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	<title>Jagd Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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	<title>Jagd Archives</title>
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		<title>Jagdquoten für das Marco-Polo-Schaf – eine zweischneidige Strategie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[cvavon]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2024 12:38:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Artenschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Marco-Polo-Schaf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tadschikistan hat Jagdquoten f&#xFC;r das seltene Marco-Polo-Schaf eingef&#xFC;hrt, um so die Zahl der T&#xF6;tungen zu begrenzen. Von der Gr&#xFC;ndung eines Luxusjagdunternehmens bis zur Erhaltung des Staatsgebiets sind die Auswirkungen dieser Ma&#xDF;nahme vielf&#xE4;ltig. Am 1. Februar berichtete das tadschikische Nachrichtenportal Asia-Plus, dass das Erreichen der Obergrenze in Bezug auf Jagdquoten f&#xFC;r seltene Tiere f&#xFC;r den Zeitraum [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tadschikistan hat Jagdquoten für das seltene Marco-Polo-Schaf eingeführt, um so die Zahl der Tötungen zu begrenzen. Von der Gründung eines Luxusjagdunternehmens bis zur Erhaltung des Staatsgebiets sind die Auswirkungen dieser Maßnahme vielfältig.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 1. Februar berichtete das tadschikische Nachrichtenportal <a href="https://www.asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20240201/v-tadzhikistane-iz-142-kvot-na-ohotu-za-redkimi-zhivotnimi-ostalos-vsego-11">Asia-Plus</a>, dass das Erreichen der Obergrenze in Bezug auf Jagdquoten für seltene Tiere für den Zeitraum 2023-2024 bevorstehe. Die Trophäenjagd dauert von September bis Ende Februar und betrifft Wildtiere, die als selten gelten und daher geschützt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den 142 Genehmigungen, die gemäß den staatlich festgelegten Quoten erteilt werden können, waren zum besagten Zeitpunkt nur noch 11 nicht vergeben. Von den 110 verfügbaren Genehmigungen für <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Argali">Marco-Polo-Schafe</a> wurden 108 genutzt, 15 von 16 für die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schraubenziege">Schraubenziege</a> und 8 von 16 für das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Urial">Urial</a>.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Auch für Braunbären liegen 10 Genehmigungen vor, die jedoch nur im Falle einer Bedrohung für die Bevölkerung genutzt werden dürfen, präzisiert <a href="http://tajnature.tj/en/ministerstvo/rokhbariyat/">Bahodur Scheralisoda</a>, Präsident des Komitees für Umweltschutz Tadschikistans gegenüber Asia-Plus.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Marco-Polo-Schaf – eine beliebte Trophäe</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Marco-Polo-Schaf, auch Argali oder Riesenwildschaf genannt, ist neben dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sibirischer_Steinbock">Sibirischen Steinbock</a> eine der wertvollsten Jagdtrophäen im Hochgebirge Zentralasiens. Der ursprünglich aus dem zentralasiatischen Raum stammende Wildschaf ist nach dem berühmten venezianischen Reisenden <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marco_Polo">Marco Polo</a> benannt, der Ende des 13. Jahrhunderts durch Asien reiste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Marco-Polo-Schaf wurde von der <a href="https://iucn.org/">Internationalen Union für Naturschutz (IUCN)</a> als nahezu gefährdet eingestuft. Aufgrund seiner beeindruckenden Statur ist es zu einem Wahrzeichen Tadschikistans geworden. Es sind vor allem die Hörner der Böcke, die dem Tier ein so charakteristisches Aussehen verleihen. Es dauert bis zu drei Jahre, bis die Hörner ihre endgültige Größe erreichen. Und sie sind teuer.