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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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		<title>Die Tschagataiden: Brüder, die die Steppe zähmen wollten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Fergana News]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 16:45:09 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Jahrhunderte wurde Zentralasien von mongolischen Khanen und deren nomadischer Kultur und Rechtsprechung geprägt. Eine eigenartige Symbiose mit lokalen Eliten bildete sich heraus und die verschiedenen Seiten prägen die Menschen und die Kultur in Zentralasien bis heute. Aus dem Reich der Tschagataiden wurde jedoch nie einen vollwertiger Mongolenstaat; auch vor dem islamischen Einfluss war es nicht gefeit und einige Herrscher und ihre Untertaninnen und Untertanen konvertierten teils berechnend zum Islam. Fergana geht der Frage nach, warum die Mongolenherrscher nie einen vollwertigen Nationalstaat in Zentralasien gegründet haben.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen Ende des 13. Jahrhunderts hatten sich drei mongolische Großmächte unter der Führung der Nachkommen Dschingis Khans zu eigenständigen und relativ zentralisierten Staaten entwickelt – das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Yuan-Dynastie">Yuan-Reich</a> in China, das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ilchane">Ilchanat</a> der Hulaguiden in Vorderasien und die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Goldene_Horde">Goldene Horde</a> mit ihrem Zentrum im unteren Wolga-Gebiet. Nur auf den Gebieten des Tschagatai-Khanats, zu denen der größte Teil Zentralasiens gehörte, herrschte Chaos. Die Khane wurden nacheinander gestürzt und ermordet, die Städte wurden von Kaufleuten regiert, es gab keine einheitliche Währung und der nomadische Adel achtete eifersüchtig darauf, dass keiner der mongolischen Würdenträger es wagte, sich auf dem Land niederzulassen und einen Palast zu errichten.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Erst zu Beginn des 14. Jahrhunderts versuchte <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Kebek">Khan Kebek</a>, dieses System zu durchbrechen. Er verlegte die Hauptstadt nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Transoxanien">Transoxanien</a>, teilte das Land in Bezirke auf und führte eine eigene Währung ein. Sein Bruder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tarmaschirin">Tarmaschirin</a> ging noch weiter: Er lehnte die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jassa">Jassa</a> [mongolisches Gesetzbuch des 13./14. Jahrhunderts, Anm. d. Übers.] von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dschingis_Khan">Dschingis Khan</a> zugunsten des Islam ab. Beide bezahlten ihre Reformversuche mit dem Leben. Bald darauf zerfiel das Ulus [Reichsgebiet, Anm. d. Übers.], doch auf seinen Trümmern sollte später das Reich <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Timur">Amir Temurs</a> entstehen – der letzte Staat, dem es gelang, die „Steppe“ mit Hochkultur und der administrativen Macht des islamischen Reiches zu vereinen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Ulus, der tatsächlich nie zu einem Staat wurde</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1224, kurz vor dem Tod Dschingis Khans, wurde das Mongolische Reich unter seinen Söhnen in Lehensgebiete (Ulus) aufgeteilt. Die Gebiete Zentralasiens – Transoxanien, <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Jetisu">Jetisu</a> und die Karawanenstädte an den Handelswegen, die China, den Iran und Indien verbanden – fielen dem zweiten Sohn, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tschagatai_Khan">Tschagatai</a>, zu. Nach mongolischem Brauch ging das Haupterbteil – die angestammten mongolischen Gebiete und der größte Teil der väterlichen Armee – an den jüngsten Sohn <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tolui_Khan">Tolui</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor der Ankunft der Mongolen blühten Samarkand, Buchara und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Otrar">Otrar</a> dank Handwerk und Handel auf. Doch Tschagatais Hauptlager befand sich in der Steppe, im Tal des Flusses Ili  weit entfernt von den städtischen Zentren. Die unterworfene Bevölkerung lebte in den meisten Fällen nach ihren eigenen Gesetzen, hier und da blieben sogar lokale Dynastien erhalten. Diese Situation kam Tschagatai persönlich durchaus entgegen: Er blieb ein überzeugter Nomade und strebte keine sesshafte Stadtverwaltung an, sondern bevorzugte die traditionelle Steppenherrschaft.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="744" height="592" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/Karte-des-Tschagataiischen-Ulus-zu-Ende-des-13.-Jahrhunderts.png" alt="" class="wp-image-44720" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/Karte-des-Tschagataiischen-Ulus-zu-Ende-des-13.-Jahrhunderts.png 744w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/Karte-des-Tschagataiischen-Ulus-zu-Ende-des-13.-Jahrhunderts-300x239.png 300w" sizes="(max-width: 744px) 100vw, 744px" /><figcaption class="wp-element-caption">Karte des Tschagataiischen Ulus zu Ende des 13. Jahrhunderts</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz Tschagatais Verachtung für das sesshafte Leben bildeten sich die wichtigsten Steuereinnahmen und Handelsströme gerade in den Städten und in den Dörfern auf dem Land. Um die sesshafte Bevölkerung zu verwalten, übertrugen die Mongolen die Steuererhebung und die Verwaltungsaufgaben an Vertreter der lokalen Wirtschaftselite. Es bildete sich jedoch kein einheitliches politisches Zentrum im Ulus heraus. Im Gegensatz zum Yuan-Reich, wo sich die Mongolen auf die chinesische Bürokratie stützten, oder zum Ilchanat, wo sich der nomadische Adel in die persischen Verwaltungspraktiken integrierte, entwickelte sich in Zentralasien ein besonderes Verwaltungsmodell. Indem sie die Städte an lokale Beamte verpachteten, konzentrierten sich die Mongolen auf die Verwaltung der Steppe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/zentralasien-und-europa/joo-yup-lee-the-turkic-peoples-in-world-history-routledge-2024/">Turkvölker in der Weltgeschichte</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Während die Nomaden also nach dem Jassa Dschingis Khans lebten, folgte die sesshafte Bevölkerung der islamischen Scharia. Formal durften sich die Mongolen nicht in städtische Angelegenheiten einmischen, und die Statthalter nicht in die der Steppe. In der Praxis wurde diese Grenze jedoch ständig überschritten: Die Khane verlangten Geld, die Pächter suchten Einfluss am Hof, die Wesire intrigierten gegen die Noyanen [mongolischer Titel für zivile und militärische Führer, meist adliger Abstammung, Anm. d. Übers.]