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	<title>Projekt Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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	<title>Projekt Archives</title>
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		<title>Unser Projekt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Sep 2019 05:47:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Novastan e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Novastan ist die einzige Nachrichtenseite, die auf Deutsch und Franz&#xF6;sisch &#xFC;ber Zentralasien berichtet. Seit der Gr&#xFC;ndung 2011 in Bischkek, Kirgistan, berichten wir zu dieser Region, die kaum jemanden zu interessieren scheint &#x2013; zumindest nicht genug, um facettenreiche Berichterstattung zu gew&#xE4;hrleisten. Wir glauben, dass Zentralasien im Mittelpunkt des europ&#xE4;ischen Denkens stehen sollte. Zentralasien ist eine strategisch [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify">Novastan ist die einzige Nachrichtenseite, die auf Deutsch und Französisch über Zentralasien berichtet. Seit der Gründung 2011 in Bischkek, Kirgistan, berichten wir zu dieser Region, die kaum jemanden zu interessieren scheint &#8211; zumindest nicht genug, um facettenreiche Berichterstattung zu gewährleisten. Wir glauben, dass Zentralasien im Mittelpunkt des europäischen Denkens stehen sollte. Zentralasien ist eine strategisch bedeutsame Region im Hinblick auf Politik und Wirtschaft. Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan und die Uigurische Region verbindet eine geographische Nähe mit China und historische Beziehungen mit Russland. Ebenso bestehen kulturelle und persönliche Verbindungen zu Europa.</p>
<p style="text-align: justify">Als Nachrichtenmagazin wollen wir diese Verbindungen erschließen. Als in Bischkek entstandenes Projekt greifen wir Aspekte Zentralasiens punktgenau auf, ohne den Informationsfluss dabei auf europäische Wahrnehmungen und/oder Erwartungen zu beschränken. Wir wollen echte Nachrichten aus und über Zentralasien bieten. Es ist uns wichtig, Geschichten so zu erzählen, wie sie in Zentralasien erlebt werden. Dabei wollen wir verständlich bleiben. Novastan ist offen für diverse Meinungen und Standpunkte aus verschiedenen Ländern, solange diese in Einklang mit unseren <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/der-partnerschaftsvertrag-zwischen-den-novastan-vereinen/">zentralen Werten</a> stehen.</p>
<p style="text-align: justify">Unsere Texte bedienen sich verschiedener Formate. Wir schreiben analytische und informative Artikel zu Zentralasien, basierend auf eigenen oder lokalen Quellen. Außerdem übersetzen wir regelmäßig Artikel zentralasiatischer Medien im Rahmen von Medienpartnerschaften. Schließlich veröffentlichen wir jeden Tag ein „<a href="https://novastan.org/de/tag/bild-des-tages/">Bild des Tages</a>“ &#8211; handverlesen von unseren Bildredakteur*innen.</p>
<p><strong>Ein Vereinsprojekt</strong></p>
<p style="text-align: justify">Novastan ist ein Community-Medium und wird von zwei Säulen getragen: dem Medium und den gemeinnützigen Vereinen. Unsere Vereine in Paris und Berlin bringen Zentralasien und Europa einander näher. Wir organisieren Veranstaltungen, die die zentralasiatische Community in Europa und interessierte Europäer*innen zusammenbringen, und so nachhaltige Beziehungen schaffen.</p>
<p style="text-align: justify">Im Juli 2018 sind wir zu einem Mitgliedschaftsmodell übergangen, das es uns ermöglicht, langsam zu wachsen und zunehmend professionell zu arbeiten. Wir haben die Zusammenarbeit zwischen unserem Medium und den Vereinen gestärkt.</p>
<p style="text-align: justify">Mit diesem Schritt wollen wir euch, unsere Leser*innen, einladen, bei unserem Projekt mitzumachen. Wenn ihr uns unterstützen wollt oder mehr über Veranstaltungen und Aktionen erfahren möchtet, könnt ihr <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/">Mitglied von Novastan werden</a>. Eure Mitgliedschaft ist uns wichtig. Sie bedeutet, dass ihr nicht nur unser Projekt unterstützt, sondern auch die Überzeugung teilt, dass Zentralasien kein schwarzes Loch in der europäischen Presse bleiben darf.</p>
<p><strong>Auf dem Weg zur Professionalisierung</strong></p>
<p style="text-align: justify">Das Mitgliedschaftsmodell ist ein erster Schritt in Richtung einer Professionalisierung unseres Projekts. Seit den Anfängen in Bischkek wird Novastan ehrenamtlich getragen. Hunderte Übersetzer*innen, über 50 Autor*innen und Dutzende weitere Freiwillige arbeiten jeden Tag an dem Projekt und für Novastan. Um gerecht zu sein und qualitativ hochwertigen Journalismus zu garantieren, wollen wir auch weiterhin eine Professionalisierung anstreben.</p>
<p><strong>Lest auch: <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spenden</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Professioneller Journalismus ist unser Ziel. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir unsere assoziativen Strukturen vernachlässigen wollen &#8211; im Gegenteil. Als Nachrichtenmagazin wollen wir die Verbindung zu unseren Leser*innen aufrecht erhalten. Woran wir arbeiten ist daher ein Wirtschaftsmodell, das unser Projekt verstetigt und unsere Unabhängigkeit garantiert. Nur so können wir auch euch, unseren Leser*innen, gerecht werden.</p>
<p style="text-align: justify">Wir streben eine Professionalisierung an, die unsere Grundwerte respektiert: Transparenz, Unabhängigkeit und Offenheit.</p>
<p style="text-align: justify">Wenn ihr euch in der Redaktion einbringen möchtet, klickt <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/mach-mit-beim-novastan-newsroom/">hier</a>. Wenn ihr uns unterstützen und Mitglied werden möchtet, geht es hier <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/">entlang</a>. Und wenn ihr uns einfach mal sprechen möchtet, schreibt uns an <a href="mailto:info@novastan.org">info@novastan.org</a>.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Euer Novastan-Team</strong></p>
