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	<title>Yssykköl Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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	<title>Yssykköl Archives</title>
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		<title>Im Bauch des Drachen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 03:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Tosor-Pass]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im S&#xFC;den des Yssykk&#xF6;l-Sees befindet sich ein m&#xE4;rchenhaftes Tal: Skazka oder Fairytale Canyon. Dieser bezaubernde Ort hat sicherlich die Fantasie von Mystikern und Tr&#xE4;umern angeregt. In diesen vielf&#xE4;ltigen und erstaunlichen Formen, die durch Erosion im roten Sandstein entstanden sind, sieht die Legende die versteinerten K&#xF6;rper mehrerer Drachen. Diese Fotografie wurde also in den Eingeweiden eines [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im Süden des <span style="text-decoration: underline">Yssykköl-Sees</span> befindet sich ein märchenhaftes Tal: Skazka oder Fairytale Canyon. Dieser bezaubernde Ort hat sicherlich die Fantasie von Mystikern und Träumern angeregt. In diesen vielfältigen und erstaunlichen Formen, die durch Erosion im roten Sandstein entstanden sind, sieht die Legende die versteinerten Körper mehrerer Drachen. Diese Fotografie wurde also in den Eingeweiden eines Drachen aufgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Foto : Zoé Toulouse </strong>(France)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><p><a style="color: #f57d20; text-decoration: underline;" href="https://www.novastan.org/de/cat/bild-des-tages/">Hier</a> geht’s zu mehr Bildern des Tages. Sie können einige davon kaufen und zu Hause empfangen: <span style="color: #ff6600;"><a style="color: #ff6600;" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/du-kannst-das-bild-des-tages-von-novastan-auch-kaufen/">hier ist die Liste</a></span>! Wenn Sie Ihr Bild nicht in der Liste finden, schicken Sie uns eine E-Mail an <span style="text-decoration: underline;"><a href="mailto:photo@novastan.org">photo@novastan.org</a></span>.</p></p>
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		<title>Bei der Kosakengemeinde in Karakol</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mbourinet]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 May 2024 08:44:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Karakol]]></category>
		<category><![CDATA[Kosaken]]></category>
		<category><![CDATA[Yssykköl]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Osten des Yssyk-K&#xF6;l treffen sich die Kosaken von Karakol, um ihre Traditionen aufrechtzuerhalten und sie an die J&#xFC;ngeren weiterzugeben. Alexander Georgiewitsch Schtschelgatschew und Swetlana Anatoljewna Schtschelgatschewa sind Teil der Kosakengemeinschaft von Karakol im Osten des Yssyk-K&#xF6;l in Kirgistan. Gemeinsam setzen sie sich daf&#xFC;r ein, die Kosaken des Landes zu vereinen und ihre Kultur weiterzugeben. [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Im Osten des Yssyk-Köl treffen sich die Kosaken von Karakol, um ihre Traditionen aufrechtzuerhalten und sie an die Jüngeren weiterzugeben.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Alexander Georgiewitsch Schtschelgatschew und Swetlana Anatoljewna Schtschelgatschewa sind Teil der Kosakengemeinschaft von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karakol">Karakol</a> im Osten des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Yssykk%C3%B6l">Yssyk-Köl</a> in Kirgistan. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kosaken">Kosaken</a> des Landes zu vereinen und ihre Kultur weiterzugeben.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Die Kosaken sehen sich als kriegerisches, halbnomadisches Volk, das früher selbstständig in den Steppen Russlands und der Ukraine lebte. <a href="https://www.universalis.fr/encyclopedie/cosaques/">Diese Krieger</a> waren nicht Teil der nationalen Armee, verteidigten sich selbst und konnten zur Verteidigung der Nation herangezogen werden. Auch heute noch haben sie ihre eigene Kultur und Traditionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Gemeinschaft in Kirgistan</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sie haben sich über verschiedene Regionen der Welt verstreut, insbesondere über die Gebiete des ehemaligen Russischen Reiches. <em>„Meine Großmutter ist nach Kirgistan gezogen und ich wurde in Karakol geboren. Alexander hingegen wurde im </em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ural"><em>Ural</em></a><em> geboren“</em>, erzählt Swetlana.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/frueher-war-hier-mal-ein-fluss-wie-die-austrocknung-des-urals-das-leben-der-menschen-an-seinem-ufer-veraendert/"><strong>Früher war hier mal ein Fluss – Wie die Austrocknung des Urals das Leben der Menschen an seinem Ufer verändert</strong></a><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Es gibt überall Kosaken, sogar in Europa. Welche in Russland, die auf russischer Seite kämpfen, und welche in der Ukraine, die auf ukrainischer Seite kämpfen“</em>, ergänzt Alexander.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Gemeinschaft in Kirgistan</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Polina Andrejewna Tschuwitschkina ist Kosakin und lebt ebenfalls in Karakol: <em>„Ich habe [Alexander und Swetlana] kennengelernt, als sie zu einem Auftritt in meiner Schule kamen. Danach habe ich angefangen, mich mit ihnen zu treffen.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Alexander ist <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ataman">Ataman</a>, sprich Anführer und Hauptvertreter der Kosaken in der Region: <em>„Alexander fährt zu Treffen mit weiteren Atamanen in anderen Teilen des Landes. Und manchmal kommen Kosaken aus verschiedenen Regionen zusammen, zum Beispiel bei Proben, bei denen uns Swetlana das Singen beibringt, oder in Kadettenklassen“</em>, erzählt Polina. Bei diesen Proben lernen die Jüngsten zu tanzen, zu singen, mit Säbeln umzugehen oder mit Schusswaffen zu schießen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Geteilte Kultur</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Alexander und Svetlana haben vor einigen Jahren ein Gästehaus eröffnet. An der Wand hängen traditionelle Kosakenwaffen wie eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schaschka">Schaschka</a>, ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kindschal">Kindschal</a> und eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kantschu">Kantschu</a>: <em>„Wir sind stolz darauf, Kosaken zu sein. Das ist unsere Geschichte, unser Erbe.“ </em>Die Unterkunft ist in Karakol bekannt und bei Touristen sehr beliebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Karakol, Hauptort des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oblus_Yssykk%C3%B6l">Gebiets Yssyk-Köl</a>, wird von Reisenden unterschiedlicher Herkunft besucht, sodass das Paar seine Kultur mit Menschen aus der ganzen Welt teilen kann, die diese Gemeinschaft nicht oder nur wenig kennen. <em>„Natürlich erzählen wir den Besuchern von unserer Herkunft. Es ist wichtig für uns, unsere Geschichte mit anderen zu teilen“</em>, meint Svetlana.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/in-kirgistan-soll-eine-neue-oekostadt-gebaut-werden/">In Kirgistan soll eine neue „Ökostadt“ gebaut werden</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Wir besitzen verschiedene traditionelle, dem Anlass entsprechende Kleidung. Normalerweise nähen wir Spitze an die unteren Ärmel und tragen Perlenketten. Die Mädchen, vor allem die jüngeren, tragen Hochsteckfrisuren“</em>, erklärt Svetlana. Ihr Mann führt weiter aus: <em>„Sowohl Männer als auch Frauen lernen zu kämpfen. Frauen konnten in den Krieg ziehen, aber mussten auch in der Lage sein, das Haus zu beschützen, wenn die Männer abwesend waren.“</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Demonstration</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eigens für das Interview von Novastan haben Svetlana, Polina und Alexander ihre traditionelle Kleidung angezogen. Sowohl Svetlana als auch Polina tragen farbenfrohe Kleider. <em>„Die Kleider sind schön und bequem, man kann sich darin gut bewegen“</em>, erklärt Polina. Alexander trägt eine schlichtere Militärkleidung und eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kubanka">Kubanka</a>, eine traditionelle Kopfbedeckung. Auf der Spitze seines Hutes befinden sich zwei senkrecht zueinanderstehende Linien: <em>„Das ist das Kreuz Gottes, denn er beschützt uns, wir sind unter ihm.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Hof schaltet Svetlana den Lautsprecher ein, es ertönt Kosakenmusik. Und im Rhythmus der Musik tanzen Alexander und Polina mit den Säbeln, die sie um sich herum durch die Luft schwingen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Mélanie Bourinet für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/kirghizstan/zoom-sur-la-communaute-cosaque-de-karakol/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Michèle Häfliger</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<title>Homo Faber in Kirgistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mrau]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jul 2022 18:06:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien & Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Oliver Hösli]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
		<category><![CDATA[Yssykköl]]></category>
		<category><![CDATA[Yssykkölsee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In seinem Deb&#xFC;troman &#x201E;Mit Aprikosen. Eine Flaschenpost&#x201C; beschreibt Olver H&#xF6;sli eine pers&#xF6;nliche Reise zum Yssykk&#xF6;l. Eine Rezension. Sich auft&#xFC;rmendes, rotes Gestein. Fortlaufende, spitze Felsketten. Die H&#xFC;gelflanken, zu D&#xFC;nen zerfallend.&#x201C; In stakkatoartigen S&#xE4;tzen beschreibt der Protagonist Willi seinen ersten Blick auf die Landschaft, in der sich Kadschi-Saj befindet. Das Dorf im Osten Kirgistans mit etwas mehr [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>In seinem Debütroman „Mit Aprikosen. Eine Flaschenpost“ beschreibt Olver Hösli eine persönliche Reise zum Yssykköl. Eine Rezension.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sich auftürmendes, rotes Gestein. Fortlaufende, spitze Felsketten. Die Hügelflanken, zu Dünen zerfallend.“ In stakkatoartigen Sätzen beschreibt der Protagonist Willi seinen ersten Blick auf die Landschaft, in der sich Kadschi-Saj befindet. Das Dorf im Osten Kirgistans mit etwas mehr als 4.000 Einwohner:innen ist Hauptschauplatz des Debütromans des Schweizers Oliver Hösli „Mit Aprikosen. Eine Flaschenpost“. Kadschi-Saj liegt direkt am Yssykköl, dem größten See des Landes, dessen Umgebung <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/von-radioaktivitaet-bedroht-das-dorf-kadschi-saj/">trotz der Lagerung von radioaktivem Abfall</a> Touristen aus Kirgistan und der ganzen Welt anzieht. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Willi besucht Kadschi-Saj gemeinsam mit der Kirgisin Aisuluu, die er zuvor in der Hauptstadt Bischkek kennen gelernt hat. Bereits zu Anfang des Buches wird klar: Willi, ein ausgebildeter Ethnologe, ist auf der Suche. Nach was, ist er sich zunächst nicht einmal selbst sicher – nur mit Natur sollte es in Verbindung stehen. Für drei Tage leben er und Aisuluu in einem kleinen, von ihren Großeltern erbauten Häuschen, leben ein unbeschwertes Leben, baden im Yssykköl, essen sich an den Aprikosen aus dem Garten des Hauses satt und verlieben sich ineinander.
</p>



