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	<title>Aralkum Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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	<item>
		<title>Der Schriftsteller und Geograf Cédric Gras auf den Straßen des Durstes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Apr 2025 21:54:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Aralsee, das Symbol einer Umweltkatastrophe, dessen Becken von den zentralasiatischen Republiken ausgebeutet wird, hat sein Wasser in etwa 60 Jahren um fast 90 Prozent schrumpfen sehen. Der Geograf und Schriftsteller C&#xE9;dric Gras begibt sich auf die Spuren der Zufl&#xFC;sse dieses Salzwassersees. Das Buch des sachkundigen Abenteurers &#x201E;Auf den Stra&#xDF;en des Durstes&#x201C; schildert die extremen [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Aralsee, das Symbol einer Umweltkatastrophe, dessen Becken von den zentralasiatischen Republiken ausgebeutet wird, hat sein Wasser in etwa 60 Jahren um fast 90 Prozent schrumpfen sehen. Der Geograf und Schriftsteller Cédric Gras begibt sich auf die Spuren der Zuflüsse dieses Salzwassersees. Das Buch des sachkundigen Abenteurers &#8222;Auf den Straßen des Durstes&#8220; schildert die extremen Bedingungen, unter denen den Quellen des Aralsees die Luft ausgeht.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.beck-shop.de/cedric-gras/creator/576905154">Cédric Gras</a>, französischer Geograf und Schriftsteller, veröffentlichte im Januar seinen Reisebericht über die Reise eines Wünschelrutengängers.<em> </em>Der bislang noch nicht übersetzte Titel <em>„Auf den Straßen des Durstes&#8220;, </em>im <em>Original „Sur les routes de la soif&#8220;, </em>ist im Französischen ein Wortspiel aus <em>soif </em>(Durst) und <em>soie </em>(Seide). An der Seite des Journalisten und Filmemachers Christophe Raylat durchquert der Autor Zentralasien, vom Aralsee über die Uferroute des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amudarja">Amudarja</a> bis hin zur Quelle des Gewässers, dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fedtschenko-Gletscher">Fedtschenko-Gletscher.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgangspunkt ihrer Unternehmung ist der Aralsee, eigentlich ein Salzwassersee. Er teilt sich in zwei ungleiche Becken, den kleineren&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%B6rdlicher_Aralsee">&#8222;Nördlichen Aralsee&#8220;</a>&nbsp;im südlichen Zentralkasachstan und den &#8222;Großen See&#8220; im Nordwesten Usbekistans.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Seine Gewässer werden vom Fluss&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Syrdarja">Syrdarja</a>, der im kirgisischen&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tian_Shan">Tian-Shan-Gebirge</a>&nbsp;entspringt, und vom Amudarja, der aus dem Pamir-Gebirge, wo sich der Fedtschenko-Gletscher befindet, gespeist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Autor, der seine Geografiekenntnisse mit seinem Schreibstil in Einklang zu bringen weiß, beschreibt seine Suche nach dem &#8222;Ursprung des Wassers, das alle Stan-Länder versorgt&#8220; und den Kampf des Amudarja gegen seine Übernutzung. Gemeinsam mit Christoph Raylat hat er eine Arte-Reportage veröffentlicht – der Zweiteiler „<em><a href="https://www.arte.tv/de/videos/RC-026343/aralsee-wo-ist-das-wasser-hin/">Aralsee – Wo ist das Wasser hin?</a>&#8220; </em>gibt dem Buch eine audiovisuelle Untermalung.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>„Das Tschernobyl Zentralasiens“</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Planet durchlebt seine Metamorphosen im Galopp. Der Aralsee begann seine Ebbe in den 1960er Jahren, quasi gestern. Heute sprechen die Usbeken von Aralkum, der Aralwüste&#8220;, sagt Cédric Gras.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einst war er der viertgrößte See der Erde: Noch in den 1960er Jahren erstreckte er sich über rund 68.000 Quadratkilometer. Heute ist er auf weniger als 7.000 Quadratkilometer geschrumpft. Das Wasser ist verdunstet und hat den Salzgehalt dadurch verzehnfacht. Die Folge: Zig Millionen Tonnen freigesetztes Salz und giftiger Staub. Eine Katastrophe, die der Autor beim Namen nennt: „das Tschernobyl Zentralasiens&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Begonnen hat Cédric Gras seine Reise im südlichen Zentrum Kasachstans, wo das Wasser des Nördlichen Aralsees fortbesteht, gestützt durch den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kokaral-Damm">Kokaral-Damm</a>, der 2005 fertiggestellt wurde. <em>„Ein wenige Kilometer langer Staudamm, der das Wasser des Flusses Syrdarja enthält. [&#8230;] Nicht genug, um gestrandete </em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trawler"><em>Trawler</em></a><em> zu unterspülen, <em>[</em>&#8230;] aber genug, um den Salzgehalt zu senken und einige Arten wieder anzusiedeln</em>&#8222;, erklärt der Autor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ufer des Sees versinkt er in dichtem Schlamm, der einst mal luftiger Sand war. Er geht über Brücken, unter denen nichts als Wüste ist, und kommt schließlich nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mo%CA%BBynoq">Mo‘ynok.</a> In der im Norden <a href="https://novastan.org/de/tag/karakalpakstan/">Karakalpakstans</a> gelegenen Stadt findet er die letzten gestrandeten Fischtrawler, die nun als <em>„apokalyptische Kulisse für Anflüge digitaler Selbstbezogenheit&#8220;</em> herhalten. Hier beschreibt der Autor den Aral als <em>„ausgetrocknet, so weit das Auge reicht, niemand anderem ausgeliefert als dem Nichts</em>“.