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	<title>Deutsch Kasachische Universität Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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	<title>Deutsch Kasachische Universität Archives</title>
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		<title>„Ein fließender Datenaustausch bis 2027 ist sehr ambitioniert, aber realisierbar“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[antong]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jan 2025 19:26:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Aqtau]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch Kasachische Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Jandos Kegenbekov]]></category>
		<category><![CDATA[Mittlerer Korridor]]></category>
		<category><![CDATA[Transkaspischer Korridor]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Entscheidungstr&#xE4;ger aus Politik und Wirtschaft stehen vor einem Mammutprojekt: dem Ausbau des Mittleren Korridors von China &#xFC;ber Zentralasien und den S&#xFC;dkaukasus bis nach Europa. Wie stehen die Chancen, die Transportroute in k&#xFC;rzester Zeit nachhaltig und wettbewerbsf&#xE4;hig zu machen? Dar&#xFC;ber sprachen wir mit Jandos Kegenbekov, Dekan der Fakult&#xE4;t f&#xFC;r Ingenieurwissenschaften und Informationstechnologie an der Deutsch-Kasachischen Universit&#xE4;t [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft stehen vor einem Mammutprojekt: dem Ausbau des Mittleren Korridors von China über Zentralasien und den Südkaukasus bis nach Europa. Wie stehen die Chancen, die Transportroute in kürzester Zeit nachhaltig und wettbewerbsfähig zu machen? Darüber sprachen wir mit Jandos Kegenbekov, Dekan der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informationstechnologie an der Deutsch-Kasachischen Universität in Almaty.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 hat nicht nur die Wirtschaftspolitik vieler Nationen auf den Kopf gestellt, sondern auch den Transport- und Logistikbereich. Es liegt im beidseitigen Interesse Chinas und des Europäischen Wirtschaftsraumes, Waren aus der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt auch weiterhin nach Europa zu liefern. Jedoch haben der russische Angriff und die daraus resultierenden Sanktionen die Nutzung des Nördlichen Korridors, also über das Gebiet der Russischen Föderation, unattraktiv gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem 5. Dezember 2022 gilt das Embargo der EU für Rohölimporte aus Russland auf dem Seeweg. Kasachstan exportiert rund 80 Prozent seines Erdöls oder 53,1 Millionen Tonnen über die südrussische Hafenstadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Noworossijsk">Noworossijsk</a>. Das ursprüngliche Ziel des <a href="https://middlecorridor.com/en/route">Mittleren oder auch Transkaspischen Korridors</a> bestand darin, die Transportzeit zwischen China und Europa auf bis zu zwölf Tage zu verkürzen und dadurch einen Konkurrenzvorteil gegenüber dem Nördlichen Korridor (19 Tage) oder der Seeroute (22 bis 39 Tage) zu schaffen. Das zurzeit wohl größte zugrundeliegende Problem ist die Infrastruktur im Eisenbahn- und Schifffahrtssektor. Dies betrifft nicht allein Kasachstan, sondern auch Georgien und Aserbaidschan.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zukunftsaussichten und Abwägungen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mai 2023 wurde eine von der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Bank_f%C3%BCr_Wiederaufbau_und_Entwicklung">EBRD</a> (European Bank for Reconstruction and Development) durchgeführte und von der Europäischen Kommission geförderte <a href="https://www.ebrd.com/news/publications/special-reports/sustainable-transport-connections-between-europe-and-central-asia.html">Studie</a> zu nachhaltigen Transportwegen zwischen Europa und Zentralasien vorgestellt. Sie identifiziert kritische Bereiche bei der Entwicklung des Mittleren Korridors und gibt Handlungsempfehlungen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">In der Studie wurden bestehende und potenzielle neue Korridore bewertet, die die Verkehrsverbindungen zwischen den fünf zentralasiatischen Republiken und dem <a href="https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/transeuropaeische-verkehrsnetze.html">Transeuropäischen Verkehrsnetz (TEN-V)</a> der EU gewährleisten würden. Das TEN-V verbindet die 27 EU-Mitgliedstaaten, umfasst aber auch die westlichen