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	<title>Klimaerwärmung Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Fri, 12 Dec 2025 09:32:31 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Klimaerwärmung Archives</title>
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		<title>Wie der Kokaral-Damm in Kasachstan den Aralsee wiederbeleben will</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Dec 2025 09:32:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Norden des Aralsees versucht Kasachstan eine Rettungsaktion. Dank der Renovierung des Kokaral-Damms gewinnt das &#x201E;Kleine Meer&#x201C; nach Jahrzehnten des R&#xFC;ckgangs wieder an Boden. Doch hinter dem offiziellen Optimismus warnen Expert:innen und Einwohner:innen: Die R&#xFC;ckkehr des Wassers ist nach wie vor fragil und bei weitem nicht abgeschlossen. Im September 2025 freut sich Nurjan Nurjigitov, kasachstanischer [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Im Norden des Aralsees versucht Kasachstan eine Rettungsaktion. Dank der Renovierung des Kokaral-Damms gewinnt das „Kleine Meer“ nach Jahrzehnten des Rückgangs wieder an Boden. Doch hinter dem offiziellen Optimismus warnen Expert:innen und Einwohner:innen: Die Rückkehr des Wassers ist nach wie vor fragil und bei weitem nicht abgeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im September 2025 freut sich <a>Nurjan Nurjigitov</a>, kasachstanischer Minister für Wasserressourcen und Bewässerung, in der kasachstanischen Zeitung <a href="https://astanatimes.com/2025/09/northern-aral-sea-water-volume-growth-exceeds-targets/">Astana Times</a>: Der Kleine Aralsee hat 24 Milliarden Kubikmeter oder 42 Meter Höhe überschritten, vier Jahre früher als geplant. Das ist seit dem Rückgang des Aralsees beispiellos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Austrocknung begann in den 1960er Jahren, als die Sowjetunion massiv Wasser aus den beiden Zuflüssen – dem Syrdarja im Norden und dem Amudarja im Süden – umleitete, um ihre Baumwollkulturen zu bewässern. Das Meer schrumpfte mit herausragender Geschwindigkeit, bis Moskau 1990 einräumte, einen „ökologischen Unfall” begangen zu haben. Ein Jahr zuvor hatte sich der Aralsee in zwei Teile geteilt: einen größeren südlichen Teil, der heute fast verschwunden ist, und ein nördliches Becken, das Kasachstan zu retten versucht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Strasse-durch-Aralsk-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-43625" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Strasse-durch-Aralsk-1024x682.jpeg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Strasse-durch-Aralsk-300x200.jpeg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Strasse-durch-Aralsk-768x512.jpeg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Strasse-durch-Aralsk.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Straße von Aralsk in die Wüste Aralkum führt am Kleinen Meer entlang.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das kleine Aralmeer lebt wieder auf</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Unterstützung der Weltbank baute Kasachstan 2006 den Kokaral-Damm. Dieser zwölf Kilometer lange Damm aus Erde und Beton verschließt die Berg-Meerenge und verhindert, dass das Wasser des Syrdarja in den ausgetrockneten Süden abfließt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Beginn der ersten Phase der Wiederherstellung des Sees im Jahr 2008 hat sich sein Volumen um 42 Prozent erhöht, wie der Minister für Wasserressourcen und Bewässerung im Januar gegenüber der kasachstanischen Medienagentur Tengri News <a href="https://tengrinews.kz/kazakhstan_news/obyem-vodyi-uvelichilsya-v-aralskom-more-559501/">erklärte.</a> Der Salzgehalt hat sich halbiert und der See ist wieder bewohnbar für Fische geworden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="682" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Fisch-in-Aralsk-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-43626" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Fisch-in-Aralsk-1024x682.jpeg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Fisch-in-Aralsk-300x200.jpeg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Fisch-in-Aralsk-768x512.jpeg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Fisch-in-Aralsk.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">In Aralsk sind wieder Fische auf den Marktständen zu finden.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Um <a href="https://daz.asia/blog/hoffnung-in-aralsk/">Aralsk,</a> einer ehemaligen Küstenstadt am Kleinen Meer – wie das kasachstanische Becken genannt wird – herum, wird wieder gefischt und die Verarbeitungsbetriebe nehmen ihren Betrieb wieder auf. Novastan hat Zauresh Alimbetova, Direktorin des Vereins Aral Oasis und gebürtige Aralskerin, gefragt, wie sich die Region seit dem Bau des Staudamms verändert hat. <em>„Die wirtschaftliche Lage der Einwohner hat sich verbessert, die Fischer kehren zurück“,</em> stellt sie fest. Auf dem Basar der Stadt sind Barsch und Karpfen aus dem Aralsee wieder in den Auslagen zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kasachstan will es dabei nicht belassen: Das Land hat die „Phase 2” seines Sanierungsprogramms eingeleitet. Im Mai 2025 gab Nurzhan Nurzhigitov laut der Nachrichtenagentur Kazinform <a href="https://qazinform.com/news/kazakhstan-starts-implementing-2nd-phase-of-north-aral-sea-conservation-project-7c5c48">bekannt, </a>dass die Arbeiten zur Erhöhung des Kokaral-Staudamms in die Endphase eingetreten seien. Nach Fertigstellung soll das Meer eine Höhe von 44 Metern erreichen und das Wasser sich der ehemaligen, ausgetrockneten Küstenstadt nähern.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Rest verwandelt sich in eine Wüste</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aber diese Wiederbelebung erfolgt nur partiell. Laut einer 2025 in Europe-Asia Studies <a href="https://www.tandfonline.com/doi/citedby/10.1080/09668136.2024.2441711?scroll=top&amp;needAccess=true">veröffentlichten Studie</a> macht das wiederhergestellte Gebiet kaum 5 Prozent des Meeres aus den 1960er Jahren aus. Der Rest hat sich in Aralkum verwandelt, eine Wüste aus Salz und giftigen Partikeln, die aus der sowjetischen Landwirtschaft und dem Bergbau stammen. Durch den Wind werden diese Partikel über Tausende von Kilometern transportiert und beeinträchtigen die Gesundheit der Bewohner:innen der Region, <a href="https://www.tandfonline.com/doi/citedby/10.1080/09668136.2024.2441711?scroll=top&amp;needAccess=true">berichtet</a> das usbekische Medienunternehmen Kun.uz. Die Forscher:innen derselben Studie warnen: Mit dem Damm werden die Feuchtgebiete im südlichen Teil weiter austrocknen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbst das Kleine Meer bleibt fragil. Wie das kasachstanische Wasserministerium der Agentur Kazinform im Jahr 2024 <a href="https://qazinform.com/news/aral-syrdarya-basin-declined-by-38-ministry-of-water-resources-1af042">bestätigte,</a> nimmt die Durchflussmenge des Syrdarja ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/der-schriftsteller-und-geograf-cedric-gras-auf-den-strassen-des-durstes/"><strong>Der Schriftsteller und Geograf Cédric Gras auf den Straßen des Durstes</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Marat Narbaev, Generaldirektor des Internationalen Fonds zur Rettung des Aralsees (IFAS) – einer 1993 von den fünf zentralasiatischen Ländern gegründeten Regierungsorganisation –, trifft sich mit Novastan und zieht eine bittere Bilanz: Auf einem „Vorher-Nachher”-Foto der Ufer des Syrdarja zeigt er die Spuren, die das Wasser vor einigen Jahren hinterlassen hat. Für ihn sind die beiden Schuldigen für die Austrocknung die globale Erwärmung und das Bevölkerungswachstum. <em>„Es gibt fünfzig Millionen Einwohner im Becken, bald werden es siebzig sein”,</em> sagt er leise.