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	<title>Architektur Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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	<title>Architektur Archives</title>
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		<title>Wie ein Schüler versucht, tadschikische Mosaike zu retten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 21:41:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Chaihona Rohat]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Mosaik]]></category>
		<category><![CDATA[Sowjetische Architektur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein 17-j&#xE4;hriger Sch&#xFC;ler aus Bochtar dokumentiert tadschikische Mosaike, die vielerorts vom Verschwinden bedroht sind. Mit seinem Engagement bewahrt er ein St&#xFC;ck kulturelles Erbe &#x2013; oft dort, wo es sonst unbeachtet verloren gehen w&#xFC;rde. Abdurahmon Karajew besucht die 11. Klasse und f&#xFC;hrt ein normales Leben: Schulalltag, Freunde und Spazierg&#xE4;nge durch die Stadt. Doch gibt es auch [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><br>Ein 17-jähriger Schüler aus Bochtar dokumentiert tadschikische Mosaike, die vielerorts vom Verschwinden bedroht sind. Mit seinem Engagement bewahrt er ein Stück kulturelles Erbe – oft dort, wo es sonst unbeachtet verloren gehen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abdurahmon Karajew besucht die 11. Klasse und führt ein normales Leben: Schulalltag, Freunde und Spaziergänge durch die Stadt. Doch gibt es auch Raum für ein ungewöhnliches Hobby: Systematisch sucht, fotografiert und dokumentiert er tadschikische Mosaike.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sommer 2025 richtete Abdurahmon seinen Instagram-Account <a href="https://www.instagram.com/tajikmosaics?igsh=MWFsOG9zcjJ2YnNnZg==">tajikmosaics</a> ein. Dort veröffentlicht er Fotos und Videos von Mosaiken – von solchen, die noch erhalten sind und bald verschwinden könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/die-mosaike-von-taschkent-von-den-bruedern-jarsky-zum-kulturerbe/">Die Mosaike von Taschkent: Von den Brüdern Jarsky zum Kulturerbe</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Interesse an dieser Kunstform entstand in Moskau. Als er mit der U-Bahn fuhr, begann er plötzlich, nach oben zu schauen – auf die Mosaike in den Bahnhöfen: <em>„Einmal habe ich einfach beschlossen, eins dieser Mosaiken über meinem Kopf genauer zu betrachten und merkte, dass es aus winzigen Teilen besteht. Dann erfuhr ich, dass sie aus <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Smalte">Smalte </a>waren, und das hat mich sehr beeindruckt“</em>, erzählt er.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Diese Leidenschaft festigte sich aber erst zurück in Tadschikistan, als er herausfand, dass dieses Erbe auch dort existiert, und dass es aber rasch verschwindet.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Keine Nostalgie für die UdSSR, sondern ein Gespräch über sein Land</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Abdurahmon unterstreicht: Sein Interesse hat nichts mit einer Idealisierung der sowjetischen Vergangenheit zu tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Mosaike interessieren mich nicht als Teil des sowjetischen Erbes, sondern als Teil der Geschichte unseres Landes, das auch zur Sowjetunion gehörte“</em>, meint er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An den Mosaiken begeistern ihn gleich mehrere Aspekte: der historische Wert, die kunstvolle Komplexität und ihr harmonisches Zusammenspiel mit der umgebenden Architektur. <em>„Aus Glas und Stein ganze Meisterwerke zu schaffen – das ist unglaublich faszinierend.  Dabei fügen sie sich so harmonisch in die Architektur der Stadt ein, was ich über moderne Neubauten nicht behaupten kann.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade der Kontrast mit den zeitgenössischen Gebäuden ist einer der Gründe, warum er anfing, die Mosaike zu dokumentieren.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/03/Rohat-a-prendre-1536x1152-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-38690" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/03/Rohat-a-prendre-1536x1152-1-1024x768.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/03/Rohat-a-prendre-1536x1152-1-300x225.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/03/Rohat-a-prendre-1536x1152-1-768x576.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/03/Rohat-a-prendre-1536x1152-1.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Inzwischen Abgerissen: Das Teehaus Rohat, Foto: Judith Robert/Novastan</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abriss der <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/die-geschichte-des-legendaeren-teehauses-rochat-in-duschanbe/">Teestube Rohat</a> [eine wahre Perle im Herzen der Stadt, die für ihre künstlerische und historische Bedeutung geschätzt wurde, aber für viele Einwohnende auch einen emotionalen Wert hatte. Gegen ihren Abriss haben sich ungewöhnlich viele engagiert, dies hat aber nicht geholfen, A. d. Ü.], des Kinotheaters Tadschikistans, des Majakowskij-Theaters  – diese Liste kann man ohne Ende weiterführen, sagt er.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:</strong> <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/die-geschichte-des-legendaeren-teehauses-rochat-in-duschanbe/">Die Geschichte des legendären Teehauses „Rohat“ in Duschanbe</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders schmerzhaft war für ihn die Nachricht, dass nun auch die Mosaik mit Abu Ali Ibn Sino (Avicenna) abgerissen wird:<em> „Das Haus ist schon von einem Zaun gesperrt und wird bald abgerissen. Dabei ist das eins der bekanntesten Mosaiken in Zentralasien und überhaupt die bekannteste, wo Avicenna abgebildet ist. Und es befindet sich ausgerechnet in Tadschikistan!“</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/Abu-Ali-Ibn-Sina-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-44550" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/Abu-Ali-Ibn-Sina-1024x768.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/Abu-Ali-Ibn-Sina-300x225.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/Abu-Ali-Ibn-Sina-768x576.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/04/Abu-Ali-Ibn-Sina.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kurz vor dem Abriss: Abu Ali Ibn Sino (Avicenna) Mosaik in Duschanbe. Foto: Paulina Heine/Novastan</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Auf Mosaiksuche</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Bochtar (besser bekannt als Qurghonteppa, A. d. Ü.) sind nicht viele Mosaike erhalten geblieben. Abdurahmon hat die ganze Stadt abgeklappert und hat sogar ein Wandbild gefunden, von dem nicht mal die Bewohner:innen des Ortes wussten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit kennt er mindestens acht Mosaike, die erhalten sind, unter denen eine Arbeit von <a href="http://oknasocrealisma.com/authors/sharipov-sabzali-nigmatovich-2/">Sabzali Scharipow</a>, zur Hälfte von einem angebauten Laden verdeckt. Einige Mosaike sind an sich „erhalten“, man kann sie aber nicht sehen: Einige sind komplett mit Putz bedeckt, andere übermalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die stärksten Emotionen empfindet der Schüler bei zufälligen Funden. Wie zum Beispiel beim Mosaik von Ikarus im halbverfallenen Haus der Kultur der Transformatorenfabrik: <em>„Wir haben ein Gebäude ohne Dach gesehen. Wir haben den Wachmann darum gebeten, uns reinzulassen, und haben wahnsinnig schöne Fresken und Mosaike gefunden. Wir waren einfach begeistert.