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	<title>Olmaliq Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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	<title>Olmaliq Archives</title>
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		<title>Die Luft, die Usbekistan atmet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robin Roth]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Oct 2021 15:24:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Die Luft zum Atmen]]></category>
		<category><![CDATA[Luftverschmutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Olmaliq]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>DIE LUFT ZUM ATMEN. Olmaliq ist eine der am meisten verschmutzten St&#xE4;dte Usbekistans. Insbesondere die Schadstoffemissionen aus &#xF6;rtlichen Industrieanlagen machen den Einwohner:innen zu schaffen. Der folgende Artikel erschient im November 2020 im Rahmen des Projekts Air of Central Asia. Wir &#xFC;bersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Im Jahr 2019 war die Luftverschmutzung in Usbekistan [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>DIE LUFT ZUM ATMEN. Olmaliq ist eine der am meisten verschmutzten Städte Usbekistans. Insbesondere die Schadstoffemissionen aus örtlichen Industrieanlagen machen den Einwohner:innen zu schaffen. Der folgende Artikel erschient im November 2020 im Rahmen des Projekts </strong><a href="http://airofcentralasia.tilda.ws/uzbekistan"><strong>Air of Central Asia</strong></a><strong>. Wir übersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2019 war die Luftverschmutzung in Usbekistan weltweit mit am höchsten. In einem Rating des Schweizer Unternehmens <a href="https://www.iqair.com/">IQ Air</a> belegte das Land Platz 9 von 98. Die Schadstoffbelastung war dabei viermal höher als der maximale Grenzwert der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Weltgesundheitsorganisation">Weltgesundheitsorganisation (WHO)</a>. Am 30. Oktober 2019 ergaben die <a href="https://www.iqair.com/uzbekistan">Messungen</a> in der Hauptstadt Taschkent eine für „Gruppen sensibler Personen gefährliche“ Konzentration von <a href="https://www.umweltbundesamt.at/umweltthemen/luft/luftschadstoffe/staub/pm25">PM2,5</a>. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Die Stadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Olmaliq">Olmaliq</a> gehört zusammen mit Taschkent und anderen Industriestädten des Landes zu den am meisten verschmutzten Städten Usbekistans. Dies geht aus Daten des Hydrometeorologischen Dienstes der Republik Usbekistan hervor.

