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	<title>Léo Friedrich, Author at Novastan Deutsch</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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	<title>Léo Friedrich, Author at Novastan Deutsch</title>
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		<title>Erstes &#8222;Wirtschaftsforum EU – Zentralasien&#8220; in Bischkek</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Léo Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Nov 2021 18:18:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Am 5. November hat das erste Wirtschaftsforum zwischen der Europ&#xE4;ischen Union und Zentralasien in Kirgistans Hauptstadt Bischkek stattgefunden. Es bot Gelegenheit zum konstruktiven Austausch, aber auch zur Wiederholung von Absichtserkl&#xE4;rungen in Bezug auf bilaterale Projekte zwischen zentralasiatischen und europ&#xE4;ischen Staaten.&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; Kirgistans Pr&#xE4;sident Sadyr Dschaparow hat am 5. November in Bischkek das erste Wirtschaftsforum zwischen der [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am 5. November hat das erste Wirtschaftsforum zwischen der Europäischen Union und Zentralasien in Kirgistans Hauptstadt Bischkek stattgefunden. Es bot Gelegenheit zum konstruktiven Austausch, aber auch zur Wiederholung von Absichtserklärungen in Bezug auf bilaterale Projekte zwischen zentralasiatischen und europäischen Staaten.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kirgistans Präsident <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/sadyr-dschaparow-der-volksfluesterer/?noredirect=de-DE">Sadyr Dschaparow</a> hat am 5. November in Bischkek das erste Wirtschaftsforum zwischen der Europäischen Union (EU) und Zentralasien eröffnet. Dschaparow rief <em>„eine neue Etappe im Ausbau der Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und Zentralasien, die uns begründeten Optimismus gibt&#8220;, </em>aus, berichtet das kirgisische Nachrichtenportal <a href="https://24.kg/vlast/212796_sadyir_japarov_zayavil_onachale_novogo_etapa_sotrudnichestvaes_itsentralnoy_azii/">24.kg</a>. </p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"> Der kirgisische Präsident hob 30 Jahre nach der Unabhängigkeit der zentralasiatischen Republiken insbesondere die Symbolik dieses ersten Wirtschaftsforums hervor. Er lobte die während des gesamten Prozesses erfolgte Zusammenarbeit mit der EU, die <em>„demokratische und marktwirtschaftliche Reformen unterstützt&#8220;</em> habe. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:</strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/die-eu-und-zentralasien-wollen-ihre-zusammenarbeit-vertiefen/"><strong>Die EU und Zentralasien wollen ihre Zusammenarbeit vertiefen </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Idee für dieses Wirtschaftsforum wurde <a href="https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/ip_21_5841">laut Angaben der EU</a> im Dezember 2020 ins Leben gerufen, um eine ökologische und widerstandsfähige Erholung Zentralasiens von der durch die Covid-19-Pandemie verursachten sozioökonomischen Krise zu unterstützen. Ziel sei es, die weitere Diversifizierung der zentralasiatischen Volkswirtschaften zu beschleunigen, den Handel anzukurbeln, die Rechtsstaatlichkeit zu stärken und den Rechtsrahmen zu modernisieren. Das Forum diene dabei als Plattform für den intra- und interregionalen Dialog, der dazu beitragen werde, die Ziele der neuen <a href="https://www.consilium.europa.eu/media/39778/st10221-en19.pdf">europäischen Zentralasien-Strategie</a> in die Tat umzusetzen. Diese war im Mai 2019 vorgestellt worden. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>„Green Recovery“, Digitalisierung und das Geschäftsklima in Zentralasien</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"> Die Ergebnisse des Forums gehen jedoch meist nicht über Absichtserklärungen hinaus. Die gemeinsame <a href="https://eeas.europa.eu/delegations/kyrgyz-republic/106801/eu-central-asia-economic-forum-joint-press-statement_en">Pressemitteilung</a> der EU und der fünf zentralasiatischen Länder erkennt bestimmte Probleme an und bekräftigt den Willen zu deren Lösung, beinhaltet jedoch keine konkrete Vereinbarungen oder Zusagen. Unter dem Schlagwort „Green Recovery“ (grüne Erholung) wurde unter anderem das Thema Umwelt aus ökonomischer Perspektive diskutiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie <a href="https://24.kg/vlast/212797_kyirgyizstanu_vajen_evropeyskiy_opyit_zelenogo_vosstanovleniya_ekonomiki/">24.kg</a> berichtet, erinnerte Kirgistans Ministerkabinettsvorsitzender <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Akylbek_Japarov">Akylbek Dschaparow</a> daran, dass Zentralasien stark vom <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/klimawandel-kirgistans-gletscher-in-gefahr/">Abschmelzen der Gletscher</a> und der Erschöpfung bestimmter Ressourcen betroffen sei. Drei Wochen nach seinem <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistans-praesident-bildet-regierung-um/?noredirect=de-DE">Amtsantritt</a> zeigte er sich jedoch optimistisch und erklärte, dass es in Kirgistan <em>„Faktoren gibt, die sowohl Green Recovery als auch den Aufbau einer grünen Wirtschaft insgesamt begünstigen&#8220;</em>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/green-central-asia-die-zentralasiatischen-aussenminister-zu-gast-in-berlin/"><strong>“Green Central Asia”: Die zentralasiatischen Außenminister zu Gast in Berlin </strong></a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus äußerten alle Vertreter der zentralasiatischen Republiken ihren Wunsch, die europäisch-zentralasiatische Zusammenarbeit zu verstärken. Laut dem kirgisischen Nachrichtenportal <a href="https://kabar.kg/news/sadyr-zhaparov-vstretilsia-s-glavami-delegatcii-stran-tca-i-vitce-prezidentom-evrokomissii/">Kabar</a> betonten sie jeweils die Bedeutung des Forums für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. An dem Forum nahm auch die Präsidentin der Europäischen Kommission, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_von_der_Leyen">Ursula von der Leyen</a>, teil. Sie betonte in ihrer <a href="https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/speech_21_5803">Videobotschaft</a>, dass Green Recovery, Digitalisierung und die Stärkung des Geschäftsklimas Bereiche seien, in denen <em>„Europa über eine beispiellose Expertise verfügt“</em>. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ungarn ergreift konkrete Maßnahmen</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">
Allerdings wurden im Rahmen des Forums auch einige konkretere Punkte diskutiert. So <a href="https://24.kg/vlast/212799_kyirgyizstan_hochet_sotrudnichat_savstriey_pri_stroitelstve_ges/">bekundete</a> Österreichs Außenminister <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Linhart">Michael Linhart</a> in einem Gespräch mit Sadyr Dschaparow&nbsp;das Interesse seines Landes am Bau von Wasserkraftwerken in Kirgistan.