<h2 class="wp-block-heading">Im Einklang mit der Natur</h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Während die Aprikosen an den Bäumen am Yssykköl heranreifen, wächst in Willi eine abenteuerliche Idee: Wäre ein Leben inmitten der Natur in Kadschi-Saj nicht genau das, wovon er immer geträumt hat? Wer will schon in der langweiligen und aufgesetzten Schweiz sein Dasein fristen, wenn er stattdessen in Kirgistan im Einklang mit der Natur leben kann? Trotz aller Sorgen von Freunden und der Familie wagt er es und beginnt sein neues Leben in Kadschi-Saj. Willi und Aisuluu müssen jedoch schon bald feststellen, dass das Schicksal einige Herausforderungen für sie bereithält. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade Willis etwas naive Vorstellung eines idyllischen Lebens im Einklang mit der Natur wird auf die Probe gestellt. Doch eines hilft ihm – das Niederschreiben seiner Gedanken. Und so können die Leser:innen an der Reise – nicht nur nach Kirgistan, sondern in Willis Seele – teilhaben. Im Zentrum steht dabei das Spannungsverhältnis zwischen der Sehnsucht nach einem natürlichen und traditionellen Leben und der Akzeptanz von gesellschaftlich-wissenschaftlichem Fortschritts, das sich in Willi und Aisuluu widerspiegelt. Die thematische Nähe zu <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Frisch">Max Frischs</a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Homo_faber_(Roman)"> Homo Faber</a> ist dabei auf vielschichtige Weise erkennbar. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/uigurische-region-schriftsteller-perhat-tursun-veroeffentlicht-roman-aus-der-haft/"><strong>Uigurische Region: Schriftsteller Perhat Tursun veröffentlicht Roman aus der Haft</strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allem Anschein nach verarbeitet der Schweizer Autor Oliver Hösli in seinem ersten Roman zumindest teilweise seine eigene Lebensgeschichte, die ihn an den Yssykköl geführt hat, wo er noch heute lebt. Denn obwohl es nicht explizit gemacht wird, bestehen in den Lebensläufen des Autors und seinem Protagonisten einige Parallelen: Beide sind schweizer Ethnologen, besuchten eine Zeit lang die Universität in Bischkek und übten in ihrem Leben verschiedenste Berufe aus, so etwa in einer Notunterkunft für Asylsuchende. Die einzige offensichtliche Diskrepanz ist das Geburtsdatum: Hösli ist fünf Tage älter als der Protagonist seiner Geschichte. </p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/07/Aprikosen-am-Issyk-Koel-nahe-Kaji-Say-768x1024.jpg" alt="Aprikosen am Yssykköl" class="wp-image-30220" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/07/Aprikosen-am-Issyk-Koel-nahe-Kaji-Say-768x1024.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/07/Aprikosen-am-Issyk-Koel-nahe-Kaji-Say-225x300.jpg 225w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/07/Aprikosen-am-Issyk-Koel-nahe-Kaji-Say-1152x1536.jpg 1152w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/07/Aprikosen-am-Issyk-Koel-nahe-Kaji-Say-600x800.jpg 600w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/07/Aprikosen-am-Issyk-Koel-nahe-Kaji-Say-1300x1733.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/07/Aprikosen-am-Issyk-Koel-nahe-Kaji-Say.jpg 1536w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"> Mit seinen 144 Seiten ist der Roman kurzweilig. Dem Autor gelingt es auf nur so wenig Seiten eine beeindruckende emotionale Tiefe aufzubauen und die Leser:innen mit auf eine Reise an die Ufer des Yssykköl zu nehmen. Während der Hauptteil des Buches aus Willis Sicht erzählt wird, kommt auch Aisuluu in kurzen Kapiteln an mehreren Stellen zu Wort. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stimme der weiblichen Protagonistin, die für Willi unzertrennlich mit der romantischen Vorstellung eines naturnahen Lebens in Kirgistan verbunden ist, verleiht der Erzählung Tiefe und gewährt den Leser:innen eine zweite Perspektive auf die Geschehnisse. Aisuluus Einblicke in die kirgisische Lebensrealität kontrastieren Willis Träumereien und fast wünscht man sich, Hösli hätte ihr noch mehr Raum gegeben. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Kein klassischer Reisebericht</h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Generell liest sich Höslis Schreibstil etwas ungewohnt: Kurze, abgehackte Sätze, sich nicht immer klar erschließende Gedanken- und Themensprünge. An manchen Stellen erzeugt der Autor damit den Anschein, man nehme direkt an Willis ungefilterter Gedankenwelt teil. Dieser Eindruck wird von der scheinbar grenzenlosen Faszination des Protagonisten für die titelgebenden Aprikosen noch verstärkt. Höslis stellenweise obsessiv anmutende Schilderungen geben den Lesenden das Gefühl, zusammen mit Willi unter einem seiner heißgeliebten Aprikosenbäume zu stehen: <em>„Direkt von den Zweigen schiebe ich mir die süssreifen Aprikosen in den Mund, ihr Saft bannt alles aus dem Garten. Der klebrige Aprikosenmatsch zwischen den Zehen. Ich halte meinen Bauch, er ist zufrieden. Sattgenascht an Aprikosen. Das Blut schwimmt im Zuckersaft.“</em> </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mit Aprikosen“ ist kein klassischer Reisebericht – die Flaschenpost birgt keine Insider-Tipps zu den besten Badeplätzen am Yssykköl. Vielmehr bietet der Debütroman einen intimen Einblick in die Gedanken eines 30-jährigen Mannes, der selbst noch nicht ganz weiß, wo und mit wem er sein Leben verbringen möchte und den die Leser:innen dabei begleiten dürfen, wie er Antworten auf diese Fragen findet. Selbsttherapie im Aprikosenhain sozusagen. </p>


