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	<title>Internet Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Mon, 22 Sep 2025 20:19:13 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Internet Archives</title>
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	<item>
		<title>Turkmenistan zieht Profit aus der Internetzensur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Sep 2025 20:12:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Cybersicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Internet in Turkmenistan ist erneut von massiven Blockaden betroffen. Waren derlei Kampagnen in der Vergangenheit Teil eines politischen Imperativs, so steckt dieses Mal ein anderes Ziel dahinter: individueller Profit. Seit Anfang Juli wurde das Internet in Turkmenistan von einer neuen Serie von Sperrungen heimgesucht. Wie das in den Niederlanden ans&#xE4;ssige unabh&#xE4;ngige Medium Turkmen.news berichtet, [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Internet in Turkmenistan ist erneut von massiven Blockaden betroffen. Waren derlei Kampagnen in der Vergangenheit Teil eines politischen Imperativs, so steckt dieses Mal ein anderes Ziel dahinter: individueller Profit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Anfang Juli wurde das Internet in Turkmenistan von einer neuen Serie von Sperrungen heimgesucht. Wie das in den Niederlanden ansässige unabhängige Medium Turkmen.news berichtet, sind große Teile des Internets für die Nutzer in Turkmenistan unzugänglich geworden. Die Behörden haben mehrere große digitale Subnetze mit jeweils mehr als 65.000 IP-Adressen auf ihre schwarzen Listen gesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://novastan.org/fr/turkmenistan/le-turkmenistan-veut-creer-son-propre-reseau-internet-coupe-du-monde/#:~:text=coup%C3%A9%20du%20monde-,Le%20Turkm%C3%A9nistan%20veut%20cr%C3%A9er%20son%20propre%20r%C3%A9seau%20Internet%20coup%C3%A9%20du,d%C3%A9j%C3%A0%20archa%C3%AFque%20et%20tr%C3%A8s%20censur%C3%A9.">Digitale Zensur</a>&nbsp;ist nichts Neues in dem am stärksten abgeschotteten Land Zentralasiens. Soziale Netzwerke, unabhängige Medien und Oppositionsplattformen sind seit mehreren Jahren unzugänglich. Doch diesmal soll die Einschränkung des Internetzugangs weniger der Informationskontrolle dienen, als vielmehr Einnahmen für die mit der Cybersicherheit betrauten Beamten generieren, enthüllt Turkmen.news.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zensur als Geschäftsstrategie</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Lokale Quellen und Experten, die von diesem unabhängigen Medium befragt wurden, erklären, dass die neuen Beschränkungen einer Logik des persönlichen Profits folgen. Agenten des nationalen Cybersicherheitsdienstes würden zuerst gezielt ganze Internetsegmente blockieren und dann den Nutzern kostenpflichtige Lösungen anbieten, um die Verbote zu umgehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:</strong> <strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/zentralasien-als-neuer-knotenpunkt-fuer-drohnen/">Zentralasien als neuer Knotenpunkt für Drohnen?</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu diesen Lösungen gehören personalisierte OpenVPN-Lizenzen, die bei 1.000 Manat (ca. 50 Euro) pro Monat anfangen. Es ist auch möglich, für 2.000 Manat (ca. 100 Euro) pro Monat einen Platz auf den &#8222;weißen Listen&#8220; zu erwerben – diese bieten einen Zugang zu normalerweise gesperrten Seiten.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Wenn man bedenkt, dass der Durchschnittslohn in Turkmenistan 60 Dollar (ca. 52 Euro) beträgt, sind diese Preise exorbitant hoch, weshalb nur die Elite sich den Zugang zum gesamten Internet leisten kann. In der Vergangenheit schaltete die Regierung bei wichtigen Ereignissen oft das Internet ab, beispielsweise bei <a href="https://freedomhouse.org/country/turkmenistan/nations-transit/2024">der Einweihung der Stadt Arkadag</a> im Jahr 2023 oder bei politisch heiklen Ereignissen wie einer <a href="https://www.opensocietyfoundations.org/voices/how-internet-changed-face-tragedy-turkmenistan">Explosion in einem Lagerhaus in der Nähe von Aschgabat</a> im Juli 2011, bei der offiziell 15 Menschen starben. Mittlerweile erwägen die Behörden nicht mal mehr öffentliche Rechtfertigungen für die Internetbeschränkungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Desaströse Folgen für Cybersicherheit und Wirtschaft</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese neue, aus Profitgründen inszenierte, Einschränkung des Internets schwächt die Cybersicherheit des Landes erheblich. Aufgrund der hohen Preise für offizielle VPNs – einschließlich solcher, die die neuesten Antiviren-Updates wie Bitdefender oder einige Google-Dienste bereitstellen – müssen die Bürger auf nicht zertifizierte VPNs zurückgreifen, die häufig über informelle Kanäle bereitgestellt werden. Diese Tools setzen ihre Daten und Geräte <a href="https://timesca.com/turkmenistan-tightens-internet-blocks-to-promote-state-controlled-vpns/">einem erhöhten Risiko von Angriffen aus.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:</strong> <strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/zentralasien-als-neuer-knotenpunkt-fuer-drohnen/">Turkmenistan im Visier amerikanischer Reiserestriktionen</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf wirtschaftlicher Ebene sind die Folgen ebenso gravierend. Laut dem turkmenischen Online-Medium Progres.Online <a href="https://progres.online/economy/the-state-of-the-turkmennet-in-2022-slow-expensive-and-censored/">kosten die häufigen Kürzungen und Einschränkungen die turkmenische Wirtschaft jedes Jahr</a> etwa 348.000 US-Dollar (ca. 300.000 Euro) pro Tag oder fast 127 Millionen US-Dollar (ca. 110 Millionen Euro). Ein Preis, den Aschgabat für die Kontrolle seiner Bevölkerung dennoch zu zahlen bereit ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Evan Chaisson für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/turkmenistan/le-turkmenistan-cherche-a-tirer-profit-de-la-censure-dinternet/">Französischen</a> von Arthur Siavash Klischat</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kasachstan und Kirgistan bieten Visa für Digital Nomads an</title>
		<link>https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/kasachstan-und-kirgistan-bieten-visa-fuer-digital-nomads-an/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Romane Haquette]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Nov 2024 07:15:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Nomads]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Visa]]></category>
		<category><![CDATA[Visum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kasachstan und Kirgistan f&#xFC;hren Visa f&#xFC;r Internet-Nomad:innen ein, also Tourist:innen, die aus der Ferne f&#xFC;r ein ausl&#xE4;ndisches Unternehmen arbeiten. Unter bestimmten Bedingungen k&#xF6;nnen sie ein Jahr lang im Land bleiben. Zwei zentralasiatische L&#xE4;nder unternehmen Schritte, um Internet-Nomad:innen ins Land zu locken. Zum 1. November hat Kasachstan eine neue Art von Visum eingef&#xFC;hrt, um Digital Nomads [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kasachstan und Kirgistan führen Visa für Internet-Nomad:innen ein, also Tourist:innen, die aus der Ferne für ein ausländisches Unternehmen arbeiten. Unter bestimmten Bedingungen können sie ein Jahr lang im Land bleiben.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei zentralasiatische Länder unternehmen Schritte, um <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Digitaler_Nomade">Internet-Nomad:innen</a> ins Land zu locken. Zum 1. November hat Kasachstan eine neue Art von Visum eingeführt, um Digital Nomads zu ermutigen, sich im Land niederzulassen. In Kirgistan bestand diese Möglichkeit bereits von September 2022 bis Dezember 2023. Nun wurde sie am 9. Oktober erneuert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Digital Nomads kombinieren Auslandsreisen und Remote-Arbeit für ein Unternehmen in ihrem Herkunftsland. Diese Praxis ist seit der Covid-19-Pandemie auf dem Vormarsch. Kasachstans Regierung beabsichtigt, das Land zu einem bevorzugten Reiseziel für diese neuen Nomad:innen zu machen und sich damit den 50 Ländern anzuschließen, die bereits mit der Maßnahme experimentiert haben.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><em>„Kasachstan ist jetzt auf der Landkarte moderner Nomaden. Es gibt mehr als 35 Millionen von ihnen auf der Welt und wir wollen alle Voraussetzungen schaffen, um sie in unser Land zu locken“</em>, versicherte der Minister für Tourismus und Sport, Erbol Myrzabosynov, in einer <a href="https://www.gov.kz/memleket/entities/tsm/press/news/details/875904?lang=ru&amp;utm_source=substack&amp;utm_medium=email">offiziellen Erklärung</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Visa für Digital Nomads</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Digital Nomads können ein Jahr lang in Kasachstan bleiben und gleichzeitig in ihren Unternehmen im Ausland beschäftigt bleiben. Um dieses Visum zu erhalten, müssen sie ein Einkommen von mindestens 3.000 US-Dollar (2.850 Euro) pro Monat nachweisen, über eine Krankenversicherung verfügen und ein sauberes Strafregister haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Land erwartet dadurch einen wirtschaftlichen Segen: Kasachstans Regierung rechnet mit einem Wachstum von 3,6 Milliarden Tenge pro Jahr (6,9 Millionen Euro), wenn nur 500 Menschen an dem Programm teilnehmen. Die Tourist:innen <em>„werden in Kasachstan leben und Geld ausgeben, ohne eine Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt aufzunehmen“</em>, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums für Tourismus und Sport.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>IT-Spezialist:innen anlocken</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kasachstans Behörden zielen dabei vor allem auf Arbeitnehmer:innen aus Branchen wie <a href="https://www.gov.kz/memleket/entities/mdai/press/news/details/876382?lang=ru">IT</a>, Programmierung, Marketing, Finanzen und Beratung ab. Das Ziel ist, <em>„die digitale Wirtschaft Kasachstans zu entwickeln“</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch auf kirgisischer Seite betrifft das neue Gesetz ausländische Staatsangehörige, die in Hochtechnologien arbeiten, „<em>wie Informations- und Kommunikationstechnologien, Softwareentwicklung, Kreativwirtschaft“</em>, heißt es in einer <a href="https://mineconom.gov.kg/ru/post/10666?utm">Pressemitteilung</a> des Ministeriums für Wirtschaft und Handel. Die kirgisische Regierung hofft, das Land zu einem <em>„globalen IT-Zentrum“</em> zu machen und eine <em>„moderne und wettbewerbsfähige Wirtschaft“</em> aufzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/panorama/kirgistan-aendert-aufenthaltsbedingungen-fuer-auslaenderinnen/"><strong>Kirgistan ändert Aufenthaltsbedingungen für Ausländer:innen</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der kirgisische Status bietet mehrere Vorteile, darunter die Befreiung von der Meldepflicht am Aufenthaltsort und die Möglichkeit, Bankkonten zu eröffnen. Auch die Notwendigkeit, eine Arbeitserlaubnis einzuholen, soll entfallen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>1.975 Visa ausgestellt</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Programm knüpft an den bereits im Herbst 2022 <a href="https://mineconom.gov.kg/ru/post/8335">eingeführten</a> digitalen Nomadenstatus an, der für Bürger:innen aus sechs Ländern eingeführt wurde. Er war insbesondere für russische Staatsangehörige gedacht, die der <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/die-folgen-der-russischen-mobilmachung-fuer-zentralasien/">Mobilmachung im eigenen Land entgehen wollten</a>. Tatsächlich hatte der Handel zwischen zentralasiatischen Ländern und Russland nach einem Jahr Krieg in der Ukraine erheblich zugenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Usbekistans Regierung begrüßte 6.000 russische IT-Expert:innen in ihrem <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/usbekistan-will-massiv-in-seine-digitale-infrastruktur-investieren/?noredirect=de-DE">neuen ITPark in Taschkent</a>, und 50 russische multinationale Unternehmen verlegten ihre Teams nach Kasachstan, was die Wirtschaft des Landes in diesem Zeitraum um 3,1 Prozent wachsen ließ. Kirgistans Digital-Nomads-Programm mit seinem vereinfachten Steuersystem zog damals 50 russische Digitalunternehmen an. Wie das usbekische Medium <a href="https://www.spot.uz/ru/2024/11/04/kz-nomad/">Spot</a> in Erinnerung ruft, hatte das Land diesen Status 2023 an 1.975 Personen vergeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/aufraeumen-nach-ftx-kasachstan-strebt-regulierung-der-kryptobranche-an/"><strong>Aufräumen nach FTX: Kasachstan strebt Regulierung der Kryptobranche an</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist möglich, dass auch Kasachstan auf russische Staatsangehörige zählt, wenn es um die Nutzung der neuen Visa geht. Die Anwerbung von Digitals Nomads ist aber unter anderem auch eine Strategie zur Entwicklung des Tourismus im Land. Im Juni kündigte Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qassym-Schomart_Toqajew">Qasym-Jomart Toqaev</a> eine <a href="https://forbes.kz/articles/tsifrovye-kochevniki-loukostery-i-plyazh-v-aktau-tokaev-poruchil-razvivat-turizm-v-rk-7ddc33">Reihe von Maßnahmen</a> in diese Richtung an, darunter die Verbesserung von Bahnhöfen, die Anziehung chinesischer Tourist:innen und den Ausbau von Autobahnen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Romane Haquette für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/societe-et-culture/devenir-digital-nomad-kazakhstan-kirghizstan/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Turkmenistan auf dem Weg zu einem eigenen Intranet</title>
		<link>https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/turkmenistan-auf-dem-weg-zu-einem-eigenen-intranet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Emma Collet]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Apr 2023 13:31:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Projekt eines neuen, autonomen und nationalen Netzwerks bekundet Turkmenistan die Absicht, die bereits bestehende Internetzensur noch weiter zu versch&#xE4;rfen. Die turkmenische Regierung m&#xF6;chte in den kommenden Jahren ein &#x201E;nationales digitales Netzwerk&#x201C; errichten. Das Projekt wurde, laut Eurasianet, am 10. Dezember letzten Jahres per Pr&#xE4;sidialdekret genehmigt. Es droht die Rechte turkmenischer B&#xFC;rger:innen weiter einzuschr&#xE4;nken [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit dem Projekt eines neuen, autonomen und nationalen Netzwerks bekundet Turkmenistan die Absicht, die bereits bestehende Internetzensur noch weiter zu verschärfen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die turkmenische Regierung möchte in den kommenden Jahren ein „<em>nationales digitales Netzwerk</em>“ errichten. Das Projekt wurde, laut <a href="https://eurasianet.org/the-small-firewall-of-turkmenistan">Eurasianet</a>, am 10. Dezember letzten Jahres per Präsidialdekret genehmigt. Es droht die Rechte turkmenischer Bürger:innen weiter einzuschränken und die Isolation des Landes voranzutreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derweil hat das turkmenische Außenministerium während einer Sitzung des UN-Menschenrechtsausschusses in Genf Anfang März den Vorwurf zurückgewiesen, das Internet zu blockieren und die Arbeit der Medien zu behindern, berichtet <a href="https://turkmen.news/turkmenistan-otverg-obvineniya-v-blokirovke-interneta/">Turkmen News</a>, ein unabhängiges turkmenisches Nachrichtenportal mit Sitz in den Niederlanden.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen diese Darstellung spricht unter anderem, dass <a href="https://www.top10vpn.com/research/cost-of-internet-shutdowns/2022/">Turkmenistan 2022</a> zu den Ländern mit den längsten, absichtlich herbeigeführten Internetausfällen gehörte und sich damit einer autoritären Art der Kontrolle der Informationsströme bedient. Die beliebtesten sozialen Netzwerke sowie die Gesamtheit der unabhängigen Medien sind <a href="https://turkmen.news/turkmenistan-deti-sobraniya/">zensiert</a> und eine Vielzahl der weltweit existierenden IP-Adressen sind nicht erreichbar, so Turkmen News.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Projekt bleibt vage</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Januar 2022, so erklärt ein Artikel der zentralasiatischen Abteilung des russischen Mediums <a href="https://mediazona.ca/article/2023/03/02/internet-tm">Mediazona</a>, beauftragte der damalige Präsident Gurbanguly Berdimuhamedow das Ministerium für Innere Sicherheit damit, „<em>die Arbeit von Internetquellen einzuschränken, die Informationen in unserem Land verbreiten, die der verfassungsmäßigen Ordnung unseres Staates schaden </em>[…]<em>.</em>“ Im September letzten Jahres soll der turkmenische Außenminister Raşit Meredow das Projekt eines eigenständigen digitalen Netzwerks bei einer Regierungssitzung angekündigt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/internet-in-zentralasien-kabelverlegung-unter-dem-kaspischen-meer/"><strong>Internet in Zentralasien: Kabelverlegung unter dem Kaspischen Meer</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://turkmen.news/avtonomnyj-turkmennet-chto-est-v-sekretnoj-gosprogramme-kiberbezopasnosti-turkmenistana/">Staatlichen Programm zur Cybersicherheit Turkmenistans</a> für 2022-2025, das Turkmen News veröffentlicht hat, wird das neue Netzwerk als „<em>geschützter nationaler Informationsraum</em>“ bezeichnet. Aus dem Dokument geht die geplante Ausbildung von Fachkräften im Bereich der Cybersicherheit hervor sowie der nicht näher definierte Ausbau des „<em>Schutzes vor Cyberbedrohungen in Einrichtungen für Cybersicherheit und Cyberverteidigung</em>“. Über die Struktur des geplanten Netzwerks und die Mittel zu seiner Verwirklichung gibt das Dokument kaum Aufschluss.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Veraltet und langsam</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Internet in Turkmenistan ist nach wie vor veraltet. Erst seit einigen Jahren versucht die Regierung die Digitalisierung der Wirtschaft voranzutreiben. „<em>In einer Welt, wo die Staatschefs eigene Konten in den sozialen Medien unterhalten, müssen selbst Länder wie Turkmenistan zumindest Webseiten einrichten</em>“, schreibt Mediazona.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/turkmenistan-ex-praesident-gurbanguly-berdimuhamedow-aendert-gesetzgebungsverfahren-zu-seinen-gunsten/"><strong>Ex-Präsident Gurbanguly Berdimuhamedow ändert Gesetzgebungsverfahren zu seinen Gunsten</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Internetnutzung befindet sich in Turkmenistan auf einem Niveau, das mit dem der 2000er Jahre vergleichbar ist. Die beiden Anbieter im Land, Turkmentelecom und Ashgabat City Telephone Network, boten im letzten Jahr Tarife mit Geschwindigkeiten von 2 Megabit pro Sekunde (Mb/s) an, während in den anderen zentralasiatischen Staaten 100 Mb/s die Regel sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mobiles Internet wird vom alleinigen turkmenischen Anbieter Altyn Asyr (TmCELL) bereitgestellt, mit einer Geschwindigkeit bei 9 bis 10 Mb/s, gegen durchschnittlich 20 bis 25 Mb/s in den Nachbarländern. Nur die Hauptstadt Aschgabat genießt eine relativ gute 4G-Abdeckung, so das Laden einer beliebigen neueren Webseite oft schon viel Zeit in Anspruch nehmen kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>China oder Nordkorea?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://eurasianet.org/the-small-firewall-of-turkmenistan">Eurasianet</a> zeigt sich besorgt, dass Turkmenistan „<em>eine noch drakonischere Version einer Firewall nach chinesischem Vorbild</em>“ errichten könnte, während Turkmen News erklärt, dass selbst das stark kontrollierte chinesische Internet nicht als autonom bezeichnet werden kann. Das nordkoreanische Modell kommt einem nationalen Netzwerk am nächsten, doch die Turkmenische Regierung ist, dem Artikel von Mediazona zufolge, noch weit von der Fähigkeit zur Errichtung eines solchen Netzwerks entfernt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher haben offizielle turkmenische Medien nur über Kopien ausländischer Dienste berichtet, wie etwa über eine Webseite zur Taxibestellung, für Regierungsdienste, einen Messenger oder auch eine Suchmaschine – Dienste, die kaum jemand nutzt und die meist kurz nach ihrer Einführung unbemerkt eingehen.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für <a href="https://geode.science/louis-petiniaud/">Louis Pétiniaud</a>, Forscher am Französischen Institut für Geopolitik, zeugt die massenhafte Blockierung von IP-Adressen und virtuellen privaten Netzwerken (VPN) bei einem Land wie Turkmenistan allerdings von „<em>einer gewissen technische Kompetenz</em>“. Die Republik Turkmenistan gehört dank einer hyperzentralisierten Netzwerkstruktur weltweit bereits zu den Ländern mit der rigidesten Internetkontrolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Um ein Netzwerk zu isolieren und die Kontrolle darüber zu festigen, muss man in der Regel versuchen, die Zahl der Zugänge nach außen zu reduzieren. Da es in Turkmenistan nur zwei Festnetzbetreiber gibt, von denen Turkmentelecom der größte ist, ist es leicht, entsprechende Gesetze durchzusetzen </em>“, erklärt Pétiniaud. Die Ankündigung eines autonomen Netzwerks bedeutet also keinen qualitativ neuen Schritt. Sie besiegelt jedoch die faktisch längst bestehende Unfreiheit der turkmenischen Internetlandschaft. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://novastan.org/de/author/ecollet/"><strong>Emma Collet</strong></a><strong>, Journalistin für Novastan France</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/turkmenistan/le-turkmenistan-veut-creer-son-propre-reseau-internet-coupe-du-monde/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von </strong><a href="https://novastan.org/de/author/lkuehne/"><strong>Lucas Kühne</strong></a></p>