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="684" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Wueste-1024x684.jpeg" alt="" class="wp-image-43627" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Wueste-1024x684.jpeg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Wueste-300x200.jpeg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Wueste-768x513.jpeg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2025/12/Wueste.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Rest des Beckens verwandelt sich in eine Wüste</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wachsender Druck</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der demografische Druck hat nämlich zu einer Ausweitung der Anbauflächen und einem Anstieg des Wasserverbrauchs geführt. In der Region <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qysylorda_(Gebiet)">Kyzylorda</a> werden 90 Prozent des gesamten verfügbaren Wassers für die Reisbewässerung verwendet, wie Forscher:innen im Jahr 2021 <a href="https://sdpz.rs/images/casopis/2021/zib_70_1_82.pdf">berechnet</a> haben. Da die in der Sowjetzeit gebauten Bewässerungskanäle undicht sind, erreicht fast die Hälfte des gepumpten Wassers nie die Felder, erklärte der kasachstanische Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qassym-Schomart_Toqajew">Kassym-Schomart Tokaev</a> in <a href="https://www.akorda.kz/en/president-kassym-jomart-tokayevs-state-of-the-nation-address-181857">einer Rede</a> im Jahr 2022. Das verschwendete Wasser verdunstet oder versickert im Boden.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Auf regionaler Ebene waren die Spannungen um Wasser noch nie so groß wie heute. Jeder der zentralasiatischen Staaten hat seine eigenen Prioritäten: Kirgistan setzt auf Wasserkraft, während Usbekistan und Turkmenistan Wasser aus dem Amudarja pumpen, um ihre Baumwollkulturen zu bewässern. <em>„Taschkent und Aschgabat müssten ihr Wirtschaftsmodell ändern, aber sie wollen weiterhin Baumwolle anbauen“,</em> sagt Marat Narbaev. Diese widersprüchlichen Zeitpläne erschweren jede koordinierte Bewirtschaftung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/warum-der-aralsee-nicht-das-einzige-umweltproblem-usbekistans-ist/"><strong>Warum der Aralsee nicht das einzige Umweltproblem Usbekistans ist</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein neues Projekt trübt das Bild zusätzlich: Seit 2022 <a href="https://novastan.org/fr/decryptage/le-fleuve-amou-daria-exploite-par-lafghanistan-quelles-consequences-pour-les-pays-dasie-centrale/">baut</a> Afghanistan den Kusch-Tepa-Kanal. Dieser 285 Kilometer lange Kanal soll <a href="https://qazinform.com/news/what-afghanistans-qosh-tepa-canal-could-mean-for-central-asia">laut der</a> kasachstanischen Nachrichtenagentur Kazinform ab 2028 in Betrieb genommen werden und bis zu 30 Prozent der Wassermenge des Amudarja umleiten. Für das südliche Meer und die Feuchtgebiete Usbekistans bedeutet dies ein fast endgültiges Aus. Für den Norden hat dies einen Dominoeffekt: Mit weniger Wasser in der Region wird der Druck auf den Syrdarja größer.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Alternativen zur Erhöhung des Damms</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Austrocknung des Aralsees zu verlangsamen, suchen Kasachstan und Usbekistan nach Lösungen. Die erste wäre, einen Teil des Flusses Essil, der von der kasachstanischen Steppe nach Russland fließt, umzuleiten, um den Aralsee indirekt über <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Turgai-Plateau">das Turgai-Tal</a> im Nordwesten des Landes wieder zu speisen. Das Projekt, das 2022 und 2024 erneut in mehreren Parlamentsdebatten zur Sprache kam, <a href="https://icaber.kz/index.php/en/about-us-2/">wird von</a> Zhanbolat Nadyrov, dem Gründer des Internationalen Fonds für die Wiederherstellung der Ökosysteme des Kaspischen Meeres und des Aralsees und für den Hochwasserschutz, vorangetrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/wie-haushalten-die-zentralasiatischen-laender-mit-ihren-wasserressourcen/"><strong>Wie haushalten die zentralasiatischen Länder mit ihren Wasserressourcen?</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Andere Initiativen orientieren sich an Ländern, die mit Wasserknappheit zu kämpfen haben. Usbekistan eifert den Vereinigten Arabischen Emiraten und ihrem Programm zur Wolkenimpfung nach. Die Technik besteht darin, Salz in bestimmte Wolken zu streuen, um den Niederschlag zu erhöhen, wie das usbekische Medienunternehmen Daryo <a href="https://daryo.uz/en/category/uzbekistan/aaadflryd0jn">berichtet.</a> Eine Methode, die kasachstanische Aktivist:innen wie Altay Ainabek, genannt „Rain Man“, inspiriert, der verspricht, mit diesen Techniken „den Aralsee zurückzubringen“. Im Jahr 2024 behauptet der Aktivist, diese Technologie eingesetzt zu haben und für einen Anstieg der Niederschläge in diesem Jahr verantwortlich zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Behauptung, die von den Klimatolog:innen der nationalen Wetterbehörde Kazhydromet mit einer Handbewegung abgetan wird. <a href="https://centralasiaclimateportal.org/did-rain-man-raise-the-water-level-in-the-aral-sea-kazhydromet-conclusion/">Das Umweltinstitut</a> CAREC zitiert sie und erinnert daran, dass die Region zu trocken ist und dass die Aussaat die natürlichen Niederschläge nur um „maximal 10 bis 15 %“ erhöhen könnte. Ein zu geringer Anstieg, um in das Projekt zu investieren, urteilt die Institution.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück in Aralsk hofft Ainur Rysbaeva, Direktorin des Umweltverbands Aral Tenizi, dass das Land seine Meinung ändern wird: „<em>Es ist eine sehr wirksame Methode, die in den Emiraten Früchte getragen hat“, e</em>rklärt sie gegenüber Novastan. Sie setzt sich dafür ein, dass die vom IFAS erhaltenen Mittel für andere Projekte als die derzeit im Portfolio dominierenden verwendet werden: <em>„Seit fünf Jahren sind die vom IFAS finanzierten Umweltprojekte nicht optimal.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Insbesondere die Aufforstungsprojekte am ausgetrockneten Meeresbett sorgen für Enttäuschung. Durch die Anpflanzung von Saxaul, einem Wüstenbaum, der extremen klimatischen Bedingungen standhalten soll, hoffen die kasachstanischen und usbekischen Behörden, die Bodenerosion zu bremsen, den Salzgehalt zu reduzieren und Vegetation anzulocken. <em>„Kasachstan wird bis 2027 mehr als eine Million Hektar damit bepflanzen“,</em> sagt Marat Narbaev.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse sind jedoch gemischt: Die jungen Pflanzen sind in den salzhaltigsten Gebieten wenig widerstandsfähig und nur auf wenigen Parzellen übersteigt die Überlebensrate der gepflanzten Bäume 50 Prozent, wie eine 2021 <a href="https://water-ca.org/article/state-of-saxaul-plantations#:~:text=The%20findings%20of%202020%20revealed,ha%20in%20the%20Aralkum%20village">veröffentlichte Studie</a> berichtet. <em>„Diese Projekte können eine Reform der Wassernutzung nicht ersetzen“,</em> warnt Aynur Rysbaeva. Auch wenn der Aralsee in Teilen zurückkehrt, bleibt seine Zukunft ungewiss und hängt von den Entscheidungen der Menschen ab.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Manon Madec für Novastan aus Aralsk und Aralkum (Kasachstan)</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Französischen von Margaret Bullich</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Künstliche Gletscher in Kirgistan gegen die Folgen des Klimawandels</title>
