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	<title>Sicherheit Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Wed, 25 Feb 2026 18:02:37 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Sicherheit Archives</title>
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	<item>
		<title>Die OVKS startet ein Programm für Waffenlieferungen nach Tadschikistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2026 18:02:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Angesichts der anhaltenden Unsicherheiten an der afghanischen Grenze hat die Organisation des Vertrags &#xFC;ber kollektive Sicherheit (OVKS) Waffenlieferungen nach Tadschikistan aufgenommen und somit die zentrale Rolle des Landes in der regionalen Sicherheitsarchitektur best&#xE4;tigt. &#xDC;ber die milit&#xE4;rische Unterst&#xFC;tzung hinaus spiegelt dieser Schritt eine strategische Neuausrichtung der Organisation auf ihre s&#xFC;dliche Flanke in Zentralasien wider. Als &#x201E;Friedhof [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Angesichts der anhaltenden Unsicherheiten an der afghanischen Grenze hat die Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) Waffenlieferungen nach Tadschikistan aufgenommen und somit die zentrale Rolle des Landes in der regionalen Sicherheitsarchitektur bestätigt. Über die militärische Unterstützung hinaus spiegelt dieser Schritt eine strategische Neuausrichtung der Organisation auf ihre südliche Flanke in Zentralasien wider.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als „Friedhof der Imperien“ bleibt Afghanistan für seine Nachbarn ein Faktor chronischer Instabilität. An seiner Nordgrenze steht Tadschikistan seit mehreren Jahren im Mittelpunkt der regionalen Sicherheitsbedenken. Vor diesem Hintergrund hat die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_des_Vertrags_%C3%BCber_kollektive_Sicherheit">Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit</a> (OVKS) die Einleitung eines Programms zur Lieferung von Waffen nach Duschanbe bestätigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Hilfe ist <a href="https://eurasianet.org/mounting-worries-on-tajik-afghan-border-prompt-csto-action">laut Eurasianet</a> Teil einer umfassenderen Dynamik. In den letzten Wochen haben der russische Außenminister <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sergei_Wiktorowitsch_Lawrow">Sergej Lawrow</a> und der neue Generalsekretär der OVKS <a href="https://en.odkb-csto.org/structure/masadykov-taalatbek-shamudinovich.php">Taalatbek Masadykow</a> die zentrale Rolle Zentralasiens in der aktuellen Doktrin der Organisation <a href="https://www.aa.com.tr/en/asia-pacific/lavrov-says-central-asia-afghanistan-central-problems-for-collective-security-treaty-organization/3817845">hervorgehoben</a> und betont, dass die mit der Instabilität in Afghanistan verbundenen Risiken eingedämmt werden müssen. Auch wenn nur wenige Details über die genaue Art der gelieferten Ausrüstung bekannt gegeben wurden, ist das politische Signal klar: Tadschikistan wird zum wichtigsten Ankerpunkt des Sicherheitssystems der OVKS.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Waffenlieferungen als Zeichen wachsender Sicherheitsbedenken</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitslage verdeutlicht die Logik dieser Verstärkung. Tadschikistan teilt eine mehr als 1.300 Kilometer lange Grenze mit Afghanistan. Diese zeiht sich entlang einer schwer kontrollierbaren Bergkette, die von den regionalen Behörden regelmäßig als anfällig für Infiltrationen, Schmuggel und Aktivitäten bewaffneter Gruppen beschrieben wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Grenze, die aus den anglo-russischen Abkommen von 1895 hervorgegangen ist und dem Fluss <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pandsch">Pandsch</a> und dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amudarja">Amudarja</a> folgt, wird zudem von Kabul weiterhin angefochten. Seit der Rückkehr der Taliban an die Macht im Jahr 2021 ist sie zu einem Schwerpunkt für Moskau und die OVKS geworden, die eine fortschreitende Destabilisierung der Südflanke des postsowjetischen Raums verhindern wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der strategischen Bedeutung der angekündigten Maßnahme wurden nur wenige Details darüber veröffentlicht. Die Behörden machten weder Angaben zur genauen Art der betroffenen Ausrüstung noch zu deren Umfang, Zeitplan oder finanziellen Modalitäten. Diese Undurchsichtigkeit, die im militärischen Bereich und noch mehr innerhalb der OVKS häufig anzutreffen ist, unterstreicht jedoch die Sensibilität des Themas und den Wunsch, angesichts eines instabilen regionalen Umfelds politischen und strategischen Spielraum zu bewahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/vier-jahre-fuer-19-minuten-die-geschichte-von-aigerim-tleujanova-aktivistin-des-qantar/">Vier Jahre für 19 Minuten: Die Geschichte von Aıgerim Tleujanova, Aktivistin des Qantar</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang erscheint die militärische Hilfe nicht bloss als einfache Geste der Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten, sondern vielmehr als Instrument der präventiven Stabilisierung. Durch die Stärkung von Tadschikistans Kapazitäten versucht die OVKS in erster Linie, das als am stärksten gefährdet geltende Glied ihres regionalen Systems zu konsolidieren. Hierbei werden aber eher Risiken antizipiert als auf eine offene Krise zu reagiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dreh- und Angelpunkt der „Südfront” </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die jüngsten Zwischenfälle an der tadschikisch-afghanischen Grenze veranschaulichen die kollektive Dimension der Sicherheitsprobleme, mit denen die OVKS konfrontiert ist. Laut <a href="https://timesca.com/tajik-border-troops-kill-three-afghans-suspected-of-opium-smuggling/">The Times of Central Asia</a> haben tadschikische Grenzsoldaten am 29. Januar im <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Shamsiddin_Shohin_District">Bezirk Schamsiddin Schochin</a> fünf afghanische Staatsangehörige aufgegriffen, die des Opiumschmuggels verdächtigt wurden. Drei von ihnen wurden bei einem Fluchtversuch getötet. Vor Ort beschlagnahmten die Sicherheitskräfte drei Kalaschnikow-Sturmgewehre, etwa 150 Schuss Munition unterschiedlichen Kalibers sowie 73 Pakete Haschisch und Opium. Außerdem wurde ein Boot entdeckt, das zum Überqueren des Grenzflusses bestimmt war.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/mit-wem-hat-tadschikistan-freihandelsabkommen/">Mit wem hat Tadschikistan Freihandelsabkommen?</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Drogenhandel und der Waffenhandel aus Afghanistan versorgen seit Jahren Netzwerke, die über Zentralasien nach Russland führen, wodurch die tadschikisch-afghanische Grenze zu einem direkten Kontaktpunkt zwischen lokalen Bedrohungen und dem kollektiven Sicherheitsraum der Organisation wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Konstellation spielt Tadschikistan eine Rolle als Pufferstaat, dessen Stabilität jene des gesamten regionalen Systems bedingt. Eine anhaltende Verschlechterung der Lage im Süden wäre nicht nur eine bilaterale Herausforderung, sondern könnte auch eine Kettenreaktion auslösen: eine Zunahme illegaler Ströme in die Nachbarstaaten, einen erhöhten Druck auf die Kontrollkapazitäten der OVKS-Mitglieder und letztlich eine Schwächung der Glaubwürdigkeit der kollektiven Sicherheit selbst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Strategische Rückkehr der OVKS in Zentralasien?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Lieferungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, zu dem die OVKS versucht, ihren Platz in der eurasischen Sicherheitsarchitektur neu zu definieren. Seit 2022 wurde die Organisation durch mehrere Krisen geschwächt. Insbesondere im Südkaukasus war sie unfähig, den Erwartungen Armeniens während der beiden Kriege um Bergkarabach gegen Aserbaidschan gerecht zu werden, was heftige Kritik an ihrer Effizienz und ihrem Zusammenhalt hervorrief. Jerewan hat seitdem seine Teilnahme an der Organisation eingefroren und unterstützt de facto keine Entscheidung der OVKS.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/tadschikistan-nutzt-interpol-um-oppositionelle-im-ausland-aufzuspueren/">Tadschikistan nutzt Interpol, um Oppositionelle im Ausland aufzuspüren</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund scheint Zentralasien ein konsensfähigeres Terrain zu sein, um die Relevanz der OVKS zu bekräftigen. Die Mitgliedstaaten teilen eine relativ übereinstimmende Wahrnehmung der Risiken, die mit der Instabilität in Afghanistan verbunden sind, sei es in Bezug auf illegalen Handel, Waffenverkehr oder diffuse Sicherheitsbedrohungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Neuausrichtung zielt darauf ab, die Glaubwürdigkeit der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit wiederherzustellen und den russischen Einfluss in einer Region zu festigen, die durch einen verstärkten Wettbewerb externer Akteure, insbesondere Chinas, der Türkei und der Europäischen Union, gekennzeichnet ist. Auch wenn eine Waffenlieferung nicht ausreicht, um eine Doktrin der kollektiven Sicherheit zu definieren, sendet sie doch eine klare Botschaft: Die Organisation will weiterhin ein strukturierender Akteur für die regionale Sicherheit in Zentralasien bleiben.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Lenny Cabrol Noto für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/decryptage/lotsc-lance-un-programme-de-livraison-darmes-au-tadjikistan/">Französischen</a> von Michèle Häfliger</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<title>Schüsse an mehreren Grenzen – ein Test für die Stabilität der Region</title>
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		<dc:creator><![CDATA[La rédaction]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Sep 2025 22:01:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Grenzkonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Trotz zuletzt diplomatischer Fortschritte bleiben die Grenzen zwischen den L&#xE4;ndern Zentralasiens fragile Zonen. Das verdeutlichen zwei Vorf&#xE4;lle zwischen Tadschikistan und den Taliban sowie zwischen Usbekistan und Kirgistan, die sich im August ereigneten. Am 24. August kam es laut Berichten des tadschikischen Mediums Asia Plus zu einem Schusswechsel zwischen tadschikischen Streitkr&#xE4;ften und K&#xE4;mpfern der Taliban entlang [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Trotz zuletzt diplomatischer Fortschritte bleiben die Grenzen zwischen den Ländern Zentralasiens fragile Zonen. Das verdeutlichen zwei Vorfälle zwischen Tadschikistan und den Taliban sowie zwischen Usbekistan und Kirgistan, die sich im August ereigneten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 24. August kam es laut Berichten des tadschikischen Mediums <a href="https://asiaplustj.info/en/rubrics/tajikistan">Asia Plus</a> zu einem Schusswechsel zwischen tadschikischen Streitkräften und Kämpfern der Taliban entlang des Grenzflusses <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pandsch">Pandsch</a>. Dabei wurde in den Bezirken <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Shahr-e_Bozorg">Schahr-e-Bosorg</a> (Afghanistan) und <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Shamsiddin_Shohin_District">Schamsiddin-Schohin</a> (Tadschikistan) mindestens ein Taliban-Kämpfer getötet und mehrere verletzt. Der Konflikt hängt zum Teil mit dem verstäkten Goldabbau auf der afghanischen Seite des Flusses zusammen. Für die Förderung des Edelmetalls wird der Wasserlauf des Pandsch verändert, wodurch tadschikische Dörfer in der Region durch Bodenerosion bedroht werden.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 15. August hatte sich zudem ein Vorfall an der usbekisch-kirgisischen Grenze ereignet. Laut <a href="https://en.fergana.news/news/139923/">Fergana News</a> erschossen usbekische Grenzsoldaten zwei kirgisische Hirten in der Nähe des Naturschutzgebiets <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Ugam-Chatkal_National_Park">Ugam-Tschatkal</a>. Nach einer gemeinsamen Untersuchung erklärten die usbekischen Behörden, die beiden Männer seien der Aufforderung <a href="https://www.kun.uz/en/news/2025/09/05/uzbek-border-guards-actions-deemed-lawful-in-fatal-shooting-of-kyrgyz-citizens">anzuhalten</a> nicht nachgekommen und die Schüsse seien das letzte Mittel gewesen. Es wurde ebenfalls festgestellt, dass die Grenzziehung im betreffenden Gebiet unklar war.