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein gesegneter Fluss, der ausblutet wie kein anderer</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Cédric Gras erzählt von seiner Reise flussaufwärts des Amudarja, zwischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kysylkum">Kyzylkum</a>&#8211; und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karakum">Karakum</a>-Wüste, von <em>„seinem Mäandern durch die Wüsten, in denen er sich verliert, bis zu seinen Anfängen, die hoch oben in den Tälern eingebettet liegen&#8220;.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor der Fluss in den Aral mündet, legt er 2540 Kilometer zurück und windet sich durch Usbekistan, Turkmenistan und Afghanistan, bis er in den Höhen Tadschikistans seinen Durst löscht. Da die zentralasiatischen Länder nicht auf Meerwasser zurückgreifen können, begehren sie den Amudarja umso mehr, was zu Spannungen führt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Autor nähert sich den Rinnen des Flusses und damit seinem wunden Punkt. Turkmenistan auf der einen Seite, und Usbekistan auf der anderen, beschuldigen sich gegenseitig, für den immer niedrigeren Wasserstand des Flusses verantwortlich zu sein. Den Wettlauf um den Baumwollanbau bremst das nicht im Geringsten aus, und so beansprucht die Bewässerung der Felder den Amudarja immer weiter über alle Maße hinaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Cédric Gras beobachtet einen Fluss, der <em>„bis aufs letzte Schlückchen ausgetrunken&#8220;</em> wird. Er sagt: <em>„Wir wissen, was er erleidet, und wir haben ihn im tiefsten Karakalpakstan sterben sehen, wie einen alten Elefanten.&#8220;</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Von seinem letzten Mäander bis zu seinem ersten Tropfen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fedtschenko-Gletscher, der in den Höhen des Pamir-Gebirges in Tadschikistan Zuflucht gefunden hat, ist der verdiente Lohn der Reise. Außerhalb der Polarregionen ist der Fedtschenko, benannt nach dem russischen Abenteurer und Naturforscher Alexej Fedtschenko, das längste Gletscherplateau der Welt. Allein ein Achtel der Wasserreserven des Pamir stammen von ihm.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Eine 77 Kilometer lange Zunge, die ein riesiges Becken von Zuflüssen speist, von bis zu 7500 Meter hohen Gipfeln fließt und deren gesamtes Schmelzwasser früher oder später in den Amudarja fließt&#8220;,</em> erklärt der Autor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Durchführung der Expedition engagieren Cédric Gras und Christophe Raylat den einheimischen Reiseführer Anatoli Scharipow sowie den als „Polarabenteurer“ geltenden Matthieu Tordeur. Er hat als jüngster Mensch der Welt den Südpol im Alleingang auf Skiern und ohne Vorräte erreicht. Bei der Besteigung des Gletschers ist er mit von der Partie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Oberlauf folgen sie über mehrere hundert Kilometer dem reißenden Fluss <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pandsch">Pandsch</a>. Neben dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wachsch">Wachsch</a> gehört er zu den wichtigsten Nebenflüssen des Amudarja. Bevor die Gletscherschmelze in den Amudarja mündet, fließt sie in Gebirgsbäche und von dort in die beiden Flüssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Zapfhahn Tadschikistans</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf ihrem Weg zum Fedtschenko passierten die Abenteurer den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nurek-Staudamm">Nurek-Staudamm</a>, der am Fluss <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wachsch">Wachsch</a> errichtet wurde. Der 304 Meter hohe Bau aus Stein und Erde, der zwischen 1961 und 1980 errichtet wurde, ist nicht nur einer der größten Staudämme der Welt: Er deckt auch <em>„die Hälfte des Strombedarfs [und] versorgt die Aluminiumindustrie&#8220;,</em> berichtet der Autor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:&nbsp;</strong>&nbsp;<a href="https://novastan.org/de/usbekistan/der-aralsee-gestern-heute-morgen/">Der Aralsee: gestern, heute, morgen</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Damals hatte die Sowjetunion den Staudamm in die Kategorie ihrer wichtigsten und vorrangigen Infrastrukturprojekte aufgenommen. Bei einem Besuch am 1. September 1970 sprach der sowjetische Staatschef <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Leonid_Iljitsch_Breschnew">Leonid Iljitsch Breschnew</a> zu den Monteuren, Maurern und Bohrtechnikern, den Maschinisten und Fahrern: <em>„Als Ingenieur weiß ich einzuschätzen, wie schwierig die Anordnung der verschiedenen Teile des Bauwerks ist, aber ihr habt es geschafft, diese Aufgabe zu bewältigen. Ich gratuliere euch, den Einwohnern von Nurek, ihr seid wahre Helden und eure Arbeit ist bemerkenswert&#8220;.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Cédric Gras betont, dass das Ende der UdSSR auch die Solidarität zwischen den zentralasiatischen Republiken gebremst hat, und fügt hinzu, dass jedes Land seine eigenen Interessen in den Vordergrund stellt und versucht, aus seinen Ressourcen Profit zu schlagen. Dabei beschreibt er den Staudamm als einen Zapfhahn, der sich nach auf Willen Tadschikistans öffnet und schließt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein Krieg, der mit der Führung des Flusses korreliert?