<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: Was bremst die Entwicklung der „grünen“ Energie in Kasachstan?	</title>
	<atom:link href="https://novastan.org/de/kasachstan/was-bremst-die-entwicklung-der-grunen-energie-in-kasachstan/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://novastan.org/de/kasachstan/was-bremst-die-entwicklung-der-grunen-energie-in-kasachstan/</link>
	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Mon, 23 Oct 2017 09:49:39 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>
	<item>
		<title>
		Von: Georg Tramburg		</title>
		<link>https://novastan.org/de/kasachstan/was-bremst-die-entwicklung-der-grunen-energie-in-kasachstan/#comment-494</link>

		<dc:creator><![CDATA[Georg Tramburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2017 09:49:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://novastan.org/de/?p=10576#comment-494</guid>

					<description><![CDATA[Hallo, liebe Novastaner. 
Ich hab mich sehr gefreut, dass ich eure Webseite entdeckt habe. Ihr sprecht viele interessante Themen an. Die Auswahl ist erfrischend ausgewogen und beleuchtet immer auch beide Seiten. Das ist sehr schön. Ich bin seit mehreren Jahren mit der Region sehr verbunden. Zentralasien ist für mich hochspannend. 
Zu Kasachstan kann ich sagen, dass Kohle immer noch der günstigste Energieträger für das Land ist und als Steinkohle größtenteils recht günstig im Tagebau abgebaut wird. Das ist auch der Grund warum der Anteil an erneuerbaren Energien so gering ist. Kegok, der landesweite Stromnetzbetreiber, kann dafür nicht wirklich verantwortlich macht werden. Obwohl natürlich die Infrastruktur für erneuerbare Energien, wie Smart Grids und Stromspeicher, derzeit noch fehlen. 
Man sollte die Frage nach dem Warum jedoch tiefen betrachten und die wirtschaftlichen Ursachen untersuchen. Die Frage könnte lauten: Was müsste man tun, um das wirtschaftliche Gefüge so zu verändern, dass sich erneuerbare Energien quasi aus sich selbst heraus entwickeln. Das ist ein Thema von dem man auch in Europa noch etwas lernen kann? 
Kasachstan ist ein Flächenland, das fast 3-mal so groß ist wie Mitteleuropa aber nur 10% seiner Einwohner hat. Die Industrie ist im Wesentlichen auf die Rohstoffgewinnung fokussiert und steht Aufgrund eines fehlenden Zugangs zum Meer unter erhöhtem Kostendruck. Aktuelle Strategien sind deshalb alle auf Veredelung der Rohstoffe gerichtet, um den Transportkostenanteil zu verringern und somit wettbewerbsfähig zu bleiben. Das erfordert jedoch viel Energie und die muss deshalb günstig verfügbar sein. 
Aus diesem Grunde spielen im Grunde nicht die erneuerbaren Energien, sondern Energieeffizienz und Emissionsschutz eine zunehmende Rolle in der Wirtschaft. Ich glaube auch, dass das derzeit der realistischere Weg ist, über Energieeffizienz und Emissionsschutz nachzudenken als nur die Kohle zu „verteufeln“. Im Übrigen handelt es sich um sehr hochwertige Steinkohle, mit hohen Brennwerten und relativ geringen Emissionswerten verfügbar ist. Die Voraussetzungen für evolutionäre Verbesserungsstrategien sind deshalb nicht schlecht und man muss nicht sofort „radikalverzichten“. Außerdem solange das BIP nur ca. 1/5 im Vergleich zu Mitteleuropa ist, ist auch das wirtschaftliche Gefüge nicht tragfähig um nachhaltig erneuerbare Energien zu entwickeln. Die Vision für neue Energien sind da aber die tragfähigen makroökonomischen Konzepte fehlen noch. Deshalb ist eine gesamtökonomische Betrachtung erforderlich, die unterschiedliche Interessen ausbalanciert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo, liebe Novastaner.<br />
Ich hab mich sehr gefreut, dass ich eure Webseite entdeckt habe. Ihr sprecht viele interessante Themen an. Die Auswahl ist erfrischend ausgewogen und beleuchtet immer auch beide Seiten. Das ist sehr schön. Ich bin seit mehreren Jahren mit der Region sehr verbunden. Zentralasien ist für mich hochspannend.<br />
Zu Kasachstan kann ich sagen, dass Kohle immer noch der günstigste Energieträger für das Land ist und als Steinkohle größtenteils recht günstig im Tagebau abgebaut wird. Das ist auch der Grund warum der Anteil an erneuerbaren Energien so gering ist. Kegok, der landesweite Stromnetzbetreiber, kann dafür nicht wirklich verantwortlich macht werden. Obwohl natürlich die Infrastruktur für erneuerbare Energien, wie Smart Grids und Stromspeicher, derzeit noch fehlen.<br />
Man sollte die Frage nach dem Warum jedoch tiefen betrachten und die wirtschaftlichen Ursachen untersuchen. Die Frage könnte lauten: Was müsste man tun, um das wirtschaftliche Gefüge so zu verändern, dass sich erneuerbare Energien quasi aus sich selbst heraus entwickeln. Das ist ein Thema von dem man auch in Europa noch etwas lernen kann?<br />
Kasachstan ist ein Flächenland, das fast 3-mal so groß ist wie Mitteleuropa aber nur 10% seiner Einwohner hat. Die Industrie ist im Wesentlichen auf die Rohstoffgewinnung fokussiert und steht Aufgrund eines fehlenden Zugangs zum Meer unter erhöhtem Kostendruck. Aktuelle Strategien sind deshalb alle auf Veredelung der Rohstoffe gerichtet, um den Transportkostenanteil zu verringern und somit wettbewerbsfähig zu bleiben. Das erfordert jedoch viel Energie und die muss deshalb günstig verfügbar sein.<br />
Aus diesem Grunde spielen im Grunde nicht die erneuerbaren Energien, sondern Energieeffizienz und Emissionsschutz eine zunehmende Rolle in der Wirtschaft. Ich glaube auch, dass das derzeit der realistischere Weg ist, über Energieeffizienz und Emissionsschutz nachzudenken als nur die Kohle zu „verteufeln“. Im Übrigen handelt es sich um sehr hochwertige Steinkohle, mit hohen Brennwerten und relativ geringen Emissionswerten verfügbar ist. Die Voraussetzungen für evolutionäre Verbesserungsstrategien sind deshalb nicht schlecht und man muss nicht sofort „radikalverzichten“. Außerdem solange das BIP nur ca. 1/5 im Vergleich zu Mitteleuropa ist, ist auch das wirtschaftliche Gefüge nicht tragfähig um nachhaltig erneuerbare Energien zu entwickeln. Die Vision für neue Energien sind da aber die tragfähigen makroökonomischen Konzepte fehlen noch. Deshalb ist eine gesamtökonomische Betrachtung erforderlich, die unterschiedliche Interessen ausbalanciert.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
