<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Arbeitsmigrant:innen Archives</title>
	<atom:link href="https://novastan.org/de/tag/arbeitsmigrantinnen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://novastan.org/de/tag/arbeitsmigrantinnen/</link>
	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Fri, 27 Sep 2024 19:05:58 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2020/08/cropped-Logo_2_2000-1700-300DPI-32x32.png</url>
	<title>Arbeitsmigrant:innen Archives</title>
	<link>https://novastan.org/de/tag/arbeitsmigrantinnen/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Tadschikistan und Kirgistan mit unterschiedlichen Reaktionen auf verschärfte Lage von Arbeitsmigrant:innen in Russland</title>
		<link>https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-und-kirgistan-mit-unterschiedlichen-reaktionen-auf-verschaerfte-lage-von-arbeitsmigrantinnen-in-russland/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-und-kirgistan-mit-unterschiedlichen-reaktionen-auf-verschaerfte-lage-von-arbeitsmigrantinnen-in-russland/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Sep 2024 16:45:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmigrant:innen]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmigration]]></category>
		<category><![CDATA[Crocus City Hall]]></category>
		<category><![CDATA[Eurasische Wirtschaftsunion]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=40247</guid>

					<description><![CDATA[<p>Infolge des Attentats auf die Moskauer Veranstaltungshalle &#x201E;Crocus City Hall&#x201C; im M&#xE4;rz 2024 kam es in Russland zu Razzien der Polizei gegen&#xFC;ber zentralasiatischen Arbeitsmigrant:innen sowie zu verst&#xE4;rkten Anfeindungen. Inzwischen werden auch zahlreiche Arbeitsmigrant:innen an der russischen Grenze zur&#xFC;ckgewiesen. Tadschikistan und Kirgistan begegnen diesen Entwicklungen auf unterschiedliche Weise. Viele der Arbeitsmigrant:innen in Russland stammen aus Tadschikistan [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-und-kirgistan-mit-unterschiedlichen-reaktionen-auf-verschaerfte-lage-von-arbeitsmigrantinnen-in-russland/">Tadschikistan und Kirgistan mit unterschiedlichen Reaktionen auf verschärfte Lage von Arbeitsmigrant:innen in Russland</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Infolge des </strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Anschlag_in_Krasnogorsk#Russland"><strong>Attentats</strong></a><strong> auf die Moskauer Veranstaltungshalle „Crocus City Hall“ im März 2024 kam es in Russland zu Razzien der Polizei gegenüber zentralasiatischen Arbeitsmigrant:innen sowie zu verstärkten Anfeindungen. Inzwischen werden auch zahlreiche Arbeitsmigrant:innen an der russischen Grenze zurückgewiesen. Tadschikistan und Kirgistan begegnen diesen Entwicklungen auf unterschiedliche Weise.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele der Arbeitsmigrant:innen in Russland stammen aus Tadschikistan und Kirgistan, doch die beiden Länder hängen in unterschiedlichem Maße von Russland ab. Zwar sehen sich die Arbeitsmigrant:innen aus beiden Ländern in Russland oft ähnlichen Problemen gegenüber, die Herangehensweisen von Tadschikistan und Kirgistan zur Lösung dieser Probleme ist jedoch nicht immer dieselbe.</p>



<div class="flex flex-col md:flex-row justify-evenly items-center bg-yellow-100 my-20 p-10 space-y-10 subscribe">
	<div class="container flex flex-col lg:flex-row justify-between">
		<div class="flex flex-col w-full lg:w-3/5 pb-4">
			<h2 class="text-3xl text-secondary font-bold mb-4 text-[#749D02]">
								Unterstützt Novastan &#8211; das europäische Zentralasien-Magazin 
			</h2>
				Als vereinsgetragene, unabhängige Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#8211; und von eurer Unterstützung! 
						</div>
		<div class="flex flex-col w-full lg:w-2/5 justify-items-center justify-center pb-4">
			<div class="rounded-md bg-accent-500 px-10 py-5 text-center w-72 mx-auto">
											<a class="block rounded bg-white p-2 mt-4 font-bold" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Novastan unterstützen</a>
							</div>
		</div>
	</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">In Russland setzen sich die Einschränkungen für Arbeitsmigrant:innen auf unterschiedlichen Ebenen fort. Neben den verschärften gesetzlichen Bedingungen klagen Arbeitsmigrant:innen weiterhin über die Verweigerung der Einreise nach Russland an den Flughäfen und an Grenzpunkten auf der Landroute. Anfang August <a href="https://rus.ozodi.org/a/v-aeroportu-sheremetjevo-okolo-50-grazhdanam-tadzhikistana-otkazali-vo-vezde-v-rossiyu-/33060957.html">berichtete Radio Ozodi</a> bereits über mehr als 50 Staatsbürger:innen Tadschikistans, denen die Einreise nach Russland am <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Moskau-Scheremetjewo">Flughafen Scheremetjewo</a> in Moskau verwehrt wurde. Zudem erklärten die Migrant:innen, dass es ihnen nicht gelungen war, zu einem Vertretenden der Botschaft Tadschikistans durchzudringen, der sie bei der Lösung der Einreiseprobleme hätte unterstützen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/situation-zentralasiatischer-migrierter-in-russland-verschlechtert-sich/"><strong>Situation zentralasiatischer Migrierter in Russland verschlechtert sich</strong></a><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Während offizielle Vetreter:innen Tadschikistans erklären, dass der Druck auf die Migrant:innen nicht im Zusammenhang mit der Politik Moskaus stünde, sondern vielmehr durch die Massenmedien zustande käme, beklagen sich Staatsvertreter:innen Kirgistans auf offiziellem Wege über Einreiseprobleme ihrer Staatsbürger:innen nach Russland. So sprach etwa der stellvertretende Außenminister Kirgistans, Almas Imangasiew, das Thema bei einem Treffen mit dem russischen Botschafter in Kirgistan, Sergej Wakunowy, Ende Juni an. Gleichzeitig verkündete ein Beamter aus Kirgistan, dass „<em>die kirgistanische Seite Verständnis für die Maßnahmen Russlands hat, die auf die Aufrechterhaltung der Sicherheit des Landes abzielen</em>“.