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In „<em>Auf den Straßen des Durstes&#8220;<strong> </strong></em>fragt sich der Autor: <em>„Überbewässerung, schwindelerregende Staudämme, Umleitungskanäle und Bevölkerungsexplosion – sind das die Vorboten eines Wasserkriegs zwischen diesen oft despotischen Ex-Sowjetrepubliken auf der ehemaligen Seidenstraße?&#8220;.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Während Usbekistan und Turkmenistan gefährlich nahe an die Schwelle des Wasserdefizits geraten, nutzt Tadschikistan sein hydroelektrisches Potenzial, indem es die Wasserführung seiner Flüsse reguliert. Der Autor fügt hinzu, dass Tadschikistan im Sommer, wenn die usbekischen und turkmenischen Feldfrüchte bewässert werden müssen, die Schleusen seiner Infrastruktur schließt, um Wasser zu speichern und im Winter Energie zu erzeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Autor bezeichnet diese Änderung des Abflussregimes des Flusses als einen echten Nutzungskonflikt, der die bestehenden Spannungen aufdeckt, die zwischen den zentralasiatischen Ländern um die Kontrolle der Wasserressourcen herrschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der afghanische Bau eines neuen Kanals am Oberlauf des Amu-Darja-Flusses im März 2023 brachte die Wasserwirtschaftspolitik in Zentralasien erneut in Bedrängnis.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Marianne Bultel für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://novastan.org/fr/environnement/ecrivain-geographe-cedric-gras-routes-soif/">Französischen</a> von Arthur Siavash Klischat</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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			</item>
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		<title>&#8218;Stihia&#8216; – Wie stehen die Einheimischen zu dem Elektrofestival auf dem Grund des Aralsees?</title>
		<link>https://novastan.org/de/gesellschaft-und-kultur/stihia-wie-stehen-die-einheimischen-zu-dem-elektrofestival-auf-dem-grund-des-aralsees/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hook.report]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 May 2022 20:01:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bereits zum vierten Mal hat Anfang Mai das &#x201A;Stihia&#x2018;, ein Festival f&#xFC;r elektronische Musik, auf dem Grund des ausgetrockneten Aralsees stattgefunden. Doch wie erleben die Anwohner:innen das Event? Reporterinnen von Hook haben sich in dem Ort Mo&#x2BB;ynoq umgeh&#xF6;rt. Wir &#xFC;bersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Die Kleinstadt Mo&#x2BB;ynoq war nun zum vierten Mal [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bereits zum vierten Mal hat Anfang Mai das &#8218;Stihia&#8216;, ein Festival für elektronische Musik, auf dem Grund des ausgetrockneten Aralsees stattgefunden. Doch wie erleben die Anwohner:innen das Event? Reporterinnen von </strong><a href="https://hook.report/2022/05/stihia-fest/"><strong>Hook</strong></a><strong> haben sich in dem Ort Moʻynoq umgehört. Wir übersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kleinstadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Moʻynoq">Moʻynoq</a> war nun zum vierten Mal Austragungsort des Elektro-Festivals &#8218;Stihia&#8216; (russ.: Element, Urgewalt). Die Mission der Organisator:innen ist es, so viele Menschen wie möglich für das Problem des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aralsee">Aralsees</a> zu gewinnen und zur nachhaltigen Entwicklung von Moʻynoq beizutragen. In diesem Jahr hat das Festival vom 6. bis 8. Mai stattgefunden und mehr als 1.500 Gäste angezogen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">DJs aus Usbekistan (insbesondere aus <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karakalpakistan">Karakalpakistan</a>), Kasachstan, Kirgistan, Georgien, Russland, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Indien sind aufgetreten. Neben Musik hat das Festival Vorträge zum Thema Ökologie, Workshops mit lokalen Künstler:innen sowie eine Ausstellung zeitgenössischer karakalpakischer Kunst angeboten. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">

Unsere Autorinnen aus <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nukus">Nukus</a> helfen zu verstehen, wie die Bewohner:innen Karakalpakstans das &#8218;Stihia&#8216; sehen und ob sie ein solches Festival überhaupt brauchen. Gulnara Zholdasbayeva spricht darüber, warum elektronische Musik den Karakalpak:innen nicht fremd ist, wie das Festival der Stadt hilft und warum einige Einheimische mit dieser Veranstaltung unzufrieden sind. Und Gulban Abatbayeva half dabei, die Meinungen der Einwohner:innen von Moʻynoq zum &#8218;Stihia&#8216; zu sammeln.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Betrunkene und halbnackte Tourist:innen verärgern Einheimische</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Einige Anwohner:innen lehnen die Durchführung des Festivals kategorisch ab und erklären, es handele sich um eine fremde Kultur, die „nicht unserer Mentalität entspricht“. So wurde in einer karakalpakischen Facebook-Gruppe ein <a href="https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=pfbid0388xXPh7ya1iqmAdhZ5pYGfgWUhLLdS3jMx2fm9YtDzTY6Q4nRYoKjAAcoFAo46uPl&amp;id=100055741375655">Post</a> veröffentlicht, in dem es hieß, solche „Orgien-Discos“ seien eher eine Naturkatastrophe und sollten nicht an Wallfahrtsorten stattfinden. Der Schiffsfriedhof und die Stele „Gefallener Stern“ seien ein Ort der Trauer und der Erinnerung des karakalpakischen Volkes.