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und einmal entdeckte er einen ganzen Saal, vollständig mit Mosaiken verziert. Das war ein ehemaliger Bankettsaal. <em>„Stellen Sie sich das nur vor: in einem Raum zu Abend zu essen, wo alle Wände mit Mosaiken verziert sind“</em>, schwärmt Abdurahmon.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Menschen beginnen, die Dinge mit anderen Augen zu sehen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage, ob er seine Altersgenossen für dieses ungewöhnliche Hobby begeistern konnte, antwortete er mit einem klaren „Ja“. Mit seinen Freunden – Abdullo, Obid und Adham – ist er sogar in andere Städte auf der Suche nach Mosaiken gegangen. Aber auf ähnlichen Suchaktionen ist er meistens allein – denn schließlich, gibt er zu, kann dieser Prozess ziemlich anstrengend sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Eines weiß ich aber genau: Mit meinem Interesse konnte ich nicht wenige Leute begeistern, vor allem in Dushanbe“</em>, erzählt er.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/panorama/hier-lebten-ranewskaja-achmatowa-schwarz-duschanbes-abgerissene-haeuser-und-ihre-beruehmten-bewohner/">Hier lebten Ranewskaja, Achmatowa, Schwarz… – Duschanbes abgerissene Häuser und ihre berühmten Bewohner</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Unterstützung erlebte er, als er letzten Sommer seinen <a href="https://www.instagram.com/tajikmosaics?igsh=MWFsOG9zcjJ2YnNnZg==">Instagram-Account</a> eröffnete. Dort veröffentlicht Abdurahmon regelmäßig gefundene Mosaike, und konzentriert sich dabei weniger auf Duschanbe, sondern vor allem auf die anderen Regionen des Landes.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein Archiv für die Zukunft</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage nach der Zukunft der Mosaike antwortete Abdurahmon, dass die beste Lösung wäre, sie einfach nicht anzurühren. Noch besser wäre es aber, ihnen den Status eines Kulturerbes zu verleihen. Seiner Beobachtung nach ist das Schicksal der Mosaike in Tadschikistan eins der traurigsten in den postsowjetischen Ländern. Besonders in den abgelegeneren Regionen, wo Abrissarbeiten unbemerkt voranschreiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/duschanbe-die-sowjetische-architektur-verschwindet/">Duschanbe: Die sowjetische Architektur verschwindet</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Die Menschen verstehen nicht, dass Mosaike Geschichte, Kunst, Architektur und touristisches Potenzial in einem sind“</em>, beklagt Abdurahmon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abdurahmon träumt davon, dass sein Instagram-Account Teil eines großen Projekts wird – eines Archivs oder einer Ausstellung: <em>„Ich wäre bereit, alle meine Archive und Daten, die ich zwei Jahre lang gesammelt habe, zur Verfügung zu stellen.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bislang hat er keine professionelle Kamera – die meisten Aufnahmen sind mit den Handys von Freunden oder mit der Schulkamera entstanden, die er sich manchmal ausleiht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber vielleicht sind es gerade diese Fotos, die in 20 Jahren der einzige Beweis dafür sein werden, wie die Städte Tadschikistans aussahen…</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Weitere Fotos befinden sich im Artikel von <a href="https://asiaplus.news/2026/02/26/kak-shkolnik-iz-bokhtara-pytaetsya-sokhranit-tadzhikskie-mozaiki/">Asia-Plus</a> und auf <a href="https://www.instagram.com/tajikmosaics?igsh=MWFsOG9zcjJ2YnNnZg==">Instagram</a>.</em></strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Alina Valamat-Zade für Asia-Plus</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://stanradar.com/news/full/59355-kak-shkolnik-iz-bohtara-pytaetsja-sohranit-tadzhikskie-mozaiki-.html"><strong>Russischen</strong></a><strong> von Giulia Manca</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Dämmerung über Khan Şatyr </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 03:30:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Nachmittagssonne verschwindet hinter dem Einkaufszentrum Khan &#x15E;atyr in Astana und beleuchtet die Struktur dieses au&#xDF;ergew&#xF6;hnlichen Geb&#xE4;udes. Es handelt sich um ein riesiges Zelt von 150 Metern H&#xF6;he, das vom Architekten Norman Foster auf Entscheidung des ersten kasachstanischen Pr&#xE4;sidenten Nazarbaev entworfen wurde. Die W&#xE4;nde des Zeltes bestehen aus einem speziellen flexiblen Material, das Transparenz erm&#xF6;glicht [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Nachmittagssonne verschwindet hinter dem Einkaufszentrum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Khan_Shatyr"><strong>Khan Şaty</strong>r</a> in <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Astana" id="https://de.wikipedia.org/wiki/Astana">Astana</a></strong> und beleuchtet die Struktur dieses außergewöhnlichen Gebäudes. Es handelt sich um ein riesiges Zelt von 150 Metern Höhe, das vom Architekten <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Norman_Foster" id="https://de.wikipedia.org/wiki/Norman_Foster">Norman Foster</a></strong> auf Entscheidung des ersten kasachstanischen Präsidenten <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nursultan_Nasarbajew" id="https://de.wikipedia.org/wiki/Nursultan_Nasarbajew">Nazarbaev</a></strong> entworfen wurde. Die Wände des Zeltes bestehen aus einem speziellen flexiblen Material, das Transparenz ermöglicht und gleichzeitig das Gebäude vor Temperaturschwankungen schützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Foto : Tolgahan Biskin</strong> (Frankreich, <strong><a href="https://www.instagram.com/tolgahan.iso/">@tolgahan.iso</a></strong>)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><p><a style="color: #f57d20; text-decoration: underline;" href="https://www.novastan.org/de/cat/bild-des-tages/">Hier</a> geht’s zu mehr Bildern des Tages. Sie können einige davon kaufen und zu Hause empfangen: <span style="color: #ff6600;"><a style="color: #ff6600;" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/du-kannst-das-bild-des-tages-von-novastan-auch-kaufen/">hier ist die Liste</a></span>! Wenn Sie Ihr Bild nicht in der Liste finden, schicken Sie uns eine E-Mail an <span style="text-decoration: underline;"><a href="mailto:photo@novastan.org">photo@novastan.org</a></span>.</p></p>
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		<title>Seltsamer Zirkus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2026 04:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Sowjetische Architektur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor dem Zirkus von Taschkent entsteht ein charmantes Reiterportr&#xE4;t. Das 1976 eingeweihte Geb&#xE4;ude ist an seiner Kuppel zu erkennen, die oft mit einer fliegenden Untertasse oder einer usbekischen Piala (Teekanne) verglichen wird. Es wurde von den Architekten Genrikh Aleksandrovich und Gennady Masyagin entworfen. Es ist nun Teil des Forschungs- und Erhaltungsprojekts Tashkent Modernism XX/XXI, das [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Zirkus von <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Taschkent">Taschkent</a></strong> entsteht ein charmantes Reiterporträt. Das 1976 eingeweihte Gebäude ist an seiner Kuppel zu erkennen, die oft mit einer fliegenden Untertasse oder einer usbekischen Piala (Teekanne) verglichen wird. Es wurde von den Architekten Genrikh Aleksandrovich und Gennady Masyagin entworfen. Es ist nun Teil des Forschungs- und Erhaltungsprojekts <strong><a href="https://www.tashkentmodernism.uz/index.php?r=application&amp;&amp;lang=">Tashkent Modernism XX/XXI</a></strong>, das von der <strong><a href="https://www.acdf.uz/">Usbekistan Art and Culture Foundation</a></strong> unterstützt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Foto : Grégoire Chesnot (Frankreich, @greg_che)</p>