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Unterschiedliches Verhalten gegenüber den Arbeitsmigrant:innen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesprächspartner:innen von Radio Ozodi weisen darauf hin, dass die Machthabenden und diplomatischen Vertreter:innen – trotz einer ähnlichen Abhängigkeit Bischkeks und Duschanbes von der Arbeitsmigration nach Russland – die Interessen ihrer Staatsbürger:innen auf unterschiedliche Weise verteidigen. Ein Beobachter, der die Entwicklungen rund um die Arbeitsmigration in Russland verfolgt, merkt im Gespräch mit Radio Ozodi an, dass sich die Migrationspolitik der beiden Länder vor allem hinsichtlich ihrer Verhaltensweisen gegenüber den Migrant:innen selbst unterscheide. „<em>Die Sache ist die, dass die Machthabenden in Kirgistan auf offizieller Ebene die Wichtigkeit der Migrant:innen für die Wirtschaft Kirgistans anerkennen. Mit diesem Ziel ist Kirgistan auch der </em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eurasische_Wirtschaftsunion"><em>Eurasischen Wirtschaftsunion</em></a><em> (EAWU) beigetreten, um für ihre Bürger:innen bessere Bedingungen im Rahmen des gemeinsamen Arbeitsmarktes zu schaffen</em> (Anm. d. Red.: Dagegen ist Tadschikistan nicht Mitglied der EAWU.). <em>Außerdem verfügt die kirgisische Diaspora in Russland, im Vergleich zur tadschikischen, über deutlich mehr Unabhängigkeit in Fragen der Zusammenarbeit mit den Bürger:innen und mit den russischen Behörden. Dasselbe lässt sich auch in Bezug auf die diplomatischen Vertretungen sagen. Dies macht sie insgesamt mobiler und möglicherweise auch effizienter. Das System Tadschikistans ist vollkommen zentralisiert, sowohl innerstaatlich als auch jenseits der Grenzen. Jede Entscheidung bedarf der Zustimmung von ganz oben. Weder die Diaspora noch die diplomatischen Vertretungen haben irgendeine Autonomie. Zudem wollen die Machthabenden die Arbeitsmigration nicht offiziell als wichtigen Faktor für die Wirtschaft anerkennen, sondern die Migrationsstatistik wird auf alle mögliche Weise nach unten manipuliert</em>“, erzählt der Journalist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach offiziellen Schätzungen haben inzwischen mehr als 600 Tausend Staatsbürger:innen Kirgistans die russische Staatsbürgerschaft erhalten. Zu Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine im Februar 2022 belief sich diese Zahl auf über eine Millionen Menschen. Laut der letzten offiziellen Statistik Kirgistans halten sich mehr als 400 Tausend kirgisische Arbeitsmigrant:innen in Russland auf. Kirgistan ist Teil der Integrationsgemeinschaft der EAWU, welche den Bürger:innen einen unbeschränkten Zugang zum russischen Arbeitsmarkt ermöglicht. Die neuesten Verschärfungen in der russischen Migrationspolitik nötigten Kirgistan zu einer Reaktion. Der Vize-Premierminister, Edil Bajsalow, reagierte im Nachrichtennetzwerk X auf einen Post des russischen Investigativmediums „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/The_Insider_(Magazin)">The Insider</a>“, wonach der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Duma">russischen Staatsduma</a> Entwürfe vorliegen, die es den Migrant:innen verbieten würden, in der Medizin, im Bildungswesen und als Kuriere zu arbeiten, wenn das Gehalt 100 Tausend Rubel (960,70 Euro) übersteigt. Bajsalow äußerte in seiner Reaktion die Hoffnung, dass die vorgeschlagenen Gesetzesänderungen keine Auswirkungen auf die Bürger:innen Kirgistans haben würden. „<em>Andernfalls wird es uns sehr schwerfallen, die Mitgliedschaft in der EAWU gegenüber unserer Bevölkerung zu begründen</em>“, so Bajsalow.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/russlands-armee-braucht-tadschikische-migranten-mehr-denn-je/"><strong>Russlands Armee braucht tadschikische Migranten mehr denn je</strong></a><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anzahl der Migrant:innen aus Tadschikistan ist ein Streitthema zwischen Moskau und Duschanbe. Während Moskau jährlich von einer Einreise von rund zwei Millionen Bürger:innen Tadschikistans nach Russland berichtet, spricht Duschanbe von nur einigen Hundert Tausend. Nach Angaben des tadschikistanischen Ministeriums für Arbeit, Migration und Beschäftigung ist die Anzahl von Arbeitsmigrant:innen aus Tadschikistan nach Russland im ersten Halbjahr 2024 um 16 Prozent auf 392 Tausend Personen zurückgegangen. Der Rückgang erfolgt vor dem Hintergrund des anhaltenden Drucks der russischen Strafverfolgungsbehörden auf Migrant:innen, insbesondere nach dem Terroranschlag auf die Moskauer Konzerthalle „Crocus City Hall“. Ende April diesen Jahres publizierte das Außenministerium Tadschikistans eine Protestnote und äußerte sich darin ernsthaft besorgt über die betont negative Haltung gegenüber tadschikistanischen Staatsbürger:innen. Das Thema Migration wurde auch von Tadschikistans Präsident Emomali Rahmon bei einem Treffen mit Wladimir Putin am 9. Mai angesprochen. Er verwies darauf, dass Terrorismus und Extremismus keine Nationalität haben. Nichtsdestotrotz scheint es, als hätten die Beschränkungen gegenüber Migrant:innen aus Tadschikistan weiterhin zugenommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mögliche Auswirkungen einer Rückkehr von Arbeitsmigrant:innen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die unabhängige Journalistin und Politikwissenschaftlerin Galija Ibragimowa kommt zu dem Schluss, dass die Machthabenden beider Länder ihre Migrant:innen in Russland im Großen und Ganzen nur wenig unterstützen. „<em>Erst in den letzten Jahren haben wir von staatlicher Seite aus Tadschikistan und Kirgistan Unterstützungsbekundungen gegenüber den Migrant:innen gehört. In den Jahren davor war die Staatsmacht nur an den Geldtransfers der Migrant:innen interessiert. Wie es diesen Migrant:innen jedoch erging, war immer zweitranging. Nach dem Attentat auf die „Crocus City Hall“ war es dem Präsidenten Tadschikistans quasi nicht mehr möglich, nicht zu reagieren. Dies verursachte direkte Kosten für das Image seines autoritären Regimes. Dasselbe lässt sich auch über Kirgistan sagen. Die Razzien hatten sogar Auswirkungen auf diplomatische Mitarbeiter:innen des Landes. Mir scheint es, dass sie sich darüber im Klaren sind, dass die russischen Behörden eher nicht reagieren werden, wenn sie sich zu sehr für die Migrant:innen aus ihren Ländern einsetzen. Umgekehrt könnte dies aber eine Rückkehr von Migrant:innen in ihre Heimatländer herbeiführen, wodurch soziale Spannungen entstehen könnten und die Macht der Autokraten direkt bedroht wäre</em>“, so die Journalistin Galija Ibragimowa.