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	<title>Sozialarbeit Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 May 2024 10:20:05 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Sozialarbeit Archives</title>
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		<title>Sozialarbeiter:innen in Tadschikistan: Dem Job treu bleiben trotz schlechter Bezahlung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 May 2024 10:20:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Drogenabhängigkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[HIV]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Soziale Arbeit ist in Tadschikistan vor allem Sache von gemeinn&#xFC;tzigen Organisationen. Insbesondere Frauen sind in diesem Beruf t&#xE4;tig, der zu den am schlechtesten bezahlten geh&#xF6;rt. Drei Frauen berichten, wie sie zur sozialen Arbeit kamen und warum sie trotz niedriger Geh&#xE4;lter und geringer Anerkennung weiterhin als Sozialarbeiterinnen t&#xE4;tig sind. In Tadschikistan existiert kein eigenst&#xE4;ndiger staatlicher Sozialdienst. [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Soziale Arbeit ist in Tadschikistan vor allem Sache von gemeinnützigen Organisationen. Insbesondere Frauen sind in diesem Beruf tätig, der zu den am schlechtesten bezahlten gehört. Drei Frauen berichten, wie sie zur sozialen Arbeit kamen und warum sie trotz niedriger Gehälter und geringer Anerkennung weiterhin als Sozialarbeiterinnen tätig sind.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In Tadschikistan existiert kein eigenständiger staatlicher Sozialdienst. Lediglich in den Stadtverwaltungen gibt es Mitarbeitende, die Sozialhilfe für ältere Menschen anbieten. Meist handelt es sich dabei um Hilfe beim Putzen, Gänge zum Supermarkt oder zur Apotheke. Außerdem gibt es einige soziale Organisationen, die Bedürftige unterstützen. Allerdings sind die Löhne sehr niedrig, weshalb nur wenige Menschen bereit sind, eine solche Arbeit zu übernehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>„Ich lerne für den Fall, dass wir ausreisen müssen“</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Sozialarbeiter:in ist der am schlechtesten bezahlte Beruf in Tadschikistan. Ich habe mich für diese Ausbildung entschieden, um für den Fall, dass wir auswandern, auch im Ausland Arbeit finden zu können. Sozialarbeiter:innen werden schließlich überall gebraucht. An der Universität wird uns alles Nötige beigebracht – wie man mit Älteren oder Menschen mit Behinderungen umgeht, und vor allem, dass man nicht auf Anerkennung hoffen sollte. Es ist der Beruf, in dem man am wenigsten Anerkennung erfährt. Es gibt einen Erstbesuch, einen Zweitbesuch und ein ganzes System, das in Tadschikistan noch nicht eingeführt wurde. Die Mitarbeiter:innen von Sozialdiensten erhalten hier keinerlei Sozialleistungen und ihre Bezahlung unterscheidet sich in Duschanbe von Bezirk zu Bezirk, je nachdem, welche Sponsor:innen es gibt</em>“, sagt Sarina, die im letzten Jahr an der Fakultät für Sozialarbeit studiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/ist-es-einfach-sozialarbeiterin-zu-sein/"><strong>Ist es einfach, Sozialarbeiterin zu sein?</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Studium ist bereits ihre dritte Ausbildung, zuvor war sie Grundschullehrerin und Buchhalterin. In diesem Jahr wird Sarina ihre Diplomarbeit zum Thema „Hilfe für Eltern von Kindern mit Behinderungen“ verteidigen. Mit 23 Jahren war sie als Sozialarbeiterin bei der NGO „Dasti Madad“ (Anm. d. Red.: Tadschikisch für „helfende Hand“) beschäftigt, die hilfsbedürftige Menschen unterstützt. Anschließend war sie Assistentin des Programmkoordinators und danach Leiterin eines Waisenhauses für Mädchen in Duschanbe. Ihre Kenntnisse in Psychologie und ihr Glaube an Gott kamen ihr bei der Arbeit zugute.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sarina ist der Meinung, dass es leichter ist, einer anderen Person zu helfen als sich selbst, dass man dafür aber seine Freizeit opfern muss. Zudem findet sie, dass alle Sozialarbeiter:innen eine Person an der Seite haben sollten, die zuhört und unterstützt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Durch den Sohn zum Beruf der Sozialarbeiterin gekommen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schachlo unterrichtet an einer Schule und arbeitete zwischen 2014 und 2023 parallel in einem Reha-Zentrum für Kinder mit Behinderungen. Im Privatleben gab es Schwierigkeiten – als die Kinder noch klein waren, zerbrach die Familie und Schachlo musste mit ihnen zurück zu ihrer Mutter ziehen, die ihr seitdem bei der Erziehung hilft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Reha-Zentrum lernte sie kennen, als sie es mit ihrem damals vierjährigen Sohn besuchte, der <a href="https://www.uniklinik-duesseldorf.de/patienten-besucher/klinikeninstitutezentren/klinik-fuer-orthopaedie-und-unfallchirurgie/funktionsbereiche/kinder-und-neuroorthopaedie/spezielle-krankheitsbilder/infantile-cerebralparese#:~:text=Bei%20der%20ICP%20handelt%20es,einen%20erh%C3%B6hten%20Muskeltonus%20(Spastik).">infantile Zerebralparese</a> hat. Kurz darauf begann sie, dort zu arbeiten. Zuvor absolvierte Schachlo eine Ausbildung bei ähnlichen Organisationen, bei denen lokale und ausländische Spezialist:innen unterrichten. Danach folgten zwei- bis dreimal jährlich Auffrischungskurse bei Organisationen wie „<a href="https://www.instagram.com/iroda.tj/?hl=de">Iroda</a>“, „Tschorbog“, „<a href="https://www.facebook.com/Rushdiinclusia/?locale=ru_RU">Ruschdi Inkljusija</a>“ und anderen statt (Anm. d. Red.: Dabei handelt es sich jeweils um eine Initiative von Eltern von Kindern mit Autismus, ein Rehabilitations-Zentrum für Kinder und Jugendliche sowie eine Organisation für Eltern von Kindern mit Behinderungen).