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<p class="wp-block-paragraph"><em><a href="https://monhardt.de/produkt/oliver-hoesli-mit-aprikosen-eine-flaschenpost-roman/">Oliver Hösli: Mit Aprikosen</a>. Eine Flaschenpost. 144 Seiten, Edition Monhardt, ISBN 978-3-9817789-7-7, März 2022.</em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Maximilian Rau, Redakteur für Novastan</strong> <p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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		<title>Köl-Fest: Ein Pionier in der kirgisischen Festivallandschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jana Rapp]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jun 2022 13:32:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Köl Fest]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lokale nachhaltige Entwicklung durch ein globales Kunst- und Musikevent &#x2013; so lautet das Prinzip des kirgisischen Musikfestivals K&#xF6;l-Fest. Im Vorfeld der dritten Edition des Festivals spricht einer der Gr&#xFC;nder, Tschingis Batyrbekow mit Novastan dar&#xFC;ber, wie das gelingen kann und wie das K&#xF6;l-Fest die zentralasiatische Musikszene ver&#xE4;ndert. Drei Tage voller Musik verschiedenster Genres auf drei Stages [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lokale nachhaltige Entwicklung durch ein globales Kunst- und Musikevent – so lautet das Prinzip des kirgisischen Musikfestivals Köl-Fest. Im Vorfeld der dritten Edition des Festivals spricht einer der Gründer, Tschingis Batyrbekow mit Novastan darüber, wie das gelingen kann und wie das Köl-Fest die zentralasiatische Musikszene verändert. </strong>

