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	<title>Florian Tack, Author at Novastan Deutsch</title>
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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
	<lastBuildDate>Sun, 20 Dec 2020 14:24:04 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Florian Tack, Author at Novastan Deutsch</title>
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		<title>Neuer Hypermarkt: Welche Rolle spielt &#8222;Carrefour&#8220; in Usbekistan?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Tack]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Nov 2019 14:18:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[ausländische Investitionen]]></category>
		<category><![CDATA[Investitionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Carrefour k&#xFC;ndigt an, in den n&#xE4;chsten zwei Jahren in Taschkent mehrere Superm&#xE4;rkte er&#xF6;ffnen zu wollen. Wie sieht der Einzelhandelsmarkt in Usbekistan aus und was bringt den Landwirten der Eintritt von Carrefour in den usbekischen Markt? Wir &#xFC;bersetzen diesen Artikel in gek&#xFC;rzter Form mit freundlicher Genehmigung von &#x201E;Fergana News&#x201C;. Ende Oktober 2019 wurde bekannt, dass die [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Carrefour kündigt an, in den nächsten zwei Jahren in Taschkent mehrere Supermärkte</strong> <strong>eröffnen zu wollen. Wie sieht der Einzelhandelsmarkt in Usbekistan aus und was bringt den Landwirten der Eintritt von Carrefour in den usbekischen Markt? Wir übersetzen </strong><a href="https://fergana.news/articles/112182/"><strong>diesen Artikel</strong></a><strong> in gekürzter Form mit freundlicher Genehmigung von „</strong><a href="https://fergana.news/"><strong>Fergana News</strong></a><strong>“.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Ende Oktober 2019 wurde <a href="https://fergana.media/news/112033/">bekannt</a>, dass die französische Supermarktkette Carrefour, das weltweit größte Einzelhandelsunternehmen nach Walmart, in den usbekischen Markt eintreten und dort Supermärkte eröffnen will. In den kommenden zwei Jahren sollen in Taschkent insgesamt sieben Geschäfte mit einer Gesamtfläche von 17.400 Quadratmeter entstehen.</p>
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<p style="text-align: justify">Die Geschäfte wird <a href="https://www.majidalfuttaim.com/en">Majid Al Futtaim</a> leiten, eine Holding aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, die über das Exklusivrecht verfügt, Carrefour-Supermärkte in verschiedenen Ländern des Nahen Ostens, Afrikas und Asiens zu eröffnen – darunter auch in Usbekistan. Man wolle die usbekische Wirtschaftsentwicklung unterstützen und werde deshalb mit mehr als 600 lokalen Lieferanten zusammenarbeiten, hieß es aus der Holding. Außerdem würden durch die neuen Geschäfte fast 2.500 Arbeitsplätze entstehen. Dass Carrefour als einer der größten Einzelhändler der Welt in den usbekischen Markt eintreten will, ist eine echte Sensation, zumal es der erste ausländische Anbieter in Usbekistan wäre.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Kleiner Markt mit großen Möglichkeiten</strong></p>
<p style="text-align: justify">Obwohl Usbekistan auf eine lange Handelstradition zurückblicken kann, steht der Lebensmitteleinzelhandel erst am Anfang seiner Entwicklung. Momentan gibt es nur zwei große Supermarktketten im Land: Korsinka und Makro. Schwächer als in Usbekistan ist der Einzelhandel vermutlich nur noch in Tadschikistan entwickelt, wobei es selbst dort schon seit einigen Jahren einen Supermarkt der französischen Kette Auchan gibt.</p>
<p style="text-align: justify">Marktführer in Usbekistan ist die Kette Makro. Obwohl die Firma erst 2010 gegründet wurde, 14 Jahre später als Korsinka, verfügt sie bereits über 53 Geschäfte und liegt damit vor dem Konkurrenten mit 50 Geschäften. Außerdem ist Makro mit 22 Filialen außerhalb von Taschkent stärker in den Regionen vertreten. Ihre Finanzberichte halten beide Firmen unter Verschluss, aber es kann davon ausgegangen werden, dass  die Firmen jeweils über 100 Milliarden usbekische Sum (ca. 9,6 Millionen Euro) Gewinn machen, denn beide sind von den Steuerbehörden als große Steuerzahler gelistet, und eine Voraussetzung für die Aufnahme in diese Liste ist ein jährlicher Gewinn von mindestens 100 Milliarden Sum.</p>
<p style="text-align: justify">Allerdings ist ihr Anteil am gesamten Markt selbst dann, wenn man die Marktanteile beider Firmen addiert, eher gering. Nach Einschätzung von Korsinka gibt es im Land insgesamt mehr als 20.000 Lebensmittelgeschäfte. Gerade dies macht Usbekistan sehr attraktiv für ausländische Investoren. <em>„Für Einzelhandelsketten sind drei Faktoren entscheidend: die Zahl der Konsumenten, die Höhe der Umsätze und die Marktkonkurrenz. Die Umsätze sind in Usbekistan zwar noch nicht so hoch, aber sie steigen kontinuierlich. Um die beiden anderen Faktoren ist es bestens bestellt: Es gibt eine große Bevölkerung und praktisch keine Konkurrenz“</em>, erklärt Andrej Jarmak, Ökonom bei der <a href="http://www.fao.org/europe/central-asia/en/">Food and Agriculture Organization der UNO</a>, im Gespräch mit „Fergana“.</p>
<p><strong>Lest auch auf Novastan:</strong> <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-und-usbekistan-die-konkurrenz-um-auslaendische-investitionen-waechst/">Kasachstan und Usbekistan: Die Konkurrenz um ausländische Investitionen wächst</a></p>
<p style="text-align: justify">Majid Al Futtaim begründet sein Interesse am usbekischen Markt unter anderem mit einer beeindruckenden Prognose: Die Holding ist davon überzeugt, dass der Umsatz im Lebensmittelmarkt allein in Taschkent bis 2023 auf bis zu 5 Milliarden US-Dollar (ca. 4,5 Milliarden Euro) steigen könnte. Im Jahr 2018 betrug das Volumen des Lebensmittelmarktes im gesamten Land laut Statistikbehörde gerade einmal <a href="http://web.stat.uz/open_data/ru/8.6%20Main%20indicators%20of%20retail%20trade_rus.pdf">6,7 Milliarden US-Dollar</a> (ca. 6 Milliarden Euro).</p>
<p style="text-align: justify"><em>„Der usbekische Markt ist noch jung und bietet die Möglichkeiten, die in den Nachbarländern bereits vor 20 Jahren zu finden waren. Hier gibt es alles, was für die Entwicklung des Einzelhandels wichtig ist: eine hohe Bevölkerungszahl und -dichte. Das Einzige, was die Entwicklung behindern könnte, wären die relativ niedrige Kaufkraft und etwaige besondere bürokratische Regelungen vonseiten der Behörden. Wenn diese Hindernisse überwunden sind, wird sich der Einzelhandel entwickeln“</em>, so Jewgeni Dolbilin, Partner der Consulting-Firma <a href="https://shre.kz/">Scot Holland | CBRE</a> in Kasachstan und Zentralasien.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Sprungbrett für den Export</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Nachricht über den Einstieg von Carrefour in den usbekischen Markt ruft bei den lokalen Einzelhändlern indes keine Panik hervor. Der Gründer von Korsinka, Safar Chaschimow, ist davon überzeugt, dass der Markteintritt einer ausländischen Kette die Entwicklung des Einzelhandels voranbringt . <em>„Für den Markt bedeutet das neue Formate und Kanäle für den Verkauf sowie die Weiterentwicklung von Waren. Für die Konsumenten bedeutet das: mehr Auswahl und Abwechslung. Von dem, was jetzt passiert, profitieren alle Marktteilnehmer“</em>, so Chaschimow.</p>
<p style="background-color: #d4d4d4;"><span style="color: #000000;">Lust auf Zentralasien in eurer Mailbox? Abonniert unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://2ff41361.sibforms.com/serve/MUIFAD3kOVgHRZMEzVL0tQuvV__Lm5slYuTqY-DEgdyDpH9WazOpCwYD2CLbIZdPKxyD_Mnaw2SKMY78StG6vCfPNIE1HcIumNXgnjsKyqsb8MuZ5Ng1jN3cNsBhf4SSp2VDJAgy_38b6jiUL7aU6Y-RaIAVhUpNqW1tNwmWOB-8YcNp9LBWEk57rUlkszlx_tQ8qxYED63Sz6UU">mit einem Klick.</a></span></strong></span></p>
<p style="text-align: justify">Ökonom Jarmak sieht das ähnlich. Seiner Meinung nach hilft der Eintritt eines internationalen Unternehmens in den lokalen Markt Usbekistan dabei, seine Position auf dem internationalen Markt für Gemüse und Obst zu stärken. Um den hohen internationalen Standards der Ketten zu entsprechen, werden usbekische Bauern viele Aspekte ihrer Produktion weiterentwickeln müssen: Anbaumethoden, Pflanzenschutz, allgemeine Hygienebedingungen in den Produktionsstätten oder auch die Pflück-, Lager- und Verpackungsmethoden.</p>
<p style="text-align: justify">Außerdem geht er davon aus, dass <em>„die Ketten ständig ihre Anforderungen hochschrauben und die Bauern gezwungen sein werden, diesen zu entsprechen, denn der Einfluss der Ketten wird steigen. Sie werden die größten Einkäufer auf dem Markt sein und es wird eine große Schlange von Lieferanten geben, die ihnen ihre Waren verkaufen wollen“</em>.</p>
<p style="text-align: justify">Die Erfahrung in Osteuropa zeigt, dass mit dem Aufkommen großer Ketten lokale Landwirte den Export von Obst und Gemüse steigern. So exportierte Polen etwa 1990 gerade einmal 38,5 Tonnen Äpfel, im Jahr 2017 waren es schon mehr als eine Million. Dies lag zu einem großen Teil an den Supermarktketten, deren hohe Qualitätsstandards Landwirte dazu motivierten, ihre Produktions- und Lagerungsbedingungen auszubauen.</p>
<p style="text-align: justify">Carrefour wird es nicht besonders schwer haben, sich auf dem usbekischen Markt zu etablieren. Das Unternehmen verfügt über große Erfahrung auf dem internationalen Markt und vor Ort werden Franchise-Läden mit großzügiger finanzieller Ausstattung das Projekt vorantreiben. Auch die Warenauswahl wird sich im Vergleich zu den beiden lokalen Supermarktketten sehen lassen können: Majid Al Futtaim verspricht, den Kunden bis zu 40.000 verschiedene Waren anzubieten. Dagegen hatte Konkurrent Korsinka 2018 lediglich etwa 12.000 Waren im Sortiment.</p>