</p>


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<p class="wp-block-paragraph"> Auch Ungarn ist eines der europäischen Länder, die konkrete Vorschläge ins Forum einbrachten. Budapest kündigte an, dass es fortan die <a href="https://24.kg/vlast/212802_vengriya_priznala_pasporta_vaktsinatsii_kyirgyizstana/">Impfpässe kirgisischer Staatsangehöriger anerkennen werde</a>. Darüber hinaus soll bereits 2022 eine direkte Flugverbindung zwischen Budapest und Bischkek eingerichtet werden. Ungarns Außenminister <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Péter_Szijjártó">Péter Szijjártó</a> und Kirgistans Wirtschaftsminister Danijar Amangeldijew legten laut <a href="https://kabar.kg/news/v-kyrgyzstane-otkrylsia-kyrgyzsko-vengerskii-fond-s-ustavnym-kapitalom-16-mln-dollarov-ssha/">Kabar</a> einen kirgisisch-ungarischen Entwicklungsfonds in Höhe von 16 Millionen US-Dollar (14 Millionen Euro) auf. Dieser soll kleinen und mittleren Unternehmen aus Kirgistan zugutekommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/zentralasien-und-europa/eu-zentralasienbeauftragte-terhi-hakala-mit-erstem-besuch-in-bischkek/"><strong>EU-Zentralasienbeauftragte Terhi Hakala mit erstem Besuch in Bischkek </strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph"> Angesichts des erfolgreichen ersten Treffens soll das Forum in Zukunft <a href="https://kabar.kg/news/vtoroi-ekonomicheskii-forum-es-tca-proidet-v-kazakhstane/">jährlich organisiert werden</a>. Das zweite Wirtschaftsforum EU – Zentralasien wird dabei 2022 in Kasachstans Hauptstadt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nur-Sultan">Nur-Sultan</a> stattfinden. </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Léo Friedrich, Redakteur für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/europe-et-asie-centrale/lue-a-organise-son-premier-forum-economique-avec-lasie-centrale/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong> </p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p></p>
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			</item>
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		<title>Ein &#8222;eingefrorener Konflikt&#8220; an der kirgisisch-tadschikischen Grenze?</title>
		<link>https://novastan.org/de/kirgistan/ein-eingefrorener-konflikt-an-der-kirgisisch-tadschikischen-grenze/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Léo Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Jun 2021 07:58:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei einer Online-Diskussion im Mai diskutierten mehrere franz&#xF6;sische Experten &#xFC;ber die j&#xFC;ngsten Zusammenst&#xF6;&#xDF;e zwischen Tadschikistan und Kirgistan. Sie erwogen Wege, die die Beziehungen zwischen den beiden Staaten einschlagen k&#xF6;nnten. Die franz&#xF6;sische Redaktion von Novastan.org hat das Ereignis verfolgt. Vom 28. April bis zum 3. Mai f&#xFC;hrten Zusammenst&#xF6;&#xDF;e an der Grenze zwischen Kirgistan und Tadschikistan zum [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bei einer Online-Diskussion im Mai diskutierten mehrere französische Experten über die jüngsten Zusammenstöße zwischen Tadschikistan und Kirgistan. Sie erwogen Wege, die die Beziehungen zwischen den beiden Staaten einschlagen könnten. Die französische Redaktion von Novastan.org hat das Ereignis verfolgt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom 28. April bis zum 3. Mai führten <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/ueber-40-tote-bei-zusammenstoessen-an-der-kirgisisch-tadschikischen-grenze/?noredirect=de-DE">Zusammenstöße</a> an der Grenze zwischen Kirgistan und Tadschikistan zum Tod von mehr als 50 Menschen und zu gegenseitigen Anschuldigungen. Seit dem 3. Mai hat sich die Lage jedoch mit einem Waffenstillstandsabkommen und einem angekündigten <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-und-tadschikistan-verhandeln-ueber-die-demarkation-der-gemeinsamen-grenze/">Grenzdemarkationsprogramm</a> beruhigt. Am 19. Mai widmete das Französische Institut für Zentralasienstudien in Bischkek (<a href="https://ifeac.hypotheses.org/">IFEAC</a>) dieser langanhaltenden Grenzspannungen ein Webinar.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ereignis brachte französische Zentralasienexperten, Geographen und Politikwissenschaftler zusammen. Während einige eine allmähliche Rückkehr zu einem „eingefrorenen Konflikt“ vorhersagen, weisen andere auf mögliche Verbesserungen in den tadschikisch-kirgisischen zwischenstaatlichen Beziehungen hin.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Umstrittene Fakten</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Es gibt wenig Klarheit zu den Fakten, die sich ereignet haben, weil es zwei gegenseitige Diskurse gibt. Die Medien in Kirgistan berichten von Beschuldigungen der Polizei in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gebiet_Batken">Batken</a></em> (kirgisische Region an der Grenze zu Tadschikistan, Anm. d. Red.)<em>, tadschikische Einwohner haben auf das kirgisische Militär geschossen. Das Staatliche Komitee für Nationale Sicherheit hat Tadschikistan beschuldigt, die Wasserversorgung mit Mörsern bombardiert und provokative Handlungen durchgeführt zu haben</em>&#8222;, sagte einer der Sprecher, der seinen Namen nicht gedruckt sehen möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/was-sind-die-gruende-fuer-die-toedlichen-zusammenstoesse-an-der-kirgisisch-tadschikischen-grenze/">Was sind die Gründe für die tödlichen Zusammenstöße an der kirgisisch-tadschikischen Grenze?</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>In Tadschikistan haben wir den gegenteiligen Diskurs</em>“, fuhr er fort. „<em>Die Kirgisischen Grenzschützer werden beschuldigt, die Feindseligkeiten begonnen zu haben. So teilte das Pressezentrum der Grenztruppen am 28. April mit, Kirgistan habe seine Bürger zu Gewalttaten und Provokationen angestiftet. Kirgisische Spezialeinheiten wurden solchen Berichten zufolge als Zivilisten getarnt gegen die tadschikische Bevölkerung eingesetzt.