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	<title>Bitcoin Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Sun, 20 Aug 2023 14:32:10 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Bitcoin Archives</title>
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		<title>Kasachstan will Kryptowährungen besteuern, um den Kampf gegen das Coronavirus zu finanzieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Vadim Alinov]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2020 06:38:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
		<category><![CDATA[Covid-19]]></category>
		<category><![CDATA[Kryptowährung]]></category>
		<category><![CDATA[Mining]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der kasachstanische Wirtschaftsminister m&#246;chte das Mining von <a class="glossaryLink"  aria-describedby="tt"  data-cmtooltip="&#60;div class=glossaryItemTitle&#62;Kryptow&#228;hrungen&#60;/div&#62;&#60;div class=glossaryItemBody&#62;&#38;lt;!-- wp:paragraph --&#38;gt;Kryptow&#228;hrungen funktionieren auf Grundlage einer algorithmisch berechenbaren Zahlenreihe, der Blockchain. Diese misst den einzelnen W&#228;hrungseinheiten, den Coins, ihren Wert zu und stellt sicher, dass die W&#228;hrung nicht gef&#228;lscht werden kann. Grunds&#228;tzlich kann mit gen&#252;gend Rechenleistung jeder einen neuen Coin generieren, indem die Blockchain einmal durchgerechnet wird, dieser Prozess wir auch &#38;quot;Mining&#38;quot; genannt. Jeder Coin ist allerdings schwerer zu erzeugen als der vorherige, da die Blockchain mit jedem neu errechneten Coin l&#228;nger wird.&#38;lt;br/&#38;gt;&#38;lt;!-- /wp:paragraph --&#38;gt;&#60;/div&#62;"  href="https://novastan.org/de/glossary/kryptowaehrungen/"  data-gt-translate-attributes='[{"attribute":"data-cmtooltip", "format":"html"}]'  tabindex='0' role='link'>Kryptow&#228;hrungen</a> mit bis zu 15 Prozent besteuern. Die von der Regierung erzielten Einnahmen w&#252;rden insbesondere erm&#246;glichen, den Kampf gegen das Coronavirus zu finanzieren. Vor allem aber er&#246;ffnet diese beispiellose Initiative den Weg zu einer strengeren &#220;berwachung der <a class="glossaryLink"  aria-describedby="tt"  data-cmtooltip="&#60;div class=glossaryItemTitle&#62;Kryptow&#228;hrungen&#60;/div&#62;&#60;div class=glossaryItemBody&#62;&#38;lt;!-- wp:paragraph --&#38;gt;Kryptow&#228;hrungen funktionieren auf Grundlage einer algorithmisch berechenbaren Zahlenreihe, der Blockchain. Diese misst den einzelnen W&#228;hrungseinheiten, den Coins, ihren Wert zu und stellt sicher, dass die W&#228;hrung nicht gef&#228;lscht werden kann. Grunds&#228;tzlich kann mit gen&#252;gend Rechenleistung jeder einen neuen Coin generieren, indem die Blockchain einmal durchgerechnet wird, dieser Prozess wir auch &#38;quot;Mining&#38;quot; genannt. Jeder Coin ist allerdings schwerer zu erzeugen als der vorherige, da die Blockchain mit jedem neu errechneten Coin l&#228;nger wird.&#38;lt;br/&#38;gt;&#38;lt;!-- /wp:paragraph --&#38;gt;&#60;/div&#62;"  href="https://novastan.org/de/glossary/kryptowaehrungen/"  data-gt-translate-attributes='[{"attribute":"data-cmtooltip", "format":"html"}]'  tabindex='0' role='link'>Kryptow&#228;hrungen</a>. Das kasachstanische Wirtschaftsministerium unter der Leitung von Ruslan Dalenov hat [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der kasachstanische Wirtschaftsminister möchte das Mining von Kryptowährungen mit bis zu 15 Prozent besteuern. Die von der Regierung erzielten Einnahmen würden insbesondere ermöglichen, den Kampf gegen das Coronavirus zu finanzieren. Vor allem aber eröffnet diese beispiellose Initiative den Weg zu einer strengeren Überwachung der Kryptowährungen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kasachstanische Wirtschaftsministerium unter der Leitung von Ruslan Dalenov hat vorgeschlagen, einen festen Steuersatz von 15 Prozent für das Produzieren von Kryptowährungen, auch Mining genannt, einzuführen. Wie das russische Fachmedium&nbsp;<a href="https://news.crypto.pro/kazahstan-planiruet-oblozhit-majnerov-kriptovaljut-nalogom-v-15/">Crypto Pro</a>&nbsp;am 5. August berichtete, würden die Eigentümer der in Kasachstan ansässigen ‚Mining-Farmen‘ dazu verpflichtet, die durch ihre Tätigkeit erzielten Einnahmen in ihren Buchführungen einzutragen.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diesem Regierungsvorhaben zufolge werden die erwarteten Einnahmen vorrangig für die Bekämpfung des Coronavirus und für die Abschwächung der erwarteten Auswirkungen der Wirtschaftskrise verwendet.&nbsp;<a href="https://www.coronavirus2020.kz/">Nach offiziellen Angaben</a>&nbsp;fielen bis zum 7. September bei über 100.000 Infektionen bereits 1.588 Menschen der Pandemie zum Opfer.