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/diskriminierung-von-frauen-mit-behinderungen-in-tadschikistan/"><strong>Diskriminierung von Frauen mit Behinderungen in Tadschikistan</strong></a><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Das Mitgefühl mit ‚besonderen Kindern‘ und der Wunsch, ihnen zu helfen, haben mich angetrieben, und dass ich dabei bei meinem Sohn sein kann. Auch als er dann in die Schule ging, blieb ich dort und habe viele gute Angebote abgelehnt. Die Bezahlung war ein Witz, aber im Zentrum habe ich nur zwei Tage in der Woche gearbeitet und die restliche Zeit an der Schule</em>“, erzählt Schachlo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gehalt betrug im ersten Jahr monatlich 150 und kurz vor Verlassen des Zentrums 560 tadschikische Somoni (Anm. d. Red.: entspricht aktuell 14 bzw. 51 US-Dollar). Familie und Freund:innen waren über diese Bezahlung beschämt, aber schätzten Schachlos Arbeit. Das Rehabilitationszentrum kümmert sich um die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern mit Beeinträchtigungen im Alter von 3 bis 7 Jahren. Dort können sie an Übungen teilnehmen, erhalten therapeutische Massagen und lernen, wie man richtig mit Schulmaterialien umgeht. Die Diagnose und die Schwere der gesundheitlichen Beeinträchtigung unterscheiden sich individuell, und manchmal gab es sehr schwierige Situationen, erinnert sich Schachlo.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">„<em>Der unangenehmste Moment bei meiner Arbeit war die Erkenntnis, dass manche Eltern sich weniger um die Möglichkeit sorgen, den körperlichen und geistigen Zustand ihrer Kinder zu verbessern, als vielmehr materielle Hilfe zu bekommen. Sie erwarten Medikamente und andere Produkte und glauben nicht an die Wirksamkeit von Therapien, obwohl ich als Beispiel meinen Sohn anführen konnte. Ich habe mit ihm vom Kindesalter an sowohl im Zentrum als auch daheim geübt, und trotz seiner infantilen Zerebralparese kann er selbstständig laufen und geht aktuell in die Schule</em>“, erzählt Schachlo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Transport zum Zentrum gibt es nicht und für viele war es schwer, zu den Übungen und Therapien dorthin zu fahren. In diesem Fall besuchten die Sozialarbeiter:innen die Familien daheim, wobei sie teilweise auch vor verschlossenen Türen standen. Mit der Arbeit im Rehabilitationszentrum hat Schachlo nicht etwa aufgehört, weil sie keine Lust mehr dazu gehabt hätte. Nach den neuen Regelungen des Zentrums ist eine gleichzeitige Beschäftigung bei einem anderen Arbeitgeber nicht mehr erlaubt und Schachlo hat sich für die Schule entschieden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wer, wenn nicht wir?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Marija arbeitet bei der Organisation „<a href="http://www.spinplus.org/eng/index.php">Spin-Plus</a>“, zu der sie durch die Bekanntschaft mit einem der Leiter kam. Er erzählte ihr, wie die Organisation Drogenabhängigen und HIV-positiven Menschen dabei hilft, Gesundheitsrisiken zu verringern, und manche auch unterstützt, in ein normales Leben zurückzukehren. Ihr gefiel die Idee, sich um diejenigen zu kümmern, denen die Gesellschaft den Rücken zugewandt hat. Kurz darauf begann sie, bei „Spin-Plus“ zu arbeiten, inzwischen sind es schon drei Jahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/wie-hiv-positive-frauen-in-tadschikistan-diskriminiert-werden/"><strong>Wie HIV-positive Frauen in Tadschikistan diskriminiert werden</strong></a><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Während ihres Studiums der sozialen Arbeit war nur ein einziger Mann unter den Studierenden. Marija findet das bedauernswert, insbesondere da in der sozialen Arbeit manchmal die körperliche Stärke eines Mannes gebraucht würde. „<em>Bei meiner Arbeit läuft nicht immer alles rund. Nicht jeder drogenabhängige oder HIV-positive Mensch ist bereit, sich zu öffnen. In den meisten Fällen kommen sie jedoch von selbst zu uns, um Hilfe zu erhalten. Mich motiviert der Wunsch, diesen Menschen zu helfen, ein Teil der Gesellschaft zu werden, und sie auf ihre Bedürfnisse und Probleme aufmerksam zu machen. Von einer Mehrheit der Bevölkerung erfahren sie Ablehnung und Diskriminierung und bekommen keine Möglichkeit, in ein normales Leben zurückzukehren. Jeder Mensch ist von großem Wert, er ist vor allem eine Persönlichkeit. Und jede:r von uns kann sich in einer Situation wiederfinden, mit der man nicht mehr alleine zurecht kommt</em>“, sagt Marija.