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	<title>Mine Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Nov 2023 20:50:16 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Mine Archives</title>
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	<item>
		<title>Nach tödlicher Explosion in Bergwerk: Kasachstan stoppt Investitionsabkommen mit ArcelorMittal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anna Wilhelmi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Nov 2023 16:18:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Arcellor Mittal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem es am 28. Oktober in Kasachstan erneut zu einem Grubenungl&#xFC;ck mit 46 Toten gekommen ist, wird das Unternehmen ArcellorMittal, das schon zuvor wegen Sicherheitsm&#xE4;ngeln in der Kritik stand, das Land verlassen. Die Regierung hat ein entsprechendes Investitionsabkommen aufgek&#xFC;ndigt. Am Samstagabend, dem 28. Oktober, ist in der Kostenko-Mine in 700 Metern Tiefe ein Feuer ausgebrochen, [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nachdem es am 28. Oktober in Kasachstan erneut zu einem Grubenunglück mit 46 Toten gekommen ist, wird das Unternehmen ArcellorMittal, das schon zuvor wegen Sicherheitsmängeln in der Kritik stand, das Land verlassen. Die Regierung hat ein entsprechendes Investitionsabkommen aufgekündigt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Samstagabend, dem 28. Oktober, ist in der Kostenko-Mine in 700 Metern Tiefe ein Feuer ausgebrochen, gefolgt von einer Explosion eines Methan-Luft-Gemisches. 201 der 252 sich im Einsatz befindenden Bergleute konnten sich selbstständig befreien, 24 von ihnen erlitten Verletzungen und benötigten medizinische Hilfe. Die Rettungsaktion dauerte bis Dienstag, den 31. Oktober an, als die letzte Leiche entdeckt wurde. Alle 46 zwischenzeitlich vermissten Bergleute wurden tot aufgefunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein berüchtigter Arbeitgeber</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kostenko-Mine gehört zusammen mit sieben anderen Kohlebergwerken in Kasachstan dem Unternehmen <a href="https://www.arcelormittal.kz/">ArcelorMittal Temirtau</a> (AMT), welches für seine Nachlässigkeit bei der Sicherheit berüchtigt ist. Neben den Minen umfasst das Portfolio des Unternehmens auch das größte Hüttenwerk Zentralasiens, eine Bergbau-Verarbeitungsanlage, vier Eisenerzunternehmen, zwei Heiz- und Kraftwerke, ein Rohrwerk und mehrere Hilfsunternehmen. Diese wurden Mitte der 90er Jahre im Zuge der Privatisierungskampagne <a href="https://inbusiness.kz/ru/author_news/kak-prodavalas-stal-24-goda-nazad-mittal-prakticheski-darom-poluchil-karmet">sehr günstig übernommen</a>. In vielen dieser Anlagen gab es in der Vergangenheit <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/sterben-fuer-mittal-grubenunglueck-in-kasachstan-fordert-erneut-leben/">Sicherheitsprobleme und tödliche Unfälle</a>.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Das aktuelle Grubenunglück ist nicht das erste in der jüngeren Geschichte Kasachstans, aber das tödlichste. Seit 2006 haben <a href="https://tengrinews.kz/kazakhstan_news/krupneyshie-avarii-arselormittal-temirtau-poslednie-15-let-515044/">mehr als 150 Menschen</a> bei der Arbeit für Unternehmen der AMT-Gruppe ihr Leben verloren. Allein im Jahr 2022 kam es in verschiedenen Unternehmen und Minen von ArcelorMittal Temirtau zu <a href="https://newtimes.kz/obshchestvo/159051-v-2022-godu-pochti-kazhdyj-mesyac-na-arselormittaltemirtau-gibli-lyudi-obzor-proisshestvij">sechs tödlichen Vorfällen</a> – bei denen 13 Menschen starben. Die jüngste Tragödie ereignete sich im August 2023: Fünf Arbeiter starben in der Kasachstanskaja-Mine, als ein Förderband Feuer fing. Die Regierungskommission <a href="https://www.interfax.ru/world/921251">stellte</a> ein <em>„100-prozentiges Verschulden des Arbeitgebers“</em> fest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer nach der Explosion in der Kostenko-Mine erfolgten <a href="https://www.arcelormittal.kz/press-tsentr/news/informatsionnoe-soobshchenie-29-10/">Erklärung</a> des Unternehmens vom 29. Oktober erwähnt AMT, dass <em>„das Unternehmen erhebliche Anstrengungen unternommen hat, die seit 2020 noch verstärkt wurden, um die Sicherheitsleistung im Betrieb von ArcelorMittal Temirtau zu verbessern.