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	<title>Farg&#039;ona Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Thu, 12 Oct 2023 17:41:07 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Farg&#039;ona Archives</title>
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		<title>Fargʻona – Usbekische Wiege der Zivilisation</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Oct 2023 17:41:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Panorama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie ist die Hauptstadt des malerischen Fergana-Tals: Farg&#x2BB;ona (Fergana), nach dem mittelalterlichen Gelehrten Al-Ferghani benannt, hebt sich st&#xE4;dtebaulich von anderen usbekischen St&#xE4;dten ab: Die Stra&#xDF;en sind nicht eng und verschachtelt, sondern ausgebaut und durchgeplant. Statt traditioneller zentralasiatischer Architektur findet man alte Geb&#xE4;ude im Kolonialstil vor. In j&#xFC;ngster Zeit wurde Farg&#x2BB;ona mit Kunstobjekten im nationalen Stil [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sie ist die Hauptstadt des malerischen Fergana-Tals: Fargʻona (Fergana), nach dem mittelalterlichen Gelehrten Al-Ferghani benannt, hebt sich städtebaulich von anderen usbekischen Städten ab: Die Straßen sind nicht eng und verschachtelt, sondern ausgebaut und durchgeplant. Statt traditioneller zentralasiatischer Architektur findet man alte Gebäude im Kolonialstil vor. In jüngster Zeit wurde Fargʻona mit Kunstobjekten im nationalen Stil geschmückt. Es ist diese Vermischung der Stile, die der Stadt ihren kontrastreichen Charakter verleiht. Asia-Plus führt uns auf eine Reise in die Stadt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Während die meisten Besucher <a></a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Farg%CA%BBona">Fargʻona</a> sich auf der Durchreise zum Kurort Chimyon befinden, ist diese für Usbekistan untypische Stadt selbst für Geschichtsinteressierte interessant. Denn statt von einem Herrscher des Ostens wurde sie vom russischen General <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Dmitrijewitsch_Skobelew">Michail Dmitrijewitsch</a> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Dmitrijewitsch_Skobelew">Skobelew</a> gegründet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besucher sollten sich auch Ausflüge in die alten Städte des<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Khanat_Kokand"> Khanats Kokand</a> nicht entgehen lassen, das seit Anfang des 18. Jahrhunderts existiert hatte, bis es Ende des 19. Jahrhunderts im Zuge der russischen Eroberungen in Zentralasien annektiert wurde. Jene geschichtsträchtigen Städte sind in weniger als einer Stunde zu erreichen und bieten neben einer Fülle an Aktivitäten auch geschichtlich sowie handwerklich spannende Orte.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Die beste Zeit für Reisen nach Fargʻona ist April bis Mitte Mai, sowie von Mitte September bis Oktober. In dieser Zeit ist es angenehm warm, ohne dass die Hitze zu sehr drückt. Im Frühling erstrahlt die Stadt in schönstem Grün, und im Herbst sind die Marktstände voller Früchte, deren Preise nicht der Rede wert sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Sehenswürdigkeiten</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das wichtigste Bauwerk der verhältnismäßig jungen usbekischen Stadt ist die großflächige Militärfestung. Von ihr aus wurden fächerförmig die neuen Straßen angelegt. Im Gegensatz zu den alten Städten Usbekistans sind die Straßen hier gerade, der Grundriss ist klar, und die historischen Sehenswürdigkeiten sind im klassischen europäischen Stil gebaut. Die ersten architektonischen Bauten der Stadt waren das HausdesGouverneurs(heute ein Theater), das Haus des Gouverneurs<strong>&#8211;</strong>Assistenten und die Militärversammlung, in der sich Offiziere trafen. Im Herzen der Stadt befindet sich ein großer Park.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt Sehenswürdigkeiten zweierlei Arten: Die alten erscheinen im kolonialen, die modernen im orientalischen Stil. Dies ist geschichtlich zu erklären. Fargʻona wurde 1876 im Zuge der russischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Russische_Eroberung_Turkestans">Eroberungen des damaligen Turkestans</a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Russische_Eroberung_Turkestans"> </a>von Michail Skobelew, General des Zaren, gegründet. Die Stadt sollte dem Russischen Reich als künftiges Verwaltungszentrum der Region dienen. Darum erhielt sie auch den Spitznamen „Stadt der Generäle“, obwohl sie aufgrund ihrer Nähe zur uralten Stadt <a></a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marg%CA%BBilon">Margʻilon</a> (russ. Margelan) zunächst Nowy Margelan, also Neu-Margelan, genannt wurde.&nbsp; 1907 wurde die Stadt in Skobelew<strong>, </strong>1924 schließlich in Fargʻona umbenannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/wie-vor-100-jahren-die-bolschewiki-das-emirat-von-buxoro-und-das-khanat-von-xiva-zerstoerten/"><strong>Wie vor 100 Jahren die Bolschewiki das Emirat von Buchara und das Khanat von Xiva zerstörten</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die alte Festung im Zentrum hat das Zeitliche gesegnet. Noch erhalten und begehbar ist dagegen die ehemalige Gouverneursresidenz, die im späten 19. Jahrhundert erbaut wurde und die Hauptattraktion darstellt. Das Gebäude weist zum einen harmonische Proportionen im Stile des Klassizismus auf, zum anderen ist es mit anmutigen, typisch orientalischen Bogenfenstern verziert.<br>Die Stadt zählt noch eine Reihe weitere vorrevolutionäre Gebäude, wie die Männerturnhalle, die Militärversammlung und die Alexander-Newski-Kapelle, die im byzantinischen Stil erbaut wurde.<br>Denkmäler und Kunstobjekte sind heute in nationalem Glanz geschmückt. Wer von der Autobahn aus Richtung Taschkent und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qoʻqon">Qoʻqon</a> (Kokand) in die Stadt einfährt, den grüßt ein Bogen im mittelalterlich-orientalischen Stil.