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	<title>Nahrungsmittel Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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	<title>Nahrungsmittel Archives</title>
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		<title>Kleine schneebedeckte Berge</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Dec 2025 04:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf der Alm Khodzha-Obigarm in Tadschikistan reflektieren kleine, unber&#xFC;hrte Erhebungen das klare Sonnenlicht. Auf einem ausgebreiteten Tuch warten sie auf den n&#xE4;chsten Kunden. Diese kommen, um sich mit Kurut einzudecken, einer sonnengetrockneten K&#xE4;sespezialit&#xE4;t, die lange haltbar ist. Dieser schmackhafte Snack wird in ganz Zentralasien verzehrt und hat sogar einem der tadschikischen Nationalgerichte seinen Namen gegeben: [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Auf der Alm Khodzha-Obigarm in Tadschikistan reflektieren kleine, unberührte Erhebungen das klare Sonnenlicht. Auf einem ausgebreiteten Tuch warten sie auf den nächsten Kunden. Diese kommen, um sich mit <strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kurut-die-weissen-steine-die-gegen-hunger-helfen/?noredirect=de-DE">Kurut </a></strong>einzudecken, einer sonnengetrockneten Käsespezialität, die lange haltbar ist. Dieser schmackhafte Snack wird in ganz Zentralasien verzehrt und hat sogar einem der tadschikischen Nationalgerichte seinen Namen gegeben: Kurutob.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Foto : <a href="https://nomadsland.travel/fr/before-you-go/blog/mon-beau-jailoo">Pierre-Armand Dussex</a></strong> (<strong><a href="https://www.nomadsland.travel/fr/before-you-go/tajikistan/historical-site/fortress-hissor">nomadsland.travel</a></strong>, Schweiz)</p>


<p><a style="color: #f57d20; text-decoration: underline;" href="https://www.novastan.org/de/cat/bild-des-tages/">Hier</a> geht’s zu mehr Bildern des Tages. Sie können einige davon kaufen und zu Hause empfangen: <span style="color: #ff6600;"><a style="color: #ff6600;" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/du-kannst-das-bild-des-tages-von-novastan-auch-kaufen/">hier ist die Liste</a></span>! Wenn Sie Ihr Bild nicht in der Liste finden, schicken Sie uns eine E-Mail an <span style="text-decoration: underline;"><a href="mailto:photo@novastan.org">photo@novastan.org</a></span>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>„Zwiebelkrise“ nach hartem Winter in Zentralasien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Emma Collet]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Mar 2023 17:31:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwiebeln sind eine der Hauptzutaten in traditionellen zentralasiatischen Gerichten. Ihr Preis stieg in diesem Winter allerdings stark an. Es ist eines von vielen Zeichen daf&#xFC;r, dass Zentralasien eine Inflation bei Grundnahrungsmitteln droht, die Gefahr l&#xE4;uft, dar&#xFC;ber hinaus eine Nahrungsmittelkrise auszul&#xF6;sen. Der Preis f&#xFC;r ein Kilogramm Zwiebeln ist in Kasachstan innerhalb eines Jahres um satte 105% [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zwiebeln sind eine der Hauptzutaten in traditionellen zentralasiatischen Gerichten. Ihr Preis stieg in diesem Winter allerdings stark an. Es ist eines von vielen Zeichen dafür, dass Zentralasien eine Inflation bei Grundnahrungsmitteln droht, die Gefahr läuft, darüber hinaus eine Nahrungsmittelkrise auszulösen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Preis für ein Kilogramm Zwiebeln ist in Kasachstan innerhalb eines Jahres um satte 105% gestiegen, berichtet das kasachstanische Medienunternehmen <a href="https://twitter.com/Ordakazakhstan_/status/1630860376958009345">Orda</a>. In nur wenigen Monaten trieb die Inflation sämtliche Lebensmittelpreise in die Höhe, was einen allgemeinen Preisanstieg von mehr als 25% im Vergleich zum Vorjahr <a href="https://twitter.com/Ordakazakhstan_/status/1630084836768489473">beträgt</a>. Der Hauptgrund dafür