. Die beiden Ordnungen prallten regelmäßig aufeinander und verursachten Chaos, was zum Hauptleiden des Ulus wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kriege über Kriege</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurden die Gebiete der Tschagataiden in langwierige Bruderkriege verwickelt. Nach dem Tod von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6ngke_Khan">Möngke Khan</a> 1259, dem letzten Herrscher des vereinigten mongolischen Reiches, und dem Krieg um die Vorherrschaft von 1260 bis 1264 wurde das ehemalige Reich Dschingis Khans nicht mehr von einem einzigen Zentrum aus regiert, und das Kräfteverhältnis zwischen den Ulus veränderte sich drastisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konfrontation zwischen Tschagataiden Tschingisiden verschärfte sich – vor allem mit dem Urenkel Dschingis Khans, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qaidu_Khan">Qaidu</a>, der einen bedeutenden Teil der Steppengebiete kontrollierte und einen langwierigen Kampf um den Einfluss in Zentralasien führte. Gleichzeitig verschärften sich an den westlichen und nördlichen Grenzen die Konflikte mit der Goldenen Horde um die Steppengebiete und Handelswege zum Wolga-Gebiet und nach Westsibirien sowie im Südwesten mit dem Ilchanat um die Kontrolle über Khorasan und die Grenzstädte sowie die Karawanenrouten.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="744" height="727" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/Begraebnis-von-Tschagatai.jpeg" alt="" class="wp-image-44723" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/Begraebnis-von-Tschagatai.jpeg 744w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/Begraebnis-von-Tschagatai-300x293.jpeg 300w" sizes="(max-width: 744px) 100vw, 744px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Begräbnis von Tschagatai, persische Malerei, 14. Jahrhundert</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Krieg folgte dem anderen. Samarkand, Buchara, Herat und andere große Zentren wechselten wiederholt den Machthaber und die lokalen Emire waren gezwungen, ständig ihre Verbündeten zu wechseln. Innerhalb von fünfzig Jahren wechselten etwa ein Dutzend Khane an der Spitze des Ulus, doch keiner von ihnen konnte die Macht lange genug halten, um alle regionalen Gruppierungen unter seine Kontrolle zu bringen und eine stabile Herrschaft über die Städte und den Militäradel wiederherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ibn Battuta, der Mitte des 14. Jahrhunderts Zentralasien bereiste, beschrieb ebenfalls den Verfall und Niedergang, in dem sich die Region nach einem Jahrhundert mongolischer Herrschaft befand: <em>„Moscheen, Medresen und Basare liegen in Trümmern, mit Ausnahme einiger weniger… Heute gibt es dort keinen einzigen Menschen, der sich in der Wissenschaft auskennt, und niemanden, der ihr Beachtung schenkt.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zustand befand sich der Ulus zum Zeitpunkt der Machtübernahme durch Kebek, der als erster Tschagatai-Khan versuchte, das Herrschaftsmodell im Ulus zu ändern.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="711" height="1024" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/Ibn-Battuta-711x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-44724" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/Ibn-Battuta-711x1024.jpeg 711w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/Ibn-Battuta-208x300.jpeg 208w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/Ibn-Battuta.jpeg 744w" sizes="(max-width: 711px) 100vw, 711px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ibn Battuta, französische Malerei, 19. Jahrhundert</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Kebek: Feldherr und Reformer</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kebek war der Urururenkel von Dschingis Khan und Sohn des <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Duwa">Khans Duwa</a>, der den Ulus von 1282 bis 1307 regierte. Er wurde aller Wahrscheinlichkeit nach in der Steppe in einem Nomadenlager geboren und gehörte einem heidnischen Glauben an, sprach jedoch im Gegensatz zu den meisten seiner Vorfahren bereits einen turksprachigen Dialekt. Vermutlich vermischte sich die herrschende Schicht des Tschagatai-Ulus zu Beginn des 14. Jahrhunderts zunehmend mit der einheimischen Bevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1309 wurde Kebek zum Khan ernannt. Doch fast unmittelbar darauf wurde auf Kebeks eigene Initiative hin ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kurultai">Kurultai</a> einberufen, der beschloss, die Macht an seinen älteren Bruder Esen-Buke zu übertragen. Kebek fügte sich und befehligte in den folgenden neun Jahren die Armee der Tschagataiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem Feldzug gegen das Ilchanat überquerte Kebek den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amudarja">Amudarja</a>, bezwang am Fluss <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Murgab_(Bartang)">Murgab</a> die Armee des Statthalters von Khorasan und erreichte Herat. Dort sah er, wie das Reich der Hulaguiden organisiert war – mit einer einheitlichen Silbermünze, Verwaltungsbezirken und einer funktionierenden Bürokratie. Im Tschagatai-Ulus gab es nichts dergleichen. Möglicherweise zu diesem Zeitpunkt reifte bei Kebek die Erkenntnis, dass sich im Tschagatai-Ulus etwas ändern musste.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/quryltai-tradition-und-zukunft-der-kasachischen-volksversammlung/">Quryltaı – Tradition und Zukunft der kasachischen Volksversammlung</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als er nach dem Tod seines Bruders Esen-Buka im Jahr 1318 erneut an die Macht kam, beschloss er als Erstes, eine vollwertige Hauptstadt zu schaffen. Kebeks Residenz wurde <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qarshi">Qarshi</a>, das damals den Namen Nasaf trug. Die Wahl des Ortes war bezeichnend: keine Steppe, sondern eine Stadt in Transoxanien, in der Nähe der Handelswege und der wichtigsten Steuerquellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier errichtete Kebek einen Palast – eines der wenigen bekannten Beispiele für eine feste Khan-Residenz in der Region. Der Palast wurde im Zentrum der örtlichen Festung errichtet und gab der Stadt möglicherweise ihren Namen: In der turksprachigen Tradition bedeutete „karshi“ nämlich „Palast“. Überreste dieses Komplexes wurden in Form von massive Mauern, Fußböden und Säulen gefunden. Die bloße Tatsache, dass ein solches Zentrum entstand, bedeutete einen Wandel der Prioritäten – die Macht war nicht mehr nomadisch. Rund um den Palast bildeten sich nach und nach neue Viertel des Adels und Handwerksmärkte, und das Leben des alten Nasaf begann sich in Richtung dieser Residenz zu verlagern. Nach Kebeks Tod verschwand das Gebäude nicht – unter Amir Temur wurde es umgebaut und in eine Moschee umgewandelt, die als Odina bekannt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kebeks nächster Schritt betraf die Verwaltung der Gebiete. Die Ländereien des Khans wurden in Bezirke mit fest zugewiesenen Beamten aufgeteilt, die für die Erhebung von Steuern und die Aufrechterhaltung der Ordnung zuständig waren. Dies ermöglichte es, die Willkür vor Ort einzudämmen und zumindest teilweise die Kontrolle über die Einnahmen zurückzugewinnen, die zuvor in den Taschen der Emire und Zwischenhändler gelandet waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die auffälligste Reform des Khans war jedoch die Währungsreform. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts waren im Tschagatai-Ulus Münzen unterschiedlichen Gewichts und Qualität im Umlauf, die an verschiedenen Orten geprägt worden waren. Dies erschwerte den Zahlungsverkehr und bot Raum für Missbrauch. Kebek führte einen einheitlichen Standard für Silbermünzen ein. Die Prägung erfolgte nach einem einheitlichen Muster, und die Münzen selbst erhielten den Namen „Kebeks“. Die Vereinheitlichung des Geldumlaufs vereinfachte den Handel und stärkte die Position der Zentralmacht: Die Kontrolle über die Münzprägung bedeutete die Kontrolle über einen erheblichen Teil der Wirtschaftsströme.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="744" height="369" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/Muenzen-von-Khan-Kebek.jpeg" alt="" class="wp-image-44725" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/Muenzen-von-Khan-Kebek.jpeg 744w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/Muenzen-von-Khan-Kebek-300x149.jpeg 300w" sizes="auto, (max-width: 744px) 100vw, 744px" /><figcaption class="wp-element-caption">Münzen von Khan Kebek, ausgegraben in Buchara</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu wurden Maßnahmen zur Belebung der Wirtschaft des Ulus ergriffen. Quellen berichten von der Wiederherstellung der Bewässerungssysteme, der Förderung der Landwirtschaft und den Versuchen, Handwerkszentren wiederzubeleben. Für die Machthaber war dies eine Frage des Überlebens: Ohne stabile Einnahmen war es unmöglich, das Heer zu unterhalten und die Loyalität des Adels zu sichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch genau hier stießen Kebeks Reformen auf Widerstand. Die verstärkte Kontrolle über Steuern und Münzwesen schränkte die Handlungsmöglichkeiten derer ein, die es gewohnt waren, eigenständig zu agieren. Die nomadische Elite verlor einen Teil ihrer Einkünfte und ihres Einflusses, während die städtische Oberschicht ihren Handlungsspielraum zwischen den verschiedenen Machtzentren einbüßte. Die Unterstützung des Khans blieb situationsabhängig, und jede Schwächung seiner Position wirkte sich unmittelbar auf die Regierbarkeit der Gebiete aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kebek behielt den Thron für einen Herrscher aus der Tschagatai-Dynastie relativ lange – ganze acht Jahre. Doch gelang es ihm nicht, das Kräfteverhältnis innerhalb des Ulus vollständig zu verändern. Nach seinem Tod blieben viele der eingeleiteten Maßnahmen in Kraft – vor allem das Währungssystem und die Praxis der Stützung auf die Städte. Ein stabiles Machtmodell bildete sich jedoch nie heraus. Die Kontrolle über die Gebiete hing weiterhin von Vereinbarungen zwischen einflussreichen Adelsgruppen ab und nicht von einer einheitlichen Ordnung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weg vom Jassa und hin zur Scharia</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kebek starb im Jahr 1326 – einigen Quellen zufolge eines natürlichen Todes, anderen zufolge fiel er einer Verschwörung mongolischer Würdenträger zum Opfer. Der Thron ging an seinen Bruder Iltschigidai über, der Buddhisten und Katholiken schützte, jedoch nur sehr kurz regierte und ebenfalls ermordet wurde. Nach der kurzen Regierungszeit eines weiteren Bruders, Durr-Timur, kam schließlich Tarmaschirin an die Macht, der Kebeks Reformen fortsetzte.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="744" height="383" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/Muenzen-Tarmaschirins.jpeg" alt="" class="wp-image-44726" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/Muenzen-Tarmaschirins.jpeg 744w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2026/05/Muenzen-Tarmaschirins-300x154.jpeg 300w" sizes="auto, (max-width: 744px) 100vw, 744px" /><figcaption class="wp-element-caption">Münzen Tarmaschirins, 1331–1332</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Unter Tarmashirin wurde das von Kebek eingeführte Währungssystem auf das gesamte Gebiet des Ulus ausgeweitet. Neue Münzprägeanstalten wurden in Schangi-Taraz, Otrar und Badachschan eröffnet. Die Münzen wurden mit dem Namen Tarmaschirins und seines Sohnes Sanschar geprägt. Der unter Kebek eingeführte einheitliche Standard funktionierte nun überall.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch Tarmaschirins wichtigste Entscheidung betraf nicht die Wirtschaft, sondern die Ideologie: Der Khan konvertierte zum Islam und nahm den muslimischen Namen Ala ad-Din Muhammad und den Titel Sultan al-Azam – „der Größte Sultan“ – an. Bereits vor der Thronbesteigung Tarmaschirins bekannte sich wohl ein Teil der nomadisch Lebenden zum Islam. Und als der neue Khan seine Untertanen aufrief, sich dem muslimischen Glauben anzuschließen, folgte die überwiegende Mehrheit allmählich diesem Aufruf.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/religioese-koexistenz-im-10-jahrhundert-in-zentralasien/">Religiöse Koexistenz im 10. Jahrhundert in Zentralasien</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Khan ordnete an, täglich fünf öffentliche Gebete zu verrichten, und verbreitete den Islam in allen seinen Herrschaftsgebieten. Vor allem aber ersetzte er die traditionelle Gesetzgebung des Jassa teilweise durch die Scharia. Tatsächlich war die Aufhebung des Jassa strategischer Natur: Ohne diese Gesetzesgrundlage konnte der Khan nicht mehr abgesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun lehnte sich der Nomadenadel im östlichen Teil des Ulus auf. Den Aufstand führte Tarmaschirins Neffe Buzan an, der von den Feldherren Ostturkestans unterstützt wurde. Tarmaschirin versuchte, nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ghazni">Ghazni</a> im heutigen Afghanistan zu fliehen, wurde 1334 jedoch gefangen genommen und getötet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tod Tarmaschirin markierte für den Tschagatai-Ulus den Punkt, an dem es kein Zurück mehr gab. Sein westlicher Teil, Transoxanien, blieb unter der Herrschaft des islamisierten Adels. Im Osten, auf dem Gebiet des heutigen Jetisu und Ostturkestans entstand ein neuer Staat – Mogulistan („Land der Mogulen“). Zwar bildete es sich zunächst als Konföderation nomadischer Stämme, die nach dem Jassa lebten, doch schon bald siegten die zum Islam Konvertierten auch hier.