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	<title>Entwicklungshilfe Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Wed, 20 May 2020 11:21:25 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Entwicklungshilfe Archives</title>
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		<title>Rückzug der deutschen Entwicklungszusammenarbeit aus Kirgistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Coppenrath]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2020 08:46:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[GIZ]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Entwicklungszusammenarbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie das Bundesministerium f&#xFC;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Ende April bekannt gab, wird die Zahl der Partnerl&#xE4;nder um ein Drittel gek&#xFC;rzt. In Zentralasien bleibt allein Usbekistan als BMZ-Partnerland. &#xD6;ffentlich diskutiert wird der Schritt innerhalb der Region aber nur in Kirgistan. &#xA0; &#x201E;Berlin schlie&#xDF;t seine Programme in Kirgistan&#x201C;, verlauten in letzter Zeit einige Schlagzeilen in der [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Wie das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Ende April bekannt gab, wird die Zahl der Partnerländer um ein Drittel gekürzt. In Zentralasien bleibt allein Usbekistan als BMZ-Partnerland. Öffentlich diskutiert wird der Schritt innerhalb der Region aber nur in Kirgistan.  </strong></p>
<p style="text-align: justify">„<em>Berlin schließt seine Programme in Kirgistan</em>“, <a href="https://rus.azattyk.org/a/30600700.html">verlauten</a> in letzter Zeit einige Schlagzeilen in der kirgisischen Presse. Hintergrund ist die Ende April offiziell angekündigte Reform der deutschen Entwicklungspolitik „<a href="https://www.bmz.de/de/presse/aktuelleMeldungen/2020/april/200429_pm_09_Entwicklungsministerium-legt-mit-BMZ-2030-Reformkonzept-vor/index.html">BMZ-2030</a>“. Laut Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zieht sich Deutschland <a href="https://zeitung.faz.net/faz/wirtschaft/2020-04-29/c7e4787da19b6c5ecf2c054f8cfd5276/?GEPC=s3Deutschland&amp;fbclid=IwAR0dzRrbBac2KN4e1j_E3rm6Hf4yfjG0ErNJeeZCFgmMkPAF0Q-rbDIbGSk">aus einem Drittel</a> der bisherigen 85 Partnerländer aus der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zurück, darunter auch vier von fünf zentralasiatischen Ländern. Einzig Usbekistan bleibt auf der Liste.</p>
<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>
<p style="text-align: justify">Innerhalb Zentralasiens führt die Nachricht aber bislang nur in Kirgistan zu öffentlichen Diskussionen. Am 6. Mai veröffentlichte die deutsche Botschaft in Bischkek als einzige in der Region <a href="https://bischkek.diplo.de/kg-de/themen/weitere-themen/-/2338882">ein proaktives Pressestatement</a> über die BMZ-Reform. Der Ton der Meldung ist bewusst positiv: „<em>Der Ausstiegsentscheidung liegt auch die Einschätzung zugrunde, dass die Kirgisische Republik nicht mehr zu den weltweit bedürftigsten Ländern gehört</em>“, so die Botschaft mit Hinweis auf die seit 1993 bestehende Entwicklungszusammenarbeit und die beachtlichen „<em>Errungenschaften der Kirgisischen Republik in dieser Zeit</em>“.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Aktuell etwa 40 Millionen Euro bilaterale Zusammenarbeit</strong></p>
<p style="text-align: justify">Auch bedeute der Ausstieg nicht das Ende deutscher Projekte in Kirgistan: „<em>Die Programme zahlreicher anderer deutscher Ministerien in der Zusammenarbeit mit Kirgisistan sind von der BMZ-Reform nicht betroffen</em>”, so das Botschaftsstatement weiter. Auch das BMZ <a href="https://www.bmz.de/de/presse/aktuelleMeldungen/2020/april/200429_pm_09_Entwicklungsministerium-legt-mit-BMZ-2030-Reformkonzept-vor/index.html">betont</a>: „<em>In Ländern, die im Zuge des Reformprozesses nicht mehr direkt staatlich unterstützt werden, stärken wir aber gleichzeitig die Arbeit der EU und multilateraler Institutionen sowie der Kirchen und der Zivilgesellschaft und fördern Investitionen der Privatwirtschaft</em>.