<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Energiekrise Archives</title>
	<atom:link href="https://novastan.org/de/tag/energiekrise/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://novastan.org/de/tag/energiekrise/</link>
	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Fri, 09 Feb 2024 22:01:54 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.1</generator>

<image>
	<url>https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/08/cropped-Logo_2_2000-1700-300DPI-32x32.png</url>
	<title>Energiekrise Archives</title>
	<link>https://novastan.org/de/tag/energiekrise/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Energiekrise erschüttert die kirgisische Hauptstadt: Unfall im Wärmekraftwerk von Bischkek</title>
		<link>https://novastan.org/de/kirgistan/energiekrise-erschuettert-die-kirgisische-hauptstadt-unfall-im-waermekraftwerk-von-bischkek/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/kirgistan/energiekrise-erschuettert-die-kirgisische-hauptstadt-unfall-im-waermekraftwerk-von-bischkek/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mtoustou]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Feb 2024 22:01:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bischkek]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Energiekrise]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Heizkraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Unfall]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Wärmekraftwerke]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=38343</guid>

					<description><![CDATA[<p>Durch einen Unfall im Kraftwerk von Bischkek waren gro&#xDF;e Teile der Stadt mehrere Tage lang ohne Heizung und Warmwasser. Die Ermittlungen laufen noch. In der Nacht vom 1. auf den 2. Februar ereignete sich im Heizkraftwerk von Bischkek ein Gro&#xDF;unfall, der in weiten Teilen der Stadt das Schreckensszenario einer Energiekrise ausl&#xF6;ste, berichtete das Medium Kloop. [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/energiekrise-erschuettert-die-kirgisische-hauptstadt-unfall-im-waermekraftwerk-von-bischkek/">Energiekrise erschüttert die kirgisische Hauptstadt: Unfall im Wärmekraftwerk von Bischkek</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Durch einen Unfall im Kraftwerk von Bischkek waren große Teile der Stadt mehrere Tage lang ohne Heizung und Warmwasser. </strong><strong>Die Ermittlungen laufen noch.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Nacht vom 1. auf den 2. Februar ereignete sich im Heizkraftwerk von Bischkek ein Großunfall, der in weiten Teilen der Stadt das Schreckensszenario einer Energiekrise auslöste, berichtete das Medium <a href="https://kloop.kg/blog/2024/02/02/avariya-na-tets-vlasti-obeshhayut-vosstanovit-podachu-tepla-v-kratchajshie-sroki-ne-isklyuchaetsya-versiya-o-diversii/?tztc=1">Kloop</a>. Im vierzehnten Kessel des Heizkraftwerks kam es zu einer Explosion, die zu erheblichen Störungen bei der Beheizung von rund 66 Prozent aller Haushalte in Bischkek führte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vier Arbeiter:innen mussten nach dem Unfall im Kraftwerk ins Krankenhaus eingeliefert werden, darunter zwei Schwerverletzte. Auf Anweisung des Präsidenten wurden die Verwundeten in Spezialkliniken in der Türkei gebracht, berichtet das kirgisische Medium <a href="https://kaktus.media/doc/495135_postradavshie_vo_vremia_avarii_na_tec_bishkeka_vyleteli_v_tyrciu_dlia_dalneyshego_lecheniia.html">Kaktus</a>. Die Versorgung der Verletzten steht unter der persönlichen Kontrolle des Präsidenten, und es wurden Mittel für den Transport und die Behandlung der Verletzten zur Verfügung gestellt. Begleitet werden die Verwundeten von Familienangehörigen und zwei Ärzten aus Kirgistan.</p>