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		<title>Große Investition in Usbekistans Öl- und Gasförderung</title>
		<link>https://novastan.org/de/usbekistan/grose-investition-in-usbekistans-ol-und-gasforderung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julius Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Dec 2017 16:31:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbau]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Energieprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Gas]]></category>
		<category><![CDATA[Investition]]></category>
		<category><![CDATA[Öl]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Durch ein Joint Venture zwischen der usbekischen Firma &#x201E;Usbekneftegas&#x201C; und dem russischen &#xD6;lkonzern Gazprom plant Usbekistan, seine &#xD6;l- und Gasf&#xF6;rderung zu erh&#xF6;hen, wie Anhor.uz berichtete. Wir &#xFC;bersetzen die Meldung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Die Usbekneftegas AG und das Joint Venture NaturalGas-Stream (dem neben Usbekneftegas auch eine Tochtergesellschaft von Gazprom angeh&#xF6;rt) setzten von 2017 bis [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Durch ein Joint Venture zwischen der usbekischen Firma &#8222;Usbekneftegas&#8220; und dem russischen Ölkonzern Gazprom plant Usbekistan, seine Öl- und Gasförderung zu erhöhen, wie </strong><strong><a href="https://anhor.uz/news/okolo-2-mlrd.-potratyat-na-uvelichenie-dobichi-nefti-i-gaza-v-uzbekistane">Anhor.uz berichtete.</a> Wir übersetzen die Meldung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.<br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die <a href="http://www.ung.uz/en">Usbekneftegas AG</a> und das Joint Venture NaturalGas-Stream (dem neben Usbekneftegas auch eine Tochtergesellschaft von Gazprom angehört) setzten von 2017 bis 2019 ein Programm zum Ausbau der Förderung von Öl und Gas in Usbekistan um. Die Kosten belaufen sich auf über 2 Milliarden US-Dollar.  Die entsprechende Mitteilung von Präsident Schawkat Mirsijojew wurde Anfang November veröffentlicht.</p>
<p style="text-align: justify">Aus den Dokumenten geht hervor, dass – sofern die wichtigsten Kriterien die Einhaltung des Planung erlauben – die erste Etappe des Programms ab 2017 bis 2021 durchgeführt wird.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Zahlen und Fakten</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die erste Etappe des Projekts soll die Gasförderung um 6,36 Milliarden Kubikmeter erhöhen, von denen 3,45 Milliarden den Plänen nach exportiert werden sollen – davon 114.700 Tonnen als Gaskondensate und 75.500 Tonnen als Öl.</p>
<p style="text-align: justify">Im Rahmen des Projekts ist der Bau von 248 Gas- und 48 Ölförderanlagen geplant. Außerdem sollen 328 Förderanlagen der Usneftegasdobischa, einer Tochtergesellschaft der Usbekneftegasa AG, instand gesetzt werden.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Die beteiligten Unternehmen</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Generalunternehmer des Projekts sind die Konsortien Eriell Oilfield Services Average Est DMCC der Vereinigten Arabischen Emirate und die österreichische &#8222;<a href="https://www.eriell.com/en/">Eriell GmbH</a>&#8220; sowie die von der Gazprombank-Gruppe kontrollierte &#8222;Enter Engineering Pte Ltd&#8220;. Sie werden das Projekt &#8222;Schlüsselfertig&#8220; übergeben.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/wer-fordert-ol-in-kirgistan/">Wer fördert Öl in Kirgistan?</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Laut der Dokumente, beteiligt sich “NaturalGas-Stream“ an dem Projekt als Kommissionär, Kreditnehmer und auch beim Export eines Teils der Produktion.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Die Finanzierung</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Finanzierung des Projekts wird gestützt durch einem Auslandskredit in Höhe von 1,49 Milliarden Dollar und eigene Geldern von “Usbekneftegas“, die sich auf 503 Millionen Dollar belaufen.</p>
<p style="text-align: justify">Das Joint Venture “NaturalGas-Stream“ wurde ende 2016 gegründet, um Explorationsarbeiten und die Erfassung von Gasfeldern in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ustjurt-Plateau">Region Ustjurt</a> (Nordwest-Usbekistan) durchzuführen. Nach Informationen des Investitionsprogramms von “Usbekneftegas“, sorgt das Projekt im Verlauf der 10 Jährigen Bauzeit für eine Produktionskapazität von 1,5 Milliarden Kubikmeter Gas und 76.000 Tonnen Kondensat.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/russland-und-china-der-lhebel-zentralasiens/">Russland und China. Der Ölhebel Zentralasiens</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Höhe der Investitionen könnte auf bis zu 700 Millionen Dollar steigen. Die Kapazitäten von “Usbekneftegas“ erlauben im Moment eine Fördermenge von 70 Milliarden Kubikmeter Gas und 8 Millionen Tonnen flüssige Kohlenwasserstoffe im Jahr.</p>
<p style="text-align: right"><strong><a href="https://anhor.uz/news/okolo-2-mlrd.-potratyat-na-uvelichenie-dobichi-nefti-i-gaza-v-uzbekistane">Anhor.uz</a><br />
Julius Bauer</strong></p>
<p dir="ltr" style="text-align: justify">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">LinkedIn</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</p>
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		<title>Novastan sucht ehrenamtliche RedakteurInnen aus Zentralasien und aus Europa</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 May 2017 14:27:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Novastan]]></category>
