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	<title>Handel Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Tue, 10 Feb 2026 19:19:35 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Handel Archives</title>
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		<title>Mit wem hat Tadschikistan Freihandelsabkommen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2026 19:19:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Freihandel]]></category>
		<category><![CDATA[GUS]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie viele andere L&#xE4;nder auf der ganzen Welt hat auch Tadschikistan eine Reihe von Freihandelsabkommen geschlossen. Doch was wird mit wem zu reduzierten Z&#xF6;llen gehandelt? Asia-Plus liefert einen &#xDC;berblick. Im Laufe seiner staatlichen Unabh&#xE4;ngigkeit hat Tadschikistan mit zahlreichen L&#xE4;ndern Freihandels- und Pr&#xE4;ferenzabkommen abgeschlossen. Diese Vereinbarungen sollen den Au&#xDF;enhandel erleichtern, Z&#xF6;lle senken und die au&#xDF;enwirtschaftlichen Beziehungen [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie viele andere Länder auf der ganzen Welt hat auch Tadschikistan eine Reihe von Freihandelsabkommen geschlossen. Doch was wird mit wem zu reduzierten Zöllen gehandelt? Asia-Plus liefert einen Überblick.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe seiner staatlichen Unabhängigkeit hat Tadschikistan mit zahlreichen Ländern Freihandels- und Präferenzabkommen abgeschlossen. Diese Vereinbarungen sollen den Außenhandel erleichtern, Zölle senken und die außenwirtschaftlichen Beziehungen des Landes stärken. Fachleute sehen darin einen wichtigen Hebel für das Wachstum von Exporten und die bessere Einbindung Tadschikistans in regionale und internationale Märkte.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Ein <a href="https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/lexikon-der-wirtschaft/19333/freihandel/">Freihandelsabkommen</a> bedeutet dabei keineswegs die vollständige Abschaffung aller Handelshemmnisse. Häufig wird darunter eine völlige Zollfreiheit verstanden, tatsächlich bleiben jedoch selbst in stark integrierten Wirtschaftsräumen Ausnahmen bestehen. So gelten auch innerhalb der <a href="https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/das-junge-politik-lexikon/320152/eu-europaeische-union/">Europäischen Union</a> oder der <a href="https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/das-europalexikon/176830/eurasische-wirtschaftsunion/">Eurasischen Wirtschaftsunion</a> weiterhin Einschränkungen für sensible Waren, etwa im Agrarbereich, sowie nationale Anforderungen wie Zertifizierungen, Umwelt- und Sicherheitsstandards. Freihandelsabkommen reduzieren Zölle und vereinfachen Handelsverfahren, beseitigen sie aber nicht vollständig und gelten oft nur für bestimmte Warenkategorien.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Freihandel innerhalb der GUS</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zentrale Rolle spielt für Tadschikistan das Abkommen über die Freihandelszone innerhalb der <a href="https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/das-europalexikon/177006/gemeinschaft-unabhaengiger-staaten-gus/">Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS)</a>. Es erleichtert den Handel mit Russland, Belarus, Kasachstan, Kirgistan, Armenien, Moldau sowie teilweise mit Usbekistan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen dieses Abkommens können Waren zwischen den teilnehmenden Staaten weitgehend zollfrei gehandelt werden, was tadschikischen Exporten einen kostengünstigeren Marktzugang ermöglicht. Gleichzeitig handelt es sich nicht um ein einheitliches Zollgebiet: Die GUS-Staaten behalten ihre eigene Zollpolitik gegenüber Drittländern bei, und für einzelne Waren gelten weiterhin Ausnahmen oder zusätzliche Schutzmaßnahmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/aus-kohle-mach-kohle-bluehen-tadschikistan-bald-millionengewinne-durch-kohlenstoffprojekten/">Aus Kohle mach Kohle: Tadschikistan hofft auf Millionengewinne durch Kohlenstoffprojekte</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Über den Warenhandel hinaus ist Tadschikistan auch am GUS-Freihandelsabkommen für Dienstleistungen und Investitionen beteiligt. Dieses schafft günstigere Bedingungen für grenzüberschreitende Dienstleistungen und soll Investitionen innerhalb der Region fördern, insbesondere bei gemeinsamen Geschäfts- und Infrastrukturprojekten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Bilaterale Freihandelsabkommen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben unterhält Tadschikistan eine Reihe bilateraler Freihandelsabkommen. Mit Russland besteht seit den 1990er Jahren ein <a href="http://www.old.e-cis.info/page.php?id=22693">Abkommen</a>, das die Abschaffung von Zöllen auf ausgewählte Waren vorsieht. Welche Produkte davon profitieren, wird regelmäßig in Protokollen festgelegt; unter bestimmten Voraussetzungen können auch Waren mit Anteilen aus Drittländern zollfrei gehandelt werden. Mit Usbekistan gilt seit 1996 ein <a href="https://lex.uz/docs/2552943">Freihandelsabkommen</a>, das Vorzugsbedingungen für den Handel mit bestimmten Gütern wie Agrarprodukten und Industrieanlagen schafft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/duschanbe-baut-seine-strategische-partnerschaft-mit-china-aus/">Tadschikistan baut seine strategische Partnerschaft mit China aus</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres <a href="https://treaty.mfa.gov.cn/tykfiles/20180718/1531876983669.pdf">wichtiges Abkommen</a> besteht mit China. Es trat 2011 in Kraft und sieht Zollsenkungen für ausgewählte Waren vor, darunter Industrieanlagen, Textilien sowie einige landwirtschaftliche Waren und Lebensmittelprodukte, die für beide Länder von Bedeutung sind. Ebenfalls auf einzelne Warengruppen beschränkt sind die <a href="http://portali-huquqi.tj/publicadliya/view_qonunhoview.php?showdetail=&amp;asosi_id=25710">Vereinbarungen</a> mit Turkmenistan, die unter anderem Agrarprodukte, Baumaterialien und petrochemische Erzeugnisse betreffen, sowie mit Kirgistan, wo <a href="https://prg.kz/m/amp/document/30271368/">Zollerleichterungen</a> für Agrar- und Industriegüter sowie Produkte aus Maschinenbau und Energiesektor gelten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch mit Iran unterhält Tadschikistan seit 2011 ein <a href="https://toptj.com/news/2011/1/20/podpisan_memorandum_o_sotrudnichestve_mezhdu_tpp_tadzhikistana_i_irana">Freihandelsabkommen</a>. Es umfasst unter anderem Agrarprodukte, Textilien und Metallerzeugnisse. Das wichtigste Importgut aus dem Iran bleibt Erdölbitumen; für 2025 wird das Importvolumen auf rund 15,4 Millionen US-Dollar geschätzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zusammenarbeit im Rahmen der ECO</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich engagiert sich Tadschikistan in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit innerhalb der <a href="https://eco.int/">Economic Cooperation Organization (ECO)</a>, zu deren Mitgliedern unter anderem Iran, Pakistan, die Türkei, Turkmenistan, Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan und Afghanistan gehören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das dort geltende Präferenzhandelsabkommen eröffnet Möglichkeiten zur Senkung von Zöllen und soll den regionalen Handel stärken. Perspektivisch könnte es auch als Grundlage für weitergehende Freihandelsregelungen dienen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Pajraw Tschorschanbijew für Asia-Plus</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/economic/20260126/s-kem-tadzhikistan-nahoditsya-v-rezhime-svobodnoi-torgovli">Russischen</a> von Margaret Bullich</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<title>Kleine schneebedeckte Berge</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Dec 2025 04:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf der Alm Khodzha-Obigarm in Tadschikistan reflektieren kleine, unber&#xFC;hrte Erhebungen das klare Sonnenlicht. Auf einem ausgebreiteten Tuch warten sie auf den n&#xE4;chsten Kunden. Diese kommen, um sich mit Kurut einzudecken, einer sonnengetrockneten K&#xE4;sespezialit&#xE4;t, die lange haltbar ist. Dieser schmackhafte Snack wird in ganz Zentralasien verzehrt und hat sogar einem der tadschikischen Nationalgerichte seinen Namen gegeben: [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Auf der Alm Khodzha-Obigarm in Tadschikistan reflektieren kleine, unberührte Erhebungen das klare Sonnenlicht. Auf einem ausgebreiteten Tuch warten sie auf den nächsten Kunden. Diese kommen, um sich mit <strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kurut-die-weissen-steine-die-gegen-hunger-helfen/?noredirect=de-DE">Kurut </a></strong>einzudecken, einer sonnengetrockneten Käsespezialität, die lange haltbar ist. Dieser schmackhafte Snack wird in ganz Zentralasien verzehrt und hat sogar einem der tadschikischen Nationalgerichte seinen Namen gegeben: Kurutob.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Foto : <a href="https://nomadsland.travel/fr/before-you-go/blog/mon-beau-jailoo">Pierre-Armand Dussex</a></strong> (<strong><a href="https://www.nomadsland.travel/fr/before-you-go/tajikistan/historical-site/fortress-hissor">nomadsland.travel</a></strong>, Schweiz)</p>