</em> &#8222;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das amerikanische Medium <a href="https://eurasianet.org/kyrgyzstan-spotlight-on-populist-security-chief-after-tajikistan-violence">Eurasianet anmerkte</a>, hatte Kirgistan einige Wochen vor den Ereignissen angeboten, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Woruch">Woruch</a>, eine tadschikische Enklave auf kirgisischem Gebiet, gegen gleichwertige Gebiete einzutauschen. Am 21. Februar 2020 wurde ein solcher Austausch bereits bei einem offiziellen Treffen zwischen den stellvertretenden Premierministern der beiden Länder <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kann-ein-gebietsaustausch-den-grenzkonflikt-zwischen-tadschikistan-und-kirgistan-beilegen/">erwogen</a>, aber nicht weiter verfolgt. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Eine geografische Ausweitung des Konflikts</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Eine Besonderheit des Konflikts war seine geografische Ausdehnung.</em> <em>[&#8230;] Er hat sich über einen großen Teil der Grenze zwischen den beiden Ländern ausgebreitet: im Isfara-Becken im Osten, aber auch weiter westlich, am Kontakt zwischen der Syr-Darya-Ebene und dem Fuß des Turkestan-Gebirges</em>“, erklärt der Geograf Julien Thorez.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Teilnehmer bestätigte diese Beobachtung. „<em>Entlang der Grenze haben sich Kriegsszenen abgespielt.</em> [&#8230;] <em>Diese neue Stufe der Gewalt markiert einen Präzedenzfall in dem Konflikt</em>“. Ein erklärender Faktor sei Militarisierung und fortschreitende Funktionalisierung der Grenze. Da die Grenze umstritten ist, haben sich die Spannungen noch weiter verschärft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im weiteren Sinne bemerkt Isabella Damiani, Dozentin für Geographie an den Universitäten Versailles Saint-Quentin-en-Yvelines und Paris Saclay, die Ausdehnung des Konflikts sei von den westlichen Medien manchmal unvollständig behandelt worden. „<em>Eines der Hauptthemen des jüngsten Konflikts in den letzten Wochen ist die Frage des Standorts; wir befinden uns in einem stark mediatisierten Konflikt über Grenzen in einer Region, die international nicht sehr bekannt ist</em>“, bemerkt sie.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ethnisierung des Konflikts</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Am Schnittpunkt der usbekischen, kirgisischen und tadschikischen Grenze gab es schon zu Zeiten der UdSSR interethnische Spannungen. Sie haben sich jedoch seit dem Zusammenbruch der UdSSR verschärft und tauchen bei jedem Konflikt wieder auf, bemerkt Olivier Ferrando, Dozent für Politikwissenschaft an der Katholischen Universität Lyon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Die Ethnisierung des Konflikts ist eine Realität. Die ethnische Frage ist mit der Überlagerung von homogenen Bevölkerungen auf beiden Seiten der Grenze verbunden. Die Grenze zwischen Isfara und Batken ist homogen, was anderswo im Gebiet nicht der Fall ist</em>“, beschreibt Olivier Ferrando.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Julien Thorez fügt hinzu: „<em>Während der Sowjetzeit kam es zu einer Ethnisierung der sozialen und politischen Beziehungen, ein Phänomen, das sich seit 1991 und dem Verschwinden der UdSSR noch weiter verstärkt hat. Die ethnischen Spannungen umfassen neben der tadschikischen und kirgisischen Bevölkerung auch die usbekische Bevölkerung. Die Funktionalisierung der Grenzen hat die Spannungen in keiner Weise reduziert. Im Gegenteil, es hat die Konflikthaftigkeit der Bevölkerungen im Isfara-Tal verstärkt.</em>“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/grenzkonflikt-zwischen-tadschikistan-und-kirgistan-eine-herausforderung-fuer-die-regionale-kooperation/">Grenzkonflikt zwischen Tadschikistan und Kirgistan: Eine Herausforderung für die regionale Kooperation</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ethnische Faktor wird jedoch von Olivier Ferrando relativiert, der meint, dass populistische und nationalistische Diskurse nur in diesen geteilten Dörfern wirksam waren. In den interethnischen Dörfern, die von Usbeken, Kirgisen und Tadschiken bewohnt werden, hat sich die nationalistische Rhetorik nicht durchgesetzt, obwohl es Spannungen um Ressourcen gibt.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Positive Signale für eine Wiederannäherung</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der Beschreibung des Konflikts als „eingefroren“, die während des Webinars mehrmals wiederholt wurde, gibt es Anzeichen dafür, dass sich die Situation verbessern könnte. Nach den Auseinandersetzungen beschlossen beide Länder, die Grenzverhandlungen wieder aufzunehmen, um die Demarkation ihrer gemeinsamen Grenzen zu vervollständigen.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">„<em>Am 18. Mai trafen sich die Gouverneure der beiden Grenzregionen und vereinbarten wöchentliche Treffen, um Grenzfragen zu besprechen. Sie waren sich auch einig, dass beide Armeen entlang der Grenze patrouillieren sollten</em>“, sagt einer der Sprecher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Ebene der Bevölkerung sind die Straßen-, Wasser- und Stromnetze an der Grenze miteinander verbunden, was Raum für Kooperationen lässt. Laut Julien Thorez haben die Behörden den Bau <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-und-tadschikistan-verhandeln-ueber-die-demarkation-der-gemeinsamen-grenze/?noredirect=de-DE">einer neuen Straße</a> geplant, die die Exklave Worukh mit dem restlichen tadschikischen Gebiet verbinden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Einige Dörfer werden über das Netz des Nachbarlandes versorgt. Auf dem Wasserspiegel gibt es eine ganze Reihe von grenzüberschreitenden Kanälen, von denen die Dörfer abhängen. Das Gleiche gilt für die Verkehrsnetze</em>“, erklärt er.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Léo Friedrich<br>Redakteur für Novastan France</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Französischen von Florian Coppenrath</strong></p>


