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	<title>Kohlemine Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Nov 2023 20:50:16 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Kohlemine Archives</title>
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		<title>Nach tödlicher Explosion in Bergwerk: Kasachstan stoppt Investitionsabkommen mit ArcelorMittal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anna Wilhelmi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Nov 2023 16:18:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem es am 28. Oktober in Kasachstan erneut zu einem Grubenungl&#xFC;ck mit 46 Toten gekommen ist, wird das Unternehmen ArcellorMittal, das schon zuvor wegen Sicherheitsm&#xE4;ngeln in der Kritik stand, das Land verlassen. Die Regierung hat ein entsprechendes Investitionsabkommen aufgek&#xFC;ndigt. Am Samstagabend, dem 28. Oktober, ist in der Kostenko-Mine in 700 Metern Tiefe ein Feuer ausgebrochen, [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nachdem es am 28. Oktober in Kasachstan erneut zu einem Grubenunglück mit 46 Toten gekommen ist, wird das Unternehmen ArcellorMittal, das schon zuvor wegen Sicherheitsmängeln in der Kritik stand, das Land verlassen. Die Regierung hat ein entsprechendes Investitionsabkommen aufgekündigt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Samstagabend, dem 28. Oktober, ist in der Kostenko-Mine in 700 Metern Tiefe ein Feuer ausgebrochen, gefolgt von einer Explosion eines Methan-Luft-Gemisches. 201 der 252 sich im Einsatz befindenden Bergleute konnten sich selbstständig befreien, 24 von ihnen erlitten Verletzungen und benötigten medizinische Hilfe. Die Rettungsaktion dauerte bis Dienstag, den 31. Oktober an, als die letzte Leiche entdeckt wurde. Alle 46 zwischenzeitlich vermissten Bergleute wurden tot aufgefunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein berüchtigter Arbeitgeber</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kostenko-Mine gehört zusammen mit sieben anderen Kohlebergwerken in Kasachstan dem Unternehmen <a href="https://www.arcelormittal.kz/">ArcelorMittal Temirtau</a> (AMT), welches für seine Nachlässigkeit bei der Sicherheit berüchtigt ist. Neben den Minen umfasst das Portfolio des Unternehmens auch das größte Hüttenwerk Zentralasiens, eine Bergbau-Verarbeitungsanlage, vier Eisenerzunternehmen, zwei Heiz- und Kraftwerke, ein Rohrwerk und mehrere Hilfsunternehmen. Diese wurden Mitte der 90er Jahre im Zuge der Privatisierungskampagne <a href="https://inbusiness.kz/ru/author_news/kak-prodavalas-stal-24-goda-nazad-mittal-prakticheski-darom-poluchil-karmet">sehr günstig übernommen</a>. In vielen dieser Anlagen gab es in der Vergangenheit <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/sterben-fuer-mittal-grubenunglueck-in-kasachstan-fordert-erneut-leben/">Sicherheitsprobleme und tödliche Unfälle</a>.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Das aktuelle Grubenunglück ist nicht das erste in der jüngeren Geschichte Kasachstans, aber das tödlichste. Seit 2006 haben <a href="https://tengrinews.kz/kazakhstan_news/krupneyshie-avarii-arselormittal-temirtau-poslednie-15-let-515044/">mehr als 150 Menschen</a> bei der Arbeit für Unternehmen der AMT-Gruppe ihr Leben verloren. Allein im Jahr 2022 kam es in verschiedenen Unternehmen und Minen von ArcelorMittal Temirtau zu <a href="https://newtimes.kz/obshchestvo/159051-v-2022-godu-pochti-kazhdyj-mesyac-na-arselormittaltemirtau-gibli-lyudi-obzor-proisshestvij">sechs tödlichen Vorfällen</a> – bei denen 13 Menschen starben. Die jüngste Tragödie ereignete sich im August 2023: Fünf Arbeiter starben in der Kasachstanskaja-Mine, als ein Förderband Feuer fing. Die Regierungskommission <a href="https://www.interfax.ru/world/921251">stellte</a> ein <em>„100-prozentiges Verschulden des Arbeitgebers“</em> fest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer nach der Explosion in der Kostenko-Mine erfolgten <a href="https://www.arcelormittal.kz/press-tsentr/news/informatsionnoe-soobshchenie-29-10/">Erklärung</a> des Unternehmens vom 29. Oktober erwähnt AMT, dass <em>„das Unternehmen erhebliche Anstrengungen unternommen hat, die seit 2020 noch verstärkt wurden, um die Sicherheitsleistung im Betrieb von ArcelorMittal Temirtau zu verbessern.