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	<title>grünes Wachstum Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Thu, 24 Oct 2024 17:47:01 +0000</lastBuildDate>
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	<title>grünes Wachstum Archives</title>
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	<item>
		<title>Kasachstans Landwirtschaft im Kontext der Global-Gateway-Strategie</title>
		<link>https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/kasachstans-landwirtschaft-im-kontext-der-global-gateway-strategie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Konstantin Blondeau]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Oct 2024 17:46:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Brüssel-Astana: Eine neue Klimabrücke?]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Global Gateway]]></category>
		<category><![CDATA[grünes Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>BR&#xDC;SSEL &#x2013; ASTANA: EINE NEUE KLIMABR&#xDC;CKE? &#x2013; Mit ihrer Global-Gateway-Strategie und Investitionen in Kasachstans Landwirtschaft versucht die Europ&#xE4;ische Union in Zentralasien an Einfluss zu gewinnen. Insbesondere im Bereich der gr&#xFC;nen Technologien hat Europa im Vergleich zu geopolitischen Konkurrenten eine Vorreiterrolle. Welche wirtschaftlichen, sozialen und geopolitischen Auswirkungen hat der Klimawandel in Zentralasien? Wo besteht dringender Handlungsbedarf? [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>BRÜSSEL – ASTANA: EINE NEUE KLIMABRÜCKE? – Mit ihrer Global-Gateway-Strategie und Investitionen in Kasachstans Landwirtschaft versucht die Europäische Union in Zentralasien an Einfluss zu gewinnen. Insbesondere im Bereich der grünen Technologien hat Europa im Vergleich zu geopolitischen Konkurrenten eine Vorreiterrolle.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Welche wirtschaftlichen, sozialen und geopolitischen Auswirkungen hat der Klimawandel in Zentralasien? Wo besteht dringender Handlungsbedarf? Reichen die bereits ergriffenen Maßnahmen aus? Die Artikelserie BRÜSSEL-ASTANA: EINE NEUE KLIMABRÜCKE? geht diesen Fragen nach. Ein Projekt von Konstantin Blondeau-Mikhaïlov und Camille Ramecourt.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Alle Artikel der Reihe findet ihr </em><a href="https://novastan.org/de/tag/bruessel-astana-eine-neue-klimabruecke/"><em>hier</em></a><em>.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Global Gateway – der politische Einflusshebel der EU</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Brüssel hielt sich lange von den zentralasiatischen Ländern fern. Allerdings haben Veränderungen in der globalen Dynamik, wie der Krieg in der Ukraine, der <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/china-profitiert-in-zentralasien-von-der-isolation-russlands/?noredirect=de-DE">Aufstieg Chinas</a> und der <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/zentralasien-bewahrt-angesichts-der-machtuebernahme-der-taliban-die-ruhe/?noredirect=de-DE">Rückzug der USA aus Afghanistan</a>, die Rolle Zentralasiens in der Außenpolitik der Europäischen Union (EU) gestärkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Infolgedessen hat die EU einen proaktiveren Ansatz gewählt und die <a href="https://novastan.org/de/zentralasien-und-europa/global-gateway-die-eu-investiert-in-den-transkaspischen-korridor/?noredirect=de-DE">Global-Gateway-Strategie</a> in Zentralasien gefördert. Diese aus Projekten bestehende Initiative konzentriert sich auf digitale Vernetzung und Klimakooperation.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Doch warum soll die EU den Klimawandel in Zentralasien bekämpfen? Aluddin Komilov, Forscher am <a href="https://proreforms.uz/">Zentrum für progressive Reformen</a> in Usbekistan, erklärt gegenüber Novastan: <em>„Diese Region ist sehr vielversprechend. Die Europäische Union ist daran interessiert, weil sie einen Wettbewerbsvorteil hat, wenn es darum geht, Lösungen für diese Probleme zu finden. Und im Vergleich zu anderen Großmächten hat die EU in Zentralasien ein positiveres Image als Russland oder China.