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	<title>Wasserressourcen Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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	<title>Wasserressourcen Archives</title>
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		<title>Was wissen Jugendliche in Usbekistan über die Wasserknappheit?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[cabarasia]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Mar 2024 18:38:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Jugend Usbekistans hat noch keinen bewussten und schonenden Umgang mit Wasserressourcen entwickelt &#x2013; zu diesem Schluss kommen Forscher:innen des Zentrums f&#xFC;r Medienforschung und Bildungsentwicklung (Mediadatalab) Usbekistans. Allerdings ist die &#xFC;berwiegende Mehrheit &#x2013; 74,1 Prozent oder drei Viertel der befragten Jugendlichen &#x2013; bereit, die aus ihrer Sicht rationalen Ratschl&#xE4;ge in die Tat umzusetzen. Mediadatalab analysierte [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Jugend Usbekistans hat noch keinen bewussten und schonenden Umgang mit Wasserressourcen entwickelt – zu diesem Schluss kommen Forscher:innen des Zentrums für Medienforschung und Bildungsentwicklung (Mediadatalab) Usbekistans. Allerdings ist die überwiegende Mehrheit – 74,1 Prozent oder drei Viertel der befragten Jugendlichen – bereit, die aus ihrer Sicht rationalen Ratschläge in die Tat umzusetzen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://mediadata.uz/">Mediadatalab</a> analysierte die Einstellung der usbekischen Jugend zum Thema Wasserkrise. Die Studie „Suv Bormi?“ (aus dem Usbekischen übersetzt: „Haben Sie Wasser?“) ermittelte die Verhaltensmerkmale junger Menschen beim Wassersparen im Alltag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forscher:innen führten eine soziologische Online-Umfrage unter jungen Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren aus allen Regionen Usbekistans durch. Insgesamt beteiligten sich 1.583 Befragte daran. Ziel war es, Verhaltensmerkmale in Bezug auf den bewussten Umgang mit Wasser, die Umwelt und die Wasserkrise zu ermitteln. Die Autor:innen der Studie versuchten außerdem, das Interesse des Publikums am Thema Wasserressourcen in den Medien und an der Wissensvermittlung zum sorgfältigen Umgang mit dem Wasserverbrauch zu untersuchen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund des Klimawandels in der Welt und in Zentralasien nimmt die Relevanz des betrachteten Themas deutlich zu. <a href="https://rus.ozodlik.org/a/31331928.html">Laut dem Direktor des Instituts für Seismologie</a> der Akademie der Wissenschaften Usbekistans, Vahob Rafikov, verwandeln sich jede Minute neun Quadratmeter des Territoriums Usbekistans in Wüste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Umwelt- und geoökologische Probleme nehmen täglich zu. Die Grenzen der Wüsten Karnachoʻl, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mirzacho%CA%BBl-Steppe">Mirzachoʻl</a>, Sherobad, Dalvarzin und der Wüsten Karakalpakstans erweitern sich weiter. In den letzten Jahren ist die jüngste Wüste <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aralkum">Aralkum</a> hinzugekommen, die sich an der Stelle des ausgetrockneten Aralsees gebildet hat. Expert:innen zufolge dürfte es bis 2040 nur noch in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Taschkent">Provinz Taschkent</a> und im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ferghanatal">Fergana-Tal</a> fruchtbares Land geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/der-aralsee-gestern-heute-morgen/">Der Aralsee: gestern, heute, morgen</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz des allgemeinen Verständnisses der Probleme mit den Wasserressourcen, hat dies jedoch keinen Einfluss auf das Verhalten junger Menschen im Umgang mit Wasser im Alltag, schlussfolgern die Forscher:innen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Wissen zum Wassersparen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage <em>„Kennen Sie einfache Möglichkeiten, zu Hause Wasser zu sparen (beim Waschen, Kochen usw.)?“</em> antworteten fast 60 Prozent der Befragten, dass sie sich der einfachen Möglichkeiten zum Wassersparen zu Hause durchaus bewusst seien. Rechnet man die 31 Prozent hinzu, die durchschnittlich viel darüber wissen, ergibt sich, dass 91 Prozent der Befragten in gewissem Maße schon einmal von einfachen Möglichkeiten zum Wassersparen gehört haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast die Hälfte aller Befragten spart im Alltag (beim Waschen, Kochen usw.) ständig zu Hause Trinkwasser. Nur 1 Prozent der Befragten hat über dieses Thema nicht nachgedacht oder wusste nichts über Sparmöglichkeiten. Nur 30 Prozent antworteten mit <em>„Ja, weitgehend“</em> und 14 Prozent mit <em>„Ja, mäßig“.</em> Dies deutet darauf hin, dass junge Menschen im Land Fälle von unwirtschaftlichem Wasserverbrauch im Alltag zulassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie spart man im Alltag Wasser?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig ist die Mehrheit der Befragten besorgt über die mögliche drohende Trinkwasserknappheit im ganzen Land. 40 Prozent denken so, während 29 Prozent dieses Problem den meisten Regionen Usbekistans zuschreiben und weitere 19 Prozent das Vorhandensein solcher Probleme nur in bestimmten Regionen des Landes sehen. Das heißt, 88 Prozent der jungen Menschen sind davon überzeugt, dass das Problem der Trinkwasserknappheit in Usbekistan durchaus real ist. Diese Befürchtungen dienen als psychologischer Motivator dafür, dass die Jugend Usbekistans bereit ist, Wasser zu sparen, kommen die Forscher:innen zu dem Schluss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mehrheit der Befragten – 65 Prozent – ist bereit, den Wasserverbrauch zu reduzieren, um Wasser zu sparen und Wasserknappheit zu verhindern, 2 Prozent sind nicht damit einverstanden, den Wasserverbrauch zu reduzieren, weitere 5 Prozent antworteten mit <em>„eher nicht“</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/klimawandel-und-wasserressourcen-in-zentralasien-wachsende-unsicherheit/">Klimawandel und Wasserressourcen in Zentralasien: Wachsende Unsicherheit</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig antwortete die überwältigende Mehrheit auf die Frage „<em>Wie kann man den Wasserverbrauch senken?“</em>: <em>„Beim Geschirrspülen die Wasserhähne nicht ständig offenhalten“</em> – dies wurde von 886 Befragten von 1.583 Personen angegeben. <em>„Die Wassermenge beim Bewässern des Gartenbereichs reduzieren“</em> wird von 746 empfohlen, <em>„Gemüse nicht unter fließendem Wasser schälen“</em> – 517. Jeder Zehnte schlägt vor, <em>„kein Trinkwasser zum Kühlen oder Auftauen von Lebensmitteln zu verwenden“</em>, und 391 glauben, dass sie <em>„bei Hygienemaßnahmen Wasser sparen können“</em>. 