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	<title>Cinestan Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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	<title>Cinestan Archives</title>
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		<title>The Wounded Angel: Ein dramatisches und tiefgründiges Portrait des ländlichen Kasachstan der Neunziger Jahre</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tommy Hodgson]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Apr 2021 05:42:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
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		<category><![CDATA[Neunzigerjahre]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>CINESTAN. The Wounded Angel (2016) spielt in den Neunzigerjahren und handelt von vier Jugendlichen aus einem kleinen Dorf, von den mangelnden M&#xF6;glichkeiten und Ungerechtigkeiten, denen sie sich stellen m&#xFC;ssen sowie von dem destruktivem Verhalten, das sie als Reaktion auf ihre Lebensumst&#xE4;nde zeigen. &#x201E;Cinestan&#x201C;&#xA0;ist eine Artikelreihe, in der verschiedene Mitglieder oder LeserInnen von Novastan ihre besten [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>CINESTAN. <em>The Wounded Angel</em> (2016) spielt in den Neunzigerjahren und handelt von vier Jugendlichen aus einem kleinen Dorf, von den mangelnden Möglichkeiten und Ungerechtigkeiten, denen sie sich stellen müssen sowie von dem destruktivem Verhalten, das sie als Reaktion auf ihre Lebensumstände zeigen.</strong><br><br><em><strong>„Cinestan“</strong>&nbsp;ist eine Artikelreihe, in der verschiedene Mitglieder oder LeserInnen von Novastan ihre besten filmischen Momente über Zentralasien teilen. Jeder Artikel dieser&nbsp;</em><a href="https://novastan.org/de/tag/cinestan/"><em>Serie</em></a><em>&nbsp;beschreibt einen Film, der in Zentralasien produziert oder gedreht wurde und online verfügbar ist</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>The Wounded Angel</em> (2016) spielt im Kasachstan der Neunzigerjahre, einige Jahre nach der Auflösung der Sowjetunion, als das Land sich auf Talfahrt in eine schwere Wirtschaftskrise befand. Mit seinem Drama verwebt Regisseur <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Emir_Baighasin">Emir Baiğazin</a> die Geschichte von vier brodelnden jungen Männern, die Opfer der Umstände sind, in denen sie aufwachsen, mit dieser Periode. Karg und leise präsentiert sich der Film und doch sind die Bilder von einer faszinierenden Ästhetik. Die Kamera bewegt sich während der Aufnahmen kaum und fängt so die Stimmung der verdunkelten, leeren Räume und der sepiafarbenen Leere der kasachischen Steppe perfekt ein. Doch die visuellen Aspekte des Films überschatten keineswegs die eigenartigen Wendungen in der Geschichte. Dialoge sind bewusst spärlich gehalten worden, während emotionale Szenen in Kontrast zu den bemerkenswert stoischen Reaktionen, die sie hervorrufen, stehen.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stärke von Baiğazins Werk liegt auf dem Fokus, den er auf Kasachstans postsowjetische Identität legt. Man kann die Grenzen des täglichen Lebens und den Wunsch der vier jungen Protagonisten, aus der monotonen Ödnis auszubrechen, förmlich nachempfinden. Jeder der Handlungsstränge überschneidet sich bei diesem Thema, und zeigt zugleich neue Einsichten in die Kultur Kasachstans nach dem Zerfall der UdSSR, z.B. über die Untersuchung von Bagatelldelikten, über das Stigma, das einem als ehemaliger Häftling anhängt, darüber, wie man Geld mit dem Handel von Schrott verdienen kann und über den Druck, eine gute Bildung zu erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder Abschnitt ist auf seine eigene Art und Weise provokant, nie löst sich das Dilemma der Protagonisten vollständig auf. <em>The Wounded Angel</em> nutzt Nahaufnahmen und lange Standzeiten, um so ein realistisches Portrait nachzubilden. Man hat das Gefühl, einen Blick auf die damaligen Verhältnisse im ländlichen Zentralasien erhaschen zu können.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Letzten Endes behandelt der <em>The Wounded Angel</em> Bestechungen, Elend und die harte Realität, die den eigenen Träumen oft gegenüber steht. Obgleich es teilweise schwer ist, den Film anzusehen und er stellenweise kaum vorankommt, ist er dennoch eine starke Ergänzung zum kasachstanischen Kino, indem er einen Blick in die Tragödien und Schicksale einer historisch aufwühlenden Zeit eröffnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>The Wounded Angel ist aktuell auf <a href="https://www.amazon.de/Wounded-Angel-Emir-Baigazin/dp/B077SMKLCP">Prime Video</a> und <a href="https://www.kino-on-demand.com/movies/the-wounded-angel">Kino on Demand</a> im Original mit deutschen Untertiteln zu sehen.</em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Tommy Hodgson</strong><br><strong>Novastan.org</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/en/kazakhstan/the-wounded-angel-central-asian-cinema-kazakhstan/">Englischen</a> von Olga Jager</strong></p>


<p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p>
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		<title>„Ohrenbetäubende Stille“: Doku-Film thematisiert erstmals LGBTI-Alltag in Tadschikistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Peggy Lohse]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jan 2021 11:19:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Tadschikistan gibt es keine lesbischen, homo-, bi-, inter- oder transsexuellen Menschen? In dem dokumentarischen Kurzfilm &#x201E;Ohrenbet&#xE4;ubende Stille&#x201C; schildern sechs Pers&#xF6;nlichkeiten aus der LGBTI-Community Tadschikistans ihre realen Geschichten.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>In Tadschikistan gibt es keine lesbischen, homo-, bi-, inter- queer oder transsexuellen Menschen? In dem dokumentarischen Kurzfilm „Ohrenbetäubende Stille“ schildern sechs Personen aus der LGBTI-Community Tadschikistans ihre realen Geschichten. Am 15. Juli berichtete darüber das <a href="https://fergana.site/articles/119814/">usbekische Portal Fergana</a>, wir übersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder und jede der sechs Protagonist*innen hat in dem Film „Ohrenbetäubende Stille“, russischer Originaltitel „Oglushitelnaya tishina“, drei Minuten, um Einzelheiten aus dem eigenen Leben in Tadschikistan zu erzählen- einem Land, in dem es offiziell keine LGBTI-Personen gibt. <em>„Wir haben Angst zu sprechen, weil wir wissen, dass wir ein Tabuthema sind“</em>, erklärt eine Stimme aus dem Off am Anfang der Kurz-Doku. <em>„Nach der Aufnahme wurden einige unserer Protagonisten verfolgt, das Filmteam sah sich gezwungen, so lange im Ausland zu leben, bis sich die Situation beruhigt hatte.“ </em></p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Film „Ohrenbetäubende Stille“ ist im Jahr 2019 auf dem Gebiet der Republik Tadschikistan in nur zwei Wochen gedreht worden. Danach wurde das gesamte Material außer Landes gebracht, um im Ausland geschnitten und vertont zu werden. Die Autor*innen sind Aktivist*innen aus Tadschikistan und wurden vom <a href="https://adcmemorial.org/en/">Antidiskriminierungszentrum „Memorial“</a> unterstützt.<a href=""></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die Untertitel erklären, werden aus Sicherheitsgründen die Gesichter der Protagonist*innen nicht gezeigt, ihre Namen und Stimmen wurden entfremdet. Die Erzählungen synchronisieren echte Menschen, ebenfalls aus der LGBTI-Community, die ähnliche Erfahrungen in Tadschikistan gemacht haben, sich mittlerweile aber in Staaten der Europäischen Union aufhalten. Sie mussten sich dorthin vor Verfolgung aufgrund ihrer Orientierung oder Identität retten. Nach Angaben des <a href="https://spartacus.gayguide.travel/de">Portals „Spartacus“</a>, das Reisen für schwule Menschen organisiert, gehört zu den Risiken, denen LGBTI-Menschen in Tadschikistan ausgesetzt sind, sogar Lebensgefahr. Im Jahr 2019 stufte Spartacus Tadschikistan in einem Länder-Rating für LGBTI auf Platz 110 von insgesamt 197 ein.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>„Wenn Du nicht bis wie alle, ruft das Aggressionen hervor“</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Die echten Protagonist*innen des Films leben in unterschiedlichen Regionen Tadschikistans. Sie erzählen ihre Geschichten jeweils an charakteristischen Orten. So berichtet zum Beispiel Husein, dass er bereits mit 13 Jahren verstand, dass ihm Männer gefallen. Schon damals habe er diese Wahrheit vor anderen zu verbergen versucht. Trotzdem machte er später Erfahrungen mit Diskriminierung wegen seiner Orientierung. <em>„Meine Verwandten schämten sich für mich, wollten nichts mehr mit mir zu tun haben“</em>, erzählt er im Film. <em>„Man nahm mich fest und schlug mich. Ich kündigte immer wieder meinen Job, weil ich die Demütigungen durch Kollegen nicht mehr ertrug. Wenn Du nicht bist wie alle, ruft das Aggressionen hervor.“</em></p>



