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	<title>Dichter Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Sun, 18 Jun 2023 17:31:10 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Dichter Archives</title>
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	<item>
		<title>Wer war Mirjaqyp Dulatuly? – Die Geschichte eines kasachischen Poeten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robin Roth]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2023 18:44:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Dichter Mirjaqyp Dulatuly war einer der Vork&#xE4;mpfer der kasachischen Autonomie. Anl&#xE4;sslich seines 137. Geburtstags erz&#xE4;hlt Masa.media seine Geschichte. Wir &#xFC;bersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Myrjaqyp Dulatuly ist eine der Schl&#xFC;sselfiguren der kasachischen Politik des fr&#xFC;hen 20. Jahrhunderts. Zusammen mit seinen Freunden und Mitstreitern Ahmet Ba&#x131;tursynuly und &#xC1;lihan B&#xF3;ke&#x131;han gr&#xFC;ndete er die [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Dichter Mirjaqyp Dulatuly war einer der Vorkämpfer der kasachischen Autonomie. Anlässlich seines 137. Geburtstags erzählt </strong><a href="https://masa.media/ru/site/kto-takoy-myrzhakyp-dulatuly"><strong>Masa.media</strong></a><strong> seine Geschichte. Wir übersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mirschaqyp_Dulatuly">Myrjaqyp Dulatuly</a> ist eine der Schlüsselfiguren der kasachischen Politik des frühen 20. Jahrhunderts. Zusammen mit seinen Freunden und Mitstreitern <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Achmet_Baitursynuly">Ahmet Baıtursynuly</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Älichan_Bökeichan">Álihan Bókeıhan</a> gründete er die Zeitung &#8222;Qazaq&#8220; und beteiligte sich wenig später an dem Versuch, die kasachische Autonomie – die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alasch_Orda">Alash Orda</a> – zu etablieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie viele andere Anhänger der Alash Orda wurde Dulatuly in der neu gegründeten UdSSR verfolgt und ständig vom <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Innenministerium_der_UdSSR">NKWD</a> überwacht. Bereits Ende der 20er Jahre wurde er in ein Lager verbannt, wo er schließlich starb. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kindheit und Jugend</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">
Myrjaqyp Dulatuly wurde am 25. November 1885 auf dem Territorium des heutigen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qostanai_(Gebiet)">Gebiets Qostanaı</a> geboren. Seine Eltern verlor er früh, sodass er hauptsächlich von seinem älteren Bruder Asqar erzogen wurde. Im Alter von acht Jahren wurde der kleine Mirjaqyp zum Mullah des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aul">Auls</a> geschickt, um bei ihm zu lernen.

<em>„Ich weiß nicht mehr, wie lange ich bei ihm studiert habe. Ich weiß nur, dass ich außer dem Auswendiglernen arabischer Gebete nichts gelernt habe“</em>, sagte der Dichter später über diese Zeit seines Lebens und merkte dabei ironisch an, dass der Mullah ein äußerst unwissender Mensch gewesen sei.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph"> Im Alter von 12 Jahren wurde Dulatuly in die russisch-kasachische Schule des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Torghai_(Gebiet)">Gebiets Torģaı</a> aufgenommen. Dort traf er den jungen Lehrer Ahmet Baıtursynuly, einen zukünftigen politischen Weggefährten und Freund. Nach dem Abschluss arbeitete Myrjaqyp mehrere Jahre als Dorflehrer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damals begann er Gedichte zu schreiben. Bereits 1907 wurden seine ersten Arbeiten in der Zeitung „Serke“ veröffentlicht. Zwei Jahre später erscheint seine berühmte Sammlung „Oyan, qazaq!“ („Wach auf, Kasache!“). <em>Öffne deine Augen, wach auf, Kasache, hebe deinen Kopf,Verschwende deine Zeit nicht im Dunkeln.Die Erde ist gegangen, der Glaube ist geschwächt, die Situation ist schlimm geworden,Mein Lieber, du kannst dich nicht länger hinlegen.