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	<title>Benzin Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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	<title>Benzin Archives</title>
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		<title>Zentralasien indirekt von ukrainischen Drohnenangriffen in Russland betroffen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2025 22:40:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ukrainische Drohnen, die eine russische Verarbeitungsanlage ins Visier genommen hatten, haben Kasachstan zur Drosselung der &#xD6;lf&#xF6;rderung aus einem seiner wichtigsten &#xD6;lfelder gezwungen. In anderen zentralasiatischen L&#xE4;ndern ist mit einem Anstieg der Benzinpreise zu rechnen, sollten russische Raffinerien weiterhin von Kiew angegriffen werden. Am 19. Oktober musste die Gasaufbereitungsanlage Orenburg, der weltweit gr&#xF6;&#xDF;te Chemie- und Gaskomplex [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ukrainische Drohnen, die eine russische Verarbeitungsanlage ins Visier genommen hatten, haben Kasachstan zur Drosselung der Ölförderung aus einem seiner wichtigsten Ölfelder gezwungen. In anderen zentralasiatischen Ländern ist mit einem Anstieg der Benzinpreise zu rechnen, sollten russische Raffinerien weiterhin von Kiew angegriffen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 19. Oktober musste die Gasaufbereitungsanlage <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Orenburg">Orenburg</a>, der weltweit größte Chemie- und Gaskomplex im Süden Russlands, nach einem Drohnenangriff der Ukraine vorübergehend ihre Gaslieferungen aus Kasachstan einstellen, wie das kasachstanische Energieministerium <a href="https://www.dw.com/ru/bpla-vsu-atakovali-rad-syrevyh-predpriatij-v-rf/a-74415037">mitteilte</a>. Der Vorfall löste im Land, das für die Verarbeitung seines Gases und Öls von Russland abhängig ist, sowie bei seinen zentralasiatischen Nachbarn Alarmstimmung aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ukraine bestätigte, dass die Anlage, die etwa 1.700 Kilometer östlich der russisch-ukrainischen Grenze liegt, sowie eine Ölraffinerie in der Region Samara angegriffen wurde, <a href="https://www.reuters.com/world/europe/ukrainian-drones-cause-fire-russian-gas-plant-governor-says-2025-10-19/">berichtet die Nachrichtenagentur Reuters</a>. Laut dem Gouverneur von Orenburg, <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Yevgeny_Solntsev">Jevgenij Solntsew</a>, löste der Angriff einen Brand in einer der Werkstätten aus, worauf die Feuerwehr und die örtlichen Rettungsdienste alarmiert wurden. Es wurden keine Opfer gemeldet und für die umliegende Bevölkerung bestand keine Gefahr. Satellitenbilder der NASA haben außerdem ein Feuer in der Nähe einer Anlage zur Trennung von Flüssiggas (LPG) entdeckt.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Die Anlage produziert insbesondere Propan, Butan und Naturbenzin, die von Gazprom verwendet oder exportiert werden. <a href="https://www.kommersant.ru/doc/8138146">Laut der russischen Zeitung Kommersant</a> beträgt ihre Verarbeitungskapazität 37,5 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr. Nach dem Vorfall wurden kurzzeitig Flugbeschränkungen verhängt, bevor der Notfallplan aufgehoben und der Flughafen von Orenburg wieder geöffnet wurde, <a href="https://www.dw.com/ru/bpla-vsu-atakovali-rad-syrevyh-predpriatij-v-rf/a-74415037">wie die Deutsche Welle berichtet</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ukrainische Angriffe richten sich zunehmend gegen die russische Energieversorgung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Angriff ist Teil einer ukrainischen Kampagne zur Intensivierung der Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur. Seit August vermehrt Kiew die Drohnenangriffe auf russische Raffinerien, Gasaufbereitungsanlagen und Pumpstationen: Innerhalb von zwei Monaten soll jede dritte Raffinerie angegriffen worden sein. Im September trafen die Angriffe die Raffinerie in Nowokusjibtschesk, die Gasaufbereitungsanlage