<p style="text-align: justify">Die Konkurrenz um die usbekischen Kunden muss laut Chaschimow nicht zwangsläufig aggressiv ausfallen. <em>„Dafür, dass der Markt über 30 Millionen potenzielle Kunden umfasst, haben Supermarktketten den modernen Einzelhandel noch wenig für sich erschlossen. Urteilen Sie selbst: Nach unseren Berechnungen beträgt der gesamte Anteil des modernen Einzelhandels, und wir reden hier nur über Taschkent, bezogen auf den Bruttokonsum von Lebensmitteln und Bedarfsgütern nicht einmal 9 Prozent. Auf das ganze Land bezogen ist der Anteil noch niedriger. In Kasachstan beträgt der Anteil über 45 Prozent, in Europa und den USA fast 90 Prozent. Unser Markt hat noch ein großes Wachstumspotenzial, und bis wir von echter Konkurrenz sprechen können, ist es noch ein langer Weg“</em>, so der Gründer von Korsinka.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Carrefour versucht es schon zum zweiten Mal in Zentralasien</strong></p>
<p style="text-align: justify">Bereits 2015 unternahm Carrefour den Versuch, in den zentralasiatischen Markt einzusteigen, scheiterte dabei allerdings kläglich. Damals erklärte Majid Al Futtaim, man wolle in Kasachstan neun Geschäfte eröffnen, und 2016 wurde der erste Markt in Almaty eröffnet. Nur ein Jahr später wurde er jedoch schon wieder geschlossen und Carrefour zog sich in der Folge vom kasachischen Markt zurück. Bei Majid Al Futtaim wurde der rasche Rückzug mit der Entwertung des kasachischen Tenge und der harten Konkurrenz erklärt, allerdings führten lokale Experten andere Gründe an. So habe man bei Carrefour das Sortiment falsch ausgerichtet: Die Hälfte des Sortiments umfasste Non-Food-Waren, Kasachstaner betrachteten Supermärkte jedoch in erster Linie als Lebensmittelläden und kauften dort kein Non-Food. Darüber hinaus wurden ungünstige Standorte, das Fehlen einer guten Auswahl an Eigenmarken und das Nichtberücksichtigen lokaler Besonderheiten als weitere Gründe für den Rückzug genannt.</p>
<p style="text-align: justify">Inwieweit Majid al Futtaim aus seinen Fehlern gelernt hat, wird nicht nur für die Firma selbst von Bedeutung sein, sondern auch für den gesamten usbekischen Einzelhandelsmarkt. <em>„Ich denke, dass viele Einzelhändler und Investoren die aktuelle Situation aufmerksam beobachten. Wenn Carrefour erfolgreich ist, dann werden definitiv auch andere Firmen hinzukommen. Wenn dieser zweite Versuch allerdings ein ähnliches Fiasko wird wie zuvor in Kasachstan, dann werden die Zweifler sich ihrer Haltung bestätigt sehen, dass die richtige Zeit noch nicht gekommen ist“</em>, meint Jewgeni Dolbilin.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Jegor Petrow für <a href="https://fergana.news/">Fergana News</a></strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Florian Tack</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei </span><a href="https://twitter.com/novastan_de"><span style="font-weight: 400;">Twitter</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/"><span style="font-weight: 400;">Facebook</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://telegram.me/novastan"><span style="font-weight: 400;">Telegram</span></a><span style="font-weight: 400;">, </span><a href="https://www.linkedin.com/company/novastan/"><span style="font-weight: 400;">Linkedin</span></a><span style="font-weight: 400;"> oder </span><a href="https://www.instagram.com/novastanorg/"><span style="font-weight: 400;">Instagram</span></a><span style="font-weight: 400;">. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem </span><a href="http://eepurl.com/O0Qub"><span style="font-weight: 400;">wöchentlichen Newsletter anmelden</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p>
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		<title>Verletzt China die Rechte turkstämmiger Muslime?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Tack]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Oct 2018 07:38:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uigurische Region]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Human Right Watch]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechtsverletzung]]></category>
		<category><![CDATA[Uiguren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Laut dem neuesten Bericht von Human Rights Watch f&#xFC;hrt die chinesische Regierung eine systematische Kampagne gegen turksprachige Muslime in der Autonomen Region Xinjiang im Nordwesten des Landes durch. Der folgende Artikel erschien im Original bei Fergananews. Wir &#xFC;bersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. Menschenrechtlern sei es gelungen, neue Beweise f&#xFC;r massenhafte willk&#xFC;rliche Festnahmen, Folter [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Laut dem neuesten Bericht von Human Rights Watch führt die chinesische Regierung eine systematische Kampagne gegen turksprachige Muslime in der Autonomen Region Xinjiang im Nordwesten des Landes durch. Der folgende Artikel erschien im Original bei <a href="http://www.fergananews.com/news/32602">Fergananews</a>. Wir übersetzen ihn mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Menschenrechtlern sei es gelungen, neue Beweise für massenhafte willkürliche Festnahmen, Folter und Gewaltanwendung gegenüber turkstämmigen Muslimen, in erster Linie Uiguren und Kasachen, zu sammeln. Außerdem lägen detaillierte Informationen über die syste­matische und weiter zunehmende staatliche Überwachung der muslimischen Minderheit vor. Dieser Missbrauch staatlicher Maßnahmen verletze grundlegende Rechte wie die Meinungs- und Religionsfreiheit sowie das Recht auf Privatsphäre, körperliche Unversehrtheit und die Gleichbehandlung vor dem Gesetz.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Politische Umerziehungslager für muslimische Minderheit</strong></p>
<p style="text-align: justify">In dem Bericht heißt es weiter, dass die turkstämmige muslimische Bevölkerung zwangs­weise in politisch-ideologische Umerziehungslager verbracht werde, deren Existenz nicht durch chinesische Gesetze geregelt sei. So würden Vertreter der muslimischen Minderheit ohne Verfahren und Gerichtsurteil dorthin eingewiesen, ein Anwalt werde ihnen ebenso versagt wie Kontakt zur eigenen Familie. Gründe für eine Zwangsinternierung seien etwa „Verbindungen zum Ausland“, die Verwendung ausländischer Messangerdienste wie etwa Whatsapp oder öffentliche Äußerungen zu nationaler Zugehörigkeit oder religiösen Ansichten.</p>
<p style="text-align: justify">Nach Einschätzungen der Menschenrechtsaktivisten sind etwa eine Million Menschen in solchen Lagern interniert. Ausländische Medien, Vertreter von NGOs oder der UNO bekämen keinen Zugang zu diesen Lagern, so Human Rights Watch. Die Muslime würden dort gezwungen, Chinesisch zu lernen, der kommunistischen Partei zu huldigen und speziell für Muslime erstellte Regeln zu lernen. Weiter seien die Muslime Kollektivstrafen, der Einschränkung der Bewegungs-, Religions- und Kommunikationsfreiheit sowie einer totalen staatlichen Kontrolle ausgesetzt.</p>
<p style="text-align: justify">Sophie Richardson, China Director of Human Rights Watch, fasst die Situation folgendermaßen zusammen: „<em>Die chinesische Regierung verletzt die Menschenrechte in der Provinz Xinjiang in einer Weise, wie wir es seit Jahrzehnten in diesem Land nicht mehr erlebt haben. Die repressiven Maßnahmen in Xinjiang sind ein echter Prüfstein für die UNO und deren Regierungen, und zwar in der Frage, ob die UNO Sanktionen gegen das immer mächtiger werdende China verhängen wird, um diese Menschenrechtsverletzungen zu beenden</em>.“</p>
<p style="text-align: justify">In den vergangenen drei Jahren hatten sich die Berichte über zunehmende Repressionen gegenüber Uiguren und Kasachen gehäuft. Die chinesischen Behörden rechtfertigen diese Politik damit, dass einige Vertreter dieser ethnischen Minderheiten an bewaffneten Konflikten in Afghanistan, Pakistan und Syrien auf der Seite von terroristischen Organisationen teilnähmen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Die Reaktion der deutschen Asylpolitik</strong></p>
<p style="text-align: justify">Auch das <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/chinasicherheit/200466">Auswärtige Amt in Berlin</a> schreibt von vermehrten Verhaftungen und Passentzug von Personen uigurischer Abstammung in Xinjiang. Wie <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/deutschland-stoppt-offenbar-abschiebungen-von-uiguren-nach-china-a-1224487.html">Spiegel</a> berichtete, hat das deutsche Innenministerium deshalb beschlossen, Angehörige der muslimischen Minderheit vorerst nicht mehr nach China abzuschieben.</p>
<p style="text-align: right"><a href="http://www.fergananews.com/"><strong>Fergananews</strong></a><br />
<strong> Aus dem Russischen von Florian Tack</strong></p>
<p style="text-align: justify">Noch mehr Zentralasien findet Ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in Eurer Mailbox könnt ihr Euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</p>
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		<title>Kasachstan: Was kostet die Finanzierung der Staatsmedien?</title>
		<link>https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-was-kostet-die-finanzierung-der-staatsmedien/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Tack]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jul 2018 10:06:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Haushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsmedien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Juni wurde in Kasachstan der Tag des Mitarbeiters in der Kommunikations- und Informationsbranche begangen. Dies hat Forbes Kasachstan zum Anlass genommen, zu zeigen, wie viel Steuergeld die Regierung j&#xE4;hrlich zur Umsetzung ihrer Informationspolitik und Unterst&#xFC;tzung ausgew&#xE4;hlter Massenmedien ausgibt. Im Zeitalter der Informationstechnologien und speziell des Internets, &#xFC;ber das praktisch jeder Einwohner in Kasachstan verf&#xFC;gt, [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Im Juni wurde in Kasachstan der Tag des Mitarbeiters in der Kommunikations- und Informationsbranche begangen. Dies hat </strong><a href="https://forbes.kz/massmedia/plata_za_slovo_1530720257/"><strong>Forbes Kasachstan</strong></a><strong> zum Anlass genommen, zu zeigen, wie viel Steuergeld die Regierung jährlich zur Umsetzung ihrer Informationspolitik und Unterstützung ausgewählter Massenmedien ausgibt. </strong></p>