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Reaktionen der Behörden und Auswirkungen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im usbekisch-kirgisischen Fall reagierten die Regierungen beider Länder umgehend. Nach einer bilateralen Untersuchung bauten diplomatische Gespräche sowie die Rückgabe der Leichen erste Spannungen ab. Beide Länder zeigten zumindest formal den Willen zur Transparenz sowie dazu, eine solche Tragödie in Zukunft durch bessere Abgrenzungen zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:</strong> <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-stellt-zwangsheirat-und-stalking-unter-strafe/">Kasachstan stellt Zwangsheirat und Stalking unter Strafe</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der tadschikisch-afghanische Zwischenfall hinterlässt eine angespanntere Lage. Diese Konfrontation ist die erste ihrer Art zwischen tadschikischen Streitkräften und den Taliban, seit deren Machtergreifung im Sommer 2021. Die tadschikischen Behörden forderten ihre afghanischen Nachbarn auf, die Regelungen für den Bergbau zu verbessern.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Grenzen als Zonen wiederkehrender Instabilität</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Ereignisse sind keine Einzelfälle. Die Grenzen zwischen zentralasiatischen Ländern sind immer wieder Schauplatz von Konfrontationen im Zusammenhang mit Gebietsstreitigkeiten, Schmuggel oder auch radikalen bewaffneten Gruppen, wobei letztgenannte Bedrohung in den letzten Jahren zurückgegangen ist. Trotz der Verträge über Grenzziehung oder Grenzabkommen wie zwischen Kirgistan und Usbekistan bleiben die Spannungen in den Bergregionen und in den &#8222;Pufferzonen&#8220; bestehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/grenzkonflikt-zwischen-tadschikistan-und-kirgistan-eine-herausforderung-fuer-die-regionale-kooperation/">Grenzkonflikt zwischen Tadschikistan und Kirgistan: Eine Herausforderung für die regionale Kooperation</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus erinnern die Vorfälle daran, dass der Grenzfrieden fragil bleibt. Dabei hatten sich vergangenes Frühjahr erst die Staatschefs Kirgistans, Usbekistans und Tadschikistan zu einem historischen Dreiergipfel <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/der-ferganatal-gipfel-von-chudschand-eine-historische-premiere/">getroffen</a>, bei dem sie Grenzkonflikte beilegten und Gemeinsamkeiten feierten. Doch regionale Stabilität scheint häufig stärker von lokalem Geschehen als nur von politischen Erklärungen abzuhängen</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong><a href="https://novastan.org/fr/author/echaisson/">Evan Chaisson</a> für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/fact/en-asie-centrale-des-recents-incidents-de-tirs-aux-frontieres-testent-la-stabilite-de-la-region/">Französischen</a> von Arthur Siavash Klischat</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Gipfel Zentralasien – USA, ein geopolitisch bedeutsames Treffen</title>
		<link>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/der-gipfel-zentralasien-usa-ein-geopolitisch-bedeutsames-treffen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Camille Chilla]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Oct 2023 18:39:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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		<category><![CDATA[USAID]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Rande der 78. Sitzung der Generalversammlung der UNO fand in New York ein historisches Treffen statt. Zum ersten Mal trafen sich die Pr&#xE4;sidenten Kasachstans, Kirgistans, Tadschikistans, Turkmenistans, Usbekistans sowie der USA zu einem Pr&#xE4;sidentengipfel im Rahmen der C5+1-Gruppe. Das Treffen der Pr&#xE4;sidenten am 19. September markierte einen wichtigen geopolitischen Wendepunkt. Der C5+1-Gipfel zog die [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am Rande der 78. Sitzung der Generalversammlung der UNO fand in New York ein historisches Treffen statt. Zum ersten Mal trafen sich die Präsidenten Kasachstans, Kirgistans, Tadschikistans, Turkmenistans, Usbekistans sowie der USA zu einem Präsidentengipfel im Rahmen der C5+1-Gruppe.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Treffen der Präsidenten am 19. September markierte einen wichtigen geopolitischen Wendepunkt. Der C5+1-Gipfel zog die Aufmerksamkeit politischer Analysten aus aller Welt auf sich, da es sich um das erste Präsidententreffen der C5+1-Plattform handelte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gipfel stellt einen Meilenstein in den Beziehungen zwischen den zentralasiatischen Staaten und den USA dar, indem er die Bereiche der Zusammenarbeit und gemeinsame Anliegen hervorhebt. Rustam Burnachev, Wissenschaftler an der Kasachisch-Deutschen Universität, <a href="https://cabar.asia/en/united-states-interested-in-collaboration-with-central-asia">misst</a> dem Gipfel vor allem eine symbolische Dimension bei: Zum einen unterstreiche er die Notwendigkeit, die eingegangenen Verpflichtungen umzusetzen, zum anderen biete er den zentralasiatischen Staaten die Möglichkeit, ihre multidirektionale Politik in den Vordergrund zu stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Der Gipfel beschränkte sich auf die Formulierung gemeinsamer Themen für die Diskussion der Situation in und um Zentralasien. Es wurde deutlich, dass das C5+1-Format rein diplomatisch-beratender Natur ist, da Entscheidungen ausschließlich auf bilateraler Ebene getroffen werden. Das haben auch die Gipfeltreffen zwischen Zentralasien und Russland, Zentralasien und China sowie Zentralasien und der EU gezeigt“</em>, so Burnachev.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wirtschaft als wichtigstes Diskussionsthema</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wirtschaftliche Beziehungen werden auch 2023 im Mittelpunkt der Diplomatie zwischen Zentralasien und den USA stehen. So wurde für Oktober ein weiteres Treffen in der Region angekündigt, das sich speziell auf nachhaltige Entwicklung konzentrieren soll.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://kg.usembassy.gov/readout-of-president-bidens-meeting-with-the-c51-leaders-at-unga/">Laut der Botschaft der Kirgisischen Republik</a> in den USA wurden Gespräche über die Schaffung eines günstigeren Geschäftsumfelds für den US-Handel und Investitionen des Privatsektors geführt. Geplant ist die Einrichtung einer eigenen Handelsplattform für den Privatsektor, die die diplomatische Plattform der C5+1 ergänzen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/zentralasien-und-europa/eu-zentralasien-gipfel-in-kirgistan-zusammenarbeit-auf-der-tagesordnung/">EU-Zentralasien-Gipfel in Kirgistan: Zusammenarbeit auf der Tagesordnung</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA haben vorgeschlagen, sich ausschließlich auf kritische Mineralien zu konzentrieren, um die umfangreichen Ressourcen Zentralasiens zu nutzen, <a href="https://thediplomat.com/2023/09/what-happened-at-the-first-ever-central-asia-us-leaders-summit/">berichtet The Diplomat</a>. Die politische Analystin Tschinara Esengul erklärt das Interesse an Mineralien mit der Konkurrenz, die sich aus dem Mangel an erneuerbaren Ressourcen ergebe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine internationale Zusammenarbeit in den Bereichen grüne Wirtschaft, Wasserkraftindustrie, Informationstechnologie, Bildung und Infrastrukturprojekte wurde vom kirgistanischen Präsidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sadyr_Dschaparow">Sadyr Dschaparow</a> vorgeschlagen. Er teilte mit, dass Kirgistan „eine stärkere Präsenz ausländischer Partner, einschließlich amerikanischer Unternehmen“ <a href="https://cabar.asia/en/united-states-interested-in-collaboration-with-central-asia">begrüßen würde</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Sicherheit im Mittelpunkt des Interesses</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Bekämpfung des Terrorismus war ein zentrales Thema, wobei der Schwerpunkt auf einer verstärkten Zusammenarbeit in den Bereichen Grenzsicherheit und Strafverfolgung lag. Diese Zusammenarbeit soll insbesondere durch den Austausch von Informationen und bewährten Praktiken zur Verhinderung von Radikalisierung <a href="https://www.whitehouse.gov/briefing-room/statements-releases/2023/09/21/c51-leaders-joint-statement/">vertieft werden</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/bringt-joe-biden-neuen-schwung-in-den-beziehungen-zwischen-den-usa-und-zentralasien/">Bringt Joe Biden neuen Schwung in den Beziehungen zwischen den USA und Zentralasien?</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA bekräftigen ihre Unterstützung für die Anerkennung Zentralasiens als Zone des Friedens, des Vertrauens und der Zusammenarbeit, was von einigen Analysten als Botschaft an Russland gewertet wird. Wie das <a href="https://www.voanews.com/a/us-eyes-closer-ties-to-central-asia-after-new-york-summit/7280302.html">amerikanische Medium Voanews berichtet</a>, bekräftigen die sechs Staatschefs ihre <em>„Verpflichtung zur Zusammenarbeit bei der Förderung von Rechtsstaatlichkeit und demokratischer Regierungsführung“</em>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Klimawandel – ein verstärkter Kampf</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Thema des Gipfels war der Klimawandel. Im Rahmen des Regionalprogramms der <a href="https://www.usaid.gov/">USAID</a>, der internationalen Entwicklungsagentur der USA, wird eine Zusammenarbeit angestrebt, um den unterschiedlichen Bedürfnissen in den Bereichen Wasser, Energie, Ernährung und Umwelt gerecht zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/c5-eine-formel-um-zentralasien-wieder-auf-die-weltkarte-zu-bringen/">„C5 + …“: eine Formel, um Zentralasien wieder auf die Weltkarte zu bringen</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In Zentralasien zielen die USAID-Programme auf ein besseres Ressourcenmanagement, die Entwicklung einer klimafreundlichen Landwirtschaft, aber auch auf den Erhalt von Lebensräumen und bedrohten Arten ab. Die Präsidenten bekräftigten ihren Willen, der globalen Erwärmung mit Maßnahmen zur <em>„Minderung, Anpassung und Widerstandsfähigkeit“</em> zu begegnen, <a href="https://www.whitehouse.gov/briefing-room/statements-releases/2023/09/21/c51-leaders-joint-statement/">wie Joe Biden erklärte</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wiederbelebung der C5+1</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenarbeit zwischen den Regierungen Zentralasiens und den USA ist nicht neu. Während das Treffen der Präsidenten eine Premiere ist, geht die Gründung der C5+1-Plattform <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/c5-eine-formel-um-zentralasien-wieder-auf-die-weltkarte-zu-bringen/">auf das Jahr 2015 zurück</a>. Damals war das Ziel klar: den Dialog mit jedem Land durch ein Engagement auf Ministerebene zu stärken. Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan und die USA waren sich einig, gemeinsame Ziele in den Bereichen Wirtschaft, Energie, Umwelt und Sicherheit voranzutreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch hat die C5+1 erst kürzlich ein Sekretariat eingerichtet, um die Kommunikation zwischen den zentralasiatischen Regierungen und der US-Regierung zu erleichtern, zu koordinieren und zu planen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Reaktion auf die Invasion der Ukraine im Februar 2022 reiste der US-Außenminister zu mehreren diplomatischen Besuchen nach Zentralasien, wie <a href="https://www.aljazeera.com/news/2023/2/28/blinken-in-central-asia-to-boost-ties-amid-ukraine-war">Aljazeera berichtete</a>. Seitdem schenken die USA Zentralasien und der Rolle, die es bei der <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/sanktionen-gegen-russland-zentralasien-im-visier-des-westens/">Umgehung der Sanktionen</a> gegen Russland spielen kann, besondere Aufmerksamkeit.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Camille Chilla, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/politique/sommet-asie-centrale-etats-unis/">Französischen</a> von Michèle Häfliger</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/der-gipfel-zentralasien-usa-ein-geopolitisch-bedeutsames-treffen/">Der Gipfel Zentralasien – USA, ein geopolitisch bedeutsames Treffen</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
