, sich nicht gegen das Kraftwerk einzusetzen, wobei aber &#x201E;bei seinem Bau die nationalen Interessens Usbekistans miteinbezogen werden m&#xFC;ssen.&#x201C;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine k&#xFC;rzlich ver&#xF6;ffentliche Studie des Regionalen &#xD6;kologiezentrums f&#xFC;r Zentralasien (CAREC) besagt, dass das tadschikisch-usbekische Verh&#xE4;ltnis aufgrund der Wasserfrage nach wie vor angespannt ist: &#x201E;<em>Dies wird besonders deutlich an den Positionen der L&#xE4;nder in Bezug auf den geplanten Bau des Rogun-Staudamms<\/em>.&#x201C;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Daschtidschum-Wasserkraftwerk (Tadschikistan): Wasser f&#xFC;r&#xA0;Afghanistan<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei ist der Rogun-Staudamm nicht einmal das gr&#xF6;&#xDF;te Kraftwerksprojekt in Tadschikistan, sondern das <a href=\"https:\/\/ru.wikipedia.org\/wiki\/%D0%94%D0%B0%D1%88%D1%82%D0%B8%D0%B4%D0%B6%D1%83%D0%BC%D1%81%D0%BA%D0%B0%D1%8F_%D0%93%D0%AD%D0%A1\">Daschtidschum-Wasserkraftwerk<\/a>, das am Fluss <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pandsch\">Pjandsch<\/a> gebaut werden soll. Das Projekt bedarf aber der Zusammenarbeit mit Afghanistan, da der gigantische Stausee im Pjandsch-Tal beiderseits der Grenze entstehen soll. Dabei ist die Daschtidschum-Talsperre <a href=\"http:\/\/zentralasien.ahk.de\/news\/einzelansicht-nachrichten\/artikel\/tadschikistan-plant-mehr-als-30-neue-wasserkraftwerke\/?cHash=77f1e836081192b250810362badd9d0a\">nur das erste von 14 geplanten Projekten<\/a>, die die Wasserkraft des Pjandsch in Tadschikistan nutzbar machen sollen.<\/p>\n<p><strong>Lest auch bei Novastan:&#xA0;<a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/usbekistan\/uber-den-fluss-pandsch\/\">&#xDC;ber den Fluss Pandsch<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Kraftwerk soll vier Milliarden Dollar kosten und j&#xE4;hrlich mehr als 15,6 Milliarden Kilowattstunden g&#xFC;nstigen Strom erzeugen. Damit soll es das Rogun-Kraftwerk &#xFC;bertreffen. Die amerikanische AES Corporation war an dem Projekt interessiert, ist aber mittlerweile abgesprungen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_11881\" aria-describedby=\"caption-attachment-11881\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-11881\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/12\/Pandsch-Fluss-1024x524.jpg\" alt=\"Tadschikistan Pandsch Fluss\" width=\"1024\" height=\"524\" srcset=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/12\/Pandsch-Fluss.jpg 1024w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/12\/Pandsch-Fluss-300x154.jpg 300w, https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/12\/Pandsch-Fluss-768x393.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\"\/><figcaption id=\"caption-attachment-11881\" class=\"wp-caption-text\">Der Pandsch in Tadschikistan.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Pr&#xE4;sident Rahmon verspricht Millionen&#xA0;Arbeitspl&#xE4;tze&#xA0;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der tadschikische Pr&#xE4;sident Emomalii Rahmon bringt dieses Projekt immer wieder ins Gespr&#xE4;ch und erinnert daran, dass das Daschtidschum-Wasserkraftwerk nicht nur die Energieversorgung Afghanistans sicherstellen w&#xFC;rde. Au&#xDF;erdem w&#xFC;rden anderthalb Millionen Hektar afghanisches Land mit Wasser versorgt werden, was drei Millionen Arbeitspl&#xE4;tze schaffen w&#xFC;rde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kritik kommt auch bei diesem Projekt von usbekischer Spezialisten, die betonen, dass Wasserkraftwerke mittlerer Gr&#xF6;&#xDF;e die Energieprobleme Tadschikistans schneller und g&#xFC;nstiger l&#xF6;sen w&#xFC;rden. Des Weiteren betonen sie, dass die Kontrolle des Staudamms sowohl bei Tadschikistan als auch bei Afghanistan liegen w&#xFC;rde, was angesichts der instabilen Lage dort keine beruhigende Perspektive sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Orto-Tokoi-Stausee (Kirgistan): Eigentumsfrage endlich gekl&#xE4;rt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ortotokoi-Talsperre\">Orto-Tokoi-Stausee<\/a> liegt auf kirgisischem Territorium, aber bis Oktober 2017 sorgte Usbekistan f&#xFC;r seinen Erhalt. Das Kraftwerk wurde zu Sowjetzeiten gebaut. Damals stellte Kirgistan zwar das Territorium zur Verf&#xFC;gung, erbaut wurde der Staudamm aber auf Kosten der Usbekischen SSR (es wird auch gesagt, dass der Bau aus Mitteln der UdSSR finanziert wurde).