<p style="text-align: justify">Im Zeitalter der Informationstechnologien und speziell des Internets, über das praktisch jeder Einwohner in Kasachstan verfügt, wird es für die Regierung immer schwieriger, das Informations­monopol aufrechtzuerhalten. Trotzdem werden nach wie vor große Anstrengungen unternommen, um unerwünschte Inhalte zu blockieren und die technischen und rechtlichen Möglichkeiten derjenigen, die sie in Umlauf bringen, zu limitieren. Gleichzeitig unterstützt die Regierung finanziell loyale Medien und die Veröffentlichung von „korrekten“ Inhalten.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/rechte-sind-wichtiger-als-brot/">„Rechte sind wichtiger als Brot“ – die Journalistin Irina Mednikowa im Gespräch</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Dafür wurde etwa im Jahr 2017 so viel Steuergeld wie nie zuvor ausgegeben: 44 Mrd. Tenge (ca. 110 Mio. Euro). Das sind über fünf Prozent mehr als 2016. Zum Vergleich: Die Höhe der Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag in Deutschland beträgt etwa <a href="https://www.zeit.de/kultur/film/2018-02/rundfunkbeitrag-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-kef-geld-ueberschuss">8 Mrd. Euro</a> jährlich.</p>
<figure id="attachment_14509" aria-describedby="caption-attachment-14509" style="width: 786px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-14509" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/07/Grafik-Staatsmedien-Kasachstan.jpg" alt="Grafik Staatsmedien Ausgaben Kasachstan" width="786" height="683" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/07/Grafik-Staatsmedien-Kasachstan.jpg 786w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/07/Grafik-Staatsmedien-Kasachstan-300x261.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/07/Grafik-Staatsmedien-Kasachstan-768x667.jpg 768w" sizes="(max-width: 786px) 100vw, 786px" /><figcaption id="caption-attachment-14509" class="wp-caption-text">Die Entwicklung der Ausgaben für Staatsmedien in Kasachstan</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">Im Verhältnis zum gesamten Staatshaushalt betragen diese Ausgaben jedoch „nur“ 0,44 Prozent, während dieser Anteil in den Jahren 2008 und 2015 mit 0,63 Prozent am höchsten war. Insgesamt sind die Ausgaben für Staatsmedien zwischen 2008 und 2017 um etwa 150 Prozent gestiegen, während der Staatshaushalt im gleichen Zeitraum um ca. 300 Prozent wuchs.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Unzugängliche Daten</strong></p>
<p style="text-align: justify">Bereits im Juni 2015 hatte die kasachstanische NGO „<a href="http://lmc.kz/en/">Prawowoj Mediazentr</a>“ erste Zahlen zur Verteilung der Steuergelder an die verschiedenen Massenmedien veröffentlicht. Die größten Zahlungsempfänger waren demnach staatliche Zeitungen und Fernsehsender. Die NGO, die schon seit 2003 im Bereich Massenmedien und rechtlicher Schutz von Journalisten aktiv ist, wollte die Arbeit fortsetzen und die Zahlen zur steuerlichen Finanzierung des Mediensektors weiter systematisieren.</p>
<p style="text-align: justify">Allerdings wurde die Verteilung der Gelder von der Regierung kurz nach der Veröffentlichung 2015 als interner Vorgang eingestuft, sodass seither keine Daten dahingehend mehr zugänglich sind. „Prawowoj Mediazentr“ kämpft weiterhin für die öffentliche Zugänglichkeit dieser Zahlen, bisher jedoch ohne Erfolg.</p>
<p style="text-align: right"><strong><a href="https://forbes.kz/authors/authorsid_907">Arajlym Aulbekowa</a></strong><strong><br />
<a href="https://forbes.kz/massmedia/plata_za_slovo_1530720257/">Forbes.kz</a></strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Florian Tack</strong></p>
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		<title>Kirgistan: Niedergang des Issikköl?  Ein Ökologe über Tüten, Fische und Waschmittel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Tack]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jun 2018 15:37:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltverschmutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Yssykkölsee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das einmalige &#xD6;kosystem des im Osten Kirgistans gelegenen Sees Issikk&#xF6;l k&#xF6;nnte bald unwiederbringlich zerst&#xF6;rt sein. Dies liege nicht nur an unvern&#xFC;nftigen staatlichen Entscheidungen, sondern auch an am nachl&#xE4;ssigen Umgang der B&#xFC;rger mit der &#x201E;Blauen Perle Kirgisiens&#x201C;. Das erkl&#xE4;rte der &#xD6;kologe Emil Schukurow im Interview mit dem Nachrichtenportal VB.kg. Wir haben den Artikel mit freundlicher Genehmigung [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Das einmalige Ökosystem des im Osten Kirgistans gelegenen Sees <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Yssykk%C3%B6l">Issikköl</a> könnte bald unwiederbringlich zerstört sein. Dies liege nicht nur an unvernünftigen staatlichen Entscheidungen, sondern auch an am nachlässigen Umgang der Bürger mit der „Blauen Perle Kirgisiens“. Das erklärte der Ökologe Emil Schukurow im Interview mit dem Nachrichtenportal <a href="https://www.vb.kg/doc/371050_issyk_kyl_obrechen_ekolog_o_paketah_rybe_poroshke_v_vode_i_rake_koji.html">VB.kg</a>. Wir haben den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion übersetzt.</strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Erstes Problem: der Müll</strong></p>
<p style="text-align: justify"><em>„Bereits seit einigen Jahren wird aus der einstigen Heilstätte von internationalem Format immer mehr ein toter See, ja ein Gefahrenherd. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen ist da der von Besuchern hinterlassene Müll. Schon Anfang der 90er Jahre kämpfte ich für ein Verbot von Plastiktüten in der Umgebung des Issikköls. Die Behörden befürchteten jedoch, dass der Handel und der Tourismussektor darunter zu leiden haben würden. Im Lauf der Jahre hat sich eine 20 Meter hohe Schicht polyethylenhaltigen Mülls auf dem Grund des Sees gebildet, ganz zu schweigen von ufernahen Gebieten. Dies hat den Bestand der Tiere, die in diesem Wasser leben, stark verringert, da sie kaum mehr freie Flecken zur Fortpflanzung finden.“</em></p>
<figure id="attachment_14026" aria-describedby="caption-attachment-14026" style="width: 350px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-14026" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/06/2018-05-24_16-18-53_386861.jpg" alt="Der Ökologe Emil Schukurow" width="350" height="229" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/06/2018-05-24_16-18-53_386861.jpg 350w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/06/2018-05-24_16-18-53_386861-300x196.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /><figcaption id="caption-attachment-14026" class="wp-caption-text">Der Ökologe Emil Schukurow</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify"><strong>Zweites Problem: ineffektive Wasserfilteranlagen</strong></p>
<p style="text-align: justify"><em>„Obwohl die Behörden behaupten, dass die neuen Wasserfilteranlagen ihre Funktion vollumfänglich erfüllen, ist dem gerade nicht so, denn es gibt nicht einmal Normen, anhand derer man dies festmachen könnte. Stattdessen gelangen große Mengen verarbeiteten Waschpulvers in den See. Und wenn dieses Pulver einen Lappen bleichen kann, dann kann es in diesen Mengen auch die Blaue Perle weiß werden lassen. Aber das ist nicht das größte Problem. Schlimmer ist, dass 1 kg Waschpulver 20-100 l Wasser unbewohnbar machen. Stellen Sie sich mal vor, wieviel Waschmittel in der touristischen Hochsaison pro Tag ins Wasser gelangen! Und obendrein dauert die Zersetzung mindestens 200 Jahre. Außerdem bildet dieses Waschmittel eine nicht sichtbare Emulsion, die die Wasseroberfläche bedeckt. Wenn nun jemand im See badet, dann bleibt diese Emulsion auf der Haut haften und wirkt wie eine Creme, die die UV-Strahlen der Sonne noch verstärkt. Dadurch erhöht sich die Hautkrebsgefahr sogar im Schatten immens. Sie kommen also dorthin, um sich zu erholen, nehmen stattdessen aber eine ganze Menge Probleme mit nach Hause.“</em></p>
<p><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/weltbank-globale-erwarmung-konnte-zu-konflikten-in-zentralasien-fuhren/">Weltbank: globale Erwärmung könnte zu Konflikten in Zentralasien führen</a></strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Drittes Problem: der Fischfang</strong></p>
<p style="text-align: justify"><em> „Das Ökosystem des Sees wurde über mehrere Jahre geschädigt. Es funktioniert noch, denn die vollständige Zerstörung tritt nicht sofort ein, und es gibt auch noch die Chance, es zu retten. Wenn wir über die Fische sprechen, so ist der wichtigste Faktor das Gleichgewicht. In jedem Ökosystem gibt es einen dominierenden Jäger, der dessen Funktionieren reguliert. Und bevor der Mensch in dieses System eingegriffen hat, war das der sogenannte Schizothorax, ein Fisch aus der Familie der Karpfen. Er regulierte die Population der anderen Seebewohner. Seine Hauptbeute waren Rotaugen und Blaubandbärblinge. Als die Behörden schließlich den massenhaften Fischfang erlaubten und anschließend auch noch andere Jäger im See ansiedelten, wurde dieses natürliche Gleichgewicht zerstört. Heute sind kaum mehr Rotaugen und Blaubandbärblinge zu finden und trotzdem darf man sie seit Neuestem wieder fangen. Dabei wird es ohnehin schon äußerst schwer werden, die Anzahl der Nutzfische wieder auf ihre ursprüngliche Größe zu bringen, denn der Lebensraum ist bereits durch andere Seebewohner besetzt, und das nicht etwa durch Fische, sondern durch wirbellose Tiere.“</em></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Viertes Problem: Populistische Entscheidungen</strong></p>
