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	<title>Ausland Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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	<title>Ausland Archives</title>
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		<title>Wollen denn alle schlauen Köpfe Kasachstan verlassen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[antong]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Feb 2025 19:10:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Auslandsstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Auswanderung]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einer Umfrage zufolge spielt jeder f&#xFC;nfte Befragte in Kasachstan mit dem Gedanken, permanent oder vor&#xFC;bergehend ins Ausland zu gehen. Der Begriff &#x201E;Braindrain&#x201C; meint eine hohe Abwanderung von qualifizierten Fachkr&#xE4;ften und Verlust von Humankapital; doch erzeugt das Wortbild wom&#xF6;glich mehr Pathos, als er die Wirklichkeit widerspiegelt. Steht dem Land tats&#xE4;chlich eine Krise im Arbeitsmarkt bevor? In [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einer Umfrage zufolge spielt jeder fünfte Befragte in Kasachstan mit dem Gedanken, permanent oder vorübergehend ins Ausland zu gehen. Der Begriff „Braindrain“ meint eine hohe Abwanderung von qualifizierten Fachkräften und Verlust von Humankapital; doch erzeugt das Wortbild womöglich mehr Pathos, als er die Wirklichkeit widerspiegelt. Steht dem Land tatsächlich eine Krise im Arbeitsmarkt bevor?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Journalismus-Netzwerk MediaNet und der Konrad-Adenauer-Stiftung untersucht eine <a href="https://demos.kz/poll-one-in-five-kazakh-citizens-considers-emigrating/?lang=en">Umfrage</a> die Einstellung der Befragten bezüglich möglicher Auswanderungspläne und -motive.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Ergebnissen zufolge würde jeder fünfte Befragte in Betracht ziehen ins Ausland zu gehen, wovon 6,9 Prozent es in den nächsten 2 bis 3 Jahren beabsichtigen, das Land zu verlassen und 5,6 Prozent es aus persönlichen Gründen nicht können. Darunter fallen auch einige wenige, die einen Umzug unter bestimmten Voraussetzungen erwägen würden. In der Gruppe der 30-jährigen Befragten ist der Wunsch nach einem Neuanfang im Ausland besonders groß: &nbsp;Sogar jeder Zehnte gibt an, eine Aussiedlung innerhalb von 2 bis 3 Jahren anzustreben.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Die Zahlen schließen auf den ersten Blick auf einen pauschal hohen Auswanderungswillen der Bevölkerung, wobei sich die Zahlen in den einzelnen Altersgruppen unterscheiden. Nicht überraschend tendieren eher jüngere Menschen dazu, ihr Glück im Ausland zu suchen, doch gibt die Umfrage nicht her, ob der Aufenthalt dauerhaft oder kurzweilig bezweckt ist. Eine allgemeingültige Quintessenz der Umfrage lässt sich unter diesen Voraussetzungen nicht finden. Viel eher ist eine auf die einzelnen Bedürfnisse differenziert betrachtete Perspektive angebracht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mannigfaltige Motive</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Hauptgründen äußerte ein Viertel der Befragten den Wunsch nach höheren Löhnen, fast gleich viel nennen mangelnde Perspektiven für sich und ihre Kinder im Land und den Wunsch nach einem besseren Arbeitsplatz (14 Prozent). Für junge Menschen seien Motive wie Ausbildungsmöglichkeiten und Selbstentfaltung ausschlaggebend, wohingegen in den mittleren und höheren Altersgruppen deutlich häufiger Unzufriedenheit im eigenen Land ausschlaggebend sind. Nur für 0,6 Prozent der Befragten ist der Wunsch nach der Rückkehr zur „historischen Heimat“ ein Beweggrund.