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	<title>Nukus Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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		<title>Top-Sehenswürdigkeiten in Zentralasien, die Du besuchen solltest</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hook.report]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Dec 2025 12:55:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist unm&#xF6;glich, einen Reisef&#xFC;hrer mit allen interessanten Orten der Region zusammenzustellen &#x2013; davon gibt es in Zentralasien zu viele. In dieser Auswahl findet ihr eine Zusammenstellung einiger Top-Sehensw&#xFC;rdigkeiten in den f&#xFC;nf zentralasiatischen Republiken und wie ihr diese am bequemsten erreichen k&#xF6;nnt. &#x15E;aryn-Canyon, Kasachstan Der &#x15E;aryn-Canyon ist ein sehr altes Naturdenkmal, dessen Sedimentgestein bis zu [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Es ist unmöglich, einen Reiseführer mit allen interessanten Orten der Region zusammenzustellen – davon gibt es in Zentralasien zu viele. In dieser Auswahl findet ihr eine Zusammenstellung einiger Top-Sehenswürdigkeiten in den fünf zentralasiatischen Republiken und wie ihr diese am bequemsten erreichen könnt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Şaryn-Canyon, Kasachstan</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Şaryn-Canyon ist ein sehr altes Naturdenkmal, dessen Sedimentgestein bis zu 12 Millionen Jahre alt ist. Die Wälder aus <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fluss-Esche">Sogdian-Eschen</a>, die nur in Zentralasien und China wachsen, haben die Eiszeit überstanden und sind heute 300 bis 400 Jahre alt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor 25 Millionen Jahren befand sich an der Stelle des Canyons ein See, weshalb Paläontolog:innen hier Überreste von längst ausgestorbenen Tieren wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mastodonten">Mastodonten</a> finden. Die heute noch existierende Natur ist nicht weniger vielfältig, und ein Großteil der Tiere ist auf der <a href="https://www.wwf.de/themen-projekte/artenschutz/rote-liste-gefaehrdeter-arten">Roten Liste gefährdeter Tierarten</a> aufgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/werden-die-nationalparks-kasachstans-die-anthropogene-belastung-verkraften-koennen/">Werden die Nationalparks Kasachstans die anthropogene Belastung verkraften können?</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tiefe des Canyons beträgt 200 Meter, die verschiedenen Felsen sind zwischen 150 und 300 Meter hoch. Die Landschaften können zu Fuß, zu Pferd oder auf einer Safari mit Geländewagen oder Quads erkundet werden. Am häufigsten besuchen Touristinnen und Touristen das Tal der Burgen, wo Steine und Felsen bizarre Formen bilden, sowie Eschen- und Turangowälder mit langlebigen Pflanzen. Außerdem kann das „Tal der Hexen&#8220; besucht werden, wo der Wind durch die enge Schlucht heult – dies hat viele Legenden über den mystischen Ursprung des Ortes hervorgebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste Station auf der Touristenroute ist die Mondschlucht, die am weitesten entfernt liegt und daher auch weniger stark besucht ist. Ihren Namen erhielt die Schlucht aufgrund einer Reihe von zerklüfteten Schluchten, die ihr Aussehen einem Mondkrater ähneln lassen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><em>Der Şaryn-Canyon liegt 195 km von Almaty entfernt und ist privat mit dem Auto oder in einer Reisegruppe erreichbar. Die Fahrt dauert in der Regel nicht länger als fünf Stunden und unterwegs bietet sich vielleicht ein Stopp auf einem Mohnfeld. Am Eingang zum Nationalpark „Şaryn“ gibt es einen Kontrollpunkt, wo man übernachten und sich ausruhen kann. Im Canyon gibt es auch Erholungszentren, Angelgebiete und Cafés mit nationaler Küche.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Der Zugang zum Canyon kostet 750–792 Tenge (ca. 1,30-1,35 Euro).</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Nationalpark &#8222;Ala-Archa&#8220;, Bischkek/Kirgistan</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ala-Artscha-Nationalpark">Das Naturschutzgebiet</a> umfasst eine Fläche von etwa 2.800 Hektar und beherbergt 600 Pflanzenarten. Der größte Teil des Gebiets ist mit der örtlichen Tannenart, &#8222;Artscha&#8220; genannt, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Halbkugeliger_Wacholder">halbkugeligem Wacholder</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tian_Shan">Tienschan</a>-Fichten bewachsen. Der Park verfügt über sieben Wanderwege und mehr als 100 verschiedene Pfade, die sich in ihrer Landschaft und ihrem Schwierigkeitsgrad unterscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein für alle geeigneter Wanderweg ist der Pfad entlang des Flusses Ala-Artscha, wo man an Fotostellen anhalten und in aller Ruhe die mit Nadelbäumen bewachsenen Berglandschaften betrachten kann. Im Herbst kleidet sich der Park in das Gold der Bäume – ein solcher Spaziergang wird sicherlich lange in Erinnerung bleiben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Ala-Archa_Nationalpark-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-43548" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Ala-Archa_Nationalpark-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Ala-Archa_Nationalpark-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Ala-Archa_Nationalpark-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Ala-Archa_Nationalpark.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Blick auf den Ak-Saj-Gletscher im Nationalpark &#8222;Ala-Archa&#8220;</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste Wanderroute führt zum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ak-Sai-Wasserfall">Ak-Saj-Wasserfall</a>, ist jedoch schwieriger und dauert etwa fünf Stunden. Hier beginnt die wilde Natur des Parks, und die Pfade wurden von denen ausgetreten, die diese Gipfel bereits zuvor bezwungen haben. Auf dem Weg zum Wasserfall und zum gleichnamigen Gletscher befindet sich auch eine der lokalen Sehenswürdigkeiten – die Hütte von Ratsek, ein großes Bergsteigerlager.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Weg zum Gletscher kann man auch die Schlucht „Zerbrochenes Herz” und das Plateau Tepschi sehen, die sich auf einer Höhe von fast 2.700 Metern befinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Der Nationalpark liegt 30 Kilometer von Bischkek entfernt und ist mit dem Bus, der alle 30 Minuten fährt, oder mit dem Auto – am besten mit einem Elektro- oder Hybridauto – zu erreichen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Der Eintritt in den Park kostet 200 Som (ca. 1,95 Euro), der Eintritt in die Schlucht selbst ist kostenlos. Die Einfahrt ins Territorium des Nationalparks mit dem Auto oder Minivan kostet 700 Som (ca. 6,85 Euro).</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Savitskij-Museum in Nukus und Küste des Aralsees, Republik Karakalpakstan/Usbekistan</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Savitskij-Museum entstand 1966 auf Initiative des Künstlers und Sammlers <a href="https://pl.wikipedia.org/wiki/Igor_Sawicki">Igor Savitskij</a> und wurde nach seinen Vorstellungen und Wünschen gestaltet. Vor der Eröffnung des Museums sammelte Savitskij Gegenstände der angewandten Kunst in der von ihm geliebten Region Karakalpakstan. Der Künstler bildete auch ein archäologisches Team, um Exponate in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Xiva">Choresm</a> zu suchen und zu untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/panorama/die-touristischen-perlen-karakalpakstans/">Die touristischen Perlen Karakalpakstans</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den ersten Erwerbungen des Museums und heute Teil seiner Dauerausstellung gehören auch Werke zentralasiatischer Kunstschaffender, die wegen ihrer Abweichung von den in der Kunstakademie geltenden Grundprinzipien kritisiert wurden, darunter <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolai_Georgijewitsch_Karachan">Nikolaj Karachan</a>, <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Aleksandr_Nikolayev_(painter)">Alexander Nikolaev (Usto-Mumin)</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jelena_Ljudwigowna_Korowaj">Jelena Korowaj</a> und andere. Das Savitskij-Museum beherbergt auch die größte Sammlung karakalpakischer Künstler, darunter Werke von Galia Abduraxmanova, Aman Atabaev, Erkin Joldasov und anderen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Von der Hauptstadt Taschkent aus kann man Nukus am bequemsten mit dem Flugzeug (Dauer: 1,5 Stunden) oder dem Zug (Dauer: ca. 16-20 Stunden, mit Schlafplätzen) erreichen. Mit dem Auto oder Bus dauert die Fahrt bis zu 12 Stunden, kann jedoch anstrengender sein – dabei ist ein Abstecher zum Ufer des <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/das-aralsee-syndrom-warum-schrumpft-das-kaspische-meer/">verschwindenden Aralsees</a> machbar, von Nukus über Muynak noch etwa 130 Kilometer weiter bis zum Strand.</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="674" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Beach_Aral_Sea-1024x674.jpg" alt="" class="wp-image-43549" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Beach_Aral_Sea-1024x674.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Beach_Aral_Sea-300x197.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Beach_Aral_Sea-768x505.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Beach_Aral_Sea.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Küste des Aralsees in der Region Karakalpakstan</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Eintrittspreis ins Museum kostet für ausländische Staatsangehörige 95.000 Sum (ca. 6,85 Euro) und für Staatsangehörige Usbekistans – 19.000 Sum (ca. 1,35 Euro).</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Festung Hissor/Tadschikistan</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Festung in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hissor">Hissor</a> liegt nur 30 Kilometer von der Hauptstadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Duschanbe">Duschanbe</a> entfernt. Sie wurde zur Wende vom 9. zum 10. Jahrhundert erbaut und war ein wichtiger Teil der antiken Stadt Hissor – dort befand sich der Palast des Beys des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Emirat_Buchara">Emirats Buchara</a>. Die Festung ist mit Mauern und Schießscharten befestigt, da sie nicht nur den Palast, sondern auch eine wichtige Weggabelung auf der Handelsroute bewachte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="580" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Hissor_Tajikistan-1024x580.jpg" alt="" class="wp-image-43550" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Hissor_Tajikistan-1024x580.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Hissor_Tajikistan-300x170.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Hissor_Tajikistan-768x435.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Hissor_Tajikistan.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Festung Hissor nahe Duschanbe</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">An den Seiten des Festungstors sind zwei zylindrische Türme aus gebrannten Ziegeln mit einem Pfeilbogen zu sehen – ein deutliches Spiegelbild des Baustils des Emirats Buchara jener Zeit. Mit der Zeit entstanden viele Legenden über den Zweck der Festung. Einer davon zufolge wurde sie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Afrasiab_(Mythos)">vom legendären Herrscher Afrosijob</a> aus <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Firdausi">Firdausis „Schahname“</a> erbaut, einer anderen zufolge <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%CA%BFAl%C4%AB_ibn_Ab%C4%AB_T%C4%81lib">vom gerechten Kalifen Ali</a>, der sich aufmachte, um den Islam in dieser Region zu verbreiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/panorama/der-fall-von-buchara-und-das-schicksal-der-tadschikinnen-war-es-eine-revolution/">Der Fall von Buchara und das Schicksal der Tadschik:innen: War es eine Revolution?</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Die Festung ist von Duschanbe aus mit dem Auto oder mit dem Stadtbus zu erreichen. Der Eintritt zur Festung kostet 10 Somoni, umgerechnet etwas weniger als 1 Euro.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Unabhängigkeitsdenkmal, Aşgabat/Turkmenistan</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das majestätische Denkmal befindet sich in der Hauptstadt des Landes, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/A%C5%9Fgabat">Aşgabat</a>, und wurde im Jahr 2001 zum 10. Jahrestag der Unabhängigkeit im gleichnamigen Park eröffnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unabhängigkeitsdenkmal in Form einer Säule ist 118 Meter hoch und an seiner Spitze sind ein goldener Halbmond und fünf Sterne als Symbol für die fünf wichtigsten turkmenischen Stämme angebracht. Der untere Teil des Denkmals ist in Form einer Jurte gestaltet, in deren Inneren sich das Unabhängigkeitsmuseum befindet, in dem Exponate zu sehen sind, die mit der Erlangung und Wahrung der Souveränität in Verbindung stehen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="580" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Unabhaengigkeitsdenkmal_Aschgabat-1024x580.jpg" alt="" class="wp-image-43551" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Unabhaengigkeitsdenkmal_Aschgabat-1024x580.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Unabhaengigkeitsdenkmal_Aschgabat-300x170.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Unabhaengigkeitsdenkmal_Aschgabat-768x435.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Unabhaengigkeitsdenkmal_Aschgabat.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Unabhängigkeitsdenkmal in der Hauptstadt Turkmenistans</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Gegenüber dem Denkmal befindet sich eine Fußgängerzone, an deren Eingang eine Statue des ersten Präsidenten Turkmenistans, Saparmurat Niyazow, steht. Vor der Statue des Präsidenten sind Skulpturen zu sehen, die Helden des turkmenischen Nationalepos darstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Der Eintritt in den Parkbereich ist kostenlos, die Eintrittspreise für das Museum besser vor Ort erfragen.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Urban Night Festival, Samarkand/Usbekistan</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Oktober wird <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Samarqand">Samarkand</a> zum Zentrum der kreativen Energie der Region – vom 17. bis 19. Oktober findet hier das Samarkand Urban Night Festival statt, das anlässlich des Stadtfestes veranstaltet wird. Diese Veranstaltung bringt Vertreterinnen der Kreativwirtschaft, Unternehmer, Künstlerinnen, Forscher und Innovatorinnen aus ganz Zentralasien zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel des Festivals ist es, die Rolle der Jugend und der kreativen Führungskräfte bei der Entwicklung der Stadt zu stärken und eine Plattform für den Austausch von Ideen sowie für die Initiierung gemeinsamer Projekte zu schaffen. Das Programm umfasst öffentliche Vorträge, Workshops, Forschungsformate und Ausstellungen, die Samarkand zu einem Ort des Dialogs, der Inspiration und des Handelns machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/ab-ins-all-sci-fi-komoedien-aus-zentralasien-beim-filmfestival-cottbus/">Ab ins All: Sci-Fi-Komödien aus Zentralasien beim Filmfestival Cottbus</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder Tag des Festivals steht unter einem bestimmten Thema: von der Erforschung städtischer Gemeinschaften und Business-Networking bis hin zu nachhaltigen Innovationen und kreativer Führung. Die Teilnehmenden erwarten offene Gespräche, Umwelt-Workshops, interaktive Formate wie „Die Stadt aus Kräutern“, Führungen durch moderne Kunstausstellungen und Musikabende mit Live-Auftritten. Die Urban Night endet mit einem warmen Jazzkonzert der Silk Road Jazz Band, die die Idee des Festivals symbolisiert – die Schaffung kreativer Städte der Zukunft, die auf Kultur, Zusammenarbeit und dem Wunsch basieren, die Umgebung zu verändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sich in den sozialen Netzwerken von <a href="https://www.instagram.com/goviral.ca/?hl=de">Go Viral</a>.</em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Die Redaktion von Hook</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://hook.report/2025/10/ca-places/">Russischen</a> von Michèle Häfliger</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<title>Ausstellung der Bilder des Tages von Novastan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 May 2025 04:42:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Innenansicht der Moschee in Nukus, der Hauptstadt von Karakalpakistan in Usbekistan, einer Stadt abseits der &#xFC;blichen Touristenrouten. Foto: Etienne Bellard (Frankreich, @etienneblld)) Dieses Foto wird zusammen mit einer Auswahl anderer Bilder des Tages am Sonntag, dem 25 Mai 2025, an einem speziellen Usbekistan-Tag im Th&#xE9;&#xE2;tre de la Ville de Paris ausgestellt. Dies ist eine gute [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Innenansicht der Moschee in <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nukus">Nukus</a></strong>, der Hauptstadt von <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karakalpakistan">Karakalpakistan</a></strong> in Usbekistan, einer Stadt abseits der üblichen Touristenrouten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Foto: Etienne Bellard</strong> (Frankreich, <strong><a href="http://instagram.com/etienneblld">@etienneblld</a></strong>))</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Foto wird zusammen mit einer Auswahl anderer Bilder des Tages am Sonntag, dem 25 Mai 2025, an einem speziellen Usbekistan-Tag im <strong><a href="https://www.theatredelaville-paris.com/fr/spectacles/saison-24-25/focus-ouzbekistan/journee-ouzbekistan">Théâtre de la Ville de Paris</a></strong> ausgestellt. Dies ist eine gute Gelegenheit, Sie daran zu erinnern, dass Sie einige der von Novastan veröffentlichten Fotos erwerben und zu sich nach Hause schicken lassen können, indem Sie<strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/du-kannst-das-bild-des-tages-von-novastan-auch-kaufen/"> hier</a></strong> einen Antrag stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><p><a style="color: #f57d20; text-decoration: underline;" href="https://www.novastan.org/de/cat/bild-des-tages/">Hier</a> geht’s zu mehr Bildern des Tages. Sie können einige davon kaufen und zu Hause empfangen: <span style="color: #ff6600;"><a style="color: #ff6600;" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/du-kannst-das-bild-des-tages-von-novastan-auch-kaufen/">hier ist die Liste</a></span>! Wenn Sie Ihr Bild nicht in der Liste finden, schicken Sie uns eine E-Mail an <span style="text-decoration: underline;"><a href="mailto:photo@novastan.org">photo@novastan.org</a></span>.</p></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Die touristischen Perlen Karakalpakstans</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hook.report]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jul 2024 14:29:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Karakalpakstan]]></category>
		<category><![CDATA[Mizdahkan]]></category>
		<category><![CDATA[Nukus]]></category>
		<category><![CDATA[Sawitzki]]></category>
