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	<title>Alash Orda Archives</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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	<title>Alash Orda Archives</title>
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		<title>Wer war Mirjaqyp Dulatuly? – Die Geschichte eines kasachischen Poeten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robin Roth]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2023 18:44:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Dichter Mirjaqyp Dulatuly war einer der Vork&#xE4;mpfer der kasachischen Autonomie. Anl&#xE4;sslich seines 137. Geburtstags erz&#xE4;hlt Masa.media seine Geschichte. Wir &#xFC;bersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Myrjaqyp Dulatuly ist eine der Schl&#xFC;sselfiguren der kasachischen Politik des fr&#xFC;hen 20. Jahrhunderts. Zusammen mit seinen Freunden und Mitstreitern Ahmet Ba&#x131;tursynuly und &#xC1;lihan B&#xF3;ke&#x131;han gr&#xFC;ndete er die [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Dichter Mirjaqyp Dulatuly war einer der Vorkämpfer der kasachischen Autonomie. Anlässlich seines 137. Geburtstags erzählt </strong><a href="https://masa.media/ru/site/kto-takoy-myrzhakyp-dulatuly"><strong>Masa.media</strong></a><strong> seine Geschichte. Wir übersetzen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mirschaqyp_Dulatuly">Myrjaqyp Dulatuly</a> ist eine der Schlüsselfiguren der kasachischen Politik des frühen 20. Jahrhunderts. Zusammen mit seinen Freunden und Mitstreitern <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Achmet_Baitursynuly">Ahmet Baıtursynuly</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Älichan_Bökeichan">Álihan Bókeıhan</a> gründete er die Zeitung &#8222;Qazaq&#8220; und beteiligte sich wenig später an dem Versuch, die kasachische Autonomie – die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alasch_Orda">Alash Orda</a> – zu etablieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie viele andere Anhänger der Alash Orda wurde Dulatuly in der neu gegründeten UdSSR verfolgt und ständig vom <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Innenministerium_der_UdSSR">NKWD</a> überwacht. Bereits Ende der 20er Jahre wurde er in ein Lager verbannt, wo er schließlich starb. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kindheit und Jugend</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">
Myrjaqyp Dulatuly wurde am 25. November 1885 auf dem Territorium des heutigen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qostanai_(Gebiet)">Gebiets Qostanaı</a> geboren. Seine Eltern verlor er früh, sodass er hauptsächlich von seinem älteren Bruder Asqar erzogen wurde. Im Alter von acht Jahren wurde der kleine Mirjaqyp zum Mullah des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aul">Auls</a> geschickt, um bei ihm zu lernen.

<em>„Ich weiß nicht mehr, wie lange ich bei ihm studiert habe. Ich weiß nur, dass ich außer dem Auswendiglernen arabischer Gebete nichts gelernt habe“</em>, sagte der Dichter später über diese Zeit seines Lebens und merkte dabei ironisch an, dass der Mullah ein äußerst unwissender Mensch gewesen sei.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph"> Im Alter von 12 Jahren wurde Dulatuly in die russisch-kasachische Schule des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Torghai_(Gebiet)">Gebiets Torģaı</a> aufgenommen. Dort traf er den jungen Lehrer Ahmet Baıtursynuly, einen zukünftigen politischen Weggefährten und Freund. Nach dem Abschluss arbeitete Myrjaqyp mehrere Jahre als Dorflehrer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damals begann er Gedichte zu schreiben. Bereits 1907 wurden seine ersten Arbeiten in der Zeitung „Serke“ veröffentlicht. Zwei Jahre später erscheint seine berühmte Sammlung „Oyan, qazaq!