<div class="flex flex-col md:flex-row justify-evenly items-center bg-yellow-100 my-20 p-10 space-y-10 subscribe">
	<div class="container flex flex-col lg:flex-row justify-between">
		<div class="flex flex-col w-full lg:w-3/5 pb-4">
			<h2 class="text-3xl text-secondary font-bold mb-4 text-[#749D02]">
								Unterstützt Novastan &#8211; das europäische Zentralasien-Magazin 
			</h2>
				Als vereinsgetragene, unabhängige Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#8211; und von eurer Unterstützung! 
						</div>
		<div class="flex flex-col w-full lg:w-2/5 justify-items-center justify-center pb-4">
			<div class="rounded-md bg-accent-500 px-10 py-5 text-center w-72 mx-auto">
											<a class="block rounded bg-white p-2 mt-4 font-bold" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Novastan unterstützen</a>
							</div>
		</div>
	</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auswirkungen waren erheblich und betrafen mindestens acht Bezirke der Hauptstadt. Fast 60.000 Haushalte standen während des strengen Winters ohne Heizung da. Um diese Versorgungslücke zu überbrücken, bemühte sich das städtische Unternehmen <a href="https://bishkek.gov.kg/ru/structures/object/4">Bischkekteploenergo</a>, in bestimmten Gebieten, insbesondere im <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Lenin_District,_Bishkek">Lenin-Viertel</a> und im südwestlichen Teil der Stadt, für Heizung und Warmwasser zu sorgen. Gleichzeitig wurden die Schulen und Kindergärten in Bischkek gezwungen, auf Online-Unterricht umzustellen. Zudem wurde die Bevölkerung, die über Warmwasser verfügte, aufgefordert, dieses sparsam zu verwenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/kaeltewelle-fuehrt-zu-energiekrise-in-usbekistan/">Kältewelle führt zu Energiekrise in Usbekistan</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem 6. Februar können alle Privathaushalte wieder heizen, berichtet die kirgisische Nachrichtenagentur <a href="https://24.kg/obschestvo/286016_avariya_natets_otoplenie_est_vovseh_domah_goryachuyu_vodu_esche_podklyuchayut/">24.kg</a>, und seit dem 7. Februar <a href="https://24.kg/proisshestvija/286116_avariya_natets_bishkeka_vse_abonentyi_podklyuchenyi_kotopleniyu_igoryachey_vode_/">gibt es wieder</a> warmes Wasser für alle.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Alternativlösungen, um die Zeit bis zur Reparatur zu überbrücken</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Vorfall bot Kasachstan dem Nachbarland Hilfe an, wie das kasachische Medium <a href="https://www.zakon.kz/politika/6423110-avariya-na-tets-v-bishkeke-kazakhstan-pomozhet-sosedu.html">Zakon</a> berichtet. Die Außenminister beider Länder besprachen eine mögliche Zusammenarbeit und Hilfestellung durch das kasachische Kraftwerk <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schambyl_(Gebiet)">Dschambul</a> nahe der kirgisischen Grenze.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/ohne-gas-und-strom-energiekrise-treibt-usbekistans-buergerinnen-auf-die-strasse/">Ohne Gas und Strom: Energiekrise treibt Usbekistans BürgerInnen auf die Straße</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der gesamten Zeit konnte <a href="https://www.google.com/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=&amp;ved=2ahUKEwj4xpiWmpmEAxWxUqQEHX8iA0QQFnoECBMQAQ&amp;url=https%3A%2F%2Fbishkeksuukanal.kg%2F&amp;usg=AOvVaw2JIM6lFdUK5nVV9FZlUMhG&amp;opi=89978449">Bishkekvodokanal</a> eine ununterbrochene, reguläre Versorgung mit kaltem Wasser gewährleisten. Um eine ausreichende Stromversorgung sicherzustellen, erklärte sich das Ministerium für Energie bereit, die Verbrauchsgrenzen innerhalb von zwei bis drei Tagen nach dem Vorfall nach oben zu korrigieren, berichtete das kirgisische Medium <a href="https://economist.kg/enierghietika/2024/02/02/avariia-na-tets-pri-nieratsionalnom-ispolzovanii-limity-na-eliektroenierghiiu-v-700-kvt-ch-moghut-pieriesmotriet/">Economist</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Laufende Ermittlungen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abgeordnete <a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/kirgistan-diskussion-um-latinisierung-des-alphabets/">Emil Toktoschew</a>, der von anderen Mitgliedern des Obersten Rates Kirgisistans, dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dschogorku_Kengesch">Dschogorkou Kengesch</a>, unterstützt wird, forderte eine Untersuchung des Vorfalls, berichtet <a href="https://24.kg/vlast/286121_avariya_natets_deputat_trebuet_privlech_kotvetu_rukovodstvo_teplotsentrali/">24.kg</a>. Er vermutet als Ursache eine Nachlässigkeit der Betreiber des Heizwerkes. <em>„Die Leiter der strategischen Einrichtung haben sich innerhalb eines Jahres dreimal geändert. Zum Glück ereignete sich der Vorfall in der Nacht und nicht am Tag. Der Schaden beläuft sich auf über eine Milliarde Som (10,4 Millionen Euro, Anm. d. Red.). Viele Menschen haben gelitten. Wer wird dafür aufkommen“,</em> fragt er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Kommission wurde eingesetzt, um die Ursachen des Unfalls zu untersuchen, Reparaturen einzuleiten, Alternativen für die Dezentralisierung des städtischen Heizungssystems vorzuschlagen und Maßnahmen gegen die Verantwortlichen zu ergreifen, <a href="https://24.kg/vlast/286121_avariya_natets_deputat_trebuet_privlech_kotvetu_rukovodstvo_teplotsentrali/">berichtet 24.kg</a> ausführlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-kann-das-kambarata-projekt-die-energieprobleme-loesen/">Kirgistan: Kann das Kambarata-Projekt die Energieprobleme lösen?