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	<title>TAPI Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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	<title>TAPI Archives</title>
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		<title>Turkmenistan liefert Gas durch afghanisches Territorium nach Pakistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Niedobitek]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 May 2023 14:41:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Gas]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Zentralasien bestehen zahlreiche Initiativen zur Errichtung von Stra&#xDF;en oder Gaspipelines, doch viele davon sind in die Jahre gekommen oder gar nicht erst fertiggestellt worden. Dass Gas von Turkmenistan nach Pakistan geliefert werden soll, ist von besonderem Interesse, da die Route durch Afghanistan f&#xFC;hrt. Am 28. April dieses Jahres lieferte Turkmenistan Gas nach Pakistan &#xFC;ber [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>In Zentralasien bestehen zahlreiche Initiativen zur Errichtung von Straßen oder Gaspipelines, doch viele davon sind in die Jahre gekommen oder gar nicht erst fertiggestellt worden. Dass Gas von Turkmenistan nach Pakistan geliefert werden soll, ist von besonderem Interesse, da die Route durch Afghanistan führt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 28. April dieses Jahres lieferte Turkmenistan Gas nach Pakistan über afghanisches Territorium, wie das afghanische Medium <a href="https://tolonews.com/business-183175">Tolo News berichtet</a>. Das Gas wurde über die Provinz <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kandahar_(Provinz)">Kandahar</a> geliefert, die an Pakistan grenzt. Die Lieferung erfolgte auf eine Anfrage Pakistans im Dezember 2022, als das Land unter akutem Gasmangel litt. Aufgrund des weltweiten Preisanstiegs hoffte Islamabad darauf, einen Partner mit günstigeren Preisen zu finden, <a href="https://www.newscentralasia.net/2022/12/08/turkmenskiy-szhizhennyy-gaz-mozhet-eksportirovatsya-v-pakistan-cherez-afganistan/">erklärt News Central Asia</a>. Nach den Verzögerungen beim <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Turkmenistan-Afghanistan-Pakistan-Pipeline">Gaspipelineprojekt Turkmenistan-Afghanistan-Pakistan-Indien (kurz TAPI)</a> zeigt die Gaslieferung das weiterhin vorhandene Interesse an der Nutzung der Strecke, markiert jedoch keinen Meilenstein im Bau des TAPI.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wiedererstarktes Interesse an Turkmenistan</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg gegen die Ukraine hat bei Turkmenistan wie auch anderen zentralasiatischen Ländern die Überzeugung verstärkt, die eigenen Partner zu diversifizieren und nicht zu sehr von Russland abhängig zu sein, um nicht von westlichen Sanktionen betroffen zu sein. Dies steht in Einklang mit dem russischen Bestreben, möglichst viele Alternativen zu finden, um den Verlust des europäischen Marktes auszugleichen. Aus diesem Grund hofft Moskau, sein Gas über Turkmenistan und Afghanistan bis nach Pakistan zu transportieren. Daher besuchte im Januar ein russischer Sondergesandter Kabul, um das TAPI-Projekt wieder in Gang zu bringen, <a href="https://energy.economictimes.indiatimes.com/news/oil-and-gas/russia-hints-headway-in-tapi-gas-pipeline-project-after-putin-key-aide-visits-kabul/97169455?redirect=1">erklärt das indische Medium Energy World</a>.</p>



<p class="has-primary-800-color has-accent-500-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph">A<strong>ls vereinsgetragene, <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängige</a> Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#8211; und von eurer Unterstützung! Durch jede noch so kleine <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Turkmenistan sieht sämtliche Initiativen mit Pakistan in positivem Licht: Das Land ist ein interessanter Partner und könnte Aşgabat dabei behilflich sein, sich vorsichtig aus der Isolation zu begeben. <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/centralasia/20230501/turkmenistan-nachal-postavki-szhizhennogo-gaza-v-pakistan-cherez-afganistan">Laut Asia-Plus</a> ist ein großes Projekt geplant, das den Transport von 33 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr ermöglichen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem schaut das turkmenische Regime weiterhin auf den Iran, mit dem seit 2022 vermehrt Gespräche geführt werden – davon <a href="https://www.hronikatm.com/2023/02/iran-gas-transit/">berichtet das turkmenische Medium Chronicles of Turkmenistan</a>. Die besorgniserregende Situation in Afghanistan verleiht Teheran mehr Glaubwürdigkeit, da es daran interessiert ist, als Transitland zu fungieren. Doch aufgrund von Komplikationen zwischen dem Iran und Turkmenistan, die mit ausstehenden iranischen Zahlungen zusammenhängen, haben die Gespräche <a href="https://www.hronikatm.com/2023/02/iranian-tapi-alternative/">bislang kaum Erfolg</a>.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ungünstige Bedingungen für Projekte</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Für Afghanistan ist TAPI ein Glücksfall im Hinblick auf die Schaffung von Arbeitsplätzen, um die eigene Wirtschaft anzukurbeln. Daher ist die genannte Transit-auf großes Interesse gestoßen. Dennoch wurde das Projekt wegen der Machtergreifung der Taliban auf Eis gelegt. Obwohl Pakistan, Russland und Afghanistan interessiert zu sein scheinen und sich um die Wiederaufnahme des TAPI-Projekts bemühen, ist die Sicherheitslage nicht optimal: Es besteht weiterhin Unsicherheit hinsichtlich der Zuverlässigkeit des Projekts.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/asiatische-entwicklungsbank-zieht-sich-aus-der-tapi-pipeline-zurueck/">Asiatische Entwicklungsbank zieht sich aus der TAPI-Pipeline zurück</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus scheint sich die Initiative nicht für alle Beteiligten zu lohnen. Während die Abwesenheit Indiens bei jüngsten Gesprächen auffällt, erklärt Pakistan, dass man bereit sei, weiterzumachen, <a href="https://orient.tm/ru/post/46416/gazoprovod-tapi-pakistan-gotov-idti-vpered">berichtet das turkmenische Medium Orient</a>. Neu-Delhis Motivation, an diesem pharaonischen Projekt mitzuwirken, scheint zu sinken, da es für die Ökonomie des Landes keine große Bedeutung hat. Der Krieg in der Ukraine sorgt nämlich für widersprüchliche Tendenzen: Seit den westlichen Sanktionen erhält Indien russisches Gas zu niedrigen Kosten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher ist wahrscheinlich, dass die Gaslieferung Ende April eine Ausnahme bleibt und nicht die Tür für eine Wiederbelebung des TAPI-Projekts öffnet. Im Übrigen <a href="https://www.hronikatm.com/2023/05/tanker-gas-exports-to-pk/">stellt Chronicles of Turkmenistan fest</a>, dass die turkmenischen Medien nicht über den Beginn der Gasexporte nach Pakistan berichtet haben. Es scheint, dass die turkmenische Seite selbst am wenigsten interessiert daran ist, das TAPI-Projekt weiterzuführen, was mit der Verpflichtung zusammenhängt, 85% der Kosten für den Bau der Pipeline <a href="https://www.hronikatm.com/2022/11/ru-pk-gas-exports/">zu übernehmen</a>.