“</em> Doch dies scheint ein ziemlich markaberer Versuch zu sein, das Image des Unternehmens wiederherzustellen, indem man die <em>„komplexe Geologie“</em> der Minen für ihren erschwerten Betrieb verantwortlich macht. Dabei wurde in den letzten Jahren immer wieder auf die Sicherheitsprobleme hingewiesen. Arbeiter aus dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qaraghandy_%28Gebiet%29">Gebiet Qaraģandy</a>, in dem sich die Minen befinden, <a href="https://rus.azattyq.org/a/kazakhstan-arcelormittal-fire-at-mine-dozens-dead/32657579.html">versuchten kontinuierlich</a>, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und erwähnten in ihren Appellen die Profitorientierung des Unternehmens unter Missachtung der Sicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/sterben-fuer-mittal-grubenunglueck-in-kasachstan-fordert-erneut-leben/"><strong>Sterben für „Mittal“ – Grubenunglück in Kasachstan fordert erneut Leben</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber nicht allein die Minen sind gefährlich. Unfälle in den Fabriken sind weithin bekannt, obwohl das Unternehmen nie diesbezüglich Stellungnahmen abgegeben hat. Im Jahr <a href="https://inbusiness.kz/ru/news/v-arselormittal-temirtau-opyat-obvalilas-krysha">2018</a> kam es in drei Fällen zum Einsturz von Dächern und Bodenplatten in Fabriken, zum Einsturz der Wände eines Kohlelagers und zu einer massiven <a href="https://inbusiness.kz/ru/news/eto-uzhe-ne-zvonok-mittalu-eto-nabat">Explosion einer Gaspipeline</a> – alle im Besitz von AMT und seinen Tochtergesellschaften. 2019 stürzte ein Teil des Daches im Hüttenwerk ein, 2021 folgte der Einsturz von zwei Bodenplatten mit einer Gesamtfläche von 72 Quadratmetern. Zwar gab es hierbei keine Toten oder Verletzte, aber die Einstellung des Unternehmens zur Sicherheit der Arbeitnehmenden hat sich nicht verbessert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ArcelorMittal wurde wegen Fahrlässigkeit, Nichteinhaltung von Sicherheitsvorschriften, Nichteinreichen der obligatorischen Steuererklärung und Umweltverschmutzung fortlaufend <a href="https://orda.kz/zhertvy-arselormittal-temirtau-kto-otvetit-za-mertvyh-i-zaplatit-ostavshimsja-v-zhivyh-376357/">mit Strafen belegt</a>. Im November 2022, nach einer weiteren Katastrophe, bei der fünf Arbeiter ums Leben kamen, <a href="https://newtimes.kz/vlast/159246-prezident-zayavil-o-sistemnom-haraktere-tragedij-na-predpriyatii-arselormittal-temirtau">erwähnte</a> Kasachstans Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qassym-Schomart_Toqajew">Qasym-Jomart Toqaev</a>, dass das Unternehmen systemische Probleme habe und dass <em>„sich trotz wiederholter Warnungen und Anweisungen staatlicher Behörden die Situation nicht verbessert.“</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Auf der Suche nach einem inländischen Investor</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem Treffen mit Familienangehörigen der verunglückten Bergleute <a href="https://t.me/aqorda_resmi/13007">erklärte</a> Präsident Toqaev am 28. Oktober, dass die Regierung sich aus der Zusammenarbeit mit ArcelorMittal Temirtau zurückziehen werde: <em>„Ich habe angeordnet, die Investitionskooperation mit ArcelorMittal Temirtau zu beenden. Dieses Unternehmen hat sich in Bezug auf die Zusammenarbeit zwischen der Regierung und Unternehmen als das schlechteste in unserer Geschichte erwiesen.“</em> AMT veröffentlichte am 28. Oktober eine <a href="https://www.arcelormittal.kz/en/press-tsentr/news/company-statement/">Erklärung</a>, in der das Unternehmen bestätigte, dass es „<em>kürzlich eine vorläufige Vereinbarung für eine Transaktion unterzeichnet hat, die die Eigentumsübertragung an die Republik Kasachstan vorsieht.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/wie-auslaendische-investitionen-die-entwicklung-der-regionen-kasachstans-erschweren/"><strong>Wie ausländische Investitionen die Entwicklung der Regionen Kasachstans erschweren</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung <a href="https://t.me/KZgovernment/8191">erklärte</a> außerdem, dass <em>„eine spätere Übertragung der AMT-Gruppe an andere ausländische Investoren nicht in Betracht gezogen wird“</em>. Langfristig plant der Staat jedoch keine Investitionen in die Entwicklung des Unternehmens. <em>„Wir haben nicht vor, dass der Staat Eigentümer wird und Haushaltsgelder investiert. Wir müssen einen privaten Investor gewinnen, und dieser muss in den nächsten drei Jahren mindestens 3 Milliarden Dollar investieren. Ohne solche Investitionen wird sich das Unternehmen nicht normal entwickeln können“</em>, <a href="https://vlast.kz/novosti/57399-novyj-investor-dolzen-vlozit-v-predpriatie-arselormittal-temirtau-3-mlrd-soobsil-premer-ministr.html">sagte</a> Premierminister <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Älichan_Smajylow">Álihan Smaılyov</a> vor dem kasachstanischen Parlament <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mäschilis">Májilis</a>. 