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		<title>Patchworks</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Dec 2025 04:30:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#xDC;ber einen Stapel bestickter Stoffe, sogenannte Suzani, gebeugt, richtet ein Mann in einer Weste mit Atlasmustern seinen Laden in der Stadt Buchara in Usbekistan her. Buchara war einst eine wichtige Station an der Seidenstra&#xDF;e und geh&#xF6;rte zu den gro&#xDF;en Handelszentren Zentralasiens. An der Kreuzung der Hauptverkehrsadern der Altstadt befanden sich &#xFC;berdachte Einkaufspassagen, sogenannte T&#xE2;q, von [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Über einen Stapel bestickter Stoffe, sogenannte <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Suzani">Suzani</a></strong>, gebeugt, richtet ein Mann in einer Weste mit Atlasmustern seinen Laden in der Stadt <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Buxoro">Buchara</a></strong> in Usbekistan her. Buchara war einst eine wichtige Station an der <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Seidenstra%C3%9Fe">Seidenstraße</a></strong> und gehörte zu den großen Handelszentren Zentralasiens. An der Kreuzung der Hauptverkehrsadern der Altstadt befanden sich überdachte Einkaufspassagen, sogenannte Tâq, von denen heute noch drei erhalten sind: Tâq-e Zargarân (die Kuppel der Juweliere), Tâq-e Telpaq-Forushân (die Kuppel der Hutmacher) und Tâq-e Sarrafân (die Kuppel der Geldwechsler). Diese Markthallen wurden in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts unter der Dynastie der <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schaibaniden">Schaybaniden</a></strong> erbaut und haben die Architektur der Altstadt nachhaltig geprägt. Heute sind sie ein Anziehungspunkt für Touristen, die dort mehr oder weniger authentische Souvenirs kaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Foto : Etienne de Vaumas (Frankreich) </p>


<p><a style="color: #f57d20; text-decoration: underline;" href="https://www.novastan.org/de/cat/bild-des-tages/">Hier</a> geht’s zu mehr Bildern des Tages. Sie können einige davon kaufen und zu Hause empfangen: <span style="color: #ff6600;"><a style="color: #ff6600;" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/du-kannst-das-bild-des-tages-von-novastan-auch-kaufen/">hier ist die Liste</a></span>! Wenn Sie Ihr Bild nicht in der Liste finden, schicken Sie uns eine E-Mail an <span style="text-decoration: underline;"><a href="mailto:photo@novastan.org">photo@novastan.org</a></span>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Schafhandel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2025 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
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		<category><![CDATA[Zentralasien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der kalten Jahreszeit sind die Schafe, die auf dem Markt gehandelt werden, dank ihrer Wolle vor den kalten Temperaturen Karakols gesch&#xFC;tzt. Foto: Davide Pilloni&#xA0;(@flip_khan, Italien)</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/bild-des-tages/handel-ueber-schafe/">Schafhandel</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In der kalten Jahreszeit sind die Schafe, die auf dem Markt gehandelt werden, dank ihrer Wolle vor den kalten Temperaturen <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karakol" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Karakols</a> </strong>geschützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Foto: Davide Pilloni</strong>&nbsp;(@flip_khan, <strong>Italien</strong>)</p>


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		<item>
		<title>Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenka zu Besuch in Usbekistan</title>
		<link>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/der-belarussische-praesident-alexander-lukaschenka-zu-besuch-in-usbekistan/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mtoustou]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Mar 2024 13:35:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Lukaschenka]]></category>
		<category><![CDATA[Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Shavkat Mirziyoyev]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der belarussische Pr&#xE4;sident Alexander Lukaschenka hat Usbekistan einen offiziellen Staatsbesuch abgestattet. Der Austausch mit seinem Amtskollegen Shavkat Mirziyoyev in Taschkent drehte sich um eine St&#xE4;rkung der bilateralen Beziehungen, insbesondere in &#xF6;konomischer, kultureller und kommerzieller Hinsicht. Der offizielle Besuch des belarussischen Pr&#xE4;sidenten Alexander Lukaschenka in Usbekistan vom 7. bis zum 10. Februar 2024 war gepr&#xE4;gt von [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenka hat Usbekistan einen offiziellen Staatsbesuch abgestattet. Der Austausch mit seinem Amtskollegen Shavkat Mirziyoyev in Taschkent drehte sich um eine Stärkung der bilateralen Beziehungen, insbesondere in ökonomischer, kultureller und kommerzieller Hinsicht.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der offizielle Besuch des belarussischen Präsidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aljaksandr_Lukaschenka">Alexander Lukaschenka</a> in Usbekistan vom 7. bis zum 10. Februar 2024 war <a href="https://president.gov.by/en/events/oficialnyy-vizit-v-uzbekistan-1707326991">geprägt</a> von einer Willkommenszeremonie und informellen Aktivitäten der beiden Präsidenten, wie dem gemeinsamen Besuch eines Eishockeyspiels. Das Hauptziel <a href="https://president.uz/ru/lists/view/7015">des Treffens</a> war jedoch die Vertiefung ökonomischer, politischer und kultureller Beziehungen zwischen den Staaten, insbesondere im Zusammenhang mit <a href="https://www.consilium.europa.eu/de/policies/sanctions/restrictive-measures-against-belarus/">westlichen Sanktionen</a> gegen Belarus im Lichte des Krieges in der Ukraine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die westlichen Sanktionen, insbesondere von der Europäischen Union verhängt, üben erheblichen Druck auf die belarussische Volkswirtschaft aus und veranlassten die Führung, alternative Handelsmöglichkeiten zu erkunden. Usbekistan hat sich mit seinem rapide wachsenden ökonomischen Potenzial im Zuge dieser Neuorientierung zu einem wichtigen strategischen Partner entwickelt.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shavkat_Mirziyoyev">Shavkat Mirziyoyev</a> in Taschkent griffen diverse Aspekte von Handel über Wirtschaft bis zu Kultur auf. Beide Präsidenten bekundeten ihren Willen, den Handel innerhalb von zwei Jahren auf eine Milliarde US-Dollar (925 Millionen Euro) auszuweiten. Dies soll beispielsweise mittels einer Ausweitung der Kooperation im Agrar-, Bildungs-, Tourismus- und Wohnungsbausektor geschehen, wie <a href="https://timesca.com/lukashenko-uzbekistan-trade/">Times of Central Asia</a> schreibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Staatsbesuch fand zeitgleich mit einer Sitzung des Geschäftsrats in Taschkent statt. Zuvor hatte eine usbekische Delegation Belarus besucht und die usbekisch-belarussischen Verflechtungen gelobt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Eine diplomatische und wirtschaftliche Renaissance</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen der beiden Länder erfahren eine Renaissance und beenden nach Einschätzung der <a href="https://jamestown.org/program/belarus-and-uzbekistan-proclaim-a-new-chapter-in-relations/">Jamestown Foundation</a> mehrere Jahrzehnte diplomatischen Stillstands. Die 1993 initiierten bilateralen Beziehungen der Staaten nahmen keine signifikanten Entwicklungen während der Präsidentschaft <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Islom_Karimov">Islom Karimovs</a> von 1991 bis 2016. Seit dem Amtsantritt Shavkat Mirziyoyevs wurden jedoch umfassende Reformen eingeleitet und brachte Usbekistan so wieder auf den politischen und kommerziellen Radar Belarus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit den gegenseitigen Besuchen der Präsidenten 2018 und 2019 lässt sich die neuerliche Annäherung eindeutig feststellen. Seither wurden mehr als 30 Abkommen in verschiedenen Bereichen unterzeichnet. Nach Angaben des usbekischen Mediums <a href="https://uz.kursiv.media/2024-02-08/uzbekistan-i-belarus-uvelichili-obem-torgovli-v-tri-raza/">Kursiv</a> vergrößerte sich das bilaterale Handelsvolumen substantiell und überschritt 2023 den Wert von 620 Millionen US-Dollar (573 Millionen Euro), was einen Anstieg von 340 Prozent gegenüber 2017 darstellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/welche-schluesse-kann-zentralasien-aus-den-protesten-in-belarus-ziehen/">Welche Schlüsse kann Zentralasien aus den Protesten in Belarus ziehen?</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die positive Dynamik der bilateralen Beziehungen wurde durch den geostrategischen Wandel in Eurasien verstärkt, insbesondere nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine. Westliche Sanktionen motivierten Belarus zur Suche nach anderen Handelspartnern über Russland hinaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://review.uz/en/post/infografika-torgovlya-uzbekistana-s-belarusyu-za-2023-god">Review.uz</a> stellt fest, dass der Anstieg mit einem signifikanten Handelsüberschuss auf Seiten von Belarus einhergeht. So exportierte das Land Waren im Wert von 501,1 Millionen US-Dollar (462,7 Millionen Euro) nach Usbekistan, während es nur 119 Millionen US-Dollar (110 Millionen Euro) importierte. Gleichermaßen stiegen die belarussischen Direktinvestitionen in Usbekistan seit 2020 um mehr als 300 Prozent an und umfassen laut <a href="https://daryo.uz/en/2024/02/08/uzbekistan-belarus-trade-turnover-skyrockets-34-times-to-6201mn?utm=tg-en">Daryo.uz</a> nun 18,2 Millionen US-Dollar (16,8 Millionen Euro), schwerpunktmäßig im Textil-, Leder-, Pharmazie- und Landmaschinensektor. Die Zusammenarbeit im Bildungssektor wuchs ebenfalls: Während 2019 lediglich 14 usbekische Studierende in Belarus eingeschrieben waren, wird laut dem <a href="https://cis.minsk.by/news/26899/uzbekistan_i_belarus_naraschivajut_mezhregionalnoe_sotrudnichestvo">Exekutivkomitee der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten</a> (GUS) 2024 mit nahezu 5000 Teilnehmenden in gemeinsamen Bildungsprogrammen gerechnet.