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Organisation „Spin-Plus“ arbeiten viele Spezialist:innen und Marijas Aufgabe ist es, sterile Spritzen, Staubinden, Verhütungsmittel, Medikamente und andere Produkte zu verteilen. Eines der Ziele von „Spin-Plus“ ist es, das HIV-Risiko in gefährdeten Bevölkerungsteilen zu verringern. Bei ihrer Arbeit hat Marija oft mit emotionalem Burnout zu kämpfen, da viel Energie in die Unterstützung Hilfsbedürftiger fließt. In diesem Fall ist es nötig, eine Pause einzulegen, um mit neuen Kräften zurückkommen zu können. Für Marija kommt es nicht in Frage, diese Menschen im Stich und mit ihrer Sucht allein zu lassen. Irgendjemand müsse ihnen helfen, sonst würden sie untergehen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Anna Miftachowa für <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20240319/tri-prichini-pochemu-sotsrabotniki-tadzhikistana-poluchaya-mizernie-dengi-ne-uhodyat-s-raboti">Asia-Plus</a></strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russischen von Marie Schliesser</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a id="_msocom_1"></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Wenn es an Kompetenz mangelt, ist es einfacher, dies mit Geld zu kompensieren“ – Über Sozialarbeit in Kasachstan</title>
		<link>https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/wenn-es-an-kompetenz-mangelt-ist-es-einfacher-dies-mit-geld-zu-kompensieren-ueber-sozialarbeit-in-kasachstan/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Aislu Asan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Apr 2023 19:40:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Dinara Esimova]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien Sozial]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ZENTRALASIEN SOZIAL. Kasachstan braucht Sozialarbeiter:innen. In deren Ausbildung investiert der Staat aber kaum. Im Interview mit Almakz.Info spricht Dinara Esimova, Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrerin der Nationalen Allianz der Sozialarbeiter &#xFC;ber den Arbeitsalltag ihres Berufsstandes, die Ausbildungssituation an kasachstanischen Universit&#xE4;ten sowie den Mangel an Anerkennung. &#x201E;Zentralasien Sozial&#x201C; ist eine Reihe von Artikeln, die im Rahmen des Projekts &#x201E;Consolidation of [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>ZENTRALASIEN SOZIAL. Kasachstan braucht Sozialarbeiter:innen. In deren Ausbildung investiert der Staat aber kaum. Im Interview mit Almakz.Info spricht Dinara Esimova, Geschäftsführerin der Nationalen Allianz der Sozialarbeiter über den Arbeitsalltag ihres Berufsstandes, die Ausbildungssituation an kasachstanischen Universitäten sowie den Mangel an Anerkennung.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Zentralasien Sozial“ <em>ist eine Reihe von Artikeln, die im Rahmen des Projekts „Consolidation of CBR structures in Tajikistan, Kyrgyzstan, Uzbekistan and Kazakhstan and further professionalization of social work training using the CBR approach“ entstanden sind. Im Rahmen des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanzierten und von Caritas Deutschland in Tadschikistan durchgeführten Projektes hat Novastan eine journalistische Fortbildung rund um das Thema Soziale Arbeit organisiert.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Der folgende Artikel erschien am 30. August 2022 auf </em><a href="https://almakz.info/archives/2635"><em>Almakz.Info</em></a><em>. Wir übersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen drei Jahren standen für die Ausbildung von Sozialarbeiter:innen an den Universitäten in Kasachstan jährlich 350 Stipendien bereit. Angesichts dessen, dass Expert:innen von den Ministerien eine Anzahl von 4000 Stipendien jährlich einfordern, ist dies wenig. Im Vergleich dazu wurde im Jahr 2019 nicht ein einziges Stipendium für diese Studienrichtung vergeben.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Während an den Universitäten qualifizierte Sozialarbeiter:innen für die Arbeit mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen vorbereitet werden, werden soziale Hilfsleistungen in Kasachstan durch NGOs erbracht. Dabei versteht die Mehrheit der Kasachstaner:innen Sozialarbeiter:innen als Haushaltshilfen. Warum der Beruf der Sozialarbeiter:innen nicht als relevant erachtet wird und wie sich diese Situation ändern könnte, erzählt Dr. Dinara Esimova, Geschäftsführerin der <a href="https://www.napsw.kz/en">Nationalen Allianz der Sozialarbeiter</a>, im Gespräch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dinara, was ist das für ein Beruf, Sozialarbeiter:in?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dinara Esimova: Wir haben ein Gesetz über spezielle soziale Dienstleistungen. Vor allem Staatsbedienstete und NGOs kennen es, in der Bevölkerung weiß aber kaum jemand davon. Sozialarbeiter:innen sind diejenigen, die die in diesem Gesetz beschriebenen Hilfsleistungen erbringen. Die Bezeichnung „Sozialarbeiter“ war im Jahr 2009 viel im Gespräch, als das Gesetz erschien. Heute kann man sagen, dass der Begriff des Sozialarbeiters und die Definition im Gesetz größtenteils fehlen. Soziale Arbeit wird in anderen Ländern als ein konkreter Beruf verstanden, der sich dem Kampf gegen Armut, der Wohlfahrt, positiven Veränderungen in der Gesellschaft und der Ausweitung der Rechte und Möglichkeiten von Menschen widmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/wenn-ich-damals-richtig-aufgeklaert-worden-waere-haette-ich-nicht-so-viel-zeit-verloren-ueber-hiv-selbsthilfe-in-almaty/">„Wenn ich damals richtig aufgeklärt worden