“</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/historischer-besuch-merkel-in-kirgistan/">Historischer Besuch &#8211; Merkel in Kirgistan</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Laut der Antwort der Pressestelle der deutschen Botschaft auf eine Anfrage von Novastan, betragen die Budgetzusagen der bilateralen deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Kirgistan für 2017/18 und 2019/20 je etwas mehr als 40 Millionen Euro, mit den Schwerpunktthemen Gesundheit und nachhaltiges Wirtschaftswachstum. „<em>Es wird möglich sein, viele dieser Aktivitäten erfolgreich abzuschließen, d.h. sie in den Partnerstrukturen dauerhaft zu verankern. In manchen Fällen werden Elemente und Komponenten möglicherweise von anderen Entwicklungspartnern weiter bearbeitet</em>“, so die Botschaft.</p>
<p style="text-align: justify">Einen präzisen Zeitplan für den Ausstieg gibt es noch nicht, zumal im Rahmen der Coronavirus-Krise auch womöglich noch weitere Mittel freigegeben werden. Erst Ende März <a href="https://bischkek.diplo.de/kg-de/-/2327862">gewährte</a> das BMZ Kirgistan „<em>500 000 Euro Sonderzusagen für Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus</em>“.</p>
<p style="text-align: justify">In Bischkek wird vor allem auch <a href="https://www.giz.de/de/weltweit/356.html">das Büro</a> der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) betroffen sein. Dieses stellt alles in allem etwa 200 Personen ein und gehört somit zu den größeren EZ-Akteuren im Land. Die überwiegende Mehrheit von dem Dutzend laufender bilateraler und regionaler GIZ-Projekte in Kirgistan wird aus BMZ-Mitteln bezahlt, so dass in einigen Jahren mit einer deutlichen Verkleinerung der Vertretung zu rechnen ist.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Das BMZ, ein Entwicklungsakteur unter vielen  </strong></p>
<p style="text-align: justify">Der Rückzug des BMZ läutet aber keineswegs das Ende der internationalen Zusammenarbeit in Kirgistan. Der Koordinationsrat der Entwicklungspartner in Kirgistan zählt aktuell <a href="http://www.donors.kg/en/agencies">24 Organisationen</a>; neben den von der BMZ-Reform betroffenen GIZ und <a href="https://www.kfw-entwicklungsbank.de/Internationale-Finanzierung/KfW-Entwicklungsbank/Weltweite-Pr%C3%A4senz/Asien/Kirgisistan/">Kreditbank für Wiederaufbau</a> (KfW) beispielsweise auch die <a href="https://www.eda.admin.ch/deza/de/home/laender/zentralasien.html">Schweizer Botschaft</a> und <a href="https://www.ebrd.com/kyrgyz-republic.html">Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung</a>. Vertreter der Geberorganisationen treffen sich monatlich zu Koordinationstreffen sowie innerhalb von 14 thematischen Untergruppen.</p>
<p style="text-align: justify">Es besteht auch die Möglichkeit, dass ein Teil der bisherigen Mittel in Zukunft einfach über multilaterale Akteure läuft, insbesondere über die Europäische Union (EU). Das <a href="https://eeas.europa.eu/delegations/kyrgyz-republic/1397/kyrgyz-republic-and-eu_en">laufende mehrjährige Rahmenprogramm der EU</a> in Kirgistan sieht für den Zeitraum 2014-2020 ein Budget von 174 Millionen Euro vor, zuzüglich 90 Millionen Euro Kredite zur Investitionsförderung. Das Programm für die nächsten Jahre ist noch in der Bearbeitung.</p>
<p style="text-align: justify">Außerdem bleiben auch weitere deutsche Ministerien in Kirgistan und in Zentralasien aktiv. So bleibt zum Beispiel die vom Auswärtigen Amt getragene regionale Umweltinitiative „<a href="https://green-central-asia.net/">Green Central Asia</a>“ ebenso erhalten, wie das <a href="https://www.managerprogramm.de/category/partnerlander/kirgisistan/page/2/">Managerfortbildungsprogramm</a> des Wirtschaftsministeriums. Auch das <a href="https://www.bmu.de/meldung/die-zusammenarbeit-des-bmub-mit-osteuropa-dem-suedkaukasus-und-zentralasien/">Umweltministerium</a> ist seit mehreren Jahren mit Klimaschutzinitiativen in Zentralasien aktiv.