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	<title>Elektroenergie Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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	<title>Elektroenergie Archives</title>
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		<title>Usbekistan und Afghanistan verlängern Vertrag über Stromexport</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Romane Haquette]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Mar 2023 18:26:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Elektroenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Strom]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zu Beginn des Jahres haben Usbekistan und Afghanistan ein neues Energieabkommen unterzeichnet. Doch technische Probleme an usbekischen Anlagen und eine unerwartete K&#xE4;ltewelle haben die Umsetzung der Zusammenarbeit verz&#xF6;gert. Dies veranlasste wiederum die Taliban-Regierung zur Reaktion. Es ist ein Abkommen zwischen zwei Nachbarl&#xE4;ndern, welches nur m&#xFC;hsam ins Rollen kommt. Am 1. Januar ist der Energieminister der [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zu Beginn des Jahres haben Usbekistan und Afghanistan ein neues Energieabkommen unterzeichnet. Doch technische Probleme an usbekischen Anlagen und eine unerwartete Kältewelle haben die Umsetzung der Zusammenarbeit verzögert. Dies veranlasste wiederum die Taliban-Regierung zur Reaktion. </strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist ein Abkommen zwischen zwei Nachbarländern, welches nur mühsam ins Rollen kommt. Am 1. Januar ist der Energieminister der Taliban-Regierung, <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Abdul_Latif_Mansur">Abdul Latif Mansur</a>, nach Taschkent gereist. Dort unterzeichnete er &nbsp;ein Abkommen im Wert von 35 Millionen US-Dollar (32 Millionen Euro) , <a href="https://twitter.com/DABS_Official/status/1609475173262004225">wie es in einer Mitteilung des Energieunternehmens DA Afghanistan Breshna Sherkat (Dabs) heißt</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Usbekistan verlängert seinen Stromexport nach Afghanistan um ein Jahr und hat sich verpflichtet, dem Land bis zum Winter 2023 450 Megawatt (MW) zu liefern. Dies berichtet <a href="https://rus.azattyq.org/a/32207088.html">Radio Azattyq</a>, der kasachstanische Dienst von Radio Free Europe. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/kaeltewelle-fuehrt-zu-energiekrise-in-usbekistan/"><strong>Kältewelle führt zu Energiekrise in Usbekistan</strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die beiden Nachbarn ist es nicht die erste Vereinbarung. Usbekistan ist der wichtigste Stromlieferant Afghanistans und das zentralasiatische Land, das sich seit August 2021 <a href="https://novastan.org/fr/ouzbekistan/louzbekistan-envisage-de-reprendre-les-relations-commerciales-avec-lafghanistan/">am kooperativsten gegenüber der Taliban-Regierung gezeigt hat</a>. Bereits im vergangenen Jahr hatte Taschkent einen Vertrag mit Kabul über 100 Millionen US-Dollar (92 Millionen Euro) unterzeichnet und sich dabei verpflichtet, Kabul mit 2,2 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom zu versorgen. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Schulden in Höhe von 62 Millionen US-Dollar</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Wegen der Energiefrage kam es jedoch seit Oktober 2021 regelmäßig zu Spannungen. Laut der <a href="https://tass.ru/ekonomika/12575167">russischen Nachrichtenagentur Tass</a> schuldete Afghanistan für seine Stromimporte den Staaten Usbekistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Iran 62 Millionen US-Dollar (57,1 Millionen Euro). Die afghanischen Behörden hatten diese Schulden auf blockierte Finanztransfers aufgrund der Sanktionen der internationalen Staatengemeinschaft zurückgeführt, aber dies ist nicht zuletzt auch auf die schwierige wirtschaftliche Situation des Landes zurückzuführen, seit die Taliban die Regierungsspitze übernommen haben.