<p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tiktok-Imam und Pater Blogger: Warum sind religiöse Influencer in Kasachstan so beliebt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[arthur]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Mar 2023 19:38:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Imam]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von nun an k&#xF6;nnen Gl&#xE4;ubige auch vom Sofa aus den religi&#xF6;sen Werten lauschen, die Pfarrer, Imame und selbstst&#xE4;ndige Prediger propagieren. Tausende Follower haben die teils untertitelten Sendungen bei TikTok, Youtube, Instagram und Telegram abonniert. Wer sind diese Prediger und &#xFC;ber welche Themen sprechen sie?&#xA0; Der folgende Artikel erschien am 14.02.2023 auf Cabar. Mit Beginn der [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Von nun an können Gläubige auch vom Sofa aus den religiösen Werten lauschen, die Pfarrer, Imame und selbstständige Prediger propagieren. Tausende Follower haben die teils untertitelten Sendungen bei TikTok, Youtube, Instagram und Telegram abonniert. Wer sind diese Prediger und über welche Themen sprechen sie?&nbsp; Der folgende Artikel erschien am 14.02.2023 auf </strong><a href="https://cabar.asia/ru/tiktok-imam-i-batyushka-bloger-pochemu-tak-populyarny-religioznye-inflyuensery-v-kazahstane"><strong>Cabar</strong></a><strong>. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Beginn der Corona-Pandemie fielen in Kasachstan eine Reihe von Massenveranstaltungen aus. Davon wurden auch Kirchen und Moscheen nicht verschont. Infolgedessen suchten sich Gläubige&nbsp; ihre „spirituelle Kost“ immer öfter im Internet. Die große Nachfrage ließen sich die Prediger nicht entgehen und folgten ihren Schäfchen ins Netz. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den aktiven religiösen Persönlichkeiten im Internet gehören der Chef-Imam der <a href="https://mosqpedia.org/en/mosque/1570">Töle-Bi-Moschee in <u>Almaty</u></a>, Ersin Amre, der vorsitzende Mufti der Geistlichen Verwaltung der Muslime Kasachstans, Kenjeáli Myrzabaev und der Chef-Imam der Zentralmoschee im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aqtöbe_%28Gebiet%29">Gebiet <u>Aqtóbe</u></a>, Serikjan Enshibaıuly. Auch Nurlan Baijigituly, im Volksmund &#8222;Tiktok-Imam&#8220; genannt, hat eine große Reichweite. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Der Tiktok-Imam</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Mehr als 405 000 Abonnenten zählt der TikTok-Imam, sowohl auf Instagram als auch auf Tiktok. Auf <a href="https://www.tiktok.com/@ozinditany?_t=8ZhagnBS1eX&amp;_r=1">seiner Seite</a> beschreibt Nurlan sich als Imam, Religionsführer, Theo- und Psychologe. Er erteilt seinen Followern Ratschläge bei Alltagsproblemen, erläutert die Grundzüge des modernen Islams und bedient sich dabei einer Sprache, die Jung und Alt gleichermaßen zugänglich ist.