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		<title>Kasachstan lehnt Einbürgerungsanträge von Kasachen aus Xinjiang ab</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Léo Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jun 2021 15:29:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Uigurische Region]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Drei chinesische Staatsb&#xFC;rger kasachischer Abstammung sind nach ihrer Flucht aus China nicht in Kasachstan eingeb&#xFC;rgert worden. Diese Entscheidung steht im Widerspruch zur Politik Kasachstans, im Ausland lebende KasachInnen zur R&#xFC;ckkehr aufzufordern. Kasachstan hat am 23. Mai drei ethnischen Kasachen mit chinesischer Staatsb&#xFC;rgerschaft die Einb&#xFC;rgerung verweigert. Die drei M&#xE4;nner waren aus dem im Westen Chinas gelegenen [&#x2026;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Drei chinesische Staatsbürger kasachischer Abstammung sind nach ihrer Flucht aus China nicht in Kasachstan eingebürgert worden. Diese Entscheidung steht im Widerspruch zur Politik Kasachstans, im Ausland lebende KasachInnen zur Rückkehr aufzufordern.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kasachstan hat am 23. Mai drei ethnischen Kasachen mit chinesischer Staatsbürgerschaft die Einbürgerung verweigert. Die drei Männer waren aus dem im Westen Chinas gelegenen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Xinjiang">Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang</a> geflohen, wie <a href="https://www.azattyq.org/a/31269256.html">Radio Azattyq</a>, der kasachische Dienst von Radio Free Europe, berichtete. Qaısha Aqan, Murager Álimuly und Qaster Musahanuly erhielten ein offizielles Schreiben des Innenministeriums, in dem ihnen mitgeteilt wurde, dass ihnen nicht die kasachstanische Staatsbürgerschaft zuerkannt wird.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">In dem Schreiben verurteilt das Ministerium die illegale Einreise der drei Männer, welche gegen kasachstanisches Recht verstößt. Die Verleihung der Staatsbürgerschaft an AusländerInnen, die ohne Wohnsitz in Kasachstan Straftaten begangen haben, ist per Gesetz verboten.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Geflüchtet aus Xinjiang</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Aqan, Álimuly und Musahanuly hatten im Oktober 2020 Asyl beantragt, nachdem sie China verlassen hatten. Vor der Beantragung ihrer Einbürgerung war ihnen der Status von Geflüchteten zuerkannt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/uigurische-region/sayragul-sauytbay-erhaelt-nuernberger-menschenrechtspreis/"><strong>Sayragul Sauytbay erhält Nürnberger Menschenrechtspreis</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall erinnert an das Schicksal der Whistleblowerin <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Sayragul_Sauytbay">Sayragul Sauytbay</a>. Nachdem sie in einem Internierungslager in Xinjiang eingesperrt worden war, floh sie aus China nach Kasachstan. Die kasachstanischen Behörden klagten sie im Juli 2018 wegen illegaler Einreise an und lehnten ihren Asylantrag ab. Im Juni 2019 erhielt sie <a href="https://thediplomat.com/2019/06/xinjiang-camp-whistle-blower-sauytbay-seeks-asylum-elsewhere/">Asyl in Schweden</a>.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Die Politik der Rückkehr in Frage gestellt</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ablehnung der drei Einbürgerungsanträge wurde angesichts Kasachstans Politik der Integration von im Ausland lebenden ethnischen KasachInnen kritisiert. <em>„Enttäuschend. Seit drei Jahrzehnten ermutigt Kasachstan Kasachen im Ausland, &#8222;nach Hause&#8220; zu kommen. Wie schmerzhaft muss es jetzt sein, sich China bei der Entscheidung zu beugen, wer kasachstanischer Staatsbürger werden kann&#8220;</em>, <a href="https://twitter.com/courtneywmh/status/1397161660134088705?ref_src=twsrc%5etfw|twcamp%5etweetembed|twterm%5e1397161660134088705|twgr%5e|twcon%5es1_&amp;ref_url=https%3A%2F%2Fnovastan.org%2Ffr%2Fkazakhstan%2Fle-kazakhstan-rejette-la-demande-de-naturalisation-de-kazakhs-originaires-du-xinjiang%2F">twitterte</a> William Courtney, ehemaliger US-Botschafter in Kasachstan.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="en" dir="ltr">Disappointing.  For three decades <a href="https://twitter.com/hashtag/Kazakhstan?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Kazakhstan</a> has encouraged ethnic <a href="https://twitter.com/hashtag/Kazakhs?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Kazakhs</a> abroad to come &quot;home.&quot;  How painful it must be now to bow to <a href="https://twitter.com/hashtag/China?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#China</a> on who can become a citizen of Kazakhstan. <a href="https://t.co/5nkd8Bdcjn">https://t.co/5nkd8Bdcjn</a></p>&mdash; William Courtney (@courtneywmh) <a href="https://twitter.com/courtneywmh/status/1397161660134088705?ref_src=twsrc%5Etfw">May 25, 2021</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich hat die kasachstanische Staatsführung <a href="https://web.archive.org/web/20110722144403/http:/www.undp.kz/library_of_publications/files/6838-29587.pdf">in den letzten Jahrzehnten</a> die Rückkehr der im Ausland lebenden KasachInnen, auch <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Oralman">Oralman</a> genannt, gefordert. Dieses Thema ist nach wie vor aktuell: <a href="https://rus.azattyq.org/a/kazaksha-from-turkmenistan-arrived-motherland/31257705.html">Radio Azattyq</a> berichtete am 17. Mai, dass 400 KasachInnen aus Turkmenistan ausgewandert seien. Die mit dem Zug angekommenen Oralman wurden am Bahnhof von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schangaösen">Jańaózen</a> im Südwesten Kasachstans von einer Menschenmenge begrüßt.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Kritik am Einfluss Chinas</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Es ist schwer, nicht Chinas Hand hinter den Entscheidungen Kasachstans zu sehen, wenn es um ethnische Kasachen geht, die aus Xinjiang geflohen sind&#8220;</em>, behauptet <a href="https://thediplomat.com/2021/05/no-home-here-ethnic-kazakhs-denied-citizenship-after-fleeing-xinjiang/">The Diplomat</a>, ein auf Asien und den Pazifikraum spezialisiertes, amerikanische Medienportal. Bisher wurden jedoch keine Beweise für Chinas Einfluss auf diese Entscheidung enthüllt.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">China ist wegen seiner repressiven Politik gegenüber muslimischen Minderheiten in Xinjiang heftiger Kritik ausgesetzt. Die Region wird hauptsächlich von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Uiguren">UigurInnen</a>, aber auch KasachInnen, KirgisInnen und anderen Minderheiten bevölkert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:</strong> <a href="https://novastan.org/de/uigurische-region/vereinte-nationen-china-empoert-sich-ueber-konferenz-zur-situation-der-uigurinnen/"><strong>Vereinte Nationen: China empört sich über Konferenz zur Situation der UigurInnen</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut <a href="https://www.amnesty.org/en/latest/news/2020/02/china-uyghurs-living-abroad-tell-of-campaign-of-intimidation/">Amnesty International</a> wurden in der gesamten Provinz Xinjiang mindestens eine Million Menschen willkürlich festgenommen. Viele ethnische KasachInnen haben in chinesischen Gefängnissen die Hölle durchlebt. Einige von ihnen lebten bereits in Kasachstan und wurden von den chinesischen Behörden festgenommen und eingesperrt, sobald sie auf chinesischen Boden zurückkehrten.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Léo Friedrich, Redakteur für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/le-kazakhstan-rejette-la-demande-de-naturalisation-de-kazakhs-originaires-du-xinjiang/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong></p>