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Weltbank beliefen sich die Finanztransaktionen nach Tadschikistan 2023 auf ein Rekordniveau von umgerechnet 5,1 Milliarden Euro, was einem Anstieg um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Nach Kirgistan wurden im gleichen Zeitraum 2,42 Milliarden Euro überwiesen, wovon 97 Prozent von Überweisungen aus Russland stammen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Chursand Churramow für <a href="https://rus.ozodi.org/a/dve-strany-dva-stilya-chem-otlichayutsya-podhody-dushanbe-i-bishkeka-k-trudovym-migrantam-/33075390.html">Radio Ozodi</a></strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russischen von Marie Schliesser</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a id="_msocom_1"></a></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-und-kirgistan-mit-unterschiedlichen-reaktionen-auf-verschaerfte-lage-von-arbeitsmigrantinnen-in-russland/">Tadschikistan und Kirgistan mit unterschiedlichen Reaktionen auf verschärfte Lage von Arbeitsmigrant:innen in Russland</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/tadschikistan/tadschikistan-und-kirgistan-mit-unterschiedlichen-reaktionen-auf-verschaerfte-lage-von-arbeitsmigrantinnen-in-russland/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Situation zentralasiatischer Migrierter in Russland verschlechtert sich</title>
		<link>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/situation-zentralasiatischer-migrierter-in-russland-verschlechtert-sich/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/situation-zentralasiatischer-migrierter-in-russland-verschlechtert-sich/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[vlprzybylinski]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jul 2024 18:19:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmigrant:innen]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmigration]]></category>
		<category><![CDATA[Crocus City Hall]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=39789</guid>

					<description><![CDATA[<p>In Russland verschlechterte sich die Lage f&#xFC;r Migrierte aus Zentralasien nach dem Anschlag auf die Crocus City Hall. Seit diesem Tag hat der russische Staat seine Politik versch&#xE4;rft. Zwischen Einreisebarrieren, Verhaftungen und neuen Anti-Einwanderungsgesetzen scheint die Zukunft f&#xFC;r Menschen aus Zentralasien in Russland immer tr&#xFC;ber. Auch drei Monate nach dem Anschlag auf die Crocus City [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/situation-zentralasiatischer-migrierter-in-russland-verschlechtert-sich/">Situation zentralasiatischer Migrierter in Russland verschlechtert sich</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>In Russland verschlechterte sich die Lage für Migrierte aus Zentralasien nach dem Anschlag auf die Crocus City Hall. Seit diesem Tag hat der russische Staat seine Politik verschärft. Zwischen Einreisebarrieren, Verhaftungen und neuen Anti-Einwanderungsgesetzen scheint die Zukunft für Menschen aus Zentralasien in Russland immer trüber.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch drei Monate nach dem <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/nach-terroranschlag-massive-anfeindungen-gegen-tadschikinnen-in-russland/?noredirect=de-DE">Anschlag auf die Crocus City Hall</a>, bei dem 140 Menschen ums Leben kamen, hat sich die Lage der zentralasiatischen Bevölkerung in Russland nicht verbessert. Der Anschlag auf die Konzerthalle bei Moskau war von vier tadschikischen Staatsangehörigen verübt worden, die dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Islamischer_Staat_%E2%80%93_Provinz_Khorasan">Islamischen Staat in Chorasan</a> (ISPK) angehörten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/was-chorasan-fuer-den-islamischen-staat-bedeutet/?noredirect=de-DE"><strong>Was Chorasan für den „Islamischen Staat“ bedeutet</strong></a><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://rus.ozodi.org/a/zastryali-vo-vnukovo-svyshe-30-tadzhikskim-migrantam-ne-razreshili-vehatj-v-rossiyu/32996038.html">Laut Aussage</a> eines Betroffenen sind tadschikischen Migranten bereits bei ihrer Ankunft mit brutalen Bemerkungen seitens einiger <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/FSB_(Geheimdienst)">FSB</a>-Agenten konfrontiert. <em>„Bei der Grenzkontrolle kamen Vertreter des FSB auf uns zu und sagten uns, dass wir aus Tadschikistan seien, Russland Schaden zufügen würden und in unser Land zurückkehren sollten“</em>, berichtete der Zeuge.