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kampf gegen den Zarismus</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> 1905 nimmt Myrjaqyp am Kongress des kasachischen Zweigs der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Konstitutionell-Demokratische_Partei">Konstitutionell-Demokratischen Partei</a> teil und engagiert sich seitdem aktiv in der Politik. Álihan Bókeıhan und Ahmet Baıtursynuly werden zu seinen engsten Mitstreitern. Zusammen verfassen sie die „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qarqaraly">Karkaralinsker</a> Petition“ an <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_II._(Russland)">Nikolaus II.</a>, in der sie Unterricht in kasachischer Sprache und die Rückgabe der von den Behörden beschlagnahmten Ländereien fordern. 1910 veröffentlicht Dulatuly das Buch „Unglückliche Jamal&#8220; – der erste Roman in der Geschichte der kasachischen Literatur. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Er erzählt die Geschichte eines eigensinnigen und klugen Mädchens namens Jamal, das im Dorf heimlich eine moderne Ausbildung erhielt. Sarsenbaı – der Vater des Mädchens – beschließt, es mit dem dummen Sohn eines einheimischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bey_(Titel)">Beys</a> zu verheiraten. Das unglückliche Mädchen versucht mehrmals, ihrem traurigen Schicksal zu entgehen – und stirbt schließlich, als es bei einem Fluchtversuch in einer Schneewehe erfriert. Der Roman war sehr erfolgreich und wurde binnen weniger Jahre viermal aufgelegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/zentralasien-um-1910-die-fotografien-sergej-prokudin-gorskijs/">Zentralasien um 1910: Die Fotografien Sergej Prokudin-Gorskijs </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">1913 zieht Dulatuly, nachdem er fast zwei Jahre für seine politische Tätigkeit abgesessen hat, nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Orenburg">Orenburg</a>. Dort beteiligt er sich aktiv an der Gründung der Zeitung „Qazaq&#8220; und schreibt regelmäßig für sie. Gleichzeitig bleibt er kreativ: 1914 nennt der Turkologe Wladimir Gordlewskij ihn und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Abai_Qunanbajuly">Abaı</a> die prominentesten Vertreter der kasachischen Literatur. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf den Seiten von „Qazaq“ kritisiert Dulatuly regelmäßig die zaristischen Behörden und fordert Reformen. In einem der Artikel stellt er fest, dass die Kasach:innen <em>„nach Autonomie streben müssen: Wenn wir eine eigene Regierung und Armee haben, werden alle mit uns rechnen&#8220;</em>. &#8222;Qazaq&#8220; wird ständig unter enormem Druck stehen. Aber trotz aller Bußgelder und Schließungsversuche wird die Zeitung überleben und bis 1918 bestehen. Erst die Bolschewiki können sie endgültig schließen. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Revolution und Bürgerkrieg</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Wie auch andere Anhänger:innen der Alash Orda stand Myrjaqyp dem bolschewistischen Umsturz von 1917 nicht besonders positiv gegenüber. Er hielt die Bolschewiki für Populist:innen, war selbst gegenüber den theoretischen Grundlagen ihrer Doktrin skeptisch und merkte an, dass <em>„das geheime Kalkül der Anstifter dieses Aufruhrs gar nicht so nobel ist wie die von ihnen proklamierten Ziele&#8220;</em>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Die Bolschewiki begannen den Aufruhr. Die Bolschewiki sind eine Gruppierung im Lager der Sozialdemokratischen Partei. Während alle anderen Parteien zustimmen, dass die höchsten Ziele schrittweise erreicht werden können, da es unmöglich ist, die Traditionen und Bräuche der Menschen an einem Tag zu ändern, wollen die Bolschewiki im Gegenteil alles zerstören, die Macht in ihre Hände nehmen und die Welt verändern. Die Idee der universellen Gleichheit der Menschen auf der ganzen Welt, der Zerstörung von Reichtum und Armut, der brüderlichen Liebe zwischen den Menschen ist die schönste Idee. Aber die Menschheit ist dem noch nicht gewachsen“</em>, schrieb Dulatuly in seinem Artikel „Der Zustand des Staates“, der in der 248. Ausgabe von „Qazaq“ erschien. Im Laufe der Zeit wurde seine Haltung gegenüber den Bolschewiki noch ablehnender: Er sah die Methoden, die sie bereit waren anzuwenden, um an der Macht zu bleiben. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/wie-vor-100-jahren-die-bolschewiki-das-emirat-von-buxoro-und-das-khanat-von-xiva-zerstoerten/">Wie vor 100 Jahren die Bolschewiki das Emirat von Buchara und das Khanat von Xiva zerstörten </a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Das Zeitalter der Bolschewiki hatte begonnen. Die Leute weinten: Sie wurden am helllichten Tag ausgeraubt. Bürger wurden getötet, Frauen vergewaltigt, Eigentum zerstört. Und in dieser traurigen Zeit gibt es unter den Kasachen selbst welche, die zusammen mit den Bolschewiki Willkür begehen. Sie verleumden die Würdigen und erschießen sie. Sie zerstören die Besten der Besten. Wenn das Zeitalter der Bolschewiki lang ist, wird die Schönheit des Landes verschwinden“</em>, kritisierte Myrjaqyp die Bolschewiki in dem Artikel „Die Geheimnisse vieler enthüllt“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Artikel erschien in der 264. Ausgabe von &#8222;Qazaq&#8220; – der vorletzten der Zeitung. In der Folge mussten die Alash-Aktivisten Kompromisse mit den sowjetischen Behörden eingehen: Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Weiße_Armee">Weißen</a>, deren Niederlage immer offensichtlicher wurde, weigerten sich hartnäckig, die kasachische Autonomie anzuerkennen. Myrjaqyp nahm regelmäßig soziale Aktivitäten auf, bekam eine Stelle in der Parteizeitung der Bolschewiki in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Autonome_Sozialistische_Sowjetrepublik_Turkestan">Turkestan</a>. Als 1921 in Kasachstan eine Hungersnot ausbrach, unternahm Myrjaqyp große Anstrengungen, um sie zu beenden. Dank seiner Agitation wurden in 2-3 Monaten etwa 15.000 Rinder gesammelt und an die hungernde Bevölkerung verteilt. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die</strong><strong> Sowjetzeit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Myrjaqyp versuchte, sich in den Sowjetstaat einzufügen. Er unterrichtete und half bei der Veröffentlichung von Lehrbüchern. Von 1922 bis 1926 lehrte Dulatuly auch am Kasachischen Institut für öffentliche Bildung. Die neue Regierung traute ihm und seinen Mitstreitern jedoch nicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits 1928 verfolgte ihn der NKWD. <em>„Wir schliefen zu Hause, als sie plötzlich laut an die Tür klopften: Sie brachen sie fast auf. Nachdem alle aufgewacht waren, betraten sechs Personen das Haus. Meinem Vater wurde ein Durchsuchungsbefehl gezeigt und das Haus wurde durchsucht. Alle Dinge wurden auf einem Haufen gesammelt. Wir hatten große Angst – ich werde diesen Tag nie vergessen. Mein Vater nahm seinen Ehering ab und steckte ihn meiner Mutter an die Hand. Er sagte zu uns Kindern: Ihr seid noch jung. Bisher habe ich euch nicht gesagt, wer ich war.Er sah mich an und sagte: „Ich habe darauf gewartet, dass du erwachsen wirst. Wir haben gerade deinen 13. Geburtstag gefeiert. Ich bin froh, dass ich dabei war. Hör auf deine Mutter, schwänze keinen Unterricht, sei ein guter, ehrlicher Mensch. Lass kein Unglück dich berühren.&#8220; Während er sprach, störten sie ihn nicht, sie ließen ihn sprechen. Ich wollte zu ihm rennen, aber sie stießen mich weg. Ich habe geschrien und geweint, aber ich konnte nichts tun“</em>, erinnerte sich Myrjaqyps Tochter Gúlnar Dulatova an die Verhaftung ihres Vaters. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/wer-war-ahmet-baitursynuly-die-geschichte-eines-kasachischen-erziehers/">Wer war Ahmet Baıtursynuly? – Die Geschichte eines kasachischen Erziehers </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mirjaqyp verbrachte mehrere Monate in Einzelhaft, isoliert von der Außenwelt. Dann wurde er zum Tode verurteilt, aber bald wurde die Strafe in 10 Jahre Gefängnis geändert. <em>„An jenem Tag kamen wir zum Bahnhof. Ein roter Waggon stand da, seine Fenster waren vergittert. Draußen stand eine Wache. Wir sind dorthin gelaufen. Als mein Vater unsere Stimmen hörte, schaute er aus dem Fenster – und ich begann vor Freude zu weinen. Mein Vater sagte zu mir: „Weine nicht, Liebes, weine nicht. Ich komme wieder und wir sehen uns.