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/green-central-asia-die-zentralasiatischen-aussenminister-zu-gast-in-berlin/">&#8222;Green Central Asia&#8220;: Die zentralasiatischen Außenminister zu Gast in Berlin</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Seit den 1990ern, als sich Kirgistan durch liberale Reformen als „Insel der Demokratie“ in Zentralasien <a href="https://www.crisisgroup.org/europe-central-asia/central-asia/kyrgyzstan/kyrgyzstan-ten-trouble-island-democracy">stilisierte</a>, nimmt internationale Entwicklungshilfe einen wichtigen Stellenwert im Land ein. Durch die starke Aktivität internationaler Akteure wurde Kirgistan teils gar als „<a href="https://www.google.com/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=2&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwikkteDsb3pAhVQxaYKHQXpBA4QFjABegQIAhAB&amp;url=http%3A%2F%2Fnovastan.org%2Fde%2Fkirgistan%2Fkirgisistan-ein-globalisiertes-protektorat%2F&amp;usg=AOvVaw0G49yUPIHiuNcLNY0RM3Hi">globalisiertes Protektorat</a>“ bezeichnet. Laut <a href="https://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.GN.ZS?most_recent_value_desc=true">Weltbank</a> machte offizielle Entwicklungshilfe 2018 mehr als fünf Prozent des Bruttonationaleinkommens aus, der höchste Wert in Zentralasien. <em> </em></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Kritik an der Regierung</strong></p>
<p style="text-align: justify">Andererseits kann eine allzu bedeutende Entwicklungszusammenarbeit auch zu einem Abhängigkeitsverhältnis führen: „<em>Wenn die Regierung keine klare Vision und kein Bild in vielen Sachen hat, dann nehmen wir Kredite und Zuschüsse an, so dass sehr oft die Geldgeberorganisationen ihre Agenda vorgeben</em>“, <a href="http://www.tazabek.kg/news:1618486/">kommentiert</a> die Oppositionsabgeordnete Natalja Nikitenko in einem Artikel der kirgisischen Onlinezeitung Tazabek. „<em>Oft konkurrieren die Geldgeber miteinander und mehrere Projekte fördern die gleiche Branche. All das wird abgeschrieben, es ist sehr schwer nachzuvollziehen, häuft sich, und zum Schluss gibt es keine Wirkung und Enttäuschung</em>“, fügt sie hinzu und erklärt das Ende der bilateralen deutschen Hilfe durch einen Mangel an Vertrauen.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/wie-schwarzgeld-aus-kirgistan-in-deutschland-investiert-wird/">Wie Schwarzgeld aus Kirgistan in Deutschland investiert wird</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Somit schürt die BMZ-Reform in einem ohnehin schon durch junge <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/korruption-geldwaesche-und-ein-mord-schwerfaellige-ermittlungen-zu-skandal-in-kirgistan/">Korruptionsskandale</a> und die Coronavirus-Krise geprägtem Kontext in Kirgistan die Kritik an der Regierung. Die überwiegende Mehrheit der Kommentare unter Berichten zum Ende der bilateralen Zusammenarbeit von Deutschland in sozialen Medien beschuldigen die Regierung. „<em>Niemand möchte mit dieser Sippe von Schmugglern und organisierten Verbrechern arbeiten</em>“, kommentiert zum Beispiel ein Nutzer <a href="https://kaktus.media/doc/412410_germaniia_prekrashaet_sotrydnichat_s_kyrgyzstanom_v_nekotoryh_voprosah.html">die entsprechende Meldung</a> der kirgisischen Onlinezeitung Kaktus.</p>
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<p style="text-align: justify">„<em>Man kann einem korrupten Land nichts gönnen, in dem das Geld nur die korrupten Gesellschaftsschichten bereichert und der Bevölkerung keinen Nutzen bringt</em>“, meint auch der Politikwissenschaftler Toktogul Kaktschekejew in einem Artikel von <a href="https://vesti.kg/analitika/item/71198-nechego-potakat-korrumpirovannoj-strane-ekspert-o-sokrashchenii-podderzhki-kyrgyzstana-germaniej.html">Onlinezeitung Vesti.kg</a>. Andere in dem Artikel befragte Experten erklären den Schritt durch politische Motive, insbesondere die kürzliche <a href="https://24.kg/english/152704_Case_of_Azimzhan_Askarov_not_to_be_reviewed/">Bestätigung</a> der lebenslangen Gefängnisstrafe für den Journalisten und Menschenrechtsaktivisten <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-lebenslange-freiheitsstrafe-fuer-menschenrechtler-askarow-bestaetigt/">Asimdschon Askarow</a>.