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Krypto-Mining: Ein boomendes Geschäft</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Besteuerung folgt dem jüngsten Anstieg an Krypto-Mining in Kasachstan. Dank der extrem niedrigen Strompreise können Investoren auf der ganzen Welt erhebliche Gewinne erzielen, indem sie die Rechenleistung von Hunderten von Computern für die Generierung von Kryptowährungen nutzen. Im Juni letzten Jahres listete der Minister für digitale Entwicklung, Innovation und Luft- und Raumfahrtindustrie&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Asqar_Schumaghalijew">Asqar Zhumagaliev</a> landesweit 14 solcher Farmen auf. Wie das Hongkonger Medienunternehmen&nbsp;<a href="https://asiatimes.com/2020/07/why-kazakhstan-is-attracting-bitcoin-miners/">Asia Times</a>&nbsp;berichtete, befindet sich Kasachstan nach China, den USA und Russland&nbsp;<a href="https://www.cbeci.org/mining_map">weltweit auf Platz 4</a>&nbsp;der wichtigsten Produzenten der Kryptowährung&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bitcoin">Bitcoin</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:&nbsp;</strong><strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/wie-bitcoins-die-zentralasiatische-wirtschaft-revolutionieren-knnten/"><strong>Wie Bitcoins die zentralasiatische Wirtschaft revolutionieren könnten</strong></a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wurde der Sektor Kryptowährungen bisher nur zaghaft reguliert, stoßen Krypto-Mining-Farmen bei den kasachstanischen Behörden nun auf wachsendes Interesse: Insgesamt haben sie bereits 82 Milliarden Tenge (170 Millionen Euro) produziert, was an den Produktionsstandorten des Landes zu einer neuen Dynamik in der Wirtschaft führte, so das kasachischen Medium Astana Times. Nach Angaben des&nbsp;<a href="http://www.mofcom.gov.cn/article/i/jyjl/e/202007/20200702979064.shtml">chinesischen Wirtschaftsministeriums</a>&nbsp;und des Fachmediums&nbsp;<a href="https://cointelegraph.com/news/kazakh-gov-plans-to-double-its-investment-in-digital-currency-mining">CoinTelegraph</a>&nbsp;vom 1. Juli, werden sich die ausländischen Direktinvestitionen (FDI) in Krypto-Mining-Aktivitäten bis Ende 2020 verdoppeln und in den nächsten drei Jahren einen Umsatz von 600 Millionen Euro ermöglichen.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Das Vorhaben, Mining-Aktivitäten zu besteuern, würde einen Wendepunkt in der bisher freizügigen Kryptowährungspolitik der kasachstanischen Regierung darstellen, die noch im&nbsp;<a href="https://cointelegraph.com/news/kazakhstan-wont-tax-cryptocurrency-mining-report">Dezember 2019</a>&nbsp;bekannt gab, dass sie keine Regulierungsmaßnahmen in der Branche einführen werde. So berichtet&nbsp;<a href="https://news.crypto.pro/kazahstan-planiruet-oblozhit-majnerov-kriptovaljut-nalogom-v-15/">Crypto Pro</a>, dass Kasachstans Regierung plant, neue Vorschriften zur Regulierung der Branche einzuführen, einschließlich der Einführung spezifischer Tarife für den Stromverbrauch im Krypto-Mining-Sektor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bevorstehende Reformen und erwartete Vorteile</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bevorstehende Besteuerung des Krypto-Minings scheint vor allem durch das Bewusstsein über die zeitnah eintretende Rezession motiviert zu sein. Die Pandemie des Coronavirus wird das Wachstum der kasachstanischen Wirtschaft voraussichtlich stark beeinträchtigen und&nbsp;<a href="https://www.worldbank.org/en/country/kazakhstan/publication/economic-update-summer-2020">Tribut in der sozialen Umverteilung und in der Gesundheitsversorgung zollen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:&nbsp;<a href="https://novastan.org/de/kasachstan/halykcoin-die-erste-kasachstanische-kryptowahrung/">Halykcoin – Die erste kasachstanische Kryptowährung</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kasachstan ist nicht das erste Land, das die Regulierungen für Kryptowährungen in der Region verschärft: Kirgistan hat aus ähnlichen Motiven&nbsp;<a href="https://decrypt.co/38584/kazakhstan-wants-to-put-15-tax-on-bitcoin-miners">im August</a>&nbsp;einen Vorschlag unterbreitet, das&nbsp;<a href="https://cointelegraph.com/news/kyrgyzstan-proposes-draft-law-to-introduce-crypto-mining-taxation">Mining mit bis zu 15% zu besteuern</a>. Nach Angaben des kirgisischen Wirtschaftsministeriums würde diese Maßnahme jährlich fast 4 Millionen Euro generieren. In jedem Fall würden die bevorstehenden Besteuerungen in Zentralasien weit unter&nbsp;<a href="https://www.osborneclarke.com/insights/taxation-of-cryptocurrencies-in-europe/">den in Europa geltenden Sätzen</a> bleiben, wo das Mining direkt mit bis zu 50 Prozent besteuert wird und vereinzelt sogar der Mehrwertsteuer unterliegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:&nbsp;<a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kryptowaehrung-bigblock-datacenter-aus-frankreich-setzt-auf-kasachstan/"><strong>Kryptowährung: BigBlock Datacenter aus Frankreich setzt auf Kasachstan</strong></a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar wurden die neuen Steuersätze vom kasachstanischen Parlament noch nicht beschlossen, doch es ist weiterhin unersichtlich, wie genau sich die generierten Gelder auf welche konkreten Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus und seiner wirtschaftlichen Folgen verteilen sollen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Vadim Alinov</strong>,&nbsp;<strong>Redakteur für Novastan France</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/le-kazakhstan-souhaite-taxer-les-crypto-monnaies-pour-financer-la-lutte-contre-le-coronavirus/">Französischen</a> von Robin Shakibaie</strong></p>