<p><a style="color: #f57d20; text-decoration: underline;" href="https://www.novastan.org/de/cat/bild-des-tages/">Hier</a> geht’s zu mehr Bildern des Tages. Sie können einige davon kaufen und zu Hause empfangen: <span style="color: #ff6600;"><a style="color: #ff6600;" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/du-kannst-das-bild-des-tages-von-novastan-auch-kaufen/">hier ist die Liste</a></span>! Wenn Sie Ihr Bild nicht in der Liste finden, schicken Sie uns eine E-Mail an <span style="text-decoration: underline;"><a href="mailto:photo@novastan.org">photo@novastan.org</a></span>.</p>
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		<title>Bis zum Horizont</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jan 2026 04:30:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Emomali Rahmon]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#x201E;Tadschikistan ist ein Land voller Sch&#xE4;tze, aber sein gr&#xF6;&#xDF;ter Reichtum sind seine Kinder, sein Adel und seine Kultur.&#x201C; Diese Worte von Pr&#xE4;sident Emomali Rahmon, die auf einer der beeindruckenden verzierten Decken des Kohi Nowruz in Duschanbe zu lesen sind, kommentieren die dekorative Pracht. Die Feinheiten des tadschikischen Handwerks k&#xF6;nnen den Betrachter nur bewegen. Gipsmalereien und [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Tadschikistan ist ein Land voller Schätze, aber sein größter Reichtum sind seine Kinder, sein Adel und seine Kultur.“ Diese Worte von Präsident <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Emomalij_Rahmon">Emomali Rahmon</a></strong>, die auf einer der beeindruckenden verzierten Decken des Kohi Nowruz in Duschanbe zu lesen sind, kommentieren die dekorative Pracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Feinheiten des tadschikischen Handwerks können den Betrachter nur bewegen. Gipsmalereien und Holzskulpturen sind in den rund 12 Empfangssälen des Gebäudes zu sehen. Der Nowruz-Palast, ein kolossales Bauprojekt, das in nur vier Jahren fertiggestellt wurde, erhebt sich seit 2014 mit einer Höhe von 50 Metern zum Ruhm der tadschikischen Kultur. Er steht in direkter Verbindung zu den kolossalen Architekturprojekten, die vom ehemaligen sowjetischen Machthaber ins Leben gerufen wurden, der seit 1997 eifersüchtig an der Macht festhält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Palast ist ein 40.000 Quadratmeter großer architektonischer Komplex, der ursprünglich als Teestube im modernen nationalen Stil konzipiert war. Er wurde  erweitert und beherbergt heute Restaurants, Billard, Bowling, Kino … Die gigantische Größe des Ortes macht ihn zu einem beliebten Veranstaltungsort. Bei seiner Eröffnung beherbergte er den Gipfel der <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shanghaier_Organisation_f%C3%BCr_Zusammenarbeit">Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ)</a></strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Schaufenster der nationalen Kultur stellt der Nowruz-Palast das wenige Straßen weiter gelegene Teehaus Rohat in den Schatten. Als historischer Ort der tadschikischen Kultur und Symbol ihrer Hauptstadt versammelte das Teehaus seit seiner Eröffnung im Jahr 1958 ebenfalls tadschikische Handwerksprodukte. Der unter der Leitung des sowjetischen Architekten K.N. Terletsky erbaute, bei den Bewohnern des Viertels beliebte Ort wurde im Frühjahr 2025 abgerissen. <strong><a href="https://www.asiaplustj.info/en/news/tajikistan/society/20250303/rohat-teahouse-set-for-demolition-despite-public-opposition">Trotz der Proteste der Anwohner wurde das Gebäude </a></strong>vor dem Abriss mit hohen grünen Zäunen umgeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht gibt es nur Platz für ein einziges nationales Symbol.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Foto : Mathieu Lemoine</strong> (Frankreich)</p>


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		<title>Sowjetische Kinos in Ostkasachstan</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2026 06:42:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Bauprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Öskemen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den Vorkriegsjahren begann man in Ostkasachstan mit dem Bau von Kinos, von denen einige typisch und andere einzigartig waren. Der Heimatforscher Artem Smirnov erz&#xE4;hlt von ihrer Entstehung und ihrem weiteren Schicksal. In erster Linie wurden Kinos in den damals wichtigsten Industriezentren der jeweiligen Region gebaut. In der Region Ostkasachstan war dies in den 1930er [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">In den Vorkriegsjahren begann man in Ostkasachstan mit dem Bau von Kinos, von denen einige typisch und andere einzigartig waren. Der Heimatforscher Artem Smirnov erzählt von ihrer Entstehung und ihrem weiteren Schicksal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In erster Linie wurden Kinos in den damals wichtigsten Industriezentren der jeweiligen Region gebaut. In der Region <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ostkasachstan">Ostkasachstan</a> war dies in den 1930er Jahren die Stadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ridder">Ridder</a>. Mit der Inbetriebnahme des <a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%A3%D0%BB%D1%8C%D0%B1%D0%B8%D0%BD%D1%81%D0%BA%D0%B0%D1%8F_%D0%93%D0%AD%D0%A1">Ulbinskaia-Wasserkraftwerks</a>, einer Anreicherungsfabrik und einer Bleifabrik sowie der Fertigstellung des Eisenbahnbaus schritt die industrielle Entwicklung der alten Bergbausiedlung mit Riesenschritten voran.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein Meilenstein der Kinokultur: Das moderne Lichtspielhaus von Ridder</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als Ersatz für die um das Industriegelände herum entstandene Altstadt waren Viertel der Neustadt vorgesehen, die südwestlich des bestehenden Wohngebiets auf einem Plateau in der Nähe des Berges Matrenin Sokolok geplant waren. Noch in den Vorkriegsjahren, lange vor dem neu gegründeten regionalen Zentrum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96skemen">Ust-Kamenogorsk</a>, entstanden in Ridder die ersten vierstöckigen Häuser. Diese Häuser wurden am Anfang der heutigen Prospekte Nezavisimosti und Gagarin in einem Stadtteil namens Novostroika gebaut. Viel früher als in anderen Städten der Region wurde hier auch ein Kino gebaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/das-kinotheater-heimat-filme-haben-wir-nur-zuschauer-nicht/">Das Kinotheater „Heimat“: Filme haben wir, nur Zuschauer nicht</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 21. September 1939 wurde in Ridder, im Stadtteil Novostroika, ein modernes Kino eröffnet. Das Gebäude verfügte über einen Kinosaal mit 500 Plätzen, einen Buffetbereich und einen Lesesaal, außerdem war ein Bereich für ein Jazzorchester vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Entwurf des Kinos stammt vom Architekten <a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%9A%D0%B0%D0%BB%D0%BC%D1%8B%D0%BA%D0%BE%D0%B2,_%D0%92%D0%B8%D0%BA%D1%82%D0%BE%D1%80_%D0%9F%D0%B5%D1%82%D1%80%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87">Viktor Petrovitş Kalmykov</a> – in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre der führende Spezialist für die Planung und den Bau von Kinos in der Sowjetunion.