Die Ursachen dafür sind Emissionen aus einem Hüttenkombinat sowie einem Chemiewerk. Auch die unerlaubte Verbrennung von Totholz und Abfällen sowie Gastronomiebetriebe, die mit Holz und Kohle kochen, sind Teil des Problems.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ein Gespür für schlechte Luft
</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Mein Alltag ist eine Bewährungsprobe. Seit meiner Kindheit habe ich eine erhöhte Sensibilität für Gerüche. Ich spüre diese Welt in all ihren &#8222;Aromen&#8220;. Ich weiß immer genau, was die Nachbarn kochen, wie viel Hausmüll auf die Müllabfuhr wartet, an welchen Tagen und Stunden in den Kupfer- und Chemieanlagen unserer Stadt Emissionen entstehen. Ja, so nehme ich die Welt wahr&#8220;</em>, sagt die 64-jährige Tamara Aimatova aus Olmaliq. Wir sitzen in einem kleinen Zimmer ihrer Wohnung, in der sie mit ihrem Sohn lebt, und sehen persönlich, wie sie mit der verschmutzten Luft &#8222;kämpft&#8220;: Die Fenster sind dicht geschlossen, ein Luftreiniger ist aufgestellt. Rundherum herrscht absolute Sauberkeit, die Nassreinigung gehört zum Alltag in ihrem Haushalt. Schon Staub ruft bei Tamara Unwohlsein hervor. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Ich war sieben Jahre alt, als ich zum ersten Mal eine Allergie entwickelte. Bei einer Analyse zur Identifizierung eines Reizstoffes stellte sich heraus, dass ich auf fast alles allergisch reagierte: Pollen, Wolle, Staub, Chemikalien, Gase. Besonders schwierig ist es in Olmaliq, wo das Problem der Luftverschmutzung wie in jeder anderen Industriestadt dringlich ist. Neben der Industrie wird die Luft durch die Abgase von Autos belastet, deren Zahl in der Stadt jedes Jahr wächst. Wenn in der Nähe Laub oder – noch schlimmer – Hausmüll verbrannt wird, bin ich wahrscheinlich auch die erste in der Umgebung, die das spürt“</em>, teilt Tamara Aimatova mit. Die einzige Rettung für Tamara wäre es, die Stadt zu verlassen. Für sie und ihren Sohn, der die gleiche genetische Veranlagung für Gerüche hat, sei frische Luft das Kostbarste im Leben. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Tägliche Messungen</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Nach offiziellen Angaben des Hydrometeorologischen Dienstes der Republik Usbekistan werden in Olmaliq Beobachtungen an drei fest installierten Stationen durchgeführt. Die Probenahme erfolgt dreimal täglich und umfasst zehn Komponenten. Anschließend wird der Verschmutzungsgrad bestimmt, indem die tatsächliche und die maximal zulässige Konzentration von Verunreinigungen in der atmosphärischen Luft verglichen werden. Zwar werden in Olmaliq die Grenzwerte für die maximal zulässige Luftverschmutzung nicht überschritten. Dennoch sind laut amtlicher Statistik in den letzten drei Jahren <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schwefeldioxid">Schwefeldioxid</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffmonoxid">Kohlenmonoxid</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Phenol">Phenol</a> die Hauptschadstoffe in der Stadt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/die-luft-die-kirgistan-atmet/">Die Luft, die Kirgistan atmet</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Dies wirkt sich zunächst negativ auf die menschliche Lunge aus. Im Laufe der Zeit kann es zu einer Entzündung der unteren Atemwege und einem Bronchialödem führen. Die Krankheit kann lange Zeit asymptomatisch sein, meistens manifestiert sie sich erst nach vierzig Jahren“</em>, erklärt Asiya Haidarova, Lungenfachärztin aus Olmaliq. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ärztin ist sich sicher, dass Maßnahmen zur Verbesserung des Luftqualität auf staatlicher Ebene erforderlich sind. Aber auch die Bürger:innen sollten ihrer Meinung nach bei starker Luftverschmutzung in der Stadt sowie bei der Arbeit in den Industrieanlagen Schutzmasken tragen. Generell empfiehlt sie, einen gesunden Lebensstil zu führen, sich ausgewogen zu ernähren und sich mindestens einmal im Jahr einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen. Außerdem rät sie, bei ersten Krankheitsanzeichen rechtzeitig zum Arzt zu gehen. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Mit Unterstützung der <a href="https://zaminfoundation.ngo/en">Zamin Foundation</a> und der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Weltumweltorganisation">Weltumweltorganisation (UNEP)</a> führt der Hydrometeorologische Dienst Usbekistans das Projekt &#8222;Automatisierung der Überwachung der atmosphärischen Luftverschmutzung&#8220; durch.

Bisher wurde die erste Phase des Projekts umgesetzt. Hierzu wurden 63 Beobachtungspunkte zu einem einzigen Analysezentrum zusammengefasst. Die Ergebnisse des Monitorings werden auf einer öffentlich zugänglichen <a href="https://monitoring.meteo.uz/">Online-Plattform</a> und in der App <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=alpha.soft.uzhymet&amp;hl=ru&amp;gl=US">AirUz</a> veröffentlicht.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph">

Die zweite Phase sieht die Installation automatischer Luftüberwachungsstationen in der gesamten Republik und die Übernahme internationaler Luftüberwachungsstandards vor. in einer dritten Phase sollen dann die Ergebnisse des Monitorings in die einheitliche nationale Geoinformationsdatenbank sowie in internationale Informationssysteme eingespeist werden.