“</em> Doch dies scheint ein ziemlich markaberer Versuch zu sein, das Image des Unternehmens wiederherzustellen, indem man die <em>„komplexe Geologie“</em> der Minen für ihren erschwerten Betrieb verantwortlich macht. Dabei wurde in den letzten Jahren immer wieder auf die Sicherheitsprobleme hingewiesen. Arbeiter aus dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qaraghandy_%28Gebiet%29">Gebiet Qaraģandy</a>, in dem sich die Minen befinden, <a href="https://rus.azattyq.org/a/kazakhstan-arcelormittal-fire-at-mine-dozens-dead/32657579.html">versuchten kontinuierlich</a>, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und erwähnten in ihren Appellen die Profitorientierung des Unternehmens unter Missachtung der Sicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/sterben-fuer-mittal-grubenunglueck-in-kasachstan-fordert-erneut-leben/"><strong>Sterben für „Mittal“ – Grubenunglück in Kasachstan fordert erneut Leben</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber nicht allein die Minen sind gefährlich. Unfälle in den Fabriken sind weithin bekannt, obwohl das Unternehmen nie diesbezüglich Stellungnahmen abgegeben hat. Im Jahr <a href="https://inbusiness.kz/ru/news/v-arselormittal-temirtau-opyat-obvalilas-krysha">2018</a> kam es in drei Fällen zum Einsturz von Dächern und Bodenplatten in Fabriken, zum Einsturz der Wände eines Kohlelagers und zu einer massiven <a href="https://inbusiness.kz/ru/news/eto-uzhe-ne-zvonok-mittalu-eto-nabat">Explosion einer Gaspipeline</a> – alle im Besitz von AMT und seinen Tochtergesellschaften. 2019 stürzte ein Teil des Daches im Hüttenwerk ein, 2021 folgte der Einsturz von zwei Bodenplatten mit einer Gesamtfläche von 72 Quadratmetern. Zwar gab es hierbei keine Toten oder Verletzte, aber die Einstellung des Unternehmens zur Sicherheit der Arbeitnehmenden hat sich nicht verbessert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ArcelorMittal wurde wegen Fahrlässigkeit, Nichteinhaltung von Sicherheitsvorschriften, Nichteinreichen der obligatorischen Steuererklärung und Umweltverschmutzung fortlaufend <a href="https://orda.kz/zhertvy-arselormittal-temirtau-kto-otvetit-za-mertvyh-i-zaplatit-ostavshimsja-v-zhivyh-376357/">mit Strafen belegt</a>. Im November 2022, nach einer weiteren Katastrophe, bei der fünf Arbeiter ums Leben kamen, <a href="https://newtimes.kz/vlast/159246-prezident-zayavil-o-sistemnom-haraktere-tragedij-na-predpriyatii-arselormittal-temirtau">erwähnte</a> Kasachstans Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qassym-Schomart_Toqajew">Qasym-Jomart Toqaev</a>, dass das Unternehmen systemische Probleme habe und dass <em>„sich trotz wiederholter Warnungen und Anweisungen staatlicher Behörden die Situation nicht verbessert.“</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Auf der Suche nach einem inländischen Investor</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem Treffen mit Familienangehörigen der verunglückten Bergleute <a href="https://t.me/aqorda_resmi/13007">erklärte</a> Präsident Toqaev am 28. Oktober, dass die Regierung sich aus der Zusammenarbeit mit ArcelorMittal Temirtau zurückziehen werde: <em>„Ich habe angeordnet, die Investitionskooperation mit ArcelorMittal Temirtau zu beenden. Dieses Unternehmen hat sich in Bezug auf die Zusammenarbeit zwischen der Regierung und Unternehmen als das schlechteste in unserer Geschichte erwiesen.“</em> AMT veröffentlichte am 28. Oktober eine <a href="https://www.arcelormittal.kz/en/press-tsentr/news/company-statement/">Erklärung</a>, in der das Unternehmen bestätigte, dass es „<em>kürzlich eine vorläufige Vereinbarung für eine Transaktion unterzeichnet hat, die die Eigentumsübertragung an die Republik Kasachstan vorsieht.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/wie-auslaendische-investitionen-die-entwicklung-der-regionen-kasachstans-erschweren/"><strong>Wie ausländische Investitionen die Entwicklung der Regionen Kasachstans erschweren</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung <a href="https://t.me/KZgovernment/8191">erklärte</a> außerdem, dass <em>„eine spätere Übertragung der AMT-Gruppe an andere ausländische Investoren nicht in Betracht gezogen wird“</em>. Langfristig plant der Staat jedoch keine Investitionen in die Entwicklung des Unternehmens. <em>„Wir haben nicht vor, dass der Staat Eigentümer wird und Haushaltsgelder investiert. Wir müssen einen privaten Investor gewinnen, und dieser muss in den nächsten drei Jahren mindestens 3 Milliarden Dollar investieren. Ohne solche Investitionen wird sich das Unternehmen nicht normal entwickeln können“</em>, <a href="https://vlast.kz/novosti/57399-novyj-investor-dolzen-vlozit-v-predpriatie-arselormittal-temirtau-3-mlrd-soobsil-premer-ministr.html">sagte</a> Premierminister <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Älichan_Smajylow">Álihan Smaılyov</a> vor dem kasachstanischen Parlament <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mäschilis">Májilis</a>. 