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/wie-der-krieg-in-der-ukraine-die-auswanderung-von-russinnen-aus-kasachstan-nach-russland-beeinflusst/"><strong>Wie der Krieg in der Ukraine die Auswanderung von Russ:innen aus Kasachstan beeinflusst</strong></a><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion kam es zu einer großen Auswanderungswelle aus Kasachstan. Eine 2020 veröffentlichte <a href="https://kazakhstan.unfpa.org/sites/default/files/pub-pdf/UNFPA_FullReport_Eng_Final_0.pdf">Statistik</a> verzeichnet allein zwischen 1999 und 2001 einen beachtlichen Bevölkerungsverlust aufgrund hoher Emigrationszahlen (ca. 100.000 Ausgewanderte pro Jahr) und einer vergleichsweise niedrigen natürlichen Bevölkerungsentwicklung (ca. 70.000 Geburten pro Jahr), also der Differenz zwischen der Geburten- und Sterberate. Allein zwischen 2004 und 2011 stieg die Anzahl der Einwanderer nach Kasachstan.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://stat.gov.kz/en/industries/social-statistics/demography/publications/157661/">Offizielle Zahlen der Agentur für Statistik der Republik Kasachstan</a> deuten sogar auf einen positiven Trend in den vergangenen Jahren hin; 2024 seien doppelt so viele Menschen nach Kasachstan migriert als es verließen. Der Grund dafür war der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, aufgrund dessen viele Menschen aus GUS-Staaten, wie Russland, der Ukraine und Belarus, <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/die-folgen-der-russischen-mobilmachung-fuer-zentralasien/">vor Krieg, Einberufung oder politischer Verfolgung flohen</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Sorgen und Träume der jungen Bevölkerung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist vor allem die jüngere Generation, die sich nach einem Leben im Ausland sehnt. Bildungsinstitutionen im Inland haben einerseits keinen allzu guten Ruf, aufgrund hoher Universitätsgebühren und vermeintlich schlechterer Qualität der Ausbildung. Gleichzeitig locken Universitäten im Ausland mit niedrigeren Kosten, höheren Stipendien und Möglichkeiten der beruflichen Spezialisierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage ist unter den jüngeren Altersgruppen berechtigt: Wie sehen ihre Zukunftspläne konkret aus? Schaut man auf die teilweise marode Infrastruktur Kasachstans und die drohenden Probleme unter anderem in der <a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/kasachstans-bevoelkerung-leidet-unter-wassermangel/">Wassersicherheit</a> und beim <a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/der-klimawandel-und-hochwasser-ist-kasachstan-gewappnet-fuer-neue-katastrophen/">Katastrophenschutz</a>, braucht Kasachstan qualifizierte Fachkräfte mehr denn je, um das Leben der im Durchschnitt sehr jungen Bevölkerung sicher und zukunftsorientiert zu machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kausalität mit Vorsicht zu genießen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen drohenden „Braindrain“ sah <a href="https://thediplomat.com/2024/08/causes-and-consequences-of-kazakhstans-brain-drain/">The Diplomat</a> &nbsp;vergangenen August mit Verweis auf Daten des Nationalen Statistikamts kritisch. Obwohl die absolute Zahl der Auswanderungen steigt, sei dies nicht gleichbedeutend mit dem permanenten Auswanderungswillen einzelner Individuen oder Gruppen im Land. Nimmt man nämlich Studierende und Familien ins Visier, bleibt unklar, ob sie tatsächlich vorhaben, im Ausland zu bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt jedoch eine größere Anzahl an Menschen im Land, die mit der aktuellen Situation unzufrieden ist. In Personenportraits und Leserkommentaren, wie sie vor einiger Zeit das Online-Medium <a href="https://www.the-village-kz.com/village/city/asking-question/31241-kuda-i-pochemu-uezzhayut-molodye-kazahstantsy">The Village</a> aufgeführt hat, wird auf ein korruptes Bildungssystem angespielt. Weiterhin wird sich die Situation auf dem Land und in kleineren Ortschaften aufgrund von Populationsschwund zuspitzen, wie auch in Großstädten wie Almaty oder