waren die extrem kalten Temperaturen in diesem Winter, dem <a href="https://eurasianet.org/uzbekistan-kazakhstan-ban-food-exports-amid-wild-winter-inflation">„härtesten Winter seit 2008“</a> in Zentralasien. Die Kälte brachte demnach nicht nur die Energieinfrastruktur der Republiken, sondern auch die landwirtschaftliche Produktion an ihre Grenzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/kaeltewelle-fuehrt-zu-energiekrise-in-usbekistan/">Kältewelle führt zu Energiekrise in Usbekistan</a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Nachbarn Kasachstans wurden nicht verschont. In Usbekistan, einem der am härtesten betroffenen Länder, ruinierte der Frost große Teile der Zwiebelbestände und erschwerte die Logistik, erklärte das Landwirtschaftsministerium in einer <a href="https://www.agro.uz/ru/11-04536113/">Pressemitteilung</a>. Im Gegensatz zu den meisten Ländern, in denen der tatsächliche Zwiebelverbrauch etwa 10-15 kg pro Person und Jahr beträgt, liegt er in Usbekistan, wie auch im benachbarten Tadschikistan, <a href="https://www.asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/economic/20230210/kak-zapret-na-eksport-v-tadzhikistane-povliyaet-na-tseni-na-luk-i-drugie-ovotshi">gemäß Schätzungen</a> bei über 35 kg. Diese Länder müssen sich daher mit einer ernsthaften Nahrungsmittelkrise auseinandersetzen und Maßnahmen ergreifen, die die weltweite Nahrungsmittelkette betreffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Preise und Spekulationen explodieren auf den Basaren</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Zwiebelpreis in den Regalen in Moskau entspricht jetzt 500 Tenge (1,10 Euro), in Usbekistan 350 Tenge (76 Cent) und in Kasachstan liegt er an manchen Orten bei 170 Tenge (37 Cent)“, <a href="https://vlast.kz/novosti/53571-v-kazahstane-zapasov-luka-ostalos-malo-mintorgovli-zavezet-ego-iz-tadzikistana.html">warnte</a> der kasachische Handelsminister Serik Jumangarin. Auf den Märkten und Basaren wiesen mehrere Beobachtende auf die leeren Verkaufsstände hin. Im zentralasiatischen Raum hat die Zwiebel-Knappheit Platz für Spekulationen gemacht. In Tadschikistan beispielsweise sind die Preise auf den Basaren drei- bis viermal so hoch wie die Preise auf den Bauernhöfen, berichtet das tadschikistanische Medium Asia-Plus. In Turkmenistan stieg der Preis für Zwiebeln in einigen Regionen Ende Januar von 7 auf 25 Manat, <a href="https://rus.azathabar.com/a/severe-cold-pushed-prices-up/32233533.html">schreibt Radio Azatlyk</a>, der Dienst von Radio Free Europe in Turkmenistan. Der kasachische Minister erklärte währenddessen, sein Ministerium arbeite mit den Grenzbehörden zusammen, um Schmuggel zu verhindern. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jedem Staat seine eigene Zwiebel</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts dieser Zwiebelknappheit wurden drastische Maßnahmen ergriffen. Bereits am 20. Januar <a href="https://www.agro.uz/ru/11-04536113/">kündigte</a> das usbekische Landwirtschaftsministerium ein viermonatiges Exportverbot für Zwiebeln an, nachdem sich die Preise innerhalb von drei Wochen verdoppelt hatten, und begründete dies damit, dass schlichtweg keine Reserven vorhanden seien. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 27. Januar verbot auch Kasachstan die Ausfuhr von Zwiebeln, deren Preis in nur einer Woche um 5% gestiegen war, <a href="https://vlast.kz/novosti/53571-v-kazahstane-zapasov-luka-ostalos-malo-mintorgovli-zavezet-ego-iz-tadzikistana.html">wie Vlast.kz berichtet</a>. Am 10. Februar zog Tadschikistan nach und stoppte den Zwiebelexport, damit die Vorräte bis zur nächsten Ernte für die gesamte Bevölkerung reichen. Das Landwirtschaftsministerium gab laut Asia-Plus einen Verlust von 10-12% der Vorräte sowie der Winterkulturen bekannt. In Kirgistan schließlich gilt dasselbe vorübergehende Verbot bereits seit dem 31. Januar für drei Monate und betrifft auch Schalotten, Lauch und anderes Zwiebelgemüse, <a href="https://24.kg/obschestvo/257220_luk_podorojal_vkyirgyizstane_vremenno_zapretili_ego_eksport/">wie