		<link>https://novastan.org/de/kirgistan/kuenstliche-gletscher-in-kirgistan-gegen-die-folgen-des-klimawandels/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Apr 2025 15:33:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaerwärmung]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltprobleme]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was die Auswirkungen des Klimawandels angeht, steht Kirgistan an vorderster Front. Nun hat das Land gemeinsam mit der Ern&#xE4;hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen eine ausgekl&#xFC;gelte Initiative gestartet: K&#xFC;nstliche Gletscher, die f&#xFC;r nachhaltige Wasserquellen sorgen. &#x201E;Wir leiten das Wasser aus den Bergquellen in tiefere Lagen um, wo der Energieunterschied die Bildung von Eis erleichtert. Die [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was die Auswirkungen des Klimawandels angeht, steht Kirgistan an vorderster Front.</strong> <strong>Nun hat das Land gemeinsam mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen eine ausgeklügelte Initiative gestartet: Künstliche Gletscher, die für nachhaltige Wasserquellen sorgen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Wir leiten das Wasser aus den Bergquellen in tiefere Lagen um, wo der Energieunterschied die Bildung von Eis erleichtert. Die so entstehenden Eistürme, die in den Sommermonaten allmählich schmelzen, stellen eine zuverlässige Wasserquelle für die Bewässerung und den häuslichen Gebrauch dar. Davon profitieren nicht nur viele Haushalte, sondern auch die weidenden Viehherden.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das&nbsp;<a href="https://www.fao.org/platforms/green-agriculture/knowledge/green-practices-repository/detail/artificial-glaciers-help-kyrgyzstan-meet-water-needs/en">erklärt</a>&nbsp;Matraim Dschussupow, Experte der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ern%C3%A4hrungs-_und_Landwirtschaftsorganisation_der_Vereinten_Nationen">FAO</a>). Ein Schlüsselelement des Projekts &#8222;Gemeinsamer Wohlstand durch Zusammenarbeit in den Grenzregionen Kirgistans und Usbekistans&#8220; ist der Bau von künstlichen Gletschern, dessen Finanzierung dank der Fonds der Vereinten Nationen für Friedenskonsolidierung möglich ist. Diese künstlichen Gletscher sollen die Wasserressourcen schützen und nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken in der Region unterstützen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Zuletzt hat das Projekt bereits die ersten künstlichen Gletscher in den Regionen&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sg%C3%B6n">Usgen</a>,&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kotschkor">Kotschkor</a>&nbsp;und&nbsp;<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Ak-Suu,_Ch%C3%BCy">Aksy</a>&nbsp;in Kirgistan zu Tage getragen. Davor waren bereits drei künstliche Gletscher in der Region Batken errichtet worden, berichtet&nbsp;<a href="https://astanatimes.com/2025/01/kyrgyz-republic-creates-three-artificial-glaciers/">The Astana Times</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:&nbsp;</strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/wassermangel-in-kirgistan-ein-wettlauf-gegen-die-zeit/">Wassermangel in Kirgistan: Ein Wettlauf gegen die Zeit</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Durchschnitt kann ein künstlicher Gletscher, je nach der Menge des angesammelten Eises, 300 bis 500 Hektar Land bewässern. Laut der Organisation soll das Projekt, indem es die &#8222;historischen Ungleichheiten&#8220; beim Zugang zu Wasser angeht, die Arbeit der Hirten harmonisieren und die ökologische Wiederherstellung fördern. Darüber hinaus bieten künstliche Gletscher langfristige Vorteile, da sie die Auswirkungen von Klimaschwankungen verringern und das ganze Jahr über Erträge erwirtschaften.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gletscher als lebenswichtige Süßwasserquelle</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kirgistan hat eine geringe Produktion von Treibhausgasen, ist aber aufgrund seiner bergigen Landschaft mit Gletschern und seinem großen Agrarsektor besonders stark vom Klimawandel betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwa 70 % des weltweiten Süßwassers sind in Gletschern und&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eiskappe">Eiskappen</a>&nbsp;<a href="https://wmo.int/news/media-centre/unesco-and-wmo-launch-international-year-of-glaciers-preservation-2025">gespeichert</a>. Diese Eisformationen ziehen sich jedoch aufgrund des Klimawandels besonders schnell zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generalversammlung der Vereinten Nationen&nbsp;<a href="https://news.un.org/en/story/2025/01/1159236">erklärte</a>&nbsp;das Jahr 2025 zum&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Internationales_Jahr_der_Erhaltung_der_Gletscher">Internationalen Jahr der Erhaltung der Gletscher</a>, um das Bewusstsein für die lebenswichtige Rolle von Gletschern, Schnee und Eis im Klimasystem und im Wasserkreislauf zu schärfen, ebenso wie für die weitreichenden Folgen des raschen Abschmelzens der Gletscher. Daher diese neue Initiative, die darauf abzielt, die Auswirkungen der globalen Erwärmung zu verringern.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Aufbau einer nachhaltigen Zukunft</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Laut FAO haben die lokalen Behörden &#8222;die Wirksamkeit der künstlichen Gletscher erkannt&#8220; und planen &#8222;Investitionen in neue Anlagen durch lokale Finanzierung&#8220;. Diese Integration von lokalem Wissen und Erfahrung bereichert die Strategien zur Anpassung an den Klimawandel und stärkt die Resilienz der ländlichen Bevölkerung, heißt es in der Pressemitteilung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts der durch den Klimawandel wachsenden Herausforderungen unterstreichen Initiativen wie diese die Bedeutung innovativer Lösungen und gemeinschaftlicher Anstrengungen für den Aufbau einer nachhaltigen Zukunft in Kirgistan und darüber hinaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Samad Alizade für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/environnement/glaciers-artificiels-kirghizstan-contrer-rechauffement-climatique/">Französischen</a> von Arthur Siavash Klischat, Übersetzer für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"></p>



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<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Fünf ökologische Probleme Zentralasiens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Feb 2024 08:11:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien & Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Aralsee]]></category>