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser strategische Ansatz steht im Einklang mit den Verpflichtungen der EU im Rahmen internationaler Abkommen wie dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Übereinkommen_von_Paris">Pariser Abkommen</a> und der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und zeigt ihr Engagement für die Bewältigung von Umweltherausforderungen und den Kampf gegen den Klimawandel.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Klimawandel und regionale Stabilität</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU-Global-Gateway-Strategie <a href="https://www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2023/10/23/joint-communique-of-the-19th-european-union-central-asia-ministerial-meeting-23-october-2023-luxembourg/pdf">umfasst in Zentralasien zwei Sektoren</a>: Klima und digitale Konnektivität. Letztere ist Gegenstand eines zunehmenden geopolitischen Wettbewerbs und entspricht dem Wunsch der EU, in diesem neuen Bereich gegenüber anderen einflussreichen Ländern, insbesondere Russland und China, nicht an Boden zu verlieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Teil ist die Team-Europe-Initiative, die sich auf Energie, Wasser und Klimawandel konzentriert, um einen grünen Wandel zu fördern. Hauptziel ist die effiziente Bewirtschaftung der Wasser- und Energieressourcen und die Bewältigung der Herausforderungen des Umwelt- und Klimawandels in Zentralasien.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/anpassung-hat-prioritaet-klimawandel-in-kasachstan/"><strong>„Anpassung hat Priorität“ – Klimawandel in Kasachstan</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts der komplexen Verbindung der Wasserressourcen durch grenzüberschreitende Flüsse wie dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amudarja">Amudarja</a> und dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Syrdarja">Syrdarja</a> ist die Region mit komplexen Dynamiken konfrontiert. Länder an den Oberläufen, wie Tadschikistan und Kirgistan, nutzen Wasser zur Stromerzeugung, während flussabwärts gelegene Länder wie Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan auf Wasser für die Landwirtschaft angewiesen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wechselseitige Abhängigkeit dieser Länder in Bezug auf Wasser und Energie hat zu Diskussionen über die Institutionalisierung von Beziehungen geführt, die auf der Verbindung dieser beiden Faktoren basieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Diversifizierung geopolitischer Interessen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem ist Zentralasien eine Region, in der die europäischen Länder weniger Einfluss haben als China und Russland. Durch die Förderung regionaler Projekte will die EU die zentralasiatischen Länder vereinen und ihre Integration fördern. Im Gegensatz zu früheren Praktiken, bei denen Großmächte ihre Außenpolitik über Moskau koordinierten, will die EU von diesem Modell abrücken und damit eine größere Unabhängigkeit der zentralasiatischen Länder bei der Gestaltung ihrer künftigen Außenpolitik fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aluddin Komilov betont, dass die zentralasiatischen Länder bestrebt sind, künftige Abhängigkeiten von einem bestimmten Staat oder Zugehörigkeiten im Stil der Sowjetunion zu vermeiden. Daher versuchen die zentralasiatischen Länder aktiv, ihre Außenpolitik und ihre Investitionsbeziehungen zu diversifizieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Europäische Entwicklungsfinanzierung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://international-partnerships.ec.europa.eu/funding-and-technical-assistance/funding-instruments/european-fund-sustainable-development-plus_en">European Fund for Sustainable Development Plus</a> stellt eine innovative Struktur innerhalb des Global-Gateway-Programms dar, die darauf abzielt, die externe Investitionspolitik der EU voranzutreiben. Dazu nutzt das Programm Garantien und Mischstrukturen, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Blended_Finance">Blended Finance</a>. Die Garantien fördern Investitionen des Privatsektors, indem sie die Risiken einer Geschäftstätigkeit in Zentralasien verringern und so Bedenken hinsichtlich des undemokratischen Charakters der Region ausräumen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/gruene-transition-in-zentralasien-unterstuetzung-durch-europaeische-entwicklungszusammenarbeit/"><strong>Grüne Transition in Zentralasien – Unterstützung durch europäische