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Erbe der Tschagataiden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Prozesse, die Kebek und Tarmaschirin in Gang gesetzt hatten, waren nicht mehr aufzuhalten. Der Islam fasste allmählich auch unter der nomadisch lebenden Bevölkerung Fuß und die Idee einer einheitlichen Währung und einer zentralisierten Verwaltung überdauerte ihre Schöpfer. Der Tschagatai-Ulus zerfiel, doch sein Erbe erwies sich als lebensfähiger als das anderer mongolischer Reiche. Gerade in der Zeit der Mongolen bildeten sich die Normen der tschagataischen Sprache heraus – der literarischen Turksprache, in dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mir_%CA%BFAli_Schir_Naw%C4%81%CA%BEi">Alisher Navoiy</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Babur">Babur</a> schrieben. Diese Sprache, die lokale Dialekte und persisches Vokabular in sich vereinte, wurde zum direkten Vorläufer des heutigen Usbekischen und Uigurischen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/panorama/nawruz-und-der-islam-eine-koexistenz-mit-konflikten/">Nawruz und der Islam: Eine Koexistenz mit Konflikten</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich entstand auf den Trümmern des Tschagatai-Ulus jene Regierungsform, die später von Amir Temur genutzt wurde: ein zentralistischer Staat, der den Islam und die städtische Kultur mit der militärischen Disziplin und der imperialen Ideologie der Steppeneroberer verband. Die Reformen Kebeks und Tarmaschirins konnten den Ulus nicht retten. Doch ohne ihre Versuche, die Freiheit der Nomaden zu zügeln, hätte es wohl weder Amir Temur noch die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schaibaniden">Schaibaniden</a> oder das Zentralasien gegeben, wie wir es heute kennen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Fergana News</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://fergana.agency/articles/146657/">Russischen</a> (gekürzt) von Michèle Häfliger</strong></p>



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		<title>Ruy González de Clavijo in Samarkand: Verbindungen, die bis heute nachwirken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Mar 2025 19:42:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralasien & Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Amir Temur]]></category>
		<category><![CDATA[Amir Timur]]></category>
		<category><![CDATA[Kastillien]]></category>
		<category><![CDATA[Samarkand]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im 15. Jahrhundert begab sich eine Gesandtschaft aus Kastilien an den Hof Amir Temurs, um ein milit&#xE4;risches B&#xFC;ndnis zu erwirken. Der Name des Botschafters hallt noch immer in den Stra&#xDF;en von Samarkand wider. Die Geschichte von Marco Polo ist der breiten &#xD6;ffentlichkeit weithin bekannt. Allerdings ist er nicht der einzige Reisende aus dem Sp&#xE4;tmittelalter, der [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Im 15. Jahrhundert begab sich eine Gesandtschaft aus Kastilien an den Hof Amir Temurs, um ein militärisches Bündnis zu erwirken. Der Name des Botschafters hallt noch immer in den Straßen von Samarkand wider.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichte von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marco_Polo">Marco Polo</a> ist der breiten Öffentlichkeit weithin bekannt. Allerdings ist er nicht der einzige Reisende aus dem Spätmittelalter, der ein reichhaltiges und faszinierendes schriftliches Zeugnis hinterlassen hat. Der spanische Botschafter <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ruy_González_de_Clavijo">Ruy González de Clavijo</a> verfasste in der Ich-Form das Manuskript „Embajada a Tamerlan“, in dem er von seiner Reise erzählt, die er von 1403 bis 1406 unternahm, um <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Timur">Amir Temur</a>, auch Tamarlan genannt, zu treffen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Auf der Suche nach einer Allianz</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ende des 14. Jahrhundert zitterte die christliche Welt unter der Bedrohung durch die Türken. Nach der französisch-ungarischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Nikopolis">Niederlage bei Nikopolis</a> im Jahr 1396 schien sich der Konflikt der Religionen zugunsten des Halbmonds zu neigen: Byzanz hatte den Feind vor seinen Toren, die Nationen Mitteleuropas mussten sich einem 300-jährigen Krieg stellen und zusehen, wie der Balkan unter das Joch von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bayezid_I.">Bayezid I.</a> fiel – einem Sultan, dessen Hauptziel die Eroberung des westlichen Teils des Kontinents war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1402 war es fast 40 Jahre her, dass Amir Temur ein riesiges Gebiet eroberte, dessen Hauptstadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Samarqand">Samarkand</a> war. Sein Reich reichte vom Schwarzen Meer bis zum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Indus">Indus</a>, einschließlich weiter Teile Persiens und des heutigen Zentralasiens. König <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_III._(Kastilien)">Heinrich III. von Kastilien</a> sah in Temur einen wertvollen Verbündeten gegen die Osmanen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Er schickt eine erste Gesandtschaft, die erfolgreich war. Die beiden Abgesandten, die Ritter Hernán Sánchez de Palazuelos und Payo Gómez de Sotomayor, kehren beladen mit Geschenken, einem Brief für Heinrich III. und in Begleitung eines persönlichen Beraters von Temur zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund dieser guten ersten Beziehungen wird der Kammerherr Heinrichs III. an die Spitze einer zweiten Delegation gestellt. Ruy González de Clavijo bricht auf zu seiner großen Reise, die ihn von Kastilien nach Samarkand führen wird, um Temur zu treffen. Mehrere Personen begleiten ihn, darunter Fray Alonso Páez de Santa María – ein Religionsgelehrter, der Latein, Arabisch, Italienisch, Griechisch und Persisch spricht. Am 31. August oder (je nach Quelle) 8. September 1404 erreichen sie schließlich ihr Ziel: Samarkand.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Samarkand 1404</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu dieser Zeit war Samarkand eine der wichtigsten Städte der Seidenstraße, Umschlagsplatz der Karawanen aus Ost und West, erbaut in der trockenen Steppe <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Transoxanien">Transoxaniens</a>, zwischen Oxus (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amudarja">Amudarja</a>) und Jaxartes (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Syrdarja">Syrdarja</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">González de Clavijo beschreibt in seinem Buch den Reichtum und die Fülle der Stadt. Sie liegt von einer Lehmmauer umgeben in einer Ebene und ist etwas größer als <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sevilla">Sevilla</a>. Es gibt wunderschöne Paläste, Moscheen und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Madrasa">Medresen</a>. Das Buch zeigt deutlich die Bewunderung von González de Clavijo, als er Samarkand sah – eine Stadt, größer als jede im Königreich Kastilien, dazu reich, vielfältig und multikulturell.