<p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kryptowährung: BigBlock Datacenter aus Frankreich setzt auf Kasachstan</title>
		<link>https://novastan.org/de/kasachstan/kryptowaehrung-bigblock-datacenter-aus-frankreich-setzt-auf-kasachstan/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Etienne Combier]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Oct 2019 15:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kryptowährung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>BigBlock Datacenter, Pionier des Bitcoin-Mining in Frankreich, verlagert zurzeit seine gesamte Produktion nach Kasachstan. Grund ist der besonders niedrige Strompreis. Die kasachstanische Regierungspolitik zur Steigerung der Attraktivit&#xE4;t scheint langsam Fr&#xFC;chte zu tragen. Das in Bitcoin-Mining franz&#xF6;sische Start-Up BigBlock Datacenter hat beschlossen, seine gesamte Aktivit&#xE4;t nach Kasachstan zu verlagern. Bereits 2018 hatten dessen Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrer zusammen mit [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>BigBlock Datacenter, Pionier des Bitcoin-Mining in Frankreich, verlagert zurzeit seine gesamte Produktion nach Kasachstan. </strong><strong>Grund ist der besonders niedrige Strompreis</strong><strong>.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die kasachstanische Regierungspolitik zur Steigerung der Attraktivität scheint langsam Früchte zu tragen. Das in Bitcoin-Mining französische Start-Up BigBlock Datacenter hat beschlossen, seine gesamte Aktivität nach Kasachstan zu verlagern. Bereits 2018 hatten dessen Geschäftsführer zusammen mit Robert Cordy, einem amerikanischen Berater des Unternehmens, den Kauf eines ein-Hektar großen Grundstücks in der Nähe von Almaty in die Wege geleitet. Nach einem achtmonatigen Prozess haben die Arbeiten nah an einem Hydroelektrischen Werk, von dem die Firma erneubare Energie beziehen wird, angefangen.</p>
<p style="text-align: justify"> „<em>In Kasachstan haben wir eine der Kryptowährungen eher offene Politik verspürt, sowie ein enorme Stromproduktion festgestellt</em>“, erklärt Sébastien Gouspillou gegenüber Novastan. Tatsächlich wirbt Kasachstan seit einigen Jahren aktiv mit seiner „crypto friendly“ Umgebung. Gleichzeitig bringt das Land seine eigene virtuelle Währung an den Start, die <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/halykcoin-die-erste-kasachstanische-kryptowahrung/">Halykcoin</a>. Dazu kommt der niedrige Strompreis, der BigBlock Datacenter endgültig überzeugte.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Fallende Kurse kommen Kasachstan zugute</strong></p>
<p style="text-align: justify">Tatsächlich müssen Kryptowährungen 24 Stunden am Tag mit Strom zugespeist werden, um funktionieren zu können. Insbesondere für Bitcoin, die Königin unter den virtuellen Währungen, arbeiten gigantische <em>Farms</em> Tag und Nacht. Ihr Ziel: Bitcoin-Transaktionen zu überprüfen. Diese Arbeit heißt Mining wird entsprechend der in die Operation investierte Rechenleistung in Bitcoins entlohnt. Je größer die Leistung, desto mehr Gewinn.</p>
<p style="text-align: justify">In dieser Zusammenstellung bietet BigBlock Datacenter seinen Kunden an, Mining-Geräte zu erwerben, deren Betrieb das Unternehmen übernimmt. Kunden, also die Besitzer der Rechner, müssen sich um ihre Wartung nicht kümmern und bekommen jeden Monat Geld. Dafür erhebt BigBlock Datacenter 25 Prozent der monatlich generierten Bitcoins.</p>
<p style="text-align: justify">Die Kehrseite: Diese Rechner verbrauchen viel Strom. Dessen Preis fällt also schwer in die Waage, umso mehr da der Bitcoin-Kurs von 18 000 Dollar (15 823 Euro) im Januar 2018 auf heute ungefähr 8000 Dollar (7 286 Euro) gefallen ist. Wenn die „Miners“ weiterhin Bitcoin produzieren wollen, müssen sie also eine Umgebung finden, wo Strom besonders preisgünstig ist.</p>
<p style="text-align: justify">„<strong>Frankreich steht still, Ukraine steht still</strong>“</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Sollte der Kurs weiter fallen werden 80 Prozent der heute anwesenden Player nicht mehr rentabel</em>“ beteuert Gouspillou. Nicht rentabel führt hier zur Stilllegung der Fabrik. Diese Lage betrifft das französische Start-Up bereits mit seinen Niederlassungen in der Nähe von Nantes, in Odessa (Ukraine) und mit einem Kooperationspartner in Irkutsk (Russland). „<em>Frankreich steht still, alles geht nach Kasachstan</em>“, erklärt der Geschäftsführer, der früher in der <a href="Agroforstwirtschaft">Agroforstwirtschaft</a> aktiv war.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/halykcoin-die-erste-kasachstanische-kryptowahrung/">Halykcoin – Die erste kasachstanische Kryptowährung</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Gouspillou informierte kürzlich seine Kunden über diese Entscheidung. „<em>Es ist nie einfach, umzuziehen. Einen Ausweg zu finden ist aber schon mal gut. Kunden werden funktionierende Geräte vorfinden können</em>“, beschreibt der Franzose, der 2016 in das Kryptowährungsgeschäft eingestiegen ist.</p>