Astana aufgrund von Überbevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/zentralasien-im-fluss-das-neue-themenheft-der-zeitschrift-osteuropa/"><strong>Zentralasien im Fluss: Das neue Themenheft der Zeitschrift „Osteuropa“</strong></a><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ball liegt bei der Politik. Maßnahmen, um öffentliche Einrichtungen transparent und bevölkerungsorientiert auszurichten, müssen angegangen und das Vertrauen der jungen Menschen Kasachstans wiederhergestellt werden. Andernfalls könnte sich die Anzahl derjenigen, die das Land verlassen möchten oder tatsächlich verlassen, noch weiter zuspitzen. Auf unabsehbare Zeit wird der Ukraine-Krieg enden, sich die Situation in Belarus, der Ukraine und der Russischen Föderation bessern, und die nach Kasachstan eingewanderten Fachkräfte womöglich zurückgehen. Es ist ein Spiel mit der Zeit, das sich die Republik Kasachstan nicht leisten kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das weite Bild sehen: Einordnung und Zusammenfassung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist nicht einfach, eine Antwort nach dem Prinzip „One size fits all“ zu finden. Dementsprechend sind großflächige Gegenmaßnahmen durch die kasachstanische Regierung schwer vorstellbar: Unterschiedliche Gruppen, ob demografisch oder sozioökonomisch getrennt, haben unterschiedliche Bedürfnisse. Zum Beispiel würde eine Reform des Bildungswesens Schülern und Studenten zugutekommen, doch würden etwaige Steuerausgaben anderen Bevölkerungsschichten nur indirekt helfen und womöglich zusätzlich belasten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/immer-mehr-zentralasiatische-staatsangehoerige-machen-sich-auf-in-die-vereinigten-staaten/"><strong>Immer mehr zentralasiatische Staatsangehörige machen sich auf in die Vereinigten Staaten</strong></a><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig macht man es sich womöglich zu einfach, wenn man einzelne Migrationsmotive isoliert voneinander betrachtet und auf ganze Gruppen anwendet. Push- und Pull-Faktoren sind in diesem Zusammenhang für das induktive Verständnis weniger hilfreich, da sie das komplexe Zusammenspiel von gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Faktoren ausblenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ursache dafür, dass mehr Menschen das Land verlassen wollen, sind vielschichtig. Die Zahlen lassen sich nicht mit einem Zensus der (Un-)Zufriedenheit der Bevölkerung gleichsetzen. Globalisierungstendenzen und der Ausbau des Mittelstandes sind nur zwei Faktoren, die es Menschen einfacher macht, sich zu informieren und den tatsächlichen Schritt zu wagen, das Land zu verlassen oder vorher Erfahrungen im Ausland zu sammeln.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Anton Genza für Novastan</strong></p>
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		<title>Tadschikistan &#8211; immer mehr staatliche Kontrolle bei Auslandsstudien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Oct 2017 05:02:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>
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		<category><![CDATA[Auswanderung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Unternehmen Multikid sollte im April eine internationale Bildungsmesse organisieren. Diese wurde kurzfristig von den Beh&#xF6;rden untersagt. Das ist kein Einzelfall: Es scheint ein systematisches Verbot privater Zentren zu geben, die tadschikischen Studierenden zum Auslandsstudium verhelfen. Folgender Artikel wurde von Novastan &#xFC;bersetzt und erschien im Original auf Asia Plus. Als die Polizisten die Teilnehmer der [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Das Unternehmen Multikid sollte im April eine internationale Bildungsmesse organisieren. Diese wurde kurzfristig von den Behörden untersagt. Das ist kein Einzelfall: Es scheint ein systematisches Verbot privater Zentren zu geben, die tadschikischen Studierenden zum Auslandsstudium verhelfen. Folgender Artikel wurde von Novastan übersetzt und erschien im Original auf </strong><a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/society/20170406/obrazovanie-za-rubezhom-tolko-pod-prismotrom-vlastei"><strong>Asia Plus</strong></a><strong>.