90 Befragte antworteten <em>„Ich weiß es nicht.“</em> Dieser und andere ähnliche Indikatoren dieser Studie zeigen, dass Aufklärungsarbeit im Bereich des sparsamen Verhaltens geleistet wird, jetzt aber noch über die Verbesserung ihrer Qualität gesprochen werden muss.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Welche Informationen über Wasser werden in den Medien Usbekistans veröffentlicht?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Autor:innen der Studie kommen zu dem Schluss, dass die Jugend des Landes aus den Medien und anderen Informationsquellen nicht ausreichend über Probleme im Bereich der rationellen Wassernutzung informiert wird. So gaben 60 Prozent der Befragten an, dass <em>„die mediale Berichterstattung über Probleme im Bereich der rationellen Wassernutzung unzureichend ist.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Bereich herrscht im Land ein Mangel an nützlichen Informationen (18,4 Prozent), und 3,8 Prozent der Befragten finden <em>„keine Informationen“</em>. All dies deutet darauf hin, dass die Medien des Landes ihre Informationspolitik weiter verbessern müssen, um die Bedürfnisse und Ansprüche junger Menschen im Bereich Ökologie sowie deren Vielfalt stärker zu berücksichtigen, heißt es in der Studie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/ueber-die-masse-wie-usbekistan-und-turkmenistan-ihre-wasserressourcen-ueberstrapazieren/">Über die Maße: Wie Usbekistan und Turkmenistan ihre Wasserressourcen überstrapaziere</a></strong><a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/ueber-die-masse-wie-usbekistan-und-turkmenistan-ihre-wasserressourcen-ueberstrapazieren/">n</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Die überwältigende Mehrheit – 74,1 Prozent oder drei Viertel der jungen Menschen im Land – ist bereit, die Ratschläge, die sie für sinnvoll halten, in die Praxis umzusetzen. Im Allgemeinen ist es bei der Öffentlichkeitsarbeit wichtig, Informationskanäle zu nutzen, junge Menschen anzusprechen und moderne Technologien und Online-Plattformen zu nutzen, um den tatsächlichen Stand der Wasserverluste auf nationaler Ebene aufzuzeigen“.</em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Dilfuza Mirzahmedova für CABAR</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://cabar.asia/ru/chto-molodezh-uzbekistana-znaet-o-problemah-nehvatki-vody">Russischen</a> von Irina Radu</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<title>Kasachstan will seine Wasserabhängigkeit von anderen Ländern um 25 Prozent verringern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[cabarasia]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Mar 2024 06:55:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Zusammenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Stausee]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserknappheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ende 2023 hat Kasachstan mit dem Bau von neun neuen Stauseen begonnen. Dies soll dabei helfen, die Wasserabh&#xE4;ngigkeit von den Nachbarstaaten zu verringern. Immerhin bezieht das Land fast die H&#xE4;lfte (46 Prozent) des Wassers aus Quellen in den umliegenden L&#xE4;ndern. Diese Wasserabh&#xE4;ngigkeit soll um ein Viertel verringert werden. CABAR hat Experten gefragt, ob dieses Ziel [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ende 2023 hat Kasachstan mit dem Bau von neun neuen Stauseen begonnen. Dies soll dabei helfen, die Wasserabhängigkeit von den Nachbarstaaten zu verringern.</strong> <strong>Immerhin bezieht das Land fast die Hälfte (46 Prozent) des Wassers aus Quellen in den umliegenden Ländern. Diese Wasserabhängigkeit soll um ein Viertel verringert werden. CABAR hat Experten gefragt, ob dieses Ziel erreicht werden kann.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Helfen Stauseen, Wasser zu sparen?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kasachstan hat ein ernstes Problem bei der Bewältigung von Wasserproblemen. Dmitrı Kalmykov, Hydrogeologe und Entwicklungsdirektor des regionalen ökologischen Museums Karaganda, meint dazu: <em>„Zu Sowjetzeiten wurden Tausende von Stauseen gebaut, die dann lange Zeit nicht überwacht wurden, so dass viele baufällig wurden. Jetzt wird Geld ausgegeben, um diese Stauseen zu sanieren. Aber sie wurden in einem anderen Land und unter anderen Bedingungen gebaut. Daher ist es nicht immer sinnvoll, Stauseen zu sanieren.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegenteil würden in vielen Ländern Stauseen entfernt, weil sie unter bestimmten Bedingungen schädlich sind. Zum Beispiel erhöhen Stauseen die Wasserverluste durch Verdunstung. Wird ein Stausee entfernt, kann die Feuchtigkeit in den Untergrund gelangen und die Grundwasserreserven wieder auffüllen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bulat Esekin, ein internationaler Experte für Umweltpolitik und institutionelle Rahmenbedingungen, vergleicht Stauseen und Dämme in Flüssen mit Blutgerinnseln in menschlichen Arterien. Aus diesem Grund würden Stauseen und Dämme überall auf der Welt beseitigt. So wurden beispielsweise in Europa und den USA 2023 mehr als 500 solcher Anlagen zerstört.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-und-china-ringen-angesichts-des-klimawandels-um-wasser/"><strong>Kasachstan und China ringen angesichts des Klimawandels um Wasser</strong></a><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Sie wurden in den Jahren der Gigantomanie gebaut, ohne die negativen Folgen zu bedenken“</em>, erklärt Esekin. <em>„Jetzt stellen die Industrieländer den natürlichen Flusslauf von Flüssen, Seen und Feuchtgebieten wieder her. Natürliche Flussregime sind die zuverlässigste Grundlage für eine langfristige Wasserversorgung von Wirtschaft und Bevölkerung und für die Wiederherstellung von Wasserkreisläufen, die für die Erhaltung des Klimas notwendig sind.“</em></p>