</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

In einem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wQlCAQlPbME">Interview</a> mit dem Youtube-Kanal<a href="https://www.youtube.com/c/NartayAralbyuli"> „Nartau Aralbayuli“ </a>erklärt der Influencer sich seinen Erfolg wie folgt: „<em>Würde ich einfach nur dasitzen und daherpredigen, dass wir alle sterben, hätte ich nicht so ein großes Publikum und schon gar nicht die jüngere Generation anziehen können. Genau deshalb erzähle ich Anekdoten in ihrer Sprache – um Ihnen dadurch den Islam zugänglicher zu machen.“</em><em>Seine Follower sehen das genauso. „Es ist lehrreich und doch unterhaltsam. So gut verständliche Beispiele wie er finden wenige Imame“, </em>erzählt Tahir, ein junger Tiktok-Nutzer gegenüber Cabar.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Batjuschka-Blogger</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Pater Aleksij Gawrilow von der Sankt-Nikolaus-Kirche in der nordkasachischen Kleinstadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bulajew">Bulajew</a> ist als religiöser Influencer aktiv. Sein Blog <a href="https://www.tiktok.com/@batyushka_online?_t=8Zhae0SGBq1&amp;_r=1">Batjuschka-Blogger</a> („Batjutschka“, also Väterchen, ist eine gängige Anrede für orthodoxe Priester – Anm. d. Ü.) zählt 24.000 Abonnenten und wurde bereits mehr als 2,7 Millionen mal angeklickt. <em>„Ich erkläre mir diese steigende Beliebtheit so, dass die Barrieren zwischen Geistlichen und Gläubigen besonders in den sozialen Netzwerken quasi nicht mehr vorhanden sind. Die Geistlichen antworten direkt auf die Fragen der Gläubigen. Das macht seine Gedankenwelt ganz unverzerrt zugänglich und strahlt eine gewisse Aufrichtigkeit aus“</em>, meint Aleksij Gawrilow. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-und-kirgistan-schraenken-freiheit-in-sozialen-netzwerken-weiter-ein/">Kasachstan und Kirgistan schränken Freiheit in sozialen Netzwerken weiter ein </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gawrilow hält zwar auch Predigten auf Instagram, doch noch mehr Aufmerksamkeit widmet er der Plattform Tiktok. <em>„Das ist das aktuell angesagteste Netzwerk. Alles kann live übertragen werden und das zieht die Leute an“</em>, vermutet der Batjuschka. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Simplizität trifft Erreichbarkeit</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Warum die religiösen Blogger so beliebt sind, hat Cabar auch Nurmuhammed Meımanhoja gefragt. Er ist Forscher und Mitarbeiter des Instituts für Philosophie, Politik- und Religionswissenschaften im Forschungskomitee des Ministeriums für Wissenschaften und Hochschulbildung.

<em>„In den sozialen Netzwerken sind die Predigten sehr stark auf das Frage-Antwort-Format ausgerichtet. Das Volk interessiert sich für Fragen, die den Haushalt oder persönliche Belange betreffen. Nicht selten ist der Inhalt ganz banal, wie, ob man eine Gitarre im Zimmer aufhängen darf oder einen Kredit aufnehmen sollte. Es geht ihnen um Familie und die Erziehung der Kinder und Jugendlichen“</em>, so Meımanhoja.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph">