1,3 Milliarden Dollar müssen sofort investiert werden, um <em>„die Lösung von Arbeits- und Arbeitssicherheitsproblemen, die Modernisierung aller Anlagen und den Ausbau der Produktion“</em> sicherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unternehmen bleibt vorerst Staatseigentum. Der Präsident ernannte Vadim Basin, stellvertretender Leiter des Gebiets Qaraģandy, zum Leiter der Kohleabteilung von ArcelorMittal Temirtau.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Anna Wilhelmi für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/en/kazakhstan/kazakhstan-stops-investment-agreement-with-arcelormittal-after-deadly-explosion-in-kostenko-mine-takes-46-lives/"><strong>Englischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<title>Kirgistan: Erneut Skandale um Kumtör-Mine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Noé Lhomme]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2022 07:30:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bergbau]]></category>
		<category><![CDATA[Gold]]></category>
		<category><![CDATA[Kumtor]]></category>
		<category><![CDATA[Mine]]></category>
		<category><![CDATA[Skandal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Verwaltung der Anfang 2021 verstaatlichten Kumt&#xF6;r-Mine in Kirgistan hat viel Kritik hervorgerufen. Eine Sonderkommission wurde eingesetzt, um die Goldexporte der Mine zu untersuchen. Es ist eine Reaktion auf eine Reihe von Skandalen, die die Kumt&#xF6;r-Mine ersch&#xFC;ttert haben. Wie Radio Azattyk, der kirgisische Dienst von Radio Free Europe berichtet, hat der Dschorgorku Kengesch, das nationale [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Verwaltung der Anfang 2021 verstaatlichten Kumtör-Mine in Kirgistan hat viel Kritik hervorgerufen. Eine Sonderkommission wurde eingesetzt, um die Goldexporte der Mine zu untersuchen.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist eine Reaktion auf eine Reihe von Skandalen, die die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kumtor-Mine">Kumtör-Mine</a> erschüttert haben. Wie <a href="https://rus.azattyk.org/a/32055994.html">Radio Azattyk</a>, der kirgisische Dienst von Radio Free Europe berichtet, hat der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dschogorku_Kengesch">Dschorgorku Kengesch</a>, das nationale Parlament Kirgistans, Ende September die Einsetzung einer Kommission zur Untersuchung von Goldexporten angekündigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Untersuchung zielt darauf ab, Ungenauigkeiten in Bezug auf die exportierten Goldmengen zu beleuchten. Auf Nachfrage begründete die für Goldexporte zuständige Nationalbank diese Unschärfe mit dem Bedürfnis nach Vertraulichkeit. Sie leugnete jedoch nicht, Gold exportiert zu haben, da der Bedarf an Dollar-Liquidität im Jahr 2021 erheblich war. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Widersprüchliche Erklärungen</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Diese Antworten stehen im Widerspruch zu früheren Regierungserklärungen in Zusammenhang mit diesem Thema. Ende September 2021 hatte der Leiter des Komitees für Nationale Sicherheit, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kamtschibek_Taschijew">Kamtschybek Taschijew</a>, nach Angaben des kirgisischen Nachrichtenportals <a href="https://kaktus.media/doc/446679_kak_na_slovah_tashieva_o_dohode_s_kymtora_mojno_vychislit_snijenie_proizvodstva_zolota.html">Kaktus</a> erklärt, dass keine Unze Gold Kirgistan verlassen habe.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph">

Ihm zufolge wurde das gesamte Gold aus der Kumtör-Mine der nationalen Wirtschaft zugeführt. Laut <a href="https://eurasianet.org/kyrgyzstan-kumtor-cloak-and-dagger">Eurasianet</a> zeigen die vom Nationalen Statistikkomitee veröffentlichten Daten jedoch, dass Kirgistan Rekordmengen an Gold exportiert hat, nämlich 24,8 Tonnen.