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/sieben-zentralasiatische-wildtierarten-die-unseren-schutz-benoetigen/"><strong>Sieben zentralasiatische Wildtierarten, die unseren Schutz benötigen</strong></a><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch andere seltene Tiere wie der Sibirische Steinbock, der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schneeleopard">Schneeleopard</a>, die Schraubenziege oder der Urial sind wegen ihrer Hörner, ihres Fells, ihrer Knochen und ihres Fleisches in ganz Zentralasien begehrt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Streng regulierte Jagd</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aber das Marco-Polo-Schaf bleibt die beliebteste Beute. Die Aufnahme des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tadschikischer_Nationalpark">Pamir-Nationalparks</a> in die Liste des <a href="https://whc.unesco.org/en/list/1252/#:~:text=Valeur%20universelle%20exceptionnelle&amp;text=Le%20Parc%20national%20tadjik%20(d,l'Himalaya%20et%20du%20Karakorum.">UNESCO-Welterbes</a> im Jahr 2013 bestärkte nur die Vorstellung, dass die Praxis der regulierten Jagd in diesem geschützten, seltene Arten beherbergenden Gebiet zu seiner Erhaltung beitragen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um an dieser Jagd teilnehmen zu dürfen, müssen sowohl Einheimische als auch Ausländer:innen eine Genehmigung besitzen. Laut <a href="https://rus.ozodi.org/a/28038560.html">Radio Ozodi</a>, der tadschikische Dienst von Radio Free Europe, werden die Quoten von Unternehmen gekauft, die Jagdreisen nach Tadschikistan für ausländische Tourist:innen organisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/warum-in-tadschikistan-immer-mehr-bedrohte-tier-und-pflanzenarten-verschwinden/"><strong>Warum in Tadschikistan immer mehr bedrohte Tier- und Pflanzenarten verschwinden</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe der Jahre hat die tadschikische Regierung die Quoten erhöht. So umfassten die Quoten laut Asia-Plus im Jahr <a href="https://www.asiaplustj.info/news/tajikistan/society/20180920/ohota-po-tadzhikski-4-milliona-za-otstrel-marko-polo">2018</a> noch 95 Marco-Polo-Schafe und 12 Schraubenziegen, während es <a href="https://www.asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20240201/v-tadzhikistane-iz-142-kvot-na-ohotu-za-redkimi-zhivotnimi-ostalos-vsego-11">2024</a> schon 110 beziehungsweise 16 Exemplare waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Festlegung von Jagdquoten verbietet nicht die Jagd auf geschützte Tiere, sondern regelt sie streng. Das Ziel ist, einen möglichst hohen Bestand an Tieren zu erhalten und so den touristischen Jagdsektor weiterhin zu versorgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein teures Hobby</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem werden die Teilnehmer:innen handverlesen und die tadschikische Regierung zögert nicht, die Jagd zu einer Luxushobby zu machen. Der Preis für eine einzelne Lizenz beträgt mindestens 12.000 Somoni (1.022 Euro) für einen Bären, 55.000 (4.685 Euro) für ein Marco-Polo-Schaf und mehr als 380.000 Somoni (32.349 Euro) für eine Schraubenziege. Hinzu kommen Kosten für Führer:innen, Transport und Ausrüstung, sodass Agenturen Jagdreisen für mehrere Zehntausend Euro anbieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Jagd erfordert aufgrund der Höhe, in der sie stattfindet, Ressourcen und körperliche Ausdauer. Diese besonders teure Aktivität ist daher Ausländer:innen, insbesondere Amerikaner:innen, vorbehalten. Lizenzen für das Marco-Polo-Schaf gehören zwar zu den teueren, sind aber schnell vergeben.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Eine Praxis, um die Staatskasse aufzufüllen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl der Menschen, die diese Trophäe erhalten möchten, nimmt nicht ab. Im Gegenteil. Die tadschikistanische Botschaft in Frankreich <a href="https://mfa.tj/fr/paris/tadjikistan/tourisme">behauptet</a>, dass <em>„der Tourismus als bewährtes Mittel zur Anziehung in- und ausländischer Investitionen, zur Schaffung neuer Arbeitsplätze, als Einnahmequelle und zur Bereicherung des Staatshaushalts einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung geleistet hat.