Balkanstaaten, die Länder der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96stliche_Partnerschaft">Östlichen Partnerschaft</a> (einschließlich des Kaukasus) und die Türkei. Darüber hinaus werden 33 Investitionen in die harte Infrastruktur in der gesamten Region (u.a. Modernisierung bestehender Schienen-/Straßenverbindungen, zusätzliche Schienen-/Straßenverbindungen, Erweiterung der Hafenkapazitäten) sowie 7 koordinierte Aktionen für weiche Konnektivitätsmaßnahmen wie Handelserleichterungen und Digitalisierung aufgelistet. Zu den vorrangigen Projekten gehören die Modernisierung der Containerumschlaganlagen und die Entwicklung eines Containerterminals im Hafen von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aqtau">Aqtau</a>, die Doppelspurigkeit und Elektrifizierung des kasachstanischen Eisenbahnnetzes sowie der Ausbau und die Sanierung wichtiger Straßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allein 2022 erhöhte sich das Transportvolumen über den Mittleren Korridor um 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für diese steigende Menge an Transportgütern sei das Kaspische Meer aber nicht ausgelegt, was zu einer Überlastung der Route führen könnte. Die EBRD sieht vor, in den nächsten 2-3 Jahren bis zu 1,5 Milliarden Euro in die Infrastruktur des Transkaspischen Korridors zu investieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ausbau des Informationssektors und Digitalisierung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine große Baustelle ist das Problem des stockenden Informationsaustausches. Die Digitalisierung des multimodalen Daten- und Dokumentenaustauschs. Mithilfe der Rechtsinstrumente der Vereinten Nationen soll ein fließender Datenaustausch bis 2027 sichergestellt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Das Ziel, einen fließenden Datenaustausch bis 2027 zu gewährleisten, ist sehr ambitioniert, aber realisierbar“</em>, sagt <a href="https://dku.kz/de/o-prepodavatele/kegenbekov-zhandos-kadyrhanovich">Jandos Kegenbekov</a>, Dekan der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informationstechnologie an der Deutsch-Kasachischen Universität in Almaty. <em>„Nichtsdestotrotz sind Transparenz und Schnelligkeit von Nöten. Bislang wurden mehrere IT-Plattformen zur internationalen Koordination im Logistik- und Transportsektor eröffnet. Der Ausbau ist im Gange und alle Beteiligten arbeiten mit Hochdruck daran. Der Ausbau des Mittleren Korridors liegt nicht allein im Interesse der Republik Kasachstan. Auch Länder wie Aserbaidschan und verschiedene europäische Staaten räumen dem Korridor eine hohe Priorität ein.“</em> Nicht außer Acht zu lassen, ist ebenfalls Chinas <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Seidenstra%C3%9Fe">„One Belt – One Road“-Initiative</a>, die für die Zukunft des Mittleren Korridors von entscheidender Bedeutung sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/wohin-fuehrt-die-neue-seidenstrasse-ueber-die-chancen-und-risiken-von-one-belt-one-road/"><strong>Wohin führt die Neue Seidenstraße? Über die Chancen und Risiken von „One Belt, One Road“</strong></a><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Regierung Kasachstans liegt viel daran, den Mittleren Korridor schnellstmöglich auszubauen, um die Wettbewerbsfähigkeit Kasachstans zu stärken. <em>„Die Erfahrungen anderer Länder im Bereich der Digitalisierung sind für Kasachstan von Vorteil. Aber Kasachstan bietet ebenfalls einige Positivbeispiele, zum Beispiel die offizielle Dienstleistungsplattform </em><a href="https://egov.kz/cms/en"><em>eGov</em></a><em>. Es ist zu erwarten, dass sie Kasachstan entscheidend dabei helfen wird, den Datentransfer zu beschleunigen und den allgemeinen Güterverkehr effizienter und verlässlicher zu gestalten“</em>, so Kegenbekov weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Regierungsebene ist das Problem unlängst erkannt worden. <em>„Die weitere Integration der Transport- und Logistiksysteme Zentralasiens und Europas bleibt eine dringende Aufgabe“</em>, beteuerte Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qassym-Schomart_Toqajew">Qasym-Jomart Toqaev</a> während des <a href="https://novastan.org/de/zentralasien-und-europa/migration-wirtschaft-z51-bundeskanzler-scholz-in-zentralasien/">Staatsbesuchs von Bundeskanzler Scholz in Astana</a> im September 2024. Kasachstan setzt große Hoffnungen in Deutschland als einen der wichtigsten internationalen Partner. Der <a href="https://lpi.worldbank.org/">LPI (Logistics Performance Index)</a> ist ein von der Weltbank entwickeltes Instrument, das Auskunft darüber gibt, wie effizient Güter in und innerhalb eines Landes transportiert werden können. Während Deutschland auf Platz 3 steht, rangiert Kasachstan auf Platz 79. Der Ausbau des Mittleren Korridors sei eng mit einer wirksamen Zusammenarbeit handelspolitischer und wirtschaftlicher Prozesse verbunden, so Kegenbekov.