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Als die Polizisten die Teilnehmer der internationalen Bildungsmesse von Multikid in Duschanbe vetrieben, haben viele Leser das erst garnicht geglaubt. Einer kommentierte sogar, es sei wohl ein Aprilscherz.</p>
<p style="text-align: justify">Aber es war kein Scherz.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Ein offizielles Ereignis</strong></p>
<p style="text-align: justify">&#8222;<em>Zur Ausstellung kamen Studierende aus allen Regionen Tadschikistans mit ihren Eltern und auch ausländische Gäste. Die Polizisten haben sie aus der Messe gejagt, Video- und Fotomaterial wurde zerstört</em>&#8222;, schrieb Mansura Dschurajewa, die Direktorin von Multikid, auf ihrer Facebook-Seite. Laut Dschuraewa haben die Polizisten die Teilnehmer auf die grobste Art und Weise vertrieben und den Besuchern erzählt, dass diese Firmen betrügen und die Studierenden nicht nach Europa schicken, sondern nach Syrien.</p>
<p style="text-align: justify">Dabei waren viele offizielle Gäste dabei: mintunter zehn Vertreter ausländischer Universitäten, der Berater des Präsidenten für soziale Fragen, der stellvertretende Bürgermeister der Hauptstadt, der stellvertretende Außenminister, der Präsident der Föderation der UNESCO-Vereine (Multikid ist ein Mitglied), die US-Botschafterin Elizabeth Millard und viele andere.</p>
<p style="text-align: justify">Multikid organisiert solche Messen seit 2015. Dieses Jahr sollte sie in Duschanbe und Chudschand stattfinden, in beiden Städten wurde die Veranstaltung abgesagt.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>&#8222;Die Bildungsausstellung wurde illegal organisiert&#8220;</strong></p>
<p style="text-align: justify">Der Vorfall verursachte eine breite gesellschaftliche Resonanz. Auf Facebook-Seiten und Nachrichtenportalen wurde er heiß diskutiert.</p>
<p style="text-align: justify">Ein Kommentar von offizieller Seite kam erst am 3. April und nach zahlreichen Anrufen der Redaktion von Asia Plus bei den zuständigen Behörden.</p>
<p><figure id="attachment_11154" aria-describedby="caption-attachment-11154" style="width: 622px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-11154 size-full" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/multikid.tj_-e1508302636267.jpg" alt="Multikid Bildungsorganisation" width="622" height="374" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/multikid.tj_-e1508302636267.jpg 622w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/multikid.tj_-e1508302636267-300x180.jpg 300w" sizes="(max-width: 622px) 100vw, 622px" /><figcaption id="caption-attachment-11154" class="wp-caption-text">Ein Werbeplakat für die Bildungsmesse von Multikid</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify">Zunächst berichtete das Innenministerium, dass die Organisatoren keine Erlaubnis für die Messe hatten. Weiter hieß es von Seiten des Bildungsministerium: „<em>seit ein paar Jahren arbeiten einige Organisationen ohne Zulassungsunterlagen an der Ausbildung von in ausländischen Bildungseinrichtungen. Sie senden tadschikische Staatsbürger zum Studieren ins Ausland zu studieren und arbeiten mit ausländischen Organisationen zusammen. Unter ihnen ist auch das Bildungszentrum Multikid</em>“.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest außerdem auf Novastan:</strong> <strong><a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-das-internet-bald-unter-staatlicher-kontrolle/">Tadschikistan: Das Internet bald unter staatlicher Kontrolle?