Drei Tage voller Musik verschiedenster Genres auf drei Stages zwischen Kunstgalerien und Jurtencamps mit Ausblick auf den See <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Yssykk%C3%B6l">Yssykköl</a>. Zu dieser Erfahrung lädt das <a href="https://www.kolfest.com/">Köl-Fest</a> zwischen dem 15. und 17. Juli Musiker:innen, Künstler:innen und Besucher:innen aus aller Welt ein. Nachdem das Festival 2019 seine Premiere als das erste Musikfestival Kirgistans feierte und 2020 pandemiebedingt ausfallen musste, war im vergangenen Jahr die Zukunft des Festivals unklar. Doch der Gründer und Vorsitzende Tschingis Batyrbekow, der eigentlich als Politikwissenschaftler und Dozent für Menschenrechte an der Amerikanischen Universität Zentralasiens in Bischkek tätig ist und ehemals bei den Vereinten Nationen beschäftigt war, ging das Risiko ein und plante eine Großveranstaltung in pandemischen Zeiten. Und die größtenteils ehrenamtliche Arbeit zahlte sich aus. Alle Erwartungen übersteigend besuchten um die 1000 Gäste das Köl-Fest. Im Gespräch mit Novastan erzählt Tschingis von den Hintergründen dieses Erfolgs, wie ein Musikfestival, Nachhaltigkeit sowie sozioökonomische Entwicklung zusammenhängen und was er sich für die Zukunft des Köl-Fests wünscht.

<strong>Wie kam es zu der Idee, in Kirgistan erstmalig ein Musikfestival zu veranstalten? </strong>

In 2018 fanden zum dritten Mal in Kirgistan die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/World_Nomad_Games">World Nomad Games</a> (Wettbewerb für nomadische Sportarten Zentralasiens, Anm. d. Red.) statt und das Interesse der Tourismusbranche war immens. Kirgistan wurde zu einem interessanten Land mit einer interessanten Kultur, das vom Massentourismus noch unentdeckt war. Bekannte aus Deutschland, die auch die Nomad Games besucht hatten, fragten danach, ob es Musikfestivals gäbe. Zu der Zeit war das nicht der Fall, aber die Nomad Games zeigten, dass internationale Events möglich sind, das Interesse da ist und Tourist:innen ins Land kommen. Ungefähr zu der Zeit entwickelte sich zunehmend die Kunst- und Musikszene in Bischkek und insgesamt in Zentralasien. In Usbekistan fand bereits das <a href="https://stihia.org/">Stihia</a> (elektronisches Musikfestival auf dem Grund des ausgetrockneten Aralsees, Anm. d. Red.) statt. Auch in Kasachstan gab es mehrere Festivals.

<strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/stihia-wie-stehen-die-einheimischen-zu-dem-elektrofestival-auf-dem-grund-des-aralsees/"><strong>‚Stihia‘ – Wie stehen die Einheimischen zu dem Elektrofestival auf dem Grund des Aralsees?</strong></a>

Etwas war in Bewegung und es war ein guter Moment, um ein Musikfestival zu organisieren. Also sind mein Freund David, der zwar deutscher Diplomat ist, aber in seiner Freizeit auch auflegt, und ich die Sache angegangen. Wir konnten noch drei andere Deutsche für unser Vorhaben gewinnen. Damals war das Ganze ein informeller Zusammenschluss unter Freunden – die einen aus der Musikbranche, die anderen aus der Entwicklungszusammenarbeit. Uns einen unsere Wertevorstellungen. Humanitäre Entwicklung, das Vorankommen Kirgistans in der Welt ist uns allen wichtig. Und letztlich war das Festival 2019 ein großer Erfolg: Wir erhielten von den Allermeisten positives Feedback. Wir wussten, dass wir weitermachen müssen.

</p>



<figure class="wp-block-image alignnone wp-image-29930"><img decoding="async" width="300" height="200" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/IMG_5343-1-300x200.jpg" alt="" class="wp-image-29930" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/IMG_5343-1-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/IMG_5343-1-1024x682.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/IMG_5343-1-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/IMG_5343-1-128x86.jpg 128w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/IMG_5343-1.jpg 1100w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Tschingis Batyrbekow</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das erste Köl-Fest hat das Motto <em>Diversity and Interaction</em> getragen, letztes Jahr hieß es <em>Recovery</em>. Wie sieht es in diesem Jahr aus?</strong>

Dieses Jahr lautet unser Motto <em>Crossroads</em>, was viele Bedeutungen trägt. Einerseits spiegelt es unser Prinzip der interkulturellen Begegnung wider, andererseits befinden wir uns im Angesicht der weltpolitischen Lage an einem Scheideweg. Und auch das Köl-Fest selbst steht dieses Jahr an einem Scheideweg. Wir wollen dieses Jahr die infrastrukturelle Organisation verbessern und entscheiden, welche Richtung das Festival hinsichtlich des Publikums und der Musik einschlagen soll. Unser Multi-Genre-Konzept erlaubt zwar verschiedene Genres an einem Ort zu hören, aber vielleicht wäre es auch besser, Menschen zu vereinen, die sich vollkommen in der Musik wiederfinden. Wir stehen also vor vielen Fragen, wie wir weitermachen können.

</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><img decoding="async" width="1024" height="682" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/IMG_5277-1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-29933" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/IMG_5277-1-1024x682.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/IMG_5277-1-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/IMG_5277-1-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/IMG_5277-1-1300x866.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/IMG_5277-1-128x86.jpg 128w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/IMG_5277-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was macht aus deiner Sicht das Köl-Fest einzigartig?</strong>

Unser Ziel ist es ein gemeinschaftsorientiertes Setting zu schaffen, in dem die Menschen verschiedener Kulturen durch ihre gemeinsamen Werte und Interessen verbunden sind. Es geht darum, die Erfahrung zu ermöglich, gemeinsam mehrere Tage zu verbringen, Musik aus aller Welt verschiedener Genres zu hören. Wir möchten in einem 50:50 Verhältnis Menschen aus Zentralasien und Menschen aus anderen Teilen der Welt zusammenbringen. Wir haben verstanden, dass die zentralasiatische Repräsentation sehr wichtig ist. Leider konnten wir eine Teilnahme von turkmenischen Musiker:innen nicht organisieren, auch wenn die Kontakte eigentlich da sind, aber zumindest sind vier von fünf Staaten vertreten. Das alles macht unser Festival auf jeden Fall einzigartig.

<strong>Mit dem Köl-Fest und dem damit zusammenhängenden Tourismus wollt ihr die nachhaltige Entwicklung der Region stärken. Wie schätzt ihr eure Auswirkungen ein? Steht ihr im Kontakt mit der Tourismusbranche und mit der Bevölkerung? Wie stehen sie zum Köl-Fest?</strong>

Wir haben in diesem Jahr ein Forum mit Repräsentanten des Tourismusministeriums und anderen relevanten Akteuren eingerichtet, um eben die Rolle des Köl-Fests zu besprechen. Jetzt wo wir das Festival zum dritten Mal austragen, können wir besser einschätzen, wie es von der Bevölkerung wahrgenommen wird. Wir haben auch davor mit der lokalen Bevölkerung geredet. Verschiedene Menschen sagen nun mal verschiedene Dinge. Einige lieben das Festival, weil sie innerhalb von drei Tagen gut verdienen können, andere fühlen sich in ihrem Alltag gestört. Junge Leute aus der Region lieben es. Sie haben die Chance, freiwillig auszuhelfen, mit Musikern zu sprechen, ihr Englisch zu üben. Wohingegen ihre Eltern eher skeptisch sind, weil sie nicht das Festival nicht einschätzen können. Sie machen sich Sorgen darum, dass das Festival zu liberal sei.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph">