1,3 Milliarden Dollar müssen sofort investiert werden, um <em>„die Lösung von Arbeits- und Arbeitssicherheitsproblemen, die Modernisierung aller Anlagen und den Ausbau der Produktion“</em> sicherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unternehmen bleibt vorerst Staatseigentum. Der Präsident ernannte Vadim Basin, stellvertretender Leiter des Gebiets Qaraģandy, zum Leiter der Kohleabteilung von ArcelorMittal Temirtau.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Anna Wilhelmi für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/en/kazakhstan/kazakhstan-stops-investment-agreement-with-arcelormittal-after-deadly-explosion-in-kostenko-mine-takes-46-lives/"><strong>Englischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<item>
		<title>Kirgistan: Neue Kohlegrube gefährdet Petroglyphen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robin Roth]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2020 06:18:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kohlemine]]></category>
		<category><![CDATA[Petroglyphen]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein t&#xFC;rkischer Fotojournalist hat vor der m&#xF6;glichen Zerst&#xF6;rung von Tausende von Jahren alte Petroglyphen im S&#xFC;den Kirgistans gewarnt. Kirgistans Kohleindustrie fordert immer wieder Opfer. Die Kohle, die im Energiemix des Landes eine zentrale Rolle spielt und deren Abbau vor kurzem den Zusammenbruch eines ganzen Gebirgsteils verursacht hat, bedroht auch das tausendj&#xE4;hrige historische und kulturelle Erbe [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein türkischer Fotojournalist hat vor der möglichen Zerstörung von Tausende von Jahren alte Petroglyphen im Süden Kirgistans gewarnt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kirgistans Kohleindustrie fordert immer wieder Opfer. Die Kohle, die im Energiemix des Landes eine zentrale Rolle spielt und deren Abbau vor kurzem den Zusammenbruch eines ganzen Gebirgsteils verursacht hat, bedroht auch das tausendjährige historische und kulturelle Erbe Kirgistans. Der türkische Fotograf Zafer Dincer hat am 13. September anhand von Fotos und Videos <a href="https://www.facebook.com/photo?fbid=10158457901397696&amp;set=pcb.10158457904192696">auf Facebook</a> angeprangert, dass Petroglyphen durch den Bau einer Straße zu einem neuen Kohlebergwerk gefährdet werden.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Straße befindet sich im <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Kara-Suu_District">Bezirk Kara-Suu</a>, in der im Süden des Landes gelegenen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gebiet_Osch">Region Osch</a>. <em>&#8222;Viele einzigartige Steine rund um den See werden durch asphaltierte Straßen zerstört. Wenn das so weitergeht, befürchten wir, dass wir in einer Woche einen Ort von unglaublicher Schönheit verlieren werden“</em>, beschreibt Zafer Dincer seine Aufnahmen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-facebook wp-block-embed-facebook"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://www.facebook.com/735052695/videos/pcb.10158457904192696/10158457901512696
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<p class="wp-block-paragraph">Petroglyphen sind wichtige Elemente der vorislamischen kirgisischen Kultur. Diese Felszeichnungen sind an mehreren Stellen des Landes in Felsen eingraviert. Obwohl ihre Datierung unter Fachleuten umstritten ist, wird allgemein angenommen, dass die ersten aus der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bronzezeit">Bronzezeit</a> (2700-900 v. Chr.) stammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/langar-steinzeitliche-petroglyphen-im-pamir/"><strong>Langar – steinzeitliche Petroglyphen im Pamir</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Petroglyphen stellen alltägliche Szenen aus dem Leben jener Menschen dar, die sie gezeichnet haben. Sie sind oft von Spiritualität geprägt und insbesondere mit dem Sonnenkult verbunden. Wie das kirgisische Nachrichtenportal <a href="https://kloop.kg/blog/2020/09/15/unikalnye-petroglify-v-alae-mogut-ischeznut-iz-za-dobychi-uglya-vse-raboty-na-mestorozhdenii-priostanovleny/">Kloop</a> hervorhebt, gelten die Petroglyphen als historisches und kulturelles Erbe und sind daher durch die Gesetze des Landes geschützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein unzureichend geschütztes Erbe</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieses Rechtsschutzes reagierte das kirgisische Kulturministerium erst am 16. September, drei Tage nach der Veröffentlichung der beunruhigenden Fotos und Videos durch Zafer Dincer. Wie <a href="https://kloop.kg/blog/2020/09/16/minkult-nazval-porchu-petroglifov-radi-dobychi-uglya-vandalizmom-i-prosit-nakazat-vinovnyh/">Kloop</a> berichtete, sprach das Ministerium in einem <a href="https://www.facebook.com/minculturegovkg/posts/3564499333573131">Facebook-Post</a> von „Vandalismus“ in Bezug auf den Kohlebergbau in der Region und kündigte an, dass Maßnahmen ergriffen wurden, um „Verletzungen“ dieser Objekte des historischen und kulturellen Erbes zu verhindern. Die Bauarbeiten an der Straße seien ausgesetzt und ArchäologInnen zum Petroglyphen-Feld geschickt worden, um den Schaden zu bewerten.