		<category><![CDATA[Chefredakteur]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Redakteur]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>[&#x420;&#x443;&#x441;&#x441;&#x43A;&#x430;&#x44F; &#x432;&#x435;&#x440;&#x441;&#x438;&#x44F; &#x43D;&#x438;&#x436;&#x435;] Novastan ist das einzige deutsch- und franz&#xF6;sischsprachige Medium, das &#xFC;ber Zentralasien berichtet.&#xA0;Wir suchen regelm&#xE4;&#xDF;ige und punktuelle Redakteure, die f&#xFC;r unsere Leserschaft in Europa und Zentralasien Artikel &#xFC;ber Zentralasien schreiben k&#xF6;nnen. Unser Ziel ist es, Zentralasien in eine originellen Licht zu zeigen und den g&#xE4;ngigen Klischees &#xFC;ber die Region entgegenzuwirken. Novastan bietet euch [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>[Русская версия ниже]</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Novastan ist das einzige deutsch- und französischsprachige Medium, das über Zentralasien berichtet. </span><span style="font-weight: 400;">Wir suchen regelmäßige und punktuelle Redakteure, die für unsere Leserschaft in Europa und Zentralasien Artikel über Zentralasien schreiben können. Unser Ziel ist es, Zentralasien in eine originellen Licht zu zeigen und den gängigen Klischees über die Region entgegenzuwirken. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Novastan bietet euch einen Rahmen, um euch auszudrücken, profesionelle Redaktion und/ oder Übersetzung eurer Artikel, über die ihr ein europäisches Publikum erreichen könnt, das an Zentralasien interessiert ist. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Novastan ist vor allem an folgenden Formaten interessiert, jeweils mit Zentralasienbezug (inklusive über die zentralasiatischen Diasporas in der Welt).  </span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Reportagen</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Fotoreportagen</span></li>
<li style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Meinungsartikel</span></li>
</ul>
<p><span style="font-weight: 400;">Ihr möchtet Zentralasien auf eine neue Art bekannt machen oder euren Blick auf die Region teilen?  Schickt uns einfach eine kurze Email mit einer Beschreibung von euch (bzw. ein Lebenslauf oder ein Linkedin-Profil) an </span><a href="mailto:info@novastan.org"><span style="font-weight: 400;">info@novastan.org</span></a><span style="font-weight: 400;"> . </span></p>
<ul>
<li><b>добровольный Журналист/Редактор в Центральной Азии (на немецком/французском/русском языках)</b></li>
</ul>
<p>Новастан пополняет свою редакцию постоянными или временными корреспондентами, которые готовы писать статьи о Центральной Азии для европейской и центральноазиатской аудитории. Наша цель – освещать новости Центральную Азии оригинальными методами, и таким образом разрушить стереотипы сложившиеся о регионе.<br />
Новастан &#8211; единственное он-лайн СМИ на французском и немецком языках, специализирующееся на Центральноазиатском регионе. Новастан предоставляет подлинные публикации, благодаря неустанной работе профессиональных переводчиков и корректоров.</p>
<p>Пишите нам: info@novastan.org</p>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Nov 2016 20:57:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Novastan]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Du willst &#xFC;ber Zentralasien informiert bleiben und keinen Novastan-Artikel mehr verpassen? Dann trage dich in unseren Newsletter ein, indem du deine Kontaktinformationen hier eingibst: Jeden Montag erh&#xE4;ltst du alle auf Novastan.org ver&#xF6;ffentlichten Artikel der letzten Woche direkt in dein Postfach. Bleibe auch durch unsere Facebook-Seite, unseren Accounts auf Twitter, Instagram, VK oder auch LinkedIn auf [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Du willst über Zentralasien informiert bleiben und keinen Novastan-Artikel mehr verpassen? Dann trage dich in unseren Newsletter ein, indem du deine Kontaktinformationen hier eingibst:</p>
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		<item>
		<title>Ferganatal: Omas erzählen faszinierende Geschichten</title>
		<link>https://novastan.org/de/kirgistan/ferganatal-das-projekt-frag-deine-oma-produziert-faszinierende-geschichten-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[gregorb]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Sep 2016 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Ferganatal]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Workshop namens &#x201E;Frag deine Oma&#x201C; praktiziert Oral History mit einer jungen Generation des Ferganatals. Was steckt hinter dem Namen?</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/ferganatal-das-projekt-frag-deine-oma-produziert-faszinierende-geschichten-2/">Ferganatal: Omas erzählen faszinierende Geschichten</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Ein Workshop namens „Frag deine Oma“ praktiziert Oral History mit einer jungen Generation des Ferganatals. Was steckt hinter dem Namen? Novastan sprach mit dem Organisator des Projekts und Lektor der Bosch Stiftung, Alexander Barth, über besondere Begegnungen in Geschichten der Migration.</strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Novastan: Was ist „Frag deine Oma“?</strong></p>
<p style="text-align: justify">A. Barth: Frag deine Oma ist ein Bildungsprojekt, das sich darum dreht, dass zentralasiatische Studenten, die deutsch lernen, Interviews mit ihren Großeltern führen und diese journalistisch aufbereiten. Also praktizierte „Oral History“.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Warum haben Sie gerade das Ferganatal als Grundlage genommen?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Ein paar meiner Kollegen und ich arbeiten im Ferganatal. Als wir ankamen, tauchte die Bezeichnung Ferganatal immer wieder auf. Das war über Jahrhunderte ein gemeinsamer geographischer Raum, der sich jetzt aber über drei Staaten erstreckt. Es ist eine sehr interessante, ethnisch sehr heterogene Region.</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 450px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/1334/09.jpeg" alt="Frag deine Oma" /></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Identifizieren sich die Bewohner des Ferganatals miteinander oder eher separat entlang der nationalen/ethnischen Grenzen?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Eine Identifikation mit dem sehr alten geographischen Raum Ferganatal habe ich nicht gespürt. Es besteht eher eine Identifikation mit Nationalitäten. Als Kirgise, als Tadschike, als Usbeke definiert man sich.</p>