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/die-amir-temur-statue-in-taschkent-neuer-held-aus-alten-zeiten/"><strong>Die Amir-Temur-Statue in Taschkent – neuer Held aus alten Zeiten</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Temurs Eroberungsdrang wurde von blutigen Massakern begleitet, die heute als Völkermord bezeichnet werden. Aber er achtete darauf, Künstler und Intellektuelle zu schonen. Anstatt sie zu töten, holte er sie nach Samarkand, um seine Hauptstadt kulturell zu bereichern. Die Bewunderung des spanischen Gesandten spielte wahrscheinlich eine Rolle bei der Qualität der Beziehung, die er zu Temur aufbaute.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein Name, der noch heute Anklang findet</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im März 2024 schickte die <a href="https://farabi.university/news/87440?lang=en">Al-Farabi-Universität Almaty</a> ihren Professoren Kalkaman Jumagulov nach Madrid. Er arbeitete dort in der berühmten Nationalbibliothek im Stadtteil Salamanca. Darüber hinaus griff er auf die Buchdepots, Fonds und Archive der Universitäten der spanischen Hauptstadt zu und hatte die Möglichkeit, das Manuskript von „Embajada a Tamerlan“ einzusehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2015 wurde das spanische Sprachzentrum „Ruy Gonzalez de Clavijo“ an der Eurasischen Nationaluniversität in Astana gegründet. Im Herbst 2024 fand dort der zweite Teil des internationalen Seminars „Zusammenarbeit in der Hochschulbildung: Spanien-Kasachstan“ statt, das den Beziehungen zwischen kasachstanischen und spanischen Hochschuleinrichtungen gewidmet ist. An dem Treffen nahmen Vertreter:innen von mehr als 30 kasachstanischen und spanischen Universitäten sowie der spanischen Botschaft in Kasachstan teil.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Erbe von Ruy Gonzalez de Clavijo</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Manuskript von „Embajada a Tamerlan“ ist von großem historischem Wert. Es handelt sich um das einzige europäische Zeugnis, das über den entfernten Hof Amir Temurs existiert. Darüber hinaus enthält es ausführliche Beschreibungen der Orte, an denen die Expedition vorbeikam, und insbesondere von Samarkand, von dem es die Topografie, die Bräuche, die Feste, die Kleidung und die Moscheen beschreibt, „<em>die mit wunderbaren Arbeiten aus blauem und geschnittenem Stein, mit Blau und Gold griechischer Arbeit, und sehr schönen und zahlreichen Buntglasfenstern“</em> erbaut wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der spanische Gesandte ist tot, aber nicht sein Erbe. Clavijos Name hat im heutigen Usbekistan noch immer einen starken Klang, wo eine breite Allee in Samarkand seinen Namen trägt und ihn im kollektiven Gedächtnis dieses Landes lebendig hält. Somit ist die alte Beziehung, die zu Beginn des 15. Jahrhunderts zwischen dieser Region Zentralasiens und Spanien entstand, bis heute lebendig.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Quentin Pak für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/europe-et-asie-centrale/ambassade-clavijo-samarcande-liens-castille-empire-timouride/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong></p>



<p class="has-primary-800-color has-primary-100-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em><strong>Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen: Schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</strong></em></p>
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		<title>Temur im Park</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Apr 2024 02:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Amir Temur]]></category>
		<category><![CDATA[Taschkent]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als w&#xFC;rde Sie das Wetter beherrschen und das aufbrausende Unwetter beherrschen wollen, reckt die Statue des Amir Temur seine H&#xE4;nde gen Himmel und Wolken &#xFC;ber den Taschkenter Park vor dem gleichnamigen Palast. Foto : Kahyot Abdullaeva (Usbekistan) &#xA0;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Als würde Sie das Wetter beherrschen und das aufbrausende Unwetter beherrschen wollen, reckt die Statue des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Timur">Amir Temur</a> seine Hände gen Himmel und Wolken über den Taschkenter Park vor dem gleichnamigen Palast.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Foto : Kahyot Abdullaeva</strong> (Usbekistan)</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;<p><a style="color: #f57d20; text-decoration: underline;" href="https://www.novastan.org/de/cat/bild-des-tages/">Hier</a> geht’s zu mehr Bildern des Tages. Sie können einige davon kaufen und zu Hause empfangen: <span style="color: #ff6600;"><a style="color: #ff6600;" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/du-kannst-das-bild-des-tages-von-novastan-auch-kaufen/">hier ist die Liste</a></span>! Wenn Sie Ihr Bild nicht in der Liste finden, schicken Sie uns eine E-Mail an <span style="text-decoration: underline;"><a href="mailto:photo@novastan.org">photo@novastan.org</a></span>.</p></p>
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		<title>Usbekistan veröffentlicht Bilder von der Öffnung des Grabes von Amir Temur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gazeta.uz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Nov 2020 14:23:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Amir Temur]]></category>
		<category><![CDATA[Amir Timur]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sowjetunion]]></category>