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Architektur und Nachnutzung des <em>„Kinos auf der Neubausiedlung“</em></strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Projekt des Kinos mit 500 Plätzen war sowohl hinsichtlich seines Aussehens als auch seines Charakters fortschrittlich. Der Architekt war einer der ersten, der das Konzept eines neuen Typs von Veranstaltungsort für Filmvorführungen und kulturelle Freizeitaktivitäten vorschlug. Ähnliche Kinos entstanden in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qaraghandy">Karaganda</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qysylorda">Kyzylorda</a>, einige weitere in verschiedenen Städten der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Russische_Sozialistische_F%C3%B6derative_Sowjetrepublik">RSFSR</a> [Anm. d. Red.: Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik].</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Den Einwohner:innen von Ridder, seit 1941 Leninogorsk, war das Gebäude als <em>„Kino auf der Neubausiedlung”</em> bekannt. Offiziell erhielt es den Namen des Parteifunktionärs <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lasar_Moissejewitsch_Kaganowitsch">Lazar Kaganovitsch</a>. 1957 wurde das Kino zu Ehren des Dichters <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Wladimirowitsch_Majakowski">Vladimir Maiakovski</a> umbenannt. Danach hieß es <em>„Kino Maiakovski“</em> und befand sich in Leninogorsk, Prospekt Lenina 6 (heute Ridder, Prospekt Nezavisimosti).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1998 wurde das Gebäude an Privatpersonen verkauft und umgebaut, heute befindet sich dort ein Minimarkt. Das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes ist jedoch erhalten geblieben.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ust-Kamenogorsk: Verzögerungen und der klassische Stil</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was das regionale Zentrum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96skemen">Ust-Kamenogorsk</a> betrifft, so wurde die Bevölkerung der Stadt viele Jahre lang von einem einzigen Kino aus der Zeit vor der Revolution versorgt – dem <em>„Oktyabr“</em>, ursprünglich <em>„Echo“</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während in Ridder vor Beginn des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Gro%C3%9Fen_Vaterl%C3%A4ndischen_Krieges_der_Sowjetunion">Großen Vaterländischen Krieges</a> zumindest ein Teil des Neuen Stadtviertels fertiggestellt werden konnte, wurde in Ust-Kamenogorsk sogar die Renovierung des alten Kinogebäudes verschoben, ganz zu schweigen vom Bau eines neuen Gebäudes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Goskino">Ministerium für Kinematografie</a> plante für 1952 den Bau eines Kinos in Ust-Kamenogorsk. Dazu musste man sich jedoch an die höchsten Instanzen wenden: Der einzige Generalunternehmer in Ust-Kamenogorsk in jenen Jahren, der Trust <em>„Altaisvinetsstroi“</em>, war nicht daran interessiert, Arbeiten an einem Kulturprojekt zu übernehmen. Die Stadt- und Regionalverwaltung konnte erreichen, dass sich der Trust verpflichtete, mit den Arbeiten an einem Musterkino zu beginnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Bau wurde ein Grundstück unweit des Stadtzentrums ausgewählt, an der Krasnooktyabrskaia-Straße – heute Prospekt Auezov, an der Kreuzung mit der Maxim-Gorki-Straße. Als Grundlage diente ein in der UdSSR weit verbreiteter Entwurf für ein Kino im bewusst <em>„klassischen”</em> Stil, dessen Architektin, <a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%91%D1%80%D0%BE%D0%B4,_%D0%97%D0%BE%D1%8F_%D0%9E%D1%81%D0%B8%D0%BF%D0%BE%D0%B2%D0%BD%D0%B0">Zoia Osipovna Brod</a>, an den Staatlichen Architekturwerkstätten beim Ministerrat der UdSSR war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im November 1953 berichteten die regionalen Zeitungen: Der Bau des Kinos mit 360 Plätzen, das bald unter dem Namen <em>„Vostok”</em> bekannt wurde, wurde vorzeitig abgeschlossen, wobei sich das Team der neu gegründeten Baufirma <em>„Kultbytstroi”</em> des Trusts <em>„Altaisvinetsstroi”</em> besonders hervorgetan hatte.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein tragischer Zwischenfall: Der Deckeneinsturz im „Vostok“</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Doch schon bald wurde das Kino auf traurige Weise <em>„berühmt”</em>. Am 9. September 1954 stürzte die Decke des Zuschauer:innen-Raums ein. Dies geschah weniger als ein Jahr nach der Fertigstellung des Gebäudes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/umwelt-und-technologie/oeskemen-leben-mit-dem-smog/">Öskemen: Leben mit dem Smog</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einwohner:innen der Stadt erinnern sich: Dieser Vorfall wurde sogar im Physikunterricht der Oberstufe als typisches Beispiel für das Phänomen der Resonanz behandelt. Auslöser war ein Ventilator, der nach Ende der Filmvorführung eingeschaltet wurde, um den Saal zu lüften. Die Vibrationen des Ventilators übertrugen sich auf die Deckenbalken, was zum Einsturz führte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Untersuchungskommission stellte fest: Die Deckenkonstruktionen wurden im Mai 1953 von <em>„Kultbytstroi“</em> montiert und installiert, wobei das Material auf persönliche Anweisung des Bauleiters ohne jegliche Berechnungen und Abstimmungen ausgetauscht wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Glücklicherweise wurde bei dem Vorfall niemand verletzt, es entstand lediglich ein Sachschaden in Höhe von 45.000 Rubel (ca. 500 €).</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Vom Kinderkino zum Handelsstandort</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 1965 war das Kino in der Krasnooktyabrskaia-Straße 47 als Kinderkino <em>„Orlenok“</em> bekannt – unter diesem Namen war es etwa 30 Jahre lang in Betrieb. Genau hier konnten viele der älteren Einwohner:innen von Ust-Kamenogorsk als Kinder zum ersten Mal Kinofilme und Zeichentrickfilme sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Beginn der 90er Jahre und dem Niedergang des regionalen Kinonetzwerks wurden die Vorführungen eingestellt. Mitte der 90er Jahre gab es Versuche, das Kinogebäude wieder seiner ursprünglichen Nutzung zuzuführen, doch schließlich wurde es 1999 verkauft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Infolgedessen wurde das ehemalige Kino <em>„Orlenok”</em> zunächst als Nachtclub und später als Wettbüro bekannt. Heute beherbergt das Gebäude verschiedene Handelsunternehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zyrianovsk und Schemonaicha: Regionale Eigenentwürfe</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kino <em>„Vostok“</em>, auch bekannt als <em>„Orlenok“</em>, wurde nach einem bekannten Standardentwurf gebaut. Im Gegensatz dazu entstanden im gleichen Zeitraum in zwei Ortschaften der Region Ostkasachstan Gebäude, die sich durch ihre architektonische Gestaltung auszeichneten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1949 wandte sich die regionale Kinobehörde an das Planungsbüro <em>„Oblproekt“</em> in Ust-Kamenogorsk: Es sollte ein neues Kino gebaut werden. So wurden bereits im August 1949 die Entwürfe für ein Kino mit 300 Plätzen für <a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%90%D0%BB%D1%82%D0%B0%D0%B9_(%D0%B3%D0%BE%D1%80%D0%BE%D0%B4,_%D0%9A%D0%B0%D0%B7%D0%B0%D1%85%D1%81%D1%82%D0%B0%D0%BD)">Zyrianovsk</a> und <a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%A8%D0%B5%D0%BC%D0%BE%D0%BD%D0%B0%D0%B8%D1%85%D0%B0">Schemonaicha</a> vorbereitet. Die Autor:innen des Projekts waren die Architekt:innen Gennadi Nikolaievitsch Alekseiev und Tamara Nikolaevna Vinogradova.