<p style="text-align: justify">Aber man rekurriert doch in seiner Familiengeschichte auf die erlebte Migration. Das existiert nebeneinander – der stolze Verweis auf eine nationale Identität und das Wissen darum, dass die Familiengeschichte meist eine Geschichte der Migration ist.</p>
<p style="text-align: justify">Auffälliger sind aber die nationalen Identitäten. Im Stadtbild von Dschalalabat oder Osch erkennt man die nationale Zugehörigkeit an den Hüten. Der Kalpak für die Kirgisen und andere typische Hüte für Usbeken oder Tadschiken.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Ihre Studenten waren gemischter Nationalitäten. Wie haben sie auf die Zusammenarbeit und das Konzept reagiert? Gab es Widerstände?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Nein, Widerstände gab es nicht. Die Familiengeschichte bearbeitet man gerne. Familie ist immer ein Thema, das im Spracherwerb relativ früh kommt. So war es auch für nicht fortgeschrittene Deutsch-Lernende ein gutes Thema.</p>
<p style="text-align: justify">Die Darstellungsform des Portraits gab auch die Möglichkeit, sich auszuleben. Es gab auch ein Interesse daran, Studierende von anderen Nationen kennenzulernen.</p>
<p style="text-align: justify">Man hat eigentlich wenig miteinander zu tun. Man wohnt zwar in einem heterogenen gemeinsamen Raum, aber man wohnt eben relativ separat. Zu Beginn des Projektes war es ein komisches Gefühl. Es gab sowohl Interesse als auch Skepsis untereinander.</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 450px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/1334/06.jpeg" alt="Frag deine Oma" /></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Wurde die Skepsis überwunden?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Natürlich war das ein brisantes Thema. Es gibt Spannungen zwischen den Ländern wie Usbekistan und Kirgistan. Deshalb haben wir uns auch entschlossen, den Einführungsworkshop des  Projekts nach Almaty in Kasachstan zu verlegen.</p>
<p style="text-align: justify">Ein wichtiger Bestandteil des einwöchigen Workshops war es, dass sich die Teilnehmer auch kennenlernen. In den ersten Minuten blieben alle natürlich in ihren Gruppen, aber durch die Arbeit am Projekt hat sich das sehr schnell aufgeweicht. Beim Abendessen konnte man beobachten, wie sich die Gruppen durchmischten und wie sich Sympathien entwickelten.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Zu den Ergebnissen der Interviews: Gab es Geschichten, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Es war sehr spannend, auf diese Zeitreise zu gehen. Für mich war als erster Leser interessant zu sehen, wie Geburten ohne jegliche medizinische Hilfe vonstatten gingen, die Situation im Zweiten Weltkrieg, Bräuche wie Brautraub beispielsweise, die ganz selbstverständlich in den Geschichten vorkommen. Das fordert einen als Leser auch heraus. Die Geschichten nehmen einen mit in eine durch viele Umbrüche gekennzeichnete Zeit.</p>
<p style="text-align: justify">Auch die plötzlichen Abtrennungen von den eigenen Wurzeln, wenn Menschen migriert sind und plötzlich, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, auf der anderen Seite der Grenze wohnen als ihr Geburtsort.</p>
<p style="text-align: justify">Besonders traurig sind auch Geschichten der Unruhen von 1990 und 2010, die sich im Zuge der Grenzkonflikte ausgeweitet haben. Es gibt auch zwei Interviews, die diese Unruhen thematisieren.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Was hat Sie überrascht?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Erfreulich und überraschend war für mich, dass kein Groll sichtbar wurde. Die Erinnerung an die Unruhen waren in der Gruppe nicht mit Schuldzuschreibungen an die andere Seite verknüpft. In der anderen Nation wurde kein Buhmann oder Schuldiger gesucht.</p>
<p style="text-align: justify">Überrascht hat mich auch, dass sich vieles um Liebe dreht. Die Studierenden waren frei, ihre Geschichten zu wählen. Und vieles hat sich dann doch auf die schwierige Partnerwahl bezogen.</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 450px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/1334/10.jpeg" alt="Frag deine Oma" /></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Gibt es sonst noch Überschneidungen bei den Familiengeschichten? Ein roter Faden, der sie verbindet?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Zum einen natürlich die Migration. Zum anderen tauchte oft das Motiv auf, dass sich jemand bei der Heraushebung einer heroischen Eigenschaft trotz Widrigkeiten im Leben behauptet habe.</p>
<p style="text-align: justify">Der Stolz, sich trotz Unwägbarkeiten seinen Weg geebnet und dabei seinen moralischen Kompass nicht aufgegeben zu haben. Dieses Narrativ tauchte immer wieder auf.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Sind Generationenkonflikte zum Vorschein gekommen?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Ja. Vor allem beim Verständnis der Ehe. Es gab bei den Interviews einen Spruch: „Liebe kommt mit der Ehe.“ Und das sieht die jüngere Generation nicht mehr so.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Wie hat sich das Leben über die Generationen denn geändert?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Ganz deutlich die Grenzziehung. Das starre Verharren auf Nationalitäten, auf nationaler Zugehörigkeit ist eine extrem neue Entwicklung. In der ersten Hälfte der 1990er wurden aus den administrativen Grenzen innerhalb des Ferganatals geschlossene Staatsgrenzen.</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 450px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/1334/07.jpeg" alt="Frag deine Oma" /></p>
