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	<title>Baustelle Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Tue, 29 Aug 2023 17:27:43 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Baustelle Archives</title>
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	<item>
		<title>Warum Breschnew Millionen in den Nurek-Staudamm in Tadschikistan investierte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2020 14:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Baustelle]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Leonid Breschnew]]></category>
		<category><![CDATA[Nurek Staudamm]]></category>
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		<category><![CDATA[Wassermanagement]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Nurek-Staudamm in Tadschikistan ist mit 300 Metern eine der zwei h&#xF6;chsten Talsperren der Welt. In den 1980ern trug er noch den Namen Leonid Breschnews, der sich einst f&#xFC;r Bau und Ort stark machte. Die tadschikische Onlinezeitung Asia Plus schildert, wie der damalige Staatschef der Sowjetunion einst die Baustelle des Wasserkraftwerks besuchte. Folgender Artikel erschien [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Nurek-Staudamm in Tadschikistan ist mit 300 Metern eine der zwei höchsten Talsperren der Welt. In den 1980ern trug er noch den Namen Leonid Breschnews, der sich einst für Bau und Ort stark machte. Die tadschikische Onlinezeitung Asia Plus schildert, wie der damalige Staatschef der Sowjetunion einst die Baustelle des Wasserkraftwerks besuchte. Folgender Artikel erschien im <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20200901/zavetshanie-brezhneva-kak-gensek-sssr-v-nurek-million-privez?tg_rhash=4ad06923c19fc6">russischen Original</a> am 1. September 2020.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch von <a href="https://www.dekoder.org/de/gnose/leonid-breshnew">Leonid Iljitsch Breschnew</a> war erst drei Tage vor seiner Ankunft in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Norak">Norak</a> (russisch „Nurek“), im Südwesten der tadschikischen Sowjetrepublik, gemeldet worden. Am Morgen des 1. September 1970 wurde die Stadt mit roten Bannern dekoriert. Norak brummte wie ein Bienenstock. Man fragte sich, wann Breschnew ankommen und wie lange er bleiben würde, welche Objekte er besichtigen und ob er das Haus der Kultur, Geschäfte, Kindergärten, Schulen besuchen würde.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war ein sonniger, heißer Tag. Am Stadteingang versammelten sich der Bauleiter und der Leiter der Hauptenergieabteilung der Republik, W. I. Ljultschak, der Vorsitzende des Exekutivkomitees der Stadt, B. Schukurow, der Leiter der Industriegruppe „Tadschikgydroelektostroj“, G. I. Tichonow, und Bauleiter Ju. K. Sewenard.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/das-schaufenster-des-sowjetischen-ostens-ueber-die-diplomatie-sharaf-rashidovs/">Das Schaufenster des sowjetischen Ostens – Über die Diplomatie Sharof Rashidovs</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">An der Straßenbiegung erschien eine Autokolonne aus mehreren <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/GAZ-13_Tschaika">Tschajkas</a>. Die Autos fuhren in die Stadt, tausende Einwohner begrüßten Breschnew. Die Kolonne fuhr weiter zum Bauhauptquartier. Das gesamte Team der Baustelle versammelte sich hier und berichtete dem Staatschef über den Fortschritt beim Bau des Energieriesen auf dem Fluss <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wachsch">Wachsch,</a> der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nurek-Staudamm">Nurek-Talsperre</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Gespräch brachte man den Generalsekretär der Kommunistischen Partei zum Staudamm, zeigte ihm dessen zentralen Teil. Währenddessen strömten die Arbeiter von überall her auf die Baustelle. Als Breschnew das bemerkte, ging er zu den Arbeitern hinunter. Sogleich wurde er von allen Seiten von Installateuren, Betonarbeitern, Platinenlegern, Maschinisten, Fahrern umringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Meine Genossen, ich habe viele große Baustellen in unserem Land besucht, bereits viele Länder und erstaunliche Gebäude gesehen. Aber was ich in Nurek gesehen habe, ist nichts im Vergleich zu dem, was ich bisher sehen durfte!