</p>



<figure class="wp-block-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="200" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8220klein-300x200.jpg" alt="" class="wp-image-29756" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8220klein-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8220klein-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8220klein-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8220klein-1536x1024.jpg 1536w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8220klein-2048x1365.jpg 2048w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8220klein-1300x867.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8220klein-128x86.jpg 128w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"> Der Hauptgrund für die Unzufriedenheit der Einheimischen ist, dass sich letztes Jahr einige Tourist:innen nicht ganz ethisch verhalten haben sollen, was in der gesamten lokalen Öffentlichkeit diskutiert wurde. Kritiker:innen wollen, dass Regeln aufgestellt werden, um die Ordnung aufrechtzuerhalten. Für viele ist der Zweck des Festes nicht ganz klar: Wie soll dieses Ereignis die Tragödie des Aralsees lösen? <em>„Der Gebrauch verschiedener schädlicher Substanzen, freizügige Kleidung, uns fremd erscheinende Frisuren – all das ist unangenehm. Die Touristen betrinken sich und wüten. Sie verteilen ihren Müll überall, und deshalb verstehen unsere Leute das &#8218;Stihia&#8216; nicht“</em>, sagt einer der Einheimischen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/dokumentarfilm-waiting-for-the-sea-von-techno-und-tradition-in-usbekistan/"><strong>Dokumentarfilm „Waiting for the Sea“ – von Techno und Tradition in Usbekistan </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings ist der Alkoholkonsum nicht ausschließlich eine Sache ausländischer Gäste. In einem kleinen Restaurant neben dem Campingplatz treffen sich die Einheimische jeden Abend (und manchmal sogar am Tag) und entspannen sich bei Bier, Wodka und verschiedener Musik. Die in Usbekistan bekannte karakalpakische Wodka-Marke &#8218;Karatau&#8216; erfreut sich auch bei den Tourist:innen einiger Beliebheit. &#8218;Karatau&#8216; ist Gegenstand von faszinierenden Geschichten, zahlreichen Memes und Aufklebern geworden. In der &#8218;Stihia&#8216;-Telegrammgruppe suchen ausländische Besucher:innen jetzt aktiv nach Wodka-Lieferanten in ihren Städten und tauschen Tipps aus, wie man das Original von Selbstgebranntem unterscheidet. <em><img decoding="async" width="656" height="437" class="alignnone wp-image-29755" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8202klein-300x200.jpg" alt="" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8202klein-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8202klein-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8202klein-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8202klein-1536x1024.jpg 1536w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8202klein-2048x1365.jpg 2048w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8202klein-1300x867.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8202klein-128x86.jpg 128w" sizes="(max-width: 656px) 100vw, 656px" />„Lebensmittelabfälle und Müll, den die Tourist:innen überall hinterlassen, belasten die Umwelt und stören das natürliche Gleichgewicht. Die ältere Generation von Moʻynoq steht dem Festival ablehnend gegenüber. Frisuren und Kleidung der Tourist:innen entsprechen nicht unserer Mentalität, und die Leute denken, dass dies die Spiritualität der jüngeren Generation negativ beeinflussen kann“</em>, sagt Temur Eshanov, ein junger Einwohner von Moʻynoq. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/der-aralsee-gestern-heute-morgen/"><strong>Der Aralsee: gestern, heute, morgen </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl die Organisator:innen des Festivals betonen, dass das Hauptziel die Entwicklung der Region sei und sie dazu <a href="https://stihia.org/ru/faq/#:~:text=%D0%9C%D1%8B%20%D0%BE%D0%B6%D0%B8%D0%B4%D0%B0%D0%B5%D0%BC%2C%20%D1%87%D1%82%D0%BE%20%D0%B2%D1%8B%20%D0%B1%D1%83%D0%B4%D0%B5%D1%82%D0%B5%20%D1%81%D0%BB%D0%B5%D0%B4%D0%BE%D0%B2%D0%B0%D1%82%D1%8C%20%D1%81%D0%BB%D0%B5%D0%B4%D1%83%D1%8E%D1%89%D0%B8%D0%BC%20%D0%BF%D1%80%D0%B8%D0%BD%D1%86%D0%B8%D0%BF%D0%B0%D0%BC%3A">aufrufen</a>, der Wüste mit Respekt zu begegnen und auf Müll zu verzichten, haben leider viele Menschen diesen Punkt unbeachtet gelassen. Während im Vorjahr das Projekt <a href="https://www.instagram.com/p/CPSdPbRJsAr/?utm_source=ig_web_copy_link">Hashar Week</a> im Rahmen des &#8218;Stihia&#8216; funktionierte, Müllsortierbehälter auf dem Gelände des Zeltlagers aufgestellt wurden und Freiwillige die Reinigung organisierten, war es dieses Jahr anders. Es gab zwar Gäste, die bewusst mit ihrem Müll umgingen und sogar fremden Müll einsammelten, aber zur gleichen Zeit wurden Flaschen, Tüten und Zigarettenstummel während des Festivals verstreut, und viele räumten nicht einmal ihr Plastikgeschirr weg. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Situation verschärfte sich besonders abends, als die Party begann. Im vergangenen Jahr wurde auch darauf aufmerksam gemacht, dass das &#8218;Stihia&#8216; trotz der Positionierung eher ein Treff für Ausländer:innen und Besucher:innen aus anderen Städten Usbekistans sei. Anwohner:innen standen hinter dem Zaun und durften weder in das Lager des Festivals noch zur Bühne. Aus diesem Grund gab es das Gefühl, dass die Einwohner:innen von Moʻynoq absichtlich von der Veranstaltung ferngehalten wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/der-aralsee-bricht-alle-rekorde-aber-er-lebt-weiter-geo-forscher-im-experten-interview/"><strong>„Der Aralsee bricht alle Rekorde – aber er lebt weiter!“ – Geo-Forscher im Experten-Interview </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich war das Festival aber in den vergangenen Jahren kostenlos. Man musste sich nur auf der Website registrieren und erhielt dann einen QR-Code, mit dem man vor Ort ein Armband als Einlass erhielt. Jeder konnte sich anmelden. Allerdings wussten viele Anwohner:innen einfach nichts von dem bevorstehenden Festival &#8211; entweder informierten die Stadtverwaltung und die lokalen Medien unzureichend über das Festival, oder die Organisator:innen dachten nicht daran, Werbung in den populären karakalpakischen Medien zu schalten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl in diesem Jahr die Teilnahme am Festival nicht kostenlos war, war eine große Anzahl Karakalpak:innen anwesend. Und die Organisator:innen machten eine der Bühnen für die Bürger:innen zugänglich, die keine Armbänder hatten. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wie das &#8218;Stihia&#8216; der Region hilft</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Für uns Einwohner:innen von Karakalpakstan ist die Aralsee-Tragödie ein Teil des Lebens geworden, und daher scheint es uns, dass der ausgetrocknete riesige See auf der ganzen Welt bekannt ist. Aber wir verstehen, dass dies nicht der Fall ist. Und dank des Festivals besuchen jedes Jahr mehr junge Menschen Moʻynoq und können aus eigener Erfahrung die Lebensbedingungen in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aralkum">Aralkum</a> – der Wüste, die sich auf dem Grund des austrocknenden Aralsees bildet – erleben. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Menschen aus dem Ausland kommen, um den Aralsee zu sehen. Sie interessieren sich sehr für den aktuellen Zustand des Sees, der Wüste, der wirtschaftlichen Situation und der Lebensweise der hier lebenden Menschen. Am 7. und 8. Mai wurden Seminare organisiert, bei denen junge Erfinder:innen verschiedene Start-ups vorstellten, die darauf abzielen, die dringenden Probleme des Lebens in der Aralsee-Region zu lösen“</em>, erzählt Muldir Maratova aus Karakalpakstan. Ein ähnliches Programm mit Diskussionen, Workshops und Präsentationen von Startups fand bereits 2021 statt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/unabhaengigkeit-wie-lebt-das-autonome-karakalpakistan/"><strong>(Un)abhängigkeit: Wie lebt das autonome Karakalpakistan? </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Andererseits tragen Tourist:innen, die Moʻynoq und andere Städte Karakalpakstans besuchen, zum wirtschaftlichen Wachstum in der Region bei. <em>„Tourist:innen aus verschiedenen Ländern der Welt, die zum &#8218;Stihia&#8216;-Festival kommen, leisten einen großen Beitrag zur Entwicklung des Tourismus in unserer Republik“</em>, sagt Temur Eshanov. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Zum Beispiel zahlten sie 100.000 bis 300.000 Som [circa 8,50 bis 25 Euro, Anm. d. Ü.] für die Übernachtung in den Häusern der Anwohner:innen. Sie kauften große Mengen in lokalen Geschäften ein, sie nutzten die Dienste von Taxifahrer:innen und Angestellten von Hotels und Herbergen. Dies verbessert natürlich die finanzielle Situation in Moʻynoq in gewissem Maße. Für die Tourist:innen blieb unser Regionalmuseum rund um die Uhr geöffnet. Das Festival ist nicht nur für Menschen aus dem Ausland, sondern auch für die lokale Bevölkerung zu einem guten Kultur-Urlaub geworden. Und moderne Musik aus dem Ausland wird von den jungen Leuten gemocht.“</em></p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="300" height="200" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8060klein-300x200.jpg" alt="" class="wp-image-29754" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8060klein-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8060klein-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8060klein-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8060klein-1536x1024.jpg 1536w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8060klein-2048x1365.jpg 2048w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8060klein-1300x867.