<p style="text-align: justify">Die Probleme der heutigen Generation sind mit den starren Grenzen verbunden. Es zeigen sich politische und wirtschaftliche Probleme in einer eigentlich auf Interdependenz fußenden geographischen Region – also was die Rohstoffe oder Handelswege angeht. Da sind die Grenzen ein großes Hindernis.</p>
<p style="text-align: justify">Probleme früher waren eher der Zweite Weltkrieg oder auch erzwungene Umsiedlungen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Also gibt es einerseits eine sich entfernende Bewegung der Nationen, aber auch versöhnliche Töne. Wie sehen Sie der Zukunft des Zusammenlebens im Ferganatal entgegen?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Das kann man schwer beantworten. Die nationale Identifikation ist in der Region doch sehr stark. Unabhängig davon, wie man dazu steht, wird das zum Problem, wenn es zur Abwertung des anderen führt. Wenn sich Vorurteile entwickeln. Momentan ist auch nicht abzusehen, dass sich das ändern wird.</p>
<p style="text-align: justify">Deshalb sind solche Projekte wichtig. Wenn Studierende sich kennenlernen, merken, dass sie eigentlich ganz ähnliche Familiengeschichten haben, dass es nur die künstliche Zuschreibung der Nation ist, die sie trennt, dann werden Abwertungen und Vorurteile aufgeweicht.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Wer die Geschichten selbst erforschen oder mehr über das Projekt erfahren möchte, findet die Projektseite <a href="https://fragdeineoma.wordpress.com/">hier</a>.</strong></p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 400px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/1334/14247883_10154079170328386_258844989_o.jpeg" alt="Alexander Barth" /></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Alexander Barth</strong> <em>ist Lektor der Robert Bosch Stiftung in Dschalalabat. Er initiierte mit weiteren Kollegen benachbarter Standorte das Projekt „Frag deine Oma“, durch das sich Studenten aus dem Ferganatal mit ihrer Familiengeschichte auseinandergesetzt haben.</em></p>
<p style="text-align: right"><strong>Das Interview führte Gregor Bauer<br />
Chefredakteur</strong></p>
<p><!--End mc_embed_signup--></p>
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		<title>Schweizer Käse und der Kampf tadschikischer Frauen gegen Russlands Krise</title>
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		<dc:creator><![CDATA[alinkor]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jan 2016 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Käse]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Tadschikistan f&#xFC;hrt die russische Krise zu sinkenden R&#xFC;ckzahlungen der Arbeitsmigranten. Eine Initiative von UN Women will tadschikischen Frauen helfen, eigene Gesch&#xE4;ftsmodelle zu verwirklichen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><em><strong>Die Wirtschaftskrise in Russland hat Auswirkungen bis nach Tadschikistan, wo immer weniger Rückzahlungen ankommen. Die Frauen im Land sind nur selten erwerbstätig. Ein Austausch mit Schweizer Käserinnen soll nun zur Emanzipation und wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Frauen beitragen. </strong></em></p>
<p style="text-align: justify">Anfang Dezember besuchten vier Schweizer Käserinnen Tadschikistan. Im Rahmen des von UN Women geförderten Projekts „Stärkung von verlassenen Frauen aus Migrantenfamilien in Tadschikistan“ besuchten sie die Gebiete Sughd, das Rascht-Tal und die Hauptstadt Duschanbe.</p>
<p style="text-align: justify">„Das Projekt ist ein Austausch von vier Tadschikinnen und vier Schweizerinnen, die mit der Milchverarbeitung Geld verdienen und ihr Fachwissen teilen wollen,“ sagt die Projektkoordinatorin Martina Schlapbach von UN Women Tajikistan.</p>
<p style="text-align: justify">In einem ersten Teil haben die Käserinnen zusammen die Milchverarbeitungskooperativen „Asamat“ und „Guncha“ besucht, jeweils in <u><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Jirgatol_District">Jirgatol</a></u> (im Nordosten) und in <u><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Ghonchi">Gontschi</a></u> (im Norden). Im Februar findet der zweite Teil des Austauschs in der Schweiz statt.</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 399px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/1090/td_kse4.jpeg" alt="Käse Schweiz Tadschikistan" /></p>
<p style="text-align: justify">Die Frauen treffen sich, um etwas über die Käseverarbeitung in Tadschikistan und der Schweiz zu lernen. Dabei stehen sie selbst, nicht der Käse, im Zentrum. Wie Michela Esposto, Landwirtin aus Glarus, erzählt: „Wir durften die Familienhäuser besuchen, ihr Privatleben sehen. Ich habe die Zeit sehr genossen. Die Frauen wohnen hier mit ihren Familien in Mehrgenerationenhäusern und können zusammen praktisch alles machen!“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Frauenkooperativen in Tadschikistan</strong></p>
<p style="text-align: justify">In den ländlichen Gebieten Tadschikistans sind die meisten Männer nach Russland emigriert oder arbeitslos. Manche Frauen haben sich daher in Frauenkooperativen zusammengeschlossen. Für sie ist dies ein Weg, eigenes Geld zu verdienen, da ihre Männer wegen der russischen Krise nicht genug Geld zuschicken können oder als illegale Einwanderer <u><a href="http://jahonnamo.tj/en/politics/20684-over-30-000-illegal-migrants-deported-from-csto-member-states-csto-secretary-general.html">ausgewiesen wurden. </a></u></p>