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.asiaplustj.info/ru/news/centralasia/20240620/uzbekistantsi-pri-vezde-v-rossiyu-stalkivayutsya-s-dlitelnimi-proverkami">Wie Asia-Plus berichtet</a>, sehen sich zentralasiatische Migrierende neben den brutalen Äußerungen von Beamtenseite auch mit anderen Hindernissen konfrontiert. Hierzu zählen übermäßig lange Kontrollen, die von den russischen Behörden am Moskauer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Moskau-Scheremetjewo">Flughafen Scheremetjewo</a> eingerichtet wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Sprachbarriere</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus sollen die russischen Behörden die tadschikistanische Regierung angewiesen haben, bestimmten Personen die Einreise nach Russland zu verweigern, weil sie die russische Sprache nicht <a href="https://rus.ozodi.org/a/esli-ne-znaeshj-russkogo-yazyka-tebya-ne-dopustyat-na-reysy-v-rossiyu-novye-pravila-v-aeroportu-dushanbe-/32996199.html">beherrschten</a>. Auch einige Schalter am Flughafen Duschanbe bestätigten, dass <em>„die zuständigen Beamten ihnen empfehlen, die Russischkenntnisse der abfliegenden Personen zu überprüfen, bevor sie Flugtickets verkaufen.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/nach-terroranschlag-massive-anfeindungen-gegen-tadschikinnen-in-russland/?noredirect=de-DE"><strong>Nach Terroranschlag: Massive Anfeindungen gegen Tadschik:innen in Russland</strong></a><strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach diesen Angaben sollen solche Überprüfungen verhindern, dass Fluggäste nach ihrer Ankunft auf russischem Boden abgeschoben werden und ein Rückflugticket bezahlen müssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Haftanstalten mit schwierigen Bedingungen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Doch auch die Menschen aus Zentralasien, die sich bereits in Russland aufhalten, stoßen auf Probleme. Dies zeigt sich an den temporären Haftzentren für Migrierte, von denen das bekannteste das in Sacharowo ist. Die Lebensbedingungen dort sind hart, <a href="https://rus.azattyk.org/a/32995492.html">wie Radio Azattyk ermittelte</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So berichtet Rachima Aitachun kyzy, die seit zehn Jahren in Russland lebt, dass ihr Bruder in der Moskauer U-Bahn verhaftet wurde. Sie habe ihn während seiner Haft viele Male besucht und die Behandlungsbedingungen gesehen; ihr Bruder habe in zehn Tagen Haft zwischen 10 und 15 Kilogramm abgenommen.</p>



<div class="flex flex-col md:flex-row justify-evenly items-center bg-yellow-100 my-20 p-10 space-y-10 subscribe">
	<div class="container flex flex-col lg:flex-row justify-between">
		<div class="flex flex-col w-full lg:w-3/5 pb-4">
			<h2 class="text-3xl text-secondary font-bold mb-4 text-[#749D02]">
								Unterstützt Novastan &#8211; das europäische Zentralasien-Magazin 
			</h2>
				Als vereinsgetragene, unabhängige Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#8211; und von eurer Unterstützung! 
						</div>
		<div class="flex flex-col w-full lg:w-2/5 justify-items-center justify-center pb-4">
			<div class="rounded-md bg-accent-500 px-10 py-5 text-center w-72 mx-auto">
											<a class="block rounded bg-white p-2 mt-4 font-bold" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Novastan unterstützen</a>
							</div>
		</div>
	</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch ein Video eines kirgisischen Mädchens, das in diesem Lager festgehalten wurde, war im Internet veröffentlicht worden. Sie sagte, dass die Menschen in dem Lager Hilfe bräuchten und <em>„es gab Tage, an denen wir schlimmer als Hunde behandelt wurden. Das würde ich meinem Feind nicht wünschen.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus dienen diese Lager auch als Rekrutierungszentren für den Krieg. Tatsächlich sollen laut der Menschenrechtsaktivistin Valentina Tschupik 100 bis 200 Personen gegen Geld freiwillig in die Ukraine gegangen sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zahlreiche Kontrollen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die russische Polizei führt seit dem Anschlag auf die Crocus City Hall sehr viele Kontrollmaßnahmen und Razzien durch. Die Polizei der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oblast_Leningrad">Oblast Leningrad</a> schrieb in einer Erklärung, dass sie als Reaktion auf die kriminellen Erscheinungen in diesem Umfeld ständige Kontrollen an Orten durchführen werde, an denen sich Migrierte <a href="https://rus.ozodi.org/a/rossiya-migranty-reyd/32995995.html">konzentrieren</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Razzien Mitte Juni kontrollierte die Polizei mehr als 350 Migrierte und nahm 49 fest. Außerdem kontrollierte sie 242 Autos, die von Menschen aus dem Ausland gefahren wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese zahlreichen Kontrollen werden von massiven Abschiebungen im Rahmen der „Operation Illegal“ begleitet, wie die <a href="https://t.me/moscowtimes_ru/23167">Moscow Times berichtet</a>. Die regionale Zentrale des Innenministeriums berichtete, dass die Gerichte die Ausweisung von rund 1.500 Personen beschlossen hätten. Zuvor hatte die Moskauer Polizei vom 3. bis zum 9. Juni Operationen durchgeführt, die darauf abzielten, illegale Migrierte aufzuspüren.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Neues Gesetz erleichtert Abschiebungen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich nahm die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Duma">Duma</a> in erster Lesung einen <a href="http://duma.gov.ru/news/59505/">Gesetzentwurf an</a>, der die Mechanismen zur Ausweisung ausländischer Staatsangehöriger vereinheitlichen und die Befugnisse zur Ausweisung bei der Polizei konzentrieren soll. Dies ermöglicht insbesondere eine schnellere Ausweisung von denen, die gegen das Gesetz verstoßen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausländische Staatsangehörige, die einer Ausweisungsregelung unterliegen, werden in ein Register eingetragen, wodurch sie daran gehindert werden, Immobilien zu kaufen, Fahrzeuge zu fahren, zu heiraten und sich in Russland frei zu bewegen. Außerdem werden sie verpflichtet, die Polizei über ihren Aufenthaltsort zu informieren.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Vladimir Przybylinski, Redakteur für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/politique/situation-migrants-dasie-centrale-se-deteriore-russie/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Michèle Häfliger</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/situation-zentralasiatischer-migrierter-in-russland-verschlechtert-sich/">Situation zentralasiatischer Migrierter in Russland verschlechtert sich</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/situation-zentralasiatischer-migrierter-in-russland-verschlechtert-sich/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fremdenfeindlichkeit gegenüber Tadschik:innen in Russland &#8211; ein Interview mit Natalija Zotowa</title>
