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	<title>Toktogul-See Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Wed, 06 Sep 2023 11:27:51 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Toktogul-See Archives</title>
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	<item>
		<title>Kirgistan: Erhebliche Stromknappheit erwartet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maëva Pouffier]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Feb 2022 15:46:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Energieknappheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Wasserkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraftwerk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>F&#xFC;r 2022 wird in Kirgistan mit einer gro&#xDF;en Stromknappheit gerechnet. Zur Energiegewinnung ist das Land auf den Toktogul-Stausee am Fluss Naryn angewiesen, dessen Pegel in den letzten Monaten stark gesunken ist. Kirgistan steht vor einer Energiekrise. Der Wasserstand des Toktogul-Stausees ist am 20. Januar auf 9,4 Milliarden Kubikmeter gefallen und lag damit 1,8 Milliarden Kubikmeter [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Für 2022 wird in Kirgistan mit einer großen Stromknappheit gerechnet. Zur Energiegewinnung ist das Land auf den Toktogul-Stausee am Fluss Naryn angewiesen, dessen Pegel in den letzten Monaten stark gesunken ist. </strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kirgistan steht vor einer Energiekrise. Der Wasserstand des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Toktogul-Talsperre">Toktogul-Stausees</a> ist am 20. Januar auf 9,4 Milliarden Kubikmeter gefallen und lag damit 1,8 Milliarden Kubikmeter unter dem Stand des Vorjahres, wie <a href="https://rus.azattyk.org/a/31664926.html">Radio Azattyk</a>, der kirgisische Dienst von Radio Free Europe, berichtet. Nach Angaben des kirgisischen Nachrichtenportals <a href="https://kloop.kg/blog/2021/02/10/besperebojnoe-elektrosnabzhenie-investitsii-i-vozobnovlyaemye-istochniki-prezident-prinyal-ministra-energetiki/">Kloop</a> ist der Stausee für 40 bis 50 Prozent der Stromerzeugung des Landes verantwortlich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 2. Februar sei das Niveau auf unter 9 Milliarden Kubikmeter gefallen, berichtet die kirgisische Nachrichtenagentur <a href="https://24.kg/vlast/220863_kyirgyizstan_prodoljaet_importirovat_elektroenergiyu_izturkmenistana_/">24.kg</a> unter Berufung auf den öffentlichen Energieversorger <a href="http://www.energo-es.kg/ky/kompaniya-zhonundo/toktogul-water-volume/">NEHK</a>. Seit dem 7. Februar liegt die Wassermenge stabil bei rund 8,8 Milliarden Kubikmetern. Sinkt dieser Pegel jedoch auf unter 5,5 Milliarden Kubikmeter, ist der Damm nicht mehr nutzbar. Diese Situation dürfte die kirgisischen Behörden beunruhigen, da nach Angaben des kirgisischen Onlinemediums Akchabar 90 Prozent des im Land produzierten Stroms aus Wasserkraft stammen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/wie-kirgistan-und-usbekistan-den-toktogul-stausee-teilen-die-geschichte-eines-sowjetischen-modernisierungsprojekts/"><strong>Wie Kirgistan und Usbekistan den Toktogul-Stausee teilen – die Geschichte eines sowjetischen Modernisierungsprojekts </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um der drohenden Verknappung zu begegnen, rief <a href="https://nehk.energo.kg/content/articles_view/1042">NEHK</a> die Bevölkerung am 28. Januar dazu auf, weniger Strom zu verbrauchen. Im Einzelnen bittet der Betreiber die Kirgis:innen, zwischen 18 und 22 Uhr sowie von 7 bis 9 Uhr keine Haushaltsgeräte zu benutzen. Er rät auch, die Wärmeversorgung zu variieren, zum Beispiel mit Gas oder Kohle. Bereits im Oktober hatten die Behörden vor einer möglichen Krise in diesem Winter gewarnt [<a href="https://novastan.org/fr/decryptage/le-kirghizstan-se-prepare-a-une-crise-energetique/">fr</a>/<a href="https://24.kg/vlast/209034_vkabmine_predupredili_veernyih_otklyucheniy_nebudet_budut_planovyie/">ru</a>], jedoch ohne Folgen. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Herausforderung, Wasser bei wachsendem Energieverbrauch zu sparen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">
Das Problem ist nicht neu. Laut <a href="https://rus.azattyk.org/a/31544338.html">Radio Azattyk</a> benötigt Kirgistan jedes Jahr 15 Milliarden Kilowattstunden (kWh) oder sogar 16 bis 17 Milliarden für einen angenehmen Winter. Wie <a href="https://24.kg/obschestvo/209497_gasite_svet_kak_sekonomit_naschetah_zaelektroenergiyu_bez_uscherba_dlya_komforta/">24.kg</a> im Oktober 2021 erklärte, ist der Verbrauch im Winter besonders hoch – insbesondere durch den Einsatz von Heizgeräten. Es ist also eine heikle Jahreszeit, in der die Stabilisierung des Wasserspiegels im Toktogul-Stausee für die Heizperiode entscheidend sein kann.