		<category><![CDATA[Gletscherschmelze]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaerwärmung]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Trockenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserknappheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zentralasien ist mit einer Reihe von Bedrohungen f&#xFC;r die Umwelt- und Klimasicherheit konfrontiert. Diese Probleme k&#xF6;nnen nur durch gemeinsame Anstrengungen aller L&#xE4;nder in der Region und nur mit Unterst&#xFC;tzung internationaler Organisationen gel&#xF6;st werden. Der am meisten gef&#xE4;hrdete Bereich aller zentralasiatischen L&#xE4;nder ist die Landwirtschaft und die damit verbundenen Sektoren. Das gemeinsame BIP der Region betr&#xE4;gt [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zentralasien ist mit einer Reihe von Bedrohungen für die Umwelt- und Klimasicherheit konfrontiert. Diese Probleme können nur durch gemeinsame Anstrengungen aller Länder in der Region und nur mit Unterstützung internationaler Organisationen gelöst werden.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der am meisten gefährdete Bereich aller zentralasiatischen Länder ist die Landwirtschaft und die damit verbundenen Sektoren. Das gemeinsame BIP der Region beträgt etwa 300 Milliarden Dollar (ca. 280 Milliarden Euro) und die Landwirtschaft ist in den meisten Ländern der Region der wichtigste Motor für die wirtschaftliche Entwicklung. Mehr als 50 Prozent der Bevölkerung sind im Agrarsektor beschäftigt. Außerdem lebt die Mehrheit der Bevölkerung der Region im Einzugsgebiet des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aralsee">Aralsees</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Aral-Krise</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die größte Umweltbedrohung für die zentralasiatische Region ist die Austrocknung des Aralsees. Der Wasserspiegel sinkt vor allem wegen klimatischer Faktoren und der Entnahme von Wasser für Bewässerungszwecke. Die Küste des Meeres des Aralsees hat bereits 95 Prozent ihrer Flora und Fauna verloren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bewältigung der Probleme des Aralsees erfordert einen umfassenden, sektorübergreifenden Ansatz und die Zusammenarbeit aller Staaten in der Region. Heute erstreckt sich der ausgetrocknete Boden des Aralsees über 38 Tausend Quadratkilometer und ist eine der Hauptquellen für Schadstoffemissionen. Jedes Jahr werden von diesem Gebiet 75 Millionen Tonnen Sand und Staub und 65 Millionen Tonnen fein verteilte Salze in die Atmosphäre freigesetzt, die vom Wind getragen und Tausende von Kilometern entfernt abgelagert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Staub-Salz-Gemisch aus dem Aralsee wurde bereits auf den Gletschern Tadschikistans und Kirgistans gefunden und verstärkt dort das Abschmelzen. Experten zufolge müssten zur Rettung des Aralsees jede Sekunde etwa 86 Kubikmeter Wasser (ca. 34 25-m Bahnen im Schwimmbad) geliefert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/die-stadt-aralsk-sinnbild-fuer-den-verschwundenen-aralsee/">Die Stadt Aralsk: Sinnbild für den verschwundenen Aralsee</a></strong><strong></strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Nachhaltiger Umgang mit der Ressource Wasser</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der größten ökologischen Herausforderungen bzw. Rettungsaktionen in Zentralasien ist die Verringerung der Wasserressourcen aufgrund des Klimawandels, die zu Wasserknappheit führt. Die Situation wird durch die unterschiedlichen Prioritäten der Länder der Region hinsichtlich der gemeinsamen Nutzung und des Austausches von Wasser- und Energieressourcen noch problematischer. Dies zeigt sich in Kirgistans Rückzug aus dem gemeinsamen Aktionsprogramm des Internationalen Fonds zur Rettung des Aralsees. Ein weiteres Beispiel ist der Bau des großen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kusch-Tepa-Kanal">Kusch-Tepa-Kanals</a> durch Afghanistan ohne die Rücksprache der anderen Staaten des Amudarja-Beckens.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus ist es wichtig, auf interne Probleme wie Wasserverschmutzung, schlechten Zugang zu sauberem Trinkwasser, hohen Verbrauch von Bewässerungswasser für landwirtschaftliche Nutzflächen, schlechte Wasserwirtschaftsorganisationen und die hohen Kosten der Wasserversorgung aufmerksam zu machen. Etwa 90 Prozent des Wassers werden in der Landwirtschaft verwendet. Diese Wasserknappheit erfordert neue, effiziente und wassersparende Anbaumethoden wie zum Beispiel Tropfbewässerungssysteme.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/klimawandel-und-wasserressourcen-in-zentralasien-wachsende-unsicherheit/">Klimawandel und Wasserressourcen in Zentralasien: Wachsende Unsicherheit</a></strong><strong></strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Schmelzende Gletscher</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schmelzende Gletscher verursachen immer häufiger Schlammlawinen und andere Naturkatastrophen. Deren wirtschaftlicher Schaden kann nach Angaben der Weltbank zwischen 0,4 und 1,3 Prozent des jährlichen BIPs der Länder der Region liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tadschikistan, das die höchste Anzahl an Gletschern in der Region aufweist, ist in der Tat der Wasserspender der Region. Die „Schneekrone&#8220; der Republik erstreckt sich über 8.500 Quadratkilometer und speist die Flusssysteme <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amudarja">Amudarja</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Serafschan">Serafschan</a>, von denen Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan weitgehend abhängig sind. Jedoch schrumpfen diese von Jahr zu Jahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Kirgistans Gletscher, welche eine Fläche von mehr als 6.500 Quadratkilometern aufweisen, schrumpfen jedes Jahr um etwa ein Prozent. Die starke Schmelze sowie die hohe Wasserentnahme für den landwirtschaftlichen Bedarf lassen ebenfalls den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Yssykk%C3%B6l">Yssykköl</a>-See schrumpfen. Die Uferlinien der zentralasiatischen Perle, wie der See auch genannt wird, sind in einigen Gebieten bereits um bis zu zehn Meter zurückgegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Experten gehen davon aus, dass das Abschmelzen der tadschikischen und kirgisischen Gletscher in absehbarer Zeit zu einem starken Anstieg des Abflusses in die Flüsse führen wird. In Zukunft bedeutet dies jedoch eine ernsthafte Wasserknappheit. Davon wird nicht nur die Landwirtschaft betroffen sein, sondern auch die Energiegewinnung durch Wasserkraft, die von den Flüssen abhängt. Das Wasserkraftpotenzial Tadschikistans beispielsweise entspricht fast 80 Prozent seines derzeitigen Stromverbrauchs. Glaziologen schätzen, dass bis 2080 die Fläche und das Volumen der Gletscher so stark geschrumpft sein werden, dass die Flüsse nicht mehr in der Lage sein werden, den Bedarf an Wasserkraft zu decken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/klimawandel-kirgistans-gletscher-in-gefahr/">Klimawandel: Kirgistans Gletscher in Gefahr</a></strong><strong></strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Bodenverschlechterung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das trockene Klima in Zentralasien trägt zur <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bodendegradation">Bodendegradation</a> und Wüstenbildung bei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wichtigsten Faktoren für die Bodendegradation sind das Bevölkerungswachstum in den Deltas der wichtigsten Flusseinzugsgebiete und der Klimawandel. Nach Angaben internationaler Organisationen sind heute mehr als 90 Millionen Hektar Land in Zentralasien degradiert, die meisten davon in Kasachstan (80 Millionen Hektar oder 36 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche) und Tadschikistan (3,9 Millionen Hektar oder mehr als 70 Prozent). Davon sind mehr als 30 Millionen Hektar von Wassererosion betroffen. In Usbekistan sind bis zu 80 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche von <a href="https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/wassererosion/17983">Wassererosion</a> betroffen. Trockenes Klima und Dürren verschärfen auch den Prozess der Bodenversalzung. Heute beträgt die Gesamtfläche der bewässerten Flächen in der Region acht Millionen Hektar, von denen mehr als 60 Prozent in gewissem Umfang versalzen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ausmaß der Versalzung ist in den zentralasiatischen Ländern unterschiedlich, und die Versalzung betrifft nicht nur Ackerland, sondern auch Weiden und Felder.