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Lucas Morvan, Redakteur für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/turkmenistan/le-turkmenistan-livre-du-gaz-au-pakistan-en-traversant-le-territoire-afghan/">Französischen</a> von Michèle Häfliger</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<title>Asiatische Entwicklungsbank zieht sich aus der TAPI-Pipeline zurück</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Zenon Bekdouche]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Mar 2022 16:13:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Gas]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Asiatische Entwicklungsbank, der gr&#xF6;&#xDF;te Geldgeber der TAPI-Pipeline, hat ihre Beteiligung an dem Projekt ausgesetzt. Die Institution erkl&#xE4;rte, ihre Aktivit&#xE4;ten in Bezug auf das Gasprojekt, das Turkmenistan mit Indien verbinden soll, werden dann wieder aufgenommen, wenn die Taliban-Regierung in Afghanistan von der UN-Generalversammlung international anerkannt sei. Ein weiterer R&#xFC;ckschlag f&#xFC;r das fast 30 Jahre alte [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Asiatische Entwicklungsbank, der größte Geldgeber der TAPI-Pipeline, hat ihre Beteiligung an dem Projekt ausgesetzt. Die Institution erklärte, ihre Aktivitäten in Bezug auf das Gasprojekt, das Turkmenistan mit Indien verbinden soll, werden dann wieder aufgenommen, wenn die Taliban-Regierung in Afghanistan von der UN-Generalversammlung international anerkannt sei.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Rückschlag für das fast 30 Jahre alte Projekt: Am 8. März berichtete das pakistanische Medium <a href="https://www.thenews.com.pk/print/939687-dead-winds-for-tapi-as-adb-stops-work-till-recognition-of-taliban-regime">The News</a>, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Asiatische_Entwicklungsbank">Asiatische Entwicklungsbank</a> (ADB) habe ihre Aktivitäten im Zusammenhang mit dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Turkmenistan-Afghanistan-Pakistan-Pipeline">TAPI-Pipelineprojekt</a> einstellt. Die ADB warte darauf, dass die afghanische Regierung von den Vereinten Nationen anerkannt wird, bevor sie das Projekt wieder aufnimmt, heißt es weiter. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die über 1600 Kilometer lange Gaspipeline, deren Name aus den Initialen von Turkmenistan, Afghanistan, Pakistan und Indien besteht, wurde 1995 gestartet. Sie soll es Turkmenistan ermöglichen, Erdgas nach Indien und Pakistan zu exportieren, wobei ein erheblicher Teil des Leitungsabschnitts durch afghanisches Hoheitsgebiet verläuft. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Am 10. März erhielt die afghanische Mediengruppe <a href="https://ariananews.af/adb-suspends-tapi-project-until-iea-gains-international-recognition/">Ariana News</a> eine offizielle Bestätigung von der ADB, die sich bislang nicht öffentlich dazu geäußert hat.
</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein Berg von Schwierigkeiten</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Dieser Rückschlag stellt also eine weitere Hürde für ein Projekt dar, das als Möglichkeit für Turkmenistan <a href="https://www.reuters.com/article/turkmenistan-pipeline-idUSL5N11L0RE20150915">beschrieben</a> wird, sich aus der Abhängigkeit von seinen Gasexporten nach China und Russland zu lösen. Das Projekt trifft jedoch schon seit seinem Start auf zahlreiche Schwierigkeiten. Auf afghanischer Seite war TAPI bereits vor dem Sturz der demokratisch gewählten Regierung im Jahr 1996 mit der chronischen Instabilität des Landes und den von den Taliban verursachten Unruhen konfrontiert. Die Taliban kämpften damals gegen die Zentralregierung und störten mehrfach den effektiven Start des Projekts, wie das US-Medium <a href="https://thediplomat.com/2020/01/more-tapi-delays-this-time-in-afghanistan/">The Diplomat</a> ausführte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts des militärischen Eingriffs einer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/International_Security_Assistance_Force">internationalen Koalition</a> unter Führung der Vereinigten Staaten in Afghanistan erlitt TAPI endgültig einen Fehlstart. Nach langwierigen Diskussionen begann der Bau der Pipeline hochoffiziell im Dezember 2015 [<a href="https://novastan.org/fr/turkmenistan/la-construction-du-pipeline-tapi-un-bluff-turkmene/">fr</a>], also mehr als 20 Jahre nach der Unterzeichnung des Memorandums. In der Zwischenzeit konnten sich die beteiligten Staaten im Dezember 2010 auf ein Rahmenabkommen und im Mai 2012 auf Kauf-/Verkaufsverträge einigen, wie das französische Finanzministerium [<a href="https://www.tresor.economie.gouv.fr/Articles/a4290df3-9fe2-4287-9c54-ed603e31c86c/files/3c54c2b6-7ded-488f-83c9-9d3cef898542">fr</a>] beschreibt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/tapi-pipeline-pakistan-erhoeht-den-druck-auf-turkmenistan/">TAPI-Pipeline: Pakistan erhöht den Druck auf Turkmenistan</a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Baubeginn wurde unter anderem durch die Arbeit der ADB ermöglicht, die sich 2013 in das Projekt einbrachte und die Beteiligten bei der Gründung eines Joint Ventures [<a href="https://novastan.org/fr/turkmenistan/la-chine-prend-le-tapi-des-americains-depuis-le-turkmenistan/">fr</a>], der TAPI Pipeline Company Limited, unterstützte. Letztere sollte für den Bau der Pipeline zuständig sein. Offiziell <a href="https://www.adb.org/projects/52167-001/main">soll die ADB</a> mit mehr als einer Milliarde US-Dollar (910 Millionen Euro) zu den zum Start geplanten 7,6 Milliarden US-Dollar (6,9 Milliarden Euro) beitragen. Im März 2022 kam das Projekt aufgrund der Sicherheitslage in Afghanistan und der <a href="https://novastan.org/fr/turkmenistan/le-pakistan-met-la-pression-sur-le-turkmenistan-autour-du-projet-tapi/">Zurückhaltung Pakistans</a> ins Stocken. Die Taliban haben jedoch regelmäßig ihren Willen bekundet, das Projekt weiterzuentwickeln, zuletzt im Oktober 2021, wie die türkische Nachrichtenagentur <a href="https://www.aa.com.tr/en/asia-pacific/taliban-pledge-mega-gas-pipeline-projects-security-in-afghanistan/2407241">Anadolu</a> berichtet. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Taliban behaupten, die Arbeiten werden fortgesetzt </strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">
Die Taliban bekräftigten am 10. März, dass TAPI mit oder ohne Unterstützung der Asiatischen Entwicklungsbank fortgesetzt werde. „<em>Die ADB ist wichtig für die Umsetzung des Projekts, aber das Projekt gehört Turkmenistan</em>“, sagte Abdul Rahman Habib, ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums, laut dem afghanischen Medium <a href="https://tolonews.com/afghanistan-177052">Tolo News</a>. Auch das pakistanische Außenministerium <a href="https://pakobserver.net/tapi-pipeline-to-resume-in-spring-mofa/">erklärte</a>, trotz des Ausstiegs der ADB sei eine Wiederaufnahme des Baus der Pipieline im Frühling 2022 erwartet.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph">

Diese Aussage ist im Zusammenhang mit der Bedeutung des Projekts für die afghanische Wirtschaft zu sehen. Wie Tolo News beschreibt, wird Afghanistan nur 5 Prozent des Projekts bezahlen. Bisher gibt es keine Berichte über eine Reaktion aus Aschgabat, so das turkmenische Medium <a href="https://www.hronikatm.com/2022/03/with-or-without-abd/">Hronika Turkmenistana</a>. Der Stand der Durchführung von TAPI war auch auf der <a href="https://www.mfa.gov.tm/ru/news/3089">Tagesordnung</a> von einem Treffen des turkmenischen Außenministers mit seinem pakistanischen Amtskollegen am 22. März.