das kirgisische Medium 24.kg berichtet</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weltweite Resonanz</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2023-02-24/vegetable-shortage-onion-prices-soar-fueling-global-food-inflation?sref=ZbdXkV8w&amp;leadSource=uverify%20wall">Analyse des US-Mediums Bloomberg</a> zeigt, dass der Kilopreis für Zwiebeln wie auch für andere Grundnahrungsmittel in mehreren Regionen exponentiell steigt, insbesondere auch in Südostasien. Pakistan, ein wichtiger Zwiebelproduzent, der im vergangenen Jahr von verheerenden Überschwemmungen heimgesucht wurde, musste mitansehen, wie ein Großteil seiner Kulturen verschwand, <a href="https://www.indiatoday.in/world/story/pakistan-declares-national-emergency-as-flood-death-toll-reaches-937-1992945-2022-08-26">berichtet die Nachrichtenagentur India Today</a>. In den Monaten vor der Kältewelle in Zentralasien <a href="https://east-fruit.com/en/news/pakistan-increases-onion-imports-from-uzbekistan/">berichtete die Plattform East Fruit</a>, dass Usbekistan seine Zwiebelausfuhren nach Pakistan erhöhte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Marokko und die Türkei mussten Exporte unterbinden, ebenso wie die zentralasiatischen Republiken. Auf den Philippinen sind die Preise so stark gestiegen, dass die Regierung eine Untersuchung wegen Kartellbildung eingeleitet hat, berichtet Bloomberg. Am 8. Februar wurde in einem <a href="https://www.fao.org/newsroom/detail/joint-statement-by-the-heads-of-fao-imf-world-bank-wfp-and-wto/en">Kommuniqué</a> der Vereinten Nationen und der Weltbank auf diese schwierige Situation hingewiesen und vor der Gefahr einer weltweiten Nahrungsmittelkrise gewarnt.   </p>



<div class="wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Emma Collet, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/economie/apres-un-rude-hiver-une-crise-de-loignon-en-asie-centrale/">Französischen</a> von Michèle Häfliger </strong></p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
</div>
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		<title>Weizen bis zum Bart – Wie in Turkmenistan gefälschte TV-Stories entstehen</title>
		<link>https://novastan.org/de/turkmenistan/weizen-bis-zum-bart-wie-in-turkmenistan-gefaelschte-tv-stories-entstehen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Robin Roth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Jun 2021 11:51:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Dürre]]></category>
		<category><![CDATA[Fakten]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>W&#xE4;hrend in Turkmenistan D&#xFC;rre herrscht, berichtet das nationale Fernsehen von Rekordertr&#xE4;gen. Falschmeldungen dieser Art haben aber in dem zentralasiatischen Land eine lange Tradition. Der folgende Artikel erschien im russischsprachigen Original am 9. Juni 2021 auf Turkmen.news. Wir &#xFC;bersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Am 7. Juni wurden MitarbeiterInnen von &#x201E;Gallaonumleri&#x201C; (&#x201E;Brotprodukte&#x201C;), einem regionalen Unternehmen [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Während in Turkmenistan Dürre herrscht, berichtet das nationale Fernsehen von Rekorderträgen. Falschmeldungen dieser Art haben aber in dem zentralasiatischen Land eine lange Tradition. Der folgende Artikel erschien im russischsprachigen Original am 9. Juni 2021 auf <a href="https://telegra.ph/pshenica-do-borody-kak-v-turkmenistane-sozdayutsya-fejkovye-telesyuzhety-06-09?tg_rhash=3aae0ab195c808">Turkmen.news</a>. Wir übersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 7. Juni wurden MitarbeiterInnen von &#8222;Gallaonumleri&#8220; (&#8222;Brotprodukte&#8220;), einem regionalen Unternehmen aus der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Da%C5%9Foguz_wela%C3%BDaty">Provinz Daşoguz</a>, vom frühen Morgen an zu einem ungewöhnlichen Arbeitseinsatz geschickt. Sie mussten neben einem Weizenfeld einen Graben ausheben, damit weißbärtige alte Männer in ihm stehen und dann eine TV-Story über die bevorstehende Fülle an Getreide gedreht wird.