<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Internationale Beziehungen Archives</title>
	<atom:link href="https://novastan.org/de/tag/internationale-beziehungen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://novastan.org/de/tag/internationale-beziehungen/</link>
	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Wed, 05 Mar 2025 17:52:39 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/08/cropped-Logo_2_2000-1700-300DPI-32x32.png</url>
	<title>Internationale Beziehungen Archives</title>
	<link>https://novastan.org/de/tag/internationale-beziehungen/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Warum die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit ihre Relevanz verloren hat</title>
		<link>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/warum-shanghaier-organisation-fuer-zusammenarbeit-soz-ihre-relevanz-verloren-hat/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/warum-shanghaier-organisation-fuer-zusammenarbeit-soz-ihre-relevanz-verloren-hat/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Aug 2024 14:42:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=39987</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Wettbewerb zwischen Russland und China und die erweiterte Mitgliedschaft haben die eurasische Sicherheitsgruppe zu einer reinen Gespr&#xE4;chsrunde gemacht. Das j&#xFC;ngste Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation f&#xFC;r Zusammenarbeit (SOZ), das diese Woche in Kasachstan stattfand, erregte wie &#xFC;blich gro&#xDF;e internationale Aufmerksamkeit. Menschen verfolgen das Geschehen in der SOZ, um ihre eigenen Bef&#xFC;rchtungen zu rechtfertigen. Einige bef&#xFC;rchten, [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/warum-shanghaier-organisation-fuer-zusammenarbeit-soz-ihre-relevanz-verloren-hat/">Warum die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit ihre Relevanz verloren hat</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Wettbewerb zwischen Russland und China und die erweiterte Mitgliedschaft haben die eurasische Sicherheitsgruppe zu einer reinen Gesprächsrunde gemacht.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das jüngste Gipfeltreffen der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shanghaier_Organisation_f%C3%BCr_Zusammenarbeit">Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ)</a>, das diese Woche in Kasachstan stattfand, erregte wie üblich große internationale Aufmerksamkeit. Menschen verfolgen das Geschehen in der SOZ, um ihre eigenen Befürchtungen zu rechtfertigen. Einige befürchten, dass Russland und China die SOZ nutzen werden, um ein Militärbündnis nach dem Vorbild der NATO aufzubauen, während andere glauben, dass die SOZ die Grundlage für eine neue, antidemokratische Weltordnung werden könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Werden jedoch die Erfolge der Organisation seit ihrer ersten Erweiterung im Jahr 2001 betrachtet, so hat die SOZ wenig vorzuweisen. Abgesehen von der Ausdehnung auf immer mehr Länder und dem Ausbleiben von öffentlichkeitswirksamen Skandalen. Jedes Mitgliedsland nutzt die SOZ, um seine eigenen außenpolitischen Prioritäten zu fördern. Dies schadet der praktischen Wirksamkeit der Organisation, trägt aber zu ihrem hervorragenden internationalen Ruf bei.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Degradierung der SOZ</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Laut der SOZ-Charta sind die Ziele der Organisation kurz gefasst folgende: Stärkung der Freundschaft zwischen den Mitgliedstaaten, Entwicklung einer multidisziplinären Zusammenarbeit, Bekämpfung der „drei bösen Phänomene“ (Terrorismus, Separatismus und Extremismus), Förderung der Menschenrechte und Grundfreiheiten im Einklang mit der nationalen Gesetzgebung der Mitgliedstaaten usw.</p>



<div class="flex flex-col md:flex-row justify-evenly items-center bg-yellow-100 my-20 p-10 space-y-10 subscribe">
	<div class="container flex flex-col lg:flex-row justify-between">
		<div class="flex flex-col w-full lg:w-3/5 pb-4">
			<h2 class="text-3xl text-secondary font-bold mb-4 text-[#749D02]">
								Unterstützt Novastan &#8211; das europäische Zentralasien-Magazin 
			</h2>
				Als vereinsgetragene, unabhängige Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#8211; und von eurer Unterstützung! 
						</div>
		<div class="flex flex-col w-full lg:w-2/5 justify-items-center justify-center pb-4">
			<div class="rounded-md bg-accent-500 px-10 py-5 text-center w-72 mx-auto">
											<a class="block rounded bg-white p-2 mt-4 font-bold" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Novastan unterstützen</a>
							</div>
		</div>
	</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der Charta geht jedoch nicht eindeutig hervor, warum die SOZ tatsächlich benötigt wird. So können verschiedene Länder versuchen, die Organisation für ihre eigenen Zwecke zu nutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/gemeinsam-gegen-den-westen-warum-china-und-russland-in-zentralasien-nicht-konkurrieren/"><strong>Gemeinsam gegen den Westen – Warum China und Russland in Zentralasien nicht konkurrieren</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland zum Beispiel versucht, die SOZ dazu zu bringen, sich mit seinen außenpolitischen Abenteuern zu solidarisieren. Im Jahr 2008 warf der damalige Präsident Dmitri Medwedew die Frage der Unabhängigkeit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdossetien">Südossetiens</a> auf, 2014 stand die Anerkennung der Krim auf Russlands Tagesordnung, und 2022 wollte Moskau bei der UN-Abstimmung über den Krieg in der Ukraine eine einheitliche Position der SOZ-Länder erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ähnlicher Weise versucht China, den anderen Ländern seine ideologischen Konstrukte wie die „Schicksalsgemeinschaft“ aufzuzwingen. Kasachstan besteht darauf, dass der Transitverkehr ausgebaut werden soll, und so weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf den jährlichen Gipfeltreffen geben die Staats- und Regierungschefs eine Vielzahl von Erklärungen ab und unterbreiten eine Reihe von Vorschlägen, die in den Medien zitiert, aber fast nie in die Realität umgesetzt werden. Die Institutionen innerhalb der SOZ existieren und sehen sogar recht beeindruckend aus, aber in Wirklichkeit sind sie nur eine weitere Ebene der Bürokratie, die im Wesentlichen mit dem Management von Veranstaltungen beschäftigt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/wie-china-seinen-kulturellen-einfluss-in-zentralasien-verstaerkt/"><strong>Wie China seinen kulturellen Einfluss in Zentralasien verstärkt</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der SOZ-Wirtschaftsrat beispielsweise wird als „Vereinigung der maßgeblichen Vertreter der Wirtschaftskreise der SOZ-Mitgliedstaaten&#8220; dargestellt. Doch in den fast 20 Jahren seiner Tätigkeit kann der Rat kein einziges anschauliches Beispiel für eine Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen der SOZ-Länder vorweisen, das durch seine Vermittlung zustande gekommen wäre. Alles reduziert sich auf die Durchführung von Veranstaltungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Beispiel ist die „SOZ Interbank Association“, die Seminare „zu aktuellen Bank- und Finanzthemen&#8220; abhält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es ein funktionierendes Instrument innerhalb der SOZ gibt, dann ist es wohl die Regionale Anti-Terrorismus-Struktur (RATS) mit einem Büro in Taschkent. In der Tat hilft sie den SOZ-Ländern regelmäßig bei der Durchführung gemeinsamer militärischer Übungen in verschiedenen Formaten. Ansonsten gibt es jedoch nichts Bemerkenswertes. Von RATS hört man nichts, wenn in dem einen oder anderen SOZ-Land ein Terroranschlag verübt wird, und auf ihrer Webseite finden sich lediglich Pressemitteilungen mit Beileidsbekundungen. Allerdings hat die SOZ in ihren früheren Jahren bereits Erfolge erzielen können. Als die Organisation in 1996 als „Shanghai Five“ gegründet wurde, gelang es ihr, territoriale Fragen zwischen China und den angrenzenden Ländern der ehemaligen Sowjetunion zu lösen. Anstatt die Organisation aufzulösen, bestand die Hoffnung, sie in eine regionale Struktur für die Zusammenarbeit zwischen China und Russland im postsowjetischen Raum umzuwandeln. Doch hier konnten Peking und Moskau keine Einigung erzielen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Meinungen gehen auseinander</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den 2000er Jahren wurde die SOZ zur ersten Organisation im postsowjetischen Raum, in der nicht nur Russland (das zu diesem Zeitpunkt bereits die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaft_Unabh%C3%A4ngiger_Staaten">GUS</a> und die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_des_Vertrags_%C3%BCber_kollektive_Sicherheit">Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit</a> hatte), sondern auch China ein großes Gewicht hatte. Die Tatsache, dass die Organisation einen mit China assoziierten Namen trägt und ihren Sitz in Peking hat, trug zur Bedeutung der Rolle Chinas in der Organisation bei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/china-profitiert-in-zentralasien-von-der-isolation-russlands/"><strong>China profitiert in Zentralasien von der Isolation Russlands</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst versuchte Peking, die SOZ in eine Arbeitsstruktur zu verwandeln, um seine Ambitionen in Zentralasien zu verwirklichen &#8211; vor allem in Sicherheits- und Wirtschaftsfragen. Im Sicherheitsbereich ist es in der Tat gelungen, regelmäßige gemeinsame Übungen zwischen den Mitgliedsstaaten abzuhalten und Kontakte zwischen hochrangigen Verteidigungs- und Sicherheitsbeamten herzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeit der SOZ hat auch dazu geführt, dass die NATO-Militärstützpunkte aus Zentralasien verdrängt wurden. Die Hauptgründe für den Rückzug der USA waren interne Probleme in Usbekistan und Kirgisistan, aber auch die koordinierte Politik Russlands und Chinas spielte eine Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Wirtschaft konnte jedoch nicht das gleiche Maß an Zusammenarbeit erreicht werden. Russland blockierte hartnäckig zwei der wichtigsten Ideen Chinas: die Schaffung einer Entwicklungsbank und einer Freihandelszone. Infolgedessen verlor Peking das Interesse an der Entwicklung der SOZ und begann, eigenständig zu handeln. Seitdem stützt sich die wirtschaftliche Zusammenarbeit Zentralasiens mit China auf das Großprojekt „Neue Seidenstraße”, bilaterale Abkommen und in jüngster Zeit auf das Sechs-Parteien-Format China plus Zentralasien, an dem Russland nicht beteiligt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/warum-china-den-zentralasiatischen-laendern-riesige-kredite-gewaehrt-ein-expertengespraech-mit-temur-umarov/"><strong>Warum China den zentralasiatischen Ländern riesige Kredite gewährt – ein Expertengespräch mit Temur Umarov</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im Sicherheitsbereich hat Peking begonnen, die SOZ (und damit auch Russland) zu umgehen, indem es mehr Waffen an die zentralasiatischen Länder liefert, bilaterale Militärübungen mit ihnen durchführt (2019 führten bewaffnete chinesische Milizen Übungen mit jedem der fünf Länder der Region durch) und vor Ort präsent ist (Stützpunkte der bewaffneten chinesischen Volksmiliz befinden sich unter anderem an der tadschikisch-afghanischen Grenze).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Russland begann, auf eine Erweiterung der SOZ zu drängen, schätzte China die Organisation nicht mehr genug, um für ihre Wirksamkeit zu kämpfen. Indien und Pakistan traten der SOZ 2017 bei, der Iran 2022. Auf dem jüngsten Gipfel in Kasachstan wurde Belarus als zehntes Mitglied in die Gruppe aufgenommen. Es versteht sich von selbst, dass es bei einer so vielfältigen Mitgliedschaft schwierig ist, etwas auf die Beine zu stellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Viel Aufwand für wenig Effekt</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Heute ist die SOZ zu einem Club für die Staatsoberhäupter geworden, die mehr oder weniger gut miteinander kommunizieren können. Aber es ist unwahrscheinlich, dass sie die Realität in irgendeiner Weise verändern wird, egal wie sehr die Mitgliedsstaaten die Welt vom Gegenteil überzeugen wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-ist-es-leid-russland-staendig-nachzulaufen-politologe-temur-umarov-im-interview/"><strong>Kasachstan ist es leid, Russland ständig nachzulaufen – Politologe Temur Umarov im Interview</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die SOZ könnte sich in naher Zukunft noch weiter ausdehnen. Warum nicht beitreten, wenn die Teilnahme keine zusätzlichen Verpflichtungen mit sich bringt? Die Länder, die bereits beigetreten sind, werden die SOZ weiterhin für ihre eigenen, engen Zwecke nutzen. Für die zentralasiatischen Staaten ist es beispielsweise wichtig, sich mit hochrangigen Beamten der SOZ-Mitgliedstaaten vernetzen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China nutzt die SOZ, um seine diskursive Macht auszubauen, was sich auch in den gemeinsamen Dokumenten widerspiegelt, die in der Organisation angenommen werden. In diese Dokumente fließen Begriffe aus den Dokumenten der Kommunistischen Partei Chinas ein, wie z.&nbsp;B. „Schicksalsgemeinschaft”.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Russland versucht, seine ideologische Vision einer neuen SOZ-Mission zu propagieren, aber seine derzeitige Ideologie deckt sich nicht mit den außenpolitischen Prioritäten der anderen Mitgliedstaaten. Vor dem SOZ-Gipfel in Samarkand 2022 wurde in Taschkent die These russischer Journalist:innen, die SOZ sei Russlands Antwort auf die NATO, ausdrücklich zurückgewiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstans-schrittweise-entfernung-von-russland/"><strong>Kasachstans schrittweise Entfernung von Russland</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt ist die Degradierung der SOZ ein weiteres Beispiel dafür, wie Russlands planlose Außenpolitik den russischen Einfluss selbst dort zerstört, wo Moskau nach dem Zusammenbruch der UdSSR fast eine Monopolstellung innehatte. Aus Angst vor der Konkurrenz mit China blockierte Russland Initiativen, die die SOZ zu einer effektiven regionalen Organisation hätten machen können. Stattdessen hat sich Moskau dafür entschieden, in eine Situation zu geraten, in der sich der chinesische Einfluss in Zentralasien ohnehin verfestigt hat, so dass nur noch die Hülle einer Institution übrig geblieben ist, die lediglich Tagungen abhalten und egoistische Schlagzeilen produzieren kann.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Temur Umarov für <a href="https://carnegieendowment.org/russia-eurasia/politika/2024/07/sco-summit-china-russia?lang=ru&amp;center=russia-eurasia">Carnegi</a></strong><a href="https://carnegieendowment.org/russia-eurasia/politika/2024/07/sco-summit-china-russia?lang=ru&amp;center=russia-eurasia">e</a></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russischen von Makham</strong> <strong>Khamidov</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/warum-shanghaier-organisation-fuer-zusammenarbeit-soz-ihre-relevanz-verloren-hat/">Warum die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit ihre Relevanz verloren hat</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/warum-shanghaier-organisation-fuer-zusammenarbeit-soz-ihre-relevanz-verloren-hat/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gemeinsam gegen den Westen – Warum China und Russland in Zentralasien nicht konkurrieren</title>
		<link>https://novastan.org/de/kirgistan/gemeinsam-gegen-den-westen-warum-china-und-russland-in-zentralasien-nicht-konkurrieren/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/kirgistan/gemeinsam-gegen-den-westen-warum-china-und-russland-in-zentralasien-nicht-konkurrieren/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kloop]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jun 2024 13:58:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Vorherrschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=39604</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es hat den Anschein, als habe Moskau in Zentralasien seine Stellung eingeb&#xFC;&#xDF;t und Peking die Vorherrschaft &#xFC;bernommen. Doch dem sei nicht so, befindet Temur Umarov, Fellow am Russia Eurasia Center des Carnegie Endowment for International Peace. Der Grund liege vor allem darin, dass es f&#xFC;r die f&#xFC;nf L&#xE4;nder der Region nicht vorteilhaft sei, wenn ein [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/gemeinsam-gegen-den-westen-warum-china-und-russland-in-zentralasien-nicht-konkurrieren/">Gemeinsam gegen den Westen – Warum China und Russland in Zentralasien nicht konkurrieren</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong>Es hat den Anschein, als habe Moskau in Zentralasien seine Stellung eingebüßt und Peking die Vorherrschaft übernommen. Doch dem sei nicht so, befindet Temur Umarov, Fellow am Russia Eurasia Center des Carnegie Endowment for International Peace. Der Grund liege vor allem darin, dass es für die fünf Länder der Region nicht vorteilhaft sei, wenn ein einflussreicher Nachbar den anderen verdränge.</strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Der folgende Text ist eine Zusammenfassung einer längeren <a href="https://carnegieendowment.org/research/2024/04/druzhba-za-vliyanie-kak-rossiya-i-kitaj-uzhivayutsya-v-centralnoj-azii?lang=ru">Analyse</a> von Temur Umarov, die ursprünglich bei Carnegie Endowment erschienen ist.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Man könnte denken, dass Russland vor allem in der Erhaltung der Sicherheit in der Region aktiv sei, während China als Haupttreiber für die wirtschaftliche Entwicklung in Zentralasien erscheint. Doch die wirtschaftlichen Beziehungen der Region mit Russland stehen denjenigen mit China in nichts nach und sind in mancher Hinsicht sogar stärker. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits in den ersten Monaten des Krieges in der Ukraine sahen sich die zentralasiatischen Staaten mit schwerwiegenden Problemen konfrontiert: Die Inflation stieg auf ein Rekordniveau und dem russischen Rubel folgend verloren auch die nationalen Währungen an Wert. Außerdem verteuerten sich Importgüter. Grund dafür sind die zahlreichen Abhängigkeitsverhältnisse der zentralasiatischen Staaten gegenüber Russland.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Anhaltend wichtige Rolle Russlands in Zentralasien</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Erstens beziehen die zentralasiatischen Länder viele Grundnahrungsmittel und andere Waren aus Russland, wie etwa Mehl und Zucker. Zweitens wird der Handel mit den westlichen Staaten hauptsächlich über Russland abgewickelt, da alle anderen Handelswege teurer oder länger sind. Drittens sind Kasachstan und Kirgistan Mitglieder der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eurasische_Wirtschaftsunion">Eurasischen Wirtschaftsunion</a> (EAWU), die trotz ihrer Schwächen den Druck des chinesischen Handels und der wirtschaftlichen Expansion auf lokalen Märkten eindämmt und gleichzeitig den Zugang zu den Märkten der übrigen Mitgliedsstaaten erleichtert [Anm. d. Red.: Zu den Mitgliedern der EAWU zählen neben Kasachstan, Kirgistan und Russland auch Armenien und Belarus]. Viertens ist Russland nach wie vor Hauptdestination für Migrant:innen aus Zentralasien. China kann Russland in dieser Hinsicht nicht ersetzen und strebt dies auch nicht an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/nach-terroranschlag-massive-anfeindungen-gegen-tadschikinnen-in-russland/"><strong>Nach Terroranschlag: Massive Anfeindungen gegen Tadschik:innen in Russland</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch andere populäre Mythen über die Rollen Russlands und Chinas in der Region zweifelt Temur Umarov an. Beispielsweise wird häufig angenommen, die Volksrepublik China habe Zentralasien mit Finanzkrediten überhäuft, weshalb einige Länder nun Schwierigkeiten hätten, aus der chinesischen „Schuldenfalle“ herauszukommen. Die Gesamtverschuldung der zentralasiatischen Länder gegenüber Russland und China ist jedoch ähnlich hoch. Hinzu kommt, dass Russland und China unterschiedlichen Staaten Kredite zur Verfügung stellen. Während Moskau vor allem Geld an Kasachstan und Usbekistan leiht, ist Peking primär in Kirgistan und Tadschikistan aktiv. Auch wenn man den Zugang chinesischer und russischer Investor:innen zu den zentralasiatischen Märkten betrachtet, wird der Mythos einer chinesischen Vorherrschaft in den finanziellen Beziehungen der Region widerlegt. Von 70.000 Unternehmen mit einem ausländischen Kapitalanteil liegt der Anteil russischer Investor:innen bei 36 Prozent, während er sich auf chinesischer Seite auf lediglich 8 Prozent beläuft. Zudem hat sich Russland seit Beginn des Krieges keineswegs abgeschottet, sondern im Gegenteil Zentralasien erneut als Handelsoption erschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem ist die chinesische Volkswirtschaft weitaus weniger mit denen der zentralasiatischen Staaten verflochten als die russische. Soowohl die Staatsführungen der zentralasiatischen Länder als auch eine alternde russische Gesellschaft sind dabei von Arbeitsmigration abhängig. Krisen in Russland wirken sich somit unmittelbar auf die Region aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Mythos besagt, Peking konzentriere sich auf wirtschaftliche Beziehungen und habe Fragen der Sicherheit in Zentralasien Russland überlassen. Es ist richtig, dass Russland als einziger Staat eine rechtliche Grundlage hat, sich auf Ersuchen seiner Behörden in die internen Prozesse der Region einzumischen. Dies geschieht im Rahmen der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_des_Vertrags_%C3%BCber_kollektive_Sicherheit">Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit</a> (OVKS) und bilateraler Verträge. In Tadschikistan und Kirgistan verfügt Russland über Militärstützpunkte und im Winter 2022 unterstützte Russland Kasachstans Machthabende bei der <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/massenproteste-in-kasachstan-regierung-entlassen/">Niederschlagung der Proteste</a>. Doch auch China ist in dieser Hinsicht aktiv. Gemeinsam mit den zentralasiatischen Armeen führt es dutzende Militärübungen durch und im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wachankorridor">Wachankorridor</a> an der Grenze von Tadschikistan und Afghanistan unterhält die chinesische Volksmiliz zwei Stützpunkte. Außerdem bezieht Usbekistan seit 2014 mehr Waffen von China als von Russland. Umarov geht davon aus, dass die Präsenz der Volksrepublik China im Bereich der Sicherheit in Zentralasien weiter zunehmen wird. Das hänge damit zusammen, dass Zentralasien an das Uigurische Autonome Gebiet <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Xinjiang">Xinjiang</a> grenzt und den zentralasiatischen Ländern selbst ihre große Abhängigkeit von Russland zur Last falle [Anm. d. Red.: Usbekistan grenzt als einziges zentralasiatisches Land nicht an Xinjiang.]. Des Weiteren hätte sich die russische Armee während des bereits über zwei Jahre andauernden Krieges in der Ukraine selbst diskreditiert, was Zweifel an der vorbehaltlosen russischen Sicherheitsgarantie aufkommen lasse.</p>