</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Die Wintersaison 2021/2022 sei in Bezug auf die Stromerzeugung stabil geblieben, <a href="https://24.kg/vlast/220863_kyirgyizstan_prodoljaet_importirovat_elektroenergiyu_izturkmenistana_/">sagte</a> Energieminister Doskul Bekmursajew am 18. Januar vor dem Parlament. <em>„Alles funktioniert wie gewohnt. Ich denke, wir werden stabil durch die Winterperiode gehen“</em>, fuhr er gegenüber den Abgeordneten fort.

Am 26. Januar <a href="https://24.kg/vlast/221859_deputat_schitaet_chto_vkyirgyizstane_net_kulturyi_polzovaniya_elektrichestvom/">erklärte</a> jedoch der Abgeordnete Mederbek Alijew, dass es notwendig sei, für ein Umdenken beim Stromverbrauch zu sorgen. Laut Talajbek Baigasijew, dem Vorstandsvorsitzenden von NEHK, sei 2021 ein Anstieg von 2 bis 3 Millionen kWh gegenüber 2020 <a href="https://rus.azattyk.org/a/31544338.html">zu verzeichnen</a>. Die Kirgis:innen verbrauchen Strom über das festgelegte Limit hinaus, insbesondere in der Hauptstadt Bischkek.
</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Umfangreiche Stromversorgung geplant</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Kirgistan hat derzeit ein Stromdefizit von 6 Milliarden kWh, berichtet <a href="https://rus.azattyk.org/a/31503109.html">Radio Azattyk</a>. Und die Situation wird nicht besser. Energieingenieur:innen schätzen, dass der Wasserstand des Stausees im Frühjahr auf <a href="https://rus.azattyk.org/a/31664926.html">6 Milliarden Kubikmeter</a> sinken könnte – so niedrig, wie noch nie. Um das Wasservolumen im Reservoir zu erhalten, importiert Kirgistan Strom von seinen zentralasiatischen Nachbarn. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ministerium für Energie und Industrie teilte gegenüber <a href="https://rus.azattyk.org/a/31664926.html">Radio Azattyk</a> mit, dass Kirgistan bereits mit Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan vereinbart habe, bis zu 3 Milliarden kWh Strom zu importieren. Am 2. Dezember 2021 wurde zudem mit Turkmenistan ein Vertrag über die <a href="https://kaktus.media/doc/450532_tyrkmenistan_bydet_postavliat_elektroenergiu_v_kyrgyzstan_v_2022_gody.html">Lieferung von Strom</a> für das Jahr 2022 unterzeichnet. <a href="https://rus.azattyk.org/a/31664926.html">Radio Azattyk</a> erklärt, dass diese Importe zusammen mit den Importen aus früheren Verträgen rund 20 Prozent des Strombedarfs des Landes decken werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/leben-mit-dem-fluss-der-naryn-in-kirgistan/"><strong>Leben mit dem Fluss: Der Naryn in Kirgistan </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im Jahr 2021 war der Stromimport erheblich. Insgesamt kaufte das Land 2 Milliarden kWh aus Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan. Laut <a href="https://rus.azattyk.org/a/31664926.html">Radio Azattyk</a> hat Kirgistan im Frühjahr 2021 Vereinbarungen mit Kasachstan und Usbekistan über die Lieferung von 1.650 Millionen kWh Strom bis zum Frühjahr 2022 getroffen, um die Krise zu überwinden. Im Gegenzug muss Kirgistan bis 2023 das Wasser in den Sommermonaten ablassen. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Trotz allem in Richtung Energieunabhängigkeit?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">
Langfristig möchte Kirgistan unabhängig von diesen Importen werden. <em>„Um Energieunabhängigkeit zu erreichen, ist es notwendig, die Produktion auf 18 Milliarden kWh zu steigern“</em>, erklärte der damalige Wirtschaftsminister und heutige Regierungschef <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Akylbek_Dschaparow">Akylbek Dschaparow</a> nach Angaben von <a href="https://rus.azattyk.org/a/31503109.html">Radio Azattyk</a> im vergangenen Oktober.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph">

Unter den möglichen Lösungen könnte die Atomkraft eine sein. Am 20. Januar unterzeichneten das russische Unternehmen Rosatom und das kirgisische Energieministerium eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit beim Bau von Mini-Kernkraftwerken [<a href="https://novastan.org/fr/kirghizstan/le-kirghizstan-veut-construire-des-mini-centrales-nucleaires/">fr</a>/<a href="https://rosatom.ru/journalist/news/rosatom-i-kirgiziya-dogovorilis-o-sotrudnichestve-v-sooruzhenii-atomnoy-stantsii-maloy-moshchnosti/">ru</a>].