</em>“, erklärte Breschnew. „<em>Ihr baut ein Wasserkraftwerk unter unglaublich schwierigen bergbaulichen und klimatischen Bedingungen.</em> […] <em>Als Ingenieur kann ich euch sagen, wie kompliziert und gleichzeitig erfolgreich die Anordnung der Komponenten der Struktur ist. Ihr Nureker seid gut, wahre Helden, und eure Arbeit ist wunderbar!</em>“&nbsp; &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Nurek ist die Projektion zukünftiger großer Bauprojekte“</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach folgte ein offenes Gespräch. Die Arbeiterinnen und Arbeiter thematisierten auch Mängel, sprachen einfach und ernsthaft, beklagten, dass es nicht genügend Wohnungen gäbe. Breschnew wandte sich an das Staatsoberhaupt der Tadschikischen Sowjetrepublik, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dschabar_Rassulowitsch_Rassulow">Dschabbor Rasulow</a>: „<em>Wie viel Geld wird in diesem Jahr für den Wohnungsbau benötigt?</em>“ Rasulow antwortete: &#8222;<em>Eine Million Rubel mit Material</em>&#8222;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Das staatliche Planungskomitee wird Ihnen diese Million zuteilen</em>“, versprach Breschnew den Arbeitern, „<em>wir werden euch mit Metall und Zement helfen!</em>“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Arbeitnehmer beklagten sich darüber, dass es unmöglich sei, internationale Sportwettkämpfe in Nurek zu verfolgen, da es keinen Sender gebe. Daraufhin Breschnew wieder: „<em>In sehr naher Zukunft wird ein Sender installiert werden</em>.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und Breschnew erfüllte seine Versprechen: Das Geld für den Bau von Wohnungen für Nurek wurde bereitgestellt und der Sender am Tschomasak-Pass installiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bald spürte jeder in Nurek, wie zentrale Ministerien und Abteilungen, Werke und Fabriken, von denen der Bau des Wasserkraftwerks abhing, ihre Einstellung zum Projekt änderten. Nurek war nun eines der wichtigsten und vorrangigen Bauprojekte in der Sowjetunion geworden.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Breschnew hat für den Wohlstand Tadschikistans so viel getan, wie kein sowjetischer Staatsmann vor oder nach ihm. Unter ihm wurden regionale Industriestätten wie die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Tajik_Aluminium_Company">tadschikische Aluminiumfabrik</a>, das Chemiekombinat <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jowon">Jowon</a>, die Stickstoff- und Brennstoffanlage Wachsch errichtet. Alle Baustellen in Tadschikistan wurden mit dem Nötigsten ausgestattet. Breschnew schickte die besten Spezialisten nach Tadschikistan, die ihre Arbeit mit der Ausbildung einheimischer Mitarbeiter kombinierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-erlaubt-die-privatisierung-des-aluminiumkonzerns-talco-und-des-rogun-wasserkraftwerks/">Tadschikistan erlaubt die Privatisierung des Aluminiumkonzerns TALCO und des Rogun-Wasserkraftwerks</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1978 schrieb Breschnew dann einen Brief an die Erbauer des Wasserkraftwerks Nurek, der in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Prawda">Prawda</a> am 11. Februar 1978 erschien: „<em>Bald werden die letzten Bauarbeiter das Gelände des Wasserkraftwerks Nurek verlassen. Sie gehen weiter ihres Wegs, nach Rogun, zu neuen Baustellen, die vielleicht gerade erst in den Umrissen staatlicher Pläne und den ersten Pflöcken auf unbewohntem Land existieren</em>“, so der Generalsekretär. „<em>Aber es ist ganz klar, dass das Gesamtergebnis von Nurek bei weitem nicht nur darin besteht, dass in zwei Jahrzehnten Bauzeit am Ufer des Wachsch-Flusses eine neue Stadt, ein künstlicher See und ein Wasserkraftwerk entstanden sind</em> <em>[…]. Nurek ist die Projektion zukünftiger grandioser Konstruktionen</em>&#8222;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heutzutage klingt das Pathos dieser Zeilen prophetisch, wie eine Ankündigung dessen, dass auch das <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-die-zweite-turbine-des-rogun-wasserkraftwerks-geht-ans-netz/">Wasserkraftwerk Rogun</a> fertiggestellt werden soll. Unmittelbar nach dem Tod von Breschnew wurde das Wasserkraftwerk Nurek auf Wunsch der Bevölkerung nach ihm benannt. Es trug diesen Namen bis 1988.