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Investitionen und Planungssicherheit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anbindung an das Trans-Europäische Transportnetz (TEN-T) und die <a href="https://novastan.org/de/zentralasien-und-europa/global-gateway-die-eu-investiert-in-den-transkaspischen-korridor/">„Global Gateway“-Strategie</a> würde dem Land große Investitionsmöglichkeiten für ausländische Unternehmen bieten. Davon würde auch die deutsche Industrie profitieren. Durch den Ausbau des Mittleren Korridors verkürze sich allein schon die Energielieferstrecke drastisch. Im Transport- und Logistiksektor haben die Deutsche Bank und die Eisenbahngesellschaft <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qasaqstan_Temir_Scholy"><em>Kazakhstan Temir Zholy</em> (KTZ)</a> Vereinbarungen mit anderen privaten Eisenbahngesellschaften Vereinbarungen zur Verbesserung des Güterverkehrs getroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/zentralasien-und-europa/global-gateway-die-eu-investiert-in-den-transkaspischen-korridor/"><strong>Global Gateway: Die EU investiert in den Transkaspischen Korridor</strong></a><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird ersichtlich, dass Planungssicherheit und Transparenz zwei wichtige Aspekte sind. Um die Lagerbestände besser verwalten und die Handelszyklen planen zu können, müssen Unternehmen wissen, wie lange ihr Container bis zum gewünschten Zielort braucht und wie viel der Transport kosten wird. Moderne Transportmittel und eine effiziente Logistik sind unabdingbar, um die Kosten zu senken, Transitzeiten zu verkürzen und letztlich die Binnenstaaten Zentralasiens in die Weltwirtschaft zu integrieren. Koordinationsplattformen für den Mittleren Korridor, wie die <a href="https://www.eeas.europa.eu/delegations/turkmenistan/european-union-and-turkmenistan-host-high-level-launch-coordination-platform-trans-caspian-transport_en?s=231">im Oktober 2024 in Turkmenistan</a> abgehaltene, geben allen auf der Route liegenden Nationen die Gelegenheit, sich über Missstände und mögliche <em>bottlenecks</em> (also Engpässe) auszutauschen. Nachhaltigkeit, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit sind Kriterien, an denen es sich mit bereits bestehenden Routen zu messen gilt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Konfliktpotenzial</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mittlere Korridor ist auch ein Katalysator für erneuerbare Energien. Von den rund 600.000 Kilometer Eisenbahnstrecke in Kasachstan sind lediglich etwa 6.000 elektrifiziert. Die Notwendigkeit, diese Strecken zu modernisieren und nachhaltig auszubauen, wurde unlängst erkannt. Auch die Seeschifffahrt über das Kaspische Meer soll durch neue Technologien nachhaltig und umweltschonend gestaltet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem ambitionierten Projekt des Ausbaus des Mittleren Korridors gehen die gemeinsamen Interessen über die Privatinteressen hinaus. Dazu zählen Fragen wie die, ob der Transport von fossilen Brennstoffen aus Kasachstan über den Südkaukasus nach Europa Einfluss auf den Gas- und Ölpreis in Aserbaidschan haben würde. <em>„Es muss eine Lösung auf politischer Ebene gefunden werden“</em>, bekräftigt Kegenbekov. Demnach seien verstärkt diplomatische Bemühungen notwendig, um alle Parteien zufriedenzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/kasachstans-landwirtschaft-im-kontext-der-global-gateway-strategie/"><strong>Kasachstans Landwirtschaft im Kontext der Global-Gateway-Strategie</strong></a><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Es ist auch wichtig, die Wettbewerbsfähigkeit des Mittleren Korridors auf lange Sicht zu gewährleisten“</em>, betont Kegenbekov. <em>„Aufgrund der Sanktionen gegen die Russische Föderation sind Handelswege über Russland zwar zurzeit nicht denkbar, doch werden sie in derzeit noch nicht absehbarer Zeit wieder genutzt werden. Das Ziel ist es nun, die Transportwege über Kasachstan so attraktiv zu machen, dass sie auch nach der Öffnung Russlands nicht an Bedeutung verlieren.