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Persönlichkeiten und Umland</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das touristische Aushängeschild der Stadt ist das Denkmal zu Ehren des mittelalterlichen Astronomen und Mathematikers <a href="https://uzbekistan.travel/de/o/al-ferghani-der-grosste-astronom-und-mathematiker/">Al<strong>&#8211;</strong>Ferghani</a>, der im 8. Jahrhundert lebte, und in Bagdad, wo sich die erste Akademie der islamischen Welt befand, studierte. Er legte den Grundstein für viele Erkenntnisse in der Astronomie. Es ist in einem ähnlichen Stil erbaut wie das Denkmal der „Trauernden Mutter&#8220;, das den Gefallenen des <a href="https://www.dekoder.org/de/gnose/grosser-vaterlaendischer-krieg">Großen Vaterländischen Krieges</a> gewidmet ist. Es zeigt eine Frau in traditioneller Kleidung aus Bronze in einem offenen Pavillon, wo sie zwischen dessen Säulen unter einem Baldachin vor den durchbrochenen Gitterstäben eines hohen Bogenfensters sitzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch damit nicht genug: Auf einem Spaziergang durch die Stadt erwarten Sie noch weitere Skulpturen. Zum Beispiel ein Denkmal des womöglich meist gefeierten turksprachigen Dichters <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mir_ʿAli_Schir_Nawāʾi">Ali </a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mir_ʿAli_Schir_Nawāʾi">S</a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mir_ʿAli_Schir_Nawāʾi">c</a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mir_ʿAli_Schir_Nawāʾi">hir Nawai</a>. An ihn, der seine Verse sowohl auf Persisch wie auf Tschagataisch, einer dem Usbekischen verwandten Sprache, aufschrieb, erinnert eine Komposition aus riesigen Krügen, die ein Blumengarten umgibt. Sogar Figuren aus <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pawel_Petrowitsch_Baschow">Baschows</a> in der Sowjetunion allseits bekannten Märchen begegnen sie hier wie der Herrin des Kupferbergs mit Danila. Dies ist erstaunlich, liegt der Ural, der Ursprungsort dieser Märchen, doch mehrere tausend Kilometer entfernt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Freitagsmoschee, die städtische Hauptmoschee, ist einen Besuch wert. Ihre schneeweiße, in traditionell zentralasiatischem, dunkelblauem Dekor verzierte Fassade wirkt so anmutig, als wäre sie geradewegs den Märchen aus Tausendundeinernacht entsprungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/die-braut-aus-vodil-unter-der-sonne-des-ferganatals/"><strong>Die Braut aus Vodil – Unter der Sonne des Ferganatals</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">In nächster Nähe liegen weitere historisch spannende Städte des Kokand-Khanats, die allesamt als wichtige Knotenpunkte der Seidenstraße dienten:<a>Margʻilon</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Quva">Quva</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rishton_(Usbekistan)">Rishton</a> und Qoʻqon, dessen Herzstück eines der letzten islamischen Großbauten des 19. Jahrhunderts darstellt: Der imposante <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Palast_des_Xudayar_Khan">Palast </a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Palast_des_Xudayar_Khan">des</a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Palast_des_Xudayar_Khan"> </a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Palast_des_Xudayar_Khan">Xudayar</a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Palast_des_Xudayar_Khan"><strong> </strong></a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Palast_des_Xudayar_Khan">Khan</a>. Seine Innenhöfe und Räumlichkeiten sind größtenteils begehbar und erzählen anhand von Bildern und Infotafeln die Geschichte des ehemaligen Herrschersitzes. Besonders sehenswert sind auch die in den Fassaden verarbeiteten Mosaike.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch auch die blühende Natur des&nbsp; <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ferghanatal">Ferg</a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ferghanatal">a</a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ferghanatal">na-Tals</a> lädt zum Verweilen ein. Hier fließen der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Naryn_(Fluss)">Naryn</a> und der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qoradaryo">Qarodaryo</a> zusammen und münden in den<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Syrdarja">Syr</a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Syrdarja">darja</a>, den längsten Fluss Zentralasiens. Der fast komplett von Bergen umgebene Ort gilt als Paradies inmitten der Wüste und als malerische Perle des Ostens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einzig Museen sind in der Stadt rar gesät. Nichtsdestotrotz bietet das Staatliche Museum für Geschichte und Kultur des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ferghanatal">Fergana-Tals</a> eine reiche Sammlung von archäologischen Raritäten, antikem Schmuck und Meisterwerken der Kunst.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kulinarik</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die wichtigste lokale Spezialität ist der berühmte <a>Fargʻona</a>&#8211;<a href="https://gewuerzeck.at/plov-nach-ferghana-art/">Plow</a>, wobei sich die lokalen Rezeptvarianten meist in der Würzung, dem Reiskorn, der Zugabe von verschiedenen Beeren oder auch dem Ablauf der Schritte unterscheiden. In Restaurants und Cafés können Sie tiefer in die usbekische Küche eintauchen: <a href="https://www.advantour.com/de/usbekistan/uzbek-food.htm">Shurpa</a>, <a href="https://www.centralasia-travel.com/de/countries/uzbekistan/cuisine/lagman">Lagman</a>, <a href="https://www.centralasia-travel.com/de/countries/uzbekistan/cuisine/kurt">Kurt</a>, Basma<strong>, </strong><a href="https://www.centralasia-travel.com/de/countries/uzbekistan/cuisine/manti">Manty</a><strong>, </strong><a href="https://www.advantour.com/de/usbekistan/uzbek-food.htm">Chuchvara</a> sowie eine große Auswahl an orientalischen Süßigkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/ein-kulinarischer-ort-in-taschkent-der-chigatay-basar/"><strong>Ein kulinarischer Ort in Taschkent: Der Chigatay-Basar</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">An beinah jeder Straßenecke strömt ihnen der Duft von<a href="https://www.foodundco.de/somsa-teigtaschen-aus-usbekistan/">Tandyr Samsa</a><strong> </strong>und <a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/die-leute-koennen-sich-ein-leben-ohne-lepyoshka-nicht-vorstellen-ueber-brot-und-baeckerinnen-in-taschkent/">gemusterten usbekischen Fladenbroten</a><strong> </strong>entgegen &#8211; das ist traditionelles lokales Fastfood. Und was wäre ein Besuch in <a>Fargʻona</a>, ohne sich an Früchten, Gemüse, Weintrauben, Melonen und anderen Köstlichkeiten zu laben. Die Früchte und Beeren sind groß, saftig, süß und preiswert.