<div class="flex flex-col md:flex-row justify-evenly items-center bg-yellow-100 my-20 p-10 space-y-10 subscribe">
	<div class="container flex flex-col lg:flex-row justify-between">
		<div class="flex flex-col w-full lg:w-3/5 pb-4">
			<h2 class="text-3xl text-secondary font-bold mb-4 text-[#749D02]">
								Unterstützt Novastan &#8211; das europäische Zentralasien-Magazin 
			</h2>
				Als vereinsgetragene, unabhängige Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#8211; und von eurer Unterstützung! 
						</div>
		<div class="flex flex-col w-full lg:w-2/5 justify-items-center justify-center pb-4">
			<div class="rounded-md bg-accent-500 px-10 py-5 text-center w-72 mx-auto">
											<a class="block rounded bg-white p-2 mt-4 font-bold" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Novastan unterstützen</a>
							</div>
		</div>
	</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Der dritte Mythos geht von einer schwelenden Konkurrenz von Russland und China in Zentralasien aus. Mit Beginn des Krieges in der Ukraine war häufig die Rede davon, dass China Russland aus Zentralasien verdrängen würde. Doch tatsächlich sind keine Anzeichen eines Konfliktes zwischen Moskau und Peking erkennbar. Im Gegenteil, mit jedem Jahr arbeiten die beiden Großmächte enger zusammen im Kampf gegen den „Import von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Farbrevolutionen">Farbrevolutionen</a>“. Für beide Staaten liegt die Priorität darin, die Stabilität der autoritären Regime in der Region aufrechtzuerhalten und eine übermäßige Annäherung an den Westen zu verhindern. In der Zunahme der chinesischen Aktivitäten im Bereich der Sicherheit in Zentralasien sieht Moskau dabei eine Gelegenheit, sich die Verantwortung mit Peking zu teilen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das offensichtlichste Beispiel für die indirekte Zusammenarbeit Russlands und Chinas in Zentralasien ist dabei die rasante Zunahme von Handelsbeziehungen beider Großmächte mit den fünf Ländern der Region. China selbst versucht, die gegen Russland verhängten Sanktionen nicht direkt zu verletzen, liefert aber bereitwillig unter Sanktion stehende Waren über Kasachstan, Kirgistan und Usbekistan. Zugleich verwenden die Länder der Region im Handel mit Russland zunehmend den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Renminbi">chinesischen Renminbi</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/zentralasiens-ressourcen-ein-neuer-raum-fuer-den-wettbewerb-der-grossmaechte/"><strong>Zentralasiens Ressourcen: Ein neuer Raum für den Wettbewerb der Großmächte?</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Chinesische und russische Staatsunternehmen kooperieren auch mit den zentralasiatischen Staaten. So stellt beispielsweise ein Joint Venture zwischen Kazatomprom und der China General Nuclear Power Group Brennelemente für chinesische Reaktoren aus Uran her, das mit russischer Unterstützung angereichert wurde. Zudem hat Russland in diesem Jahr seine Öllieferungen an China über Kasachstan um 40 Prozent erhöht. Peking profitiert auch von dem Gaslieferungsabkommen zwischen Russland, Kasachstan und Usbekistan, welches China eine ununterbrochene Versorgung mit Brennstoff über Zentralasien garantiert. Umarov geht davon aus, dass Peking im Laufe der Jahre immer weniger auf russische Unterstützung in der Region angewiesen sein wird und in Zentralasien zunehmend ohne Rücksicht auf Russland agieren wird. Zum jetzigen Zeitpunkt führe die Entwicklung Russlands zum Juniorpartner Chinas nicht zu einer Konfrontation in Zentralasien, sondern zu einer ausgeprägten Zusammenarbeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Umarov: Zentralasiatische Staaten kein Spielball der mächtigen Nachbarländer</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und schließlich, so Umarov, liegen viele Beobachter:innen falsch, wenn sie den zentralasiatischen Ländern eine subjektive Haltung absprechen. Ihnen mag es dann scheinen, dass alle wichtigen Entscheidungen über die zentralasiatischen Länder hinweg durch die großen und einflussreichen Nachbarländer getroffen würden. Tatsächlich waren die zentralasiatischen Staaten noch nie so selbstständig wie aktuell, und die Zivilgesellschaften in diesen Ländern noch nie so fordernd gegenüber ihrer jeweiligen Staatsführung, so der Experte. Selbst die stärksten pro-chinesischen oder pro-russischen Positionen, die diese Staaten einnehmen können, fußen ausschließlich auf ihren eigenen pragmatischen Interessen. So kritisieren die zentralasiatischen Länder Peking beispielsweise nicht für die Politik gegenüber den Uigur:innen, obwohl diese auch in Zentralasien zahlreich leben. Dies liegt daran, dass sie dem Westen nicht den Ball zuspielen und ihm eine Begründung liefern wollen, sich erneut in die Angelegenheiten der Region einzumischen. Auch sind die Stützpunkte der chinesischen Volksmiliz für Tadschikistan von nicht geringem Nutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/repressionen-in-xinjiang-stehen-unter-milder-kritik-in-zentralasien/"><strong>Repressionen in Xinjiang stehen unter milder Kritik in Zentralasien</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt, dass die zentralasiatischen Länder aufgrund ihrer Lage tief im eurasischen Kontinent ohne Zugang zum Meer nicht davon profitieren, wenn ein einflussreicher Nachbar den anderen verdrängen sollte. Daher versuchen alle fünf zentralasiatischen Staaten, ihre Beziehungen so weit wie möglich zu diversifizieren. Durch <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Balancing_(international_relations)">Balancing</a> zwischen verschiedenen Akteuren auf der Weltbühne sind sie in der Lage, sowohl mit einem aufstrebenden China als auch mit einem kriegstreibenden Russland umzugehen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Redaktion von <a href="https://kloop.kg/blog/2024/04/19/vmeste-protiv-zapada-pochemu-kitaj-i-rossiya-ne-konkuriruyut-v-tsentralnoj-azii/">Kloop</a></strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russischen von Marie Schliesser</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/gemeinsam-gegen-den-westen-warum-china-und-russland-in-zentralasien-nicht-konkurrieren/">Gemeinsam gegen den Westen – Warum China und Russland in Zentralasien nicht konkurrieren</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/kirgistan/gemeinsam-gegen-den-westen-warum-china-und-russland-in-zentralasien-nicht-konkurrieren/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum es Tadschikistan und Kirgistan schwerfällt, den Grenzkonflikt zu beenden</title>
		<link>https://novastan.org/de/kirgistan/warum-es-tadschikistan-und-kirgistan-schwer-faellt-den-grenzkonflikt-zu-beenden/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/kirgistan/warum-es-tadschikistan-und-kirgistan-schwer-faellt-den-grenzkonflikt-zu-beenden/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kloop]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2022 18:36:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Batken]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzkonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=30441</guid>

					<description><![CDATA[<p>Seit dem 14. September kommt an verschiedenen Stellen der tadschikisch-kirgisischen Grenze zu blutigen Auseinandersetzungen, die bereits Dutzende Menschenleben gefordert haben. Im Rahmen des Gipfeltreffens der Shanghai-Organisation f&#xFC;r Zusammenarbeit (SOZ) fanden Gespr&#xE4;che zwischen den Pr&#xE4;sidenten beider L&#xE4;nder statt, jedoch erst, nachdem die Staatlichen Komitees f&#xFC;r Nationale Sicherheit (GKNB) beider L&#xE4;nder einen (nicht eingehaltenen) Waffenstillstand vereinbart hatten. [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/warum-es-tadschikistan-und-kirgistan-schwer-faellt-den-grenzkonflikt-zu-beenden/">Warum es Tadschikistan und Kirgistan schwerfällt, den Grenzkonflikt zu beenden</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Seit dem 14. September kommt an verschiedenen Stellen der tadschikisch-kirgisischen Grenze zu blutigen Auseinandersetzungen, die bereits Dutzende Menschenleben gefordert haben. Im Rahmen des Gipfeltreffens der Shanghai-Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) fanden Gespräche zwischen den Präsidenten beider Länder statt, jedoch erst, nachdem die Staatlichen Komitees für Nationale Sicherheit (GKNB) beider Länder einen (nicht eingehaltenen) Waffenstillstand vereinbart hatten. Das war kein Zufall, sagt Temur Umarow, Forscher des Carnegie Endowment for International Peace. Der folgende Artikel erschien im russischen Original am 16. September auf <a href="https://kloop.kg/blog/2022/09/16/ochen-nepopulyarnoe-reshenie-zemli-otdavat-pochemu-zhaparov-i-rahmon-ne-mogut-ostanovit-pogranichnyj-konflikt/">Kloop.kg</a>. Wir übersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Einleitung der Redaktion von Novastan: Seit dem 14. September finden an der tadschikisch-kirgisischen Grenze die bisher schwersten Auseinandersetzungen statt. Während die seit Jahren immer wiederkehrenden bewaffneten Konflikte in der Regel lokal begrenzt und in Form von Schusswechseln stattfanden, erreichen die jüngsten Auseinandersetzungen durch die Vielzahl an Konfliktherden und dem Einsatz schwerer Waffen eine neue Qualität. Beide Seiten weisen sich gegenseitig die Schuld zu, eine vereinbarte </em><a href="https://fergana.news/news/127790/"><em>Waffenruhe</em></a><em> wurde nicht eingehalten. Nach </em><a href="https://fergana.news/photos/127804/"><em>neuesten Angaben</em></a><em> (Stand: 19. September) wurden auf kirgisischer Seite 59 Menschen getötet und 163 verletzt. Tadschikistan <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/20220919/mid-tadzhikistana-akt-agressii-kirgizstana-protiv-tadzhikistana-bil-zaranee-splanirovannoi-aktsiei">vermeldet</a> seinerseits 41 Tote. Ein regelmäßiges Update zu den Ereignissen (in russischer Sprache) liefert </em><a href="https://rus.azattyk.org/a/32036220.html"><em>Radio Azattyk</em></a><em>, der kirgisische Dienst von Radio Free Europe. </em> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kämpfe an der Grenze zwischen Kirgistan und Tadschikistan im Gebiet <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gebiet_Batken">Batken</a> erfassten nach Angaben des GKNB am zweiten Tag nach Ausbruch des Konflikts buchstäblich den gesamten Grenzbereich. Während es am ersten Tag Berichte über Verletzungen durch Granatsplitter bei Anwohnenden gab, brannten und explodierten am zweiten Tag bereits Panzer in der Konfliktzone. Wohngebiete von Batken wurden mit Granaten beschossen und die Bevölkerung stand Schlange, um Benzin zu kaufen und das Gebiet zu verlassen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bereits in der <a href="https://kloop.kg/blog/2021/05/06/tadzhikistan-nazval-chislo-zhertv-vooruzhennogo-konflikta-na-granitse-s-kyrgyzstanom-19-pogibshih-87-ranenyh/">letztjährigen Eskalation</a> kam es in Bischkek zu einer Kundgebung, bei der besorgte Bürger:innen die Behörden aufforderten, die bewaffneten Zusammenstöße zu beenden. <em>„Die Präsidenten Tadschikistans und Kirgistans sitzen beim Shanghai-Gipfel in Samarkand, während das Volk leidet“</em>, zitiert <a href="https://kaktus.media/doc/467161_y_belogo_doma_prohodit_miting_iz_za_sobytiy_na_granice._ludey_vse_bolshe_obnovliaetsia.html">Kaktus.media</a> den Menschenrechtsaktivisten Timur Machmudow. Mitglieder des kirgisischen Parlaments, des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dschogorku_Kengesch">Dschogorku Kengesch</a>, versuchten, die Demonstrierenden zu beruhigen – doch die erwartete Nachricht über die Gespräche zwischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Emomalij_Rahmon">Emomali Rahmon</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sadyr_Dschaparow">Sadyr Dschaparow</a> aus Samarkand kam erst spät am 16. September. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Auf Nachfrage von Kloop bezeichnete Temur Umarow die Gespräche der beiden Präsidenten als legitim: <em>„Um die Grenzfrage zu lösen, muss man Zugeständnisse machen. Dies können weder Rahmon noch Dschaparow. Und das nicht nur, weil der alternde Emomali Rahmon die Macht von sich auf seinen Sohn übertragen hat und Sadyr Dschaparow der Institution des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kurultai_(Kirgisistan)">Kurultai</a> Rechenschaft schuldig ist.“</em></p>