Dennoch scheint diese Frage vorerst nur diskutiert zu werden, da Kirgistans Regierung weiterhin am System der Wasserkraftwerke festhält. <em>„Es besteht keine Notwendigkeit, in Kirgistan ein Kernkraftwerk zu bauen. Unabhängig von der Region gibt es Wasserressourcen und Möglichkeiten für den Bau von Wasserkraftwerken“</em>, <a href="https://rus.azattyk.org/a/31668178.html">erklärte</a> der stellvertretende Energieminister Raiymbek Mamyrow.
</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Maëva Pouffier, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/kirghizstan/une-penurie-delectricite-importante-attendue-au-kirghizstan-pour-2022/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong></p>


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		<title>Verstecktes Tal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2020 02:19:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Naryn]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Tal]]></category>
		<category><![CDATA[Toktogul-See]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eines der pittoresken Seitent&#xE4;ler am Rande des Toktogul Stausees, dessen Bach neben dem Gro&#xDF;en Fluss Naryn den See speist. Foto: Julius Bauer (Deutschland) Hier geht&#x2019;s zu mehr Bildern des Tages.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eines der pittoresken Seitentäler am Rande des Toktogul <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Toktogul-Talsperre">Stausees</a>, dessen Bach neben dem Großen Fluss <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Naryn_(Fluss)">Naryn </a>den See speist.</p>
<p><strong>Foto: Julius Bauer</strong> (Deutschland)</p>
<p><a class="waffle-rich-text-link" href="https://novastan.org/de/cat/bild-des-tages/">Hier</a> geht’s zu mehr Bildern des Tages.</p>
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		<title>Kies und Rost</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julius Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2020 04:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Naryn]]></category>
		<category><![CDATA[Toktogul-See]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein etwas in die Jahre gekommenes, aber umso imposanteres Kieswerk am Zufluss des Naryn in den Toktogul Stausee, in Kirgistan. Foto: Julius Bauer (Deutschland) Hier&#xA0;geht&#x2019;s zu mehr Bildern des Tages.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein etwas in die Jahre gekommenes, aber umso imposanteres Kieswerk am Zufluss des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Naryn_(Fluss)">Naryn </a>in den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Toktogul-Talsperre">Toktogul </a>Stausee, in Kirgistan.</p>
<p><strong>Foto: Julius Bauer</strong> (Deutschland)</p>
<p><a href="https://novastan.org/de/cat/bild-des-tages/">Hier</a> geht’s zu mehr Bildern des Tages.</p>
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		<title>Wie Kirgistan und Usbekistan den Toktogul-Stausee teilen &#8211; die Geschichte eines sowjetischen Modernisierungsprojekts</title>
		<link>https://novastan.org/de/kirgistan/wie-kirgistan-und-usbekistan-den-toktogul-stausee-teilen-die-geschichte-eines-sowjetischen-modernisierungsprojekts/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[juliaschulz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Nov 2019 14:36:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Toktogul-See]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Toktugul-Stausee und seine Nutzung sorgen seit Jahrzenten f&#xFC;r Streit zwischen Kirgistan und Usbekistan. Fergana News zeichnet die Geschichte des Bauwerks und des damit verbundenen Konflikts nach. Wir &#xFC;bersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Was bedeuten das Wasserkraftwerk Toktogul und andere Gro&#xDF;projekte des Sozialismus f&#xFC;r die Zentralasiatischen Sowjetrepubliken? Wie wurden die Leuchtturmprojekte der [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Der Toktugul-Stausee und seine Nutzung sorgen seit Jahrzenten für Streit zwischen Kirgistan und Usbekistan. <a