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/vereinte-nationen-kuendigen-duerre-fuer-zentralasien-an/">Vereinte Nationen kündigen Dürre für Zentralasien an</a></strong><strong></strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Klimaerwärmung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die zentralasiatischen Länder sind im Sommer mit einem anormalen Temperaturanstieg konfrontiert. In einigen Regionen Tadschikistans und Turkmenistans steigt die Temperatur bis zu 48 Grad Celsius, in Usbekistan bis zu 45 Grad. Vorhersagen zufolge werden die Temperaturen in Zentralasien bis 2050 um weitere 1-3 Grad Celsius steigen. Mit der Erwärmung wird die Verdunstung von der Wasseroberfläche der Ozeane, Meere, Seen und Stauseen unweigerlich zunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten der Risiken von Naturkatastrophen, denen die zentralasiatischen Länder ausgesetzt sind, stehen in direktem Zusammenhang mit der Klimaerwärmung. Nach Angaben der Weltbank hat es allein in den letzten 30 Jahren etwa 500 Überschwemmungen und Erdbeben gegeben. 25 Millionen Menschen waren davon betroffen und es entspricht einem wirtschaftlichen Schaden von 80 Milliarden Dollar (ca. 75 Milliarden Euro). Dürreperioden erwiesen sich als die bedeutendste Naturkatastrophe. Schätzungen zufolge sind 90 Prozent der wirtschaftlichen Schäden, die durch alle Naturkatastrophen im Laufe der Jahre verursacht wurden, auf Dürren zurückzuführen. Experten schätzen den wirtschaftlichen Schaden, der der tadschikischen Wirtschaft durch Dürren entsteht, auf 5,4 Millionen Dollar (ca. 5 Millionen Euro) und durch Erdbeben auf 3,3 Millionen Dollar (ca. 3,1 Millionen Euro).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Nachhaltigkeit des Agrarsektors zu gewährleisten und die Bedrohung durch schwere Dürrefolgen zu verringern, müssen die Länder der Region aktiv Agrartechnologien einsetzen, die die Wassernutzungseffizienz verbessern, die Bodenfeuchtigkeit erhalten und Ökosysteme schützen. Des Weiteren braucht es eine Umstellung auf den Anbau von an Trockenheit und Salzgehalt angepassten Pflanzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/immer-staerkere-temperaturschwankungen-durch-den-klimawandel-in-zentralasien/">Immer stärkere Temperaturschwankungen durch den Klimawandel in Zentralasien</a></strong><strong></strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Asia-Plus</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russischen von Sara Derbishova</strong></p>



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		<title>Taschkent: Mandeln blühen dieses Jahr außergewöhnlich früh</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Fergana News]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Feb 2024 18:58:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaerwärmung]]></category>
		<category><![CDATA[Mandelblüte]]></category>
		<category><![CDATA[Mandeln]]></category>
		<category><![CDATA[Taschkent]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bereits Anfang Februar bl&#xFC;hen in Taschkent die ersten Mandelb&#xE4;ume. Was sch&#xF6;n aussieht, kann problematisch f&#xFC;r die Mandelernte werden: erneute K&#xE4;lteeinbr&#xFC;che k&#xF6;nnen die herankeimenden Fr&#xFC;chte besch&#xE4;digen oder gar absterben lassen. Mandeln sind die am fr&#xFC;hesten bl&#xFC;henden B&#xE4;ume der n&#xF6;rdlichen Hemisph&#xE4;re. Die Knospen k&#xF6;nnen sich bereits bei einer durchschnittlichen Tageslufttemperatur von sechs bis acht Grad Celsius &#xF6;ffnen, [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bereits Anfang Februar blühen in Taschkent die ersten Mandelbäume. Was schön aussieht, kann problematisch für die Mandelernte werden: erneute Kälteeinbrüche können die herankeimenden Früchte beschädigen oder gar absterben lassen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mandeln sind die am frühesten blühenden Bäume der nördlichen Hemisphäre. Die Knospen können sich bereits bei einer durchschnittlichen Tageslufttemperatur von sechs bis acht Grad Celsius öffnen, und die Blüte beginnt bei Tagestemperaturen von zwölf bis fünfzehn Grad Celsius. In Usbekistan ist die Mandelblüte in warmen Wintern oft in der dritten oder sogar zweiten Februarwoche zu beobachten. Die Blüte bereits zu Beginn des Monats scheint jedoch außerordentlich früh zu sein, was mit dem ungewöhnlichen Wetter zusammenhängt.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Um Ernteausfälle durch verfrühte Blüte zu vermeiden, wird im Süden Usbekistans während des Tauwetters der Boden rund um die Stämme mit Kalk bestreut, um die Bodenerwärmung zu verringern. Genau dies wurde im <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Boysun_District">Bezirk Boysun</a> in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Surxondaryo">Provinz Surxondaryo</a> getan, wo die Mandelblüte schon im Dezember 2023 unerwartet <a href="https://upl.uz/obshestvo/38849-news.html">einsetzte</a>. In den zentralen Regionen Usbekistans stiegen die Tagestemperaturen vor den Neujahrsfeiertagen ebenfalls auf zwanzig Grad Celsius. Im Allgemeinen war der Dezember jedoch nicht rekordverdächtig warm.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wärmster Januar seit Messbeginn</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach offiziellen Berichten von Uzhydromet war der Januar 2024 einer der wärmsten in Usbekistan seit Messbeginn. Im Vergleich zum ungewöhnlich kalten Januar 2023, in dem bei zwanzig Grad Frost viele Dorfstraßen Schäden erlitten, lagen die durchschnittlichen Januartemperaturen in diesem Jahr um sieben bis elf Grad höher. <a href="https://fergana.agency/videos/128821/">Zeitweise</a> gingen starke Regenfälle in Schnee über und es gab Nachtfröste.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/klimawandel-und-wasserressourcen-in-zentralasien-wachsende-unsicherheit/">Klimawandel und Wasserressourcen in Zentralasien: Wachsende Unsicherheit</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Januar 2024 gab es keinen einzigen Tag, an dem die durchschnittlichen Tagestemperaturen in Taschkent unter null lagen. Damit ist der frühe Vegetationsbeginn der mehrjährigen Pflanzen, insbesondere der Obstbäume, nicht überraschend. Bleibt das Wetter weiterhin so warm, werden sich bald auch Aprikosen- (Uruk genannt) und Pfirsichblüten dazugesellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Prognosen sagen voraus, dass auch der Februar 2024 etwas wärmer sein wird als im Durchschnitt. Die Tagestemperaturen in Taschkent stiegen bereits am Wochenende auf achtzehn Grad Celsius am Tag und zehn Grad in der Nacht. In den südlichen Regionen Usbekistans kann es jeweils zwei bis drei Grad wärmer sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mandelernte in Gefahr?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Risiken dieser bunte Frühstart mit sich bringen kann, zeigte sich im Frühjahr 2021, als strenge Fröste Ende Februar und Anfang März zweimal alle Obstbaumblüten in Taschkent <a href="https://fergana.agency/photos/121796/">vernichteten</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Glücklicherweise sind die klimatischen Anomalien zwischen Winter und Frühjahr für die Obst- und Nusskulturen nicht immer verheerend. In den ländlichen Gebieten haben die landwirtschaftlichen Betriebe gelernt, damit umzugehen. In großen Plantagen, in denen Obst und Nüsse in industriellem Maßstab angebaut wird, werden bewusst spät blühende Sorten gezüchtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Weitere Fotos findet ihr im Originalartikel.