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<p class="wp-block-paragraph">Deshalb, so der Experte, sei der Bau von Stauseen eine unzuverlässige Lösung, um die Abhängigkeit von anderen Ländern zu verringern. Berücksichtigt man die Interessen aller Beteiligten, komme man zu dem Schluss, dass sie mehr Schaden als Nutzen bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Stauseen können nicht gebaut werden, ohne ihre Auswirkungen auf die Natur und die lokalen Gemeinschaften zu bewerten – alle internationalen Abkommen und nationalen Gesetze verlangen dies. Die Regierung sollte auf die Wissenschaft und die lokalen Gemeinschaften hören und die globalen Trends berücksichtigen“, kritisiert Esekin.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Lokale Lösungen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dmitrı Kalmykov ist sich sicher, dass es unwahrscheinlich ist, die Abhängigkeit von anderen Ländern ohne grundlegende Maßnahmen zum Wassersparen zu verringern. Man müsse mit den Problemen innerhalb des Landes beginnen, und davon gäbe es viele.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„In Kasachstan werden die Wasserressourcen ineffizient genutzt. Die zentralasiatischen Länder gehören zu den verschwenderischsten Staaten in Sachen Wasserverbrauch, obwohl aufgrund der Trockenheit sorgsam damit umgegangen werden sollte. Auch der kasachstanische Staat fördert keine Kultur des sparsamen Umgangs mit den natürlichen Ressourcen“</em>, so der Experte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Für eine effizientere Nutzung des Wassers sollten etwa in landwirtschaftlichen Betrieben Wassermessungen eingeführt werden“, fügt der politische Analyst Aıdar Amrebaıev hinzu. Er schlägt weiter vor, Maßnahmen gegen die Versalzung von Bewässerungsflächen zu ergreifen und Erdkanäle in Rohrleitungssysteme umzuwandeln, um Verluste zu verringern. Außerdem sollten digitale Technologien eingeführt werden, um die Wassernutzung zu optimieren und Verluste zu verringern.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Stärke liegt im Wasser</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abhängigkeit von anderen Ländern bei der Wasserversorgung zu verringern, ist eine unwahrscheinliche Aussicht, so Finanzanalyst Arman Beısembaıev: <em>„Vielleicht hat die Regierung einen ausgeklügelten Plan, von dem wir nichts wissen. Aber weder ein detaillierter Plan noch Zahlen wurden der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt sei es notwendig, sich mit den Nachbarländern zusammenzuschließen: <em>„In einem im März 2023 veröffentlichten UN-Bericht heißt es, dass in Zukunft Kriege wegen des Wassers in Zentralasien möglich sind. Wir müssen also verhandeln und dürfen nicht auf Autarkie spielen. Wir sollten uns nicht übergroß aufbauschen, wenn es um eine lebenswichtige Ressource geht.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/klimawandel-und-wasserressourcen-in-zentralasien-wachsende-unsicherheit/"><strong>Klimawandel und Wasserressourcen in Zentralasien: Wachsende Unsicherheit</strong></a><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Beısembaıev schlägt vor, die Situation aus der Perspektive der Wirtschaftsbeziehungen zu betrachten. Für ihn bedeutet dies, der anderen Seite im Austausch für Wasser das zu geben, was sie nicht hat: <em>„Kirgistan wird uns mehr Wasser geben, und im Gegenzug gewähren wir Handelspräferenzen, Rabatte auf Öl, Gas oder andere Rohstoffe.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den acht Wassereinzugsgebieten, die Kasachstan mit Wasser versorgen, sind sieben grenzüberschreitend, meint der politische Analyst Aıdar Amrebaıev. Er fügt hinzu, dass Kasachstan in der Wasserpolitik unbedingt eine Koordinierung mit seinen Nachbarn benötige und ein rein nationaler, segmentierter Ansatz für die Wasserressourcen inakzeptabel sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Angesichts des weltweiten Klimawandels wird Zentralasien schon in fünf Jahren mit einem Wasserdefizit von etwa 12 Kubikkilometern pro Jahr konfrontiert sein. Dies erfordert eine Reduzierung der Wasserverluste um 2,5 Prozent pro Jahr. Nach Berechnungen der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Bank_f%C3%BCr_Wiederaufbau_und_Entwicklung"><em>EBRD</em></a><em>) müssten die Wassereinsparungen in der Region bis 2035 35 Prozent erreichen“</em>, so Amrebaıev.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Weitere ökologische Katastrophen wie beim Aralsee möglich</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Esekin stimmt zu, dass die Nachbarländer sich nicht gegenseitig das Wasser wegnehmen dürfen, sondern Möglichkeiten für eine gemeinsame Bewirtschaftung finden müssen, die mehr Möglichkeiten für eine produktivere Nutzung des Wassers und der damit verbundenen natürlichen Ressourcen bietet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„In der sogenannten Wasserdiplomatie ist eine detaillierte Analyse erforderlich“</em>, meint Esekin. <em>„Es ist notwendig, alle Optionen für die Nutzung der Wasserressourcen zu berechnen: wo sie am meisten gebraucht werden und wo sie den größten Nutzen bringen, etwa für die Industrie oder die Fischerei. Und auf dieser Grundlage müssen Mechanismen für eine gemeinsame Bewirtschaftung und eine gerechte Aufteilung der Vorteile und Risiken geschaffen werden.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/die-stadt-aralsk-sinnbild-fuer-den-verschwundenen-aralsee/"><strong>Die Stadt Aralsk: Sinnbild für den verschwundenen Aralsee</strong></a><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Seiner Meinung nach wird die Fortsetzung der derzeitigen Politik unweigerlich zum Kollaps führen – zu neuen Umweltkatastrophen, ähnlich wie beim Aralsee. <em>„Das Gleiche wird mit anderen natürlichen Ökosystemen, wie dem </em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Balchaschsee"><em>Balchasch-See</em></a><em> geschehen, die den größten Wert Kasachstans darstellen“</em>, warnt Esekin. <em>„Wir müssen unsere Nutzung von Wasserressourcen sowie unsere Herangehensweise ändern, damit die Zahl der Katastrophen und die damit verbundenen Zwangsmigrationen, Konflikte und Kriege nicht zunehmen.“</em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Ilona Sokolova für CABAR</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://cabar.asia/ru/kazahstan-hochet-na-25-snizit-vodnuyu-zavisimost-ot-drugih-stran-vozmozhno-li-eto">Russischen</a> von Michèle Häfliger</strong></p>



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			</item>
		<item>
		<title>Das internationale Interesse an Zentralasien wird 2024 abnehmen</title>
		<link>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/das-internationale-interesse-an-zentralasien-wird-2024-abnehmen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[cabarasia]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jan 2024 20:08:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Jahr 2023 genoss Zentralasien gro&#xDF;es internationales Interesse, es fanden zahlreiche diplomatische Treffen und Besuche statt, verschiedene Abkommen und Initiativen wurden abgeschlossen. Dies k&#xF6;nnte sich in diesem Jahr vor dem Hintergrund zunehmender innenpolitischer Priorit&#xE4;ten der Weltm&#xE4;chte &#xE4;ndern. CABAR bietet einen &#xDC;berblick dar&#xFC;ber, was das f&#xFC;r die Region bedeutet. Im Jahr 2023 trafen sich die Staats- [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Im Jahr 2023 genoss Zentralasien großes internationales Interesse, es fanden zahlreiche diplomatische Treffen und Besuche statt, verschiedene Abkommen und Initiativen wurden abgeschlossen. Dies könnte sich in diesem Jahr vor dem Hintergrund zunehmender innenpolitischer Prioritäten der Weltmächte ändern. CABAR bietet einen Überblick darüber, was das für die Region bedeutet.