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Ein Weg zu mehr Eigenständigkeit</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die BMZ-Reform stößt auch in Deutschland <a href="https://taz.de/Reform-der-Entwicklungszusammenarbeit/!5679972/">auf Kritik</a>, wenn auch selten mit Bezug auf Zentralasien. Laut dem <a href="https://www.gruene-bundestag.de/presse/pressestatements/uwe-kekeritz-zu-bmz-2030">Sprecher für Entwicklunsgpolitik der Bundestagsfraktion der Grünen</a>, Uwe Kekeritz, wird „<em>Entwicklungszusammenarbeit [&#8230;] im Müller-Ministerium inzwischen vorwiegend als interessengeleitete Geopolitik verstanden. An der neuen Länderliste wird deutlich, dass ein Hauptanliegen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Migrationskontrolle und die Grenzsicherung in Afrika ist.</em>“ Laut <a href="https://www.worldbank.org/en/topic/labormarkets/brief/migration-and-remittances">Weltbank</a> ist Deutschland zwar nach Russland die wichtigste Quelle für Rücküberweisungen nach Kirgistan, andererseits dürfte Kirgistan in der deutschen Migrationspolitik kaum eine Rolle spielen. Ein weiterer Faktor könnte laut Reformplan des BMZ ein <a href="https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Deutschland-dreht-nicht-reformwilligen-Laendern-den-Geldhahn-zu-id57322736.html">mangel an Reformwillen</a> oder an Ergebnissen sein.</p>
<p style="text-align: justify">Auf Kirgistan treffe dies aber weniger zu: Laut einem Mitarbeiter aus deutschen EZ-Kreisen in Kirgistan waren unmittelbare politische Ereignisse wahrscheinlich nicht ausschlaggebend beim BMZ-Rückzug. Trotz einiger in der Entwicklungszusammenarbeit üblicher Probleme sei die Zusammenarbeit mit den kirgisischen Behörden überwiegend positiv einzuschätzen. Zudem sei der Reformprozess im BMZ seit über einem Jahr im Gange und Entscheidungen über den Rückzug aus bilateraler Entwicklungszusammenarbeit seien in Berlin getroffen worden.</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Das Ziel von Entwicklungszusammenarbeit ist es sich überflüssig zu machen“, </em>fügt er hinzu. In dem Sinne könne die BMZ-Reform für Kirgistan auch einen Schritt Richtung mehr Eigenständigkeit bedeuten. Der Meinung sind auch manche kirgisische Kommentatoren, wie der von <a href="https://rus.azattyk.org/a/30600700.html">Radio Azattyk</a> zitierte politische Experte Emil Dschorojew: „<em>Kirgistan gehört schon seit mehreren Jahren zu den Ländern mit mittlerem Einkommen</em> (<a href="https://www.worldbank.org/en/news/press-release/2014/07/24/kyrgyz-republic-becomes-lower-middle-income-country">seit 2014</a> gehört Kirgistan zu den Ländern mit einem „niedrigen mittleren Einkommen<em>“</em>, Anm. d. Red.). <em>Auf Deutschland können auch andere Geldgeber-Länder folgen. Das sollte ein Weckruf für uns sein. Als Staat sollten wir für uns selbst sorgen</em>“.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Florian Coppenrath</strong><br />
<strong>Redakionsleiter von Novastan</strong></p>
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		<title>Tadschikistans Schulden im Ausland steigen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Aug 2017 07:03:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Duschanbe]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<category><![CDATA[Schulden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie steigen und steigen &#x2013; im ersten Halbjahr 2017 hat Tadschikistan bereits Schulden im Ausland in H&#xF6;he von 26 Millionen Dollar angeh&#xE4;uft. Bis heute bel&#xE4;uft sich die Gesamtsumme der Schulden Tadschikistans im&#xA0;Ausland auf 2,3 Milliarden Dollar. Ein Artikel der Online-Nachrichtenwebsite ASIA-Plus. 2,3 Milliarden Dollar &#x2013; das entspricht 38,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts das in Tadschikistan innerhalb [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Sie steigen und steigen – im ersten Halbjahr 2017 hat Tadschikistan bereits Schulden im Ausland in Höhe von 26 Millionen Dollar angehäuft. Bis heute beläuft sich die Gesamtsumme der Schulden Tadschikistans im Ausland auf 2,3 Milliarden Dollar. Ein Artikel der Online-Nachrichtenwebsite <a href="https://news.tj/news/tajikistan/economic/20170728/a-on-vse-rastet-i-rastet-vneshnii-dolg-tadzhikistana-za-polgoda-viros-na-26-millionov-dollarov">ASIA-Plus</a>.</strong></p>