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<p class="wp-block-paragraph">Diese Aggressionen hat auch Nuriya kennengelernt. Sie ist lesbisch. Gegen ihren Willen wurde sie verheiratet. Als sie ihrem Ehemann eröffnete, dass sie auf Frauen steht, habe er ihr geantwortet, dass sie nun aber mit einem Mann leben müsse. <em>„Lesben werden immer wieder zu einer Hochzeit mit einem Mann gezwungen“</em>, erzählt Nuriya. <em>„Wenn sie sich dem widersetzen, sagen ihnen die Eltern, sie seien im Innern nicht rein, dass sie mehr beten sollten und dann alles vorübergeht.“</em> Manchmal würden Lesben in Tadschikistan auch vergewaltigt, damit sie es mal „mit einem Mann probierten“ und sich dann von ihrer Orientierung lossagten. Das hinterlasse bei den Frauen oft schwere Traumata.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Versteckspiel hinter der traditionellen Ehe</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Von Zwangshochzeiten erzählen auch weitere Protagonist*innen des Films: In Tadschikistan ist es üblich, in relativ jungen Jahren eine Familie zu gründen. Wenn der Junge oder das Mädchen sich dagegen wehrt, wirkt dieser Protest oft verdächtig. Viele LGBTI müssen einer heterosexuellen Heirat zustimmen, um ihre wahre Orientierung zu verstecken. <em>„Die meisten Schwulen haben eine Familie, sie leben damit, bekommen Kinder“</em>, erzählt im Film Vafo, der selbst homosexuell ist. <em>„Aber es fällt ihnen schwer, die eigene Orientierung im Innern zu unterdrücken. Ich habe noch nie jemanden getroffen, der das nach einer Hochzeit beendet hätte: Sie leben mit ihren Frauen und treffen weiter ihre Geliebten.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Schwulen und Lesben erzählen aber auch Transsexuelle und HIV-Positive im Film ihre Geschichten. Letztere werden oft doppelt diskriminiert, wie Amir schildert: <em>„Ich wurde geschlagen &#8211; für den Positiv-Status, und wegen Homophobie. Nur meine Mutter unterstützte mich, bis sie starb.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lesen Sie auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/zentralasien-2030-lgbt-in-zentralasien/">Zentralasien 2030: LGBT in Zentralasien</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Personen im Film erzählen von ihrer Angst vor einem Coming-out. In diesem Fall würden sich mit nahezu 100-prozentiger Sicherheit sämtliche Verwandte und Nahestehende von ihnen lossagen, sie könnten keine Arbeit mehr finden. Obwohl der Straftatbestand der „Sodomie“ bereits vor mehr als 20 Jahren aus dem tadschikischen Strafgesetzbuch gestrichen wurde, bekommen LGBTI immer wieder Probleme mit der Polizei. Vafo kennt das: <em>„Es gibt sehr viele Probleme mit den Sicherheitsbehörden: Sie nehmen über Soziale Netzwerke Kontakt [mit Schwulen] auf, dann erpressen sie Dich, machen Druck und drohen damit, es der Familie zu erzählen.“</em></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Registrierung von LGBTI-Vereinen unmöglich</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der Stimmen, die den Film „Ohrenbetäubende Stille“ spricht, gehört seinem Autor und Aktivisten Islom Alizoda (Pseudonym). Bis 2015 lebte er selbst in Tadschikistan, aber als er und sein Partner von den Behörden verfolgt wurden, zwang ihn das zur Flucht nach Europa.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Die Idee dieses Films trage ich schon fünf Jahre mit mir herum, sie entstand, nachdem ich selbst zum Geflüchteten wurde“</em>, so Alizoda gegenüber dem Portal Fergana. <em>„Damals erzählte ich Polizeibeamten davon, wie Schwule in Tadschikistan verfolgt werden. Sie fragten mich, ob es Beweise für meine Worte gebe, zum Beispiel in Online-Medien. Aber es gab nichts dazu. In Tadschikistan wird das Thema LGBTI so sehr tabuisiert, dass ungeachtet der schwierigen gesellschaftlichen Situation Journalisten fast nicht darüber berichten.“ </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lesen Sie auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/homophobe-an-der-macht-ueber-die-situation-von-lgbtiq-in-usbekistan/">Homophobe an der Macht – über die Situation von LGBT*IQ in Usbekistan</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In dem neuen 60-seitigen Bericht des ADC Memorials <a href="https://adcmemorial.org/en/publications/lgbti-in-the-region-of-central-asia-repressions-discrimination-exclusion/">„LGBTI+ in der Region Zentralasiens: Repressionen, Diskriminierung, Ausgrenzung“</a> (eng), der im Mai 2020 erschien, bestätigt, dass die Medien in Tadschikistan bis auf einige im Land tätige ausländische Nachrichtenagenturen das Thema LGBTI tatsächlich verschweigen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="861" height="587" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/12/lgbtfilm_tadsch_screenshot_trailer.jpeg" alt="&quot;Ohrenbetäubende Stille&quot; - Screenshot aus dem Dokufilm" class="wp-image-24830" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/12/lgbtfilm_tadsch_screenshot_trailer.jpeg 861w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/12/lgbtfilm_tadsch_screenshot_trailer-300x205.jpeg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/12/lgbtfilm_tadsch_screenshot_trailer-768x524.jpeg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/12/lgbtfilm_tadsch_screenshot_trailer-128x86.jpeg 128w" sizes="(max-width: 861px) 100vw, 861px" /><figcaption>&#8222;Ohrenbetäubende Stille&#8220; &#8211; Screenshot aus dem Dokufilm</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Progressive Journalisten sprechen von fehlenden Medien, die ihre Artikel veröffentlichen würden, und von homophober Kritik, wenn sie solche Publikationen anbieten. Sie beklagen die unzureichende Verfügbarkeit von Informationen über SOGI </em>(sexuelle Orientierung und Gender-Identität &#8211; Anm. Fergana)<em> für das Verfassen korrekter Beiträge mit angemessener Terminologie“</em>, heißt es in dem Bericht. <em>„Außerdem gibt es in der Öffentlichkeit keine Experten, Menschenrechtler, Aktivisten und Aktivistinnen, die die Situation kommentieren oder von der wirklichen Lage von LGBTI erzählen könnten.“</em> In Tadschikistan gibt es keine einzige öffentliche LGBTI-Organisation oder Initiative, die direkt mit diesen Menschen arbeitet. Das verkompliziert das Problem weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lesen Sie auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/rueckblick-novastan-trifft-quarteera/">Rückblick: Novastan trifft Quarteera</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Die Registrierung einer Gruppe, die mit dem Thema LGBTI arbeitet, ist in Tadschikistan noch immer unmöglich, darum gilt die Verteidigung der Rechte von LGBTI noch immer als Verstoß gegen die öffentliche Moral. Dadurch arbeiten einige Initiativen ohne Registrierung, andere umgehen das Verbot, indem sie mit gemischten Themen arbeiten, zum Beispiel der Gesundheit.