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Verstärkte Ambitionen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Präsidenten betonten auch die Ausweitung logistischer Routen, Lieferketten, Zahlungssystemen sowie Produkt- und Energiemärkten. Außerdem <a href="https://president.uz/ru/lists/view/7015">einigten</a> sie sich auf die Gründung einer gemeinsamen Außenhandelsgesellschaft sowie die Einführung von Mechanismen zur Handelsförderung und eines elektronischen Systems zur Warenzertifizierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus ließ sich die usbekische Industrie- und Handelskammer in Minsk nieder, was der <a href="https://www.cci.by/en/o-palate/novosti/v-minske-otkroetsya-torgovyy-dom-torgovo-promyshlennoy-palaty-uzbekistana/">Belarussischen Industrie- und Handelskammer</a> zufolge eine Vereinfachung der Import-Export-Geschäfte der beiden Länder erleichtert. Um seine Präsenz im usbekischen Markt auszubauen, <a href="https://president.gov.by/ru/events/oficialnye-peregovory-s-prezidentom-uzbekistana-shavkatom-mirziyoevym">äußerte Minsk die Absicht</a>, Servicezentren zur schnelleren Instandhaltung diverser belarussischer Traktoren und Schwerfahrzeuge zu eröffnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein Tor zu anderen Märkten</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ekaterina Sergejewa, Vorsitzende der Abteilung für die Zusammenarbeit mit den GUS-Staaten im belarussischen Industrieministerium, führte gegenüber der belarussischen Presseagentur <a href="https://eng.belta.by/economics/view/industry-seen-as-priority-for-belarus-uzbekistan-cooperation-156131-2024/">BelTA</a> an, Belarus betrachte Usbekistan als „<em>Eintrittstor zum zentralasiatischen Markt</em>“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Belarus würde bestimmte Produkte ebenso gerne in Länder südlich von Usbekistan exportieren. Im Zuge des Staatsbesuchs diskutierten die Delegationen auch Möglichkeiten der Zusammenarbeit und des Austauschs mit Afghanistan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut <a href="https://www.belta.by/economics/view/belarus-i-uzbekistan-podpisali-dorozhnuju-kartu-sotrudnichestva-na-2024-2025-gody-614308-2024">BelTA</a> unterzeichneten die beiden Präsidenten einen Fahrplan für den Fortgang der belarussisch-usbekischen Kooperation in den Jahren 2024-2025, welcher die vereinbarten Elemente der bilateralen Kooperation festschreibt und Empfehlungen für Partnerschaften mit weiteren Staaten liefert.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Macha Toustou für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/ouzbekistan/president-bielorusse-alexandre-loukachenko-en-ouzbekistan/">Französischen</a> von Silvan Ergican</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/der-belarussische-praesident-alexander-lukaschenka-zu-besuch-in-usbekistan/">Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenka zu Besuch in Usbekistan</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
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		<title>Das internationale Interesse an Zentralasien wird 2024 abnehmen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[cabarasia]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jan 2024 20:08:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Jahr 2023 genoss Zentralasien gro&#xDF;es internationales Interesse, es fanden zahlreiche diplomatische Treffen und Besuche statt, verschiedene Abkommen und Initiativen wurden abgeschlossen. Dies k&#xF6;nnte sich in diesem Jahr vor dem Hintergrund zunehmender innenpolitischer Priorit&#xE4;ten der Weltm&#xE4;chte &#xE4;ndern. CABAR bietet einen &#xDC;berblick dar&#xFC;ber, was das f&#xFC;r die Region bedeutet. Im Jahr 2023 trafen sich die Staats- [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Im Jahr 2023 genoss Zentralasien großes internationales Interesse, es fanden zahlreiche diplomatische Treffen und Besuche statt, verschiedene Abkommen und Initiativen wurden abgeschlossen. Dies könnte sich in diesem Jahr vor dem Hintergrund zunehmender innenpolitischer Prioritäten der Weltmächte ändern. CABAR bietet einen Überblick darüber, was das für die Region bedeutet.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2023 trafen sich die Staats- und Regierungschefs der zentralasiatischen Länder ein gutes Dutzend Mal. Das Jahr endet mit einer Reihe außenpolitischer Gipfel der zentralasiatischen Länder nach dem Format &#8222;<a href="https://novastan.org/de/kirgistan/c5-eine-formel-um-zentralasien-wieder-auf-die-weltkarte-zu-bringen/">C5+1</a>&#8222;. Die Länder der Region gehen mit der gleichen großen Aufmerksamkeit externer Akteure in das nächste Jahr.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Aus westlicher Sicht ist Zentralasien vor allem wegen seiner engen Beziehungen sowohl zu Russland als auch zu China, seiner Nachbarschaft zu Afghanistan, des Potenzial für Wasserkonflikte, der Energieexporte aus und des Warentransits durch die Region interessant. Allerdings muss man sich darüber im Klaren sein, dass dieses Interesse langfristige Bindungen erfordert, um insbesondere die Beziehungen zu den westlichen Staaten zu stärken. Bis 2024 wird das Interesse externer Akteure an Zentralasien aus folgenden Gründen abnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abnehmende Konkurrenz zwischen den USA und Russland</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahlen in den USA und Russland im Jahr 2024 bringen eine stärkere Konzentration auf innenpolitische Themen mit sich. Es wird Stabilität und Ruhe suggeriert, wie es die Wählerschaft erwartet. Der Hauptgrund für das jüngst gestiegene Interesse an Zentralasien ist der Krieg in der Ukraine und seine Folgen. Der Krieg dauert nun schon mehr als eineinhalb Jahre, und das Interesse der Weltgemeinschaft hat aufgrund anderer Konflikte in der Welt deutlich nachgelassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Jahr ist weder ein Gipfeltreffen zwischen Zentralasien und Russland noch zwischen Zentralasien und den USA geplant. Meinungsumfragen in den USA <a href="https://pro.morningconsult.com/trackers/public-opinion-us-foreign-policy">zeigen</a>, dass die Bevölkerung eine <a href="https://www.pewresearch.org/global/2023/05/10/americans-hold-positive-feelings-toward-nato-and-ukraine-see-russia-as-an-enemy/">aktivere Innen- als Außenpolitik wünscht</a>. Ähnlich ist die Situation in Russland.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/der-gipfel-zentralasien-usa-ein-geopolitisch-bedeutsames-treffen/">Der Gipfel Zentralasien – USA, ein geopolitisch bedeutsames Treffen</a></strong><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Russlands Strategie in Zentralasien wird sich nach den bevorstehenden Wahlen wahrscheinlich auf den Ausbau der Kommunikation in der Region konzentrieren, um die Beziehungen zu anderen Teilen der eurasischen Region zu stärken. Sollten die Republikaner die Wahlen in den USA gewinnen, wird sich ihre Außenpolitik vermutlich stärker auf ihre Nachbarländer konzentrieren. Bei einem Wahlsieg der Demokraten ist mit einem stärkeren Engagement in Zentralasien zu rechnen, da Chinas Präsenz in der Region weiter zunimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mögliche EU-Erweiterung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zentralasien ist kein direkter Nachbar der Europäische Union (EU), daher konzentriert sich die EU stärker auf die Zusammenarbeit mit Nachbarn, die potenzielle Beitrittskandidaten sind, etwa die westlichen Balkanstaaten (Serbien, Montenegro, Nordmazedonien, Albanien, Bosnien &amp; Herzegowina) oder die Länder der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96stliche_Partnerschaft">Östlichen Partnerschaft</a> (Moldawien, Ukraine, Georgien).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung, Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldawien aufzunehmen und Georgien den Kandidatenstatus zuzuerkennen, wird die EU dazu zwingen, mehr Ressourcen in diese Länder zu investieren. All dies führt zu einer geringeren Aufmerksamkeit der EU für Zentralasien.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rückgang des Handelsvolumens zwischen EU und China</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die eigene Abhängigkeit von großen Ländern wie Russland und China zu verringern, ist ein wichtiges außenpolitisches Gebot für die EU. Deutschland beispielsweise setzt verstärkt auf eine Regionalisierung der wirtschaftlichen Aktivitäten innerhalb der EU. Dabei steht eine <a href="https://www.ifw-kiel.de/publications/news/cost-of-decoupling-from-china-for-german-economy-severe-but-not-devastating/">schrittweise Reduzierung</a> der Handelsbeziehungen mit China im Vordergrund, um hohe Anfangskosten für Deutschland zu vermeiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ist der Gütertransit von China über Zentralasien nach Europa schon heute kaum der Rede wert: Trotz <a href="https://primeminister.kz/ru/news/kazakhstan-planiruet-narastit-uroven-tranzita-gruzov-iz-kitaya-v-evropu-po-svoey-territorii-v-5-raz-k-2029-godu-26531">stetig wachsender Sendungen</a> macht der Straßentransport über Kasachstan <a href="https://kaztag.kz/ru/news/tranzit-iz-knr-vyros-vdvoe-a-avtotranzit-sostavil-0-01-ot-vozmozhnogo-mintransporta-rk">nur 0,01 Prozent</a> des gesamten chinesischen Güterverkehrs nach Europa aus. Gleichzeitig schickt China <a href="https://astanatimes.com/2023/12/kazakhstan-plans-to-boost-volume-of-cargo-transit-from-china-to-europe-by-2029/">1,6 Milliarden Tonnen Fracht</a> auf dem Seeweg nach Europa.