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund des Wassermangels im Norden Turkmenistans wächst der Weizen nur schlecht. Eine dem nationalen Fernsehen nahestehende Quelle sagte Turkmen.news gegenüber, dass das Kamerateam kein geeignetes Feld finden konnten, um eine Geschichte über die erfolgreiche Erfüllung des regionalen Plans zur Weizenlieferung zu drehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/duerre-in-turkmenistan/">Dürre in Turkmenistan</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Man sagte ihnen, sie sollten sicherstellen, dass der zu kleine Weizen die Bärte der Alten erreicht“</em>, erklärte die Quelle. <em>„Da kam die Idee mit dem Graben. Es wurde beschlossen, die Aksakale [weißbärtige, alte Männer, Anm. d. Ü.] dorthin zu bringen, und der Kameramann wurde so auf dem Feld positioniert, dass es so aussah, als ob die Weizen hoch wäre.“</em></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Falschmeldungen mit Tradition</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich werden Probleme mit dem Weizen nicht nur in der Provinz Daşoguz beobachtet. Ende Mai veröffentlichte [das aus dem Exil berichtende turkmenische Nachrichtenportal, Anm. d. Ü.] <a href="https://www.hronikatm.com/2021/05/wheat-harvest/">Chronika Turkmenistana</a> Fotos von Feldern in den Provinzen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ahal_wela%C3%BDaty">Ahal</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mary_wela%C3%BDaty">Mary</a>. Laut den Quellen von Chronika Turkmenistana erreicht die Höhe der Weizenhalme auf vielen Feldern kaum 20 Zentimeter. Am 8. Juni <a href="https://www.hronikatm.com/2021/06/land-dereclamation/">erschienen</a> in den Medien Bilder von Feldern aus der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lebap_wela%C3%BDaty">Provinz Lebap</a>. Dort ist die Situation nicht besser.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die MitarbeiterInnen des staatlichen Fernsehens müssen jedoch die offiziellen Berichte über Nahrungsreichtum und landwirtschaftlichen Erfolg bestätigen. Sie müssen also „kreativ“ an die Arbeit herangehen. Später, wenn die Ernte dürftig ist, stehen die Beamten, die sich mit der Buchhaltung beschäftigen, vor derselben Herausforderung. Zweifellos werden sie nicht weniger Einfallsreichtum zeigen als die FernsehmitarbeiterInnen und rechtzeitig über die Erfüllung und Übererfüllung des Plans berichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/korruption-in-turkmenistan-die-familie-des-praesidenten-profitiert-vom-hunger-der-bevoelkerung/">Korruption in Turkmenistan: Die Familie des Präsidenten profitiert vom Hunger der Bevölkerung</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schlechte Weizenerträge und Falschmeldungen zur Planerfüllung sind in Turkmenistan die Regel. In den 1990er Jahren lag der Jahresplan bei 1,2 Millionen Tonnen und wurde nie eingehalten. 1998 schließlich versprach der erste Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Saparmyrat_Ny%C3%BDazow">Saparmyrat Nyýazow</a> die Verantwortlichen für den Mangel an Ernten hart zu bestrafen. Im selben Jahr berichteten die Verantwortlichen erstmals über die Umsetzung des Plans. Dann präsentierten sie dem Präsidenten Jahr für Jahr immer höhere Zahlen. 2006, als Nyýazow starb, wurde eine Ernte von 3,5 Millionen Tonnen Weizen angegeben.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das neue Staatsoberhaupt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gurbanguly_Berdimuhamedow">Gurbanguly Berdimuhamedow</a> legte den Plan auf 1,6 Millionen Tonnen fest. Die Beamten lieferten keine absolut fantastischen Berichte über die dreifache Übererfüllung des Plans mehr, aber sie gaben auch die Ernteknappheit nicht zu. Nach offizieller Version wird in Turkmenistan fast genau so viel Getreide geerntet wie geplant. 