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		<title>Kirgistan schließt seine Grenze zu Tadschikistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Léo Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 May 2021 21:49:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Flughafen]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzkonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzschließung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kirgistan hat am Flughafen der Hauptstadt Bischkek 177 tadschikischen Staatsangeh&#xF6;rigen die Einreise verweigert. Die Grenzen auf dem Landweg waren bereits am 20. Mai geschlossen worden. Die kirgisischen Beh&#xF6;rden gaben bekannt, dass sie die Schlie&#xDF;ung beibehalten werden, bis die Grenzprobleme mit dem s&#xFC;dlichen Nachbarn gel&#xF6;st sind. Die Entscheidung war f&#xFC;r die Betroffenen eine unangenehme &#xDC;berraschung. Am [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kirgistan hat am Flughafen der Hauptstadt Bischkek 177 tadschikischen Staatsangehörigen die Einreise verweigert. Die Grenzen auf dem Landweg waren bereits am 20. Mai geschlossen worden. Die kirgisischen Behörden gaben bekannt, dass sie die Schließung beibehalten werden, bis die Grenzprobleme mit dem südlichen Nachbarn gelöst sind.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung war für die Betroffenen eine unangenehme Überraschung. Am 25. Mai wurde den tadschikischen Passagieren auf einem Flug von Duschanbe nach Bischkek die Einreise nach Kirgistan verweigert. Dies berichtet <a href="https://rus.azattyk.org/a/31274082.html">Radio Azattyk</a>, der kirgisische Dienst von Radio Free Europe. Die 177 tadschikischen Staatsangehörige, die mit dem Flug der tadschikischen Gesellschaft <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Somon_Air">Somon Air</a> am <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Manas">Flughafen Manas</a> gelandet waren, wurden vier Stunden lang festgehalten, bevor ihnen die Einreise endgültig verweigert wurde. Die restlichen neun Passagiere aus anderen Ländern durften hingegen einreisen.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Radio Azattyk gaben die tadschikischen Behörden an, nicht offiziell benachrichtigt worden zu sein. Vielmehr hätte die kirgisische Luftfahrtbehörde die Flugerlaubnis erteilt. Das Flugzeug flog noch in derselben Nacht mit den 177 tadschikischen PassagierInnen an Bord wieder zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Pressedienst des tadschikischen Außenministeriums berichtete seinerseits, dass es keine Informationen aus Kirgistan erhalten habe, aus denen eine Abweisung des Fluges Duschanbe-Bischkek hervorgehen würde. <em>„Die kirgisische Seite hat uns zu diesem Thema keine offiziellen Informationen zur Verfügung gestellt“</em>, zitiert das russische Auslandsmedium <a href="https://tj.sputniknews.ru/20210526/mid-tajikistan-kommentarii-zapret-vezd-bishkek-grazhdan-1039748442.html?utm_source=yxnews&amp;utm_medium=desktop&amp;utm_referrer=https%3A%2F%2Fyandex.ru%2Fnews%2Fsearch%3Ftext%3D">Sputnik</a>.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Vollständige Schließung der kirgisisch-tadschikischen Grenze</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das kirgisische Nachrichtenportal <a href="https://kloop.kg/blog/2021/05/24/pogransluzhba-gknb-rasskazala-kakie-ogranicheniya-na-granitse-vveli-dlya-grazhdan-tadzhikistana/">Kloop</a> berichtete, hatte Kirgistan seine Landgrenze zu Tadschikistan schon am 20. Mai vorübergehend geschlossen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan</strong>: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-und-tadschikistan-verhandeln-ueber-die-demarkation-der-gemeinsamen-grenze/"><strong>Kirgistan und Tadschikistan verhandeln über die Demarkation der gemeinsamen Grenze</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einfuhr und der Transit aller Waren aus Tadschikistan wurden ebenfalls verboten. Die einzige Ausnahme betrifft tadschikische DiplomatInnen und ihre Familien sowie das Personal internationaler Organisationen oder diplomatischer Vertretungen von Drittländern.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Laufende Grenzverhandlungen</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einreiseverweigerung ist Folge einer Entscheidung von Kirgistans Premierminister <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-ulukbek-maripow-an-der-spitze-einer-reduzierten-regierung/?noredirect=de-DE">Ulukbek Maripow</a>. Dieser hatte am 23. Mai beschlossen, den Verkehr mit Tadschikistan vollständig einzustellen. Laut <a href="https://www.gov.kg/ru/post/s/20097-ministrler-kabinetinin-tragasy-ulukbek-maripov-chek-ara-maselesi-maanil-maselelerdin-biri">Angaben der Regierung</a> bleiben die Beschränkungen bestehen, bis die Grenzstreitigkeiten gelöst sind. Seit dem Waffenstillstandsabkommen, dass beide Länder am 3. Mai geschlossen hatten, laufen <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/kirgistan-und-tadschikistan-verhandeln-ueber-die-demarkation-der-gemeinsamen-grenze/">Gespräche zur Demarkation</a> von mehr als 100 Kilometern Grenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kirgistan/was-sind-die-gruende-fuer-die-toedlichen-zusammenstoesse-an-der-kirgisisch-tadschikischen-grenze/"><strong>Was sind die Gründe für die tödlichen Zusammenstöße an der kirgisisch-tadschikischen Grenze?