</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Der Bildungsminister Nurissin Said ergänzte einen Tag später: &#8222;Als der Sohn von Mansura Dschurajewa zum Ministerium kam und sagte, dass sie eine Bildungsmesse organisieren möchten, antworteten wir, es sei illegal. Sie haben sie dennoch organisiert. Das Bildungszentrum Multikid schickte nicht einmal eine Einladung an das Ministerium&#8220;.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>„Wir hatten Zulassungsunterlagen“</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Vertreter von Multikid gaben an, dass sie die notwendigen Genehmigungsdokumente hatten. Diese Dokumente wurden der Redaktion der AP zur Verfügung gestellt: Es handelt sich um ein Schreiben der Stadtverwaltung über die Zustimmung des Bürgermeisters, unterzeichnet vom ersten stellvertretenden Bürgermeister der Hauptstadt Mawsuma Muini.</p>
<p style="text-align: justify">Darüber hinaus hat Kommitee für Jugend, Sport und Tourismus die Bildungsmesse genehmigt, was durch ein offizielles Schreiben bestätigt ist.</p>
<p style="text-align: justify">&#8222;<em>Es ist nicht klar, welche Art von Erlaubnis man vom Bildungsministerium brauchte? Tatsache ist, dass eine solche Genehmigung nicht gesetzlich vorgeschrieben ist</em>“, so der Anwalt der Firma &#8222;Himoya&#8220; Navruz Odinaew. Die Erlaubnis der Stadtverwaltung sei ausreichend für die Durchführung der Messe.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Vom Bildungszentrum zur GmbH</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Firma Multikid existiert seit 2001 und ist als Sprachschule in Duschanbe sehr bekannt. Allerdings bietet sie schon seit dem vergangenen Jahr keine Kurse mehr an und existiert auch nicht mehr als Sprachzentrum, sondern seit 2016 als GmbH.</p>
<p><figure id="attachment_11155" aria-describedby="caption-attachment-11155" style="width: 622px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-11155 size-full" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/multikid.tj-2-e1508302598368.jpg" alt="" width="622" height="382" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/multikid.tj-2-e1508302598368.jpg 622w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/10/multikid.tj-2-e1508302598368-300x184.jpg 300w" sizes="(max-width: 622px) 100vw, 622px" /><figcaption id="caption-attachment-11155" class="wp-caption-text">2016 wechselte Multikid seinen Status vom Bildungsträger zur GmbH</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify">In den Statuten von Multikid steht, dass die Organisation sich mit Beratungstätigkeiten zum Studium im Ausland, dem Verkauf von Flugtickets und der Übersetzung von Dokumenten befasst. Zuvor hatten sie von der stellvertretenden Justizministerin Chakima Mirsaizoda die Bestätigung erhalten, dass keine Lizens für die Dienstleistungsangebote der Organisation erforderlich ist.</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Multikid ist durch sein neues Tätigkeitsfeld keine Bildungseinrichtung und benötigt tatsächlich keine Lizenz</em>“, erklärt der Anwalt Odinaew.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>&#8222;Kommen Sie zu unserem legalen Zentrum für internationale Programme&#8220;</strong></p>
<p style="text-align: justify">Später wurde aus Kommentaren des Bildungsministeriums bekannt, dass die Regierung ein staatliches  „Zentrum für internationale Programme“ eröffnet hat, um Auslandsstudien tadschikischer Bürger besser zu kontrolieren.</p>
<p style="text-align: justify">Später informierte der Bildungsminister Nuriddin Said, dass diese Agentur im vergangenen Jahr 4876 Studierende aus Tadschikistan zum Studium ins Ausland schickte. Einige von ihnen wurden dafür vom Staat gefördert, andere sind Stipendiaten des Präsidentenstipendiums <em>Durahshandagon </em>und die restlichen gehen auf eigene Kosten.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest außerdem auf Novastan:</strong> <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/aus-den-augen-aus-dem-sinn/">Aus den Augen, aus dem Sinn</a></p>