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Infrastrukturengpässe und regulatorische Erwägungen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zentralasien liefert einen Großteil seiner Energieressourcen in die EU. Diese möchte ihre Abhängigkeit von autoritären Staaten bei der Öl- und Gasversorgung verringern und sucht daher nach alternativen Lieferanten wie den USA, Norwegen und Nigeria. Obwohl Kasachstan seinen Anteil am Ölimport der EU-Länder im zweiten Quartal 2023 auf 10 Prozent erhöht hat – im Vergleich zu 7 Prozent ein Jahr zuvor –, ist der Spielraum für ein weiteres Wachstum der Energielieferungen ungewiss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Steigerung der Öllieferungen würde zudem entsprechende Infrastruktur erfordern. Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline">Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline (BTC)</a> hat eine geringere Kapazität (50 Millionen Tonnen) als das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdkaukasus-Pipeline">Kaspische Pipeline-Konsortium</a> (bis zu 80 Millionen Tonnen), das die Hauptroute für den Transport von kasachstanischem Öl <a href="https://www.caa-network.org/archives/24812">darstellt</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/zentralasien-und-europa/eu-zentralasien-gipfel-in-kirgistan-zusammenarbeit-auf-der-tagesordnung/">EU-Zentralasien-Gipfel in Kirgistan: Zusammenarbeit auf der Tagesordnung</a></strong><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Anstieg der kasachstanischen Ölproduktion könnte die Möglichkeit, große Mengen durch die BTC zu transportieren, einschränken und das Kaspische Pipeline-Konsortium für Kasachstan attraktiver machen. Um jedoch einen signifikanten Teil des Öls durch Aserbaidschan umleiten zu können, muss Kasachstan etwas gegen die Verflachung des Kaspischen Meeres unternehmen. Dies erfordert zusätzliche Investitionen in Baggerarbeiten und möglicherweise den Bau einer Pipeline auf dem Meeresboden – ein <a href="https://www.hronikatm.com/2023/12/caspian-mfa-summit-2/">kostspieliges Projekt</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zentralasien im Fokus des Westens als Gegengewicht zu Russland</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele westliche Staaten nehmen Russland im Vergleich zu China als die größere Bedrohung wahr. Dies wird beispielsweise in der <a href="https://www.nationalesicherheitsstrategie.de/en.html">Nationalen Sicherheitsstrategie der Bundesrepublik Deutschland</a> deutlich: <em>„Das heutige Russland stellt auf absehbare Zeit die größte Bedrohung für Frieden und Sicherheit im euro-atlantischen Raum dar.“ </em>Der Fokus des Westens in (inter-)nationalen Sicherheitsfragen dürfte in den nächsten zwei bis drei Jahren stärker auf Russland als auf China liegen. In dieser Hinsicht rücken die zentralasiatischen Länder in den Mittelpunkt des Interesses, da sie zwischen den beiden Großmächten liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt, dass aufgrund der internationalen Wirtschaftssanktionen gegen Russland immer mehr russische Unternehmen in die zentralasiatischen Länder ausweichen. <a href="https://www.forbes.ru/biznes/495329-cislo-kompanij-v-kazahstane-s-rossijskim-kapitalom-vyroslo-za-god-na-70">Deutlich wird dies</a> an der wachsenden Zahl russischer Firmen, die in Kasachstan registriert sind. Die EU sowie Japan und Großbritannien sehen darin einen Versuch Russlands, seinen Einfluss in Zentralasien auszuweiten. In strategischen Dokumenten westlicher Staaten wird daher zunehmend das Ziel formuliert, die <em>„Abhängigkeit von China und Russland“</em> in der zentralasiatischen Region zu verringern bzw. zu beseitigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wasserkrise gefährdet Stabilität und Ressourcenversorgung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Insbesondere Usbekistan und Turkmenistan verfügen zwar über reiche Erdgasvorkommen für die Energieerzeugung und den Export, sind aber für die landwirtschaftliche Produktion von den Wasserströmen der flussaufwärts gelegenen Nachbarländer Kirgistan, Tadschikistan und Afghanistan abhängig. Laut einer <a href="https://kapital.kz/gosudarstvo/120836/yeabr-cherez-pyat-let-tsentral-naya-aziya-mozhet-stolknut-sya-s-khronicheskim-defitsitom-vody.html">Studie der Eurasian Development Bank (EDB)</a> wird Zentralasien in fünf Jahren unter erheblichem Wassermangel leiden und die Nachfrage nach Elektrizität stark ansteigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juni 2023 konnten die Bauern in der turkmenistanischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lebap_wela%C3%BDaty">Provinz Lebap</a> ihre Baumwollfelder <a href="https://cabar.asia/ru/bolshoj-afganskij-kanal-kak-uzbekistanu-i-turkmenistanu-podgotovitsya-k-novoj-ugroze-vodnogo-krizisa">nicht bewässern</a>, weil das Wasser einfach nicht zu ihren Feldern gelangte. Die Ernteprobleme des Landes wirken sich auf die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln aus, was zu <a href="https://rus.azattyq.org/a/32545929.html">Protesten</a> führt, weil die von der Regierung subventionierten Lebensmittel knapp werden. Als Reaktion darauf subventioniert die Regierung die Preise. Die sich verschlechternde Wassersituation könnte bereits in diesem Sommer eine neue Protestwelle im Land auslösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/in-turkmenistan-nimmt-die-brotkrise-kein-ende/">In Turkmenistan nimmt die Brotkrise kein Ende</a></strong><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitverantwortlich ist der Bau des Kusch-Tepa-Kanals, mit dem die Taliban im März 2022 begonnen haben. Aktuellen Angaben zufolge ist etwa ein Drittel der geplanten 285 Kilometer <a href="https://heartland.asia/construction-of-the-kosh-tepa-canal/">fertiggestellt</a>. Der Kanal wird 25 Prozent des Wassers des Amudarja in die drei nordafghanischen Provinzen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Balch_(Provinz)">Balch</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dschuzdschan">Dschuzdschan</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Faryab">Faryab</a> umleiten, die an Usbekistan und Turkmenistan grenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://cabar.asia/ru/bolshoj-afganskij-kanal-kak-uzbekistanu-i-turkmenistanu-podgotovitsya-k-novoj-ugroze-vodnogo-krizisa">Schätzungen zufolge</a> wird die durchschnittliche Wasserverfügbarkeit in Turkmenistan im Mittel- und Unterlauf des grenzüberschreitenden Flusses mit Inbetriebnahme des Kanals in fünf bis sechs Jahren von 80 auf 65 Prozent sinken. Wasserkrisen werden daher die Aufmerksamkeit externer Mächte auf sich ziehen, die ein Interesse an den Ressourcen der Region haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zentralasiatische Länder sollten das Jahr 2024 optimal nutzen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts dieser Herausforderungen müssen sich die zentralasiatischen Länder aktiv auf innenpolitische und innerregionale Themen konzentrieren, um ihre Position zu stärken und Stabilität zu erhalten. Es ist wichtig, dass sich die Regierungen sich auf das Engagement der Gemeinschaft konzentrieren, soziale Unterstützung leisten und die notwendigen Reformen durchführen, um die Grundlagen der inneren Stabilität zu stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt wird für 2024 ein vorübergehender Rückgang der internationalen Konflikte erwartet, die Länder Zentralasiens müssen jedoch wachsam bleiben und sich auf mögliche neue Herausforderungen vorbereiten. Die erfolgreiche Lösung innenpolitischer Probleme wird ein wichtiger Faktor für die Aufrechterhaltung von Frieden und Stabilität in der Region sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eldaniz Gusseinov<br>Für <a href="https://cabar.asia/ru/v-2024-godu-interes-k-tsentralnoj-azii-snizitsya-4-prichiny-pochemu">CABAR</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://cabar.asia/ru/v-2024-godu-interes-k-tsentralnoj-azii-snizitsya-4-prichiny-pochemu">Russischen</a> (in gekürzter Fassung) von Michèle Häfliger</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity" />



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Chinas wachsende Integration in Kirgistans Energiesektor</title>