wäre, hätte ich nicht so viel Zeit verloren“ – Über HIV-Selbsthilfe in Almaty</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem Staat kommt das zugute. Jeder Dollar, der in Soziale Arbeit investiert wird, bringt 25 Dollar ein. Bei uns sind rund 79% aller Sozialarbeiter:innen Haushaltshilfen, die beim Putzen und dem Einkauf von Lebensmitteln unterstützen. Es gibt sie in jeder Stadt, jedem Bezirk oder Dorf. Auf dem Dorf können zu den Aufgaben der Sozialarbeiter:innen auch die Beschaffung von Kohle und Zubereitung von Essen hinzukommen. Ein Großteil der Sozialarbeiter:innen besitzt keine entsprechende Ausbildung. Würde man alle Sozialarbeiter:innen des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aqt%C3%B6be_(Gebiet)">Gebiets Aqtóbe</a> versammeln und sie fragen, wer von ihnen eine professionelle Ausbildung durchlaufen hat, würden wohl nur wenige die Hand heben. Dennoch gibt es auch unter ihnen einige, die eine vierjährige Ausbildung an der Universität erhalten haben, wir bilden sie in internationalen Kompetenzen aus und sie werden für 70.000 Tenge als „Hol- und Bringdienst“ in der Heimarbeit beschäftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das bedeutet, die Universitäten bilden Fachleute aus, aber Arbeit gibt es keine?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der staatliche Arbeitsmarkt ist nicht bereit, Fachleute einzustellen. Deshalb sage ich auch, dass es für den Beruf des Sozialarbeiters einen Auftrag von staatlicher Seite geben sollte. Wir betreiben Lobbyarbeit in dieser Angelegenheit, besonders in den Regionen. Aber diesen Prozess kontrollieren können wir nicht, zumindest erhalten wir als Antwort, dass die Regionen sich selbst im Klaren darüber sind, was sie benötigen. Außerdem wird das Arbeitsministerium nicht in der Lage sein, den Bedarf an Sozialarbeiter:innen zu begründen, da diese in Kasachstan nicht in die Kategorie der strategisch benötigten Berufe fallen. Und alle Stellen für Sozialarbeiter:innen werden mit Menschen ohne Ausbildung besetzt. Dagegen schreiben Arbeitgeber in anderen […] Staaten, wie etwa Aserbaidschan, vor, dass lediglich Personen mit einer entsprechenden beruflichen Qualifikation eingestellt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aber auch NGOs können doch qualifizierte Mitarbeiter:innen einstellen, oder nicht?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">NGOs nehmen staatliche Aufträge an, bei denen in den Bedingungen festgehalten ist, dass es einen qualifizierten Sozialarbeiter geben sollte. Sie können jedoch auch einfach einen entsprechenden Mitarbeiter einstellen und wieder entlassen und selbst diese Aufgabe übernehmen. Das ist nicht professionell. NGO-Mitarbeiter:innen brennen nicht darauf, zur Arbeit zu gehen und eine Ausbildung zu machen, weil für sie sowieso überall grünes Licht gegeben wird. Sie erhalten Fördergelder.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/rueckkehr-ins-normale-leben-ueber-obdachlosenhilfe-in-astana/"><strong>Rückkehr ins normale Leben – Über Obdachlosenhilfe in Astana</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber die Qualität der Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Verwirklichung von Förderprojekten misst niemand. In diesem Bereich gibt es keine Kontrolle. An den Universitäten in Kasachstan gibt es kein einziges reines Soziologieinstitut. Wenn wir 4000 Stipendien fordern, dann ist das die Anzahl an Fachleuten für eine Bevölkerung von 20 Millionen und man muss zusätzlich bedenken, dass die sozialen Umstände in unserem Land nicht die allerbesten sind. Aber wir sind uns auch im Klaren, dass selbst wenn es eine solche Anzahl an Stipendien gibt, es offen ist, ob unsere Institute in der Lage sind, jedes Jahr 4000 fähige Fachleute hervorzubringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das heißt, dass nicht nur NGOs, sondern auch Beamte Kompetenzen eines Sozialarbeiters haben sollten?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes Jahr verlieren bei uns mehr und mehr Familien die Fähigkeiten, selbstständig zu leben. Unterm Strich arbeiten alle nach dem Prinzip „Wir sind für diejenigen verantwortlich, die wir gezähmt haben“ [Anspielung auf ein Zitat aus <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_kleine_Prinz">Der Kleine Prinz</a>, Anm. d. Ü.]. Und dann beschweren sie sich, dass das Arbeitsministerium am meisten finanzielle Mittel erhält und diese für Sozialleistungen ausgegeben werden. Und Schuld daran ist nicht die Familie, sondern die Administration. Die Beamt:innen prüfen die Situation im Land nicht: die Entwicklung, was für Risiken und welche weiteren Möglichkeiten bestehen. Deswegen können sie auch keine richtig qualifizierte Hilfe leisten. Wenn es an Kompetenz mangelt, dann ist es einfacher dies mit Geld und Produkten zu kompensieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was könnte man von den Erfahrungen anderer Länder lernen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In Usbekistan wurden aus dem Kreis der Sozialarbeiter:innen bereits 12 Supervisor:innen ausgebildet. An der Nationalen Universität in Taschkent wurde bereits ein Institut für Soziale Arbeit eröffnet. Zusätzlich ist vorgesehen, Staatsbedienstete in Kompetenzen aus dem Bereich der Sozialen Arbeit zu schulen. In Kirgistan gibt es seit 2015 ein Sozialamt für Kinderschutz, das dem Ministerium für soziale Sicherung unterstellt ist. Bei uns ist das Komitee zum Schutz von Kinderrechten dem Bildungsministerium zugeordnet und das ist etwas ganz anderes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/ist-es-einfach-sozialarbeiterin-zu-sein/"><strong>Ist es einfach, Sozialarbeiterin zu sein?