&#8220; Er fragte, wie es Mutter, den Verwandten und Freunden gehe, ob zu Hause alles in Ordnung sei. Als Antwort nickte ich nur mit dem Kopf. Der 24. Juni 1929 war der letzte Tag, an dem ich meinen Vater gesehen habe“</em>, beschrieb Gúlnar Dulatova das Treffen mit Myrjaqyp. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach wurde er in das Moskauer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Butyrka">Butyrka</a>-Gefängnis verlegt. Zwei Jahre später wurde Dulatuly in das berüchtigte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Solowezki-Inseln">Solowetzker</a> Sonderlager verlegt. Dort arbeitete Myrjaqyp unter schwierigen Bedingungen weiter und schrieb für die Zeitschrift &#8222;Solowetzki-Inseln&#8220;. Die Wärter im Lager verspotteten oft die Vertreter der Turkvölker und betrachteten sie nur als Arbeitskraft. Dies lag auch daran, dass viele turksprachige Gefangene kein Russisch sprechen konnten. Um die Situation ein wenig zu verbessern, erstellte Myrjaqyp im Lager ein turko-russisches Wörterbuch auf mittlerem Niveau. Diese Arbeit wurde geschätzt: Die Aufzeichnungen wurden aktiv unter den Gefangenen verteilt und dutzende Male kopiert. </p>


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<p class="wp-block-paragraph"> Während seines Aufenthalts im Lager nahm Dulatuly auch an Sanitätskursen teil. Er begann auf der Krankenstation zu arbeiten und schrieb ein Lehrbuch über Geometrie. Myrjaqyp hatte große Angst um seine Familie und lehnte deshalb den von <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Mustafa_Shokay">Mustafa Shoqaı</a> vorgeschlagenen Fluchtversuch nach Frankreich ab. Gleichzeitig korrespondierte er weiterhin mit seinen Freunden Álihan Bókeıhan und Ahmet Baıtursynuly. In Briefen nannten sie sich oft mit Spitznamen, wie „Sohn der Steppe“ (Bókeıhan) oder „Madiyar“ (Dulatuly). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Myrjaqyps Frau, die ihn einmal im Lager besuchte, hielt auf dem Rückweg bei Álihan Bókeıhan an. Bald darauf erhielt Dulatuly eine Postkarte von ihm: <em>„Mein Licht Madiyar. Gaıa und Altaı, die zwei Tage übernachtet haben, sind heute abgereist. Ich schreibe dir, während sie aufbrechen. Ehemann M in Almaty. „Was nützen Freiflächen, wenn deine Stiefel klein sind“, kam mir dieses Sprichwort in den Sinn. Umarmung, Áli.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/der-kirgisische-dichter-boekoenbajew-zu-zeiten-des-grossen-terrors/">Der kirgisische Dichter Bökönbajew zu Zeiten des Großen Terrors </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mirjaqyp führte diese Korrespondenzen bis zu seinem Tod fort. <em>„Meine lieben Myrjaqyp und Myrzagazy, seid ihr noch da? Wie geht es mit der Gesundheit? Wo ist Gazimbek? Ich kam hierher, um mit meiner Frau und meiner Tochter zusammen zu sein, und bin seit letztem September hier. Da ich keine Antwort von euch erhalten habe, schreibe ich erneut. Gebt Bescheid, sobald ihr den Brief erhalten habt. Küsse, Ahmet“</em>, schrieb Baıtursynuly ihm in einem seiner Briefe. Am 5. Oktober 1935 starb Myrjaqyp Dulatuly im Lazarett des Lagers. Seine sterblichen Überreste wurden erst 1992 nach Kasachstan transportiert. Myrjaqyps Tochter versuchte während der Sowjetzeit immer wieder, seine Rehabilitierung zu erwirken. Dies wurde jedoch erst kurz vor dem Zusammenbruch der UdSSR im Jahr 1988 erreicht. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Masa.media</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://masa.media/ru/site/kto-takoy-myrzhakyp-dulatuly">Russischen</a> von Robin Roth</strong> </p>



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			</item>
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		<title>Tod von Wjatscheslaw Schapowalow, Volksdichter Kirgistans</title>
		<link>https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/tod-von-viatcheslav-chapovalov-einem-volksdichter-kirgistans/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Chloé Renard]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Oct 2022 00:02:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Dichter]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Poesie]]></category>