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		<dc:creator><![CDATA[cabarasia]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Nov 2023 09:52:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Entscheidung Chinas, den Bau der Gaspipeline D zwischen Turkmenistan und China, die durch Kirgistan und Tadschikistan verl&#xE4;uft, zu beschleunigen, ist ein wichtiger Schritt zur Ausweitung seines Engagements im zentralasiatischen Energiesektor. China ist seit Langem eng in das Energiesystem der Kirgisischen Republik eingebunden. Praktisch kein gr&#xF6;&#xDF;eres Energieprojekt in Kirgistan wird ohne die Beteiligung der Volksrepublik [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Entscheidung Chinas, den Bau der Gaspipeline D zwischen Turkmenistan und China, die durch Kirgistan und Tadschikistan verläuft, zu beschleunigen, ist ein wichtiger Schritt zur Ausweitung seines Engagements im zentralasiatischen Energiesektor. China ist seit Langem eng in das Energiesystem der Kirgisischen Republik eingebunden. Praktisch kein größeres Energieprojekt in Kirgistan wird ohne die Beteiligung der Volksrepublik durchgeführt. Nach jüngsten Angaben des Finanzministeriums belaufen sich die Gesamtschulden der kirgistanischen Energieunternehmen gegenüber China zum 1. Mai 2022 auf eine Milliarde US-Dollar.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der bereits enormen Verpflichtungen gegenüber China bittet Kirgistan sein Nachbarland weiterhin um Geld, um Probleme im Energiesektor zu lösen. Die Zusammenarbeit in diesem Bereich war unter anderem Thema der Gespräche zwischen den Staatschefs Kirgistans und Chinas in Peking, als Präsident Sadyr Dschaparow Anfang Februar 2022 zu einem Arbeitsbesuch in Peking weilte. Damals erklärte die kirgistanische Seite ihre Hoffnung, in den nächsten drei bis vier Jahren Kapitalinvestitionen aus China in den Energiesektor zu ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarungen haben bereits erste Früchte getragen. China wird noch in diesem Jahr einen Windpark in Kirgistan bauen. Der Bau wird im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft erfolgen, und die geschätzten Investitionen der chinesischen Seite belaufen sich auf 100 Millionen Dollar.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Kritische Stimmen behaupten jedoch, dass Kirgistan kein einziges Kilowatt aus den mit chinesischer Beteiligung gebauten Stromleitungen und Kraftwerken erhalten wird. Immerhin beabsichtigt China, in Kirgistan gewonnenen Strom zu importieren. Ab Mai 2023 ist die Export-Import <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bank_of_China">Bank of China</a> nach Angaben des Finanzministeriums größter Gläubiger Kirgistans. Die Schulden belaufen sich auf 1,78 Milliarden US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Ansicht des promovierten Wirtschaftswissenschaftlers Kubatbek Rachimow ist China in erster Linie am kirgistanischen Energiesektor interessiert, da dorthin Kreditmittel mit staatlichen Garantien fließen können: <em>„Der Punkt ist, dass der erste Teil des Einstiegs in den Energiesektor einfach die Kreditvergabe mit staatlichen Garantien ist. Tatsächlich hat China hier nur eine Aufgabe: Kredite ohne Auflagen zu vergeben, mit großzügigen Subventionen und Provisionen. Es stellt sich heraus, dass das Geld verteilt wird, die Bank an den Provisionen verdient und chinesische Unternehmen, die der Zentralbank und der Partei nahestehen, als Lieferanten und Auftragnehmer auftreten. Mit anderen Worten, alle verdienen Geld.“</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Interesse an Kohle</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den jüngsten Statistiken gingen die Gasexporte Kirgistans von Januar bis April 2023 hauptsächlich nach Europa (mit Rumänien als Hauptabnehmer) und Usbekistan. China gehört nicht einmal zu den drei größten Abnehmern, sondern liegt mit 2.400 Tonnen an vierter Stelle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wachstum der Kohlelieferungen nach China deutet auf eine wachsende Präsenz in diesem Sektor hin. Wie Rachimow feststellt, ist Kohle für China eine sehr wertvolle Ressource, und das Interesse an ihr wird durch die Umweltagenda nicht geschmälert: <em>„Die Kohleverstromung ist für die chinesische Wirtschaft, insbesondere in Xinjiang, äußerst wichtig. Dementsprechend ist Kohle ein wichtiger Rohstoff für die kirgistanisch-chinesischen Beziehungen. Gerade die Förderung bestimmter Arten wertvoller Kohle ist für die chinesische Seite sehr bedeutsam, und was die Braunkohle betrifft, könnten wir das Potenzial der chinesischen Seite optimal nutzen.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/wie-china-seinen-kulturellen-einfluss-in-zentralasien-verstaerkt/">Wie China seinen kulturellen Einfluss in Zentralasien verstärkt</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wichtig zu erwähnen, dass Kirgistan nicht das einzige Land ist, in dem China aktiv in verschiedene Projekte zur Sicherung von Energieressourcen und zur Ausweitung seines Einflusses auf dem globalen Energiemarkt investiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China ist an verschiedenen internationalen Kooperationsprojekten im Energiebereich beteiligt und arbeitet mit anderen Ländern und internationalen Organisationen zusammen, um die Energiesicherheit zu erhöhen, saubere Energietechnologien zu fördern und die regionale Energieintegration zu erleichtern. Beispiele hierfür sind die chinesisch-russische Energiekooperation oder die chinesisch-afrikanische Energiepartnerschaft.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Chinesische Investments in ganz Zentralasien und darüber hinaus</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die ehrgeizige <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Seidenstra%C3%9Fe">„One Belt, One Road“-Initiative</a> umfasst zahlreiche Energieinfrastrukturprojekte in Asien, Europa und Afrika, wie etwa Pipelines, Kraftwerke und Übertragungsleitungen. Diese Initiativen erleichtern den Energiehandel, erhöhen die Energiesicherheit und stärken Chinas Einfluss in den betreffenden Regionen. Dies zeigt, dass Chinas Engagement im Energiesektor von einer klar definierten Strategie getragen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig ist der Wirtschaftswissenschaftler Iskender Scharschejew der Ansicht, dass die wachsende wirtschaftliche Präsenz Chinas in Zentralasien nicht gefürchtet werden sollte. Seiner Meinung nach kann sie im Gegenteil den Handel und die regionale Entwicklung der Staaten in der Region anregen: „Eine erhöhte Konsum- und Handelsintensität aufgrund der aktiven Beteiligung Chinas könnte potenziell günstige wirtschaftliche Bedingungen in Kirgistan und in der gesamten Region schaffen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/panorama/china-in-zentralasien-factchecking-um-mit-mythen-aufzuraeumen/">China in Zentralasien – Factchecking, um mit Mythen aufzuräumen</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es bestehen jedoch weiterhin politische Risiken, vor allem in Bezug auf die Fähigkeit der nationalen Eliten, die Interessen ihrer Länder wirksam zu schützen. <em>„Chinas Ansatz bei der Kreditrückzahlung ist besorgniserregend, da er die souveränen Rechte von Staaten, die ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen können, nicht anerkennt. Nationale Eliten müssen sorgfältig verhandeln, um nicht in eine Schuldenfalle zu geraten, die zu wirtschaftlicher und politischer Verwundbarkeit führen kann. Um solche Risiken zu mindern, ist es wichtig, wirtschaftliche Parität herzustellen. Die Beteiligung des Privatsektors an gemeinsamen Projekten schafft eine verlässlichere Grundlage für die Zusammenarbeit“</em>, erklärt Scharschejew weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Analyse der Durchdringung des Energiesektors und des globalen Kontextes können wir Chinas langfristige Strategie und seine konsequenten Bemühungen um eine Vertiefung seines Engagements in der Region beobachten. Da China seine Präsenz weiter ausbaut, ist es für Kirgistan und andere zentralasiatische Länder wichtig, dieses Engagement mit Bedacht anzugehen und für ausgewogene Abkommen und nachhaltige Wirtschaftspartnerschaften zu sorgen, die die eigenen Interessen schützen und von Chinas Integration in den Energiesektor profitieren.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Olga Ruslanova für CABAR</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://cabar.asia/ru/rastushhaya-integratsiya-kitaya-v-energosektor-kyrgyzstana-vozmozhnosti-i-riski">Russischen</a> von Michèle Häfliger</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Tadschikisch-kirgisische Grenze: Beide Seiten hoffen auf baldige Wiedereröffnung</title>
		<link>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/tadschikisch-kirgisische-grenze-beide-seiten-hoffen-auf-baldige-wiedereroeffnung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[lmorvan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jun 2023 09:24:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzkonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die kirgisische und die tadschikische Bev&#xF6;lkerung m&#xFC;ssen sich angesichts des immer noch ungel&#xF6;sten Konflikts neu organisieren. Die Spannungen an den Grenzen haben sich in den letzten Jahren versch&#xE4;rft. Dadurch werden traditionelle Praktiken wie etwa der regelm&#xE4;&#xDF;ige Grenz&#xFC;bertritt auf dem Weg zum Basar beeintr&#xE4;chtigt. Kurz nach dem neuen Konfliktausbruch im September 2022 k&#xFC;ndigte der kirgisische Pr&#xE4;sident [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die kirgisische und die tadschikische Bevölkerung müssen sich angesichts des immer noch ungelösten Konflikts neu organisieren. Die Spannungen an den Grenzen haben sich in den letzten Jahren verschärft. Dadurch werden traditionelle Praktiken wie etwa der regelmäßige Grenzübertritt auf dem Weg zum Basar beeinträchtigt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz nach dem neuen <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgisisch-tadschikischer-grenzkonflikt-verschaerft-sich/">Konfliktausbruch</a> im September 2022 <a href="https://www.youtube.com/watch?v=QeIMvG8vWmg&amp;t=6215s&amp;themeRefresh=1">kündigte</a> der kirgisische Präsident <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/sadyr-dschaparow-der-volksfluesterer/?noredirect=de-DE">Sadyr Dschaparow</a> an, die Grenzprobleme bis Mai 2023 lösen zu wollen. Die versprochenen Lösungen sind allerdings immer noch nicht eingetroffen, berichtet das kirgisische <a href="https://kloop.kg/blog/2023/04/17/voprosy-reshayutsya-no-medlenno-sadyr-zhaparov-o-prigranichnom-voprose-s-tadzhikistanom/">Medium Kloop</a>. Der Weg zur Normalisierung ist noch lang.</p>



