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	<description>Wissenswertes und Nachrichten aus Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan</description>
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		<title>Als Zentralasien den Rock entdeckte</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Aug 2017 07:21:35 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anfang der 1970er erfuhr das sowjetische Zentralasien ein wahres Aufbl&#xFC;hen der Pop- und Rockmusikszene. Wild und ausgeflippt waren diese Musikrichtungen auch hier und damit eine beliebte Alternative zum bestehenden &#x2013; eher biederen &#x2013; Musikangebot. Folgender Artikel, eine Zeitreise durch die Entstehungsgeschichte des Rock und Pop in Zentralasien, erschien im russischen Original bei 365info.kz. In gewisser [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Anfang der 1970er erfuhr das sowjetische Zentralasien ein wahres Aufblühen der Pop- und Rockmusikszene. Wild und ausgeflippt waren diese Musikrichtungen auch hier und damit eine beliebte Alternative zum bestehenden – eher biederen – Musikangebot. Folgender Artikel, eine Zeitreise durch die Entstehungsgeschichte des Rock und Pop in Zentralasien, erschien im russischen Original bei <a href="https://365info.kz/2017/04/muzykalnaya-antologiya-alma-aty-istoriya-dzhaza-pop-i-rok-muzyki-100-grupp-i-ispolnitelej-strany-2/">365info.kz</a>. </strong></p>
<p style="text-align: justify">In gewisser Hinsicht kann man sagen, dass das Ende des ronald-reaganschen „Reich des Bösen“ mit dem Erscheinen des Rock begann. Dieser wurde teils mit Freude, oft gar mit komsomolschen Eifer empfangen. Jugendkomitees aller Art organisierten in ihrer Arbeit mit der neuen Generation sogar Festivals und Wettbewerbe der neuen beliebten Musik.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Vom Schlagzeug in die Politik: Kotow und Kosubajew </strong></p>
<p style="text-align: justify">Eben der Komsomol rief solche Gruppen wie „Zolotye Olivy“ (Goldene Oliven) ins Leben. Dort spielte der heute bereits verstorbene Wiktor Nasarow, auch bekannt als Bek. Bek war ein Freund von Bari Alibasow, der später zum berühmten Produzenten der Gruppen „Integral“ und „Na-Na“ wurde.</p>
<p style="text-align: justify">Es war eine ziemliche Hippie-Gruppe! Neben Bek spielte Tolik Kotow, einer der besten Schlagzeuger seiner Zeit, der aus der Gruppe „Mursilka“ bekannt war. Kotow kehrte der Musik später den Rücken und führte eine rasende Karriere als professioneller Jurist und Politiker. Später wurde Professor Kotow kasachstanischer Senator. Heute weilt er nicht mehr unter uns.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Musiker aus allen Schichten</strong></p>
<p style="text-align: justify">Auch der ehemalige Kultur- Sport und Medienminister Eset Kosubajew begann als ausgezeichneter Schlagzeuger.</p>
<p style="text-align: justify">In dieser romantischen Zeit waren studentische Gruppen wie „Nordy“, „Optimisty“ und „Iskateli“ (die Suchenden), besonders beliebt. Der Leader und Gitarrist der „Nordy“, Wiktor Kaljuschin alias Patron, war im damaligen Alma-Ata nicht weniger beliebt, als Richie Blackmore und Jimmy Page.</p>
<p style="text-align: justify">Aus der kasachischen Pädagogischen Universität für Frauen „<a href="http://kazmkpu.kz/en/">SchenPI</a>“, entstand das Vokal-Instrumental-Ensemble „Ajgul“ (Blume) aus jungen Frauen kasachischer Herkunft. Die zumeist aus dem Dorf stammenden Mädchen traten in Lurex-Kleidern und mit Gitarren auf und sangen mehrstimmg. Damit waren sie in ihrer Zeit einzigartig.</p>
<p style="text-align: justify">Auch die Gruppe „Schaklyma“, die die Tradition der „zentralen Popmusik“ fortführte, lag in aller munde. Angeführt wurde sie vom herausragenden Musiker und Kompositor Schanbota Taujakbajew („Botja“). Später schrieb er für Rosa Pymbajewa den Hit „Atameken-Aj“.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>„Altyn Dan“ – Nachwuchs aus dem landwirtschaftlichen Institut </strong></p>
<p style="text-align: justify">Die Musikgruppen stammten aus ganz verschiedenen Universitäten. Die berühmten „<a href="https://www.shinybeast.nl/blog/?id=535">Dos-Mukasan</a>“ waren zum Beispiel Studenten des polytechnischen Instituts. Als Gegenstück zu ihnen entstand aus einer Studentengruppen des landwirtschaftlichen Instituts die Gruppe „Altyn-Dan“ („Goldenes Getreide“).</p>