		<link>https://novastan.org/de/tadschikistan/fremdenfeindlichkeit-gegenueber-tadschikinnen-in-russland-ein-interview-mit-natalija-zotowa/</link>
					<comments>https://novastan.org/de/tadschikistan/fremdenfeindlichkeit-gegenueber-tadschikinnen-in-russland-ein-interview-mit-natalija-zotowa/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Asia Plus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2024 23:01:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmigrant:innen]]></category>
		<category><![CDATA[Crocus City Hall]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdenfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=39385</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Fremdenfeindlichkeit in Russland gegen&#xFC;ber Migrant:innen hat nach dem Terroranschlag am 22. M&#xE4;rz 2024 deutlich zugenommen. Die russischen Beh&#xF6;rden nutzen die Xenophobie allerdings schon l&#xE4;nger f&#xFC;r eigene Interessen. Obwohl Migrant:innen unverzichtbare Arbeitskr&#xE4;fte darstellen, werden sie zugleich, wie in anderen L&#xE4;ndern auch, f&#xFC;r Probleme im Land verantwortlich gemacht. Von dieser Fremdenfeindlichkeit sind in Russland oftmals Zentralasiat:innen [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/fremdenfeindlichkeit-gegenueber-tadschikinnen-in-russland-ein-interview-mit-natalija-zotowa/">Fremdenfeindlichkeit gegenüber Tadschik:innen in Russland &#8211; ein Interview mit Natalija Zotowa</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Fremdenfeindlichkeit in Russland gegenüber Migrant:innen hat nach dem Terroranschlag am 22. März 2024 deutlich zugenommen. Die russischen Behörden nutzen die Xenophobie allerdings schon länger für eigene Interessen. Obwohl Migrant:innen unverzichtbare Arbeitskräfte darstellen, werden sie zugleich, wie in anderen Ländern auch, für Probleme im Land verantwortlich gemacht. Von dieser Fremdenfeindlichkeit sind in Russland oftmals Zentralasiat:innen betroffen. Mehr dazu lest ihr im Interview von Asia-Plus mit Natalija Zotowa.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zunahme der Arbeitsmigration aus Zentralasien nach Russland führte unter anderem zu einer breiten Fremdenfeindlichkeit gegenüber Migrant:innen in Russland. Produziert wird die „Migrantophobie“ maßgeblich von russischen Behörden durch migrationspolitische Maßnahmen, öffentliche Reden, Äußerugen in der Presse und Praktiken der alltäglichen Diskriminierung von Arbeitsmigrant:innen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Asia-Plus führte ein Interview mit <a href="https://scholar.google.com/citations?user=XjHvLewAAAAJ&amp;hl=en">Natalija Zotowa</a> über die aktuelle Situation von Migrant:innen in Russland. Zotowa ist Doktorandin am <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein_College_of_Medicine">Albert Einstein College of Medicine</a> in New York und ehemalige Mitarbeiterin des Instituts für Anthropologie und Ethnologie der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Russische_Akademie_der_Wissenschaften">Russischen Akademie der Wissenschaften</a><strong>. </strong>Seit mehr als 15 Jahren ist sie spezialisiert auf den Migrationsfluss aus Zentralasien nach Russland, insbesondere aus Tadschikistan. Sie hat zahlreiche Studien über Diskriminierung, soziale Ausgrenzung und psychische Gesundheit von Arbeitsmigrant:innen verfasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre jüngste umfassende <a href="https://publications.iom.int/system/files/pdf/Research-Report-on-Mental-Health-Tajik.pdf">Studie</a> über die psychische Gesundheit von zurückgekehrten tadschikischen Migrant:innen führte sie im Auftrag der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Organisation_f%C3%BCr_Migration">Internationalen Organisation für Migration</a> in Tadschikistan durch.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Obwohl die Fremdenfeindlichkeit zunimmt, verlassen Migrant:innen Russland nicht</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Seit wann gibt es die Fremdenfeindlichkeit gegenüber Migrant:innen in Russland?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die „Migrantophobie“ ist ein Teil des übergeordneten Konzepts der Fremdenfeindlichkeit, einer Abneigung gegen alles Fremde und Andere. Als soziales Phänomen gibt es sie in verschiedenen Ländern der Welt, aber überall manifestiert sie sich auf unterschiedliche Weise und hat unterschiedliche Folgen für die Gesellschaft und die Migrant:innen selbst.<br>Fremdenfeindlichkeit gegenüber Migrant:innen gab es auch schon in der UdSSR und &nbsp;lange vor deren Gründung. Im zeitgenössischen Russland trat sie sich jedoch im Zusammenhang mit dem großen Zustrom von Arbeitsmigrant:innen auf.</p>



<div class="flex flex-col md:flex-row justify-evenly items-center bg-yellow-100 my-20 p-10 space-y-10 subscribe">
	<div class="container flex flex-col lg:flex-row justify-between">
		<div class="flex flex-col w-full lg:w-3/5 pb-4">
			<h2 class="text-3xl text-secondary font-bold mb-4 text-[#749D02]">
								Unterstützt Novastan &#8211; das europäische Zentralasien-Magazin 
			</h2>
				Als vereinsgetragene, unabhängige Plattform lebt Novastan vom Enthusiasmus seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen &#8211; und von eurer Unterstützung! 