</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts dieser Krise kündigte das Ministerkabinett einen <a href="https://24.kg/obschestvo/285861_avariya_natets_dlya_shkol_ibolnits_postroyat_avtonomnyiy_istochnik_tepla/">Kurswechsel in der Energiepolitik</a> an. Es gab die Anweisung, alle Krankenhäuser, Schulen und sozialen Einrichtungen unabhängig von Heizkraftwerken zu machen und alternative Quellen für Heizung und Warmwasser zu bevorzugen. Diese Initiative ist Teil des Bestrebens, neue Gebäude nach neuen Energiestandards zu errichten, wodurch der Bau von unabhängigen Heizkesseln gefördert wird.<strong></strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Macha Toustou</strong>, <strong>Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/kirghizstan/accident-centrale-thermique-bichkek-crise-energetique/">Französischen</a> von Berenika Zeller</strong></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/energiekrise-erschuettert-die-kirgisische-hauptstadt-unfall-im-waermekraftwerk-von-bischkek/">Energiekrise erschüttert die kirgisische Hauptstadt: Unfall im Wärmekraftwerk von Bischkek</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/kirgistan/energiekrise-erschuettert-die-kirgisische-hauptstadt-unfall-im-waermekraftwerk-von-bischkek/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kältewelle führt zu Energiekrise in Usbekistan</title>
		<link>https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/kaeltewelle-fuehrt-zu-energiekrise-in-usbekistan/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/kaeltewelle-fuehrt-zu-energiekrise-in-usbekistan/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Emma Collet]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jan 2023 17:48:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Energiedefizit]]></category>
		<category><![CDATA[Energiekrise]]></category>
		<category><![CDATA[Frost]]></category>
		<category><![CDATA[Gas]]></category>
		<category><![CDATA[Kälte]]></category>
		<category><![CDATA[Kältewelle]]></category>
		<category><![CDATA[Taschkent]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=31203</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein unerwarteter K&#xE4;lteeinbruch und stornierte Gasimporte haben in Usbekistan zu einer schweren Krise gef&#xFC;hrt. Viele St&#xE4;dte, einschlie&#xDF;lich der Hauptstadt Taschkent, sind bei eisigen Temperaturen ohne Strom und Heizung. Nach der Entlassung eines Teils der Verwaltung und trotz wachsender Unzufriedenheit beruhigt sich die Lage allm&#xE4;hlich. Es ist laut Meteorolog:innen der k&#xE4;lteste Winter, den Usbekistan seit 50 [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/kaeltewelle-fuehrt-zu-energiekrise-in-usbekistan/">Kältewelle führt zu Energiekrise in Usbekistan</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein unerwarteter Kälteeinbruch und stornierte Gasimporte haben in Usbekistan zu einer schweren Krise geführt. Viele Städte, einschließlich der Hauptstadt Taschkent, sind bei eisigen Temperaturen ohne Strom und Heizung. Nach der Entlassung eines Teils der Verwaltung und trotz wachsender Unzufriedenheit beruhigt sich die Lage allmählich.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist <a href="https://hydromet.uz/uz/node/2888">laut Meteorolog:innen</a> der kälteste Winter, den Usbekistan seit 50 Jahren erlebt hat – mit Temperaturen um die -20 Grad tagsüber in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Taschkent">Taschkent</a>. Ein außergewöhnlicher, aber auch katastrophaler Winter: Seit dem 12. Januar befindet sich das ganze Land in einer Notsituation, aufgrund steigender Nachfrage nach Energie, die auf einen unvorhergesehenen Stopp der Gasimporte folgt. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"> Wie die Online-Zeitung <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2023/01/16/life-without-electricity/">Gazeta.uz</a> berichtete, froren infolgedessen Rohre der technischen Infrastruktur ein, Heizung und Warmwasser wurden in fast allen Bezirken Taschkents abgestellt. Energieminister Jorabek Mirzamahmudov sagte, geplante Stromausfälle seien erforderlich, um einen katastrophalen netzweiten Ausfall wie <a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/apres-la-panne-geante-en-asie-centrale-louzbekistan-prend-les-devants/">im Januar 2022 [fr]</a> zu vermeiden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts dieser Notsituation verlangsamt sich das Leben: Die Schulferien wurden bis zum 23. Januar verlängert, Geschäfte und Einkaufszentren waren aufgefordert, ihre Öffnungszeiten zu verkürzen, um so weniger Strom zu verbrauchen. Auch Tankstellen wurden immer wieder geschlossen, damit die Behörden genug Brennstoff für den Hausgebrauch bereitstellen konnten. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Vor allem Taschkent betroffen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> In der Hauptstadt Taschkent ist die Situation besonders ernst. Wie <a href="https://eurasianet.org/uzbekistan-tries-and-mostly-fails-to-cope-with-shock-winter">Eurasianet</a> darlegt, ist die Stadtbevölkerung – anders als die Landbevölkerung, die mit Öfen heizt – auf Gas und Strom zum Heizen angewiesen. Gegenüber Gazeta.uz erklärt ein Einwohner von Taschkent sogar, dass er die Dorfbewohner:innen beneide, da diese auf die Situation besser vorbereitet sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/wird-zentralasien-einen-winter-ohne-energie-erleben/"><strong>Wird Zentralasien einen Winter ohne Energie erleben? </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadtverwaltung reagierte mit einigen Solidaritätsinitiativen, indem sie zum Beispiel vom 12. bis 16. Januar an verschiedenen Orten der Stadt heißen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pilaw">Plov</a> verteilte, berichtet <a href="https://podrobno.uz/cat/obchestvo/tashkentskiy-khokimiyat-iz-za-anomalnykh-kholodov-nachal-razdachu-besplatnogo-plova-/">Podrobno.uz</a>. Einige Tage später wurden den Einwohner:innen, deren Heizung zuhause nicht mehr funktionierte, beheizte Zelte zur Verfügung gestellt. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Stopp von Gasimporten aus Turkmenistan</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Die katastrophale Situation ist vor allem auf die Einstellung der Gasexporte aus Turkmenistan zurückzuführen. Laut <a href="https://www.reuters.com/business/energy/uzbekistan-boosts-gas-imports-turkmenistan-winter-source-2022-12-13/">Reuters</a> unterzeichnete Taschkent im Dezember ein Abkommen mit Aschgabat über den Import von zusätzlichen 1,5 Milliarden Kubikmetern Erdgas während der Wintersaison. Dies sollte das tägliche Importvolumen von 15 Millionen auf 35 Millionen Kubikmeter erhöhen, um den Energiebedarf im Winter zu decken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unternehmen Turkmengaz sei jedoch in Verzug geraten, berichtete <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2023/01/14/gas/">Gazeta.uz</a> am 12. Januar. Aufgrund zu kalter Temperaturen sei es zur Bildung von Hydrat in der Infield-Kommunikation des turkmenischen Gaskondensatfeldes „Galkanyş“ gekommen. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Entlassungswelle in der Verwaltung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Usbekistan Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shavkat_Mirziyoyev">Shakvat Mirziyoyev</a> machte am 16. Januar en Bürgermeister von Taschkent, Jahongir Artihodjayev, zum Sündenbock und <a href="https://t.me/shmirziyoyev/15360">erklärte</a> ihn als verantwortlich für die Situation. Er wurde seines Postens enthoben. Der Journalist Nikita Makarenko erklärte gegenüber <a href="https://rus.ozodlik.org/a/uzbekistan-asia/32226089.html">Radio Ozodliq</a>, dem usbekischen Dienst von Radio Free Europe, dass Artihodjayevs Entlassung hauptsächlich auf einen internen Krieg mit dem Präsidenten zurückzuführen sei, auch wenn der Energiekollaps in Taschkent gewissermaßen <em>„das Fass zum Überlaufen“</em> gebracht habe. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-ein-extrem-kalter-winter-laesst-einen-teil-des-yssykkoel-zufrieren/"><strong>Kirgistan: Ein extrem kalter Winter lässt einen Teil des Yssykköl zufrieren</strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere wichtige Entlassung war die des stellvertretenden Energieministers Sherzod Hojayev. Mehrere andere hochrangige Beamte von Gasunternehmen sowie Bürgermeister und Landräte wurden nach Angaben von <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2023/01/16/strategic-enterprises/">Gazeta.uz</a> degradiert. Darüber hinaus warf Mirziyoyev den Behörden vor, nicht ausreichend vorbereitet gewesen zu sein. Er prangerte ein <em>„von innen heraus ausgehöhltes System [der Energieversorgung]“</em> an und verwies darauf, dass 5.000 illegale Anschlüsse an das Stromnetz, 4.500 an das Gasnetz und 192 Korruptionshandlungen in den Aufsichtssystemen des Energiesektors aufgedeckt wurden. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Allmähliche Rückkehr zur Ruhe</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Um eine Lösung zu finden, setzt der Präsident auf eine Generalüberholung des nationalen Energiesystems. Die <em>„strategischen Unternehmen“</em> hat er der Agentur für strategische Reformen unterstellt. Wie das Nachrichtenportal <a href="https://kun.uz/en/news/2023/01/20/uzbekistan-begins-importing-electricity-from-tajikistan">Kun.uz</a> berichtet, wird seit dem 18. Januar Strom aus Tadschikistan importiert, um so die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Surxondaryo">Provinz Surxondaryo</a> im Süden des Landes zu versorgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die <a href="https://hydromet.uz/ru/node/2915">steigenden Temperaturen</a> tragen dazu bei, dass die Situation allmählich wieder unter Kontrolle kommt. Die Einwohner:innen von Taschkent erhalten nach und nach wieder Zugang zu Warmwasser und Heizung. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Verzicht auf Hilfe aus Moskau</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">
Usbekistan verzichtet auch in dieser neuen Krise weiterhin auf russische Hilfe. Moskau hatte Ende 2022 Usbekistan und Kasachstan die Gründung einer trinationalen Gas-Union vorgeschlagen. Wie <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2023/01/14/gas/">Gazeta.uz</a> berichtete, erklärte die russische Seite, dass dieser Vorschlag nicht die Lieferung von Gas gegen politische Zugeständnisse impliziere, sondern dass es lediglich um die Koordinierung kommerzieller Interessen gehe.