		<category><![CDATA[UdSSR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#x201E;Uzarchiv&#x201C; hat erstmals Fotografien von der &#xD6;ffnung des Grabes von Amir Temur im Juni 1941 ver&#xF6;ffentlicht. Die Bilder wurden am 28. Oktober 2020 von Gazeta.uz weiterverbreitet. Wir &#xFC;bersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Die staatliche Agentur &#x201E;Uzarchiv&#x201C; hat Bilder ver&#xF6;ffentlicht, die im Juni 1941 w&#xE4;hrend der &#xD6;ffnung der Gruft Amir Temurs im Mausoleum [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Uzarchiv“ hat erstmals Fotografien von der Öffnung des Grabes von Amir Temur im Juni 1941 veröffentlicht. Die Bilder wurden am 28. Oktober 2020 von <a href="https://www.gazeta.uz/ru/2020/10/26/amir-timur/?utm_source=push&amp;utm_medium=telegram">Gazeta.uz</a> weiterverbreitet. Wir übersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die staatliche Agentur „Uzarchiv“ hat Bilder <a href="https://telegra.ph/Samar%D2%9Band-sha%D2%B3rida-zhojlashgan-G%D1%9Eri-Amir-ma%D2%9Bbarasidagi-Amir-Temur-%D2%9Babrini-ochilishi1941-jil-Amir-Temur-%D2%9Babrini-ochilishida-ehksp-10-26">veröffentlicht</a>, die im Juni 1941 während der Öffnung der Gruft <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Timur">Amir Temurs</a> im Mausoleum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gur-Emir-Mausoleum">Gur Amir</a> in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Samarqand">Samarkand</a> entstanden sind. Die Fotografien werden im Staatlichen Archiv der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Samarqand">Provinz Samarkand</a> aufbewahrt.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Graböffnung führten der Leiter der Expedition, der Mathematiker <a href="https://arboblar.uz/ru/people/kary-niyazov-tashmukhamed">Taschmuhamed Kary-Nijasow</a>, und der Anthropologe <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Michailowitsch_Gerassimow">Michail Gerasimow</a> durch. Der Kameramann Malik Kajumow nahm die nun gezeigten Bilder auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/die-amir-temur-statue-in-taschkent-neuer-held-aus-alten-zeiten/">Die Amir-Temur-Statue in Taschkent – neuer Held aus alten Zeiten</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung der Graböffnung war von der Regierung der UdSSR getroffen worden. Die Ausgrabungen begannen am 16. Juni 1941. Zuerst wurden die Gräber der Söhne von Amir Temurs Enkel <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ulugh_Beg">Ulugbek</a> geöffnet, danach jene von Temurs Söhnen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Miran_Schah">Miran Schah</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C4%81h_Ruch">Schah Ruch</a>. Die Überreste Ulugbeks wurden am 18. Juni untersucht, und am 20. Juni wurde schließlich der Sarg von Amir Temur geöffnet. Dies geschah zwei Tage vor dem Überfall der Nazis auf die Sowjetunion, weswegen die Legende entstand, dass die Graböffnung den Geist des Krieges freigesetzt habe.</p>


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<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Russischen von Robin Roth</strong></p>


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		<title>Pause am Gur-Emir-Mausoleum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Veronika Haluch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2020 02:51:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Amir Temur]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Gur-Emir Mausoleum]]></category>
		<category><![CDATA[Samarkand]]></category>
		<category><![CDATA[Tamerlan]]></category>
		<category><![CDATA[Tanya Zavkieva]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Frau sitzt im Hof des Gur-Emir-Mausoleums in Samarkand, in dem der usbekische Nationalheld Tamerlan (Amir Timur) und seine Familie bestattet sind. Foto: Tanya Zavkieva (Usbekistan) Dieses Foto ist Teil unserer Reihe &#x201E;Zentralasien durch die Linse von&#x2026;&#x201C;. Um mehr &#xFC;ber Tanya Zavkieva und ihre Arbeit zu erfahren, klicke hier.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Frau sitzt im Hof des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gur-Emir-Mausoleum">Gur-Emir-Mausoleums</a> in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Samarqand">Samarkand</a>, in dem der usbekische Nationalheld <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Timur">Tamerlan</a> (Amir Timur) und seine Familie bestattet sind.</p>
<p><strong>Foto: <a href="https://www.instagram.com/tanya_zav_/">Tanya Zavkieva</a> (Usbekistan)</strong></p>
<p>Dieses Foto ist Teil unserer Reihe <a href="https://novastan.org/de/tag/zentralasien-durch-die-linse-von/">„Zentralasien durch die Linse von…“</a>. Um mehr über Tanya Zavkieva und ihre Arbeit zu erfahren, klicke <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/zentralasien-durch-die-linse-von-tanya-zavkieva/">hier</a>.</p>
<p><p><a style="color: #f57d20; text-decoration: underline;" href="https://www.novastan.org/de/cat/bild-des-tages/">Hier</a> geht’s zu mehr Bildern des Tages. Sie können einige davon kaufen und zu Hause empfangen: <span style="color: #ff6600;"><a style="color: #ff6600;" href="https://novastan.org/de/novastan-ev/du-kannst-das-bild-des-tages-von-novastan-auch-kaufen/">hier ist die Liste</a></span>! Wenn Sie Ihr Bild nicht in der Liste finden, schicken Sie uns eine E-Mail an <span style="text-decoration: underline;"><a href="mailto:photo@novastan.org">photo@novastan.org</a></span>.</p></p>
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		<title>Zentralasien, die große Neuerung bei „Age of Empires II: Definitive Edition“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Etienne Combier]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Dec 2019 08:46:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Age of Empires]]></category>
		<category><![CDATA[Amir Temur]]></category>
		<category><![CDATA[E-Sports]]></category>
		<category><![CDATA[Videospiele]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>20 Jahre nach der Ver&#xF6;ffentlichung von &#x201E;Age of Empires II&#x201C; enth&#xFC;llte Microsoft am 14. November 2019 die &#x201E;definitive&#x201C; Version des ber&#xFC;hmten Strategiespiels. Zu den Neuerungen geh&#xF6;rt eine Kampagne zur Geschichte von Amir Temur. Genug, um die Spieler dazu zu bringen, Zentralasien zu entdecken. Seit der offiziellen Ank&#xFC;ndigung im August 2017 warteten Fans auf der ganzen [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>20 Jahre nach der Veröffentlichung von „Age of Empires II“ enthüllte Microsoft am 14. November 2019 die „definitive“ Version des berühmten Strategiespiels. Zu den Neuerungen gehört eine Kampagne zur Geschichte von Amir Temur. Genug, um die Spieler dazu zu bringen, Zentralasien zu entdecken. </strong></p>
<p style="text-align: justify">Seit der offiziellen Ankündigung im August 2017 warteten Fans auf der ganzen Welt auf die neueste Version von „Age of Empires II“ mit dem Untertitel „Definitive Edition“, die am 14. November 2019 veröffentlicht wurde. 20 Jahre nach seiner ersten Veröffentlichung hat das Remake des PC-Strategiespiel eine komplett neue Grafik, eine Konsolenversion und vor allem vier neue Zivilisationen.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></p>