<p style="text-align: justify">Private Unternehmen wie Multikid, die Studenten zum Auslandsstudium verholfen, gibt es seit 2013 immer weniger.</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Seit 2013 haben wir mehr als 25 solche Organisationen geschlossen</em>“, sagte der Bildungsminister Said. „<em>Es blieb Multikid, dass nun auch geschlossen wird, und noch ein weiteres, dessen Namen Sie bald erfahren, wenn wir es auch schließen</em>“.</p>
<p style="text-align: justify">Obwohl Auslandsstudien in Tadschikistan sehr gefragt sind und das Land erfahrenen Fachkräfte gut gebrauchen kann, gibt es oft Probleme für Studierende, die im Ausland studieren.</p>
<p style="text-align: justify">Vor sieben Jahren hatte Dawlat Nasriew, der ehemalige Leiter der Nachrichtenabteilung des Außenministeriums erklärt, dass es illegal ist, wenn ein Student selbständig einen Studienplatz findet und zum Studieren ins Ausland geht. Zugegebenermaßen galt das nur für religiöse Studiengänge. Vielleicht aber bald auch für alle üblichen.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Lilija Gajsina und Mawsuna Abdullojewa</strong><strong><br />
<a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/society/20170406/obrazovanie-za-rubezhom-tolko-pod-prismotrom-vlastei">Asia-Plus</a></strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen übersetzt von Sobira Majidova</strong></p>
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			</item>
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		<title>„I am from Kyrgyzstan“ – Zeugnisse einer Kirgisin im Ausland</title>
		<link>https://novastan.org/de/kirgistan/i-am-from-kyrgyzstan-zeugnisse-einer-kirgisin-im-ausland/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[sheisnomad]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Sep 2017 08:34:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Expat]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie ist es, kirgisischer Expat zu sein und st&#xE4;ndig zu seinem kaum bekannten Land ausgefragt zu werden? Die Journalistin Bermet Talant berichtet auf der Plattform sheisnomad.com von ihren Erfahrungen. Wenn ich nur f&#xFC;r jedes Mal, wenn mir jemand sagt &#x201E;You are the first Kyrgyz person I&#x2019;ve ever met&#x201C; einen Dollar bek&#xE4;me&#x2026; Million&#xE4;rin w&#xE4;re ich wohl [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/i-am-from-kyrgyzstan-zeugnisse-einer-kirgisin-im-ausland/">„I am from Kyrgyzstan“ – Zeugnisse einer Kirgisin im Ausland</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Wie ist es, kirgisischer Expat zu sein und ständig zu seinem kaum bekannten Land ausgefragt zu werden? Die Journalistin Bermet Talant berichtet auf der Plattform <a href="http://sheisnomad.com/mag/i-am-from-kyrgyzstan">sheisnomad.com</a> von ihren Erfahrungen. </strong></p>
<p style="text-align: justify">Wenn ich nur für jedes Mal, wenn mir jemand sagt „<em>You are the first Kyrgyz person I’ve ever met</em>“ einen Dollar bekäme&#8230; Millionärin wäre ich wohl nicht geworden, aber ich hätte mir bestimmt schon ein Auto kaufen können.</p>
<p style="text-align: justify">Es ist manchmal lustig, ein <em>Expat</em> aus einem wenig bekannten Land zu sein,  meistens aber ist es ermüdend. Einerseits habe ich mich immer schwer getan, die aus der durchmischten Geschichte Zentralasiens entstandene komplexe Kultur Kirgistans zu erklären. Andererseits haben Ausländer, die von der Region nichts wissen, auch meist keine Vorurteile dazu.</p>
<p style="text-align: justify">Selbst nach mehreren Jahren im Ausland fühle ich mich noch etwas unwohl bei der Frage „<em>Where are you from?</em>“, denn ich weiß ganz genau, was folgt. Anfangs ist es amüsant, dann nervt es und schließlich gewöhnt man sich daran und lässt die Szene ruhig über sich ergehen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Der komplizierte Name des Landes</strong></p>