href="https://fergana.news/articles/106757/">Fergana News</a> zeichnet die Geschichte des Bauwerks und des damit verbundenen Konflikts nach. Wir übersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Was bedeuten das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Toktogul-Talsperre">Wasserkraftwerk Toktogul</a> und andere Großprojekte des Sozialismus für die Zentralasiatischen Sowjetrepubliken? Wie wurden die Leuchtturmprojekte der Modernisierung, die Stromversorgung und andere Vorteile der Zivilisation für die ehemaligen Ränder des Russischen Imperiums brachten und als Sprungbretter zum Sozialismus dienten sollten, zu einer Quelle von Konflikten? Warum gingen die kirgisische und die usbekische Sowjetrepublik, ehemals zu brüderlicher gegenseitiger Hilfe verpflichtet, zu einem rücksichtslosen Kampf um Ressourcen über?</p>
<p style="text-align: justify">Mit dieser Frage beschäftigt sich die kürzlich erschienene Arbeit von Moritz Florina von der Universität Erlangen-Nürnberg, in der er die politische Geschichte des Wasserkraftwerks Toktogul beschreibt. Der Wissenschaftler setzte sich dafür mit der sowjetischen Presse der 1960er und 70er Jahre auseinander und  studierte belletristische Literatur, die sich mit dem Projekt befasst, sowie die mehrbändigen Erinnerungen des ehemaligen ersten Sekretärs der kommunistischen Partei der Kirgisischen Sozialistischen Sowjetrepublik (SSR) Turdakun Usubalijew und Archivdokumente aus Osch und Bischkek. Sein Text  &#8222;Emptying lakes, filling up seas: hydroelectric dams and the ambivalences of development in late Soviet Central Asia” wurde in dem wissneschaftlichen Journal <a href="https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/02634937.2019.1584604">Central Asian Survey</a> veröffentlicht.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Der Aufbau des Sozialismus – ein Sieg über die Rückständigkeit</strong></p>
<p style="text-align: justify">In der Ära Chruschtschow verstärkten sich in Asien und Afrika die nationalen Unabhängigkeitsbewegungen gegenüber den Kolonialmächten. Die Sowjetunion beteiligte sich aktiv an diesem Prozess und versuchte die Länder der Dritten Welt in das Lager des Sozialismus zu holen. Historiker beschreiben, dass die Leiter der zentralasiatischen Republiken das günstige außenpolitische Umfeld nutzten und Investitionen für ihre Wirtschaft herausschlugen, denn besonders die südlichen Republiken fungierten &#8211; sozusagen als Schaufenster des „Sozialismus im Osten“ für Gäste aus Asien und Afrika.</p>
<p style="text-align: justify">Die Idee ein Wasserkraftwerk im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Naryn_(Fluss)">Naryn</a> zu errichten wurde erstmals im Jahr 1960 den beiden Generalsekretären <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Scharaf_Raschidow">Scharaf Raschidow</a> (Uskebische SSR) und Ischak Rasakow (Kirgisische SSR) vorgestellt. Die kirgisische Seite versprach sich mehr Strom für Frunse (heute Bischkek) und Osch, während die usbekische Seite sich eine stabile Wasserzufuhr für das Ferganatal erhoffte. Das Wasserkraftwerk, so schrieb es die Zeitung „Prawda“, sollte im Sinne der sowjetischen Gigantomanie, den Baumwollbauern von Fergana 100 000, zwei oder sogar drei Millionen Hektar bewässerte Flächen bringen. Und an den Ufern des künstlichen Sees sollten Ferienorte gebaut werden, nicht schlechter als die am Schwarzen Meer.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></p>
<p style="text-align: justify">Allerdings wurde die Entscheidung das Wasserkraftwerk zu bauen erst nach dem Rücktritt Rasakows getroffen. Sein Nachfolger Turdakun Usubalijew bemerkt in seinen Memoiren, dass er nicht unbedingt eine Wasserkraftanlage bauen wollte, sondern eher ein Befürworter davon war, rund um Frunse und seine Industrieunternehmen eine Reihe kleinerer Wärmekraftwerke zu bauen &#8211; ein bescheideneres und nützlicheres Projekt für seine Republik. Dennoch wurde der Bau des Wasserkraftwerkes unter ihm beschlossen, im Juni 1962. Das Projekt diente als Symbol der Völkerfreundschaft. Am Bau waren tausende von Arbeitern aus der gesamten Sowjetunion beteiligt und die Presse versäumte nicht zu bemerken, dass die höher entwickelten Republiken dabei halfen, die Industrien der ehemaligen „rückständigen“ Kolonien des zaristischen Russlands aufzubauen.</p>