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		<title>China baut seine Stellung in Tadschikistan aus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Etienne Combier]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Dec 2021 18:24:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Uigurische Region]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Militärstützpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Amerikanischen Medienberichten zufolge soll es einen weiteren chinesischen Milit&#xE4;rst&#xFC;tzpunkt in Tadschikistan geben. Offiziell bestreitet China jedoch seine Pr&#xE4;senz in dem zentralasiatischen Land. Werfen wir einen genaueren Blick auf das Thema. Beobachter der beiden L&#xE4;nder sind sich uneins: Plant Peking eine zweite Milit&#xE4;rbasis in Tadschikistan? F&#xFC;r Radio Free Europe und The Diplomat ist klar, dass China [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Amerikanischen Medienberichten zufolge soll es einen weiteren chinesischen Militärstützpunkt in Tadschikistan geben. Offiziell bestreitet China jedoch seine Präsenz in dem zentralasiatischen Land. Werfen wir einen genaueren Blick auf das Thema.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Beobachter der beiden Länder sind sich uneins: Plant Peking eine zweite Militärbasis in Tadschikistan? Für <a href="https://www.rferl.org/a/tajikistan-approves-chinese-base/31532078.html">Radio Free Europe</a> und <a href="https://thediplomat.com/2021/10/chinas-security-infrastructure-continues-to-grow-in-tajikistan/">The Diplomat</a> ist klar, dass China am Bau einer Militärbasis im Wachan-Tal beteiligt ist, das an Afghanistan grenzt. Am 27. Oktober sei die Militäreinrichtung vom tadschikischen Parlament genehmigt worden. Die Existenz einer ersten Basis wurde bereits im Februar 2019 durch die <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/geheime-chinesische-militaerbasis-in-tadschikistan-entdeckt/">Washington Post</a> aufgedeckt. Radio Free Europe berichtet zudem, dass Tadschikistan seinem chinesischen Nachbarn die vollständige Kontrolle über diesen ersten Stützpunkt im äußersten Südosten des Landes angeboten habe. Die chinesische Botschaft in Tadschikistan habe eine entsprechende Mitteilung veröffentlicht.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Von Peking finanziert</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Radio Free Europe und The Diplomat zufolge wird China erstmals in einem Nachbarland mit zwei Militärstützpunkten präsent sein. Der tadschikische Politologe Parwis Mullodschonow zeigt sich im Gespräch mit Novastan erstaunt: „<em>Die vollständige Gebietsabtretung wurde von der tadschikischen Regierung weder bestätigt, noch ist eine entsprechende Verlautbarung der chinesischen Botschaft nachweisbar</em>“. Schenkt man den tadschikischen Behörden Glauben, so sei der Stützpunkt, wie die Nachrichtenagentur <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/security/20211028/kitai-stroit-bazu-v-tadzhikistane-stoimostyu-okolo-100-mln-somoni?tg_rhash=dad9b8f651f186">Asia-Plus</a> schreibt, für die <em>„schnelle</em> <em>Eingreiftruppe der Abteilung für organisierte Kriminalität des Innenministeriums</em>“ bestimmt. Die Finanzierung in Höhe von 100 Millionen Somoni (umgerechnet etwa 7,8 Millionen Euro) würde zwar von China gestellt – von chinesischen Militäreinheiten würde die Einrichtung aber nicht genutzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Dieses Militärgebäude ist tadschikisch, nicht chinesisch. Tadschikistan hat seinen Verbündeten gegenüber, namentlich der OVKS</em> (Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit)<em>, bestimmte Verpflichtungen</em>“, erläutert die von Novastan interviewte Professorin für internationale Beziehungen, Gusel Maitdinowa, die an der <a href="https://www.rtsu.tj/ru/">Russisch-Tadschikischen (Slawischen) Universität</a> in Duschanbe lehrt. „<em>Ohne das Einverständnis seiner Partner darf Tadschikistan fremden Staaten keine Militärstützpunkte im Land gewähren. Tadschikistan hält sich strikt an diese Verpflichtungen“</em>, fügt sie hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/panorama/wie-tadschikistan-vor-zehn-jahren-einen-teil-seines-territoriums-an-china-gab/">Wie Tadschikistan vor zehn Jahren einen Teil seines Territoriums an China abtrat</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das russische Nachrichtenportal <a href="https://tj.sputniknews.ru/20211028/voennaya-baza-china-tajikistan-afghanistan-1043152842.html">Sputnik</a> hat eine andere Erklärung: Vor dem Hintergrund, dass die Basis mit chinesischen Geldern finanziert werde, „<em>sei es wenig wahrscheinlich, dass der ‚Rote Drache‘ eine so ausgezeichnete Gelegenheit verstreichen lasse, dort ein kleines Kontingent von Militärspezialisten oder zumindest einige Beobachter und Kundschafter zu stationieren.</em>“</p>



<h5 class="wp-block-heading">Undurchsichtige Entscheidungen</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Da die tadschikischen Behörden stets bestritten haben, dass China einen dauerhaften Militärstützpunkt auf ihrem Territorium betreibt und man von chinesischer Seite kaum Informationen erhält, bleibt die chinesische Präsenz in Tadschikistan schwer zu bestimmen. „<em>Wenn Tadschikistan militärische Absprachen mit Russland oder anderen westlichen Ländern trifft, dann verfügen wir in der Regel wenigstens über ein paar Details zu diesen Vereinbarungen. China hingegen hält sich vollkommen bedeckt</em>“, beklagt Parwis Mullodschonow. Der Politologe glaubt seinerseits, dass sowohl die chinesische als auch die tadschikische Armee die beiden Militärbasen nutzen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/wie-tadschikistan-zu-chinas-interessenszone-wird/">Wie Tadschikistan zu Chinas Interessenszone wird</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Unabhängig von der Frage, ob es nun eine dauerhafte chinesische Militäreinrichtung in Tadschikistan gibt oder nicht, lässt sich festhalten, dass der Wille Chinas stark ist, in Tadschikistan militärische Präsenz zu zeigen. Dafür sprechen zumindest gemeinsame Manöver, die Peking und Duschanbe vom 17. bis zum 20. August dieses Jahres, laut <a href="https://tj.sputniknews.ru/20210817/tajikistan-china-ucheniya-2021-1041678557.html">Sputnik</a>, durchgeführt haben. „<em>Jetzt wo die von Afghanistan ausgehenden Sicherheitsrisiken zugenommen haben, wird sich die chinesisch-tadschikische Zusammenarbeit intensivieren</em>“, vermutet Gusel Maitdinowa und fügt hinzu: „<em>China ist darüber beunruhigt, dass extremistische Gruppierungen Xinjiang von Afghanistan aus destabilisieren und Terroranschläge im Westen des Landes verüben könnten</em>“.</p>



<h5 class="wp-block-heading">Afghanistan als gemeinsamer Nenner</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Die Taliban werden seit ihrer erneuten Machtübernahme in Afghanistan von Peking genauestens beobachtet. „<em>China ist nicht nur dabei, seine Grenzen in Xinjiang militärisch zu verstärken, sondern hat auch das direkte Gespräch mit den Taliban gesucht, um sicherzustellen, dass Kabul und Peking regionale Sicherheitsprobleme direkt miteinander besprechen können</em>“, beteuert Haschim Ali von der Jiaotong-Universität Shanghai gegenüber Novastan.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/afghanistan-eine-herausforderung-fur-zentralasien/">Afghanistan – eine Herausforderung für </a><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/afghanistan-eine-herausforderung-fur-zentralasien/">Zentralasien</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Die Sicherheit Zentralasiens hängt eng mit der Stabilität Afghanistans zusammen. Dank seiner zentralen Position kann das Land den postsowjetischen Staaten einen wichtigen Kommunikationskanal nach Südasien öffnen. Für China sind die afghanischen Bodenschätze wichtig. Afghanistan ist eine potentielle Station für die Neue Seidenstraße</em>“, meint Gusel Maitdinowa.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Parwis Mullodschonow wiederum fasst die Situation folgendermaßen zusammen: „<em>China hat eine strategische Vision. Man kann nicht ausschließen, dass Peking die Stützpunkte in Zukunft für seine eigenen militärischen Zwecke nutzen wird. Zurzeit bestehen Grenzposten, aber wegen der Lage in Afghanistan. China verfolgt politische Interessen bei seinen Nachbarn. Das bedeutet, dass es sich in den Nachbarländern einbringt, um die dortigen chinesischen Investitionen zu schützen</em>“. Und in der Tat ist China mittlerweile in allen Bereichen der tadschikischen Wirtschaft präsent.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Etienne Combier, Chefredakteur Novastan France</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/decryptage/militairement-la-chine-pousse-ses-pions-au-tadjikistan/?noredirect=fr-FR">Französischen</a> von Lucas Kühne</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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		<title>Die Taliban vor den Toren Zentralasiens: Was sind die Folgen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Etienne Combier]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jul 2021 12:53:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>W&#xE4;hrend die Taliban die Grenzgebiete zu Tadschikistan, Usbekistan und Turkmenistan kontrollieren, bleibt die Lage mit Afghanistan unklar. Gefechte zwischen den Taliban und afghanischen Regierungstruppen veranlassten letztere, nach Usbekistan und Tadschikistan zu fliehen, bevor sie von dort nach Hause geschickt wurden. Auf Seiten Washingtons geben einige Analyst:innen der afghanischen Regierung maximal sechs Monate, bis sie von [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Während die Taliban die Grenzgebiete zu Tadschikistan, Usbekistan und Turkmenistan kontrollieren, bleibt die Lage mit Afghanistan unklar. Gefechte zwischen den Taliban und afghanischen Regierungstruppen veranlassten letztere, nach Usbekistan und Tadschikistan zu fliehen, bevor sie von dort nach Hause geschickt wurden. Auf Seiten Washingtons geben einige Analyst:innen der afghanischen Regierung maximal sechs Monate, bis sie von den Taliban gestürzt wird. Kann ein instabiles Afghanistan ein Risiko für zentralasiatische Regierungen darstellen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Erneut rücken die Taliban in Afghanistan vor. Seit dem 4. Mai und dem Beginn des Abzugs der US-Truppen haben die Taliban laut <a href="https://www.reuters.com/world/asia-pacific/taliban-launches-huge-afghan-offensive-after-deadline-us-pullout-2021-05-04/">Reuters</a> mehrere lokale Offensiven gestartet. Nach und nach stärken die bewaffneten Islamisten ihre Position im Land. Nach Angaben des amerikanischen Fachportals <a href="https://www.longwarjournal.org/archives/2021/06/taliban-doubles-number-of-controlled-afghan-districts-since-may-1.php">The Long War</a> kontrollierten die Taliban am 29. Juni fast 40 Prozent der Bezirke im Land. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beginn der Offensive steht im Zusammenhang mit dem im Februar 2020 in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Doha">Doha</a> unterzeichneten <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/was-bedeutet-das-abkommen-zwischen-den-taliban-und-den-usa-fuer-zentralasien/">Abkommen zwischen den USA und den Taliban</a>, das einen Rückzug von US-Truppen ab dem 1. Mai vorsah. Mit dem Amtsantritt von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Joe_Biden">Joe Biden</a> im Januar 2021 wurde der vollständige Rückzug auf den 11. September 2021 angesetzt. Wie das auf Zentralasien spezialisierte, russische Nachrichtenportal <a href="https://fergana.site/articles/122279/">Fergana News</a> berichtet, führen die Taliban einen Zermürbungskrieg mit zahlreichen Angriffen und lokalen Eroberungen. Gleichzeitig soll der Abzug der Amerikaner:innen bis Mitte des Sommers umgesetzt werden. Der 11. September ist nur symbolisch. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Tadschikistan ist isoliert</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Zu den von den Taliban eroberten Bezirken zählen insbesondere die Grenzgebiete zu Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan. Am 21. Juni sind afghanische Truppen <a href="https://khovar.tj/rus/2021/06/o-situatsii-na-severe-afganistana-zayavlenie-press-tsentra-pogranichnyh-vojsk-gknb-respubliki-tadzhikistan/">nach Tadschikistans geflohen</a>, nachdem die Taliban den Grenzort <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schir_Chan_Bandar">Schir Khan Bandar</a> eingenommen hatten. 134 Soldaten wurden auf tadschikischem Territorium aufgenommen, bevor sie nach Afghanistan zurückgebracht wurden. Das <a href="https://mfa.uz/en/press/news/2021/statement-of-the-ministry-of-foreign-affairs-of-the-republic-of-uzbekistan---29903">usbekische Außenministerium</a> teilte am 24. Juni mit, dass tags zuvor 53 afghanische Soldaten versucht hatten, nach einem Angriff der Taliban die Grenze zu Usbekistan zu überschreiten. Sie wurden direkt nach Afghanistan zurückgeführt.