Angesichts der Tatsache, dass immer mehr Prozesse im Internet ablaufen, sei es nicht überraschend, dass auch Geistliche auf Online-Formate umsteigen. <em>„Immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft nutzen sozialen Netzwerke. Den Jugendlichen ist nicht mehr nach Büchern und Zeitungen. Über die virtuellen Kanäle werden Informationen einfacher zugänglich, das betrifft auch Religion“</em>, meint Meımanhoja.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Was das Gesetz sagt</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> In Kasachstan verbietet ein <a href="https://adilet.zan.kz/rus/docs/K1400000235">Gesetz</a> die Verbreitung von Informationsmaterial mit religiösem Inhalt außerhalb der Gotteshäuser. Missionierung ist erlaubt, sofern eine vorige Anmeldung als religiöser Verband bei den Justizbehörden stattgefunden hat. Darüber hinaus ist die Missionstätigkeit nur nach einem positiven Gutachten eines religiösen Sachverständigen erlaubt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die religiöse Tätigkeit über das Internet, also außerhalb der Kultstätten, ausgeübt wird, so fällt dies unter den <a href="https://adilet.zan.kz/rus/docs/K1400000235">Artikel 490 des Strafgesetzbuches</a>. Jedes Material, das religiöse Inhalte enthält, kann de facto bestraft werden. Im Juli 2022 wurde beispielsweise der die Journalistin Rufiıa Mustafina für ein Video-Interview mit dem Hauptimam der Moschee in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Petropawl">Petropavl</a> zur Rechenschaft gezogen. Das Interview selbst sollte lediglich über die Traditionen rund um das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Islamisches_Opferfest">Islamische Opferfest</a> informieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/wie-kasachstan-die-verbreitung-von-religioesen-inhalten-bestraft/">Wie Kasachstan die Verbreitung von religiösen Inhalten bestraft </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang erwähnt Nurmuhammed Meımanhoja, dass es dringend nötig sei, religiöse Prediger im Internet zu kontrollieren und zu zertifizieren. <em>„Die Videos der religiösen Prediger, die unorthodoxen Strömungen angehören, können die Postulate verzerren und ihrer Glaubwürdigkeit schaden. Damit ihre Worte nicht mit den Prinzipien des laizistischen Staates und dem multikonfessionellen Verständnis der Gesellschaft kollidieren, müssen wir eine Zertifizierung für diese Internetprediger einführen“,</em> findet Meimanhoja. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wiederum andere Experten sehen in dieser Hinsicht keine Dringlichkeit. So äußert sich zum Beispiel Talgat Temirbaev, Dozent am Lehrstuhl für Religionswissenschaften der Ägyptischen Universität für Islamische Kultur „<a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/Нур-Мубарак">Nur-Mubarak</a>“ in Almaty: <em>„Zum jetzigen Zeitpunkt brauchen wir so etwas nicht. Für Menschen mit kasachstanischer Staatsbürgerschaft oder solchen, die sich auf kasachstanischem Territorium befinden, greift nach wie vor die Gesetzgebung der Republik Kasachstan. Was außerhalb des Landes im Internet passiert, kann man unmöglich kontrollieren.“&nbsp; </em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Cabar</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://cabar.asia/ru/tiktok-imam-i-batyushka-bloger-pochemu-tak-populyarny-religioznye-inflyuensery-v-kazahstane">Russischen</a> von Arthur Siavash Klischat</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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		<title>Kasachstan und Kirgistan schränken Freiheit in sozialen Netzwerken weiter ein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michèle Häfliger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Feb 2023 11:38:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Regierungen Kasachstans und Kirgistans planen Gesetzesentw&#xFC;rfe, die Informationen im Internet und in sozialen Netzwerken einschr&#xE4;nken. Scheinbar synchron werden die entsprechenden Gesetze zu Massenmedien in Bezug auf Nutzer:innen sozialer Netzwerke ge&#xE4;ndert. Gleichzeitig nimmt der Druck auf traditionelle Medien zu. In Kasachstan wird bald jede und jeder, der Inhalte im Internet ver&#xF6;ffentlicht &#x2013; ob Journalist:in oder [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Regierungen Kasachstans und Kirgistans planen Gesetzesentwürfe, die Informationen im Internet und in sozialen Netzwerken einschränken. Scheinbar synchron werden die entsprechenden Gesetze zu Massenmedien in Bezug auf Nutzer:innen sozialer Netzwerke geändert. Gleichzeitig nimmt der Druck auf traditionelle Medien zu.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kasachstan wird bald jede und jeder, der Inhalte im Internet veröffentlicht – ob Journalist:in oder nicht – dem Massenmedien-Gesetz entsprechend <a href="https://legalacts.egov.kz/npa/view?id=14376987&amp;fbclid=IwAR0gSH_7vhiv_JDQMoVxbLwe3lEefP34p3BMKCSlxHzwIoMY0867gNzlUX8&amp;mibextid=Zxz2cZ">behandelt</a>. Vom 6. bis zum 27. Januar fand eine öffentliche Diskussion über die entsprechende Gesetzesänderung statt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich diesem Entwurf möchte die kirgisische Regierung alle Online-Publikationen mit über 5.000 Besuchenden pro Monat unter das Massenmediengesetz stellen. Der Gesetzentwurf wird derzeit von einer Arbeitsgruppe geprüft, berichtet <a href="https://rus.azattyk.org/a/32230108.html">Radio Azattyk</a>, der kirgisische Dienst von Radio Free Europe. Das kirgisische Medium <a href="https://kaktus.media/doc/473639_y_vas_est_5_000_podpischikov_administraciia_prezidenta_priravniala_blogerov_k_smi.html">Kaktus</a> erklärt, dass hinter dem Begriff „Online-Veröffentlichungen“ Foren und Blogs, aber auch Seiten von Einzelpersonen in sozialen Netzwerken verstanden werden, die Informationen oder Unterhaltungen aus Kirgistan veröffentlichen. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

In beiden Ländern ist das Mediengesetz für Journalist:innen sehr restriktiv und regelt nicht klar, wann die Medien die Nachrichtengrenze überschreiten und <em>„Informationen, die ein Staatsgeheimnis oder ein anderes gesetzlich geschütztes Geheimnis darstellen“,</em> verbreiten. Das Gesetz soll nun auch für Nutzer:innen sozialer Netzwerke sowie Blogger:innen gelten.
</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Schlag gegen die Meinungsfreiheit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Kirgistan geht das Gesetz sogar noch weiter, indem es Blogger:innen dazu verpflichtet, sich in ein Register eintragen zu lassen und ihre Identität sowie Kontaktdaten offenzulegen. Semetej Amanbekow ist Mitglied der Arbeitsgruppe, die sich mit dem Gesetzestext befasst, und Herausgeber der Internetressource <a href="https://bulak.kg/">Bulak.kg</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gespräch mit Radio Azattyk meinte er, dass die vorgeschlagenen Änderungen, sollten sie in Kraft treten, einen Schlag gegen die freie Meinungsäußerung darstellen würden: <em>„Selbst die Eigentümer:innen sozialer Netzwerke haben ihren Nutzer:innen das Recht eingeräumt, ihre persönlichen Daten nicht zu teilen“,</em> argumentiert er. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Verschärfung bereits vorhandener Gesetze zur Kontrolle von Informationen im Internet</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Der Gesetzentwurf ist nichts anderes als ein <em>„Versuch, alles zu beeinflussen“,</em> fasst Diana Okremova, Direktorin der staatlichen Stiftung Legal Media Center, in einem Artikel der analytischen Zeitschrift <a href="https://cabar.asia/ru/kazahstan-vlasti-predlagayut-priravnyat-ves-internet-k-smi-i-nazyvat-eto-mass-media">Cabar Asia</a> zusammen. Mit dem Netzrahmen <em>„soll der Großteil des Internets kontrolliert werden“</em>, erklärt sie. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Journalisten und Gründer des Projekts Shishkin like auf Telegram und YouTube, Dmitrij Shishkin, wird dieses Gesetz jedoch in Wirklichkeit nichts ändern, da bereits zahlreiche Regeln bestehen, die die Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken und im Internet kontrollieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-oppositioneller-journalist-nach-russland-ausgewiesen/">Kirgistan: Oppositioneller Journalist nach Russland ausgewiesen </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kirgistan beispielsweise hatte nichts die Behörden abgehalten, Internetuser:innen, die den Machthabern im Internet zu unbequem waren, gefügig zu machen. So erhielt etwa der Blogger Bakmurat Toktogulow im Juni 2022 eine Warnung vom Staatlichen Komitee für Nationale Sicherheit und wurde vom Geheimdienst verhört. Er ist insbesondere dafür bekannt, dass er auf seiner Facebook-Seite Posts veröffentlicht hat, in denen er die Behörden der Kirgisischen Republik kritisiert. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Eine Reihe von Angriffen auf Journalist:innen in Kasachstan</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Im Oktober 2022 legte die Präsidialverwaltung der Kirgisischen Republik Änderungen vor, da das seit 1992 geltende Gesetz <em>„nicht den Realitäten der modernen Gesellschaft entspricht.“ </em>Wie <a href="https://thediplomat.com/2023/01/kazakhstans-media-journalists-under-pressure/">The Diplomat</a> erklärt, begründet die kasachstanische Regierung die Absicht, das Mediengesetz zu ändern, auch damit, dass vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine viel auf dem Spiel stehe. Auch die Vermeidung von Cyberbullying spiele eine Rolle. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit letztem Jahr ist jedoch ein anhaltender Druck auf Medienschaffende zu beobachten. In Kasachstan besteht <a href="https://t.me/vlastkz/12906">eine lange Liste</a> von Journalist:innen, die persönlich angegriffen wurden: so zum Beispiel die freie Journalistin Dinara Egeubaeva, deren Auto am 14. Januar in Brand gesetzt wurde, wie das kasachstanische Nachrichtenportal <a href="https://vlast.kz/novosti/53461-patero-nesoversennoletnih-zaderzany-po-podozreniu-v-podzoge-avtomobila-zurnalistki-dinary-egeubaevoj.html">Vlast</a> berichtet. Egeubaeva hatte über die <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/kasachstan-die-unklare-bilanz-der-januar-unruhen/">Januar-Ereignisse 2022</a> berichtet. Im Oktober 2022 wurde ein Fenster in der Nähe des Büros von El Media mit einem Ziegelstein eingeworfen, während die Redaktion von Orda.kz ein Paket mit dem abgetrennten Kopf eines Schweins erhielt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/russlands-druck-auf-zentralasiatische-medien-nimmt-zu/">Russlands Druck auf zentralasiatische Medien nimmt zu </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Journalist und Aktivist Sergej Duvanov vermutete jedoch <a href="https://eurasianet.org/kazakhstan-president-orders-probe-into-intimidation-of-reporters">gegenüber Eurasianet</a>, dass es sich um Provokationen handeln könnte, um Präsident <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Kassym-Jomart_Tokayev">Qassym-Jomart Toqaev</a> zu diskreditieren. Tatsache ist, dass das Mediengesetz keine Maßnahmen zum Schutz von Journalist:innen erwähnt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Reporter ohne Grenzen stufte Kasachstan in Bezug auf die Pressefreiheit <a href="https://rsf.org/fr/pays/kazakhstan">auf Platz 122</a> von 180 untersuchten Ländern ein. Sein Ergebnis im Jahr 2022 hat sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. <em>„Während sich die Qualität der Online-Nachrichten verbessert, wird die Unterdrückung moderner“,</em> heißt es in der Zusammenfassung des Berichts über das Land. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Endgültiger Schlag gegen Radio Azattyk in Kirgistan</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">
In Kirgistan wurde die Online-Sperre von Radio Azattyk im November letzten Jahres bekannt gegeben. Das kirgisische Kulturministerium ging in seinem Vorgehen gegen das US-amerikanische Medium noch einen Schritt weiter und reichte Klage ein, um die Aktivitäten des Senders endgültig zu beenden, berichtet <a href="https://kloop.kg/blog/2023/01/23/minkult-obratilsya-v-sud-s-iskom-o-prekrashhenii-deyatelnosti-azattyk-media/">Kloop</a>. Ein von Radio Azattyk veröffentlichtes Video, in dem das Vorgehen der Regierung während des <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/warum-es-tadschikistan-und-kirgistan-schwer-faellt-den-grenzkonflikt-zu-beenden/">Konflikts mit Tadschikistan</a> im September 2022 kritisiert wird, ist weiterhin im Umlauf.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph">