<p style="text-align: justify"><em>„Ein Beispiel für diese populistischen Entscheidungen ist die Aufhebung des Fischfang­verbots im Issikköl und anderen Seen und die Erlaubnis für den Bau von großen Industrie­anlagen in der Nähe des Sees. Früher gab es ein Verbot von industriellen Bauten innerhalb von 300 Metern zum Ufergebiet. Nun hat man es aufgehoben. Dann braucht man sich aber auch nicht über den schlechten Zustand des Sees zu wundern. Am schlimmsten ist aber, dass der See irgendwann auch die letzte Möglichkeit zur Regeneration verlieren könnte – und wir damit den wichtigsten natürlichen Schatz unseres Landes.“</em></p>
<p style="text-align: right"><strong><a href="https://www.vb.kg/?lable=7368">Wiktoria Grigorenko</a>; <a href="https://www.vb.kg/doc/371050_issyk_kyl_obrechen_ekolog_o_paketah_rybe_poroshke_v_vode_i_rake_koji.html">VB.kg</a></strong><br />
<strong> Aus dem Russischen von Florian Tack</strong></p>
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		<title>USA wollen Usbekistan bei WTO-Beitritt unterstützen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Tack]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 May 2018 14:18:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Entwicklungszusammenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Shavkat Mirziyoyev]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[USAID]]></category>
		<category><![CDATA[Welthandelsorganisation]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[WTO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen des USA-Besuchs des usbekischen Pr&#xE4;sidenten Schawkat Mirsijojew Mitte Mai unterschrieben das usbekische Ministerium f&#xFC;r Au&#xDF;enhandel und die U.S. Agency for International Development ein Memorandum &#xFC;ber die gemeinsame Arbeit am Beitritt Usbekistans zur Welthandelsorganisation (WTO). Dies berichtet Sputnik Usbekistan, mit deren freundlicher Genehmigung wir diesen Artikel &#xFC;bersetzen. Die USA werden dabei in erster Linie [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Im Rahmen des USA-Besuchs des usbekischen Präsidenten Schawkat Mirsijojew Mitte Mai unterschrieben das usbekische Ministerium für Außenhandel und die <a href="https://www.usaid.gov/">U.S. Agency for International Development</a> ein Memorandum über die gemeinsame Arbeit am Beitritt Usbekistans zur Welthandelsorganisation (WTO). Dies berichtet <a href="https://ru.sputniknews-uz.com/politics/20180518/8241880/usa-uzbekistan-vto.html">Sputnik Usbekistan</a>, mit deren freundlicher Genehmigung wir diesen Artikel übersetzen.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die USA werden dabei in erster Linie administrative Unterstützung leisten, so etwa bei der Ausfertigung der für einen Beitritt notwendigen Unterlagen und bei der Analyse der Folgen eines erfolgreichen Beitritts Usbekistans zur WTO. Außerdem wollen die USA Usbekistan bei der Durchführung von Seminaren und Konferenzen zur Seite stehen.</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Die unterschriebenen Vereinbarungen geben der bilateralen Zusammenarbeit einen neuen Impuls und helfen dabei, das große gemeinsame Potenzial in allen Bereichen zu verwirklichen. Außerdem ist vorgesehen, dass amerikanische Fachleute uns beim Ausbau des Außenhandels unterstützen. Wie im Memorandum vorgesehen, werden die USA am Beitritt Usbekistans zur WTO aktiv mitwirken</em>“, erklärte der Minister für Außenhandel Schamschid Chodschajew.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch auf Novastan: <a href="https://novastan.org/de/nicht-bewertet/russland-china-und-die-usa-in-zentralasien-wirtschaft-und-geopolitik/">Russland,China und die USA in Zentralasien: Wirtschaft und Geopolitik</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Beide Seiten vereinbarten darüber hinaus, dass im Oktober 2018 in Usbekistans Hauptstadt Taschkent ein Handelsforum der zentralasiatischen Staaten durchgeführt werden soll. Zweck dieses Treffens ist unter anderem die Herstellung von Kontakten zwischen usbekischen und US-amerikanischen Unternehmen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Usbekistans bisherige Beitrittsbemühungen</strong></p>
<p style="text-align: justify">Bereits 1994 hatte Usbekistan einen Antrag auf Beitritt zur Welthandelsorganisation gestellt. Bis heute tagte die zuständige WTO-Arbeitsgruppe insgesamt dreimal, zuletzt 2005. Danach kam der Beitrittsprozess ins Stocken, die Verantwortungsträger in Usbekistan arbeiteten nicht mehr aktiv mit dem WTO-Experten zusammen.</p>
<p style="text-align: justify">2017 erklärte Präsident Mirsijojew jedoch im Rahmen einer Visite nach Südkorea, dass die Arbeit am Beitritt Usbekistans zur WTO wiederaufgenommen worden sei. Dabei werde Usbekistan auch Unterstützung von Südkorea erhalten, die Einrichtung eines entsprechenden Beirats sei geplant. Auch die EU-Delegation in Usbekistan hatte bereits mehrfach erklärt, dass man bereit sei, Usbekistan bei einem WTO-Beitritt zu unterstützen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt hat Usbekistan in der WTO einen Beobachterstatus.</p>
<p style="text-align: right">
<strong>Im russischen Original erschienen auf <a href="https://ru.sputniknews-uz.com/politics/20180518/8241880/usa-uzbekistan-vto.html">Sputniknews</a></strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Florian Tack</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">LinkedIn</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</p>
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		<item>
		<title>Usbekistans innere und äußere Bedohungen</title>
		<link>https://novastan.org/de/usbekistan/innere-und-ausere-bedrohungen-usbekistans/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Tack]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Apr 2018 15:52:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzöffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Reformen]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsdienst]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ichtijor Abdullajew, der Chef des usbekischen Sicherheitsdienstes, spricht &#xFC;ber innere und &#xE4;u&#xDF;ere Gefahren f&#xFC;r sein Land. Dieser Artikel erschien im Original bei gazeta.ru. Ende M&#xE4;rz verabschiedete das usbekische Oberhaus das Gesetz &#x201E;&#xDC;ber den Staatlichen Sicherheitsdienst&#x201C; und formuliert damit erstmals seit der Unabh&#xE4;ngigkeit Usbekistans einen rechtlichen Rahmen f&#xFC;r die Arbeit des Sicherheitsdienstes. Dessen neuer Leiter, Ichtijor [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><b>Ichtijor Abdullajew, der Chef des usbekischen Sicherheitsdienstes, spricht über innere und äußere Gefahren für sein Land. Dieser Artikel erschien im Original bei </b><a href="https://www.gazeta.uz/ru/2018/04/01/sgb/?utm_source=push&amp;utm_medium=facebook"><b>gazeta.ru</b></a><b>.</b></p>
<p style="text-align: justify"><span style="font-weight: 400">Ende März verabschiedete das usbekische Oberhaus das Gesetz „Über den Staatlichen Sicherheitsdienst“ und formuliert damit erstmals seit der Unabhängigkeit Usbekistans einen rechtlichen Rahmen für die Arbeit des Sicherheitsdienstes. Dessen neuer Leiter, Ichtijor Abdullajew, seit Januar 2018 im Amt, unterstrich die Rolle seiner Behörde bei der Wahrung von Frieden und Stabilität in Usbekistan. Er betonte auch die Bedeutung des Sicherheitsdienstes bei der Verteidigung des Landes sowohl gegen äußere als auch zunehmend gegen innere Gefahren. Die tiefgreifenden Reformen, deren Umsetzung voraussichtlich bis 2022 dauern soll, hätten großes Gefahrenpotenzial.</span></p>
<p style="text-align: justify"><i><span style="font-weight: 400">„In erster Linie sprechen wir hier über die Aktivitäten des sogenannten Islamischen Staates, die Taliban, der Islamischen Bewegung Turkestans und anderen bewaffneten Gruppierungen. Dabei geht es auch um die Frage, wie mit Rückkehrern umgegangen werden soll, die im Ausland für solche Gruppierungen gekämpft haben.“</span></i></p>
<p><strong>Sicherheitsrisiko Grenzöffnung</strong></p>
<p style="text-align: justify"><i><span style="font-weight: 400">„Die zweite wichtige Frage betrifft die <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/es-kommt-die-zeit-da-wir-keine-grenzen-mehr-haben-werden/">Öffnung der Grenzen gegenüber unseren Nachbarstaaten</a> und die <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-und-usbekistan-bald-ein-touristen-visum-fur-beide-staaten/">wachsende Zahl von Touristen</a> und Investoren. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass destruktive religiöse Literatur, Drogen und Waffen in unser Land gebracht werden könnten.“</span></i></p>
<p style="text-align: justify"><span style="font-weight: 400">Außerdem gebe es verstärkt separatistische Kräfte, die „von ausländischen Geheimdiensten finanziert“ würden, und eine Zunahme von religiösem Fanatismus aufgrund einer „fehlerhaften Auslegung“ der Religionsfreiheit.</span></p>
<p style="text-align: justify"><i><span style="font-weight: 400">„Es gibt Fälle, in denen unsere Mitbürger unter den Einfluss des Salafismus geraten, sich einen Bart wachsen lassen, oder Kinder in Medressen [spezielle Religionsschulen, Anm. d.Ü.] schicken. Außerdem gibt es Eltern, die sich an die Schulleiter wenden und getrennten Unterricht für Jungen und Mädchen fordern, was für ein falsches Verständnis von Relgionsfreiheit spricht.“</span></i></p>
<p><strong>Angst vor Opposition</strong></p>
<p style="text-align: justify"><span style="font-weight: 400">Auch politisch drohten Gefahren durch Bewegungen wie „Erk“ und „Birlik“, deren Ziel es sei, zunächst als politische Opposition anerkannt zu werden, um dann „den Frieden und das Zusammenleben in unserem Land zu gefährden“.</span></p>
<p style="text-align: justify"><span style="font-weight: 400">Weitere wichtige Themen seien die Abwerbung von Arbeitsmigranten aus Usbekistan, ihre Anwerbung durch ausländische Geheimdienste und extremistische Bewegungen und die Aktivitäten internationaler Organisationen in den Nachbarländern, die an den sogenannten „Farbrevolutionen“ (wie etwa 2005 bei der Tulpenrevolution in Kirgistan) beteiligt gewesen seien.</span></p>