“ („Wach auf, Kasache!“). <em>Öffne deine Augen, wach auf, Kasache, hebe deinen Kopf,Verschwende deine Zeit nicht im Dunkeln.Die Erde ist gegangen, der Glaube ist geschwächt, die Situation ist schlimm geworden,Mein Lieber, du kannst dich nicht länger hinlegen.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kampf gegen den Zarismus</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> 1905 nimmt Myrjaqyp am Kongress des kasachischen Zweigs der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Konstitutionell-Demokratische_Partei">Konstitutionell-Demokratischen Partei</a> teil und engagiert sich seitdem aktiv in der Politik. Álihan Bókeıhan und Ahmet Baıtursynuly werden zu seinen engsten Mitstreitern. Zusammen verfassen sie die „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qarqaraly">Karkaralinsker</a> Petition“ an <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_II._(Russland)">Nikolaus II.</a>, in der sie Unterricht in kasachischer Sprache und die Rückgabe der von den Behörden beschlagnahmten Ländereien fordern. 1910 veröffentlicht Dulatuly das Buch „Unglückliche Jamal&#8220; – der erste Roman in der Geschichte der kasachischen Literatur. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Er erzählt die Geschichte eines eigensinnigen und klugen Mädchens namens Jamal, das im Dorf heimlich eine moderne Ausbildung erhielt. Sarsenbaı – der Vater des Mädchens – beschließt, es mit dem dummen Sohn eines einheimischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bey_(Titel)">Beys</a> zu verheiraten. Das unglückliche Mädchen versucht mehrmals, ihrem traurigen Schicksal zu entgehen – und stirbt schließlich, als es bei einem Fluchtversuch in einer Schneewehe erfriert. Der Roman war sehr erfolgreich und wurde binnen weniger Jahre viermal aufgelegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/zentralasien-um-1910-die-fotografien-sergej-prokudin-gorskijs/">Zentralasien um 1910: Die Fotografien Sergej Prokudin-Gorskijs </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">1913 zieht Dulatuly, nachdem er fast zwei Jahre für seine politische Tätigkeit abgesessen hat, nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Orenburg">Orenburg</a>. Dort beteiligt er sich aktiv an der Gründung der Zeitung „Qazaq&#8220; und schreibt regelmäßig für sie. Gleichzeitig bleibt er kreativ: 1914 nennt der Turkologe Wladimir Gordlewskij ihn und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Abai_Qunanbajuly">Abaı</a> die prominentesten Vertreter der kasachischen Literatur. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf den Seiten von „Qazaq“ kritisiert Dulatuly regelmäßig die zaristischen Behörden und fordert Reformen. In einem der Artikel stellt er fest, dass die Kasach:innen <em>„nach Autonomie streben müssen: Wenn wir eine eigene Regierung und Armee haben, werden alle mit uns rechnen&#8220;</em>. &#8222;Qazaq&#8220; wird ständig unter enormem Druck stehen. Aber trotz aller Bußgelder und Schließungsversuche wird die Zeitung überleben und bis 1918 bestehen. Erst die Bolschewiki können sie endgültig schließen. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Revolution und Bürgerkrieg</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Wie auch andere Anhänger:innen der Alash Orda stand Myrjaqyp dem bolschewistischen Umsturz von 1917 nicht besonders positiv gegenüber. Er hielt die Bolschewiki für Populist:innen, war selbst gegenüber den theoretischen Grundlagen ihrer Doktrin skeptisch und merkte an, dass <em>„das geheime Kalkül der Anstifter dieses Aufruhrs gar nicht so nobel ist wie die von ihnen proklamierten Ziele&#8220;</em>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Die