<figure id="attachment_10323" aria-describedby="caption-attachment-10323" style="width: 700px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-10323 size-full" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/08/Ensemble-Altin-Dan.jpg" alt="Band Zentralasien Musik Goldenes Getreide" width="700" height="334" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/08/Ensemble-Altin-Dan.jpg 700w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/08/Ensemble-Altin-Dan-300x143.jpg 300w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-10323" class="wp-caption-text">Die Band Altyn-Dan, Goldenes Getreide</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">Eine Zeit lang wurde diese Gruppe eifrig vom Interpreten Wladimir Ljwowskij, wegen seiner Augen „Tigrowskij“ genannt, angeführt. Im Jahr 1973 erreichten „Altyn-Dan“ mit ihm sogar den ersten Platz im gesamtsowjetischen Wettbewerb „Hallo, wir suchen Talente“ in Taschkent. Die Besetzung der Gruppe änderte sich mit der Zeit, zeitweise erfüllten dort Tles Kaschgalijew oder Kajrat Magawin ihre kurzfristigen Aufgaben mit Brio.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Die Erinnerungen sind noch lebendig</strong></p>
<p style="text-align: justify">So konnte das Ensemble ebensolchen Ruhm erlangen, wie die „Dos-Mukasan“, auch dank aus der Zentralpop-Bewegung bekannte Figuren wie Dschanybek Aschigalijew („Mynko“), Nurlan Kurmangalijew („Pesch“), Konstantin Sosinin oder Galym Muchamedow. Schamil Arysow, ehemaliger Gitarrist der Gruppe und heute erfolgreicher Geschäftsmann, erinnert sich:</p>
<p style="text-align: justify">„<em>Bei uns haben Nagima Eskalijewa, Ajdschan Taschenow oder Ajgul Babajewa ihre Karriere begonnen. Eine Zeit lang arbeitete Farchad Musabajew mit uns, heute ein berühmter kanadischer Musiker, oder Mischa Dschurajew, der heute als Schlagzeuglehrer in Deutschland arbeitet. 1978 drehten wir genauso wie „Dos-Mukasan“ unseren eigenen Film namens ‚Altyn dan andery‘.</em>“</p>
<p style="text-align: justify">Vor kurzem erst hat die Gruppe kurz vor ihrem 75. Alma-Mater in der Vergangenheit gewühlt und eine zur Rarität gewordene CD herausgebracht.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>„</strong><strong>Guljder</strong><strong>“ – </strong><strong>Blumen</strong> <strong>auf</strong> <strong>der</strong> <strong>B</strong><strong>ü</strong><strong>hne</strong></p>
<p style="text-align: justify">Eine weitere sehr beliebte Jugendgruppe bot eine explosive Mischung aus Variété und Aufführungen von jungen Sängern in einer Bühnenorchester genannten Besetzung. Das waren auch schon Profis, genau wie die „Dos-Mukasan“. Das Kollektiv nannte sich „Guldjer“ und wurde zu der Zeit gegründet, als das usbekische Ensemble „Bachor“ die ganze Sowjetunion eroberte.</p>
<figure id="attachment_10324" aria-describedby="caption-attachment-10324" style="width: 700px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-10324 size-full" src="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/08/Ensemble-Gulder.jpg" alt="Musik Güldner Zentralasien Rock" width="700" height="653" srcset="https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/08/Ensemble-Gulder.jpg 700w, https://novastan.org/de/wp-content/uploads/sites/5/2017/08/Ensemble-Gulder-300x280.jpg 300w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-10324" class="wp-caption-text">Das Ensemble Guldjer</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify">Wie es oft mit dem künstlerischen Erfolg einhergeht, hatte „Guldjer“ einen sehr guten Ruf bei den sowjetischen Administratoren und Managern, die die Touren aller Gastauftritte in der UdSSR organisierten. Profimusiker, herausragende Sänger und Sängerinnen, das zeitgenössige Ballett aus jungen Mädchen kasachischer Herkunft, all das spielte „Guljder“ in die Hände.</p>
<p><iframe title="Ансамбль &#039;&#039;Гулдер&#039;&#039; (Khabar TV) 001" width="500" height="375" src="https://www.youtube.com/embed/8Z7x-d_QH7A?start=120&#038;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Guldjer heute</p>
<p style="text-align: justify">Aus der Gruppe kamen solche berühmten Künstler wie Roza Rymbajewa, Makpal Dschunusowa, Sembek Dschumagalijew, Asan Makaschew, „A-Studio“, „Musikola“ und weitere. Der Leiter des Kollektivs war lange Gabiden Tujakajew.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Drugs and Rock ’n’ Roll </strong></p>