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_8060klein-128x86.jpg 128w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"> Im Übrigen hat sich die elektronische Musik in Karakalpakstans Hauptstadt Nukus bereits vor dem &#8218;Stihia&#8216; gut entwickelt. Das Genre ist bei jungen Leuten sehr beliebt, und bei vielen Hochzeiten werden statt Sänger:innen lokale DJs gebucht. Zu den Top DJs aus Nukus zählen DJ Chars, Renatulin, T-Shunk, Shax. T-Shunk wirkt schon lange in Taschkent und trat dieses Jahr auch bei Stihia auf. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Eine weiterer Vorteil des &#8218;Stihia&#8216; ist, dass man die Besucher:innen mit den Bräuchen, der Kultur und der Kunst der Karakalpak:innen und Usbek:innen vertraut machen kann“</em>, meint Moldir Maratova. <em>„In diesem Jahr kamen zwei-dreimal mehr Tourist:innen als in der Vergangenheit. Dies ist ein Beweis dafür, dass das touristische Potenzial nicht nur in Moʻynoq, sondern in ganz Usbekistan wächst. Wir haben festgestellt, dass 70-80 Prozent der Ausländer:innen, die zum Festival kamen, Hüte und Kleidung mit nationalen karakalpakischen Mustern und usbekischem </em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Satin"><em>Atlas</em></a><em> trugen. Ich denke, dies ist eine weitere gute Möglichkeit, unser Volk der Welt vorzustellen.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/mode-mit-sinn-eine-karakalpakische-junge-designerin-widmet-ihre-neue-kollektion-dem-aralsee/"><strong>Mode mit Sinn: Eine karakalpakische junge Designerin widmet ihre neue Kollektion dem Aralsee </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Odyl Muhamedov, einer der Organisator:innen des Festivals, sagt, dass die schwierigsten Momente der Organisation in der Gewährung der Sicherheit und in den Wetterbedingungen lagen. Am Eröffnungstag regnete es in Strömen, weshalb einige Auftritte verschoben und die Veranstaltung vorzeitig beendet werden musste, damit die Ausrüstung nicht nass wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch trotz der schwierigen Bedingungen wollen die Organisator:innen die Tradition des Festivals in Moʻynoq fortsetzen. Sie sind erfreut zu sehen, wie sich die Stadt jedes Jahr verändert, und die Einheimischen bereiten sich auf das Ereignis vor. Odil bewundert insbesodere die starken karakalpakischen Frauen mit ihrem Unternehmerinnengeist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nurjamal, der als Führer im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kunstmuseum_Nukus">Savitsky-Museum</a> arbeitet, glaubt auch, dass Stihia eine großartige Möglichkeit ist, den Tourismus in der Region zu entwickeln: <em>„Während das Savitsky-Museum der größte Tourist:innen-Magnet als Ort ist, so ist das Festival die beliebteste Veranstaltung geworden. Leider war Karakalpakstan seit Sowjetzeiten für Menschen aus dem Ausland gesperrt, und das Problem des Aralsees selbst war außerhalb Zentralasiens nicht bekannt.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/der-enthusiast-der-wueste-wie-in-nukus-eine-der-bedeutendsten-avantgarde-sammlungen-entstand/"><strong>Der Enthusiast der Wüste – Wie in Nukus eine der bedeutendsten Avantgarde-Sammlungen entstand </strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ich denke, dass ein solches Festival eine gute Gelegenheit für die Menschen in Moʻynoq ist. Dank der Anziehungskraft für Tourist:innen aus aller Welt könnte es sogar zu einem zweiten Las Vegas werden. Die Entwicklung des Tourismus ist gut für das Geschäft und dementsprechend für das Wirtschaftswachstum. Deshalb denke ich, dass unsere Leute einfach toleranter gegenüber einer fremden Kultur sein sollten. Man kann sie besser kennenlernen, muss sie aber nicht annehmen. Bald werden sie sich daran gewöhnen und auf etwas Ungewöhnliches nicht mehr besonders reagieren. Von solchen Events muss es einfach mehr geben.<img loading="lazy" decoding="async" width="653" height="435" class="alignnone wp-image-29753" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_7910kleeeein-300x200.jpg" alt="" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_7910kleeeein-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_7910kleeeein-1024x683.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_7910kleeeein-768x512.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_7910kleeeein-1536x1024.jpg 1536w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_7910kleeeein-2048x1365.jpg 2048w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_7910kleeeein-1300x867.jpg 1300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2022/05/IMG_7910kleeeein-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 653px) 100vw, 653px" />Mir gefällt auch nicht alles. Um ehrlich zu sein, war ich sauer, dass sie den Leuchtturm bemalt haben. Und unter der lokalen Bevölkerung möchte ich keine halbnackten Menschen mit grünen Haaren sehen. Ansonsten unterstütze ich die Idee, Festivals und kreative Selbstdarstellung zu veranstalten.“</em> Die meisten Jugendlichen in Karakalpakstan und insbesondere in Moʻynoq sind begeistert von dem Festival. Sie schlagen vor, mehr solcher Veranstaltungen abzuhalten und die Geographie zu erweitern. Dank des Festivals ist Moʻynoq zu einem Ort geworden, an dem Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenkommen und ihre Energie, Kultur und Positivität teilen. </p>