Auch beim Bestimmungsort des exportierten Goldes herrscht Unklarheit. Das Komitee spricht von einem <em>„unbestimmtes Land“</em>. Die <a href="https://www.bazg.admin.ch/bazg/en/home/themen/schweizerische-aussenhandelsstatistik/daten/waren/gold.spa.gold.app/gold_en.html">Schweizer Goldimportdaten für 2021</a> zeigen jedoch, dass ein Teil des kirgisischen Goldes von der Schweiz erworben wurde.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ehemaliger Manager wegen finanzieller Misswirtschaft verhaftet</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Wenige Tage vor der Gründung der Sonderkommission, am 13. September, wurde der ehemalige Übergangsmanager der Kumtör-Mine, Tengis Bolturuk, in Bischkek festgenommen. Laut <a href="https://www.rferl.org/a/kyrgyzstan-kumtor-gold-mine-boltoruk-arrest/32063341.html">Radio Free Europe</a> wird ihm finanzielles Missmanagement in seiner früheren Position vorgeworfen. Der ehemalige Manager, der dem kirgisischen Staat einen finanziellen Schaden in Höhe von fast einer Milliarde Som (rund 12.310.000 Euro) zugefügt haben soll, weist alle Vorwürfe zurück und legte Berufung gegen seine Inhaftierung ein. Diese wurde aber am 3. Oktober von der Staatsanwaltschaft Bischkek abgelehnt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/kirgistan-junger-blogger-wegen-kritik-an-bergbauprojekt-in-u-haft/"><strong>Kirgistan: Junger Blogger wegen Kritik an Bergbauprojekt in U-Haft </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bolturuk war ebenso wie zwei seiner Mitarbeiter im August nach einer Untersuchung des Komitees für Nationale Sicherheit zum Rücktritt gezwungen worden. Alle drei sollen dem schlechten Management der Mine mutmaßlich ein Gesicht geben, wobei das wahre Problem tiefer greift. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ein irreparabel beschädigtes Bild</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der wirtschaftlichen Bedeutung der Mine haben wiederholte Skandale ihr Image getrübt und Staatspräsident <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/sadyr-dschaparow-der-volksfluesterer/">Sadyr Dschaparow</a> mit der schlechten Verwaltung der Mine in Verbindung gebracht. So berichtete <a href="https://kaktus.media/doc/466621_dvymia_kadrami:_snimok_brata_sadyra_japarova_s_zolotom_byl_sdelan_ne_v_2017_gody.html">Kaktus</a>, dass ein Anfang September verbreitetes Foto den älteren Bruder des Präsidenten, Sabyr Dschaparow, mit einem Paar Goldbarren zeigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reaktionen der Regierung konnten die Kontroverse nicht beruhigen. Tatsächlich hat Sabyr Dschaparow keine offizielle Position inne, die ihm legalen Zugang zu solchen Goldmengen verschaffen würde. Der Kontext, in dem das Foto aufgenommen wurde, bleibt unklar. </p>


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<p class="wp-block-paragraph"> Nach der Wahl von Sadyr Dschaparow im Januar 2021 war die zuvor vom kanadischen Bergbauunternehmen <a href="https://www.centerragold.com/">Centerra Gold</a> verwaltete Kumtör-Mine <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/kirgistan-kumtoer-goldmine-verstaatlicht/">verstaatlicht</a> worden. Eine nationale Investmentgesellschaft, Great Nomads Heritage, <a href="https://24.kg/english/217090__New_holding_company_Heritage_of_Great_Nomads_established_in_Kyrgyzstan/">übernahm</a> dann im Dezember 2021 die Verwaltung der Mine. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorsitzender von Great Nomads Heritage und Manager der Mine wurde Tengis Bolturuk, der schon Vertreter des kirgisischen Staates im Vorstand von Kumtör war, als der Standort noch von Centerra Gold verwaltet wurde. Bolturuk, lange Zeit ein enger Vertrauter Dschaparows, war somit der wichtigste Mittelsmann, über den der Präsident die Mine verwaltete. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Noé Lhomme, Redakteur für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/economie/kirghizstan-scandales-a-repetition-autour-de-la-mine-de-koumtor/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong> </p>



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		<title>Das Geheimnis von Kalachi, dem verschlafenen Dorf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[knordhaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 May 2021 15:10:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[Mine]]></category>
		<category><![CDATA[Schlafkrankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Trinkwasser]]></category>
		<category><![CDATA[Vergiftung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Ende des Jahres 2012 schliefen die Bewohner und Bewohnerinnen des Dorfes Kalachi pl&#xF6;tzlich ein. Sie wurden w&#xE4;hrend des Angelns, hinterm Herd in der K&#xFC;che oder am Steuer auf einmal ohnm&#xE4;chtig. Im Oktober 2015 h&#xF6;rte diese merkw&#xFC;rdige Erkrankung dann genauso pl&#xF6;tzlich wieder auf. Eine Gruppe von Wissenschaftlern der Nazarbaev-Universit&#xE4;t unter der Leitung des Epidemiologen Byron [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am Ende des Jahres 2012 schliefen die Bewohner und Bewohnerinnen des Dorfes Kalachi plötzlich ein. Sie wurden während des Angelns, hinterm Herd in der Küche oder am Steuer auf einmal ohnmächtig. Im Oktober 2015 hörte diese merkwürdige Erkrankung dann genauso plötzlich wieder auf. Eine Gruppe von Wissenschaftlern der Nazarbaev-Universität unter der Leitung des Epidemiologen Byron Crape untersuchte die Ursachen der Beschwerden, um