</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Um sich bei der Schuldenrückzahlung gegenüber seinen Nachbarn helfen zu lassen, soll das Unternehmen Dabs sogar die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Unterst%C3%BCtzungsmission_der_Vereinten_Nationen_in_Afghanistan">Hilfsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan</a> um Unterstützung gebeten haben. Im Juli 2022 hatte Afghanistan seine Stromimporte aus dem Jahr 2021 vollständig zurückgezahlt, <a href="https://minenergy.uz/ru/news/view/2084">wie aus einer Mitteilung der usbekischen Regierung hervorgeht</a>. Mit dem neuen Abkommen vom 1. Januar schien die Zusammenarbeit dann wieder in Gang zu kommen. Doch dann verschlechterte sich die Situation wieder.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Stärkste Kältewelle seit 50 Jahren</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://novastan.org/fr/ouzbekistan/louzbekistan-fait-difficilement-face-a-une-crise-energetique-majeure/">Usbekistan war mit der stärksten Kältewelle seit 50 Jahren konfrontiert</a>, wodurch viele Städte bei eisigen Temperaturen ohne Strom und Heizung blieben. Die Gründe dafür waren eine eingefrorene Infrastruktur und ein unvorhergesehener Stopp der Gasexporte aus Turkmenistan. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:&nbsp;</strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-kann-das-kambarata-projekt-die-energieprobleme-loesen/"><strong>Kirgistan: Kann das Kambarata-Projekt die Energieprobleme lösen?</strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war nicht das erste Mal, dass Usbekistan mit derartigen technischen Problemen zu kämpfen hatte. Im November 2022 war das Land bereits gezwungen, seine Stromexporte nach Afghanistan um die Hälfte zu reduzieren, <a href="https://www.ozodlik.org/a/o-zbekiston-afg-onistonga-elektr-energiyasi-eksportini-qisqartirdi/32146755.html">betont Radio Ozodlik</a>, der usbekische Dienst von Radio Free Europe. Technische Probleme in Kraftwerken an usbekischen Standorten führten in mehreren Regionen Afghanistans zu Stromausfällen. In der Hauptstadt wurde der Strom manchmal <em>„nur zwei Stunden am Tag geliefert“, </em>hatte ein Einwohner Kabuls gegenüber Radio Ozodlik erklärt. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Usbekistan pausiert seinen Stromexport</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Aufgrund dieser jüngsten Kältewelle hatte Usbekistan nach Angaben von <a href="https://rus.ozodlik.org/a/32236268.html">&nbsp;Radio Ozodlik</a> am 13. Januar die Stromlieferungen an Afghanistan eingestellt. Diese Unterbrechung war vom Außenminister der Taliban-Regierung, <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Amir_Khan_Muttaqi">Amir Khan Muttaqi</a>, schlecht aufgenommen worden. Er forderte die usbekischen Behörden dazu auf, ausreichend Strom zu den in dem Abkommen ausgehandelten Bedingungen zu liefern.

Die Einwohner:innen von Kabul hatten mit Stromausfällen zu kämpfen und konnten nicht ausreichend heizen. Die Kältewelle in Afghanistan verursachte den Tod von 16 Menschen und zwischen 2.000 und 4.000 Tieren, <a href="https://rus.ozodlik.org/a/32228663.html">wie Radio Ozodlik bekannt gab</a>.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph">

Am 25. Januar hatte das usbekische Außenministerium laut dem afghanischen <a href="https://tolonews.com/business-181744">Medium Tolonews</a> angekündigt, in den nächsten 24 Stunden 250 MW Strom nach Kabul zu liefern. Doch am 27. Januar, als Usbekistan seinen Energieexport offiziell wieder aufnahm, wurden laut <a href="https://tolonews.com/business-181744">Tolonews</a> nur 100 MW geliefert. Dies veranlasste Hekmatullah Ahundsada, den Direktor von Dabs zur Reaktion. <em>„Leider hat Usbekistan trotz der Versprechungen das Abkommen nicht umgesetzt [&#8230;] und dieser Betrag löst das Problem nicht“</em>, sagte er gegenüber dem afghanischen Medium.