<figure class="wp-block-image alignnone wp-image-23306"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="202" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/09/123-300x202.jpg" alt="" class="wp-image-23306" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/09/123-300x202.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/09/123-128x86.jpg 128w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/09/123.jpg 668w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Temur Umarow</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">

Umarows weitere Einschätzung: <em>„Wie kann ein Mann, der sich ständig für den Schutz der Tadschiken in der ganzen Welt einsetzt, Kirgistan Land „überlassen“, in dem Tadschiken leben? Und umgekehrt: Wenn Dschaparow so etwas täte, muss er mit Massenprotesten seiner Kernwählerschaft rechnen. Es ist eine sehr unpopuläre Entscheidung, Land zu verschenken. Und es ist unmöglich, Territorialstreitigkeiten ohne dies zu lösen. Deshalb wird die Frage wie beim letzten Mal über die Leitung der GKNB gelöst werden.“</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein Konflikt mit Vorgeschichte(n)</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Die aktuellen Zusammenstöße sind das Ergebnis Dutzender Konflikte unterschiedlichen Ausmaßes, die fast jährlich entlang der kirgisisch-tadschikischen Grenze stattfinden. Die Voraussetzungen dafür sind in der Tat vielfältig. Zwischen Kirgistan und Tadschikistan gibt es rund 70 umstrittene Grenzabschnitte – nur zu etwa 600 km der 972 km langen Grenze sind bisher <a href="https://24.kg/vlast/240441_kyirgyizstan_itadjikistan_soglasovali_nekotoryie_spornyie_prigranichnyie_uchastki/">Übereinkünfte</a> getroffen worden. Konflikte entstehen an bestimmten Punkten – um die kirgisischen Dörfer Ak-Sai, Kök-Tasch und Samarkandek sowie um die tadschikischen Dörfer Chorku, Surch und die Enklave <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Woruch">Woruch</a>, die über eine einzige Straße mit dem tadschikischen Kernland verbunden ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a class="mkd-pt-link" href="https://novastan.org/de/kirgistan/grenzkonflikt-zwischen-tadschikistan-und-kirgistan-eine-herausforderung-fuer-die-regionale-kooperation/" target="_self" rel="noopener"><strong>Grenzkonflikt zwischen Tadschikistan und Kirgistan: Eine Herausforderung für die regionale Kooperation</strong> </a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Umarow <a href="https://carnegiemoscow.org/commentary/84454">erinnert daran</a>, dass Bischkek und Duschanbe die Besitzverhältnisse in den umstrittenen Gebieten auf Grundlage sowjetischer Landkarten interpretieren, die sie für die jeweils eigene Seite am vorteilhaftesten halten. Tadschikistan verwendet Karten aus den Jahren 1924 bis 1939, weshalb Duschanbe offiziell den Standpunkt vertritt, dass Woruch keine Exklave, sondern ein konvexer Teil des Landes ist und die Verbindungsstraße ebenfalls zu Tadschikistan gehört. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kirgistan verwendet seinerseits sowjetische Karten aus den Jahren 1958 und 1959, auf denen Woruch eine Exklave Tadschikistans ist, die von kirgisischem Gebiet umgeben ist. Gleichzeitig sind die tadschikischen und kirgisischen Gemeinschaften in diesen Dörfern nicht getrennt: Sie leben direkt nebeneinander, ihre Häuser und Ländereien sind nicht nach Ethnien getrennt, sondern schachbrettartig miteinander vermischt. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Begehrtes Land</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">
Auch die Wirtschaft trägt zu den Konflikten bei: In den Provinzen <a href="https://wedocs.unep.org/bitstream/handle/20.500.11822/11477/socio-econ-r.pdf?sequence=1&amp;isAllowed=y">Batken</a> in Kirgistan und <a href="https://www.fao.org/3/i5766r/i5766r.pdf">Sughd</a> in Tadschikistan arbeiten drei Viertel der Bevölkerung in der Landwirtschaft. In diesen Gebieten ist es schwierig, ein anderes Einkommen zu erzielen, weshalb die Frage des Landbesitzes für die Menschen auf beiden Seiten besonders wichtig ist.

Zugleich ist die Arbeitslosigkeit auf beiden Seiten der Grenze hoch. Die Provinz Batken hat die höchste Arbeitslosenquote in Kirgistan und ist am stärksten von Geldüberweisungen aus dem Ausland <a href="https://kloop.kg/blog/2018/08/23/strana-na-izhdivenii-kyrgyzstan-vyzhivaet-na-dengi-migrantov-no-ne-umeet-ih-tratit/">abhängig</a>. Außerdem ist es aufgrund der abgelegenen Lage schwierig, das Gebiet Batken zu verlassen, um anderswo zu arbeiten, so Temur Umarow.

</p>


			<div class="hp-newsletter col-span-3 lg:col-span-1 flex flex-col bg-primary-100 border-t-8 border-secondary-500 rounded-lg justify-center items-center lg:items-stretch px-6 py-6 gap-4 box-border">
			<div class="flex">
				<div class="enveloppe">
					<i class="far fa-envelope text-5xl text-secondary-300"></i>
				</div>
				<div class="formulaire_nl">
					<p>
						<span class="font-bold text-xl block">Ganz Zentralasien in deiner Mailbox</span>
						Abonniert unseren wöchentlichen Newsletter					</p>
					<form class="flex w-3/4 lg:w-full" action="https://us4.list-manage.com/subscribe?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=d479236523" method="post" id="mc-embedded-subscribe-form" name="mc-embedded-subscribe-form" class="validate" target="_blank" novalidate="">
						<input class="flex-grow py-2 px-3 border border-primary-300 rounded-l" type="email" placeholder="Email" name="EMAIL" id="mce-EMAIL">
						<button class="bg-secondary-500 py-2 px-3 text-white rounded-r-md border border-secondary-500" type="submit" value="" name="subscribe">Registrieren</button>
					</form>

					<a href="#" class="underline text-secondary-700">Entdeckt die neueste Ausgabe</a>
				</div>	
			</div>
		</div><!-- newsletter -->
		



<p class="wp-block-paragraph">

Die Schlange von vermittelnden Ländern, die ihre Hilfe zur Lösung des Konflikts anbieten, ist klein – selbst Nachbarstaaten schweigen. Nur Russland hatte Kirgistan und Tadschikistan seine <a href="https://www.aa.com.tr/ru/%D0%BC%D0%B8%D1%80/%D1%80%D1%84-%D0%B3%D0%BE%D1%82%D0%BE%D0%B2%D0%B0-%D0%BE%D0%BA%D0%B0%D0%B7%D0%B0%D1%82%D1%8C-%D1%81%D0%BE%D0%B4%D0%B5%D0%B9%D1%81%D1%82%D0%B2%D0%BE%D0%B2%D0%B0%D1%82%D1%8C-%D1%81%D0%B8%D1%82%D1%83%D0%B0%D1%86%D0%B8%D0%B8-%D0%BD%D0%B0-%D0%BA%D1%8B%D1%80%D0%B3%D1%8B%D0%B7%D1%81%D0%BA%D0%BE-%D1%82%D0%B0%D0%B4%D0%B6%D0%B8%D0%BA%D1%81%D0%BA%D0%BE%D0%B9-%D0%B3%D1%80%D0%B0%D0%BD%D0%B8%D1%86%D0%B5-%D0%BC%D0%B8%D0%B4/2685190">Vermittlung angeboten</a>, aber bisher kam weder eine Antwort aus Duschanbe noch aus Bischkek. Bereits 2020 hatte Tadschikistan ein ähnliches Angebot aus Moskau abgelehnt.

&nbsp;
</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://kloop.kg/blog/2022/09/16/ochen-nepopulyarnoe-reshenie-zemli-otdavat-pochemu-zhaparov-i-rahmon-ne-mogut-ostanovit-pogranichnyj-konflikt/">Russischen</a> übersetzt von Michèle Häfliger</strong>
<p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/warum-es-tadschikistan-und-kirgistan-schwer-faellt-den-grenzkonflikt-zu-beenden/">Warum es Tadschikistan und Kirgistan schwerfällt, den Grenzkonflikt zu beenden</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/kirgistan/warum-es-tadschikistan-und-kirgistan-schwer-faellt-den-grenzkonflikt-zu-beenden/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zentralasien und Russland: Eine Beziehung im Wandel</title>
		<link>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/zentralasien-und-russland-eine-beziehung-im-wandel/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/zentralasien-und-russland-eine-beziehung-im-wandel/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[lkuehne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Mar 2022 17:47:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=29218</guid>

					<description><![CDATA[<p>Micha&#xEB;l Levystone hat eine scharfsinnige Analyse der Beziehungen zwischen Russland und Zentralasien vorgelegt. Zwischen historisch bedingter N&#xE4;he und dem Streben nach Autonomie versuchen die zentralasiatischen Staaten ihre Beziehung zu ihrem &#x201E;gro&#xDF;en Bruder&#x201C; neu zu bestimmen.Micha&#xEB;l Levystone ist Spezialist f&#xFC;r das russisch-zentralasiatische Verh&#xE4;ltnis. Der ehemalige Mitarbeiter der franz&#xF6;sischen Botschaft in Kasachstan forscht derzeit am Franz&#xF6;sischen Institut [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/zentralasien-und-russland-eine-beziehung-im-wandel/">Zentralasien und Russland: Eine Beziehung im Wandel</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Michaël Levystone hat eine scharfsinnige Analyse der Beziehungen zwischen Russland und Zentralasien vorgelegt. Zwischen historisch bedingter Nähe und dem Streben nach Autonomie versuchen die zentralasiatischen Staaten ihre Beziehung zu ihrem „großen Bruder“ neu zu bestimmen.</strong><a href="https://www.ifri.org/de/uber/mitarbeiter/michael-levystone-0">Michaël Levystone</a> ist Spezialist für das russisch-zentralasiatische Verhältnis. Der ehemalige Mitarbeiter der französischen Botschaft in Kasachstan forscht derzeit am <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Institut_fran%C3%A7ais_des_relations_internationales">Französischen Institut für internationale Beziehungen</a> (Ifri). Bereits als Student hat er in seiner Abschlussarbeit die bilateralen Beziehungen zwischen Russland und Kasachstan untersucht. Jetzt fragt er in seinem im Mai 2021 in Frankreich erschienen <a href="https://www.editions-harmattan.fr/livre-russie_et_asie_centrale_a_la_croisee_des_chemins_des_survivances_sovietiques_a_l_epreuve_de_la_mondialisation_michael_levystone-9782343217833-69951.html">Buch</a> „Russie et Asie centrale à la croisée des chemins“ (dt.: „Russland und Zentralasien am Scheideweg“) nach dem Platz und den Herausforderungen der zentralasiatischen Staaten im Angesicht der beiden Weltmächte Russland und China.
</p>



<h5 class="wp-block-heading">Russlands schwindender Einfluss</h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Das Buch gewährt einen detaillierten Einblick in die politisch-ökonomischen Beziehungen, die zwischen Russland und den fünf zentralasiatischen Staaten bestehen. Das besondere Verdienst des Buchs liegt darin, dass es neben der Stellung dieser Länder zu Russland auch ihr Verhältnis zu China analysiert.

Auf Anfrage von Novastan hat Levystone unterstrichen, dass es ihm vor allem um die wirtschaftliche wie sicherheitspolitische Bedeutung Russlands für Zentralasien geht, dass es aber in einer solchen Untersuchung gleichwohl „<em>nicht möglich ist, China außen vor zu lassen, da es in jeder Hinsicht ein wichtiger Akteur ist. Peking stellt eine enorme Herausforderung dar</em>“.

</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Levystone zeigt, wie Russland seit dem Ende der UdSSR 1991 versucht, seine Kontrolle über Zentralasien zu sichern und seinen Einfluss auszuweiten, indem es als wichtigster Partner der Region in Militär- und Energiefragen auftritt. Zugleich arbeitet Levystone den immer deutlicher zu vernehmenden Wunsch der zentralasiatischen Länder heraus, vom Einfluss Russlands loszukommen. Schritt für Schritt versuchen sie sich vom sowjetischen Modell zu lösen. Das wird insbesondere auf kultureller Ebene sichtbar, wenn die <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-der-status-der-russischen-sprache-in-frage/">Position der lokalen Sprachen gegenüber dem Russischen</a> gestärkt oder Schulen aus der Zeit der Sowjetunion geschlossen werden.

Diese Unabhängigkeitsbestrebungen drücken sich in jedem der zentralasiatischen Länder auf unterschiedliche Weise aus. Doch Russland ist hartnäckig und gibt sich nicht so leicht geschlagen. Das zeigt zum Beispiel die <a href="https://archive.mid.ru/ru/foreign_policy/news/-/asset_publisher/cKNonkJE02Bw/content/id/4390973">gemeinsame Erklärung</a> „<em>über die strategische Ausrichtung der Zusammenarbeit</em>“ zwischen Russland und den zentralasiatischen Staaten vom 15. Oktober 2020.
</p>



<h5 class="wp-block-heading">Historische Treue auf dem Prüfstand</h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Die Bruchlinien zwischen den Ländern Zentralasiens und ihrem historischen Verbündeten durchziehen jedoch nicht nur den kulturellen Bereich. Immer mehr orientiert sich Zentralasien ökonomisch in Richtung China, wodurch die Grundlage für potentielle zukünftige Spannungen zwischen China und Russland gegeben ist. Gleichzeitig scheint sich aber eine Art „<em>stillschweigendes Einvernehmen</em>“ zwischen den beiden Mächten herauszubilden: Während Moskau, insbesondere im Rahmen der Neuen Seidenstraße, China die wirtschaftliche Führung in den zentralasiatischen Volkswirtschaften zu überlassen scheint, hält es auf der anderen Seite an seiner militärischen Führungsrolle in der Region fest. Das zeigt sich an seinen Militärbasen in Kirgistan und Tadschikistan, an den vergünstigten Waffenlieferungen im Rahmen der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_des_Vertrags_über_kollektive_Sicherheit">Organisation des Vertrags über die kollektive Sicherheit</a> (OVKS) und nicht zuletzt am <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/ovks-truppen-in-kasachstan-eine-kurze-premiere/">Einsatz russischer Truppen in Kasachstan</a> im Januar dieses Jahres.
</p>



<h5 class="wp-block-heading">Kein Vorbeikommen an China</h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Aber auch diese Rollenverteilung ist nicht mehr so eindeutig: <em>„Heutzutage ist ein allmählicher und unbestreitbarer Übergang der zentralasiatischen Region in die chinesische Einflusssphäre zu beobachten. Die Chinesen sind mittlerweile auf militärischem Gebiet mit einer <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/geheime-chinesische-militaerbasis-in-tadschikistan-entdeckt/">inoffiziellen Militärbasis in Tadschikistan</a> präsent. Außerdem gibt es sehr starke Synergien im Sicherheits- und Militärbereich“</em>, beschreibt Michaël Levystone die neue Situation. Darüber hinaus ist Peking der wichtigste Wirtschaftspartner für die Region. Chinas wachsender Einfluss in Zentralasien steht für das Schwinden sowohl des militärischen wie auch des wirtschaftlichen Einflusses Russlands.

<strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/russland-und-zentralasien-bauen-gemeinsame-luftverteidigung-aus/">Russland und Zentralasien bauen gemeinsame Luftverteidigung aus</a></strong>

Besonders spannend wird es in dem Buch von Levystone, wenn er die verschiedenen Organisationen bespricht, die innerhalb der Region wirksam sind: Die OVKS, die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) sowie die Eurasische Wirtschaftsunion (EEU). Hier zeigt der Autor, wie Russland seine Dominanz über die ehemaligen Sowjetrepubliken mithilfe dieser Institutionen zu bewahren trachtet. Sein Buch macht deutlich, dass Moskau bestrebt ist, ein starkes ökonomisches, kulturelles und militärisches Band zwischen sich und den fünf zentralasiatischen Ländern aufrechtzuerhalten.
</p>



<h5 class="wp-block-heading">Europa und Amerika: Die großen Unsichtbaren</h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Überraschend ist das auffallende Desinteresse, das die USA sowie ein Großteil der europäischen Staaten Zentralasien entgegenbringen. In den letzten Jahren haben sie zwar versucht, ihre Präsenz in der Region zu verstärken, doch blieben diese Versuche recht zaghaft.

Zentralasien ist der Schnittpunkt zwischen zwei Kontinenten mit starken Ambitionen. Das ermöglicht es der Region, zur Drehscheibe für neue Wirtschaftsrouten zu werden. Gleichzeitig könnte es sie zu einem Bollwerk gegen Nachbarländer mit extremistischen oder sogar terroristischen Bestrebungen machen. Zentralasien, der Kreuzungspunkt von Europa und Asien, stellt heute eine wachsende Herausforderung auf allen Ebenen dar.

</p>


			<div class="hp-newsletter col-span-3 lg:col-span-1 flex flex-col bg-primary-100 border-t-8 border-secondary-500 rounded-lg justify-center items-center lg:items-stretch px-6 py-6 gap-4 box-border">
			<div class="flex">
				<div class="enveloppe">
					<i class="far fa-envelope text-5xl text-secondary-300"></i>
				</div>
				<div class="formulaire_nl">
					<p>
						<span class="font-bold text-xl block">Ganz Zentralasien in deiner Mailbox</span>
						Abonniert unseren wöchentlichen Newsletter					</p>
					<form class="flex w-3/4 lg:w-full" action="https://us4.list-manage.com/subscribe?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=d479236523" method="post" id="mc-embedded-subscribe-form" name="mc-embedded-subscribe-form" class="validate" target="_blank" novalidate="">
						<input class="flex-grow py-2 px-3 border border-primary-300 rounded-l" type="email" placeholder="Email" name="EMAIL" id="mce-EMAIL">
						<button class="bg-secondary-500 py-2 px-3 text-white rounded-r-md border border-secondary-500" type="submit" value="" name="subscribe">Registrieren</button>
					</form>

					<a href="#" class="underline text-secondary-700">Entdeckt die neueste Ausgabe</a>
				</div>	
			</div>
		</div><!-- newsletter -->
		



<p class="wp-block-paragraph">

Alles in allem bietet Michaël Levystones Buch einen tiefen Einblick in die Beziehungen zwischen Russland und den zentralasiatischen Staaten. Dabei hebt der Autor einerseits die wachsende Distanzierung dieser Länder von ihrem großen Nachbarn hervor, der nicht selten erheblich in ihre inneren Angelegenheiten und in ihre Souveränität eingreift. Andererseits zeigt er die Hoffnungen auf, die für die Länder in der Zusammenarbeit mit China liegen. Neben den Hoffnungen steht die Angst, die Unabhängigkeit nur wieder an einen anderen „großen Bruder“ zu verlieren.

<em>Michaël Levystones Buch „Russie et Asie Centrale à la croisée des chemins“ (noch nicht ins Englische oder Deutsche übersetzt) wurde von L&#8217;Harmattan (Paris 2021, 176 Seiten, €18,50) veröffentlicht.</em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Emma Parisien, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/politique/entre-asie-centrale-et-russie-une-relation-en-perpetuelle-evolution/">Französischen</a> von Lucas Kühne</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Der Beitrag wurde auch <a href="https://novastan.org/en/tajikistan/central-asia-and-russia-an-ever-changing-relationship/">ins Englische</a> übersetzt.</strong></p>


<p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/zentralasien-und-russland-eine-beziehung-im-wandel/">Zentralasien und Russland: Eine Beziehung im Wandel</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/zentralasien-und-russland-eine-beziehung-im-wandel/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Europäisches Parlament fordert unabhängige Ermittlungen zu Kasachstan</title>
		<link>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/europaeisches-parlament-fordert-unabhaengige-ermittlungen-zu-kasachstan/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/europaeisches-parlament-fordert-unabhaengige-ermittlungen-zu-kasachstan/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Coppenrath]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jan 2022 19:28:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Europäisches Parlament Proteste in Kasachstan 2022]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste in Kasachstan 2022]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=28913</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 20. Januar hat das Europ&#xE4;ische Parlament eine scharfe Resolution bez&#xFC;glich der Ereignisse in Kasachstan verabschiedet. Die kasachstanischen Beh&#xF6;rden reagierten emp&#xF6;rt. &#xA0; Das Europ&#xE4;ische Parlament fordert unabh&#xE4;ngige Ermittlungen zu den Ereignissen, die Kasachstan in der ersten Januarh&#xE4;lfte ersch&#xFC;tterten. Eine entsprechende Resolution wurde am 20. Januar von einer &#xFC;berw&#xE4;ltigenden Mehrheit von 629 Abgeordneten verabschiedet; 30 stimmten [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/europaeisches-parlament-fordert-unabhaengige-ermittlungen-zu-kasachstan/">Europäisches Parlament fordert unabhängige Ermittlungen zu Kasachstan</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am 20. Januar hat das Europäische Parlament eine scharfe Resolution bezüglich der Ereignisse in Kasachstan verabschiedet. Die kasachstanischen Behörden reagierten empört.  </strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Europäische Parlament fordert unabhängige Ermittlungen zu den Ereignissen, die Kasachstan in der ersten Januarhälfte erschütterten. Eine entsprechende Resolution wurde am 20. Januar von einer überwältigenden Mehrheit von 629 Abgeordneten <a href="https://www.europarl.europa.eu/news/en/press-room/20220114IPR21026/human-rights-breaches-in-hong-kong-kazakhstan-and-sudan">verabschiedet</a>; 30 stimmten dagegen und 31 enthielten sich. Nachdem sich Demonstrierende vor allem im Westen Kasachstans in den ersten Januartagen versammelten, um bessere soziale Bedingungen zu fordern, breiteten sich die Proteste schnell im ganzen Land aus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 5. Januar <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/massenproteste-in-kasachstan-regierung-entlassen/">eskalierte</a> die Lage mancherorts. Vor allem <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/die-proteste-in-almaty-schluesselpunkt-der-unruhen-in-kasachstan/">in Almaty</a>, der größten Stadt Kasachstans, kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften und zur Einnahme von offiziellen Gebäuden. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

In den folgenden Tagen überschlugen sich die Ereignisse. Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qassym-Schomart_Toqajew">Qasym-Jomart Toqaev</a> bat die Organisation des Vertrags um Kollektive Sicherheit (OVKS) um <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/ovks-truppen-in-kasachstan-eine-kurze-premiere/">Unterstützung</a> mit Friedenstruppen&nbsp; und gab schließlich einen <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/praesident-toqaev-mit-gewaltbereitschaft-gegen-fortlaufende-proteste/">Schießbefehl</a>, um gegen das, was er als eine terroristische Bedrohung bezeichnete, vorzugehen. Als sich die Lage nach dem 7. Januar allmählich beruhigte, und die von den Behörden verordnete Internetblockade aufgehoben wurde, kam die <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/kasachstan-von-protesten-palastintrigen-und-sozialer-ungleichheit/">Komplexität</a> der Ereignisse zu Tage, zwischen einer untragbaren politischen und sozialen Lage im Land und internen Machtkämpfen innerhalb der politischen Elite.
</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Parlament „steht mit dem Volk von Kasachstan“</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Der <a href="https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/TA-9-2022-0012_EN.pdf">Text der Resolution</a> des Europäischen Parlaments führt die Ereignisse selbst auch noch in vielen Details auf. Er vermerkt, dass mindestens 225 Menschen dabei das Leben verloren haben und über 10000 festgenommen wurden, „<em>wobei die realen Zahlen vermutlich höher sind und aufgrund von unzuverlässigen offiziellen Informationen schwer zu überprüfen</em>“ sei. Das Parlament weist auch auf eine „gefährliche Tendenz“ zur Verschlechterung der Menschenrechtslage in Kasachstan hin, wobei die Behörden mit „<em>unverhältnismäßiger Gewalt</em>“ gegen Protestierende vorgegangen seien und eine „<em>weitreichende Desinformationskampagne</em>“ initiiert haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es nennt auch eine Reihe von Journalist:innen und Menschenrechtsaktivist:innen, die während und infolge der Proteste verfolgt wurden. In 27 Punkten stellt die Resolution im Anschluss Forderungen an die kasachstanischen Behörden, internationale Organisationen und Europäische Institutionen. Es stehe „<em>mit dem Volk von Kasachstan, das das uneingeschränkte Recht haben sollten, eine friedliche Kundgebung zu organisieren, um gegen den Mangel an Reformen in Kasachstan zu protestieren für eine blühende Zukunft</em>“. Insbesondere fordert das Europäische Parlament von der EU und der internationalen Gemeinschaft, „<em>unverzüglich eine ordnungsgemäße internationale Untersuchung der Verbrechen einzuleiten, die gegen das Volk von Kasachstan begangen wurden</em>“ und erwägt einen Einsatz von persönlichen Sanktionen gegen Personen und Einrichtungen, die bei den kürzlichen Ereignissen weitgehende Menschenrechtsverletzungen zu verantworten haben. Die Resolution hat keine bindende juristische Kraft, gilt jedoch vor allem für die europäischen Institutionen als Aufforderung zum Handeln. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Reaktion des kasachstanischen Außenministeriums</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Das kasachstanische Außenministerium reagierte empört über die Resolution. In einer <a href="https://www.gov.kz/memleket/entities/mfa/press/news/details/315149?lang=ru">Pressemitteilung</a> beklagt es am 21. Januar, der Text sei „<em>voreingenommen und [bestehe] auf der Grundlage voreingenommener Schlussfolgerungen und Daten</em>“. Es sei „<em>inakzeptabel, derartige Dokumente zu verabschieden, bevor die Ergebnisse einer offiziellen, von der Führung der Republik Kasachstan eingeleiteten Untersuchung veröffentlicht worden sind.“</em> Weiter bedauert das Außenministerium, dass im Rahmen der Vorbereitung der Resolution keine offiziellen kasachstanischen Behörden kontaktiert worden seien. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus beklagt das Ministerium die „<em>gravierende Diskrepanzen und Ungenauigkeiten</em>“ in mancher ausländischen Berichterstattung über die „<em>tragischen Januarereignisse</em>“. Am Vortag hatte Präsident Toqaev über Twitter <a href="https://twitter.com/TokayevKZ/status/1484157979700219908">bekräftigt</a>, Kasachstan bleibe „<em>seinen internationalen Verpflichtungen und universellen Grundsätzen im Bereich der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit verpflichtet.</em>“ Doch im Chaos können keine Reformen stattfinden: „<em>Recht und Ordnung sind die Grundlage für unsere Stabilität.</em>“ </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wichtige Wirtschaftspartner
</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Vor den jüngsten Umstürzen galt Kasachstan eigentlich als bevorzugter Partner der Europäischen Union (EU) in Zentralasien. Im <a href="https://eeas.europa.eu/delegations/kazakhstan/75089/node/75089_en">März 2021</a> trat ein Erweitertes Abkommen über Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen der EU und Kasachstan in Kraft, das erste seiner Art in der Region. Auch bestehen wichtige Handelsbeziehungen. Laut Angaben der europäischen Kommission ist die EU Kasachstans <a href="https://ec.europa.eu/trade/policy/countries-and-regions/countries/kazakhstan/">wichtigster Handelspartner</a> und steht für knapp 30 Prozent des gesamten Handelsvolumens des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Im Jahr 2019 <a href="https://appsso.eurostat.ec.europa.eu/nui/submitViewTableAction.do">exportierte</a> die EU Wahren im Wert von 6,3 Millionen Euro nach Kasachstan, fast doppelt so viel wie in die restlichen vier zentralasiatischen Länder zusammengerechnet. Entsprechend unterscheidet sich die Einschätzung wirtschaftlicher Interessenvertreter stark von der des Europäischen Parlaments. In einer Erklärung <a href="https://zentralasien.ahk.de/news/news-details/ahk-zentralasien-aktuelle-entwicklungen-in-kasachstan-per-13012022">am 13. Januar</a> zeigte sich etwa die Delegation der Deutschen Wirtschaft in Zentralasien optimistisch hinsichtlich der weiteren Entwicklungen in Kasachstan: „<em>Die vorgegebene Richtung stimmt und birgt weiterhin viel Potential für die wirtschaftliche Kooperation für deutsche Unternehmen</em>.“ </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>&#8222;Keine guten Nachrichten&#8220;
</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">
Doch eine Verschlimmerung der Beziehungen zwischen der EU und Kasachstan wäre nicht nur für wirtschaftliche Interessen bedrohlich. Gulana Bajkenova, Gründerin und Chefredakteurin der kasachstanischen Onlinezeitung Orda.kz, sieht in der Resolution des Europäischen Parlaments und der kasachstanischen Reaktion darauf „<em>keine guten Nachrichten</em>“: „<em>Wenn die Europäer auf eine internationale Untersuchung der Januar-Ereignisse bestehen und die kasachstanischen Behörden sich hartnäckig weigern, könnte unser Land allmählich mit der westlichen Welt in Konflikt geraten. Und sich in die Reihen der Ausgestoßenen einreihen</em>“, kommentiert Bajkenova auf ihrem <a href="https://t.me/gbazhkenova/3122">Telegram Kanal</a>.

</p>


			<div class="hp-newsletter col-span-3 lg:col-span-1 flex flex-col bg-primary-100 border-t-8 border-secondary-500 rounded-lg justify-center items-center lg:items-stretch px-6 py-6 gap-4 box-border">
			<div class="flex">
				<div class="enveloppe">
					<i class="far fa-envelope text-5xl text-secondary-300"></i>
				</div>
				<div class="formulaire_nl">
					<p>
						<span class="font-bold text-xl block">Ganz Zentralasien in deiner Mailbox</span>
						Abonniert unseren wöchentlichen Newsletter					</p>
					<form class="flex w-3/4 lg:w-full" action="https://us4.list-manage.com/subscribe?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=d479236523" method="post" id="mc-embedded-subscribe-form" name="mc-embedded-subscribe-form" class="validate" target="_blank" novalidate="">
						<input class="flex-grow py-2 px-3 border border-primary-300 rounded-l" type="email" placeholder="Email" name="EMAIL" id="mce-EMAIL">
						<button class="bg-secondary-500 py-2 px-3 text-white rounded-r-md border border-secondary-500" type="submit" value="" name="subscribe">Registrieren</button>
					</form>

					<a href="#" class="underline text-secondary-700">Entdeckt die neueste Ausgabe</a>
				</div>	
			</div>
		</div><!-- newsletter -->
		



<p class="wp-block-paragraph"> Ihr zufolge drohe dann ein Szenario, wie es bereits in Russland und in Belarus zu beobachten ist. Auf Sanktionen könnten die Behörden mit aggressiverer Rhetorik antworten und zu einer weiteren Polarisierung innerhalb der Gesellschaft führen. „<em>Das einfachste, aber wirksamste Rezept für die kasachstanischen Behörden besteht darin, die Wahrheit über die Geschehnisse zu sagen, auch über die schmerzlichsten</em> […]. <em>Solange die Wahrheit verschwiegen wird, wirkt das nicht gegen die Behörden, sondern gegen das Land.“</em> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch sie appelliert auch an kasachstanische Aktivist:innen, ihr Land durch zu starken politischen Druck nicht unüberlegt zu einem Konflikt mit „dem Westen“ zu treiben. „<em>Treibt die Behörden nicht in die Enge, denn dort werden sie sehr hart zubeißen. Und dann müsstet ihr in Kirgistan eure Visa beantragen. Doch das wird die geringste unserer Sorgen</em>“, so Bajkenova. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Florian Coppenrath </strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Novastan.org</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"> <p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/europaeisches-parlament-fordert-unabhaengige-ermittlungen-zu-kasachstan/">Europäisches Parlament fordert unabhängige Ermittlungen zu Kasachstan</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/europaeisches-parlament-fordert-unabhaengige-ermittlungen-zu-kasachstan/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Internationale Reaktionen zu den Ereignissen in Kasachstan</title>
		<link>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/internationale-reaktionen-zu-den-ereignissen-in-kasachstan/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/internationale-reaktionen-zu-den-ereignissen-in-kasachstan/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Etienne Combier]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jan 2022 12:55:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste in Kasachstan 2022]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=28690</guid>