sie zu erklären und sich auf sie vorzubereiten, falls die Krankheit erneut auftritt</strong>. <strong>Der Artikel erschien ursprünglich auf <a href="https://tengrinews.kz/kazakhstan_news/uchenyie-nashli-svyaz-himicheskim-yadom-vode-sonnoy-boleznyu-418148/">Tengrinews.kz</a>, wir übersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Angaben von Crape liegt der Unterschied der Untersuchung seines Forschungsteams zu allen vorherigen darin, dass sie nicht nur Daten und Analysen der Betroffenen und Informationen über Boden, Luft und Wasser sammelten, sondern auch ausführlich mit allen Bewohnern und Bewohnerinnen von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kalachi">Kalachi </a>sprachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Wir müssen den Menschen zuhören und von ihnen lernen. Es gibt durchaus vernünftige Ideen, die man nur ernst nehmen muss. Manchmal wissen selbst wir erfahrenen Wissenschaftler nicht, was vor sich geht. Aber die Menschen wissen es. Deshalb haben wir jeden Einzelnen ausführlich befragt, insgesamt 202 Familien&#8220;</em>, so der Wissenschaftler.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-will-umweltdelikte-kriminalisieren/">Kasachstan will Umweltdelikte kriminalisieren</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wissenschaftler konnten die Schlussfolgerung einer internationalen Kommission widerlegen, dass die Ursache der Schlafkrankheit in der Strahlung liege. Darüber hinaus strich Crape bakterielle <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Meningitis">Meningitis</a>, genetisch bedingte Krankheiten und Kohlenmonoxid aus der Liste der gängigen Hypothesen. Ihm zufolge sind die Wissenschaftler der Nazarbaev-Universität der Lösung des Rätsels des &#8222;verschlafenen&#8220; Dorfes am nächsten gekommen.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Durch die Befragung haben die Wissenschaftler herausgefunden, dass alle Bewohner und Bewohnerinnen Wasser aus ein und derselben Quelle beziehen: Das Wasser wird mit Hilfe einer unterirdischen Pumpe, die sich im Privatbesitz eines Dorfbewohners befindet, aus dem Boden entnommen und anschließend an alle Dorfbewohner und -bewohnerinnen verkauft. Für die Haustiere wird allerdings das kostenlose Wasser aus dem Fluss verwendet. Die Tiere im Dorf haben übrigens nicht unter der Schlafkrankheit gelitten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Es gab einen einzigen Fall, in dem eine Frau beklagte, dass ihre Katze ungewöhnlich lange schlief. Nun raten Sie mal! Das war eine Hauskatze, die das herausgepumpte Wasser aus der Quelle getrunken hatte“</em>, berichtete Crape.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="740" height="492" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/05/Bild-1.jpeg" alt="" class="wp-image-26631" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/05/Bild-1.jpeg 740w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/05/Bild-1-300x199.jpeg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2021/05/Bild-1-128x86.jpeg 128w" sizes="(max-width: 740px) 100vw, 740px" /><figcaption><br>Ein junger Dorfbewohner in Kalachi. Winter 2016. Foto: Turar Kazangapov</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Da die Theorie des &#8222;vergifteten&#8220; Trinkwassers auf fast alle Fragen des Forscherteams eine Antwort gibt, beschlossen die Wissenschaftler der Nazarbaev-Universität, das Problem der chemischen Wasservergiftung zu untersuchen. Sie kamen zu dem Schluss, dass die wahrscheinlichste Verschmutzungsquelle die Uranminen in der Nähe sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Die Menschen könnten dort möglicherweise etwas Chemisches weggeworfen haben, weil die Mine seit den späten 1980er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Ich bin Epidemiologe, ich arbeite nicht in einer Chemiefabrik, ich arbeite auch nicht in einem Rüstungsbetrieb, aber ich versuche Leben zu retten.</em></p>


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<p class="wp-block-paragraph"><em>Nach Recherchen im Internet stellten wir fest, dass <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pawlodar">Pawlodar </a>einer der Orte war, an denen Chemikalien für andere Zwecke entwickelt wurden. Worin wurden diese Chemikalien gelagert? Sehr oft werden sie in speziellen Fässern oder Tonnen entsorgt.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">I<em>n der Tiefe, wo die Feuchtigkeit hoch ist, kann die Bodenschicht der Fässer rosten und zu lecken beginnen. Dann sickert die Chemikalie ins Wasser. Handelt es sich dabei um Grundwasser, dann erreicht es die Menschen im Dorf. Aber warum schlafen manche Menschen öfter und mehrmals ein, andere seltener? Vielleicht bekommen einige eine höhere Konzentration der Chemikalie ab und andere eine geringere.&#8220;</em>, vermutet der Professor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hypothese über chemische Schadstoffe im Wasser beantwortete fast alle Fragen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass solche Substanzen bei einer Temperatur von einem Grad Celsius zerstört werden. Ausbrüche der Schlafkrankheit waren besonders typisch für die kalte Jahreszeit und verschwanden im Sommer wieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/wilde-muellkippen-in-kasachstan-warum-gibt-es-sie-und-wie-kann-man-sie-bekaempfen/">Wilde Müllkippen in Kasachstan: Warum gibt es sie und wie kann man sie bekämpfen?