<p style="text-align: justify"><span style="font-weight: 400">All diese Faktoren machten eine Reformierung des Staatlichen Sicherheitsdienstes unumgänglich, so Abdullajew.</span></p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: </strong><a href="https://novastan.org/de/usbekistan/terrorismus-warum-gibt-es-so-viele-usbekische-attentater/"><strong>Terrorismus: Warum gibt es so viele usbekische Attentäter?</strong></a></p>
<p style="text-align: justify"><span style="font-weight: 400">Nach dem neuen Gesetz gehört zu den Aufgaben des Sicherheitsdienstes der Schutz der Verfassung, der Souveränität und der territorialen Integrität vor äußeren wie inneren Gefahren. Er ist direkt Präsident Mirsojew rechenschaftspflichtig.</span></p>
<p style="text-align: right"><a href="https://www.gazeta.uz/ru/2018/04/01/sgb/?utm_source=push&amp;utm_medium=facebook"><span style="font-weight: 400">gazeta.ru</span></a></p>
<p style="text-align: right"><strong>aus dem Russischen von Florian Tack</strong></p>
<p style="text-align: justify">Noch mehr Zentralasien findet ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">LinkedIn</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in eurer Mailbox könnt ihr euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Aufklärung, Fortbildungen und Waffen &#8211; Kasachstans kostspieliger Kampf gegen den Terror</title>
		<link>https://novastan.org/de/kasachstan/aufklarung-fortbildungen-und-waffen-kasachstans-kostspieliger-kampf-gegen-den-terror/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Tack]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Mar 2018 13:37:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Islamismus]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Waffenhandel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#xDC;ber 680 Mio. Euro m&#xF6;chte die kasachische Regierung bis 2022 f&#xFC;r den Anti-Terror-Kampf ausgeben, berichtet das Nachrichtenportal Fergananews. Die kasachische Regierung hat am 6. M&#xE4;rz ein staatliches Programm f&#xFC;r den Kampf gegen religi&#xF6;sen Extremismus und Terrorismus verabschiedet. &#x201E;Das Programm richtet sich speziell gegen Personen mit radikalen Ansichten und gegen extremistisch oder terroristisch motivierte Gewalt&#x201C;, erkl&#xE4;rte [&#x2026;]</p>
<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/aufklarung-fortbildungen-und-waffen-kasachstans-kostspieliger-kampf-gegen-den-terror/">Aufklärung, Fortbildungen und Waffen &#8211; Kasachstans kostspieliger Kampf gegen den Terror</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Über 680 Mio. Euro möchte die kasachische Regierung bis 2022 für den Anti-Terror-Kampf ausgeben, berichtet das Nachrichtenportal <a href="http://www.fergananews.com/news/28750">Fergananews</a>.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die kasachische Regierung hat am 6. März ein staatliches Programm für den Kampf gegen religiösen Extremismus und Terrorismus verabschiedet. „<em>Das Programm richtet sich speziell gegen Personen mit radikalen Ansichten und gegen </em><em>extremistisch oder terroristisch motivierte Gewalt</em>“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Nationalen Sicherheitskomitees, Nurgali Bilisbekow, während einer Kabinettssitzung.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/kasachstan-wenn-du-auf-der-liste-der-extremisten-stehst/">Wenn du auf der Liste der Extremisten stehst</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">„<em>Das Programm sieht 80 verschiedene Maßnahmen vor, für deren Umsetzung in den nächsten fünf Jahren mehr als 270 Mrd. Tenge (ca. 680 Mio. Euro) bereitgestellt werden</em>“, so Bilisbekow weiter. Von diesen Geldern sollen unter anderem Spezial- und Sicherheitskräfte mir modernster Technik und Bewaffnung ausgestattet, aber auch Aufklärungskampagnen und Fortbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden finanziert werden.</p>
<figure id="attachment_13029" aria-describedby="caption-attachment-13029" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-large wp-image-13029" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/8428441301_40e8341962_b-1024x672.jpg" alt="Kasachstan, Frauen, Waffen, Parade" width="1024" height="672" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/8428441301_40e8341962_b.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/8428441301_40e8341962_b-300x197.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/03/8428441301_40e8341962_b-768x504.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13029" class="wp-caption-text">Eine Parade am kasachstanischen Unabhängigkeitstag.</figcaption></figure>
<p><strong>38 Terroranschläge verhindert<br />
</strong>Die Effektivität der Maßnahmen müsse am Ende daran gemessen werden, wie viele Personen sich jährlich radikalisierten. So erwartet Bilisbekow, dass die Zahl derjenigen, die extremis­tische Ideen teilen, durch die beschlossenen Maßnahmen bis 2022 um 65 % zurückgehen wird. Das neue Programm ist eine Fortsetzung des alten, das bereits von 2013 bis 2017 umgesetzt und dessen Ergebnisse während der Regierungssitzung besprochen wurden. „<em>Durch die Verbesserung der zwischenbehördlichen Zusammenarbeit und der geheimdienstlichen Tätigkeit konnten seit 2013 38 Terroranschläge verhindert werden</em>“.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/terrorismus-aus-zentralasien-experte-rat-zu-mehr-zusammenarbeit-in-der-region/">Terrorismus aus Zentralasien: Experte rät zu mehr Zusammenarbeit</a></strong></p>
<p style="text-align: justify"><a href="http://www.government.kz/ru/novosti/1013773-v-pravitelstve-odobren-proekt-gosprogrammy-po-protivodejstviyu-religioznomu-ekstremizmu-i-terrorizmu-na-2018-2022-gody.html">Offiziellen Informationen</a> zufolge wurden seit 2013 in Kasachstan fast 100.000 Maßnahmen zur Bekämpfung von religiösem Extremismus durchgeführt, durch die mehr als 8 Mio. Men­schen erreicht wurden. 755 potenzielle Dschihadisten konnten von ihren radikalen Positionen abgebracht und 384 Studenten aus zweifelhaften theologischen Ausbildungsstätten im Ausland nach Kasachstan zurückgeholt werden.</p>
<p style="text-align: justify">Bis heute seien 125 Staatsbürger Kasachstans aus Syrien und dem Irak zurückgekehrt, darunter Ehefrauen von Kämpfern und etwa 45 Kinder. Von diesen Rückkehrern wurden 57 Personen verurteilt. „<em>Alle anderen werden beobachtet. Die Rückkehrer vertreten mehrheitlich nach wie vor radikale Ansichten. Daher führen die Behörden mit ihnen Maßnahmen zur Deradikalisierung und Rehabilitierung durch</em>“, so Bilisbekow.</p>
<p style="text-align: right"><a href="http://www.fergananews.com/news/28750"><strong>Fergananews.com</strong></a><br />
<strong>Aus dem Russischen von Florian Tack</strong></p>
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<p>The post <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/aufklarung-fortbildungen-und-waffen-kasachstans-kostspieliger-kampf-gegen-den-terror/">Aufklärung, Fortbildungen und Waffen &#8211; Kasachstans kostspieliger Kampf gegen den Terror</a> appeared first on <a href="https://novastan.org/de">Novastan Deutsch</a>.</p>
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		<title>Russland und Tadschikistan:  eine Geschichte über vier gescheiterte Projekte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Tack]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Mar 2018 07:28:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bilaterale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Dmitrij Medwedjew]]></category>
		<category><![CDATA[Oleg Deripaska]]></category>
		<category><![CDATA[Rogun]]></category>
		<category><![CDATA[RUSAL]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit dem Zerfall der Sowjetunion wurden zwischen Tadschikistan und Russland zahlreiche Projekte vereinbart und umgesetzt. Allerdings gab es auch einige Projekte, die trotz gro&#xDF;er Hoffnungen nur auf dem Papier verblieben sind. Das Nachrichtenportal ASIA-PLUS, auf dem dieser Artikel im Original erschien, stellt exemplarisch vier solcher nicht umgesetzten Projekte vor. Anlass f&#xFC;r diesen R&#xFC;ckblick war die [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Seit dem Zerfall der Sowjetunion wurden zwischen Tadschikistan und Russland zahlreiche Projekte vereinbart und umgesetzt. Allerdings gab es auch einige Projekte, die trotz großer Hoffnungen nur auf dem Papier verblieben sind.</strong> <strong>Das Nachrichtenportal </strong><a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/politics/20180226/rossiya-tadzhikistan-chetire-nesostoyavshihsya-proekta"><strong>ASIA-PLUS</strong></a><strong>, auf dem dieser Artikel im Original erschien, stellt exemplarisch vier solcher nicht umgesetzten Projekte vor.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Anlass für diesen Rückblick war die <a href="https://rus.ozodi.org/a/29036947.html">Nachricht von Mitte Februar</a>, dass der vom Oligarchen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oleg_Wladimirowitsch_Deripaska">Oleg Deripaska</a> geführte russische Aluminium­hersteller „<a href="https://rusal.ru/en/">RUSAL</a>“ entgegen früheren Ankündigungen nun doch nicht in die Einrichtung eines gemeinsamen Werkes für den Bau von Spezialfahrzeugen in Tadschikistan investieren wird. Der Grund für diese überraschende Kehrtwende seien die geringe Nachfrage nach solcher Technik und die damit verbundenen finanziellen Risiken, hieß es aus dem Pressebüro von „RUSAL“.</p>
<p style="text-align: justify">Dabei haben die kommunalen Versorgungsunternehmen in Tadschikistan einen großen Mangel an Spezialfahrzeugen, die etwa für den Winterdienst oder die Müllentsorgung gebraucht werden: Von 887 Spezial­fahr­zeugen funktionieren nur gut 350.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>RUSAL und das Wasserkraftwerk Rogun</strong></p>