<p style="text-align: justify">Mit dem Kursverfall steigt Kasachstan mit seinem günstigen und abundanten Strom zum interessanten zum wahrhaften Kandidaten zur Einsiedlung von Bitcoin-Farms. Länder wie China oder Island, die bisher für ihre großen Kapazitäten bekannt waren, verlieren an Prestige, nachdem ihre Strompreise im Laufe der Jahre in die Höhe geschossen sind. „<em>Der Markt ist zurzeit in Bewegung, ganze Länder werden aufgrund der Preise disqualifiziert</em>“, betont Gouspillou.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Zentralasien im Visier</strong></p>
<p style="text-align: justify">Um die kasachischen Behörden zu überzeugen, pries BigBlock Datacenter seinen ausgewogenen Stromverbrauch an. „<em>Vom Vorteil ist, dass wir 24 Stunden am Tag und über das ganze Jahr hinweg da sind</em>“, so der Französische Unternehmer. Dies beschert dem Damm in Almaty einen regelmäßigen Abnehmer.</p>
<p style="text-align: justify">Sébastien Gouspillou plant großzügig in Kasachstan: seine Farm wird bis zu 45 Megawatt (MW) verbrauchen können, was 1% des Weltmarkts für Bitcoin-Mining ausmacht. „<em>Wir verfügen heute bereits über einen 15 MW Umspanner, das macht uns zu einer der größten Farms weltweit</em>“, beschreibt der Franzose und sagt, diese Zahl bei großer Nachfrage auf 45 MW verdreifachen zu können. 600 der insgesamt 800 zum Vorverkauf angebotenen Rechner wurden bereits ergattert. Im <a href="https://bdatacenter.fr/ferme-kazakh/">vergangenen Monat</a> soll die Farm an den Start gegangen sein.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/wie-bitcoins-die-zentralasiatische-wirtschaft-revolutionieren-knnten/">Wie Bitcoins die zentralasiatische Wirtschaft revolutionieren könnten</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Mit den jetzigen Kursen hält Kasachstan wahre Trümpfe in der Hand. „<em>Kasachstan wird zu unserem Hauptaugenmerk 2019 avancieren</em>“ erklärt Gouspillou. Weiter hat BigBlock Datacenter bereits mit der Erkundigung anderer zentralasiatischen Länder begonnen. „<em>Oft waren die kontaktierten Behörden  in unterschiedlichen Ländern Kryptowährungen gegenüber offen, selbst wenn Mining schwer realisierbar ist</em>“, so der Geschäftsführer. Ein ganzer Wirtschaftszweig bleibt also zu erfinden.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Étienne Combier</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Französischen von Arnaud Enderlin</strong></p>
<p><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wie Bitcoins die zentralasiatische Wirtschaft revolutionieren könnten</title>
		<link>https://novastan.org/de/kirgistan/wie-bitcoins-die-zentralasiatische-wirtschaft-revolutionieren-knnten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Coppenrath]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 May 2016 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Währung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bitcoins k&#xF6;nnten die Wirtschaft Zentralasiens revolutionieren. Wie k&#xF6;nnte die Kryptow&#xE4;hrung helfen und welche Hindernisse stehen ihr (noch) im Weg?</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/wie-bitcoins-die-zentralasiatische-wirtschaft-revolutionieren-knnten/">Wie Bitcoins die zentralasiatische Wirtschaft revolutionieren könnten</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><em>(Dieser Artikel erschien ursprünglich beim russischen Businessmagazin </em><em><a href="http://secretmag.ru/longread/2015/10/01/bitcoins-v-kirgisii/" target="_blank" rel="noopener">„Sekret Firmy“</a></em><em>. Wir übersetzen ihn mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion.)</em></p>
<p style="text-align: justify"><strong>„Ich bin mir sicher, dass Kryptowährungen zu einem profitablen Geschäft in Kirgistan werden“, sagt Emanuele Costa, Besitzer der ersten Bitcoinstation Zentralasiens. Wie andere Finanzexperten sieht er aber auch Probleme für die weitere Entwicklung. Eine Analyse über das Potenzial des neuen Zahlungsmittels. </strong></p>
<p style="text-align: justify">Der in Bischkek lebende Italiener führt aus: „Es bedarf riesiger Investitionen, um Überweisungen in Bitcoins den Massen zugänglich zu machen. Das Problem ist nicht allzu groß. Ich bin mir sicher, dass Akteure wie Western Union sich erlauben könnten, die notwendige Infrastruktur zu finanzieren. Das wahre Problem liegt aber in der Politik:</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 400px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/1174/4b7024e1db859e4b24a06fb978e346f5647d8557.jpeg" alt="Emanuele Costa" /></p>
<p style="text-align: justify">Die Behörden haben noch keine Stellung zu Bitcoins bezogen. Vor einem Jahr fing die Regierung an, eine Regulierung von elektronischen Währungen, also auch Kryptowährungen, zu erarbeiten. Die Lizenzen, die dafür eingeführt werden, machen eine Nutzung der Bitcoins unmöglich.“</p>
<p style="text-align: justify"><em><strong>Lest auch den ersten Teil der Artikelreihe: <a href="https://novastan.org/articles/bankautomat-in-der-steppe-wie-in-kirgistan-mit-bitcoins-experimentiert-wird">Wie in Kirgistan mit Bitcoins experimentiert wird</a></strong></em></p>