Viele internationale Organisationen für Meinungsfreiheit und Medienschaffende haben Kirgistan daraufhin kritisiert, etwa das Komitee zum Schutz von Journalisten (<a href="https://cpj.org/de/">CPJ</a>), das die staatlichen Behörden <a href="https://kaktus.media/doc/474366_nezakonno_i_neobosnovanno._mediasoobshestvo_trebyet_otozvat_isk_o_zakrytii_azattyka.html">aufforderte</a>, die Klage gegen Radio Azattyk zurückzuziehen.
</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Lou Desmoutiers, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/au-kazakhstan-et-au-kirghizstan-la-liberte-sur-les-reseaux-sociaux-bientot-reduite/">Französischen</a> von Michèle Häfliger</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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		<title>Berg-Badachschan vom Internet abgeschnitten</title>
		<link>https://novastan.org/de/panorama/berg-badachschan-vom-internet-abgeschnitten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Dec 2021 18:57:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Berg-Badachschan]]></category>
		<category><![CDATA[Chorugh]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Ende November ist die im Osten Tadschikistans gelegenen Autonome Provinz Berg-Badachschan ohne Internet. Dies bereitet den Einwohner:innen Schwierigkeiten, aber niemand erkl&#xE4;rt ihnen, warum die gesamte Region fast einen halben Monat von der Au&#xDF;enwelt abgekoppelt ist. Der folgende Artikel erschien am 7. Dezember 2021 auf Asia-Plus. Wir &#xFC;bersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Seit [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Seit Ende November ist die im Osten Tadschikistans gelegenen Autonome Provinz Berg-Badachschan ohne Internet. Dies bereitet den Einwohner:innen Schwierigkeiten, aber niemand erklärt ihnen, warum die gesamte Region fast einen halben Monat von der Außenwelt abgekoppelt ist. Der folgende Artikel erschien am 7. Dezember 2021 auf </strong><a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/security/20211207/proehat-600-km-v-poiskah-interneta-pochemu-ne-dayut-svyaz-v-gbao-i-kak-iz-za-etogo-stradayut-lyudi"><strong>Asia-Plus</strong></a><strong>. Wir übersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. </strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit den <a href="https://novastan.org/de/panorama/tadschikistan-tote-und-verletzte-bei-protesten-in-berg-badachschan/">Protesten</a>, die sich vom 25. bis zum 28. November in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chorugh">Chorugh</a> ereignet haben, sind die Bewohner:innen der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Berg-Badachschan">Autonomen Provinz Berg-Badachschan</a> in ihrer Kommunikation eingeschränkt –  ihnen wird das Internet vorenthalten. Die Vereinbarung, die Demonstrierende und Behörden am 28. November geschlossen haben, beinhaltet unter anderem, dass die Internetverbindung wiederhergestellt wird. Seit dem 1. Dezember ist die Verbindung teilweise wiederhergestellt. Zugang zum Internet gibt es aber bis heute nur bei Banken und einigen Behörden. Wir haben versucht herauszufinden, wer wie und warum das Internet in Berg-Badachschan blockiert. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Für Internet nach Duschanbe</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Einwohner:innen Berg-Badachschans sowie aus der Region stammende Unterstützer:innen in&nbsp; verschiedenen Teilen der Welt richten aufgrund der fehlenden Internetverbindung Appelle an Tadschikistans Verbraucherverband sowie <a href="https://www.facebook.com/pamirdailynews04/posts/6649698335101438">an den Außenminister und den Bildungsminister der Russischen Föderation</a>.&nbsp; Sie beabsichtigen, sich an internationale Organisationen zu wenden, um ihre Rechte zu schützen und das Internet in die Region zurückzubringen.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph"> Aufgrund des fehlenden Internets müssen Studienbewerber:innen russischer Universitäten 600 Kilometer nach Duschanbe fahren, um ihre Bewerbungsunterlagen einzureichen. <em>„Kinder, die den Wunsch äußern, russische Universitäten […] zu besuchen, wurden zu Geiseln der Situation und haben die Möglichkeit verloren, Dokumente aus der Ferne einzureichen. Viele der Eltern sind aus finanziellen und anderen Gründen nicht in der Lage, mit ihren Kindern 1200 Kilometer von Chorugh nach Duschanbe und züruck zu reisen“</em>, heißt es in dem Appell. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In dem Appell wird auch darauf hingewiesen, dass die Abschaltung des Internets nicht nur den Fernunterricht beeinträchtigt, sondern auch die staatlichen, kommerziellen und internationalen Strukturen in der Region lahmlegt. Darüber hinaus haben Zehntausende Angehörige im Ausland keine Verbindung zu ihren Lieben und machen sich Sorgen um ihr Wohlergehen. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Die Betreiber schweigen</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Die tadschikischen Behörden schweigen über die Gründe für die Abschaltung des Internets in der Region sowie darüber, wann es wiederhergestellt wird. Letzte Woche haben wir versucht, ein Statement des Kommunikationsdienstes zu bekommen, aber es ist nicht gelungen: Der stellvertretende Leiter des Dienstes versprach mehrere Tage lang zu antworten, tauchte aber letztendlich unter. Der Leiter konnte indes nicht erreicht werden und auch die Regionalverwaltung von Berg-Badachschan antwortete nicht auf die Fragen von Asia-Plus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Die Mobilfunkanbieter wollen sich zur Situation überhaupt nicht äußern. Sie antworten nur kurz: <em>„Es hängt nicht von uns ab“</em>, „<em>Wir kommentieren die Situation nicht. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die zuständigen Aufsichtsbehörden&#8220;</em> oder <em>„Die Lösung dieser Situation liegt nicht in unserer Zuständigkeit.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/panorama/tadschikistan-tote-und-verletzte-bei-protesten-in-berg-badachschan/">Tadschikistan: Tote und Verletzte bei Protesten in Berg-Badachschan </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Quelle in einem der Kommunikationsunternehmen teilte mit, dass die Behörden in jeder Region selbst und ohne Hilfe von Mobilfunkanbietern das Internet abschalten können. <em>„Warum haben sie das Einheitliche Kommunikationszentrum geschaffen? Das gesamte Internet wird in Tadschikistan über dieses Zentrum kontrolliert und die Behörden können es nutzen, um das Internet oder die Mobilfunkverbindung in jeder Region abzuschalten. Früher mussten sie die Betreiber darum ,bitten´&#8220;</em>, erklärt die Quelle. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein anonymer Experte, der das Einheitliche Kommunikationszentrum sowie das Kommunikationssystem in Tadschikistan gut kennt, sagt, dass nur die Strafverfolgungsbehörden die Möglichkeit haben, die Mobilfunkverbindung und das Internet einzuschränken. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Inwieweit ist das legal?</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Gemäß den Änderungen des Gesetzes „Über die rechtliche Regelung des Ausnahmezustands&#8220; von 2015 können die zuständigen Behörden alle Arten der Telefonkommunikation deaktivieren oder die Mobilfunkanbieter auffordern, dies zu tun. In Notfällen kann die Regierung <em>„zum Zweck der Gewährleistung der Sicherheit, einschließlich der Informationssicherheit“</em> festlegen, den Zugang zum Internet einzuschränken oder einige Websites zu sperren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus kann die Kommunikation während Spezialoperationen nicht nur auf dem Territorium der Kriegshandlungen, sondern im ganzen Land abgeschaltet werden. Von einem Ausnahmezustand kann im aktuellen Fall jedoch nicht die Rede sein. Das Abschalten des Internets ist also illegal. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Was ist die Logik?</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Der tadschikische Politologe Parwis Mullodschonow sagt, es sei für ihn schwierig, die Logik hinter der Abschaltung zu verstehen. <em>„Mir scheint, dass die Regierung einfach noch keine gemeinsame Position zur Überwindung der Krise entwickelt hat. Vielleicht gibt es mehrere Gruppen, die sich für unterschiedliche Ansätze einsetzen“</em>, erklärt der Politologe gegenüber Asia-Plus. </p>