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Souvenirs</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Typische Souvenirs aus dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ferghanatal">Fergana-Tal</a> sind Margʻilon<a href="https://de.euronews.com/reise/2016/01/25/zentrum-der-seidenproduktion-margilan-in-usbekistan"><strong>&#8211;</strong>Seide</a><strong> </strong>und<a href="https://uzbekistan.travel/de/o/rishtan-keramik/"><strong> </strong>Rishton<strong>&#8211;</strong>Keramik</a>. Seit der Antike exportierte das nahegelegene Margʻilon Seide nach Bagdad und Kairo. Heute wird dieser Stoff in der Fabrik <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Yodgorlik">Yodgorlik</a> hergestellt. In Fargʻona kann man eine Vielzahl von Margʻilon-Stoffen kaufen – Seide, Baumwolle, dünne und dicke Stoffe, Seide mit Kamelhaar, handgefertigt oder maschinell, die Schattierungen sind endlos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rishton hat sich derweil auf die Herstellung von Töpferwaren spezialisiert. Diese werden von Hand mit reichen Ornamenten bemalt. Bemalte Schalen, Servierteller für Reis, Krüge, Vasen, Teegeschirr und weitere nationale Gebrauchsgegenstände.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/textilien-teppiche-und-geometrie-stoffproduktion-in-zentralasien/"><strong>Textilien, Teppiche und Geometrie: Stoffproduktion in Zentralasien</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den beliebtesten Einkäufen der Besucher gehören auch Sultaninen, Aprikosen und andere Trockenfrüchte. Sie sind die Delikatessen des Fergana-Tals. Beliebt sind auch <a href="https://amphora-tandoors.com/usbekischer-devzira-plov-reis-versch-groessen/">Devzira</a>-Reis und Gewürze, um zu Hause usbekische Gerichte nachzukochen. Vielleicht interessieren Sie sich auch für heilende Tees und Balsame, die auf Kräutern aus der Region basieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles in allem ist ein Besuch in Fargʻona ein hervorragender Ausgangspunkt für die Erkundung des Fergana-Tals, des fruchtbarsten und schönsten Tals in Usbekistan.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Weitere Fotos findet ihr im </em><a href="https://www.asiaplustj.info/ru/news/centralasia/20230819/fergana-generalskii-gorod-stavshii-kolibelyu-tsivilizatsii"><em>Originalartikel</em></a><em>.</em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Asia-Plus</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russsichen von Arthur Siavash Klischat</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<title>Tuchmarkt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Feb 2021 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Farg'ona]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Abteilung f&#xFC;r Stoffe und T&#xFC;cher auf dem Bazar von Margilon in Usbekistan. Foto:&#xA0;Clara Cohade&#xA0;(Frankreich) Findet alle unsere Bilder des Tages&#xA0;hier</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Abteilung für Stoffe und Tücher auf dem Bazar von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Margʻilon">Margilon</a> in Usbekistan.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Foto:&nbsp;Clara Cohade&nbsp;</strong>(Frankreich)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Findet alle unsere Bilder des Tages&nbsp;<a href="https://novastan.org/de/cat/bild-des-tages/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a></p>
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		<title>Usbekistan: Ölverschmutztes Grundwasser in der Region Ferghana</title>
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		<dc:creator><![CDATA[erudolph]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2020 16:42:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Ölkatastrophe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Provinz Ferghana haben Lecks aus einer &#xD6;lraffinerie seit Jahren das Grundwasser verschmutzt. Die Situation f&#xFC;r die Umwelt und die Anwohner der Region ist katastrophal. Der usbekische Journalist Nikita Makarenko hat das Problem angesprochen und die Fabrikleitung damit konfrontiert. Die&#xA0;&#xD6;lraffinerie Ferghana&#xA0;wurde vor 60 Jahren erbaut und befindet sich im Distrikt&#xA0;Toshloq, n&#xF6;rdlich der Stadt&#xA0;Ferghana im [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>In der Provinz Ferghana haben Lecks aus einer Ölraffinerie seit Jahren das Grundwasser verschmutzt. Die Situation für die Umwelt und die Anwohner der Region ist katastrophal. Der usbekische Journalist Nikita Makarenko hat das Problem angesprochen und die Fabrikleitung damit konfrontiert.</strong></p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die&nbsp;<a href="http://fnpz.uz/index.php/ru/">Ölraffinerie Ferghana</a>&nbsp;wurde vor 60 Jahren erbaut und befindet sich im Distrikt&nbsp;<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Toshloq_District">Toshloq</a>, nördlich der Stadt&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Farg%CA%BBona">Ferghana</a> im Osten Usbekistans. Seit der Gründung der Anlage haben regelmäßige Leckagen das Grundwasser der Region mit Öl kontaminiert. Die Verschmutzung ist dadurch gekennzeichnet, dass flüssiges Erdöl auf der Oberfläche schwimmt, beziehungsweise bereits aufgelöst im Wasser schwebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem&nbsp;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=_Xn07fGrm84&amp;feature=youtu.be">Video</a>&nbsp;vom 3. Juli, das auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht wurde, verurteilt der usbekische Journalist&nbsp;<a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%9C%D0%B0%D0%BA%D0%B0%D1%80%D0%B5%D0%BD%D0%BA%D0%BE,_%D0%9D%D0%B8%D0%BA%D0%B8%D1%82%D0%B0_%D0%90%D0%BD%D0%B0%D1%82%D0%BE%D0%BB%D1%8C%D0%B5%D0%B2%D0%B8%D1%87">Nikita Makarenko</a>&nbsp;die ökologische, aber auch menschliche Katastrophe. Die Bewohner klagen über häufige Krankheiten und verkümmerte Ernten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:&nbsp;<a