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Nachdem ich in Europa angekommen war, bin ich selbst auf Journalisten zugegangen, habe ihnen Themen für Artikel angeboten, Protagonisten in Tadschikistan gesucht und selbst Interviews gegeben“</em>, erinnert sich Islom Alizoda. <em>„Das alles tat ich, damit die Gesellschaft erfährt, dass es uns gibt und dass wir in Tadschikistan große Probleme haben. Damit Leute, die flüchten und Asyl im Ausland beantragen müssen, ihre Worte mithilfe von Medien-Publikationen belegen können.“</em></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Klischees bestehen auch innerhalb der LGBTI-Community</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Während Alizoda zwar einige journalistische Berichte initiieren konnte, gelang es ihm nicht, die Medien-Szene Tadschikistans für einen Film über LGBTI zu aktivieren. Die Produktion eines Kurzfilms zu dem Thema gestaltete sich bereits mühsam uns riskant. „Ich wollte diesen Film unbedingt in Tadschikistan drehen. Natürlich hätten wir die Aufnahmen auch in Europa machen können, denn hier gibt es genug schwule und lesbische Menschen aus Tadschikistan und ganz Zentralasien, die ihre Geschichten erzählen könnten“, erzählt Alizoda. „Aber uns war es wichtig zu zeigen, dass homosexuelle Menschen genau jetzt in Tadschikistan leben und dass es sie ausnahmslos in allen Regionen des Landes gibt. Für manche sind das offensichtliche Dinge, aber die Gesellschaft in unserem Land zieht es vor zu denken, dass es uns in Tadschikistan ganz sicher nicht gibt.“</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Protagonist*innen des Films kennt der Autor persönlich und nur dank dieser Nähe haben sie ihre Teilnahme zugesagt. Auch das Filmteam hat Alizoda aus Bekannten und Freunden in Tadschikistan zusammengestellt, die der Community positiv gegenüberstehen. Kurz vor Ende der Arbeiten an dem Film ist einer der Protagonisten von Polizeibeamten befragt worden, ob er etwas von einer Journalistin wisse, die aus dem Ausland gekommen sei, um Informationen über LGBTI zu sammeln. <em>„Tatsächlich war jene Journalistin, die an unserem Film mitarbeitete, Staatsbürgerin Tadschikistans. Aber nach Duschanbe kamen auch Experten, die die Dreharbeiten begleiteten“</em>, erinnert sich Alizoda. <em>„Für uns aber war die Anfrage der Polizei ein Warnsignal und wir entschieden uns, als Filmteam das Land zu verlassen. Für den Fall der Fälle.“</em></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Tadschikistan will kein Anti-Diskriminierungs-Gesetz</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz wiederholter Empfehlungen der UN weigern sich die tadschikischen Behörden weiter, ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz zugunsten von Gender- und sexuellen Minderheiten zu verabschieden. Als Reaktion auf diese Empfehlungen internationaler Organisationen erklärte Tadschikistans Menschenrechtsbeauftragter Zarif Alizoda im vergangenen Jahr, dass es aufgrund der „moralischen und ethischen Standards der menschlichen Beziehungen im Land“ unmöglich sei, den Empfehlungen zu folgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jede Erwähnung von LGBTI-Themen in lokalen Medien ruft eine Flut der Empörung beim Publikum hervor. Auch innerhalb der Gemeinschaft existieren diskriminierende Stereotypen: Der ADC-Memorial-Bericht zitiert beispielsweise Aussagen von Aktivistinnen, die von der weit verbreiteten Meinung berichten, wonach die Probleme von Lesben nicht gravierend seien und sie nicht so dringend Schutz benötigten wie schwule Männer. Das zeigt, dass auch die LGBTI-Community selbst nicht völlig frei ist von patriarchalischen Stereotypen, und dass der Grad der öffentlichen Ablehnung gleichgeschlechtlicher weiblicher Paare geringer ist als der gegenüber männlichen Paaren.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Lola Khodzhaeva für <a href="https://fergana.site/articles/119814/">Fergana News</a></strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russischen&nbsp;von Peggy Lohse</strong></p>


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		<title>&#8222;A Dark, Dark Man&#8220;: Ein korrupter Polizist stellt sich der Ungerechtigkeit entgegen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[rshakibaie]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2020 07:40:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Cannes]]></category>
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		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>CINESTAN. Der siebente Film des kasachstanischen Filmemachers &#xC1;dilkhan Erzhanov, &#x201E;A Dark, Dark Man&#x201C;, lief diesen Herbst in den europ&#xE4;ischen Kinos an. Er erz&#xE4;hlt die Geschichte eines korrupten Polizisten und seines allm&#xE4;hlichen Sinneswandels &#x2013; hin zu einem Kampf gegen die Ungerechtigkeit.&#xA0; In Kasachstan wurde auf dem Land ein Waisenkind vergewaltigt und get&#xF6;tet. Die Polizei ermittelt fadenscheinig [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>CINESTAN. Der siebente Film des kasachstanischen Filmemachers Ádilkhan Erzhanov, &#8222;A Dark, Dark Man&#8220;, lief diesen Herbst in den europäischen Kinos an. Er erzählt die Geschichte eines korrupten Polizisten und seines allmählichen Sinneswandels – hin zu einem Kampf gegen die Ungerechtigkeit.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kasachstan wurde auf dem Land ein Waisenkind vergewaltigt und getötet. Die Polizei ermittelt fadenscheinig und der Schuldige ist bald gefunden: Der geistig behinderte Dorfbewohner Pukuar (gespielt von Teoman Khos) wird eines Verbrechens angeklagt, das er nicht begangen hat. Doch nun laufen Zeugenaussagen darauf hinaus, dass der wahre Täter aus der Politik stammt…</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Für seinen inzwischen siebten Film seit 2011 taucht der kasachstanische Regisseur&nbsp;<a href="https://adilkhanyerzhanov.com/en/about-the-director/">Ádilkhan Erzhanov</a>&nbsp;in den Alltag der Dörfer seines Landes ein. Die vielen Tempowechsel des Films, das Spiel zwischen gedämpften und rapiden Szenen, zeichnen das Milieu authentisch nach und reißen den Zuschauer mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ungleiche Machtverhältnisse als Leitmotive des Films</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ungleiche Machtverhältnisse sind eine zentrale Achse, auf der sich der Film bewegt: Ein Waisenkind, das als eines der schwächsten Glieder einer Gesellschaft von einem Politbaron ermordet wird. Der Polizist Bekzat (<a href="https://www.instagram.com/dalshino/?hl=fr">Daniyar Alshinov</a>) ist für die Ermittlungen verantwortlich, ohne von seiner Behörde unterstützt zu werden. Schnell versteht er, dass es auch in seinem Interesse wäre, den wehrlosen Pukuar zu beschuldigen um den Fall so schnell wie möglich abzuschließen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstanischer-film-oralman-in-mannheim-pramiert/">Kasachstanischer Film &#8218;Oralman&#8216; in Mannheim prämiert</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der wiederholt an der Aufarbeitung ungelöster Fälle beteiligte Bekzat weiß, dass die Korruption ein untrennbarer Aspekt des Polizeiberufs ist. Als ‚sehr, sehr dunkler Charakter‘ ist er der titelgebende Held des Films und wandelt ganz in Schwarz gekleidet durch die Landstriche Kasachstans. Doch dieses Mal bringt etwas Bekzats Finsternis aus dem Gleichgewicht. Es ist die junge Journalistin Ariana (<a href="https://www.imdb.com/name/nm6904546/">Dinara Baktybayeva</a>), die als verwestlichte Stadtbewohnerin in einem weißen Trenchcoat den Hauptdarsteller kontrastiert: Ihre Recherchen zu dem Fall führen sie zur korrupten Polizeistation des Dorfes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine gefährliche Wende</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Welten prallen aufeinander. Das heile Universum des naiven Gutmenschentums stößt auf einen martialischen Urwald der Ungerechtigkeit. Es ist die schwer zu ertragende Anwesenheit dieser Frau, die den stillen Bekzat zwingen wird, zum ersten Mal in seiner Laufbahn eine saubere Ermittlung durchzuführen. Seine Vorurteile werden durch die schmerzhaften Fragen der neugierigen Journalistin in Frage gestellt.