</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu kommt, dass es in Kirgistan ein Ministerium für Kinderschutz gibt, dessen Spezialist:innen Case Management betreiben, was bei uns nicht geschieht. Vor kurzem haben wir an einer Sommerschule in Deutschland teilgenommen. Allein eine Hochschule in Frankfurt bringt jährlich 2200 Spezialist:innen hervor und im benachbarten Mannheim sind es 600 Sozialarbeiter:innen. Deutschlandweit beläuft sich die Zahl jährlich auf rund 12.000 Sozialarbeiter:innen. Hierfür sind Fakultäten an den Universitäten eingerichtet. In Frankfurt ist die entsprechende Fakultät bereits 40 Jahre alt. Es spielt keine Rolle, über die Erfahrungen welches Landes wir sprechen. Hauptsache, wir reden darüber, was wir können und was nicht. Wir sollten unser eigenes Rezept kreieren hinsichtlich der optimalen Gesetzeslage, damit Sozialarbeiter:innen sich international austauschen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche Errungenschaften der Sozialen Arbeit motivieren Sie? Wie sind diese bereits für kasachstanische Familien greifbar geworden?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Man kann sagen, dass sich die Praxis der Sozialen Arbeit in unserem Land im Vergleich zur akademischen Disziplin weiterentwickelt hat. Wenn man etwa das Case Management betrachtet, also die soziale Begleitung von Familien, so erhält seit 2017 jede schwangere Frau sowie Familien mit Kindern unter 5 Jahren eine Beratung von einer ambulanten Pflegekraft. Wenn im Zusammenhang mit einer Familie Risiken bekannt sind, dann wird ein spezieller Plan zur sozialen Begleitung ausgearbeitet und die Familie an die Dienste der medizinischen Grundversorgung übergeben.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Heute ist Case Management nicht nur unter ambulanten Pflegekräften, sondern auch unter Allgemeinmediziner:innen und sogar Oberärzt:innen bekannt, nachdem dafür ein entsprechendes Programm ausgearbeitet und Zuschüsse gewährt wurden. Bei unserer Einschätzung legen wird nicht zugrunde, wie schlecht es in einer Familie läuft oder wodurch ein Mangel entsteht. Wir suchen positive Aspekte, um das Potenzial der Familie weiterzuentwickeln, damit sie langfristig auf eigenen Beinen stehen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aislu Asan für <a href="https://almakz.info/archives/2635">Almakz.Info</a></strong><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russischen von Marie Schliesser</strong></p>


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		<title>Ist es einfach, Sozialarbeiterin zu sein?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[rgolumov]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Feb 2023 11:18:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Caritas]]></category>
		<category><![CDATA[Shahritus]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien Sozial]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ZENTRALASIEN SOZIAL. Der Bereich der sozialen Arbeit gewinnt in Tadschikistan an Interesse, da das Risiko des Alterns im Land gr&#xF6;&#xDF;er wird und die Geburt von Menschen mit Entwicklungsbesonderheiten zunimmt. Umso wichtiger ist es , Fachleute in ihrer N&#xE4;he zu haben. &#x201E;Zentralasien Sozial&#x201C; ist eine Reihe von Artikeln, die im Rahmen des Projekts &#x201E;Consolidation of CBR [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>ZENTRALASIEN SOZIAL. Der Bereich der sozialen Arbeit gewinnt in Tadschikistan an Interesse, da das Risiko des Alterns im Land größer wird und die Geburt von Menschen mit Entwicklungsbesonderheiten zunimmt. Umso wichtiger ist es , Fachleute in ihrer Nähe zu haben.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Zentralasien Sozial“ ist eine Reihe von Artikeln, die im Rahmen des Projekts „Consolidation of CBR structures in Tajikistan, Kyrgyzstan, Uzbekistan and Kazakhstan and further professionalization of social work training using the CBR approach“ entstanden sind. Im Rahmen des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanzierten und von Caritas Deutschland in Tadschikistan durchgeführten Projektes hat Novastan eine journalistische Fortbildung rund um das Thema soziale Arbeit organisiert.</em> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2012 gibt es im Bezirk <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schahritus">Schahritus</a> im Süden Tadschikistans das „Zentrum für häusliche Sozialhilfe“. Dieses Zentrum wurde vom Ministerium für Gesundheit und Soziales dank der finanziellen Unterstützung der Europäischen Union und von Caritas Deutschland eröffnet. Momentan arbeiten 13 Mitarbeiter:innen im Sozialhilfezentrum, davon neun  Sozialarbeiter:innen. Eine von ihnen ist die 22-jährige Lailo Nuralijewa, die an der Universität von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bochtar">Bochtar</a> im dritten Jahr Grundschullehramt studiert. Seit 2021 arbeitet sie in diesem Beruf und unterstützt Menschen, die ihre Hilfe benötigen. Zurzeit betreut sie acht Personen. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Vielseitige Aufgaben</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Dienstleistungsnutzende &#8211; wie sie von den Sozialarbeiter:innen genannt werden – sind Personen, die Kund:innen eines sozialen Dienstes sind. Oftmals handelt es sich um Menschen mit Behinderungen oder um alleinstehende Personen. Das Wort ist unter den Sozialarbeiter:innen sehr beliebt, weil sie es als unethisch empfinden, von Kund:innen zu sprechen. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"> Ursprünglich hatte Lailo viele Schwierigkeiten bei der Kommunikation mit den Dienstleistungsnutzenden. Viele von ihnen wollten nur erfahrene Mitarbeiter:innen und sie hatte noch nie zuvor mit schwer kranken Menschen und Menschen mit Entwicklungsbesonderheiten gearbeitet. Sie musste dieses Handwerk von Null auf erlernen. Lailo wollte zuerst nicht, aber ihre Mutter überzeugte sie. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Meine Mutter arbeitet auch im sozialen Bereich und als sie mir erzählte, dass es für sie schwierig war, mit einigen ihren Dienstleistungsnutzenden umzugehen, dass sie unterschiedliche Charaktere und Temperament hatten und man jeden auf seine eigene Art und Weise behandeln müsse. Ich habe ihr nicht geglaubt. Jetzt sitze ich im selben Boot</em>“, schildert Lailo lachend während des Telefongesprächs. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/durch-not-zu-den-sternen/">Durch Not zu den Sternen</a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Aufgaben aller Sozialarbeiter:innen gehören Aufgaben wie die Hilfe für schwer Kranke. Zusätzlich zu den medizinischen Fähigkeiten, sind die psychologische Fähigkeiten und andere wichtige Fertigkeiten notwendig. Darüber hinaus kümmert sich Lailo ums Putzen, Waschen, Kochen. Wenn nötig geht sie auch Medikamente und Lebensmittel einkaufen oder sogar zur Bank, wenn ihre Dienstleistungsnutzenden eine Rente oder sozial Sozialgeld bekommen. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ein Job mit Zukunft</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Im August schickte uns der Direktor nach</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hissor">Hissor</a>, <em>im Sanatorium „Schohambari&#8220;, zur Fortbildung über soziale Arbeit. Dort waren Sozialarbeiter:innen aus verschiedenen Regionen und Städten. Uns wurde über das Case Management erzählt. Die Aufgabe eines Sozialarbeiters ist es nicht, eine &#8218;Dienerin&#8216; für Bedürftige zu sein, sondern sie unterstützen dabei, selbständiger zu werden</em>“, erzählt Lailo. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Früher haben andere Kolleg:innen ähnliche Erfahrungen gemacht. Sie wollten die Bedürftigen zur Selbstständigkeit motivieren. Aber anstatt den Anleitungen des Sozialarbeiters und dem Vorschlag zur Selbstständigkeit zu folgen, wandten sich die Dienstleistungsnutzenden sofort an das lokale Hokimiyat (Rathaus) mit Beschwerden, dass ihre Rechte verletzt werden würden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/menschen-mit-behinderung-in-zentralasien-uns-muss-man-nicht-bemitleiden/">Menschen mit Behinderung in Zentralasien: „Uns muss man nicht bemitleiden“ </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Dienstleistungsnutzende, haben die ganze Last der Hausarbeit auf die Sozialarbeiter:innen abgelegt, obwohl sie dazu selbst in der Lage wären. Sie glauben, dass dies ihre direkte Pflicht sei. Aber trotz der Schwierigkeiten in ihrem Beruf liebt Lailo ihre Arbeit und respektiert alle ihre Dienstleistungsnutzende. „<em>Ihre Kinder verließen sie, sie sind einsam und oft traurig. Wenn ich zu ihnen komme, freuen sie sich. Wir sprechen über verschiedene Themen beim Teetrinken. Manche schenken Leckereien und schicken sie zu mir nach Hause</em>”, schildert Lailo mit fröhlicher Stimme. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist sicherlich nicht einfach, in diesem Bereich zu arbeiten. Nicht jeder kann den Schmerz eines anderen teilen, auf einer Person zu hören, Ratschläge geben, unterstützen, mitfühlen und gleichzeitig ein Gesamtpaket sozialer Dienste bereitstellen. Daher haben sich eine große Anzahl von Sozialarbeiter:innen für diesen Beruf nach dem Ruf ihres Herzens entschieden.  Sozialarbeiter:in zu sein ist ein großes Privileg, da viele Fachleute ihre Arbeit lieben, schätzen und vor allem ihre Tätigkeit mit ihrer Seele durchführen, wie die Praxis in der Arbeit zeigt. </p>


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<p class="wp-block-paragraph"> In diesem Zusammenhang stehen Einrichtungen der sozialen Dienste vor der Aufgabe, durch die Analyse der Bedürfnisse älterer Menschen und Menschen mit Behinderungen ein höheres Niveau zu erreichen. Sie müssen das Angebot an Dienstleistungen erweitern, einschließlich der Einführung und Erweiterung von bezahlten Dienstleistungen, und die Effizienz des Filialnetzes verbessern. Der Nutzen des Sozialen Dienstes besteht darin, dass ältere Menschen, Personen mit Behinderungen und andere gefährdete Bevölkerungsgruppen durch auf eine qualitativ hochwertige Betreuung angewiesen sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Beruf wird immer gefragt sein. Lailo antwortet auf die Frage, ob sie in diesem Bereich weiterarbeiten möchte, dass sie nach dem Fortbildungsbesuch sehr viel und Neues für sich entdeckt hat. Und sie wird versuchen, sich nach dem Studienabschluss, für ein zweites Studium zu bewerben. Aber dieses Mal im Bereich der Sozialarbeit. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Rustambek Golumov</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russischen von Aida Amangulova</strong> </p>