<p style="text-align: justify">Der bischkeker Programmierer Danil Wartanow versichert: „Für jeden in Mathematik und Programmierung bewanderten Menschen, der den Artikel von Satoshi Nakamoto (der Pseudonym des oder der Entwickler von Blockchain – Anm. d. Red.) liest, ändert sich damit das Leben. Die Blockchain-Technologie, nach der die Bitcoins funktionieren, ist so schön und durchdacht, dass ich nicht schlafen konnte, als ich erstmals von ihr erfuhr!“</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 400px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/1174/39aec291342c28b5ce7ba1e58e578b2d158baab0.jpeg" alt="Danil Wartanow" /></p>
<p style="text-align: justify">Vor zwei Jahren begann er, kostenlose Kurse zu Bitcoins und der Blockchains-Technologie anzubieten. Dort antwortet er auf alle Fragen zu der Kryptowährung und liefert detaillierte Erklärungen zu ihrer Funktionsweise. Die Kurse richten sich an Unternehmer, ziehen aber auch einfache Nutzer an.</p>
<p style="text-align: justify">Wartanow ist der größte Prediger der Bitcoins in Kirgistan. Er engagiert sich für die Erschaffung einer Bitcoin-Gemeinschaft im Land und seine inspirierenden <a href="http://www.youtube.com/watch?v=npdvqbLxv_g">Reden</a> zur Legalisierung der Kryptowährung wurden von Tausenden Youtube-Nutzern gesehen. Er ist sicher, dass sie Investitionen ins Land bringen werden und jeden Bürger reicher machen können.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Wie Fremdarbeiter profitieren könnten</strong></p>
<p style="text-align: justify"><a href="http://data.worldbank.org/indicator/BX.TRF.PWKR.DT.GD.ZS">Laut Weltbank</a> betrugen 2014 die Rückzahlungen der Migranten aus dem Ausland 30% des Bruttoinlandsproduktes, ca. 2,4 Milliarden US Dollar in absoluten Zahlen. Je nach Summe beträgt die Kommission für Überweisungen ein bis drei Prozent, so dass den Bürgern jährlich mehrere hundert Millionen entgehen.</p>
<p style="text-align: justify">Laut dem Nationalen Statistikkomitee lebt <a href="http://www.rg.ru/2015/07/16/bednost.html">knapp ein Drittel</a> der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, verdient also weniger als 500 US Dollar im Jahr.</p>
<p style="text-align: justify">Das Problem der im Laufe der Überweisungen verlorenen Summen könnte man mit Kryptowährungen auf zwei Weisen lösen. Erstens, indem man das Geld auf Bitcoin-Geldbeutel überweist. Die Kommission dafür beträgt höchstens ein Zehntausendstel Bitcoin, also ca. 0,02 US Dollar.</p>
<p style="text-align: justify">Wenn zudem ein Teil der kirgisischen Wirtschaft Bitcoins annimmt, geht möglicherweise gar kein Geld mehr verloren. Wartanow glaubt an diese Entwicklung:</p>
<p style="text-align: justify">„Irgendein Origineller wird bestimmt bald einen Laden eröffnen, in dem man in Bitcoins zahlen kann. Ich glaube, das wird in einem abgelegenen Dorf geschehen, weil es dort besonders wichtig ist, kein Geld beim Transfer zu verlieren.“</p>
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<p style="text-align: justify">Wartanow wiederholt gerne, dass Kryptowährungen die einzige technologische Revolution sind, die nicht aus dem Silicon Valley in die Welt getragen wird, sondern, andersrum, von Entwicklungsländern angetrieben ist. So zum Beispiel von Kenia:</p>
<p style="text-align: justify">Eine bedeutende Zahl der Kenianer arbeitet in Europa. Das Geld senden sie mit Bitcoins in die Heimat. Die Familien vor Ort merken nicht, dass sie es mit Kryptowährungen zu tun haben. Die Infrastruktur ist so gebaut, dass sie das Geld einfach aus einem Western-Union-Büro abholen können.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Wie Bitcoins Krisen überwinden helfen könnten</strong></p>
<p style="text-align: justify">Auch bei einer sehr volatilen Nationalwährung können Bitcoins eingesetzt werden. So verlor der argentinische Peso letztes Jahr zum Beispiel mehr als einen Drittel seines Wertes. Aus Angst vor Verlusten legten viele Argentinier ihr Geld in Bitcoins an und alle großen Geschäfte fingen an, die Währung anzunehmen.</p>
<p style="text-align: justify">Da die Nutzung von Kryptowährungen für Unternehmen günstiger ist als traditionelle Geldtransfersysteme, wurden bis zu 10 Prozent Ermäßigungen auf Bitcoin-Zahlungen geboten.</p>
<p style="text-align: justify">Heute hält Argentinien <a href="http://www.coindesk.com/argentina-most-likely-adopt-bitcoin/">den ersten Platz</a> im Bitcoin Market Potential Index, der die Wahrscheinlichkeit der Einführung der Kryptowährung in einem Land misst.</p>
<p style="text-align: justify">Wirtschaftskrisen sind natürlich keine Voraussetzung zur Entwicklung der Bitcoins. Auch das reiche Australien ist <a href="http://mashable.com/2015/08/04/bitcoin-currency-australia/">bereit</a>, Bitcoins als offizielles Zahlungsmittel anzuerkennen.</p>
<p style="text-align: justify">Die Steuerbehörde dort setzt sich dafür ein, dass die Steuern für Start-ups, die mit Bitcoins arbeiten, nicht zu hoch ausfallen. Die Behörden möchten solche Unternehmen nämlich im Land behalten.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Staatliche Hürden und ihre Sinnlosigkeit</strong></p>
<p style="text-align: justify">Wartanow erzählt, dass sich schon mehrfach Programmierer an Vertreter der Nationalen Bank gewendet haben um zu erklären, dass dem Land viele Investitionen entgehen, weil Geschäfte mit Bitcoins verhindert werden. Bisher ohne Ergebnis:</p>