</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Tadschikistan ist die Situation auch aus wirtschaftlicher Sicht besorgniserregend. Wie das tadschikische Nachrichtenportal Asia-Plus berichtet, ist Schir Khan Bandar eine der wichtigsten Grenzübergänge, über den insbesondere Importe aus Südasien und dem Iran in das zentralasiatische Binnenland gelangen. Da <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-schliesst-seine-grenze-zu-tadschikistan/?noredirect=de-DE">die Grenze zu Kirgistan im Norden geschlossen</a> und jene zu Usbekistan und China schwer zu passieren ist, befindet sich Duschanbe vorübergehend in Isolation. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Kabuler Regierung in Gefahr</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Für Usbekistan und Turkmenistan besteht das Risiko vor allem in Bezug auf die Sicherheit. <em>„Die zentralasiatischen Republiken sind sich der Gefahr bewusst und bereiten sich darauf vor, dass die Taliban ihre Nachbarn im Süden werden“</em>, erläutert Konstantin Kuryljew, Professor für Internationale Beziehungen an der Universität der Volksfreundschaft in Moskau, gegenüber Novastan. Wie das <a href="https://www.wsj.com/articles/afghan-government-could-collapse-six-months-after-u-s-withdrawal-new-intelligence-assessment-says-11624466743?st=wt75cs3qnagkbsb&amp;reflink=article_copyURL_share">Wall Street Journal</a> berichtete, schätzen US-Geheimdienste, dass die Regierung von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aschraf_Ghani">Aschraf Ghani</a> sechs Monate nach dem Abzug der US-Truppen gestürzt werden könne. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/was-bedeutet-das-abkommen-zwischen-den-taliban-und-den-usa-fuer-zentralasien/">Was bedeutet das Abkommen zwischen den Taliban und den USA für Zentralasien? </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitslage hänge aber nicht nur mit der Kontrolle der Grenzen zusammen, meint Alexander Knjasjew. <em>„In den 1990er Jahren, bis 2001 wurde der größte Teil der Grenze von den Taliban kontrolliert. Und dies stellte keine Bedrohung für die Länder Zentralasiens dar“</em>, erklärt der russische Analyst gegenüber Novastan. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Objektiv gibt es für die zentralasiatischen Länder keinen Unterschied zwischen den Taliban, der Regierung oder lokalen Milizen, wenn es um die Grenzkontrolle geht. Es gibt kein einziges Beispiel für eine militärische Bedrohung durch die Taliban“</em>, fügt Knjasjew hinzu. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>„Eine Machtübernahme der Taliban ist unrealistisch“</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Eine der Unsicherheiten der aktuellen Lage besteht darin, ob die Taliban tatsächlich an die Macht kommen. <em>„Die Machtergreifung der Taliban ist unrealistisch, ihre Offensive geht bereits zu Ende. Die Taliban haben nicht die Ressourcen, um einen großen Teil des Territoriums zu erobern und zu kontrollieren“</em>, meint Alexander Knjasjew. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Die Taliban-Führung versteht, dass eine Machtergreifung allein durch den militärischen Aspekt unrealistisch ist, was sie dazu veranlasst, an verschiedenen Verhandlungsformaten teilzunehmen“</em>, fügte der russische Analyst hinzu. So diskutieren die Taliban offiziell mit Usbekistan [<a href="https://novastan.org/fr/ouzbekistan/retour-sur-la-politique-etrangere-de-louzbekistan-en-2020/">fr</a>/<a href="https://hook.report/2021/01/mir-drujba-jvachka/">ru</a>] und <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/turkmenistan-empfaengt-die-taliban/?noredirect=de-DE">Turkmenistan</a> sowie mit der Regierung von Ashraf Ghani oder den USA. Laut Knjasjew soll die aktuelle Offensive die Taliban in eine gute Verhandlungsposition bringen. </p>


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<p class="wp-block-paragraph"><em>„Selbst für den Fall, dass die Regierung von Ashraf Ghani zusammenbricht, ist nicht zu erwarten, dass die Taliban den postsowjetischen Raum angreifen“</em>, meint Konstantin Kuryljew. <em>„Der Aufbau konstruktiver Beziehungen zu den Nachbarländern wird für die Taliban, die nach internationaler Anerkennung streben, eine Priorität sein“</em>, erklärt Alexander Knjasjew. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/turkmenistan-empfaengt-die-taliban/">Turkmenistan empfängt die Taliban </a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Die Taliban wissen, wie man Diplomatie macht. Ein direkter Konflikt mit ihren zentralasiatischen Partnern wäre kontraproduktiv, da sie eine Verbindung mit der </em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Turkmenistan-Afghanistan-Pakistan-Pipeline"><em>TAPI</em></a><em>-Pipeline, aber auch Hochspannungsleitungen zwischen Afghanistan und Usbekistan benötigen“</em>, erklärt Emmanuel Dupuy, Direktor des Think Tanks „Institut für Perspektiven und Sicherheit in Europa (IPSE)“, gegenüber Novastan. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Der Schlüssel zur Zusammenarbeit oder zum Dialog liegt in dem Versprechen, das die Taliban den Präsidenten Usbekistans und Turkmenistans gegeben haben, ihren Dschihad nicht über die afghanischen Grenzen hinaus zu exportieren“</em>, fügt der französische Beobachter hinzu. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Die zentralasiatischen Staaten warten ab</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Angesichts dieser Situation haben die zentralasiatischen Staaten eine abwartende Haltung eingenommen. Das gilt insbesondere für Usbekistan, das bei den Verhandlungen mit den Taliban an vorderster Front stand. <em>„Das Beste für Usbekistan wäre eine wohlwollende Neutralität gegenüber denen, die unweigerlich an die Macht kommen werden“</em>, meint Emmanuel Dupuy. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Es ist ein Bürgerkrieg. Jede aktive Unterstützungfür die Kabuler Regierung vonseiten der zentralasiatischen Länder könnte extremistische und terroristische Gruppen innerhalb der eigenen Grenzen provozieren. Das ist eine echte Bedrohung für ihre Sicherheit“</em>, erläutert Alexander Knjasjew. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/die-taliban-sind-auch-ein-teil-der-afghanischen-gesellschaft-ein-interview-mit-dem-afghanistan-beauftragten-des-usbekischen-praesidenten/">„Die Taliban sind auch ein Teil der afghanischen Gesellschaft“ – ein Interview mit dem Afghanistan-Beauftragten des usbekischen Präsidenten </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lage in Afghanistan wird daher von den zentralasiatischen Staaten aufmerksam beobachtet, ohne dass diese jedoch eingreifen. Derweil haben sich andere internationale Akteure diplomatisch in die Situation eingemischt. So übermittelte am 23. Juni die russische Nachrichtenagentur <a href="https://tass.com/politics/1306243">TASS</a> die Besorgnis des Kremls über die Lage an der tadschikisch-afghanischen Grenze. Bereits Anfang Mai war während des <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/bilaterale-gespraeche-und-siegesparade-tadschikistans-praesident-rahmon-zu-besuch-in-moskau/?noredirect=de-DE">Moskau-Besuchs</a> von Tadschikistans Präsidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Emomalij_Rahmon">Emomali Rahmon</a> eine Ausweitung der russischen Militärpräsenz in dem zentralasiatischen Land in Aussicht gestellt worden. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Die SCO im Hintergrund</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Wie die <a href="https://www.nytimes.com/2021/04/15/us/politics/united-states-al-qaeda-afghanistan.html">New York Times</a> Mitte April bekanntgab, scheinen die USA nach wie vor an einem Stützpunkt in Zentralasien interessiert zu sein. Obwohl bisher keines der zentralasiatischen Länder die Bereitschaft dazu gezeigt hat, könnten Usbekistan oder Tadschikistan einen solchen Stützpunkt beherbergen. Bisher sind die Verhandlungen dazu jedoch gescheitert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut einem Bericht der South China Morning Post hat sich die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shanghaier_Organisation_für_Zusammenarbeit">Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO)</a> unter der Führung von Beijing und Moskau positioniert, um nach dem Abzug der Amerikaner <em>„Afghanistan zu stabilisieren&#8220;</em>. Außer Turkmenistan sind alle zentralasiatischen Länder Mitglieder der SCO, was sie zu einem mächtigen Instrument machen könnte. <em>„Diese Führungsposition wäre realistisch, vor allem da China den Traum hegt, eine Militärbasis im </em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wachandarja"><em>Wachan</em></a><em>-Tal zu errichten“</em>, fügt Emmanuel Dupuy hinzu. China verfügt bereits über eine <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/geheime-chinesische-militaerbasis-in-tadschikistan-entdeckt/">Basis in Tadschikistan</a>, wenn auch inoffiziell. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/geheime-chinesische-militaerbasis-in-tadschikistan-entdeckt/"><strong>Geheime chinesische Militärbasis in Tadschikistan entdeckt </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Konstantin Kuryljew sieht die Rolle der SCO weniger weitreichend. <em>„Die SCO-Staaten sind nicht bereit, sich in militärische Angelegenheiten einzumischen. Ihr Ziel ist es, dem afghanischen Volk zu helfen, Frieden zu stiften und wenn möglich Kooperationen aufzubauen, damit das Wirtschaftsleben möglichst bald wieder aufgenommen wird. Allerdings kann die anti-terroristische Struktur der SCO eine wichtige Rolle bei der regionalen Stabilisierung spielen“</em>, schließt der Experte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das amerikanische Portal <a href="https://thediplomat.com/2021/06/chinas-afghanistan-challenge-and-the-central-asian-dilemma/">The Diplomat</a> feststellt, hat China bereits wichtige Beziehungen zu Afghanistan aufgebaut, ohne sich militärisch zu engagieren. Es bleibt abzuwarten, wie und wann die Verhandlungen zwischen den Taliban und der Regierung von Ashraf Ghani wieder aufgenommen werden. In der Zwischenzeit bleiben die Staaten Zentralasiens in Alarmbereitschaft. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Etienne Combier, Chefredakteur von Novastan France</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/decryptage/les-talibans-de-nouveau-aux-portes-de-lasie-centrale-quelles-consequences/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong> </p>



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		<title>Tadschikistan und Russland planen gemeinsame Luftverteidigung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Léonard Dillies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 May 2021 18:56:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Militärübung]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der russische Verteidigungsminister Sergej Schojgu hat am 27. April angek&#xFC;ndigt, dass Russland und Tadschikistan ein gemeinsames Luftverteidigungssystem vorbereiten. Der Grund f&#xFC;r die Schaffung dieses Abkommens sei die Verschlechterung der Lage in Nachbarl&#xE4;ndern wie Afghanistan.&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; Russland und Tadschikistan planen die milit&#xE4;rische Zusammenarbeit zu vertiefen. Wie Russlands Verteidigungsminister Sergej Schojgu am 27. April mitteilte, sei ein gemeinsames [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der russische Verteidigungsminister Sergej Schojgu hat am 27. April angekündigt, dass Russland und Tadschikistan ein gemeinsames Luftverteidigungssystem vorbereiten. Der Grund für die Schaffung dieses Abkommens sei die Verschlechterung der Lage in Nachbarländern wie Afghanistan.</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland und Tadschikistan planen die militärische Zusammenarbeit zu vertiefen. Wie Russlands Verteidigungsminister <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sergei_Kuschugetowitsch_Schoigu">Sergej Schojgu</a> am 27. April mitteilte, sei ein gemeinsames Luftverteidigungssystem zwischen beiden Staaten in Vorbereitung. Die Entscheidung wurde in Duschanbe während der Gespräche mit seinem tadschikischen Amtskollegen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Scheralij_Mirso">Scherali Mirso</a> getroffen.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Laut Angaben der russischen Nachrichtenagentur <a href="https://tass.ru/armiya-i-opk/11251545">TASS</a> erläuterte Schojgu die Ziele und Gründe für das Projekt. <em>&#8222;Um den zuverlässigen Schutz der Staatsgrenze im Luftraum zu gewährleisten, haben wir einen Vertragsentwurf über die Einrichtung eines gemeinsamen regionalen Luftverteidigungssystems zwischen der Russischen Föderation und der Republik Tadschikistan vorbereitet&#8220;</em>, erklärte der Minister.