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessanterweise stellte die Autorin auf der Zeichnung der Hauptfassade Plakate der 1949 beliebten <a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%A1%D1%87%D0%B0%D1%81%D1%82%D0%BB%D0%B8%D0%B2%D1%8B%D0%B9_%D1%80%D0%B5%D0%B9%D1%81">Filmkomödie <em>„Glückliche Reise”</em></a> dar.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gemeinsame Pläne und bauliche Besonderheiten</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bau des neuen Kulturgebäudes in Schemonaicha war bereits in den Vorkriegsjahren geplant, jedoch beschränkte sich das Vorhaben lediglich auf die Errichtung des Fundaments. Da laut Auftrag des Kunden – der Kinobehörde – beide Gebäude nach einem einheitlichen Entwurf gebaut werden sollten, wurden die Abmessungen des alten Fundaments auf das neu zu errichtende Kino in Zyrianovsk (heute Altai) übertragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/weibliches-kino-aus-zentralasien/">Weibliches Kino aus Zentralasien</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Zuschauer:innen-Raum, dem Kassenbereich, dem Foyer und den Technikräumen wurden in den Entwürfen auch die Unterbringung einer Snackbar und eines Clubraums berücksichtigt. Der Entwurf sah drei Varianten für die Seitenfassaden vor: mit kleinen Fenstern, mit großen Fenstern und ohne Fenster. Tatsächlich wurde in beiden Ortschaften die Variante ohne Fenster im Zuschauer:innen-Raum umgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wandmaterial beider Gebäude war laut Projekt Schlackenbeton, im Gegensatz zu anderen Backsteingebäuden. Diese Wahl war für Shemonaikha besonders relevant, da Backsteine Mangelware waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessanterweise schlug der Leiter der Abteilung für Kinofilmverbreitung des Bezirks Zyrianovo, I. Loktev, im selben Jahr 1949 ein eigenes Projekt für ein Freizeitgebäude vor. Neben einem Kinosaal, einem Lesesaal und einem Foyer vergaß der Beamte nicht, auch sein eigenes Arbeitszimmer in den Entwurf aufzunehmen. Offensichtlich wurde diese Variante nicht angenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die regionale Architekturabteilung lehnte auch den ursprünglichen Entwurf des Masterplans für das Kino in Zyrianovsk ab, der 1949 von <em>„Oblproekt“</em> erstellt worden war. Tatsächlich wurde das Gebäude im selben Stadtteil, am Ende der Sovetskaia-Straße in der Nähe des Flusses Maslianka, errichtet, jedoch um 180 Grad gegenüber dem zuvor genehmigten Plan gedreht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Schicksal der Kinos <em>„Rodina“</em> und <em>„Zaria“</em></strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kino in Zyrianovsk erhielt den Namen <em>„Rodina“</em> und wurde bis 1953 fertiggestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Masterplan für den Bau des Gebäudes in Schemonaicha blieb unverändert: Das Gebäude wurde im Zentrum des Dorfes auf einem vorhandenen Fundament aus Schotter und Beton entlang der Bazarnaia-Straße (später Tschapaev-Straße, heute Alexander-Kaporin-Straße) gegenüber dem Marktplatz und neben der Ostrovski-Mittelschule errichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So große Bauwerke in Städten und Arbeitersiedlungen wurden in der Regel unter Einbeziehung eines Generalunternehmers errichtet. Dazu gehörten beispielsweise der Trust <em>„Bolschoi Ridder“</em> in den 1930er Jahren und der Trust <em>„Altaisvinetsstroi“ </em>in den 1950er Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bau des Kinos in Schemonaicha wurde hingegen von der örtlichen Kinobehörde geleitet – auf wirtschaftliche Weise, nach der Methode des <a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%93%D0%BE%D1%80%D1%8C%D0%BA%D0%BE%D0%B2%D1%81%D0%BA%D0%B8%D0%B9_%D0%BC%D0%B5%D1%82%D0%BE%D0%B4"><em>„Volksbaus”</em></a>. Die ersten Arbeiten begannen 1949, im Laufe des folgenden Jahres wurden die Schlackenbetonwände gegossen. Im Juli 1950 wurde der Bau jedoch eingestellt, und aufgrund aller Änderungen in der Kostenvoranschlagsdokumentation und fehlender Finanzierung wurde der Bau erst 1952 fortgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 3. August 1953 wurde der Bau des Kinos abgeschlossen und darin eine Parteikonferenz des Bezirks Schemonaicha abgehalten. Damals wurde auch der Vorschlag gemacht, das Kino <em>„Zaria”</em> zu nennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Privatisierung hat auch die Kinosäle von Zyrianovsk und Schemonaicha nicht verschont, aber die Gebäude blieben erhalten. Das Material der Wände – Schlackenbeton – konnte kaum wiederverwendet werden, was man von vielen Gebäuden in der Region Ostkasachstan nicht behaupten kann, die bis auf die Grundmauern abgerissen wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/aus-der-blauen-steppe-kommen-wir-ein-schulexperiment-im-kasachischen-hinterland/">Aus der blauen Steppe kommen wir – Ein Schulexperiment im kasachischen Hinterland</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kino <em>„Zaria“</em> in Schemonaicha wird als Verkaufsstelle genutzt. Dabei sind noch immer die ursprünglichen architektonischen Details erhalten, die stellenweise durch eine neue Verkleidung verdeckt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kino <em>„Rodina“</em> in der Stadt Altai – im ehemaligen Zyrianovsk – sieht zwar nach Jahrzehnten noch intakt aus, ist aber komplett für die Öffentlichkeit gesperrt. Es befindet sich auf einem privaten, umzäunten Grundstück. Auf Fotos aus dem Jahr 2012 sind noch originale Details des Gebäudes zu sehen. Heute ist das ehemalige Kino neu verputzt und seiner <em>„ursprünglichen“</em> Verzierungen beraubt, auch die Fenster sind ausgetauscht worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein architektonisches Erbe Ostkasachstans</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">So wurde in der Region Ostkasachstan für den Bau von Kinos ein wenig verbreitetes, fortschrittliches Projekt verwendet, das zudem zeitlich weit zurückliegt – in die Vorkriegsjahre. Außerdem wurde ein weit verbreitetes Projekt im neoklassizistischen Stil verwendet. Schließlich wurde ein völlig einzigartiges Projekt von Architekt:innen aus Ust-Kamenogorsk umgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bei der Erstellung dieses Textes wurden Materialien aus dem Staatsarchiv der Region Ostkasachstan verwendet.</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Artem Smirnov, Ortskundler, Ust-Kamenogorsk, für Vlast</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://vlast.kz/gorod/64018-sovetskie-kinoteatry-vostocnogo-kazahstana.html">Russischen</a> von Irina Radu</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<title>Hier lebten Ranewskaja, Achmatowa, Schwarz&#8230; &#8211; Duschanbes abgerissene Häuser und ihre berühmten Bewohner</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jan 2026 20:06:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Duschanbe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den letzten Jahren wurden in Duschanbe viele Geb&#xE4;ude aus der Mitte des letzten Jahrhunderts abgerissen. Einst vertraute Orte, an denen die Einwohner so oft vorbeigegangen sind, sind ihnen nun fremd geworden. Aber wussten wir auch alles &#xFC;ber die abgerissenen H&#xE4;user? Asia-Plus macht einen kleinen historischen Exkurs. Viele Geb&#xE4;ude der Altstadt bewahrten die Erinnerung an [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>In den letzten Jahren wurden in Duschanbe viele Gebäude aus der Mitte des letzten Jahrhunderts abgerissen. Einst vertraute Orte, an denen die Einwohner so oft vorbeigegangen sind, sind ihnen nun fremd geworden. Aber wussten wir auch alles über die abgerissenen Häuser? Asia-Plus macht einen kleinen historischen Exkurs.