<p style="text-align: justify">„Die Behörden unseres Landes schauen oft nach Moskau. Wären Bitcoins in Russland verbreitet, würden sie auch bei uns schnell legalisiert werden“, beklagt Wartanow.</p>
<p style="text-align: justify">Auch in Russland ist die Zukunft der Bitcoins unklar. Im vergangenen Juli <a href="http://secretmag.ru/articles/2015/07/15/putin-i-bitcion/">erklärte</a> der russische Präsident Wladimir Putin, dass Kryptowährungen in manchen Bereichen genutzt werden können.</p>
<p style="text-align: justify">Im September kündigte <a href="http://secretmag.ru/news/2015/09/16/qiwi-kriptovaljuta/">QIWI</a> (ein russischer Zahlungsdienstleister, Anm. d. Red.) an, dass die Herausgabe von BitRubel erwogen wird. Später <a href="http://www.interfax.ru/business/468528">schlug</a> das Finanzministerium vor, die Verbreitung von Kryptowährungen strafrechtlich verfolgen zu lassen.</p>
<p style="text-align: justify">„Generell haben die Regierungen zwei Kritikpunkte an Bitcoins“, sagt Wartanow, „Erstens, die Anonymität, die für kriminelle Zwecke genutzt werden könne. Das ist aber ein Mythos.</p>
<p style="text-align: justify">Jede Transaktion bei Blockchain wird von anderen Nutzern bestätigt. Man kann sehr gut errechnen, wer versucht hat, dort Drogen zu kaufen oder zu verkaufen. In den Vereinigten Staaten werden Drogenbosse einfach festgenommen, auch wenn sie Bitcoins nutzen.</p>
<p style="text-align: justify">Zweitens: die Unzuverlässigkeit. Die Behörden wiederholen oft, dass die Bevölkerung ihre Ersparnisse verlieren kann, wenn sie Bitcoins benutzt. Aber wie jede andere Währung weltweit sind Bitcoins auch nur so viel Wert wie die Produkte, die man mit ihnen kaufen kann.</p>
<p style="text-align: justify">Die Bitcoin-Wirtschaft hat keine staatlichen Grenzen, daher sind Bitcoins auch in jedem Fall zuverlässiger als die regelmäßig an Wert verlierenden Nationalwährungen.“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Die Zukunft der Bitcoins in Zentralasien</strong></p>
<p style="text-align: justify">So oder so: ganz ohne Risiko ist das Geschäft mit Bitcoins nicht. Das liegt vor allem an der hohen Volatilität. Im Januar letzten Jahres war ein Bitcoin über 300 US-Dollar wert, im Sommer sank der Kurs auf 230 US-Dollar.</p>
<p style="text-align: justify">Heute steht die Währung bei über 450 US-Dollar. Seine Ersparnisse in Bitcoins aufzubewahren ist nicht ungefährlich. Dafür könnte man eine perfektioniertere Kryptowährung schaffen.</p>
<p style="text-align: justify">An dieser Idee sitzt auch der Business-Analytiker Iskender Scharschejew. Es wäre technisch möglich, eine staatliche Kryptowährung zu schaffen.</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 400px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/1174/864eb00b1a22a4b88ad968b4bbed4ab24c25817f.jpeg" alt="Finanzanalytiker Scharschejew" /></p>
<p style="text-align: justify">Das wäre ein Bitcoin, der internationale Geldüberweisungen günstiger macht, also viele Geschäfts-Prozesse vereinfacht und auch keiner Inflation unterliegt. Solange die kirgisischen Behörden ihre Position dazu nicht klären, bleibt das aber nur eine Idee.</p>
<p style="text-align: justify">Aber Scharschejew ist sich sicher, das keine Regierung der Welt die Entwicklung der Kryptowährungen aufhalten kann: „Die staatliche Kontrolle des Geldes ist ein Atavismus. Die Menschheit entwickelt sich schnell und braucht keine Kontroll- und Exekutivapparate mehr. Die heutige Gesellschaft kann sich gut selbst regulieren.“</p>
<p style="text-align: justify">Scharschejew schrieb einmal in seinen Blog, dass er bereit ist, Güter gegen Bitcoins auszutauschen. Im Prinzip ist das die erste Online-Tauschbörse im Land. Zwar mit wenigen Transaktionen, aber Scharschejew zweifelt nicht daran, dass die Kryptowährungen schnell einen Boom im Land erfahren werden.</p>
<p style="text-align: justify">Es muss nur erst der Internetzugang in Kirgistan verbessert werden, bislang liegt er nur bei ca. 30 Prozent der Bevölkerung.</p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: right"><strong><em>Polina Potapowa<br />
Redakteurin für das russische Businessmagazin „</em></strong><a href="http://secretmag.ru/longread/2015/10/01/bitcoins-v-kirgisii/"><strong><em>Sekret Firmy</em></strong></a><strong><em>“</em></strong></p>
<p style="text-align: right"><strong><em>Aus dem Russischen übersetzt von Florian Coppenrath<br />
Mitbegründer Novastans</em></strong></p>
<p style="text-align: right"><strong><em>Redaktion: Gregor Bauer</em></strong><br />
<strong><em>Chefredakteur</em></strong></p>
<p><!--End mc_embed_signup--></p>