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Das kirgisische Nachrichtenportal <a href="https://kaktus.media/doc/421290_specialisty_rasskazali_kak_mojno_spasti_petroglify_ot_ynichtojeniia.html">Kaktus</a> zitiert eine Pressemitteilung der Nichtregierungsorganisation (NGO) „Zentralasien – Kunstmanagement“, in der empfohlen wird, diese Petroglyphen zum UNESCO-Weltkulturerbe zu erklären, um einen besseren Schutz zu ermöglichen. Die NGO ist auch besorgt darüber, dass die Gefahr der Zerstörung, der diese Petroglyphen ausgesetzt sind, nicht von den Behörden, sondern von einem zufällig vor Ort befindlichen Journalisten aufgedeckt wurde. Dies zeige die Mängel beim Schutz des kirgisischen historischen Erbes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Kohleindustrie birgt verschiedene Risiken</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gefahr für das historische Erbe ist nicht das einzige Problem mit Kirgistans Kohleförderstätten. So berichtete <a href="https://rus.azattyk.org/a/dobycha-ugla-stala-prichinoy-zagrjaznenia-reki/30327744.html">Radio Azattyk</a>, der kirgisische Dienst des amerikanischen Rundfunkveranstalters Radio Free Europe, im Jahr 2019 von einem weiteren Vorfall im Zusammenhang mit dem Kohlebergbau im Bezirk <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karasuu">Kara-Suu</a>. Die EinwohnerInnen des Dorfes Karagur klagten damals über eine beunruhigende Verschlechterung des Zustands der Umwelt, insbesondere der biologischen Vielfalt. Dem Artikel zufolge wurde die Firma Dschol-Tschyrak, die in diesem Gebiet Kohleabbau durchführt, zu einer Geldstrafe von 13.000 Som (etwa 140 Euro) verurteilt, weil sie das Wasser, das das Dorf benutzt, vorsätzlich verschmutzt hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-vier-tote-bei-unfall-in-kohlebergwerk/"><strong>Kirgistan: Vier Tote bei Unfall in Kohlebergwerk</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ereignisse sind Teil einer allgemeinen Dynamik im Land. Gemäß den Zahlen des <a href="http://www.stat.kg/en/opendata/category/85/">Nationalen Statistikkomitees</a> ist das Volumen der Kohleproduktion seit 2015 stetig gestiegen. Die hohe Geburtenrate der letzten Jahre, die von 2,8 Kindern pro Frau im Jahr 2010 auf 3,3 im Jahr 2019 stieg, erklärt zum Teil, warum der Energiebedarf des Landes von Jahr zu Jahr gestiegen ist. Darüber hinaus werden ausländische Investitionen, die in den Energiesektor des Landes getätigt werden, weitgehend in die besonders umweltschädliche Bergbauindustrie. Und dies trotz der sichtbaren negativen Auswirkungen auf die Umwelt, die Luftqualität und die menschliche Gesundheit.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Anouk Gohier, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/environnement/kirghizstan-des-petroglyphes-mis-en-danger-par-lexploitation-dune-nouvelle-mine-de-charbon/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong></p>


<p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p>
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		<title>Schachtarbeiter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Elliott Verdier]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Oct 2017 04:16:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Portr&#xE4;t eines Schachtarbeiters des Kohlevorkommens im s&#xFC;dkirgisischen Taschk&#xF6;m&#xFC;r. Foto: Elliott Verdier Hier geht&#x2019;s zu weiteren Bildern der Reihe. Hier findet ihr unsere Bilder des Tages.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Porträt eines Schachtarbeiters des Kohlevorkommens im südkirgisischen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Tashk%C3%B6m%C3%BCr">Taschkömür.</a></p>
<p><strong>Foto: <a href="http://elliottverdier.com/">Elliott Verdier</a></strong></p>
<p><a href="https://novastan.org/de/author/everdier/">Hier</a> geht&#8217;s zu weiteren Bildern der Reihe.</p>
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