Entwicklungszusammenarbeit</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim „Blending“-Aspekt geht es darum, Stichproben öffentlicher Zuschüsse und Darlehen für weniger lukrative Projekte oder solche mit begrenzten Dividendenaussichten zu verwenden. Trotz seiner Ambitionen wurde das Programm einer kritischen Analyse unterzogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während sich der anfängliche <a href="https://www.europarl.europa.eu/meetdocs/2014_2019/plmrep/COMMITTEES/DEVE/DV/2022/11-30/TeamEuropeinitiativesinCentralAsiaonenergyandondigitalconnectivityEN.pdf">Beitrag</a> von Ländern wie Frankreich, Deutschland, Italien, Lettland, Rumänien, der Slowakei und den europäischen Institutionen auf 700 Millionen Euro belief, müssen verstärkt Investitionen des privaten Sektors gefördert werden, um eine signifikante Wirkung vor Ort zu erzielen. Da die EU und Zentralasien zum Status der benachbarten Regionen übergehen, wird diese Initiative als entscheidend für die strategischen Interessen der Europäischen Union angesehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Stabilität durch Investitionen in die Landwirtschaft</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Klimaintelligente Landwirtschaft ist ein relativ neuer Bereich, in dem die EU erhebliche Auswirkungen erzielen möchte. Die Landwirtschaft spielt in den Volkswirtschaften Zentralasiens eine wichtige Rolle, vor allem aufgrund einer tief verwurzelten Kultur in der landwirtschaftlichen Praxis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegenüber <a href="https://thediplomat.com/2023/09/how-the-eu-can-contribute-to-the-green-transition-in-central-asia/">The Diplomat</a> betonte Aluddin Komilov das Potenzial und die Aussichten der Zusammenarbeit zwischen der EU und den zentralasiatischen Ländern in diesem entscheidenden Sektor. Die Herausforderungen gehen über die regionale Sicherheit und Stabilität hinaus und können Auswirkungen auf andere Regionen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/der-aralsee-heute-nur-kleinere-pfuetzen-ein-interview-mit-dem-oekologen-yusup-kamalov/"><strong>Der Aralsee heute: Nur „kleinere Pfützen“ – Ein Interview mit dem Ökologen Yusup Kamalov</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel ist die Austrocknung des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aralsee">Aralsees</a>, eine historische Herausforderung, die auf die sowjetische Politik der Baumwollproduktion zurückzuführen ist und den einst viertgrößten See der Welt zum Inbegriff einer Umweltkatastrophe werden lassen hat. Die Folgen belasten die Regionen rund um den Aralsee bis heute und verdeutlichen die Dringlichkeit konzertierter Aufmerksamkeit und Maßnahmen für eine klimafreundliche Landwirtschaft in Zentralasien.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Bei grünem Wachstum setzt Kasachstan auf die EU</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der institutionelle Aspekt und der Privatsektor erzeugen eine Dynamik, die die Zahl der Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien, seltene Rohstoffe, Wasser und Landwirtschaft vervielfacht. Dies geschieht jedoch im Verborgenen und es dringen nur wenige Informationen nach außen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Wettbewerb zwischen multinationalen Unternehmen ist zweifellos angespannt, wenn es darum geht, Marktanteile im wachsenden grünen Markt Kasachstans auszubauen. Wenn jedoch EU-Akteure in der Region an Einfluss gewinnen, so muss man zunächst verstehen, dass es der Wunsch der lokalen Regierungen ist, mehr Gelder anzuziehen und Unabhängigkeit zu erlangen – indem sie die besten Vereinbarungen mit der russischen, chinesischen, amerikanischen und europäischen Wirtschaft treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/one-water-summit-internationale-antwort-mit-ungewisser-wirksamkeit/"><strong>One Water Summit: Internationale Antwort mit ungewisser Wirksamkeit</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das jüngste <a href="https://international-partnerships.ec.europa.eu/news-and-events/investors-forum-eu-central-asia-transport-connectivity_en">EU-Zentralasien-Investitionsforum</a> in Brüssel zeigte, hat der Klimawandel bereits erste negative Auswirkungen auf Kasachstans Wirtschaft gehabt. Das Land sieht die EU als günstigen Anbieter fortschrittlicher Lösungen im Bereich Entwicklungsfinanzierung, um sein vielversprechendes Wachstum zu sichern. So könnte ein Schwellenwirtschaftsmodell entstehen, das das Narrativ des Rechts auf Umweltverschmutzung für Schwellenländer überholt machen würde.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Camille Ramecourt und Konstantin Blondeau-Mikhaïlov für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/kazakhstan-choisit-lunion-europeenne-assurer-transition-verte/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nachhaltige Unternehmensführung und Frauenförderung &#8211; ein Interview mit Saida Yusupova</title>