Bolschewiki begannen den Aufruhr. Die Bolschewiki sind eine Gruppierung im Lager der Sozialdemokratischen Partei. Während alle anderen Parteien zustimmen, dass die höchsten Ziele schrittweise erreicht werden können, da es unmöglich ist, die Traditionen und Bräuche der Menschen an einem Tag zu ändern, wollen die Bolschewiki im Gegenteil alles zerstören, die Macht in ihre Hände nehmen und die Welt verändern. Die Idee der universellen Gleichheit der Menschen auf der ganzen Welt, der Zerstörung von Reichtum und Armut, der brüderlichen Liebe zwischen den Menschen ist die schönste Idee. Aber die Menschheit ist dem noch nicht gewachsen“</em>, schrieb Dulatuly in seinem Artikel „Der Zustand des Staates“, der in der 248. Ausgabe von „Qazaq“ erschien. Im Laufe der Zeit wurde seine Haltung gegenüber den Bolschewiki noch ablehnender: Er sah die Methoden, die sie bereit waren anzuwenden, um an der Macht zu bleiben. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/usbekistan/wie-vor-100-jahren-die-bolschewiki-das-emirat-von-buxoro-und-das-khanat-von-xiva-zerstoerten/">Wie vor 100 Jahren die Bolschewiki das Emirat von Buchara und das Khanat von Xiva zerstörten </a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Das Zeitalter der Bolschewiki hatte begonnen. Die Leute weinten: Sie wurden am helllichten Tag ausgeraubt. Bürger wurden getötet, Frauen vergewaltigt, Eigentum zerstört. Und in dieser traurigen Zeit gibt es unter den Kasachen selbst welche, die zusammen mit den Bolschewiki Willkür begehen. Sie verleumden die Würdigen und erschießen sie. Sie zerstören die Besten der Besten. Wenn das Zeitalter der Bolschewiki lang ist, wird die Schönheit des Landes verschwinden“</em>, kritisierte Myrjaqyp die Bolschewiki in dem Artikel „Die Geheimnisse vieler enthüllt“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Artikel erschien in der 264. Ausgabe von &#8222;Qazaq&#8220; – der vorletzten der Zeitung. In der Folge mussten die Alash-Aktivisten Kompromisse mit den sowjetischen Behörden eingehen: Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Weiße_Armee">Weißen</a>, deren Niederlage immer offensichtlicher wurde, weigerten sich hartnäckig, die kasachische Autonomie anzuerkennen. Myrjaqyp nahm regelmäßig soziale Aktivitäten auf, bekam eine Stelle in der Parteizeitung der Bolschewiki in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Autonome_Sozialistische_Sowjetrepublik_Turkestan">Turkestan</a>. Als 1921 in Kasachstan eine Hungersnot ausbrach, unternahm Myrjaqyp große Anstrengungen, um sie zu beenden. Dank seiner Agitation wurden in 2-3 Monaten etwa 15.000 Rinder gesammelt und an die hungernde Bevölkerung verteilt. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die</strong><strong> Sowjetzeit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"> Myrjaqyp versuchte, sich in den Sowjetstaat einzufügen. Er unterrichtete und half bei der Veröffentlichung von Lehrbüchern. Von 1922 bis 1926 lehrte Dulatuly auch am Kasachischen Institut für öffentliche Bildung. Die neue Regierung traute ihm und seinen Mitstreitern jedoch nicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits 1928 verfolgte ihn der NKWD. <em>„Wir schliefen zu Hause, als sie plötzlich laut an die Tür klopften: Sie brachen sie fast auf. Nachdem alle aufgewacht waren, betraten sechs Personen das Haus. Meinem Vater wurde ein Durchsuchungsbefehl gezeigt und das Haus wurde durchsucht. Alle Dinge wurden auf einem Haufen gesammelt. Wir hatten große Angst – ich werde diesen Tag nie vergessen. Mein Vater nahm seinen Ehering ab und steckte ihn meiner Mutter an die Hand. Er sagte zu uns Kindern: Ihr seid noch jung. Bisher habe ich euch nicht gesagt, wer ich war.Er sah mich an und sagte: „Ich habe darauf gewartet, dass du erwachsen wirst. Wir haben gerade deinen 13. Geburtstag gefeiert. Ich bin froh, dass ich dabei war. Hör auf deine Mutter, schwänze keinen Unterricht, sei ein guter, ehrlicher Mensch. Lass kein Unglück dich berühren.