in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Astrachan">Astrachan</a> (Gazprom) und die Raffinerie in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rjasan">Rjasan</a> (Rosneft), eine der größten des Landes und Hauptlieferant für die Region Moskau. Fünf weitere Raffinerien wurden in der ersten Oktoberwoche getroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht darin einen Beweis für die <em>„Intensivierung und Präzision“</em> der ukrainischen Operationen, die als <em>„langfristige Sanktionen gegen Russland“</em> dargestellt werden, <a href="https://www.rferl.org/a/kazakh-gas-production-ukrainian-drone-attack-russian-plant/33564896.html">berichtet Radio Free Europe Kasachstan</a>. <em>„Praktisch jeden Tag oder alle zwei Tage werden russische Raffinerien getroffen. Und das trägt dazu bei, Russland in die Realität zurückzuholen“</em>, erklärte er.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rückgang der Ölproduktion in Kasachstan</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Störung der Kraftstoffversorgung und die Verringerung der Energieeinnahmen Moskaus haben diese Angriffe auch Auswirkungen auf die Länder Zentralasiens. Die Produktion des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gasfeld_Karatschaganak">Gasfeldes Karatschaganak</a> im Nordwesten Kasachstans ging laut mehreren Branchenquellen am 27. Oktober um 25 bis 30 Prozent zurück. Am 22. Oktober gab das kasachstanische Energieministerium bekannt, dass die Gaslieferungen an die Verarbeitungsanlage in Orenburg wieder aufgenommen wurden und die Produktion in Karatschaganak wieder angelaufen ist, <a href="https://tengrinews.kz/kazakhstan_news/orenburgskiy-gpz-vozobnovil-prim-kazahstanskogo-gaza-583808/">wie Tengrinews schreibt</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/an-der-front-in-der-ukraine-sterben-weiterhin-zentralasiaten/">An der Front in der Ukraine sterben weiterhin Zentralasiaten</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In Karatschaganak ist die Öl- und Gasförderung eng verknüpft: Ein Rückgang der Gasverarbeitung schränkt automatisch die Ölförderung ein. Das Gas wird nicht nur für die Verarbeitung in Orenburg verwendet, sondern auch zur Reinjektion, um den Druck im Reservoir aufrechtzuerhalten, sowie zur lokalen Stromerzeugung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2024 wurden laut Reuters 263.000 Barrel Öl pro Tag aus Karatschaganak gefördert, das von einem Konsortium aus Chevron (18 Prozent), Shell und Eni (jeweils 29,25 Prozent), Lukoil (13,5 Prozent) und KazMunayGaz (10 Prozent) <a href="https://www.reuters.com/business/energy/ukraine-drone-attack-russian-gas-plant-hits-kazakh-output-sources-say-2025-10-20/">betrieben wird</a>. Das Öl wird hauptsächlich über das <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Caspian_Pipeline_Consortium">Caspian Pipeline Consortium</a> exportiert, das das Öl zum <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Port_of_Novorossiysk">Hafen von Noworossijsk</a> im Süden Russlands am Schwarzen Meer transportiert, von wo aus es hauptsächlich über die russische <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erd%C3%B6lleitung_Freundschaft">Druschba-Pipeline</a> nach Deutschland weitergeleitet wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Anstieg der Benzinpreise in Kirgistan und Tadschikistan erwartet</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Tadschikistan sind die Preise für Erdölprodukte, die größtenteils aus Russland importiert werden, nach dem Angriff vorübergehend <a href="https://www.reuters.com/business/energy/ukrainian-strikes-russian-refineries-drive-fuel-price-rise-tajikistan-sources-2025-10-24/">gestiegen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/kasachstanische-russinnen-eine-bevoelkerung-die-im-zuge-des-krieges-in-der-ukraine-fluktuiert/">Kasachstanische Russ:innen: eine Bevölkerung, die im Zuge des Krieges in der Ukraine fluktuiert</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kirgistan befürchten Experten <a href="https://www.currenttime.tv/a/v-kyrgyzstane-opasayutsya-defitsita-topliva-tseny-na-benzin-i-dizel-mogut-uvelichitsya-na-15-/33568782.html">laut