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	Kommentare zu: Kasachstan: Der Bucharahirsch kehrt an den Balchaschsee zurück	</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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		Von: Paul Davidoff		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Paul Davidoff]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Feb 2022 12:24:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/kasachstan-der-bucharahirsch-kehrt-an-den-balchaschsee-zurueck/#comment-2425&quot;&gt;Roman Lahodynsky&lt;/a&gt;.

Ihre Ausführungen sind nicht korrekt. Hier wird keine fremde Art ausgesetzt sondern eine ehemals ausgerottete Art wieder nach Hause gebracht.  Die Bezeichnung Amur- oder &quot;sibirischer&quot; Tiger ist irreführend, da eigentlich das Siedlungsgebiet weiter südlich liegt, urspünglich war die Heimat die Manschurei und Korea, von wo er vertrieben wurde und wo es definitiv wärmer ist als in der Taiga.
Ich vermute mal es war sarkastisch zu verstehen, aber der Amurtiger war nie in der europäischen Taiga heimisch, unabhängig davon wie kalt er es nun mag oder nicht. Er lebt im Osten Russlands im Amurgebiet, konkret in der Region Primorje in einem kläglichen Rest seines einstigen Lebensraums, das Altai bis zum Japanischen und Ochotskischen Meer reichte, einem Raum mit Ostseitenklima, also: kalte kontinental geprägte Winter und monsunal geprägte warme Sommer. Das Klima in der europäischen Taiga ist ganz anders und hier hat es zumindest die letzten Jahhunderte keine Tiger gegeben. 
Der Tiger wird am Balchaschsee im Ilidelta WIEDER angesiedelt, weil dort bis vor einigen Jahrzehnten eine letzte Heimat des Kaspischen Tigers war, einer Unterart des Amurtigers oder zumindest sein genetisch nächster Verwandter. 1948 wurde hier das letzte Exemplar gesichtet. Das Siedlungsgebiet des Kaspischen Tigers umfasste einst den schmalen Streifen vom Kaukasus,  über den Süden Zentralasiens und Westchinas bis zum Gebiet, das vom Amurtiger bewohnt wurde, vermutlich hatten sie ein gemeinsames Verbreitungsgebiet und waren auch dieselbe Tierart, die erst vor wenigen Jahrhunderten durch den Menschen in 2 Territorien geteilt wurde und somit die Entwicklung von 2 (Unter-)Arten gefördert wurde. 
So gesehen ist er keine fremde Art. Ich gebe Ihnen Recht, man sollte die Lebensräume noch lebender Arten erhalten, aber trotzdem soll das nicht heißen, dass vergangenes Unrecht nicht rückgängig gemacht werden kann und darf. Die Wiederansiedlung von Bucharahirschen und Tigern ist ein guter Anfang wie ich finde. Und nebenbei, der Schneeleopard hat im sumpfigen Ilidelta kaum einen geeigneten Lebensraum, deshalb ist ihre Ausführung nicht ganz nachvollziehbar.  Ferner gibt es noch über 5000 Schneeleopraden auf der Welt aber nur ein kläglicher Rest von wenigen hundert Amurtigern. Deshalb hat doch wohl die Rettung der letztgenannten die höhere Priorität. 
Ich finde, es ist ein anständiges Projekt der kasachischen Regierung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/kasachstan-der-bucharahirsch-kehrt-an-den-balchaschsee-zurueck/#comment-2425">Roman Lahodynsky</a>.</p>
<p>Ihre Ausführungen sind nicht korrekt. Hier wird keine fremde Art ausgesetzt sondern eine ehemals ausgerottete Art wieder nach Hause gebracht.  Die Bezeichnung Amur- oder &#8222;sibirischer&#8220; Tiger ist irreführend, da eigentlich das Siedlungsgebiet weiter südlich liegt, urspünglich war die Heimat die Manschurei und Korea, von wo er vertrieben wurde und wo es definitiv wärmer ist als in der Taiga.<br />
Ich vermute mal es war sarkastisch zu verstehen, aber der Amurtiger war nie in der europäischen Taiga heimisch, unabhängig davon wie kalt er es nun mag oder nicht. Er lebt im Osten Russlands im Amurgebiet, konkret in der Region Primorje in einem kläglichen Rest seines einstigen Lebensraums, das Altai bis zum Japanischen und Ochotskischen Meer reichte, einem Raum mit Ostseitenklima, also: kalte kontinental geprägte Winter und monsunal geprägte warme Sommer. Das Klima in der europäischen Taiga ist ganz anders und hier hat es zumindest die letzten Jahhunderte keine Tiger gegeben.<br />
Der Tiger wird am Balchaschsee im Ilidelta WIEDER angesiedelt, weil dort bis vor einigen Jahrzehnten eine letzte Heimat des Kaspischen Tigers war, einer Unterart des Amurtigers oder zumindest sein genetisch nächster Verwandter. 1948 wurde hier das letzte Exemplar gesichtet. Das Siedlungsgebiet des Kaspischen Tigers umfasste einst den schmalen Streifen vom Kaukasus,  über den Süden Zentralasiens und Westchinas bis zum Gebiet, das vom Amurtiger bewohnt wurde, vermutlich hatten sie ein gemeinsames Verbreitungsgebiet und waren auch dieselbe Tierart, die erst vor wenigen Jahrhunderten durch den Menschen in 2 Territorien geteilt wurde und somit die Entwicklung von 2 (Unter-)Arten gefördert wurde.<br />
So gesehen ist er keine fremde Art. Ich gebe Ihnen Recht, man sollte die Lebensräume noch lebender Arten erhalten, aber trotzdem soll das nicht heißen, dass vergangenes Unrecht nicht rückgängig gemacht werden kann und darf. Die Wiederansiedlung von Bucharahirschen und Tigern ist ein guter Anfang wie ich finde. Und nebenbei, der Schneeleopard hat im sumpfigen Ilidelta kaum einen geeigneten Lebensraum, deshalb ist ihre Ausführung nicht ganz nachvollziehbar.  Ferner gibt es noch über 5000 Schneeleopraden auf der Welt aber nur ein kläglicher Rest von wenigen hundert Amurtigern. Deshalb hat doch wohl die Rettung der letztgenannten die höhere Priorität.<br />
Ich finde, es ist ein anständiges Projekt der kasachischen Regierung.</p>
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		Von: Roman Lahodynsky		</title>
		<link>https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/kasachstan-der-bucharahirsch-kehrt-an-den-balchaschsee-zurueck/#comment-2425</link>

		<dc:creator><![CDATA[Roman Lahodynsky]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2019 11:08:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sehr interessant - der WWF Russland will den Amurtiger in den Staaten Zentralasiens ansiedeln - warum nicht in der Taiga des europäischen Russlands?
Der Lebensraum des Amurtigers ist ein ganz anderer als die Umwelt Zentralasiens. Hier hätte man alle Hände voll zu tun, den Lebensraum des Schneeleoparden  zu erhalten als fremde Arten auszusetzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr interessant &#8211; der WWF Russland will den Amurtiger in den Staaten Zentralasiens ansiedeln &#8211; warum nicht in der Taiga des europäischen Russlands?<br />
Der Lebensraum des Amurtigers ist ein ganz anderer als die Umwelt Zentralasiens. Hier hätte man alle Hände voll zu tun, den Lebensraum des Schneeleoparden  zu erhalten als fremde Arten auszusetzen.</p>
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