</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Zenon Bekdouche
Redakteur für Novastan France</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Französischen von Florian Coppenrath</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>TAPI-Pipeline: Pakistan erhöht den Druck auf Turkmenistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Héloïse Dross]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2020 13:44:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Pipeline]]></category>
		<category><![CDATA[TAPI]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Megaprojekt der TAPI-Pipeline zwischen Turkmenistan, Afghanistan, Pakistan und Indien st&#xF6;&#xDF;t auf neue Hindernisse. Pakistan setzt Turkmenistan unter Druck, das Abkommen zu seinem Vorteil zu revidieren. Dies stellt den urspr&#xFC;nglichen Finanzierungsplan in Frage. Der Bau der Pipeline wird immer mehr zu einem Lehrbeispiel, um die Geopolitik der Region zu verstehen. Ist der Bau der TAPI-Pipeline [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Das Megaprojekt der TAPI-Pipeline zwischen Turkmenistan, Afghanistan, Pakistan und Indien stößt auf neue Hindernisse. Pakistan setzt Turkmenistan unter Druck, das Abkommen zu seinem Vorteil zu revidieren. Dies stellt den ursprünglichen Finanzierungsplan in Frage. Der Bau der Pipeline wird immer mehr zu einem Lehrbeispiel, um die Geopolitik der Region zu verstehen.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Ist der Bau der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Turkmenistan-Afghanistan-Pakistan-Pipeline">TAPI-Pipeline</a> in Gefahr? Das in französischer Koproduktion geplante Projekt wird durch pakistanische Bestrebungen gestört, die Vertragsmodalitäten zu ändern, so das pakistanische Medium <a href="https://www.thenews.com.pk/amp/676443-10b-tapi-gas-pipeline-project-fails-to-achieve-financial-closure?__twitter_impression=true">The News</a>. Die mindestens 10 Milliarden US-Dollar teure Verlegung der 1.800 Kilometer langen Pipeline erfährt dieser Tage jedoch nicht die erste Komplikation. Seit Beginn der Planungsphase in den 1990er Jahren sammelten sich bereits einige Probleme beim Bau an. Das Projekt steht nicht nur vor technischen Herausforderungen, sondern auch vor der kritischen Sicherheitslage, die den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Krieg_in_Afghanistan_seit_2001">Konflikt in Afghanistan</a> umkreist. Diese wirkt sich mit den Zweifeln der Anleger direkt auf die Finanzierung des Bauvorhabens aus.</p>
<p style="text-align: justify"><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></p>
<p style="text-align: justify">Dass das Projekt trotz alledem nie aufgegeben wurde sagt viel über geopolitische Anliegen der Region aus. Darüber hinaus muss Turkmenistan einerseits seine Kohlenwasserstoffexporte, Pakistan und Indien zum anderen ihre Energieimporte diversifizieren. Während der im Jahr 2015 vertraglich festgehaltene Bau in Turkmenistan bereits begonnen wurde, hält Pakistan sich derzeit jedoch zurück.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><strong><a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/rettet-das-gas-turkmenistan-vor-der-krise/">Rettet das Gas Turkmenistan vor der Krise?</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Für Pakistan stehen finanzielle Aspekte hierbei im Vordergrund. Neuverhandelt werden sollen der Kaufpreis für Kohlenwasserstoff und die Frage nach Schadenersatz bei Ölverlust auf afghanischem Gebiet. Bisher sieht der Vertrag vor, dass Pakistan für entstehende Verluste aufkommt. Angesichts des Sicherheitsrisikos in seinem Nachbarland ist Pakistan nicht mehr bereit, diese Verantwortung zu übernehmen. Da Pakistan im Gegensatz zu Turkmenistan den Bau der Leitungen noch nicht begonnen hat, ist es in einer starken Verhandlungsposition. Der ursprünglich für dieses Jahr angesetzte Abschluss des Finanzierungsplans wird derzeit für 2021 anvisiert, so <a href="https://www.thenews.com.pk/amp/676443-10b-tapi-gas-pipeline-project-fails-to-achieve-financial-closure?__twitter_impression=true">The News</a>.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Turkmenistan: Zugpferd des Projekts</strong></p>
<p style="text-align: justify">Turkmenistan ist aufgrund seiner geringen Diversifizierung der Exporte der Motor dieses Projekts. Das Land befindet sich zwischen dem Iran und Afghanistan in einer Nachbarschaft, mit der sich Handel schwierig gestaltet. Mit den laut <a href="https://www.bp.com/content/dam/bp/business-sites/en/global/corporate/pdfs/energy-economics/statistical-review/bp-stats-review-2019-natural-gas.pdf">BP</a> weltweit viertgrößten nachgewiesenen Erdgasvorkommen und dem Wunsch nach Erschließung weiterer Absatzmärkte traf Turkmenistan in Pakistan und Indien auf offene Ohren. Im Zuge der Diversifizerung ihrer eigenen Energieversorgung importiert Pakistan bereits Strom aus Tadschikistan, während Indien gemeinsam mit der <a href="https://www.edf.fr/groupe-edf/espaces-dedies/journalistes/tous-les-communiques-de-presse/le-groupe-edf-et-l-energeticien-indien-npcil-signent-un-accord-industriel-en-vue-de-la-realisation-de-6-epr-a-jaitapur">Électricité de France</a> ein Kernkraftwerk errichten möchte. Turkmenistan begann als Zugpferd des Projekts bereits einseitig die Arbeiten. Als <a href="https://www.adb.org/news/tapi-shareholders-agreement-initialed">Mehrheitsaktionär</a> des TAPI-Konsortiums finanziert es auch den Löwenanteil.</p>
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<p>Dennoch bleibt Turkmenistan die Lokomotive dieses Projekts. So haben die Arbeiten auf turkmenischer Seite begonnen, und das Land trägt auch den Großteil der Finanzen. Das Konsortium TAPI Company Limited wird von Turkmenistan als <a href="https://www.adb.org/news/tapi-shareholders-agreement-initialed">Mehrheitsaktionär</a> dominiert.