Current Time</a> ebenfalls einen Anstieg der Benzinpreise um bis zu 15 Prozent nach dem Angriff ukrainischer Drohnen. Bereits Anfang September 2025 hatte der Verband der Ölhändler Kirgistans angesichts der Angriffe der Kiewer Luftwaffe auf russische Ölraffinerien vor einer möglichen Kraftstoffknappheit und einem Preisanstieg gewarnt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Energieabhängigkeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Vorfall erinnert daran, wie anfällig die Energieinfrastruktur und -versorgung der Region seit Beginn des Krieges in der Ukraine ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kasachstan hatten Wartungsarbeiten im Werk Orenburg im September bereits zu einem Rückgang der Produktion des Feldes um 24 Prozent (im Vergleich zum August desselben Jahres) geführt. Astana hatte seinen westlichen Aktionären bereits die Idee eines Projekts zum Bau einer neuen Gasaufbereitungsanlage direkt am Feld mit einer Kapazität von 4 Milliarden Kubikmetern pro Jahr vorgelegt, um die Versorgung des Binnenmarktes zu erhöhen; doch das ursprünglich für 2028 geplante Projekt wurde ausgesetzt. Die Regierung sucht nun nach neuen Investoren, insbesondere aus Kasachstan, um dieses Projekt zu verwirklichen, <a href="https://forbes.kz/articles/na-karachaganake-otlozhili-zapusk-proekta-po-obratnoy-zakachke-gaza-4210d0">berichtet Forbes Kasachstan</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Zoé Toulouse für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/decryptage/asie-centrale-souffre-des-attaques-de-drones-ukrainiens-sur-la-russie/">Französischen</a> von Michèle Häfliger</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Erdöl: Tadschikistan kann sich nicht selbst versorgen</title>
		<link>https://novastan.org/de/tadschikistan/erdol-tadschikistan-kann-sich-nicht-selbst-versorgen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Oct 2018 13:33:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Benzin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Autofahren ist teurer geworden in Tadschikistan: Die Preise f&#xFC;r Kraftstoffe im Land sind in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Dadurch werden auch Lebensmittel teurer, die per LKW angeliefert werden. Die Regierung setzt nun auf Erd&#xF6;lerzeugnisse made in Tadschikistan. Aber die k&#xF6;nnten sogar noch teurer sein als die Import-Produkte. Folgender Artikel erschien im russischen Original bei [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Autofahren ist teurer geworden in Tadschikistan: Die Preise für Kraftstoffe im Land sind in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Dadurch werden auch Lebensmittel teurer, die per LKW angeliefert werden. Die Regierung setzt nun auf Erdölerzeugnisse made in Tadschikistan. Aber die könnten sogar noch teurer sein als die Import-Produkte. Folgender Artikel erschien im russischen Original bei </strong><a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/economic/20180723/tseni-na-toplivo-rastut-spasyot-li-situatsiyu-dangarinskii-npz"><strong>Asia-Plus</strong></a><strong>.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Der Preis für Flüssiggas ist im Juni in Tadschikistan um fast 50 Prozent gestiegen, Benzin und Diesel sind 15 Prozent teurer geworden. Daraufhin erhöhten private Beförderungsunternehmen die Preise für ihre Dienstleistungen. Deshalb kosten nun auch Lebensmittel, die per LKW geliefert werden, mehr. Die tadschikischen Behörden erklären die Preiserhöhung damit, dass die Preise für Kraftstoff in den Export-Ländern gestiegen sind, insbesondere in Russland und Kasachstan.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/russland-und-china-der-lhebel-zentralasiens/"><strong>Russland und China. Der Ölhebel Zentralasiens</strong></a></p>
<p style="text-align: justify">Im Ministerium für Energie und Wasser wird die Preissteigerung für Erdölprodukte dadurch erklärt, dass <a href="https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/rohstoff-oel-so-teuer-wie-zuletzt-1.3951581">Rohöl auf dem Weltmarkt</a> teurer geworden ist. <em>„Vor einem Jahr kostete ein Barrel Erdöl etwa 40 bis 50 US-Dollar, heute sind es schon mehr als 70 US-Dollar“</em>, heißt es im Industrieministerium.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Der Weltmarkt ist schuld</strong></p>