</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Romane Haquette, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/ouzbekistan/louzbekistan-prolonge-dun-an-son-contrat-dexportation-delectricite-vers-lafghanistan/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Berenika Zeller</strong>
<p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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		<title>Wie Tadschikistan seit 15 Jahren Strom „spart“ – die Geschichte der landesweiten Stromausfälle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2020 16:33:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Tadschikistan wird immer wieder der Strom abgestellt. Aus Anlass des Internationalen Energiespartages ver&#xF6;ffentlichte Asia-Plus am 11. November 2020 den folgenden Artikel. Wir &#xFC;bersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Tadschikistans Regierung ruft seit langem dazu auf, im Privathaushalt und in der Industrie sparsam mit dem Stromverbrauch umzugehen. Allerdings muss sie die Bev&#xF6;lkerung gar nicht [&#x2026;]</p>
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]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>In Tadschikistan wird immer wieder der Strom abgestellt. Aus Anlass des Internationalen Energiespartages veröffentlichte </strong><a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20201111/kak-v-tadzhikistane-beregut-elektroenergiyu-vot-uzhe-15-let-istoriya-blekautov?tg_rhash=59df260525b319"><strong>Asia-Plus</strong></a><strong> am 11. November</strong><strong> 2020 den</strong><strong> folgenden</strong><strong> Artikel</strong><strong>. Wir übersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Tadschikistans Regierung ruft seit langem dazu auf, im Privathaushalt und in der Industrie sparsam mit dem Stromverbrauch umzugehen. Allerdings muss sie die Bevölkerung gar nicht bitten, sondern beschließt einfach eine Verbrauchsgrenze, so wie es nach wie vor immer wieder der Fall war.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie alles begann</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Winter 2007 wurde erstmals eine Höchstgrenze für den Stromverbrauch eingeführt. Es wurde mitgeteilt, dass der Strom zwischen 23 Uhr und 5 Uhr des Folgetages abgeschaltet werde.  <a href="http://www.barqitojik.tj/en/">Barqi Tojik</a> (Das staatliche Energieunternehmen, Anm. d. Ü.) erklärte, dass der Grund für die Einschränkungen der niedrige Wasserstand im Fluss <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wachsch">Wachsch</a> und damit einhergehend auch im Stausee des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nurek-Staudamm">Nurek-Wasserkraftwerks</a> sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um den Mangel an Strom auszugleichen, vereinbarte Barqi Tojik mit  Uzbekenergo (dem usbekischen staatlichen Energieunternehmen, Anm. d. Ü.) den Import von 600 Millionen Kilowattstunden Strom aus Usbekistan. Als Bedingung wurde aber auferlegt, dass Tadschikistan im Sommer mindestens 900 Millionen Kilowattstunden zurückgibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das schwerste Jahr</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das schwerste Jahr war 2008. Die Energiekrise betraf fast alle Länder Zentralasiens. Sie stand im Zusammenhang mit dem kältesten Winter seit 1969, und hohen Preisen für Lebensmittel und Kraftstoff. Die Vereinten Nationen, das Rote Kreuz und der Rote Halbmond riefen die internationale Gemeinschaft auf, circa 25 Millionen US-Dollar an Hilfe für die zentralasiatischen Regierungen zu sammeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem 13. Januar 2007 war die Landbevölkerung komplett von der Stromversorgung abgeschnitten, in Duschanbe gab es täglich nur zwischen ein und drei Stunden Licht. Ende Januar wurde in der Hauptstadt nun auch der Strom für Kleinunternehmen abgestellt. Bis in den Frühling konnten sie nicht arbeiten und erlitten große Verluste.