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Ariana beeinflusst ihn dahingehend, dass er seine Ermittlungsstrategien ändert und fast unscheinbar das Lager wechselt: Der vormals korrupte Polizist weigert sich nun, die Ungerechtigkeit hinzunehmen. Diese Wende bringt sein Leben in Gefahr, da der Politiker nicht nachvollziehen kann, warum dieser kleine Polizist sich weigert, den Fall zu den Akten zu legen. Auch das Kollegium wendet sich von ihm ab. Die Einsamkeit der Figur des Bekzat wird von Ádilkhan Erzhanovs Kamera großartig eingefangen. Er wird zum einsamen Cowboy, der sich den Widrigkeiten der Steppe entgegensetzt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Humor überlebt die Finsternis</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Film prägt eine graue und dunkle Atmosphäre, die mit der Aufnahme der trockenen und vergilbten Blätter eines Maisfelds beginnt. Die Stadt ist trist und schmutzig. Die Polizisten kicken mit ihren Kalaschnikows in der Hand Plastikdosen hin und her. Zwischen Herbst und Winter scheint jede Form der Hoffnung von der endlosen Steppe verschluckt, die die Landschaft teils in Sepia taucht, teils vom Schnee bedeckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/drehort-kasachstan-till-lindemanns-neuer-videoclip-entstand-in-der-naehe-von-almaty/">Drehort Kasachstan: Till Lindemanns neuer Videoclip entstand in der Nähe von Almaty</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Welt passiert die Gewalt in der Stille. Gerechtigkeit ist ihr unbekannt und ein unerreichbares Ideal, das jeder außer der Journalistin Ariana aus seinem Denken entfernt hat. Sie und Bekzat haben eines gemeinsam: Ihre Suche nach Bedeutung in einem absurden Universum. Die Spiele des behinderten Pukuar sind die bestmögliche Verteidigung gegen den Verfall der Welt. Dieser rührende, den Unschuldigen der klassischen russischsprachigen Literatur ähnelnde Charakter sorgt für Lachen und regt zum Nachdenken an. Seine dialogfreien Szenen werden von <a href="https://open.spotify.com/artist/1bYE7N4miu1B9YOETbsxc4?autoplay=true">Galymzhan Moldanazars</a>&nbsp;Filmmusik begleitet und stechen als Momente der kindlichen Unverfälschtheit hervor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Cineast auf dem Erfolgsweg</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie Erzhanovs bisherige Filme auch zieht &#8222;A Dark, Dark Man&#8220; zu Recht die Aufmerksamkeit internationaler Kritiker auf sich. Wie sein vorheriger Film <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/The_Gentle_Indifference_of_the_World">The Gentle Indifference oft he World</a> (2018) für die Internationalen Filmfestspiele von Cannes ausgewählt wurde, läuft sein neuestes Werk auf dem L’Étrange Festival und auf dem Filmfestival von San Sebastián an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/die-zehn-groessten-in-kasachstans-kulturszene/">Die zehn Größten in Kasachstans Kulturszene</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit fast zehn Jahren werden Erzhanovs Filme regelmäßig auf verschiedenen europäischen und asiatischen Festivals dargeboten.&nbsp;<em>„Diejenigen, die seine Filme sehen, sind hauptsächlich Festivalbesucher, Europäer, Asiaten oder Amerikaner, aber sein Hauptpublikum ist nicht kasachisch“,&nbsp;</em>erklärt Guillaume de Seille, Co-Produzent des Films langjähriger Begleiter des Regisseurs.&nbsp;<em>„In Kasachstan sind die in den Kinos veröffentlichten Filme amerikanische Blockbuster oder Bollywood-Filme. Aber außerhalb des Landes ist Ádilkhan vielleicht der anerkannteste und geschätzteste kasachische Filmemacher.“</em>&nbsp;Es bleibt abzuwarten, wie dieser Film in Zeiten der Ausgangssperren aufgenommen wird. Erzhanovs nächster Film &#8222;Yellow Cat&#8220; ist auch bereits fertigstellt und wartet auf seine Premiere.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Eléonore de Vulpillières</strong><strong>,&nbsp;Redakteurin für Novastan France</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem&nbsp;<a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/a-dark-dark-man-parcours-initiatique-dun-policier-solitaire/">Französischen</a>&nbsp;von Robin Shakibaie</strong></p>


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		<title>„Kin-dsa-dsa!“: Regisseur des Kult-Films aus der Wüste Karakum wird 90</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Peggy Lohse]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jul 2020 05:47:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Turkmenistan]]></category>
		<category><![CDATA[Cinestan]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Jubiläum]]></category>
		<category><![CDATA[Karakum]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Regisseur]]></category>
		<category><![CDATA[Sowjetunion]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Sommer dieses Jahres w&#xE4;re der ber&#xFC;hmte Regisseur Georgi Danelija 90 Jahre alt geworden. Seine fantastische Tragikom&#xF6;die &#x201E;Kin-dsa-dsa!&#x201C; entstand 1986 in der zentralasiatischen W&#xFC;ste Karakum in Usbekistan und Turkmenistan.&#xA0;Orient.tm erinnerte am 6. Juli mit einem Artikel von Selbi Tscharyewa an den Filmk&#xFC;nstler und sein ber&#xFC;hmtestes Werk. Novastan &#xFC;bersetzt den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Im Sommer dieses Jahres wäre der berühmte Regisseur Georgi Danelija 90 Jahre alt geworden. Seine fantastische Tragikomödie „Kin-dsa-dsa!“ entstand 1986 in der zentralasiatischen Wüste Karakum in Usbekistan und Turkmenistan. </strong><strong>Orient.tm erinnerte am 6. Juli mit einem <a href="https://orient.tm/kin-dza-dza-legendarnyj-film-snyatyj-v-karakumah/">Artikel von Selbi Tscharyewa</a> an den Filmkünstler und sein berühmtestes Werk. Novastan übersetzt den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Viele ältere Bewohner*Innen Turkmenistans erinnern sich noch heute an die Dreharbeiten zu dem anti-utopischen Spielfilm „Kin-dsa-dsa!“ im heißen Sommer 1986 in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karakum">Wüste Karakum</a>, in dem kleinen Ort Barsagelmes in der Nähe von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Balkanabat">Balkanabat </a>(damals Nebitdag). Einwohner freundeten sich mit dem Film-Team an und luden Schauspieler und Regisseur <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Georgi_Nikolajewitsch_Danelija">Georgij Danelija</a> zu sich nach Hause ein, wo sie ihnen Schüsselchen mit durstlöschendem grünen Tee anboten.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></p>
<p style="text-align: justify">Unzählige Erinnerungsbilder an die Drehzeit liegen heute noch in den Familienalben jener Glückspilze. Besonders gefragt unter den „Kin-dsa-dsa!“-Fans war der Schauspieler Jewgenij Leonow, der im Film den Tschatlanin Uefa verkörperte.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Das Lied vom Filmtitel</strong></p>
<p style="text-align: justify">Der Film „Kin-dsa-dsa!“ strotzt nur so vor unbekannten Wörter, aber genau darin liegt seine Besonderheit. Er sollte künftig die russische Sprachkultur stark beeinflussen, indem jene Fantasie-Wörter und -Wendungen Einzug hielten in die zeitgenössische Umgangssprache. Bis heute werden sie nicht nur unter Cineasten benutzt. Allein schon der Titel des Films birgt Zauberhaftes in sich, das Publikum fragt sich unwillkürlich: Was ist nur dieses „Kin-dsa-dsa“?</p>
<p><strong>Lesen Sie auch bei Novastan: <a class="mkd-pt-link" href="https://novastan.org/de/turkmenistan/die-weisse-sonne-der-wueste-sowjetischer-western-aus-turkmenistan/" target="_self" rel="noopener noreferrer">Die weiße Sonne der Wüste – sowjetischer Western aus Turkmenistan</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Ursprünglich sollte der Streifen „Kosmischer Staub“ heißen. Bis Regisseur Danelija eines Tages seinen Schauspieler Leonow in einer Drehpause singen hörte: „Ich habe eine Tasche-sche-sche, in der Tasche ist kindsa-dsa-dsa-dsa&#8230;“ Regisseur Danelija merkte sich die Worte des sonderbaren Liedchens und nutzte sie für den Titel.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Pannen am Set</strong></p>