<p style="text-align: justify">Im Kartellamt gibt man an, dass der Kraftstoffmarkt ständig kontrolliert werde und die Preissteigerung rein sachliche Gründe habe. Den Angaben des Amts zufolge koste eine Tonne Flüssiggas, Benzin oder Diesel die tadschikischen Lieferanten heute fast 100 US-Dollar mehr als noch zu Beginn des Jahres. „Wir können von den Lieferanten nicht verlangen, ihre Produkte billiger zu verkaufen – dann machen sie keinen Gewinn mehr. Und jedes Unternehmen will schließlich Gewinn erwirtschaften. <em>Wenn wir den Lieferanten diesen Gewinn vorenthalten, ist der Markt für sie nicht mehr rentabel und sie verkaufen keine Erdölerzeugnisse mehr. Dann haben wir einen Mangel, der zu einem noch größeren Preisanstieg führt“</em>, sagt der stellvertretende Vorsitzende der Monopolkommission Nasar Odinasoda. Tadschikistan sei ein Kraftstoffimporteur und deshalb gezwungen, den Preisanstieg auf ausländischen Märkten hinzunehmen.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstans-abhangigkeit-von-importiertem-benzin-nimmt-zu/">Kasachstans Abhängigkeit von importiertem Benzin nimmt zu</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Im Kartellamt heißt es, die Situation auf dem Kraftstoffmarkt könne nur verbessert werden, wenn heimische Erdölerzeugnisse hergestellt würden. <em>„Die in der Region Dangara errichtete Erdölraffiniere wird sehr bald ihre Produktion aufnehmen. Zunächst werden dort 500.000 Tonnen Erdöl verarbeitet, die Menge wird schrittweise auf 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr gesteigert. Dadurch können wir unsere Kunden mit günstigerem Kraftstoff versorgen“</em>, sagt Nasar Odinasoda.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Probleme bei der heimischen Erdölverarbeitung</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Erdölraffinerie in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Danghara">Dangara</a> im Südwesten Tadschikistans wurde schon Ende 2016 fertiggestellt. Errichtet wurde der Betrieb von einem tadschikisch-chinesischen Joint Venture, das aus der chinesischen Firma „Dong Ying heli Investment and Development“ und der tadschikischen Firma „Hasan &amp; Co.“ besteht. Aber die Inbetriebnahme wurde schon mehrfach verschoben. Als Grund gab man im Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Handel an, dass die chinesischen Investoren sich mit ausländischen Lieferanten nicht über die Rohstofflieferungen einigen konnten. Für den reibungslosen Betrieb der Fabrik müsse das notwendige Rohöl vorher in ausreichender Menge besorgt werden.</p>
<p style="text-align: justify">Tadschikistan verbraucht pro Jahr etwa 600.000 bis 700.000 Tonnen Kraftstoff für Autos. Der Bedarf wird je zur Hälfte aus Erdölerzeugnissen und Flüssiggas gedeckt.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/usbekistan-exportiert-20-prozent-des-im-land-geforderten-gases/"><strong>Usbekistan exportiert 20 Prozent des im Land geförderten Gases</strong></a></p>
<p style="text-align: justify">Energieexperten bezweifeln, dass die Erdölraffinerie in Dangara das Problem der hohen Kraftstoffpreise im Land lösen kann. <em>„Die Sache ist die: Solche Fabriken werden in der Regel da gebaut, wo es größere Erdölvorkommen gibt. Je näher zum Rohstoffvorkommen, desto besser. Wenn man sich jetzt aber dazu entschlossen hat, da zu bauen, wo es überhaupt kein Erdölvorkommen gibt, sollte zumindest eine Erdölleitung verlegt werden. Sonst lohnt sich die Produktion nicht. In ganz Tadschikistan gibt es keine größeren </em><em><a href="https://www.dw.com/de/tadschikistan-will-energieproduzent-werden/a-16968201">Erdölvorkommen</a></em><em>. Und eine Erdölleitung aus dem Ausland zu verlegen ist sehr teuer. Deshalb muss der Rohstoff auf dem Landweg angeliefert werden. Das macht die Verarbeitung sehr teuer, wenn man den weiten Transportweg und die hohen Ausfuhrzölle in den Export-Ländern mit einberechnet“</em>, erklärt der unabhängige Energiefachmann Safar Ajubow.</p>