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Die afghanische Frage</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Hauptschwierigkeit des Baus der Pipeline ist ihr Verlauf durch Afghanistan. Einerseits ist Afghanistan laut der <a href="https://www.who.int/docs/default-source/coronaviruse/situation-reports/20200701-covid-19-sitrep-163.pdf?sfvrsn=c202f05b_2">WHO</a> zu Monatsbeginn mit fast 32.000 Erkrankungen und 800 Todesfällen stark vom Coronavirus betroffen. Andererseits ist Turkmenistan eines von 12 Staaten der Welt, in denen keine Fälle gemeldet wurden. Dies hindert den turkmenischen Präsidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gurbanguly_Berdimuhamedow">Gurbanguly Berdimuhamedow</a> nicht, der Wiederaufnahme des Handels mit Afghanistan Vorrang einzuräumen. Am 27. Mai wurde der Neustart des Baus der TAPI-Pipeline als oberste Priorität ausgerufen, so die staatliche Nachrichtenagentur <a href="http://tdh.gov.tm/news/en/articles.aspx&amp;article22790&amp;cat26">TDH</a>. Gleichzeitig ist der Bau von Quarantänestationen geplant, um das Ansteckungsrisiko bei dein Bauarbeiten zu begrenzen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><strong><a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/hat-turkmenistan-die-coronavirus-epidemie-wirklich-unter-kontrolle/">Hat Turkmenistan die Coronavirus-Epidemie wirklich unter Kontrolle?</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Gurbanguly Berdimuhamedow bespricht Sicherheitsbedenken nicht öffentlich. Die Route der Pipeline verläuft jedoch durch die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Herat_(Provinz)">Provinz Herat</a> im Westen Afghanistans, die für den Anbau von Opiaten und den mangelnden Zugriff staatlicher Behörden bekannt ist. Laut einem <a href="https://www.unodc.org/documents/scientific/Afghanistan_Synthetic_Drugs_Assessment-2017.pdf">Bericht</a> der Vereinten Nationen wurden zwischen 2011 und 2015 in der Provinz Herat 64 Prozent der Drogenbeschlagnahmungen durchgeführt. Kasachstan, der Iran, und Pakistan sind ebenfalls vom grenzüberschreitenden Rauschgifthandel betroffen. Trotz seiner mehr als 700 Kilometer langen Grenze zu Afghanistan schweigt Turkmenistan zu dem Opioidproblem.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Welche Rolle haben externe Mächte?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Der Bau von Infrastrukturen, die Zentral- und Südasien miteinander verbinden, betrifft nicht nur die Staaten der Region, sondern auch ausländische Mächte. Ein <a href="https://www.tresor.economie.gouv.fr/Articles/a4290df3-9fe2-4287-9c54-ed603e31c86c/files/3c54c2b6-7ded-488f-83c9-9d3cef898542">Bericht</a> der französischen Botschaft in Baku aus dem Jahr 2018 hebt die Ambitionen hervor, die die TAPI-Pipeline in Aserbaidschan geweckt hat: <em>„Ein solcher Korridor soll die regionale Integration stärken und damit die Spannungen zwischen den beiden großen ‚verfeindeten Brüdern‘ Pakistan und Indien‘ abbauen. […] Darüber hinaus muss TAPI zur Stabilisierung Afghanistans beitragen und wichtige wirtschaftlich Perspektiven bieten, die insbesondere mit dem Potenzial des indischen Marktes verbunden sind“.</em></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/afghanistan-eine-herausforderung-fur-zentralasien/">Afghanistan – eine Herausforderung für Zentralasien</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Ist ein Frieden in Afghanistan wirklich gleichzusetzen mit ‚regionaler Integration‘? Derzeit scheint das Thema eher die Ursache der Spannungen zu sein. Insbesondere Turkmenistan und Usbekistan hegen Ansprüche für den Wiederaufbau in Afghanistan und verhalten sich mehr als Konkurrenten, als wie Partner.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Héloïse Dross</strong><strong>, Redakteurin für Novastan</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Französischen von Robin Shakibaie</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Staatsbesuch des turkmenischen Präsidenten in Usbekistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Apr 2018 18:25:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Gurbanguly Berdimuhamedow]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der turkmenische Pr&#xE4;sident&#xA0;Gurbanguly Berdimuchammedow&#xA0;war am 23. und 24. April auf Staatsbesuch in Usbekistan. Dieser lange vorbereitete Besuch f&#xFC;hrte nicht zu bedeutenden Vereinbarungen, war aber eine Gelegenheit, viele Symbole der Ann&#xE4;herung zwischen den beiden Nachbarl&#xE4;ndern hervorzuheben. Am Dienstag, den 24. April, beendete der turkmenische Pr&#xE4;sident Gurbanguly Berdimuhamedov seinen zweit&#xE4;gigen Staatsbesuch in Taschkent, der Hauptstadt Usbekistans. Bei [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Der turkmenische Präsident Gurbanguly Berdimuchammedow war am 23. und 24. April auf Staatsbesuch in Usbekistan. Dieser lange vorbereitete Besuch führte nicht zu bedeutenden Vereinbarungen, war aber eine Gelegenheit, viele Symbole der Annäherung zwischen den beiden Nachbarländern hervorzuheben.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Am Dienstag, den 24. April, beendete der turkmenische Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gurbanguly_Berdimuhamedow">Gurbanguly Berdimuhamedov</a> seinen zweitägigen Staatsbesuch in Taschkent, der Hauptstadt Usbekistans. Bei seinem ersten Besuch während der Präsidentschaft von <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/wer-ist-der-neue-praesident-usbekistans/">Schawkat Mirsijojew</a> äußerte sich der turkmenische Präsident relativ spärlich. Die Hauptinformation wurde vom usbekischen Präsidenten enthüllt. Mirsijojew kündigte die Teilnahme seines Landes an Turkmenistans Flaggschiff-Entwicklungsprojekt an &#8211; den Bau der <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/die-taliban-bieten-an-entwicklungsprojekte-des-afghanischen-staates-zu-schutzen/">TAPI-Pipeline</a> (Turkmenistan &#8211; Afghanistan &#8211; Pakistan &#8211; Indien).</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Usbekistan nimmt am TAPI-Projekt teil<br />
</strong>„<em>Die TAPI ist ein sehr ehrgeiziges Projekt, das Frieden und Stabilität bringt, die wir zusammen in Afghanistan schaffen wollen</em>“, <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2018/04/23/tapi/">sagte Mirsijojew</a> bei der gemeinsamen Pressekonferenz. &#8222;<em>Wir haben uns darauf geeinigt, dass auch Usbekistan an diesem Projekt teilnehmen wird. Wir werden mit unseren turkmenischen Freunden eine gemeinsame Basis finden und an diesem großartigen Projekt teilnehmen</em>&#8222;, fügte er hinzu.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/afghanistan-eine-herausforderung-fur-zentralasien/">Afghanistan – eine Herausforderung für Zentralasien</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">„<em>Ich bin sehr dankbar, dass der Präsident von Turkmenistan sich bereit erklärt hat und unsere Vertreter beauftragt hat, nach unserem Treffen nach Aschgabat (Turkmenissche Hauptstadt  Anm. d. Red.)  zu kommen, damit sie beginnen, sich auf die Parameter zu einigen, innerhalb derer wir unsere Teilnahme an dem Projekt definieren können</em>&#8222;, sagte Mirsijojew.</p>