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Gafur Schermatow<br><a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20200901/zavetshanie-brezhneva-kak-gensek-sssr-v-nurek-million-privez?tg_rhash=4ad06923c19fc6">Asia Plus</a></strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russischen von Florian Coppenrath</strong></p>


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			</item>
		<item>
		<title>Wie die Automagistrale Duschanbe –Taschkent entstand – eine Fotochronik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2020 08:15:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Autobahn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor 85 Jahren, am 20. August 1935, wurde die Autobahn Duschanbe&#x2013;Ura-Tjube (Istaravschan) er&#xF6;ffnet. Die Magistrale war die erste direkte Verbindung zwischen Duschanbe und Taschkent.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vor 85 Jahren, am 20. August 1935, wurde die Auto-Magistrale Duschanbe–Ura-Tjube (Istaravschan) für den Verkehr eröffnet. <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20200820/kak-stroilas-avtomagistral-dushanbe-tashkent-fotoletopis-nashei-istorii?tg_rhash=4ad06923c19fc6">AsiaPlus widmet diesem Jubiläum</a> am 20. August 2020 eine Fotostrecke vom Bau der Autobahn, die Novastan mit freundlicher Genehmigung der Redaktion in Übersetzung veröffentlicht.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Straße war die erste direkte Verbindung zwischen den Hauptstädten Tadschikistans und Usbekistans, <a href="https://www.google.com/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwij0IqBncrsAhVHzqQKHROPCaIQFjAAegQIAhAC&amp;url=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FDuschanbe&amp;usg=AOvVaw1i9p2-TVqtn3svnk7M7Tgl">Duschanbe</a> und <a href="https://www.google.com/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwixr8rHnsrsAhUQ6qQKHWW6BFgQFjAAegQIHxAC&amp;url=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FTaschkent&amp;usg=AOvVaw31KdDt4exnlTu0lEOx0rav">Taschkent</a>. Der Bau der Straße kostete mehr als 35 Millionen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tscherwonez">Goldrubel</a>. Hunderte Arbeiter aus allen Ecken der Sowjetunion waren am Bau beteiligt.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorgeschichte: Warum es diese Magistrale brauchte</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts notierten ausländische Wissenschaftler in ihren Reisetagebüchern, dass Tadschikistan ein Land unergründeter Reichtümer und großer Unwegsamkeit sei. Ein Großteil der Siedlungen befand sich inmitten von Gebirgen und war fast das gesamte Jahr von der Außenwelt abgeschnitten. In den Sommermonaten waren sie nur über enge und gefährliche Gebirgswege erreichbar.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://asiaplustj.info/sites/default/files/articles/286356/Фото%20№%201%20%2812%29.JPG" alt="" />
<figcaption>1934: Brigade von Straßenbauern bereitet eine Felswand im Gebiet des Ansob-Passes auf den Bau der Autobahn Duschanbe – Taschkent vor.</figcaption>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/von-nachbarschaften-und-chinesischen-financiers-transport-und-infrastrukturprojekte-im-ferganatal/"><strong>Von Nachbarschaften und chinesischen Financiers: Transport- und Infrastrukturprojekte im Ferganatal</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Gründung der Tadschikischen SSR beschäftigte sich die Regierung der Teilrepublik intensiv mit der infrastrukturellen Entwicklung der Region. 1929 wurde der Teilabschnitt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Termiz">Termiz</a> &#8211; Duschanbe der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Transkaspische_Eisenbahn">Transkaspischen Eisenbahn</a> fertiggestellt. Allerdings löste der Bau der Bahnstrecke nur einen Teil des Problems: Sie öffnete lediglich die Tore in die Teilrepublik. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://asiaplustj.info/sites/default/files/articles/286356/Фото%20№%202%20%2811%29.JPG" alt="" />