		<category><![CDATA[Shylpyk]]></category>
		<category><![CDATA[Stihia]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anfang Juni trafen sich Enthusiasten elektronischer Musik in Karakalpakstan zum Musikfestival &#x201E;Stihia&#x201C;. Aber Mo&#x2BB;ynoq, Nukus und Umgebung sind nicht nur f&#xFC;r das dreit&#xE4;gigen Techno-Open-Air bekannt. Hook stellt vor, was die im Westen Usbekistans gelegene autonome Republik noch zu bieten hat. Der &#x201E;Louvre in der W&#xFC;ste&#x201C; &#x2013; das Sawitzki-Museum in Nukus Das 1966 von Igor Sawitzki [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anfang Juni trafen sich Enthusiasten elektronischer Musik in Karakalpakstan zum Musikfestival „Stihia“. Aber Moʻynoq, Nukus und Umgebung sind nicht nur für das dreitägigen Techno-Open-Air bekannt. Hook stellt vor, was die im Westen Usbekistans gelegene autonome Republik noch zu bieten hat.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der „Louvre in der Wüste“ – das Sawitzki-Museum in Nukus</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das 1966 von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Igor_Witaljewitsch_Sawizki">Igor Sawitzki</a> gegründete <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kunstmuseum_Nukus">Museum</a> beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen russischer Avantgarde und zentralasiatischer Kunst. Die Sammlung des Museums umfasst mehr als 90.000 Exponate, darunter archäologische Funde aus dem antiken <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Choresmien">Choresm</a>, dekorative und angewandte Kunst aus Karakalpakstan und einzigartige Werke lokaler Künstler:innen. Neben berühmten Gemälden finden im Museum regelmäßig Ausstellungen lokaler Künstler:innen statt, in denen man die zeitgenössische Kunst der Region kennenlernen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/der-enthusiast-der-wueste-wie-in-nukus-eine-der-bedeutendsten-avantgarde-sammlungen-entstand/"><strong>Der Enthusiast der Wüste – Wie in Nukus eine der bedeutendsten Avantgarde-Sammlungen entstand</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Bis 1983 war die Atmosphäre im Museum unerträglich geworden. Sawitzki war ständig irritiert, er war so angewidert vom Leiten <em>[</em>des Museums<em>]</em>, dass er in seiner Haltung gegenüber den Mitarbeitern immer wilder wurde. Er erstickte sowohl an einer Lungenerkrankung als auch an der unerträglichen Belastung durch das enorme Arbeitsaufkommen des Museums. […] Er sagte oft, dass er es müde sei, Direktor zu sein, dass er nie einer werden wollte und klagte: „Warum habe ich mich auf das Museum eingelassen! […]“ Aber wie ein Besessener arbeitete er Tag und Nacht und führte das fort, was er einst liebte“</em>, erinnert sich Erkin Joldasov an den Gründer der wichtigsten Sehenswürdigkeit von Karakalpakstans Hauptstadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nukus">Nukus</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Antike Siedlungen in Karakalpakstan</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Karakalpakstan ist reich an antiken Siedlungen, von denen jede ihre eigene, einzigartige Geschichte erzählt. Einen der beeindruckendsten Orte, eine Autostunde von Nukus entfernt, bilden die Nekropole Mizdahkan und die Festung Gyaur-Kala.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Die Nekropole erhebt sich inmitten der Weiten Karakalpakstans unter der heißen Sonne und umgeben von Wüstenlandschaften. Legenden und Mythen über Mizdahkan werden von Generation zu Generation weitergegeben. Eine der Legenden ist mit Nazlymhan-sulu verbunden, der Tochter eines mächtigen Khans, die mit ihrer Schönheit die Herzen vieler junger Männer eroberte. Ihr Vater versprach, sie mit jemandem zu verheiraten, der etwas Ungewöhnliches und Erstaunliches bauen könne. Ein verliebter Jüngling errichtete ein majestätisches Mausoleum, um seine Liebe zu beweisen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="427" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/06/640px-Ancient_Complex_Mizdahkan_in_Karakalpakstan.jpg" alt="" class="wp-image-39708" style="width:737px;height:auto" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/06/640px-Ancient_Complex_Mizdahkan_in_Karakalpakstan.jpg 640w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/06/640px-Ancient_Complex_Mizdahkan_in_Karakalpakstan-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mizdahkan, Photo: Wikimedia Commons</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Khan beschloss jedoch, die Liebe des jungen Baumeisters auf die Probe zu stellen. Er befahl ihm, von der Kuppel des Mausoleums zu springen, um seine Hingabe zu beweisen. Ohne zu zögern führte der junge Mann den Befehl aus und stürzte in den Tod. Als Nazlymhan-sulu davon erfuhr, konnte sie die Trauer nicht ertragen. Sie folgte dem Geliebten und sprang ebenfalls von der Kuppel.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zoroastrisches Erbe</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Ort, der in Mizdahkan unbedingt einen Besuch wert ist, ist die „Uhr der Apokalypse“. Einer alten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zoroastrismus">zoroastrischen</a> Legende zufolge wurde die Mauer auf den Überresten des Grabes des ersten Menschen, Gayamard (Adam), errichtet. Jedes Jahr fällt ein Stein aus der Wand. Wenn der letzte ausfällt, wird die Apokalypse kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/die-top-10-der-geheimsten-tourismus-ziele-usbekistans/"><strong>Usbekistan: Die Top-10 der unbekannten Tourismus-Ziele</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Pilger:innen und Anwohner:innen glauben fest daran, dass das Ende der Welt hinausgezögert werden kann. Dazu müsse man aus sieben herausgefallenen Ziegeln einen Turm bauen und um Erlösung beten. Dieser alte Brauch ist zu einem Symbol der Hoffnung und des spirituellen Kampfes gegen das Unvermeidliche geworden. Er bewahrt den Glauben der Menschen an ihre Stärke und an die Fähigkeit, ihr Schicksal zu verändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gyaur-Kala, die geheimnisvolle Zitadelle neben Mizdahkan, wurde von den Arabern aufgrund ihrer zoroastrischen Vergangenheit als „Festung der Ungläubigen“ bezeichnet. Es wird angenommen, dass hier der Zoroastrismus geboren und das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Avesta">Avesta</a> geschrieben wurde.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="427" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/06/Karakalpakstan_Chilpyk_Tower_of_Silence_dakhma_1st_cent_BCE-1st_cent_CE_Zoroastrian_4.jpg" alt="" class="wp-image-39707" style="width:737px;height:auto" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/06/Karakalpakstan_Chilpyk_Tower_of_Silence_dakhma_1st_cent_BCE-1st_cent_CE_Zoroastrian_4.jpg 640w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/06/Karakalpakstan_Chilpyk_Tower_of_Silence_dakhma_1st_cent_BCE-1st_cent_CE_Zoroastrian_4-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Turm der Stille &#8222;Shylpyk&#8220;, Photo: Wikimedia Commons</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht weit von Nukus erhebt sich der geheimnisvolle zoroastrische Turm der Stille „Shylpyk“. Auf seiner Anhöhe hinterließen die Anhänger des Zoroastrismus die Körper der Verstorbenen, damit sich ihr Fleisch unter dem Einfluss von Sonne, Wind und Greifvögeln auflöste. Laut heiligen Legenden reinigt dieses Ritual die Seelen der Tote, vermeidet eine Schändung der Erde und bewahrt ihre Reinheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Und was gibt es in Moʻynoq?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Moʻynoq">Moʻynoq</a> ist ein ehemaliger wohlhabender Hafen am Ufer des Aralsees. Eine der Hauptattraktionen ist das Museum für Regionalstudien, das Exponate über die Geschichte und Kultur der Region enthält. Besucher können Fotos und Artefakte sehen, die sich auf das Leben der Anwohner und ihren Überlebenskampf nach einer Umweltkatastrophe beziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Besuch wert ist auch die Konservenfabrik, eines der größten Unternehmen der Region während der Sowjetzeit. Heute lockt dieser Ort Tourist:innen mit dem Angebot, mehr über das Leben der Stadt in der Vergangenheit zu erfahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/stihia-wie-stehen-die-einheimischen-zu-dem-elektrofestival-auf-dem-grund-des-aralsees/"><strong>‚Stihia‘ – Wie stehen die Einheimischen zu dem Elektrofestival auf dem Grund des Aralsees?</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und natürlich… „Stihia“ kehrt [<a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/backtomuynak-warum-das-diesjaehrige-stihia-festival-nicht-in-karakalpakstan-stattfindet/">nach einjähriger Unterbrechung</a>, Anm. d. Red.] nach Moʻynoq zurück: Das Festival, das Tausende Musik- und Kulturliebhabende aus aller Welt anzieht. In diesem Jahr bot Stihia ein einzigartiges Programm mit musikalischen Darbietungen. Darüber hinaus kann man vom Festivalgelände aus zum Ufer des Aralsees fahren und sich den einst größten See der Region ansehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Im <a href="https://hook.report/2024/06/go-w-karakalpakstan/">Originalartikel</a> findet ihr weitere Bilder.</em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Hook</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://hook.report/2024/06/go-w-karakalpakstan/"><strong>Russischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<title>Gute Miene zum bösen Spiel: Usbekistans Präsident Mirziyoyev zu Besuch in Karakalpakstan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Emma Collet]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Apr 2023 14:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Karakalpakistan]]></category>
		<category><![CDATA[Karakalpakstan]]></category>
		<category><![CDATA[Nukus]]></category>
		<category><![CDATA[Shavkat Mirziyoyev]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einen Monat vor dem Verfassungsreferendum ist Usbekistans Pr&#xE4;sident Shavkat Mirziyoyev zu einem offiziellen Besuch nach Karakalpakstan gereisr. Dabei versprach er Investitionen sowie den Transfer &#xF6;ffentlicher Gelder in die Autonome Republik. Eine berechnende Reise vor einer f&#xFC;r den Pr&#xE4;sidenten entscheidenden Abstimmung. &#x201E;Wir sind ein einziges Land, ein einziges Volk&#x201C;, erkl&#xE4;rte Shavkat Mirziyoyev am 31. M&#xE4;rz bei [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einen Monat vor dem Verfassungsreferendum ist Usbekistans Präsident Shavkat Mirziyoyev zu einem offiziellen Besuch nach Karakalpakstan gereisr. Dabei versprach er Investitionen sowie den Transfer öffentlicher Gelder in die Autonome Republik. Eine berechnende Reise vor einer für den Präsidenten entscheidenden Abstimmung.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Wir sind ein einziges Land, ein einziges Volk“</em>, erklärte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shavkat_Mirziyoyev">Shavkat Mirziyoyev</a> am 31. März bei seinem offiziellen Besuch in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karakalpakistan">Autonomen Republik Karakalpakstan</a> im Westen Usbekistans. Nach den <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/proteste-in-karakalpakstan-taschkent-schafft-ordnung-durch-gewalt/">mit Gewalt niedergeschlagenen Demonstrationen in Nukus</a>, der Hauptstadt Karakalpakstans, ist die politische Herausforderung für den Präsidenten Usbekistans von entscheidender Bedeutung. Er ruft die Bevölkerung dazu auf, beim Verfassungsreferendum am 30. April erneut wählen zu gehen.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abstimmung sollte vor Ende 2022 stattfinden. Doch eine Änderung der Verfassungsreform, die den Autonomiestatus der Republik Karakalpakstan sowie ihr Recht auf Abspaltung vom Rest des Landes aufheben sollte, hatte zu Protesten geführt. Die Regierung hatte den Sicherheitskräften freie Hand für Interventionen gegeben, wodurch insgesamt 21 Menschen getötet und mehrere hundert verletzt wurden. Daher wurde die Abstimmung für das Referendum abgesagt und auf den 30. April 2023 verschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Verfassungsreform sieht nicht mehr vor, den Autonomiestatus Karakalpakstans aufzuheben, doch die Erinnerung an die gewaltsamen Repressionen bleibt eine Quelle der Spannungen zwischen der lokalen Bevölkerung und Taschkent. Daher der wohlkalkulierte Besuch des Präsidenten, so der karakalpakische Aktivist Aqylbek Muratbay, der derzeit in Almaty, Kasachstan lebt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Flut von Investitionen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mirziyoyev kam in der Tat nicht mit leeren Händen. Er besuchte eine <a href="https://president.uz/ru/lists/view/6099">Produktionsstätte in der Region Kegejly</a>, eine von sechs, die in die Region verlegt wurden, und kündigte <a href="https://fergana.news/news/129675/">laut der russischen Nachrichtenagentur Fergana</a> die Überweisung von 500 Millionen Sum (entspricht ca. 40 000 Euro) an die Mahallas, die Nachbarschaftsgemeinden, an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/karakalpakstan-nichts-neues-im-neuen-usbekistan/">Karakalpakstan: Nichts Neues im „Neuen Usbekistan“</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident erinnerte auch an die wirtschaftlichen Fortschritte in der Region, <a href="https://kun.uz/ru/news/2023/03/30/my-odin-narod-i-odna-strana-prezident-vstretilsya-s-karakalpakstansami">wie das usbekische Medium Kun.uz berichtete</a>. Bisher wurden im Jahr 2023 bereits 670 Milliarden Sum (rund 537 Millionen Euro) und 340 Millionen US-Dollar (rund 311 Millionen Euro) bereitgestellt. Die Einkommens- und Umsatzsteuer sowie die Grundsteuer wurden um das Zweifache gesenkt. Außerdem hatte sich die Produktion von Chemikalien, Baumaterialien, Lebensmitteln, Textilien und Arzneimitteln in den letzten Jahren mehr als verdoppelt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Entscheidende Reform für Mirziyoyev</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 31. März habe die Kampagne für das Referendum in Taschkent sowie im Rest des Landes begonnen, <a href="https://fergana.news/news/129687/?country=uz">wie Fergana.News erklärt</a>. Abgeordnete werben in den Mahallas für die Notwendigkeit der Verfassungsreform und preisen die Pläne des Präsidenten für ein „Neues Usbekistan“ an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/die-baumwollaffaere-wie-der-staatliche-plan-zur-steigerung-der-baumwollproduktion-zu-einer-landesweiten-korruptionsaffaere-fuehrte/">Die „Baumwollaffäre“ – Wie der staatliche Plan zur Steigerung der Baumwollproduktion zu einer landesweiten Korruptionsaffäre führte</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Präsidenten steht bei diesem Referendum jedoch vor allem die Möglichkeit auf dem Spiel, sich noch ein weiteres Jahrzehnt an der Macht zu halten. Denn die aktuell in der Verfassung festgesetzte fünfjährige Amtszeit wird in eine erneuerbare siebenjährige umgewandelt. Die Anzahl der Amtszeiten des amtierenden Präsidenten, der sich seit 2021 in seiner zweiten Amtszeit befindet, soll ebenfalls auf null zurückgesetzt werden, <a href="https://rus.ozodlik.org/a/32186169.html">berichtet Radio Ozodlik</a>. Dies würde Mirziyoyev, seit Ende 2016 im Amt, theoretisch erlauben, bis 2040 an der Macht zu bleiben. Seine derzeitige Amtszeit endet 2026.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kein Wort über die Opfer der Proteste</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das große Thema der Proteste vom Juli 2022 fand bei Mirziyoyevs Besuch in Karakalpakstan keine Erwähnung. Während in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Buxoro">Buchara</a> noch immer Prozesse gegen die Teilnehmenden der Unruhen laufen, erwähnte Mirziyoyev das Schicksal der Verurteilten nicht. In den Prozessen sind derweil noch immer keine Verantwortlichen für den Tod der 21 Menschen gefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/juli-proteste-in-karakalpakstan-lange-haftstrafen-gegen-demonstrierende/">Juli-Proteste in Karakalpakstan: Lange Haftstrafen für Demo</a></strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/juli-proteste-in-karakalpakstan-lange-haftstrafen-gegen-demonstrierende/"><strong>nstrierende</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl der Präsident behauptet, dass <em>„alle Regionen entschlossen sind, zur Entwicklung von Karakalpakstan beizutragen“</em>, sieht die Realität anders aus. Die Autonome Republik ist im Vergleich zu anderen Regionen des Landes stark benachteiligt, wird von den öffentlichen Geldern der Zentralregierung vernachlässigt und ist aufgrund der Austrocknung des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aralsee">Aralsees</a> wirtschaftlich rückständig. Die Proteste im vergangenen Herbst hatten einen wichtigen sozioökonomischen Aspekt, <a href="https://hook.report/2022/07/economics-protests-karakalpakstan/">erklärte das usbekische Medium The Hook</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Anhaltende Probleme in der Region</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Weniger als ein Jahr später ist der Kern des Problems noch immer derselbe. <em>„Seit dem Amtsantritt Mirziyoyevs hat sich die Wirtschaft in Karakalpakstan strukturell nicht verändert“</em>, erklärt Muratbay. <em>„Es gibt noch immer keine ernsthaften Investitionen und die Eröffnung von mehr oder weniger großen Produktionsstätten in Karakalpakstan. Die gesamte Steigerung des Wohlstands der Bevölkerung beruht auf Subventionen, auch aus den Regionen Usbekistans.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Pro Einwohner und Einwohnerin Karakalpakstans stehen etwa 100 US-Dollar (91,5 Euro) pro Monat zur Verfügung, was um ein Vielfaches niedriger ist als in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Navoiy">Provinz Navoi</a> und der Hauptstadt Taschkent sowie <a href="https://hook.report/2022/07/economics-protests-karakalpakstan/">im Vergleich zum landesweiten Durchschnitt</a>. Die Republik Karakalpakstan unterscheidet sich insofern von anderen Regionen, als zwei Drittel der Quellen für Sozialleistungen aus den nationalen und lokalen Haushalten stammen und das restliche Drittel aus dem außerbudgetären Rentenfonds.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph">In Wahrheit ist diese Patronagepolitik eine Möglichkeit, den lokalen Behörden in Karakalpakstan schrittweise ihre Verwaltungsfunktionen zu entziehen und sie den Regionen Usbekistans zu übertragen. Muratbay spricht von einer <em>„Zerstörung des lokalen Staatsapparats.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute sieht die Regierung den lokalen wirtschaftlichen Aufschwung in der Ausbeutung des an Gold, Uran, Gas und Öl reichen Untergrunds, ohne dass die Bevölkerung und die Region davon profitiert. <em>„Die Karakalpaken sehen große Öl- und Gasprojekte in Karakalpakstan, deren Gewinne vollständig nach Taschkent fließen. Sogar Arbeitsplätze werden oft an Menschen aus anderen Regionen Usbekistans oder gar aus dem Ausland vergeben. Natürlich sind die Karakalpaken verunsichert“</em>, schließt Muratbay.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Emma Collet, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/ouzbekistan/en-visite-au-karakalpakstan-chavkat-mirzioiev-affiche-un-air-de-tout-va-mieux-avant-le-nouveau-referendum/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Michèle Häfliger</strong></p>