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<p class="wp-block-paragraph"><em>„Das &#8218;Stihia&#8216; wird benötigt. Es ist für uns nützlich, wenn Menschen aus dem Ausland kommen. Schließlich muss man sich entwickeln. Alle Überreste der Vergangenheit verschwinden, auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen. Bei allem Gerede von Scham und Widersprüchlichkeit mit unserer Mentalität verschwindet nach und nach vieles. Ich denke, es ist nicht nötig, auf die alte Art und Weise zu denken“</em>, meint Alpamis Muratbayev, Student am Institut für Tourismus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles in allem kann man sagen, dass das &#8218;Stihia&#8216; unter den Einwohner:innen von Karakalpakstan sowohl Fans als auch Gegner:innen hat. Doch trotz der Tatsache, dass die Veranstaltung für die lokale Bevölkerung ungewöhnlich bleibt, versucht die Mehrheit, davon zu profitieren. Und es wäre gut, wenn die lokale Bevölkerung stärker in das Festival eingebunden werden würde und ihre Kultur in einem Format präsentieren könnte, das für junge Menschen relevant und interessant ist. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Gulnara Zholdasbayeva und Gulban Abatbayeva für </strong><a href="https://hook.report/2022/05/stihia-fest/"><strong>Hook</strong></a></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russischen von Robin Roth</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>mit Fotos von Jana Luisa Aufderheide</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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		<title>Usbekistan: Kampf gegen Sandstürme</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Côme Brunel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2022 16:05:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt & Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Aralkum]]></category>
		<category><![CDATA[Aralsee]]></category>
		<category><![CDATA[Karakalpakistan]]></category>
		<category><![CDATA[Karakalpakstan]]></category>
		<category><![CDATA[Sandsturm]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wüste]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jedes Jahr werden in Usbekistan Tonnen von Sand, Staub und Salz &#xFC;ber ein Territorium von mehr als 500 Quadratkilometern verteilt. Ursache ist die Aralkum-W&#xFC;ste, die nach dem Austrocknen des Aralsees entstanden ist. Usbekistan wird weiterhin von Sandst&#xFC;rmen heimgesucht. Laut eines im August 2021 ver&#xF6;ffentlichten Berichts der Weltbank, der am 5. Februar vom usbekischen Nachrichtenportal Kun.uz [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jedes Jahr werden in Usbekistan Tonnen von Sand, Staub und Salz über ein Territorium von mehr als 500 Quadratkilometern verteilt. Ursache ist die Aralkum-Wüste, die nach dem Austrocknen des Aralsees entstanden ist.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Usbekistan wird weiterhin von Sandstürmen heimgesucht. Laut eines im August 2021 veröffentlichten <a href="https://openknowledge.worldbank.org/handle/10986/36461">Berichts</a> der Weltbank, der am 5. Februar vom usbekischen Nachrichtenportal <a href="https://kun.uz/ru/18955234">Kun.uz</a> aufgegriffen wurde, verursachen die Stürme Bodenerosion und verringern die Luftqualität. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sandstürme kommen aus der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aralkum">Aralkum</a> – der Wüste, die im Westen des Landes auf der Fläche des ausgetrockneten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aralsee">Aralsees</a> entstanden ist. Die Wüste ist fast 38.000 Quadratkilometer groß und befindet sich hauptsächlich in der autonomen usbekischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karakalpakistan">Republik Karakalpakistan</a>. Mit dem Verschwinden des Sees trägt der Wind nun Sand, Staub und Salz mit sich, was den Alltag der 1,8 Millionen Einwohner:innen der Region erschwert. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/der-aralsee-gestern-heute-morgen/">Der Aralsee: gestern, heute, morgen </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Weltbank sind aus wirtschaftlicher Sicht weitere Folgen zu berücksichtigen. Sandstürme kosten die usbekische Regierung mehr als 44 Millionen US-Dollar (40 Millionen Euro) pro Jahr. Dies entspricht in etwa zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Expert:innen der Weltbank zufolge würde Untätigkeit bei der Lösung dieses Problems allein bis 2041 844 Millionen US-Dollar (768,9 Millionen Euro) kosten. </p>


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<p class="wp-block-paragraph">

Die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit, aber auch auf die lokale Landwirtschaft werden im Durchschnitt auf 11,6 Millionen US-Dollar (10,5 Millionen Euro) pro Jahr geschätzt. Die Ausbreitung der Wüste setzt die usbekische Regierung unter Druck, nach neuen Lösungen zu suchen.