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Gebäude der Altstadt bewahrten die Erinnerung an die Vergangenheit und ihre Bewohner, darunter auch sehr berühmte Persönlichkeiten. Diese Häuser schufen eine besondere Aura, nicht nur wegen ihrer Architektur, sondern vor allem wegen ihrer früheren Bewohner und ihrer Geschichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders interessant sind die der Menschen, die während des Krieges in Stalinobod (so hieß <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Duschanbe">Duschanbe</a> von 1929 bis 1961, Anm. d. Ü.) lebten. So wurde beispielsweise die beliebte sowjetische Schauspielerin Liudmila Tschursina während der Evakuierung hier geboren; auch der Feuerwehrmann Emil Braginskij, Drehbuchautor des Films <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ironie_des_Schicksals">I</a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ironie_des_Schicksals">ronie des Schicksals</a> kam aus Stalinobod. Hier wurde auch der Schriftsteller <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Nikolajewitsch_Woinowitsch">Wladimir Wojnowitsch</a> geboren, der später Autor von „<em>Das Leben und die ungewöhnlichen Abenteuer des Soldaten Iwan Tschonkin</em>“ wurde.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Oder nehmen wir das „<em>Haus der Spezialisten</em>“ in der Kuibyschew-Straße: Dort lebten neben Schauspielern, Regisseuren und Künstlern auch Ärzte und Lehrer von mittleren und höheren Bildungseinrichtungen der Republik. In den Jahren 1941-1944 wurde die Anzahl noch größer, denn viele Familien von Schauspielern, Wissenschaftlern, Ärzten, Lehrern und Militärs wurden nach Stalinobod evakuiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Evakuierung lebte hier in Wohnung Nr. 19 die bekannte Theater- und Filmschauspielerin <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Faina_Georgijewna_Ranewskaja">Fajna Ranewskaja</a>. Im Herbst 1942 und Frühjahr 1943 drehte sie im Filmstudio von Stalinobod den Film „<em>Die neuen Abenteuer des Schwejk</em>“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/zentralasien-und-europa/mit-dem-architectural-guide-almaty-die-stadt-entdecken/">Mit dem „Architectural Guide Almaty“ die Stadt entdecken</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur gleichen Zeit kam die Dichterin <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Andrejewna_Achmatowa">Anna Achmatowa</a> in die Stadt, wo sie den Epilog ihres berühmten Werkes „<em>Poem ohne Helden</em>“ schrieb. Darunter schrieb sie: „<em>Duschanbe 1942</em>“. Das ist ein relevantes Detail, denn somit gab Achmatowa der Stadt symbolisch ihren früheren Namen zurück (aus der Zeit, als Stalin noch nicht an der Macht war, Anm. d. Ü.).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf den ersten Blick könnten all diese Details und Geschichten wie unbedeutende Kleinigkeiten wirken. Das ist nicht aber so! Vor allem nicht für diejenigen, die sie wie Narben im Herzen an ihre Kindheit, Jugend und das alte Duschanbe erinnern&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Haus der Spezialisten</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im „<em>Haus der Spezialisten</em>“ in der Kuibyschew-Straße 10 lebten während des Krieges nicht nur Fajna Ranewskaja und Anna Achmatowa. In der Wohnung Nr. 29 wohnte mit seiner Familie der erste Kommandant Berlins und Held der Sowjetunion, Generaloberst <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolai_Erastowitsch_Bersarin">Nikolaj Erastowitsch Bersarin</a>. In der Nachbarwohnung lebte die bekannte Theater- und Filmschauspielerin Lidia Petrowna Sucharewskaja und in den Nachkriegsjahren wohnten hier die Helden der Sowjetunion Michail Iwanowitsch Nowoseltsew und Chodi Isabajewitsch Kindschajew.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Haus in der Puschkin-Straße Nr. 12</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Haus lebte von 1942 bis 1944 <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jewgeni_Lwowitsch_Schwarz">Jewgenij Schwarz</a>, ein herausragender sowjetischer Dramatiker, Prosa- und Drehbuchautor. Noch zu seinen Lebzeiten war sein Name Symbol für Kindheit, Freundschaft und Liebe, und für den Sieg des Guten über das Böse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die von ihm geschriebenen Märchen-Theaterstücke und Drehbücher brillianter Spielfilme sind Schätze der Weltliteratur und des Kinos: „<em>Aschenputtel</em>“, „<em>Marja-Tausendkünstlerin</em>“, „<em>Die Schneekönigin</em>“, „<em>Ein gewöhnliches Wunder</em>“. In diesem Haus schrieb er sein bestes Märchen – „<em>Der Drache</em>“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„<strong>Das Haus mit den Amphoren“</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eines der ersten dreistöckigen Häuser in Duschanbe war bekannt als „Das Haus mit den Amphoren“ in der Swiridenko-Straße (1937). Hier lebten bekannte Persönlichkeiten der Kultur- und Kunstszene sowie Parteimitglieder und Regierungsbeamte Tadschikistans.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Haus lebte der Ingenieur Nikolaj Dawydowitsch Swiridenko. In den 1930er Jahren wurden nach seinen Entwürfen und unter seiner Leitung im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wachsch">Wachsch</a>-Tal (an der Grenze zu Afghanistan, Anm. d. Ü.) Wasserbauwerke, Hauptkanäle und andere Bewässerungsanlagen gebaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/duschanbe-die-sowjetische-architektur-verschwindet/">Duschanbe: Die sowjetische Architektur verschwindet</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1940 war er Chefingenieur des Projekts und Leiter des Baus des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Großer_Ferghanakanal">Großen Fergana-Kanals</a> und des Großen Hissar-Kanals sowie Leiter des Baus der Schmalspurbahn von Stalinobod nach Kurgan-Tjube (heute <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bochtar">Bochtar</a>, Anm. d. Red.) in den Jahren 1941-1942.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach seinem Entwurf wurde in Duschanbe auch der „Komsomolskoe-See” angelegt. 1941 wurde er stellvertretender Regierungschef und gleichzeitig Minister für Optimierung und Wasserwirtschaft der Tadschikischen SSR. Diese Ämter bekleidete er bis zu seinem Lebensende.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Haus in der Ajni-Straße</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Haus in der Ajni-Straße lebte und arbeitete von 1938 bis 1951 <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jewgeni_Nikanorowitsch_Pawlowski">JewgjenijNikanorowitsch Pawlowskij</a> – ein Wissenschaftler von Weltruf, Akademiemitglied der Akademie der Wissenschaften der UdSSR, Akademiemitglied der Akademie der Medizinischen Wissenschaften der UdSSR, Held der Sozialistischen Arbeit, Generalleutnant des Sanitätsdienstes, Ehrenakademiker der Akademie der Wissenschaften der Tadschikischen SSR und Präsident der Geografischen Gesellschaft der UdSSR.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/die-geschichte-des-legendaeren-teehauses-rochat-in-duschanbe/">Die Geschichte des legendären Teehauses „Rohat“ in Duschanbe</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">1928 kam er aus Russland in die Tadschikische SSR, um das tadschikische Volk vor Cholera, Pest, Malaria, Typhus und anderen Infektionskrankheiten zu retten und zu heilen. Seine Leistung war enorm: Sein Name ist für immer in die Geschichte des tadschikischen Volkes eingegangen. Denn diese Krankheiten hatten Tausende von Menschenleben gekostet.