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">So wurde 2018 zum Jahr der Entwicklung des Tourismus und des Volkshandwerks in Tadschikistan erklärt. In diesem Jahr hoffte die tadschikische Regierung, mehr als 7,27 Millionen Somoni (619.100 Euro) durch das Erlegen von 123 Wildtieren zu erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits 2014 wurden 2 Millionen Somoni (170.000 Euro) aus Jagdeinnahmen für den Bau des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rogun-Staudamm">Rogun-Wasserkraftwerks</a> überwiesen. Im Durchschnitt könnten die Einnahmen aus einer Jagdsaison die Gehälter von 13.000 Lehrer:innen im Land decken.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Erträge vor Ort reinvestieren</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2018 <a href="https://www.swarovskioptik.com/fr/fr/ornithologie/histoires/de-nouvelles-perspectives-tadjikistan">erklärte</a> Stefan Michel, Forscher bei der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zoologische_Gesellschaft_für_Arten-_und_Populationsschutz">Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP)</a>, dass diese Geldzuflüsse den Einheimischen zugutekommen: <em>„Damit werden auch lokale Gemeinschaftsprojekte finanziert, wie das neue Trinkwasserversorgungsnetz, […] oder der Bau von Häusern für Familien, deren Häuser durch eine Sturzflut zerstört wurden, und viele andere Dinge.“</em> Dank der Einnahmen aus der Trophäenjagd könne die tadschikistanische Regierung die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Gebiets finanzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/panorama/die-sackgasse-leben-am-pamir-highway/"><strong>Die Sackgasse – Leben am Pamir Highway</strong></a><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">​In Bezug auf die Erhaltung des nationalen Naturerbes fügt der Forscher hinzu, dass dies <em>„von der Wahrung der Rechte und Pflichten lokaler Jäger bei der Wildbewirtschaftung in ihrer Region sowie von den Einnahmen aus Jagd und Tourismus abhängt, welche die Initiativen der lokalen Bevölkerung zum Schutz der Tierwelt belohnen.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige glauben jedoch, dass die tadschikistanische Regierung nicht genug gegen die Wilderei unternimmt und dass die Gelder aus der Jagd stärker in den Schutz seltener Tiere investiert werden sollten, anstatt andere Projekte voranzutreiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>NGOs für den Erhalt des zentralasiatischen Naturerbes</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um das mangelnde Handeln der tadschikistanischen Regierung beim Artenschutz zu kompensieren, engagieren sich verschiedene lokale, nationale und internationale Verbände im Kampf gegen Wilderei und im Kampf gegen gefährdete Arten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Internationale Union für Naturschutz (IUCN) beispielsweise schult lokale Gemeinden in der Bekämpfung der Wilderei sowie in der Identifizierung seltener Arten, insbesondere im Rahmen ihres <a href="https://iucnsos.org/wp-content/uploads/2023/02/SOS-Central-Asia-brochure-final.pdf?fbclid=IwAR2ugC1D3iQUfHzKzjxo0NPUpp6zCEERM0XFUc7nsyypkvB5Jx5vgvBuWRU">Projekts</a> zum Schutz der Schneeleoparden. Hamroh Ahrorsoda, Leiter des Komitees für Umweltschutz in Tadschikistan, bestätigt gegenüber <a href="https://www.asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20240201/v-tadzhikistane-iz-142-kvot-na-ohotu-za-redkimi-zhivotnimi-ostalos-vsego-11">Asia Plus</a>, dass im Jahr 2023 im Land keine Fälle von Wilderei geschützter Tiere registriert wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-die-heimat-zehn-aussergewoehnlicher-tiere/"><strong>Tadschikistan – Die Heimat zehn außergewöhnlicher Tiere</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Letztendlich ermöglicht die Komplementarität zwischen der Festlegung staatlicher Quoten und der Einbindung lokaler und internationaler Organisationen gegen Wilderei, dass Populationen seltener Arten erhalten bleiben oder sogar wachsen. Zu Beginn des Jahres 2024 gibt es in Tadschikistan mehr als 28.000 Marco-Polo-Schafe, verglichen mit 23-25.000 im Jahr 2018. Hinzu kommen 6.000 Schraubenziegen, 3.000 Uriale, 1.000 Braunbären und 300 Schneeleoparden.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Candice Vavon für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/tadjikistan/quotas-chasse-mouflon-marco-polo-double-tranchant/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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			</item>