href="https://novastan.org/de/usbekistan/warum-der-aralsee-nicht-das-einzige-umweltproblem-usbekistans-ist/">Warum der Aralsee nicht das einzige Umweltproblem Usbekistans ist</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erschwerende Umstände: Illegale Ölbohrungen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Bewohner der Region zogen zudem durch illegale Ölförderung Profit aus der Situation. Durch das Einlassen von Ölrückständen in die Bewässerungskanäle oder -gräben tragen sie zur Zerstörung der Umwelt bei und erschweren die Situation zusätzlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 7. Juli leiteten die örtlichen Behörden einen radikalen&nbsp;<a href="https://telegra.ph/Izhtimoij-tarmo%D2%9Blarda-Far%D2%93on-viloyatidagi-honadonlarda-neft-%D2%9Bazib-olinmo%D2%9Bda-sarlav%D2%B3asi-bilan-tar%D2%9Balgan-videolav%D2%B3aga-Toshlo%D2%9B-tuma-07-07">Einsatz</a>&nbsp;ein, bei dem mehr als 80 Brunnen und Pumpen vergraben und fast 23&nbsp;000 Liter Flüssigkeit beschlagnahmt wurden. 50 Bürger wurden wegen illegaler Ölbohrungen und acht weitere wegen Deponierung von Altöl bestraft. Die Behörden wandten sich auch an die Fabrikverwaltung, die hauptsächlich für die Verschmutzung verantwortlich ist, und forderten sie auf, die Leckageprobleme zu beheben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:&nbsp;<a href="https://novastan.org/de/kirgistan/zentralasien-2030-wie-steht-es-um-das-wassermanagement/">Zentralasien 2030: Wie steht es um das Wassermanagement?</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verantwortung der Fabrik und Dringlichkeit zu handeln</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anlage wird jetzt vom Gemeinschaftsunternehmen Jizzakh Petroleum&nbsp;<a href="https://www.gazeta.uz/ru/2020/06/17/trust-management/">verwaltet</a>, das von Shokir Fayzullaev, dem ehemaligen stellvertretenden Wirtschaftsminister, geleitet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem&nbsp;<a href="http://fnpz.uz/index.php/ru/press-tsentr/publikatsii/367-ob-ekologicheskoj-situatsii-v-tashlakskom-rajone-ferganskoj-oblasti">Bericht</a>&nbsp;vom 10. Juli erkennt Shokir Fayzullaev die Verantwortung des Unternehmens an und begründet die Lecks durch technische Fehler, deren Art nicht genauer beschrieben wird. Zur Minderung des Problems hat die Anlage seit den 90er Jahren eine Reihe von Techniken eingeführt, wie etwa ein System zum Lokalisieren und Abfangen schwimmender Kohlenwasserstoffe. Diese Maßnahmen reichten allerdings bei Weitem nicht aus, um der Verschmutzung ein Ende zu setzen.&nbsp;</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Shokir Fayzullaev verspricht weitere Maßnahmen, die im Rahmen des Modernisierungsprogramms der Anlage in den nächsten drei Jahren ergriffen werden sollen. Diese wurden von der Firma noch nicht spezifiziert. Obwohl diese Anerkennung von Verantwortung ein positives Signal sendet, müssen unbedingt konkrete Maßnahmen zur Eindämmung der seit Jahren andauernden Katastrophe ergriffen werden. Nikita Makarenko fordert die Fabrikleitung auf, Daten über die gesundheitlichen Schäden der Bewohner sowie über die Umweltschäden zu&nbsp;<a href="https://t.me/makarenko_channel/1754">erheben</a>.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Clotilde Rabault</strong>, <strong>Redakteurin für Novastan France</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Französischen von Elisabeth Rudolph</strong></p>


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		<title>Holzkunst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2020 02:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Farg'ona]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Detail am Dach einer Moschee in Marg&#x2019;ilon in der usbekischen Provinz Farg&#x2019;ona zeigt die herausragende Kunstfertigkeit, mit der zentralasiatische Moscheen dekoriert wurden und werden. Foto: Caroline Eden (England) Findet alle unsere Bilder des Tages hier</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Detail am Dach einer Moschee in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marg%CA%BBilon" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Marg&#8217;ilon</a> in der usbekischen Provinz <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Farg%CA%BBona" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Farg&#8217;ona</a> zeigt die herausragende Kunstfertigkeit, mit der zentralasiatische Moscheen dekoriert wurden und werden.</p>
<p><strong>Foto: <a href="https://www.instagram.com/edentravels/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Caroline Eden </a></strong> (England)</p>
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		<title>Moschee in Marg&#8217;ilon</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Feb 2020 03:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Farg'ona]]></category>
		<category><![CDATA[Margilon]]></category>
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		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Moschee in Marg&#x2019;ilon, im Ferghanatal im Osten Usbekistans. Foto: Luisa Podsadny (Deutschland) Findet alle unsere Bilder des Tages hier</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Moschee in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marg%CA%BBilon" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Marg&#8217;ilon</a>, im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Farg%CA%BBona" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ferghanatal</a> im Osten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Usbekistan" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Usbekistans</a>.</p>
<p><strong>Foto: <a href="https://novastan.org/de/author/luisap/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Luisa Podsadny </a></strong> (Deutschland)</p>
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		<title>„Um einen Teller Erdbeeren“: Das Pogrom in Farg‘ona 1989</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie Schliesser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jan 2020 14:29:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[1989]]></category>
		<category><![CDATA[Farg'ona]]></category>
		<category><![CDATA[Interethnische Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Pogrom]]></category>