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2023 trafen sich die Staats- und Regierungschefs der zentralasiatischen Länder ein gutes Dutzend Mal. Das Jahr endet mit einer Reihe außenpolitischer Gipfel der zentralasiatischen Länder nach dem Format &#8222;<a href="https://novastan.org/de/kirgistan/c5-eine-formel-um-zentralasien-wieder-auf-die-weltkarte-zu-bringen/">C5+1</a>&#8222;. Die Länder der Region gehen mit der gleichen großen Aufmerksamkeit externer Akteure in das nächste Jahr.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Aus westlicher Sicht ist Zentralasien vor allem wegen seiner engen Beziehungen sowohl zu Russland als auch zu China, seiner Nachbarschaft zu Afghanistan, des Potenzial für Wasserkonflikte, der Energieexporte aus und des Warentransits durch die Region interessant. Allerdings muss man sich darüber im Klaren sein, dass dieses Interesse langfristige Bindungen erfordert, um insbesondere die Beziehungen zu den westlichen Staaten zu stärken. Bis 2024 wird das Interesse externer Akteure an Zentralasien aus folgenden Gründen abnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abnehmende Konkurrenz zwischen den USA und Russland</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahlen in den USA und Russland im Jahr 2024 bringen eine stärkere Konzentration auf innenpolitische Themen mit sich. Es wird Stabilität und Ruhe suggeriert, wie es die Wählerschaft erwartet. Der Hauptgrund für das jüngst gestiegene Interesse an Zentralasien ist der Krieg in der Ukraine und seine Folgen. Der Krieg dauert nun schon mehr als eineinhalb Jahre, und das Interesse der Weltgemeinschaft hat aufgrund anderer Konflikte in der Welt deutlich nachgelassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Jahr ist weder ein Gipfeltreffen zwischen Zentralasien und Russland noch zwischen Zentralasien und den USA geplant. Meinungsumfragen in den USA <a href="https://pro.morningconsult.com/trackers/public-opinion-us-foreign-policy">zeigen</a>, dass die Bevölkerung eine <a href="https://www.pewresearch.org/global/2023/05/10/americans-hold-positive-feelings-toward-nato-and-ukraine-see-russia-as-an-enemy/">aktivere Innen- als Außenpolitik wünscht</a>. Ähnlich ist die Situation in Russland.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/der-gipfel-zentralasien-usa-ein-geopolitisch-bedeutsames-treffen/">Der Gipfel Zentralasien – USA, ein geopolitisch bedeutsames Treffen</a></strong><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Russlands Strategie in Zentralasien wird sich nach den bevorstehenden Wahlen wahrscheinlich auf den Ausbau der Kommunikation in der Region konzentrieren, um die Beziehungen zu anderen Teilen der eurasischen Region zu stärken. Sollten die Republikaner die Wahlen in den USA gewinnen, wird sich ihre Außenpolitik vermutlich stärker auf ihre Nachbarländer konzentrieren. Bei einem Wahlsieg der Demokraten ist mit einem stärkeren Engagement in Zentralasien zu rechnen, da Chinas Präsenz in der Region weiter zunimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mögliche EU-Erweiterung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zentralasien ist kein direkter Nachbar der Europäische Union (EU), daher konzentriert sich die EU stärker auf die Zusammenarbeit mit Nachbarn, die potenzielle Beitrittskandidaten sind, etwa die westlichen Balkanstaaten (Serbien, Montenegro, Nordmazedonien, Albanien, Bosnien &amp; Herzegowina) oder die Länder der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96stliche_Partnerschaft">Östlichen Partnerschaft</a> (Moldawien, Ukraine, Georgien).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung, Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldawien aufzunehmen und Georgien den Kandidatenstatus zuzuerkennen, wird die EU dazu zwingen, mehr Ressourcen in diese Länder zu investieren. All dies führt zu einer geringeren Aufmerksamkeit der EU für Zentralasien.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rückgang des Handelsvolumens zwischen EU und China</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die eigene Abhängigkeit von großen Ländern wie Russland und China zu verringern, ist ein wichtiges außenpolitisches Gebot für die EU. Deutschland beispielsweise setzt verstärkt auf eine Regionalisierung der wirtschaftlichen Aktivitäten innerhalb der EU. Dabei steht eine <a href="https://www.ifw-kiel.de/publications/news/cost-of-decoupling-from-china-for-german-economy-severe-but-not-devastating/">schrittweise Reduzierung</a> der Handelsbeziehungen mit China im Vordergrund, um hohe Anfangskosten für Deutschland zu vermeiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ist der Gütertransit von China über Zentralasien nach Europa schon heute kaum der Rede wert: Trotz <a href="https://primeminister.kz/ru/news/kazakhstan-planiruet-narastit-uroven-tranzita-gruzov-iz-kitaya-v-evropu-po-svoey-territorii-v-5-raz-k-2029-godu-26531">stetig wachsender Sendungen</a> macht der Straßentransport über Kasachstan <a href="https://kaztag.kz/ru/news/tranzit-iz-knr-vyros-vdvoe-a-avtotranzit-sostavil-0-01-ot-vozmozhnogo-mintransporta-rk">nur 0,01 Prozent</a> des gesamten chinesischen Güterverkehrs nach Europa aus. Gleichzeitig schickt China <a href="https://astanatimes.com/2023/12/kazakhstan-plans-to-boost-volume-of-cargo-transit-from-china-to-europe-by-2029/">1,6 Milliarden Tonnen Fracht</a> auf dem Seeweg nach Europa.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Infrastrukturengpässe und regulatorische Erwägungen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zentralasien liefert einen Großteil seiner Energieressourcen in die EU. Diese möchte ihre Abhängigkeit von autoritären Staaten bei der Öl- und Gasversorgung verringern und sucht daher nach alternativen Lieferanten wie den USA, Norwegen und Nigeria. Obwohl Kasachstan seinen Anteil am Ölimport der EU-Länder im zweiten Quartal 2023 auf 10 Prozent erhöht hat – im Vergleich zu 7 Prozent ein Jahr zuvor –, ist der Spielraum für ein weiteres Wachstum der Energielieferungen ungewiss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Steigerung der Öllieferungen würde zudem entsprechende Infrastruktur erfordern. Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline">Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline (BTC)</a> hat eine geringere Kapazität (50 Millionen Tonnen) als das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdkaukasus-Pipeline">Kaspische Pipeline-Konsortium</a> (bis zu 80 Millionen Tonnen), das die Hauptroute für den Transport von kasachstanischem Öl <a href="https://www.caa-network.org/archives/24812">darstellt</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/zentralasien-und-europa/eu-zentralasien-gipfel-in-kirgistan-zusammenarbeit-auf-der-tagesordnung/">EU-Zentralasien-Gipfel in Kirgistan: Zusammenarbeit auf der Tagesordnung</a></strong><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Anstieg der kasachstanischen Ölproduktion könnte die Möglichkeit, große Mengen durch die BTC zu transportieren, einschränken und das Kaspische Pipeline-Konsortium für Kasachstan attraktiver machen. Um jedoch einen signifikanten Teil des Öls durch Aserbaidschan umleiten zu können, muss Kasachstan etwas gegen die Verflachung des Kaspischen Meeres unternehmen. Dies erfordert zusätzliche Investitionen in Baggerarbeiten und möglicherweise den Bau einer Pipeline auf dem Meeresboden – ein <a href="https://www.hronikatm.com/2023/12/caspian-mfa-summit-2/">kostspieliges Projekt</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zentralasien im Fokus des Westens als Gegengewicht zu Russland</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele westliche Staaten nehmen Russland im Vergleich zu China als die größere Bedrohung wahr. Dies wird beispielsweise in der <a href="https://www.nationalesicherheitsstrategie.de/en.html">Nationalen Sicherheitsstrategie der Bundesrepublik Deutschland</a> deutlich: <em>„Das heutige Russland stellt auf absehbare Zeit die größte Bedrohung für Frieden und Sicherheit im euro-atlantischen Raum dar.“ </em>Der Fokus des Westens in (inter-)nationalen Sicherheitsfragen dürfte in den nächsten zwei bis drei Jahren stärker auf Russland als auf China liegen. In dieser Hinsicht rücken die zentralasiatischen Länder in den Mittelpunkt des Interesses, da sie zwischen den beiden Großmächten liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt, dass aufgrund der internationalen Wirtschaftssanktionen gegen Russland immer mehr russische Unternehmen in die zentralasiatischen Länder ausweichen. <a href="https://www.forbes.ru/biznes/495329-cislo-kompanij-v-kazahstane-s-rossijskim-kapitalom-vyroslo-za-god-na-70">Deutlich wird dies</a> an der wachsenden Zahl russischer Firmen, die in Kasachstan registriert sind. Die EU sowie Japan und Großbritannien sehen darin einen Versuch Russlands, seinen Einfluss in Zentralasien auszuweiten. In strategischen Dokumenten westlicher Staaten wird daher zunehmend das Ziel formuliert, die <em>„Abhängigkeit von China und Russland“</em> in der zentralasiatischen Region zu verringern bzw. zu beseitigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wasserkrise gefährdet Stabilität und Ressourcenversorgung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Insbesondere Usbekistan und Turkmenistan verfügen zwar über reiche Erdgasvorkommen für die Energieerzeugung und den Export, sind aber für die landwirtschaftliche Produktion von den Wasserströmen der flussaufwärts gelegenen Nachbarländer Kirgistan, Tadschikistan und Afghanistan abhängig. Laut einer <a href="https://kapital.kz/gosudarstvo/120836/yeabr-cherez-pyat-let-tsentral-naya-aziya-mozhet-stolknut-sya-s-khronicheskim-defitsitom-vody.html">Studie der Eurasian Development Bank (EDB)</a> wird Zentralasien in fünf Jahren unter erheblichem Wassermangel leiden und die Nachfrage nach Elektrizität stark ansteigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juni 2023 konnten die Bauern in der turkmenistanischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lebap_wela%C3%BDaty">Provinz Lebap</a> ihre Baumwollfelder <a href="https://cabar.asia/ru/bolshoj-afganskij-kanal-kak-uzbekistanu-i-turkmenistanu-podgotovitsya-k-novoj-ugroze-vodnogo-krizisa">nicht bewässern</a>, weil das Wasser einfach nicht zu ihren Feldern gelangte. Die Ernteprobleme des Landes wirken sich auf die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln aus, was zu <a href="https://rus.azattyq.org/a/32545929.html">Protesten</a> führt, weil die von der Regierung subventionierten Lebensmittel knapp werden. Als Reaktion darauf subventioniert die Regierung die Preise. Die sich verschlechternde Wassersituation könnte bereits in diesem Sommer eine neue Protestwelle im Land auslösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/in-turkmenistan-nimmt-die-brotkrise-kein-ende/">In Turkmenistan nimmt die Brotkrise kein Ende</a></strong><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitverantwortlich ist der Bau des Kusch-Tepa-Kanals, mit dem die Taliban im März 2022 begonnen haben. Aktuellen Angaben zufolge ist etwa ein Drittel der geplanten 285 Kilometer <a href="https://heartland.asia/construction-of-the-kosh-tepa-canal/">fertiggestellt</a>. Der Kanal wird 25 Prozent des Wassers des Amudarja in die drei nordafghanischen Provinzen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Balch_(Provinz)">Balch</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dschuzdschan">Dschuzdschan</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Faryab">Faryab</a> umleiten, die an Usbekistan und Turkmenistan grenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://cabar.asia/ru/bolshoj-afganskij-kanal-kak-uzbekistanu-i-turkmenistanu-podgotovitsya-k-novoj-ugroze-vodnogo-krizisa">Schätzungen zufolge</a> wird die durchschnittliche Wasserverfügbarkeit in Turkmenistan im Mittel- und Unterlauf des grenzüberschreitenden Flusses mit Inbetriebnahme des Kanals in fünf bis sechs Jahren von 80 auf 65 Prozent sinken. Wasserkrisen werden daher die Aufmerksamkeit externer Mächte auf sich ziehen, die ein Interesse an den Ressourcen der Region haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zentralasiatische Länder sollten das Jahr 2024 optimal nutzen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts dieser Herausforderungen müssen sich die zentralasiatischen Länder aktiv auf innenpolitische und innerregionale Themen konzentrieren, um ihre Position zu stärken und Stabilität zu erhalten. Es ist wichtig, dass sich die Regierungen sich auf das Engagement der Gemeinschaft konzentrieren, soziale Unterstützung leisten und die notwendigen Reformen durchführen, um die Grundlagen der inneren Stabilität zu stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt wird für 2024 ein vorübergehender Rückgang der internationalen Konflikte erwartet, die Länder Zentralasiens müssen jedoch wachsam bleiben und sich auf mögliche neue Herausforderungen vorbereiten. Die erfolgreiche Lösung innenpolitischer Probleme wird ein wichtiger Faktor für die Aufrechterhaltung von Frieden und Stabilität in der Region sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eldaniz Gusseinov<br>Für <a href="https://cabar.asia/ru/v-2024-godu-interes-k-tsentralnoj-azii-snizitsya-4-prichiny-pochemu">CABAR</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://cabar.asia/ru/v-2024-godu-interes-k-tsentralnoj-azii-snizitsya-4-prichiny-pochemu">Russischen</a> (in gekürzter Fassung) von Michèle Häfliger</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity" />