<p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p>
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		<title>Juli-Proteste in Karakalpakstan: Lange Haftstrafen für Demonstrierende</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Emma Collet]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Jan 2023 08:45:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Buchara]]></category>
		<category><![CDATA[Karakalpakistan]]></category>
		<category><![CDATA[Karakalpakstan]]></category>
		<category><![CDATA[Nukus]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungsreform]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rund 20 Personen sind wegen ihrer Teilnahme an den Protesten, die im Sommer in Karakalpakstan stattgefunden haben, zu Haftstrafen verurteilt worden. Der Prozess wirft allerdings Fragen auf. Das Urteil wurde am 12. Januar in Buchara gesprochen. Der karakalpakische Aktivist und Blogger Dauletmurat Tajimuratov und die Journalistin Lolagul Kallixanova sind zu 18 beziehungsweise 11 Jahren Gef&#xE4;ngnis [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rund 20 Personen sind wegen ihrer Teilnahme an den Protesten, die im Sommer in Karakalpakstan stattgefunden haben, zu Haftstrafen verurteilt worden. Der Prozess wirft allerdings Fragen auf.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Urteil wurde am 12. Januar in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Buxoro">Buchara</a> gesprochen. Der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karakalpakistan">karakalpakische</a> Aktivist und Blogger Dauletmurat Tajimuratov und die Journalistin Lolagul Kallixanova sind zu 18 beziehungsweise 11 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Dies berichtet die usbekische Online-Zeitung <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2023/01/11/court/">Gazeta.uz</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 1. und 2. Juli fanden in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nukus">Nukus</a>, der Hauptstadt Karakalpakistans, <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/verfassungsreform-in-usbekistan-karakalpakstan-protestiert-fuer-erhalt-der-autonomie/?noredirect=de-DE">Demonstrationen</a> gegen die geplante Verfassungsänderung statt. Diese hätte den Autonomiestatus aufgehoben, den die Republik Karakalpakstan seit der Unabhängigkeit Usbekistans genießt. Mehrere Hundert Personen wurden festgenommen und das Verfassungsreferendum <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/das-verfassungsreferendum-in-usbekistan-findet-im-fruehjahr-2023-statt/">auf das Frühjahr 2023 verschoben</a>. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Nach offiziellen Angaben sind bei den <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/proteste-in-karakalpakstan-taschkent-schafft-ordnung-durch-gewalt/?noredirect=de-DE">brutal unterdrückten</a> Demonstrationen mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte wurden verletzt. Insgesamt 171 Personen werden in Strafverfahren zu den Ereignissen in Karakalpakistan angeklagt. Neben den 22 Personen, in deren Verfahren nun das Urteil gesprochen wurde, befinden sich noch 39 weitere in Haft, berichtet <a href="https://rus.ozodlik.org/a/32176899.html">Radio Ozodlik</a>, der usbekische Dienst von Radio Free Europe.
</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein fragwürdiges Verfahren</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Den Urheber:innen der Demonstrationen wird vorgeworfen, <em>„die verfassungsmäßige Ordnung der Republik Usbekistan untergraben“</em> und <em>„Massenunruhen“</em> organisiert zu haben. Von den 22 Angeklagten wurden nach Angaben des usbekischen Nachrichtenportals <a href="https://web.telegram.org/k/#@kunuzofficial">Kun.uz</a> 18 zu kürzeren Haftstrafen zwischen 5 und 9 Jahren verurteilt. Zwei der Angeklagten wurden auf Bewährung freigelassen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das usbekische Nachrichtenportal <a href="https://daryo.uz/en/2022/12/04/dauletmurat-tajimuratov-leader-of-riots-in-nukus-pleads-not-guilty-to-scores-of-dead-people/">Daryo</a> berichtet, bekannten sich 21 der Angeklagten im Austausch für eine mögliche reduzierte Strafe schuldig. Nur einer bekannte sich als teilweise schuldig: Dauletmurat Tajimuratov. Er erklärte im Dezember: <em>„Ich betrachte mich nicht als schuldig am Tod von Menschen.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/klarer-himmel-rote-pfuetzen/"><strong>Klarer Himmel, rote Pfützen: Politische Entwicklungen in Usbekistan nach den Protesten in Karakalpakstan </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige der Mitangeklagten beschuldigen Tajimouratov direkt, wie der zu 8 Jahren Gefängnis verurteilte Sportler Azamat Turdanov. <em>„Der wahre Grund, warum wir hier [vor Gericht] sind, sind die separatistischen Videos und Ideen von Dauletmurat Tajimouratov, die die Gehirne der Menschen vergiftet haben“</em>, erklärte er. Ein anderer Angeklagter, Nurlan Naipov, sagte ebenfalls gegen den Blogger aus, dieser habe <em>„[seine] Gedanken auf den Kopf gestellt und [ihn] auf die Straße gestoßen“</em>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine andere Zeugenaussage störte jedoch den Prozess. Eine Frau beschuldigte Tajimuratov, Geld verteilt zu haben, um die Leute zur Teilnahme an den Demonstrationen zu bewegen. Aber unter dem Druck und der Verteidigung gestand sie schnell, gelogen zu haben. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Öffentliche Gerichtsverhandlungen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Diese Falschaussage hat die Befangenheit des Prozesses in keiner Weise in Frage gestellt, und die Ermittlungen sind immer noch völlig transparent. Der Prozess begann am 28. November in Buchara, einer Stadt 500 Kilometer von Nukus entfernt. Journalist:innen wurden jedoch im Voraus benachrichtigt, damit sie die Prozesse verfolgen konnten. Die Sitzungen waren öffentlich und wurden auf der Website von Gazeta.uz per Video übertragen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/proteste-in-karakalpakstan-ein-zeuge-berichtet/"><strong>Proteste in Karakalpakstan: Ein Zeuge berichtet </strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Öffentliche Geständnisse sollen beweisen, dass die Ermittler ihre Arbeit gut gemacht haben. Die Appelle der Angeklagten an die politische Klasse an der Macht sollen unterstreichen, dass das Vertrauen in das System, auch unter den Verdächtigen, weiterhin solide ist“</em>, erklärt Joanna Lillis, die für <a href="https://eurasianet.org/uzbekistan-courtroom-dramas-play-out-in-trial-over-karakalpakstan-violence">Eurasianet</a> vor Ort berichtete. Bisher wurde jedoch keiner der Polizist:innen, die unverhältnismäßige Gewalt angewendet haben, um die Unruhen zu unterdrücken, zur Rechenschaft gezogen. Und auch, ob jemals Prozesse gegen die entsprechenden Polizist:innen stattfinden werden, ist nicht bekannt. </p>