						</div>
		<div class="flex flex-col w-full lg:w-2/5 justify-items-center justify-center pb-4">
			<div class="rounded-md bg-accent-500 px-10 py-5 text-center w-72 mx-auto">
											<a class="block rounded bg-white p-2 mt-4 font-bold" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Novastan unterstützen</a>
							</div>
		</div>
	</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichte der Massenmigration aus Tadschikistan begann vor 30 Jahren. Zunächst flohen Tadschik:innen vor dem tadschikischen Bürgerkrieg, dann kamen &nbsp;Arbeitsmigrant:innen hinzu. Auf der Suche nach Einkommensquellen, um ihre Familien unterstützen zu können, gingen Tadschik:innen nach Russland. So kam es zur massenhaften Migrationsbewegung. Wenig später gesellten sich Migrant:innen aus Usbekistan und Kirgistan dazu. Auch heute wandern hauptsächlich Arbeitsmigrant:innen aus diesen Ländern nach Russland aus. Jährlich migrieren etwa 500.000 tadschikische Staatsbürger:innen ins Ausland, vor allem nach Russland, um dort zu arbeiten. Oft bleiben sie mehrere Jahre oder länger. Verschiedenen Schätzungen zufolge halten sich jedes Jahr 700.000 bis 900.000 Tadschik:innen allein in Russland auf. Bedauerlicherweise wurde nicht nur die  Arbeitsmigration, sondern auch die Fremdenfeindlichkeit in Russland zu einem Massenphänomen, das von den russischen Behörden durch migrationspolitische Maßnahmen, in öffentlichen Reden, durch Äußerungen in der Presse und Praktiken der alltäglichen Diskriminierung von Migrant:innen in erheblichem Maße befeuert wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Terroranschlag auf das Crocus City Hall hat den Grad der „Migrantophobie“ oder gar den Chauvinismus in Russland zunehmen lassen. Wozu wird dies letztlich führen? Wird die Arbeitsmigration aus Tadschikistan abnehmen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Terroranschlag und die Reaktion der russischen Behörden sowie der Bevölkerung darauf haben nicht nur den Grad der Fremdenfeindlichkeit erhöht – ich kann von einer Zunahme von ethnisch motiviertem Hass, Verfolgung und Verbrechen sprechen.<br>Ich habe jedoch nicht den Eindruck, dass dies zu einem starken Rückgang der Migration aus Tadschikistan führen wird. Zu diesem Zeitpunkt sind viele Migrant:innen nach Hause geflogen, untergetaucht oder haben beschlossen, zur Sommersaison nicht nach Russland zu fliegen. Das ist eine nachvollziehbare Reaktion angesichts der Gefahr, die ihnen droht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/nach-terroranschlag-massive-anfeindungen-gegen-tadschikinnen-in-russland/">Nach Terroranschlag: Massive Anfeindungen gegen Tadschik:innen in Russland</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig ist Russland nach wie vor das Hauptzielland tadschikischer Arbeitsmigrant:innen und wird dies wahrscheinlich auch noch viele Jahre lang bleiben. Das liegt daran, dass die Tadschik:innen starke soziale Bindungen zu Russland entwickelt haben – sie haben Verwandte und Bekannte, aus ihren Heimatstädten, -dörfern und -bezirken und leben und arbeiten gemeinsam dort.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Migrant:innen gehen meist dorthin, wo sie Familienmitglieder oder Bekannte in Russland haben, denn solche sozialen Bindungen helfen ihnen bei der Arbeits- und Wohnungssuche, bei der Lösung von Problemen mit der Registrierung und den Dokumenten und erleichtern die Bewältigung tausender anderer bürokratischer und häuslicher Probleme.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist auch eine ernsthafte psychologische Hilfe, wenn man in einem anderen Land jemanden hat, mit dem man sich unterhalten, mit dem man Probleme teilen und besprechen und in seiner Muttersprache kommunizieren kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus ist zu bedenken, dass in den 30 Jahren der Geschichte der massenhaften Arbeitsmigration eine große Zahl tadschikischer Staatsangehöriger russische Pässe erhalten hat und zu Staatsbürger:innen geworden sind. So haben beispielsweise allein in den letzten vier Jahren etwa eine halbe Million Tadschik:innen die russische Staatsbürgerschaft erhalten.<br>Migrant:innen und neu Eingebürgerte stellen somit einen bedeutenden Teil der russischen Gesellschaft dar. Daher kann ich nur einen kurzfristigen Rückgang der Migration prognostizieren.<br>Gleichzeitig beobachte ich eine Diversifizierung der Immigrationsländer. Zunehmend werden&nbsp;Kasachstan, europäische Länder, der Persische Golf, die USA und Kanada beliebter. Migrant:innen sind auf der Suche nach neuen Möglichkeiten und Ländern, in denen die Verdienst- und Lebensbedingungen besser sind und in denen sie besser behandelt werden. Mit der Zeit wird diese Neuausrichtung der Migrationsströme deutlicher sichtbar werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Migration birgt riesiges menschliches Potenzial</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche Auswirkungen wird der Rückgang der Migration in Russland haben?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zahlenmäßige Rückgang der Migration in Russland wird mittel- und langfristig erhebliche Auswirkungen haben. In der heutigen Welt ist das Humankapital die wichtigste Ressource. Migrant:innen sind meist junge Menschen, sie bringen neue Ideen und Energie mit, wichtige Ressourcen für die Entwicklung eines Landes.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="984" height="640" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/05/Taxi.jpg" alt="" class="wp-image-39394" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/05/Taxi.jpg 984w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/05/Taxi-300x195.