</em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Andrej Kudrjaschow für Fergana News</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><strong><a href="https://fergana.news/photos/132873/">Russischen</a></strong><strong> von Michèle Häfliger</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<title>Wegen Hitze: Notstand im Süden Kasachstans</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Margarita Danilova]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2021 13:10:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Dürre]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaerwärmung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 13. Juli wurde im Bezirk Aral im S&#xFC;den Kasachstans der Notstand ausgerufen. Auch andere Gebiete im S&#xFC;den und S&#xFC;dwesten des Landes sind seit Sommerbeginn vom Wassermangel betroffen. Nachdem in Turkmenistan bereits im Fr&#xFC;hjahr eine D&#xFC;rre die Ernten zerst&#xF6;rte und das Vieh t&#xF6;tete, leidet nun der S&#xFC;den Kasachstans unter extremen Temperaturen und ausbleibenden Niederschl&#xE4;gen. Im [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am 13. Juli wurde im Bezirk Aral im Süden Kasachstans der Notstand ausgerufen. Auch andere Gebiete im Süden und Südwesten des Landes sind seit Sommerbeginn vom Wassermangel betroffen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"> Nachdem <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/duerre-in-turkmenistan/">in Turkmenistan</a> bereits im Frühjahr eine Dürre die Ernten zerstörte und das Vieh tötete, leidet nun der Süden Kasachstans unter extremen Temperaturen und ausbleibenden Niederschlägen. Im Juni warnte die <a href="https://www.kazhydromet.kz/ru/post/954">Wetterbehörde Kasachstans</a> vor der Gefahr schwerer Dürren in 6 der 14 Regionen des Landes, darunter die Gebiete <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aqmola_(Gebiet)">Aqmola</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aqtöbe_(Gebiet)">Aqtóbe</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ostkasachstan">Ostkasachstan</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mangghystau_(Gebiet)">Mańģystaý</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qysylorda_(Gebiet)">Qyzylorda</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qostanai_(Gebiet)">Qostanaı</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahmen der Behörden reichten jedoch nicht aus, um die Katastrophe zu verhindern. Wie <a href="https://www.rferl.org/a/central-asian-drought-water-shortages/31324012.html">Radio Free Europe</a> berichtet, waren Winter und Frühling im gesamten zentralasiatischen Raum von Wassermangel geprägt. Im Gebiet <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Türkistan_(Gebiet)">Túrkistan</a> im Süden Kasachstans geht das Wasser für die Bewässerung landwirtschaftlicher Nutzpflanzen zur Neige. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/duerre-in-turkmenistan/">Dürre in Turkmenistan </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Deswegen schlossen die kasachstanischen Behörden am 19. Juli ein Abkommen mit dem weiter stromaufwärts am <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Syrdarja">Syrdarja</a> gelegenen Usbekistan, wie das auf Zentralasien spezialisierte russischen Nachrichtenportal <a href="https://fergana.media/news/122499/">Fergana News</a> mitteilte. Diese Vereinbarung sieht vor, die Abflussmenge im <a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/Достык_(канал)">Dostyk-Kanal</a>, der den usbekischen Teil des Syrdarja mit dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schardara-Talsperre">Shordara-Stausee</a> verbindet, von 80 auf 90 Kubikmeter pro Sekunde zu erhöhen und so kasachstanischen Landwirt:innen zu helfen. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Reisanbau betroffen</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Wie <a href="https://forbes.kz/news/2021/07/14/newsid_254103">Forbes Kasachstan</a> mitteilte, betrug im Mai und Juni in den meisten Landesteilen Kasachstans die durchschnittliche Niederschlagsmenge weniger als die Hälfte der Norm. Laut <a href="https://www.zakon.kz/5073652-iz-za-zasuhi-v-kyzylordinskoy-oblasti.html">Zakon.kz</a> brachten die Regenfälle im Süden und Westen des Landes nur sehr wenig Wasser in die Flüsse. Dies gilt insbesondere für den Syrdarja, der ein Drittel seines Wasservolumens verloren hat, wie das russische Auslandsmedium <a href="https://ru.sputnik.kz/regions/20210524/17142842/Zasukha-ugrozhaet-fermeram-Turkestanskoy-oblasti.html">Sputnik</a> im Mai berichtete.

</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Für den landwirtschaftlichen Sektor Im Gebiet Qyzylorda, der für den Reisanbau bekannt ist, stellt der Syrdarja die wichtigste Wasserquelle dar. Aufgrund des sinkenden Wasserspiegels haben die lokalen Behörden die Zahl der Reisfelder reduziert, wie aus einem Bericht von <a href="https://24.kz/ru/news/social/item/460916-ploshchadi-risovykh-polej-sokratili-v-zhanakorganskom-rajone-kyzylordinskoj-oblasti">24.kz</a> hervorgeht.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Eine Katastrophe für das Vieh</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Der Getreide- und Gemüseanbau ist ernsthaft betroffen. Aber auch der Mangel an frischen Kräutern und Gräsern ist besorgniserregend. Laut dem kasachstanischen Fernsehsender <a href="https://www.ktk.kz/ru/news/video/2021/06/24/183735/">KTK</a> können Landwirt:innen ihre Tiere nicht mehr füttern, weil sich der Heupreis verdoppelt hat.

Nach den tragischen Bildern aus den Gebieten Túrkistan und Mańģystaý, wo die Tiere mit nassem Papier und Pappe gefüttert wurden, stirbt laut <a href="https://www.zakon.kz/5073652-iz-za-zasuhi-v-kyzylordinskoy-oblasti.html">Zakon.kz</a> das Vieh nun in einigen Bezirken des Gebiets Qyzylorda massenhaft an Hunger.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Die lokalen Behörden bitten um Hilfe</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Die Gebietskommission zur Verhütung und Beseitigung von Notfällen trat am 13. Juli zusammen und beschloss, den regionalen Ausnahmezustand einzuführen. <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/gulshara-abdiqaliqova-wird-erste-gouverneurin-in-kasachstan/">Gulshara Ábdyqaliqova</a>, Gouverneurin des Gebiets Qyzylorda, <a href="https://www.gov.kz/memleket/entities/kyzylorda/press/news/details/229344?lang=ru">gab bekannt</a>, dass im Bezirk Aral die Dürre und der Futtermangel zum Tod von 559 Rindern geführt haben.

</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Um das Vieh zu erhalten, müssen wir Brunnen bohren, Kanäle reinigen und Dämme bauen, damit die Weiden und Heuwiesen bewässert werden können. Diese Maßnahmen erfordern erhebliche finanzielle Mittel. Wir haben daher die Regierung aufgefordert, uns die notwendigen Mittel bereitzustellen“</em>, erklärte Ábdyqaliqova.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Landwirtschaftsminister entlassen</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Als Reaktion auf die Notlage entließ Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qassym-Schomart_Toqajew">Qasym-Jomart Toqaev</a> am 10. Juli während einer Regierungssitzung zu den Folgen der Dürre Landwirtschaftsminister <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Saparhan_Omarov">Saparhan Omarov</a>.

<em>„In dieser schwierigen Situation hätte Herr Omarov dringende und entschlossene Maßnahmen ergreifen müssen. Er war jedoch nicht in der Lage, die erforderlichen Arbeiten fristgerecht abzuschließen. Daher denke ich, dass es fair sein wird, wenn Minister Saparhan Omarov zurücktritt“</em>, sagte Kasachstans Präsident nach Angaben von <a href="https://www.zakon.kz/5075399-tokaev-uvolil-glavu-minselhoza.html">Zakon.kz</a>.