		<category><![CDATA[Turk-Mescheten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einer der ersten gewaltt&#xE4;tigen interethnischen Konflikte Usbekistans war das Pogrom gegen die turk-meschetische Minderheit in der Provinz Farg&#x2019;ona. Bis heute sind die Ursachen nicht genau gekl&#xE4;rt. Der Anthropologe Dr. Sergei Abashin geht von einem spontanen, emotional aufgeladenen Gewaltausbruch aus. Folgender Artikel erschien im russischen Original bei Fergana News. Wir &#xFC;bersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Einer der ersten gewalttätigen interethnischen Konflikte Usbekistans war das Pogrom gegen die turk-meschetische Minderheit in der Provinz Farg&#8217;ona. Bis heute sind die Ursachen nicht genau geklärt. Der Anthropologe Dr. Sergei Abashin geht von einem spontanen, emotional aufgeladenen Gewaltausbruch aus. Folgender Artikel erschien im russischen Original bei </strong><a href="https://fergana.agency/articles/107921/">Fergana News</a><strong>. Wir übersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong></p>
<p style="text-align: justify">In der Usbekischen Sozialistischen Sowjetrepublik kam es im Mai und Juni des Jahres 1989 zu einem der ersten interethnischen Konflikte auf dem Gebiet der Sowjetunion, durch den zehntausende unschuldige Menschen litten, die schon viele Jahre in Usbekistan gelebt hatten: die Turk-Mescheten. Die Turk-Mescheten waren 1944 aus ihrer Heimat Meschetien im Süden Georgiens in den zentralasiatischen Teil der Sowjetunion deportiert worden, die meisten nach Usbekistan. Zunächst lebten sie dort in Spezialansiedlungen. Ab 1956 standen die Turk-Mescheten nicht mehr unter administrativer Überwachung. Nichtsdestotrotz hatten sie keine echte Möglichkeit, in die Regionen zurückzukehren, aus denen sie deportiert worden waren. Laut einer Volkszählung aus dem Jahr 1989 lebten 107.000 Turk-Mescheten in Usbekistan, 5 bis 6 Tausend davon in der Provinz Farg‘ona, die meisten in Quvasoy.</p>
<p style="text-align: justify">Der Auslöser der Pogrome, über den bis heute keine vollständige Klarheit besteht, wurde zunächst ungeschickt zu vertuschen versucht: auf dem Volksdeputiertenkongress gab Rafik Nishanow, damals Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Usbekischen Sozialistischen Sowjetrepublik, bekannt, dass sich die Geschehnisse auf einem Basar „aufgrund eines Tellers Erdbeeren“ zugetragen hätten. Angeblich habe sich ein Turk-Meschete grob gegenüber einer usbekischen Verkäuferin verhalten und die Erdbeeren umgestoßen. Man habe sich für die Frau eingesetzt und eine Schlägerei begonnen. Kurz darauf änderte sich die offizielle Version, doch Nischanows „Erdbeeren“ wurden noch viele Jahre später erwähnt.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Erste Gewaltausbrüche in Quvasoy</strong></p>
<p style="text-align: justify">Mitte Mai 1989 kam es in Quvasoy zu Prügeleien zwischen turk-meschetischen Jugendlichen auf der einen, und usbekischen und tadschikischen Jugendlichen auf der anderen Seite. Nach einer kurzen Kampfpause entwickelten sich daraus deutlich größere Auseinandersetzungen. Von jeder Seite waren einige hundert Personen beteiligt.</p>
<p style="text-align: justify">Es begannen Versuche, in Viertel vorzudringen, in denen Turk-Mescheten und andere Minderheiten lebten, um dort Pogrome zu verüben. Von staatlicher Seite wurde versucht, die Menge zur Auflösung zu überreden, jedoch war es erst möglich die Unruhen zu unterbrechen als in der Stadt zusätzliche Sicherheitskräfte eintrafen. Bei diesen Ereignissen wurden 58 Menschen verletzt, 32 wurden in Krankenhäuser eingeliefert, wo einer von ihnen starb.</p>
<p style="text-align: justify">In Quvasoy trafen die Angreifer auf Widerstand von Seiten der Turk-Mescheten. Die Zusammenstöße arteten in Pogrome aus, die in der ganzen Oblast um sich griffen. In anderen Städten und Dörfern gelang es den Turk-Mescheten nicht, sich zu verteidigen. Sie waren zahlenmäßig weniger, lebten verstreut und in einigen Fällen gestattete die Miliz nicht die Bildung von Wehren zur Selbstverteidigung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><figure id="attachment_19334" aria-describedby="caption-attachment-19334" style="width: 496px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-19334" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/01/7dbeb763-0b3e-4574-8e23-1f409d389d79.jpeg" alt="" width="496" height="347" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/01/7dbeb763-0b3e-4574-8e23-1f409d389d79.jpeg 496w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/01/7dbeb763-0b3e-4574-8e23-1f409d389d79-300x210.jpeg 300w" sizes="(max-width: 496px) 100vw, 496px" /><figcaption id="caption-attachment-19334" class="wp-caption-text">Mehr als 16.000 Turk-Mescheten wurden während der zweiwöchigen Gewaltausbrüche in der Provinz Ferg&#8217;ona in Usbekistan nach Russland ausgeflogen</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify">Die zentralen Ereignisse der Krise in der Provinz Farg‘ona begannen am 3. Juni in der Siedlung Toshloq. Dort fand sich eine Gruppe Jugendlicher zusammen, die begann, die Häuser von Turk-Mescheten anzuzünden und auf ihre Bewohner einzuprügeln. Danach setzten sie ihre Gewalttaten in der Siedlung Komsomolski fort. Eine Gruppe Soldaten der Inneren Truppen versuchte erfolglos sich ihnen entgegenzustellen. Überfälle auf die Turk-Mescheten ereigneten sich auch in Marg’ilon und Farg’ona.</p>
<p style="text-align: justify">Am Folgetag forderte eine gewaltbereite Menschenmenge in Toshloq die Auslieferung der Turk-Mescheten, die sich unter dem Schutz der Miliz in das Gebäude des Regionalkomitees geflüchtet hatten. Zudem forderte die Menge die Freilassung der am Vorabend verhafteten Gewalttäter. Das Gebäude des Regionalkomitees und der Milizführung wurde angegriffen, wobei ein Milizionär starb und 15 weitere verletzt wurden.</p>
<p style="text-align: justify">In den Zentren von Farg’ona und Marg’ilon versammelten sich aggressive Menschenmengen, die versuchten in die Gebäude des Stadt- sowie des Oblastkomitees vorzudringen. In Marg’ilon gelang den Angreifenden dies, die Turk-Mescheten hatte man jedoch bereits erfolgreich von dort evakuiert. In Farg’ona stoppten die Gewalttäter Autos und Busse und durchsuchten diese nach Turk-Mescheten. Erste Informationen über die Unruhen erschienen in den Medien jedoch erst zwei Tage später, am 6. Juni.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Aggressive Menschenmengen machen einen militärischen Einsatz nötig</strong></p>