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		<title>Rückkehr ins normale Leben &#8211; Über Obdachlosenhilfe in Astana</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Aislu Asan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Feb 2023 17:40:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Astana]]></category>
		<category><![CDATA[Obdachlosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien Sozial]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ZENTRALASIEN SOZIAL. Stra&#xDF;ensozialarbeit ist in Kasachstan wenig entwickelt. Obdachlosen stehen zwar sogenannte &#x201E;Zentren f&#xFC;r soziale Anpassung&#x201C; offen, allerdings erhalten sie dort keine Hilfe bei der R&#xFC;ckkehr in ein normales Leben. Diese Hilfe leisten Menschen wie Berik Orazbekov. &#x201E;Zentralasien Sozial&#x201C; ist eine Reihe von Artikeln, die im Rahmen des Projekts &#x201E;Consolidation of CBR structures in Tajikistan, [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>ZENTRALASIEN SOZIAL. Straßensozialarbeit ist in Kasachstan wenig entwickelt. Obdachlosen stehen zwar sogenannte „Zentren für soziale Anpassung“ offen, allerdings erhalten sie dort keine Hilfe bei der Rückkehr in ein normales Leben. Diese Hilfe leisten Menschen wie Berik Orazbekov.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><i data-stringify-type="italic">„Zentralasien Sozial“ ist eine Reihe von Artikeln, die im Rahmen des Projekts „Consolidation of CBR structures in Tajikistan, Kyrgyzstan, Uzbekistan and Kazakhstan and further professionalization of social work training using the CBR approach“ entstanden sind. Im Rahmen des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanzierten und von Caritas Deutschland in Tadschikistan durchgeführten Projektes hat Novastan eine journalistische Fortbildung rund um das Thema soziale Arbeit organisiert.</i></em> </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kasachstan gibt es nur sehr wenige Organisationen, die Obdachlosen helfen. Im Allgemeinen gibt es im Land keine Straßensozialarbeit, sondern staatliche „Zentren für soziale Anpassung“ für Menschen, die auf der Straße leben. Hierbei geht es hauptsächlich um eine Nacht im Warmen und Essen. Nicht alle Obdachlosen ertragen die dort herrschenden Freiheitseinschränkungen und stigmatisierenden Einstellungen. Und wenn sie sich vom Zentrum lossagen, können sie nicht sofort dorthin zurückkehren. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Eine Rückkehr ins normale Leben scheint unmöglich. Dem 46-jährigen Ospan aus Astana (Name geändert) ist dies gelungen. Dabei wurde er von fürsorglichen Menschen von der Nationalen Allianz der Sozialarbeiter:innen unterstützt. Darüber, wie man einem Obdachlosen hilft, aus einer schwierigen Lebenssituation herauszukommen, haben wir mit Berik Orazbekov, den Leiter der Allianz-Niederlassung in Astana, gesprochen.
</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Aus dem Leben auf die Straße</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Ospan hatte alles – Frau und Kinder, ein Business, Geld, Haus, Vieh und Auto. Er war gesund. Alles begann 2014 mit dem Alkohol, als seine Frau zu einem anderen ging und die Kinder mitnahm. Im Frühjahr 2020 lebte Ospan auf der Straße. Er stahl nicht, das Geld zum Leben erhielt er, indem er Metall sammelte. Barmherzige Menschen gaben Essen, Kleidung, Geld. Ospan lebte zwei Winter auf der Straße. Im „Zentrum für soziale Anpassung“ war er ein paar Mal. Aber er meint, dass es besser sei, auf der Straße zu leben. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Im Anpassungszentrum ist es wie im Gefängnis. Sie lassen dich nirgendwo hingehen, nur einmal am Abend. Und ich brauche Freiheit. Es ist besser, auf der Straße zu leben. Die Jungs dort haben ganze Tiere im Speisesaal abgeladen, aber Sie werden dennoch kein Stück Fleisch auf einem Teller finden. Ich habe noch nie erlebt, dass jemand Papiere bekommen hat oder ihm mit der Rente geholfen wurde. Man braucht fürsorgliche Menschen, die wirklich helfen wollen“</em>, teilt Ospan mit. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der mühsame Weg zu gegenseitigem Vertrauen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Der 40-jährige Berik Orazbekov ist ein solcher Mensch. Er arbeitet in einer IT-Firma und hilft abends und am Wochenende Menschen, die auf der Straße leben. Wie die meisten Menschen, die in Kasachstan in der Sozialarbeit tätig sind, entspricht dies nicht seiner Ausbildung. Berik ist studierter Physiker und Mathematiker. Aber was ihn von einem barmherzigen Passanten unterscheidet, der Essen und Kleidung bringt, ist der Versuch, die Probleme der Menschen auf der Straße umfassend zu lösen und ihnen zu helfen, zu einem normalen Leben zurückzukehren: Eine Arbeit und Wohnung finden, Beziehungen zu Verwandten wiederherstellen, sich einer Behandlung unterziehen und vor allem nicht wieder auf die Straße