</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Es könnte sein, dass sich in der Zeit des Auftretens der Krankheit von Ende 2012 bis 2015 die Fässer mit den Chemikalien vollständig leerten und diese somit ins Wasser gelangten . Aber das ist nur eine Hypothese, keine Schlussfolgerung. Um es zusammenzufassen: Wahrscheinlich handelt es sich um einen chemischen Schadstoff, der möglicherweise über das Trinkwasser in unterschiedlicher Konzentration zu den Dorfbewohnern und -bewohnerinnen gelangt ist“</em>, folgert der Professor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um diese Hypothese zu bestätigen, müssen die Wissenschaftler eigentlich in eine der Uranminen hinuntersteigen. Für Menschen ist es allerdings sehr gefährlich, in die Mine zu gehen, da die alten Lagerstätten jeden Moment zusammenbrechen könnten. Deshalb schlug ein Experte der Ingenieursschule der Nazarbaev-Universität vor, eine Drohne dorthin zu senden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon früher haben sich die Bewohner und Bewohnerinnen des Dorfes Kalachi über Probleme mit dem Wasser beschwert. <em>„Man hat uns in diesem Jahr versprochen in mehreren Straßen Wasser anzuschließen, aber dann wurde uns gesagt, dass dies zur Zeit wegen des Coronavirus nicht möglich sei. Wir gehen davon aus, dass man man uns auch in Zukunft kein Wasser anschließen wird“</em>, meint eine Bewohnerin.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Weitere Fotos im Originalartikel auf&nbsp;</em><a href="https://tengrinews.kz/kazakhstan_news/uchenyie-nashli-svyaz-himicheskim-yadom-vode-sonnoy-boleznyu-418148/"><em>Tengrinews.kz</em></a></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Mejirim Smajyl für Tengrinews.kz</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russischen von Katharina Nordhaus</strong></p>


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<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Die Geisterstadt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Oct 2019 02:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Engiltschek]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Mine]]></category>
		<category><![CDATA[Yssykkölsee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem Schliessen der Zinn-Mine verlor die Stadt Engilchek s&#xFC;d&#xF6;stlich des Issykk&#xF6;ls in Kirgistan nahezu alle seiner Bewohner. Nicht weit von der Stadt soll 1991 angeblich ein UFO abgest&#xFC;rzt sein. Foto:&#xA0;Angelo Zinna (Italy) Hier geht&#x2019;s zu mehr Bildern des Tages.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Schliessen der Zinn-Mine verlor die Stadt <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Engilchek,_Kyrgyzstan">Engilchek</a> südöstlich des Issykköls in Kirgistan nahezu alle seiner Bewohner. Nicht weit von der Stadt soll 1991 angeblich ein UFO abgestürzt sein.</p>
<p><strong>Foto: </strong><a href="https://www.instagram.com/angelo_zinna/?hl=fr">Angelo Zinna (Italy)</a></p>
<p><a href="https://novastan.org/de/cat/bild-des-tages/">Hier</a> geht’s zu mehr Bildern des Tages.</p>
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		<title>In einer alten Salzmine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Antoine Béguier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Apr 2019 02:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Antoine Béguier]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Mine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Familie erkundet eine alte Salzmine in Kirgistan, die dem Publikum er&#xF6;ffnet wurde. Foto:&#xA0;&#xA0;Antoine B&#xE9;guier Mehr Bilder aus der Reihe findet ihr&#xA0;hier. Hier&#xA0;geht&#x2019;s zu mehr Bildern des Tages.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Familie erkundet eine alte Salzmine in Kirgistan, die dem Publikum eröffnet wurde.</p>
<p><strong>Foto:  <a href="http://www.antoinebeguier.com/">Antoine Béguier</a></strong></p>
<p>Mehr Bilder aus der Reihe findet ihr <a href="https://novastan.org/de/author/abeguier/">hier</a>.</p>
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		<title>Kirgistan: Das Salz des Lebens in Tschong-Tus</title>
		<link>https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-das-salz-des-lebens-in-tschong-tus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[gregoired]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2018 05:19:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Fotoreportage]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mine]]></category>
		<category><![CDATA[Salzmine]]></category>
		<category><![CDATA[Sanatorium]]></category>
		<category><![CDATA[Tschong-Tus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Kirgistan, versteckt im tiefsten Inneren des Gebirges, befindet sich ein einzigartiger, unerwarteter Ort: Die Salzmine Tschong-Tus, seit dem Ende der Sowjetunion 1991 in ein Sanatorium umgewandelt. Zuerst biegt man ins Kotchkor-Tal ein, s&#xFC;d&#xF6;stlich von der kirgisischen Hauptstadt Bischkek, dann Richtung Westen, am kleinen Ort K&#xF6;k-Dschar vorbei, bevor man nach S&#xFC;den abbiegt. Dort, am K&#xF6;k-Tu-Pass, [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>In Kirgistan, versteckt im tiefsten Inneren des Gebirges, befindet sich ein einzigartiger, unerwarteter Ort: Die Salzmine Tschong-Tus, seit dem Ende der Sowjetunion 1991 in ein Sanatorium umgewandelt. </strong></p>