					<description><![CDATA[<p>Als die Ereignisse in Kasachstan am 5. und 6. Januar eine gewaltt&#xE4;tige Wendung nahmen, stellten sich die Nachbarl&#xE4;nder auf die Seite der Machthaber. Auch die USA und Russland verfolgen die Situation aufmerksam. Ein &#xDC;berblick offizieller Reaktionen aus dem Ausland. &#xA0; Die Ereignisse in Kasachstan hatten sofortige Auswirkungen auf die Nachbarl&#xE4;nder. Seit dem 5. Januar und [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/internationale-reaktionen-zu-den-ereignissen-in-kasachstan/">Internationale Reaktionen zu den Ereignissen in Kasachstan</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Als die Ereignisse in Kasachstan am 5. und 6. Januar eine gewalttätige Wendung nahmen, stellten sich die Nachbarländer auf die Seite der Machthaber. Auch die USA und Russland verfolgen die Situation aufmerksam. Ein Überblick offizieller Reaktionen aus dem Ausland.  </strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ereignisse in Kasachstan hatten sofortige Auswirkungen auf die Nachbarländer. Seit dem 5. Januar und der gewalttätigeren Wendung der Proteste wurden die Diplomat:innen der zentralasiatischen Länder aktiv, um ihrem kasachstanischen Nachbarn Unterstützung zuzusichern. Die südlichen Nachbarländer Kirgistan und Usbekistan reagierten bereits im Laufe des 5. Januar mit ihrer Einschätzung der Ereignisse im „<em>brüderlichen Kasachstan</em>“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kirgistans Außenministerium <a href="https://mfa.gov.kg/ru/osnovnoe-menyu/press-sluzhba/novosti/zayavlenie-ministerstva-inostrannyh-del-kyrgyzskoy-respubliki-61d5cf4cb5e1a">gab an</a>, die Situation „<em>aufmerksam und mit Sorge zu verfolgen</em>“ und erklärte sich „<em>bereit, jede mögliche Unterstützung und Hilfe zu leisten</em>“. „<em>Wir sind überzeugt, dass das weise Volk Kasachstans eine Eskalation der Instabilität verhindern, Gewalt und den Verlust von Menschenleben vermeiden wird</em>“, beschrieb das usbekische Außenministerium in seiner <a href="https://mfa.uz/ru/press/news/2022/zayavlenie-mid-respubliki-uzbekistan-v-svyazi-s-sobytiyami-v-kazahstane---30933">Presseerklärung</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/zahlreiche-tote-und-verletzte-bei-protesten-in-kasachstan/?noredirect=de-DE">Zahlreiche Tote und Verletzte bei Protesten in Kasachstan</a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 6. Januar bekräftigte auch <a href="https://mfa.tj/ru/main/view/9437/zayavlenie-mid-tadzhikistana-v-svyazi-s-situatsiei-v-kazakhstane">Tadschikistan</a> seine Unterstützung für Kasachstan und erklärte, dass es die Ereignisse „<em>mit aufrichtiger Empathie</em>“ verfolge. Als Zeichen der Besorgnis begannen die kirgisischen Behörden am 6. Januar mit der <a href="https://mfa.gov.kg/ru/osnovnoe-menyu/press-sluzhba/novosti/informacionnoe-soobshchenie-mid-kr-ot-6-yanvarya-2022-goda-61d6b11953f53">Evakuierung</a> ihrer Staatsangehörigen aus Kasachstan. Auf <a href="https://mfa.tj/ru/main/view/9442/vnimaniyu-grazhdan-respubliki-tadzhikistan-nakhodyashchikhsya-v-respublike-kazakhstan">tadschikischer Seite</a> forderte Duschanbe seine Staatsangehörigen vor Ort auf, die Anweisungen zu befolgen, und riet von Reisen nach Kasachstan ab. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Unterstützung der Zentralasiaten für den kasachstanischen Staat</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Im weiteren Sinne und mit ähnlichen Worten brachten die drei zentralasiatischen Länder ihr Vertrauen in die Autorität des kasachischen Staates zum Ausdruck, der von Präsident Qasym-Jomart Toqaev vertreten wird. Während Kirgistan „<em>die dem kasachstanischen Volk und der Führung des Landes innewohnende Weisheit und Weitsicht</em>“ beschrieb, bekräftigte Usbekistan „<em>seine unerschütterliche Unterstützung für das kasachstanische Volk und die Führung Kasachstans</em>“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seiner Tradition der Neutralität folgend, beruft sich das benachbarte <a href="https://www.mfa.gov.tm/en/news/2965">Turkmenistan</a> auf „<em>Jahrhundertealte Beziehungen aus Freundschaft und Brüderlichkeit</em>“ und erklärt, es sei „<em>aufrichtig an der schnellstmöglichen Normalisierung der Lage im Land und an der Fortsetzung der stabilen sozio-politischen und sozio-ökonomischen Entwicklung Kasachstans interessiert</em>“. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Russland übernimmt die Rhetorik des kasachstanischen Präsidenten</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Diese unerschütterliche Unterstützung und brüderliche Rhetorik ist auch diejenige, die Russland ab dem 5. Januar verwendet. Moskaus Außenministerium <a href="https://mid.ru/ru/foreign_policy/news/1793177/">schrieb</a> zunächst, es trete für „<em>eine friedliche Lösung aller Probleme</em>“ ein und hoffe auf „<em>eine schnellstmögliche Normalisierung der Lage im Land</em>“. Diese Erklärungen halten Russland jedoch nicht davon ab, der Bitte Kasachstans nachzukommen, in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar im Rahmen der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) Friedenstruppen in das Land zu entsenden. In einer späteren Erklärung beschreibt das russische <a href="https://mid.ru/ru/foreign_policy/news/1793215/">Außenministerium</a>, dass es sich bei den Ereignissen „<em>um einen von außen inspiriertem Versuch handelt, die Sicherheit und Integrität des Staates mit Gewalt zu untergraben, wobei ausgebildete und organisierte bewaffnete Formationen eingesetzt werden</em>.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Aussage, die in Verbindung mit der von Toqaev steht, der die Protestierenden ab dem 6. Januar nur noch als „<a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/zahlreiche-tote-und-verletzte-bei-protesten-in-kasachstan/?noredirect=de-DE">Terroristen</a>“ und „Banditen“ bezeichnet. Beijing reagierte zunächst nicht mit einer offiziellen Stellungnahme auf die Ereignisse in Kasachstan. Am 5. Januar <a href="https://www.fmprc.gov.cn/mfa_eng/xwfw_665399/s2510_665401/202201/t20220105_10479204.html">antwortete</a> der Sprecher des chinesischen Außenministeriums während einer regulären Pressekonferenz, die Ereignisse seien „innere Angelegenheiten“ Kasachstans. „<em>Wir glauben, dass die kasachstanischen Behörden das Problem von sich aus lösen können</em>“, fügte Wang Wenbin hinzu. Am 7. Januar schloss sich China jedoch der Position von Russland an. In einer mündlichen Erklärung an Präsident Toqaev <a href="https://twitter.com/shen_shiwei/status/1479413113401184257">erklärte</a> der Präsident Xi Xinping: „<em>China wendet sich gegen alle ausländischen Kräfte, die eine ‚Farbrevolution‘ in Kasachstan planen</em>“. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Aufrufe von den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Die Vereinigten Staaten reagierten ebenfalls bereits am 5. Januar, als der Sprecher des Außenministeriums, Ned Price, erklärte, dass sein Land <em>„die Situation in Kasachstan, einem wichtigen Partner, genau beobachte“</em>. Washington verurteilte die Gewaltakte und forderte die Kasachstaner:innen auf, <em>„die verfassungsmäßigen Institutionen, die Menschenrechte und die Pressefreiheit, einschließlich der Rückkehr des Internets“</em> zu respektieren und zu verteidigen. Internetverbindungen im Land sind seit dem 5. Januar in der Tat stark gestört oder sogar vollständig blockiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union (EU) <a href="https://eeas.europa.eu/delegations/kazakhstan/109425/kazakhstan-statement-spokesperson-latest-developments_en">erklärte ihrerseits</a>, dass sie die Ereignisse ab dem 5. Januar ebenfalls aufmerksam verfolge, forderte die Behörden jedoch auf, „<em>das Grundrecht auf friedliche Demonstrationen</em>“ zu respektieren und „<em>Gewalt verhältnismäßig anzuwenden</em>“. Kasachstan wurde als „<em>wichtiger Partner</em>“ der EU bezeichnet. Am Nachmittag des 6. Januar drückte der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hoher_Vertreter_der_EU_f%C3%BCr_Au%C3%9Fen-_und_Sicherheitspolitik">Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik</a> Josep Borrell <a href="https://twitter.com/JosepBorrellF/status/1479118460785287178">bei Twitter</a> seine „<em>Große Sorge über die Entwicklungen in Kasachstan</em>“ aus und fügte hinzu: „<em>Externe Militärhilfe weckt Erinnerungen an Situationen, die es zu vermeiden gilt</em>“. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Schweigen aus Deutschland und Frankreich</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Das Außenministerium des Vereinigten Königreichs kommentierte die Geschehnisse ebenfalls am 6. Januar: „<em>Proteste sollten friedlich verlaufen und die Reaktionen der Strafverfolgungsbehörden verhältnismäßig sein und im Einklang mit den internationalen Verpflichtungen Kasachstans stehen</em>“, heißt es in der <a href="https://www.gov.uk/government/news/kazakhstan-uk-government-statement-on-protests">Erklärung</a>. „<em>Das Vereinigte Königreich unterhält enge Beziehungen zu Kasachstan und es ist wichtig, dass die Souveränität Kasachstans respektiert wird</em>.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am frühen Nachmittag des 7. Januar kommentierte auch der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg, <a href="https://twitter.com/a_schallenberg/status/1479417438517219332?s=20">bei Twitter</a>: „<em>Ich rufe alle Akteure in Kasachstan auf, zurückhaltend zu handeln und von weiterer Gewalt abzusehen. Das Recht auf friedliche Versammlung muss immer respektiert werden. Demonstrationen müssen gewaltfrei bleiben</em>“. </p>


			<div class="hp-newsletter col-span-3 lg:col-span-1 flex flex-col bg-primary-100 border-t-8 border-secondary-500 rounded-lg justify-center items-center lg:items-stretch px-6 py-6 gap-4 box-border">
			<div class="flex">
				<div class="enveloppe">
					<i class="far fa-envelope text-5xl text-secondary-300"></i>
				</div>
				<div class="formulaire_nl">
					<p>
						<span class="font-bold text-xl block">Ganz Zentralasien in deiner Mailbox</span>
						Abonniert unseren wöchentlichen Newsletter					</p>
					<form class="flex w-3/4 lg:w-full" action="https://us4.list-manage.com/subscribe?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&amp;id=d479236523" method="post" id="mc-embedded-subscribe-form" name="mc-embedded-subscribe-form" class="validate" target="_blank" novalidate="">
						<input class="flex-grow py-2 px-3 border border-primary-300 rounded-l" type="email" placeholder="Email" name="EMAIL" id="mce-EMAIL">
						<button class="bg-secondary-500 py-2 px-3 text-white rounded-r-md border border-secondary-500" type="submit" value="" name="subscribe">Registrieren</button>
					</form>

					<a href="#" class="underline text-secondary-700">Entdeckt die neueste Ausgabe</a>
				</div>	
			</div>
		</div><!-- newsletter -->
		



<p class="wp-block-paragraph"> Von der deutschen Bundesregierung gab es bislang bislang keine gesonderte Presseerklärung zu dem Thema. Zunächst äußerte sich der Bundesjustizminister Marco Buschmann am 7. Januar auf <a href="https://twitter.com/marcobuschmann/status/1479390236455186433?s=21">Twitter</a> zu den Geschehnissen in Kasachstan: &#8222;<em>Wer ohne Vorwarnung auf Demonstranten schießen lässt, um zu töten, hat den Kreis zivilisierter Staaten verlassen.</em>&#8220; Bundeskanzler Olaf Scholz antwortete auf eine entsprechende Frage bei seiner <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/pressekonferenz-von-bundeskanzler-scholz-ministerpraesident-wuest-und-der-regierenden-buergermeisterin-giffey-nach-den-beratungen-des-bundeskanzlers-mit-den-regierungschefinnen-und-regierungschefs-der-laender-am-7-januar-2022-1995276">Pressekonferenz</a> am selben Tag: &#8222;<em>Wir rufen dazu auf, dass es keine Gewalt gibt und dass Gewalt auch unterbleibt. Selbstverständlich gilt das auch dafür, dass es keine Gewalt gegen Bürgerinnen und Bürger geben sollte. Insofern befinden wir uns da in großem Einklang mit dem, was Sie von der Europäischen Union, von der Bundesregierung, von mir hier und von vielen anderen in der Welt hören, die sagen: Bitte kommt zurück zu einer friedlichen Weiterentwicklung im Land.</em>&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem hat das Auswärtige Amt eine <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/kasachstan-node/kasachstansicherheit/206342">Reisewarnung für Kasachstan</a> ausgesprochen: So lange der Ausnahmezustand in Kasachstan gilt, solle man nicht dringend erforderliche Reisen nach Kasachstan vermeiden. Beim Anlass einer Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron am 7. Janaur erklärte die Präsidentin der EU Kommission Ursula von der Leyen: „<em>Ich verfolge die Situation in Kasachstan mit großer Sorge. Die Rechte und Sicherheit der BÜrger sind von größter Bedeutung und müssen garantiert werden und ich rufe zum Ende der Gewalt und zur Zurückhaltung auf</em>“, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=nhjaHI5MOOc">erklärte sie</a> und wies auf die Bereitschaft der EU hin, „<em>ihre Unterstützung dort anzubieten, wo sie kann.</em>“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Macron stimmte ihr zu: „<em>Wir sind besorgt, sehr aufmerksam, haben zur Deseskalation aufgerufen und sind in diesem vollkommen neuen Kontext auch sehr mobilisiert</em>“ . Kasachstan ein wichtiger Wirtschaftspartner für Deutschland wie auch für Frankreich. Laut Angaben des <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/kasachstan-node/bilaterale-beziehungen/206348">Außenministeriums</a> sind über 200 deutsche Firmen in Kasachstan vertreten, das als „<em>Deutschlands wichtigster Wirtschaftspartner in Zentralasien</em>“ bezeichnet wird. Kasachstan ist zudem der Hauptlieferant von Uran [<a href="https://novastan.org/fr/decryptage/uranium-la-suspension-du-developpement-des-nouveaux-gisements-au-kazakhstan-un-risque-pour-la-france/">fr</a>] für die französischen Kernkraftwerke und wird dort unter normalen Umständen als privilegierter Partner [<a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/le-kazakhstan-est-le-premier-partenaire-de-la-france-en-asie-centrale-affirme-jean-baptiste-lemoyne/">fr</a>] bezeichnet. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Etienne Combier Aus dem Französischen und Ergänzungen von Florian Coppenrath</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Edit (8. Januar, 9 Uhr): Die Statements von Olaf Scholz, Ursula von der Leyen und Emmanuel Macron wurden hinzugefügt</em> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/internationale-reaktionen-zu-den-ereignissen-in-kasachstan/">Internationale Reaktionen zu den Ereignissen in Kasachstan</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/internationale-reaktionen-zu-den-ereignissen-in-kasachstan/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neuer Aufschwung für Turkmenistans Gasexporte?</title>
		<link>https://novastan.org/de/turkmenistan/neuer-aufschwung-fuer-turkmenistans-gasexporte/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/turkmenistan/neuer-aufschwung-fuer-turkmenistans-gasexporte/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Etienne Combier]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Jul 2021 16:32:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Export]]></category>
		<category><![CDATA[Gas]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=27334</guid>