Man kann nur hoffen, dass die Kontrollmaßnahmen durch echte Maßnahmen zur Vermeidung von Umweltverschmutzung und zur Vorbeugung von damit verbundenen Krankheiten &#8222;untermauert&#8220; werden.
</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="http://airofcentralasia.tilda.ws/uzbekistan"><strong>Russischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong><em>„Air of Central Asia“ ist Teil des Projekts “Developing Journalism – Exposing Climate Change”, welches auf die Identifizierung und Lösung von Problemen des fortschreitenden Klimawandels durch die Entwicklung und Stärkung unabhängiger Medien in Zentralasien zielt. ExpertInnen des </em></strong><a href="https://medialaw.kg/"><strong><em>Zentrums für Medien-Entwicklung</em></strong></a><strong><em> (Kirgistan) sowie der Redaktionen von </em></strong><a href="https://anhor.uz/"><strong><em>Anhor.uz</em></strong></a><strong><em> (Usbekistan), </em></strong><a href="https://asiaplustj.info/"><strong><em>Asia-Plus</em></strong></a><strong><em> (Tadschikistan) und </em></strong><a href="https://vlast.kz/"><strong><em>Vlast</em></strong></a><strong><em> (Kasachstan) leisten Unterstützung als MentorInnen. Das Projekt wurde von </em></strong><a href="https://www.n-ost.org/"><strong><em>n-ost</em></strong></a><strong><em> (Deutschland) und dem Internationalen Zentrum für Journalismus </em></strong><a href="https://medianet.kz/about-us/?lang=en"><strong><em>MediaNet</em></strong></a><strong><em> (Kasachstan) mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) umgesetzt.</em></strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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		<item>
		<title>Usbekische Bergbauanlage AGMK erwartet Gewinnsteigerungen durch neue Lagerstätten und digitale Technologien</title>
		<link>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/usbekische-bergbauanlage-agmk-erwartet-gewinnsteigerungen-durch-neue-lagerstaetten-und-digitale-technologien/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[josuamoehring]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Sep 2021 10:46:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bergbau]]></category>
		<category><![CDATA[Olmaliq]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Olmaliq-Bergbauanlage in Usbekistan (AGMK) ist eines der gr&#xF6;&#xDF;ten Industrieunternehmen Usbekistans. Sie produziert 90 Prozent des Silbers und 20 Prozent des Goldes im Land und ist auch der gr&#xF6;&#xDF;te Kupferproduzent in der ehemaligen Sowjetunion. Folgender Artikel erschien am 20.06.2021 im russischen Original und mit weiteren Bildern bei Fergana. Wir &#xFC;bersetzen mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Olmaliq-Bergbauanlage in Usbekistan (<a href="https://www.agmk.uz/en/">AGMK</a>) ist eines der größten Industrieunternehmen Usbekistans. Sie produziert 90 Prozent des Silbers und 20 Prozent des Goldes im Land und ist auch der größte Kupferproduzent in der ehemaligen Sowjetunion. Folgender Artikel erschien am 20.06.2021 im russischen Original und mit weiteren Bildern bei <a href="https://fergana.site/photos/122267/">Fergana</a>. Wir übersetzen mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong>

Das Produktionspotenzial der <a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%90%D0%BB%D0%BC%D0%B0%D0%BB%D1%8B%D0%BA%D1%81%D0%BA%D0%B8%D0%B9_%D0%B3%D0%BE%D1%80%D0%BD%D0%BE-%D0%BC%D0%B5%D1%82%D0%B0%D0%BB%D0%BB%D1%83%D1%80%D0%B3%D0%B8%D1%87%D0%B5%D1%81%D0%BA%D0%B8%D0%B9_%D0%BA%D0%BE%D0%BC%D0%B1%D0%B8%D0%BD%D0%B0%D1%82">AGMK</a> bergbauanlage in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Olmaliq">Olmaliq</a>, im Osten Usbekistans, basiert auf den Vorräten der Kupferporphyr-, Blei/Zink- und Gold/Silber-Lagerstätten auf den Territorien der Verwaltungsgebiete Taschkent, Jizzax, Namangan und Surxondaryo.