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		<title>Kasachstan gibt geschützte Saiga-Antilopen zum Abschuss frei</title>
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		<dc:creator><![CDATA[cduverdier]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2022 07:41:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Population der gesch&#xFC;tzten Saiga-Antilope nimmt in Kasachstan zu und wird somit zu einem Problem f&#xFC;r die Landwirtschaft. Das Ministerium f&#xFC;r &#xD6;kologie, Geologie und nat&#xFC;rliche Ressourcen hat nun beschlossen, 80.000 Saigas zum Abschuss freizugeben. Die Zahl der bedrohten Saiga-Antilopen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Wie das russische Auslandsmedium Sputnik berichtet, gibt es heute [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Population der geschützten Saiga-Antilope nimmt in Kasachstan zu und wird somit zu einem Problem für die Landwirtschaft. Das Ministerium für Ökologie, Geologie und natürliche Ressourcen hat nun beschlossen, 80.000 Saigas zum Abschuss freizugeben.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl der bedrohten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Saiga">Saiga-Antilopen</a> ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Wie das russische Auslandsmedium <a href="https://ru.sputnik.kz/20220615/minekologii-saygak-otstrel-25540169.html">Sputnik</a> berichtet, gibt es heute 1.318.000 Exemplare, während es im Jahr 2016 noch 110.000 waren. Die Art unterliegt in Kasachstan besonderem Schutz und darf bis 2023 <a href="https://ru.sputnik.kz/20220505/za-9-let-obschaya-chislennost-saygakov-v-kazakhstane-vyrosla-bolee-chem-v-6-raz-24650248.html">nicht bejagt werden</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das kasachstanische Nachrichtenportal <a href="https://vlast.kz/novosti/50584-minekologii-kazahstana-prinalo-resenie-ob-otstrele-sajgakov.html">Vlast</a> berichtet, hat das Umweltministerium nun aber entschieden, 10 Prozent der Saiga-Population am <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ural_(Fluss)">Ural</a> zur Jagd freizugeben. Dies entspricht 80.000 Exemplaren. Eine Entscheidung, die Umweltverbände verärgert: Laut <a href="https://rus.azattyq.org/a/31921456.html">Radio Azattyq</a> kritisieren sie, dass die Probleme im Bereich der Landwirtschaft, die zur Rechtfertigung der Bejagung angeführt werden, in Wirklichkeit durch Kasachstans ungeeignetes Landwirtschaftssystem verursacht werden. </p>


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<p class="wp-block-paragraph"> Das kasachstanische Nachrichtenportal <a href="https://www.inform.kz/ru/vozmozhnoe-razreshenie-na-otstrel-saygakov-ne-isklyuchayut-v-minekologii_a3944577">Kazinform</a> berichtet, dass der Minister für Ökologie, Geologie und natürliche Ressourcen, Serikqali Brekeshev, die Saiga-Population regulieren will. <em>„Sie gelangen auf die Felder der landwirtschaftlichen Erzeuger. Es gibt also ein gewisses Problem. Aber darum geht es gar nicht. Unsere Wissenschaftler meinen, dass eine Regulierung der Saiga-Zahlen notwendig ist, um die Population selbst zu erhalten“</em>, sagte der Minister. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon einige Tage zuvor hatte das kasachstanische Onlinemedium <a href="https://zonakz.net/2022/06/08/ministr-ekologii-ob-otstrele-sajgakov-esli-est-neobxodimost-my-budem-eto-delat/">Zona</a> über ähnliche Äußerungen Brekeshevs berichtetet: <em>„Heute hat die Population der Saigas 1,3 Millionen Exemplare überschritten. Laut unseren Wissenschaftlern liegt die optimale Zahl zwischen 700 und 800 000. Wenn unsere Wissenschaftler sagen, dass es notwendig ist, die Anzahl der Saiga zu regulieren, werden wir das tun.