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Haus in der Kuibyschew-Straße</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Noch ein Haus in der Kuibyschew-Straße hat eine historische Bedeutung. Es wurde speziell für Künstler und Wissenschaftler gebaut. Hier lebte der Organisator des Gesundheitswesens der Republik, Professor Leonid Fedorowitsch Paradoksow(1890-1954): ein herausragender Arzt, Pädagoge, Korrespondent der Akademie der Wissenschaften der Tadschikischen SSR. Auch sein Name ist in die Geschichte des Gesundheitswesens und der medizinischen Wissenschaft Tadschikistans eingegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/wie-das-haus-der-kommunikation-einst-duschanbe-mit-der-ganzen-welt-verband/"><strong>Wie das „Haus der Kommunikation“ einst Duschanbe mit der ganzen Welt verband</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang 1941 bezog auch Georgij Pawlowitsch Menglet, sowjetischer und russischer Schauspieler, Volkskünstler der Tadschikischen SSR und einer der Gründer des <em>„Russischen Dramentheaters W. Majakowskij“ </em>(auch dieses Gebäude wurde leider 2016 abgerissen, Anm. d. Ü.), eine Wohnung in diesem Haus. Hier lebte von 1941 bis 1945 auch seine Tochter Maja Georgiewna, sowjetische und russische Theater- und Filmschauspielerin.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Haus in der Istarawschan-Straße</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Haus lebte Alexander Alexandrowitsch Semjonow (1873–1958) – russischer und sowjetischer Orientalist, Doktor der Geschichtswissenschaften, Professor, einer der Gründer der Universität Taschkent, Mitglied der Akademie der Wissenschaften der Tadschikischen SSR (1951), Korrespondent der Akademie der Wissenschaften der Usbekischen SSR (1943), sowie erster Direktor und Gründer des Instituts für Geschichte, Archäologie und Ethnographie der Akademie der Wissenschaften der Tadschikischen SSR (seit 1954).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Semjonow wurde mit zahlreichen Orden des Russischen Reiches, des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Emirat_Buchara">Emirats Buchara</a> und der Sowjetunion ausgezeichnet. Nach seinem Tod wurde seine Wohnung in ein Museum umwandelt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Haus am Rudaki-Prospekt</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hier lebte die sowjetische und tadschikische Ballerina, Volkskünstlerin der UdSSR, Choreografin, Ballettregisseurin und Schauspielerin, erste Ballerina des Ajni-Theaters für Oper und Ballett – <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Malika_Sobirowa">Malika Sobirowa</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Haus Nr. 2 in der Ordschonikidse-Straße</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Haus Nr. 2 in der Ordschonikidse-Straße, Wohnung Nr. 25, lebte in seinen letzten Lebensjahren der herausragende russische und sowjetische Diplomat, Orientalist, Forscher der Kultur des tadschikischen Volkes, korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften der UdSSR, Ethnograph und Sprachwissenschaftler, verdienter Wissenschaftler der Tadschikischen und der Usbekischen SSR, Michail Stepanowitsch Andrejew.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„<strong>Häuser mit Arkaden”</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dies war ein Wohnviertel (1956) am Rudaki-Prospekt (ehemaliger Lenin-Prospekt). In diesen Häusern lebte die gesamte Elite der lokalen Intelligenz – Komponisten, Schriftsteller, Dichter, unter anderem der Dichter Muhammadjon Rahimi.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gebäude des Rates der Volkskommissare</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem historischen Gebäude lebten und arbeiteten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nusratullo_Machsum">Nusratullo Mahsum</a>, Schirinscho Schotemur, Abdurahim Hodschibajew, Tschinor Imomow, Dmitrij Protopopow, Suren Schadunts, Mamadali Qurbonow, Urumbaj Aschurow, Mirso Husejnow und viele andere Staatsmänner der Republik, die eine Schlüsselrolle bei der Gründung der tadschikischen Staatlichkeit spielten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Haus in der Kirow-Straße</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hier verbrachte der russische Prosaautor, Dichter und Dramatiker Wladimir Nikolajewitsch Wojnowitsch, Autor des Romans „<em>Das Leben und die außergewöhnlichen Abenteuer des Soldaten Iwan Tschonkina</em>“, seine Kindheit. Er wurde in Stalinobod als Sohn des Journalisten Nikolaj Wojnowitsch geboren, der als Sekretär der republikanischen Zeitung „<em>Kommunist Tadschikistans</em>” tätig war.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Bilder von den Gebäuden und prominenten Bewohnern findet ihr im <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/life/culture/20250823/zdes-zhili-ranevskaya-ahmatova-shvarts-dushanbinskie-zdaniya-hranivshie-pamyat-ob-izvestnih-lyudyah">Originalartikel</a>.</em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Gafur Schermatow für Asia Plus</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/life/culture/20250823/zdes-zhili-ranevskaya-ahmatova-shvarts-dushanbinskie-zdaniya-hranivshie-pamyat-ob-izvestnih-lyudyah">Russischen</a> von Giulia Manca</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<title>Eintritt in die kalte Jahreszeit</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2026 04:30:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Strahlende Wintersonne und klirrende K&#xE4;lte: ideale Bedingungen f&#xFC;r einen Bummel &#xFC;ber den Registan-Platz in Samarkand. Der Strom aus Touristen, Fotoapparaten und bunten F&#xE4;hnchen der organisierten Besichtigungen hat sich verzogen. Zur&#xFC;ck bleibt die Stille der alten Steine. Mit dem Winter kehren die Nebensaison und die unerbittliche K&#xE4;lte zur&#xFC;ck. Nachdem die Menschenmassen der milderen Monate verschwunden sind, [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Strahlende Wintersonne und klirrende Kälte: ideale Bedingungen für einen Bummel über den <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Registan_(Samarqand)">Registan-Platz</a></strong> in <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Samarqand">Samarkand</a></strong>. Der Strom aus Touristen, Fotoapparaten und bunten Fähnchen der organisierten Besichtigungen hat sich verzogen. Zurück bleibt die Stille der alten Steine. Mit dem Winter kehren die Nebensaison und die unerbittliche Kälte zurück. Nachdem die Menschenmassen der milderen Monate verschwunden sind, fegt der Wind über die historischen Stätten Samarkands. Wenn sie dem Glatteis entgehen, können die wenigen Winterbesucher die Blautöne der Moscheen und Madrasas im Licht des Januars bewundern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Foto : Hélène Garnier&nbsp;(Frankreich</strong>,&nbsp;<strong><a href="http://instagram.com/suneclat">@suneclat</a></strong>)</p>


<p><a style="color: #f57d20; text-decoration: underline;" href="https://www.novastan.org/de/cat/bild-des-tages/">Hier</a> geht’s zu mehr Bildern des Tages. Sie können einige davon kaufen und zu Hause empfangen: <span style="color: #ff6600;"><a style="color: #ff6600;" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/du-kannst-das-bild-des-tages-von-novastan-auch-kaufen/">hier ist die Liste</a></span>! Wenn Sie Ihr Bild nicht in der Liste finden, schicken Sie uns eine E-Mail an <span style="text-decoration: underline;"><a href="mailto:photo@novastan.org">photo@novastan.org</a></span>.</p>