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gem&#xE4;&#xDF; einem Vertrag zwischen Kirgistan und Usbekistan aus dem Jahr 1991 sollte der Stausee komplett an Kirgistan &#xFC;bergehen, was aber nicht umgesetzt wurde. Usbekistan nutzte ihn f&#xFC;r seine Landwirtschaft und begr&#xFC;ndete sein Recht darauf damit, dass der Damm aus usbekischen Mitteln gebaut wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 6. Oktober diesen Jahres wurde im Rahmen eines Staatsbesuchs des damaligen kirgisischen Pr&#xE4;sidenten Almasbek Atambajew in Usbekistan eine Vereinbarung zwischen den beiden Staaten unterschrieben, die eine beidseitige Nutzung des Orto-Tokoi-Stausees vorsieht und ihn der Kontrolle Kirgistans unterstellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Wasserkraftwerk Kambar-Ata-1 (Kirgistan): Ambitionen am Naryn<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was f&#xFC;r Tadschikistan Rogun ist, ist f&#xFC;r Kirgistan <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kambar-Ata-Talsperre\">Kambar-Ata-1<\/a>. Mit dieser Talsperre soll der Fluss <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Naryn_(Fluss)\">Naryn<\/a> gestaut werden. Es ist ebenfalls ein &#xE4;u&#xDF;erst ambitioniertes Projekt und ebenfalls nicht im Sinne Usbekistans. Viele Jahre trat Taschkent offen gegen den Bau dieses Kraftwerks ein. Wie im Fall des Rogun-Staudamms betonte Usbekistan, dass Kirgistan nicht alleine &#xFC;ber die Wasserressourcen Zentralasiens verf&#xFC;gen k&#xF6;nne und sich bei der Entscheidung solcher Fragen mit den Nachbarn abstimmen m&#xFC;sse. Au&#xDF;erdem erinnerte der ehemalige Pr&#xE4;sident Usbekistans Islam Karimow mehrmals daran, dass sowohl Kirgistan als auch Tadschikistan hohe Staud&#xE4;mme in Erdbebengebiet bauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch im Oktober 2017 einigten sich die Pr&#xE4;sidenten von Kirgistan und Usbekistan &#xFC;ber eine Kooperation beim Bau des Wasserkraftwerks Kambar-Ata-1. Anschlie&#xDF;end unterschrieben das usbekische Unternehmen &#x201E;Uzbekgidroenergo&#x201C; und die nationale Energie-Holding Kirgistans ein Memorandum &#xFC;ber die Zusammenarbeit bei diesem Projekt. Au&#xDF;erdem schlossen sie einen Vertrag &#xFC;ber Stromlieferungen aus Kirgistan nach Usbekistan in den Jahren 2017-2018 ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Toktogul-Stausee (Kirgistan):&#xA0;Kopfschmerzen f&#xFC;r&#xA0;Kasachstan<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Toktogul-Talsperre\">Toktogul-Stausee<\/a> in Kirgistan bereitet hingegen Kasachstan Kopfschmerzen. Zu Sowjetzeiten diente er in erster Linie der Bew&#xE4;sserung, heute verwendet Kirgistan ihn vor allem f&#xFC;r Stromgewinnung. Im Winter wird deshalb besonders viel Wasser abgelassen, im Sommer wird es dagegen gestaut. Kasachstan ben&#xF6;tigt jedoch gerade im Sommer Wasser f&#xFC;r die Landwirtschaft.<\/p>\n<figure id=\"attachment_11879\" aria-describedby=\"caption-attachment-11879\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-11879\" src=\"https:\/\/novastan.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2017\/12\/800px-&#x41F;&#x43B;&#x43E;&#x442;&#x438;&#x43D;&#x430;_&#x422;&#x43E;&#x43A;&#x442;&#x43E;&#x433;&#x443;&#x43B;&#x44C;&#x441;&#x43A;&#x43E;&#x439;_&#x413;&#x42D;&#x421;.jpg\" alt=\"Toktogul Talsperre Kraftwerk Kirgistan\" width=\"800\" height=\"600\"\/><figcaption id=\"caption-attachment-11879\" class=\"wp-caption-text\">Die Toktogul Talsperre.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Lest auch bei Novastan:&#xA0;<a href=\"https:\/\/novastan.org\/de\/kirgistan\/das-wasser-fehlt-kirgistan-vor-der-energiekrise\/\">Das Wasser fehlt &#x2013; Kirgistan vor der Energiekrise<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit Kirgistan das ben&#xF6;tigte Wasser abl&#xE4;sst, musste Kasachstan in den letzten Jahren Strom beim Nachbarn kaufen. Dieses Jahr weigerte sich Kasachstan erstmals. Der ehemalige Leiter des Toktugul-Wasserkraftwerks Bolot Imanalijew sagte im Interview mit&#xA0; der Nachrichtenseite Sputnik Kirgistan: &#x201E;<em>Dieses Jahr ist der Zufluss hoch und f&#xFC;r die Nachbarn bestand keine Notwendigkeit, kirgisischen Strom zu kaufen, weswegen sie sich geweigert haben. Im &#xDC;brigen kann Kirgistan seine Elektroenergie auch so verkaufen. Mit Usbekistan wurde ein Vertrag &#xFC;ber den Export von 1,25 Kilowattstunden geschlossen.<\/em>&#x201C;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie Kasachstan seine Wasserprobleme l&#xF6;sen wird, wenn der Zufluss in den Toktogul-Stausee nicht so hoch ist, wie in diesem Jahr, wird sich zeigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong><a href=\"http:\/\/theopenasia.net\/author\/?id=155\">Lilija Gajsina<\/a>, <a href=\"http:\/\/theopenasia.net\/articles\/detail\/5-vodnykh-sporov-tsentralnoy-azii-i-kak-oni-reshayutsya\/\">The Open Asia<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Aus dem Russischen von Robin Roth<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch mehr Zentralasien findet Ihr auf unseren Social Media Kan&#xE4;len, schaut mal vorbei bei&#xA0;<a href=\"https:\/\/twitter.com\/novastan_de\">Twitter<\/a>,&#xA0;<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Novastan.org\/\">Facebook<\/a>,&#xA0;<a href=\"https:\/\/telegram.me\/novastan\">Telegram<\/a>,&#xA0;<a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company-beta\/5246815\/\">Linkedin<\/a>&#xA0;oder&#xA0;<a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/novastanorg\/\">Instagram<\/a>. 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