“</em></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Eine umstrittene Lösung</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Während das Ziel klar ist, bleibt der Weg dahin umstritten. Einige Wissenschaftler:innen halten eine Änderung des landwirtschaftlichen Modells für notwendig. Andere erwägen die Möglichkeit, einen speziellen Jagddienst des Umweltministeriums einzurichten. Etwas früher im Juni war laut dem kasachstanischen Onlinemedium <a href="https://orda.kz/prikaz-ob-otstrele-sajgakov-otozvali/">Orda</a> eine spezielle Saiga-Jagdgenehmigung ausgearbeitet worden, bevor das Projekt zurückgezogen wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://ru.sputnik.kz/20220527/populyatsiya-saygi-v-zko-dostigla-800-tysyach-golov-25115139.html">Sputnik</a> fügt hinzu, dass das Ministerium den Verkauf lebender Saiga auf dem internationalen Markt nicht ausschließt. Die Regierung hätte sich schließlich vorgestellt, spezielle Reservate für das Tier einzurichten. Da die Saigas aber wandern, wäre es schwierig, geeignete Reserven zu bestimmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-350-bedrohte-saiga-antilopen-durch-blitzschlag-getoetet/"><strong>Kasachstan: 350 bedrohte Saiga-Antilopen durch Blitzschlag getötet </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kasachstan leben 95 Prozent der weltweiten Saiga-Population. Das Ministerium deutete an, dass Kasachstans Regierung jedoch durchaus bereit sei, <em>„die Tiere zu teilen“</em>, wenn andere Länder auf ihrem Territorium die Art einführen wollen. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wilderei als Problem</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-saiga-horner-auf-dem-schwarzmarkt-weiter-begehrt/">Saiga-Hörner</a> sind insbesondere in China in der traditionellen Medizin sehr beliebt, wo sie für die Herstellung von Arzneimitteln verwendet werden. Aufgrund der sehr hohen Hörnerpreise auf ausländischen Märkten stellt Wilderei ein Problem dar. In den ersten beiden Juniwochen wurden 18.000 Saiga-Hörner von der Polizei beschlagnahmt, berichtet <a href="https://orda.kz/komu-mogut-razreshit-ohotu-na-sajgakov-v-kazahstane/">Orda</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-saiga-horner-auf-dem-schwarzmarkt-weiter-begehrt/"><strong>Kasachstan: Saiga-Hörner auf dem Schwarzmarkt weiter begehrt</strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Umweltverbände befürchten daher einen Anstieg der Wilderei. Alena Krivosheyeva erklärte gegenüber <a href="https://rus.azattyq.org/a/31921456.html">Radio Azattyq</a>, dass die legale Jagd während der Sowjetzeit schwerwiegende Folgen hatte. Ihr zufolge gab in den 1970er Jahren neben legalen Quoten viele illegale Jagden, sodass sich die Population innerhalb eines Jahres halbierte. Der Umweltminister Serikqali Brekeshev versucht jedoch zu beruhigen. <em>„Wir tun alles Notwendige, um die Legalisierung der Wilderei zu verhindern“</em>, erklärte er. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Verzweiflung in der Landwirtschaft</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Seit Mai beschweren sich Landwirt:innen über Saigas, die den Boden zertrampeln und Ernten zerstören. Einer von ihnen erklärte gegenüber <a href="https://rus.azattyq.org/a/kazakhstan-saiga-human-activities/31241023.html">Radio Azattyq</a>: <em>„Eine Saiga wird nicht durch elektrischen Strom gestoppt und eine Herde verschlingt die Ernte im Handumdrehen. Sie haben meine ganze Gerste gefressen, und niemand kann meinen Kredit löschen. Ich werde dieses Jahr wieder säen. Auch wenn ich Tag und Nacht wachen muss, ich muss die Ernte schützen.“</em></p>


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Laut <a href="https://ru.sputnik.kz/20220609/saygaki-ugrozhayut-posevam-akmolinskikh-agrariev-25414919.html">Sputnik</a> stellen einige Landwirt:innen Personal ein, um die Ernte zu bewachen. Dies bedeutet aber zusätzliche Kosten für den Betrieb – ohne Garantie, dass die Ernte nicht dennoch zerstört wird. Das Phänomen ist indes nicht neu. <a href="https://rus.azattyq.org/a/31623976.html">Radio Azattyq</a> sprach bereits 2021 über die Probleme der Landwirtschaft und die Unfähigkeit der Regierung, Lösungen zu finden.