		<category><![CDATA[Schriftsteller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wjatscheslaw Schapowalow ist im Alter von 74 Jahren verstorben. Ein R&#xFC;ckblick auf Leben und Werk des kirgistanischen Poeten. Dieser Artikel erschien zuerst am 28.08.2022 auf der franz&#xF6;sischen Website von Novastan. Am 23. Juli 2022 verstarb Wjatscheslaw Schapowalow. Verwandte und Kollegen haben die Nachricht publik gemacht. Ihnen zufolge war es zweifelsohne der Abschied des &#x201E;ohne zu [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/tod-von-viatcheslav-chapovalov-einem-volksdichter-kirgistans/">Tod von Wjatscheslaw Schapowalow, Volksdichter Kirgistans</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><b><span lang="DE">Wjatscheslaw Schapowalow ist im Alter von 74 Jahren verstorben. Ein Rückblick auf Leben und Werk des kirgistanischen Poeten. Dieser Artikel erschien zuerst am 28.08.2022 auf der <a href="https://novastan.org/fr/kirghizstan/deces-de-viatcheslav-chapovalov-poete-populaire-de-la-republique-kirghize/"><span style="color: windowtext; text-decoration: none;">französischen Website </span></a>von Novastan.
</span></b></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE">Am 23. Juli 2022 verstarb <a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/Шаповалов,_Вячеслав_Иванович"><span style="color: windowtext; text-decoration: none;">Wjatscheslaw Schapowalow. </span></a>Verwandte und Kollegen haben die Nachricht <a href="https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=pfbid033BSzEeK3maPcb6bLDkvZTEernsm8wT2fiY1uvBiCCvVWSh7WgXd8bgBz8tCc2xPil&amp;id=100063586302772"><span style="color: windowtext; text-decoration: none;">publik gemacht</span></a>. Ihnen zufolge war es zweifelsohne der Abschied des „<i>ohne zu übertreiben größten Poeten des russischsprachigen Raums</i>“, so wird Wladimir Lidsky, Prosa-Schriftsteller, vom lokalen Ableger des russischen Mediums <a href="https://ru.sputnik.kg/20220725/vyacheslav-shapovalov-konchina-soboleznovaniya-vospominaniya-1066319083.html"><span style="color: windowtext; text-decoration: none;">Sputnik</span></a> zitiert. Gründe für seinen Tod sind nicht bekannt.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE">Der Autor wurde am 28. Oktober 1947 in Frunse, heute Bischkek und Hauptstadt Kirgistans, geboren. In selbiger Stadt ist er nun im Alter von 74 Jahren verstorben.</span></p>



<h5 class="wp-block-heading"><b><span lang="DE">Sein</span></b><span lang="DE"> L</span><span lang="DE">eben</span></h5>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE">1966 schreibt sich Wjatscheslaw an der Staatlichen Kirgisischen Universität an der Fakultät für Russische Philologie ein und schließt sein Studium 1971 ab. Anschließend arbeitet er als Dozent und Direktor verschiedener Einrichtungen und Institute. „<i>Wjatscheslaw Iwanowitsch war ein sehr zugänglicher Mensch. Das unterschied ihn von anderen Dozenten. Seine Fächer erschienen auf den ersten Blick schwer, doch er unterrichtete sie mit einer erstaunlichen Leichtigkeit. Er war ein Akademiker im wahrsten Sinne des Wortes, denn er führte ein modernes Leben</i>“, erklärt <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Kanat_Sadykov">Kanat Sadykow</a>, Rektor der Nationalen Kirgisischen Universität (Zitat <a href="https://ru.sputnik.kg/20220725/vyacheslav-shapovalov-konchina-soboleznovaniya-vospominaniya-1066319083.html">Sputnik</a>).</span></p>



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<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE">Zuletzt leitete er im Jahre 2017 das Wissenschaftliche Zentrum für Übersetzung der Kirgisisch-Russischen Slawischen Universität.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE">Zudem nahm er aktiv am gesellschaftlichen und politischen Leben des Landes teil. Dies tat er unter anderem seit 1983 als Mitglied des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schriftstellerverband_der_UdSSR">Schriftstellerverbands der UdSSR</a> und als öffentlicher Berater des Präsidenten des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dschogorku_Kengesch">Dschogorku Kengesch</a>, dem kirgistanischen Parlament.