<figcaption>1935: Teilabschnitt der fertiggestellten Autobahn Duschanb –Tashkent im Gebiet des Schahriston-Passes</figcaption>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein großer Teil der Fracht nach Tadschikistan steckte weiter in der Republikhauptstadt Duschanbe fest &#8211; vor allem im Herbst und zur Winterzeit. Es gab keine Möglichkeiten, sie weiter in die Regionen zu transportieren. So wurde entschieden, Duschanbe mit allen bewohnten Orten der Teilrepublik über ein gut ausgebautes Straßennetz zu verbinden.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Straßenbau: Wer baute unter welchen Bedingungen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten Versuche zum Bau einer Straße gab es bereits 1929. Die eigentliche Arbeit begann aber erst im Mai 1933. Zu dieser Zeit wurden Fahrzeuge und Straßenbaumaschinen aus Russland nach Tadschikistan verbracht. Zudem wurden hunderte Arbeiter sowie dutzende Techniker und Ingenieure aus verschiedenen Ecken der Sowjetunion, zum Bau der Straße herangezogen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://asiaplustj.info/sites/default/files/articles/286356/Фото%20№%203%20%2813%29.JPG" alt="" />
<figcaption>Straßenbauer aus der Varzob-Region führen Felsarbeiten am Teilstück der Autobahn Duschanbe–Taschkent nahe der Varzob-Schlucht aus.</figcaption>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:</strong> <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/eine-der-schoensten-strassen-der-welt-der-pamir-highway-wird-80/"><strong>Eine der schönsten Straßen der Welt: Der Pamir-Highway wird 80</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kosten des Baus der Straße beliefen sich auf mehr als 35 Millionen Goldrubel. Die Straße wurde auf schwierigem Gebirgsterrain gebaut. Auf ihrer gesamten Länge überquert die Magistrale drei Gebirgsrücken: das Hissar-, das Serawschangebirge und die Turkestankette.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://asiaplustj.info/sites/default/files/articles/286356/Фото%20№%205..JPG" alt="" />
<figcaption>1935: Der erste GAZ-Lkw „Polutorka“ auf dem Schahriston-Pass</figcaption>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Umfang der Arbeiten lässt sich durch folgende Zahlen deutlich machen: Rund 3,5 Millionen Kubikmeter Gestein wurden abgetragen, um die Trasse zu verlegen. Davon wurden etwa 2,5 Millionen Kubikmeter weggesprengt. Allein auf dem nördlichen Abschnitt der Magistrale wurden 350 000 Kilogramm Sprengstoff verbraucht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://asiaplustj.info/sites/default/files/articles/286356/Фото%20№%206%20%2812%29.JPG" alt="" />
<figcaption>20. August 1935: Arbeiter und Straßenbauer sowie Bewohner des Varzob-Gebiets feiern die Eröffnung der Strecke Duschanbe–Ura-Tjube.</figcaption>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Schwierigkeiten bereitete die Überbrückung von Schluchten, die komplizierte Felsarbeiten nötig machten: Dabei mussten die Arbeiter über Abgründen von über 100 Metern Tiefe hängen. In frostigem Gebirgsklima, bei Stürmen und Schneegestöber, in der sommerlichen Hitze räumten die Arbeiterbrigaden – Tadschiken, Russen, Usbeken, Tataren, Kirgisen, Ukrainer – einen Weg frei und verlegten die Straße über die unpassierbaren Spitzen der Gebirgsrücken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-die-autobahn-zwischen-almaty-und-nur-sultan-wird-von-chinesen-und-europaeern-modernisiert/"><strong>Die Autobahn zwischen Almaty und Nur-Sultan wird von Chinesen und Europäern modernisiert</strong></a></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://asiaplustj.info/sites/default/files/articles/286356/Фото%20№%207%20%2810%29.JPG" alt="" />