<p style="text-align: justify">Im Jahr 2010 kündigte die CNN-Nachrichtensprecherin Kira Philips eine Reportage zur kirgisischen Revolution <a href="http://gawker.com/5513007/cnns-kyra-phillips-could-not-care-less-about-kyrgyzstan">mit folgenden Worten an</a>: „<em>Kirgistan: unmöglich zu Buchstabieren, schwer auszusprechen, viel Glück bei der Suche auf einer Weltkarte</em>“. Ganz unrecht hatte sie nicht.</p>
<p style="text-align: justify">Wenn ich erzähle, dass ich aus Kirgistan komme, überlegen sich die Leute, was das für ein Land ist. Dabei verwirrt zuerst die Endung <em>–stan</em>, die man eigentlich von Afghanistan und Pakistan kennt. Meist sind auch die Versuche, das Land als <em>Kirgistan</em>, <em>Kirgisien</em> oder <em>Kirgisische Republik</em> auszusprechen, nicht von Erfolg gekrönt. Bei letzterer Variante habe ich sogar schon Verwechslungen mit der Tschechischen Republik erlebt, obwohl ich sowohl K als auch Tsch gut aussprechen kann.</p>
<p style="text-align: justify">Andere Reaktionen, die ich gehört habe: „K-was?“, „Haha, und im ernst?“ oder „Wow, dieses Land braucht mehr Vokale!“.</p>
<p style="text-align: justify">Dann muss ich meistens erklären, dass Kurdistan, dass an einer ganz anderen Stelle des Kontinents liegt, mit meinem Land nichts zu tun hat. Vor Kurzem sorgten sich Bekannte, mit denen ich dieses Gespräch eigentlich schon hatte, ob es meiner Familie bei den kürzlichen IS-Angriffen gut ginge. Ich konnte nur noch tief einatmen und antworten, dass es ihnen sehr gut geht und sie sehr weit entfernt von den Angriffsorten wohnen.</p>
<p style="text-align: justify">Zuletzt ist es auch immer wieder unterhaltsam, wenn ich gefragt werde, ob ich aus China komme und dann nach der Verneinung anfangen, weiter zu raten. Auf die Art hat einmal ein Kassierer in einem Supermarkt versucht, mein Land zu erraten. Hinter mir standen etwas zehn Personen, die bald auch in das „Spiel“ mit einstiegen. Gegen Ende kamen Sie auf Kasachstan und Usbekistan, mein Land konnten Sie aber immer noch nicht erraten. Einen Rabbatt bekam ich trotzdem.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Das Aussehen </strong></p>
<p style="text-align: justify">Für die meisten nicht-Asiaten sind alle Asiaten entweder Chinesen oder Japaner. Ich denke bereits, das <em>Konitschiwa </em>mein zweiter Name ist. Auch Asiaten tun sich schwer, Kirgisen als solche zu erkennen und halten sie meistens für Mongolen oder Tibetaner. Doch sobald man den Mund aufmacht, merken alle, das etwas nicht stimmt: Chinesen mit russischem Akzent?    <em> </em></p>
<p style="text-align: justify">Nach einem kurzen Exkurs in die Geschichte und der Aussage, dass Kirgistan mal zur UdSSR gehörte, ist für die Meisten klar: Russland. Den Nachnamen Karybekowa kann auch niemand aussprechen, so dass daraus meist das russische Kalaschnikowa wird. Dann nicke ich einfach und stimme zu, um nicht alles noch einmal von Anfang an erklären zu müssen. Doch die Verbindung in den Köpfen der Leute bleibt, so dass dann irgendein Kameruner mich nach irgendeinem russischen Fußballklub fragt.</p>
<p style="text-align: justify">Bei der ständigen Assimilation und den zahlreichen gemischten Hochzeiten ist es natürlich schwer, Kirgisen am Aussehen zu erkennen. Manchmal glaubt man nicht, dass ich, mit meinen eindeutig mongolischen Zügen, und meine Freundin mit ihrem hellbraunen Haaren und blauen Augen aus ein und demselben Land kommen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Die Sprache</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die kirgisische Sprache gehört zu den Turksprachen, wodurch man gleich zu den Türken gezählt wird, während das kyrillische Alphabet und die sowjetische Vergangenheit gleich wieder mit Russland verbunden werden. In der Türkei werden die Völker Zentralasiens übrigens auch dementsprechend genannt: <em>Kırgız Türkler, Kazak Türkler, Özbek Türkler, Uygur Türkler</em>. Wenn ich mich aber im Aksaraj-Viertel in Istanbul befinde, schreit man mir oft auf Russisch nach: „Junge Frau, Pelz, Leder“.</p>