</span></p>



<h5 class="wp-block-heading"><span lang="DE">Werk und Übersetzungen</span></h5>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE">Neben seiner Tätigkeit als Lehrkraft und in der Politik war er vor allem eines: Poet. Autor von 15 Gedichtbänden, sechs Monografien, mehr als 30 Übersetzungen kirgisischer Gedichtbände und nicht zu vergessen die etwa 300 wissenschaftlichen Artikel, an denen er mitgearbeitet hat.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE">Seine Gedichte und Übersetzungen erschienen weltweit bei einer Vielzahl von Verlagen. <i>Friendship of People, Arion </i>und<i> New Journal </i>wurden beispielsweise in Russland, Europa und Asien verlegt.</span></p>



<h5 class="wp-block-heading"><span lang="DE">Kirgistan, seine große Liebe</span></h5>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE">„<i>Er kannte die kirgisische Kultur sehr gut und sprach Kirgisisch. Als Übersetzer leistete er viel wissenschaftliche Arbeit. Schapowalows Liebe zur kirgisischen Kultur hebt das Gedicht „Die Geburt des Manastschy“ ganz besonders hervor. Hierbei hat er es verstanden, den Geist von Manas und die Weltanschauung des kirgisischen Volks zu vermitteln. Durch seine Übersetzung von </i><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Manas_(Epos)"><i><span style="color: windowtext; text-decoration: none;">Manas</span></i></a><i> hat er sich in die Geschichte im Bereich kirgisischer Literatur eingeschrieben</i>“, erklärt Bachtijar Kojtschujew, Doktor für wissenschaftliche Philologie, der über viele Jahre mit ihm zusammenarbeitete.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE">Unter seinen Übersetzungen finden sich unter anderem das <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/manas-kulturelles-erbe-zwischen-china-und-kirgistan/">Manas-Epos</a> sowie die Enzyklopädie der alt-türkischen Dichtung von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mahm%C5%ABd_al-K%C4%81schghar%C4%AB">Mahmud al Kaschgari</a>. Zudem nahm sich Schapowalow die Übersetzung der Verse von kirgisischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Akyn">Akyns</a> vor (Volksdichter, die im Wettstreit mit instrumental begleitetem Sprechgesang gegeneinander antreten), wie beispielsweise <a href="https://ky.wikipedia.org/wiki/%D0%9A%D0%B0%D0%BB%D1%8B%D0%B3%D1%83%D0%BB_%D0%91%D0%B0%D0%B9_%D1%83%D1%83%D0%BB%D1%83">Kalygul Baj uulu</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Toktogul_Satylganow">Toktogul Satylganow</a> und weitere klassische Werke des 20. Jahrhunderts.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><span lang="DE">Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/koel-fest-ein-pionier-in-der-kirgisischen-festivallandschaft/">Köl-Fest: Ein Pionier in der kirgisischen Festivallandschaft</a></span></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE">Die Mitwirkung in so vielen Bereichen brachte dem Dichter zahlreiche Preise ein. Für sein Schaffen im Dienste der Entwicklung der kirgisischen Dichterkultur kürte man ihn 27. Oktober 2006 zum Volksdichter der Kirgisischen Republik. Kurze Zeit später, am 4. Dezember 2007, überreichte man ihm die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dschogorku_Kengesch">Puschkin-Medaille</a> zum Dank für seine Übersetzungen. Diese haben zur Verbreitung und Erhaltung des Kulturerbes beigetragen.