</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grenzschließung ist somit die jüngste Folge der <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/ueber-40-tote-bei-zusammenstoessen-an-der-kirgisisch-tadschikischen-grenze/">tödlichen Zusammenstöße</a>, die sich zwischen dem 28. April und dem 3. Mai an der gemeinsamen Grenze ereignet hatten. Mehr als 50 Menschen waren bei den Auseinandersetzungen getötet worden.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Moskau als Mediator</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu dieser vorübergehenden Grenzschließung reiste Kirgistans Präsident <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/sadyr-dschaparow-der-volksfluesterer/?noredirect=de-DE">Sadyr Dschaparow</a> am 24. Mai nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sotschi">Sotschi</a>, um dort seinen russischen Amtskollegen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Wladimirowitsch_Putin">Wladimir Putin</a> zu treffen. Wie die russische Tageszeitung <a href="https://www.kommersant.ru/doc/4826619?from=four_mir">Kommersant</a> berichtete, war die Lösung des Grenzkonflikts zwischen Kirgistan und Tadschikistan eines der Hauptthemen des Treffens.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 8. Mai hatte sich Putin mit Tadschikistans Präsidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Emomalij_Rahmon">Emomali Rahmon</a> getroffen. Im Rahmen der Gespräche hatte Putin versichert, dass er die tadschikischen Streitkräfte im Hinblick auf die Situation in Afghanistan stärken wolle. Russland unterhält unter anderem eine Militärbasis in Tadschikistan.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/bilaterale-gespraeche-und-siegesparade-tadschikistans-praesident-rahmon-zu-besuch-in-moskau/"><strong>Bilaterale Gespräche und Siegesparade: Tadschikistans Präsident Rahmon zu Besuch in Moskau</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des <a href="http://en.kremlin.ru/events/president/news/65647">Treffens mit Dschaparow</a> bot Putin Russlands Hilfe bei der Lösung des kirgisisch-tadschikischen Grenzkonflikts an. Er warnte jedoch, dass Moskaus Rolle nur marginal sein könne und die Verbesserung der Situation vom guten Willen der Konfliktparteien abhänge.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Léo Friedrich, Redakteur für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/kirghizstan/le-kirghizstan-bloque-entierement-ses-frontieres-avec-le-tadjikistan/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong></p>


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		<title>Kasachstan verbietet die Verpachtung landwirtschaftlicher Flächen an AusländerInnen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Léo Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 May 2021 18:26:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sinophobie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ausl&#xE4;ndische Staatsangeh&#xF6;rige d&#xFC;rfen in Kasachstan in Zukunft landwirtschaftliche Fl&#xE4;chen weder kaufen noch pachten. Ein entsprechendes Gesetz wurden von Kasachstans Pr&#xE4;sident Toqaev unterzeichnet. Das Gesetz ist Folge einer sinophob gepr&#xE4;gten Debatte aus dem Jahr 2016. Es ist ein Gesetz mit hoher Symbolkraft. Kasachstans Pr&#xE4;sident Qasym-Jomart Toqaev hat am 13. Mai 2021 das Gesetz &#x201E;&#xDC;ber &#xC4;nderungen und [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ausländische Staatsangehörige dürfen in Kasachstan in Zukunft landwirtschaftliche Flächen weder kaufen noch pachten. Ein entsprechendes Gesetz wurden von Kasachstans Präsident Toqaev unterzeichnet. Das Gesetz ist Folge einer sinophob geprägten Debatte aus dem Jahr 2016.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist ein Gesetz mit hoher Symbolkraft. Kasachstans Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qassym-Schomart_Toqajew">Qasym-Jomart Toqaev</a> hat am 13. Mai 2021 das Gesetz „Über Änderungen und Ergänzungen bestimmter Gesetzgebungsakte der Republik Kasachstan über Landbeziehungen“ unterzeichnet, wie der <a href="https://www.akorda.kz/ru/glavoy-gosudarstva-podpisan-zakon-respubliki-kazahstan-o-vnesenii-izmeneniy-i-dopolneniy-v-nekotorye-zakonodatelnye-akty-respubliki-kazahstan-po-voprosam-zemelnyh-otnosheniy-1243146">Pressedienst des Präsidenten</a> erklärte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkret sieht das <a href="https://adilet.zan.kz/rus/docs/K030000442_#z28">Gesetz</a> vor, dass in Bezug auf landwirtschaftliche Flächen auslaufende Pachtverträge mit ausländischen Staatsangehörigen nicht verlängert werden können. Das Gleiche gilt für kasachische Unternehmen mit ausländischer Beteiligung. Wie das kasachische Nachrichtenportal <a href="https://www.inform.kz/ru/glava-gosudarstva-podpisal-popravki-v-zakonodatel-stvo-rk-po-voprosam-zemel-nyh-otnosheniy_a3787234">Kazinform</a> berichtet, behalten laufende Pachtverträge bis zu deren festgeschriebenen Auslaufen ihre Gültigkeit. </p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>74.000 Hektar betroffen</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das kasachische Nachrichtenportal <a href="https://baigenews.kz/news/zapret_na_prodazhu_zemli_inostrantsam-_parlament_odobril_zakonoproekt/">BaigeNews</a> berichtete, stimmten die Mitglieder des kasachischen Parlaments dem Gesetzentwurf am 5. Mai in zweiter Lesung zu, nachdem der Senat noch Änderungen eingebracht hatte. Während einige Abgeordnete Waldflächen aus dem Gesetz hatten ausschließen wollen, nahmen die SenatorInnen alle in Zusammenhang mit der Landwirtschaft stehende Sektoren in das Gesetz auf. Gemäß dem <a href="https://adilet.zan.kz/rus/docs/K030000442_#z24">Landgesetz</a> der Republik Kasachstan unterliegen landwirtschaftliche Flächen denselben Regelungen wie das Grenzland, dessen Verkauf oder Verpachtung an ausländische Staatsangehörige verboten ist.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kasachstan betrug der Anteil des Agrarsektors am Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2018 4,4 Prozent. Rund 15 Prozent der Erwerbsbevölkerung waren nach <a href="https://www.oecd-ilibrary.org/sites/d3c7bdcf-en/index.html?itemId=/content/component/d3c7bdcf-en">Angaben der OECD</a> in der Landwirtschaft beschäftigt. AusländerInnen pachten derzeit 74.400 Hektar kasachisches Land, erklärte Landwirtschaftsminister <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Saparhan_Omarov">Saparhan Omarov</a> laut Angaben des Nachrichtenportals <a href="https://kaztag.kz/ru/news/bolee-74-tys-ga-kazakhstanskoy-zemli-okazalis-v-arende-u-inostrantsev">KazTAG</a>.