<p style="text-align: justify">In Qo’qon gingen die Angreifer besonders entschlossen vor. Mehr als 5000 Menschen aus den umliegenden Dörfern kamen am 7.Juni in der Stadt zusammen. Die Menge besetzte eine Ziegelei sowie das Gebäude der städtischen Verwaltung. 68 Personen wurden aus dem Untersuchungsgefängnis befreit. Während die Angreifer die Stadtverwaltung belagerten, gelang es den Behörden, die in der Stadt verbliebenen Turk-Mescheten auf dem Autohof und im Sanatorium zu versammeln. Später konnten Spezialkräfte die Angreifenden aus dem städtischen Verwaltungsgebäude vertreiben. Die Gewalttäter verstreuten sich daraufhin in der Stadt und begannen unter anderem auch die Häuser von Milizionären zu zerstören und anzuzünden.</p>
<p style="text-align: justify">Am darauffolgenden Tag strömten weitere Menschen aus umliegenden Bezirken nach Qo‘qon. Den Unruhestiftern gelang es, einige Unternehmen und den Bahnhof zu besetzen, wo sich auf den Gleisen ein Zug mit Brennstoff befand. Aus einem der Tanks wurde Brennstoff gelassen. Sie forderten von den Behörden die Auslieferung der Turk-Mescheten sowie der Milizionäre, die auf sie geschossen hatten und drohten damit, den Brennstoff in Brand zu setzen und den Zug in die Luft zu sprengen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/das-ferganatal-in-hundert-tnen/">Das Ferganatal in hundert Tönen</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Alle besetzten Orte wurden nach einiger Zeit von Spezialkräften zurückerobert. Aus Qo`qon brachten die Behörden die Turk-Mescheten ins benachbarte Tadschikistan. Dort wurden sie in einem Ferienheim in den Bergen der Oblast Leninabad [Anmerkung: heute Provinz Sughd] versteckt. Doch schon kurz darauf, am 10.Juni, rollte eine Lastwagenkolonne in Richtung des Ferienheims. In diesen befanden sich junge Erwachsene, die mit Stichwaffen bewaffnet waren. Um die Kolonne aufzuhalten setzten die Inneren Truppe aus Helikoptern heraus Waffen ein. Bis zum 11.Juni gelang es den Militärs die Massenunruhen zu beenden und die Situation unter Kontrolle zu bringen.</p>
<p><figure id="attachment_19335" aria-describedby="caption-attachment-19335" style="width: 920px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-19335" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/01/13ef678c-ae92-4950-97dc-211696f99783-2.jpeg" alt="" width="920" height="644" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/01/13ef678c-ae92-4950-97dc-211696f99783-2.jpeg 920w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/01/13ef678c-ae92-4950-97dc-211696f99783-2-300x210.jpeg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/01/13ef678c-ae92-4950-97dc-211696f99783-2-768x538.jpeg 768w" sizes="(max-width: 920px) 100vw, 920px" /><figcaption id="caption-attachment-19335" class="wp-caption-text">In der Stadt Qo’qon gingen die Angreifer besonders entschlossen vor, Spezialeinsatzkräfte mussten sie aus dem Verwaltungsgebäude vertreiben</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify">Der Historiker und Ethnologe Alexander Osipow, der zu den Turk-Mescheten forscht, schreibt, dass die Zusammenstöße in der Oblast Farg’ona vielen bis heute ein Rätsel bleiben: zahlreiche Details blieben unbekannt und der Sinn des Geschehenen unverständlich. Es ist unklar, warum die Aufstände begannen, warum sie so umfangreich und erbittert waren und wer die Angreifenden anführte, falls es denn überhaupt einen Anführer gab.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Augenzeugenbericht eines Wissenschaftlers</strong></p>
<p style="text-align: justify">An die Geschehnisse in Farg’ona erinnert sich der Anthropologe Dr. Sergei Abashin, der als Professor an der Europäischen Universität Sankt Petersburg arbeitet:</p>
<p style="text-align: justify"><em>„Im April 1989 war ich Doktorand am Institut für Ethnographie und fuhr in die Oblast Farg’ona nach Usbekistan, um dort Feldarbeiten durchzuführen. Dort hielt ich mich bis Ende Juni auf. Ich kann mich gut an die Vorgeschichte des Konflikts erinnern. Als ich Anfang Mai nach Farg’ona fuhr und mich dort mit den Leuten unterhielt, konnte man die allgemeine Anspannung schon spüren, die Aufteilung in Einheimische und Fremde, aber die Turk-Mescheten als spezielle Gruppe wurden nicht genannt. Dennoch hatte sich schon Ende Mai die allgemeine Aufmerksamkeit gerade auf die Turk-Mescheten fokussiert. Ich habe Gespräche mit Beamten auf Bezirksebene geführt und sie berichteten, dass am 1. oder 9. Mai Flugblätter mit unterschiedlichen Aufrufen nationalistischer Art verteilt worden waren. In Details haben sie sich nicht vertieft, aber es war offensichtlich, dass die Menschen deshalb beunruhigt waren.“</em></p>
<p style="text-align: justify"><em>„Die Geschehnisse in Quvasoy fanden Mitte Mai statt. In dieser Zeit betrieb ich Nachforschungen in der Nähe von Quva, wo ich bei einer Familie im Kischlak wohnte [Anmerkung: Das Wort „Kischlak“ bezeichnet eine ländliche Siedlung von semi-nomadischen Turkvölkern.]. Ich erinnere mich, dass die Leute untereinander redeten, dass wohl etwas passiert sei. Die Sache ist die, dass die Menschen die Turk-Mescheten nicht sehr von anderen unterschieden, sofern sie nicht direkte Nachbarn waren. Und in den Unterhaltungen, die ich mitbekam, wurden sie als „Kaukasier“ bezeichnet.“</em></p>
<p style="text-align: justify"><em>„Bereits Anfang Juni reiste ich in die Stadt Farg’ona. Ich sah, wie sich Jugendliche aus dem Ort in Massen auf dem zentralen Platz versammelten, wie sie zu den Behörden gingen und ein Treffen abhielten. Sie erklärten mit später, dass sie ihre Toten herbeigebracht hatten. Obwohl diese Menschenmenge einigermaßen aggressiv war, war diese Aggression nicht willkürlich, sondern gezielt. Auch als sich die Menge auf einem Platz versammelte, gingen andere Menschen weiterhin gelassen an diesen vorbei und gingen in Parks spazieren. Die Menge griff niemanden der Vorbeigehenden an. Dasselbe Bild zeigte sich auch, als sich die Menschenmasse zum Gebäude der örtlichen Verwaltung hinbewegte.“</em></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Groteske Parallelwelt</strong></p>