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE">Vor wenigen Jahren, am 20. November 2017, verlieh man ihm für sein weitreichendes Wirken in der sozioökonomischen Entwicklung den <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Order_of_Manas">Manas-Orden</a>. Es werden nicht die letzten Auszeichnungen <a href="https://culture.akipress.org/news:1795023/?from=kgnews&amp;place=maincats"><span style="color: windowtext; text-decoration: none;">Schapowalows </span></a>bleiben, denn sein Einfluss auf die Entwicklung des Landes wird weiterbestehen.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE"><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></span></p>



<h5 class="wp-block-heading"><span lang="DE">Ehrungen</span></h5>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE">Die kirgisische Presseagentur <a href="https://culture.akipress.org/news:1795023/?from=kgnews&amp;place=maincats">AKIpress</a> äußerte sich in einem Schreiben zum Ableben des Dichters: „<i>Die Erinnerung an Wjatscheslaw Iwanowitsch Schapowalow wird in unseren Herzen weiterleben. Er trug mit seinem Schaffen maßgeblich zur Entwicklung der kirgisischen Gesellschaft bei. Wir möchten unser tief empfundenes Beileid mit Eltern und Freunden des Verstorbenen bekunden. Wir fühlen und trauern mit ihnen um diesen bitteren Verlust</i>.“</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE">Eine letzte Ehrung ereignete sich am 27. Juli 2022 vor dem nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Abdylas_Maldybajew">Abdylas Maldybajew</a> benannten <a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%9A%D0%B8%D1%80%D0%B3%D0%B8%D0%B7%D1%81%D0%BA%D0%B8%D0%B9_%D1%82%D0%B5%D0%B0%D1%82%D1%80_%D0%BE%D0%BF%D0%B5%D1%80%D1%8B_%D0%B8_%D0%B1%D0%B0%D0%BB%D0%B5%D1%82%D0%B0_%D0%B8%D0%BC%D0%B5%D0%BD%D0%B8_%D0%90._%D0%9C%D0%B0%D0%BB%D0%B4%D1%8B%D0%B1%D0%B0%D0%B5%D0%B2%D0%B0">Theater für Oper und Ballett</a>. Darüber berichtete <a href="https://www.azattyk.org/a/kyrgyz-adabiyatyna-kyzmaty-toodoy-el-akyny-shapovalov-dueynoe-saldy/31958837.html">Radio Azattyk</a>, der kirgisische Zweig des amerikanischen Mediums Radio Free Europe.</span></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><b><span lang="DE">Chloé Renard</span></b></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><b><span lang="DE">Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/kirghizstan/deces-de-viatcheslav-chapovalov-poete-populaire-de-la-republique-kirghize/">Französischem</a> von Arthur Siavash Klischat</span></b></p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><span lang="DE"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p>&nbsp;</span></p>



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		<title>Dichtervater</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Mar 2021 04:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dem persischen Dichter Rudaki ist diese Statue im gleichnamigen Park im Zentrum der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe gewidmet. Er wird in Tadschikistan als Vater der tadschikischen Poesie verehrt. Foto: Mareike M&#xFC;ller&#xA0;(Deutschland) Findet alle unsere Bilder des Tages&#xA0;hier.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Dem persischen Dichter Rudaki ist diese Statue im gleichnamigen Park im Zentrum der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe gewidmet. Er wird in Tadschikistan als Vater der tadschikischen Poesie verehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Foto: <a href="https://www.instagram.com/mascha_ml/">Mareike Müller</a>&nbsp;(Deutschland)</strong></p>



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