<p style="text-align: justify">Bei den Dreharbeiten ergaben sich immer wieder kuriose Momente. Ein Making-of wäre womöglich ebenso unterhaltsam geworden, wie der entstandene Spielfilm selbst. Es gab beispielsweise Probleme mit den Kostümen, als die Schauspielerin Irina Schmelewa in Balkanabat ankam, allerdings ohne jede Filmkleider. Erst kreative Garderobiers konnten das lösen.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p></p>
<p style="text-align: justify">Und Schauspieler Stanislaw Ljubschin (Hauptrolle des Vorarbeiters Onkel Wowa) erinnerte sich später: „Unsere Gruppe kam in Krasnowodsk (Turkmenbaschi) an, die Requisiten aber waren nach Krasnojarsk (Sibirien) geflogen. Unser Filmteam lief dann zwei Wochen lang durch die Wüste und wartete auf die Rückkehr der Dekoration. Erst als sie ankamen, konnten wir beginnen zu drehen, dann arbeiteten wir aber fleißig.“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lohn für harte und hitzige Arbeit</strong></p>
<p style="text-align: justify">Der Dreh in der Wüste war für das Team nicht leicht. Die Hitze von bis zu 60 Grad Celsius schlug auf das Wohlbefinden. Da half nur jener grüne Tee der Einwohner. Eine einmalige Karakum-Expedition reichte jedoch nicht, um alle nötigen Szenen in der Wüste aufzunehmen. Darum mussten alle mehrmals in die Dürre. Requisiten wurden perfektioniert, Spezialeffekte ausprobiert und sogar ein Riesenrad wurde für den Film aufgebaut.</p>
<p><em>„Kin-dsa-dsa!“ aus den Mosfilm-Archiven (auf Russisch) &#8211; Teil 1:</em></p>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=I47CNxwlt9U</p>
<p style="text-align: justify">Der Film wurde zum Evergreen und brachte dem Team nicht nur Publikumssympathien ein, sondern auch Auszeichnungen wie den Jury-Sonderpreis des Internationalen Kinofestivals 1987 in Rio de Janeiro für die „Originelle Konzeption“. 15 Jahre später erhielt Regisseur Georgij Danelija für den Film „Kin-dsa-dsa!“ sogar den russischen Literaturpreis „Strannik“ als „Legende des Science-Fiction-Kinos“. Im Sommer 2020 wäre Georgij Danelija (geboren 25. August 1930 in Tbilisi, Georgische Sowjetrepublik, gestorben 4. April 2019 in Moskau) 90 Jahre alt geworden. Neben „Kin-dsa-dsa!“ wurden seine Filme „Afonia“, „Mimino“ und „Herbst-Marathon“ zu Klassikern des sowjetischen Kinos. Im Jahr 2013 kam außerdem der komplett animierte Fantasy-Trickfilm „Ku! Kin-dsa-dsa“ nach einem Drehbuch von Danelija und Rezo Gabriadse in die Kinos. Es sollte Danelijas letzte Kino-Arbeit sein.</p>
<p><strong>Lesen Sie auch bei Novastan: <a class="mkd-pt-link" href="https://novastan.org/de/usbekistan/die-braut-aus-vodil-unter-der-sonne-des-ferganatals/" target="_self" rel="noopener noreferrer">Die Braut aus Vodil – Unter der Sonne des Ferganatals</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Der Film von 1986 ist jedoch so tief im kulturellen Gedächtnis vieler Menschen verankert, dass es auch heute in populären sozialen Netzwerken aktive Communitys gibt, in der sich die Fans aus verschiedenen Ländern noch immer über diesen Film austauschen. Und auch die turkmenische Region der Wüste Karakum spielte eine wesentliche Rolle bei der Entstehung dieses legendären Kinofilms.</p>
<p style="text-align: justify"><em>„Kin-dsa-dsa!“ aus den Mosfilm-Archiven (auf Russisch) &#8211; Teil 2:</em></p>
<p style="text-align: justify">https://www.youtube.com/watch?v=eti9Qn4bZDg</p>
<p style="text-align: right"><strong>Selbi Tscharyewa für <a href="https://orient.tm/kin-dza-dza-legendarnyj-film-snyatyj-v-karakumah/"><u>Orient.tm</u></a></strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Peggy Lohse</strong></p>
<p><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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			</item>
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		<title>Streit der Zahlen &#8211; der erste kirgisische Zeichentrickfilm</title>
		<link>https://novastan.org/de/kirgistan/streit-der-zahlen-der-erste-kirgisische-zeichentrickfilm/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Coppenrath]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2020 13:06:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Cinestan]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichentrickfilm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>CINESTAN. Es ist alles Mathematik. &#x201E;Streit der Zahlen&#x201C; (Kyrgyzfilm, 1978), der erste kirgisische Zeichentrickfilm, bietet einen wundersamen Einblick in den technologischen Optimismus der UdSSR. &#x201E;Cinestan&#x201C; ist eine Artikelreihe, in der verschiedene Mitglieder oder LeserInnen von Novastan ihre besten filmischen Momente &#xFC;ber Zentralasien teilen. Jeder Artikel dieser Serie beschreibt einen Film, der in Zentralasien produziert oder [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>CINESTAN. Es ist alles Mathematik. „Streit der Zahlen“ (Kyrgyzfilm, 1978), der erste kirgisische Zeichentrickfilm, bietet einen wundersamen Einblick in den technologischen Optimismus der UdSSR. </strong></p>
<p style="text-align: justify"><em><strong>„Cinestan“</strong></em><em> ist eine Artikelreihe, in der verschiedene Mitglieder oder LeserInnen von Novastan ihre besten filmischen Momente über Zentralasien teilen. Jeder Artikel dieser <a href="https://novastan.org/de/tag/cinestan/">Serie</a></em><em> beschreibt einen Film, der in Zentralasien produziert oder gedreht wurde und online verfügbar ist.</em></p>
<p style="text-align: justify">Ein Mädchen und ein Junge laufen zu fröhlicher Musik durch die kirgisische Berglandschaft. Der 1978 erschienene kurze Zeichentrickfilm „Sandardyn Tschatgy“ (kirg. „Streit der Zahlen“) sieht zunächst wie eine sowjetische Version von „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heidi_(1974)">Heidi</a>“ aus. Die Geschichte nimmt aber eine Wende, wenn die zwei Charaktere sich vor den Toren des „Volks der Zahlen“ wiederfinden. Drinnen stehen einzelne Ziffern im ständigen Konflikt zueinander.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></p>
<p style="text-align: justify">Die zwei Kinder fordern die Ziffern dazu auf, ihre Streitigkeiten auf friedlichem Wege zu lösen und sich zum Beispiel im Gewichtheben zu messen. Nachdem keine Ziffer das schwere Gewicht allein heben kann, kommt die Idee auf, es in Gruppen zu versuchen. Den ersten Erfolg erzielt die „10“, wonach größere Zahlen immer schwerere Aufgaben bewältigen können. So startet eine Reihe immer bedeutender Errungenschaften, bis hin zur Eroberung des Weltalls.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Technologischer Optimismus</strong></p>
<p style="text-align: justify">Der Regisseur des Films, <a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%98%D1%88%D0%B5%D0%BD%D0%BE%D0%B2,_%D0%A1%D0%B0%D0%B3%D1%8B%D0%BD%D0%B1%D0%B5%D0%BA">Sagynbek Ischenow</a>, hatte bereits 1963, kurz nach seinem Abschluss der Moskauer Filmhochschule <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gerassimow-Institut_f%C3%BCr_Kinematographie">WGIK</a>, am Kinderfilm „Kosmonavttar Köchösünün“ (Der Wege der Kosmonauten) <a href="https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&amp;q=%D0%9A%D0%BE%D1%81%D0%BC%D0%BE%D0%BD%D0%B0%D0%B2%D1%82%D1%82%D0%B0%D1%80+%D0%BA%D3%A9%D1%87%D3%A9%D1%81%D2%AF">mitgewirkt</a>, der dem zwei Jahren zuvor erfolgten ersten bemannten Flug ins All gewidmet war. Er gehört somit zur Generation des „kirgisischen Wunders“, wie das goldene Zeitalter der kirgisischen Filmindustrie in den 60ern und 70ern oft genannt wird.</p>