<p style="text-align: justify">Zuerst biegt man ins Kotchkor-Tal ein, südöstlich von der kirgisischen Hauptstadt Bischkek, dann Richtung Westen, am kleinen Ort Kök-Dschar vorbei, bevor man nach Süden abbiegt. Dort, am Kök-Tu-Pass, auf 2500 Metern Höhe, erscheinen die Berghänge, weiß und kreidig, als wären sie aus Kalk – nicht etwa wegen plötzlichen Schneefalls, sondern aufgrund von Salzablagerungen.</p>
<p style="text-align: justify">Wir befinden uns am Eingang einer Natriummine, oberhalb des abgelegenen Ortes Tschong-Tus, eröffnet durch die Sowjetregierung Anfang der 1950er Jahre. Der Abbau hat seit 1991 stark abgenommen, auch wenn immer noch punktuelle Förderungen in Höhe von 50 Tonnen pro Jahr stattfinden. Seit 1983 fungiert die Mine deshalb in erster Linie als Sanatorium zur Heilung von Atemwegserkrankungen.</p>
<p><figure id="attachment_13572" aria-describedby="caption-attachment-13572" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-13572" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image2-2-1024x683.jpg" alt="Billard im Sanatorium der Salzmine von Tschong Tus" width="1024" height="683" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image2-2-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image2-2-1024x683-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image2-2-1024x683-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image2-2-1024x683-128x86.jpg 128w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13572" class="wp-caption-text">Die Salzmine wurde zum Sanatorium gemacht, in dem den Patienten mitunter ein Billard zur Verfügung steht</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify">Man betritt sie durch einen winzigen, in den Berg gehauenen Eingang, bevor man ein Labyrinth von engen Räumen betritt, die noch an die Struktur des Minenkomplexes erinnern. Wir treffen auf drei „Patient*innen“, das Gesicht eingefallen, die in einem Nebenraum Billard spielen. Es ist kalt hier, zwischen acht und sechs Grad Celsius, und die Gänge schlecht beleuchtet. Sie führen zu großräumigen Hohlräumen – alte Nischen von der Salzförderung. Hier beginnt das Sanatorium mit seinen 120 Zimmern, die direkt in die Wände gegraben sind.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Ein Sanatorium in der Salzmine</strong></p>
<p style="text-align: justify">Jedes Jahr – im Frühling und im Sommer – kommen etwa 500 Patient*innen hierher, um verschiedene Krankheiten behandeln zu lassen: Bronchitis, Lungenentzündung, Asthma, Rheuma, Luftröhren- oder Schilddrüsenkrebs sowie verschiedene chronische Atemwegsentzündungen. Die meisten dieser Patient*innen sind ehemalige Minenarbeiter*innen oder Arbeiter*innen aus der gesamten ehemaligen UdSSR.</p>
<p><figure id="attachment_13573" aria-describedby="caption-attachment-13573" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-13573" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image3-1-1024x683.jpg" alt="Zimmer im Sanatorium Tschong Tus in Kirgistan" width="1024" height="683" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image3-1-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image3-1-1024x683-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image3-1-1024x683-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image3-1-1024x683-128x86.jpg 128w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13573" class="wp-caption-text">Ein in das Salz gegrabene Zimmer des Sanatoriums</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify">In den Verwaltungsbüros zeigt man stolz die Übersicht über die Herkunftsorte der Patient*innen des Sanatoriums: Staatsbürger*innen aus Kasachstan, Russland und Tadschikistan, andere aus dem Kaukasus. Diese Menschen haben normalerweise nicht die finanziellen Möglichkeiten, eine langzeitliche medizinische Behandlung zu erhalten. Hier finden sie – dank der Salzminen – natürliche Bedingungen vor, um ihre Erkrankungen zu heilen oder zu lindern. Hier leben, essen, schlafen, unterhalten sie sich, umgeben von jodhaltiger Luft.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-13574" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image4-1-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image4-1-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image4-1-1024x683-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image4-1-1024x683-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image4-1-1024x683-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p style="text-align: justify">In der Mine kommen auf einen Kubikmeter Luft zwischen 4.000 und 6.000 Ionen Jod – in bestimmten Räumen wie etwa dem Restaurant bis zu 11.000 Ionen. Die Kuren dauern bis zu einem Monat, meist aber etwa zwei Wochen,, unter der Überwachung eines Arztes und drei Pflegekräften, die von „Zimmer“ zu „Zimmer“ gehen.  Das Mineralsalz ist bekannt für seine heilende Wirkung gegen bestimmte Atemwegserkrankungen – es lindert die Symptome, indem es die betroffenen Schleimhäute reinigt, desinfiziert und heilt. Nach nur 15 Minuten in der Mine kann man bereits spüren, wie sich das Salz in den Schleimhäuten des Rachens und der Zunge festsetzt. Die Heilungswahrscheinlichkeit bei Asthma und Bronchitis beträgt um die 90%.</p>