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zentralasiens Wirtschaft hängt am seidenen Faden der Wasserressourcen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Peggy Lohse]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jul 2020 10:01:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltbank]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die niedrige Produktivit&#xE4;t der Wasservorr&#xE4;te in Zentralasien bedroht die Industrie, das Wirtschaftswachstum und die soziale Stabilit&#xE4;t der L&#xE4;nder in der Region. Experten der Weltbank empfehlen in einer Studie L&#xF6;sungswege. Das russischsprachige Nachrichtenportal Gazeta.uz in Usbekistan&#xA0;fasste am 16. Juni die wichtigsten Thesen der Studie zusammen. Wir &#xFC;bersetzen den Beitrag mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Die wirtschaftliche [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><b>Die niedrige Produktivität der Wasservorräte in Zentralasien bedroht die Industrie, das Wirtschaftswachstum und die soziale Stabilität der Länder in der Region. Experten der Weltbank empfehlen in einer Studie Lösungswege. Das russischsprachige Nachrichtenportal <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2020/06/16/review/?">Gazeta.uz</a> in Usbekistan fasste am 16. Juni die wichtigsten Thesen der Studie zusammen. Wir übersetzen den Beitrag mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</b></p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></p>
<p style="text-align: justify">Die wirtschaftliche Produktivität der Wasserressourcen in Zentralasien bewertet die <a href="http://pubdocs.worldbank.org/en/321061585555266133/CAWEP-Water-Security-Brochure-26-Mar-ru.pdf">Weltbank in ihrem Papier</a> als anhaltend extrem niedrig. Darin liege eines der Hauptprobleme der Wassernutzung, welcher mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden müsse. Einerseits ist die Wasserversorgung nicht immer effektiv: Selbst in Städten sind <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/ein-drittel-der-usbekischen-staedte-hat-keinen-zugang-zur-kanalisation/">nicht alle Haushalte an die Kanalisation</a> angeschlossen, die vorhandene Infrastruktur veraltet und nicht angemessen gewartet. Gleichzeitig ist ein ungebrochener Anstieg der Bevölkerung zu beobachten, wodurch der Druck auf die knappen Wasservorkommen steigt. Zudem verändert sich das Klima in der Region schnell, sodass sich der Wasserbedarf weiter erhöht.</p>
<p><strong>Ineffiziente Wassernutzung</strong></p>
<p style="text-align: justify">Gegenwärtig, so betont es die Weltbank-Studie, gebe es in Zentralasien zwar keinen Wassermangel. Die zugänglichen Wassermengen pro Kopf in Kasachstan, Kirgistan und Turkmenistan übersteigen die Zahlen der Hälfte der anderen Staaten der Welt. In Tadschikistan und Usbekistan steht zwar weniger Wasser pro Einwohner zur Verfügung, dennoch erleben die Länder noch kein Defizit.</p>
<p style="text-align: justify">Alle zentralasiatischen Staaten gehören zu jenen zehn Prozent der Länder mit den höchsten Wasserverbrauchsdurchschnittswerten pro Kopf. Dieser ist etwa fünfmal höher als der weltweite Durchschnitt. In Einzelfällen ist die Beanspruchung der Wasserreserven exorbitant hoch, heißt es in der Studie.</p>
<p><strong>Lesen Sie auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/die-vereinten-nationen-sagen-dramatischen-wassermangel-fur-zentralasien-voraus/">Die Vereinten Nationen sagen dramatischen Wassermangel für Zentralasien voraus</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Die niedrige Effektivität der Wasserressourcen wird derweil dadurch bedingt, dass in der Landwirtschaft bei niedrigem Ertrag viel Wasser verbraucht wird. Außerdem wird das Wasser nicht effizient genutzt. Die Bewässerung muss dringend wirtschaftlich effektiver gestaltet werden. Denn keine der Volkswirtschaften Zentralasiens nutzt, so die Experten der Weltbank, ihr Wasserpotential vollständig aus.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Schnelle Veränderungen erwartet</strong></p>
<p style="text-align: justify">In der Weltbank-Studie werden auch demographische Prognosen vorgestellt. So soll die Bevölkerungs in der Region von gegenwärtig rund 80 Millionen bis zum Jahr 2050 auf 90 bis 100 Millionen wachsen. Die langfristigen Prognosen allerdings bleiben unkonkret: von einer Verdopplung der aktuellen Bevölkerungszahl bis 2100 bis hin zu einem geringen Rückgang.</p>
<p style="text-align: justify">Besonders schwerwiegende wirtschaftliche Folgen wird der <a href="https://novastan.org/de/?s=klimawandel">Klimawandel </a>haben. Die Erwärmung in der Region ist höher als im weltweiten Durchschnitt. Bis zum Jahr 2100 könnte die durchschnittliche Jahrestemperatur hier um fünf bis sechs Grad steigen. Eine solche Erwärmung würde eine frühere Schnee- und Gletscherschmelze nach sich ziehen und die Hochzeiten der Wasserstände in den Flüsse vom Sommer in den Frühling verschieben.</p>
<p><strong>Lesen Sie auch auf Novastan: <a class="mkd-pt-link" href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-und-china-ringen-angesichts-des-klimawandels-um-wasser/" target="_self">Kasachstan und China ringen angesichts des Klimawandels um Wasser</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Weltbank-Prognosen zum zu erwartenden Niederschlag sind derweil außerordentlich unbestimmt: Seine Menge könne steigen, aber im Vergleich zu den Daten der vergangenen Jahre auch sinken. Für ein Wirtschaftswachstum ist eine Umleitung eines Teils der Wasservorräte notwendig, der zur Bewässerung in der Industrie und im Dienstleistungssektor genutzt werden könnte.</p>
<p style="text-align: justify">Sollte dieser Aspekt nicht weiter entwickelt werden, stellt die ineffiziente Nutzung der Wasservorräte eine Gefahr für die produzierenden Industrien und somit für das Wirtschaftswachstum dar. Ein unbefriedigendes Niveau der Wasserversorgung wird Fortschritte des vorhandenen Humankapitals bremsen und die soziale Stabilität bedrohen. Entsprechend der Klimaveränderungen in der Region könnten sich, so befürchten die Experten der Weltbank-Studie, außerdem zwischenstaatliche Spannungen verschärfen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Empfehlung: Politik der Umverteilung</strong></p>
<p style="text-align: justify">Wie kann Zentralasien unter den Bedingungen des Klimawandels die Sicherheit seiner Wasserversorgung und ein aktives Wachstum sicherstellen? Die Autoren der Weltbank-Studie schlagen folgende Antwort vor: eine Staatspolitik, die eine Umverteilung von Wasserressourcen und -risiken ebenso einschließt wie institutionelle Reformen und Investitionen in die Modernisierung der Infrastruktur, insbesondere der Bewässerung.</p>