<p style="text-align: justify">Mit „Streit der Zahlen“ ist Ischenow auch der Autor des allerersten kirgisischen Zeichentrickfilms. Erst ein Jahr zuvor war auf Initiative des Autoren <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/tschingis-aitmatow-und-sein-literarisches-werk/">Tschyngys Aitmatow</a> eine künstlerische Gruppe zur Produktion von Zeichentrickfilmen in Kirgistan gegründet worden. Wie Aitmatow laut dem <a href="http://limon.kg/news:67122/?from=limon&amp;place=search&amp;sth=999bc8c5f5627518cf61346591071512">kirgisischen Jugendportal Limon</a> mehrmals betont hat, haben solche Filme eine wichtige Rolle in der Kindererziehung. Die folgenden zwei kirgisischen Zeichentricks „<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Q_1kOzPGCZE&amp;list=PLqwJwE_P0LuUcbQ2Xwjxa75b5aiSxwHfB&amp;index=2">Olokon</a>“ (1979) und „<a href="https://www.youtube.com/watch?v=qBKlBIA6kEM&amp;list=PLqwJwE_P0LuUcbQ2Xwjxa75b5aiSxwHfB&amp;index=3">Eki bödschök</a>“ (Zwei Häschen, 1980) wurden ebenfalls von Ischenow realisiert.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p></p>
<p style="text-align: justify">Neben der klassischen Message „zusammen ist man stärker“ bietet „Streit der Zahlen“ zudem auch eine Illustration verschiedener sowjetischer Ideen seiner Zeit. So ist vor dem Hintergrund des internationalen Wettbewerbs um die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitleiste_der_Erkundung_des_Weltraums">Erkundung des Weltalls</a> der Fortschrittsgedanke sehr Präsent und in der Betonung auf Harmonie und die friedliche Lösung von Konflikten auch als eine Abspielung auf die Idee der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkerfreundschaft">Völkerfreundschaft</a> gesehen werden.</p>
<p style="text-align: justify">Zum Schluss fragen die zwei Kinder die Zahlen noch einmal, „<em>habt ihr es jetzt verstanden?</em>“, ehe diese eine singende Parade starten. Nicht zuletzt dürfte der Film auch das Interesse von Kindern an Rechenaufgaben stärken wollen.</p>
<p><strong>„Streit der Zahlen&#8220; kann im kirgisischen Original bei <a href="https://www.youtube.com/watch?v=7kJTg9wT8ts">YouTube</a> gesehen werden:</strong></p>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=7kJTg9wT8ts</p>
<p><em>Möchtet ihr auf diesen Artikel reagieren, etwas zu diesem Film hinzufügen (ein Link mit oder ohne Untertitel) oder einen weiteren zentralasiatischen Film mit Novastan und seinen LeserInnen teilen? Sendet uns eure Filmkritik (in einem ähnlichen Format wie bei diesem Artikel) an info@novastan.org. Vielen Dank!</em></p>
<p style="text-align: right"><strong>Florian Coppenrath</strong><br />
<strong>Redakteur für Novastan.org</strong></p>
<p><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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		<title>Dschamila – die „schönste Liebesgeschichte der Welt“ als Film</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 May 2020 17:41:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Aitmatow]]></category>
		<category><![CDATA[Cinestan]]></category>
		<category><![CDATA[Dschamila]]></category>
		<category><![CDATA[Dschamilja]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>CINESTAN. &#x201E;Dschamila&#x201C; ist die bekannteste Verfilmung der gleichnamigen Novelle von Tschingis Aitmatow. Die Liebesgeschichte zwischen Dschamila und dem Kriegsverwundeten Danijar ist nicht nur Weltliteratur geworden, sondern auch ein Klassiker des zentralasiatischen Kinos. &#x201E;Cinestan&#x201C; ist eine Artikelreihe, in der verschiedene Mitglieder oder LeserInnen von Novastan ihre besten filmischen Momente &#xFC;ber Zentralasien teilen. Jeder Artikel dieser Serie [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>CINESTAN. „Dschamila“ ist die bekannteste Verfilmung der gleichnamigen Novelle von Tschingis Aitmatow. Die Liebesgeschichte zwischen Dschamila und dem Kriegsverwundeten Danijar ist nicht nur Weltliteratur geworden, sondern auch ein Klassiker des zentralasiatischen Kinos.</strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong><em>„Cinestan“</em></strong><em> ist eine Artikelreihe, in der verschiedene Mitglieder oder LeserInnen von Novastan ihre besten filmischen Momente über Zentralasien teilen. Jeder Artikel dieser <a href="https://novastan.org/de/tag/cinestan/">Serie</a> beschreibt einen Film, der in Zentralasien produziert oder gedreht wurde und online verfügbar ist.</em></p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></p>
<p style="text-align: justify">Der französische Schriftsteller <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Louis_Aragon">Louis Aragon</a> nannte sie einst die „<em>schönste Liebesgeschichte der Welt“</em> – „Dschamila“, das wohl bekannteste Stück zentralasiatischer Literatur. Der kirgisische Schriftsteller <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tschingis_Aitmatow">Tschingis Aitmatow</a> war mit der Novelle 1958 über Nacht berühmt geworden. 1969 folgte mit Irina Poplawskajas Film „Dschamila“ – im deutschsprachigen Raum auch als „Sehnsucht nach Djamila“ bekannt – die erfolgreiche Verfilmung des Stoffes. Aitmatow selbst ist im Film als Erzähler zu hören.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/tschingis-aitmatow-und-sein-literarisches-werk/">Tschingis Aitmatow und sein literarisches Werk</a> </strong></p>
<p style="text-align: justify">Kirgistan während des Zweiten Weltkriegs: Mit seiner Schwägerin Dschamila muss der 15-jährige Seit jeden Tag die Ernte zum Bahnhof fahren, da alle Männer im Krieg sind. Dschamila, die Frau von Seits älterem Bruder Sadyk, war erst wenige Monate zuvor durch <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/in-kirgistan-entsteht-fast-jede-zweite-ehe-durch-brautraub/">Brautraub</a> in die Familie gekommen. Für den Kriegsverwundeten Danijar, der sie ebenfalls auf ihren Touren zum Bahnhof begleitet, haben die beiden аnfangs nur Spott übrig. Bis Dschamila erkennt, wie reich Danijars Herz ist, und sich in ihn verliebt. Gemeinsam fliehen sie aus dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aul">Aul</a>.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/dschamilja-kirgisischer-roman-par-excellence/">Dschamila &#8211; kirgisischer Roman par exellence</a></strong></p>
<p style="text-align: justify"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Natalja_Utewlewna_Arinbassarowa">Natalja Arinbasarowa</a>, die im Film Dschamila verkörpert, dürfte wie keine andere das Bild beeinflusst haben, das wir heute von Aitmatows Heldin haben. Eine wunderbar erzählte Liebesgeschichte, gepaart mit großartigen Landschaftsaufnahmen, machen Poplawskajas „Dschamila“ zu einem Film, den man gesehen haben sollte.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p></p>
<p style="text-align: justify"><strong>„Dschamila“ ist auf Russisch in voller Länge auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=uDk_TOzgAg4&amp;t=13s">Youtube</a> verfügbar:</strong></p>
<p><iframe title="Джамиля (драма, реж. Ирина Поплавская, 1968 г.)" width="500" height="375" src="https://www.youtube.com/embed/uDk_TOzgAg4?start=13&#038;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p style="text-align: justify"><em>Möchtet ihr auf diesen Artikel reagieren, etwas zu diesem Film hinzufügen (ein Link mit oder ohne Untertitel) oder einen weiteren zentralasiatischen Film mit Novastan und seinen LeserInnen teilen? Sendet uns eure Filmkritik (in einem ähnlichen Format wie bei diesem Artikel) an info@novastan.org. Vielen Dank!</em></p>
<p style="text-align: right"><strong>Die Redaktion</strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Avicenna – Filmische Biografie eines großen Gelehrten</title>
		<link>https://novastan.org/de/usbekistan/avicenna-filmische-biografie-eines-grossen-gelehrten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 May 2020 12:45:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Avicenna]]></category>