</p>


			<div class="hp-newsletter col-span-3 lg:col-span-1 flex flex-col bg-primary-100 border-t-8 border-secondary-500 rounded-lg justify-center items-center lg:items-stretch px-6 py-6 gap-4 box-border">
			<div class="flex">
				<div class="enveloppe">
					<i class="far fa-envelope text-5xl text-secondary-300"></i>
				</div>
				<div class="formulaire_nl">
					<p>
						<span class="font-bold text-xl block">Ganz Zentralasien in deiner Mailbox</span>
						Abonniert unseren wöchentlichen Newsletter					</p>
					<form class="flex w-3/4 lg:w-full" action="https://us4.list-manage.com/subscribe?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&id=d479236523" method="post" id="mc-embedded-subscribe-form" name="mc-embedded-subscribe-form" class="validate" target="_blank" novalidate="">
						<input class="flex-grow py-2 px-3 border border-primary-300 rounded-l" type="email" placeholder="Email" name="EMAIL" id="mce-EMAIL">
						<button class="bg-secondary-500 py-2 px-3 text-white rounded-r-md border border-secondary-500" type="submit" value="" name="subscribe">Registrieren</button>
					</form>

					<a href="#" class="underline text-secondary-700">Entdeckt die neueste Ausgabe</a>
				</div>	
			</div>
		</div><!-- newsletter -->
		



<p class="wp-block-paragraph">

Die Hauptbedingung Russlands war allerdings die Übertragung des Gasfernleitungssystems Usbekistans in das Eigentum von Gazprom zum Marktwert. Ähnliche Forderungen wurden gegenüber Kasachstans nationaler Gasgesellschaft „Kazakgaz&#8220; vorgebracht. Die zweite von russischer Seite gestellte Bedingung war die Abtretung der Rechte zum Export von Gas nach China. Gazprom bot also an, anstelle des usbekischen Unternehmens „UzGazTrade“ Vertragspartei zu werden. Diese Konditionen wurden aber weder von Kasachstan noch von Usbekistan akzeptiert.
</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Emma Collet, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/ouzbekistan/louzbekistan-fait-difficilement-face-a-une-crise-energetique-majeure/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/kaeltewelle-fuehrt-zu-energiekrise-in-usbekistan/">Kältewelle führt zu Energiekrise in Usbekistan</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/kaeltewelle-fuehrt-zu-energiekrise-in-usbekistan/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wird Zentralasien einen Winter ohne Energie erleben?</title>
		<link>https://novastan.org/de/kasachstan/wird-zentralasien-einen-winter-ohne-energie-erleben/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/kasachstan/wird-zentralasien-einen-winter-ohne-energie-erleben/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Emma Collet]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Dec 2022 18:52:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Ekibastuz]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Energiedefizit]]></category>
		<category><![CDATA[Energiekrise]]></category>
		<category><![CDATA[Entschlüsselung]]></category>
		<category><![CDATA[Gas]]></category>
		<category><![CDATA[Strom]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=31025</guid>