&#8220; Während er sprach, störten sie ihn nicht, sie ließen ihn sprechen. Ich wollte zu ihm rennen, aber sie stießen mich weg. Ich habe geschrien und geweint, aber ich konnte nichts tun“</em>, erinnerte sich Myrjaqyps Tochter Gúlnar Dulatova an die Verhaftung ihres Vaters. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/wer-war-ahmet-baitursynuly-die-geschichte-eines-kasachischen-erziehers/">Wer war Ahmet Baıtursynuly? – Die Geschichte eines kasachischen Erziehers </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mirjaqyp verbrachte mehrere Monate in Einzelhaft, isoliert von der Außenwelt. Dann wurde er zum Tode verurteilt, aber bald wurde die Strafe in 10 Jahre Gefängnis geändert. <em>„An jenem Tag kamen wir zum Bahnhof. Ein roter Waggon stand da, seine Fenster waren vergittert. Draußen stand eine Wache. Wir sind dorthin gelaufen. Als mein Vater unsere Stimmen hörte, schaute er aus dem Fenster – und ich begann vor Freude zu weinen. Mein Vater sagte zu mir: „Weine nicht, Liebes, weine nicht. Ich komme wieder und wir sehen uns.&#8220; Er fragte, wie es Mutter, den Verwandten und Freunden gehe, ob zu Hause alles in Ordnung sei. Als Antwort nickte ich nur mit dem Kopf. Der 24. Juni 1929 war der letzte Tag, an dem ich meinen Vater gesehen habe“</em>, beschrieb Gúlnar Dulatova das Treffen mit Myrjaqyp. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach wurde er in das Moskauer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Butyrka">Butyrka</a>-Gefängnis verlegt. Zwei Jahre später wurde Dulatuly in das berüchtigte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Solowezki-Inseln">Solowetzker</a> Sonderlager verlegt. Dort arbeitete Myrjaqyp unter schwierigen Bedingungen weiter und schrieb für die Zeitschrift &#8222;Solowetzki-Inseln&#8220;. Die Wärter im Lager verspotteten oft die Vertreter der Turkvölker und betrachteten sie nur als Arbeitskraft. Dies lag auch daran, dass viele turksprachige Gefangene kein Russisch sprechen konnten. Um die Situation ein wenig zu verbessern, erstellte Myrjaqyp im Lager ein turko-russisches Wörterbuch auf mittlerem Niveau. Diese Arbeit wurde geschätzt: Die Aufzeichnungen wurden aktiv unter den Gefangenen verteilt und dutzende Male kopiert. </p>


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<p class="wp-block-paragraph"> Während seines Aufenthalts im Lager nahm Dulatuly auch an Sanitätskursen teil. Er begann auf der Krankenstation zu arbeiten und schrieb ein Lehrbuch über Geometrie. Myrjaqyp hatte große Angst um seine Familie und lehnte deshalb den von <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Mustafa_Shokay">Mustafa Shoqaı</a> vorgeschlagenen Fluchtversuch nach Frankreich ab. Gleichzeitig korrespondierte er weiterhin mit seinen Freunden Álihan Bókeıhan und Ahmet Baıtursynuly. In Briefen nannten sie sich oft mit Spitznamen, wie „Sohn der Steppe“ (Bókeıhan) oder „Madiyar“ (Dulatuly). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Myrjaqyps Frau, die ihn einmal im Lager besuchte, hielt auf dem Rückweg bei Álihan Bókeıhan an. Bald darauf erhielt Dulatuly eine Postkarte von ihm: <em>„Mein Licht Madiyar. Gaıa und Altaı, die zwei Tage übernachtet haben, sind heute abgereist. Ich schreibe dir, während sie aufbrechen. Ehemann M in Almaty. „Was nützen Freiflächen, wenn deine Stiefel klein sind“, kam mir dieses Sprichwort in den Sinn. Umarmung, Áli.