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tadschikistans Sicherheitsproblem</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Insbesondere die wachsende Bedrohung durch die Situation in Afghanistan hat zur Entwicklung des Projektes beigetragen. <em>&#8222;Angesichts der sich verschlechternden Situation in Afghanistan planen wir, mögliche Bedrohungen gemeinsam abzuwehren&#8220;</em>, erklärt der russische Verteidigungsminister. <em>„Wir achten verstärkt auf die bilaterale Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich sowie auf die Einsatzbereitschaft der 201. russischen Militärbasis&#8220;</em>, fügte Schojgu hinzu. Die 201. Militärbasis ist die wichtigste russische Militäreinrichtung in Tadschikistan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Land muss sich aber nicht nur wegen der Lage in Afghanistan Sorgen machen, da auch die Beziehungen zu Kirgistan schwierig sind. Tödliche Zusammenstöße an der gemeinsamen Grenze finden regelmäßig statt. Bei der <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/ueber-40-tote-bei-zusammenstoessen-an-der-kirgisisch-tadschikischen-grenze/">letzten Auseinandersetzung am 28. April</a> kamen auf kirgisischer Seite 36 und auf tadschikischer Seite 19 Menschen ums Leben. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/was-sind-die-gruende-fuer-die-toedlichen-zusammenstoesse-an-der-kirgisisch-tadschikischen-grenze/"><strong>Was sind die Gründe für die tödlichen Zusammenstöße an der kirgisisch-tadschikischen Grenze?</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schojgu stellte darüber hinaus klar, dass Russland und Tadschikistan an <em>„Fragen der praktischen Interaktion während [militärischer] Übungen&#8220;</em> arbeiteten. Wie <a href="https://tass.com/defense/1282717">TASS</a> berichtete, hatten Truppen beider Länder zuletzt vom 19. bis zum 23. April gemeinsam ein groß angelegtes Manöver durchgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt wurden dabei 50.000 Soldaten mobilisiert. Auch Verwaltungschefs aus der Provinz <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chatlon">Chatlon</a> im Südwesten Tadschikistans nahmen an der Übung teil, bei der es galt, eine Grenzverletzung zu verhindern sowie einen fiktiven Feind zu entdecken und zu eliminieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Militärische Zusammenarbeit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schojgu erklärte darüber hinaus, dass Russland bereit sei, die Zahl der tadschikischen Soldaten an russischen Militäruniversitäten zu erhöhen, und dass er mit der Teilnahme eines tadschikischen Kontingents an „West-2021“ rechne &#8211; einem <a href="https://rg.ru/2021/03/31/v-genshtabe-nazvali-cel-griadushchih-rossijsko-belorusskih-uchenij-zapad-2021.html">für September 2021 geplanten</a> groß angelegten russisch-belarussischen Manöver.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der militärischen Partnerschaft mit Tadschikistan stellt Russland Waffen und Ausrüstung zur Verfügung und bildet Studierende an russischen Militäruniversitäten kostenlos aus. <em>„Derzeit werden mehr als fünf Prozent des tadschikischen Militärs in Russland ausgebildet. Und bis zu 1000 junge Menschen erhalten jedes Jahr ihre Ausbildung auf der 201. russischen Militärbasis. Wir sind bereit, die Zahl der Rekruten zu erhöhen“</em>, erklärte Minister Schojgu.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Russlands militärisches Engagement in Zentralasien</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem jüngsten Vorstoß handelt es sich nicht um den ersten Vorschlag für eine militärische Partnerschaft zwischen Russland und Tadschikistan. Am 12. September 2020 hatte Tadschikistans Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Emomalij_Rahmon">Emomali Rahmon</a> bereits ein Dekret zur Einrichtung eines ähnlichen gemeinsamen Luftverteidigungssystems unterzeichnet, wie das tadschikische Nachrichtenportal <a href="https://asiaplustj.info/en/news/tajikistan/security/20200922/tajikistan-and-russia-to-create-a-joint-air-defense-system">Asia-Plus</a> berichtete. Im Gegensatz zu dem am 27. April angekündigten Abkommen ist dieses Teil des einheitlichen Luftverteidigungssystems der Mitglieder der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaft_Unabhängiger_Staaten">Gemeinschaft Unabhängiger Staaten</a>, zu denen alle Länder Zentralasiens gehören.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Das russische Militärengagement in Zentralasien nimmt dabei im Allgemeinen zu. Am 26. Mai 2020 hatte Russland Tadschikistan und Kirgistan <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/moskau-bietet-sich-als-vermittler-im-grenzkonflikt-zwischen-tadschikistan-und-kirgistan-an/">angeboten</a>, die Rolle des Vermittlers in dem Grenzstreit zu übernehmen. Darüber hinaus unterzeichnete Russland im Oktober 2020 ein „beispielloses“ Abkommen über die militärische Zusammenarbeit mit Kasachstan [<a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/un-accord-de-cooperation-militaire-sans-precedent-signe-entre-la-russie-et-le-kazakhstan/">fr</a>/<a href="https://tengrinews.kz/kazakhstan_news/kazahstan-rossiya-podpisali-dogovor-voennom-sotrudnichestve-417291/">ru</a>].</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Verteidigungsminister Schojgu reiste im Anschluss an seinen Tadschikistan-Besuch weiter nach Usbekistan. Mit seinem usbekischen Amtskollegen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Bakhodir_Kurbanov_(General)">Bahodir Qurbanov</a> bereitete er bei einem Treffen in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Buxoro">Buchara</a> ein strategisches Partnerschaftsprogramm für die Jahre 2021-2025 vor. <em>„Unsere Staaten interagieren erfolgreich in vielen Bereichen, einschließlich im Sicherheitsbereich. Heute ist es wichtig, Herausforderungen und Bedrohungen, insbesondere dem internationalen Terrorismus, gemeinsam zu begegnen&#8220;</em>, sagte Schojgu nach Angaben von <a href="https://tass.ru/armiya-i-opk/11260169">TASS</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/neue-ansaetze-in-russlands-zentralasienpolitik/"><strong>Neue Ansätze in Russlands Zentralasienpolitik</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland steht jedoch in Bezug auf die Entwicklung Tadschikistans im Wettbewerb mit China. Das Reich der Mitte betreibt in dem zentralasiatischen Land mehrere Goldminen, von denen beide Seiten profitieren, obwohl sich am Horizont eine <a href="https://fergana.site/articles/118341/">Erschöpfung der Reserven</a> abzeichnet. Darüber hinaus wurde im April 2020 mit dem Bau <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/chinas-geopolitik-im-pamir/">eines chinesischen Flughafens</a> nahe der Grenze zu Tadschikistan begonnen und China verfügt über eine <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/geheime-chinesische-militaerbasis-in-tadschikistan-entdeckt/">geheime Militärbasis</a> im Land, die 2019 von Journalisten der Washington Post enthüllt wurde.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Léonard Dillies, Redakteur für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Übersetzung aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/tadjikistan/une-defense-aerienne-commune-entre-la-russie-et-le-tadjikistan/"><strong>Französischen</strong></a><strong> und Ergänzungen von Robin Roth</strong></p>


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		<title>Usbekische und tadschikische Terroristengruppen in Afghanistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[erudolph]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2020 07:33:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach Angaben von Beh&#xF6;rden der afghanischen Provinz Badachschan versuchen der &#x201E;Islamische Staat&#x201C;, Al-Qaida und verwandte Gruppierungen, ihre milit&#xE4;rische Pr&#xE4;senz in der Region zu st&#xE4;rken. Dabei spielen insbesondere bewaffnete tadschikische und usbekische Gruppen eine bedeutende Rolle. Folgender Artikel erschien zuerst am 28. April auf unserer franz&#xF6;sischen Seite. Derzeit erreichen uns viele Informationen von Beh&#xF6;rden der afghanischen [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong><em>Nach Angaben von Behörden der afghanischen Provinz Badachschan versuchen der „Islamische Staat“,</em></strong><strong><em> Al-Qaida und verwandte Gruppierungen, ihre militärische Präsenz in der Region zu stärken. Dabei spielen insbesondere bewaffnete tadschikische und usbekische Gruppen eine bedeutende Rolle. Folgender Artikel erschien zuerst am 28. April auf unserer französischen Seite. </em></strong></p>
<p style="text-align: justify">Derzeit erreichen uns viele Informationen von Behörden der afghanischen Provinz <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Badachschan">Badachschan</a>, die an Tadschikistan grenzt. Wie die afghanische Onlinezeitung <a href="https://tolonews.com/afghanistan/daesh-affiliated-groups-rise-badakshan-officials">ToloNews</a> über Behördenangaben vom 21. April berichtet, versuchen sich terroristische Gruppierungen wie der  &#8222;Islamische Staat&#8220;, sowie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Qaida">Al-Qaida</a> verstärkt in der Region zu etablieren. Während die terroristischen Aktivitäten in Badachschan zunehmen, bestätigen Behörden die Teilnahme usbekischer und tadschikischer Kämpfer an Gefechten. Ihre Anwesenheit auf afghanischem Boden befeuert den anhaltenden Kampf gegen die afghanischen Sicherheitskräfte.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></p>
<p style="text-align: justify">Lokale Quellen berichten, dass sich unter diesen einander nahestehenden Gruppierungen Kämpfer befinden, die mit diversen „terroristischen Vereinigungen“ in Verbindung stehen, wie etwa der tadschikischen Gruppierung <a href="https://www.trackingterrorism.org/group/jamaat-ansarullah-ja">Jamaat Ansarullah (JA)</a> (Deutsch: Vereinigung der Helfer Gottes), der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Turkestan-Partei">Islamischen Turkestan-Partie </a> sowie den usbekischen Islamisten von <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Harkat-ul-Jihad_al-Islami">Harkat-i-Islami</a> oder uigurischen Dschihadisten. Ungefähr 400 Menschen sollen in verschiedenen Teilen der Provinz tätig sein, insbesondere jedoch im Khastak-Tal, im zentralen Distrikt <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Jurm_District">Jurm</a> in Badachschan.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Intensivierung terroristischer Aktivitäten in Badachschan</strong></p>
<p style="text-align: justify">Nach Angaben der Militärbehörden von Badachschan ist die Region ein strategisch wichtiges Gebiet für zentralasiatische Kämpfer, die seit vielen Jahren zahlreiche Gegenden davon kontrollieren. Die bergige Provinz im Nordosten Afghanistans mit Grenzen zu China, Pakistan und Tadschikistan weckt sowohl geografische als auch wirtschaftliche Interessen. Laut Zakaria Sawda, Gouverneur der Provinz, „<em>wollen [die Kämpfer] ihre dritte Basis in Badachschan stärken, um noch nachdrücklicher handeln zu können</em>“.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/sind-die-taliban-eine-bedrohung-fur-zentralasien/">Sind die Taliban eine Bedrohung für Zentralasien?</a> </strong></p>
<p style="text-align: justify">Nur drei Tage nach diesen Bekanntgaben berichtete <a href="https://tj.sputniknews.ru/country/20200424/1031125565/afghanisyan-badakhshan-aktivizirovalis-boeviki-tajikistan.html">der kirgisische Ableger von Sputnik News</a> über einen Angriff im Bezirk <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Raghistan_District">Ragh</a> an der Grenze zu Tadschikistan. Sputnik zitiert ein Mitglied der afghanischen Polizei, laut dem „<em>eine Gruppe bewaffneter tadschikischer Kämpfer von mehr als 15 Personen […] in Konflikt mit einem Posten regierungsnaher Streitkräfte aus Kuf-Ab geriet</em>“. Dies ist alarmierend genug, damit die regionalen Behörden um Lufthilfe bitten, um „<em>das Gebiet aufzuräumen</em>“, <a href="https://tolonews.com/afghanistan/daesh-affiliated-groups-rise-badakshan-officials">berichtet gleichsam ToloNews</a>.</p>