Heute gehören zum Bestand des Kombinats mitunter sechs Bergbauunternehmen, fünf Anreicherungsfabriken, zwei Metallfabriken mit Schwefelsäureproduktion, verschiedene weitere Werke und Verwaltungsanlagen und mehr als zwanzig unterstützende Abteilungen und Labore. In einer der Hauptproduktionslinien der AGMK läuft momentan die Erschließung neuer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lagerst%C3%A4tte">Lagerstätten</a> und gleichzeitig wird ein System der automatisierten digitalen Steuerung aller Produktionsprozesse eingeführt.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ein Tagebau aus der Antike</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Das hügelige, steppenartige Gebirgsvorland des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Quramagebirge">Quramagebirges</a> 60 Kilometer südlich von Taschkent war schon in der Antike eine Erzregion. Davon zeugen zahlreiche Spuren der Gewinnung von Kupfer, Zink, Gold, Silber, Amethyst und Türkis, die von Archäologen bei Ausgrabungen menschlicher Siedlungen aus dem 9.-12. Jahrhundert v. Chr. entdeckt wurden. Fast alle heutigen Erzlagerstätten in der Umgebung der Stadt Olmaliq wurden anhand der Spuren dieser Funde entdeckt.

</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Die Mine „<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Kal%27makyr_mine">Kalmakyr</a>“ &#8211; einer der größten Tagebaue von AGMK wurde Mitte der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts von den berühmten sowjetischen Geologen&nbsp; Maschkowzew und Nasledow aufgeschlossen und erforscht. Der Abbau begann 1954. In seiner siebzigjährigen Geschichte wurde hier mehr als Milliarde Tonnen Erz gewonnen.

Der gegenwärtige Tagebau „Kalmakyr“ erweist sich als ein riesiger Erdtrichter von 4,2 km Länge, 1,7 km Breite und bis zu 600 Metern Tiefe. Die derzeitige Projektkapazität beträgt 30 Millionen Tonnen Erz im Jahr. Einmal pro Woche sprengt eine spezielle Brigade Tonnen von Grund an einem der Abhänge des Tagebaus, um die Arbeit des riesigen Kettenbaggers mit Höhe eines dreistöckigen Gebäudes zu erleichtern. Jede Schaufel eines solchen Baggers hebt mit einem Mal 45 Tonnen Gestein. Und auf die Mulde des Kippers der Marke BelAZ passen vier Schaufeln – 130 Tonnen. Die Muldenkipper befördern das Gestein vom Boden der Mine nach oben. Näher an der Oberfläche schütten es die Bagger direkt in die Kippwagen der elektrischen Industrieeisenbahn.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Digitalisierung für mehr Kontrolle und Sicherheit </strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
In der industriellen Landschaft im heutigen Usbekistan erscheint das fast schon wie etwas Antikes, fern von der alltäglichen Realität, in der Arbeit sich vor allem im Handel, Management und dem Dienstleistungssektor konzentriert. Auch das Bergbauunternehmen möchte kein exotisches Bild im Steam-Punk-Stil bleiben. Gegenwärtig führen verschiedene Abteilungen des Kombinats aktiv das IT-System „Digitales AGMK 2030“ ein und hoffen damit zum Ende des Jahrzehnts Qualität und Volumen des Produktionsausstoßes um 10-15% zu erhöhen.

<strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/das-chatkal-tal-ein-kirgisisches-klondike-uber-bergbau-isolation-und-korruption/">Das Chatkal-Tal – ein „kirgisisches Klondike“: über Bergbau, Isolation und Korruption</a></strong><em>„Alle Produktionsprozesse im Kombinat beginnen mit dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Abbau_(Bergbau)">Abbau</a>, daher sieht eines der Digitalisierungsprojekte die Erarbeitung und Einführung eines bergbaulich-geologischen Informationssystems vor. Mit Hilfe einer speziell erarbeiteten Software haben </em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Markscheider"><em>Markscheider</em></a><em>, Geologen und Bergleute die Möglichkeit erhalten dreidimensionale Modelle der Lagerstätten, Tagebaue und unterirdischen Schächte zu konstruieren. So erlangen sie ein weiteres Verständnis davon, welchen Erzgehalt ein bestimmter Abschnitt oder eine Schicht hat“, </em>erzählt der Leiter der Abteilung für Produktionsautomatisierung Ravshan Maksumov. „<em>Das erlaubt die Arbeitsfront zu planen und genau zu bestimmen, welche Technik die Qualität des Erzes optimieren kann.“ </em>