<p style="text-align: justify">Das wohl größte nicht realisierte Projekt war der geplante Bau des Wasserkraftwerkes „Rogun“ und auch hier taucht der Name Deripaska bereits auf. 2004 unterschrieb die russische Regierung im Namen von „RUSAL“ eine Vereinbarung, wonach 600 Mio. US-Dollar in den Bau des Kraftwerkes investiert werden sollten.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/riesenprojekt-rogun-das-erste-aggregat-des-wasserkraftwerks-soll-fristgerecht-ans-netz-gehen/">Riesenprojekt Rogun: Das erste Aggregat des Wasserkraftwerks soll fristgerecht ans Netz gehen</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">„RUSAL“ verpflichtete sich demnach, den ersten Bauabschnitt des Wasserkraftwerks fertigzustellen, im „Tadschikischen Aluminiumwerk“ in Tursunsoda zwei Elektrolysebehälter zu installieren und etwa 600  Mio. US-Dollar in den Bau eines neuen Aluminiumwerkes in Dangara südöstlich von Duschanbe zu inves­tieren. Alle Ausgaben zusammen hätten über 1,5 Mrd. US-Dollar betragen.</p>
<p style="text-align: justify">Doch schon bald kamen Spannungen zwischen den Partnern auf. Zankapfel waren Material und Höhe der Staumauer des Wasserkraftwerks: Laut einer Machbarkeitsstudie, die die deutsche Consulting­firma „<a href="https://www.lahmeyer.com/en/home.html">Lahmeyer</a>“ im Auftrag von „RUSAL“ erstellt hatte, sollte die Staumauer aus Beton gebaut werden und eine maximale Höhe von 285 m haben. Die tadschikische Seite bestand jedoch auf einer Stein­mauer und einer Höhe von 335 m.</p>
<p style="text-align: justify">Schließlich lehnte „RUSAL“ eine Beteiligung am Bau des Wasser­kraft­werkes ab. Einige Experten gehen davon aus, dass Deripaska bereits damals das Interesse an Investitionen in Tadschikistan und damit auch an diesem Projekt verlor, nachdem ihm Duschanbe den Kauf des „Tadschikischen Aluminiumwerks“ nicht erlaubt hatte, auf das er von Anfang an ein Auge geworfen hatte.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Unabhängigkeit von russischem Gas</strong></p>
<p style="text-align: justify">Im Juni 2008 vereinbarten Russland und Tadschikistan geologische Untersuchungen an verschiedenen Erdöl- und Erdgaslagerstätten, darunter in den unweit der Hauptstadt Duschanbe gelegenen Orten Sargason und Sarykamysch. Die Gasvorkommen wurden damals auf insgesamt etwa 80 Mrd. Kubikmeter geschätzt.</p>
<p style="text-align: justify">Im August desselben Jahres erklärte der damalige russische Präsident Dmitrij Medwedjew während eines offiziellen Treffens mit seinem tadschikischen Amtskollegen Rachmon in Duschanbe, Tadschikistan werde schon in gut zwei Jahren seinen Gasbedarf ohne weitere Importe decken können und Russland sei bereit, das Land bei den geologischen Untersuchungen und der anschließenden Gas- und Uranförderung zu unterstützen.</p>
<p style="text-align: justify">Kurz darauf begann das russische Unternehmen „Gazprom International“ mit den Bohrungen, große Vorkommen wurden dabei jedoch nicht entdeckt. Statt­dessen stehen <a href="http://www.gazprom-international.com/en/operations/country/tajikistan">insgesamt 6 Mrd. Rubel</a> (ca. 85 Mio. Euro) zu Buche, die „Gazprom International“ über die Jahre im Zusammen­hang mit den Bohrungsarbeiten ausgegeben hat.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>noch mehr Wasserkraftwerke</strong></p>
<p style="text-align: justify">Während Präsident Medwedjews Besuch  im August 2008 in Duschanbe wurde außerdem zwischen dem russischen Energieriesen „<a href="http://www.interrao.ru/en/">Inter RAO UES</a>“ und dem tadschikischen Energieministerium ein Memorandum über die Förderung von neuen energetischen Projekten auf dem Territorium Tadschikistans unterzeichnet.</p>
<p style="text-align: justify">Am 24. Februar 2009 trafen sich beide Präsidenten in Sawidowo bei Moskau und sprachen dabei auch über die praktische Umsetzung des zuvor vereinbarten Memorandums. Bereits am nächsten Tag ordnete Präsident Rachmon während einer Regierungssitzung an, die mit Medjedew besprochenen Maßnahmen umzusetzen und speziell einen Plan zum Bau von drei neuen Wasserkraftwerken mit mittlerer Leistungsfähigkeit auszuarbeiten.</p>
<p style="text-align: justify">Aus dem Energieministerium hieß es, Fachleute von „Inter RAO UES“ hätten die für den Bau der drei Wasserkraftwerke vorgesehenen Orte besichtigt und detaillierte Untersuchungen des Flusses Serawschan vorgenommen, an dem eines der Kraftwerke gebaut werden sollte, um die bauliche Machbarkeit einzuschätzen. Über das Planungsstadium kam dieses Vorhaben jedoch nie hinaus. Über die Gründe kann nur spekuliert werden.</p>
<p style="text-align: right"><strong><a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/politics/20180226/rossiya-tadzhikistan-chetire-nesostoyavshihsya-proekta">ASIA-PLUS</a></strong><strong><br />
Aus dem Russischen von Florian Tack</strong></p>
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		<title>Osch hat alles – sogar einen FIFA-Stützpunkt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Tack]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Feb 2018 20:27:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirgistan]]></category>
		<category><![CDATA[Aitamat Kadyrbajew]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgermeister]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Osch]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die s&#xFC;dkirgisische Stadt Osch ist vor allem f&#xFC;r den Konflikt bekannt, der sie 2010 ersch&#xFC;tterte. Acht Jahre sp&#xE4;ter ist sie aber in voller Entwicklung, nicht zuletzt dank der verbesserten Beziehungen mit Usbekistan. Novastan &#xFC;bersetzt das Interview der russischen Zeitung &#x201E;Rossijskaja Gaseta&#x201C; mit dem oscher B&#xFC;rgermeister Aitamat Kadyrbajew. &#xA0; Vor dem Interview stellt der B&#xFC;rgermeister seine [&#x2026;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Die südkirgisische Stadt Osch ist vor allem für den Konflikt bekannt, der sie 2010 erschütterte. Acht Jahre später ist sie aber in voller Entwicklung, nicht zuletzt dank der verbesserten Beziehungen mit Usbekistan. Novastan übersetzt </strong><strong>das <a href="https://rg.ru/2018/02/08/gorod-osh-stal-primerom-dlia-drugih-gorodov-kirgizii.html">Interview der russischen Zeitung „Rossijskaja Gaseta“</a> mit dem oscher Bürgermeister Aitamat Kadyrbajew.  </strong></p>
<p style="text-align: justify">Vor dem Interview stellt der Bürgermeister seine Mobiltelefone auf lautlos. Und obwohl beide Telefone während des gesamten Gesprächs unaufhörlich vibrieren, geht Aitamat Kadyrbajew doch nur ein einziges Mal ran: „<em>Grüß dich, mein Lieber! Entschuldige, bei mir ist gerade die „Rossijskaja Gaseta“, ich stehe Rede und Antwort, unter anderem zu den Projekten, an denen du und ich arbeiten. Ich ruf dich zurück und erzähl dir alles.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Das war der Gouverneur des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_Andijon">Gebiets Andischon</a>, das liegt gleich nebenan in Usbekistan</em>“, erkärt Kadyrbajew. „<em>Wir sind eng befreundet, sogar unsere Familien sind es. Wir treffen uns regelmäßig beruflich und privat. Wir haben für diesen Frühling viele Pläne geschmiedet, deshalb werden wir viel Arbeit haben. Er ist ein toller Nachbar.</em>“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/die-grenzstadt-osch/">Die Grenzstadt Osch</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Das kirgisische Osch und das usbekische Andischan sind sehr alte Städte, die schon fast 3.000 Jahre lang Nachbarn sind. Es gab viele Hochs und Tiefs, doch in der letzten Zeit verbessern sich die Beziehungen zwischen den beiden Völkern und Städten wieder zusehends. Der Anruf des usbekischen Gouverneurs bringt denn auch eine zusätzliche positive Note in das Interview.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Beim Regierungstreffen, das kürzlich stattgefunden hat, um das Jahr 2017 auszuwerten, wurde Osch als Musterbeispiel für sozioökonomische Stadtentwicklung bezeichnet. Was hat es damit auf sich, Herr Kadyrbajew?</strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Aitamat Kadyrbajew:</strong> Das, was wir heute haben, ist das Ergebnis der intensiven Arbeit, die in den letzten Jahren verrichtet wurde. Der Schwerpunkt lag dabei nicht nur auf der Lösung von komplexen Fragen im Bereich der Stadtentwicklung, sondern auch von auf den ersten Blick unwichtigen, alltäglichen Problemen. Gerade die Lösung dieser kleinen Fragen trägt enorm dazu bei, angenehmere Arbeits- und Lebensbedingungen zu schaffen.</p>
<figure id="attachment_12704" aria-describedby="caption-attachment-12704" style="width: 1100px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12704" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/20160724_133553.jpg" alt="I love Osh" width="1100" height="693" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/20160724_133553.jpg 1100w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/20160724_133553-300x189.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/20160724_133553-768x484.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/20160724_133553-1024x645.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px" /><figcaption id="caption-attachment-12704" class="wp-caption-text">Das Schild &#8222;I love Osh&#8220; wurde im Frühling 2016 vor dem ikonischen Sulaiman-Too aufgestellt</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">Tatsächlich haben wir es in sehr kurzer Zeit geschafft, Osch zum landesweiten Spitzenreiter zu machen, was die Qualität staatlicher Dienstleistungen für die Bevölkerung angeht. Aber auch bei der Entwicklung des sozialen Bereichs und in puncto <a href="http://stat.kg/ru/indeks-doveriya-naseleniya/">Vertrauen in die lokalen Behörden</a> sind wir ganz vorn. Außer­dem sind wir offiziell die sauberste Stadt in Kirgistan und das will etwas heißen. All diese Bereiche sind detailliert im Stadtentwicklungsprogramm  2017-2020 beschrieben. Wir versuchen lediglich, all diese Punkte umzusetzen, das ist das ganze Geheimnis.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Osch genoss und genießt nach wie vor viel Aufmerksamkeit vonseiten der Regierung in Bischkek. Womit hängt das zusammen?