					<description><![CDATA[<p>F&#xFC;r die viertgr&#xF6;&#xDF;te Gasreserve der Welt scheint Verkaufssaison zu sein. Turkmenistan ist zu einem der wichtigsten Gaslieferanten Chinas geworden und hat bekannt gegeben, dass es den gesamten Kredit f&#xFC;r die Gaspipeline, die die beiden L&#xE4;nder verbindet, zur&#xFC;ckgezahlt hat. Gleichzeitig wurde ein recht hoher Kubikmeterpreis f&#xFC;r den Kauf von turkmenischem Gas durch Russland angek&#xFC;ndigt. Dem turkmenischen [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/neuer-aufschwung-fuer-turkmenistans-gasexporte/">Neuer Aufschwung für Turkmenistans Gasexporte?</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Für die viertgrößte Gasreserve der Welt scheint Verkaufssaison zu sein. Turkmenistan ist zu einem der wichtigsten Gaslieferanten Chinas geworden und hat bekannt gegeben, dass es den gesamten Kredit für die Gaspipeline, die die beiden Länder verbindet, zurückgezahlt hat. Gleichzeitig wurde ein recht hoher Kubikmeterpreis für den Kauf von turkmenischem Gas durch Russland angekündigt. Dem turkmenischen Gassektor scheint großes Wachstum versprochen. Aber ist dem wirklich so? Unsere Kolleg:innen von Novastan France haben in ihrer kostenpflichtigen Rubrik <a href="https://novastan.org/fr/decryptage/le-turkmenistan-voit-il-le-bout-du-tunnel-pour-son-gaz/">décryptage</a> (dt.: Entschlüsselung) am 21. Juni 2021 eine Analyse vorgenommen, die wir mit freundlicher Genehmigung übersetzen.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine „günstige Konstellation“ für Turkmenistan: Am 8. Juni gab das Land offiziell bekannt, dass es seine Kredite für die Gaspipeline nach China vollständig zurückgezahlt hat. Diese Erklärung, die von der <a href="https://tdh.gov.tm/ru/post/27708/zasedanie-kabineta-ministrov-turkmenistana-6">offiziellen Presseagentur TDH</a> veröffentlicht wurde, bedeuten eine Last weniger auf den Exporten von Aschgabat, für das Gas der einzige internationale Aktivposten bleibt. Laut Informationen von Novastan bestand das Darlehen an China aus zwei Krediten in Höhe von jeweils 4 Milliarden US-Dollar (3,35 Milliarden Euro), die 2009 und 2011 aufgenommen wurden. China ist zwar der erste Gaspartner Turkmenistans [<a href="https://novastan.org/fr/turkmenistan/le-turkmenistan-a-ete-le-premier-fournisseur-de-gaz-de-la-chine/">fr</a>], und Beijing möchte diese Beziehung sogar noch ausbauen [<a href="https://novastan.org/fr/turkmenistan/la-chine-considere-le-gaz-comme-la-pierre-angulaire-de-sa-relation-avec-le-turkmenistan/">fr</a>], aber das Ende dieser Schulden könnte Aschgabat eine freiere Hand in seiner Wirtschaftspolitik ermöglichen. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Laut einer von Novastan kontaktierten Quelle, die dem Fall nahesteht, zielt diese Medienberichterstattung darauf ab, die Zweifel derjenigen auszuräumen, die das Land <em>„mit Händen und Füßen“</em> an China gebunden sahen. „<em>Das Auslaufen dieses Darlehens ist positiv für Turkmenistan. Es ist eine neue Etappe, die neue Projekte ermöglicht</em>“, ergänzt Gilles Remy, Geschäftsführer von Cifal, einem französischen Unternehmen, das sich auf die Unterstützung französischer Unternehmen in Zentralasien und Russland spezialisiert hat, gegenüber Novastan.
</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Russland kauft turkmenisches Gas zu einem guten Preis</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">
Parallel dazu gab Russland offiziell seinen Kaufpreis für turkmenisches Gas bekannt. Der russische Botschafter in Turkmenistan, Alexander Blochin, teilte der turkmenischen Presse mit, dass Moskau im Jahr 2020 durchschnittlich 182 Dollar (152 Euro) für 1.000 Kubikmeter bezahlt, wie die unabhängige turkmenische Zeitung <a href="https://telegra.ph/Posol-RF-v-Turkmenistane-rasskazal-o-zakupkah-turkmenskogo-gaza-v-2020-godu-na-1-mlrd--182-za-tysyachu-kubometrov-06-11">Chronika Turkmenistana</a> berichtet. Den von Novastan kontaktierten Quellen zufolge ist dies ein eher hoher Preis.

Dieser Durchschnitt wurde im vergangenen April mit einem Kaufpreis von 216 Dollar (180,90 Euro) für 1.000 Kubikmeter übertroffen, beschreibt die russische Nachrichtenagentur <a href="https://www.interfax.ru/business/773025">Interfax</a>. Die russischen Käufe sind jedoch nicht ausschließlich für den heimischen Verbrauch bestimmt, sondern für den Export, insbesondere nach China.
</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Ukraine fragt zentralasiatisches Gas nach
</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Diese Wiederausfuhr von turkmenischem Gas durch Russland hat auch eine unerwartete Wendung genommen. Am 14. Juni erklärte die Ukraine ihre Bereitschaft, den russischen Gasriesen Gazprom zu verklagen, um ihn zu zwingen, zentralasiatisches Gas nach Europa zu liefern, berichtete die <a href="https://www.ft.com/content/c46ab979-c6cd-4f78-b2c0-c46c938ee599?accessToken=zwAAAXotqRqYkdPEarl5xs1PeNOywMRsk47lmQ.MEQCIFE5h5lrh4EMahR-jQW_q5WWXgF3LDp-6C3_Tog2p5_qAiARhpeu5bdWNAfrj6BremCZIYCCNEAJdbTFdaXOWWlBig&amp;sharetype=gift?token=f5049237-3461-463f-8320-79293d7fdee8">Financial Times</a>. Kiew ist der Ansicht, dass Gazprom 15 Jahre lang Pipelines für zentralasiatisches Gas blockiert hat, und hat ein Verfahren vor einem internationalen Schiedsgericht angestrengt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/rettet-das-gas-turkmenistan-vor-der-krise/">Rettet das Gas Turkmenistan vor der Krise? </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Wirklichkeit handelt es sich bei dem zentralasiatischen Gas größtenteils um turkmenisches Gas. Wie die usbekische Onlinezeitung <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2021/01/21/gas-import/">Gazeta.uz</a> berichtete, hat Usbekistan im Jahr 2020 nur sehr wenig Gas exportiert, während Kasachstan laut den <a href="https://lsm.kz/kazahstan-prodaet-prirodnyj-gaz-rossii-i-kitayu-infografika">kasachischen Medien LS</a> im Jahr 2020 19,8 Milliarden Kubikmeter exportierte. Die turkmenischen Gasexporten beliefen sich in der Zeit nach Angaben des russischen Mediums <a href="https://neftegaz.ru/news/dobycha/657143-za-11-mesyatsev-2020-g-dobycha-gaza-v-turkmenistane-sostavila-62-3-mlrd-m3/">Neftegaz.ru</a> auf mehr als 30 Milliarden Kubikmeter. Sollte das ukrainische Vorhaben erfolgreich sein, wird Turkmenistan sein Gas auch in Europa verkaufen können, ein seit dem Ende der Sowjetunion geäußerter Wunsch. Nach Angaben einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle wäre diese ukrainische Route wirtschaftlich sinnvoll und hätte den Vorteil, dass sie nicht erst gebaut werden muss. Dies steht im Gegensatz zur <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/einigung-zwischen-aserbaidschan-und-turkmenistan-bereitet-weg-fuer-transkaspische-pipeline/?noredirect=de-DE">transkaspischen Pipeline</a>, deren Bau noch nicht begonnen hat, oder zur <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Turkmenistan-Afghanistan-Pakistan-Pipeline">TAPI-Gaspipeline</a> (Turkmenistan, Afghanistan, Pakistan, Indien), die von der Sicherheitslage in Afghanistan <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/turkmenistan-empfaengt-die-taliban/?noredirect=de-DE">abhängig ist</a>. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Geplante Bauprojekte </strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">
Damit wäre der Weg für turkmenisches Gas geebnet, und die Käufer stünden bereit. Es bleibt abzuwarten, wie die „freigewordenen“ Mittel von Turkmenistan verwendet werden. Die von Novastan befragten Experten sind der Meinung, dass sich die Aufmerksamkeit des turkmenischen Präsidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gurbanguly_Berdimuhamedow">Gurbanguly Berdimuhamedow</a> auf Bauprojekte in der Hauptstadt Aschgabat richtet.

Insbesondere wurde das Projekt Ashgabat City erwähnt, das die Stadt mit einer Investition von 12 Milliarden Dollar (10 Milliarden Euro) in eine intelligente Stadt verwandeln soll. Auch die Pläne für ein von der französischen Firma Vinci gebautes Protokollhotel, das Hotel Nissa, wurden erneut vorgestellt. Diese Projekte sind jedoch noch nicht genau definiert.

</p>



<p class="wp-block-paragraph">

Genauer gesagt bedeutet das Auslaufen des chinesischen Darlehens nicht, dass Ashgabat völlig schuldenfrei ist. Turkmenistan hat zum Beispiel ausstehende Darlehen an Japan und Südkorea, die kurz vor der Fälligkeit stehen.
</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein neues chinesisches Darlehen </strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">
Nicht zuletzt ist Turkmenistan nach wie vor ein verschlossenes Land, in dem <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/turkmenistan-wie-die-bevoelkerung-auch-ohne-freie-medien-an-informationen-gelangt/">Informationen sehr kontrolliert</a> und intransparent sind. Der physische Zugang zum Land ist fast unmöglich, selbst für Geschäftsreisen. Dies erschwert die Entwicklung neuer Projekte mit ausländischen Investoren.

In diesem Zusammenhang wird den bestehenden Partnern Vorrang eingeeträumt. China hat sein Interesse an der Erschließung des Gasfeldes <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gasfeld_Galkynysch">Galkynyş</a>, eines der größten der Welt, bestätigt. Am 18. Juni gab das staatliche turkmenische Gasunternehmen Turkmenaz bekannt, dass das chinesische Unternehmen CNPC Chuanging Drilling Engineering Company die Ausschreibung für eine neue Bohrung in Galkynych gewonnen hat, <a href="https://tdh.gov.tm/ru/post/27765/zasedanie-kabineta-ministrov-turkmenistana-7">so TDH</a>. Nach Angaben der <a href="https://telegra.ph/Kitajskaya-CNPC-budet-burit-novye-skvazhiny-v-obmen-na-turkmenskij-gaz-06-19">Chronika Turkmenistana</a> soll das Projekt 6,7 Milliarden Dollar (5,6 Milliarden Euro) kosten und innerhalb von drei Jahren durch den Verkauf von Gas an China finanziert werden.
</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Etienne Combier
</strong><strong>Chefredakteur von Novastan France </strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Französischen von Florian Coppenrath</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/neuer-aufschwung-fuer-turkmenistans-gasexporte/">Neuer Aufschwung für Turkmenistans Gasexporte?</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/turkmenistan/neuer-aufschwung-fuer-turkmenistans-gasexporte/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bringt Joe Biden neuen Schwung in den Beziehungen zwischen den USA und Zentralasien?</title>
		<link>https://novastan.org/de/kasachstan/bringt-joe-biden-neuen-schwung-in-den-beziehungen-zwischen-den-usa-und-zentralasien/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/kasachstan/bringt-joe-biden-neuen-schwung-in-den-beziehungen-zwischen-den-usa-und-zentralasien/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Léonard Dillies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2021 11:50:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Joe Biden]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinigte Staaten]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=27098</guid>