</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Margarita Danilova, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/le-sud-du-kazakhstan-en-etat-durgence-a-cause-de-la-secheresse/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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		<title>Dürre in Turkmenistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Margarita Danilova]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 May 2021 17:05:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Dürre]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaerwärmung]]></category>
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		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Turkmenistan ist von einer noch st&#xE4;rkeren D&#xFC;rre bedroht als 2018, als extremer Wassermangel im S&#xFC;den, Osten und Norden des Landes zu erheblichen Verlusten bei der Reis- und Weizenernte f&#xFC;hrte. Dieser Mangel d&#xFC;rfte auch die Nachbarl&#xE4;nder Usbekistan, Kirgistan und Tadschikistan betreffen, da die Region vollst&#xE4;ndig vom Wasser der Fl&#xFC;sse Amudarja und Syrdarja abh&#xE4;ngig ist. Im April [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Turkmenistan ist von einer noch stärkeren Dürre bedroht als 2018, als extremer Wassermangel im Süden, Osten und Norden des Landes zu erheblichen Verlusten bei der Reis- und Weizenernte führte. Dieser Mangel dürfte auch die Nachbarländer Usbekistan, Kirgistan und Tadschikistan betreffen, da die Region vollständig vom Wasser der Flüsse Amudarja und Syrdarja abhängig ist.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im April ist in Turkmenistan weit weniger Regen als üblich gefallen, während die Temperaturen im Land hoch blieben und bis zu 40 ° C erreichten &#8211; insbesondere in der Hauptstadt Aschgabat. Regenfälle und Gewitter, die Anfang Mai einsetzten, haben sich als unzureichend erwiesen, zumal in den kommenden Wochen wieder hohe Temperaturen erwartet werden. Dies berichtet <a href="https://www.hronikatm.com/2021/05/2021-draught/">Chronika Turkmenistana</a>, ein unabhängiges Nachrichtenportal mit Sitz in Wien.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„In einigen Regionen des Landes waren seit Ende 2020 Anzeichen einer Dürre zu beobachten. Bereits im Januar und Februar dieses Jahres konnte man sicher sein, dass eine Dürre kommen werde“</em>, schreibt <a href="http://meteojurnal.ru/zasuhi/nyneshnyaya-zasuha-mozhet-stat-silnee-zasuhi-2018-goda/">Meteojournal</a>, eine auf das Wetter in der Region spezialisierte russische Webseite. Aufgrund der geringen Niederschläge im Winter und Frühling sammelte sich im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pamir_%28Gebirge%29">Pamir</a> nicht genügend Schnee. Infolgedessen macht der Wasserstand im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amudarja">Amudarja</a> nur 60 Prozent des Vorjahreswerts aus. Es ist laut Meteojournal auch das erste Mal seit elf Jahren, dass der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aralsee">Aralsee</a> nicht mehr vom Amudarja erreicht wird.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Turkmenistans Präsident ist alarmiert</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus ist laut Chronika Turkmenistana der Wassermangel in den Stauseen des Landes bereits zu spüren. Der <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Tuyamuyun_Hydro_Complex">Tuyamuyun-Hydrokomplex</a> am Unterlauf des Amudarja soll die Regionen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Choresmien">Xorazm</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karakalpakistan">Karakalpakistan</a> in Usbekistan, aber auch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Daşoguz_welaýaty">Daşoguz</a> in Turkmenistan und Teile Kasachstans mit Wasser versorgen. Im Mai erreichte der Wasserstand jedoch ein <a href="http://meteojurnal.ru/zasuhi/obem-vody-v-tuyamuyunskom-gidrouzle-upal-nizhe-mertvogo-obema-meleyut-hauzhanskoe-i-zeidskoe-vodohranilishha/">kritisches Niveau</a>. Das Wasser kann nicht mehr für Bewässerungszwecke verwendet werden, da der Pegel bereits unter dem Abfluss des Dammes liegt.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut <a href="http://meteojurnal.ru/zasuhi/obem-vody-v-tuyamuyunskom-gidrouzle-upal-nizhe-mertvogo-obema-meleyut-hauzhanskoe-i-zeidskoe-vodohranilishha/">Meteojournal</a> weist der größte Stausee des Landes, das <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Hanhowuz_Reservoir">Hanhowuz-Reservoir</a>, ebenfalls einen Rückgang der Reserven auf: Anfang Mai betrug seine Fläche etwa 150 bis 155 Quadratkilometer, was 70 Prozent seiner Fläche im Vorjahr entspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Turkmenistans Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gurbanguly_Berdimuhamedow">Gurbanguly Berdimuhamedow</a> forderte laut Chronika Turkmenistana am 7. Mai den für den Agrarsektor zuständigen stellvertretenden Ministerpräsidenten <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Esenmyrat_Orazgeldiyev">Esenmyrat Orazgeldiýew</a> auf, <em>„das Wasservolumen in Flüssen und Stauseen zu inspizieren, letztere zu reinigen und moderne wassersparende Technologien in der Landwirtschaft einzuführen&#8220;</em>.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Kampf der Verschwendung</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Tage zuvor hatte Berdimuhamedow eine Wasserpumpstation im <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Kaka_District">Bezirk Kaka</a> in der im Süden des Landes gelegenen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ahal_welaýaty">Provinz Ahal</a> besucht. Diese wird von dem Privatunternehmen <a href="http://www.miweagpj.com/ru/about">Miwe</a> betrieben, das nach Angaben des amerikanischen Nachrichtenportals <a href="https://eurasianet.org/turkmenistan-pump-up-the-water">Eurasianet</a> große Mengen Obst anbauen will, um Importe zu ersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Dowran Hudaýberdiýew, dem Präsidenten der „Union der Industriellen und Unternehmer“ – UIET (einer von Berdimuhamedow mit der Sicherstellung des Übergangs zur Marktwirtschaft beauftragten halböffentlichen Einrichtung), verfügt Miwe über eine Pumpinfrastruktur, die dazu beitragen würde, die Wasserverschwendung um 35 bis 50 Prozent zu reduzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 5. Mai teilte die UIET auf ihrer Website mit, dass Miwe Pläne habe, mehr Infrastruktur zur Wasserspeicherung zu errichten. Diese hätte drei Vorteile. Sie könne Erdrutsche verhindern, indem sie überschüssiges Wasser im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kopet-Dag">Köpetdag-Gebirge</a> erfasse. Außerdem könne sie der Landwirtschaft mehr Bewässerungskapazitäten bieten und die Abhängigkeit von anderen Quellen wie dem Amudarja verringern.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Verschärfte wirtschaftliche und soziale Probleme</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Doch der Wassermangel ist nicht das einzige Problem, vor dem Turkmenistan zur Zeit steht: Nach Angaben der unabhängigen turkmenischen Nachrichtenagentur <a href="https://turkmen.news/news/becoming-poor/">Turkmen.news</a> steigen im Land seit Jahresbeginn einen Anstieg der Lebensmittelpreise, was bereits zu Hungersnöten führte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Dürre verschlechtert sich die Situation derjenigen, die Vieh in geringen Mengen selbst besitzen, was es ihnen ermöglicht, sich trotz Mangel und Preisanstieg selbst zu ernähren. Es gibt nicht mehr genug frisches Gras auf Wiesen und Weiden, um das Vieh zu ernähren. In der Region Daşoguz sind laut <a href="https://turkmen.news/news/no-food-cattle/">Turkmen.news</a> ViehbesitzerInnen, die ihre Tiere nicht mehr füttern können, infolge der im März gestiegenen Futterpreise und der Hitze im April darauf angewiesen, diese <a href="https://turkmen.news/news/no-chicken/">zu schlachten</a>.