<p style="text-align: justify">Zwar könne die Produktion aufgenommen werden, die Eigenkosten des Betriebs geben ihm aber zu denken, fügte er hinzu. <em>„Ich fürchte, dass die Eigenproduktion am Ende teurer wird, als importierter Brennstoff“</em>, sagt er.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/wer-fordert-ol-in-kirgistan/"><strong>Wer fördert Öl in Kirgistan?</strong></a></p>
<p style="text-align: justify">Laut dem Ökonomen Rustam Saidow seien Steuerermäßigungen für Lieferanten und Händler das Einzige, was die Preise des tadschikischen Brennstoffmarkts stabilisieren könne: <em>„Die Regierung kann die Steuern und Zölle für den Import und die Herstellung der Erdölprodukte senken und sie damit billiger machen.“</em> Jedoch erlaube das die aktuelle Finanzlage den Behörden nicht, weil sie selbst nach Möglichkeiten suchen, das Budget zu füllen, so Saidow.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Pajraw Tschorschanbijew, </strong><a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/economic/20180723/tseni-na-toplivo-rastut-spasyot-li-situatsiyu-dangarinskii-npz"><strong>Asia-Plus</strong></a></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Christina Spitzmüller</strong></p>
<p style="text-align: right">Noch mehr Zentralasien findet Ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in Eurer Mailbox könnt ihr Euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kasachstans Abhängigkeit von importiertem Benzin nimmt zu</title>
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		<dc:creator><![CDATA[365info.kz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jun 2017 17:54:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Benzin]]></category>
		<category><![CDATA[Diesel]]></category>
		<category><![CDATA[Erdöl]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Treibstoff ist einer der wichtigsten Importartikel Kasachstans. Dennoch berichtet das Energieministerium, dass der Markt f&#xFC;r Brenn- und Schmierstoffe unabh&#xE4;ngig sei. Der Artikel &#xFC;ber dieses Paradoxon erschien auf &#xA0;365info.kz.&#xA0;Wir &#xFC;bersetzen den Artikel mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion. Die offizielle Version lautet: Es ist alles gut. Am 18. April erstattete Energieminister Kanat Bosumbajew Bericht &#xFC;ber den [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><em>Treibstoff ist einer der wichtigsten Importartikel Kasachstans. Dennoch berichtet das Energieministerium, dass der Markt für Brenn- und Schmierstoffe unabhängig sei. Der Artikel über dieses Paradoxon erschien auf  <a href="https://365info.kz/2017/04/pochemu-kazahstan-vse-eshhe-zavisim-ot-rossijskogo-topliva/">365info.kz</a>. Wir übersetzen den Artikel mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion.</em></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die offizielle Version lautet: Es ist alles gut.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Am 18. April erstattete Energieminister Kanat Bosumbajew Bericht über den Ölmarkt. Er teilte mit, dass es zur Zeit der Aussaat kein Treibstoffdefizit im Land geben werde.</p>
<p style="text-align: justify;">„<em>Für die Feldarbeit im Frühling 2017 werden den Agrarunternehmen 375.000 Tonnen zur Verfügung gestellt. […] Entsprechend dem Antrag des Landwirtschaftsministeriums wird der Bedarf an Diesel vollständig gedeckt.</em>“</p>
<p style="text-align: justify;">Außerdem werde laut Bosumbajew „<em>der Binnenmarkt vollständig mit heimischen Brenn- und Schmierstoffen versorgt</em>“. Auf dem Papier sieht alles ausgesprochen gut aus: im ersten Quartal 2017 wurden in Kasachstan 810.300 Tonnen Benzin hergestellt, was 18,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum entspricht. Die Dieselproduktion stieg noch stärker an: um 28,8 Prozent auf 1,1 Millionen Tonnen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Statistiken sagen: Es ist alles schlecht</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Entsprechend der Daten des Statistik-Komitees sieht die Situation anders aus. In den ersten beiden Monaten des Jahres wurden 237.000 Tonnen Benzin und 59.900 Tonnen Diesel nach Kasachstan eingeführt. Das sind 60,3 und 77,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Anteil ausländischen (also russischen) Benzins auf dem kasachstanischen Markt betrug im Januar und Februar 29,6 Prozent, jener von Diesel 7,6 Prozent.