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/05/Taxi-768x500.jpg 768w" sizes="(max-width: 984px) 100vw, 984px" /><figcaption class="wp-element-caption">Taxifahrer, Foto: Global Look Press</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Es ist falsch zu denken, dass Migrant:innen nur Arbeitskräfte sind, dass sie nur in einfachsten, schlecht bezahlten Jobs beschäftigt sind.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist in der Tat das Gesetz der Migrationsentwicklung aus einer globalen Perspektive, dass &nbsp;Neuankömmlinge zunächst, wie in jedem anderen Land auch, &nbsp;einer physischen Arbeit nachgehen oder im Dienstleistungssektor beschäftigt, einfach weil sie aufgrund von zahlreichen Hürden – gesetzlicher, administrativer und sprachlicher Art – keinen qualifizierteren Arbeitsplatz finden können.<br>Migrant:innen aus Zentralasien sind in Russland eine wichtige Arbeitskraft, und viele Wirtschaftszweige sind an sie gebunden.<br>Mit der Emigration von Migrant:innen werden Lücken, die sie hinterlassen, schwer zu füllen sein, insbesondere aufgrund der demografischen Krise in Russland und im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine.<br>Abgesehen von der Arbeitskraft ist die Migration eine wichtige Ressource für die Bevölkerungsreproduktion, die in Russland rasch abnimmt. Schließlich kommen die Migrant:innen zusammen mit ihren Familien, mit kleinen Kindern, es werden neue Kinder gezeugt, die in Russland aufwachsen, studieren und zu vollwertigen Mitgliedern der neuen Gesellschaft werden.<br>Somit birgt die Migration ein riesiges menschliches Potenzial, das Russland verlieren wird, wenn die Migrationspolitik und die negative Einstellung gegenüber Migrant:innen sich nicht ändert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„Ich habe Angst vor einer Zunahme der Gewalt“</h2>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie die derzeitige Situation zeigt, gibt es angesichts der zunehmend fremdenfeindlichen Stimmung und der Verfolgung von Migrant:innen niemanden, der die Neuankömmlinge schützt. Welche Rolle sollte die Diaspora in diesem Zusammenhang spielen? Wo stehen sie jetzt, da auch sie von Zeit zu Zeit unter Druck geraten?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In allen größeren Städten und Regionen Russlands gibt es Diasporas von Tadschik:innen und anderen zentralasiatischen Migrant:innen, die eine gewisse Rolle beim Schutz der Rechte ihrer Landsleute spielen. In der Regel verfügen solche Vereinigungen über ehrenamtliche Unterstützung durch Menschenrechtsverteidiger:innen und Anwält:innen, die Beratung anbieten und bei der Beschaffung von Dokumenten helfen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="665" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/05/Dokumente-1024x665.jpg" alt="" class="wp-image-39397" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/05/Dokumente-1024x665.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/05/Dokumente-300x195.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/05/Dokumente-768x499.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2024/05/Dokumente.jpg 1065w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Personen vor einem Zentrum für Migrationshilfe, Foto: RIA Nowosti</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diaspora steht in der Tat unter starkem Druck seitens der Behörden, so dass sie aus Sicherheitsgründen versucht, in der Öffentlichkeit nicht sehr präsent zu sein. Das ist schade, denn die Selbstorganisation zur Verteidigung von Rechten stellt ein wirksames Instrument dar. In der gegenwärtigen Situation eines neuen Ausbruchs von „Migrantophobie“ und fremdenfeindlichen Äußerungen von Behörden versuchen Vereine und national-kulturelle Verbände, sich „zurückzuhalten“. Ich habe jedoch den Eindruck, dass sie alle ihre Arbeit auch unter solchen Bedingungen fortsetzen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was raten Sie den Migrant:innen in Russland, damit sie nicht von der Welle des Hasses gegen alle Migrant:innen aus Zentralasien erfasst werden?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es fällt mir schwer, Ratschläge zu erteilen, und ich mache mir derzeit große Sorgen um die Migrant:innen. Ich fürchte eine Zunahme von Gewalt und Verbrechen, die durch ethnischen Hass motiviert sind.<br>Nach meinen Beobachtungen haben viele Migrant:innen beschlossen, nach Hause zurückzukehren. Diejenigen, die in Russland geblieben sind, versuchen, weniger aufzufallen und seltener auf der Straße aufzutauchen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Traumatische Folgen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gibt es Studien über die psychische Gesundheit von Arbeitsmigrant:innen in Russland in Zeiten von Konflikten und Extremsituationen, zu denen auch die derzeitige migrationsfeindliche Stimmung in Russland gehören könnte?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Studien sind mir nicht bekannt. Es ist „im Moment“ nicht einfach, solche durchzuführen, denn dazu sind Erhebungen unter Migrant:innen in Russland erforderlich.<br>Forschende, die sich mit der psychischen Gesundheit zentralasiatischer Migrant:innen befasst haben (es gilt meine Arbeit und die von <a href="https://migrationhealthresearch.iom.int/users/stevan-weine">Stevan Weine</a> zu nennen), sind sich jedoch einig, dass akute und Krisensituationen langfristige Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Migrant:innen haben können.