<figcaption>1935: Eines der ersten Fahrzeuge auf der neuen Teilstrecke Duschanbe – Ura-Tjube, Tadschikische SSR, Varzob-Schlucht.</figcaption>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am 20. August 1935 &#8211; sogar zwei Monate vor der festgesetzten Frist! &#8211; wurden die Bauarbeiten an der Strecke vom damaligen Stalinabad (heute Duschanbe) – Ura-Tjube über eine Länge von 280 Kilometern beendet. Die Straße verband das Zentrum der Teilrepublik mit ihren nördlichen Gebieten und verkürzte den Weg dorthin um 1000 Kilometer.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Im <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20200820/kak-stroilas-avtomagistral-dushanbe-tashkent-fotoletopis-nashei-istorii?tg_rhash=4ad06923c19fc6">vorliegenden Beitrag</a> wurden digitalisierte Fotografien des Zentralen Staatsarchivs der Republik Tadschikistan und aus dem persönlichen Archiv des Autors verwendet.</em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph" style="text-align: right"><strong>Gafur Schermatov für <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20200820/kak-stroilas-avtomagistral-dushanbe-tashkent-fotoletopis-nashei-istorii?tg_rhash=4ad06923c19fc6">Asia-Plus</a></strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph" style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Phillip Schroeder</strong></p>


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		<title>Schweißen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jan 2020 05:12:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Baustelle]]></category>
		<category><![CDATA[Bischkek]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Bauarbeiter auf einer Baustelle eines Hochhauses in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek, in der N&#xE4;he der American University of Central Asia. Foto: Nissim Gasteli (Tunesien) Findet alle unsere Bilder des Tages hier.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Bauarbeiter auf einer Baustelle eines Hochhauses in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek, in der Nähe der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/American_University_of_Central_Asia">American University of Central Asia</a>.</p>
<p><strong>Foto: Nissim Gasteli (Tunesien)<br />
</strong></p>
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		<title>Bauwerk</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Sep 2018 02:31:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Baustelle]]></category>
		<category><![CDATA[Gebirge]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Natur braucht Jahrhunderte, um Bergmassive entstehen zu lassen, der Mensch nur wenige Jahre, um ein Hochhaus aus dem Nichts in die H&#xF6;he wachsen zu lassen. Foto: Benedikt Haefner Findet alle unsere Bilder des Tages hier.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Natur braucht Jahrhunderte, um Bergmassive entstehen zu lassen, der Mensch nur wenige Jahre, um ein Hochhaus aus dem Nichts in die Höhe wachsen zu lassen.</p>
<p><strong>Foto: <a href="https://www.facebook.com/haefnerben">Benedikt Haefner</a></strong></p>
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		<title>Astana: Hauptstadt der Arbeiter und Geländewagen</title>
		<link>https://novastan.org/de/kasachstan/astana-hauptstadt-der-arbeiter-und-gelndewagen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[La rédaction]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 May 2014 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Astana]]></category>
		<category><![CDATA[Baustelle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>A la fin de l'hiver, la capitale Kazakhstanaise bourgeonne de chantiers. &#13;<br />
Am Ende des Winters bedecken Baustellen die Hauptstadt Kasachstans.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong><em>Astana ist seit 1997 die Hauptstadt Kasachstans. Dieses gigantische Projekt erscheint manchen ruinös und anderen als Symbol der Zukunft. Astana versteht sich als Vitrine des unabhängigen Kasachstans mit internationalen Maßstäben. </em></strong></p>