<p style="text-align: justify">Dazu gehören die Tataren, ein emblematisches Volk für Zentralasiens. Weiter enthüllten die Xbox Game Studios eine Solokampagne (ein Spielmodus, in dem man durch ein Szenario geführt wird, Anm. d. Red.), die ganz dem Leben von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Timur">Amir Temur</a> (1336-1405), im deutschen Sprachraum auch als Timur oder Tamerlan bekannt, gewidmet ist. Im Mittelpunkt der Kampagne steht Amir Temurs Machtergreifung im Jahr 1369 und seine darauffolgenden Eroberungen. Der in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Samarqand">Samarkand</a>, im heutigen Usbekistan, geborene Timur stand zum Ende seines Lebens am Kopf eines Reiches, das sich von Ostsyrien über Südkasachstan bis Nordindien erstreckte.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Eine Eroberungskampagne rund um Amir Temur </strong></p>
<p style="text-align: justify">Als geschickter Taktiker und brutaler Militärführer zog Amir Temur bis nach Russland, um seinen ehemaligen Vasallen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Toktamisch">Toktamisch</a> zu jagen. Dieser hatte ihn verraten und Moskau im Jahr 1382 geplündert. Er widersetzte sich auch dem osmanischen Sultan <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bayezid_I.">Bayezid I.</a>, den er sogar 1402 in Ankara besiegte. Temur, der sich &#8222;Amir al-Kabir&#8220; (großer Prinz) nannte, erlag schließlich 1405 der Pest, während er versuchte China zu erobern. Seine Dynastie, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Timuridenreich">Timuriden</a>, regierten die Region bis 1507.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/die-amir-temur-statue-in-taschkent-neuer-held-aus-alten-zeiten/">Die Amir-Temur Statue in Taschkent</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Kampagne von Age of Empires II konzentriert sich vor allem auf die militärischen Eroberungen dieser bedeutenden zentralasiatischen Persönlichkeit. Das Spiel macht auf das Ausmaß von Timurs Reich und die Vielfalt seiner Feinde aufmerksam. Dennoch wird der Beitrag des Herrschers zur Entwicklung von Kunst und Handel in seinem Reich nur kurz erwähnt.Novastan für weitere Details kontaktierte Xbox Game Studios in Bezuga auf weitere Details , die Fragen wurden aber nicht beantwortet.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Drei Kampagnen für die &#8222;letzten Khane&#8220;</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Timur-Kampagne  ist Teil eines neuen Features von „Age of Empires II: Definitive Edition“, das in eine Unterkategorie mit dem Titel „Die letzten Khane“ aufgenommen wurde. Weitere zwei Kampagnen gelten den Bulgaren und den <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Cumans">Kumanen</a>, die beide als den Pferden verbunden dargestellt werden, im Falle der Kumanen quasi als Nomaden.</p>
<p style="text-align: justify">Im Interview <a href="https://www.pcgamer.com/age-of-empires-2-definitive-edition-is-trying-to-walk-the-line-between-old-and-new/">mit PC Gamer</a>, erklärte Bert Beeckman, der Lead-Designer für diese drei Kampagnen, die Geschichten seien <em>„ziemlich unbekannt im Vergleich zu denen von William Wallace oder Jeanne d’Arc“</em>. Diese beiden Charaktere waren Teil der ersten Version des Spiels, die 1999 veröffentlicht wurde. Beeckman sagte auch, diese Kampagnen haben mehr Arbeit erfordert, insbesondere in Sachen Geschichte und historische Quellen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>E-Sport entwickelt sich in Zentralasien.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Veröffentlichung dieses Spiels erfolgt zu einer Zeit, in der sich <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/E-Sport">E-Sport</a>, also Videospielen auf professionellem Niveau, sich in Zentralasien entwickelt. Kasachstan ist in der Region am stärksten vertreten und organisiert mehrere Turniere pro Jahr, darunter für Spiele wie <a href="https://escharts.com/tournaments/csgo/wesg-2019-central-asia">Counter Strike</a>. E-Sport hat in Kasachstan seit 2018 eine eigene Föderation, die es einigen Kasachstanern erlaubt, die besten Spieler der Welt herauszufordern. Bei einem Counter Strike Tournier in Berlin im vergangenen September hat es zum Beispiel das Kasachstanische Team Avangar <a href="https://csgomajor.starladder.com/en/news/astralis-win-starladder-major-berlin-2019">bis ins Finale geschafft</a>. Weitere zentralasiatische Länder wie <a href="https://liquipedia.net/dota2/World_Electronic_Sports_Games/2019/Kyrgyzstan">Kirgistan</a>, <a href="https://esportsflag.com/uzbekistan">Usbekistan</a> und Turkmenistan haben sich ebenfalls angeschlossen. Letzteres organisierte insbesondere erstmals während der <a href="https://novastan.org/de/turkmenistan/turkmenistan-die-asiaden-als-pr-kampagne/?noredirect=de_DE">Asian Indoor Games 2017</a> eine E-Sportveranstaltung.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/teil-1-die-nationale-identitat-usbekistans-2-0-das-erbe-einer-debatte/">Die nationale Identität von Usbekistan 2.0</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Mit diesen Kampagnen, die direkt oder indirekt mit Zentralasien verbunden sind, könnten Spieler aus allen Regionen womöglich für die Region interessieren, oder umgekehrt, Zentralasiaten dem E-Sport näherbringen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Auf dem Weg zu einem vierten Teil für Age of Empires</strong></p>
<p style="text-align: justify">Diese neueste Version von Age of Empires II ist für Microsoft ein Weg, einen Kreis zu schließen. Der amerikanische Riese, kaufte 2001 die Ensemble Studios, die Schöpfer von Age of Empires I (1997) und II (1999). Die Firma setzte die Franchise mit einem dritten Werk (2005) fort, ehe sie 2013 eine Version von Age of Empires II in hoher Auflösung und 2018 die „definitive“ Version des ersten Teils herausbrachte.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p></p>
<p style="text-align: justify">Diese Veröffentlichung wird die Fans auf den mit Spannung erwarteten Start von Age of Empires IV warten lassen, von denen mehrere Bilder an dem Veröffentlichungstag von „Age of Empires II: Definitive Edition“ <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wRTmEmTMJdw&amp;feature=emb_title">enthüllt wurden</a>. Der vierte Teil sollte 2020 oder 2021 herauskommen.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Etienne Combier </strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Französischen von Florian Coppenrath</strong></p>
<p><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
<p><strong>Edit:</strong> In einer früheren Version des Artikels stand fälschlicherweise, die neue Version habe drei neue Zivilisationen. Wir haben es auf vier korrigiert.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Amir-Temur-Statue in Taschkent – neuer Held aus alten Zeiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Nov 2019 20:55:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Amir Temur]]></category>
		<category><![CDATA[Ein Ort in Zentralasien]]></category>