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<p class="wp-block-paragraph">

Die Ergebnisse der am 15. Juli gebildeten Untersuchungskommission liegen noch immer nicht vor. Die Liste der 21 getöteten Personen wird nicht veröffentlicht, sondern während des Prozesses nur „erwähnt“. <a href="https://www.hrw.org/news/2022/12/01/uzbekistans-prosecution-karakalpakstan-protestors-raises-many-questions">Human Rights Watch</a> kommt daher zu dem Schluss, dass die vielen Geheimnisse Zweifel an einem fairen Gerichtsverfahren aufkommen lassen.
</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Emma Collet, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/ouzbekistan/karakalpakistan-de-longues-peines-de-prison-requises-contre-les-manifestants-de-juillet/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong> </p>



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		<title>Klarer Himmel, rote Pfützen: Politische Entwicklungen in Usbekistan nach den Protesten in Karakalpakstan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hook.report]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jul 2022 19:55:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Karakalpakstan]]></category>
		<category><![CDATA[Nukus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungsreform]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anfang Juli 2022 ersch&#xFC;tterte blutiger Aufruhr die im Nordwesten Usbekistans gelegene autonome Republik Karakalpakstan. Hintergrund waren Pl&#xE4;ne der Zentralregierung, die Souver&#xE4;nit&#xE4;t der Republik aus der Verfassung zu streichen. Werfen wir einen Blick auf den Kontext der Region, die Ereignisse und ihre m&#xF6;glichen Folgen f&#xFC;r die Zukunft Usbekistans. Dieser Artikel erschien im russischen Original bei Hook.Report. [&#x2026;]</p>
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]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anfang Juli 2022 erschütterte blutiger Aufruhr die im Nordwesten Usbekistans gelegene autonome Republik Karakalpakstan. Hintergrund waren Pläne der Zentralregierung, die Souveränität der Republik aus der Verfassung zu streichen. Werfen wir einen Blick auf den Kontext der Region, die Ereignisse und ihre möglichen Folgen für die Zukunft Usbekistans. </strong><strong>Dieser Artikel erschien im russischen Original bei <a href="https://hook.report/2022/07/prezident-konstitutsiya-kk/">Hook.Report</a>. Wir übersetzen den Beitrag mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong>

Milizen und gepanzerte Fahrzeuge auf den Straßen, Blendgranaten und Wasserwerfer, Tausende von Demonstranten, Straßengewalt, Verletzte und Tote – solche Bilder aus Zentralasien überraschen niemanden mehr. Nach dem Ausbruch von Protesten in <a href="https://fergana.media/articles/124571/">Kasachstan</a> und <a href="https://fergana.media/articles/125430/">Tadschikistan</a> war Anfang Juli Usbekistan an der Reihe. In <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nukus">Nukus</a>, der Hauptstadt der zu Usbekistan gehörenden Republik <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karakalpakistan">Karakalpakstan</a>, gingen Tausende von Unzufriedenen auf die Straße, um gegen die von der Regierung geplante Verfassungsänderung und der damit einhergehenden Abschaffung der Autonomie Karakalpakstans zu protestieren.

Obwohl die Proteste schnell niedergeschlagen wurden, ist der Vorfall für Usbekistan ungewöhnlich. Es handelt sich um den ersten politischen Massenprotest im Land seit den Ereignissen in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Unruhen_in_Usbekistan_2005">Andijon</a> im Jahr 2005. Damals ließ der erste Präsident Usbekistans, <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/islam-karimow-vom-waisenkind-zum-vater-der-nation/">Islom Karimov</a>, die Unruhen rücksichtslos niederschlagen: Allein offiziellen Schätzungen zufolge wurden fast 200 Menschen getötet (inoffizielle Schätzungen gehen von zehnmal so vielen aus) und das politische Regime verschärft, wobei Usbekistan bis zu Karimovs Tod von der Welt weitgehend abgeschottet wurde.

Viele Fragen stellen sich nun: Ist Karakalpakstan das „Andijon“ des derzeitigen Präsidenten Shavkat Mirziyoyevs? Wie sollte die politische Führung Usbekistans auf die Krise reagieren, wenn man bedenkt, dass Mirziyoyev während seiner ersten Amtszeit das Land weltoffener machen und das Erbe Karimovs loswerden wollte? Werden die Ereignisse in Nukus dem vergleichsweise neuen Kurs des zweiten usbekischen Präsidenten ein Ende setzen?
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Eine depressive Region</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Das dünn besiedelte Karakalpakstan ist für Taschkent von strategischer Bedeutung, da die wichtigsten Gaspipelines Usbekistans durch das Gebiet verlaufen sowie <a href="https://neftegaz.ru/analisis/oil_gas/328620-neft-gaz-i-energetika-uzbekistana/">große Öl- und Gasvorkommen</a> vorhanden sind. Mit einem Anteil von über 30 Prozent ist die Provinz auch Usbekistans <a href="https://stat.uz/ru/ofitsialnaya-statistika/industry">wichtigster Produzent in der Chemieindustrie</a>.