<p><figure id="attachment_13575" aria-describedby="caption-attachment-13575" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-13575" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image5-1024x683.jpg" alt="Ein Patient im Sanatorium von Tschong-Tus" width="1024" height="683" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image5-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image5-1024x683-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image5-1024x683-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image5-1024x683-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13575" class="wp-caption-text">Ein Patient der Salzmine liest die Zeitung</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify">Demgegenüber hat die jodhaltige Luft keinen Effekt auf Lungenkrankheiten wie Tuberkulose, die in Kirgistan immer noch weit verbreitet sind. Was Verhaltensregeln in der Mine angeht, gibt es nur eine einzige strikte Regel: Parfum oder Deodorant in den Zimmern zu versprühen, ist verboten.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Ein Mikrokosmos unter der Erdoberfläche</strong></p>
<p style="text-align: justify">„Generell ist die Stimmung hier angenehm“, erzählt ein Patient – Asamat, ein Kirgise aus Bischkek, der hierhergekommen ist, um seine chronische Bronchitis zu behandeln. „Man schließt Freundschaften, schaut Filme, spielt Tischtennis, Schach, Karten… Wenn ich wieder gehe, geht es meiner Gesundheit besser, aber wegen der Luftverschmutzung durch Kohle und den Autoverkehr in Bischkek verschlechtert sie sich dann wieder. Ich habe nicht das nötige Geld, um umzuziehen.“ Inmitten der Berge von Tschong-Tus, unter der Erdoberfläche und inmitten der Gänge einer quasi stillgelegten Mine, ist also ein wahrer Mikrokosmos entstanden. Einige Förderwagen hört man noch mühevoll fahren.</p>
<p><figure id="attachment_13576" aria-describedby="caption-attachment-13576" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-13576" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image6-1024x683.jpg" alt="Tischtennis Platten im Sanatorium Tschong Tus" width="1024" height="683" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image6-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image6-1024x683-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image6-1024x683-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image6-1024x683-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13576" class="wp-caption-text">Tischtennis spielen in salziger Umgebung</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify">Unter den Räumen des Sanatoriums findet man Hohlräume, die in einen Billardraum umgewandelt sind, in einen Tischtennisraum, ein Restaurant, einen Gebetsraum für Muslim*innen und einen „Raum der Geister“ an einer unterirdischen Quelle, wo ein Schamane seine Patient*innen empfängt. Die Überlegung, ein Kino in einer Höhle einzurichten, wird gerade von der Leitung der Salzmine geprüft, die darum bemüht ist, den Ort weiterzuentwickeln.</p>
<p><figure id="attachment_13577" aria-describedby="caption-attachment-13577" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-13577" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image7-1024x683.jpg" alt="Überreste der Salzmine von Tschong-Tus Kirgistan" width="1024" height="683" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image7-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image7-1024x683-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image7-1024x683-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/04/Image7-1024x683-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13577" class="wp-caption-text">Überreste der Salzmine von Tschong-Tus</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify">Die Bewohner*innen  des Tals von Tschong-Tus nennen die Patient*innen “Menschen der Nacht“ – nicht selten sieht man die Jugendlichen aus den Dörfern in der Salzmine am Billard- oder Tischtennistisch. Die Leitung des Sanatoriums versucht, die Natriumkuren im Ausland – in Europa und in den USA – bekannter zu machen und so ein neues Kapitel in der Geschichte der Mine zu schreiben.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Grégoire Domenach<br />
Journalist für Novastan et Schriftsteller</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Französischen von Annkatrin Müller</strong></p>
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		<title>Kohleladungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Elliott Verdier]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2017 04:26:32 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieser LKW-Fahrer f&#xE4;hrt jeden Tag mehrere Kohleladungen von der Mine den schlammigen Weg herunter. Er selbst ist auch Schachtarbeiter. Foto: Elliott Verdier Hier geht&#x2019;s zu weiteren Bildern der Reihe. Hier findet ihr unsere Bilder des Tages.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser LKW-Fahrer fährt jeden Tag mehrere Kohleladungen von der Mine den schlammigen Weg herunter. Er selbst ist auch Schachtarbeiter.</p>
<p><strong>Foto: <a href="http://elliottverdier.com/">Elliott Verdier</a></strong></p>
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		<title>Kohlemine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Elliott Verdier]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2017 03:50:48 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Mine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Kohlevorkommen des s&#xFC;dkirgisischen Taschk&#xF6;m&#xFC;r. Foto: Elliott Verdier Hier geht&#x2019;s zu weiteren Bildern der Reihe. Hier findet ihr unsere Bilder des Tages.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Kohlevorkommen des südkirgisischen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Tashk%C3%B6m%C3%BCr">Taschkömür.</a></p>
<p><strong>Foto: <a href="http://elliottverdier.com/">Elliott Verdier</a></strong></p>
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