Uns erreichten auch Vorschläge, das Festival an einem abgelegenen Ort zu veranstalten. Aber uns ist wichtig, dass die Einwohner:innen der Dörfer Teil vom Köl-Fest sind, die Werte verstehen und sehen, was es ihnen bringt. In diesem Jahr veranstalten wir auch ein Konzert für die lokale Bevölkerung, um einerseits Danke zu sagen und andererseits zu zeigen, dass elektronische Musik schön sein kann und sie sich keine Sorgen machen brauchen. Tourismusverbände hingegen verstehen natürlich den Einfluss des Köl-Fests. Auch wenn das Festival selbst nur drei Tage andauert, kommen viele wieder zurück. Auch Menschen aus Bischkek zeigen sich überrascht darüber, wie schön das Südufer des Yssykköls ist. Das Nordufer ist nämlich zum Urlaubmachen deutlich beliebter. Durch das Forum wollen wir also sehen, was die Interessen von uns und der Tourismusbranche sind, wo unsere gemeinsamen Ziele liegen. &nbsp;Die Ergebnisse dessen sind auch wegweisend für die Zukunft des Köl-Fests.

</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/DSC08076-1-1-1024x684.jpg" alt="" class="wp-image-29935" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/DSC08076-1-1-1024x684.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/DSC08076-1-1-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/DSC08076-1-1-768x513.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/DSC08076-1-1-1536x1026.jpg 1536w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/DSC08076-1-1-2048x1368.jpg 2048w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/DSC08076-1-1-1300x868.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/DSC08076-1-1-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie hat das Köl-Fest die zentralasiatische Musikszene bisher beeinflusst?</strong>

Als wir 2019 angefangen haben, gab es kein einziges Musikfestival einer solchen Größenordnung. Und in diesem Sommer finden in Kirgistan mindestens vier große Musikevents statt und das schließt nicht die Vielzahl an kleineren Veranstaltungen ein. Ich kann natürlich nicht behaupten, dass das Köl-Fest dafür verantwortlich ist. Wir beobachten aber, wie unsere DJs mehr und mehr eigene Projekte organisieren, sich mit anderen Musiker:innen vernetzen. Das Köl-Fest wurde also zu einer Art Plattform.

<strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a class="mkd-pt-link" href="https://novastan.org/de/kirgistan/feminismus-trap-und-k-pop-neues-aus-der-kirgisischen-musikszene/" target="_self" rel="noopener"><strong>Feminismus, Trap und K-Pop: Neues aus der kirgisischen Musikszene</strong> </a>

Und auch die regionale Vernetzung innerhalb Zentralasiens hat zugenommen. Wir kooperieren in diesem Jahr mit Kasachstan und Usbekistan, unter anderem mit dem Stihia-Festival, was für uns eine große Besonderheit ist. Wir haben sie besucht, sie besuchen uns, wir teilen die gleichen Herausforderungen und wir beide haben gute Lösungsansätze. Außerdem haben wir Gäste aus der Musik- und Kunstbranche aus verschiedenen Ländern eingeladen, die ihre Erfahrungen mit unseren Musikern und Künstlern teilen können. Dazu haben wir ebenso ein Forum eingerichtet.

</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="200" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/IMG_5268-1-300x200.jpg" alt="" class="wp-image-29932" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/IMG_5268-1-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/IMG_5268-1-1024x682.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/IMG_5268-1-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/IMG_5268-1-128x86.jpg 128w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/06/IMG_5268-1.jpg 1100w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">

Zentralasiatische Musiker:innen und Künstler:innen können innerhalb dieses Rahmens erfahren, wie sie auf internationalen Festivals auftreten können, welche Plattformen sie nutzen können, wie sie sich also in die internationale Kunst- und Musikindustrie integrieren können. Das Köl-Fest möchte dazu beitragen, die zentralasiatische Musikszene weltweit bekannter zu machen. Anfang der 2000er gab es eine große Festivalbewegung von West- nach Osteuropa, vielleicht sind wir als nächstes dran (lacht).

<strong>Vor welchen Herausforderungen steht das Köl-Fest?</strong>

Das Köl-Fest muss in vielen Bereichen eine Balance zwischen verschiedenen Interessen finden. Wie schon gesagt, müssen wir Wege finden, von der lokalen Bevölkerung akzeptiert zu werden. Wir setzen hier eher auf den sozioökonomischen Aspekt als auf die Musik, indem die Bevölkerung am Tourismus verdienen kann. Gleichzeitig ist es schwer für uns eine Position zu finden, ob wir eher auf die Musik oder eher auf den Tourismus ausgerichtet sind, wer unsere Zielgruppe ist. Einige Leute könnten denken, es sei eine Veranstaltung nur für ausländische reiche Tourist:innen, die wissen hingegen nichts vom Köl-Fest. Aus demselben Grund ist es nicht leicht, Sponsoren zu finden. Lokalen Unternehmen ist unser Publikum zu international, internationalen Unternehmen sind wir zu klein.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph">

Eine andere Herausforderung ist, dass uns einheimische professionelle Mitarbeiter:innen mit Festivalerfahrung wie Stage-Manager:innen und auch Technikexpert:innen in Kirgistan fehlen. Wir brauchen Menschen, die mindestens zwei Sprachen beherrschen und davon sollte eine Kirgisisch sein, um mit der Bevölkerung kommunizieren zu können. Wir leisten Pionierarbeit: Wir schaffen gerade Stage-Manager:innen, Festivalorganisator:innen und Technikexpert:innen, die drei Bühnen &nbsp;über drei Tage gleichzeitig profihaft bespielen können. Für mich persönlich besteht die Herausforderung darin, mich als Politikwissenschaftler in der Musikbranche zu etablieren und Vertrauen zu wecken. Das erfordert sehr viel Einsatz. Wir organisieren dieses große professionelle Festival mit einem nicht-professionellen Team und kaum Förderung. Hoffentlich können wir das dieses Jahr überwinden.