2019 ordnete Berdimuhamedow an, den Plan für die Weizenernte auf 1,4 Millionen Tonnen zu reduzieren und den Plan für die Baumwollernte zu erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2021 droht die Lage aufgrund der <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/duerre-in-turkmenistan/">Dürre</a> besonders schwierig zu werden. Die Lufttemperatur im ganzen Land liegt beständig bei 40 bis 45 Grad, es gibt praktisch keinen Niederschlag. Gleichzeitig herrscht im Land seit mehreren Jahren <a href="https://turkmen.news/news/deficit-muki/">Mehlknappheit</a>.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong><a href="https://telegra.ph/pshenica-do-borody-kak-v-turkmenistane-sozdayutsya-fejkovye-telesyuzhety-06-09?tg_rhash=3aae0ab195c808">Turkmen.news</a></strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russischen von Robin Roth</strong></p>


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		<title>&#8222;Essen zu verschenken&#8220; &#8211; Foodsharing in Bischkek</title>
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		<dc:creator><![CDATA[djamiliad]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Feb 2018 15:32:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bischkek]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrungsmittel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Foodsharing ist in Bischkek ein junges Projekt. Mitstreiter zu finden, ist nicht immer einfach f&#xFC;r die Aktivisten. Aber die Bewegung w&#xE4;chst, denn Bed&#xFC;rftige gibt es genug in Kirgistans Hauptstadt, berichtet&#xA0;Dschamilija Dandybajewa auf&#xA0;stylish.kg. Wie alles begann W&#xE4;hrend die einen Kaviar und Austern schl&#xFC;rfen, bekommen die anderen den ganzen Tag gar nichts in den Magen &#x2013; dar&#xFC;ber [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Foodsharing ist in Bischkek ein junges Projekt. Mitstreiter zu finden, ist nicht immer einfach für die Aktivisten. Aber die Bewegung wächst, denn Bedürftige gibt es genug in Kirgistans Hauptstadt, berichtet <em>Dschamilija Dandybajewa</em> auf <a href="http://stylish.kg/blog/fudshering-v-bishkeke-kto-i-zachem-razdaet-edu">s</a><a href="http://stylish.kg/blog/fudshering-v-bishkeke-kto-i-zachem-razdaet-edu">tylish.kg.</a></strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Wie alles begann</strong></p>
<p style="text-align: justify">Während die einen Kaviar und Austern schlürfen, bekommen die anderen den ganzen Tag gar nichts in den Magen – darüber habe ich, wie sicher  viele von euch, nachgedacht: Restaurantbesucher lassen Essen auf ihren Tellern liegen, weil sie es nicht mehr schaffen, und gleichzeitig wühlen sich Obdachlose durch Müllkippen und suchen nach weggeschmissenen Lebensmitteln. Meistens bleiben solche Gedanken einfach nur Gedanken, die ab und an an unserem Gewissen nagen.</p>
<p style="text-align: justify">Aber es gibt eine Bewegung, die diesen Gedanken weiter denkt: „Foodsharing“ will Essen retten. Kurz gesagt ist das Ziel der Initiative, genießbare Lebensmittel nicht wegzuwerfen. Stellt euch vor: Ihr erwartet Gäste und habt viel Beschbarmak (traditionelles zentralasiatisches Gericht aus Fleisch und Nudeln) gekocht, Fladenbrot und Bananen gekauft. Jetzt schafft ihr es aber nicht, den ganzen Beschbarmak rechtzeitig aufzuessen, die Fladenbrote werden schon trocken und die Bananen braun. Ihr könnt dieses ganze gute Essen ja schlecht wegschmeißen?</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgisische-kuche-fur-fremde-gewohnungsbedurftig/">Kirgisische Küche: Für Fremde gewöhnungsbedürftig</a></strong></p>
<p><figure id="attachment_12637" aria-describedby="caption-attachment-12637" style="width: 960px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-12637" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/foodsharing1.jpg" alt="Nahrungsmittel, Foodsharing, Bishkek" width="960" height="640" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/foodsharing1.jpg 960w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/foodsharing1-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/foodsharing1-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/foodsharing1-128x86.jpg 128w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption id="caption-attachment-12637" class="wp-caption-text">Nahrungsmittel zu verschenken</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify">Gleichgesinnte zu finden war einfach. Bermet Borubajewa hat sie alle zusammengebracht. Sie lebte damals in Moskau und engagierte sich in der dortigen Foodsharing-Initiative. Dort traf sie die Entscheidung, „Foodsharing in Bischkek“ ins Leben zu rufen und schrieb darüber in sozialen Netzwerken. Erst im Sommer konnte sie dann tatsächlich damit anfangen, Essen in Kirgistan zu retten. Die Gruppe um Bermet wuchs langsam – Nugul, Sajkal, Ermek und Askar stießen zu uns.</p>
<p style="text-align: justify">Wir teilten Bischkek in Bezirke auf. Jeder war für einen Bereich zuständig – je nach dem, wo er wohnt. Dann fingen wir mit Kleinigkeiten an, informierten die Besitzer von Cafés und Geschäften über unsere Initiative, fragten, ob sie Lebensmittel wegschmeißen müssen und boten an, das Essen an Bedürftigen zu geben. Leider waren nicht alle begeistert von dieser Idee.</p>
<p style="text-align: justify">Besonders schwer war es, den Geschäftsleuten zu vermitteln, dass Obdachlose nicht mit Essensresten abgespeist werden können. Sie brauchen Lebensmittel, die noch gut sind, aber nicht rechtzeitig verkauft oder verarbeitet werden konnten. Bei uns in Kirgistan wird leider nicht so streng darauf geachtet, wie frisch die Lebensmittel in den Geschäften und Cafés sind. Die Unternehmer versuchen, das Maximum herauszuholen. Wir haben hunderte Absagen bekommen. Außerdem wurden unsere Freiwilligen oft gefragt: „Und was haben wir davon?“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für den Nächsten</strong></p>
<p style="text-align: justify">In Kirgistan haben viele Menschen Vorurteile gegenüber Obdachlosen. Sie wollen sie nicht unterstützen, weil sie glauben, ein Mensch, der auf der Straße landet, sei selbst schuld daran. Wir hingegen geben nach Möglichkeit allen Bedürftigen zu essen. Unsere Freiwilligen gehen zu den Obdachlosen. An vielen Plätzen in Bischkek kennt man uns schon. Foodsharing in Kirigistan unterscheidet sich von den Initiativen in anderen Ländern vor allem dadurch, dass wir nicht einfach nur nachhaltig sind, sondern auch wohltätig.</p>
<p><figure id="attachment_12638" aria-describedby="caption-attachment-12638" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-large wp-image-12638" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/foodsharing4-1024x683.jpg" alt="Zivilgesellschaft, Rentnerin, Bischkek" width="1024" height="683" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/foodsharing4-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/foodsharing4-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/foodsharing4-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/foodsharing4-1300x866.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/foodsharing4-128x86.jpg 128w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/foodsharing4.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12638" class="wp-caption-text">Ein Aktivist von Foodsharing Bischkek gibt Lebensmittel weiter</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify">Meistens bekommen wir Backwaren geschenkt. Obdachlose freuen sich über alles. Am erfolgreichsten erwies sich die Zusammenarbeit mit einem Fast-Food-Unternehmen. Sie benutzen für ihre Sandwiches nur das Innere vom Brot, die Kanten schneiden sie ab. Dadurch bleiben regelmäßig mehrere Säcke Brotkanten übrig. Pro Woche bekamen wir 15 bis 20 Kilogramm von einer Filiale, insgesamt gibt es drei davon. Jetzt könnt ihr selbst ausrechnen, wie viel Brot verschwendet wird. Aber unsere Freiwilligen haben schnell Menschen gefunden, die diese Brotreste zu schätzen wissen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Wie funktioniert das?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Idee von <a href="https://foodsharing.de/">Foodsharing</a> kommt aus Deutschland. Die rationalen Deutschen teilen gerne ihr Essen, nicht nur aus Nächstenliebe, auch der Staat fördert solche Initiativen. Eine große Rolle spielte der deutsche Dokumentarfilm „Taste the Waste“, der 2011 in die Kinos kam. Wir waren sehr schockiert, als wir erfuhren, dass jährlich mehr als eine Milliarde Tonnen Lebensmittel einfach weggeschmissen werden!</p>