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Land importiert nicht nur mehr Treibstoff, sondern zahlt dafür auch noch einen höheren Preis: Der durchschnittliche Benzinpreis stieg um 59,4 Prozent an, der Dieselpreis um 47,1 Prozent. In Geldwert umgerechnet wuchs der Import also um das 2,6-fache: 104 beziehungsweise 28,6 Millionen Dollar.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/wer-fordert-ol-in-kirgistan/">Wer fördert Öl in Kirgistan?</a></strong></p>
<p style="text-align: justify;">In den ersten zwei Monaten 2017 befand sich Treibstoff unter den Top 4 der kasachstanischen Importgüter (direkt hinter Öl, Medikamenten und Dünger).</p>
<p style="text-align: justify;">Heute macht Benzin 3,3 Prozent des nationalen Imports aus, wobei der Anteil sich innerhalb eines Jahres verdoppelt hat. Zum Vergleich: Kleidung und sonstige Textilprodukte wurden halb so viel eingeführt wie Diesel und Benzin.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Es gibt nicht mehr eigenes Benzin</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Damit der Markt für Brenn- und Schmierstoffe unabhängig wird, muss Kasachstan die Ölverarbeitung auf 17,5 Millionen Tonnen pro Jahr erhöhen.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Parlamentsabgeordnete Jerlan Barlybajew teilte mit, dass die drei größten Raffinerien des Landes (in Pawlodar, Atyrau und Schymkent) nach einer sich hinziehenden Modernisierung 14,5 Millionen Tonnen verarbeiten können. Aber es gibt im Land noch 32 weitere Fabriken, die zusammen über eine Kapazität von 6,5 Millionen Tonnen verfügen. Und diese Kapazität liegt derzeit brach.</p>
<p style="text-align: justify;">Im April 2016 wurde das „<a href="http://fliphtml5.com/rpnm/sbfh/basic">Gesetz zur Regulierung des Umschlags von Erdölprodukten</a>“ verabschiedet, das es Fabriken mit einer geringeren Kapazität als 800.000 Tonnen pro Jahr verbietet, sogenannte „Verarbeitungsprodukte“ zu verkaufen. Dies führte zur Stilllegung der Fabriken. Auf dieses Problem wiesen die Abgeordneten der Partei „AK Zhol“ hin.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die zukünftige Ölversorgung: abhängig von Russland</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Allerdings kann es sein, dass es nicht ausreichend Rohstoff für diese Fabriken gibt. Saken Schakirow, stellvertretender Direktor des Ressorts für fossile Brennstoffe im Energieministerium teilte mit, dass bis zum Jahr 2020 die Förderung aus kleinen und mittleren Lagerstätten, die im Wesentlichen den Binnenmarkt versorgen, aus verschiedenen Gründen um 3 Millionen Tonnen zurückgehen wird. Einen Ausbau der Förderung wird es hingegen in exportorientierten Projekten geben: Kaschagan, Tengiz und Karatschaganak (große Ölfelder in Westkasachstan, Anm. d. Red.). Scharikow ließ schon verlautbaren, dass dies möglicherweise zu einem Rückgang der Brenn- und Schmierstoffproduktion führen könnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Solange Kasachstan den exportorientierten Projekten die Priorität einräumt, ist es unwichtig, wie viel Öl Kasachstan fördert, über welche Kapazitäten die Raffinerien verfügen, inwieweit sich der Bedarf an Treibstoff ändert und welche Gesetzte in der Republik gelten. Kasachstan kauft Benzin und Diesel in Russland und wird diese Praxis auch auf absehbare Zeit beibehalten.</p>
<p style="text-align: right;"><strong>Alexej Nikonorov</strong></p>
<p style="text-align: right;"><strong><a href="https://365info.kz/2017/04/pochemu-kazahstan-vse-eshhe-zavisim-ot-rossijskogo-topliva/">365info.kz</a></strong></p>
<p style="text-align: right;"><strong>Aus</strong><strong> dem Russ</strong><strong>is</strong><strong>chen von Robin Roth</strong></p>
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