		<category><![CDATA[Cinestan]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[ibn-Sina]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>CINESTAN. &#x201E;Avicenna&#x201C; ist eine Filmbiografie des gro&#xDF;en mittelalterlichen Arztes und Gelehrten Ibn-Sina, im Westen auch bekannt als Avicenna. Der Film, der schon fast in Vergessenheit geraten war, geriet zuletzt im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie wieder in den Fokus. &#x201E;Cinestan&#x201C; ist eine Artikelreihe, in der verschiedene Mitglieder oder LeserInnen von Novastan ihre besten filmischen Momente &#xFC;ber [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>CINESTAN. „Avicenna“ ist eine Filmbiografie des großen mittelalterlichen Arztes und Gelehrten Ibn-Sina, im Westen auch bekannt als Avicenna. Der Film, der schon fast in Vergessenheit geraten war, geriet zuletzt im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie wieder in den Fokus.</strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong><em>„Cinestan“</em></strong><em> ist eine Artikelreihe, in der verschiedene Mitglieder oder LeserInnen von Novastan ihre besten filmischen Momente über Zentralasien teilen. Jeder Artikel dieser <a href="https://novastan.org/de/tag/cinestan/">Serie</a> beschreibt einen Film, der in Zentralasien produziert oder gedreht wurde und online verfügbar ist.</em></p>
<p style="text-align: justify">Mit seinem Film „Avicenna“ aus dem Jahr 1956 folgt Regisseur <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kamil_Jarmatow">Komil Yormatov</a> den Spuren eines der großen Gelehrten der islamischen Welt. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Avicenna">Ibn-Sina</a> wurde vermutlich um das Jahr 980 herum in der Nähe von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Buxoro">Buchara</a> geboren, wo auch sein Aufstieg zur medizinischen Autorität begann. Der Film begleitet ihn durch seine Jahre in Buchara und Gurgandsch (heute <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Urganch">Urganch</a>). Dabei zeichnet Yormatov gemäß den Idealen seiner Zeit das Bild eines progressiven Gelehrten, der sich gegen religiösen Fanatismus stellt und im Kampf gegen seinen Widersacher, den despotischen Sultan Machmud, vom einfachen Volk unterstützt wird.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></p>
<p style="text-align: justify">Dass „Avicenna“ zuletzt wieder<a href="https://ajammc.com/2020/04/16/ibn-sina-corona-meme/?fbclid=IwAR0sazzfwAkCBhNGOBDEmGHSmsiCp4rOiDxwMaG_5Ls68bXtUZHOiiUX4P4"> ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangte</a>, liegt vor allem an einer Szene aus dem Film, die sich in den sozialen Netzwerken verbreitete. In ihr wird Ibn-Sina um seinen Rat im Kampf gegen den „Schwarzen Tod“ gebeten. Als Reaktion auf die Epidemie fordert er die Menschen auf, zuhause zu bleiben und so eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Außerdem empfiehlt er, Basare und Moscheen zu schließen.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p></p>
<p style="text-align: justify">Doch auch über diese Szene hinaus lohnt es sich den Film anzusehen. Nicht zuletzt handelt es sich um ein schönes Beispiel für das sowjetisch-zentralasiatische Kino der 50er Jahre.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>„Avicenna“ ist vollständig auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=CzLoSP31wlw&amp;t=1236s">Youtube</a> verfügbar, allerdings nur auf Russisch ohne Untertitel:</strong></p>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=CzLoSP31wlw&#038;t=1236s</p>
<p style="text-align: justify"><em>Möchtet ihr auf diesen Artikel reagieren, etwas zu diesem Film hinzufügen (ein Link mit oder ohne Untertitel) oder einen weiteren zentralasiatischen Film mit Novastan und seinen LeserInnen teilen? Sendet uns eure Filmkritik (in einem ähnlichen Format wie bei diesem Artikel) an info@novastan.org. Vielen Dank!</em></p>
<p style="text-align: right"><strong>Die Redaktion</strong></p>
<p><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/avicenna-filmische-biografie-eines-grossen-gelehrten/">Avicenna – Filmische Biografie eines großen Gelehrten</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
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		<title>Nasreddin in Buchara – Eulenspiegeleien vor historischer Kulisse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2020 14:42:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Buchara]]></category>
		<category><![CDATA[Cinestan]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Nasreddin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>CINESTAN. &#x201E;Nasreddin in Buchara&#x201C; ist ein sowjetischer Film, in der die weltbekannten Streiche Hodscha Nasreddins ins mittelalterliche Buchara verlegt werden. Eine auch f&#xFC;r Familien geeignete Kom&#xF6;die, die es sich auf jeden Fall&#xA0;anzusehen&#xA0;lohnt. &#x201E;Cinestan&#x201C; ist eine Artikelreihe, in der verschiedene Mitglieder oder LeserInnen von Novastan ihre besten filmischen Momente &#xFC;ber Zentralasien teilen. Jeder Artikel dieser Serie [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>CINESTAN. „Nasreddin in Buchara“ ist ein sowjetischer Film, in der die weltbekannten Streiche Hodscha Nasreddins ins mittelalterliche Buchara verlegt werden. Eine auch für Familien geeignete Komödie, die es sich auf jeden Fall </strong><strong>anzusehen </strong><strong>lohnt</strong><strong>.</strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong><em>„Cinestan“</em></strong><em> ist eine Artikelreihe, in der verschiedene Mitglieder oder LeserInnen von Novastan ihre besten filmischen Momente über Zentralasien teilen. Jeder Artikel dieser <a href="https://novastan.org/de/tag/cinestan/">Serie</a> beschreibt einen Film, der in Zentralasien produziert oder gedreht wurde und online verfügbar ist.</em></p>
<p style="text-align: justify">Mit seinem letzten Film „Nasreddin in Buchara“ führt uns der sowjetische Filmpionier <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jakow_Alexandrowitsch_Protasanow">Jakow Protasanow</a> ins mittelalterliche <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Buxoro">Buchara</a>. Held des Films ist <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nasreddin">Hodscha Nasreddin</a>, eine in der gesamten islamischen Welt bekannte Figur. Ähnlich wie Till Eulenspiegel führt sie den Leuten mit Witz und Charme ihre eigene Dummheit vor Augen, und so bilden auch die bekannten Anekdoten um den gewitzten Hodscha die Basis dieses 1943 gedrehten Films.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></p>
<p style="text-align: justify">Das Drehbuch zum Film stammt vom russischen Schriftsteller <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Leonid_Wassiljewitsch_Solowjow">Leonid Solowjow</a>, der den traditionellen Nasreddin-Stoff bereits 1940 zu dem Roman „Der Unruhestifter“ verarbeitet hatte. Entsprechend der Romanvorlage verwebt Solowjow die Witze und Streiche Nasreddins mit einer Liebesgeschichte um die schöne Gulschan und würzt sie gemäß den politischen Vorgaben seiner Zeit mit einer ordentlichen Portion Antifeudalismus. Heraus kommt eine schon wegen seiner historischen Kulisse sehenswerte Komödie, in der spannende Abenteuer mit Eulenspiegeleien Hand in Hand gehen.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p></p>
<p style="text-align: justify">Auch wenn der historische Nasreddin – sollte es ihn jemals gegeben haben – vermutlich nie Buchara gesehen hat, spielt der schalkhafte Hodscha eine wichtige Rolle in der lokalen Identität der Stadt. Heute ziert ein Denkmal Nasreddins den Platz an Bucharas zentralem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Labi_Hovuz">Labi Hovuz</a>. Zu seiner Beliebtheit im ganzen postsowjetischen Raum haben Solowjow und Protosanow einen bedeutenden Beitrag geleistet.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>„Nasreddin in Buchara“ ist in voller Länge auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=1sgli7G8hmU&amp;t=33s">Youtube</a> verfügbar, allerdings nur auf Russisch:</strong></p>
<p><iframe loading="lazy" title="Насреддин в Бухаре/ Nasreddin in Bukhara (1943) фильм смотреть онлайн" width="500" height="375" src="https://www.youtube.com/embed/1sgli7G8hmU?start=33&#038;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p style="text-align: justify"><em>Möchtet ihr auf diesen Artikel reagieren, etwas zu diesem Film hinzufügen (ein Link mit oder ohne Untertitel) oder einen weiteren zentralasiatischen Film mit Novastan und seinen LeserInnen teilen? Sendet uns eure Filmkritik (in einem ähnlichen Format wie bei diesem Artikel) an info@novastan.org. Vielen Dank!</em></p>
<p style="text-align: right"><strong>Die Redaktion</strong></p>