<p style="text-align: justify">Aber mit der Zeit verlor die Gruppe an Prestige. Die Marke „Guldjer“ wurde zu einem Übergangsort für alkoholsüchtige Musikanten, die sonst nirgendwo aufgenommen wurden. Das Ensemble degradierte sich langsam, eh es ganz verschwand. Alkohol und Drogen schweißten auch in der Sowjetunion viele Musiker- und Künstlergruppen zusammen.</p>
<p><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kasachstan/eine-musikalische-anthologie-von-almaty-die-geschichte-von-bumerang-avantgardisten-des-jazz-in-kasachstan/">Die Geschichte von &#8222;Bumerang&#8220;, Avantgardisten des Jazz in Kasachstan</a></strong></p>
<p style="text-align: justify">Es ist interessant zu beobachten, dass sich etwa zeitgleich in Anlehnung an „Guldjer“ weitere Kollektive nationaler Minderheiten gründeten, wie das koreanische „Ariran“ und das uigurische „Jaschlik“, die in ihren gemeinschaften einen sehr großen Ruhm genossen.</p>
<p style="text-align: justify">Auch andere Städte der kasachischen Sowjetrepublik hatten ihre Musiker. Schymkent war für seine starke Jazz-Tradition bekannt, Karaganda als Schule für Gitarristen, Tselinograd (ehem. Name von Astana) für seine Rockmusiker; die Brüder Uschakow und Ust-Kamenogorsk kannte man für die Bewegung des inzwischen russischen Producers Bari Alibasow.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Arsen Bajanow<br />
</strong><a href="https://365info.kz/2017/04/muzykalnaya-antologiya-alma-aty-istoriya-dzhaza-pop-i-rok-muzyki-100-grupp-i-ispolnitelej-strany-2/"><strong>365info.kz</strong></a></p>
<p style="text-align: right"><strong>Aus dem Russischen von Florian Coppenrath</strong></p>
<p style="text-align: justify">Noch mehr Zentralasien findet Ihr auf unseren Social Media Kanälen, schaut mal vorbei bei <a href="https://twitter.com/novastan_de">Twitter</a>, <a href="https://www.facebook.com/Novastan.org/">Facebook</a>, <a href="https://telegram.me/novastan">Telegram</a>, <a href="https://www.linkedin.com/company-beta/5246815/">Linkedin</a> oder <a href="https://www.instagram.com/novastanorg/">Instagram</a>.</p>
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		<title>Kasachstans Abhängigkeit von importiertem Benzin nimmt zu</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jun 2017 17:54:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Treibstoff ist einer der wichtigsten Importartikel Kasachstans. Dennoch berichtet das Energieministerium, dass der Markt f&#xFC;r Brenn- und Schmierstoffe unabh&#xE4;ngig sei. Der Artikel &#xFC;ber dieses Paradoxon erschien auf &#xA0;365info.kz.&#xA0;Wir &#xFC;bersetzen den Artikel mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion. Die offizielle Version lautet: Es ist alles gut. Am 18. April erstattete Energieminister Kanat Bosumbajew Bericht &#xFC;ber den [&#x2026;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><em>Treibstoff ist einer der wichtigsten Importartikel Kasachstans. Dennoch berichtet das Energieministerium, dass der Markt für Brenn- und Schmierstoffe unabhängig sei. Der Artikel über dieses Paradoxon erschien auf  <a href="https://365info.kz/2017/04/pochemu-kazahstan-vse-eshhe-zavisim-ot-rossijskogo-topliva/">365info.kz</a>. Wir übersetzen den Artikel mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion.</em></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die offizielle Version lautet: Es ist alles gut.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Am 18. April erstattete Energieminister Kanat Bosumbajew Bericht über den Ölmarkt. Er teilte mit, dass es zur Zeit der Aussaat kein Treibstoffdefizit im Land geben werde.</p>
<p style="text-align: justify;">„<em>Für die Feldarbeit im Frühling 2017 werden den Agrarunternehmen 375.000 Tonnen zur Verfügung gestellt. […] Entsprechend dem Antrag des Landwirtschaftsministeriums wird der Bedarf an Diesel vollständig gedeckt.</em>“</p>