<p style="text-align: justify">Tadschikistan ist das Land, in dem Rückzahlungen weltweit den größten Teil des BIP ausmachen – 2014 noch ca. 41 Prozent. Nicht nur der Staatshaushalt, sondern auch die Frauen sind damit stark von ihren Männern abhängig. Die Kooperativen sollen bei niedrigem Rubelkurs und stark sinkenden Rückzahlungen ihr wirtschaftliches Überleben sichern.</p>
<p style="text-align: justify">„Natürlich war es schwierig. Wir haben Gruppen aus Migrantenfamilien gegründet und eine Kasse gestiftet. Am Ende waren wir 30 Frauen. Jede von uns hatte 2-3 Kühe. Dann haben wir uns entschieden, eine gemeinsame Milchhalle zu schaffen. Die Koordinatorin der Frauenkooperative Mamlakat Abdusamatova stellt uns dafür kostenlos ein Gebäude zur Verfügung. Jede Frau hat 1.000 TJS (ca. 130 EUR) in die Kasse getan, um diese ehemalige Scheune zu renovieren. Die Organisation <u><a href="http://www.cesvi.org/projects/tajikistan-eng">CESVI</a></u>, Cooperazione e Sviluppo (Kooperation und Entwicklung), hat uns Geräte gespendet. So haben wir begonnen,“ erzählt Rukhsora Usmonova, Leiterin der Milchverarbeitungskooperative „Guncha“ in Gontschi (Sughd).</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 399px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/1090/td_kse2.jpeg" alt="Käse Gontschi Tadschikistan" /></p>
<p style="text-align: justify">Frauen haben meist eine sehr traditionelle Rolle in Tadschikistan: viele Hochzeiten sind arrangiert und sie dürfen nicht arbeiten, müssen sich um Familie, Kinder und Haushalt kümmern. Die Arbeitslosigkeit ist im Land problematisch, es fehlt aber an genauen Zahlen: während die tadschikischen Behörden von wenigen Prozent ausgehen, sind es laut <a href="http://www.tj.undp.org/content/tajikistan/en/home/countryinfo.html">UNDP 33 Prozent</a>, der höchste Wert in Zentralasien.</p>
<p style="text-align: justify">Ein Ziel von UN Women ist die wirtschaftliche Förderung der Frauen. Zusätzlich zur häuslichen Arbeit müssen Frauen aus Migrantenfamilien Geld verdienen. Meist lassen sie sich auf einen schlecht bezahlten Job in der Landwirtschaft ein. Die höhere Belastung bringt aber keine Verbesserung des sozialen Status mit sich. In Abwesenheit des Ehemanns wird der Haushalt in der Regel von einem anderen Mann in der Familie oder von der ältesten Frau geleitet.</p>
<p style="text-align: justify">Wie der <u><a href="http://reliefweb.int/sites/reliefweb.int/files/resources/D0BE91603F325FCA492575CB00217D1F-Full_Report.pdf">UN-Rapporteur zu Gewalt gegen Frauen Yakin Ertürk</a></u> in seinem Bericht vom 29. April 2009 anmerkt, führt das zu immer stärkerer Belastung, starker Subordination, Missbrauch und großen Schwierigkeiten für die betroffenen Frauen. Emanzipierte Frauen werden von der Gesellschaft nicht positiv aufgenommen. Laut <u><a href="http://reports.weforum.org/global-gender-gap-report-2014/economies/#economy=TJK">Global Gender Gap Index</a></u> stand Tadschikistan 2014 in Sachen Gleichberechtigung bei 142 Ländern auf dem 102. Platz.</p>
<p style="text-align: justify">Für die teilnehmenden Migrantenfrauen soll der Schweizer Käse das nun ändern. Die Produktion und Einführung dieses neuen Guts auf dem lokalen Markt soll als eine direkte Investition in die tadschikische Wirtschaft gegen die Folgen der Russlandkrise wirken.</p>
<p style="text-align: justify">„Mein Mann wurde aus Russland deportiert und arbeitet jetzt mit uns. Er verteilt die Produkte in die Geschäfte. Wir hoffen, dass bald alle unsere Männer aus Russland zurückkehren. Hier werden sie sicherlich ein Job kriegen,“ erzählt Mavchuda.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Die Besonderheiten des tadschikischen Käses</strong></p>
<p style="text-align: justify">Und der tadschikische Schweizer Käse hat durchaus Potential. Auf dem Programm des Austauschs mit den Schweizer Käse-Expertinnen stand ein fünftägiges Training zur Milchverarbeitung. Bei den Feldbesuchen von Molkereien, Sennereien und landwirtschaftlichen Betrieben haben die Schweizerinnen tadschikische Milchprodukte und Produktionsmethoden kennengelernt.</p>
<p style="text-align: justify">Die Käseverkäuferin und Theaterpädagogin Jelena Moser aus Zürich inspirierten ihre Besuche: „Der Käse wird ganz anders gemacht als in der Schweiz. Es ist alles anders: Die Milchqualität, die Technologien, die Hygiene. Ich fand es sehr spannend, dass man diese Herausforderungen kreativ lösen kann. Ich würde gerne die Rezepte mitnehmen, wie das von Qurut (saure Kugeln aus getrocknetem Joghurt, Anm. D. Red.), sie in der Schweiz mal ausprobieren und schauen, wie die Reaktionen sind.“</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 399px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/1090/td_kse3.jpeg" alt="Käse Schweiz Tadschikistan" /></p>
<p style="text-align: justify">Die Käserinnen aus Tadschikistan haben zwar keine offizielle Qualifikation, sind aber schon lange bereit für eigenständige, gut bezahlte Arbeit. „Ich war überrascht, was sie schon alles mit der Milch machen können. Die Milchtradition gibt es in unseren beiden Ländern. Man hat schnell bemerkt, dass die Kolleginnen Ahnung haben, wie man mit der Milch umgeht,“ so Simone Burki, Älplerin, Sennerin und Umweltingenieurin für Graubünden.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Zukunftsperspektiven</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Frauenkooperative in Tadschikistan beliefern heute lokale Geschäfte im Sughd-Gebiet und im Gebiet Jirgatol mit ihren Produkten: Milch, Kefir, Butter, Sauerrahm, Qurut und teilweise Eis. „Jetzt wollen wir lernen, eigenen Hartkäse herzustellen,“ erklärt Rukhsora.</p>