Gleichzeitig ist Karakalpakstan im Vergleich zu anderen Regionen Usbekistans die am stärksten benachteiligte Region. Lediglich <a href="https://stat.uz/ru/ofitsialnaya-statistika/environment">15 Prozent</a> der Haushalte verfügen über sanitäre Anlagen. Neben der niedrigsten Geburtenrate in Usbekistan und der höchsten Sterblichkeitsrate von Frauen bei der Geburt (fast doppelt so hoch wie der landesweite Durchschnitt) findet sich hier auch auch die höchste Abwanderung ins Ausland (30 Prozent aller Migranten aus Usbekistan in andere Länder stammen aus Karakalpakstan).

Auch die Wirtschaftsindikatoren Karakalpakstans liegen <a href="https://stat.uz/ru/ofitsialnaya-statistika/labor-market">unter dem usbekischen Durchschnitt</a>: Die Region hat die niedrigste Beschäftigungsquote und Wirtschaftstätigkeit, eines der niedrigsten Einkommensniveaus und die <a href="https://ifmr.uz/files/publications/ru/807554.pdf">höchste Armutsquote</a> (16,4 Prozent). Das größte Problem Karakalpakstans sind jedoch die Folgen der Umweltkatastrophe des ausgetrockneten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aralsee">Aralsees</a>, welche neben zahlreichen gesundheitlichen Folgen auch <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0277953602000540?casa_token=Dvmiu6DY1mAAAAAA:4Hh_gBqjB_EDrbC-fLOXS4NCbXiUiib2Bw828bCEon-V9jsDhmVxiSICW_EGpFPKyfKpljh2Gg">psychische Erkrankungen</a> mit sich bringen.

<strong>Lest auch auf Novastan:&nbsp;<a href="https://novastan.org/de/usbekistan/was-ist-karakalpakistan-ein-seltener-einblick/">Was ist Karakalpakistan? Ein seltener Einblick</a></strong>

Das Potenzial für Unzufriedenheit in Karakalpakstan war zweifellos groß. Besonders ungerecht erscheint die Tatsache, dass der Durchschnittslohn in der an Karakalpakstan angrenzenden Region Kasachstans doppelt so hoch ist (gemäß Daten von 2021 erreicht er in Karakalpakstan nicht einmal <a href="https://stat.uz/ru/press-tsentr/novosti-goskomstata/17198-yuridik-shaxs-maqomiga-ega-bo-lgan-korxona-va-tashkilotlarda-ishlovchi-xodimlarning-o-rtacha-oylik-nominal-hisoblangan-ish-haqi-2021-yil-yanvar-dekabr-2">400</a> US-Dollar, im kasachischen Mańǵystau &nbsp;sind es hingegen fast <a href="https://tengrinews.kz/kazakhstan_news/srednyuyu-zarplatu-v-mangistau-nazval-akim-454982/">800 US-Dollar</a>).

Es ist daher unwahrscheinlich, dass die gegenwärtigen Unruhen aufgrund karakalpakischer Separatisten oder Machtkämpfen von Eliten entstanden sind. Der Grund liegt viel banaler in der Tatsache, dass Taschkent zu radikal gegen einen möglichen Separatismus in fernerer Zukunft vorgehen wollte, die bereits bedrängte Region so unter Druck setzte und selbst eine Krise auslöste.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Eine Insel der Stabilität</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Von außen betrachtet schien Usbekistan eine Bastion der Stabilität in einem turbulenten Meer zentralasiatischer Krisen zu sein. Innerhalb der Eliten besteht jedoch eine gewisse Anspannung angesichts der Entwicklungen befreundeter politischer Regime, welches eines nach dem anderen den Boden unter den Füßen verlieren: Massenproteste in Weißrussland im August 2020, ein weiterer Regimesturz in Kirgistan im Oktober 2021, die Machtübernahme der Taliban in Kabul im August 2021, ein gescheiterter Putschversuch in Kasachstan im Januar 2022, ein Aufstand im Pamir in Tadschikistan und schließlich der russische Krieg gegen die Ukraine.

So versuchte die usbekische Führung auf Nummer sicher zu gehen und „potentielle Sollbruchstellen“ mittels einer neuen Verfassung zu beseitigen. Im Gegensatz zur Karimov-Ära versuchte die Regierung Mirziyoyev den Eindruck einer Partnerschaft mit der Bevölkerung zu erwecken. Auf der eigens kreierten Webseite „<a href="https://meningkonstitutsiyam.uz/">Das ist meine Verfassung</a>“ konnte jede Bürgerin und jeder Bürger Vorschläge einreichen, die anschließend geprüft und in einer überarbeiteten Fassung veröffentlicht werden sollten.

</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Die Sammlung dieser Vorschläge war jedoch kaum transparent und die Auswahlkriterien, um die wirklich notwendigen Änderungen von unnötigen zu trennen, blieben unklar. Auffällig war zudem, dass sich die eigens einberufene Verfassungskommission gegenüber der öffentlichen Meinung herablassend verhielt; so etwa bezeichnete ihr Vorsitzender BenutzerInnen sozialer Medien als „<a href="https://www.gazeta.uz/ru/2022/05/21/akmal-saidov/">ungebildete Genies</a>“.

Und dennoch wurde die neue Verfassung am 25. Juni als <em>narodnyj</em> („vom Volk mitgestaltet“) bezeichnet. Zwar gab es durchaus wichtige Änderungen wie die Abschaffung der Todesstrafe. Allerdings lassen sich in der neuen Fassung deutliche Anzeichen für eine Stärkung des Präsidentenamtes ausmachen: Die Amtszeit wurde auf sieben Jahre verlängert und sämtliche Gremien rund um den Sicherheitsrat, auch die beratenden, sollten fortan vom Präsidenten zusammengesetzt werden.

Außerdem wurde der Absatz zum Status der Republik Karakalpakstan innerhalb Usbekistans vollständig <a href="https://hook.report/2022/06/karakalpakstan-i-konstitutsiya/">umgeschrieben</a>. Die Bezeichnung als „souveräne Republik“ sollte gestrichen werden, ebenso der folgende, noch aus der Sowjetunion stammende Artikel: <em>„Die Republik Karakalpakstan hat das Recht, sich von der Republik Usbekistan auf der Grundlage eines allgemeinen Volksreferendums abzuspalten.“</em>

Während man auf eine Fristverlängerung und mögliche „Nullstellung“ der neuen Verfassung vorbereitet war, überraschten die Änderungen zum Status Karakalpakstans die Öffentlichkeit. Die sozialen Medien waren in Aufruhr, Petitionen und Videoaufrufe an den Präsidenten erschienen in einem fort und in Karakalpakstan selbst braute sich Unzufriedenheit zusammen.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Als die Geduld am Ende war</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Die anfängliche Reaktion der Behörden bestand darin, dem Aufruhr in Karakalpakstan keine Plattform zu geben: Massenmedien wurden gezwungen, die Berichterstattung zur Verfassungsänderung zu <a href="https://hook.report/2022/06/kakogo-hoo/">löschen</a>, Internet und übrige Netzverbindungen in Nukus fielen generell aus und Journalisten, Blogger und Aktivisten sahen sich massivem Druck ausgesetzt. Doch diese Maßnahmen konnten den Protest nicht stoppen, sondern brachten im Gegenteil noch mehr Unzufriedene auf die Straßen.

Der Protest verlief zunächst <a href="https://hook.report/2022/07/karakalpakstan-protesti/">ungeordnet</a>, doch schließlich kristallisierten sich einige Führungspersonen heraus. Der wichtigste unter ihnen war der örtliche Aktivist und Blogger Dauletmurat Tajimuratov (mit einigen Zehntausend Abonnenten auf Telegram und YouTube). Gemäß eigener Angaben Tajimuratovs bat er das karakalpakische Parlament um Erlaubnis, am 5. Juli (an diesem Tag sollte die endgültige Fassung der überarbeiteten Verfassung veröffentlicht werden) eine friedliche Kundgebung abzuhalten. Provozierend forderte Tajimuratov die Demonstrierenden auf, ihn zum „Stimmführer der Karakalpaken“ zu machen und gemeinsam mit ihm „die Befreiung Karakalpakstans mit friedlichen und legalen Mitteln zu erreichen“.

Noch am selben Tag verschwand Tajimuratov; später stellte sich heraus, dass er festgenommen worden war. Dies war der Hauptauslöser für die Proteste von Tausenden von Menschen. Die Situation eskalierte, Ordnungskräfte griffen hart durch und Videos mit gewalttätigem Inhalt verbreiteten sich in den sozialen Netzwerken. Um die Menge zu beruhigen, ließen die Behörden Tajimuratov frei und zusammen mit ihm trat Murat Kamalov, Vorsitzender des Parlaments, das mächtigste politische Amt Karakalpakstans, vor die Demonstrierenden. Gemeinsam kletterten sie auf ein Auto und versuchten, die Menge über Lautsprecher zum Aufhören zu bewegen. Die Situation war jedoch nicht mehr unter Kontrolle und einige der Demonstrierenden bewegten sich zum Parlamentsgebäude, wo es scheinbar zu den heftigsten Zusammenstößen kam.

<strong>Lest auch bei Novastan:&nbsp;</strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/verfassungsreform-in-usbekistan-karakalpakstan-protestiert-fuer-erhalt-der-autonomie/"><strong>Verfassungsreform in Usbekistan: Karakalpakstan protestiert für Erhalt der Autonomie</strong></a>

Die Situation beruhigte sich nicht und bereits am Tag darauf reisten Präsident Mirziyoyev und Premierminister Abdulla Oripov nach Nukus. Für die Hauptstadt Karakalpakstans wurde ein einmonatiger Ausnahmezustand verhängt und die Provinz rasch isoliert: Sämtliche Zug- und Flugverbindungen wurden aus „technischen Gründen“ gestrichen, die Grenze zu Kasachstan geschlossen. Das Internet wurde abgeschaltet, so dass niemand außerhalb Karakalpakstans verstehen konnte, was vor sich ging. Gemäß Angaben von Flight Radar flogen mehrere Kampfjets aus dem Zentrum des Landes nach Nukus. Durch all diese Maßnahmen flachten die Proteste etwas ab.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Mirziyoyevs Andijon?</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Die Proteste in Karakalpakstan sind ein beispielloses Ereignis in der modernen Geschichte Usbekistans, das in seinem Ausmaß nur mit den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Unruhen_in_Usbekistan_2005">Unruhen in Andijon 2005</a> vergleichbar ist. Mirziyoyev ist zum ersten Mal als Präsident mit massiver politischer Unzufriedenheit konfrontiert, scheint aber bisher gut damit zurechtzukommen.

Obwohl die Behörden schnell Zugeständnisse machten und von der Idee abließen, Karakalpakstan die Autonomie zu entziehen, fiel die Reaktion hart aus. Bislang wurden 18 Menschen getötet (davon vier Sicherheitskräfte) und Hunderte verwundet, mehr als 500 Demonstrierende wurden festgenommen, darunter der Aktivist Tajimuratov, der sich nun mit einem Strafverfahren wegen versuchter Verletzung der verfassungsmäßigen Ordnung konfrontiert sieht.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph">

Einige Beobachtende ziehen Parallelen zu Andijon und vermuten, dass Mirziyoyev in die Fußstapfen seines Vorgängers Karimov treten wird. Eine solche Lösung der Krise stünde jedoch in Widerspruch zu seiner bisherigen Politik, nämlich die exzessive Polizeiarbeit der Karimov-Ära abzuschaffen. Das Ziel von Mirziyoyevs „neuem Usbekistan“ ist nicht Demokratie, sondern eine fortschrittliche, weltoffene Autokratie ohne übermäßige Repression. Dies wird in Beamtenkreisen beinahe <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2021/09/27/democracy/">ausdrücklich</a> geäußert.