<p><iframe title="Taste the Waste - Trailer (Deutsch)" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/SLyQc3mLD74?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p style="text-align: justify">Grob gesagt gibt es in Deutschland drei Formen von Foodsharing:</p>
<ul style="text-align: justify">
<li>Wenn Unternehmen Menschen etwas abgeben</li>
<li>Wenn Unternehmen anderen Unternehmen etwas abgeben (zum Beispiel an Wohltätigkeitsorganisationen)</li>
<li>Wenn Menschen anderen Menschen etwas abgeben</li>
</ul>
<p style="text-align: justify">Bermet Borubajewa wollte „Foodsharing in Bischkek“ weiter antreiben. Sie beobachtete lange, was den Erfolg der Initiative in Moskau ausmacht und war der Meinung, dass es bei uns genauso kommen kann. Wir fingen an, auf Informationsveranstaltungen Kinofilme zu zeigen. Später, als erste Freiwillige dazukammen, konnten wir damit anfangen, Essen zu retten. Die Hauptaufgabe von „Foodsharing in Bischkek“ ist es, brauchbare Lebensmittel vor dem Müll zu retten, egal, wie: Man kann es selbst essen, seinen Freunden schenken oder Obdachlosen geben.</p>
<p style="text-align: justify">Im Unterschied zu Deutschland, wo Foodsaver auf allen drei Ebenen tätig sind, arbeiten wir in Bischkek nur nach dem Verschenkprinzip. Das heißt, dass jeder unsere Freiwilligen anrufen und übrig gebliebenes Essen abgeben kann. Es gibt noch eine zweite Möglichkeit, aktiv zu werden: In der Facebookgruppe <a href="https://www.facebook.com/groups/1124708317584531/about/">„Foodsharing in Bischkek/Ich verschenke Essen“</a> oder auf  Instagram bei  <a href="https://www.instagram.com/foodsharing.kg/">foodshering.kg</a> einen Beitrag erstellen. Unsere Freiwilligen sehen das und holen das Essen ab.</p>
<p><figure id="attachment_12639" aria-describedby="caption-attachment-12639" style="width: 907px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12639" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/foodsharing3.jpg" alt="Zivilgesellschaft, Nahrungsmittel, Aktiv" width="907" height="960" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/foodsharing3.jpg 907w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/foodsharing3-283x300.jpg 283w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/foodsharing3-768x813.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 907px) 100vw, 907px" /><figcaption id="caption-attachment-12639" class="wp-caption-text">Ein Flyer von Foodsharing Bischkek</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Traditionelles Foodsharing</strong></p>
<p style="text-align: justify">Wir Asiaten betreiben schon lange Foodsharing, ohne es zu wissen. Erinnert ihr euch an den Beschbarmak? Da ist  alles drin, was Leute so an Lebensmitteln übrig haben. Außerdem ist es bei uns üblich, sparsam mit Brot umzugehen.</p>
<p style="text-align: justify">Es gibt in Bischkek nicht allzu viele Stellen, wo wir Essen abholen können. Aber wir hoffen, dass immer mehr Unternehmen mit uns zusammenarbeiten wollen. Wenn unsere Freiwilligen losziehen, um Unternehmen anzuwerben, erzählen sie ausführlich von der Bewegung und fragen, ob oft brauchbare Lebensmittel weggeschmissen werden müssen. Wenn es solch ein Problem gibt, bieten sie den Eigentümern eine Alternative an – nicht wegschmeißen, sondern uns geben. Manche willigen ein, manche sagen, sie müssen erst darüber nachdenken, und manche lehnen sofort ab. Aber diese Absagen schrecken uns nicht ab. Wir glauben an das Gute.</p>
<p style="text-align: justify">In Moskau läuft Foodsharing gut. Über Gruppen in sozialen Netzwerken geben Leute alles Mögliche ab, von nicht aufgegessenen Frikadellen, über frischgekochte Brühe, Kekse, Kakao, Kindernahrung, bis hin zu Eingemachtem für den Winter. Hier in Bischkek nimmt die Bewegung gerade erst Fahrt auf.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Gespendetes Essen muss gut sein</strong></p>