Außerdem werden in den unterirdischen Schächten in der nächsten Zeit Dispatcher- und Sicherheitssysteme eingeführt. Sie erlauben eine operative Kontrolle über die Arbeitserfüllung beim unterirdischen Abbau und den Zutritt des Personals zum Schacht. Auch garantieren sie die Verbindung des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dispatcher">Dispatchers</a> mit den Kumpeln und die Videoüberwachung und Visualisierung von Personal -und Transportverschiebungen. Die Bergarbeiter können so in Ausnahmesituationen automatisch benachrichtigt werden und ihre Evakuierung ist leichter zu organisieren.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Automatisierung von Arbeitsprozessen</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Im Rahmen der digitalen Transformation des AGMK ist auch der Start eines sogenannten Enterprise Resource Planning (ERP) Systems geplant. Das beinhaltet einem papierlosen Schriftverkehr und die Automatisierung zahlreicher Arbeitsprozesse, wie die Buchhaltung und Personalverwaltung. Heute werden im Kombinat mehr als 20 Informationssysteme verwendet. Nach der Einführung des ERP Systems werden sie alle im Rahmen einer einzigen allgemeinen Struktur arbeiten. Das ermöglicht Widersprüche zwischen verschiedenen Datenquellen auszuschließen.

Einige Kilometer nördlich des Tagebaus „Kalmakyr“ begann 2017 der Abbau in den neuen aussichtsreichen Lagerstätten „Yoshlik-I“ und „Yoshlik-II“. Die neuen Unternehmungen versprechen in den nächsten Jahren zum Gesamtvolumen des AGMK etwa 105 Millionen Tonnen Erz pro Jahr hinzuzufügen. Neben Kupfer gibt es hier in Erzform Gold, Silber und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Molybd%C3%A4n">Molybdän</a>.

<strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/usbekische-behoerden-kaempfen-um-die-kontrolle-der-goldminen/">Usbekische Behörden kämpfen um die Kontrolle der Goldminen</a></strong>

All dieser Überfluss fordert einen fristgerechten, gut abgestimmten und ununterbrochenen Transport zu den Anreicherungsunternehmen. Heute arbeiten an der Basis der Tagebaue „Kalmakyr“ und „Yoshlik-I“ mehr als 500 Einheiten schwerer Technik: Bohranlagen, Muldenkipper, Bagger und Eisenbahnzüge. Deren Verwaltung plant man ebenfalls mit modernen IT-Systemen auszustatten, deren Start die Betriebskosten der Technik bis zu acht Prozent verringern, fünf bis zehn Prozent Treibstoff einsparen und auch die Sicherheit der Leitung der Bergbauarbeiten und der operativen Steuerung garantieren soll.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Transportkontrolle</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Dies ist auch notwendig, wie der Leiter der Monitoring-Abteilung der Verwaltung des technologischen Transports Sanjar Ahmadjonov anmerkt: <em>„Die Transportmittel des AGMK befinden sich entweder auf der Strecke und sind mit der Verladung von Erz beschäftigt oder stehen aufgrund von Reparaturarbeiten still. Mit Hilfe eines GPS-Systems beobachten wir in der Betriebssteuerung online die Bewegungen des Transportmittels: wir sehen seinen Standort, den verbleibenden Treibstoff, die Streckenführung und den Kilometerstand, das Beförderungsvolumen und die letzten Zwischenhalte.“ </em>

Früher habe Reparaturstillstand viel Zeit gekostet. Reparaturlisten wurden in Papierform ausgefüllt, was ein Hin- und Herlaufen durch die Instanzen und das Sammeln von Unterschriften erforderte. „<em>Jetzt läuft das alles digital. Der Reparaturprozess wird sofort nach Erhalt des Auftrags bearbeitet. Die Serviceabteilung ist schon bei Ankunft des Transportmittels bereit die Reparatur zu beginnen. Die Stillstandszeit von Transportmitteln hat sich um mindestens 30 Minuten verkürzt“, </em>so Ahmadjonov.

<strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/usbekistan-hat-einen-seiner-forschungsreaktoren-aus-der-sowjetzeit-abgebaut/">Usbekistan hat einen seiner Forschungsreaktoren aus der Sowjetzeit abgebaut</a></strong>

Nach seinen Worten speichert das Transportinformationssystem auch die „Krankheitsgeschichte“ jedes Transportmittels für die folgende Analyse durch Spezialisten und die rechtzeitige Durchführung prophylaktischer Maßnahmen. Im Jahr 2021 wurde der Fuhrpark des Kombinats um 29 neue BelAZ, jeweils mit eine Zuladung von 220 Tonnen, erweitert. Gleichzeitig mit ihnen ist eine Anlage eingetroffen, die es ermöglicht die Fahrer solcher Giganten auszubilden – mit Hilfe einer virtuellen Simulation realer Situationen in der Produktion.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Umweltprobleme </strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Eisenbahnzüge bringen das Erz von den Tagebauen in die Kupferanreicherungsfabrik. Die Fabrik ging 1961 in Betrieb. Ihre Haupttätigkeit ist die Verarbeitung von schwefelhaltigen Kupfer-Molybdän-Erzen aus den Lagerstätten „Kalmakyr“ und „Syry-Cheku“ zu Kupferkonzentrat und einem Molybdänzwischenprodukt. Zuerst kommt das Erz in die Zerkleinerungsanlagen. Das schwere Gestein, das große Brocken enthält, wird in Pulver umgewandelt. Um die wertvollen Metalle von der unbrauchbaren Schlacke zu trennen, kommt die Methode der Schaumflotation zum Einsatz, die auf der unterschiedlichen Fähigkeit der Mineralien zur Befeuchtung basiert. Das Kupferkonzentrat wird nach Wasserentzug und Trocknung ins Kupferschmelzwerk geschickt. Das Molybdänzwischenprodukt wird für die anschließende Oxidation zur <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Scientific_Production_Association">NPO</a> für die Produktion seltener Metalle und Schwermetalllegierungen in die Stadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chirchiq">Chirchiq</a> gebracht.

</p>


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Das Kupferschmelzwerk ist das vervollständigende Glied in Kupferproduktionskette des AGMK. Es wurde 1963 gebaut und hat derzeit zehn Hauptwerkhallen in seinem Bestand. Das angereicherte Kupferkonzentrat wird hier der pyrometallurgischen Schmelze bei Temperaturen bis 1400 Grad ausgesetzt. Danach wird das erhaltene „schwarze Kupfer“ einer zusätzlichen Reinigung unterzogen. Im Jahr 2016 wurde mit der Akquise von Investitionen der neue Schmelzofen „Wanjukowa“ gebaut, der die Schmelze schwarzen Kupfers auf 16,7 Tonnen am Tag erhöht hat und auch „eine Verbesserung der Umweltbedingungen ermöglicht hat“. Ungeachtet dessen zeigt man das Kupferschmelzwerk nur ungern Journalisten. Selbst von weitem. Und nicht nur weil es ein besonders geschütztes, sensibles Unternehmen mit potenziell gefährlichen Prozessen ist.

Der Rauch aus den Werksschornsteinen enthält immer noch spürbare Anteile an Schwefeldioxid und anderen ätzenden und toxischen Verbindungen, die selbst in bedeutendem Abstand von der Anlage Anfälle von unaufhaltsamem Husten hervorrufen, wenn der Wind aus dieser Richtung weht. Jedoch wiegen die Vorteile der Kupferproduktion mehr als die ökologischen Bedenken. Die Hauptprodukte des Kupferschmelzwerkes sind heute gereinigtes Kupfer, geläuterte (von Fremdstoffen gereinigte) Edelmetalle, technisches Selen, technisches Tellur, Schwefelsäure, Kupfersulfat, Ammoniumperrhenat, Kupferleitungen in emaillierter Isolation, Kupferdraht, Kupferkathoden und noch eine Vielzahl an Produktarten, die für die Industrie Usbekistans notwendig sind.
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<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Andrej Kudrjaschow für <a href="https://fergana.site/photos/122267/">fergana.ru</a></strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russischen von Josua Möhring</strong>
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