<p style="text-align: justify">Das Projekt ist von größter Bedeutung für die turkmenische Strategie, den Gasexport zu diversifizieren.  Dieser ist derzeit völlig von nur einem Kunden abhängig &#8211; China. Die Teilnahme von Taschkent in dem Projekt, über die seit  über 20 Jahren geredet wird, und die durch die Wiederkehr der gewaltätigen Situation in Afghanistan verzögert wurde, scheint ein Zeichen für die Bereitschaft der usbekischen Außenpolitik zu sein, mehr in die Zusammenarbeit mit seinem turkmenischen Nachbarn zu investieren.</p>
<p><figure id="attachment_13549" aria-describedby="caption-attachment-13549" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-13549" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/revue-militaire-turkmen-ouzbek-1024x682-1024x682.jpg" alt="" width="1024" height="682" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/revue-militaire-turkmen-ouzbek-1024x682.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/revue-militaire-turkmen-ouzbek-1024x682-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/revue-militaire-turkmen-ouzbek-1024x682-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/revue-militaire-turkmen-ouzbek-1024x682-128x86.jpg 128w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13549" class="wp-caption-text">Der offizielle Staatsempfang für den turkmenischen Präsidenten</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Mehr als 30 Vereinbarungen unterzeichnet<br />
</strong>Während der <a href="http://president.uz/ru/lists/view/1659">Pressekonferenz </a>am 23. April in Taschkent wurden 17 Dokumente unterzeichnet. Sie betreffen die Entwicklung der interregionalen Zusammenarbeit, die Eröffnung des Handelshauses &#8222;<a href="http://uzbekistan24.uz/ru/novosti/19/5810/">Amoul</a>&#8222;, die Organisation der Handelsentwicklung, den Verkehr, Transit, Landwirtschaft, Wissenschaft und Technologie, Gewerkschaften und Sport.</p>
<p style="text-align: justify">15 weitere Dokumente wurden zwischen den Hochschulen beider Länder sowie bezüglich der Zusammenarbeit im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien unterzeichnet. Diese Dokumente kündigen keine größeren Entscheidungen an, sondern kleine Schritte zu mehr Kooperation. So zum Beispiel die <a href="http://uznews.uz/ru/article/10015">Vereinbarung auf der Pressekonferenz</a> zur gemeinsamen Nutzung von Funkwellen in grenzüberschreitenden Gebieten um den Empfangsbereich der beiden nationalen Radiounternehmen zu verbessern.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Positive Geschäftsbeziehungen<br />
</strong>Die Entwicklung des <a href="http://www.president.uz/ru/1658">wirtschaftlichen Austauschs</a> stand im Mittelpunkt der Gespräche zwischen den beiden Präsidenten in Taschkent. Die beiden Staaten beschrieben die positive Dynamik des Handels, der im ersten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahr um 55% zunahm. Bei den Diskussionen wurden auch Gespräche geführt, um die Entwicklung der Infrastruktur, einschließlich des Straßenverkehrs, zwischen den beiden Ländern fortzusetzen. Eine Eisenbahnbrücke, die die beiden Länder verbindet, wurde während des Besuchs von Schawkat Mirsijojew in Turkmenistan im März 2017 eingeweiht.</p>
<p style="text-align: justify">Auf der Pressekonferenz schlug der turkmenische Präsident Usbekistan vor, den neuen Hafen von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCrkmenba%C5%9Fy_(Stadt)">Turkmenbaschi </a>am Kaspischen Meer zu nutzen, den er am zweiten Mai einweihen wird. Der Vorschlag ist von besonderer Bedeutung für Usbekistan, einer von weltweit nur zwei <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Binnenstaat">Binnenstaaten</a>, die ausschließlich von anderen Binnenstaaten umgeben sind. Insgesamt seien Verträge im Wert von 250 Millionen Dollar unterzeichnet worden, berichtet der Nachrichtensender <a href="http://uzbekistan24.uz/ru/novosti/19/5810/">Usbekistan24</a>.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Die Beziehung zu Turkmenistan ist für die usbekische Diplomatie am anspruchsvoll</strong><br />
Seit <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/usbekische-praesidentschaftswahlen-mirsijojew-mit-8861-der-stimmen-gewaehlt/">seiner Wahl im Dezember 2016</a> konzentriert sich die Außenpolitik Präsident Mirsijojew auf die Verbesserung der <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/schawkat-mirsijojews-erste-auslandsbesuche-zuerst-die-nachbarn/">Beziehungen zu seinen zentralasiatischen Nachbarn</a>. Diese Politik wurde während des Wahlkampfs im Oktober 2016 angekündigt und seither kontinuierlich fortgesetzt. Turkmenistan war zur Überraschung von Beobachtern <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/erster-staatsbesuch-des-neuen-usbekischen-praesidenten-in-turkmenistan/">das erste Land</a>, dem der neue usbekische Präsident am 6. und 7. März 2017 einen Staatsbesuch abstattete. Den Worten des usbekischen Präsidenten auf der gemeinsamen Pressekonferenz vom 23. April zufolge hat dies den bilateralen Beziehungen neue Impulse gegeben.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/schawkat-mirsijojews-erste-auslandsbesuche-zuerst-die-nachbarn/">Schawkat Mirsijojews erste Auslandsbesuche: Zuerst die Nachbarn</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Turkmenistan ist das Land, mit dem die Diskussionen und der Austausch der usbekischen Diplomatie am zahlreichsten und beständigsten waren. Wie der usbekische Präsident bei der gemeinsamen Pressekonferenz betonte, besuchten im Jahr 2017 mehr als 40 usbekische Delegationen Turkmenistan, die Gegenseite schickte im Gegenzug drei Delegationen nach Taschkent. Die Ergebnisse entsprechen jedoch nicht dem diplomatischen Engagement Taschkents, insbesondere im Vergleich zu <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/hintergrund-mirsijojews-historischer-besuch-in-duschanbe/">Tadschikistan </a>und <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/mirsijojews-historischer-besuch-in-kirgistan/">Kirgisistan</a>.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/hintergrund-mirsijojews-historischer-besuch-in-duschanbe/">Mirsijojews historischer Besuch in Duschanbe</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Der Erfolg der usbekischen Offenheitspolitik zeigt sich vor allem in den Beziehung zum tadschikischen Nachbarn. Während des Staatsbesuchs von Schawkat Mirsijojew in Duschanbe <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/hintergrund-mirsijojews-historischer-besuch-in-duschanbe/">im letzten März</a> wurden die Visa zwischen den beiden Ländern annulliert und die gemeinsamen Grenzen fast vollständig reguliert. Die Qualität der persönlichen Beziehung der beiden Präsidenten wird ständig durch Fotos Hand in Hand oder Umarmungen unterstützt, sobald sie sich treffen.</p>