<p class="has-primary-800-color has-accent-500-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph">A<strong>ls vereinsgetragene, <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängige</a> Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#8211; und von eurer Unterstützung! Durch jede noch so kleine <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In manchen Diskussionspunkten treten zwischen den Interessensparteien keine Probleme auf. Die Grenzen anderer Regionen sind jedoch schwer zu bestimmen, da sich beide Seiten auf unterschiedliche Karten stützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Beeinträchtigter Alltag</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bevölkerung, die direkt an den Grenzen lebt, leidet unter den Folgen der Meinungsverschiedenheit: Seit dem <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/was-sind-die-gruende-fuer-die-toedlichen-zusammenstoesse-an-der-kirgisisch-tadschikischen-grenze/?noredirect=de-DE">Konflikt im April 2021</a> sind die Grenzen geschlossen. Handels- und Wirtschaftsbeziehungen sind unterbrochen. Dies ist für die Bevölkerung, die sich im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten immer frei bewegt hat, stark einschränkend, berichtet <a href="https://rus.ozodi.org/a/32358434.html">Radio Ozodi</a>, der tadschikische Zweig des US-amerikanischen Medienunternehmens Radio Free Europe. Alle Wirtschaftszweige sind davon betroffen. Im Laufe der Jahre haben sich einige Bevölkerungsgruppen dazu entschieden, abzuwandern, um den Unwägbarkeiten dieses Konflikts zu entgehen, erklärt die Forscherin <a href="https://www.cairn.info/revue-l-europe-en-formation-2018-1-page-121.htm">Gulzana Kurmanalieva</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:</strong> <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/was-sind-die-gruende-fuer-die-toedlichen-zusammenstoesse-an-der-kirgisisch-tadschikischen-grenze/?noredirect=de-DE"><strong>Was sind die Gründe für die tödlichen Zusammenstöße an der kirgisisch-tadschikischen Grenze?</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folgen dieses Prozesses sind auf staatlicher Ebene sichtbar. Der Handel zwischen den beiden Staaten ist in den letzten zwei Jahren um etwa das 20-fache <a href="https://rus.ozodi.org/a/32358434.html">zurückgegangen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auswirkungen hat dies auf die gesamte Region. Aufgrund der geschlossenen Grenzen ist der gesamte Handelsverkehr gestört, an dem auch Staaten wie Russland und Kasachstan beteiligt sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Unzureichende Lösungen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher konnten die vorgestellten Lösungen ihre Wirksamkeit nicht beweisen. Die Staaten führen einen <a href="https://www.cairn.info/revue-l-europe-en-formation-2018-1-page-121.htm">historischen Diskurs</a>: Tadschikistan beansprucht die Grenzen der Karten von 1924, während Kirgistan sich auf eine Karte von 1958-1959 stützt. Dadurch werden die Nahbeziehungen auf beiden Seiten der Grenze gestört. Obwohl auf den beiden Seiten der Grenze, auf eine Wiederaufnahme des Handels und der wirtschaftlichen Aktivitäten große Hoffnungen gesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gulzana Kurmanalieva erklärt, dass das Bevölkerungswachstum und der Klimawandel zu einer Verknappung der verfügbaren Ressourcen führen. Dies wird das Risiko künftiger Konflikte im Grenzgebiet zusätzlich erhöhen. Beide Staaten müssen daher bereit sein, Zugeständnisse zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lucas Morvan,&nbsp;Redakteur für Novastan</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/tadjikistan/frontiere-tadjiko-kirghize-les-deux-cotes-esperent-une-reouverture-prochaine/">Französischen</a> von Berenika Zeller</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<title>Sanktionen gegen Russland: Zentralasien im Visier des Westens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Emma Collet]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 May 2023 14:59:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Zentralasien & Europa]]></category>
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		<category><![CDATA[Krieg in der Ukraine]]></category>
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		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Europ&#xE4;ische und amerikanische Delegationen diskutieren seit einigen Monaten in Zentralasien immer wieder &#xFC;ber antirussische Sanktionen. Sie m&#xF6;chten dadurch sicherstellen, dass Zentralasien seinem russischen Partner nicht hilft, die Sanktionen zu umgehen. In Zentralasien nehmen die Besuche westlicher Delegationen zu. Vom 22. bis 27. April war ein Vertreter des US-Au&#xDF;enministeriums auf offiziellem Besuch in Duschanbe und Bischkek. [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Europäische und amerikanische Delegationen diskutieren seit einigen Monaten in Zentralasien immer wieder über antirussische Sanktionen. Sie möchten dadurch sicherstellen, dass Zentralasien seinem russischen Partner nicht hilft, die Sanktionen zu umgehen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In Zentralasien nehmen die Besuche westlicher Delegationen zu. Vom 22. bis 27. April war ein Vertreter des US-Außenministeriums auf offiziellem Besuch in Duschanbe und Bischkek. Die USA haben <a href="https://www.state.gov/assistant-secretary-of-state-for-the-bureau-of-south-and-central-asian-affairs-lus-travel-to-the-kyrgyz-republic-and-tajikistan/">angekündigt</a>, im Rahmen des <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/c5-eine-formel-um-zentralasien-wieder-auf-die-weltkarte-zu-bringen/">C5+1-Formats</a> über Sicherheitsfragen, Green Economy und Kooperation diskutieren zu wollen, berichtet <a href="https://rus.ozodlik.org/a/32377583.html">Radio Ozodlik</a>, der usbekische Dienst von Radio Free Europe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut der kasachstanischen Nachrichtenagentur <a href="https://informburo.kz/novosti/ssa-i-velikobritaniya-predosteregli-kazaxstan-ot-postavok-tovarov-v-rossiyu-o-kakix-tovarax-rec">Informburo</a> reisten darüber hinaus vom 23. bis 28. April <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Elizabeth_Rosenberg">Elizabeth Rosenberg</a>, Vertreterin des US-Finanzministeriums, <a href="https://www.commerce.gov/about/leadership/matthew-s-axelrod">Matthew Axelrod</a> vom US-Handelsministerium sowie der Direktor des britischen Sanktionsamts David Reid nach Kasachstan, um die Frage der Sanktionen anzusprechen. Im Anschluss zog die Delegation weiter nach Kirgistan. Auch <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/David_O%27Sullivan_(civil_servant)">David O&#8217;Sullivan</a>, Sondergesandter für die Sanktionspolitik der Europäischen Union, <a href="https://www.inform.kz/ru/grozyat-li-sankcii-kazahstanu-prokommentiroval-special-nyy-poslannik-es_a4060400">besuchte</a> am 24. und 25. April Kasachstan. Anschließend reiste er <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2023/04/27/sanctions/">nach Usbekistan</a> weiter.</p>



<p class="has-primary-800-color has-accent-500-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph">A<strong>ls vereinsgetragene, <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängige</a> Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#8211; und von eurer Unterstützung! Durch jede noch so kleine <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abfolge dieser Reisen nach Zentralasien zeigt, dass die Region im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine für den Westen von enorm großer Bedeutung geworden ist. Tatsächlich ist die Politik der zentralasiatischen Republiken entscheidend dafür, ob internationale Sanktionen gegen Russland eingehalten werden oder nicht, da sie zu einer effektiven Umgehungsplattform für den Kreml geworden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein „eurasisches Drehkreuz“</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue US-Botschafter in Tadschikistan erklärte während einer Pressekonferenz am 12. April, dass Russland auf zentralasiatische Länder angewiesen sei, um westliche Sanktionen zu umgehen. Dies betreffe auch Tadschikistan, berichtet das tadschikische Nachrichtenportal <a href="https://www.asiaplustj.info/news/tajikistan/politics/20230413/posol-ssha-tadzhikistan-sam-vibiraet-vvedut-protiv-nego-sanktsii-ili-net">Asia-Plus</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut <a href="https://cabar.asia/ru/vvedenie-zhestkih-vtorichnyh-sanktsij-zapada-protiv-tsentralnoj-azii-somnitelno-eksperty">Cabar</a> stiegen die Exporte aus Kasachstan nach Russland um 25 Prozent, die aus Kirgistan um das 2,4-fache, während die usbekischen Exporte nach Russland um 49 Prozent zunahmen. Ein Anstieg, den David O&#8217;Sullivan als &#8222;alarmierend&#8220; bezeichnete.