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Angst vor chinesischen InvestorInnen</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gesetzesvorhaben war von Protesten begleitet worden. So berichtete <a href="https://kaztag.kz/ru/news/les-mogut-sazhat-i-kazakhi-zemelnyy-miting-nachalsya-v-almaty-v-nur-sultane-zaderzhaniya-foto">KazTAG</a>, dass am 24. April DemonstrantInnen mit Slogans wie <em>„Verkauft nicht Kasachstans Land&#8220;</em>, <em>„Die Übertragung von Land nach China ist nationaler Verrat&#8220;</em> oder &#8222;<em>Jeder Quadratzentimeter Heimatland ist teuer&#8220;</em> auf sich aufmerksam machten. Dabei griffen sie auch ein kasachisches Sprichwort auf, wonach <em>„die Erde Mutter ist und man seine Mutter nicht vermietet“</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich trägt das Gesetz Zeichen eines tiefen Misstrauens gegenüber China und seinem Appetit auf Agrarfläche. Im November 2015 verabschiedete der damalige Präsident Kasachstans <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nursultan_Nasarbajew">Nursultan Nazarbaev</a> ein Gesetz, das die Verpachtung landwirtschaftlicher Flächen für 25 Jahre erlaubt. Das Gesetz sah außerdem einen Verkauf von 1,7 Millionen Hektar im Sommer 2016 vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan:</strong> <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/wohin-fuhrt-die-antichinesische-hysterie-in-kasachstan/"><strong>Wohin führt die antichinesische Hysterie in Kasachstan?</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur allgemeinen Überraschung löste dieses Gesetz starke Gegenreaktion aus. Zwischen 1.000 und 2.000 Menschen nahmen laut dem russischsprachigen Dienst der <a href="https://www.bbc.com/russian/international/2016/04/160429_kazakhstan_land_rent_protests">BBC</a> im April 2016 an Protesten teil. Die Demonstrierenden befürchteten, dass das Land an Chinesen verkauft werden würde und dass diese es niemals zurückgeben würden.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Eine gesellschaftliche Kluft</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Damals gab es eine Kluft zwischen jungen Geschäftsleuten, die Pachtverträge mit AusländerInnen befürworteten, um Investitionen anzuziehen, und älteren Beamten, die sich dagegen aussprachen oder dies unter strengen Bedingungen erlauben wollten. Viele Beamte befürchteten, dass ausländische InvestorInnen, insbesondere aus China, Kasachstans Landressourcen erschöpfen und gleichzeitig wenig Wert für die Gemeinschaft schaffen würden. Diese Debatte wurde in den letzten Monaten von den Demonstrierenden aufgegriffen.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts der Unzufriedenheit in der Bevölkerung <a href="https://thediplomat.com/2016/06/kazakhstans-land-reforms/">führte Nazarbaev ein Moratorium ein</a>, welches aber zum 31. Dezember 2021 ausläuft. Dies dürfte auch Präsident Toqaev dazu veranlasst haben, die Gesetzesänderung vorzunehmen.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Léo Friedrich, Redakteur für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/kazakhstan-la-vente-et-la-location-de-terres-agricoles-a-des-etrangers-interdites/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong></p>


<p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p>
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		<title>Covid-19: Kasachstan bringt seinen eigenen Impfstoff auf den Markt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Léo Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Apr 2021 05:35:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
		<category><![CDATA[Covid-19]]></category>
		<category><![CDATA[Impfstoff]]></category>
		<category><![CDATA[QazVac]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kasachstan hat am 26. April seine Impfkampagne mit dem eigenen Impfstoff QazVac gestartet. QazVac ist ein Symbol f&#xFC;r das wissenschaftliche Potenzial Kasachstans und sollte letztendlich zu einer deutlichen Zunahme der Impfungen im Land f&#xFC;hren. Es ist eine Premiere f&#xFC;r Zentralasien. Wie das Nachrichtenportal Kazinform berichtete, hat Kasachstans Gesundheitsminister Alekse&#x131; Tso&#x131; am 26. April die erste [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kasachstan hat am 26. April seine Impfkampagne mit dem eigenen Impfstoff QazVac gestartet. QazVac ist ein Symbol für das wissenschaftliche Potenzial Kasachstans und sollte letztendlich zu einer deutlichen Zunahme der Impfungen im Land führen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist eine Premiere für Zentralasien. Wie das Nachrichtenportal <a href="https://www.kazinform.kz/ru/aleksey-coy-privilsya-kazahstanskoy-vakcinoy-ot-koronavirusa_a3780790">Kazinform</a> berichtete, hat Kasachstans Gesundheitsminister Alekseı Tsoı am 26. April die erste Injektion mit dem Impfstoff QazVac (QazCovid-in) erhalten. Der Impfstoff gegen das Coronavirus wurde in Kasachstan hergestellt und entwickelt, wie die Behörden des Landes immer wieder in Erinnerung rufen.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Novastan ist das einzige deutschsprachige Nachrichtenmagazin über Zentralasien. Wir arbeiten auf Vereinsgrundlage und <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/werde-unser-mitglied-werde-novastan/"><strong>Dank eurer Teilnahme</strong></a>. Wir sind <a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/unser-projekt/">unabhängig</a> und wollen es bleiben, dafür brauchen wir euch! Durch jede noch so kleine <strong><a href="https://novastan.org/de/novastan-ev/spenden/">Spende</a></strong> helft ihr uns, weiter ein realitätsnahes Bild von Zentralasien zu vermitteln.