<p style="text-align: justify">Darüber hinaus wurde das Projekt, ähnlich wie die Wasserkraftwerke <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/DniproHES">DniproHES</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bratsker_Stausee">Bratsk</a>, als ein leuchtendes Beispiel des Sieges über die Naturgewalten gefeiert. Die Bauarbeiter kletterten heldenhaft auf steile Klippen und schleppten sogar Bulldozer dorthin. 523 Kletterer aus der ganzen Sowjetunion waren am Bau beteiligt und stiegen an Stellen, an denen zuvor nur Schneeleoparden gewesen waren. Arbeiter, Kletterer und Ingenieure „zähmten“ mit kollektiven Kräften den widerspenstigen Fluss Naryn.</p>
<p style="text-align: justify">Sie vergaßen jedoch nicht, dass das Projekt des Wasserkraftwerkes vor allem den Kirgisen gehörte. Es wurde zu Ehren des bekannten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Akyn">Akyns</a> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Toktogul_Satylganov">Toktogul Satylganov</a> benannt, der ausgerechnet aus der Region stammte, die vom Stausee überflutet wurde. Aber auch zeitgenössische Schriftsteller lobten das Wasserkraftwerk in den höchsten Tönen: Sujunbai Eralijew verglich den Bau mit der Zähmung und Dressur von Wildpferden und Turar Koshomberdijew versicherte den Lesern, dass die Naturgewalten nach dem Bau des Wasserkraftwerks das Leben der Hirten und ihrer Herden nicht mehr bedrohen würden.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Wasser als Gegenleistung für Investitionen</strong></p>
<p style="text-align: justify">Offiziell sollte das Wasserkraftwerk für alle von Nutzen sein: die Kirgisen sollten mehr Strom bekommen, die Täler des Usbekischen SSR eine ständige Wasserzufuhr für die Baumwolle und alle anderen Völker der UdSSR das Gefühl, den Aufbau des Sozialismus auf die nächste Stufe zu bringen. Jedoch wurden faktisch bereits vor Fertigstellung des Projekts die zukünftigen Konflikte geschaffen: die Bewässerung der usbekischen Ländereien hing von Entscheidungen ab, die in Frunse und letzten Endes in Moskau getroffen wurden.</p>
<p style="text-align: justify">Die Konflikte brachen bereits während des Planungsstadiums des zukünftigen Wasserkraftwerkes im April 1962 aus. Als das Ferganatal von einer schlimmen Dürre heimgesucht wurde, schlug der Leiter der Landwirtschaftsabteilung des Zentralkomitees der KPdSU Wassilij Poljakow Usubalijew vor, den Wassermangel mit Hilfe des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Songk%C3%B6l">Songköl-Sees</a> zu lösen. Die Idee bestand darin, den Abfluss des Sees mit einer Reihe von Explosionen zu erweitern und dadurch den Zufluss in den Naryn zu erhöhen. Usubalijew war nach eigenen Angaben schockiert von diesem Vorschlag.</p>
<p style="text-align: justify">Der Songköl zeichnet sich durch eine einzigartige Natur und unberührte Landschaften aus und Experten versicherten Usubalijew, dass der See innerhalb weniger Tage austrockenen würde, sollte dieser Plan realisiert werden. Daraufhin wandte sich Usubalijew persönlich an Chruschtschow und überzeugte ihn davon, das Projekt zu stoppen. Er argumentierte, dass es in diesem Fall wichtiger war den einzigartigen See zu schützen und es ihm nicht nur darum ging, die eigene Republik zu schützen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/die-funf-wichtigsten-wasserkonflikte-in-zentralasien/">Die fünf wichtigsten Wasserkonflikte in Zentralasien</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Mit Baubeginn des Wasserkraftwerkes kam es ständig zu solchen Konflikten. So gab es beispielsweise Streit darüber, wo genau das Kraftwerk gebaut werden sollte. Die Kirgisen wollten einen Platz weiter oben am Lauf des Naryn, um (bei Überschwemmungen) weniger Land zu verlieren, während die Usbeken den Stausee mit maxialem Fassungsvolumen bauen wollten, um somit die potentiellen Wasserreserven für ihre Felder zu erhöhen.</p>