<br>Wenn eine Person beispielsweise eine traumatische Situation erlebt oder miterlebt hat (Verhaftung durch die Polizei, Verhöre, harte Bedingungen, Gewalt oder Folter), kann sie eine posttraumatische Belastungsstörung (PTSD), Angstzustände oder Symptome anderer häufiger psychischer Erkrankungen entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was hat sich für Arbeitsmigrant:innen aus Zentralasien in Russland seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine geändert?&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine, der lange vor dem Februar 2022 begann, haben Migrant:innen aus Zentralasien eine Reihe von Konsequenzen erfahren.<br>Zuvor war beispielsweise die Grenze zur Ukraine im Gebiet Belgorod die nächstgelegene Grenze zu einem anderen Staatsgebiet im zentralen Teil Russlands, die Migrant:innen kurzzeitig überquerten, um ihre Migrationskarten zu erneuern. Bereits 2014 wurden solche Reisen fast unmöglich.<br>Der Beginn der russischen Großinvasion in die Ukraine im Februar 2022 hat neue Risiken für Migrant:innen mit sich gebracht. Es gibt viele Berichte darüber, wie versucht wird, sie für den Krieg zu rekrutieren, sei es mit finanziellen Mitteln oder im Zusammenhang mit dem Erteilen eines russischen Passes.<br>Die Einbürgerung birgt somit auch Risiken. Mir sind zahlreiche Fälle bekannt, in denen Migranten gleichzeitig mit der Erlangung der Staatsbürgerschaft eine Vorladung zum Militärrekrutierungszentrum erhielten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>&nbsp;„Russische Behörden sind sich der Vorteile der Migration durchaus bewusst“</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie sinnvoll oder unsinnig ist Ihrer Meinung nach die derzeitige Politik der russischen Behörden gegenüber Migrant:innen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Migrationspolitik und der öffentliche Diskurs in Russland scheinen auf den ersten Blick dual zu sein.Auf der einen Seite sehen wir Schritte zur Erleichterung rechtlicher Bedingungen und zur Legalisierung von Migrant:innen, auf der anderen Seite macht sich ein Diskurs des Hasses, der Migrantenfeindlichkeit und der Fremdenfeindlichkeit im öffentlichen Raum breit. Gefordert wird, Kontrollen zu verschärfen, einen „digitalen Pass“ für Migrant:innen einzuführen, usw. Betrachtet man jedoch beide Aspekte genauer, so findet sich eine entsprechende Erklärung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/der-terroranschlag-bei-moskau-stellt-tadschikistan-vor-schwierige-entscheidungen/">Der Terroranschlag bei Moskau stellt Tadschikistan vor schwierige Entscheidungen</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Einerseits sind die russischen Behörden nicht völlig dumm und sind sich der Vorteile der Migration für das Land durchaus bewusst. Heutzutage wird um solche Ressourcen gerungen, da sie sehr wertvoll sind! Daher verfolgen sie auf der einen Seite eine bedingt günstige&nbsp;Migrationspolitik.<br>Auf der anderen Seite sind Migrant:innen aus Zentralasien im Kontext der Fremdenfeindlichkeit seit Langem eine Zielscheibe, um Frustration, Aggression und Fremdenfeindlichkeit der russischen Bevölkerung zu kanalisieren. Wenn es innenpolitisch nicht gut läuft, ist es praktisch, einen Sündenbock vorzuhalten, auf den man die ganze Verärgerung und Aggression übertragen kann.<br>Mit dem starken Anstieg der „Migrantophobie“ nach dem Terroranschlag im März werden Tadschik:innen und zentralasiatische Migrant:innen zur Angriffsfläche.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ist es möglich, dass eine solche polyvalente Migrationspolitik einer der Gründe für das Anwachsen der migrationsfeindlichen Stimmung in der russischen Gesellschaft ist?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Grund für das Anwachsen der migrationsfeindlichen Stimmung ist nicht eine polyvalente Ausrichtung, sondern vielmehr die Ausnutzung des zweiten Aspekts durch die Medien und die russischen Behörden. Migrant:innen werden als gefährliche Außenseiter dargestellt, die für alle Probleme und Misserfolge im Land verantwortlich sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider ist das Phänomen nicht neu. Behörden in verschiedenen Ländern spielen die „Migrationskarte“ auf verschiedenen Ebenen aus, etwa vor Wahlen und in politischen Debatten. Das ist bequem und sicher für Politiker:innen. Es ist einfacher, die Aufmerksamkeit auf Migrant:innen zu lenken, als sich ernsthaft mit der Lösung von Problemen im Land zu befassen. Diese Vorgehensweise ist jedoch fern von Humanismus und Menschlichkeit.<br>Migration hat es zu allen Zeiten gegeben, sie ist die Grundlage der menschlichen Entwicklung. So kam es auch, dass sich Menschen seit der Antike auf allen Kontinenten und in allen Ländern der Welt niedergelassen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Migrant:innen und Einwohner:innen der Aufnahmeländer sollten ihre Stimme gegen Migrantenfeindlichkeit und Diskriminierung erheben. Dies wird der Gesellschaft helfen, menschlicher, entwickelter und zivilisierter zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Asia Plus</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://asiaplustj.info/ru/news/tajikistan/society/20240418/migrantofobiya-v-rossii-kak-ona-otrazitsya-na-tadzhikskih-migrantah">Russischen</a> von Berenika Zeller</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/fremdenfeindlichkeit-gegenueber-tadschikinnen-in-russland-ein-interview-mit-natalija-zotowa/">Fremdenfeindlichkeit gegenüber Tadschik:innen in Russland &#8211; ein Interview mit Natalija Zotowa</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://novastan.org/de/tadschikistan/fremdenfeindlichkeit-gegenueber-tadschikinnen-in-russland-ein-interview-mit-natalija-zotowa/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