<p style="text-align: justify">Mavchuda Ablokulova erzählt, dass sie dank des Projekts schon drei Rezepte für Käse kennen: Feta, Robiola und Mutschli. „Bald werden wir noch eine weitere spezielle Schweizer Käsesorte von unseren Schweizer Kolleginnen lernen: Ziger. Sie haben uns Geräte dagelassen, um Käse zu schmieren und auch einen speziellen Schrank für die Aufbewahrung gebaut,“ erklärt sie. Im Februar findet der zweite Teil des Austauschs in der Schweiz statt.</p>
<p style="text-align: justify">Rukhsora wünscht allen tadschikischen Frauen aus Migrantenfamilien, nicht die Hoffnung zu verlieren: „Man braucht einen Leader und eine kleine Kasse mit 3-5 TJS (40-60 Cent) pro Person. So kann man schon viel bewegen.“</p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: right"><strong>Alin Kor<br />
Journalistin für Novastan.org</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Redaktion: Florian Coppenrath</strong></p>
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			</item>
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		<title>Die Unsichtbaren Kirgistans</title>
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		<dc:creator><![CDATA[nuriipaa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2015 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Menschen ohne Papiere f&#xFC;hren in Kirgistan ein Leben in der Illegalit&#xE4;t. Der einzige Ausweg f&#xFC;hrt oft &#xFC;ber Korruption.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><em><strong>Unsichtbare Menschen </strong></em><em><strong>sind Menschen ohne Pass. Sie erhalten keine Arbeitsplätze, müssen schwarz arbeiten oder auf andere Weise ihren Lebensunterhalt verdienen. Ihre Kinder können weder Kindergärten noch Schulen</strong></em><em><strong> besuchen. Sie wohnen in nicht registrierten Häusern. Sie existieren nicht.</strong></em></p>
<p style="text-align: justify">Weltweit gibt es Menschen ohne Papiere, auch in Kirgistan. Manche haben ihre Ausweise verloren oder verbrannt, manche haben nie einen bekommen. Manche sind Flüchtlinge und haben aus diesem Grund keinen Pass. Doch die Geschichte von Taazims* Familie aus At Bashi, im Naryn Gebiet, ist anders.</p>
<p style="text-align: justify"><em><strong>17 Jahre ohne Existenz</strong></em></p>
<p style="text-align: justify">Taazim ist 1985 geboren und seit 17 Jahren unsichtbar für ihr Heimatland. Sie ist das dritte von sechs Kindern ihrer Familie. Sie hatte eine Geburtsurkunde. Doch ihre Eltern wurden früh geschieden und die Kinder blieben bei der Mutter. Ihre alkoholabhängige Mutter konnte sich nicht um die Kinder kümmern. Taazims Kindheit war nicht glücklich.</p>
<p style="text-align: justify">Ihre Geburtsurkunde sah sie das letzte Mal, als sie 13 Jahre alt war. Nach der 8. Klasse verließ sie die Schule und ging zu ihrem Onkel, der als Viehhirte für einen wohlhabenden Mann arbeitete. Dort half sie mit den Tieren, molk Kühe und verkaufte die Milch.</p>
<p style="text-align: justify">Mit 20 heiratete Taazim. Ihr Mann Esenkul* hatte im Unterschied zu ihr eine Geburtsurkunde, aber dennoch keinen Pass. Nach der Heirat bekamen sie keinen „Sakz“, das Ehedokument, wodurch auch ihre zwei Kinder keine Geburtsurkunden erhielten.</p>
<p style="text-align: justify">Taazims Familie wohnt heute in einem kleinen Haus, das sie von Esenkuls Vater geerbt haben, ungefähr 2,5km entfernt vom Dorf. Neben dem Haus steht ein langer Stall für das Vieh. Die beiden haben nie als Angestellte gearbeitet, sie erhalten Geld dafür, dass sie auf das Vieh der Dorfbewohner aufpassen.</p>
<p style="text-align: justify">„Alles war nicht so schlimm, bis unser erstes Kind in die Schule kam. Für die Schule braucht es eine Geburtsurkunde, ohne die darf es die Schule nicht besuchen. Erst da haben wir uns Gedanken über unsere Unterlagen gemacht“, erzählt Taazim halb lächelnd.</p>
<p style="text-align: justify">Nur mit Hilfe von Esenkuls Bruder hat die ganze Familie schließlich erstaunlich schnell alle Unterlagen erhalten. Sie sind nun offiziell Bürger Kirgistans.</p>
<p style="text-align: justify"><em><strong>Hilfe für die Unsichtbaren</strong></em></p>
<p style="text-align: justify">Im März 2014 hatte die dänische Organisation <u><a href="http://www.danchurchaid.org/">DCA Central Asia</a></u> in Partnerschaft mit der Juristischen Klinik <u><a href="http://www.adilet.kg/">Adilet</a></u> und der Öffentlichen Vereinigung <u><a href="http://aryshkg.kloop.kg/">Arysh</a></u> ein zweijähriges von der <a href="http://eeas.europa.eu/delegations/kyrgyzstan/press_corner/all_news/news/2014/news03042014_en.htm">Europäischen Union </a>finanziertes Projekt in Bischkek gestartet. Sie konzentrieren sich auf die Wohnsiedlungen in der Nähe der kirgisischen Hauptstadt sowie der Stadt Osch im Süden des Landes. Im Rahmen des Projekts helfen sie Binnenmigranten und den unsichtbaren Menschen. Als unsichtbar im Sinne des Projekts gilt allerdings nur, wer nie Dokumente hatte.</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 450px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/1007/11002650_614130378720163_2553188145676707604_n.jpeg" alt="EU Civil registration Kyrgyzstan" /></p>
<p style="text-align: justify">Wie sieht die Arbeit der Helfer aus? Sie erklären den Betroffenen ihre sozialen und politischen Rechte, vereinfachen den Prozess der Registrierung, fördern die Teilnahme von Binnenmigranten und unsichtbaren Bürgern an den Entscheidungs- und Wahlprozessen. Kurz: sie bemühen sich, die <a href="https://www.danchurchaid.org/news/news/invisible-in-broad-daylight">Unsichtbaren sichtbar zu machen</a>.</p>
<p style="text-align: justify">„Wir geben ihnen juristische Unterstützung und gehen mit ihnen die Prozedur durch, um Dokumente zu erlangen. Für eine Geburtsurkunde braucht man schon einen Haufen Dokumente“, sagt Gairat Atavaliev, Hauptjurist bei Adilet. Im Gegensatz zu Taazim ist er gar nicht froh über ihre Geschichte.</p>