					<description><![CDATA[<p>Seit dem 20. Januar 2021 ist Joe Biden Pr&#xE4;sident der Vereinigten Staaten. Die Frage nach einem neuen Schwung in den Beziehungen zu Zentralasien ist in aller Munde, aber was ist damit gemeint? Zwischen China und Russland ist das Engagement der Vereinigten Staaten in der Region komplex und durchl&#xE4;uft unterschiedliche Dynamiken. Folgende Analyse der franz&#xF6;sischen Redaktion [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/bringt-joe-biden-neuen-schwung-in-den-beziehungen-zwischen-den-usa-und-zentralasien/">Bringt Joe Biden neuen Schwung in den Beziehungen zwischen den USA und Zentralasien?</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Seit dem 20. Januar 2021 ist Joe Biden Präsident der Vereinigten Staaten. Die Frage nach einem neuen Schwung in den Beziehungen zu Zentralasien ist in aller Munde, aber was ist damit gemeint? Zwischen China und Russland ist das Engagement der Vereinigten Staaten in der Region komplex und durchläuft unterschiedliche Dynamiken. Folgende Analyse der französischen Redaktion von Novastan erschien am 27. Mai 2021.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 20. Januar trat <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Joe_Biden">Joe Biden</a> die Nachfolge von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Donald_Trump">Donald Trump</a> als Präsident der Vereinigten Staaten an. Die beiden Präsidenten scheinen in vielen Fragen uneins zu sein, so könnte auch die US-Außenpolitik gegenüber Zentralasien einen neuen Schub erfahren.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Historisch gesehen ist die Beziehung der Vereinigten Staaten zu der Region nicht besonders ausgeprägt. Wird also die Biden-Administration diejenige sein, die endlich die US-zentralasiatischen Beziehungen ausbaut?</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ein wahrscheinlicher Erhalt des Status Quo</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Für viele Außenpolitikexperten bringt die neue Biden-Administration keine konkreten Veränderungen mit sich. Der kritischere Diskurs des neuen Präsidenten über die Situation in Zentralasien und sein Lob der Menschenrechte bedeuten keine plötzliche Zunahme des Interesses an der Region.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut der amerikanischen Onlinezeitung <a href="https://eurasianet.org/will-biden-take-on-neglected-caucasus-and-central-asia">Eurasianet</a> wird die Möglichkeit eines radikalen Wandels in den Beziehungen durch die Tatsache beeinträchtigt, dass die Biden-Administration hauptsächlich aus alten Gesichtern besteht. Sie stellt jedoch fest, dass es nur eine Verbesserung gegenüber der Trump-Administration geben kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt bereits Anzeichen für eine Entwicklung im Verhältnis zwischen den beiden Seiten. Wie das US-Medienhaus <a href="https://thediplomat.com/2021/04/us-central-asia-new-trilateral-dialogues-bring-regional-focus-to-afghanistan/">The Diplomat</a> berichtet, haben die Vereinigten Staaten, Afghanistan und Tadschikistan ein <a href="https://www.state.gov/joint-statement-on-the-occasion-of-a-trilateral-discussion-among-afghanistan-tajikistan-and-the-united-states/">trilaterales Gespräch</a> initiiert, um Entwicklung, Sicherheit und Frieden zu fördern.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wachsende Interessen</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Für den ehemaligen amerikanischen Botschafter <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Richard_E._Hoagland">Richard E. Hoagland</a>, der von Novastan kontaktiert wurde, sind bereits Fortschritte zu verzeichnen. Die Ernennung des US-Botschafters in Kirgistan <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Donald_Lu">Donald Lu</a> zum stellvertretenden Außenminister für süd- und zentralasiatische Angelegenheiten sei ein deutliches Zeichen. „<em>Er wird der erste stellvertretende Staatssekretär für zentralasiatische Angelegenheiten sein, der echte Erfahrung in der Region hat</em>“, so Hoagland.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://twitter.com/Emdupuy">Emmanuel Dupuy</a>, Präsident des Institute for Prospective and Security in Europe (<a href="https://twitter.com/institutipse?lang=en">IPSE</a>), erklärt gegenüber Novastan, dass mehrere Faktoren auf eine Entwicklung in den Beziehungen zwischen den USA und Zentralasien hinweisen. Einer davon ist das <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/s51-wie-steht-es-um-die-amerikanische-zentralasienpolitik/">C5+1-Format</a>, das im November 2015 mit dem Ziel gegründet wurde, den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und den Ländern Zentralasiens sicherzustellen. Die C5+1 traf sich zuletzt am 23. April und bekräftigte ihre Unterstützung für die laufenden Bemühungen der Arbeitsgruppen für Wirtschaft, Energie, Umwelt und Sicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/c5-eine-formel-um-zentralasien-wieder-auf-die-weltkarte-zu-bringen/">„C5 + …“: eine Formel, um Zentralasien wieder auf die Weltkarte zu bringen</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Rückläufiger Trend lässt sich beim militärischen Engagement der Vereinigten Staaten in Zentralasien verzeichnen. Dupuy erinnert daran, dass der 11. September 2021 den vollständigen Abzug der US-Truppen aus Afghanistan markieren wird. Im Juli 2014 wurde mit dem <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Transit_Center_at_Manas">Stützpunkt Manas</a> im Norden Kirgistans die letzte US-Militärbasis in der Region <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/der-manas-flughafen-bischkek-sucht-investoren/">geschlossen</a>.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ein amerikanisches Desinteresse an Zentralasien?</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veränderung der Biden-Administration in den Beziehungen zu Zentralasien scheint relativ gering, sie ist aber unbestreitbar eine Verbesserung gegenüber zu früheren Administrationen. In der Tat halten sich die Beziehungen zwischen den USA und Zentralasien schon lange in Grenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Historisch gesehen gestaltete sich das amerikanische Vorgehen in Zentralasien zum Teil als ein Machtkampf mit Peking und Moskau. Dieser an Zentralasien selbst desinteressierte Supermacht-Wettbewerb bleibt nicht ohne Folgen, da die fünf zentralasiatischen Länder zunehmend in Richtung der US-Rivalen tendieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/russland-china-und-die-usa-in-zentralasien-wirtschaft-und-geopolitik/">Russland, China und die USA in Zentralasien: Wirtschaft und Geopolitik</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dupuy beschreibt die Haltung der Vereinigten Staaten als Teil des „Double Containment“: Die Aktionen der Vereinigten Staaten in Zentralasien dienen demnach hauptsächlich dazu, den chinesischen und russischen Einfluss in der Region zu begrenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrer Vorstellung von Zentralasien schließen die Vereinigten Staaten neben den üblichen fünf Ländern Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan auch Afghanistan und Pakistan ein. Die Einbeziehung Afghanistans in die Region erlaubt es den USA, sich von einem allzu schwachen Vorgehen freizusprechen, da sie in dem Land militärisch engagiert sind.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Die Passivität der Trump-Administration</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten im Jahr 2017 hat die ohnehin schon angespannten Beziehungen nicht verbessert, wie <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/donald-trump-und-die-zukunft-zentralasiens/">einige Experten</a> behaupteten. Es wurde kein neues Interesse an Zentralasien gezeigt, außer dem Wunsch, weiterhin ein Gegengewicht zum Einfluss Russlands und Chinas zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Richard Hoagland hat das Interesse der USA an Zentralasien jedoch nie nachgelassen. In der Tat haben der Dialog zwischen beiden Seiten und die bilateralen Institutionen &#8211; ein Erbe der vorherigen Administrationen &#8211; während der Trump-Administration gut bestanden. „<em>Wir haben unsere Botschaften, Austauschprogramme und umfangreiche Unterstützung beibehalten, ohne dass sich wirklich etwas geändert hat</em>“, sagt er.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Eine unambitionierte diplomatische Agenda</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">2015 hatten die Vereinigten Staaten eine <a href="https://2009-2017.state.gov/s/d/2015/240013.htm">diplomatische Agenda</a> für Zentralasien veröffentlicht. Darin bekennen sie sich mitunter zur Souveränität und zu den Menschenrechten in der Region, und erklären ihre Bereitschaft, diese Werte zu verteidigen. Der Text war jedoch nicht unumstritten, wobei mehrere Medien, wie <a href="https://novastan.us4.list-manage.com/track/click?u=04ae47d2cd6deee1470fd612e&amp;id=83bc76c1d9&amp;e=a3fa42ca5f">Eurasianet</a>, das usbekische <a href="https://podrobno.uz/cat/politic/ssha-poboryutsya-za-tsentralnuyu-aziyu-s-rossiey-i-kitaem/">Podrobno.uz</a> oder das chinesische <a href="https://news.cgtn.com/news/2020-02-07/Old-wine-in-an-old-bottle-U-S-new-strategy-for-Central-Asia-NTlYesaEyQ/index.html">CGTN</a>, ihn als lächerlich und ohne Wirkung qualifizierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 5. Februar 2020 erschien eine <a href="https://www.state.gov/united-states-strategy-for-central-asia-2019-2025-advancing-sovereignty-and-economic-prosperity/">erneuerte Version</a> dieses Programms. Doch auch diesen Text bezeichneten <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/die-amerikanische-zentralasienstrategie-echte-veraenderungen-oder-alter-wein-in-neuen-schlaeuchen/?noredirect=de-DE">mehrere Medien</a> als bloßen Aufguss ohne wirkliche Verbesserungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Partnerschaft zwischen den Ländern der Region und den Vereinigten Staaten ragen in den vergangenen Jahren jedoch einige Ereignisse hervor. Im Januar 2018 hatte Donald Trump <a href="https://novastan.org/de/tag/nursultan-nazarbaev/">Nursultan Nazarbaev</a>, den damaligen Präsidenten von Kasachstan, anlässlich einer Stärkung der <a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/les-etats-unis-et-le-kazakhstan-renforcent-leur-partenariat-strategique-au-xxieme-siecle/">strategischen Partnerschaft</a> zwischen den beiden Ländern empfangen. Erst kürzlich, am 7. Januar 2021, unterzeichneten die beiden Länder zusammen mit Usbekistan eine <a href="https://novastan.org/fr/economie/louzbekistan-les-etats-unis-et-le-kazakhstan-lancent-un-projet-dinvestissement-conjoint-dun-milliard-de-dollars/">Wirtschaftspartnerschaft</a> in Höhe von 1 Milliarden US-Dollar (830 Millionen Euro).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz solcher seltenen Ausnahmen hat das letzte halbe Jahrzehnt nichts Wesentliches in der Entwicklung der Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Zentralasien gebracht hat. Die Tatsache, dass kein US-Präsident jemals einem der fünf zentralasiatischen Länder einen offiziellen Besuch abgestattet hat, unterstreicht das wahrscheinliche Desinteresse weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Haltung hat stellenweise auch Spannungen entfacht. Ein <a href="https://novastan.org/fr/turkmenistan/les-relations-entre-le-turkmenistan-et-les-etats-unis-se-tendent-autour-de-laide-americaine/">Beispiel</a> ist die kalte Schulter zwischen den Vereinigten Staaten und Turkmenistan im April 2020, nachdem letzteres die Bedeutung der US-Wirtschaftshilfe leugnete.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Joe Biden und die Wege zur Veränderung</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Die Biden-Administration hat durchaus das Potenzial, einen Wandel in den Beziehungen herbeizuführen. Dafür sind aber konkrete Schritte erforderlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Ex-Botschafter Hoagland ist der beste Weg, die Beziehungen zwischen beiden Seiten zu entwickeln, die Organisation von mehr hochrangigen politischen Besuchen auf Ebene von Präsidenten und Ministern. Ihm zufolge müssen die Vereinigten Staaten ihre bisherigen Bemühungen fortsetzen und erweitern: „<em>Wenn in letzter Zeit der Eindruck entstanden ist, dass die USA nicht voll involviert sind, dann müssen wir aktiv werden.</em>&#8222;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dupuy unterscheidet mehrere Möglichkeiten zur Stärkung der amerikanischen Präsenz in der Region. Sie alle sind Teil der Entwicklung amerikanischer Soft Power, das heißt des Exports von Kultur, Umweltschutz, Sprache und Bildung.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Bildung und Umweltschutz als Eingangstor</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich Bildung ist der Export amerikanischer Universitäten nach Zentralasien für den Präsidenten von IPSE eine wahrscheinliche Perspektive. Ebenso würde die Einbeziehung zentralasiatischer Forscher in amerikanische Think Tanks und umgekehrt das Wissen beider Seiten fördern und ihre Beziehungen stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der russische Politiker Andrei Serenko bekräftigt diese Sichtweise in der russischen Zeitung „<a href="https://www.ng.ru/kartblansh/2021-05-11/3_8144_kartblansh.html">Nesawissimaja Gaseta</a>“. „<em>Die Vereinigten Staaten werden zu einem Vermittler, einem externen Schiedsrichter, dessen Dienste noch notwendiger werden, nicht nur für die afghanische Regierung und die Taliban, sondern auch für die Nachbarn des Landes, hauptsächlich die zentralasiatischen Republiken</em>“, schreibt er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Bildung könnte der Bereich Umwelt und Ökologie eine gute Möglichkeit für die Vereinigten Staaten darbieten, in Zentralasien Fuß zu fassen. Wie die <a href="https://kz.usembassy.gov/usaid-launches-a-new-regional-water-and-environment-activity-in-kazakhstan/">US-Botschaft in Kasachstan</a> mitteilte, hat die US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) ihren Fünfjahresplan in Kasachstan mit „USAID Regional Water and Environment Vulnerability“ betitelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Plan zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen den USA und Kasachstan beim Wasser- und Umweltrisikomanagement rund um die Flüsse <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amudarja">Amudarja</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Syrdarja">Syrdarja</a> zu stärken, die durch mehrere Länder der Region fließen. Das Austrocknen eines anderen Flusses, des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ural_(Fluss)">Urals</a>, hat die Bevölkerung stark beeinträchtigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lesen Sie auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/frueher-war-hier-mal-ein-fluss-wie-die-austrocknung-des-urals-das-leben-der-menschen-an-seinem-ufer-veraendert/">Früher war hier mal ein Fluss – Wie die Austrocknung des Urals das Leben der Menschen an seinem Ufer verändert</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In größerem Umfang ist das Wassermanagement in ganz Zentralasien, einer Region mit geringen Niederschlägen, ein großes Thema. Im März 2020 <a href="https://novastan.org/fr/economie/la-bonne-gestion-des-ressources-en-eau-element-cle-de-la-croissance-economique-de-lasie-centrale/">erklärte</a> die Weltbank, die Entwicklung in der Zentralasien sei an den richtigen Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser gebunden. Umso mehr, als 2021 als <a href="https://novastan.org/fr/decryptage/leau-viendra-t-elle-a-manquer-en-2021-en-asie-centrale/">besonders trockenes Jahr</a> erwartet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umwelt scheint also ein günstiger Sektor für die Unterstützung der Vereinigten Staaten zu sein, zumal sich seine Konkurrenten in Zentralasien nicht als Umweltschützer positionieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einerseits wird das sowjetische Handeln im 20. Jahrhundert von Experten für das Austrocknen des <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/der-aralsee-bricht-alle-rekorde-aber-er-lebt-weiter-geo-forscher-im-experten-interview/">Aralsees</a> im Südwesten Kasachstans und im Westen Usbekistans <a href="https://novastan.org/fr/environnement/le-totalitarisme-de-lirrigation-a-tue-la-mer-daral/">verantwortlich gemacht</a>. Andererseits führt Chinas „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Seidenstra%C3%9Fe">Neue Seidenstraßeninitiative</a>“, ein groß angelegtes Kooperationsprojekt, das auch Zentralasien zugutekommt, zu <a href="https://novastan.org/fr/environnement/les-nouvelles-routes-de-la-soie-pourraient-endommager-les-montagnes-dasie-centrale/">ökologischen Kollateralschäden</a>. Forscher sehen in dem Projekt vor allem katastrophale Folgen für die Berge der Region.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Die Mängel des chinesischen Einflusses</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten könnten paradoxerweise sogar von der chinesischen Konkurrenz profitieren. So ist China wegen seines wachsenden Eifers in Zentralasien immer häufiger Gegenstand von Kritik. So ist die Entwicklung der „Digitalen Seidenstraße“, einer 2015 begonnenen Initiative für ein Überwachungs- und Kommunikationsnetzwerk, <a href="https://novastan.org/fr/decryptage/la-route-de-la-soie-numerique-chinoise-realite-ou-chimere/">zunehmend umstritten</a>.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Chinas <a href="https://www.nzz.ch/international/amnesty-verbrechen-gegen-die-menschlichkeit-in-xinjiang-nzz-ld.1629786?reduced=true">Repressionen</a> gegen ethnische Minderheiten in Xinjiang, schadet dem Ansehen des Landes in Kasachstan und Kirgistan erheblich. Die <a href="https://novastan.org/fr/decryptage/region-ouighoure-pourquoi-les-declarations-occidentales-se-multiplient/">klare Verurteilung</a> dieser Politik durch die Biden-Administration könnte helfen, das Image der Vereinigten Staaten zu verbessern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/lagman-und-paranoia-in-khorgos-ueber-das-scheitern-chinesischer-soft-power-an-der-grenze-zu-kasachstan/">Lagman und Paranoia in Khorgos – Über das Scheitern chinesischer „Soft power“ an der Grenze zu Kasachstan</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Experten zufolge ist der Multilateralismus ein weiterer Weg ist, um Chinas Einfluss entgegenzuwirken und die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Zentralasien zu stärken. Da China in der Region überwiegend unilateral agiert, könnte ein multilaterales Vorgehen mit den zentralasiatischen Ländern auch dem US-Image zugutekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl die neue Biden-Administration kein besonders großes Interesse an Zentralasien zeigt, entwickelt sich die US-zentralasiatische Zusammenarbeit stärker als im vorigen Jahrzehnt. Auch die Herangehensweise ist nicht dieselbe, denn Bildung und Umweltschutz scheinen an die Stelle des früher sehr ausgeprägten militärischen Engagements zu treten. So scheint der Schlüssel zu einer künftig starken Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und Zentralasien scheint in der Ausnutzung der Unzulänglichkeiten Russlands und Chinas, Soft Power und Diskussionen zu liegen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Leonard Dillies<br>Journalist für Novastan France</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/kirghizstan/joe-biden-un-souffle-nouveau-dans-la-relation-etats-unis-asie-centrale/">Französischen</a> von Florian Coppenrath</strong></p>