<p><figure id="attachment_13550" aria-describedby="caption-attachment-13550" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-large wp-image-13550" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/comparaisonberdirahmon-1024x628-1024x628.jpg" alt="" width="1024" height="628" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/comparaisonberdirahmon-1024x628.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/comparaisonberdirahmon-1024x628-300x184.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/comparaisonberdirahmon-1024x628-768x471.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13550" class="wp-caption-text">Vergleich der Begrüßung nach der Landung des Präsidentenflugzeugs des turkmenischen (links) und des tadschikischen (rechts) Präsidenten</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify">Es ist interessant festzustellen, dass die Beziehung zwischen Gurbanguly Berdimuchammedow und Schawkat Mirsijojew fotografisch gesehen distanzierter sind und keine Momente der physischen Komplizenschaft aufweisen, wie bei seinem tadschikischen Gegenstück. Der turkmenische Präsident hat Mirsijojew bei dessen Besuch in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Awaza">Awaza </a>an der kaspischen Küste Turkmenistans mit ins Fitnessstudio genommen und ist mit ihm Rad gefahren, aber das macht erregelmäßig auch mit seinen eigenen Ministern.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>&#8222;Alle Fragen gelöst&#8220;, oder doch nicht?</strong><br />
Obwohl der usbekische Präsident auf der <a href="http://www.president.uz/ru/1659">gemeinsamen Pressekonferenz</a> am 23. April sagte, dass &#8222;keine ungelösten Probleme mehr bestehen&#8220;, bleiben viele Punkte ungelöst. Das fängt schon mit der genauen Anzahl der Abkommen an, die seit der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen 1993 zwischen den beiden Ländern unterzeichnet wurden. Nach dem offiziellen turkmenischen Kommuniqué, das während Berdimuchammedow  Staatsbesuch von der staatlichen Nachrichtenagentur <a href="http://tdh.gov.tm/news/articles.aspx&amp;article12448&amp;cat11">TDH</a> veröffentlicht wurde, sind es 180. Einer ähnlichen Mitteilung der usbekischen offiziellen Agentur <a href="http://jahonnews.uz/ru/aktualno/124/45878/">Jahon </a>zufolge sind es 200.</p>
<p style="text-align: justify">Mit Turkmenistan hat Usbekistan, im Gegensatz zu Tadschikistan, kein visumfreies System für seine Bürger eingeführt. Allerdings hat Turkmenistan mit keinem Land ein visumfreies Abkommen. Die Situation in Turkmenistan ist jedoch ähnlich wie in Tadschikistan: Viele Familien sind durch die Grenze zu Usbekistan getrennt und können in ihrer fernen Hauptstadt keine Visa erhalten, da dies zu teuer ist.</p>
<p style="text-align: justify">Noch schwieriger ist die fehlende Einigung über den Verlauf der Grenzen zwischen den beiden Ländern. Das seit dem usbekischen Besuch vergangene Jahr hat offenbar nicht ausgereiche, um die verschiedenen Grenzfragen zu lösen. Am 2. April 2018 fand nach Angaben der offiziellen usbekischen Nachrichtenagentur <a href="http://uza.uz/en/politics/on-uzbekistan-turkmenistan-negotiations-on-delimitation-and--02-04-2018">Uza.uz</a>  ein Treffen einer zweiteilige Kommission zur Abgrenzung der gemeinsamen Grenze statt und einigte sich darauf, dass man weiter verhandeln werde. Die gemeinsame Grenze wird hauptsächlich durch den Fluss Amudarja gebildet, und die Meinungeverschiedenheiten beziehen sind vor allem auf die Verteilung der Wasserressourcen. Im Moment basieren diese auf dem Prinzip einer <a href="http://tdh.gov.tm/news/articles.aspx&amp;article12464&amp;cat11">50-50-Verteilung</a>. In der Tat wurde auf der gemeinsamen Pressekonferenz der beiden Präsidenten angekündigt, dass eine bilaterale Kommission zur gemeinsamen Bewirtschaftung der Wasserressourcen geschaffen werden soll.</p>
<p style="text-align: justify">Die Beziehungen zu Turkmenistan stehen auch im Zeichen eines Wettbewerbs um den Export von Strom nach Afghanistan. Turkmenistan hat den Bau einer Stromlinie nach Afghanistan angekündigt, was einer Konkurrenz mit Taschkent gleichkäme.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Symbole der Wiederannäherung</strong></p>
<p style="text-align: justify">Angesichts der Komplikationen in der Beziehung zu einem neutralen, aber oft zum Isolationismus neigenden Turkmenistan, hatte der usbekische Präsident anscheinend beschlossen, starke Symbole der bilateralen Beziehungen zu aktivieren. <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2018/04/23/welcome/?utm_source=push&amp;utm_medium=facebook">Tausende von Studenten</a> mit den Fahnen der beiden Länder erwarteten die Ankunft des turkmenischen Führers am Morgen des 23. April um sie zu schwenken, als er vorbeifuhr. Das gleiche passierte bei seiner Abreise am Dienstag.</p>
<p style="text-align: justify">Die Fotografin Umida Akhmedova schrieb auf ihrer <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=2081761208531372&amp;set=a.156870617687117.31285.100000925384876&amp;type=3&amp;theater">Facebook-Seite</a>, das ein Staatsbesuch seit der Sowjetzeit nicht so vorbereitet wurde, als <a href="https://www.net-film.ru/en/film-5886/">Fidel Castro</a> im Jahr 1963 Taschkent besuchte. Der Empfang erinnerte an den Empfang, den Berdimuchammedow seinem Gastgeber im letzten Jahr bereitet hatte. Die Mobilisierung von Tausenden Studenten entlang der Fahrtrouten von Gästen ist gängie Praxis in Turkmenistan.</p>
<p style="text-align: justify">Seit einem Jahr entsteht im Zentrum von Taschkent auf 10 Hektar der nach der turkmenischen Hauptstadt benannte Park &#8222;Aschgabat&#8220;. Dieser Park wurde am 23. April von den beiden Präsidenten <a href="http://www.president.uz/ru/1663">mit großem Pomp</a> eröffnet. Die wichtigsten Symbole von Aschgabat, wie die Brunnen und Pferdeskulpturen Akhal-Teke und der neue Flughafen in Form eines Vogels, markieren die symbolische Bedeutung Turkmenistan im Herzen der usbekischen Hauptstadt.</p>