<p style="text-align: justify">„Es kann sein, dass sie sich mit den Behörden arrangiert haben, wenn sie ihre Papiere so schnell erhalten haben. Um so eine Geburtsurkunde zu erhalten, braucht es normalerweise mindestens ein halbes Jahr. Wir betreuen zum Beispiel eine Familie, in der über drei Generationen hinweg etwa 20 Personen keine Dokumente hatten. Es braucht ein halbes Jahr, um die Dokumente des Großvaters zu erstellen, und dann muss der Prozess mit der nächsten Generation wiederholt werden. Insgesamt kann das also 1,5 bis 2 Jahre dauern“, betont der Jurist.</p>
<p style="text-align: justify"><em><strong>Geburt ohne Dokumente</strong></em></p>
<p style="text-align: justify">In den meisten Fällen sind es Kinder, die nach der Geburt gar nicht erst Dokumente erhalten. Laut internationalem Recht sind die Kliniken und Geburtshäuser verpflichtet, bei jeder Geburt wenigstens eine medizinische Geburtsurkunde auszustellen. Doch oft geschieht das nicht.</p>
<p style="text-align: justify">Außerdem wird die Urkunde ohne die Dokumente der Eltern nur „dem Worte der Mutter nach“ ausgestellt, was meist nicht reicht, um Zugang zur Staatsbürgerschaft zu haben. „Im Moment arbeitet im Ministerium für soziale Entwicklung eine Arbeitsgruppe an der Verbesserung dieses Verfahrens, doch wir wissen nicht, wie dort der aktuelle Stand ist“, erklärt Gairat Atavaliev.</p>
<p style="text-align: justify">Die Zahl der Unsichtbaren in Kirgistan ist immer noch nicht klar. „Zahlen gibt es nur im Rahmen der Projekte, es gibt keine Einschätzung der allgemeinen Zahl nicht registrierter Einwohner. Das Problem ist ohne Zahlen für den Staat auch weniger sichtbar“, stellt Nurya Temirova von Arysh fest.</p>
<p style="text-align: justify"><em><strong>Internationale Erfahrungen</strong></em></p>
<p style="text-align: justify">Die Problematik betrifft nicht nur Kirgisistan, sondern auch andere postsowjetische Länder. Gairat Atavaliev von Adilet berichtet von internationalen Erfahrungen mit Unsichtbaren.</p>
<p style="text-align: justify">„Tadschikistan hat dasselbe Problem, und weiß im Moment auch nicht, wie es das handhaben soll. In manchen Subjekten der Russischen Föderation hat es auch schon Konferenzen und Aktionen zur Registrierung von Roma gegeben. Dort, wie auch in Georgien, gibt es eine vereinfachte Prozedur: die Dokumente einer Person können nach dem beglaubigten Wort zweier Nachbarn erstellt werden. Das Wort dieser Nachbarn steht dann allerdings unter strafrechtlicher Garantie &#8211; sie können strafrechtlich belangt werden, wenn sich herausstellt, dass sie gelogen haben“.</p>
<p style="text-align: justify"><em><strong>Das Problem ist nicht neu, aber aktueller denn je</strong></em></p>
<p style="text-align: justify">Diese Frage war in Kirgistan immer aktuell, aber 2014, als Kirgistan begann, die biometrischen Daten möglichst aller Bürgern zu sammeln, ist es besonders aktuell geworden. Im Prozess der biometrische Registrierung wurde <u><a href="http://aryshkg.kloop.kg/2015/02/16/ajgul-ryskulova-sbor-biometricheskih-dannyh-v-bishkeke-pokazal-bolshoe-kolichestvo-grazhdan-bez-dokumentov/">festgestellt</a></u>, dass allein in Bischkek ungefähr 20.000 Menschen keine Staatsangehörigkeit haben.</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 400px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/1007/11705277_10153410476984054_3846871692961527146_n.jpeg" alt="At Bashi" /></p>
<p style="text-align: justify">“Wir arbeiten seit 2009 daran, nachdem das Problem im großen Stil ans Licht gekommen war. 2013 haben wir eine Forschung dazu begonnen, wie viele Betroffene es gibt, die sich erst mal nur auf die Wohnsiedlungen um Bischkek erstreckte“, erklärt Nurya Temirova.</p>
<p style="text-align: justify">„Das Problem zieht sich über die Generationen und wird so immer größer. Aktuell läuft die Kampagne für die Sammlung biometrischer Daten und ohne Dokumente kann man sich nicht registrieren und wird so auch nicht wählen können. Menschen ohne Registrierung haben keinen Zugang zu ihren politischen und sozialen Rechten.“</p>
<p style="text-align: justify">Emil Kalmatov von DCA sieht die gestiegene Bedeutung einer Registrierung aller Unsichtbaren in den verbesserten staatlichen Dienstleistungen: „Die Thematik ist auch aktuell, da der Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen sich generell verbessert hat, Menschen ohne Dokumenten jedoch verwehrt bleibt. Im Prinzip war es immer ein aktuelles Thema. Im Moment wird das „Edinii Reestr Naselenia“ (Einheitliches Bevölkerungsregister) erschaffen, das eine Garantie für bessere Dienstleistungen sein soll. Dadurch wird auch das Problem der Unsichtbaren sichtbar.“</p>
<p style="text-align: justify"><em><strong>Kampf gegen die Korruption</strong></em></p>
<p style="text-align: justify">Ähnlich bewertet Gairat Atavaliev die Situation. „Das Problem wird gerade jetzt besonders behandelt, da es mit der Zeit immer weiter wächst, und schnell riesige Ausmaße annehmen könnten. Denn die Kinder von Unsichtbaren werden auch ohne Dokumente geboren, usw. Jetzt muss der Registrierungsprozess geändert werden. Und viele Menschen haben keinen Zugang zu den Informationen bezüglich der Registrierung. Außerdem fördert dieses Problem auch die Korruption im Land, da man statt mit Dokumenten auch über Bestechung Zugang zu vielen Dienstleistungen erhält“.</p>
<p style="text-align: justify">Dass für die Unsichtbaren oft Korruption und Bestechung die einfachste Lösung sind, zeigt auch die Geschichte von Taazim. Sie ist eines von vielen Beispielen. Organisationen wie DCA, Arysh und Adilet setzen sich dafür ein, dass sie und andere Unsichtbare ihre Rechte in Zukunft auf legalem Weg wahrnehmen können.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Nuriipa Abdumalik Kyzy<br />
Autorin für Novastan.org, Bischkek</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Redigiert von Luisa Podsadny</strong></p>
<p>*Die Namen wurden geändert</p>
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