<p style="text-align: justify">Die Studie schlägt zwei Arbeitsrichtungen auf nationaler Ebene vor:</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Erstens,</strong> Investitionen im Bereich der Wasserversorgung und Sanitärtechnik mit dem Ziel, soziale Stabilität und Entwicklung des Humankapitals zu gewährleisten.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Zweitens, </strong>eine Reform der Prinzipien, nach denen sich die Verteilung von Wasser richtet und die darauf abzielt, die Effizienz der Ressourcennutzung zu erhöhen. Hier ist demnach eine gemeinsame Planung auf nationaler Ebene zum Umgang mit den Wasservorräten in Flüssen als auch eine Inventur der Wasservorräte und eine Modernisierung der Bewässerungsinfrastruktur nötig. Eine Beteiligung des Wirtschaftssektors an der Bewässerung könnte der Implementierung von Innovationen und der Erhöhung der Produktivität förderlich sein.</p>
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<p style="text-align: justify">Als wichtigster Schwerpunkt der Arbeit auf nationaler und regionaler Ebene nennt die Weltbank-Studie Investitionen in Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, um eine wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit zu gewährleisten. So müssten beide Ebenen die Vorbereitungen auf schwerere Dürrezeiten, veränderte Flusspegel und den steigenden Wasserbedarf aufgrund der Erwärmung vorantreiben. Neben den fünf Staaten Zentralasiens sollte in diese Aufgaben auch Afghanistan als bedeutenden Anlieger des Flusses <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amudarja">Amudarja </a>einbezogen werden.</p>
<p style="text-align: justify">Die weiteren Empfehlunge beinhalten außerdem eine Modernisierung der meteorologischen Dienste sowie der Informationssysteme über die Wasserressourcen, einschließlich kurz- und langfristiger Prognosen, der Anpassung der Betriebsmodi für Stauseen, Investitionen in Wasserkraft sowie der Ausweitung des Stromhandels für eine nachhaltigere wirtschaftliche Reaktion auf den Klimawandel.</p>
<p style="text-align: right"><strong><a href="https://www.gazeta.uz/ru/2020/06/16/review/?">Gazeta.uz</a></strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Peggy Lohse</strong></p>
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		<item>
		<title>Zur Rettung des Aralsees: Der Flusslauf im Syrdarja-Delta soll geändert werden</title>
		<link>https://novastan.org/de/kasachstan/zur-rettung-des-aralsees-der-flusslauf-im-syrdarja-delta-soll-geaendert-werden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Fergana News]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 May 2019 10:29:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Aralsee]]></category>
		<category><![CDATA[Syr-Darya]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserressourcen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kasachstan m&#xF6;chte &#xC4;nderungen am Flusslauf im Delta des Syrdarja vornehmen. Die Ma&#xDF;nahmen sollen zur Rettung des n&#xF6;rdlichen Teils des Aralsees dienen. Der folgende Artikel erschien im russischsprachigen Original auf Fergana-News. Wir &#xFC;bersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Das Delta des Flusses Syrdarja soll im Rahmen der zweiten Phase des Projekts zur Rettung des Aralsees [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/zur-rettung-des-aralsees-der-flusslauf-im-syrdarja-delta-soll-geaendert-werden/">Zur Rettung des Aralsees: Der Flusslauf im Syrdarja-Delta soll geändert werden</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Kasachstan möchte Änderungen am Flusslauf im Delta des Syrdarja vornehmen. Die Maßnahmen sollen zur Rettung des nördlichen Teils des Aralsees dienen. Der folgende Artikel erschien im russischsprachigen Original auf </strong><a href="https://fergana.agency/news/107749/"><strong>Fergana-News</strong></a><strong>. Wir übersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Delta des Flusses <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Syrdarja">Syrdarja</a> soll im Rahmen der zweiten Phase des Projekts zur Rettung des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aralsee">Aralsees</a> geändert werden. Dies teilte laut <a href="https://informburo.kz/novosti/deltu-syrdari-rekonstruiruyut-v-ramkah-proekta-po-spaseniyu-aralskogo-morya.html">Informburo.kz</a> der stellvertretende Vorsitzende des Komitees für Wasserressourcen beim Landwirtschaftsministerium Kasachstans Marat Imanalijew mit.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>„Derzeit laufen die Gespräche über die Umsetzung des zweiten Teils des Projekts „Regulierung des Syrdarja-Flussbetts und Erhalt des nördlichen Teils des Aralsees“. Dabei gibt es noch ein paar Unklarheiten, die beseitigt werden. Einige Projekte werden schon separat beraten. Dabei handelt es sich um die Rekonstruktion des Syrdarja-Flussdeltas, die Wiederherstellung eines Deltasees“,</em> teilte Imanalijew auf einem Umwelt-Kongress in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nursultan">Nur-Sultan</a> mit. Gemäß seinen Worten ist das Datum für den Beginn der Arbeiten noch unklar, da daran SpezialistInnen aus verschiedenen Ländern  und internationalen Organisationen teilnehmen werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/der-aralsee-gestern-heute-morgen/"><strong>Der Aralsee: gestern, heute und morgen</strong></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em>„Für die Rekonstruktion brauchen wir die Zustimmung der Nachbarländer, insbesondere Usbekistans. Diese Frage klären wir. Ich denke, man wird sich einigen. Außerdem gibt es mit der Weltbank einen Geldgeber, mit dem man sich auch abstimmen muss. Es ist daher möglich, dass sich das noch ein paar Jahre hinzieht“</em>, erklärte Imanalijew.</p>
<p style="text-align: justify;">Solange der Abstimmungsprozess noch laufe, werde Kasachstan nationale Projekte zur Rettung des Aralsees umsetzen, insbesondere die Ausbesserung des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kokaral-Damm">Kökaral-Damms</a>. Dieser befindet sich zwischen dem nördlichen und südlichen Teils des Aralsees und wurde errichtet um den Wasserstand des Sees zu regulieren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Rettungsmaßnahmen seit Beginn des neuen Jahrtausends</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die erste Phase des Projekts zur Rettung des nördlichen Teils des Aralsees wurde 2010 abgeschlossen. In ihrem Rahmen wurden neben dem Kökaral-Damm die Stauanlage von Aklak und Schutzdämme am Syrdarja errichtet. Außerdem wurde eine Fischzucht aufgebaut und die Stauwehre von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qasaly">Kasaly</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qysylorda">Kysylorda</a> repariert. Die zweite Phase des Projekts sollte nach vier Jahren anlaufen, wobei &#8211; wie die kasachstanischen Behörden bestätigen – der Start mehrmals <em>„aufgrund der nicht stichhaltigen Position der usbekischen Seite“</em> verschoben wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Anfangs erklärte Taschkent, dass das Projekt <em>„einen negativen Einfluss auf den ökologischen Zustand des Aralsee-Beckens“</em>  haben könne. Im Januar 2016 teilte man mit, man werde der Umsetzung des Projektes nur zustimmen, nachdem das Problem mit dem Erhalt des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aydarsee">Aydar-Arnasay-Seensystems</a> gelöst sei. Kasachstan konnte nicht garantieren, dass dieses Problem gelöst wird und zog in Erwägung die zweite Phase ohne die Zustimmung Usbekistans anlaufen zu lassen. Im Februar letzten Jahres leitete Kasachstan offiziell die zweite Projektphase ein.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/ungenutztes-potenzial-das-gebiet-um-den-aralsee/"><strong>Ungenutztes Potenzial: Das Gebiet um den Aralsee</strong></a></p>