<p><img decoding="async" style="height: 450px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/636/2.jpeg" alt="Astana 2" /></p>
<p style="text-align: justify">Die Oper von Astana wurde als eine große Kopie des Bolschoj-Theaters in Moskau konzipiert. Strahlende Gebäude wie dieses zieren die umgebende Steppe mit Marmor und bunten Farben. Die Dutzende Milliarden Dollar (zwischen 10 und 30 Milliarden laut <u><a href="http://www.theatlantic.com/international/archive/2013/08/castles-in-the-steppe-who-benefits-from-kazakhstans-gleaming-new-buildings/278575/">Schätzungen</a></u>), die dieses Bauvorhaben gekostet hat, wurden größtenteils von den Öleinnahmen der nationalen Gesellschaft KasMunajGas gedeckt (dessen Gebäude steht hier oben in der Ferne).</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 450px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/636/3.jpeg" alt="Astana 3" /></p>
<p style="text-align: justify">Auf Kasachisch bedeutet Astana „Hauptstadt“. Damit löste man den sowjetischen Namen Tselinograd ab und errichtete an jener Stelle, wo einst das Herz von Chruschtschows Plänen zur Neulandgewinnung lag, eine neue Stadt. Am Ende des harten Steppenwinters, also gegen Ende März, verwandelt sie sich in eine permanente Baustelle mit einer richtigen Armee an Hilfsarbeitern. Die Baustellen vermehren sich in rasantem Tempo: An den Straßen, auf denen die modernsten Geländefahrzeuge kursieren, reiht sich ein extravaganteres Gebäude nach dem anderen. Das lässt die Immobilienpreise ebenso wie der Anzahl der leeren Wohnungen steigen.</p>
<p style="text-align: justify"><em><img decoding="async" style="height: 800px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/636/4.jpeg" alt="Astana 4" /></em></p>
<p style="text-align: justify">Astana war und ist das persönliche Projekt von Präsident Nasarbajew. Dieser verfolgt die Entwicklungen der Hauptstadt sehr genau. So wird jedes Jahr am Ende des Winters eine große Versammlung mit den lokalen Amtsträgern organisiert, die ein wenig an die Vergabe von guten und schlechten Punkten in der Grundschule erinnert. Der jüngste schlechte Punkt galt dem „grünen“ Boulevard (siljoni boulevard), der den Präsidentenpalast (mit der blauen Kuppel, hinten im Bild) mit dem Chan Schatyr Einkaufszentrum, dem größten Zelt der Welt, verbindet: der Präsident hat dort den schlechten Zustand der Installationen und des Bodens bemängelt.</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 800px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/636/5.jpeg" alt="Astana 5" /></p>
<p style="text-align: justify">Seitdem strengen sich täglich hunderte Arbeiter an, um &#8211; mit den Worten des Präsidenten &#8211; „einem der schönsten Orte der Hauptstadt“ mit traditionellen kasachischen Marmorverzierungen neue Schönheit zu verleihen.</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 450px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/636/6.jpeg" alt="Astana 6" /></p>
<p style="text-align: justify">Ein paar Schritte von dort, am Fuße der Wolkenkratzer, arbeiten zahlreiche Gärtner daran, die Hauptstadt für die vielen internationalen Foren und Treffen in Luxuspalästen wie dem Hilton, dem Radisson oder dem Rixos zum Blühen zu bringen.</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 800px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/636/7.jpeg" alt="Astana 7" /></p>
<p style="text-align: justify">Entlang des Flusses Ischim, der sich durch die Stadt zieht, laufen die Rasenmäher, um die Promenade zu pflegen. Doch ihre Arbeit endet an den Plätzen, die der kritische Blick des Präsidenten nicht trifft, und sie erreicht auch nur jene Brücken, über die seine Limousine fährt.</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 800px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/636/8.jpeg" alt="Astana 8" /></p>