<p style="text-align: justify">Weitere Konflikte gab es darüber, wo die Hochspannungsleitungen gelegt werden sollten. Bereits ab 1962 bat die kirgisische Seite das Energieministerium der UdSSR die Leitung möglichst schnell nach Frunse zu legen. Aber den ersten Strom bekamen die Bewohner der Stadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Andijon">Andischon</a>, auf der anderen Seite der Republikgrenze. Nach Frunse wurde die Leitung erst im Jahr 1979 gelegt. Und Taschkent gewann auch im Jahr 1974, also das Feganatal unter einer Dürre litt und die usbekische Führung darum bat, das Wasserreservoir nicht volllaufen zu lassen  und das Wasser stattdessen auf die Felder zu leiten. Die Ingenieure und die Führung der Kirgisischen SSR protestieren, da dies dazu führte, dass der Start der Wasserkraftwerksturbinen um ein weiteres Jahr verschoben wurde, aber die Baumwolle war auch dieses Mal wichtiger.</p>
<p style="text-align: justify">Nicht selten aber konnte sich auch die kirgisische Führung durchsetzen. Als das Wasserkraftwerk Andischon 1962 buchstäblich neben dem Naryn am Fluss <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qoradaryo">Kara-Daryja</a> gebaut wurde, sollte sich der größte Teil seines Speichers auf dem Territorium der Kirgisischen SSR befinden. Das Zentralkomitee der kirgisischen Abteilung der KPdSU stimmte dem „brüderlichen Bau“ zu, aber nur unter bestimmten Bedingungen. Da der Wasserspeicher 5022 Hektar Weideflächen und andere Flächen der Republik „abdecken“ sollte, schlugen die Kirgisen vor, zusätzliche Bewässerungskanäle zu schaffen und ihnen darüber hinaus, einen Teil der Fläche der usbekischen SSR zur Verfügung zu stellen. Dorthin sollten die Bewohner der Orte, die dem Wasserspeicher der Wasserkraftwerke Toktogul und Andischon weichen mussten, umgesiedelt werden. Alle diese Forderungen wurden erfüllt: die Kirgisen erhielten 4127 Hektar Fläche. Außerdem versprach Taschkent Mittel für die Umsiedler zur Verfügung zu stellen und den Bau von zwei Kanälen zu finanzieren.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Millionen für die Umsiedlung</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Umsiedlung der Bewohner der überfluteten Territorien, vor allem des Ketmen-Tjube-Tals, war für die Machthaber über viele Jahre hinweg ein schmerzhaftes Unterfangen. Ein Teil der Kosten für die Umsiedlung und den Bau von Häusern übernahm das Energieministerium der UdSSR, den anderen Teil – der Ministerrat der Kirgisischen SSR. Aber bereits 1968 untersuchte das Parteikomitee von Osch die Situation vor Ort und forderte entsetzt noch mehr finanzielle Unterstützung. Es hatte sich herausgestellt, dass das Tal hauptsächlich von ehemaligen Nomaden bewohnt wurde, die in den Jahren 1946-1952 zu einem sesshaften Lebensstil gezwungen worden waren. Sie mussten den Staat für ihre neuen Häuser bezahlen und deshalb waren viele von ihnen immer noch verschuldet.</p>
<p style="text-align: justify">Im Jahr 1971, als die Umsiedlung bereits beginnen sollte, gab es einige ungünstige Bedingungen. In Toktogul, der neuen Stadt für die Umsiedler (am Ufer des Stausees) gab es immer noch keinen Strom. Usubalijew musste persönlich einen Brief an der Vorsitzenden des Ministerrats Alexei Kossygin schreiben und darauf hinweisen, dass die Kirgisische SSR bereits 1,6 mal mehr Geld als geplant für die Umsiedlung ausgegeben hatte, das Geld aber dennoch nicht reiche. Alleine die Umsiedlung der Schulen, für die 1,4 Millionen Rubel eingeplant waren, kostete 11 Millionen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/umstrittenes-wasserkraftwerk-rogun-usbekistan-und-tadschikistan-untersuchen-gemeinsam-mogliche-risiken/">Umstrittenes Wasserkraftwerk Rogun: Usbekistan und Tadschikistan untersuchen gemeinsam mögliche Risiken</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Das schwerwiegendste Problem allerdings war die schlechte Qualität der Böden auf den neuen Territorien. Die Umsiedler mussten erneut vom Anbau von Agrargütern auf die Viehzucht umsteigen. Aber der Platz reichte nicht für alle aus und bereits in den 1970er Jahren musste ein Teil der Menschen erneut umsiedeln, ins Tschatkalska-Tal. Vom Traum eines touristischen Mekkas rund um das Wasserkraftwerk Toktogul musste man sich auch verabschieden. Aufgrund saisonaler Schwankungen des Wasserstandes erwies sich der Bau von Erholungsorten rund um den Stausee als unmöglich. Letztendendes stellte der Ministerrat der UdSSR noch bis 1987 dutzende Millionen Rubel als Entschädigung für die Umsiedler zur Verfügung.