zurückkehren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Wunsch, Menschen zu helfen, führte ihn zu den Trainings der Allianz für Case Management. Er lernte Straßensozialarbeit mit Obdachlosen – eine erste und vertiefte Einschätzung der Situation, Kommunikationsfähigkeit, den Aufbau vertrauensvoller Beziehungen zu den Betreuten und die Fähigkeit, Menschen in einer schwierigen Lebenssituation zu begleiten. Er übte dies an realen Fällen mit Menschen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/leben-in-der-monostadt/"><strong>Leben in der Monostadt </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ospan nahm von Berik Hilfe an, aber er traute ihm nicht. Menschen, die auf der Straße leben, gehören laut dem kasachstanischen Innenministerium zu den am stärksten gefährdeten Gruppen, Opfer von Menschenhandel zu werden. <em>„Ospan rief mich an, als ihm kalt war und er Hunger hatte. Er erzählte mir von seinem Leben, akzeptierte warmes Essen, Kleidung, aber er vertraute mir nicht. Als es um die Behandlung in der Narkologie ging, lehnte Ospan ab und sagte, er habe nicht einmal Papiere. Er hatte Angst, man wolle ihn versklaven oder noch schlimmer – seine Organe verkaufen. Es hat vier Monate gedauert, Vertrauen aufzubauen“</em>, sagt Berik. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ospan verstand, warum er auf der Straße war und dass er selbst an allem schuld war. <em>„Ich habe mich gefragt, wie ich zu diesem Punkt gekommen bin! Deshalb bin ich zu niemandem gegangen und habe nur Allah um Hilfe gebeten. Als Berik seine Hilfe anbot, habe ich ihm nicht geglaubt, ich vertraue den Menschen nicht auf Anhieb. Ich habe ihm geglaubt, als ich gemerkt habe, dass er gute Absichten hat. Als er mir geholfen hat, innerhalb eines Tages Papiere zu bekommen“</em>, erinnert sich Ospan. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Rückkehr ins normale Leben</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Gegen den Alkoholismus ließ er sich freiwillig behandeln. Zwischen den Kursen kehrte er auf die Straße zurück. Berik suchte für ihn einen Job, erstellte einen Plan zu helfen – eine Bedarfsermittlung und einen individuellen Förderplan – wie man Ospan zu seinen Verwandten zurückbringt, was er tun könnte, wie man Geld verdient, was seine Stärken sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ospan trinkt seit einem halben Jahr nicht mehr. Er lernte den Beruf des Schweißers und fand selbst einen Job. Die Firma stellte ihm eine Unterkunft zur Verfügung. Er kommuniziert mit seinen Kindern, kauft für sie ein. Natürlich ist Ospan immer noch ein potenzieller Obdachloser. Es besteht die Gefahr, dass er auf die Straße zurückkehrt, wenn er seinen Job verliert. Beriks Plan ist es, Ospan zurück ins Unternehmertum zu bringen, was ihm Standfestigkeit verleihen würde. Und ihn an die Sozialarbeit heranzuführen. Arbeit mit denen, die wie er auf der Straße gelandet sind. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Entwicklung der Sozialarbeit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Berik ist sich sicher, dass es sehr wichtig ist, die Straßensozialarbeit mit Obdachlosen zu entwickeln. Menschen werden aus verschiedenen Gründen obdachlos. Es gibt soziale Gründe wie Mangel an bezahlbarem Wohnraum, Armut und Arbeitslosigkeit, aber auch Lebensereignisse – die Entlassung aus dem Gefängnis, aus der Vormundschaft oder aus der Armee. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Frauen fliehen vor Gewalt oder missbräuchlichen Beziehungen und landen so auf der Straße. <em>„Dafür brauchen wir nicht nur Notunterkünfte, sondern Organisationen mit umfassender professioneller Hilfe durch Ärzte, Psychologen, Sozialarbeiter und Rechtsanwälte. Wir brauchen die Zusammenarbeit mit AIDS-Zentren, Narkologie, öffentlichen Dienstleistungszentren, den Akimaten [Stadt- oder Regionalverwaltungen, Anm. d. Ü.]. Mit Ausbildung, Beschäftigung, individueller Begleitung einer Person [kommen wir] zu einem nachhaltigen Ergebnis“</em>, erklärt Berik. </p>


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<p class="wp-block-paragraph"> Interessant ist die Erfahrung der Wohltätigkeitsorganisation <a href="https://homeless.ru/">Notschleschka</a> (russ. Nachtlager), die Probleme von Obdachlosen in Moskau und St. Petersburg löst. Es gibt eine Unterkunft, in der sie essen und übernachten können, und abends fährt ein Bus mit Lebensmitteln und Medikamenten durch die Stadt. Es gibt eine Wäscherei mit Maschinen, in der man seine Sachen waschen und trocknen kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Man hilft alkoholabhängigen Obdachlosen und man hilft beim Erhalt von Dokumenten und staatlichen Leistungen. Man hilft dabei, einen Job zu bekommen. In 32 Jahren haben Zehntausende von Menschen Hilfe von Notschleschka erhalten. Die Einrichtung lebt von Spenden. Berik plant, die Finanzierung für ein solches Zentrum zu finden, basierend auf den wahren Geschichten derer, die erfolgreich waren. Es gibt wenige solcher Geschichten. Aber Dank der Nationalen Allianz der Sozialarbeiter:innen Kasachstans wird es mehr von ihnen geben. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Ayslu Asan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russischen von Robin Roth</strong> </p>



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