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		<title>Die Koukeldash-Madrasa in Taschkent</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2025 04:30:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Innenhof der Madrasa Koukeldash in Taschkent erscheint in einer Spitzbogen&#xF6;ffnung. Sie wurde um 1570 unter der Herrschaft des Schajbaniden-Khans Dervish Khan erbaut und verdankt ihren Namen ihrem Auftraggeber, einem Wesir mit dem Spitznamen Koukeldash &#x2013; &#x201E;Milchbruder des Khans&#x201D;. Sie ist die gr&#xF6;&#xDF;te Madrasa in der Hauptstadt Usbekistans. Zun&#xE4;chst in eine Karawanserei umgewandelt, wurde sie [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/bild-des-tages/die-koukeldash-medresse-in-taschkent/">Die Koukeldash-Madrasa in Taschkent</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Innenhof der Madrasa Koukeldash in <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Taschkent">Taschkent </a></strong>erscheint in einer Spitzbogenöffnung. Sie wurde um 1570 unter der Herrschaft des <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schaibaniden">Schajbaniden</a></strong>-Khans Dervish Khan erbaut und verdankt ihren Namen ihrem Auftraggeber, einem Wesir mit dem Spitznamen Koukeldash – „Milchbruder des Khans”. Sie ist die größte Madrasa in der Hauptstadt Usbekistans. Zunächst in eine Karawanserei umgewandelt, wurde sie in der Zarenzeit zu einem Gefängnis. Sie war eines der wenigen religiösen Gebäude, die beim v<strong><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/1966_Tashkent_earthquake">erheerenden Erdbeben von 1966</a></strong>, das etwa 80 Prozent der Stadt zerstörte, stehen blieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Foto : <strong>Martin Scheer</strong>&nbsp;(<strong><a href="https://www.instagram.com/martin.j.sc/?next=%2Fcharliejamstore%2Ftagged%2F&amp;locale=%E7%B2%BE%E4%BB%BFgucci%E5%93%AA%E9%87%8C%E6%9C%89%E5%8D%96%E3%80%8C%E5%BE%AE%E4%BF%A1198099199%E3%80%8DbBYc&amp;hl=fr">@martin.j.sc</a></strong>, Deutschland)</p>


<p><a style="color: #f57d20; text-decoration: underline;" href="https://www.novastan.org/de/cat/bild-des-tages/">Hier</a> geht’s zu mehr Bildern des Tages. Sie können einige davon kaufen und zu Hause empfangen: <span style="color: #ff6600;"><a style="color: #ff6600;" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/du-kannst-das-bild-des-tages-von-novastan-auch-kaufen/">hier ist die Liste</a></span>! Wenn Sie Ihr Bild nicht in der Liste finden, schicken Sie uns eine E-Mail an <span style="text-decoration: underline;"><a href="mailto:photo@novastan.org">photo@novastan.org</a></span>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Patchworks</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Dec 2025 04:30:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Handel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#xDC;ber einen Stapel bestickter Stoffe, sogenannte Suzani, gebeugt, richtet ein Mann in einer Weste mit Atlasmustern seinen Laden in der Stadt Buchara in Usbekistan her. Buchara war einst eine wichtige Station an der Seidenstra&#xDF;e und geh&#xF6;rte zu den gro&#xDF;en Handelszentren Zentralasiens. An der Kreuzung der Hauptverkehrsadern der Altstadt befanden sich &#xFC;berdachte Einkaufspassagen, sogenannte T&#xE2;q, von [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Über einen Stapel bestickter Stoffe, sogenannte <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Suzani">Suzani</a></strong>, gebeugt, richtet ein Mann in einer Weste mit Atlasmustern seinen Laden in der Stadt <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Buxoro">Buchara</a></strong> in Usbekistan her. Buchara war einst eine wichtige Station an der <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Seidenstra%C3%9Fe">Seidenstraße</a></strong> und gehörte zu den großen Handelszentren Zentralasiens. An der Kreuzung der Hauptverkehrsadern der Altstadt befanden sich überdachte Einkaufspassagen, sogenannte Tâq, von denen heute noch drei erhalten sind: Tâq-e Zargarân (die Kuppel der Juweliere), Tâq-e Telpaq-Forushân (die Kuppel der Hutmacher) und Tâq-e Sarrafân (die Kuppel der Geldwechsler). Diese Markthallen wurden in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts unter der Dynastie der <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schaibaniden">Schaybaniden</a></strong> erbaut und haben die Architektur der Altstadt nachhaltig geprägt. Heute sind sie ein Anziehungspunkt für Touristen, die dort mehr oder weniger authentische Souvenirs kaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Foto : Etienne de Vaumas (Frankreich) </p>


<p><a style="color: #f57d20; text-decoration: underline;" href="https://www.novastan.org/de/cat/bild-des-tages/">Hier</a> geht’s zu mehr Bildern des Tages. Sie können einige davon kaufen und zu Hause empfangen: <span style="color: #ff6600;"><a style="color: #ff6600;" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/du-kannst-das-bild-des-tages-von-novastan-auch-kaufen/">hier ist die Liste</a></span>! Wenn Sie Ihr Bild nicht in der Liste finden, schicken Sie uns eine E-Mail an <span style="text-decoration: underline;"><a href="mailto:photo@novastan.org">photo@novastan.org</a></span>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Spiegelbilder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2025 04:30:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Sowjetische Architektur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Almaty, vielleicht mehr als anderswo in den zentralasiatischen Steppen, spiegeln sich die Schichten der Vergangenheit in den verschiedenen architektonischen Fassaden wider. Die Verlegung der Hauptstadt nach Astana im Jahr 1997 bewahrte viele sowjetische Geb&#xE4;ude vor der massiven Zerst&#xF6;rung, insbesondere die symboltr&#xE4;chtigsten Bauwerke, die von Dinmukhamed Kunayev (1912-1993) initiiert wurden. Diese modernistischen Geb&#xE4;ude sind nun [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">In <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Almaty">Almaty</a></strong>, vielleicht mehr als anderswo in den zentralasiatischen Steppen, spiegeln sich die Schichten der Vergangenheit in den verschiedenen architektonischen Fassaden wider. Die Verlegung der Hauptstadt nach <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Astana">Astana</a></strong> im Jahr 1997 bewahrte viele sowjetische Gebäude vor der massiven Zerstörung, insbesondere die symbolträchtigsten Bauwerke, die von <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dinmuchamed_Qonajew">Dinmukhamed Kunayev (1912-1993)</a></strong> initiiert wurden. Diese modernistischen Gebäude sind nun Gegenstand von Bürgerinitiativen, <strong><a href="http://www.monumentalalmaty.com/">die darauf abzielen, ein durch die Privatisierung des Immobilienbestands bedrohtes Kulturerbe zu schützen</a></strong>. Almaty, eine Gartenstadt, die für die Integration von Vegetation in ihre Stadtplanung bekannt ist, sieht heute, wie sich ihre Straßen mit neuen Gebäuden mit verspiegelten Glasfassaden füllen. Diese Bauten sollen symbolisch für eine globalisierte futuristische Architektur stehen, ähnlich wie in Astana. Dieser Stil stößt jedoch auf gemischte Reaktionen, wie die Reaktionen auf die Renovierung des Palastes der Republik zeigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Foto : Simone Bergonzi</strong> (Italien, <strong><a href="http://instagram.com/simobergz">@simobergz</a></strong>))</p>


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