Doch selbst für einen Übergang von der klassischen personalisierte Diktatur zu einer modernen Autokratie müsste sich der politische Apparat in Usbekistan drastisch verändern. Ähnlich wie in modernen Autokratien, allen voran China oder das in Zentralasien hochgeschätzte Singapur, müssten Instrumente zur Sammlung von Daten über die BürgerInnen und zur Filterung von Informationen eingeführt werden. Solche Instrumente, über die Usbekistan nicht verfügt, können zu einem gewissen Grad demokratische Feedback-Kanäle ersetzen.

Ein solcher Erfindungsreichtum moderner Autokratien ist keine Modeerscheinung, sondern ihre einzige Überlebenschance. Denn die Welt ist transparenter ist als je zuvor, dank neuer Technologien können sich Menschen schnell zu Protesten versammeln, es ist besonders viel über die politische Führung bekannt und Menschen in benachteiligten Regionen wissen sehr wohl, wie sehr sich ihr Leben von dem ihrer Nachbarn unterscheidet.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Quo vadis, Usbekistan?</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Die usbekische Führung kann aber auch den Weg der „Modernisierung“ des Regimes fortsetzen oder den aus der Karimov-Ära bekannten Weg der Isolation und Repression einschlagen. Ein solches Verhalten würde jedoch ausländische Investitionen abschrecken und das Gleichgewicht stören, welches Taschkent in seiner Außenpolitik bisher geschickt aufrechterhalten hat.

Die Gefahr eines weltoffeneren Weges hingegen besteht darin, dass die usbekische Gesellschaft, der Repressionen überdrüssig, sehr viel anspruchsvoller gegenüber der Regierung Mirziyoyev geworden ist. Übermäßiger Druck kann daher auch nach hinten losgehen. Unabhängig davon, welchen Weg die Führung wählt, erschwerten die Ereignisse in Karakalpakstan die verbleibenden Jahre bis zum Ende von Mirziyoyevs Amtszeit wie auch die Frage der Machtübergabe bzw. des Machterhalts im Jahr 2026.
</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><a href="https://hook.report/2022/07/prezident-konstitutsiya-kk/"><strong>Hook.Report</strong></a>*</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russischen übersetzt (in gekürzter Fassung) von Michèle Häfliger</strong></p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><em>*Der Verfasser des russischen Originaltextes möchte anonym bleiben, da er um seine persönliche Sicherheit fürchtet. Als internationaler Experte für Zentralasien veröffentlicht er zur Außen- und Innenpolitik der zentralasiatischen Staaten sowie deren Herausforderungen mit Demokratisierung.</em>
<p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Proteste in Karakalpakstan: Ein Zeuge berichtet</title>
		<link>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/proteste-in-karakalpakstan-ein-zeuge-berichtet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[masamedia]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jul 2022 18:28:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Karakalpakistan]]></category>
		<category><![CDATA[Karakalpakstan]]></category>
		<category><![CDATA[Nukus]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit der blutigen Niederschlagung von Protesten in der im Westen Usbekistans gelegenen autonomen Republik Karakalpakstan Anfang Juli, ist die Region vom Internet angeschnitten. Informationen dringen kaum nach au&#xDF;en, es herrscht Ausnahmezustand. Dennoch ist es dem kasachstanischen Nachrichtenportal Masa.media gelungen, mit einem Zeugen der Ereignisse zu sprechen. Wir &#xFC;bersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Seit der blutigen Niederschlagung von Protesten in der im Westen Usbekistans gelegenen autonomen Republik Karakalpakstan Anfang Juli, ist die Region vom Internet angeschnitten. Informationen dringen kaum nach außen, es herrscht Ausnahmezustand. Dennoch ist es dem kasachstanischen Nachrichtenportal </strong><a href="https://masa.media/ru/site/ya-lichno-videl-kak-iz-lyudey-vytaskivali-boevye-puli-zhitel-karakalpakstana-o-protestakh-zaderzhaniyakh-i-tsenzure"><strong>Masa.media</strong></a><strong> gelungen, mit einem Zeugen der Ereignisse zu sprechen. Wir übersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 1. Juli gingen in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nukus">Nukus</a>, der Hauptstadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karakalpakistan">Karakalpakstans</a>, sowie in anderen Städten Menschen auf die Straße. Dies geschah nach der Festnahme des Anwalts und unabhängigen Journalisten Dauletmurat Tajimuratov. Zuvor hatte Tajimuratov angekündigt, dass am 5. Juli in Nukus eine friedliche Kundgebung gegen die Verfassungsänderungen stattfinden werde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">An diesem Tag sollte die offene Diskussion über den Gesetzentwurf zur Verfassungsänderung zu Ende gehen. Die Bürger:innen waren mit den vorgeschlagenen Änderungen zu Kapitel 17 unzufrieden, durch die Karakalpakstan den Status der Souveränität sowie das Recht auf Abspaltung von Usbekistan verlieren sollte. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/verfassungsreform-in-usbekistan-karakalpakstan-protestiert-fuer-erhalt-der-autonomie/"><strong>Verfassungsreform in Usbekistan: Karakalpakstan protestiert für Erhalt der Autonomie </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 4. Juli gab die Generalstaatsanwaltschaft von Usbekistan bekannt, dass es [während der Proteste, Anm. d. Red.] <a href="https://www.svoboda.org/a/vlasti-uzbekistana-zayavili-o-18-ubityh-v-hode-protestov-v-karakalpakstane/31928068.html">18 Tote</a> gegeben habe. Es gibt aber auch andere Zahlen: So veröffentlichte die Präsidentin der internationalen Menschenrechtsstiftung „Open Dialogue“ Lyudmyla Kozlovska eine Liste mit <a href="https://www.instagram.com/p/Cfpmdw6Il4i/?igshid=MDJmNzVkMjY%3D">13 getöteten</a> und <a href="https://www.instagram.com/p/CgHuSu5sZf3/?igshid=YmMyMTA2M2Y%3D">85 vermissten Demonstrierenden</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis jetzt [der Originalartikel erschien am 20. Juli, Anm. d. Red.] ist das Internet in Karakalpakstan abgeschaltet. Die Einwohner:innen sind nur noch telefonisch erreichbar. Die meisten Leute weigern sich, Details über die Ereignisse mitzuteilen, da die Gefahr besteht, abgehört zu werden. Es ist uns [der Redaktion von <a href="https://masa.media/ru" target="_blank" rel="noopener">masa.media</a>, Anm. d. Red.] gelungen, mit einem der Teilnehmer an den Protesten darüber zu sprechen, was passiert ist und wie die Situation im Land heute ist. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>„Ich habe gesehen, wie Kugeln aus Menschen gezogen wurden“</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> N. ging am 1. Juli zur Kundgebung, kehrte aber auf Drängen seiner Angehörigen bald nach Hause zurück: <em>„Die Jungs und ich gingen in die Stadt, um zu sehen, was los war. Alle versammelten sich auf dem Markt. Wir hatten nicht vor, an der Kundgebung teilzunehmen, entschieden uns aber zu bleiben, um das Ausmaß der Unzufriedenheit zu zeigen. Alles geschah spontan. Am Abend kehrte ich nach Hause zurück. In der Nacht auf den 2. Juli sagte man, dass bereits Menschen getötet wurden. Dann wurde das Internet abgeschaltet.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/proteste-in-karakalpakstan-taschkent-schafft-ordnung-durch-gewalt/"><strong>Proteste in Karakalpakstan: Taschkent schafft Ordnung durch Gewalt </strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Unter den Inhaftierten befand sich der jüngere Bruder eines Freundes. Er wurde aber freigelassen, weil er minderjährig ist. Der Klassenkamerad meines Bruders und zwei seiner Freunde wurden 15 Tage lang eingesperrt. In ihrer Gegend sind die Polizeireviere überfüllt, also wurden sie an einen anderen Ort gebracht. Nach Angaben der inhaftierten Freunde wurde ein Bürger von der Polizei brutal verprügelt. Sein Bein war gebrochen und er war mit blauen Flecken übersät. Ein Freund sagte, dass dort Tausende von Häftlingen seien.“</em></p>


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<p class="wp-block-paragraph">