<p style="text-align: justify;">Außerdem werde laut Bosumbajew „<em>der Binnenmarkt vollständig mit heimischen Brenn- und Schmierstoffen versorgt</em>“. Auf dem Papier sieht alles ausgesprochen gut aus: im ersten Quartal 2017 wurden in Kasachstan 810.300 Tonnen Benzin hergestellt, was 18,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum entspricht. Die Dieselproduktion stieg noch stärker an: um 28,8 Prozent auf 1,1 Millionen Tonnen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Statistiken sagen: Es ist alles schlecht</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Entsprechend der Daten des Statistik-Komitees sieht die Situation anders aus. In den ersten beiden Monaten des Jahres wurden 237.000 Tonnen Benzin und 59.900 Tonnen Diesel nach Kasachstan eingeführt. Das sind 60,3 und 77,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Anteil ausländischen (also russischen) Benzins auf dem kasachstanischen Markt betrug im Januar und Februar 29,6 Prozent, jener von Diesel 7,6 Prozent.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Land importiert nicht nur mehr Treibstoff, sondern zahlt dafür auch noch einen höheren Preis: Der durchschnittliche Benzinpreis stieg um 59,4 Prozent an, der Dieselpreis um 47,1 Prozent. In Geldwert umgerechnet wuchs der Import also um das 2,6-fache: 104 beziehungsweise 28,6 Millionen Dollar.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lest auch bei Novastan: <a href="https://novastan.org/de/kirgistan/wer-fordert-ol-in-kirgistan/">Wer fördert Öl in Kirgistan?</a></strong></p>
<p style="text-align: justify;">In den ersten zwei Monaten 2017 befand sich Treibstoff unter den Top 4 der kasachstanischen Importgüter (direkt hinter Öl, Medikamenten und Dünger).</p>
<p style="text-align: justify;">Heute macht Benzin 3,3 Prozent des nationalen Imports aus, wobei der Anteil sich innerhalb eines Jahres verdoppelt hat. Zum Vergleich: Kleidung und sonstige Textilprodukte wurden halb so viel eingeführt wie Diesel und Benzin.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Es gibt nicht mehr eigenes Benzin</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Damit der Markt für Brenn- und Schmierstoffe unabhängig wird, muss Kasachstan die Ölverarbeitung auf 17,5 Millionen Tonnen pro Jahr erhöhen.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Parlamentsabgeordnete Jerlan Barlybajew teilte mit, dass die drei größten Raffinerien des Landes (in Pawlodar, Atyrau und Schymkent) nach einer sich hinziehenden Modernisierung 14,5 Millionen Tonnen verarbeiten können. Aber es gibt im Land noch 32 weitere Fabriken, die zusammen über eine Kapazität von 6,5 Millionen Tonnen verfügen. Und diese Kapazität liegt derzeit brach.</p>
<p style="text-align: justify;">Im April 2016 wurde das „<a href="http://fliphtml5.com/rpnm/sbfh/basic">Gesetz zur Regulierung des Umschlags von Erdölprodukten</a>“ verabschiedet, das es Fabriken mit einer geringeren Kapazität als 800.000 Tonnen pro Jahr verbietet, sogenannte „Verarbeitungsprodukte“ zu verkaufen. Dies führte zur Stilllegung der Fabriken. Auf dieses Problem wiesen die Abgeordneten der Partei „AK Zhol“ hin.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die zukünftige Ölversorgung: abhängig von Russland</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Allerdings kann es sein, dass es nicht ausreichend Rohstoff für diese Fabriken gibt. Saken Schakirow, stellvertretender Direktor des Ressorts für fossile Brennstoffe im Energieministerium teilte mit, dass bis zum Jahr 2020 die Förderung aus kleinen und mittleren Lagerstätten, die im Wesentlichen den Binnenmarkt versorgen, aus verschiedenen Gründen um 3 Millionen Tonnen zurückgehen wird. Einen Ausbau der Förderung wird es hingegen in exportorientierten Projekten geben: Kaschagan, Tengiz und Karatschaganak (große Ölfelder in Westkasachstan, Anm. d. Red.). Scharikow ließ schon verlautbaren, dass dies möglicherweise zu einem Rückgang der Brenn- und Schmierstoffproduktion führen könnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Solange Kasachstan den exportorientierten Projekten die Priorität einräumt, ist es unwichtig, wie viel Öl Kasachstan fördert, über welche Kapazitäten die Raffinerien verfügen, inwieweit sich der Bedarf an Treibstoff ändert und welche Gesetzte in der Republik gelten. Kasachstan kauft Benzin und Diesel in Russland und wird diese Praxis auch auf absehbare Zeit beibehalten.</p>
<p style="text-align: right;"><strong>Alexej Nikonorov</strong></p>
<p style="text-align: right;"><strong><a href="https://365info.kz/2017/04/pochemu-kazahstan-vse-eshhe-zavisim-ot-rossijskogo-topliva/">365info.kz</a></strong></p>
<p style="text-align: right;"><strong>Aus</strong><strong> dem Russ</strong><strong>is</strong><strong>chen von Robin Roth</strong></p>
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