</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Claire du Verdier, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/environnement/kazakhstan-lordre-de-chasse-des-saigas-est-donne/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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		<title>Wiederbewaffnung Berg-Badachschans wegen steigender Anzahl an Wölfen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Feb 2020 08:15:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Berg-Badachschan]]></category>
		<category><![CDATA[Jagd]]></category>
		<category><![CDATA[Waffen]]></category>
		<category><![CDATA[Wolf]]></category>
		<category><![CDATA[Wölfe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die tadschikischen Ordnungskr&#xE4;fte haben an BewohnerInnen der Region Berg-Badachschan Waffen verteilt, damit diese sich vor W&#xF6;lfen sch&#xFC;tzen k&#xF6;nnen. Damit vollzieht sich in der von Konflikten gezeichneten Region eine Kehrtwende, nachdem dort die Zivilgesellschaft im Jahr 2012 komplett entwaffnet worden war. In der Autonomen Provinz Berg-Badachschan im Osten Tadschikistans haben EinwohnerInnen Waffen erhalten, um sich und [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Die tadschikischen Ordnungskräfte haben an BewohnerInnen der Region Berg-Badachschan Waffen verteilt, damit diese sich vor Wölfen schützen können. Damit vollzieht sich in der von Konflikten gezeichneten Region eine Kehrtwende, nachdem dort die Zivilgesellschaft im Jahr 2012 komplett entwaffnet worden war.</strong></p>
<p style="text-align: justify">In der Autonomen Provinz <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Berg-Badachschan">Berg-Badachschan</a> im Osten Tadschikistans haben EinwohnerInnen Waffen erhalten, um sich und ihre Tiere vor Wolfsattacken zu schützen. Dies berichtete am 10. Januar das tadschikische Onlinemedium <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/security/20200110/ohotnikam-v-gbao-razdali-oruzhie-dlya-otstrela-volkov">Asia-Plus</a> mit Verweis auf den Pressedienst der Regionalverwaltung. Bereits Anfang Dezember 2019 wurde eine Gruppe der Sondereinheit „Alpha“ des Staatlichen Komitees für nationale Sicherheit (GKNB) Tadschikistans in der Region speziell zur Jagd auf Wölfe eingesetzt.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></p>
<p style="text-align: justify">Die Regionalbehörden berichten über eine Zunahme der Wolfspopulation in einer Reihe von Gebieten, was für die Bevölkerung gefährlich geworden sei.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Wiederbewaffnung trotz der Konflikte</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Sondereinheit „Alpha“ hatte moderne Jagdwaffen erhalten und war damit beauftragt worden, in den Bezirken <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Shughnon_District">Schughnon</a>, <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Roshtqal%27a_District">Roschtkala</a> und <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Rushon_District">Ruschon</a> Wölfe zu töten. Da sich die Sondereinheit aber als nicht zahlreich genug erwies, um den Wölfen Herr zu werden, beschloss die Regionalverwaltung auch die JägerInnen unter der Zivilbevölkerung wieder zu bewaffnen. In den Dörfern, in denen es keine lokalen JägerInnen gibt, wird von den örtlichen Ordnungskräften Tag und Nacht ein Wachdienst organisiert.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/willkommen-auf-dem-mars-die-region-murghab-in-tadschikistan/"><strong>Willkommen auf dem Mars: Die Region Murghab in Tadschikistan</strong></a></p>
<p style="text-align: justify">Asia-Plus erinnert daran, dass im Sommer 2012 infolge des bewaffneten Konflikts zwischen den tadschikischen Behörden und BewohnerInnen des Provinzhauptstadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chorugh">Chorugh</a> die meisten Waffen im Besitz der lokalen Bevölkerung beschlagnahmt wurden – einschließlich Jagdgewehre. Dies erklärt, warum die Bevölkerung von Berg-Badachschan in den letzten acht Jahren nicht viele Wölfe tötete. Das führte zu deren Verbreitung und der gegenwärtigen Bedrohung, was die Behörden nun dazu veranlasst, diesen Schritt rückgängig zu machen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Regelmäßige Angriffe durch Wölfe</strong></p>