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		<title>Bankautomat in der Steppe: Wie in Kirgistan mit Bitcoins experimentiert wird</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Coppenrath]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 May 2016 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bischkek]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[Währung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Bitcoins und ihre Zukunft sind weltweit ein Thema. Kirgistan ist einer der Orte, in dem die Probleme der Bitcoin-Wirtschaft und die F&#xFC;lle ihrer M&#xF6;glichkeiten zu beobachten sind. Eine Reportage aus Bischkek.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>(Dieser Artikel erschien ursprünglich beim russischen Businessmagazin </em><em><a href="http://secretmag.ru/longread/2015/10/01/bitcoins-v-kirgisii/" target="_blank" rel="noopener">„Sekret Firmy“</a></em><em>. Wir übersetzen ihn mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion.) </em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em>Die Bitcoins und ihre Zukunft sind weltweit ein Thema. Manche verbieten sie, andere verdienen an ihnen. In manchen Entwicklungsländern sind Kryptowährungen ein Weg, um das Leben der Bürger zu vereinfachen. Kirgistan ist einer der Orte, in dem die Probleme der Bitcoin-Wirtschaft und die Fülle ihrer Möglichkeiten zu beobachten sind. Eine Reportage aus Bischkek.    </em></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Pizzeria Dolce Vita ist ein guter Ort, um vor der Sommerhitze in Bischkek zu fliehen. Die Kundschaft ist bunt: Ein Mädchen mit weißen Bändchen im Haar feiert ihren fünften Geburtstag mit ihren Freunden und Erwachsenen, die sich um die Torte kümmern.</p>
<p style="text-align: justify;"><img decoding="async" style="height: 397px; width: 600px;" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/1168/dsc_1908.jpeg" alt="Dolce Vita Bischkek Bitcoin" /></p>
<p style="text-align: justify;">Dahinter eine Gruppe Fünfzigjähriger beim Bier. Aus einer anderen Ecke hört man Englisch. Zwischen den Tischen strahlt das Lächeln von Giorgio, einem Italiener, der seit 20 Jahren in Bischkek lebt.</p>
<p style="text-align: justify;">Damals öffnete er die erste Pizzeria Kirgistans, die sich seitdem kaum verändert hat. Einfache Möbel aus massivem Holz, Tüll an den Fenstern, Bilder „mit italienischen Motiven“ an den Wänden: Eine Zeitreise in die 1990er.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Eistee wird in Bierkrügen serviert und kostet acht Hundertstel eines Bitcoins. Zur Zahlung reicht Giorgio sein Smartphone mit dem QR-Code seines Bitcoin-Geldbeutels.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach ein paar Minuten Ringen mit der Internetverbindung geht die Zahlung durch. Das Dolce Vita ist der einzige Betrieb in Kirgistan, in dem man mit Bitcoins zahlen kann. In der Pizzeria steht auch das erste Bitcoin-Terminal Zentralasiens.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieses Terminal wurde vor zwei Jahren von lokalen Technologie-Enthusiasten ins Land gebracht: Nasik Tschonojewa und ihr italienischer Mann Emanuele Costa. Beide arbeiten in der Finanzbranche. Mit dem Terminal kann man Dollar in Bitcoins tauschen. Am Eingang des Dolce Vita steht nun neben den Visa- und Mastercard-Logos auch die Inschrift „Bitcoins“.</p>
<p style="text-align: justify;"><img decoding="async" style="height: 397px; width: 600px;" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/1168/dsc_1907.jpeg" alt="Dolce Vita Bischkek Bitcoin" /></p>
<p style="text-align: justify;">„Es kamen sehr viele Leute zur Vorstellung des Terminals. Vor allem Banker. Auch Angestellte der Nationalbank. Alle waren neugierig zu erfahren, was es damit auf sich hat. Damals hatten nur sehr wenige bei uns von Bitcoins gehört“, erinnert sich Nasik bei einer Pizza mit Artischoken.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Schwieriger Anfang</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nasik ist gerade aus Japan zurückgekehrt, wo sie mit Emanuele ein Startup beriet, das mit Kryptowährungen arbeitet. Bitcoins sind ein Hobby für die beiden. Ihr Hauptgewerbe ist die Firma <a href="http://kyrstone.com/" target="_blank" rel="noopener">Kyrstone</a>, die sich mit Investitionsmanagement beschäftigt.</p>
<p style="text-align: justify;">Für dieses Unternehmen schrieb Emanuele, der bereits für Goldman Sachs und Barclays gearbeitet hat, einen Algorithmus, um jederzeit die profitabelsten Finanzanlagen auszumachen.</p>
<p style="text-align: justify;">„Wir haben vor drei, vier Jahren von Bitcoins erfahren. Anfangs haben wir 1500 US Dollar in Bitcoins gewechselt. Damals wuchs ihr Wert sehr schnell auf 20 US Dollar, dann auf 50. Und dann immer weiter“, erzählt Nasik. „Irgendwann kam uns die Idee, ein Terminal zu kaufen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu dem Zeitpunkt erschien das Terminal <em>Lamassu</em>, das mit 6000 US Dollar mehr als dreimal günstiger war als die zuvor käuflichen Terminals. Die Entwickler haben speziell für uns ein russisches Interface erstellt. Ein halbes Jahr nach der Bestellung stand es bei uns.“ Das Ergebnis war zunächst enttäuschend.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Bitcoins verloren stark an Wert (im Sommer 2015 lag ihr Wert am niedrigsten, um 230 US Dollar). Alle lokalen Zeitungen schrieben über das Terminal, aber ohne Ergebnisse. Die ersten Monate blieb es unbenutzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Ehepaar erwog sogar, es wieder zu verkaufen. Der kirgisische Bitcoin-Markt wurde dann aber von Unternehmern gerettet, die begannen, ausländische Produkte in Bitcoins zu kaufen. Manche chinesischen Lieferanten bieten bis zu 8 Prozent Rabatt bei Zahlungen in Bitcoins. Auch westliche Firmen unterstützen die Kryptowährung: Microsoft und Dell bieten Ermäßigungen für Bitcoin-Nutzer.</p>