<p><figure id="attachment_13552" aria-describedby="caption-attachment-13552" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-large wp-image-13552" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/parcachgabattachkent-1024x681-1024x681.jpg" alt="" width="1024" height="681" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/parcachgabattachkent-1024x681.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/parcachgabattachkent-1024x681-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/parcachgabattachkent-1024x681-768x511.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/parcachgabattachkent-1024x681-128x86.jpg 128w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13552" class="wp-caption-text">Der Aschgabatpark in Taschkent, mit einem Gebäude in Form des Flughafens von Aschgabat.</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify">Dieser Park befindet sich an einer der größten und ältesten Alleen in Taschkent, die nach dem berühmten turkmenischen Dichter <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Magtymguly_Pyragy">Magtymguly Pyragy</a> bekannt ist. Die beiden Präsidenten enthüllten auch ein Denkmal für diesen Dichter. In <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Xiva">Chiwa </a>, in der Region <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Xorazm">Xorazm,</a> besuchten die beiden Präsidenten auch die <a href="http://tdh.gov.tm/news/articles.aspx&amp;article12494&amp;cat11">Koranschule</a>, in der Magtympuly Pyragy im 18. Jahrhundert studierte.</p>
<p><figure id="attachment_13551" aria-describedby="caption-attachment-13551" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-13551 size-large" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/presidentturkmenistantachkentmagtymguly-1024x682-1024x682.jpg" alt="" width="1024" height="682" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/presidentturkmenistantachkentmagtymguly-1024x682.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/presidentturkmenistantachkentmagtymguly-1024x682-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/presidentturkmenistantachkentmagtymguly-1024x682-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/presidentturkmenistantachkentmagtymguly-1024x682-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13551" class="wp-caption-text">Die beiden Präsidenten bei der Enthüllung des Denkmals für Magtymguly Pyragy.</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify">Der usbekische Präsident selbst hat im vergangenen Jahr dreimal den Park und die Allee besucht, um sich selbst davon zu überzeugen, dass sie den Ambitionen seiner Politik gegenüber Turkmenistan gewachsen sind. Damit demonstrierte er die Bedeutung, die Mirsijojew diesen Symbolen beimisst.</p>
<p style="text-align: justify">Neben Symbolen gab es auch Schmeicheleien. In der Bibliothek des Kulturzentrums im Haus der Turkmenisch-usbekischen Freundschaft, die von den beiden Präsidenten  am 24. April in einem mehrheitlich turkmenischen Dorf in der Region <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Xorazm">Xorazm</a> <a href="http://tdh.gov.tm/news/articles.aspx&amp;article12489&amp;cat11">eröffnet </a>wurde, waren die Werke des turkmenischen Präsidenten geschickt hervorgehoben. Im <a href="http://www.president.uz/ru/1665">Kommuniqué </a>der usbekischen Präsidentschaft heißt es auch, dass diese Veranstaltung &#8222;einen großen Eindruck auf diese Gäste gemacht&#8220; habe.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Ein turkmenischer Besuch zur Zeit der Öffnung von Usbekistan<br />
</strong>Abgesehen von diesen Aufmerksamkeiten war der Besuch von Gurbanguly Berdimuchammedow vor allem ein Fototermin. Während Schawkat Mirsijojew Turkmenistan besuchte, ein Land, in dem das Präsidentenbild sehr kontrolliert wird, hatte es nur wenige Bildern gegeben. Bei diesem Besuch war es möglich,  die Landung desturkmenischen Präsidenten in Usbekistan live auf <a href="http://uzbekistan24.uz/ru/">Usbekistan24</a> mitzuverfolgen, einem ein Live-Nachrichtensender, der vor einem Jahr unter der Führung des usbekischen Präsidenten gegründet wurde.</p>
<p style="text-align: justify">In den sozialen Medien gab es Spott für die hastigen Vorbereitungen für den Besuch, so die eilige Reperatur des Asphalts der Magymguly Avenue. Eine Quelle der Überraschung für die Fotografin <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=2081761208531372&amp;set=a.156870617687117.31285.100000925384876&amp;type=3&amp;theater">Umida Akhmedova</a> war die Passivität der Polizei, die das Filmen oder Fotografieren dieser Vorbereitungen nicht mehr verbietet.</p>
<p style="text-align: justify">Einige kritisierten auch stark die Verpflichtung, dass Studenten auf dem Weg des turkmenischen Präsidenten mit Fahnen stehen sollten, unter anderem die Facebook-Seite <a href="https://www.facebook.com/TrollUZB/photos/a.144391492430492.1073741828.144367285766246/762648350604800/?type=3">Troll.uz</a>, die in der usbekischen Hauptstadt sehr beliebt ist. Wie durch der Administrator der Seite erwähnte, erlaubte die Geschwindigkeit &#8211; zu sehen in diesem <a href="https://www.facebook.com/Mirziyoyev/videos/1008302142667240/?notif_id=1524468522465870&amp;notif_t=live_video">offiziellen Video</a> &#8211; mit der die Kolonne des turkmenischen Präsident vorbeifuhr, ihm sicherlich nicht, das Schauspiel der Studenten zu genießen, die seit 7 Uhr morgens an den Straßenrändern gewartet hatten, obwohl der Präsident erst gegen 10:30 Uhr vorbeifuhr. <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=139422336908573&amp;set=gm.1698803720197533&amp;type=3&amp;theater">Ähnliche Szenen</a> wurden in sozialen Medien aus Chiwa berichtet, wo der turkmenische Präsident am zweiten Tag seines Besuchs in Usbekistan vorbeikam. DAs usbekischen online Medium <a href="https://anhor.uz/events/reakciya-socsetey-studenti-vstrechayut-prezidenta-turkmenistana">Anhor.uz</a>, fragte offen, ob es gut sei, Unterricht zu verpassen, um bei der Verabschiedung der turkmenischen Präsidentenkolonne anwesend zu sein.</p>
<p style="text-align: justify">Trotz dieser Kritik scheint die Politik der „Freundschaft der Völker“ der Region, die vom usbekischen Präsidenten ins Leben gerufen wurde und an einen ähnlichen sowjetischen Slogan erinnert, erfolgreich zu sein. Die <a href="http://tdh.gov.tm/news/articles.aspx&amp;article12469&amp;cat11">Aussage </a>des turkmenischen Präsidenten Berdimuchammedow, der vorschlug, einen „Konsultativrat der zentralasiatischen Staatschef“ zu formen, machte einen wichtigen Vorschlag wieder aktuell, der auf einer Tagung der zentralasiatischen Führer in Astana am 15. März diesen Jahres gemacht worden war, auf dem er turkmenische Präsident <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/astana-ein-gipfel-fur-nichts/">abwesend war</a>. Hat der mit großem Pomp veranstaltete Staatsbesuch in Usbekistan den turkmenischen vielleicht doch überzeugt, regionalen Offenheitspolitik von Präsident Mirsijojew zu folgen?</p>