					<description><![CDATA[<p>ENTSCHL&#xDC;SSELUNG. Alternde Infrastruktur, korrupte Unternehmen und wachsender Energiebedarf: Zentralasien steht vor der Herausforderung eines Energiedefizits. Bereits im vergangenen Winter sa&#xDF;en drei zentralasiatische L&#xE4;nder im Dunkeln. Wird es dieses Jahr anders sein? Eine Analyse der gro&#xDF;en Energiefragen in Zentralasien. &#x2013; 30&#xB0; Celsius Au&#xDF;entemperatur ohne die M&#xF6;glichkeit sich Zuhause aufw&#xE4;rmen zu k&#xF6;nnen: Die Einwohner:innen von Ekibastuz im [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/wird-zentralasien-einen-winter-ohne-energie-erleben/">Wird Zentralasien einen Winter ohne Energie erleben?</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>ENTSCHLÜSSELUNG. Alternde Infrastruktur, korrupte Unternehmen und wachsender Energiebedarf: Zentralasien steht vor der Herausforderung eines Energiedefizits. Bereits im vergangenen Winter saßen drei zentralasiatische Länder im Dunkeln. Wird es dieses Jahr anders sein? Eine Analyse der großen Energiefragen in Zentralasien.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">– 30° Celsius Außentemperatur ohne die Möglichkeit sich Zuhause aufwärmen zu können: Die Einwohner:innen von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ekibastus">Ekibastuz</a> im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pawlodar_(Gebiet)">Gebiet Pavlodar</a> haben es erlebt und überlebt. Vom 27. November an befand sich die 300 Kilometer östlich von <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstans-hauptstadt-wird-in-astana-rueckbenannt/">Astana</a> gelegene Stadt für zehn Tage lang im Ausnahmezustand. Geschuldet war dies einem Ausfall des regionalen Wärmekraftwerks, wie das kasachstanische Nachrichtenportal <a href="https://vlast.kz/fotoreportazh/52921-ekibastuz-10-dnej-posle-katastrofy.html">Vlast</a> vor Ort berichtet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Episode könnte anekdotisch sein, tatsächlich aber durchleben jeden Winter Millionen von Zentralasiat:innen Energiedefizite. Bereits im vergangenen Jahr tauchte ein Panne Zentralasien in Dunkelheit und verursachte einen allgemeinen Stromausfall in drei der größten Städte: Taschkent, Bischkek und Almaty. Die abgelegenen Regionen Zentralasiens erleben diese Art von Störungen jeden Winter, wenn die Temperaturen sinken. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Alle Länder betroffen</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
In Usbekistan stellte das Energieministerium am 10. Dezember Unterbrechungen bei der Lieferung von Erdgas in den Provinzen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Taschkent">Taschkent</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Fargʻona">Fargʻona</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Andijon">Andijon</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Namangan">Namangan</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Samarqand">Samarkand</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Surxondaryo">Surxondaryo</a> fest. Der stellvertretende usbekische Energieminister Sherzod Hojayev <a href="https://1prime.ru/gas/20221116/838840809.html">kündigte</a><em>„aufgrund des Anstiegs des Inlandsverbrauchs in der kommenden Kälte&#8220; </em>sogar einen Stopp der Gasexporte ab dem 16. November an.

</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Ähnliche Probleme vermelden auch Tadschikistan und Kirgistan: In einigen Bezirken der Hauptstädte und in anderen Großstädten wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Osch">Osch</a> fiel zu bestimmten Zeiten der Strom aus, berichtet das kirgisische Nachrichtenportal <a href="https://kaktus.media/doc/470375_v_bishkeke_jalyutsia_na_problemy_s_elektrichestvom._spisok_rayonov_obnovliaetsia.html">Kaktus</a>.