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/europas-diplomatie-wird-in-zentralasien-aktiv/?noredirect=de-DE"><strong>Europas Diplomatie wird in Zentralasien aktiv</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Februar veröffentlichte die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung einen <a href="https://www.ebrd.com/publications/working-papers/the-eurasian-roundabout">Bericht</a> mit dem Titel „The Eurasian Roundabout: Trade Flows to Russia through the Caucasus and Central Asia“. Demnach sind die Exporte aus der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich nach Armenien, Kirgistan und Kasachstan im Jahr 2022 um 15 bis 90 Prozent gestiegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Elektronikchips und Elemente integrierter elektronischer Systeme, die für die Herstellung russischer Raketen und Drohnen erforderlich sind,“</em> seien laut Matthew Axelrod diejenigen Warenexporte, die aus Sicht der amerikanisch-britischen Delegation in Astana am besorgniserregendsten sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Westen erhöht den Druck</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im März hatte David O&#8217;Sullivan die kirgisische Hauptstadt Bischkek besucht und dabei seine Unzufriedenheit über die Nichteinhaltung der antirussischen Sanktionen ausgedrückt. <em>„Unsere Herausforderung besteht darin, dafür zu sorgen, dass die Sanktionen tatsächlich umgesetzt werden“,</em> erklärte er nach Angaben des kirgisischen Nachrichtenportals <a href="https://24.kg/ekonomika/261805_nepodderjavshie_sanktsii_protiv_rossii_stranyi_nedoljnyi_sposobstvovat_ihobhodu/">24.kg</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieselbe Position vertrat Matthew Axelrod in Kasachstan, für den <em>„der Versand dieser Waren in die Russische Föderation eine direkte Verletzung der Exportkontrollen und der amerikanischen Gesetzgebung“</em> darstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einem 11. Paket antirussischer Sanktionen will die Europäische Union nun auch Drittländer <a href="https://www.euractiv.de/section/eu-aussenpolitik/news/sanktionierung-von-rosatom-druck-auf-bruessel-waechst/?_ga=2.132617740.367822172.1683480812-207182741.1683480812">ins Visier nehmen</a>, die Russland mit sanktionierten Waren beliefern. Hiervon könnten auch die zentralasiatischen Länder betroffen sein. Einzelheiten zu den sekundären Sanktionen und mögliche Termine für deren Einführung sind aber noch nicht bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sanktionen der Europäischen Union würden aber nicht darauf abzielen, bestehende legitime Handelsbeziehungen zwischen Drittländern und Russland zu beeinträchtigen, erklärte David O’Sullivan in Astana.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Emma Collet, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/economie/sanctions-contre-la-russie-lasie-centrale-dans-le-viseur-des-occidentaux/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<title>Irans Initiativen in Usbekistan: ein Spiegel seiner Beziehungen zu Zentralasien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[lmorvan]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 May 2023 16:03:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Tschahbahar]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den letzten Jahren haben der Iran und Usbekistan gro&#xDF;es Interesse aneinander gezeigt. Die Treffen haben sich vervielfacht, mehrere Vertr&#xE4;ge wurden unterzeichnet, gemeinsame Projekte und Ziele wurden &#xF6;ffentlich zur Schau gestellt. Der iranische Pr&#xE4;sident Ebrahim Raissi hat sich am 12. M&#xE4;rz mit dem usbekischen Au&#xDF;enminister Baxtiyor Saidov getroffen. Dies berichtet das aserbaidschanische Medium Caspian News. [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>In den letzten Jahren haben der Iran und Usbekistan großes Interesse aneinander gezeigt. Die Treffen haben sich vervielfacht, mehrere Verträge wurden unterzeichnet, gemeinsame Projekte und Ziele wurden öffentlich zur Schau gestellt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der iranische Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ebrahim_Raisi">Ebrahim Raissi</a> hat sich am 12. März mit dem usbekischen Außenminister <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Baxtiyor_Saidov">Baxtiyor Saidov</a> getroffen. Dies berichtet das aserbaidschanische Medium <a href="https://caspiannews.com/news-detail/iran-president-uzbek-foreign-minister-discuss-expansion-of-ties-2023-3-14-0/">Caspian News</a>. Diese Zusammenkunft ist eine Fortsetzung des Treffens <a href="https://www.eco.int/news/89242-ECO-Holds-26th-Meeting-of-the-Council-of-Ministers.html?t=News">vom Januar</a> im Rahmen der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_f%C3%BCr_wirtschaftliche_Zusammenarbeit">Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit</a>. Im September 2022 fand in <a href="https://novastan.org/de/fact/samarkand/">Samarkand</a> das Gipfeltreffen der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shanghaier_Organisation_f%C3%BCr_Zusammenarbeit">Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit</a> (SOZ) statt, bei dem beide Staaten ihren Willen bekundeten, den Austausch zu intensivieren, berichtet das amerikanische <a href="https://www.mei.edu/publications/sco-summit-samarkand-reviving-iran-and-uzbekistan-relations-oil-and-transit-axis">Middle East Institute</a>.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die iranisch-usbekischen Beziehungen blieben zur Zeit des ehemaligen Präsidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Islom_Karimov">Islom Karimov</a> lange Zeit kühl. Das lag vor allem an der usbekischen Seite, die befürchtete, dass die Islamische Republik ihre Doktrin in den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Emirat_Buchara">persischsprachigen Gebieten Zentralasiens</a> verbreiten würde. Doch seitdem Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shavkat_Mirziyoyev">Shavkat Mirziyoyev</a> das Land regiert und eine Öffnung der internationalen politischen Beziehungen anstrebt, wurden auch die Beziehungen mit dem Iran intensiviert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund internationaler Anlässe, wie dem Treffen in Turkmenistan 2021 im Rahmen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, schmieden die beiden Staaten gemeinsame Pläne, wie das usbekische Medium <a href="https://xs.uz/ru/post/uzbekistan-i-iran-razdvigayut-gorizonty-vzaimovygodnykh-otnoshenij">Xalq So&#8217;zi</a> berichtet.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Bedarf an Anschluss</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Usbekistan ist aufgrund seiner geografischen Lage gewissermaßen eingekesselt. Dies führt zwangsläufig dazu, dass das Land auf Staaten wie den Iran blickt. So äußert Taschkent Interesse an der Nutzung des iranischen Hafens <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tschahbahar">Tschahbahar.</a> Im Januar 2022 wurde ein Abkommen mit Usbekistan unterzeichnet, das dadurch Zugang zum Hafen garantiert bekommt, berichtet die iranische <a href="https://www.tasnimnews.com/fa/news/1400/11/05/2650740/%D8%A7%D8%AE%D8%AA%D8%B5%D8%A7%D8%B5%DB%8C-%D8%A7%D9%84%D8%AD%D8%A7%D9%82-%D8%A7%D8%B2%D8%A8%DA%A9%D8%B3%D8%AA%D8%A7%D9%86-%D8%A8%D9%87-%D8%AA%D9%88%D8%A7%D9%81%D9%82-%D9%86%D8%A7%D9%85%D9%87-%D8%A8%DB%8C%D9%86-%D8%A7%D9%84%D9%85%D9%84%D9%84%DB%8C-%DA%86%D8%A7%D8%A8%D9%87%D8%A7%D8%B1-%D9%86%D9%87%D8%A7%DB%8C%DB%8C-%D8%B4%D8%AF">Agentur Tasnim News</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Hafen stellt eine echte Chance dar, da er den Warenverkehr zwischen Indien und Zentralasien über den Iran und Afghanistan ermöglicht, <a href="https://caspiannews.com/news-detail/iran-president-uzbek-foreign-minister-discuss-expansion-of-ties-2023-3-14-0/">berichtet Caspian News</a>. Usbekistan ist durch Straßenbauprojekte auch für die Islamische Republik interessant, um Handel in Richtung China zu treiben. Die beiden Staaten haben allen Grund, gemeinsame Projekte zu entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/bilaterale-partnerschaft-zwischen-turkmenistan-und-dem-iran/">Bilaterale Partnerschaft zwischen Turkmenistan und dem Iran</a></strong><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts des Krieges in der Ukraine sucht <a href="https://www.mei.edu/publications/sco-summit-samarkand-reviving-iran-and-uzbekistan-relations-oil-and-transit-axis">Usbekistan</a> &nbsp;darüber hinaus wie die anderen zentralasiatischen Länder nach einer Möglichkeit, seine Abhängigkeit von Russland zu verringern, da man befürchtet, dass Russland als Korridor zunehmend unzuverlässig wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Eine große Anzahl an Akteuren</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Da Usbekistan jedoch weder an China noch an den Iran grenzt, müssen Projekte in Zusammenarbeit mit den anderen zentralasiatischen Staaten durchgeführt werden. Kasachstan versucht seine Waren über den Iran in die Türkei zu exportieren, was sich in der <a href="https://en.irna.ir/news/84794153/Kazakh-transit-railway-to-Turkey-via-Iran-inaugurated">Einweihung einer Eisenbahnstrecke</a> im Jahr 2022 äußerte. Tatsächlich ist der kasachstanische Präsident <a href="https://novastan.org/nnehegnj/de/kasachstan/kasachstan-kassym-dschomart-tokajew-gewinnt-die-praesidentschaftswahl-mit-70-prozent-der-stimmen/">Qasym-Jomart Toqaev</a><strong> </strong>an dem 2022 eröffneten <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/International_North%E2%80%93South_Transport_Corridor">International North-South Transport Corridor (INSTC)</a> interessiert, der Indien über den Iran und Aserbaidschan mit Russland verbindet, <a href="https://vlast.kz/novosti/53194-tokaev-vnov-napomnil-stranam-sng-ob-ustranenii-barerov-v-torgovle-i-nedopusenii-protekcionizma.html">berichtet das kasachische Medium Vlast:</a> <em>„Von besonderer Bedeutung ist der internationale Nord-Süd-Korridor, in dem die Kasachstan-Turkmenistan-Iran-Eisenbahn eine wichtige Verkehrsader ist.