<strong>Was ist eure Vision für die Zukunft des Köl-Fests?</strong>

Unser Ziel ist es zunächst einmal das Köl-Fest ökonomisch nachhaltig und uns unabhängig von Sponsoren zu machen. In diesem Jahr werden wir zum Beispsiel von einer Schweizer Entwicklungsagentur unterstützt, aber das ist langfristig nicht tragfähig. Neben der Finanzierung des Festivals selbst streben wir an, das ganze Jahr über ein Büro mit ein paar Festangestellten zu betreiben. Dann müssten wir nicht sechs Monate zwischen den Veranstaltungen pausieren, könnten mit den Musiker:innen in Kontakt bleiben und größere Projekte planen. Um das zu realisieren, sehe ich eine große Chance in der Kooperation mit unseren zentralasiatischen Partnern. Wenn wir uns als zentralasiatische Union etablieren, könnten wir leichter Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen. So eine Plattform würde unseren Musikern größere Freiheiten außerhalb der jetzigen limitierten Rahmenbedingungen geben. Nur als Popmusiker kannst du aktuell von der Musik leben. Sonst ist eine musikalische Karriere schwer, für die meisten ist es eher eine Leidenschaft. Insgesamt wollen wir wachsen, aber das in kleinen Schritten. Wir wollen nicht einfach mit den Zahlen wachsen, sondern in der Qualität. Die Kerngemeinschaft, unsere Wertebasis und unser Anspruch auf Nachhaltigkeit sollen bleiben.
</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Das Interview führte Jana Rapp für Novastan</strong>
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		<title>Segelboot auf dem Issikköl-See</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 May 2022 02:51:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Issikkul-See]]></category>
		<category><![CDATA[Issyk-Kul See]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Yssykköl]]></category>
		<category><![CDATA[Yssykkölsee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jeden Sommer machen viele Einwohner Bischkeks Urlaub am Nordufer des Issikk&#xF6;l-Sees. Nicht selten nehmen sie an Segelregatten vor den Hotelkomplexen von Tscholpon-Ata teil. Foto: Pierre-Armand Dussex (Frankreich)</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Jeden Sommer machen viele Einwohner Bischkeks Urlaub am Nordufer des Issikköl-Sees. Nicht selten nehmen sie an Segelregatten vor den Hotelkomplexen von Tscholpon-Ata teil.

<strong>Foto: <a href="https://pierre-armand.picfair.com/">Pierre-Armand Dussex</a></strong> (Frankreich)

</p>


<p><a style="color: #f57d20; text-decoration: underline;" href="https://www.novastan.org/de/cat/bild-des-tages/">Hier</a> geht’s zu mehr Bildern des Tages. Sie können einige davon kaufen und zu Hause empfangen: <span style="color: #ff6600;"><a style="color: #ff6600;" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/du-kannst-das-bild-des-tages-von-novastan-auch-kaufen/">hier ist die Liste</a></span>! Wenn Sie Ihr Bild nicht in der Liste finden, schicken Sie uns eine E-Mail an <span style="text-decoration: underline;"><a href="mailto:photo@novastan.org">photo@novastan.org</a></span>.</p>
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		<title>„Kyrgyzstan – the Crossroads&#8220;: eine poetische Dokumentation über die Straßen Ostkirgistans</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Côme Brunel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Aug 2021 16:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien & Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumentarfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Yssykköl]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 9. Juni hat Romain Arazm seinen neuesten Dokumentarfilm mit dem Titel &#x201E;Kyrgyzstan &#x2013; the Crossroads&#x201C; ver&#xF6;ffentlicht. Aus diesem Anlass sprach Novastan mit dem franz&#xF6;sischen Regisseur. Es ist ein ungew&#xF6;hnlicher Film. Am 9. Juni hat der franz&#xF6;sische Regisseur Romain Arazm den Dokumentarfilm &#x201E;Kyrgyzstan &#x2013; the Crossroads&#x201C; auf YouTube ver&#xF6;ffentlicht. Mazart Production beschreibt das Werk als [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am 9. Juni hat Romain Arazm seinen neuesten Dokumentarfilm mit dem Titel „Kyrgyzstan &#8211; the Crossroads“ veröffentlicht. Aus diesem Anlass sprach Novastan mit dem französischen Regisseur.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist ein ungewöhnlicher Film. Am 9. Juni hat der französische Regisseur Romain Arazm den Dokumentarfilm „Kyrgyzstan – the Crossroads“ auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=bu0xO4F8kMQ">YouTube</a> veröffentlicht. <a href="https://www.mazartproduction.com/films">Mazart Production</a> beschreibt das Werk als mittellangen Film <em>„zwischen Reisen und Kultur, Kunst und Geschichte“</em>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 2018 gegründete Produktionsfirma versucht in ihren Dokumentarfilmen <em>&#8222;die Leidenschaft für Kunst und Reisen&#8220;</em> zusammenzuführen, erklärt ihr Gründer Romain Arazm gegenüber Novastan. Mit diesem Ziel machte sich Arazm nach seinen Dokumentationen über <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Collioure">Collioure</a> und den Nil nun auf in den Osten Kirgistans. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Kirgistan, „ein natürliches Reiseziel“</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Auf die Frage, warum er Kirgistan gewählt habe, antwortet Romain Arazm, als ob es offensichtlich wäre. <em>„Seit meiner Geburt war ich fasziniert von den Geschichten von Reisenden, die in Zentralasien waren. Ich interessiere mich auch für die Berge und die Geschichte und in geringerem Maße für die UdSSR. Bei all dem schien Kirgistan ein natürliches Reiseziel zu sein“</em>, erklärt der französische Regisseur.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph">