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/trotz-energieknappheit-tadschikistan-nimmt-77-millionen-dollar-durch-stromexporte-ein/">Trotz Energieknappheit: Tadschikistan nimmt 77 Millionen Dollar durch Stromexporte ein</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einschränkungen galten bis zum 10. Februar, wurden später aber bis zum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nouruz">Nawrus</a>-Fest Ende März verlängert. Es gab nur wenige Ausnahmen, zu denen Regierungsinstitutionen, Krankenhäuser und <a href="http://www.talco.com.tj/en/">Talco</a> (ein Aluminiumunternehmen, Anm. d. Ü.) gehörten. Wegen der nicht funktionierenden Zentralheizung in den Städten und aufgrund des abgestellten Stroms heizte man in den Wohnungen mit kleinen Öfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Stromsperre gab es in den Medien zahlreiche Berichte über Todesfälle von Kindern in Entbindungsstationen und PatientInnen in Krankenhäusern. Im Nachhinein erklärten UN-ExpertInnen, dass fast ein Drittel der EinwohnerInnen Tadschikistans in der Zeit der strikten Strombegrenzung an Unterernährung litt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der große Stromausfall von 2009</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu einem fast vollständigen Stromausfall kam es im Jahr 2009. Im November jenes Jahres blieben aufgrund eines Zwischenfalls an der Hochspannungsleitung Nurek – <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tursunsoda">Tursunsoda</a> 70 Prozent des tadschikischen Staatsgebiets ohne Strom. Die Aufregung im Zusammenhang mit der Einschränkung der Stromversorgung beeinflusste die Preise für  Grundnahrungsmittel, die in der Folge um 20 Prozent anstiegen.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus wurde in jenem Jahr in Tadschikistan 11 Prozent weniger Strom produziert als im Vorjahr. Es wurde erlassen, dass in den Jahren 2009-2011 die verantwortlichen Ministerien und Behörden den Aufbau zweier Unternehmen zur Produktion von Energiesparlampen und die Einhaltung der stromsparender Standards sicherstellen sollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung des Landes wurde beauftragt unter der Beteiligung von Investoren die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um innerhalb von drei Jahren den nationalen Bedarf an Gas und innerhalb von vier Jahren den Bedarf an Strom aus inländischen Ressourcen zu decken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Leere Versprechen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von nun an gab es jedes Jahr von November bis April eine Begrenzung des Energieverbrauchs. Barqi Tojik versicherte, dass die Einschränkungen 12 Stunden pro Tag nicht überschreiten werde und Duschanbe und einige andere Industriestädte nicht tangieren würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Angesichts des Volumens der Wasserkraftreserven des Landes werden in einigen Bezirken der Republik Beschränkungen in der Stromversorgung eingeführt“</em>, teilte das Unternehmen jedes Jahr mit. <em>„Es werden weder lebenswichtige Einrichtungen noch Verwaltungsgebäude betroffen sein.“</em> Vor allem im ländlichen Raum wurde dieses Versprechen jedoch nicht immer eingehalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Prävenzion“ anstatt „Begrenzung“</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab 2018 begann man das „Begrenzung“ durch das Wort „Prävention“ zu ersetzen. Im Herbst und Winter gab es fortan in ländlichen Gebieten von 5 bis 8 Uhr morgens und von 17 bis 24 Uhr abends Strom. ExpertInnen von Barqi Tojik erklärten, dass es sich nicht um einen Engpass, sondern nur um Präventionsmassnahme handele. Vor Ort sagten die ExpertInnen des Wasserkraftwerks, dass am Nurek Wasser gespart werde: Es gebe einen sehr niedrigen Zufluss, weil das Wasser des Flusses Wachsch bereits für das Füllen des neuen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rogun-Staudamm">Rogun-Stausees</a> abgezweigt werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-die-zweite-turbine-des-rogun-wasserkraftwerks-geht-ans-netz/">Tadschikistan: Die zweite Turbine des Rogun-Wasserkraftwerks geht ans Netz</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Behörden zufolge werde Tadschikistans Bevölkerung seit 2017 rund um die Uhr mit Strom versorgt. Der jüngste Landesweite Stromausfall wurde dadurch erklärt, dass im Herbst und Winter 2019-2020 im Quellgebiet der Flüsse Wachsch und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pandsch">Pandsch</a> zu