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<p class="wp-block-paragraph"><em>„Wenn die Behörden die Situation stabilisieren und die Menschen so schnell wie möglich beruhigen wollen, müssen vor allem die wichtigsten Eigenschaften der Stabilität wieder zum Leben erweckt werden: gute Kommunikationsmöglichkeiten, Abwesenheit von bewaffneten Personen auf den Straßen, offene Märkte und Geschäfte, Restaurants und so weiter. Dies bedeutet keinen Kontrollverlust – es gibt ja die Polizei, mobile Einsatzgruppen und so weiter“</em>, fügt Mullodschonow hinzu. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Manche Expert:innen nehmen an, die Behörden haben Angst davor, dass eine Unmenge von Videos und Fotos von den Protesten veröffentlicht werden. Mulludschonow meint hingegen, dass dies keinen Sinn machen würde: <em>„Weil die gleichen Materialien problemlos auf andere Weise übertragen werden können. Zumindest von Hand zu Hand. Die Menschen verlassen die Region weiterhin auf eigene Faust. Was hindert sie daran, all diese Materialien und Fotos auf diese Weise zu versenden?“</em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Bachmanjor Nadirow für Asia-Plus</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/security/20211207/proehat-600-km-v-poiskah-interneta-pochemu-ne-dayut-svyaz-v-gbao-i-kak-iz-za-etogo-stradayut-lyudi"><strong>Russischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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		<title>Kasachstan behauptet, Kontrolle über soziale Netzwerke zu haben – Meta dementiert</title>
		<link>https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-behauptet-kontrolle-ueber-soziale-netzwerke-zu-haben-meta-dementiert/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hugo Messina]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Nov 2021 17:01:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Instagram]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Meta]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kasachstans Regierung behauptet, exklusiven Zugriff zu haben, um Inhalte auf Facebook und Instagram zu kontrollieren. Meta bestreitet hingegen, einen Sondervertrag mit dem gr&#xF6;&#xDF;ten Land Zentralasiens abgeschlossen zu haben. Kasachstans Ministerium f&#xFC;r Information und soziale Entwicklung hat am 1. November behauptet, Facebook habe Kasachstan &#x201E;direkten exklusiven Zugriff auf das interne Content-Reporting-System&#x201C; gew&#xE4;hrt. Laut dieser Ank&#xFC;ndigung h&#xE4;tten [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kasachstans Regierung behauptet, exklusiven Zugriff zu haben, um Inhalte auf Facebook und Instagram zu kontrollieren. Meta bestreitet hingegen, einen Sondervertrag mit dem größten Land Zentralasiens abgeschlossen zu haben.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kasachstans Ministerium für Information und soziale Entwicklung hat am 1. November <a href="https://www.gov.kz/memleket/entities/qogam/press/news/details/277873?lang=en">behauptet</a>, Facebook habe Kasachstan <em>„direkten exklusiven Zugriff auf das interne Content-Reporting-System“</em> gewährt. Laut dieser Ankündigung hätten die Regierung und der Webgigant eine enge Zusammenarbeit im Kampf gegen schädliche Inhalte vereinbart. Der entwickelte Mechanismus würde es ermöglichen, schnell Inhalte zu melden, die gegen die allgemeinen Richtlinien von Facebook oder gegen die nationale Gesetzgebung der Republik Kasachstan verstoßen. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Laut Informationsministerin <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Aida_Balaeva">Aida Balaeva</a> habe Kasachstan als erstes zentralasiatisches Land Zugang zum CRS (Content Reporting System) erhalten. Die Nutzung von CRS soll die Effizienz und Effektivität der Kontrolle illegaler Inhalte auf den Plattformen Facebook und Instagram erhöhen.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Umgehendes Dementi</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Meta_Platforms">Meta</a>, so der neue Name der der Dachgruppe von Facebook und Instagram, dementierte umgehend. Am 2. November kam Ben McConaughey, Metas Kommunikationsdirektor für Asien und den Pazifikraum, gegenüber der Nachrichtenagentur <a href="https://www.reuters.com/world/asia-pacific/facebook-lets-kazakh-govt-directly-flag-harmful-content-joint-statement-says-2021-11-01/">Reuters</a> auf diese Informationen zurück. <em>„Die kasachstanische Regierung hat ihre eigene Erklärung veröffentlicht, die auf Diskussionen basiert, welche wir mit ihr über unser globales Verfahren für Ersuchen von Regierungen zur Einschränkung vongegen lokale Gesetze verstoßende Inhalten geführt haben“</em>, erklärte McConaughey. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-fuehrt-massive-ueberwachung-des-internets-ein/"><strong>Kasachstan führt massive Überwachung des Internets ein </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Meta komme CRS einer Vielzahl von Partnerstaaten auf der ganzen Welt zugute. Konkret handele es sich um einen Online-Kanal, der Mitgliedern die Möglichkeit bietet, das Unternehmen zu benachrichtigen, wenn Inhalte anscheinend gegen die lokalen Gesetze verstoßen. McConaughey wies darauf hin, dass der Zugang zum Beschwerdesystem nicht nur Kasachstan, sondern Regierungen auf der ganzen Welt offenstehe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz des Dementis seitens der amerikanischen Gruppe bekräftigte die Informationsministerin laut dem kasachstanischen Nachrichtenportal <a href="https://vlast.kz/novosti/47295-mininformacii-nastaivaet-cto-sovmestnoe-zaavlenie-s-facebook-bylo-soglasovano-s-kompaniej.html">Vlast</a> am 2. November, dass eine gemeinsame Erklärung zwischen dem Ministerium und Metas Regionalbüro in Hongkong abgeschlossen worden sei. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Die Überwachung von Plattformen, ein sensibles Thema in Kasachstan</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Die Erklärung der kasachstanischen Regierung folgt auf ein Gesetz zum Schutz von Kinderrechten, das der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mäschilis">Májilis</a>, das Unterhaus des kasachischen Parlaments, am 15. September verabschiedet hatte. Wie <a href="https://vlast.kz/obsshestvo/46784-poslednaa-territoria-svobody.html">Vlast</a> berichtet, sieht der mit Änderungen angereicherte Text die Registrierung aller ausländischen sozialen Netzwerke und Messanger sowie die Ernennung von ausschließlich kasachstanischen Staatsangehörigen als Leiter derer lokalen Repräsentanzen vor.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph">

Die offiziellen Gründe für diese Maßnahmen sind der Kampf gegen schädliche Inhalte und Cybermobbing von Jugendlichen. Unter dem Vorwand, Kinder im Web zu schützen, könnte der Zugang zu Online-Plattformen eingeschränkt werden.