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie <a href="https://turkmen.news/news/becoming-poor/">Turkmen.news</a> berichtet, sind Menschen teilweise sogar gezwungen, den Müll nach Lebensmitteln zu durchsuchen. Dieses Phänomen ist nach Angaben von <a href="https://rus.azathabar.com/a/31179808.html">Radio Azatlyk</a>, dem turkmenischen Dienst von Radio Free Europe, besonders in den Städten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mary_(Turkmenistan)">Mary</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Baýramaly">Baýramaly</a> zu beobachten und scheint bereits alltäglich zu werden. Die Polizei kann die Menschen nicht mehr daran hindern, den Müll zu durchsuchen, und rät ihnen sogar, sich <em>„die Uniform der kommunalen Dienste&#8220;</em> zu besorgen, damit sie keine Blicke auf sich ziehen.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Konfliktfaktor Wasser</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Jahrzehnten hat sich das Problem der Wasserknappheit in Zentralasien verstärkt. Laut dem russischen Dienst der <a href="https://www.bbc.com/russian/features-37169385">BBC</a> hat sich der Wasserverbrauch in der Region zwischen 1960 und 2000 verdoppelt, was teilweise auf den Bevölkerungsboom zurückzuführen ist. Darüber hinaus erfordert die Landwirtschaft, ein wichtiger Sektor für die zentralasiatischen Volkswirtschaften, eine intensive Bewässerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber die <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/gletscherschmelze-im-tian-shan-eine-gefahr-mit-langfristigen-folgen-fuer-zentralasien/">schmelzenden Gletscher</a> in Pamir und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tian_Shan">Tian-Shan</a> sowie veraltete Bewässerungssysteme führen zu Wasserknappheit. Dies ist ein Konfliktfaktor sowohl zwischen den zentralasiatischen Staaten als auch zwischen LandwirtInnen und den BewohnerInnen der von den Engpässen betroffenen Ortschaften [<a href="https://novastan.org/fr/kirghizstan/kirghizstan-tensions-frontalieres-autour-de-leau-dans-un-village-de-la-vallee-du-ferghana/">FR</a>/<a href="https://www.turmush.kg/ru/news:1461625">RU</a>].</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/die-funf-wichtigsten-wasserkonflikte-in-zentralasien/"><strong>Die fünf wichtigsten Wasserkonflikte in Zentralasien</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ohne wirksame Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel könnte Turkmenistan aufgrund dessen Auswirkungen einen starken wirtschaftlichen Abschwung erleben. Besonders gefährdet ist der Agrarsektor des Landes, dessen mögliche Verluste die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_f%C3%BCr_wirtschaftliche_Zusammenarbeit_und_Entwicklung">OECD</a> in den Jahren 2016 bis 2030 auf bis zu 20,5 Milliarden US-Dollar (16,9 Milliarden Euro) <a href="https://www.oecd.org/environment/outreach/Turkmenistan_Financing_Climate_Action.Nov2016.pdf">beziffert</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Schätzungen der OECD könnte der Klimawandel zu einem jährlichen Anstieg der Überschwemmungen um 10 Prozent, einem jährlichen Anstieg der Starkniederschläge um 5 Prozent sowie zu einem Anstieg der Hitzewellen um 1,6 Prozent pro Jahr führen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Margarita Danilova, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/turkmenistan/le-turkmenistan-se-prepare-a-une-secheresse-plus-grave-que-celle-de-2018/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong></p>


<p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p>
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			</item>
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		<title>Usbekistan bricht den Hitzerekord für den Monat Mai</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2020 07:40:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem Anfang Mai in Usbekistan noch heftige Unwetter tobten, wurden in einigen Regionen des Landes neue Hitzerekorde aufgestellt. Die globale Erw&#xE4;rmung macht sich in Zentralasien weiter bemerkbar. Am 26. Mai hat in den Regionen Karakalpakistan, Choresm, Buchara und Navoiy die&#xA0; Lufttemperatur am Tag zwischen 40&#xB0;C und 42&#xB0;C erreicht. In einigen Ortschaften in der W&#xFC;ste sollen [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Nachdem Anfang Mai in Usbekistan noch heftige Unwetter tobten, wurden in einigen Regionen des Landes neue Hitzerekorde aufgestellt. Die globale Erwärmung macht sich in Zentralasien weiter bemerkbar.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Am 26. Mai hat in den Regionen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karakalpakistan">Karakalpakistan</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Xorazm">Choresm</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Buxoro">Buchara</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Navoiy">Navoiy</a> die  Lufttemperatur am Tag zwischen 40°C und 42°C erreicht. In einigen Ortschaften in der Wüste sollen sogar bis zu 44°C gemessen worden sein. Dies vermeldete die usbekische meteorologische Agentur <a href="https://www.meteo.uz/#/ru/news/2020-05-27-may-stavit-svoi-temperaturnye-rekordy">Uzgydromet</a> mit dem Hinweis, dass dies die höchsten Temperaturen seien, die dort jemals in einem Mai aufgezeichnet wurden.</p>
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<p style="text-align: justify">Des Weiteren erinnert die Agentur daran, dass die außergewöhnliche Hitzeperiode Ende Mai auf einen ebenso außergewöhnlichen Monatsanfang mit heftigen und zerstörerischen Gewittern folgt.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Der Klimawandel macht sich bemerkbar</strong></p>
<p style="text-align: justify">Der diesjährige Mai verdeutlicht in Zentralasien weiterhin die Auswirkungen der globalen Erderwärmung. Die extremen Wetterereignisse treten in einer Zeit auf, in der Eurasien den wärmsten Winter seit Mitte des 19. Jahrhunderts erlebt hat, wie die vom europäischen Copernicus-Projekt veröffentlichte <a href="https://www.theguardian.com/environment/2020/mar/05/truly-extreme-winter-2019-20-in-europe-by-far-hottest-on-record">Karte</a> der anormalen Temperaturen für den Winter 2020 zeigt. In Europa war der vergangene Winter um durchschnittlich 1,4°C wärmer als der vorherige Rekord.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/zwischen-klimakatastrophe-und-nepotismus-der-bruch-des-sardoba-damms-in-usbekistan/"><strong>Zwischen Klimakatastrophe und Nepotismus – der Bruch des Sardoba-Damms in Usbekistan</strong></a></p>
<p style="text-align: justify">Wie die usbekische Klimaagentur <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2019/06/13/global-warming/">betont</a>, sind in Zentralasien die Durchschnittstemperaturen in den letzten hundert Jahren doppelt so schnell gestiegen wie im Rest der Welt. Letzten Sommer verzeichnete die Region Temperaturen, die gleichauf mit den bis dahin im Laufe des letzten Jahrhunderts erreichten Rekordtemperaturen lagen. Dies führte zu zahlreichen Problemen wie Hochwasser oder Waldbränden.</p>
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<p style="text-align: justify">Laut einem <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s10113-015-0893-z">Artikel</a> der Fachzeitschrift Regional Environmental Change aus dem Jahr 2015 sind häufigere und stärkere extreme Wetterereignisse eine der direkten Folgen der globalen Erwärmung in Zentralasien. Dies gehe mit einem Anstieg der Durchschnittstemperaturen sowie häufigeren Hitze-Peaks und einer Änderung des Niederschlags einher. Dabei erfolgt der Niederschlag &#8211; wie Anfang Mai gesehen &#8211; in Form von Starkregen, der in einem kurzen Zeitraum niedergeht, und sich mit längeren Trockenperioden abwechselt, die mit hohen Hitzewellen einhergehen.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Die Redaktion von Novastan France</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Französischen von Robin Roth</strong></p>
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