		<category><![CDATA[Taschkent]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>EIN ORT IN ZENTRALASIEN. Im Herzen der usbekischen Hauptstadt thront inmitten eines vom ber&#xFC;hmten Hotel &#x201E;Usbekistan&#x201C;, dem Timuriden-Museum und dem Kongresszentrum umrahmten Platzes ein riesiges, bronzenes Reiterstandbild Amir Temurs. Von diesem Platz &#x2013; dem &#x201E;Amir Temur Maidoni&#x201C; gehen die wichtigsten Stra&#xDF;en der Stadt ab. Amir Temur (1336-1405), im deutschen Sprachraum auch als Tamerlan oder Timur [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>EIN ORT IN ZENTRALASIEN. Im Herzen der usbekischen Hauptstadt thront inmitten eines vom berühmten Hotel „Usbekistan“, dem Timuriden-Museum und dem Kongresszentrum umrahmten Platzes ein riesiges, bronzenes Reiterstandbild Amir Temurs.</strong> <strong>Von diesem Platz – dem „Amir Temur Maidoni“ gehen die wichtigsten Straßen der Stadt ab.</strong></p>
<p style="text-align: justify"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Timur">Amir Temur</a> (1336-1405), im deutschen Sprachraum auch als Tamerlan oder Timur Lenk bekannt, ist für das von ihm begründete Riesenreich berühmt. Dieses umfasste 27 Länder und reichte vom Mittelmeer bis nach Indien. Die nach ihm benannte Dynastie der Timuriden regierte fast 100 Jahre lang. Timur, dem seine Hauptstadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Samarqand">Samarkand</a> ihren bis heute wahrenden Glanz verdankt, gilt als einer der Väter Usbekistans.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p></p>
<p style="text-align: justify">Der „amir al-kabir“ (arabisch für „großer Fürst“) wird oft als Beschützer der Kunst und des Geistes, der Bildung und der Landwirtschaft dargestellt. Weniger gern erinnert sich die usbekische Geschichtsschreibung an seine Blutrünstigkeit: Seine Eroberungen forderten hunderttausende Opfer. Er war bekannt dafür, aus den Schädeln seiner Feinde Pyramiden zu errichten.</p>
<p><figure id="attachment_18696" aria-describedby="caption-attachment-18696" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-18696" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/11/2-e1573805307148.jpg" alt="Die Amir-Temur-Statue in Taschkent" width="1024" height="371" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/11/2-e1573805307148.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/11/2-e1573805307148-300x109.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/11/2-e1573805307148-768x278.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-18696" class="wp-caption-text">Die Amir-Temur-Statue in Taschkent</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify">In Taschkent, der Hauptstadt Usbekistans, thront eine Statue Amir Temurs auf dem zentralen Platz der Stadt. Eine Art jenem Mann zu gedenken, der nach der Unabhängigkeit von der Sowjetunion im Jahre 1991 zu einem Nationalhelden stilisiert wurde.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Ein Platz und seine bewegte Geschichte</strong></p>
<p style="text-align: justify">Der Platz, der 1870 angelegt wurde, hat eine bewegte Geschichte, die direkt mit der politischen Geschichte Usbekistans verknüpft ist. Ursprünglich als Park angelegt, wurde hier im sogenannten „Konstantinpark“ 1913 als Symbol der zaristischen Macht eine Statue des Generalgouverneurs <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_Petrowitsch_von_Kaufmann">Konstantin von Kauffmann</a> errichtet. Mit der Machtübernahme der Bolschewiki 1917 bekam der Platz einen neuen Namen – Platz der Revolution – und auch ein neues Standbild – das Denkmal der freien ArbeiterInnen. Am 10. Jahrestag der Oktoberrevolution folgte dann 1927 eine Büste Wladimir Lenins, 1947 eine Stalin-Statue und nachdem letzterer in Ungnade gefallen war 1968 ein gigantischer Karl-Marx-Kopf. Die Statue Amir Temurs löste 1993, nach Erlangen der Unabhängigkeit, Marx ab und rehabilitierte den mittelalterlichen Tyrannen zu einem wahren Nationalhelden.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/teil-1-die-nationale-identitat-usbekistans-2-0-das-erbe-einer-debatte/">Die nationale Identität Usbekistans 2.0: Das Erbe einer Debatte</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">2010 änderte der Platz erneut sein Aussehen, als der ehemalige Präsident Usbekistans <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Islom_Karimov">Islom Karimov</a> im Rahmen der Verschönerung Taschkents beschloss, die Dutzenden Platanen, die die Amir-Temur-Statue umgaben, fällen zu lassen. Heute bieten der Platz und seine Sträucher einen freien Blick auf die Statue.</p>
<p><figure id="attachment_18697" aria-describedby="caption-attachment-18697" style="width: 530px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-18697" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/11/3.jpg" alt="Die Amir-Temur-Statue bei Nacht" width="530" height="708" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/11/3.jpg 530w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2019/11/3-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 530px) 100vw, 530px" /><figcaption id="caption-attachment-18697" class="wp-caption-text">Seit 1993 wacht Amir Temur über den zentralen Platz Taschkents</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Ein neuer Nationalheld</strong></p>
<p style="text-align: justify">Amir Temur wird dargestellt, wie er seinen rechten Arm hebt. Diese Haltung war ihm aber aufgrund seiner Gesundheit unmöglich: Sein rechter Arm war verkrüppelt und auf dem linken Auge war er blind. Es geht vielmehr darum einen starken Mann ohne Schwäche zu zeigen.</p>
<p><p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p></p>
<p style="text-align: justify">Tatsächlich wurde Amir Temur nach der Unabhängigkeit schnell zum Symbol des jungen Usbekistans erklärt. So wurde 1996 zum Jahr Amir Temurs erklärt, es wurde eine Amir-Temur-Medaille eingeführt, seine großen Bauten wurden restauriert, und 2011 wurden die Erinnerungen von Amir Temur mit einem Vorwort von Islam Karimov neu gedruckt. Zwei weitere monumentale Denkmäler wurden in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shahrisabz">Shahrisabz</a> und in Samarkand errichtet. In jeder Stadt wurden Straßen nach ihm benannt und ein Museum, das 2006 in Taschkent eröffnet wurde, wurde ihm ebenfalls gewidmet.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Auriane Pichard</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Französischen von Robin Roth</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>„Ein Ort in Zentralasien“ ist eine Sammlung von Artikeln über symbolträchtige oder unentdeckte Orte in Zentralasien. Zur Übersicht geht es <a href="https://novastan.org/de/tag/ein-ort-in-zentralasien/">hier</a>. Möchtest du mitmachen? Dann schicke uns deinen Vorschlag an redaktion@novastan.org.</strong></p>
<p><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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