<p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/bringt-joe-biden-neuen-schwung-in-den-beziehungen-zwischen-den-usa-und-zentralasien/">Bringt Joe Biden neuen Schwung in den Beziehungen zwischen den USA und Zentralasien?</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/kasachstan/bringt-joe-biden-neuen-schwung-in-den-beziehungen-zwischen-den-usa-und-zentralasien/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alle zentralasiatischen Präsidenten bei der Siegesparade in Moskau</title>
		<link>https://novastan.org/de/kasachstan/alle-zentralasiatischen-praesidenten-bei-der-siegesparade-in-moskau/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/kasachstan/alle-zentralasiatischen-praesidenten-bei-der-siegesparade-in-moskau/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Coppenrath]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2020 05:20:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Moskau]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Tag des Sieges]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=22195</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die zentralasiatischen Pr&#xE4;sidenten wurden zu der am 24. Juni geplanten Siegesparade in Moskau eingeladen. Anl&#xE4;sslich des 75. Jahrestags des Sieges &#xFC;ber die Nationalsozialisten soll den L&#xE4;ndern Zentralasiens ein wichtiger Platz einger&#xE4;umt werden, als Symbol ihrer gegenw&#xE4;rtigen politischen Ann&#xE4;herung mit Russland. Am 10. Juni best&#xE4;tigte der Pressesekret&#xE4;r des russischen Pr&#xE4;sidenten, Dmitri Peskow, dass alle f&#xFC;nf L&#xE4;nder [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/alle-zentralasiatischen-praesidenten-bei-der-siegesparade-in-moskau/">Alle zentralasiatischen Präsidenten bei der Siegesparade in Moskau</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Die zentralasiatischen Präsidenten wurden zu der am 24. Juni geplanten Siegesparade in Moskau eingeladen. Anlässlich des 75. Jahrestags des Sieges über die Nationalsozialisten soll den Ländern Zentralasiens ein wichtiger Platz eingeräumt werden, als Symbol ihrer gegenwärtigen politischen Annäherung mit Russland.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Am 10. Juni bestätigte der Pressesekretär des russischen Präsidenten, <a href="https://www.dekoder.org/de/gnose/dimitri-peskow">Dmitri Peskow</a>, dass alle fünf Länder Zentralasiens bei der Moskauer Parade anlässlich des 75. Jahrestages des Sieges über die Nationalsozialisten vertreten sein werden: „<em>Wir haben die Bestätigung von Kasachstan, Kirgistan, Moldawien, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan; auch Serbien, Kroatien, Abchasien und Südossetien haben ihre Teilnahme bestätigt</em>“, erklärte er <a href="https://ria.ru/20200610/1572740254.html">laut Ria.ru</a>.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></p>
<p style="text-align: justify">Insgesamt 12 ausländische Staats- und Regierungschefs haben bereits ihren Besuch der Zeremonie bestätigt, so der russische Außenminister <a href="https://www.dekoder.org/de/gnose/sergej-lawrow-aussenminister-russland">Sergej Lawrow</a>, zitiert von der Presseagentur <a href="https://tass.ru/obschestvo/8707149">Tass</a>. Die endgültige Zahl der vertretenen Länder ist noch nicht bekannt. Eine Reihe weiterer Führungspersönlichkeiten haben eine Einladung erhalten, und eine Bestätigung von ihnen wird „jeden Tag“ erwartet, sagte Peskow.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Eine lang erwartete Parade </strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Parade zum 75. „<a href="https://www.dekoder.org/de/gnose/tag-des-sieges">Tag des Sieges</a>“, so der russische Name des Feiertags, sollte in den meisten ehemaligen Sowjetrepubliken ein besonderes Ereignis werden. Die normalerweise am 9. Mai gefeierte Parade wurde jedoch in den meisten Ländern wegen der Covid-19 Pandemie abgesagt.</p>
<p style="text-align: justify">Nur <a href="https://novastan.org/fr/turkmenistan/le-turkmenistan-organise-un-defile-militaire-pour-celebrer-la-fin-de-la-seconde-guerre-mondiale-une-premiere-depuis-1991/">Turkmenistan</a> und <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/belarus-militaerparade-105.html">Belarus</a> haben beschlossen, den ursprünglichen Termin beizubehalten. Das Ereignis war in Turkmenistan besonders wichtig, weil es die erste Siegesparade war, die das Land seit seiner Unabhängigkeit organisiert hat.</p>
<p style="text-align: justify">Auch in Russland war die Parade verschoben worden. Am 26. Mai ordnete der Präsident <a href="https://putin.dekoder.org/person">Wladimir Putin</a> die Vorbereitung für den 24. Juni an, berichtete <a href="https://uz.sputniknews.ru/politics/20200601/14264891/Emomali-Rakhmon-priedet-na-parad-Pobedy-v-Moskvu.html">das russische Auslandsmedium Sputnik</a>. Das neue Datum entspricht dem Jahrestag der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Moskauer_Siegesparade_von_1945">Parade auf dem Roten Platz</a> im Jahr 1945.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Besonders symbolische Einladungen</strong></p>
<p style="text-align: justify">Sehr bald nachdem die Paraden verschoben wurden, rief Putin persönlich mehrere politische Vertreter der zentralasiatischen Länder an. Diese Aktion veranschaulicht die seit mehreren Jahren laufende Annäherung zwischen Moskau und den Ländern Zentralasiens.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-und-russland-verwischen-grenzen/">Kasachstan und Russland verwischen die Grenzen</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Der kasachstanische Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qassym-Schomart_Toqajew">Qasym-Jomart Toqaev</a> und Putin führten am 26. Mai ein <a href="https://www.akorda.kz/ru/events/international_community/phone_calls/telefonnyi-razgovor-s-prezidentom-rossiiskoi-federacii-vladimirom-putinym-39">Telefongespräch</a>, in dem die Parteien unter anderem die epidemiologische Situation und aktuelle Fragen der bilateralen Zusammenarbeit innerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion erörterten. Am Ende des Gesprächs lud Putin den Präsidenten Kasachstans ein, als Ehrengast an der Siegesparade teilzunehmen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Das Coronavirus befällt die kirgisische Delegation</strong></p>
<p style="text-align: justify">Streitkräfte aus mehreren eingeladenen Ländern werden in Moskau an der Seite des russischen Militärs marschieren. Dazu gehören Serbien, Belarus und Kirgistan. Am 28. Mai nahm der kirgisische Präsident <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/dscheenbekow-und-seine-familie-das-ist-uber-den-zukunftigen-prasidenten-bekannt/?noredirect=de_DE">Sooronbai Dscheenbekow</a> die Einladung des russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Parade an. Der russische Verteidigungsminister <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sergei_Kuschugetowitsch_Schoigu">Sergej Schoigu</a> lud daraufhin die Nationalgarde der kirgisischen Streitkräfte zum Marsch auf den Roten Platz ein, so <a href="https://fergana.site/news/118794/">Fergana News</a>.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p></p>
<p style="text-align: justify">Bei einer medizinischen Untersuchung vor dem Flug nach Moskau wurden jedoch zehn Soldaten der kirgisischen Nationalgarde positiv auf das Coronavirus getestet, berichtet die kirgisische Onlinezeitung <a href="https://kaktus.media/doc/414946_boycy_nacgvardii_kyrgyzstana_zarazilis_covid_19._na_parad_pobedy_poedyt_drygie.html">Kaktus</a>. Um keine gesundheitlichen Risiken einzugehen, wurde die kirgisische Nationalgarde vollständig ersetzt. Ein Reserveparadeteam, bestehend aus 79 weiteren Soldaten, wird als Ersatz entsandt.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Tanguy Martignolles </strong><br />
<strong>Journalist für Novastan </strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Französischen von Florian Coppenrath</strong></p>
<p><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/alle-zentralasiatischen-praesidenten-bei-der-siegesparade-in-moskau/">Alle zentralasiatischen Präsidenten bei der Siegesparade in Moskau</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/kasachstan/alle-zentralasiatischen-praesidenten-bei-der-siegesparade-in-moskau/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vierte World Nomad Games auf 2021 verschoben</title>
		<link>https://novastan.org/de/kirgistan/vierte-world-nomad-games-auf-2021-verschoben/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/kirgistan/vierte-world-nomad-games-auf-2021-verschoben/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2020 08:46:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[World Nomad Games]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=21922</guid>

					<description><![CDATA[<p>Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurden die Nomadischen Weltspiele, die im Herbst 2020 stattfinden sollten, auf 2021 verschoben. Nach drei von Kirgistan organisierten Ausgaben soll die zunehmend erfolgreiche Veranstaltung zum ersten Mal in der T&#xFC;rkei stattfinden. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurde die vierte Auflage der Nomadischen Weltspiele, die im Herbst stattfinden sollte, auf 2021 [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/vierte-world-nomad-games-auf-2021-verschoben/">Vierte World Nomad Games auf 2021 verschoben</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurden die Nomadischen Weltspiele, die im Herbst 2020 stattfinden sollten, auf 2021 verschoben. Nach drei von Kirgistan organisierten Ausgaben soll die zunehmend erfolgreiche Veranstaltung zum ersten Mal in der Türkei stattfinden.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Aufgrund der <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/coronavirus-in-zentralasien-erste-schritte-aus-der-quarantaene/?noredirect=de_DE">Coronavirus-Pandemie</a> wurde die vierte Auflage der <a href="http://worldnomadgames.com/en/">Nomadischen Weltspiele</a>, die im Herbst stattfinden sollte, auf 2021 verschoben. Die Veranstaltung, deren erste drei Ausgaben in <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/">Kirgistan </a>stattfanden, soll in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bursa">Bursa</a> (Türkei) stattfinden. Laut <a href="https://rus.azattyq.org/a/30613269.html">Radio Azattyk</a>, dem kirgisischen Zweig des amerikanischen Radio Free Europe, wurde die Verschiebung am 14. Mai offiziell von der kirgisischen Agentur für Jugend und Sport bekannt gegeben.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></p>
<p style="text-align: justify">Die Nomadischen Weltspiele, eine Art Olympische Steppenspiele, sind ein Wettbewerb, der den traditionellen ethnischen Sportarten der Nomaden Zentralasiens gewidmet ist. Sie wurden zum ersten Mal 2014 auf Initiative Kirgistans organisiert und waren in den nächsten beiden Ausgaben 2016 und 2018 zunehmend erfolgreich. Die kasachstanische <a href="https://dknews.kz/inner-news.php?id_cat=22&amp;id=91998&amp;utm_source=twitter.com&amp;utm_medium=social&amp;utm_campaign=statement-of-the-secretary-general-baghd&amp;utm_content=39803129">DKNews.kz</a> erinnert, dass die Türkei anlässlich des 6. Gipfeltreffens des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCrkischer_Rat">Türkischen Rates</a> im September 2018 mit der Organisation der Spiele 2020 betraut wurde.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>&#8222;Die Kultur der turksprachigen Völker in der Welt bekannt machen&#8220;</strong></p>
<p style="text-align: justify">Am 15. Mai bestätigte der Generalsekretär des türkischen Rates, Baghdad Amreyew, in einer von der türkischen Nachrichtenagentur <a href="https://www.aa.com.tr/en/sports/4th-world-nomad-games-postponed-amid-coronavirus/1841690">Anadolu</a> übermittelten Erklärung die Verschiebung. Der 2009 ins Leben gerufene Rat, der bei der Organisation der Veranstaltung mitwirkt, bringt die Türkei, Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgistan und Usbekistan zusammen. Der Generalsekretär des Rates bedauerte die Tatsache, dass trotz &#8222;<em>der laufenden Vorbereitungen in der Türkei in Zusammenarbeit mit den anderen Mitgliedstaaten und dem Sekretariat des türkischen Rates die vierte Auflage der Spiele wegen der Coronavirus-Pandemie auf 2021 verschoben werden musste</em>&#8222;.</p>
<p style="text-align: justify">Amreyew betonte zusätzlich noch einmal die Bedeutung dieser Spiele für die Erhaltung der nomadischen Kultur und Traditionen: &#8222;<em>Die Spiele sind sehr nützlich, um die Welt mit der alten Kultur und den Traditionen der Turkvölker bekannt zu machen</em>&#8222;, sagte er. Die Veranstaltung ist auch eine Gelegenheit, Athleten aus der ganzen Welt zusammenzubringen. An der letzten Ausgabe nahmen 82 Länder teil. Für Amreyew sind &#8222;<em>die Nomadischen Weltspiele eine unglaubliche Feier der Vielfalt und des interkulturellen Dialogs. Sie unterstreichen die einzigartige Kraft des Sports, verschiedene Gemeinschaften unter einem Banner zusammenzubringen&#8220;.&#8220;</em></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/world-nomad-games-2018-wir-haben-es-im-blut/?noredirect=de_DE">World Nomad Games 2018: “Wir haben es im Blut”</a></p>
<p style="text-align: justify">Eine Gefährdung der Gesundheit der Athleten kommt unter den gegenwärtigen Umständen jedoch nicht in Frage. Die Entscheidung zur Verschiebung wurde daher in Absprache mit Kirgistan getroffen. Der Generalsekretär des Türkischen Rates ist &#8222;<em>überzeugt, dass die Spiele 2021 in der Türkei in einer Weise stattfinden werden, die des gemeinsamen Erbes der <a title="" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Turksprachen">turksprachigen</a> Staaten und Völker würdig ist. Das Sekretariat des Türkischen Rates wird, wie bereits in früheren Ausgaben, seinen Beitrag zum reibungslosen Ablauf der Veranstaltung leisten</em>&#8222;.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Kirgistan zögert, &#8222;seine&#8220; Spiele auszuleihen</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Organisation dieser Spiele ist für die Türkei von großer diplomatischer Bedeutung, da Kirgistan erstmals akzeptierte, dass sie außerhalb seines Territoriums stattfinden. Tatsächlich wurden die ersten drei Ausgaben alle in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tscholponata">Tscholpon-Ata</a> ausgerichtet, einer Stadt am Nordufer des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Yssykk%C3%B6l">Issyk-Kul-Sees</a> im Osten des Landes. Für dieses kleine zentralasiatische Land ist ein solches Ereignis eine Quelle des Nationalstolzes und ein beispielloses Werbe-Schaufenster, das Zehntausende von Touristen und Hunderte von Journalisten aus der ganzen Welt anzieht. Anlässlich der dritten Ausgabe im September 2018 erklärte der kirgisische Präsident <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/dscheenbekow-und-seine-familie-das-ist-uber-den-zukunftigen-prasidenten-bekannt/">Sooronbai Dscheenbekow</a>, dass das Ereignis &#8222;<em>der Welt die großartige Kultur der alten Nomadenvölker und ihre Werte</em>&#8220; sowie die &#8222;<em>einzigartige Schönheit</em>&#8220; des Landes offenbart habe.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/succes-des-deuxiemes-jeux-nomades-et-apres/?noredirect=de_DE">Erfolg der zweiten Nomadenspiele – und danach?</a></p>
<p style="text-align: justify">In diesem Zusammenhang ist es leicht zu verstehen, dass Kirgistan seit einigen Jahren zögert, die Spiele in einem Drittland abzuhalten. So wurde nach Angaben der kirgisischen Agentur <a href="https://24.kg/english/95632_Sooronbai_Jeenbekov_informs_about_conditions_of_holding_WNG_in_Turkey/">24.kg</a> schließlich die Türkei als Gastland für die vierte Auflage unter der Bedingung ausgewählt, dass die kirgisische &#8222;Vaterschaft&#8220; anerkannt und bewahrt werde. &#8222;<em>Kirgistan ist an der weltweiten Förderung der Nomadischen Weltspiele in Übereinstimmung mit den Regeln, der Philosophie und den Zielen Kirgistans interessiert</em>&#8222;, sagte der kirgisische Präsident im September 2018.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kasachstan-und-kirgistan-streiten-um-koek-boerue/?noredirect=de_DE">Kasachstan und Kirgistan streiten um Kök-Börü</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Zurückhaltung Kirgisistans wurde kürzlich durch die Kontroverse um die Regeln von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Buzkaschi">Kök-Börü</a>, dem Vorzeige-Ereignis der Nomadischen Weltspiele, deutlich. Kök-Börü ist, ähnlich wie das afghanische Buskatschi, ein Spiel, bei dem zwei Mannschaften von Reitern um einen kopflosen Ziegenkadaver kämpfen, der im Tor der gegnerischen Mannschaft (dem &#8222;Kasan Tai&#8220;) platziert werden muss. Die Spielregeln wurden weitgehend von Kirgistan festgelegt, da andere Länder in der Regel keinen &#8222;Kasan Tai&#8220; verwenden. Tatsächlich stand 2019 die Frage der Spielregeln im Mittelpunkt eines <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kasachstan-und-kirgistan-streiten-um-koek-boerue/?noredirect=de_DE">Streits zwischen Kirgistan und Kasachstan</a>, wobei Kirgistan drohte, nicht an den Weltmeisterschaften teilzunehmen, wenn seine eigenen Regeln nicht anerkannt würden. So wird das Kök-börü-Turnier der Nomaden-Weltspiele 2021 laut <a href="https://24.kg/english/143352__Presidents_of_Kyrgyzstan_and_Turkey_discuss_World_Nomad_Games_by_phone/">24,kg</a> nach den Regeln des kirgisischen Verbandes ausgetragen.</p>
<p><figure id="attachment_21925" aria-describedby="caption-attachment-21925" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-21925" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/05/Kok-Boru-1-1024x683.jpeg" alt="Nomaden Welstpiele 2018 Finale" width="1024" height="683" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/05/Kok-Boru-1-1024x683.jpeg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/05/Kok-Boru-1-1024x683-300x200.jpeg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/05/Kok-Boru-1-1024x683-768x512.jpeg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/05/Kok-Boru-1-1024x683-128x86.jpeg 128w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-21925" class="wp-caption-text">Das Kök-Börü Finale zwischen Kasachstan und Kirgistan während der World Nomad Games 2018.</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Zunehmend erfolgreiche Nomadische Spiele</strong></p>
<p style="text-align: justify">Seit ihrer Gründung haben die Nomadischen Weltspiele ihre Popularität stark gesteigert. Im September 2014 kamen bei der ersten Ausgabe der Spiele 583 Athleten aus 19 Ländern für eine Woche zusammen. Das Programm umfasste zehn Wettbewerbe, hauptsächlich Reiterspiele, Ringkampfturniere sowie die Turniere von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Togyz_kumalak">Togyz Kumalak</a> und <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Shagai">Tschükkö</a>, zwei traditionelle kirgisische Spiele.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p></p>
<p style="text-align: justify">Nachdem die Veranstaltung ein echter Erfolg war, wurde im September 2016 eine zweite, ehrgeizigere Ausgabe organisiert. 1.200 Personen, die 62 Nationen vertraten, nahmen an einer der 23 angebotenen Veranstaltungen teil. Die Spiele wurden von 40.000 Menschen besucht und kosteten den kirgisischen Staat schätzungsweise 320 Milliarden Som (etwa 3,9 Millionen Euro).</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/ein-fest-fur-privilegierte-wie-sich-die-world-nomad-games-in-zwei-jahren-veranderten/?noredirect=de_DE">Ein Fest für Privilegierte: Wie sich die World Nomad Games in zwei Jahren veränderten</a></p>
<p style="text-align: justify">Trotz der Kritik an der Finanzierung der Veranstaltung in einem Land, das mit ernsthaften sozioökonomischen Problemen zu kämpfen hat, fand im September 2018 eine dritte Auflage statt. Fast 2.000 Athleten, die 82 Nationen repräsentierten, nahmen an 37 Sportveranstaltungen teil. Kirgistan war mit 103 Medaillen, darunter 40 Goldmedaillen, ein starker Anwärter auf den Medaillen-Besten.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Quentin Couvreur</strong><br />
<strong>Redakteur für Novastan auf Französisch</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Französischen von Arnaud Enderlin</strong></p>
<p><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/vierte-world-nomad-games-auf-2021-verschoben/">Vierte World Nomad Games auf 2021 verschoben</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/kirgistan/vierte-world-nomad-games-auf-2021-verschoben/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