<p style="text-align: right"><strong>Die Redaktion</strong><strong><br />
</strong><strong>Aus dem Französischen von Folke Eikmeier<br />
</strong><strong>Novastan-Chefredakteur in Bischkek</strong></p>
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		<title>Die Taliban bieten an, Entwicklungsprojekte des afghanischen Staates zu schützen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2016 12:51:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Taliban haben am 29. November ihren Schutz f&#xFC;r nationale Entwicklungsprojekte der Regierung angeboten. Wenngleich diese Neuigkeit mit Skepsis von den Beh&#xF6;rden angesehen wird, k&#xF6;nnte sie den Beginn einer politischen Umgestaltung Afghanistans markieren, die einen direkten Einfluss auf die Freigabe der Projekte TAPI und CASA-1000 h&#xE4;tte, welche Zentralasien direkt betreffen. Nachdem die Taliban 2001 durch [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Die Taliban haben am 29. November ihren Schutz für nationale Entwicklungsprojekte der Regierung angeboten. Wenngleich diese Neuigkeit mit Skepsis von den Behörden angesehen wird, könnte sie den Beginn einer politischen Umgestaltung Afghanistans markieren, die einen direkten Einfluss auf die Freigabe der Projekte TAPI und CASA-1000 hätte, welche Zentralasien direkt betreffen.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Nachdem die Taliban 2001 durch die Kraft der NATO-Intervention vertrieben wurden, begannen sie mit einer Phase des Aufstands gegen die neue Macht, welche bis heute andauert. Die 15 Jahre des folgenden Kriegs haben das Land in einen kritischen Zustand versetzt, mit einer extrem schwachen Wirtschaft und verwüsteter Infrastruktur. Der Konflikt hat in den letzten Jahren jedoch mit dem schrittweisen Rückzug der westlichen Koalition ein neues Gesicht angenommen, der das Kräfteverhältnis neu gestaltet hat. Ein neues politisches und militärisches Gleichgewicht zwischen Kabul und den Aufständischen hat sich eingestellt.</p>
<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/die-ruckkehr-der-afghanischen-bedrohung-in-zentralasien/">Die Rückkehr der afghanischen Bedrohung in Zentralasien</a></strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Die Taliban bieten einen Schutz der Entwicklungsprojekte an<br />
</strong><br />
Durch den Afghanistan-Krieg, der ausländische Investoren vertrieb, ist das Land unfähig, sein Potenzial in natürlichen Ressourcen zu entwickeln und effiziente Infrastruktur aufzubauen. Doch in einer <a href="http://news.trust.org/item/20161129114126-ywz68/?source=reTheWire">neuen Erklärung vom 29. November </a>haben die Taliban verkündet, dass sie bereit seien,  die wichtigsten Projekte der Regierung im Land zu schützen.</p>
<p style="text-align: justify">Die Taliban betonen, dass ihr Kampf gegen die ausländischen Kräfte und die von ihnen unterstütze Regierung gerichtet ist, aber auf keinen Fall gegen die Bevölkerung selbst. <em>„Das Islamische Emirat befürwortet nicht nur die nationalen Projekte, die im Interesse des Volkes sind und zu einer Entwicklung der Nation führen, sondern es ist ebenso engagiert, diese zu schützen“,</em> wird in der Erklärung ausgeführt. Indem sie sich wie Verteidiger der Entwicklung des Landes positionieren, demonstrieren sie die Unfähigkeit der Regierung, diese Rolle selbst zu gewährleisten.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>In Richtung einer Freigabe von TAPI und CASA-1000?<br />
</strong><br />
Außer der Auswirkungen auf die interne Politik Afghanistans könnte diese Wendung durchaus der Beginn einer neuen Periode der Beziehungen sein, die Kabul und seine zentralasiatischen Nachbarn unterhalten. Vor allem Turkmenistan oder Tadschikistan sind daran sehr interessiert, da deren geostrategische Priorität darin besteht, ihrer politischen Isolation zu entkommen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/neue-zugstrecke-verbindet-turkmenistan-und-afghanistan/">Neue Zugstrecke verbindet Turkmenistan und Afghanistan</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Auf diesem Weg könnten mehrere Projekte Zentralasien mit Afghanistan verbinden. Diese werden von ausländischen Mächten unterstützt – allen voran USA, China oder Russland – für welche die regionale Integration Afghanistans eine wichtige Voraussetzung für die Stabilisierung der Region ist. Allerdings haben die militärischen und politischen  Risiken des Landes bislang jegliche konkrete solcher Großprojekte Realisierung verhindert.</p>
<p style="text-align: justify">Jetzt aber haben die Taliban in ihrer Mitteilung ausdrücklich CASA-100 und TAPI als wichtige Projekte genannt. TAPI ist eine Pipeline, die es Turkmenistan ermöglichen soll, Gas nach Indien, Afghanistan und Pakistan zu liefern, und somit seine Abhängigkeit von China zu reduzieren.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/casa-1000-eine-elektrische-verbindung-zwischen-pakistan-afghanistan-tadschikistan-und-kirgisistan/">CASA-1000: Eine elektrische Verbindung zwischen Pakistan, Afghanistan, Tadschikistan und Kirgisistan</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Das CASA-1000-Projekt soll die Stromnetze von Kirgistan und Tadschikistan mit denen Afghanistans und Pakistans verbinden. Dieses Projekt würde den kleinen zentralasiatischen Republiken mit ihrem großen Wasserkraftpotenzial erlauben, ihren Überschuss in den Sommermonaten zu exportieren, während Pakistan und Afghanistan im Sommer unter chronischen Engpässen leiden.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Eine noch unsichere Situation<br />
</strong><br />
Die Präsidialverwaltung bleibt misstrauisch und unterstreicht, dass die Taliban für enorme Schäden der Infrastruktur des Landes in den Vormonaten verantwortlich sind. Der Sprecher des Präsidentenpalastes Schah Hussain Murtazawi hat verkündet „<em>abzuwarten, dass die Taliban ihre Erklärung in die Praxis umsetzen“</em>. In jedem Fall ist diese neue Stellungnahme sehr bedeutsam für die Umgestaltung der afghanischen politischen Landschaft und betont die zunehmende Bedeutung, welche die Taliban in den politischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten des Landes einnimmt.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Die Redaktion</strong></p>
<p style="text-align: justify">
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