wenig Schnee fiel. In den vergangenen Jahren habe er 50 Prozent der Abflussmenge ausgemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang wandte sich die Regierung sogar an die Bevölkerung des Landes und bat um Verständnis für die von Barqi Tojik eingeführten Beschränkungen. Sie dienten einzig dem Ziel, die Reserven des Nurek-Stausees zu erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Notwendige Investitionen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die in Tadschikistan existierenden Wasserkraftwerke sind schon mehr als 30 Jahre am Netz. Ihre technischen Möglichkeiten sind ausgereizt. Mehr als 50 Prozent der Ausrüstung, Verteilungsnetze und Umspannwerke müsste inzwischen generalüberholt werden.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Der Energieverlust der Anlagen beträgt 14,1 Prozent, obwohl er in der Regel 8 bis 10 Prozent betragen sollte. Es ist überaus notwendig, den Zustand der Übertragungs- und Verteilungsnetze zu verbessern. Es wird geschätzt, dass die tadschikischen Energienetze über ein Effizienzpotenzial von 4 bis 6 Prozent verfüge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus seien die bestehenden Heizungsnetze veraltet und befinden sich aufgrund ihrer mangelhaften Wartung in einem schlechten Zustand. Sie müssen zusammen mit den Wärmekraftwerken modernisiert werden. Die regelmäßig auftretenden Massenstromausfälle verschärfen diese Probleme nur und können nicht als Maßnahme zur Energieeinsparung herangezogen werden.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Saifuddin Karajew für </strong><a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20201111/kak-v-tadzhikistane-beregut-elektroenergiyu-vot-uzhe-15-let-istoriya-blekautov?tg_rhash=59df260525b319"><strong>Asia-Plus</strong></a></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russischen von Robin Roth</strong></p>


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		<title>Zwischen Tadschikistan und Usbekistan boomt der Energiehandel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Nov 2018 08:03:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Elektroenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Erdgas]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach mehrj&#xE4;hriger Unterbrechung haben Tadschikistan und Usbekistan im April den Handel mit Erdgas beziehungsweise Elektroenergie wieder aufgenommen. Nicht nur deswegen hat sich das Handelsvolumen zwischen den beiden L&#xE4;ndern mehr als verdoppelt. Die Meldung erschien im russischsprachigen Original auf AsiaPlus. Laut einem Bericht des tadschikischen Ministeriums f&#xFC;r Wirtschaftliche Entwicklung und Handel hat das Land bis zum [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Nach mehrjähriger Unterbrechung haben Tadschikistan und Usbekistan im April den Handel mit Erdgas beziehungsweise Elektroenergie wieder aufgenommen. Nicht nur deswegen hat sich das Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern mehr als verdoppelt. Die Meldung erschien im russischsprachigen Original auf </strong><a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/economic/20180925/tadzhikistan-poluchil-okolo-75-mln-kubometrov-prirodnogo-gaza-iz-uzbekistana"><strong>AsiaPlus</strong></a><strong>.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Laut einem Bericht des tadschikischen Ministeriums für Wirtschaftliche Entwicklung und Handel hat das Land bis zum 1. Oktober 10 Millionen Kubikmeter usbekisches Erdgas gekauft. Die Kosten des seit März importierten Gases belaufen sich dabei auf eine Million US-Dollar.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass Tadschikistan überhaupt wieder Gas aus Usbekistan importiert, ist ein Ergebnis des Treffens der beiden Staatspräsidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shavkat_Mirziyoyev">Schawkat Mirsijojew</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Emomalij_Rahmon">Emomali Rahmon</a> im Dezember vergangenen Jahres.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wohin geht das usbekische Gas?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der größte Abnehmer des importierten Gases ist bis dato der Aluminiumhersteller <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Tajik_Aluminium_Company">Talco</a>, der laut Daten des staatlichen tadschikischen Gasunternehmens <a href="http://www.tajik-gateway.org/wp/promyshlennost/neftegazodobyvayushhaya-otrasl/ooo-tadzhiktransgaz/">Tadschiktransgas</a> 80 Prozent der Gaslieferungen verbraucht. Des Weiteren sollen mehr als zehn kleinere Unternehmen &#8211; unter anderem Ziegelfabriken &#8211; Anteile des aus Usbekistan importieren Gases erhalten.</p>