		<link>https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/nachhaltige-unternehmensfuehrung-und-frauenfoerderung-green-business-in-usbekistan/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2024 13:21:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Green Business]]></category>
		<category><![CDATA[grünes Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandelanpassung]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Saida Yusupova]]></category>
		<category><![CDATA[Tech4Impact]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>NACHHALTIGES ZENTRALASIEN. Saida Yusupova, Mitbegr&#xFC;nderin und Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrerin von Green Business Innovation und Tech4Impact, spricht im Interview dar&#xFC;ber, wie Frauenf&#xF6;rderung und Green Business in Usbekistan zusammenh&#xE4;ngen . Die NGO Tech4Impact besch&#xE4;ftigt sich nicht nur mit Fragen der Nachhaltigkeit in der Unternehmensf&#xFC;hrung und der F&#xF6;rderung erneuerbarer Energien. Ein Anliegen ist es auch, den Gender Gap bez&#xFC;glich Frauen [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>NACHHALTIGES ZENTRALASIEN. Saida Yusupova, Mitbegründerin und Geschäftsführerin von Green Business Innovation und Tech4Impact, spricht im Interview darüber, wie Frauenförderung und Green Business in Usbekistan zusammenhängen .</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die NGO Tech4Impact beschäftigt sich nicht nur mit Fragen der Nachhaltigkeit in der Unternehmensführung und der Förderung erneuerbarer Energien. Ein Anliegen ist es auch, den Gender Gap bezüglich Frauen in technischen Berufen anzugehen. Ein weiteres Ziel ist die Sensibilisierung der usbekischen Bevölkerung für Nachhaltigkeitsthemen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit nachhaltiger Entwicklung bin ich zum ersten Mal 2008 durch meine Arbeit in der Umwelt- und Energieabteilung des <a href="https://www.undp.org/">UNDP</a>, dem United Nations Development Programme, in Berührung gekommen. Dort wurde mir die Bedeutung des Nachhaltigkeitsansatzes auf Makro-, Mikro- und individueller Ebene bewusst. Erfreulicherweise erhielt ich 2013 ein Stipendium für ein Masterstudium an der <a href="https://www.st-andrews.ac.uk/">Universität St. Andrews</a> in Großbritannien. Dies ermutigte mich, mein eigenes Beratungsunternehmen <a href="https://gbi-consult.com/">„Green Business Innovation“</a> zu gründen und zusammen mit meinen Partner:innen die NGO <a href="https://tech4impact.uz/en/">„Tech4Impact“</a> ins Leben zu rufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welches sind die zentralen Handlungsfelder für Green Business Innovation in Usbekistan?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Green Business Innovation hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Übergang Usbekistans zu grünem Wachstum und nachhaltiger Wirtschaft anzuregen. Zu den Aktivitäten des Unternehmens gehört die Beratung in den Bereichen Klimawandel, grüne Technologien und Energieeffizienz. Wir arbeiten an Projekten für erneuerbare Energien und an Programmen zur Förderung umweltfreundlicher Technologien in Usbekistan und in Zentralasien.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/one-water-summit-internationale-antwort-mit-ungewisser-wirksamkeit/"><strong><a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/entwicklung-erneuerbarer-energien-in-kasachstan-ein-interview-mit-ainur-sospanova/">Entwicklung erneuerbarer Energien in Kasachstan – ein Interview mit Ainur Sospanova</a></strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Anliegen von Tech4impact ist es, Unternehmerinnen und junge Frauen in den Bereichen Naturwissenschaften, Technik und Mathematik (MINT) zu fördern.