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/der-kirgisische-dichter-boekoenbajew-zu-zeiten-des-grossen-terrors/">Der kirgisische Dichter Bökönbajew zu Zeiten des Großen Terrors </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mirjaqyp führte diese Korrespondenzen bis zu seinem Tod fort. <em>„Meine lieben Myrjaqyp und Myrzagazy, seid ihr noch da? Wie geht es mit der Gesundheit? Wo ist Gazimbek? Ich kam hierher, um mit meiner Frau und meiner Tochter zusammen zu sein, und bin seit letztem September hier. Da ich keine Antwort von euch erhalten habe, schreibe ich erneut. Gebt Bescheid, sobald ihr den Brief erhalten habt. Küsse, Ahmet“</em>, schrieb Baıtursynuly ihm in einem seiner Briefe. Am 5. Oktober 1935 starb Myrjaqyp Dulatuly im Lazarett des Lagers. Seine sterblichen Überreste wurden erst 1992 nach Kasachstan transportiert. Myrjaqyps Tochter versuchte während der Sowjetzeit immer wieder, seine Rehabilitierung zu erwirken. Dies wurde jedoch erst kurz vor dem Zusammenbruch der UdSSR im Jahr 1988 erreicht. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Masa.media</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem <a href="https://masa.media/ru/site/kto-takoy-myrzhakyp-dulatuly">Russischen</a> von Robin Roth</strong> </p>



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		<title>Quryltaı – Tradition und Zukunft der kasachischen Volksversammlung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[cduverdier]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Sep 2022 10:44:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Alash Orda]]></category>
		<category><![CDATA[Kurultai]]></category>
		<category><![CDATA[Qasym-Jomart Toqaev]]></category>
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		<category><![CDATA[Verfassungsreform]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein halbes Jahr nach den gewaltt&#xE4;tigen Ereignissen vom Januar zeigen Kasachstans Beh&#xF6;rden den Wunsch nach Ver&#xE4;nderung und nationaler Einheit. Der Qurylta&#x131;, ein geschichtstr&#xE4;chtiges traditionelles Konzept, steht beim Projekt des &#x201E;neuen Kasachstan&#x201C; im Rampenlicht. Nach den Januar-Ereignissen in Kasachstan versprach Pr&#xE4;sident Qassym-Jomart Toqaev Reformen und ein &#x201E;neues Kasachstan&#x201C;. Teil dieser Neuerungen ist der Qurylta&#x131;, eine nationale [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein halbes Jahr nach den gewalttätigen Ereignissen vom Januar zeigen Kasachstans Behörden den Wunsch nach Veränderung und nationaler Einheit. Der Quryltaı, ein geschichtsträchtiges traditionelles Konzept, steht beim Projekt des „neuen Kasachstan“ im Rampenlicht.</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/zahlreiche-tote-und-verletzte-bei-protesten-in-kasachstan/">Januar-Ereignissen</a> in Kasachstan versprach Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qassym-Schomart_Toqajew">Qassym-Jomart Toqaev</a> Reformen und ein „neues Kasachstan“. Teil dieser Neuerungen ist der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kurultai">Quryltaı</a>, eine nationale Versammlung, die der Präsident in Folge der <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/kasachstan-stimmt-fuer-verfassungsaenderung/">Verfassungsreform</a> erstmals am 16. Juni <a href="https://zonakz.net/2022/06/20/o-kurultae-i-nacionalnoj-idee/">einberief</a>, deren Einführung aber auch viele Fragen aufwirft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Stimmen sind zwiegespalten in Bezug auf die seine Fähigkeit zur Einflussnahme, andere reagieren mit Enthusiasmus, wie beispielweise der Politologe Erbol Edilov gegenüber dem kasachstanischen Onlinemedium <a href="https://orda.kz/nacionalnyj-kurultaj-kogo-hochesh-vybiraj-politolog-o-roli-narodnogo-sobranija/#part=1">Orda</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/kasachstan-stimmt-fuer-verfassungsaenderung/">Kasachstan