<p style="text-align: justify;">Tadschiktransgas teilte im September mit, dass man prüfe, ab Beginn der Heizsaison das Gas auch zur Wärmeversorgung von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Duschanbe">Duschanbe</a> zu verwenden. Es würde ebenfalls geprüft werden, die Gasimporte auch zur Versorgung der Bevölkerung zu verwenden. Allerdings wären diesbezüglich noch Fragen im Bezug auf die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur zu klären, was noch einige Zeit in Anspruch nehmen würde.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Elektrizität als Ausgleich</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Tadschikistan hat seinerseits 1,1 Milliarden Kilowattstunden Elektroenergie für eine Summe von 22 Millionen US-Dollar nach Usbekistan exportiert. Der Energieexport nach Usbekistan wurde, so wie die Gasimporte im Frühling, nach mehrjähriger Unterbrechung wieder aufgenommen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/trotz-energieknappheit-im-eigenen-land-tadschikistan-verkauft-weiter-seinen-strom/"><strong>Trotz Energieknappheit im eigenen Land – Tadschikistan verkauft weiter seinen Strom</strong></a></p>
<p style="text-align: justify;">Es wird erwartet, dass Tadschikistan bis Jahresende mindestens 1,5 Milliarden Kilowattstunden nach Usbekistan exportiert. Usbekistan hat sich hingegen vertraglich verpflichtet, im laufenden Jahr ungefähr 126 Millionen Kubikmeter Erdgas für 15,1 Millionen US-Dollar an Tadschikistan zu liefern. Dies entspricht einem Preis von 120 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter. Tatsächlich wurde das Gas aber zu einem günstigeren Preis von 100 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter an Tadschikistan verkauft.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wachsendes Handelsvolumen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Auch das gesamte Handelsvolumen zwischen den beiden Nachbarn wächst weiter. In den ersten zwei Dritteln des Jahres wurden Waren in Wert von 175 Millionen US-Dollar zwischen Tadschikistan und Usbekistan gehandelt. Dies ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Anstieg um das Zwei- bis Dreifache.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/usbekistan-und-tadschikistan-der-handel-boomt-dank-offener-grenzen/"><strong>Tadschikistan und Usbekistan – Der Handel boomt dank offener Grenzen</strong></a></p>
<p style="text-align: justify;">Dabei wurde Usbekistan neben der Republik Moldau zum zweiten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaft_Unabh%C3%A4ngiger_Staaten">GUS</a>-Land, mit dem Tadschikistan eine positive Handelsbilanz hat. Der Import usbekischer Waren beläuft sich auf 77 Millionen US-Dollar, während der Export in das Nachbarland Waren im Wert von 96 Millionen US-Dollar umfasst. Seit seiner Unabhängigkeit hatte Tadschikistan stets mehr aus Usbekistan importiert als dorthin exportiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Die wichtigsten tadschikischen Exportgüter sind Aluminium, Elektroenergie, Baumwollfasern, Erze, Zement, unverarbeitetes Leder, Rohseide, verschiedene Textilien, alkoholische Getränke und Teppiche. Aus Usbekistan werden hingegen Textilien, Mineraldünger, Kunststoff, Schuhe, Keramik, Buntmetalle und mechanische Geräte importiert.</p>
<p style="text-align: right;"><strong>Pajraw Tschorschanbijew auf </strong><a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/economic/20180925/tadzhikistan-poluchil-okolo-75-mln-kubometrov-prirodnogo-gaza-iz-uzbekistana"><strong>AsiaPlus</strong></a></p>
<p style="text-align: right;"><strong>Aus dem Russischen von Robin Roth</strong></p>
<p style="text-align: right;"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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