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Wie die Umwelt vergessen wurde</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Geschichte des Wasserkraftwerkes Toktogul und die Konflikte, die seinen Bau begleiteten, sind ein leuchtendes Beispiel dafür, wie sich das sowjetische Zentralasien zwischen Chruschtschow und Gorbatschow verändert hat. Anfangs standen unionsweite und sogar weltweite Projekte im Vordergrund – die Modernisierung des sowjetischen Ostens (als „Schaufenster des Sozialismus“) oder die Entwicklung der Bewässerung und des großflächigen Baumwollanbaus. Im Lauf der Zeit traten allerdings Strategien (und konkrete Probleme) der einzelnen Republiken in den Vordergrund. Diese verteidigten eifrig ihre eigenen Interessen und forderten Kompensationen für ihre Verluste. Moskau konnte sich nun nicht mehr länger darum kümmern, allgemeine Aufgaben für die Wirtschaft festzulegen, sondern musste die Forderungen der Lobbyisten aus Taschkent und Frunse in Einklang bringen.</p>
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<p style="text-align: justify">Gleichzeitig tat sich eine zweite Front der Kritiker auf, die sich am Wasserkraftwerk, den Stausees, den Stromleitungen und anderer Attributen der Modernisierung störten. Die kirgisische Intelligenzija der 1970er Jahre war nicht darüber verärgert, dass die Projekte auf Kosten ihrer Republik realisiert wurden, sondern darüber, dass damit der umliegenden Natur und der traditionellen Kultur geschadet wurde. Die Umweltkritik kam aus allen Teilen der Sowjetunion (als Beispiel sei hier der Roman „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Abschied_von_Matjora">Abschied von Matjora</a>“ des russischen Autors Walentin Rasputin genannt) und verstärkte sich bis zu deren Zerfall.</p>
<p style="text-align: justify">Paradoxerweise ließ die Kritik allerdings nach, als Moskau in Form eines „Vorgesetzten“ oder „Schiedsrichters“, bei dem man auf sein Recht pochen und Geld fordern konnte, verschwand. Die Wasserkraftwerke wurden nun zur Quelle des Nationalstolzes, zum Rückgrat der Wirtschaft und sogar zum politischen Druckmittel gegenüber den Nachbarn. Beispielsweise in Tadschikistan, wo das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rogun-Staudamm">Wasserkraftwerk Rogun</a> die Landwirtschaft Usbekistans um einen Teil des kostbaren Wassers zu berauben droht. An Stelle der „einträchtigen Eroberung der Natur“ durch zwei brüderliche Republiken sind geopolitische Interessen und die Konkurrenz um die Mittel der Investoren getreten.</p>
<p style="text-align: right"><strong><a href="https://fergana.news/articles/106757/">Fergana News</a></strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Julia Schulz</strong></p>
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		<title>Abendstimmung am See</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jul 2019 03:55:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Toktogul-Talsperre im Westen Kirgistans wurde 1976 gebaut. Im daraus entstandenen Toktogul-See lassen sich warme Sommertage erfrischend ausklingen. Foto: Kaisu Raasakka (Finnland) Findet alle unsere Bilder des Tages hier.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Toktogul-Talsperre">Toktogul-Talsperre</a> im Westen Kirgistans wurde 1976 gebaut. Im daraus entstandenen Toktogul-See lassen sich warme Sommertage erfrischend ausklingen.</p>
<p><strong>Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/ninara/44456479581/in/album-72157700799495845/">Kaisu Raasakka</a> (Finnland)</strong></p>
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