<p style="text-align: justify">Die große Baustelle reicht beinahe bis zum Bajterek, dem nach einer Idee des Präsidenten gebauten Nationalsymbol. Es stellt einen weißen Baum dar, auf dem ein goldenes Ei liegt. Es ist das Ei jenes Adlers, welcher auch auf der kasachischen Flagge abgebildet ist.</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 450px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/636/9.jpeg" alt="Astana 9" /></p>
<p style="text-align: justify">Der Vergnügungspark der Hauptstadt folgt dem Modell der Freizeitparks aller sowjetischen Städte. Aktuell dient er als Lager für die Hacken, Schaufeln und Geräte der zahlreichen Arbeiter. Sie kommen aus Regionen, die vom kasachischen Wirtschaftswunder bislang unberührt blieben.</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 800px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/636/10.jpeg" alt="Astana 10" /></p>
<p style="text-align: justify">Inmitten der Arbeiten spazieren die Schaulustigen und treffen auf Gastarbeiter aus den Nachbarrepubliken Zentralasiens, insbesondere Usbekistan und Kirgistan. Kasachstan zieht sie genauso an wie Russland: Trotz miserabler Löhne und Arbeitsbedingungen bietet Astana für die Bewohner von entvölkerten ländlichen Gebieten dennoch eine Auswegmöglichkeit.</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 800px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/636/11.jpeg" alt="Astana 11" /></p>
<p style="text-align: justify">Vor dem „Keruen“, einem der größten Einkaufszentren Astanas, wird den ganzen Tag unter der sengenden Hitze der Steppensonne gearbeitet. Manchmal schlafen die Arbeiter sogar auf der Baustelle, inmitten von reichen Kasachen und Ausländern, die durch die Läden voll feinster westlicher Kleidung und Konsumgüter flanieren.</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 450px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/636/12.jpeg" alt="Astana 12" /></p>
<p style="text-align: justify">Am Fuße der modernen Türme sprießen die Elendsviertel sprießen der Arbeiter, die sich entschieden haben, in Astana zu bleiben. Hier unten am Turm des ultra-modernen Velodroms, das für die „Astana“-Mannschaft, die besonders für A. Vinokurow bekannt ist, gebaut wurde.</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 450px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/636/13.jpeg" alt="Astana 13" /></p>
<p style="text-align: justify">Versteckt werden diese Ziegel- und Blechbauten von Bäumen oder von Mauern, die schnell von den Behörden gebaut wurden. Gegen die strengen Winter der Steppe (mit Durchschnittstemperaturen von -25°C während vier Monaten) bieten sie wenig Schutz. Die Elendsviertel, die direkt an den modernen Gebäuden angrenzen, werden auch regelmäßig von den Behörden zerstört. Ihre Bewohner werden der rechtswidrigen Nutzung des Eigentums beschuldigt. Demonstrationen der enteigneten Bewohner werden unterdrückt.</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 800px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/636/14.jpeg" alt="Astana 14" /></p>
<p style="text-align: justify">Die Entwicklung Astanas steht in Verbindung zu der des gesamten Landes, und richtet sich nach dem „Horizont 2050“, dem neuesten Plan des Präsidenten. Er löst damit den alten 2030-Plan ab, da dieser laut offiziellen Angaben schon übertroffen worden wäre. Die Propagandabilder am Eingang der Stadt zeigen den Mythos der unabhängigen kasachischen Nation, zwischen der Figur des Präsidenten und den symbolträchtigen Gebäuden der Hauptstadt.</p>
<p style="text-align: justify"><img decoding="async" style="height: 450px;width: 600px" src="/de/wp-content/uploads/sites/5/old/img/636/15.jpeg" alt="Astana 15" /></p>
<p style="text-align: justify">Astana ist voller leerer Straßen und bietet genügend Platz für viele weitere wahnwitzige Architekturprojekte. Die Bevölkerung der Stadt wächst – ebenso wie die sozialen Ungleichheiten zwischen denen, die von dem Ölsegen profitieren, und denen, die ihn verwirklichen.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Bilder und Text</strong><br />
<strong> Die Redaktion von Novastan.org</strong></p>
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