<p style="text-align: justify">Diese jüngste Zunahme terroristischer Aktivitäten in der Region hat es den Aufständischen ermöglicht, die Kontrolle über mehrere Distrikte in Badachschan zurückzugewinnen, insbesondere über das an Tadschikistan grenzende <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Yamgan_District">Yamgan</a>. <a href="https://rus.ozodi.org/a/30516106.html">Radio Ozodi</a>, der tadschikische Zweig des amerikanischen Mediums Radio Free Europe, veröffentlichte Aussagen von Abdullah Nadschi Nasari, einem Mitglied des Rates von Badachschan, der sagte, dass „<em>die Sicherheitskräfte leider besiegt [und] die Regierungstruppen zurückgezogen wurden</em>“. Das Versäumnis der afghanischen Sicherheitskräfte, die Verbreitung der Kämpfer und die steigende Zahl der Todesopfer in Badachschan aufzuhalten, hatte bereits die Verdrängung mehrerer Familien zur Folge.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Tadschikistan wird unruhig</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die instabile Lage an der Grenze zwischen Badachschan und der tadschikischen autonomen Region <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Berg-Badachschan">Berg-Badachschan</a> hat die tadschikische Regierung gezwungen, die Sicherheitsmaßnahmen in dieser bergigen Provinz zu verstärken. Vor allem die Situation in Afghanistan beunruhigt die tadschikischen Behörden.</p>
<p style="text-align: justify">Während tadschikische und usbekische Behörden diese Angriffe noch nicht kommentiert haben, hatten Vertreter der Verteidigungsministerien Russlands und Tadschikistans die Weltgemeinschaft immer wieder auf die Aktivitäten islamistischer Kämpfer und anderer Terrororganisationen in den Gebieten Nordafghanistans aufmerksam gemacht. Die Unsicherheit über die dortige Sicherheitslage veranlasste Usbekistan und Tadschikistan, am 12. März gemeinsame Anti-Terror-Übungen unter der Bezeichnung „Commonwealth 2020“ durchzuführen. Zuvor hatten beide Staaten ein Partnerschaftsabkommen über die militärische Zusammenarbeit und die Terrorismusbekämpfung unterzeichnet.</p>
<p style="text-align: justify">Am 13. März fand in Samarkand ein Treffen der Leiter der Grenzbehörden der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaft_Unabh%C3%A4ngiger_Staaten">Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS)</a> statt, bei dem Situationen und Trends des Sicherheits- und Gesundheitssystems an ihren Außengrenzen zur Zeit der Coronavirus-Epidemie analysiert wurden. <a href="https://tj.sputniknews.ru/columnists/20200313/1030870873/tajikistan-afganistan-granitsa-boeviki.html">Sputnik</a> berichtet, dass durch gemeinsame Programme mit der GUS und der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_des_Vertrags_%C3%BCber_kollektive_Sicherheit">Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS)</a> Hilfen für tadschikische und usbekische Grenzschutzbeamte bereitgestellt wurden, um deren Streitkräfte zu modernisieren, sowie ihre militärische Ausrüstung zu verbessern.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Wirtschaftliche Chancen</strong></p>
<p style="text-align: justify">Sollten die Aufständischen ihre Präsenz in Badachschan beibehalten können, liegt das daran, dass der Reichtum der Region es ihnen ermöglicht, sich zu finanzieren. Die tadschikische Onlinezeitung <a href="https://www.asiaplustj.info/ru/news/world/20200422/terroristi-na-severe-afganistana-ukrepilis-tadzhikskoi-i-uzbekskoi-gruppirovkami">Asia-Plus</a> bestätigt, dass „<em>die Terroristen ein gutes Einkommen haben, wenn sie Gold ins Ausland exportieren</em>“. Hinzu kommt der  <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/foerdert-der-drogenhandel-den-terrorismus-in-zentralasien/?noredirect=de_DE">Drogenhandel</a>, wie der <a href="https://undocs.org/pdf?symbol=en/S/2020/53">neue Bericht des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen</a> hervorhebt. Dieser Bericht erläutert, dass sich der aus tadschikischen Staatsbürgern bestehende „Jaamat Ansarullah“ (JA) genau wie andere terroristische Gruppierungen am Drogenhandel entlang der Nordroute beteiligt.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan:<a href="https://novastan.org/de/kirgistan/highway-to-heroin-vom-drogenhandel-und-neuen-konsum-in-zentralasien/"> Highway to Heroin</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Grenze zwischen Tadschikistan und Afghanistan ist etwa 1430 Kilometer lang, während der usbekische Teil der Grenze 137 Kilometer beträgt. Das bergige Territorium erschwert die Kontrolle bestimmter Abschnitte dieser Grenze – ein Schwachpunkt, der den Drogenhändlern der Taliban in die Hände spielt. Ein Viertel bis ein Drittel des Opium- und Heroinschmuggels wird entlang der Nordroute durch Usbekistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Kirgistan transportiert. Dies sichert den Kämpfern die Mittel, um ihre Aktivitäten fortzusetzen und stört folglich die Sicherheit der Nachbarländer.</p>
<p style="text-align: justify">Der tadschikische Außenminister sagte am 26. Februar auf einer gemeinsamen <a href="https://www.mid.ru/fr/foreign_policy/news/-/asset_publisher/cKNonkJE02Bw/content/id/4055559?p_p_id=101_INSTANCE_cKNonkJE02Bw&amp;_101_INSTANCE_cKNonkJE02Bw_languageId=de_DE">Pressekonferenz</a> mit seinem russischen Amtskollegen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sergei_Wiktorowitsch_Lawrow">Sergej Lawrow</a>: „<em>Die Situation in Afghanistan ist nach wie vor sehr schwierig. Tadschikistan steht im Kampf gegen die Drogen an vorderster Front</em>“. Muhriddin wies auch darauf hin, dass die Aktivitäten terroristischer Gruppen an der Grenze zu Tadschikistan stärker werden, und dass die Verluste unter den tadschikischen Grenzschutzbeamten jährlich zunehmen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Mehr terroristische Aktivitäten seit dem Abkommen zwischen USA und Taliban</strong></p>
<p style="text-align: justify">Nach Berichten der kirgisischen Ausgabe des russischen Mediums Sputnik haben die Aktivitäten der Terroristen entlang der tadschikisch-afghanischen Grenze seit der Unterzeichnung des <a href="https://www.state.gov/wp-content/uploads/2020/02/Agreement-For-Bringing-Peace-to-Afghanistan-02.29.20.pdf">Abkommens</a> zwischen <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/was-bedeutet-das-abkommen-zwischen-den-taliban-und-den-usa-fuer-zentralasien/?noredirect=de_DE">den Taliban und den USA</a> zugenommen. Die Taliban nahmen die Kämpfe wieder auf, nachdem sie bekannt gegeben hatten, nicht mit einer von der afghanischen Regierung vertretenen Delegation zu verhandeln. Darüber hinaus hat die Vereinbarung zur Beendigung des Krieges die Moral der zentralasiatischen Kämpfer erheblich verbessert.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/was-bedeutet-das-abkommen-zwischen-den-taliban-und-den-usa-fuer-zentralasien/?noredirect=de_DE">Was bedeutet das Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und den Taliban für Zentralasien?</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Obwohl das Abkommen von Doha hauptsächlich auf das Engagement der Taliban abzielt, die Beziehungen zu Al-Qaida und anderen Terrorgruppen in Zentralasien zu kappen, haben jene nicht die Möglichkeit, diese Trennung zu beweisen. Dem <a href="https://undocs.org/pdf?symbol=en/S/2020/53">Bericht des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen</a> zufolge „<em>führen TIM und JA ihre Aktivitäten in Badachschan fort. Rund 400 ausländische Terroristen aus China, Tadschikistan und Usbekistan planen nun, die Anfeindungen in Konfliktgebieten fortzusetzen und ausgebildete Kämpfer in verschiedene Länder zu entsenden, um terroristische Handlungen durchzuführen beziehungsweise Propaganda über das Internet zu verbreiten</em>“. Angesichts einer Aussicht auf Gefangenenaustausch zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban drückt der Bericht eine Besorgnis über die Freilassung von Terroristen und radikalisierten Gefangenen aus, welche „<em>ebenfalls eine Bedrohung darstellen</em>“.</p>
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<p style="text-align: justify">Der UN-Sicherheitsrat hat sich auch über die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Dschihad-Union">Islamische Dschihad-Union</a> besorgt gezeigt, die ihre Aktivitäten gemeinsam mit TIM koordiniert. Zudem genießt deren kirgisischer Führer Ilimbek Mamatow „<em>unter den Kämpfern Zentralasiens eine bedeutende Autorität und versucht, unter seinem Kommando eine einheitliche Terrorgruppe in Afghanistan zu gründen</em>“. Letztendlich befürchten die UN, dass in Badachschan „<em>ein neuer Sammelort zur Planung von Angriffen gegen die zentralasiatischen Nachbarländer entsteht</em>“.</p>
<p style="text-align: justify">Obwohl afghanische Behörden versuchen, Tadschikistan und Usbekistan hinsichtlich ihrer Kontrolle über Badachschan zu beruhigen, kann eine Übernahme der Provinz durch die Aufständischen nicht ausgeschlossen werden. Während Duschanbe und Taschkent am 5. und 16. März wegen der Coronavirus-Epidemie ihre Grenzen zu Afghanistan geschlossen haben, wirkt die Aussicht auf eine Wiedereröffnung besorgniserregend. Die momentan ruhigere Phase sollte es Usbekistan und Tadschikistan ermöglichen, ihre jeweiligen Grenzgebiete zu stärken.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Tristan Pierard<br />
Journalist für Novastan (Französisch)</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Französischen von Elisabeth Rudolph</strong></p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Überwachungskameras mit Gesichtserkennung: Huaweis künstliche Intelligenz wacht auch über Tadschikistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Fergana News]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jun 2019 15:03:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachungskameras]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Tadschikistan werden &#xDC;berwachungskameras mit Gesichtserkennung des chinesischen Telekommunikationsausr&#xFC;sters Huawei installiert. Der folgende Artikel erschien im russischsprachigen Original auf Fergana-News. Wir &#xFC;bersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. In den gro&#xDF;en St&#xE4;dten Tadschikistans werden &#xDC;berwachungskameras aufgestellt, die zur Gesichtserkennung geeignet sind. Dies berichtete Radio Osodi mit Verweis auf den stellvertretenden Leiter des Zentrums &#x201E;Sichere Stadt&#x201C;, [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>In Tadschikistan werden Überwachungskameras mit Gesichtserkennung des chinesischen Telekommunikationsausrüsters Huawei installiert. Der folgende Artikel erschien im russischsprachigen Original auf </strong><a href="https://www.fergana.agency/news/108280/"><strong>Fergana-News</strong></a><strong>. Wir übersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In den großen Städten Tadschikistans werden Überwachungskameras aufgestellt, die zur Gesichtserkennung geeignet sind. Dies berichtete <a href="https://rus.ozodi.org/a/30003322.html">Radio Osodi</a> mit Verweis auf den stellvertretenden Leiter des Zentrums „Sichere Stadt“, Furkat Schoimardonow.</p>
<p style="text-align: justify;">Die tadschikischen Behörden gehen davon aus, dass das neue Sicherheitssystem, welches von dem chinesischen Unternehmen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Huawei">Huawei</a> erarbeitet wurde, dabei helfen wird, vermisste Personen zu finden und Verbrechen zu verhindern.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/geheime-chinesische-militaerbasis-in-tadschikistan-entdeckt/"><strong>Geheime chinesische Militärbasis in Tadschikistan entdeckt</strong></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die Grundlage des Programms zur Gesichtserkennung stellt eine Form von künstlicher Intelligenz dar, die in der Lage ist, binnen weniger Sekunden große Mengen an Daten zu sammeln und zu analysieren. Das System scannt digitale Bilder und hebt einzigartige Merkmale hervor, an denen man ein Gesicht erkennen kann.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>„Wenn die Kamera feststellt, dass ein Bürger zu 25 Prozent einer gesuchten Person äußerlich ähnelt, geht diese Information direkt in unserem Zentrum ein“</em>, erklärt Schoimardonow. Es ist geplant, dass die neuen Kameras in Duschanbe am Bahnhof, am Flughafen, in großen Einkaufzentren, an großen Märkten, in Parks und anderen Orten mit großen Menschenansammlungen aufgestellt werden. Wie viel diese Neuerung kosten wird, wurde nicht mitgeteilt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hohe Einnahmen durch strenge Überwachung</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das System „Sichere Stadt“ wurde in Duschanbe 2013 eingeführt. Damals wurden in der Hauptstadt 855 Überwachungskameras an 75 Kreuzungen und zentralen Straßen installiert. Für die Umsetzung des Projektes wurden 22 Millionen US-Dollar (circa 19,6 Millionen Euro) investiert, von denen 20,9 Millionen US-Dollar (circa 18,6 Millionen Euro) in Form von langfristigen Krediten von China zur Verfügung gestellt wurden. Laut den lokalen Behörden konnte „Sichere Stadt“ im letzten Jahr dank der Kameras circa 2 Millionen Rechtsbrüche feststellen, die Strafzahlungen von 14 Millionen US-Dollar (12,5 Millionen Euro) einbrachten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lest</strong> <strong>auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/china-gibt-tadschikistan-220-millionen-us-dollar-fur-den-bau-von-parlaments-und-regierungsgebauden-was-steckt-dahinter/"><strong>China gibt Tadschikistan 220 Millionen US-Dollar für den Bau von Parlaments- und Regierungsgebäuden – Was steckt dahinter?</strong></a></p>