<p style="text-align: justify">Es gab einige unschöne Zwischenfälle. Zum Beispiel beschloss eine große Restaurantkette nach anderthalb Monaten Verhandlungen, sich bei „Foodsharing in Bischkek“ zu engagieren. Sie baten unsere Freiwilligen, abends vorbeizukommen, kurz vor Ladenschluss. Dann gaben sie uns 16 Flaschen Mirinda und einen Käsekuchen. Kurz darauf, als wir etwas genauer hinsahen, bemerkten wir, dass die Limonade schon fünf Monate abgelaufen war, und der Käsekuchen war auch nicht mehr ganz frisch. Eine Pizzeria enttäuschte uns, als unsere Foodsaver dort eine Tüte mit schimmliger Pizza bekamen. Natürlich geben wir solche Lebensmittel an niemanden weiter. Wir mussten alles wegschmeißen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/randphanomen-freiwilligenarbeit/">R</a><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/randphanomen-freiwilligenarbeit/">andphänomen Freiwilligenarbeit — Zentralasiens Sozialpioniere</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Es ist wichtig, zu erklären, dass wir unter Foodsharing kein schlecht gewordenes Essen verstehen. Alle Lebensmittel, die gespendet werden, müssen frisch sein, auch wenn Bananen und anderes Obst und Gemüse natürlich ein paar Dellen haben dürfen. Essen zu retten, ist das eine Ziel von „Foodsharing in Bischkek“. Das zweite: Darüber aufklären, wie Lebensmittel aufbewahrt werden müssen, damit sie nicht schlecht werden.</p>
<p style="text-align: justify">In Bischkek gibt es viele Menschen, die gerne Essen annehmen: Rentner, kinderreiche Familien, Obdachlose, Straßenkinder und sogar Studenten. Aber wir stoßen oft auf Unverständnis bei den Cafés und Restaurants. Unser Problem: Foodsharing ist für viele Bischkeker etwas ganz Neues und wir können die Restaurantbesitzer nicht immer davon überzeugen, dass ein so einfacher und humanistischer Akt so einen großen Nutzen haben kann.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Wovon jeder Foodsaver träumt</strong></p>
<p style="text-align: justify">Für die Bedürftigen wäre es viel einfacher, wenn es in der Stadt sogenannte öffentliche Kühlschränke gäbe. Die Idee: Jeder, der mag, kann dort Essen hineinstellen, und der, der Hunger hat, nimmt sich etwas heraus. Seit dem Sommer verhandeln wir mit einem Haushaltstechnikgeschäft. Sie haben angeboten, sich an der Aktion zu beteiligen. Wer einen neuen Kühlschrank kauft und dabei einen alten spendet, sollte einen großzügigen Rabatt bekommen. So wollten wir zehn gebrauchte Kühlschränke zusammen bekommen. Die Aktion wurde aber vorübergehend gestoppt.</p>
<p style="text-align: justify">Ein weiteres Problem: geeignete Orte für die öffentlichen Kühlschränke finden. Wir suchen Stellen, wo bedürftige Bevölkerungsschichten öfter vorbeikommen. Aber sie müssen auch so liegen, dass die Kühlschränke intakt bleiben, und, das Wichtigste – dass sie regelmäßig aufgefüllt werden.</p>
<p style="text-align: justify">Informationen über uns findet ihr auf den Seiten <a href="https://www.facebook.com/groups/1124708317584531/about/">„Foodsharing in Bischkek/Ich verschenke Essen“</a> auf Facebook oder auf <a href="https://www.instagram.com/foodsharing.kg/">foodshering.kg</a> auf Instagram.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Dschamilija Dandybajewa<br />
</strong><strong><a href="http://stylish.kg/blog/fudshering-v-bishkeke-kto-i-zachem-razdaet-edu">s</a><a href="http://stylish.kg/blog/fudshering-v-bishkeke-kto-i-zachem-razdaet-edu">tylish.kg</a></strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Christina Spitzmüller</strong></p>
<p style="text-align: justify">Noch mehr Zentralasien findet Ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in Eurer Mailbox könnt ihr Euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/essen-zu-verschenken-foodsharing-in-bischkek/">&#8222;Essen zu verschenken&#8220; &#8211; Foodsharing in Bischkek</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
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