Auch der turkmenische Nachbar ist trotz seiner großen Gasreserven nicht vor Problemen bei der Energieversorgung gefeit. Am 13. Dezember berichtete <a href="https://www.azathabar.com/a/32172906.html">Radio Azatlyk</a>, der turkmenische Dienst von Radio Free Europe, dass mehrere Wohngebiete von Aschgabat bei extrem kalten Temperaturen ohne Wasser oder Heizung seien.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Veraltete und korrupte Systeme</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Diese Ereignisse verdeutlichen das Energiedefizit in den Ländern Zentralasiens, welchem verschiedene Ursachen zugrunde liegen. Eine davon ist der schlechte Zustand der Stromnetze: Die Infrastruktur Zentralasiens stammt aus Zeiten der Sowjetunion und ihr Betrieb führt dazu, dass bei jeder Übertragung Strom verloren geht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Kasachstan gehen laut Radio Free Europe beispielsweise zwischen 15 und 16 Prozent der Kapazität verloren, obwohl Modernisierungsarbeiten durchgeführt wurden. Die in die Modernisierung dieser Infrastruktur investierten Gelder sowie die erzielten Ergebnisse lassen jedoch auf eine erhebliche Korruption im Energiesektor schließen. Beispielsweise wurden in Usbekistan ab Januar die Steuern für Gasförderunternehmen (mit Ausnahme von Uzbekneftegaz) von 30 auf 10 Prozent gesenkt, erklärt das usbekische Nachrichtenportal <a href="https://daryo.uz/2022/12/05/kimdir-javob-berishi-kimdir-qusishi-kerak-faollar-gaz-va-elektr-muammosi-sababchilariga-jazo-soramoqda/">Daryo</a>. Dennoch nehme die Gasproduktion sogar ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> <strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-erhebliche-stromknappheit-erwartet/">Kirgistan: Erhebliche Stromknappheit erwartet </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und auch die Katastrophe von Ekibastuz, erklärt Saıan Ahmetjanov, Direktor der kasachstanischen Antikorruptionsbehörde <a href="https://www.gov.kz/memleket/entities/anticorruption?lang=ru">Antikor</a>, in einem Interview mit dem kasachischen Nachrichtenportal <a href="https://tengrinews.kz/kazakhstan_news/v-antikore-svyazali-avariyu-v-ekibastuze-s-korruptsiey-485424/">Tengrinews,</a> sei mit <em>„systemischer Korruption in der Branche“</em> in Verbindung zu bringen. In Tadschikistan und Kirgistan liegt das Problem vor allem in großen Dürren. Die Energieversorgung beider Länder basiert zu 90 bis 98 Prozent <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-erhebliche-stromknappheit-erwartet/?noredirect=de-DE">auf Wasserkraft</a>. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Das Risiko eines neuen Blackouts </strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Droht also ein Winter ohne Energie? <em>„Ja, es gibt ein Risiko, das mit dem steigendem Energiebedarf Jahr für Jahr wächst und mit dem Bevölkerungswachstum in Zentralasien korreliert&#8220;</em>, meint <a href="https://www.fpri.org/contributor/maximilian-hess/">Maximilian Hess</a>, Zentralasienforscher am Foreign Policy Research Institute. 1991 lebten in der Region etwa 50 Millionen Menschen, während die Bevölkerung heute bei über 75 Millionen liegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um nicht erneut im Dunkeln sitzen zu müssen, investierten die zentralasiatischen Länder in andere Ressourcen. Kasachstan hat die Solar- und Windenergie gefördert und hofft <a href="https://www.gov.kz/memleket/entities/energo/press/news/details/468727?lang=en">bis 2030</a> 15 Prozent seines Energiebedarfs daraus zu decken. Usbekistan hat mit Investitionen aus Russland in den Bau von zwei Kernreaktoren <a href="https://energycentral.com/news/agreement-between-uzbekistan-and-russia-cooperation-construction-nuclear-power-plant-enters">den nuklearen Weg</a> eingeschlagen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/wie-tadschikistan-seit-15-jahren-strom-spart-die-geschichte-der-landesweiten-stromausfaelle/">Wie Tadschikistan seit 15 Jahren Strom „spart“ – die Geschichte der landesweiten Stromausfälle </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Hess sind diese Bemühungen natürlich wichtig, aber kurzfristig nicht sehr effektiv. Außerdem erfordern sie noch mehr Investitionen. <em>„Was das gemeinsame zentralasiatische Netz betrifft, so befindet es sich in einem toten Zustand. Ich sehe keine Anzeichen dafür, dass die zentralasiatischen Länder sich um dessen Ausbau bemühen“</em>, erklärt er. <em>„Gefordert ist eine Energiekooperation nach europäischem Vorbild.“</em></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Moskaus opportunistische Ansichten</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Angesichts der Energiekrise versucht Russland, seine Karte auszuspielen. Wie <a href="https://www.interfax.ru/world/874551">Interfax</a> berichtet, schlug Wladimir Putin während des Moskau-Besuchs von Kasachstans Präsidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qassym-Schomart_Toqajew">Qasym-Jomart Toqaev</a> vor, eine „Gasunion“ zwischen Russland, Usbekistan und Kasachstan zu gründen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer solchen Union <em>„haben wir nichts zu gewinnen und alles zu verlieren&#8220;</em>, erklärte der usbekische Ökonom Abdulla Abdukadirov gegenüber <a href="https://www.voanews.com/a/russian-gas-swap-scheme-gets-cold-shoulder-in-central-asia/6867304.html">Voice of America</a>. Seiner Meinung nach könnte dies ein strategischer politischer Hebel für Russland, um Usbekistan und Kasachstan dank des Gasköders noch mehr in sein Lager zu rücken. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-ist-es-leid-russland-staendig-nachzulaufen-politologe-temur-umarov-im-interview/">Kasachstan ist es leid, Russland ständig nachzulaufen – Politologe Temur Umarov im Interview </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Usbekistans Energieminister Jurabek Mirzamahmudov erklärte jedoch gegenüber <a href="https://kun.uz/ru/news/2022/12/08/my-ne-pozvolim-navyazyvat-kakiye-libo-politicheskiye-usloviya-ministr-energetiki-o-vozmojnoy-torgovle-gazom-s-rossiyey">Kun.uz</a>, er werde keine <em>„politischen Bedingungen“</em>, sondern nur Handelsabkommen akzeptieren, falls es zu einer sogenannten Gasunion kommen sollte. Auch Kasachstans Regierung zeigt nicht mehr Interesse. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Unzufriedenheit in der Bevölkerung</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Für die Bevölkerung werden die wiederkehrenden Stromausfälle im Winter immer lästiger. In Almaty <a href="https://vlast.kz/novosti/52880-aktivistki-oyan-qazaqstan-vysli-na-piket-v-podderzku-zitelej-ekibastuza.html">erschienen</a> zwei Aktivistinnen der militanten Gruppe „Oyan Qazaqstan!“ leicht bekleidet auf der Straße, um gegen die Regierung zu protestieren und die Bevölkerung von Ekibastuz zu unterstützen.