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Osch ist seit jeher ein wichtiger Kreuzungspunkt der Seidenstraße. Und bis heute hat sich die Stadt ihre Rolle als eines der wichtigsten Handels- und Kultur­zentren in Zentralasien erhalten. Ihre besondere geografische Lage, ihre historische Bedeutung und ihr Status als südliche Hauptstadt des Landes, aber auch die Tatsache, dass bei uns 80 verschiedene Ethnien friedlich zusammenleben, machen Osch zu einer in dieser Form einzigartigen Stadt. Unser größter Reichtum sind natürlich die Bewohner: freundliche, offene und arbeit­same Menschen. Und die Arbeit der Regierung ist darauf ausgerichtet, das Leben der Einwohner zu verbessern und dafür alle notwendigen Bedingungen zu schaffen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/16-frauenportraets-aus-osch-kirgistan/">16 Frauenportraits aus Osch</a></strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Nachdem Sie 2017 das zweite Mal zum Bürgermeister gewählt worden waren, versprachen Sie den Bewohnern, dass Sie sich vor allem auf die Lösung sozialer Fragen konzentrieren wollen. Was haben Sie diesbezüglich bisher schon erreichen können?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Bei meiner Arbeit befolge ich drei Grundprinzipien: Rechtmäßigkeit, Offenheit und Zusammenarbeit mit den Bürgern. Meinen Arbeitstag beginne ich um sechs, wenn ich die Arbeit der städtischen Behörden überprüfe. Oder ich fahre in die Wohngebiete, laufe durch die Straßen, frage die Bürger, wie es ihnen geht, welche Probleme sie haben oder wie ich helfen kann. Dann versammle ich die Leiter und verantwortlichen Personen aus den ver­schiedenen Behörden. Und genau hier weise ich dann die Verantwortlichen an, die Bitten und Forderungen der Bürger zu erfüllen. Die Verbes­serung und den Ausbau des sozialen Sektors halte ich für das Allerwichtigste.</p>
<p style="text-align: justify">Zum Beispiel haben wir bis 2014 jährlich höchstens einen Kilometer Straße saniert. Heute liegen wir schon bei etwa 10 Kilometern pro Jahr. In kürzester Zeit haben wir vier neue Brücken gebaut, durch die wir die beiden Ufer des Flusses Ak-Buura an wichtige Ausfallstraßen angeschlossen haben. In den letzten drei Jahren haben wir acht Vorschuleinrichtungen eröffnet und gleichzeitig sind neun Schulen im Bau. Außerdem ist der Bau eines neuen Krankenhauses mit 150 Betten, dessen Kosten sich auf 1,8 Mrd. Som (ca. 21. Mio Euro) belaufen, fast fertig gestellt. Es wird mit allen notwendigen medizinischen Apparaten sowie mehreren Rettungswagen ausgestattet und in der Lage sein, nicht nur Bewohner der Stadt Osch medizinisch zu betreuen, sondern auch die Bevölkerung der gesamten südlichen Region Kirgistans. Die Eröffnung des Krankenhauses ist für Juni 2018 geplant.</p>
<p style="text-align: justify">Darüber hinaus wollen wir am Fluss Ak-Buura ein Podium bauen, auf dem bereits zum <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/nouruz-das-kirgisische-neujahrsfest/https:/de.wikipedia.org/wiki/Nouruz">Nouruz-Fest</a> im März Fashion-Shows, Konzerte, Volksfeste, Ausstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen stattfinden sollen. Im gesamten postsowjetischen Raum gibt es keine ähnlich geartete Anlage.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Hört auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/zentralasien-2030-was-spricht-osch-2030/">Welche Sprache spricht Osch 2030</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Und nachdem wir auf Bitten der Bürger auf den Hauptverkehrsstraßen von Osch moderne, energiesparende LED-Laternen aufgestellt und die „alten“ Laternen in Nebenstraßen „umgesiedelt“ haben, konnten wir bis Ende 2017 einen Großteil der Straßen in unserer Stadt mit Beleuchtung versorgen. Ab 2020 wird es in Osch keine einzige Straße ohne Beleuchtung mehr geben. Ach ja, und während wir bis vor Kurzem noch jeden Frühling etwa 50.000 Blumen gepflanzt haben, waren es allein 2017 schon ganze 1,5 Mio. Blumen.</p>
<figure id="attachment_12705" aria-describedby="caption-attachment-12705" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12705" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/20160709_193944.jpg" alt="Osch Sicht vom Sulaiman Too" width="1200" height="801" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/20160709_193944.jpg 1200w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/20160709_193944-300x200.jpg 300w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/20160709_193944-768x513.jpg 768w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/20160709_193944-1024x684.jpg 1024w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2018/02/20160709_193944-128x86.jpg 128w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-12705" class="wp-caption-text">Osch ist mit offiziell knapp 300.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Kirgistans</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">Bis heute haben wir in Osch bereits mehr als 200 Videoüberwachungssysteme eingerichtet. Und auch im Jahr 2018 werden wir im Rahmen des Projektes „Umnyj Gorod“ (Smart City) an allen wichtigen Kreuzungen der Stadt mehr als 1500 Verkehrsüberwachungskameras installieren.</p>
<p style="text-align: justify">Und zu guter Letzt: In unserer Stadt gibt es die einzige FIFA-Akademie für die Ausbildung von Fußballnachwuchs in ganz Zentralasien. Es gibt auch ein neues Sportinternat  mit den Schwerpunkten Boxen und Gewichtheben. Im Laufe der Zeit entstand ganz im Zentrum der Stadt, um das Stadion herum, ein ganzes Sportstädtchen. Dabei erfüllt jede öffentliche, kulturelle oder Sport­einrichtung einen ganz bestimmten Zweck: den Bewohnern rund um die Uhr als Ort der Erholung und des gemeinsamen Sportes zu dienen. Und die Qualitätssicherung der Bauobjekte überwache ich höchstpersönlich.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Das Jahr 2018 wurde in Kirgistan zum Jahr der regionalen Entwicklung erklärt. Welche Aufgaben haben Sie sich für dieses Jahr gestellt? Welche Entwicklungsperspektiven sehen Sie?</strong></p>
<p style="text-align: justify">In erster Linie werden wir unsere Aufmerksamkeit auf die Lösung von wichtigen Problemen der Stadt richten. Gleichzeitig wollen wir die Aufgaben zu einem logischen Ende bringen, die wir uns bereits in der Vergangenheit gestellt hatten. 2018 wollen wir einerseits die Verkehrs- und soziale Infrastruktur ausbauen und andererseits das menschliche Potenzial entwickeln, Investitionen heranziehen und kleine und mittlere Unter­nehmen fördern. Was die Außenhandelsbeziehungen angeht, so setzen wir einen Schwerpunkt auf den Export.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Osch ist bereits mehr als 3.000 Jahre alt. Was wird für den Erhalt des einzigartigen kulturellen Erbes getan?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Geschichte unserer Stadt, das ist gleichzeitig die Geschichte unserer Region und unseres Volkes mit seiner Kultur und den Traditionen unserer Vorfahren. Zweifellos war und ist die wichtigste Stätte in Osch der für jeden Einwohner unseres Landes und jeden Muslim auf der Welt heilige Berg <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Suleiman-Too">Sulaiman-Too</a>. Insgesamt befinden sich auf dem Territorium von Osch mehr als 100 historisch und kulturell bedeutsame Denkmäler und der Großteil von ihnen wurde vollständig restauriert und repariert. Wir laden alle herzlich ein, im Frühling das 100-jährige Jubiläum des Toktogul-Parks zu feiern, der seinerzeit von Jugendlichen der Stadt gegründet wurde.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Und was würden Sie sagen, wenn in diesem Park eine „Rossiskaja Gazeta“-Allee angelegt würde?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Wir sehen uns im Frühling! Sie bringen die Birken, ich die Spaten! Ich selbst werde mindestens fünf Bäume pflanzen!</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Thema äußere Beziehungen: Osch ist Partnerstadt von Nowosibirsk und St. Petersburg. Wie entwickelt sich die Zusammenarbeit? Welche russischen Städte und Regionen könnten noch Partner Ihrer Stadt werden?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Im Juni 2017 haben die Stadtverwaltungen von <a href="https://www.nzz.ch/wirtschaft/nowosibirsk-wagt-den-aufbruch-aus-der-mitte-sibiriens-ld.1329721">Nowosibirsk</a> und Osch das Arbeitsprogramm für die bilaterale Kommission für Zusammenarbeit in den Bereichen Handel und Wirtschaft, Wissenschaft und Technik sowie Kultur bis zum Jahr 2020 festgelegt. Zuvor wurde bereits ein ähnliches Dokument mit der Stadtverwaltung von St. Petersburg unterschrieben. Was wir für die Zukunft wollen? Die partnerschaftlichen Beziehungen zu <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Krasnojarsk">Krasnojarsk</a> ausbauen, denn dort arbeiten viele unserer Landsleute. Es gibt auch schon eine direkte Flugverbindung zwischen unseren Städten, der Anfang für eine echte Städte­partnerschaft ist also schon gemacht.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Mit </strong><strong>Aitamat Kadyrbajew sprach <a href="https://rg.ru/author-Dmitrij-Evlashkov/">Dmitri Jewlaschkow</a></strong><strong><br />
<a href="https://rg.ru/2018/02/08/gorod-osh-stal-primerom-dlia-drugih-gorodov-kirgizii.html">Rossijskaja Gaseta</a></strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Florian Tack</strong></p>