<p style="text-align: justify;">Heute nutzen monatlich drei, vier Personen das Terminal. Jeden Monat werden Bitcoins im Wert von 1500 US Dollar gekauft.</p>
<p style="text-align: justify;">„Natürlich müssen wir noch lange warten, bis die Investition in das Terminal ihre Früchte trägt, aber wir haben uns entschieden es stehen zu lassen. Jetzt wo sich ein gewisses Interesse zeigt“, sagt Emanuele mit einem starken italienischen Akzent und lächelt.</p>
<p><strong>Erfolge</strong></p>
<p>Der bischkeker Programmierer Alexej Baryschnikow arbeitet für ein Start-up. Vor ein paar Jahren fand er eine Heimarbeit in Australien. Später begann dieselbe Firma die Entwicklung der Bitcoin-Börse <a href="https://www.independentreserve.com/" target="_blank" rel="noopener">Independent Reserve</a>, wozu er wieder eingestellt wurde.</p>
<p>Noch bevor die Börse funktionierte, konnten die Gründer eine halbe Million US-Dollar Investitionen anziehen. Die Vorbereitung dauerte eineinhalb Jahre und sie wurde im Oktober 2014 eröffnet. Innerhalb eines Jahres wuchs die Kundenzahl auf 2000 Personen.</p>
<p><img decoding="async" style="height: 400px; width: 600px;" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/1168/9739872b484d5bd1a12e29a382c8f3b76b6cc7f7.jpeg" alt="Alexej Baryschnikow Bischkek Bitcoin" /></p>
<p>Die Ergebnisse entsprechen dem Business Plan des Start-ups. Und es gibt noch Wachstumspotential. Zum Vergleich: Die zwei größten Bitcoin-Börsen Austaliens (CoinJar und BitTradeAustralia) <a href="https://www.bitcoin.asn.au/wp-content/uploads/2014/09/tax-position-may-2014.pdf" target="_blank" rel="noopener">haben</a> zusammen 40 000 Nutzer.</p>
<p>Wie Baryschnikow erklärt, gibt es im Internet schon Konkurrenz zwischen solchen Börsen. Independent Reserve gewinnt ihre Nische dank einer strengen Positionierung. „Wir haben ein seriöses Design, keine Hipster-Bilder. Wir möchten, dass die Nutzer uns als Geschäftsleute sehen“, sagt er.</p>
<p>Baryschnikow hofft, dass er eines Tages ein eigenes Geschäft mit Kryptowährungen in Bischkek eröffnen kann. „Ich würde sehr gerne selbst eine online-Tauschbörse für Bitcoins eröffnen. Ich habe bereits Gespräche mit Internetgeschäften und Business Katalysatoren geführt und beobachtet, dass es dafür eine Nachfrage gibt. Leider ist die Gesetzeslage nicht hilfreich. Ich möchte legal daran arbeiten, anders ist es einfach sinnlos“.</p>
<p><strong>Die Benutzererfahrung</strong></p>
<p>Mussa Maschitow benutzt schon seit vier Jahren Bitcoins. 2011 studierte er Finanzen in London, ein Kommilitone riet im dazu, Kryptowährungen zu kaufen. Er kaufte 100 Bitcoins für 3000 US Dollar.</p>
<p>Nach zwei Jahren, als der Bitcoin-Kurs auf 100 US Dollar stieg, verkaufte er sie. Heute hält Maschitow keine Ersparnisse in Bitcoins, nutzt sie aber regelmäßig um Waren aus den Vereinigten Staaten und Europa zu kaufen.</p>
<p><img decoding="async" style="height: 400px; width: 600px;" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/1168/bf9c66d4b79026498b71186c916483b87cd8a0b3.jpeg" alt="Mussa Maschitow Bischkek Bitcoin" /></p>
<p>Einst kaufte er sogar ein paar Iphones zum Wiederverkauf, aber so weit sind Bitcoins nicht verbreitet. Nicht genug für ein groß angelegtes Geschäft dieser Art.</p>
<p>Vor kurzem schloss er seine Firma, die Flugtickets nach Europa verkaufte. Die russische Krise reicht bis nach Kirgistan und viele können sich die Flüge ins Ausland nicht mehr leisten.</p>
<p>Mussa zog nach Moskau und gründete ein neues Geschäft zur Miete und Untermiete von Immobilien. Er ist aber eine seltene Ausnahme. Die Mehrheit der Einwohner Kirgistans haben nicht nur nie mit Bitcoins gehandelt, sondern wissen noch nicht einmal nicht von ihrer Existenz.</p>
<p><strong>Eine neue Chance für Fremdarbeiter </strong></p>
<p>So auch Asimbek, der vor drei Jahren aus seinem Dorf in Kirgistan nach Moskau gezogen ist. Von seinem Smartphone aus geht er jeden Tag ins Internet, hat aber von Bitcoins nie gehört. Er sagt, dass es Probleme mit den Geldüberweisungen in die Heimat gibt.</p>
<p>Üblicherweise verliert er 500 Rubel bei jeder Transaktion. Das sind drei Prozent seines Monatslohns. Für Asimbek wie für andere ist das ein starker Anreiz, Bitcoins zu nutzen. Genau wie all die, die nicht mehr für SMS zahlen wollten, heute Internet-Messenger nutzen.</p>
<p><span style="font-size: 12.0pt;"> </span></p>
<p style="text-align: right;"><strong><em>Polina Potapowa<br />
Redakteurin für das russische Businessmagazin „</em></strong><a href="http://secretmag.ru/longread/2015/10/01/bitcoins-v-kirgisii/" target="_blank" rel="noopener"><strong><em>Sekret Firmy</em></strong></a><strong><em>“</em></strong></p>
<p style="text-align: right;"><strong><em>Aus dem Russischen übersetzt von Florian Coppenrath</em></strong></p>
<p><!--End mc_embed_signup--></p>
<p><!--End mc_embed_signup--></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/bankautomat-in-der-steppe-wie-in-kirgistan-mit-bitcoins-experimentiert-wird/">Bankautomat in der Steppe: Wie in Kirgistan mit Bitcoins experimentiert wird</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
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