N. studiert Medizin. Als er hörte, dass es im Krankenhaus nicht genug Ärzte gab, ging er am 3. Juli als Freiwilliger zu den Verwundeten: <em>„Ich habe persönlich gesehen, wie Kugeln aus Menschen gezogen wurden. Einem wurde eine Kugel aus dem Kopf gezogen. Zum Glück ging sie nicht durch den Schädel und er überlebte.</em><em>Ein Bürger behauptete, er sei gerade mit seiner Frau spazieren gegangen, als ihn eine Kugel traf. Er selbst ist behindert – ein Arm fehlt. Ein Arzt aus dem Krankenhaus wollte Verwundete abholen, er wurde aber nicht zu ihnen gelassen. Man hielt ihm eine Waffe an den Kopf und verlangte, dass er geht.“</em></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>„Keiner von uns hatte Waffen“</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Die usbekische Botschaft in Kasachstan <a href="https://orda.kz/jeto-tipichnaja-cvetnaja-revoljucija-oficialnaja-pozicija-tashkenta-na-protesty-v-karakalpakstane/">verbreitete die Information</a>, dass die Proteste in Karakalpakstan durch die Unterstützung externer Kräfte angeregt wurden. Demnach hätten <em>„die Randalierer, die sich durch die Straßen bewegten, erhebliche Schäden an der Infrastruktur der Stadt angerichtet, die Fenster von Gebäuden eingeschlagen und Feuer gelegt. Darüber hinaus unternahmen mehrere Gruppen mehrere Versuche, die Gebäude der Polizei von Nukus sowie der Nationalgarde zu stürmen, um Waffen zu beschlagnahmen.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/unser-karakalpakstan/"><strong>Unser Karakalpakstan </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">N. widerspricht dem und bestreitet Plünderungen: <em>„Es gibt Fernsehsender in Nukus, aber im Fernsehen wird nicht viel gesagt. In Taschkent heißt es in den Nachrichten, dass wir nationalistische Dorfjungen sind, dass wir gegen die Usbeken sind und dass wir usbekische Soldaten töten. Keiner von uns hatte Waffen. Es gab keine Plünderer unter uns. Es wurden lediglich Steine ​​auf die Spezialkräfte der Polizei geworfen.“</em></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>„Alle haben Angst“</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Das Internet ist auf dem Gebiet von Karakalpakstan abgeschaltet. Vom 3. Juli bis 2. August wurde der Ausnahmezustand ausgerufen, offiziell <em>„um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten, ihre Rechte und Freiheiten zu schützen und Recht und Ordnung wiederherzustellen“</em>. Während des Ausnahmezustands gilt eine Ausgangssperre von 21 bis 7 Uhr. Das usbekische Außenministerium <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2022/07/06/response/">erläuterte</a>, das Internet sei abgeschaltet worden, um die Verbreitung von „<em>Fake News</em>“ und die „<em>Beteiligung von Bürgern an verfassungsfeindlichen Aktivitäten</em>“ zu verhindern.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph"> Karakalpak:innen, die in Kasachstan arbeiten, kontaktieren ihre Verwandten telefonisch. Einer von ihnen sagt, dass sein inhaftierter Bruder freigelassen wurde, aber er weigert sich, den Protest telefonisch mit ihm zu besprechen: <em>„Alle bitten darum, nicht danach zu fragen, weil ihre Telefone abgehört werden oder sie Angst davor haben. Ich habe gehört, dass während der Proteste Drohnen gestartet wurden. Sie werden verwendet, um Teilnehmer zu identifizieren und festzunehmen.“</em> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut N. ist es jetzt relativ ruhig in Nukus, aber Patrouillen gehen durch die Straßen und überprüfen die Menschen und ihre Handys auf Fotos und Videos von den Kundgebungen. Wenn sie etwas finden, halten sie sie fest: <em>„Ich musste alles löschen. Es gibt viele Teilnehmer unter meinen Bekannten, aber es ist unwahrscheinlich, dass sich einer von ihnen äußern wird. Alle haben Angst.“</em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Masa.media</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://masa.media/ru/site/ya-lichno-videl-kak-iz-lyudey-vytaskivali-boevye-puli-zhitel-karakalpakstana-o-protestakh-zaderzhaniyakh-i-tsenzure"><strong>Russischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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		<title>Proteste in Karakalpakstan: Taschkent schafft Ordnung durch Gewalt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[cduverdier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Jul 2022 17:47:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Karakalpakistan]]></category>
		<category><![CDATA[Karakalpakstan]]></category>
		<category><![CDATA[Nukus]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[Shavkat Mirziyoyev]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach Protesten gegen die vorgeschlagene Verfassungs&#xE4;nderung, die eine Bedrohung f&#xFC;r die Autonomie der Republik Karakalpakstan bedeutet h&#xE4;tte, hat Usbekistans Pr&#xE4;sident den Sicherheitskr&#xE4;ften volle Handlungsfreiheit gegeben, um die Ordnung wiederherzustellen und die Protestbewegung aufzuhalten. Am 2. Juli hat Usbekistans Pr&#xE4;sident Shavkat Mirziyoyev den Ausnahmezustand f&#xFC;r Karakalpakstan ausgerufen. Dies berichtet Radio Azattyq, der kasachstanische Dienst des amerikanischen [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nach Protesten gegen die vorgeschlagene Verfassungsänderung, die eine Bedrohung für die Autonomie der Republik Karakalpakstan bedeutet hätte, hat Usbekistans Präsident den Sicherheitskräften volle Handlungsfreiheit gegeben, um die Ordnung wiederherzustellen und die Protestbewegung aufzuhalten. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 2. Juli hat Usbekistans Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shavkat_Mirziyoyev">Shavkat Mirziyoyev</a> den Ausnahmezustand für <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karakalpakistan">Karakalpakstan</a> ausgerufen. Dies berichtet <a href="https://rus.azattyq.org/a/31926635.html">Radio Azattyq</a>, der kasachstanische Dienst des amerikanischen Medienunternehmens Radio Free Europe. Ende Juni war in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nukus">Nukus</a>, der Hauptstadt Karakalpakstans, eine Welle der <a href="https://rus.ozodlik.org/a/31925185.html">Proteste</a> gegen eine von der usbekischen Regierung eingebrachte Verfassungsreform ausgebrochen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reform zielte darauf ab, aus der Verfassung zu streichen, dass die der autonomen Republik ein Referendum über ihre Unabhängigkeit abhalten kann. Die Bevölkerung in Nukus stellte sich gegen eine solche Entwicklung und ging in großer Zahl auf der Straße. Die Sicherheitskräfte reagierten mit Gewalt: Wie das usbekische Nachrichtenportal <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2022/07/04/nukus-victims/">Gazeta.uz</a> berichtete, kamen nach offiziellen Angaben 18 Personen ums Leben, 240 wurden verletzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/verfassungsreform-in-usbekistan-karakalpakstan-protestiert-fuer-erhalt-der-autonomie/">Verfassungsreform in Usbekistan: Karakalpakstan protestiert für Erhalt der Autonomie</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Alisher Ilhamov, Politikwissenschaftler und Direktor der <a href="https://cenasiaduediligence.uk/">Central Asia Due Diligence</a>, kommentierte das Geschehene gegenüber <a href="https://rus.ozodlik.org/a/mirziyoev-dal-komandu-navesti-poryadok-za-1-2-dnya-dal-kart-blansh-primenyat-silu-politolog-o-deystviyah-tashkenta-v-karakalpakstane/31929580.html">Radio Ozodlik</a>, folgendermaßen: <em>„Shavkat Mirziyoyev hat beschlossen schnell und brutal zu handeln und den Sicherheitskräften freie Hand für die Anwendung von Gewalt gegeben.&#8220;</em></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Blockiertes Internet</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Obwohl das usbekische Parlament am 4. Juli die Entscheidung traf, den Vorschlag <a href="https://orda.kz/parlament-uzbekistana-progolosoval-za-sohranenie-suvereniteta-karakalpakstana/">zurückzuziehen</a> und die Souveränität Karakalpakstans aufrechtzuerhalten, gingen die Proteste zunächst weiter. Laut Alisher Ilhamov sei eine Dynamik des Protests entstanden und es brauche Zeit, um zur Normalität zurückzukehren.

</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"> Der Ausnahmezustand wurde für den Zeitraum vom 3. Juli bis zum 2. August verhängt. Jedoch wurden nach Angaben von <a href="https://rus.ozodlik.org/a/31929640.html">Radio Ozodlik</a> am 5. Juli schon 110 Festnahmen von Personen gemeldet, welche die Bestimmungen des Ausnahmezustands oder der Ausgangssperre nicht eingehalten hatten. Darüber hinaus berichtet Radio Ozodlik, dass am 6. Juli ein Teil der Verhafteten in benachbarte Regionen Usbekistans <a href="https://rus.ozodlik.org/a/31930447.html">transportiert</a> wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2022/07/05/internet/">Gazeta.uz</a> berichtet, ist auch der Zugang zum Internet ist nur eingeschränkt oder gar nicht vorhanden. So dauert es beispielsweise normalerweise einige Sekunden, eine Nachricht über Telegram zu versenden: Während der Proteste waren zwischen 10 und 30 Minuten. Die meisten Geschäfte haben immer noch geschlossen und die Geldautomaten funktionieren nur mit Internet. Einwohner:innen, die aufgrund des fehlenden Internets stark eingeschränkt sind, müssen durch illegales Taxifahren Geld verdienen. Sie nehmen dabei hohe Bußgelder in Kauf. Ohne auf die politischen Ereignisse einzugehen, <a href="https://t.me/karakalpak24/17242">erklärten</a> einige Netzbetreiber den Ausfall des Internets mit „hohen Temperaturen“. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Internationale Organisationen fordern unabhängige Untersuchung</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Am 5. Juli veröffentlichte die Menschenrechtsorganisation <a href="https://www-amnesty-org-uk.translate.goog/press-releases/uzbekistan-security-force-violence-against-protesters-must-be-fully-investigated?_x_tr_sl=en&amp;_x_tr_tl=fr&amp;_x_tr_hl=fr&amp;_x_tr_pto=op,sc">Amnesty International</a> ein Statement, in dem sie die usbekischen Behörden zur Rechenschaft aufforderte: <em>&#8222;Die Behörden müssen dringend offenlegen, was genau in Nukus geschehen ist. Sie müssen eine unparteiische, unabhängige und gründliche Untersuchung der Gewaltanwendung gegen die Demonstrienden in Auftrag geben und dafür sorgen, dass die Verantwortlichen in angemessenen Verfahren zur Verantwortung gezogen werden.&#8220;</em> Auch die <a href="https://www.eeas.europa.eu/eeas/uzbekistan-statement-spokesperson-latest-developments_en">Europäische Union</a> forderte am 4. Juli eine unabhängige Untersuchung der während und nach den Demonstrationen angewendeten Gewalt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/unabhaengigkeit-wie-lebt-das-autonome-karakalpakistan/">(Un)abhängigkeit: Wie lebt das autonome Karakalpakistan? </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die von <a href="https://rus.ozodlik.org/a/povedenie-silovikov-podtalkivaet-naselenie-k-resheniyu-o-vyhode-iz-uzbekistana-pravozaschitnitsa-o-podavlenii-protestov-v-karakalpakstane/31929624.html">Radio Ozodolik</a> interviewte Menschenrechtsaktivistin Nadejda Atayeva ist der Ansicht, dass <em>„aufgrund der Position Usbekistans im UN-Menschenrechtsrat und des Wunsches von Shavkat Mirziyoyev, ein positives Bild bei der internationalen Gemeinschaft zu erzeugen,  er dazu verpflichtet [ist], unabhängigen internationalen Expert:innen die Untersuchung der Ereignisse in Karakalpakistan zu ermöglichen und zu überlassen.&#8220;</em></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Blutige Proteste, die hätten verhindert werden können</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Atayeva weist darauf hin, dass die Tragödie nicht unvermeidbar gewesen ist. Sie erklärt, dass <em>„diese tragischen Ereignisse zu verhindern gewesen wären, wenn die Regierung Usbekistans ein nationales soziales Unterstützungsprogramm erarbeitet hätte. Darüber hinaus müsste die Politik der usbekischen Regierung gegen die Diskriminierung der Bewohner:innen Karakalpakstans vorgehen.&#8220;</em> Tatsächlich ist Karakalpakistan eine der ärmsten Regionen des Landes und seine Bewohner:innen gehören einer ethnischen Minderheit an, die in vielen Kontexten weniger privilegiert ist.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph">

Es besteht die Vermutung, dass die Ereignisse durch Probleme im usbekischen Staatssystem verursacht wurden, wie unter anderem auch <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2022/07/05/questions/">Gazeta.uz</a> erklärt. Die politische Klasse Usbekistans habe Probleme bei der Kommunikation mit der Bevölkerung und unternehme nicht genug, um sie zu erreichen.
</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>&nbsp;</strong><strong>Claire du Verdier</strong>
<strong>Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/ouzbekistan/apres-des-manifestations-au-karakalpakistan-tachkent-fait-revenir-lordre-par-la-force/">Französischen</a> von Flavia Gerner</strong></p>


<p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>&nbsp;</strong></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/proteste-in-karakalpakstan-taschkent-schafft-ordnung-durch-gewalt/">Proteste in Karakalpakstan: Taschkent schafft Ordnung durch Gewalt</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Verfassungsreform in Usbekistan: Karakalpakstan protestiert für Erhalt der Autonomie</title>
		<link>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/verfassungsreform-in-usbekistan-karakalpakstan-protestiert-fuer-erhalt-der-autonomie/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/verfassungsreform-in-usbekistan-karakalpakstan-protestiert-fuer-erhalt-der-autonomie/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robin Roth]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jul 2022 16:05:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Autonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Karakalpakistan]]></category>
		<category><![CDATA[Karakalpakstan]]></category>
		<category><![CDATA[Nukus]]></category>
		<category><![CDATA[Shavkat Mirziyoyev]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungsreform]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Usbekistans Regierung hat den Entwurf einer neuen Verfassung zur Diskussion gestellt. Dass die im Westen des Landes gelegene autonome Republik Karakalpakstan ihre Souver&#xE4;nit&#xE4;t verlieren soll, l&#xF6;ste in deren Hauptstadt Nukus Proteste aus. Usbekistans Pr&#xE4;sident Mirziyoyev w&#xE4;scht seine H&#xE4;nde in Unschuld und versucht zu beschwichtigen. In der im Nordwesten Usbekistans gelegenen autonomen Republik Karakalpakstan ist es [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Usbekistans Regierung hat den Entwurf einer neuen Verfassung zur Diskussion gestellt. Dass die im Westen des Landes gelegene autonome Republik Karakalpakstan ihre Souveränität verlieren soll, löste in deren Hauptstadt Nukus Proteste aus. Usbekistans Präsident Mirziyoyev wäscht seine Hände in Unschuld und versucht zu beschwichtigen.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der im Nordwesten Usbekistans gelegenen autonomen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karakalpakistan">Republik Karakalpakstan</a> ist es zu Protesten gegen die von der Taschkenter Zentralregierung vorgeschlagene Verfassungsreform gekommen. Diese sieht unter anderem vor, dass die Region ihren Autonomiestatus verlieren solle. In Karakalpakstans Hauptstadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nukus">Nukus</a> versammelten sich am 1. Juli mehrere Tausend Menschen zu einer Demonstration für den Erhalt des Status quo. In sozialen Netzwerken veröffentlichte <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Qy9Sqld9LZQ&amp;t=269s">Videos</a> zeigen friedliche Proteste sowie das Zusammenziehen eines massiven Polizeiaufgebots. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Wie ein Korrespondent des US-amerikanischen Mediums <a href="https://eurasianet.org/uzbekistan-unrest-stricken-region-plunged-into-information-blackout">Eurasianet</a> aus Karakalpakstans Hauptstadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nukus">Nukus</a> berichtet, seien wegen der Demonstrationen ganze Stadtteile von der Polizei abgeriegelt worden. Geschäfte, Restaurants und Einkaufszentren hätten offensichtlich vorsichtshalber geschlossen.