<p style="text-align: justify">Laut dem Pressedienst der Regionalverwaltung sind insbesondere während der Wintermonate Angriffe durch Wölfe ein immer wiederkehrendes Problem der Bevölkerung Berg-Badachschans. Letzten Winter fielen zwei Menschen sowie mehrere Hunde und Nutztiere Wölfen zum Opfer.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p></p>
<p style="text-align: justify">Wie <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/security/20191216/statdannie-populyatsiya-volkov-v-tadzhikistane-virosla-v-vosem-raz">Asia-Plus</a> unter Berufung auf die tadschikische Statistikbehörde berichtet, betrug Ende 2019 die Wolfspopulation im Land ungefähr 5.300 Exemplare. WissenschaftlerInnen halten diese Zahl allerdings für zu hoch: So <a href="https://asiaplustj.info/news/tajikistan/society/20191219/bolshaya-ohota-na-volkov-v-gbao-glavnoe-ne-pereuserdstvovovat">schätzt</a> Rustam Muratow, Spezialist am Institut für Zoologie und Parasitologie der tadschikischen Akademie der Wissenschaft, die Zahl der im Land lebenden Wölfe auf nicht mehr als 1.500, davon ein Drittel in Berg-Badachschan.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Die Redaktion von Novastan France</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Französischen von Robin Roth</strong></p>
<p><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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		<title>Bedrohte Tiere retten tadschikischen Staatshaushalt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina Spitzmüller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Oct 2018 16:58:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Jagd]]></category>
		<category><![CDATA[Staatshaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jagdlizenzen zum Abschuss seltener Tierarten sollen die tadschikische Staatskasse f&#xFC;llen. Dadurch will die Regierung 772.000 US-Dollar einnehmen. 123 bedrohte Tiere sollen so gegen ein Kopfgeld legal geschossen werden d&#xFC;rfen. Diese Meldung erschien im russischen Original bei der Nachrichtenagentur Fergana. 7,23 Millionen tadschikische Somoni (etwa 772.000 US-Dollar) sollen durch die Jagdlizenzen in die Staatskasse flie&#xDF;en, meldet [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Jagdlizenzen zum Abschuss seltener Tierarten sollen die tadschikische Staatskasse füllen. Dadurch will die Regierung 772.000 US-Dollar einnehmen. 123 bedrohte Tiere sollen so gegen ein Kopfgeld legal geschossen werden dürfen. Diese Meldung erschien im russischen Original bei der Nachrichtenagentur </strong><strong><a href="http://www.fergananews.com/news/32854">Fergana</a></strong><strong>.</strong></p>
<p style="text-align: justify">7,23 Millionen tadschikische Somoni (etwa 772.000 US-Dollar) sollen durch die Jagdlizenzen in die Staatskasse fließen, meldet die tadschikische Nachrichtenseite <a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/society/20180920/ohota-po-tadzhikski-4-milliona-za-otstrel-marko-polo">Asia-Plus</a>. Die Lizenzen werden für vier Tierarten vergeben: In der aktuellen Jagdliste sind 95 <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Argali">Pamir-Argali</a> (auch: Marco-Polo-Schaf), zwölf <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schraubenziege">Schraubenziegen</a> (auch: Markhor), sechs <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Urial">Buchara-Uriale</a> (auch: Tadschikistan-Wildschaf) und zehn Braunbären verzeichnet.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/von-streunenden-haustieren-in-kirgistan/">Von streunenden Haustieren in Kirgistan</a></strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Jedes Tier hat seinen Preis</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Jagdlizenz auf ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Argali">Marco-Polo-Schaf</a> kostet 45.000 Somoni (etwa 4.800 US-Dollar). Das heißt: Allein auf Kosten dieser Tiere kann der Staatshaushalt um mehr als 4 Millionen Somoni (etwa 450.000 US-Dollar) aufgestockt werden. Wer ein Marco-Polo-Schaf erlegt, ohne eine entsprechende Lizenz zu haben, muss mit 200.000 Somoni (etwa 21.000 US-Dollar) Strafe rechnen.</p>