</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Eine Lösung durch Aufforstung</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Angesichts dieser Situation hat die <a href="https://www.worldbank.org/en/news/feature/2021/06/17/a-promising-future-for-the-aral-sea-and-central-asian-drylands">Weltbank</a> mehrere Initiativen vorgeschlagen. Demnach wäre es möglich, den Prozess der Desertifikation des Aralsees rückgängig zu machen, insbesondere mit einem Renaturierungsprojekt durch Wiederaufforstung. Die usbekischen Forscher:innen Natalya Akinchina und Azamat Azizov glauben, dass sie die lokale Umwelt sanieren können, indem sie einheimische Bäume, Sträucher und Gräser pflanzen, die gegen die Dürre und den hohen Salzgehalt des Bodens resistent sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/warum-der-aralsee-nicht-das-einzige-umweltproblem-usbekistans-ist/">Warum der Aralsee nicht das einzige Umweltproblem Usbekistans ist </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die usbekischen Behörden haben seit 2018 bereits 1,6 Millionen Hektar mit <em>„besonderen Wüstenpflanzen“</em> bepflanzt, erklärt Eldor Aripov, Direktor des Instituts für strategische und interregionale Studien, gegenüber der usbekischen Onlinezeitung <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2021/05/22/aral/?utm_source=push&amp;utm_medium=telegram">Gazeta.uz</a>. Eine der bevorzugten Arten ist <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Saxaul">Saxaul</a>, eine besonders widerstandsfähige Pflanze. Auch Kasachstan hat damit begonnen, Saxaul-Setzlinge anzubauen, um sie später auf den Boden des ehemaligen Aralsees zu verpflanzen. </p>


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<p class="wp-block-paragraph">

Die Wiederherstellung der Landschaft am Grund des Aralsees könnte laut Weltbank zu einer erheblichen Verringerung der Luftverschmutzung führen und würde zu einer Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens der lokalen Bevölkerung beitragen. Darüber hinaus würde das Projekt die Imkerei und andere grüne Agrarsektoren sowie den Ökotourismus in der Region fördern. Die Rückkehr des Aralsees ist jedoch ausgeschlossen.
</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Côme Brunel, Redakteur für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/environnement/louzbekistan-face-au-defi-des-tempetes-de-sable/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong> </p>



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		<title>Vergessene Flotte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Sep 2021 03:20:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die ehemalige Fischerboot Flotte in Moynaq liegt am Grund des versiegten Teil des Aralsees, welcher nun zur Aralkum W&#xFC;ste geh&#xF6;rt in Usbekistan.Kredit: Konstantin Novakovic (Serbia) Findet alle unsere Bilder des Tages hier.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><span data-sheets-value="{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Die ehemalige Fischerboot Flotte in Moynaq liegt am Grund des versiegten Teil des Aralsees, welcher nun zur Aralkum Wüste gehört in Usbekistan.&quot;}" data-sheets-userformat="{&quot;2&quot;:771,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;4&quot;:{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:16777215},&quot;11&quot;:4,&quot;12&quot;:0}">Die ehemalige Fischerboot Flotte in Moynaq liegt am Grund des versiegten Teil des Aralsees, welcher nun zur Aralkum Wüste gehört in Usbekistan.</span><strong>Kredit: </strong><span data-sheets-value="{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Konstantin Novakovic (Serbia) &quot;}" data-sheets-userformat="{&quot;2&quot;:6979,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;4&quot;:{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:16777215},&quot;9&quot;:0,&quot;11&quot;:4,&quot;12&quot;:0,&quot;14&quot;:{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:0},&quot;15&quot;:&quot;Arial&quot;}"><strong><a href="https://www.instagram.com/konstantinnovakovic/">Konstantin Novakovic</a> (Serbia)</strong> </span><span style="font-weight: 400">Findet alle unsere Bilder des Tages </span><a href="https://www.novastan.org/de/cat/bild-des-tages/"><span style="font-weight: 400">hier</span></a><span style="font-weight: 400">.</span></p>
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		<title>Rostiges Boot</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jul 2021 02:30:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Rostige Fischerboote die im Sand der Aralkum W&#xFC;ste in Moynaq, Usbekistan liegen.Kredit:&#xA0;Konstantin Novakovi&#x107; (Serbien) Findet alle unsere Bilder des Tages&#xA0;hier.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><span data-sheets-value="{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Rostige Fischerboote die im Sand der Aralkum Wüste in Moynaq, Usbekistan liegen.&quot;}" data-sheets-userformat="{&quot;2&quot;:771,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;4&quot;:[null,2,16777215],&quot;11&quot;:4,&quot;12&quot;:0}">Rostige Fischerboote die im Sand der Aralkum Wüste in Moynaq, Usbekistan liegen.</span><strong>Kredit:&nbsp;<a href="https://www.instagram.com/konstantinnovakovic/">Konstantin Novaković</a> (Serbien)</strong>

Findet alle unsere Bilder des Tages&nbsp;<a href="https://www.novastan.org/de/cat/bild-des-tages/">hier</a>.</p>
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