Die Übermittlung von Informationen aus Karakalpakstan ist erheblich erschwert, da die mobilen Internetverbindungen in der Region am 27. Juni gekappt wurden. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt begannen Berichte über die mögliche Aufhebung der Autonomie zu kursieren. Auch das Festnetz-Internet ist mittlerweile unterbrochen.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Friedliche Proteste</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Laut Eurasianet begann sich die Entwicklung in Nukus am 1. Juli gegen 15 Uhr aufzuheizen, als sich eine große Gruppe von Demonstrierenden versammelte und die Freilassung des prominenten Anwalts und Bürgerjournalisten Dauletmurat Tajimuratov forderte. Zuvor war von dessen Festnahme berichtet worden. Gegen 19 Uhr trafen Tajimuratov und Murat Kamalov, Präsident des karakalpakischen Parlaments, vor Ort ein. Kamalov teilte laut Angaben von <a href="https://fergana.news/news/126810/">Fergana News</a> mit, dass die Behörden eine von Tajimuratov angekündigte friedliche Kundgebung am 5. Juli genehmigt hätten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Augenzeug:innen berichteten gegenüber <a href="https://eurasianet.org/uzbekistan-unrest-stricken-region-plunged-into-information-blackout">Eurasianet</a>, dass die Menge keine Anzeichen von Aggression gezeigt habe und dass es zu diesem Zeitpunkt keine Anzeichen für bevorstehende Probleme gab. Die Situation sei erst eskaliert, als die Polizei aus noch ungeklärten Gründen Rauchbomben in die Menge warf. Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzungen setzte dann eine mobile Spezialeinheit des Innenministeriums Blendgranaten, Gummigeschosse und einen Wasserwerfer ein. Laut Eurasianet gab es vereinzelte Berichte über Demonstrierende mit schweren und tödlichen Verletzungen, die sich aber zunächst nicht bestätigen ließen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 3. Juli sprach der usbekische Präsident Shavkat Mirziyoyev <a href="https://www.reuters.com/world/asia-pacific/uzbekistans-president-says-there-are-casualties-protests-russian-agencies-2022-07-03/?taid=62c1965f6dc5730001a53b38&amp;utm_campaign=trueAnthem:+Trending+Content&amp;utm_medium=trueAnthem&amp;utm_source=twitter">laut Reuters</a> in einer Presseerklärung an, es gebe Todesopfer unter Zivilist:innen und Ordnungskräften, ohne jedoch eine genaue Zahl zu nennen. Ein von der Presseagentur zitierter Menschenrechtsaktivist im Exil spricht auf der Grundlage von Gesprächen mit Augenzeugen von mindestens fünf bestätigten und womöglich Dutzenden unbestätigten Todesfällen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><iframe loading="lazy" title="Нукус. No comment. 01.07.2022" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/Qy9Sqld9LZQ?start=269&#038;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die usbekischen Behörden zeichnen indes ein anderes Bild. Die usbekische Onlinezeitung <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2022/07/01/nukus/">Gazeta.uz</a> zitiert eine Erklärung des Innenministeriums, laut der <em>„einige Bürger Karakalpakstans aufgrund einer Fehlinterpretation der in der Republik durchgeführten Verfassungsreformen […] eine illegale Demonstration organisierten“</em>. Die Ordnung sei mittlerweile wieder hergestellt. Dies bestätigten auch Quellen aus Nukus gegenüber Gazeta.uz, laut denen die Demonstrationen sich am Abend aufgelöst hätten. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Verfassungsreform als Auslöser</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Auslöser der Proteste in Karakalpakstan war der Entwurf einer ausführlichen <a href="https://meningkonstitutsiyam.uz/законопроект.pdf">Verfassungsreform</a>, die Usbekistans Regierung Ende Juni vorgestellt hatte. Dieser soll theoretisch bis zum 4. Juli <a href="https://meningkonstitutsiyam.uz/">öffentlich diskutiert</a> und zu einem späteren Zeitpunkt per Referendum beschlossen werden. Obwohl die Änderungen nach Einschätzung von Eurasianet <em>„als Versuch verkauft werden, den Staat mitfühlender und demokratischer zu machen“</em>, ging dieser Schuss jedoch im Falle von Karakalpakstan nach hinten los. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/was-ist-karakalpakistan-ein-seltener-einblick/">Was ist Karakalpakistan? Ein seltener Einblick</a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hintergrund ist eine geplante Änderung des Rechtstatus der Republik: Während die derzeitige Verfassung Usbekistans Karakalpakstan als <em>„souverän“</em> anerkennt und die Möglichkeit eines Austritts aus dem usbekischen Staat einräumt, wird dies im neuen Entwurf nicht mehr erwähnt. Vielmehr enthält er den Satz, dass <em>„die Verfassung der Republik Karakalpakstan der Verfassung der Republik Usbekistan nicht widersprechen kann“</em>, was als ein Ende der seit 1924 währenden karakalpakischen Autonomie gedeutet werden kann und so den Unmut der Karakalpak:innen hervorrief. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Der Präsident rudert zurück</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Als Reaktion auf die Ereignisse in Nukus reiste  Usbekistans Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shavkat_Mirziyoyev">Shavkat Mirziyoyev</a> am Abend des 2. Juli in die karakalpakische Hauptstadt, um die Wogen zu glätten. Dabei erklärte das Staatsoberhaupt, dass er sich für einen Beibehalt des Autonomiestatus einsetze. <em>„Unter Berücksichtigung der einzigartigen ethnokulturellen Merkmale, nationalen Traditionen und Werte sowie des besonderen Rechtsstatus der Republik Karakalpakstan halte ich es für notwendig, den Normenentwurf zum Rechtsstatus der Republik Karakalpakstan unverändert zu lassen“</em>, <a href="https://fergana.news/news/126812/">sagte</a> Mirziyoyev laut Angaben seines Pressedienstes. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem Treffen mit Vertreter:innen des karakapakischen Parlaments ging der Präsident noch weiter und wies die Schuld an den Auseinandersetzungen des Vortags den Abgeordneten zu, da diese die vorgeschlagenen Änderungen selbst eingebracht hätten. <em>„Ich bin immer offen. Warum haben Sie nicht angerufen und gesagt, dass die Leute unglücklich sind und so weiter? Ich bin auch ein Mensch. Ich möchte auch eine Zukunft für Karakalpakstan, Frieden in Karakalpakstan. Wir haben so viel Arbeit geleistet, warum muss man das beschädigen?</em>&#8222;, <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2022/07/03/call/">fragte</a> der Präsident die Abgeordneten. </p>


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<p class="wp-block-paragraph"><em>„Der Zweck der Verfassungsreform besteht nur darin, das Leben der Menschen von morgen zu verbessern. Aber wenn die Menschen in Karakalpakstan unzufrieden sind, wird kein einziger Artikel jemals geändert“</em>, so Mirziyoyev weiter.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Zuckerbrot und Peitsche</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Alles in allem lässt sich konstatieren, dass die Behörden sowohl in Nukus als auch in Taschkent die Situation in Karakalpakstan völlig falsch eingeschätzt haben. Einen deutlichen Indikator dafür liefert der Präsident selbst, der sich noch einen Tag vor Ausbruch der Proteste aus Anlass des „Tages der Jugend“ am 30. Juni an die Jugend Karakalpakstans richtete und <a href="https://uznews.uz/posts/56834">erklärte</a>: <em>„Wir zwei Völker sind eins geworden, wir sind Blutsverwandte.“</em> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mirziyoyevs beschworene Abkehr von den Verfassungsänderungen in Bezug auf Karakalpakstan scheinen daher eine Art Zuckerbrot zu sein, das aber trotz allem von einer bedrohlich schwingenden Peitsche begleitet wird. So veröffentlichte das Parlament Karakalpakstans am Morgen des 2. Juli eine Erklärung, in der die Protestierenden als Verbrecher:innen verunglimpft werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/unabhaengigkeit-wie-lebt-das-autonome-karakalpakistan/">(Un)abhängigkeit: Wie lebt das autonome Karakalpakistan? </a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Trotz der von der Republik Usbekistan verfolgten Politik der Offenheit und freien Willensäußerung organisierte eine kriminelle Personengruppe am 1. Juli 2022 in der Stadt Nukus illegale Aktionen, die sich in dem Versuch äußerten, die staatlichen Verwaltungsorgane der Republik Karakalpakstan zu besetzen. […] Provokateure, die sich auf die versammelten Bürger stützten, versuchten, sich dieser staatlichen Institutionen zu bemächtigen und so die Gesellschaft zu spalten und die gesellschaftspolitische Situation in Usbekistan zu destabilisieren“</em>, heißt es in der <a href="https://fergana.news/news/126811/">Erklärung</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In die gleiche Kerbe schlug auch Odiljon Tojiev, stellvertretender Präsident des usbekischen Unterhauses. Wie <a href="https://rus.ozodlik.org/a/31925900.html">Radio Ozodlik</a>, der usbekische Dienst von Radio Free Europe, berichtete, betonte Tojiev, dass die Verfassungsänderung nicht im kleinen Kreis, sondern mit der gesamten Gesellschaft diskutiert werde und der Staat die Meinung seiner Bürger:innen achte. Zugleich stellte er heraus, dass die Ressourcen der Provokateure nicht jene Diskussionsplattformen seien, welche die Meinung des Volkes zum Ausdruck bringen<em>. „Wir verstehen immer deutlicher, dass diese Situation ernster genommen werden muss“</em>, so der stellvertretende Parlamentspräsident. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie ernst die Situation genommen wird, zeigt die Tatsache, dass Präsident Mirziyoyev per Dekret einen ab dem 3. Juli geltenden, einmonatigen <a href="https://fergana.news/news/126814/">Ausnahmezustand</a> für Karakalpakstan ausrief. Dieser umfasst unter anderem eine Sperrstunde von 21 bis 7 Uhr sowie eingeschränkte Ein- und Ausreisemöglichkeiten in die Region. Trotz der Zusagen des Präsidenten scheint der Konflikt um die karakalpalkische Autonomie noch lange nicht ausgestanden. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Robin Roth, Chefredakteur von Novastan</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gyaur Kala</title>
		<link>https://novastan.org/de/bild-des-tages/gyaur-kala/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Jun 2021 03:10:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Festung]]></category>
		<category><![CDATA[Nukus]]></category>
		<category><![CDATA[Ruinen]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Ruinen der Festung Gyaur Kala befinden sich am Stadtrand von Nukus, im Westen Usbekistans. Die Festung wurde wahrscheinlich im 4. Jahrhundert v. Chr. an einer Kreuzung wichtiger Handelswege erbaut. Foto : Simon Kretschmer (Deutschland) Hier&#xA0;geht&#x2019;s zu mehr Bildern des Tages.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Ruinen der Festung Gyaur Kala befinden sich am Stadtrand von <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nukus" rel="noreferrer noopener">Nukus</a>, im Westen Usbekistans. Die Festung wurde wahrscheinlich im 4. Jahrhundert v. Chr. an einer Kreuzung wichtiger Handelswege erbaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Foto : Simon Kretschmer (Deutschland)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a target="_blank" href="https://novastan.org/de/tag/bild-des-tages/" rel="noreferrer noopener">Hier</a>&nbsp;geht’s zu mehr Bildern des Tages.</p>
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