<p style="text-align: justify;">Der Aralsee befindet sich auf dem Territorium Kasachstans und Usbekistans und war vor dem Beginn seines Austrocknens der viertgrößte See der Welt. Zwischen 1960 und 2004 ging seine Wasseroberfläche um das 8,5-fache zurück und der Wasserstand fiel um circa 20 Meter, da das Wasser seiner Zuflüsse zur Bewässerung entnommen wurde. Das Austrocknen des Aralsees wurde eine ökologische Katastrophe für ganz Zentralasien und fügte den Ländern der Region einen ernsthaften sozio-ökonomischen Schaden zu.</p>
<p style="text-align: justify;">Bis heute sind die grundlegenden Probleme, die zu dieser Katastrophe geführt haben, immer noch dieselben und es gibt deutliche Meinungsverschiedenheiten zwischen den Anrainerstaaten. Dies zeigte sich unter anderen bei der letzten Konferenz zu diesem Thema im August 2018, die zu keiner gemeinsamen Einigung geführt hatte.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="https://fergana.agency/news/107749/"><strong>Fergana-News</strong></a></p>
<p style="text-align: right;"><strong>Aus dem Russischen von Robin Roth</strong></p>
<p><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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		<title>Die Weltbank beschuldigt Tadschikistan Wasserressourcen schlecht zu verwalten</title>
		<link>https://novastan.org/de/tadschikistan/die-weltbank-beschuldigt-tadschikistan-wasserressourcen-schlecht-zu-verwalten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Svenja Petersen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Aug 2018 05:53:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Wassermangel]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[Weltbank]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Vizepr&#xE4;sident der Weltbank f&#xFC;r die Region Europa und Zentralasien, Cyril M&#xFC;ller, kommentierte seinen j&#xFC;ngsten Besuch in Duschanbe und &#xE4;u&#xDF;erte dabei die Meinung, dass Tadschikistan seine Wasserressourcen ineffizient verwalten w&#xFC;rde. Die folgende Meldung erschien im Original auf Sputnik. Tadschikistan w&#xFC;rde verschwenderisch mit seinen Wasserressourcen umgehen, teilte der Vizepr&#xE4;sident der Weltbank f&#xFC;r Europa und Zentralasien, Cyril [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Der Vizepräsident der Weltbank für die Region Europa und Zentralasien, Cyril Müller, kommentierte seinen jüngsten Besuch in Duschanbe und äußerte dabei die Meinung, dass Tadschikistan seine Wasserressourcen ineffizient verwalten würde. Die folgende Meldung erschien im Original auf <a href="https://ru.sputnik-tj.com/country/20180623/1025919963/vsemirnyy-bank-obvinil-tajikistan-plohom-upravlenii-vodnymi-resursami.html">Sputnik</a>.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Tadschikistan würde verschwenderisch mit seinen Wasserressourcen umgehen, teilte der Vizepräsident der Weltbank für Europa und Zentralasien, Cyril Müller, via <a href="https://twitter.com/WorldBankECA/status/1009915135345995776">Twitter</a> mit. Müller habe durch Gespräche mit Kollegen und Ortsansässigen erfahren, dass viele Familien in Tadschikistan noch Probleme bei dem Zugang zu Wasser – einer der wichtigsten Lebensquellen auf der Erde &#8211; haben.</p>
<p style="text-align: justify"><em>„Dies ist besonders überraschend angesichts der Tatsache, dass Tadschikistan das wasserreichste Land unter den Ländern Zentralasiens ist“</em>, schreibt Müller.</p>
<p style="text-align: justify">Laut Müller hat Tadschikistan zwar keinen Meereszugang, dafür weise Tadschikistan aber eine Landschaft und eine Topografie auf, die hauptsächlich aus Gletschern und Bergen besteht, welche die Wasserressourcen genügend auffüllen.</p>
<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/die-funf-wichtigsten-wasserkonflikte-in-zentralasien/">Die fünf wichtigsten Wasserkonflikte in Zentralasien</a> </strong></p>
<p style="text-align: justify"><em>„Die ineffiziente Verwaltung von Wasserressourcen und die baufällige Bewässerungsinfrastruktur sorgen jedoch dafür, dass das Land diese wertvolle Ressource nicht vollständig ausschöpft. Mehr als zwei Drittel der 9 Millionen Einwohner des Landes lebt in ländlichen Gebieten, wo der Zugang zu Wasser noch ein ernstes Problem ist“</em>, fügt der Vizepräsident hinzu.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Jeder vierte Haushalt leidet an Wasserknappheit</strong></p>
<p style="text-align: justify">In dem kürzlich veröffentlichten Bericht der Weltbank „<a href="http://documents.worldbank.org/curated/en/752561504072736154/Overview">Das Glas ist halbvoll</a>“ wird gezeigt, dass jeder vierte Haushalt in Tadschikistan unter Wasserknappheit leidet. Ebenfalls in dem Bericht wird erwähnt, dass es durch Brüche an den Haupt-und Verteilungswasserrohren immer wieder zu Unterbrechungen in der Wasserversorgung kommt. In ländlichen Gebieten können diese Unterbrechungen mitunter mehr als eine Woche dauern.</p>
<p style="text-align: justify"><em>„Ich war sehr ermutigt von den fruchtbaren Diskussionen, die im Rahmen der multilateralen Konferenz zur internationalen Aktionsdekade „Wasser für nachhaltige Entwicklung, 2018-2028“ stattfanden, bei der alle übereinstimmten, dass die Probleme nicht im Alleingang von einzelnen Ländern gelöst werden können&#8220;</em>, sagte Mueller. Er fügte hinzu, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zudem wirtschaftliche Vorteile bringen kann.</p>
<p style="text-align: right"><strong><a href="https://ru.sputnik-tj.com/country/20180623/1025919963/vsemirnyy-bank-obvinil-tajikistan-plohom-upravlenii-vodnymi-resursami.html">Sputnik</a></strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Svenja Petersen</strong></p>
<p style="text-align: right">Noch mehr Zentralasien findet Ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in Eurer Mailbox könnt ihr Euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a></p>
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