Diese unterschiedlichen Elemente finden sich im Erzählstrang des Films wieder, der Arazm beim Trampen über 1.500 Kilometer entlang dieser <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Seidenstraße">Seidenstraßen</a> folgt. Das Trampen als Transportmittel wählte der Regisseur, weil es in Zentralasien einfach ist und aufgrund der damit verbundenen Begegnungen. Doch auch persönlich sieht Arazm darin <em>„ein Lebensgefühl, fast eine Philosophie&#8220;</em>.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ein Road Movie</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Auf seiner Reise machte Arazm unter anderem einen Zwischenstopp im Skigebiet <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karakol">Karakol</a> am Nordhang einer Kette des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tian_Shan">Tian Shan</a>. Ein bergiger Ort an der Seidenstraße zwischen dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Xinjiang">Uigurischen Gebiet Xinjiang</a> und den kirgisischen Steppen, aber auch ein ehemaliges Trainingszentrum für das sowjetische Skiteam. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/frauen-am-steuer-dokumentarfilm-uber-die-frauen-des-pamir/"><strong>Frauen am Steuer: Dokumentarfilm über die Frauen des Pamir </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">So entsteht eine Mischung aus Dokumentation und Road Movie, die das Gefühl vermittelt, Reisende:r auf der Seidenstraße zu sein. Diese Form ermöglicht es auch, wichtige Orte Kirgistans wie die Hauptstadt Bischkek oder den See <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Yssykköl">Yssykköl</a> zu besuchen. </p>



<figure class="wp-block-image alignnone wp-image-27569 size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="581" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/08/Capture-decran-49.jpg" alt="" class="wp-image-27569" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/08/Capture-decran-49.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/08/Capture-decran-49-300x170.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/08/Capture-decran-49-768x436.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Skigebiet bei Karakol (Screenshot aus dem Film)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">

Die Reisemomente erlauben es, <em>„die Landschaften, die Fahrer sowie das oft mit stimmungsvollen Objekten gefüllte Fahrzeuginnere in Szene zu setzen&#8220;</em>, erklärt Romain Arazm. Eingespielte Radiobeiträge vermitteln allgemeine Informationen über das Land.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ein vager Erzählstrang</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Der Regisseur präsentiert den Film als Mittel, um <em>„journalistische Objektivität und alle Vollständigkeit für einen freien und kontemplativen Blick abzustreifen&#8220;</em>. Das Thema erscheint jedoch manchmal vage oder ohne eine genaue Erzähllinie. Historische oder kulturelle Informationen werden gemischt, ohne dass das Publikum andere Themen als die Straße und die verschiedenen Orte wahrnimmt, an denen sich der Dokumentarfilmer befindet. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/dokumentarfilm-waiting-for-the-sea-von-techno-und-tradition-in-usbekistan/"><strong>Dokumentarfilm “Waiting for the Sea” – von Techno und Tradition in Usbekistan </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Wahl des Erzählstils wird vom Regisseur mit dem Wunsch begründet, einen Ästhetizismus zu schaffen. Im Vordergrund stehen dabei <em>„die Kontemplation, die bildästhetische Wortwahl und ein träumerischer Soundtrack&#8220;</em>, erklärt Arazm. </p>


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<p class="wp-block-paragraph"> So wirkt der Film eher wie eine poetische Ballade um historische Themen, Reisen, Kunst oder Elemente, wie Schnee oder Feuer. Es ist ein Werk, das mehr eine Vision von Kirgistan darstellt als eine präzise und detaillierte Dokumentation über das Land. Es kann daher als Reisetagebuch verwendet werden und ist durch die Schönheit der gezeigten Bilder und Landschaften ein starker Anreiz, das Land zu besuchen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Kyrgyzstan – the Crossroads&#8220; ist im französischen Original mit englischen Untertiteln auf Youtube zu sehen: </strong> https://www.youtube.com/watch?v=bu0xO4F8kMQ </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Côme Brunel, Redakteur für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/kirghizstan/kirghizistan-la-croisee-des-chemins-un-documentaire-poetique-sur-les-routes-de-lest-kirghiz/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong> </p>



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