<p style="text-align: justify"><em>„[&#8230;] Ich habe die Pogrome gesehen. In der Stadt gab es Bezirke, in denen die Turk-Mescheten lebten, und dort brannten die Häuser- Bis heute erinnere ich mich an das Schockgefühl, als ich auf der einen Straße die Pogrome sah, und ein paar Straßen weiter alles ruhig zuging und Mütter mit Kinderwägen spazieren gingen.“</em></p>
<p style="text-align: justify"><em>„Ich erinnere mich auch, dass Jugendliche aus den Regionen nach Farg’ona und Marg’ilon reiste, um „die Unseren zu unterstützen“. Das ist durchaus ein bekanntes Muster, dass die Angreifenden oft denken, dass sie sich eigentlich verteidigen. Es ging das Gerede herum, dass „die Türken uns angreifen“, deshalb müssen wir uns verteidigen und diese Verteidigung</em> <em>bestand dann aus Angriffen auf „türkische“ Viertel. […] Ich erinnere mich, dass zu der Familie, bei der ich in Farg’ona lebte, eine befreundete türkischstämmige Familie kam, um sich zu verstecken. Ihr Haus war angezündet worden. Später begaben sich die Turk-Mescheten zu einem geschützten Bereich beim Flughafen, von dort wurden sie später ausgeflogen. Die Behörden reagierten auf die Ereignisse relativ schnell. [&#8230;] Trotzdem hielt der chaotische Zustand weiter an, weil die lokalen Behörden damit überfordert waren. Straßen wurden geschlossen, der öffentliche Nahverkehr fuhr nur teilweise und wesentlich seltener. Die Bewegungsfreiheit zwischen den einzelnen Teilen der Region lag nicht vollständig still, aber war erschwert.“</em></p>
<p><figure id="attachment_19336" aria-describedby="caption-attachment-19336" style="width: 496px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-19336" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/01/36459974-aeec-47da-93d0-1b4153959108.jpeg" alt="" width="496" height="330" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/01/36459974-aeec-47da-93d0-1b4153959108.jpeg 496w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/01/36459974-aeec-47da-93d0-1b4153959108-300x200.jpeg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/01/36459974-aeec-47da-93d0-1b4153959108-128x86.jpeg 128w" sizes="(max-width: 496px) 100vw, 496px" /><figcaption id="caption-attachment-19336" class="wp-caption-text">Anthropologe Dr. Sergei Abashin war Augenzeuge der Progrome: &#8222;Menschen verhielten sich ohne jegliche Organisation plötzlich aggressiv&#8220;</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify"><em>„Ich möchte anmerken, dass diese Zeit für das ganze Land sehr aufregend war, da in diesen Tagen die erste Zusammenkunft der Volksdeputierten stattfand, die vollständig im Fernsehen übertragen wurde. Ungewohnt für alle, äußerte sich die Opposition offen. Das ganze Land schaute gebannt auf diese Zusammenkunft und nicht etwa auf die Ereignisse in Farg’ona. Und nur Galina Starowoitowa prangerte an, dass in Farg’ona etwas geschehe, das eine Einmischung von Seiten der Machthabenden erfordere.“</em></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Ursachen für den Konflikt?</strong></p>
<p style="text-align: justify"><em>„[&#8230;] Es ergeben sich viele Fragen, inwiefern der Konflikt organisiert oder spontan geschah. Was ich sagen kann ist, dass es einige Elemente der Selbstorganisation gab. Mit Bekannten bin ich durch die Stadt spaziert und uns näherten sich Usbeken, die mit meinen Freunden sprachen. Als ich dazutrat, gingen sie weg. Die Bekannten erzählten, dass sie zu einem Treffen eingeladen wurden. Das heißt, es gab Leute, die sich mit der Rekrutierung und der Verbreitung von Informationen beschäftigten. Aber das kann man kaum eine Organisation nennen. Gleichzeitig beobachtete ich auch, dass Menschen sich ohne jegliche Organisation plötzlich aggressiv verhielten. </em></p>
<p style="text-align: justify"><em>Es gibt die Ansicht, dass es Organisatoren gab, aber die Meinungen darüber, wer genau die Organisatoren waren, gehen auseinander. Die einen nennen islamistische Nationalisten, die anderen sprechen von Straftätern und korrupten Akteuren. Wiederum einige sind der Meinung, dass die Ereignisse vom KGB herbeigeführt wurden. Ich streite nicht ab, dass es Interessensgruppen gab, die versuchten, die Unruhen für ihre Zwecke zu nutzen. Natürlich gibt es auch soziale Gründe: 1989 war ein Jahr mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten, Arbeitslosigkeit und politischen Schocks.“</em></p>
<p style="text-align: justify"><em>„Nichtsdestotrotz neige ich nach wie vor zu der Ansicht, dass die Ereignisse in vielerlei Hinsicht einen spontanen Charakter trugen, es gab eine emotionale Mobilisierung. Die Menschen waren in Aufregung und hatten eine erwartungsvolle Haltung, dass „doch etwas passieren müsse“. Mit eigenen Augen habe ich Menschen gesehen, die unabhängig von all diesen Interessen, grundlos und ohne dazu aufgestachelt worden zu sein, aggressiv wurden und sich in den Konflikt einmischten. Wir wissen doch, wie unerwartete Pogrome zustande kommen […]. Sie beginnen schnell, es kommt zu einem schlagartigen Ausbruch von Aggressionen und dann endet alles wieder schnell. Daraus entstehen keine politischen Bewegungen. Die Ereignisse in Farg’ona ähneln diesem Muster.“</em></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Folgen des Pogroms</strong></p>
<p style="text-align: justify">Bis zum 18. Juni wurden aus der Provinz Farg’ona mehr als 16.000 Turk-Mescheten nach Russland ausgeflogen. Bis Ende 1990 verließen weitere 90.000 Usbekistan. Viele reisten widerwillig aus und betrachteten dies faktisch als Deportation. Örtliche Behörden drängten die Menschen zur Ausreise, da sie es für unmöglich erachteten, ihre Sicherheit zu garantieren.</p>
<p style="text-align: justify">Die offiziellen Angaben zu den Todesopfern gehen leicht auseinander. So berichteten das Innenministerium der UdSSR von rund 106 Toten und die Staatsanwaltschaft von 112. Ungefähr 50 Todesopfer waren Turk-Mescheten, rund 30 Usbeken.</p>
<p style="text-align: justify">Die Ermittlungen ergaben ungefähr 2000 Personen, die an den Delikten beteiligt waren. Bis Dezember 1989 wurden 238 Strafverfahren eingeleitet und bis Ende 1990 364 Personen zur Rechenschaft gezogen. Zwei Teilnehmer der Unruhen wurden zum höchsten Strafmaß verurteilt. Am 23.Juni 1989 wurde der Erste Sekretär der Kommunistischen Partei der Usbekischen Sozialistischen Sowjetrepublik, Rafik Nischanow, aus seinem Amt entlassen und durch Islam Karimow ersetzt [Anmerkung: Dieser war in der Folgezeit zwischen 1991 bis zu seinem Tod 2016 Staatspräsident Usbekistans].</p>