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		<title>„Unter Brüdern“: Interview mit dem saudischen Botschafter in Tadschikistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Tack]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Feb 2018 14:24:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tadschikistan]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Entwicklungszusammenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Saudi-Arabien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das K&#xF6;nigreich Saudi-Arabien arbeitet in den letzten Jahren verst&#xE4;rkt am Ausbau der politischen und &#xF6;konomischen Beziehungen zu Tadschikistan. Im Interview mit der tadschikischen Nachrichtenagentur &#x201E;Asia-Plus&#x201C; spricht der saudische Botschafter Abdulaziz Mohammed Albadi &#xFC;ber die bilateralen Beziehungen, das Interesse Saudi-Arabiens an Tadschikistan und seine Sicht auf die Beziehungen beider L&#xE4;nder. ASIA-Plus: Herr Botschafter, inwieweit entsprechen die [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Das Königreich Saudi-Arabien arbeitet in den letzten Jahren verstärkt am Ausbau der politischen und ökonomischen Beziehungen zu Tadschikistan. Im Interview mit der tadschikischen Nachrichtenagentur „</strong><a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/politics/20171103/posol-saudovskoi-aravii-v-tadzhikistane-ya-zdes-sredi-bratev"><strong>Asia-Plus</strong></a><strong>“ spricht der saudische Botschafter Abdulaziz Mohammed Albadi über die bilateralen Beziehungen, das Interesse Saudi-Arabiens an Tadschikistan und seine Sicht auf die Beziehungen beider Länder. </strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>ASIA-Plus: Herr Botschafter, inwieweit entsprechen die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Tadschikistan und Saudi-Arabien den Herausforderungen, vor denen beide Länder momentan stehen?</strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Albadi:</strong> Zwischen unseren Ländern existiert ein starkes, freundschaftliches und vertrauens­volles Verhältnis. Dazu haben mehrfache gegenseitige Besuche beigetragen. So war etwa der Präsident Tadschikistans, Emomalii Rachmon, bereits fünfmal in Saudi-Arabien zu Gast. Zu­letzt war Ende Oktober 2017 der saudische Generalstaatsanwalt zu Besuch in Tadschikistan. Außerdem entwickelt sich auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit unserer Staaten sehr gut. Seit einiger Zeit hilft der Saudische Entwicklungsfonds bei der Umsetzung von Entwicklungs­hilfeprojekten in Tadschikistan und das <a href="https://www.ksrelief.org/English/pages/home.aspx">Zentrum für Humanitäre Hilfe</a> des saudischen Königs Salman finanziert soziale Projekte.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Das Königreich Saudi-Arabien spielt im Nahen Osten eine wichtige Rolle. Worin liegt das Interesse Saudi-Arabiens an Tadschikistan, das geographisch weit weg liegt und nicht zu den führenden Ländern der Region gehört?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Saudi-Arabien arbeitet mit vielen Ländern zusammen, darunter auch mit Staaten in Zentralasien, Tadschikistan gehört dazu. Ich würde nicht sagen, dass Tadschikistan keine führende Rolle in der Region spielt. Und obwohl unsere Beziehungen sehr eng sind, sind sie noch nicht auf dem Niveau, das beide Regierungen anstreben.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Die Anwerbung von Arbeitskräften aus Tadschikistan für den Arbeitsmarkt in Saudi-Arabien wurde bereits mehrfach thematisiert. Welche konkreten Schritte wurden in dieser Richtung bereits unternommen?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Wie Sie vielleicht wissen, kommen zu uns Arbeitsmigranten aus den verschiedensten Ländern. Aufgrund des Wirtschaftswachstums brauchen wir jedoch perspektivisch eine große Anzahl von Arbeitskräften für ganz bestimmte Bereiche unserer Wirtschaft. Ich hoffe, dass mit der baldigen Unterzeichnung des entsprechenden Abkommens die Frage der Anwerbung von Arbeitskräften aus Tadschikistan erfolgreich gelöst wird.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Es heißt, der Saudische Entwicklungsfonds stellt einen Kredit in Höhe von 35 Mio. US-Dollar für den Bau von 66 Schulen bereit. Werden diese Schulen alle säkular sein oder wird es auch Religionsschulen geben?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Das Ziel des Saudischen Entwicklungsfonds ist zunächst einmal die Förderung von Entwicklungshilfeprojekten in Tadschikistan. Das umfasst den Bau von Straßen, Schulen und Krankenhäusern mit hohen Qualitätsstandards. Unser Fonds mischt sich in keiner Weise in die Bildungspolitik oder andere innere Angelegenheiten Tadschikistans ein.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/islam-und-politik-bleibt-zentralasien-sakular/">Islam und Politik: Bleibt Zentralasien säkular?</a></strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Womit hängen Ihrer Meinung nach die vielen Beiträge in der Presse zusammen, wonach Saudi-Arabien geplant habe, finanzielle Mittel für den Bau eines Parlamentsgebäudes in Tadschikistan bereitzustellen? Woher stammen diese Gerüchte?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Wie bereits gesagt, arbeitet Saudi-Arabien in vielen Bereichen mit Tadschikistan zusammen. Was den Bau des Parlamentsgebäudes angeht, so kann ich sagen, dass es keine Gespräche diesbezüglich gab. Ich weiß nicht, woher diese Mitteilungen stammen und mit welchem Ziel sie in der Presse veröffentlicht werden. Informationen über alle mit der Re­gierung Tadschikistans vereinbarten Projekte werden auf unseren offiziellen Informations­plattformen bereitgestellt und wir bitten Journalisten darum, sich nur auf diese zu beziehen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Dass die Beziehungen zwischen Tadschikistan und dem Iran im Moment in einer schwierigen Phase stecken, halten Analysten auch für ein Ergebnis der saudischen Politik. Wie stehen Sie zu dieser Aussage?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Wenn die Beziehungen zwischen diesen beiden Ländern tatsächlich belastet sind, so sehe ich den Grund dafür in der aggressiven Politik, die der Iran in vielen Ländern verfolgt, zu denen er Beziehungen unterhält.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Das heißt, Sie denken, dass der schiitisch geprägte Iran seine aggressive Politik auch im mehrheitlich sunnitischen Tadschikistan umsetzen konnte?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Ich möchte jetzt nicht im Einzelnen darauf eingehen, in welcher Weise sich der Iran in die inneren Angelegenheiten Tadschikistans eingemischt hat. Dass wird sehr detailliert in einem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=sphnFBx2wdU">Dokumentarfilm</a> dargelegt, der am 8. August 2017 im tadschikischen Fernsehen ge­zeigt wurde. Darin wird thematisiert, wie der Iran bei der Entstehung einiger Probleme, die in Tadschikistan immer noch herrschen, aktiv mitgewirkt hat. Darüber wird auch in einem Artikel berichtet, der am 20. Oktober auf der Webseite des <a href="http://www.mit.tj/article/%D1%88%D0%B8%D0%B0%D0%B3%D0%B0%D1%80%D0%BE%D3%A3-%D0%B8%D0%B4%D0%B5%D0%BE%D0%BB%D0%BE%D0%B3%D0%B8%D1%8F-%D0%B2%D0%B0-%D0%B0%D0%BC%D0%B0%D0%BB%D0%B8%D1%8F%D0%B8-%D0%BE%D0%BD-%D2%9B%D0%B8%D1%81%D0%BC%D0%B8-ii">Zentrums für Islamwissenschaft des Präsidenten der Republik Tadschikistan</a> veröffentlicht wurde.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/tadschikistan/erinnerungen-an-den-burgerkrieg-die-redakteurin-sebo-tadschibajewa-13/">Erinnerungen an den tadschikischen Bürgerkrieg (1/3)</a></strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Warum bringt sich die islamische Welt, darunter Saudi-Arabien, augenscheinlich nicht bei der Beilegung der Konflikte in muslimischen Ländern wie Syrien, Afghanistan und dem Irak ein?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Saudi-Arabien spielt ganz im Gegenteil eine wichtige Rolle bei der Lösung der Probleme in der islamischen Welt, teilweise durch eigene Initiativen, teils im Rahmen der <a href="https://www.oic-oci.org/">Organisation für Islamische Zusammenarbeit</a> und der UN. Die Hilfe unseres Landes be­schränkt sich dabei nicht auf bestimmte Regionen, sondern umfasst alle Gebiete der Welt, in denen Muslime mit Problemen konfrontiert werden. Sie haben vielleicht gehört, dass König Salman von Saudi-Arabien 15 Mio. US-Dollar bereitgestellt hat, um die Lebenssituation der muslimischen Rohingya in Myanmar zu verbessern. Einem UN-Bericht zufolge entspricht dies 10 Prozent der gesamten humanitären Hilfe für die Rohingya.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Wie viele syrische Flüchtlinge hat Saudi-Arabien aufgenommen?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Seit Beginn der Syrienkrise hat unser Land etwa 2,4 Mio. Syrer aufgenommen, von denen viele nach wie vor bei uns leben. Im Übrigen gibt es bei uns keine Lager für die sy­rischen Flüchtlinge, ganz im Gegenteil.: Sie haben dasselbe Recht auf kostenfreie medizi­nische Behandlung, Ausbildung und Zugang zum Arbeitsmarkt wie unsere Landsleute. Sie sind unsere Brüder und wir sehen sie nicht als Flüchtlinge.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Sie sind erst seit relativ kurzer Zeit in Tadschikistan. Trotzdem haben Sie sicher­lich schon viele Orte in unserem Land besuchen können. Wie sind Ihre Eindrücke über Tadschikistan und seine Menschen?</strong></p>
<p style="text-align: justify">Bereits vor meinem Arbeitsantritt wusste ich viel über Tadschikistan und ich wusste und bin immer noch davon überzeugt, dass dieses Land einen besonderen Platz unter den zentralasiatischen Ländern einnimmt. Ich wusste auch, dass das Volk Tadschikistans eine 1000-jährige Geschichte aufweist und dass die Wurzeln seiner Zivilisation viele Jahrhunderte zurückreichen. Ich habe hier wundervolle Natur gesehen, nette, aufgeschlossene Menschen und ich sage mit tiefer Überzeugung: Ich bin hier unter Brüdern.</p>
<p style="text-align: right"><strong><a href="https://news.tj/ru/news/search?search=%D0%A5%D0%B0%D0%B9%D0%B4%D0%B0%D1%80+%D0%A8%D0%9E%D0%94%D0%98%D0%95%D0%92">Chaidar Schodijew</a>, <a href="https://news.tj/ru/news/tajikistan/politics/20171103/posol-saudovskoi-aravii-v-tadzhikistane-ya-zdes-sredi-bratev">ASIA-Plus</a></strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Florian Tack</strong></p>
<p style="text-align: justify">Noch mehr Zentralasien findet Ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>. Für Zentralasien direkt in Eurer Mailbox könnt ihr Euch auch zu unserem <a href="http://eepurl.com/O0Qub">wöchentlichen Newsletter anmelden</a>.</p>
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