stimmt für Verfassungsänderung </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Quryltaı ist eine Ableitung aus der türkisch-mongolischen Tradition – ein Kongress, der die Häuptlinge der Stämme zusammenbringt, um den Staat zu verwalten und um die Verteidigung oder Militärkampagnen zu organisieren. Sultanhan Aqquli, Direktor des Alash-Forschungsinstituts und Professor an der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eurasische_Nationale_Universität">Eurasischen Nationalen Universität</a> in Nur-Sultan, erklärt gegenüber Novastan, dass die Etymologie von Quryltaı auf das Wort „quru“ zurückgeht, was „formen, erschaffen und etablieren“ bedeutet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Forscher fügt hinzu, dass <em>„der Quryltaı in seiner Bedeutung, seinen Zielen und seinen Aufgaben einer konstituierenden Versammlung oder einem Kongress entspricht.“</em> Ihm zufolge ist der Quryltaı eine wichtige Tradition. Einige dieser Versammlungen führten zu Schlüsselmomenten der kasachischen Geschichte: Im 13. Jahrhundert, um <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dschingis_Khan">Dschingis Khan</a> zum Khan zu ernennen; im 18. Jahrhundert, um die Invasion der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oiraten">Dschungaren</a> abzuwehren; im 19. Jahrhundert, um das Khanat Kasachstans zu gründen. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Der Quryltaı im 20. Jahrhundert</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Zwei Quryltaıs fanden 1917 in der Übergangszeit zwischen dem Zarenreich und der sowjetischen Herrschaft statt. Sultanhan Aqquli weist jedoch darauf hin, dass diese beiden Quryltaıs in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Orenburg">Orenburg</a> (im heutigen Russland, Anm. d. Red.) stattfanden, wo die neue kasachische Elite, die Fachleute gemeinhin als „Intelligenz“ oder „Alash-Elite“ bezeichnen, den ersten und zweiten pankasachischen Kongress einberief. In Form und Inhalt seien aber beide Kongresse Quryltaıs gewesen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/zentralasien-um-1910-die-fotografien-sergej-prokudin-gorskijs/">Zentralasien um 1910: Die Fotografien Sergej Prokudin-Gorskijs </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Quryltaı im Juli 1917 forderte, dass die künftige „Allrussische Konstituierende Versammlung“ Russland zu einer föderalen parlamentarischen Republik erklärt. Die Versammlung traf sich, wurde aber gewaltsam von den Bolschewiki aufgelöst. Der zweite Quryltaı vom 5. bis 13. Dezember 1917 belebte 70 Jahre nach dem Zerfall des kasachischen Khanats die Nationalstaatlichkeit in Form der Autonomie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alasch_Orda">Alash Orda</a>, welche bis August 1920 bestand. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um ihre Macht zu etablieren, ließen die Sowjets wenig Raum für Kultur, Ethnizität oder Religion. Daher wurde der Quryltaı, wie die meisten Traditionen, zum Schweigen gebracht. Sultanhan Aqquli erklärt: <em>„Während der gesamten Zeit, als Kasachstan Teil der UdSSR war, war die Vielfalt der ethnischen Gruppen streng tabu. Traditionen wie Quryltaı, </em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nouruz"><em>Nauryz</em></a><em> (persisches Neujahrsfeier, Anm. d. Red.) oder Aitys (improvisierter Gesangswettbewerb auf der </em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dombra"><em>Dombra</em></a><em>, Anm. d. Red.) und viele andere fanden nicht mehr statt. Die Nauryz-Feiern wurden erst im März 1989 wieder aufgenommen.