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn der QazVac-Impfkampagne stehen 50.000 Dosen bereit. Genug, um 25.000 Menschen mit mit je zwei Dosen im Abstand von 21 Tagen zu impfen. Kasachstans Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qassym-Schomart_Toqajew">Qasym-Jomart Toqaev</a> hatte im Oktober 2020 <a href="https://www.kazpravda.kz/en/news/president/tokayev-was-briefed-on-kazakhstans-coronavirus-vaccine-development">den Willen bekundet</a>, einen kasachstanischen Impfstoff zu entwickeln. In Kombination mit der im Januar vorgestellten <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/corona-app-kasachstan-testet-farbsystem-geschafte/?noredirect=de-DE">Corona-App Ashyq</a> soll so eine schrittweise Wiederaufnahme der Wirtschaftstätigkeit in Gebieten ermöglicht werden, die stark von der Pandemie betroffen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine Ergänzung zu russischen und chinesischen Impfstoffen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">QazVac wird die bereits bestehende Impfkampagne mit dem russischen Impfstoff Sputnik V ergänzen, von dem 1 Million Dosen zur Verfügung stehen sollen. Wie das kasachstanische Nachrichtenportal <a href="https://tengrinews.kz/kazakhstan_news/kitay-otpravit-kazahstan-3-milliona-doz-vaktsin-koronavirusa-432774/">Tengrinews</a> berichtete, hat Kasachstan darüber hinaus am 26. März drei Millionen Dosen des chinesischen Impfstoffs Sinovac bestellt. Zuvor hatte sich das Land gegen die Zulassung von Sinovac auf seinem Staatsgebiet ausgesprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/corona-app-kasachstan-testet-farbsystem-geschafte/"><strong>Corona-App: Kasachstan testet Farbsystem für Geschäfte und BürgerInnen</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem stellvertretenden Premierminister <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Eraly_Togjanov">Eraly Toģjanov</a> sollen 50.000 zusätzliche Dosen QazVac im Mai geliefert werden. Die Produktion soll schrittweise auf 500.000 bis 600.000 Dosen pro Monat ansteigen, heißt es in der offiziellen <a href="https://primeminister.kz/ru/news/otgruzhena-pervaya-partiya-kazahstanskoy-vakciny-qazvac-qazcovid-in-protiv-covid-19-223269">Mitteilung</a>. Die Produktion des Impfstoffs erfolgt in einer biopharmazeutischen Anlage im <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Korday_District">Bezirk Qordai</a>, die somit die bereits in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qaraghandy">Qaraģandy</a> <a href="https://primeminister.kz/en/news/v-kazahstane-nachato-proizvodstvo-vakciny-sputnik-v-21114248">etablierte</a> Produktion von Sputnik V ergänzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kasachstan im Kreis der Impfstoffhersteller</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dank QazVac trete Kasachstan in den engen Kreis von Ländern, die einen Impfstoff gegen Covid-19 entwickelt haben, teilte Kasachstans <a href="https://www.akorda.kz/en/president-kassym-jomart-tokayev-receives-prime-minister-askar-mamin-and-health-minister-alexey-tsoi-2332356">Präsidialverwaltung</a> mit. Das Land schließt sich somit Ländern wie den Vereinigten Staaten, China, Russland, dem Vereinigten Königreich, Kuba und Indien an. QazVac wurde vom Kasachstanischen Institut für biologische Sicherheitsforschung entwickelt und von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammen mit anderen derzeit auf dem Markt befindlichen Impfstoffen <a href="https://www.who.int/publications/m/item/draft-landscape-of-covid-19-candidate-vaccines">zugelassen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kúnsulý Zakarya, Direktorin des hinter dem Impfstoff stehenden Forschungsinstituts, sagte gegenüber <a href="https://www.inform.kz/ru/preimuschestva-i-osobennosti-kazahstanskoy-vakciny-nazvala-kunsulu-zakar-ya_a3776268">Kazinform</a>, der Impfstoff sei zuverlässig und wirksam gegen die verschiedenen Mutationen des Covid-19-Virus. Er funktioniere nach dem Modell der Messenger-RNA wie die Impfstoffe von Pfizer oder Moderna und habe seine hohe immunologische Wirkung nachgewiesen. QazVac könne in Kühlschränken zwischen 2 und 8°C gelagert werden, was den Transport erheblich erleichtere.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Thema von strategischer Bedeutung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Massenproduktion auf kasachstanischem Gebiet wird voraussichtlich erst Ende des Jahres anlaufen können. Dementsprechend sucht die Regierung Partner für die Produktion von QazVac. So berichtet das kasachstanische Nachrichtenportal <a href="https://kapital.kz/gosudarstvo/94769/vaktsinu-qazvac-budut-razlivat-v-turtsii.html">Kapital</a> bereits am 9. April, dass für die Abfüllung des Impfstoffs eine Zusammenarbeit mit der Türkei bestehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Annäherung erfolgt, nachdem Kasachstans Außenminister Muhtar Tleýberdi am 17. März auf <a href="https://astanatimes.com/2021/03/kazakhstan-turkey-reaffirm-strategic-partnership-as-kazakh-fm-visits-ankara-meets-erdogan/">offiziellem Besuch in Ankara</a> war. Themen der Gespräche waren neben dem Militär- und Verteidigungssektor auch Bereiche wie Wirtschaft, Kultur und Medizin. Kasachstan könnte somit türkische Produktionsstätten nutzen, um die Zahl von 500.000 Impfstoffdosen pro Monat zu erreichen.</p>


<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Türkei, die hauptsächlich Sinovac und den deutschen Impfstoff von BioNTech verwendet, könnte ihre Impfstoffversorgung diversifizieren und weniger abhängig von Ländern wie China werden. Gleichzeitig würde sie neue Allianzen bilden und aus ihrer diplomatischen Isolation ausbrechen, indem sie ihre Beziehungen zu Kasachstan stärkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lest auch auf Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/kasachstan/coronavirus-in-zentralasien-eine-chance-fuer-china/"><strong>Coronavirus in Zentralasien: Eine Chance für China?</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieser Premiere in Zentralasien hat Kasachstan aber bislang keine Bereitschaft bekundet, seinen Impfstoff in die Nachbarländer der Region zu exportieren. Wie das kasachstanische Nachrichtenportal <a href="https://zonakz.net/2021/04/23/tokaev-poruchil-pravitelstvu-obespechit-dostupnost-qazvac-dlya-kazaxstancev/">Zona.kz</a> berichtet, habe die Regierung vielmehr erklärt, dass die Impfung der eigenen Bevölkerung weiterhin Priorität habe.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Léo Friedrich, Redakteur für Novastan</strong></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><strong>Aus dem </strong><a href="https://novastan.org/fr/kazakhstan/covid-19-le-kazakhstan-lance-son-propre-vaccin/"><strong>Französischen</strong></a><strong> von Robin Roth</strong></p>


<p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p>
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