Der Gesetzentwurf wird von der Zivilgesellschaft in Kasachstan stark kritisiert. GegnerInnen des Gesetzes sehen in ihm einen Angriff auf die Meinungsfreiheit. Eine <a href="https://secure.avaaz.org/community_petitions/ru/administratsiia_prezidenta_parlament_kazakhstana_leumettik_zhelini_bugattauga_karsy_protiv_popravok_v_zakony_o_sotssetiakh/">Petition</a> gegen die Änderungen wurde bereits von mehr als 10.400 Personen unterzeichnet.
</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Hugo Messina, Redakteur für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/le-kazakhstan-affirme-avoir-le-controle-des-reseaux-sociaux-meta-dement/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-behauptet-kontrolle-ueber-soziale-netzwerke-zu-haben-meta-dementiert/">Kasachstan behauptet, Kontrolle über soziale Netzwerke zu haben – Meta dementiert</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Huawei startet 5G-Pilotprojekt in Kasachstan</title>
		<link>https://novastan.org/de/kasachstan/huawei-startet-5g-pilotprojekt-in-kasachstan/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[lkuehne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Apr 2021 06:38:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[5G]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Huawei]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilfunk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Huawei hat in Kooperation mit Beeline, dem gr&#xF6;&#xDF;ten privaten Mobilfunkanbieter Kasachstans, den Ausbau des 5G-Netzes im Land abgeschlossen. Das chinesische Unternehmen startet nun mit einem Pilotprojekt in der Hauptstadt Nur-Sultan. Der Rest des Landes soll bis 2025 ans Netz gehen. Huawei geht in Kasachstan in die Offensive. Wie das Nachrichtenportal Tengrinews berichtet, wird das chinesische [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Huawei hat in Kooperation mit Beeline, dem größten privaten Mobilfunkanbieter Kasachstans, den Ausbau des 5G-Netzes im Land abgeschlossen. Das chinesische Unternehmen startet nun mit einem Pilotprojekt in der Hauptstadt Nur-Sultan. Der Rest des Landes soll bis 2025 ans Netz gehen.</strong></p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Huawei geht in Kasachstan in die Offensive. Wie das Nachrichtenportal <a href="https://tengrinews.kz/news/huawei-podelilas-perspektivami-zapuska-seti-5g-kazahstane-431721/">Tengrinews</a> berichtet, wird das chinesische Telekommunikationsunternehmen dieses Jahr im Auftrag der kasachstanischen Behörden ein Pilotprojekt in der Hauptstadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nur-Sultan">Nur-Sultan</a> starten. Das Ziel ist „<em>bis 2025 alle regionalen Zentren</em>“ mit dem Netzstandard 5G abzudecken. So hat es der stellvertretende Minister für digitale Entwicklung, Ashat Orazbek, am 6. März in einer <a href="https://primeminister.kz/ru/news/interviews/dostup-sel-k-internetu-i-obespechenie-kachestvennoy-svyazyu-razvitie-cifrovizacii-v-kazahstane-62132">Pressemitteilung</a> bekanntgegeben. Es sei die Absicht Kasachstans, zu den weltweit ersten zehn Staaten zu zählen, die das 5G-Netz implementieren. Dabei solle das Land „<em>schrittweise</em>“ aufgerüstet werden. 2022 sollen zunächst <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schymkent">Schymkent</a> und dann <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Almaty">Almaty</a>, die frühere Hauptstadt und größte Metropole des Landes, folgen. Der Auftrag sei gemäß der geltenden Gesetzgebung über die Vergabe öffentlicher Aufträge ausgeschrieben worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/ueberwachungskameras-mit-gesichtserkennung-huaweis-kuenstliche-intelligenz-wacht-auch-ueber-tadschikistan/">Überwachungskameras mit Gesichtserkennung: Huaweis künstliche Intelligenz wacht auch über Tadschikistan</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem ambitionierten Bestreben nach Digitalisierung verlieh der kasachstanische Präsident Qasym-Jomart Toqaev Nachdruck. In einer <a href="https://www.akorda.kz/ru/addresses/addresses_of_president/poslanie-glavy-gosudarstva-kasym-zhomarta-tokaeva-narodu-kazahstana-1-sentyabrya-2020-g">Rede</a> vom 1. September des vergangen Jahres kommentierte er: „<em>Es ist notwendig, die digitale Ungleichheit zu beseitigen, sowie einen optimalen Internetzugang und eine hochwertige Kommunikation für alle Bürger zu gewährleisten</em>“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kasachstans Telekommunikationssektor ist der fortschrittlichste in Zentralasien</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Huawei führt sein Pilotprojekt mit <a href="https://www.veon.com/our-brands/beeline-kazakhstan/">Beeline</a> durch. Beeline ist die kasachstanische Tochtergesellschaft des niederländischen Mobilfunkunternehmens <a href="https://www.veon.com/about-us/">Veon</a>. Tengrinews zitiert Huawei mit folgenden Worten über den Projektstatus: „<em>Die erste Projektphase läuft noch. Momentan wird die Datenübertragung getestet. In der zweiten Phase werden wir Tests zur Augmented- und Virtual-Reality, als auch zum Cloud Gaming realisieren“.</em></p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor zwei Jahren hatte das aserbaidschanische Nachrichtenportal <a href="https://caspiannews.com/news-detail/5g-network-goes-live-in-kazakhstan-2019-10-23-49/">Caspian News</a> über die ersten 5G-Tests in Kasachstan berichtet. Mittlerweile ist das Land, was den Telekommunikationssektor angeht, eines der am weitesten entwickelten Länder Zentralasiens. Es zeichnet sich durch einen wettbewerbsfähigen Markt aus, zu dessen wichtigsten Mobilfunkbetreibern neben Beeline, die Unternehmen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Kcell">Kcell</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/KazakhTelecom">KazakhTelecom</a> zählen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/von-gas-bis-aliexpress-wie-sich-die-beziehungen-zwischen-usbekistan-und-china-entwickeln/">Von Gas bis Aliexpress: Wie sich die Beziehungen zwischen Usbekistan und China entwickeln</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in Tadschikistan und Usbekistan befindet sich das 5G-Netz in der Testphase. Das usbekische Nachrichtenportal <a href="La%205G%20est%20également%20présente%20en%20phase%20d’essai%20au%20Tadjikistan,%20mais%20aussi%20en%20Ouzbékistan%20où%20l’opérateur%20ouzbek%20Ucell%20teste%2015%20stations%20de%20base%205G%20à%20Tachkent,%20la%20capitale,%20relaie%20le%20média%20ouzbek%20UzDaily.%20Le%20Turkménistan%20et%20le%20Kirghizstan%20n’ont%20pour%20l’heure%20aucun%20test%20de%20la%20technologie%20en%20cours.">UzDaily</a> berichtet von 15 Teststationen, die das usbekische Unternehmen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Ucell">Ucell</a> in der Hauptstadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Taschkent">Taschkent</a> betreibt. In Turkmenistan und Kirgistan wurde bisher noch keine Tests der 5G-Technologie durchgeführt.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>François Garijo, Redakteur für Novastan France</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/huawei-pret-a-lancer-un-reseau-5g-au-kazakhstan-en-2021/">Französischen</a> von Lucas Kühne</strong></p>


<p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Usbekistan will massiv in seine digitale Infrastruktur investieren</title>
		<link>https://novastan.org/de/usbekistan/usbekistan-will-massiv-in-seine-digitale-infrastruktur-investieren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Robin Roth]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Mar 2021 07:12:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bis 2023 wollen die usbekischen Beh&#xF6;rden 2,5 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung ihrer digitalen Infrastruktur investieren. Deren Schw&#xE4;chen waren durch das Coronavirus aufgedeckt worden.&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; Usbekistan m&#xF6;chte seine digitale Infrastruktur ausbauen. Wie das usbekische Nachrichtenportal Gazeta.uz berichtete, gab Usbekistans Premierminister Abdulla Oripov am 5. Februar bekannt, dass seine Regierung plane, bis 2023 2,5 Milliarden US-Dollar (2 [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bis 2023 wollen</strong> <strong>die usbekischen Behörden 2,5 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung ihrer digitalen Infrastruktur investieren. Deren Schwächen waren durch das Coronavirus aufgedeckt worden.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Usbekistan möchte seine digitale Infrastruktur ausbauen. Wie das usbekische Nachrichtenportal <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2021/02/05/digital/">Gazeta.uz</a> berichtete, gab Usbekistans Premierminister <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Abdulla_Aripov">Abdulla Oripov</a> am 5. Februar bekannt, dass seine Regierung plane, bis 2023 2,5 Milliarden US-Dollar (2 Milliarden Euro) in die Verbesserung der digitalen Infrastruktur zu investieren.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel dieser Investition sei es, den digitalen Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen zu ermöglichen sowie E-Government für den Bankensektor und den Gesundheits- und Landwirtschaftssektor zu entwickeln. Außerdem soll ein Teil der Mittel in den Bau von drei neuen Rechenzentren in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Taschkent">Taschkent</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Buxoro">Buchara</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qoʻqon">Qoʻqon</a> fließen, um den Ausbau des Telekommunikationsnetzes zu unterstützen. Die usbekische Regierung will außerdem die 8.000 Schulen des Landes sowie alle außerschulischen und medizinischen Einrichtungen mit Glasfaserkabeln verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Langsames Internet</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die massiven Investitionen sind darauf zurückzuführen, dass das Coronavirus die Schwächen des usbekischen Internets zu Tage gefördert hat. Mit dem ersten Lockdown im März 2020 <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/internet-in-usbekistan-waehrend-corona-pandemie-verlangsamt/">verlangsamte sich das Internet erheblich</a>, da die Anzahl der Internet-NutzerInnen in wenigen Wochen um 20 bis 30 Prozent zunahm. Die Regierung wurde davon überrascht, zumal die Geschwindigkeit des Internets in Usbekistan zwischen Januar 2019 und Januar 2020 um den Faktor 2,4 gestiegen war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Internetgeschwindigkeit wurde vor allem für mobile Internetnetze erheblich reduziert. Die Regierung begann daraufhin mit Hilfe von Mobilfunkbetreibern wie Uzbektelekom mehr als 300 digitale Stationen zu modernisieren, um so die Geschwindigkeitsminderung zu mildern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:</strong> <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/internet-in-usbekistan-waehrend-corona-pandemie-verlangsamt/"><strong>Internet in Usbekistan während Corona-Pandemie verlangsamt</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel der usbekischen Regierung ist es, einen schnelleren und billigeren Internetzugang im ganzen Land bereitzustellen. Die geostrategische Situation in Bezug auf die Internetinfrastruktur bleibt aber ungünstig. So ist Usbekistan über das Netz von Kasachstan weiter an Russland angebunden. Bei der Bereitstellung von Internet ist Taschkent also von den Preisen abhängig, die russische und kasachstanische Betreiber festlegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Vergleich zu zahlreichen anderen Ländern ist das Internet in Usbekistan deshalb wesentlich langsamer. Nach Angaben von <a href="https://www.speedtest.net/global-index/uzbekistan">Speedtest</a> belegte Usbekistans Festnetz im Januar 2021 im Hinblick auf die Internetgeschwindigkeit den 128. von 140 Plätzen. Beim mobilen Internet erreichte Usbekistan den 94. Platz unter 175 Ländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein langgehegter Wunsch</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Schwierigkeiten scheinen den Reformwillen, der seit dem Amtsantritt von Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shavkat_Mirziyoyev">Shavkat Mirziyoyev</a> im Dezember 2016 an den Tag gelegt wird, nicht zu beeinträchtigen. So wurden im Rahmen der <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2017/02/07/strategy">Nationalen Entwicklungsstrategie für den Zeitraum 2017-2021</a> wirtschaftliche und politische Reformen eingeleitet, die eine echte Dynamik entwickelt haben. Seitdem arbeitet Usbekistan daran, seinen digitalen Rückstand aufzuholen.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um den Mangel an Fachkenntnissen in diesem Bereich auszugleichen, möchte die Regierung ihre Bevölkerung schulen und die Nutzung digitaler Dienste standardisieren. Wie die staatliche Nachrichtenagentur <a href="https://uza.uz/en/posts/future-skills-project-launched-in-uzbekistan_233889">UzA</a> berichtete, startete im Januar „Future Skills“ &#8211; ein neues Projekt zur Ausbildung von ComputerspezialistInnen. Das vom usbekischen Arbeitsministerium implementierte Programm richtet sich an Arbeitslose ab 16 Jahren. Projekte wie dieses können die Anzahl qualifizierter Arbeitskräfte in der Branche erhöhen und darüber hinaus der Jugend Usbekistans die Perspektive auf einen verbesserten Lebensstandard bieten.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Carla Bouzon, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/ouzbekistan/louzbekistan-veut-investir-massivement-dans-son-infrastructure-numerique/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth </strong></p>