<p style="text-align: justify;">Als Pilotprojekt wurden schon im vergangenen Jahr Kameras zur Gesichtserkennung in Duschanbes Aini-Park aufgestellt. <a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/society/20181217/za-bezopasnostyu-v-parke-aini-nablyudaet-iskusstvennii-intellekt">Damals wurde berichtet</a>, dass dies mit dem Ziel geschah, die Besucherzahlen des Parks zu erfassen, aber auch um den Strafverfolgungsbehörden bei der Suche nach Personen zu helfen, nach denen gefahndet wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Das chinesische System zur Identifizierung durch Überwachungskameras wird auch in anderen Ländern angewandt, zum Beispiel in Ecuador. Im Februar dieses Jahres wurde mitgeteilt, dass <a href="https://www.fergana.agency/news/105020/">in Almaty</a>  23 Millionen US-Dollar (20,5 Millionen Euro) für Überwachungskameras mit Gesichtserkennung ausgegeben werden sollen. Ein zusätzliches Problem ist, dass eine derartige Technologie das Menschenrecht auf Privatsphäre verletzt.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="https://www.fergana.agency/news/108280/"><strong>Fergana-News</strong></a></p>
<p style="text-align: right;"><strong>Aus dem Russischen von Robin Roth</strong></p>
<p><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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		<title>Tadschikistan: 32 Tote bei einem Gefängnisaufstand</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 May 2019 03:40:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gefängnis]]></category>
		<category><![CDATA[Islamischer Staat]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Abend des 19. Mai kamen bei einem Aufstand im Gef&#xE4;ngnis von Wachdat drei Mitarbeiter und 29 Gefangene ums Leben. Nach Angaben der tadschikischen Beh&#xF6;rden waren die Verantwortlichen gr&#xF6;&#xDF;tenteils wegen Radikalisierung verurteilt. Laut dem Justizministerium handelt es sich bei dem Ereignis um einen Fluchtversuch. Der Aufstand am Abend des 19. Mai im Gef&#xE4;ngnis von Wachdat [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Am Abend des 19. Mai kamen bei einem Aufstand im Gefängnis von Wachdat drei Mitarbeiter und 29 Gefangene ums Leben. Nach Angaben der tadschikischen Behörden waren die Verantwortlichen größtenteils wegen Radikalisierung verurteilt. Laut dem Justizministerium handelt es sich bei dem Ereignis um einen Fluchtversuch. </strong></p>
<p style="text-align: justify">Der Aufstand am Abend des 19. Mai im Gefängnis von Wachdat forterte 32 Opfer.  Gegen 20:30 Uhr Ortszeit nahmen 30 radikalisierte und bewaffnete Häftlinge drei Mitarbeiter des Strafvollzugszentrums als Geiseln und töteten sie im Anschluss. Der Aufstand war nach Angaben des Justizministeriums ein schnell unterbundener Fluchtversuch. Die Geiseln sollten demnach zur Verhandlung über die Freilassung eingesetzt werden.</p>
<p style="text-align: justify">Insgesamt 29 Häftlinge kamen bei dem Aufstand ums Leben, 24 davon wurden von Sicherheitskräften getötet, die in der Strafvollzigsanstalt mit insgesamt 1500 Häftlingen einschritten. Zusammenstöße zwischen Häftlingen forderten weitere fünf Todesopfer. Unter letzteren befanden sich nach <a href="http://vkd.tj/index.php/tj/ruydodho/23811-r-jkhat">Angaben des Justizministeriums</a> prominente Führer der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Partei_der_Wiedergeburt_Tadschikistans">Islamischen Partei der Widergeburt Tadschikistans</a> (IRPT). &#8222;<em>Während der Verhandlungen brach ein bewaffneter Konflikt unter den Häftlingen aus, die sich mit Messern und anderen scharfen Gegenständen wehrten und mehrere Mitarbeiter verletzten</em>&#8222;, so eine <a href="https://adliya.tj/ru/news/publications/press-centr-ministerstva-yusticii-respubliki-tadzhikistan-soobshaet-">Mitteilung</a> des Ministeriums.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-der-islamische-staat-bekennt-sich-zu-aufstand-in-gefangnis/">Tadschikistan: Der Islamische Staat bekennt sich zu Aufstand in Gefängnis</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Gefängnis, das auch unter dem Namen Kirpitschnij bekannt ist, befindet sich im Dorf Rochati im Bezirk  <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Vahdat_District">Wachdat</a>, 15 Kilometer östlich der Hauptstadt Duschanbe.Die Lage dort war zeitweise beunruhigend. &#8222;<em>Die Lage hat sich normalisiert und ist vollständig unter Kontrolle</em>&#8222;, so die <a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/incidents/20190520/v-bunte-v-kolonii-v-vahdate-ubiti-tri-sotrudnika-etogo-uchrezhdeniya">Behörden</a>.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Ein Aufruhr aufgrund von Radikalisierung</strong></p>
<p style="text-align: justify">Laut dem tadschikischen Online-Medium <a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/incidents/20190520/ofitsialno-vo-vremya-bunta-v-kolonii-vahdata-pogibli-29-zaklyuchennih">Asia Plus</a>, das eine Pressekonferenz des tadschikischen Justizministeriums zitiert, steht mitunter Behruz Gulmurod hinter dem Aufstand. Er ist der Sohn von Oberst <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Gulmurod_Khalimov">Gulmurod Chalimow</a>, einem ehemaligen Kommandeur der tadschikischen Polizei-Sondereinheiten, der zum Islamischen Staat überlief und 2017 in Syrien getötet wurde. Gulmurod wurde im Juni 2017 wegen Verbrechen und versuchtem Verbrechen sowie Söldnerei verurteilt und verbüßte eine zehnjährige Freiheitsstrafe.</p>
<p style="text-align: justify">Der Aufstand soll auch einigen Berichten zufolge von Fahriddin Gulow unterstützt worden sein. Der 25-Jährige wurde im August 2018 als Leiter einer kriminellen Gruppe zu 26 Jahren Gefängnis verurteilt. Mitglieder seiner Gruppen planten vermeintlich eine Reihe von Terroranschlägen in der Hauptstadt. <a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/incidents/20190520/ofitsialno-vo-vremya-bunta-v-kolonii-vahdata-pogibli-29-zaklyuchennih">Asia Plus</a> berichtet, dass die Aufständischen nach der Ermordung der drei Gefängnismitarbeiter acht Gafangene freiließen, die als Mitglieder der Terrororganisation Islamischer Staat in Isolationshaft saßen. Die medizinische Einheit des Hauses wurde in Brand gesetzt, um den Häftlingen die Flucht zu ermöglichen.</p>
<p style="text-align: justify">Nachdem sie Lage unter Kontrolle gebracht wurde, eröffnete die Staatsanwaltschaft eine strafrechtliche Untersuchung. Dies berichtete <a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/incidents/20190520/ofitsialno-vo-vremya-bunta-v-kolonii-vahdata-pogibli-29-zaklyuchennih">Asia Plus</a>. Die Freilassung der Mitglieder des islamischen Staates weist auf die Radikalisierung der Insassen als Ursache des Aufstands hin.  <a href="https://www.wilsoncenter.org/person/edward-lemon">Edward Lemon</a> , Experte für Sicherfragen in Tadschikistan, erklärte jedoch auf Anfrage von Novastan, dass „<em>bei den breit gefassten Extremismusgesetzen in Tadschikistan die Grenzen zwischen gewaltfreiem Extremismus, gewalttätigem Extremismus und politischem Aktivismus verschwimmen.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">Auf die Frage nach der Anwesenheit von Mitgliedern der Islamischen Partei der Widergeburt unter den Opfern weist Lemon darauf hin, dass &#8222;<em>es ziemlich zweckmäßig erscheint, dass Angriffe innerhalb des Gefängnisses auf politische Gefangene, einschließlich Mitglieder des IRPT, gerichtet sind. Obwohl die Behörden den Islamischen Staat für diesen Angriff verantwortlich gemacht haben, ist es möglich, dass sie den Aufstand selbst ausgelöst haben, um einige der politischen Gefangenen zu eliminieren.</em>“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Ein bezeichnendes Ereignis</strong></p>
<p style="text-align: justify">Der Aufstand ist keineswegs ein unbedeutendes Ereignis für Tadschikistan. Tatsächlich warnen Experten die Behörden seit langem vor der raschen Radikalisierung von Gefangenen in tadschikischen Gefängnissen. Es ist außerdem der zweite Aufstand dieser Art innerhalb von sechs Monaten. Am Abend des 8. November 2018 brach bereits im Gefängnis von Chudschand im Norden des Landes <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-der-islamische-staat-bekennt-sich-zu-aufstand-in-gefangnis/">ein Aufstand</a> aus. Laut offiziellen Angaben wurden dabei 23 Menschen getötet, darunter zwei Mitarbeiter. Neun Mitarbeiter des Strafvollzugszentrums wurden im Anschluss wegen Fahrlässigkeit zu Haftstrafen verurteilt.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/warum-sich-so-viele-buerger-tadschikistans-dem-islamischen-staat-anschliessen/">Warum sich so viele Bürger Tadschikistans dem Islamischen Staat anschließen</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Im Jahr 2017 gab der Sicherheitsrat der Präsidialverwaltung eine Studie über die Radikalisierung in Strafvollzugsanstalten in Auftrag. Die Ergebnisse der Studie wurden nicht veröffentlicht und eine Veröffentlichung ist nicht vorgesehen. Einer der Autoren der Studie nennt jedoch das Ausmaß des Problems und <a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/incidents/20190520/v-bunte-v-kolonii-v-vahdate-ubiti-tri-sotrudnika-etogo-uchrezhdeniya">erklärt</a>, dass von den 500 Personen, die 2017 in Tadschikistan wegen Extremismus und Terrorismus verurteilt wurden, etwa 100 tatsächlich radikalisiert sind. Edward Lemon nennt ähnliche Zahlen: &#8222;<em>nach offiziellen Angaben sind knapp 1.900 Tadschiken dem Islamischen Staat beigetreten. Die meisten von ihnen wurden dort getötet. 200 sind womöglich zurückgekehrt und andere wurden verhaftet, bevor sie Tadschikistan verließen</em>“.</p>
<p style="text-align: justify">Dieser Aufstand und die damit verbundenen Todesfälle können vielleicht den tadschikischen Präsidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Emomalij_Rahmon">Emomalii Rahmon</a> zu einem Strategiewechsel verleiten. Am 17. Mai <a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/power/20190517/emomali-rahmon-rasskazal-kak-v-tadzhikistane-boryutsya-s-terrorizmom">erklärte er</a> auf einem Gipfel über Sicherheit und Terrorismus: „<em>Tadschikistan ergreift umfassende Maßnahmen, um die Beteiligung von Bürgern an terroristischen und extremistischen Gruppen zu verhindern. Nach der geltenden Gesetzgebung des Landes sind Personen, die freiwillig auf ihre illegale Teilnahme an bewaffneten Zusammenstößen und militärischen Operationen im Hoheitsgebiet anderer Staaten verzichten und in ihr Herkunftsland zurückkehren, von der strafrechtlichen Verantwortung befreit, wenn keine Beweise für andere Verbrechen vorliegen. Gleichzeitig wird ihre Wiedereingliederung in das friedliche Leben gefördert</em>.“</p>
<p style="text-align: right"><strong>Die Redaktion</strong></p>
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		<title>Lässt sich Taschkent erneut auf das afghanische Spiel ein?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[erudolph]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Sep 2018 10:28:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 12. August kam eine Delegation der Taliban auf Einladung der usbekischen Beh&#xF6;rden zu Gespr&#xE4;chen nach Taschkent. Alexander Knjasjew, russischer Politikwissenschaftler und Afghanistanspezialist erkl&#xE4;rt die Hintergr&#xFC;nde. Der Artikel wurde zuerst im kasachstanischen Onlinemagazin 365info.kz ver&#xF6;ffentlicht und erscheint hier in &#xDC;bersetzung. Vergangenen August verbrachten Vertreter der Taliban vier Tage in Taschkent. Der usbekische Au&#xDF;enminister Abdulasis Komilow [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong><em>Am 12. August kam eine Delegation der Taliban auf Einladung der usbekischen Behörden zu Gesprächen nach Taschkent. Alexander Knjasjew, russischer Politikwissenschaftler und Afghanistanspezialist erklärt die Hintergründe.</em><em> Der Artikel wurde zuerst im kasachstanischen Onlinemagazin </em></strong><strong><em><a href="https://365info.kz/2018/08/zachem-mirziyoevu-ponadobilis-taliby/">365info.kz</a></em></strong><strong><em> veröffentlicht und erscheint hier in Übersetzung. </em></strong></p>