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><strong><a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-und-iran-planen-intensivierung-der-gemeinsamen-sicherheitspolitik/">Tadschikistan und Iran planen Intensivierung der gemeinsamen Sicherheitspolitik</a></strong><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nachbarschaftspolitik und die Wirtschaftsdiplomatie konnte Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ebrahim_Raisi">Ebrahim Raissi</a> ungeachtet der fortbestehenden US-Sanktionen gegen den Iran einleiten. <a href="https://en.mfa.ir/portal/newsview/667651/Amir-Abdollahian’s-speech-at-the-first-National-Conference-on-Iran-and-Neighbors">Seine Initiativen</a> trugen zur geschilderten Annäherung an die zentralasiatischen Staaten bei. In der Tat zögern Länder wie Usbekistan heutzutage trotz der Sanktionen nicht mehr, in begrenztem Umfang mit Teheran zu kooperieren. Wie das <a href="https://www.trtworld.com/opinion/what-are-iran-s-stakes-in-the-kazakhstan-crisis-53522">türkische Medium TRT World</a> erklärt, orientiert sich die iranische Politik in Zentralasien allerdings an Russland und China. Daher ist Teheran nicht unbedingt der ideale dritte Weg, um Russland zu umgehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Tschahbahar, ein Trugbild der Entwicklung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Islamische Republik ist sich darüber im Klaren, dass diese Projekte nur dann verwirklicht werden können, wenn Giganten wie Indien Interesse daran zeigen. Es reicht nicht aus, <a href="https://www.tasnimnews.com/fa/news/1400/11/05/2650743/%D8%A7%D8%B9%D9%84%D8%A7%D9%85-%D8%A2%D9%85%D8%A7%D8%AF%DA%AF%DB%8C-%D8%A7%D8%B2%D8%A8%DA%A9%D8%B3%D8%AA%D8%A7%D9%86-%D8%A8%D8%B1%D8%A7%DB%8C-%D8%B3%D8%B1%D9%85%D8%A7%DB%8C%D9%87-%DA%AF%D8%B0%D8%A7%D8%B1%DB%8C-%D8%AF%D8%B1-%D8%A8%D9%86%D8%AF%D8%B1-%DA%86%D8%A7%D8%A8%D9%87%D8%A7%D8%B1-%D8%A7%D8%B1%D8%A7%D8%AF%D9%87-%D8%B3%DB%8C%D8%A7%D8%B3%DB%8C-%D8%AF%D9%88-%DA%A9%D8%B4%D9%88%D8%B1-%D8%A8%D8%B1-%D9%87%D9%85%DA%A9%D8%A7%D8%B1%DB%8C-%D9%88-%D8%AA%D8%AD%D9%88%D9%84-%D8%A7%D9%82%D8%AA%D8%B5%D8%A7%D8%AF%DB%8C-%D8%A7%D8%B3%D8%AA">zu berichten</a>, dass „<em>das Handelsvolumen zwischen Usbekistan und Indien im vergangenen Jahr erheblich zugenommen hat</em>“. Die jüngsten Zahlen, die von <a href="https://oec.world/en/profile/bilateral-country/ind/partner/uzb">The Observatory of Economic Complexity</a> vorgelegt wurden, zeigen, dass der bilaterale indisch-usbekische Handel weniger als 500 Millionen US-Dollar (455 Millionen Euro) beträgt. Dies ist ein sehr niedriger Wert, vor allem wenn man das wirtschaftliche Gewicht Indiens berücksichtigt. Obwohl Neu-Delhi laut <a href="https://thediplomat.com/2022/01/india-central-asian-leaders-discuss-aid-to-afghanistan/">The Diplomat</a> Summen verspricht und investiert, muss man auch bedenken, dass Zentralasien nur 2 Prozent des Handels ausmacht, so <a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2021-09-17/modi-seeks-links-with-central-asia-via-india-backed-iran-port?leadSource=uverify%20wall">Bloomberg</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><strong><a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/wie-china-seinen-kulturellen-einfluss-in-zentralasien-verstaerkt/">Wie China seinen kulturellen Einfluss in Zentralasien verstärkt</a></strong><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Tschahbahar-Projekt hat sich aufgrund der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan, die eine erneute Instabilität in der Region bewirken könnten, verzögert. Darüber hinaus konkurrieren <a href="https://jamestown.org/program/the-taliban-takeover-of-kabul-and-implications-for-the-india-iran-afghanistan-uzbekistan-transit-corridor/">Projekte Pekings</a>, insbesondere der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/China-Pakistan_Economic_Corridor">China-Pakistan Economic Corridor (CPEC)</a>, mit den von Indien vorangetriebenen Projekten und stellen angesichts der von China investierten Summen und seines größeren Vorsprungs einen ernsthaften Hemmschuh für andere Projekte dar. Auch muss das Interesse Usbekistans am chinesischen Korridor berücksichtigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Tschahbahar ist noch ein Hafen mit geringer Kapazität“</em>, <a href="https://caspiannews.com/news-detail/uzbekistan-to-join-irans-chabahar-international-trade-project-2022-1-25-37/">betont Caspian News</a>, <em>„er muss ausgebaut werden, um zu einem wichtigen Umschlagplatz zu werden.“</em> Sowohl Teheran als auch Neu-Delhi haben große Pläne für Zentralasien, aber diese werden durch die fehlenden Profite gehemmt, da der Handel noch zu schwach ist. Bevor Indien mehr in die Region investiert, muss es außerdem abwarten, wie sich seine Investitionen in den <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/International_North%E2%80%93South_Transport_Corridor">International North–South Transport Corridor</a> auswirken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">E<strong>ine eloquente Rede, aber ein stumpfer Austausch</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ob in <a href="https://caspiannews.com/news-detail/iran-president-uzbek-foreign-minister-discuss-expansion-of-ties-2023-3-14-0/">Samarkand oder anderswo</a>, iranische und usbekische Staatsmänner versprachen immer wieder den Ausbau ihrer Wirtschaftsbeziehungen und stellten in Aussicht, ein Handelsvolumen von einer Milliarde Dollar (910 Millionen Euro) zu erreichen. Dies spiegelt auch die von den Präsidenten Irans und Kasachstans gesetzten Ziele wider, drei Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro) zu erreichen, wie das <a href="https://www.tehrantimes.com/news/481302/Astana-hosts-18th-Iran-Kazakhstan-Joint-Economic-Committee-meeting">iranische Medium Tehran Times</a> berichtete. Der Handel zwischen dem Iran und Usbekistan erreicht hingegen bislang nur 500 Millionen US-Dollar (ca. 455 Mio. Euro).</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Die iranische wie auch die usbekische Seite zeigen, dass der Handel im Jahr 2021 einen starken Anstieg verzeichnet hat. Die <a href="https://www.iribnews.ir/fa/news/3576269/%D8%AD%D8%AC%D9%85-%D8%B1%D9%88%D8%A7%D8%A8%D8%B7-%D8%AA%D8%AC%D8%A7%D8%B1%DB%8C-%D8%AA%D9%87%D8%B1%D8%A7%D9%86-%D9%88-%D8%AA%D8%A7%D8%B4%DA%A9%D9%86%D8%AF-%D9%85%DB%8C%E2%80%8C%D8%AA%D9%88%D8%A7%D9%86%D8%AF-%DB%B3-%D8%AA%D8%A7-%DB%B4-%D8%A8%D8%B1%D8%A7%D8%A8%D8%B1-%D8%B4%D9%88%D8%AF">iranische Agentur Irib News</a> erklärt, dass der iranisch-usbekische Handel um 73 Prozent gestiegen ist. Um den Anstieg im Jahr 2021 zu verstehen, muss man jedoch den Rückgang im Jahr 2020 auf beiden Seiten berücksichtigen, der auf eine Verlangsamung der Handelsaktivitäten aufgrund des Coronavirus zurückzuführen ist. Zumal aus usbekischer Sicht die Exporte 2021 nicht wieder auf das Niveau von 2019 zurückkehrten, wie <a href="https://tradingeconomics.com/uzbekistan/exports/iran">Trading Economics</a> zeigt. Im Jahr 2022 wird der Handel hauptsächlich durch <a href="https://tradingeconomics.com/uzbekistan/imports/iran#:~:text=Uzbekistan%20Imports%20from%20Iran%20was,updated%20on%20April%20of%202023">usbekische Importe</a> strukturiert, da die Exporte auf einem Tiefpunkt angelangt sind. Der Anstieg von 2021 ist daher relativ und setzt sich 2022 nicht fort.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/die-iranisch-usbekischen-beziehungen-im-spannungsfeld-eurasischer-infrastrukturnetzwerke/">Die iranisch-usbekischen Beziehungen im Spannungsfeld eurasischer Infrastrukturnetzwerke</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Usbekistan, dessen Importe und Exporte zu etwa 80 Prozent <a href="https://jamestown.org/program/with-russian-route-blocked-uzbekistan-looks-to-indian-iranian-afghan-chabahar-port-project/">über Russland abgewickelt</a> werden, hat ein Interesse daran, sich zu diversifizieren. Daher blickt es auf den Iran. Aufgrund der Isolation Teherans und des geringen Interesses Indiens entwickelt sich der Handel jedoch nur langsam. Gemeinsame Projekte gibt es schon lange, was auf ein Bewusstsein für die Notwendigkeit des Ausbaus dieses Austauschs und seine Grenzen hindeutet, die allerdings möglicherweise nicht nur mit Sicherheitsproblemen, sondern auch mit mangelnder Rentabilität und Entwicklung zusammenhängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf iranischer Seite sind Beziehungen zu zentralasiatischen Ländern eine Möglichkeit, vor den Augen der Welt aufzuzeigen, dass das Land international nicht isoliert ist. Dies bedeutet jedoch noch lange nicht, dass daraus ein florierender Handel folgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lukas Morvan, Redakteur für Novastan</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/ouzbekistan/les-initiatives-de-liran-en-ouzbekistan-un-miroir-de-ses-relations-avec-lasie-centrale/">Französischen</a> von Berenika Zeller</strong></p>


<p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p>


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