<p style="text-align: justify">Legal eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schraubenziege">Schraubenziege</a> zu jagen kostet 241.000 Somoni (etwa 25.000 US-Dollar). Die Strafe für das unrechtmäßige Erlegen beträgt 400.000 Somoni (etwa 42.000 US-Dollar). Die Jagdlizenz für einen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Urial">Buchara-Urial</a> kostet 2.290 Somoni (etwa 250 US-Dollar). Wer ein solches Wildschaf ohne Lizenz erlegt, muss 60.000 Somoni (etwa 6.300 US-Dollar) Strafe zahlen. Die Lizenz für einen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Braunb%C3%A4r">Braunbären</a> kostet 9.248 Somoni (etwa 1.000 US-Dollar). Allerdings ist es nur dann erlaubt, einen Bären zu erschießen, wenn das Leben des Jägers in Gefahr ist. Ein nicht rechtmäßiger Abschuss eines Braunbären kostet 300.000 Somoni (etwa 32.000 US-Dollar) Strafe.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/bedrohte-tierart-der-kaspische-tiger-in-zentralasien/">Bedrohte Tierart: Der Kaspische Tiger in Zentralasien</a></strong></p>
<p><strong>Mehr oder minder bedrohte Arten betroffen</strong></p>
<p style="text-align: justify">Im vergangenen Jahr ist die Zahl der <a href="https://www.focus.de/wissen/videos/riesenwildschafe-auf-der-suche-nach-marco-polo-schafen_id_5862595.html">Marco-Polo-Schafe</a> in Tadschikistan auf 23.000 bis 25.000 gestiegen. Von der Schraubziege, deren Verbreitungsgebiet sich über Tadschikistan, Afghanistan und Pakistan erstreckt, gibt es noch etwa 1.500 Exemplare. Im vergangenen Jahr stiegen die Einkünfte des tadschikischen Staats durch den Verkauf von Jagdlizenzen um 5 Millionen Somoni (etwa 530.000 US-Dollar), wovon 10 Prozent in die Entwicklung der Branche flossen.</p>
<p style="text-align: justify">Zuvor wurde bekannt, dass das tadschikische Naturschutzamt die Tätigkeit der Tierschutzorganisation „Panthera“ gestoppt hatte, weil Gesetzesverstöße gefunden worden waren. Die amerikanische Organisation hatte sich in Tadschikistan für den Schutz des vom Aussterben bedrohten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schneeleopard">Schneeleopards</a> eingesetzt.</p>
<p style="text-align: right"><strong><a href="http://www.fergananews.com/news/32854">Fergana</a></strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Christina Spitzmüller</strong></p>
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		<title>Adlerjagd in Kirgistan</title>
		<link>https://novastan.org/de/bild-des-tages/adlerjagd-in-kirgistan/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Antoine Béguier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Aug 2017 04:39:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Adlerjagd]]></category>
		<category><![CDATA[Antoine Béguier]]></category>
		<category><![CDATA[Jagd]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kaderdin, hier mit seinem vierj&#xE4;hrigen Adler Sergak, f&#xFC;hrt die Tradition der Adlerjagd in Kirgistan fort. Das n&#xF6;tige Wissen dazu wird von Generation zu Generation weitergegeben und Kaderdin hofft, dass auch sein Sohn in seine Fu&#xDF;stapfen treten wird. Foto: Antoine B&#xE9;guier Hier geht&#x2019;s zu weiteren Bildern aus der Reihe. Hier geht&#x2019;s zu all unseren Bildern des [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kaderdin, hier mit seinem vierjährigen Adler Sergak, führt die Tradition der Adlerjagd in Kirgistan fort. Das nötige Wissen dazu wird von Generation zu Generation weitergegeben und Kaderdin hofft, dass auch sein Sohn in seine Fußstapfen treten wird.</p>
<p><strong>Foto: <a href="http://www.antoinebeguier.com/">Antoine Béguier</a></strong></p>
<p><a href="https://novastan.org/de/author/abeguier">Hier</a> geht&#8217;s zu weiteren Bildern aus der Reihe.</p>
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