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nicht nur in Usbekistan, sondern weltweit sind Frauen in den MINT-Fächern untervertreten. Wird Ihre Arbeit in Ihrem beruflichen Umfeld durch ihre Rolle als Frau einfacher oder schwieriger?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, es gibt einen Mangel an Frauen in den MINT-Fächern, sowohl weltweit als auch in Usbekistan. Deshalb haben wir Tech4Impact in Usbekistan ins Leben gerufen, um diese Lücke zu schließen. Leider sind Frauen in vielen Green Business Innovation-Projekten unterrepräsentiert. In der Zusammenarbeit mit internationalen Partnern spüre ich jedoch kaum einen Unterschied zwischen den Geschlechtern, so dass sich unsere Arbeit auf fachliche Themen konzentrieren kann. In der Projektarbeit mit lokalen Partnern beobachte ich leider, dass Männer sich in erster Linie fragen, wie eine Frau im Technologiebereich, z.B. im Energiesektor, erfolgreich sein kann. Stereotype sitzen tief in unserer lokalen Mentalität. Im Laufe der Zeit wird sich das ändern, wenn wir einen höheren Frauenanteil in den Technologiesektoren haben, und zwar auch auf der Entscheidungs- und Führungsebene.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sie haben sowohl in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit als auch in der Privatwirtschaft gearbeitet. Haben Sie den Eindruck, dass sich die öffentliche Wahrnehmung und Einstellung zu Klimawandel und Nachhaltigkeit verändert? Interessieren sich die Menschen in Usbekistan zunehmend für diese Themen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahrnehmung von Klimawandel und Nachhaltigkeit verändert sich zweifellos immer deutlicher. Die Risiken und Herausforderungen des Klimawandels sind zu einem Anliegen für jede:n Einzelne:n geworden. In den europäischen Ländern beobachte ich, dass Menschen darüber nachdenken und danach handeln, ihren CO<sub>2</sub>-Fußabdruck zu reduzieren. In Usbekistan ist dieses Thema in den vergangenen fünf Jahren zunehmend diskutiert worden. Sandstürme, heißere Sommer, Dürren und Wasserknappheit haben in den letzten zwei Jahren dazu geführt, dass sich die Bevölkerung für ihren Einfluss auf die Natur verantwortlich fühlt. In Usbekistan ist die Erwartungshaltung jedoch, dass die Regierung etwas unternimmt, um die Probleme zu lösen. Ich stimme dem teilweise zu, dass die Regierung Maßnahmen ergreifen und Strategien zur Reduzierung des Kohlenstoffausstoßes entwickeln sollte. Es ist allerdings wichtig, dass der dritte Sektor, d.h. Unternehmen, NGOs und Einzelpersonen, eine aktive Position einnehmen, um die Mentalität zu ändern und einen nachhaltigen Lebensstil zu erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn Sie mit Ihrem jüngeren Ich sprechen könnten, was würden Sie sich selbst und anderen jungen Berufstätigen in Usbekistan mitteilen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Welt ist turbulent, und alles ändert sich schnell, verfolge deine Träume und handle jetzt!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Dieses Interview ist im Rahmen einer Studienreise zentralasiatischer Expertinnen und Experten nach Deutschland im Juni 2023 entstanden. Die Studienreise zum Thema </em><a href="https://spce-hub.org/projects/reports" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>Reallabore der Nachhaltigkeit und Energiewende</em></a><em> wurde von der Organisation </em><a href="https://spce-hub.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>SPCE Hub</em></a><em> und der </em><a href="https://www.isog.dhbw.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>Intersectoral School of Governance Baden-Württemberg</em></a><em> (ISoG BW) durchgeführt. Das Projekt wurde vom <a href="https://www.daad.de/de/">Deutschen Akademischen Austausch Dienst</a> (DAAD) mit Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert.</em></strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Das Interview führte Aijan Sharshenova</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Englischen von Berenika Zeller</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/nachhaltige-unternehmensfuehrung-und-frauenfoerderung-green-business-in-usbekistan/">Nachhaltige Unternehmensführung und Frauenförderung &#8211; ein Interview mit Saida Yusupova</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
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