<p style="text-align: justify">Ausländer sind auch überrascht, wenn Kirgisen miteinander auf Russisch oder auf Englisch reden. Ich erkläre dann, dass Bischkek internationaler ist als die anderen Regionen und Russisch dort Lingua franca ist, dass ich auf eine russische Schule gegangen bin und Englisch laut Wikipedia die vierte Sprache im Land ist. Man kann davon halten, was man will, ich denke aber, dass man in der Sprache sprechen kann, die man mag.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Die Religion</strong></p>
<p style="text-align: justify">Wenn man aus einem Land kommt, das auf –stan endet, denken die Leute automatisch, dass man Muslim ist. Wegen der Nachbarschaft zu China fragen manche, ob Kirgisen Buddhisten seien. Ein Freund hat mir einmal zum chinesischen Neujahr gratuliert und dabei gesagt: „<em>Du bist doch aus der Ecke.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">Wie die meisten Kirgisen, die zu Zeiten des sowjetischen Atheismus aufgewachsen sind, habe ich mich als Muslimin bezeichnet, wusste aber fast nichts über den Islam. In meiner Familie reduziert sich die religiöse Praxis auf Almosen während des heiligen Monats Ramadan und auf Koranzitate auf Trauerfeiern.</p>
<p style="text-align: justify">Bis vor Kurzem war ich mir sicher, dass Beerdigungen das einzige muslimische Ritual sind, das Kirgisen richtig begehen. Doch dann erfuhr ich, dass Muslime die Verstorbenen innerhalb von 24 Stunden beerdigen. In Kirgistan geschieht das meist erst nach drei Trauertagen.</p>
<p style="text-align: justify">Da der Begriff des sekulären Islam mit schamanistischen Elementen nicht sehr verbreitet ist, sage ich meist einfach, dass ich keine Religion habe.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Kultur und Bräuche</strong></p>
<p style="text-align: justify">An Bräuchen sind die Kirgisen tatsächlich sehr reich! Wir feiern zooastrische, slawische, sowjetische, sekuläre und religiöse Feste, kennen uns mit koreanischer Küche aus und wissen wie es ist, mit den Traditionen einer strengen asiatischen Familie und der Ausdrucksfreiheit des Westens aufzuwachsen. Egal, aus welcher Kultur meine Gesprächspartner kommen, wir finden immer kulturelle Gemeinsamkeiten.</p>
<p style="text-align: justify">Ich muss zugeben, dass ich das Unwissen der Ausländer über Kirgistan auch manchmal ausgenutzt habe. Einmal in einem afrikanischen Land habe ich einem arroganten Typen, der sich als Nachfahre eines nigerianischen Königs vorstellte, entgegnet, ich sei die älteste Tochter des Hohepriesters des Stammes der himmlichen Krieger des Tien-Schan. Wobei ich bis heute denke, dass er auch bluffte.</p>
<p style="text-align: justify">Als sie mich im Kindergarten meines Sohnes fragten, ob ich ein Fest für seinen zweijährigen Geburtstag geben wolle, sagte ich einfach, dass man in meinem Land Kindergeburtstage nicht feiere.</p>
<p style="text-align: justify">Wenn man aus einem wenig bekannten Land mit kaum aussprechbarem Namen und einer so komplizierten Geschichte wie Kirgistan kommt, hat man alle Karten in der Hand. Das birgt natürlich auch viel Verantwortung, denn es kann sein, dass man der einzige Kirgise ist, den Ausländer je treffen. Man handelt und spricht dann quasi stellvertretend für das ganze Land. Gleichzeitig ist es auch eine absolute Freiheit, ungehindert von Vorurteilen und Erwartungen.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Bermet Talant und Nara Rey<br />
</strong><a href="http://sheisnomad.com/mag/i-am-from-kyrgyzstan"><strong>sheisnomad.com</strong></a></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Florian Coppenrath</strong></p>
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