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		<item>
		<title>Manastschy &#8211; die kirgisische Seele in all ihrer Poesie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2020 12:05:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Cinestan]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Manas]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>CINESTAN. Der Kurzfilm &#xAB; Manastschy &#xBB; pr&#xE4;sentiert mit Sch&#xF6;nheit und Poesie einen der wichtigsten kirgisischen Geschichtenerz&#xE4;hler, Sajakbaj Karalajew, sowie das mythische Epos von Manas. Dieser Kurzfilm ist eines der ersten Werke von Bolotbek Schamschijew, einem der gr&#xF6;&#xDF;ten kirgisischen Regisseure. &#x201E;Cinestan&#x201C; ist eine Artikelreihe, in der verschiedene Mitglieder oder LeserInnen von Novastan ihre besten filmischen Momente [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>CINESTAN. Der Kurzfilm « Manastschy » präsentiert mit Schönheit und Poesie einen der wichtigsten kirgisischen Geschichtenerzähler, Sajakbaj Karalajew, sowie das mythische Epos von Manas. Dieser Kurzfilm ist eines der ersten Werke von Bolotbek Schamschijew, einem der größten kirgisischen Regisseure.</strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong><em>„Cinestan“</em></strong><em> ist eine Artikelreihe, in der verschiedene Mitglieder oder LeserInnen von Novastan ihre besten filmischen Momente über Zentralasien teilen. Jeder Artikel dieser <a href="https://novastan.org/de/tag/cinestan/">Serie</a> beschreibt einen Film, der in Zentralasien produziert oder gedreht wurde und online verfügbar ist.</em></p>
<p style="text-align: justify">Der Kurzfilm “Manastschy” ist die Diplomarbeit des kirgisischen Regisseurs <a href="http://www.kyrgyzcinema.com/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=77%3Abolot-shamshiev&amp;catid=3%3Adirector-&amp;Itemid=55&amp;lang=en">Bolotbek Schamschijew</a> (1941-2019), damals Absolvent der Moskauer Filmschule VGIK. Der Dokumentarfilm dreht sich um <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Sayakbay_Karalaev">Sajakbaj Karalajew</a>, zu Sowjetzeiten wohl der berühmteste unter den <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/phanomen-manastschi/?noredirect=de_DE">Manastschy</a> &#8211; den Erzählern des kirgisischen Volksepos Manas.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></p>
<p style="text-align: justify">Er beinhaltet somit einzigartige Aufzeichnungen der tranceartigen Poesie. In einer Zeit, in der “Manas” ein tragendes Symbol des kirgisischen kulturellen Selbstverständnisses geworden ist, verliert der Film somit nicht seine Aktualität. Schamschijew erhielt damit den Hauptpreis bei den internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen und avancierte später zu einem der wichtigsten Regisseure der sogenannten goldenen Ära des kirgisischen Kinos.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p></p>
<p style="text-align: justify"><strong>„Manastschy“ ist mit englischen Untertiteln auf Youtube verfügbar:</strong></p>
<p><iframe loading="lazy" title="MANASCHI, 1965 // KYRGYZFILM" width="500" height="375" src="https://www.youtube.com/embed/kXjB5gGKdCs?start=5&#038;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p style="text-align: justify"><em>Möchtet ihr auf diesen Artikel reagieren, etwas zu diesem Film hinzufügen (ein Link mit oder ohne Untertitel) oder einen weiteren zentralasiatischen Film mit Novastan und seinen LeserInnen teilen? Sendet uns eure Filmkritik (in einem ähnlichen Format wie bei diesem Artikel) an info@novastan.org. Vielen Dank!</em></p>
<p style="text-align: right"><strong>Die Redaktion</strong></p>
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		<title>Igla – mit Viktor Tsoi durchs Kasachstan der Perestroika</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2020 10:27:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Cinestan]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Perestroika]]></category>
		<category><![CDATA[Wiktor Tsoi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>CINESTAN. &#x201E;Igla&#x201C;, auf Deutsch Nadel, ist eine Anspielung auf das Drogenproblem im sowjetischen Zentralasien Ende der 1980er Jahre. Vor allem aber spielt Viktor Tsoi, die Legende des sowjetischen Rock, die Hauptrolle und macht mit seiner Musik und seinem Geist der Revolte &#x201E;Igla&#x201C; zu einem der wichtigsten Filme seiner Zeit. &#x201E;Cinestan&#x201C; ist eine Artikelreihe, in der [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>CINESTAN. „Igla“, auf Deutsch Nadel, ist eine Anspielung auf das Drogenproblem im sowjetischen Zentralasien Ende der 1980er Jahre. Vor allem aber spielt Viktor Tsoi, die Legende des sowjetischen Rock, die Hauptrolle und macht mit seiner Musik und seinem Geist der Revolte „Igla“ zu einem der wichtigsten Filme seiner Zeit.</strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong><em>„Cinestan“</em></strong><em> ist eine Artikelreihe, in der verschiedene Mitglieder oder LeserInnen von Novastan ihre besten filmischen Momente über Zentralasien teilen. Jeder Artikel dieser <a href="https://novastan.org/de/tag/cinestan/">Serie</a> beschreibt einen Film, der in Zentralasien produziert oder gedreht wurde und online verfügbar ist.</em></p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></p>
<p style="text-align: justify">Igla (Die Nadel) ist ein Kultfilm im gesamten postsowjetischen Raum, was er vor allem seinem Soundtrack und Hauptdarsteller &#8211; dem Sänger und Bandleader der legendären russischen Rockgruppe <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kino_(russische_Band)">Kino</a> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wiktor_Robertowitsch_Zoi">Viktor Tsoi</a> &#8211; zu verdanken hat. Der Film mag zwar manchmal seltsam erscheinen, ist aber repräsentativ für die intensive künstlerische Tätigkeit der späten 1980er Jahre, in der Viktor Tsoi und seine Gefährten eine wichtige Rolle spielten. Der Film spielt in Almaty, der damaligen Hauptstadt der Kasachischen SSR, mit Szenen, die an den Ufern des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aralsee">Aralsees</a> gedreht wurden, wo die Boote bereits auf dem Wüstensand lagen, den die ökologische Katastrophe hinterlassen hatte.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p></p>
<p style="text-align: justify">Der Film dreht sich um das Problem der Drogenabhängigkeit, das zur Zeit des sowjetischen Krieges in Afghanistan (der Film wurde 1988 veröffentlicht) in der gesamten UdSSR und vor allem in Zentralasien Verwüstungen anrichtete. Es handelt sich also um einen Film, der von den gesellschaftlichen und politischen Debatten jener Zeit zeugt und neben einem sowjetischen Kultfilm auch Teil der zentralasiatischen Kultur- und Kunstgeschichte ist. Ein Film, den man daher sehen sollte.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>„Igla“ ist in ganzer Länge auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=z91WYOewHG4&amp;t=129s">Youtube</a> auf Russisch mit englischen Untertiteln verfügbar:</strong></p>
<p><iframe loading="lazy" title="Igla/игла  - The Needle  - İğne (1988) TR &amp; ENG" width="500" height="375" src="https://www.youtube.com/embed/z91WYOewHG4?start=129&#038;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p style="text-align: justify"><em>Möchtet ihr auf diesen Artikel reagieren, etwas zu diesem Film hinzufügen (ein Link mit oder ohne Untertitel) oder einen weiteren zentralasiatischen Film mit Novastan und seinen LeserInnen teilen? Sendet uns eure Filmkritik (in einem ähnlichen Format wie bei diesem Artikel) an info@novastan.org. Vielen Dank!</em></p>
<p style="text-align: right"><strong>Die Redaktion</strong></p>
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<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/igla-mit-viktor-tsoi-durchs-kasachstan-der-perestroika/">Igla – mit Viktor Tsoi durchs Kasachstan der Perestroika</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
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