<p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/usbekistan-will-massiv-in-seine-digitale-infrastruktur-investieren/">Usbekistan will massiv in seine digitale Infrastruktur investieren</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8218;Digital CASA&#8216; in Tadschikistan: Wann wird ein besseres Internet verfügbar sein?</title>
		<link>https://novastan.org/de/tadschikistan/digital-casa-in-tadschikistan-wann-wird-ein-besseres-internet-verfuegbar-sein/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2021 14:39:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Digital CASA]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Glasfaserkabel]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Regionale Integration]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=25359</guid>

					<description><![CDATA[<p>F&#xFC;r diejenigen, die zu faul sind den ganzen Text zu lesen, sagen wir es vorab: Nicht bald. Tadschikistan z&#xE4;hlt zu den L&#xE4;ndern mit dem teuersten und langsamsten Internet der Welt. Experten wittern eine L&#xF6;sung des Problems in der raschen Umsetzung des Projektes &#x201A;Digital CASA&#x2018;. Dieser Artikel erschien am 6. August 2020 im&#xA0;russischsprachigen Original bei Asia-Plus. [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/digital-casa-in-tadschikistan-wann-wird-ein-besseres-internet-verfuegbar-sein/">&#8218;Digital CASA&#8216; in Tadschikistan: Wann wird ein besseres Internet verfügbar sein?</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Für diejenigen, die zu faul sind den ganzen Text zu lesen, sagen wir es vorab: Nicht bald. Tadschikistan zählt zu den Ländern mit dem teuersten und langsamsten Internet der Welt. Experten wittern eine Lösung des Problems in der raschen Umsetzung des Projektes ‚<a href="https://www.gtai.de/gtai-de/trade/entwicklungsprojekte/tadschikistan/digital-casa-130814">Digital CASA</a>‘. Dieser Artikel erschien am 6. August 2020 im <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20200806/digital-casa-i-tadzhikistan-kogda-zhdat-skorostnogo-i-deshyovogo-interneta?tg_rhash=4ad06923c19fc6">russischsprachigen Original bei Asia-Plus</a>. Wir übersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong></p>


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<p class="wp-block-paragraph">Nach aktuellen Angaben der Weltbank haben 3,18 Millionen Tadschiken einen permanenten Zugang zum Internet. Doch die Kosten eines Basistarifs gehören zu den weltweit höchsten. Die Netzbetreiber haben kürzlich bekannt gegeben, dass die Senkung der Preise für das Internet nicht möglich sei, da diese von den Transitkosten abhängen.&nbsp;<em>„Solange wir von diesem Faktor abhängig sind, ist können wir die Preise nicht senken und niedriger als die Selbsterhaltungskosten setzen. Eine Kostensenkung ist erst dann realisierbar, wenn wir ‚Digital CASA‘ durchführen“</em>, so Projektleiter Ilhomdschon Atojew.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wann wird Zentralasien ans Glasfasernetz angeschlossen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2016 wurde den zentral- und südasiatischen Ländern ein einzigartiges Projekt mit dem Namen ‚Digital CASA‘ vorgestellt, welches in Zukunft die Schlüsselrolle in der digitalen Vernetzung der Länder spielen wird. ‚Digital CASA‘ ist das Pendant zum Energieprojekt ‚<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/CASA-1000">CASA-1000</a>‘ und genauso ambitioniert. Das Projekt ‚CASA-1000‘, ein Infrastrukturprojekt aus dem Jahre 2013, beschäftigte sich mit dem Bau einer Hochspannungsleitung zwischen den Staaten Zentral- und Südasiens. Das von der Weltbank initiierte Programm ‚Digital CASA‘ hat nun zum Ziel, die selben zwei Regionen mit einer Glasfaserleitung zu verbinden. Angestrebt wird, den Bewohnern des ehemaligen sowjetischen Südens Zugang zu günstigem Internet und alternativen Netzen zu ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tadschikistan als Vorreiter des regionalen Projekts ‚Digital CASA‘&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Umsetzung stellte die Weltbank 92 Millionen US-Dollar (ca. 207 Mio. Euro) zur Verfügung. Zu Beginn unterstützen nur Kirgistan und Afghanistan das Projekt aktiv. Experten waren besorgt, dass der Einbezug Tadschikistans auch Partnerschaften mit anderen Nachbarländern erfordern und die Sache verkomplizieren würde. In einem solchen Fall könnte Tadschikistan ernsthafte wirtschaftliche Dividenden versäumen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:&nbsp;<a href="https://novastan.org/de/kirgistan/wie-das-internet-in-zentralasien-blockiert-wird/">Wie das Internet in Zentralasien blockiert wird</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten Alarmglocken schellten in Dushanbe Ende Mai 2017. Bei einem internationalen Treffen zum Projekt ‚Digital CASA‘ gaben Vertreter des afghanischen Ministeriums für Informationstechnologie und Kommunikation bekannt, dass sie ein Memorandum mit China über die Verlegung eines Glasfaserkanals durch den&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wachankorridor">Wachan-Korridor</a>unterzeichnet haben. Kabul verlangte daraufhin eine Stellungnahme von den tadschikischen Behörden über die Teilnahme an dem Projekt. Im Juni 2017 erfolgte dann eine offizielle Vorstellung des Projektes ‚Digital CASA‘. Im März 2018 genehmigte die Direktion der Weltbank die Projektumsetzung in Afghanistan und Kirgistan. Schon kurze Zeit später bekundeten auch Usbekistan und Kasachstan ihr Interesse an einer Teilnahme.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tadschikische Behörden unterstützen ‚Digital CASA‘</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Oktober&nbsp;2019 trafen sich der Leiter der Weltbank, Jan-Peter Olters mit Dschamoliddin Nuralijew, dem ersten stellvertretenden Gouverneur der tadschikischen Nationalbank in Duschanbe. Der Anlass dieses Treffens war die Besprechung des Projekts und die Bereitschaft Tadschikistans, es zu fördern. Bei einem weiteren Treff im Februar 2020 brachte Nuralijew erneut seine Bereitschaft und sein Interesse an einer Zusammenarbeit zum Ausdruck. Aufgrund der weltweiten Coronavirus-Pandemie steht das Projekt jedoch bis auf weiteres auf Eis.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:&nbsp;<a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-zum-hub-fuer-kuenstliche-intelligenz-machen/">„Tadschikistan zum Hub für künstliche Intelligenz machen“</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von Experten wird die erste Etappe der Projektrealisierung 2 bis 3 Jahre in Anspruch nehmen. Für die Verlegung der Glasfaserleitungen werden wird 5 bis 6 Jahre geschätzt. Erste Ergebnisse sind wohl erst in frühestens 5 Jahren zu erwarten. Obwohl die Wartezeit keine kurze ist, sind die Experten sich sicher, dass die Erwartungen erfüllt werden. Das Projekt wird eine hochwertige Glasfaserkommunikation, günstiges Internet und schnelles wirtschaftliches Wachstum in der Region ermöglichen. Die Hauptsache ist, dass die zentralasiatischen Länder nicht mehr abhängig von Ihren Nachbarstaaten sein werden. Dies führt wiederum dazu, dass sie in der Lage sein werden, den IT-Sektor aktiv selbst zu gestalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>…wenn die Nebenerscheinungen beseitigt sind</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Expertenangaben gab es eine Mehrzahl von Gründen, die zur Stagnation des Internetausbaus geführt haben.&nbsp;<em>„Erstens fehlt es in diesem Bereich an Konkurrenz“</em>, so der IT-Fachmann Firdarws Muhiddinow. „<em>Die Unternehmen kaufen ihren Traffic seit fünf Jahren zum Festpreis bei einem staatlichen Provider. Ein weiterer Grund sind die hohen Steuern, die den Mobilfunkbetreibern auferlegt werden, sowie die Telekommunikationssteuer, Mehrwertsteuer, Verbrauchssteuer, Lizenzgebühren und Umsatzsteuer. Unter einer solchen Belastung können die Unternehmen sich nicht entwickeln“</em>, fügt er hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Muhiddinow zufolge haben die Stagnation des Marktes und die hohen Breitbandpreise bereits die Entwicklung des gesamten Landes beeinträchtigt. Die digitale Wirtschaft entwickelt sich nicht mehr weiter, die Mehrheit der Menschen haben keinen freien Zugang zum Internet und somit keine Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung.</p>


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<p class="wp-block-paragraph"><em>„Werfen Sie einen Blick auf das Verhältnis des Einkaufspreises zum Verkaufspreis für einen Gigabyte Traffic. Diese Strukturen können es sich einfach nicht leisten, ihre Einnahmen zu reduzieren und ich denke, die Arbeit an diesem Projekt wird sich noch lange verzögern“</em>, meint der Experte.&nbsp;<em>„Vielleicht wird die Umsetzung des Projekts ‚Digital CASA‘ die Situation zum Besseren verändern, aber die oben genannten Probleme lösen, kann es auch nicht.“</em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Haidar Schodijew für&nbsp;<a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20200806/digital-casa-i-tadzhikistan-kogda-zhdat-skorostnogo-i-deshyovogo-interneta?tg_rhash=4ad06923c19fc6">Asia-Plus</a></strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russischen von Vlada Brelenko</strong></p>


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