In Usbekistan fanden landesweit Demonstrationen statt, heißt es in einem Bericht von <a href="https://rus.ozodlik.org/a/32168653.html">Current Time</a>. Ein Fabrikarbeiter aus der Provinz Fargʻona schrie verzweifelt in die Kamera: <em>„Was tun? Kein Gas, kein Strom mehr! […] Die Behörden sollen das Problem lösen, sonst bringen wir uns am Ende um.“</em></p>


			<div class="hp-newsletter col-span-3 lg:col-span-1 flex flex-col bg-primary-100 border-t-8 border-secondary-500 rounded-lg justify-center items-center lg:items-stretch px-6 py-6 gap-4 box-border">
			<div class="flex">
				<div class="enveloppe">
					<i class="far fa-envelope text-5xl text-secondary-300"></i>
				</div>
				<div class="formulaire_nl">
					<p>
						<span class="font-bold text-xl block">Ganz Zentralasien in deiner Mailbox</span>
						Abonniert unseren wöchentlichen Newsletter					</p>
					<form class="flex w-3/4 lg:w-full" action="https://us4.list-manage.com/subscribe?u=6a15a2256d412b041fdec39e8&id=d479236523" method="post" id="mc-embedded-subscribe-form" name="mc-embedded-subscribe-form" class="validate" target="_blank" novalidate="">
						<input class="flex-grow py-2 px-3 border border-primary-300 rounded-l" type="email" placeholder="Email" name="EMAIL" id="mce-EMAIL">
						<button class="bg-secondary-500 py-2 px-3 text-white rounded-r-md border border-secondary-500" type="submit" value="" name="subscribe">Registrieren</button>
					</form>

					<a href="#" class="underline text-secondary-700">Entdeckt die neueste Ausgabe</a>
				</div>	
			</div>
		</div><!-- newsletter -->
		



<p class="wp-block-paragraph">

Angesichts der Verärgerung der Bevölkerung bleiben die Behörden hinsichtlich der Erhöhung der Energiepreise vorsichtig. Im Januar 2022 führte beispielsweise der Anstieg der Benzinpreise zu <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/massenproteste-in-kasachstan-regierung-entlassen/?noredirect=de-DE">Aufständen in ganz Kasachstan</a>. Und auch die usbekische Regierung ist durch die <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/proteste-in-karakalpakstan-taschkent-schafft-ordnung-durch-gewalt/?noredirect=de-DE">Proteste in Karakalpakistan</a> im Juli in Alarmbereitschaft versetzt worden.
</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Emma Collet, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/decryptage/lasie-centrale-va-t-elle-revivre-un-hiver-sans-energie/">Französischen</a> von Robin Roth</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/wird-zentralasien-einen-winter-ohne-energie-erleben/">Wird Zentralasien einen Winter ohne Energie erleben?</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/kasachstan/wird-zentralasien-einen-winter-ohne-energie-erleben/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