<p style="text-align: justify">2,3 Milliarden Dollar – das entspricht 38,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts das in Tadschikistan innerhalb eines Jahres erwirtschaftet wird, wie Vizefinanzminister Dschamsched Karimsoda bei einer Pressekonferenz vorletzte Woche bekannt gab. Nach seinen Worten, waren laut Statistiken des Auslandschuldendienstes 84,5 Millionen der 2,3 Milliarden Dollar im ersten Halbjahr 2017 im Umlauf. <em>&#8222;Außerdem konnten 66 Millionen Dollar Schulden an die Gläubiger zurück gezahlt werden&#8220;,</em> so Karimsoda.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest außerdem auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/das-tadschikische-auenministerium-bietet-70-euro-monatsgehalt-fur-analystenstelle/"><strong>Das tadschikische Außenministerium bietet 70 Euro Monatsgehalt für Analystenstelle</strong></a></p>
<p style="text-align: justify"><em>&#8222;In den ersten 6 Monaten des laufenden </em><i>Jahres wurden insgesamt 11 Kreditverträge und Verträge für Zuschüsse über eine Gesamtsumme von 404 Millionen Dollar unterschrieben. Die Verträge umfassen 105 Millionen Dollar an Zuschüssen und 299 Millionen Dollar an Krediten.&#8220;</i></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Wer investiert in Tadschikistan?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Der Hauptkreditgeber Tadschikistans ist China. Tadschikistan schuldet dem großen Nachbarn insgesamt 1,2 Milliarden Dollar. Das entspricht 52% der gesamten Auslandsschulden Tadschikistans. Außerdem hat Tadschikistan schulden bei mehreren internationalen Banken. Unter anderem 300 Millionen Dollar bei der <a href="http://www.worldbank.org">Weltbank</a>, 225 Millionen bei der <a href="https://www.bmz.de/de/service/glossar/A/adb.html">Asiatischen Entwicklungsbank</a>, bei <a href="https://www.isdb-pilot.org">Islamischen Bank</a> 100 Millionen und 107 Millionen beim <a href="http://www.imf.org/external/index.htm">Internationalen Währungsfond</a>.</p>
<p style="text-align: right"><a href="https://news.tj/news/tajikistan/economic/20170728/a-on-vse-rastet-i-rastet-vneshnii-dolg-tadzhikistana-za-polgoda-viros-na-26-millionov-dollarov"><strong>ASIA-Plus</strong></a></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Julius </strong><b>Bauer</b></p>
<p dir="ltr" style="text-align: justify">Noch mehr Zentralasien findet Ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>.</p>
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		<title>Kirgisische Entwicklungshilfe</title>
		<link>https://novastan.org/de/fact/der-groste-geldgeber-ist-bei-weitem-die-turkei-132-mln-usd-gefolgt-von-russland-und-den-vereinigten-staaten-lest-auch-zum-globalilierten-protektorat/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 May 2016 13:25:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fact]]></category>
		<category><![CDATA[CAFacts2]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=6406</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der gr&#xF6;&#xDF;te Geldgeber ist bei weitem die T&#xFC;rkei (132 Mln. USD), gefolgt von Russland und den Vereinigten Staaten Lest auch: Kirgistan, ein &#x201E;globalisiertes Protektorat&#x201C;? Quelle: stats.oecd.org</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der größte Geldgeber ist bei weitem die Türkei (132 Mln. USD), gefolgt von Russland und den Vereinigten Staaten</p>
<p><span id="fbPhotoSnowliftCaption" class="fbPhotosPhotoCaption"><span class="hasCaption">Lest auch: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgisistan-ein-globalisiertes-protektorat/">Kirgistan, ein &#8222;globalisiertes Protektorat&#8220;? </a><br />
</span></span></p>
<p><span id="fbPhotoSnowliftCaption" class="fbPhotosPhotoCaption"><span class="hasCaption">Quelle: <a href="http://stats.oecd.org/" target="_blank" rel="nofollow nofollow">stats.oecd.org</a></span></span></p>
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