“</em></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Neuere Qurylta</strong><strong>ıs ohne wirkliche Auswirkungen</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Laut dem Forscher <a href="http://theses.univ-lyon2.fr/documents/getpart.php?id=lyon2.2009.jumageldinov_a&amp;part=165927">Sébastien Peyrousse</a> sind die Ergebnisse manchmal symbolisch, wenn in Folge der Unabhängigkeit der Wille zum Ausdruck kommt, das Sowjetsystem zu verlassen und die kasachische Identität wiederzubeleben. Dies zeigt auch der erste Qurultaı nach der Unabhängigkeit, der vom 28. September bis 4. Oktober 1992 in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Almaty">Almaty</a> stattfand und zu dem laut Sultanhan Aqquli kasachische Gemeinschaften aus 33 Ländern zusammenkamen.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph"> In der Folge wurde der Weltverband der Kasachen gegründet. Quryltaıs wurden auch danach organisiert, beschränkten sich aber auf Runde Tische oder kulturelle Veranstaltungen, wie das kasachstanische Nachrichtenportal <a href="https://www.caravan.kz/news/vsemirnyjj-kurultajj-kazakhov-sostoitsya-v-astane-295964/">Karavan</a> berichtete. Ihre Rollen und Auswirkungen waren nicht signifikant. Die bei der Unabhängigkeit versprochenen Veränderungen waren nicht von Dauer, da ein autoritäres Regime sie jetzt spaltet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sultanhan Aqquli erklärt: <em>„Während der letzten 30 Jahre der Unabhängigkeit wurde die kasachstanische Gesellschaft unter dem diktatorischen Regime von </em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nursultan_Nasarbajew"><em>Nursultan Nazarbaev</em></a><em> bewusst und systematisch aufgelöst, nicht nur in durch die Sprache zwischen kasachisch- und russischsprachigen Personen gespalten, sondern auch durch den sozialen Status. Mit dem faktischen Fehlen einer stabilisierenden Mittelschicht in der Gesellschaft ist die Kluft zwischen arm und reich bedrohlich geworden.“</em></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Zwischen Versprechen und Realität</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Präsident Toqaev <a href="https://orda.kz/o-chem-govorili-na-kurultae/">kündigte</a> während der ersten Sitzung des neueinberufenen Quryltaı eine umfassende Modernisierung Kasachstans an und bekräftigte, dass seine Ziele die Unabhängigkeit des Staates, Demokratie und das Zuhören den Bürger:innen gegenüber seien. Außerdem kündigte das Staatsoberhaupt an, dass der Quryltaı die wichtigste Institution der Zivilgesellschaft werden solle. Er fügte hinzu, dass eine mobile Quryltaı-App in Entwicklung sei, mit der die Bürger:innen <em>„an der Schaffung eines neuen und gerechten Kasachstans mitwirken“</em> sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/politik-und-wirtschaft/kasachstan-was-bedeuten-die-reformen-von-praesident-toqaev/"><strong>Kasachstan: Was bedeuten die Reformen von Präsident Toqaev?</strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei wurde der Quryltaı nicht zufällig ausgewählt. Toqaev erinnerte er an die verschiedenen Quryltaıs in der Geschichte und schlug vor, in Ulytaý, einer Stadt, in der einst die Symbole der verschiedenen Stämme in Stein gemeißelt waren, ein „<em>architektonisches Objekt zu schaffen, das die Einheit des kasachischen Volkes symbolisiert“</em>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sultanhan Aqquli fügt hinzu: <em>„Für Kasachen hat der Quryltaı eine heilige Bedeutung und war schon immer ein Faktor der Einheit und Konsolidierung“</em>, fügt Sultanhan Aqquli hinzu. Ihm zufolge wurde <em>„der letzte Quryltaı genau mit dem Ziel einberufen, die moderne kasachstanische Gesellschaft zu einen, zu konsolidieren, zu demokratisieren und das Neue Kasachstan, die Zweite Republik, aufzubauen.