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür müsse ein nachhaltiges Wachstum gewährleistet, Infrastruktur und Kapazitäten weiter verbessert sowie die Abläufe für alle Beteiligten transparent gemacht werden. Die infolge des Krieges in der Ukraine gestiegene Nachfrage nach dem Mittleren Korridor stellt Investoren und weitere Akteure in Kasachstan vor die entscheidende Frage: Bleibt die Nachfrage weiterhin hoch und investiert man in ein langfristig ausgelegtes Transportnetz, um dauerhaft auf den Mittleren Korridor zu setzen?</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Anton Genza für Novastan</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<title>Zentralasien 2030: Wie steht es um das Wassermanagement?</title>
		<link>https://novastan.org/de/kirgistan/zentralasien-2030-wie-steht-es-um-das-wassermanagement/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[zentralasien2030]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Jun 2017 13:43:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Aralsee]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch Kasachische Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Barbara Janusz-Pawletta]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Wassermanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wasser ist in Zentralasien ungleich aufgeteilt. Manche L&#xE4;nder brauchen es f&#xFC;r ihre Wasserkraftwerke, andere f&#xFC;r die Irrigation. Wie die Menschen in Almaty und welche Initiativen es f&#xFC;r ein besseres Wassermanagement gibt erfahrt ihr im dritten Teil der Podcast-Reihe &#x201E;Zentralasien 2030&#x201C;, in der sich StudentInnen aus Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan un Usbekistan in Radiobeitr&#xE4;gen mit der Zukunft [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong><em>Wasser ist in Zentralasien ungleich aufgeteilt. Manche Länder brauchen es für ihre Wasserkraftwerke, andere für die Irrigation. Wie die Menschen in Almaty und welche Initiativen es für ein besseres Wassermanagement gibt erfahrt ihr im dritten Teil der Podcast-Reihe „<a href="https://novastan.org/de/novastan/podcast-workshop-zentralasien-2030-in-almaty/">Zentralasien 2030</a>“, in der </em><em>sich StudentInnen aus Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan un Usbekistan in Radiobeiträgen mit der Zukunft ihrer Region befassen.</em></strong></p>
<p style="text-align: justify">Wasser ist ein wichtiges und aktuelles Thema in Zentralasien. Die Wasserressourcen sind zwischen den zentralasiatischen Ländern ungleich verteilt und werden unterschiedlich verbraucht. Außerdem wird das Wasser von Jahr zu Jahr knapper.</p>
<p style="text-align: justify">[soundcloud url=&#8220;https://api.soundcloud.com/tracks/322550674&#8243; params=&#8220;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;visual=true&#8220; width=&#8220;100%&#8220; height=&#8220;450&#8243; iframe=&#8220;true&#8220; /]</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Ein Bewusstsein für Wasserknappheit</strong></p>
<p style="text-align: justify">Das Thema Wasserverbrauch bringt auch die Menschen vor Ort zum Nachdenken, wie eine Umfrage in Almaty zeigt:</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Ich versuche immer, Wasser zu sparen. Wenn ich dusche, lasse ich den Wasserhahn nicht an, damit das Wasser nicht umsonst fließt.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Ehrlich gesagt habe ich mir bisher keine Gedanken darüber gemacht.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Wasser zu sparen ist für mich sehr wichtig. Da ich internationale Beziehungen studiere, bin ich mir der Wasserproblematik in Zentralasien bewusst.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Ich weiss, dass diese Ressource sehr wertvoll ist, deshalb versuche ich immer, sparsam damit umzugehen beim spülen, duschen und zähneputzen.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">Offensichtlich gehen viele Menschen schon verantwortungsvoll mit dem Wasser um, obwohl es sehr wenig kostet. Das wird in Zukunft auch immer wichtiger, weil die Wasserressourcen in den zentralasiatischen Ländern ungleich verteilt sind. Einige Länder haben sehr große Wasserreserven, andere haben kaum Wasser.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Internationale Quoten</strong></p>