<p style="text-align: justify">Vergangenen August verbrachten Vertreter der Taliban vier Tage in Taschkent. Der usbekische Außenminister <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Abdulaziz_Komilov">Abdulasis Komilow</a> und die Sonderbeauftragte des Präsidenten von Usbekistan, Ismatilla Ergachew, nahmen an den Verhandlungen teil. Der Besuch fand auf Einladung Usbekistans statt.</p>
<p style="text-align: justify">Laut dem usbekischen Außenministerium diskutierten beide Seiten über eine friedliche Beilegung des Konflikts in Afghanistan. Die Taliban fügten hinzu, dass auch nationale Projekte zur Sicherheit des Eisenbahnverkehrs und der Stromleitungen diskutiert werden müssten.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>365info.kz: Während der Gespräche in Taschkent wurde der </strong><strong>„Rückzug ausländischer Truppen</strong><strong>“ aus </strong><strong>dem afghanischem Territorium diskutiert. Wie kann dieser Rückzug von Usbekistan abhängen und gegen wen richtet sich diese Forderung?</strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Alexander Knjasjew</strong>: Die USA, China und Russland sind die Hauptakteure in Afghanistan. Dazu kommen andere Länder, die gleiche oder andere Interessen in der Region haben. Es handelt sich um alle Nachbarländer Afghanistans und um die Länder, die an grenzüberschreitenden Afghanistanprojekten interessiert sind. Dazu zählen aber auch die arabischen Monarchien, die von Saudi-Arabien beherrscht werden, die Türkei und europäische Länder.</p>
<p style="text-align: justify">Das Verhalten dieser externen Mächte zeigt, dass praktisch keiner von ihnen wirklich an einer endgültigen friedlichen Beilegung des Konflikts in Afghanistan interessiert ist.</p>
<p style="text-align: justify">Gleichzeitig hat die Mehrheit der externen Akteure verschiedene Einflussmöglichkeiten auf die Ereignisse in Afghanistan, durch die verschiedene Konfliktebenen reguliert werden können. Der Rückzug ausländischer Truppen ist generell eine bedingungslose Forderung nicht nur der Taliban, sondern fast aller politischer Kräfte in Afghanistan. Einzige Ausnahme: Der politische Kreis um den scheidenden Präsidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aschraf_Ghani">Aschraf Ghani</a>, dessen Politik überhaupt erst durch diese ausländische Präsenz gewährleistet ist.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/afghanistans-prasident-zu-gast-in-usbekistan/">Afghanistans Präsident zu Besuch in Usbekistan</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Der „Rückzug der amerikanischen Truppen“ war schon Ende 2013 in aller Munde. Nach diesem medialen „Rückzug&#8220; aus Afghanistan bleiben nur sieben ausreichend ausgestattete Flugplätze der US-Luftwaffe und bis zu einem Dutzend Bodenstützpunkte erhalten. Tatsächlich sind alle Militärstützpunkte, und keine kleinen. Es ist also eher die Imitation eines „Rückzugs“, um Spannungen in der afghanischen Gesellschaft abzubauen und „edle Absichten“ zu demonstrieren. Aber die Amerikaner sind nicht wirklich gegangen und sind auch nicht bereit, Afghanistan zu verlassen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Seit Kurzem gibt es eine Vereinbarung zwischen Kabul, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten über die M</strong><strong>öglichkeit, ihre militärischen Kontingente nach Afghanistan zu bringen. Kürzlich fanden in Doha Verhandlungen zu diesem Thema statt.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Andererseits unternehmen die USA erhebliche Anstrengungen, um Neu-Delhi zu einer militärischen Präsenz in Afghanistan zu zwingen. Bedenkt man die Bedeutung Pakistans für die Region, würde dies den Konflikt maßgeblich beeinflussen.</p>
<p style="text-align: justify">Die ausländische Militärpräsenz in Afghanistan, egal unter welcher Flagge, stellt immer einen sehr langfristigen Faktor dar. Natürlich hängt diesbezüglich nichts von Usbekistan ab. Alle bisherigen Erfahrungen mit Verhandlungen über Afghanistan zeigen, dass sie nur diejenigen betreffen, mit denen die jeweiligen Gesprächspartner direkt zu tun haben, aber nicht eine umfassende Befriedung des Landes erzielen. Verhandlungen haben nie eine definitive Form und dienen nur als Instrument zur Steuerung eines verteidigungspolitischen Vorgehens.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Welche Bedeutung hat die Stellung der Taliban heute in Afghanistan?</strong></p>
<p style="text-align: justify">In Bezug auf die Gebietskontrolle und die Anzahl der Anhänger werden unterschiedliche Zahlen genannt. Die wichtigste Frage ist die nach der Unterstützung der Taliban durch einen großen Teil der afghanischen Bevölkerung. Denn das ist das Hauptparadox der Situation: Die Unterstützung wächst als Folge der antinationalen Politik der gegenwärtigen Regierung und der Aktionen ihrer Verbündeten, also die USA und die NATO. Eine wichtige Rolle spielt auch die finanzielle Unterstützung von außen, vor allem von den arabischen Monarchien.</p>
<p style="text-align: justify">Allgemein gesagt, könnte die Stellung der Taliban als unüberwindbar angesehen werden. Es scheint, dass alle beteiligten Akteure bereits eingeräumt haben, dass es für den Konflikt in Afghanistan keine militärische Lösung gibt.</p>
<p style="text-align: justify">Das ist ein wichtiger Konsens bezüglich der politischen Stellung der Taliban. Natürlich gibt es auch Schwächen, die Zersplitterung, die unstete Kommandostruktur – aber das ist zugleich auch eine Stärke. Denn es macht die Taliban zu einer asymmetrischen Konstruktion, bei der Soldaten leicht von einer Truppe zu einer anderen wechseln können und es schwierig ist, zu verhandeln.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/afghanistan-eine-herausforderung-fur-zentralasien/">Afghanistan – eine Herausforderung für Zentralasien</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Wir erinnern uns an den sogenannten „Sieg über die Taliban“ in den Jahren 2001-2002, als sie gerade vor der US-Militäroperation geflohen waren. Sie verschwanden, um gestärkt wieder aufzutauchen. Offenbar ziehen sich die Regierungstruppen jetzt von allen abgelegenen und unzugänglichen Orten des Landes zurück und konzentrieren sich auf die Sicherheit in den Großstädten. Regionen der Provinz sind unter Kontrolle der Taliban, sofern sie nicht von starken Lokalregierungen geführt werden, die in der Lage sind, das Territorium ohne den Einfluss Kabuls zu kontrollieren. Aber davon gibt es nicht viele.</p>
<p style="text-align: justify">Die Heterogenität der Taliban, einer nicht vertikal organisierten oder klar strukturierten Bewegung, erzeugt Uneinigkeiten, wer aus Sicht der Taliban berechtigt ist, im Namen der gesamten Vereinigung bei Verhandlungen zu sprechen. Daher können alle Verhandlungen stets von den politischen Kräften in Afghanistan und von externen Akteuren infrage gestellt werden.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Wie sieht ihrer Meinung nach der wahre Einfluss Usbekistans auf die Situation in Afghanistan aus? Worum könnten diese Verhandlungen wirklich gehen? Warum sollte sich Taschkent bei diesem Konflikt in Afghanistan engagieren, obwohl man dort behauptet, neutral zu sein?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Es ist sehr wichtig, dass Usbekistan im Rahmen der derzeit angestoßenen Wirtschaftsreform eine Reihe von Projekten in Afghanistan durchführt. Usbekistan will von einer isolationistischen Wirtschaft, die Importe ersetzt, zu einer exportorientierten Wirtschaft übergehen, die sowohl neue Märkte als auch neue Kommunikation erfordert. Ich denke, dass die Maßnahmen der usbekischen Regierung gegenüber der Situation in Afghanistan auf etablierten Ideen über die entscheidende Vorherrschaft der Vereinigten Staaten in allen Prozessen der Region, einschließlich natürlich Afghanistan, basieren.</p>
<p style="text-align: justify">Die Afghanistanpolitik Usbekistans ist Teil des bekannten <a href="https://www.state.gov/r/pa/prs/ps/2017/09/274386.htm"> </a>, das auf die Integration Afghanistans in das postsowjetische Zentralasien abzielt. Die USA verstehen die regionale Bedeutung von Usbekistan, das in allen amerikanischen Szenarien der erste oder einer der ersten Akteure ist. Usbekistan ist in Afghanistan aktiv und baut auf die Unterstützung der Vereinigten Staaten bei der Umsetzung von Projekten in der Region.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/s51-wie-steht-es-um-die-amerikanische-zentralasienpolitik/">C5+1 – wie steht es um die Amerikanische Zentralasienpolitik?</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">So ist seit 2011 die <a href="http://www.andrewgrantham.co.uk/afghanistan/railways/hairatan-to-mazar-i-sharif/">Mazar-e-Sharif-Bahn</a> in Betrieb, die von der usbekischen Bahngesellschaft <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/O%CA%BBzbekiston_Temir_Yo%CA%BBllari">Ozbekiston Temir Yollari</a> betrieben wird. Zudem ist Usbekistan der wichtigste Stromlieferant für die nördlichen Provinzen und Kabul. Es gibt auch eine Reihe weiterer erfolgreicher usbekischer Projekte im Land.</p>
<p style="text-align: justify">Taschkent hat aus dieser Sicht Grund, optimistisch zu sein, aber die Situation in Afghanistan ändert sich. Die russische Regierung wechselt ihren Kurs in der Afghanistanpolitik, es gibt ernsthafte Interessen Chinas – das Gleichgewicht der Mächte in der Region ist nicht statisch, sondern in ständiger Bewegung. Was gestern mit Unterstützung der USA möglich war, wird morgen nicht unbedingt ebenso und mit der gleichen Unterstützung möglich sein.</p>
<p style="text-align: justify">Die Verteidigungspolitik Taschkents konzentriert sich vor allem auf die Sicherung der 140 Kilometer langen Grenze zwischen Usbekistan und Afghanistan. Diese wird besonders bewacht und scheint keine Gefahr darzustellen. Indirekte Bedrohungsszenarien können natürlich auch erwogen werden, aber nur wenige haben die Ressourcen dazu.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Nach dem Treffen gab es Berichte über die Eröffnung einer Repräsentanz der Taliban in Taschkent. Das usbekische Außenministerium wies diese Information jedoch zurück. Halten Sie es für möglich, dass ein getarntes illegales Büro geschaffen wird? Oder kann man mit Sicherheit sagen, dass so etwas nicht geschaffen wird?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Bereits der Besuch der Talibandelegation in Taschkent ist skandalös, obwohl das in den Medien kaum angesprochen wird. Der Leiter der Delegation, <a href="https://www.counterextremism.com/extremists/sher-mohammad-abbas-stanekzai-padshah-khan">Sher Mohamad Abbas Stanekzai</a>, steht gemäß den Resolutionen 1267 (1999) und 1333 (2000) über die Handlung und Aktivitäten der Taliban unter den Sanktionen des UN-Sicherheitsrates. Usbekistans Regierung hat Informationen über die Eröffnung des Talibanbüros in Taschkent abgewiesen, weil ihnen diese Resolutionen bekannt sind.</p>
<p style="text-align: justify">Ein weiterer wichtiger Aspekt dieser Verhandlungen ist, dass Mulla Stanekzai und Masum Stanekzai, einer der Hauptvertreter Kabuls, nicht nur den gleichen Namen haben. Sie sind Vertreter eines paschtunischen Stammes aus der Provinz Logar. Es ist durchaus zu erwarten, dass eine lokale Vereinbarung, die der ganzen Welt präsentiert werden kann, in Wirklichkeit eine Vetternwirtschaft ist. Was das „versteckte Büro“ angeht, denke ich, dass es nicht nötig ist, so etwas aufzubauen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Kann man erwarten, dass die Taliban mit anderen zentralasiatischen Ländern sprechen werden?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Möglicherweise wird Ashgabat auf Grundlage der Verhandlungen in Taschkent ähnliche Ansätze zeigen. Eine andere Frage ist, welche Ziele diese Besuche und Verhandlungen haben werden. Ich denke, dass alle diese Aktionen in der optimistischsten Version in absehbarer Zukunft nur in lokal sehr begrenzten Dimensionen erfolgreich sein können. In den meisten Fällen werden sie die Lage in Afghanistan nicht nachhaltig verändert.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Französischen und Russischen von Elisabeth Rudolph</strong></p>
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