“</em></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Kritik der Opposition</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Das Projekt wird jedoch von der Opposition scharf kritisiert. So spricht der Politologe Dimash Aljanov gegenüber <a href="https://rus.azattyq.org/a/kazakhstan--ukreplenie-poshatnuvsheysya-vlasti-taktika-avtoritarizma-zachem-tokaev-sozdal-natsionalnyy-kurultay/31899753.html">Radio Azattyq</a> von einer natürlichen Taktik des Autoritarismus. Er bemängelt, dass im vom Präsidenten vorgeschlagenen Quryltaı die Opposition nicht vertreten sei. Darüber hinaus sei der Quryltaı nicht befugt, verbindliche Entscheidungen zu treffen, und er werde vom Präsidenten selbst geleitet. Laut Aljanov könne man <em>„derartige Patronage-Strukturen bereits in Kirgistan, Turkmenistan und Belarus beobachten“</em>.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph">

Eine Parallele wird auch zwischen der ebenfalls kritisierten „Rat für gesellschaftliches Vertrauen“ und dem Quryltaı gezogen. Der im selben Artikel zitierte Oppositionspolitiker Jasaral Qýanyshalin glaubt, dass <em>„die Behörden vorgeben, Reformen durchzuführen, um die Ereignisse vom Januar zu beseitigen. […] Dem Rat für gesellschaftliches Vertrauen gehörten Menschen an, die es nicht wagten, sich den Behörden zu widersetzen. Ich glaube nicht, dass dieser Qurylta</em><em>ı besser sein wird.“</em></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Das schwere Erbe von Nursultan Nazarbaev</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Sultanhan Aqquli glaubt, dass <em>„die brutale Unterdrückung friedlicher Demonstrationen in ganz Kasachstan im Januar 2022, die zum Tod von mehr als 230 friedlichen Bürgern führte (mehr als in </em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Scheltoksan-Unruhen"><em>Almaty im Dezember 1986</em></a><em> und in </em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schangaösen-Massaker"><em>Jańaózen im Dezember 2011</em></a><em>) , Verhaftungen, Strafverfolgung, Folter friedlicher Protestteilnehmer, die Verfolgung ziviler Aktivisten, die Verweigerung einer Registrierung neuer politische Parteien, die vorläufigen Änderungen der derzeitigen Verfassung sowie die Teilnahme der meisten Vertreter des Regimes von Nursultan Nazarbaev am nationalen Quryltaı und viele andere Tatsachen zusammengenommen, Zweifel an der Ernsthaftigkeit, Entschlossenheit und dem politischen Willen des derzeitigen Präsidenten aufkommen [lassen], alle von ihm angekündigten politischen Reformen umzusetzen.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/zwei-busse-voll-leichen-zeuginnen-berichten-ueber-die-ereignisse-von-janaozen/">„Zwei Busse voll Leichen“ – Zeuginnen berichten über die Ereignisse von Jańaózen </a></strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus fügt Aqquli hinzu, dass <em>„die derzeitigen politischen Führer Kasachstans unter starkem Druck des Regimes von Wladimir Putin stehen. Diese Abhängigkeit von der Russischen Föderation ist auch das politische Erbe des ehemaligen Präsidenten.“</em> Im Januar 2022 erschütterten gewalttätige Unruhen Kasachstan. Ursprünglich gegen steigende Gaspreise gerichtet, verwandelten sich anfangs friedliche Proteste in gewalttätige Revolten. Die Reaktion der Sicherheitsorgane war blutig. Bis heute gibt es keine offizielle Liste der Toten, aber laut dem kasachstanischen Nachrichtenportal <a href="https://orda.kz/v-almaty-pochtili-pamjat-zhertv-krovavogo-janvarja/">Orda</a> beläuft sich deren Anzahl auf mindestens 225. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Claire du Verdier, Redakteurin für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/kazakhstan-dou-vient-la-tradition-du-kurultai-et-que-faut-il-en-attendre/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong> </p>



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