<p style="text-align: right"><strong>Jеkaterina Iwaschtschenko und Jеgor Petrow für </strong><a href="https://fergana.agency/articles/107921/"><strong>Fergana News</strong></a></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Marie Schliesser</strong></p>
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		<title>Seidenfabrik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Veronika Haluch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Jun 2019 02:24:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Farg'ona]]></category>
		<category><![CDATA[Seidenfabrik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Seidenfabrik Yodgorlik in Margilan im Ferghana-Tal, wo teilweise noch traditionell gewebt wird. Foto: Maud Sampo-du Cray (Frankreich) Findet alle unsere Bilder des Tages hier. &#xA0;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Seidenfabrik Yodgorlik in Margilan im Ferghana-Tal, wo teilweise noch traditionell gewebt wird.</p>
<p><strong>Foto: Maud Sampo-du Cray (Frankreich)<br />
</strong></p>
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		<title>Einholen der Netze</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Nov 2018 03:43:25 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Fischerei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In einer kleinen Fischzucht im Ferghana-Tal holt ein Fischer das letzte Netz des Tages ein. Man kann den Fisch direkt danach und frisch zubereitet in einem Lokal neben der Aufzucht genie&#xDF;en. Foto: Veronika Haluch Findet alle unsere Bilder des Tages hier.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In einer kleinen Fischzucht im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ferghanatal">Ferghana-Tal</a> holt ein Fischer das letzte Netz des Tages ein. Man kann den Fisch direkt danach und frisch zubereitet in einem Lokal neben der Aufzucht genießen.</p>
<p><strong>Foto: <a href="https://www.facebook.com/veronika.haluch">Veronika Haluch</a></strong></p>
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		<title>Präsidenten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 May 2018 07:11:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Farg'ona]]></category>
		<category><![CDATA[Islom Karimov]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In dieser Buchhandlung von Fergana, im Osten Usbekistans, ragt ein Zitat des ehemaligen Pr&#xE4;sidenten Islam Karimow &#xFC;ber den offiziellen Portr&#xE4;ts des aktuellen Pr&#xE4;sidenten Schawkat Mirsijojew. &#x201E;Achtung vor der Literatur, das ist Achtung vor der Geistlichkeit und der Zukunft&#x201C; steht &#xFC;ber den Bildern, die zum Verkauf stehen. Foto:&#xA0;Sadafbek Husanboyev Hier&#xA0;geht&#x2019;s zu mehr Bildern des Tages.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><span data-sheets-value="{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;In dieser Buchhandlung von Fergana, im Osten Usbekistans, ragt ein Zitat des ehemaligen Präsidenten Islam Karimow über den offiziellen Porträts des aktuellen Präsidenten Schawkat Mirsijojew. \&quot;Achtung vor der Literatur, das ist Achtung vor der Geistlichkeit und der Zukunft\&quot; steht über den Bildern, die zum Verkauf stehen. &quot;}" data-sheets-userformat="{&quot;2&quot;:769,&quot;3&quot;:[null,0],&quot;11&quot;:4,&quot;12&quot;:0}">In dieser Buchhandlung von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Farg%CA%BBona">Fergana</a>, im Osten Usbekistans, ragt ein Zitat des ehemaligen Präsidenten Islam Karimow über den offiziellen Porträts des aktuellen Präsidenten <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/wer-ist-der-neue-praesident-usbekistans/">Schawkat Mirsijojew</a>. <em>&#8222;Achtung vor der Literatur, das ist Achtung vor der Geistlichkeit und der Zukunft&#8220;</em> steht über den Bildern, die zum Verkauf stehen.</span></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Foto: <span data-sheets-value="{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Sadafbek Husanboyev&quot;}" data-sheets-userformat="{&quot;2&quot;:512,&quot;12&quot;:0}">Sadafbek Husanboyev</span></strong></p>
<p style="text-align: justify"><a href="https://novastan.org/de/cat/bild-des-tages/">Hier</a> geht’s zu mehr Bildern des Tages.</p>
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		<title>Der Hochzeitspalast</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Apr 2018 03:36:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Farg'ona]]></category>
		<category><![CDATA[Hochzeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Hochzeitspalast in Fergana, Usbekistan. Eine typische usbekische Hochzeit besteht aus mehreren Hochzeitsfeiern und beginnt schon sehr fr&#xFC;h am Morgen. Je nach Region beginnt der Tag zwischen 5 Uhr und 7 Uhr mit dem Morgen-Plow, einem Reisgericht mit M&#xF6;hren und Fleischm, f&#xFC;r die M&#xE4;nner, welche Geld in H&#xF6;he von durchschnittlich 10.000 Sum (1&#x20AC;) schenken. Ab [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify">Der Hochzeitspalast in Fergana, Usbekistan. Eine typische usbekische Hochzeit besteht aus mehreren Hochzeitsfeiern und beginnt schon sehr früh am Morgen. Je nach Region beginnt der Tag zwischen 5 Uhr und 7 Uhr mit dem Morgen-Plow, einem Reisgericht mit Möhren und Fleischm, für die Männer, welche Geld in Höhe von durchschnittlich 10.000 Sum (1€) schenken. Ab 10 Uhr gibt es Plow für die weiblichen Gäste, und es wird getanzt. Danach findet die Feier für Kollegen und Kommilitoren des  Brautpaares und dessen Eltern statt, und erst am Nachmittag oder frühen Abend beginnt die Feier mit dem Brautpaar.</p>
<p style="text-align: justify">Ursprünglich dauern die Hochzeitsfeierlichkeiten zwischen 2 oder 3 Tagen. Der usbekische Präsident Schawkat Mirsijojew erwägt jedoch ein Gesetz gegen ausschweifende Hochzeitsfeierlichkeiten. Im Nachbarstaat Tadschikistan ist ein solches Gesetzt bereits seit 2007 in Kraft.</p>
<p>Foto: <strong>Sadafbek Husanboyev</strong></p>
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