<p style="text-align: justify">Jedes Land hat dabei bestimmte Quoten für die Nutzung des Wassers. Um diese zu definieren, wurde schon in den 1990er Jahren eine Organisation gegründet, wie Dr. Barbara Janusz-Pawletta erklärt. Sie ist Professorin für Wassermanagement an der <a href="http://de.dku.kz/index.php?title=Lehrkr%C3%A4fte_der_DKU">Deutsch-Kasachischen Universität</a> in Almaty:</p>
<p style="text-align: justify">„Die Organisation heißt International <em>Fund for saving the Aral see</em> (<a href="http://centralasiawaterfuture.org/team/international-fund-for-saving-the-aral-sea/">IFAS</a>). Innerhalb von dieser Organisation gibt e seine Struktur namens <em>Intergovernmental Commission for water cooperation</em>. Die Teilnehmer, also alle fünf Länder der Region, treffen sich alle drei Monate und bestimmen genaue Quoten.“</p>
<p style="text-align: justify">Neben der Arbeit der lokalen Akteure sind auch viele internationale Organisationen in Zentralasien tätig. Deutschland ist im Bereich Wasserverteilung und Wassermanagement besonders aktiv:</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Es gibt den sogenannten <a href="http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Meldungen/2015/150907-Konferenz-Wasser-Zentralasien.html">Berliner Prozess</a>, der schon seit 2008 läuft und aus drei Gruppen besteht. Einerseits bietet er eine institutionelle Unterstützung für die Länder und für regionale Organisationen wie IFAS. Die zweite Säule ist Central Asian Water (<a href="http://www.cawa-project.net/">CAWa</a>), also geowissenschaftliche Untersuchungen und ein Monitoring der Wasserressourcen. Die dritte Säule sind Weiterbildungen, wie zum Beispiel die, die wir hier an der Deutsch-Kasachischen Universität machen</em>“, erklärt Janusz-Pawletta.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/welche-folgen-hat-der-klimawandel-fuer-kirgistan/">Welche Folgen hat der Klimawandel für Kirgistan?</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Trotzdem will jedes Land das Wasser nach seinen eigenen Bedürfnissen nutzen. Kirgistan und Tadschikistan brauchen das Wasser für ihre Energiegewinnung und Usbekistan für seine Landwirtschaft.</p>
<p><figure id="attachment_6219" aria-describedby="caption-attachment-6219" style="width: 940px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-6219" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2016/11/2016-06-11.jpg" alt="CAFacts2 Wasser Zentralasien Kirgistan Tadschikistan" width="940" height="788" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2016/11/2016-06-11.jpg 940w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2016/11/2016-06-11-300x251.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2016/11/2016-06-11-768x644.jpg 768w" sizes="(max-width: 940px) 100vw, 940px" /><figcaption id="caption-attachment-6219" class="wp-caption-text">Kirgistan und Tadschikistan sind überwiegend gebirgige Länder</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Wasserkonflikte oder einfache Konkurrenz</strong></p>
<p style="text-align: justify">Dadurch gibt es Konflikte zwischen diesen Ländern. Aber sind es überhaupt richtige Konflikte? Janusz-Pawletta äußert ihre Zweifel daran :</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Ich würde es keinen Konflikt nennen. Es ist ja eine schwierigere Sache, aus einem Konflikt hinaus zu kommen, als einfach eine Konkurrenzsituation zu lösen. Es gibt auf jeden Fall eine Konkurrenz, weil die oberhalb gelegenen Länder das Wasser für Energienutzung gewinnen wollen und ddie Unterlieger für Irrigation.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">Auf jeden Fall kann man aufkommende Missverständnisse immer noch auf traditionelle Weise vermeiden. Davon ist Professorin Janusz-Pawletta überzeugt:</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Die muss man einfach einmal mit juristischen Methoden lösen, aber vor allem mit politischen. Also es muss Verständigung zwischen den Ländern geben: Wir wollen uns gegenseitig respektieren, und deshalb suchen wir nach einer Lösung, die für alle annehmbar ist</em>“, schließt sie ab.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Ehrom Dodoboev und Akmal Kholmuminov<br />
<a href="https://soundcloud.com/zentralasien2030/">Zentralasien 2030</a></strong></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/zentralasien-2030-wie-steht-es-um-das-wassermanagement/">Zentralasien 2030: Wie steht es um das Wassermanagement?</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
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